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Eine Wiedergeburt

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Yang Zheng   Heilongjiang Provinz

Ich wurde in eine verarmte ländliche Familie hineingeboren, die in ihrem Denken rückständig war. Ich war von klein auf eitel und mein Wunsch nach Ansehen war besonders ausgeprägt. Im Laufe der Zeit nahm ich, durch den sozialen Einfluss und eine traditionelle Erziehung, alle Arten von Satans Regeln für das Überleben in mein Herz auf. Allerlei Trugschlüsse nährten mein Verlangen nach Ansehen und Status, wie zum Beispiel eigenhändig eine schöne Heimat errichten, Ruhm wird dich unsterblich machen, Menschen brauchen ein Gesicht wie ein Baum seine Rinde braucht, vorankommen und obenauf sein, seinen Ahnen Ehre machen, etc. Diese wurden allmählich zu meinem Leben und ließen mich fest daran glauben, dass wir, solange wir in dieser Welt leben, arbeiten müssen, um von anderen hoch angesehen zu werden. Unabhängig davon, in welcher Gesellschaft wir uns befinden, müssen wir über Status verfügen, sollten wir die Herausragendsten sein. Nur wenn wir auf diese Weise leben, können wir Integrität und Würde besitzen. Nur ein Leben auf diese Art zu führen hat Wert. Um meinen Traum zu verwirklichen, lernte ich in der Grundschule sehr fleißig; trotz Stürmen und Krankheit verpasste ich nie den Unterricht. Tag um Tag schaffte ich es so in die Mittelschule. Als ich sah, dass ich meinem Traum immer näher kam, wagte ich es nicht, nachzulassen. Ich sagte mir oft, dass ich durchhalten müsse, dass ich mich meinen Lehrern und Mitschülern gut präsentieren müsse. Doch gerade dann geschah etwas Unerwartetes. Es gab einen Skandal um unsere Schulleiterin und Direktorin der Schule, der für Aufruhr sorgte. Alle Lehrer und Schüler wussten davon. Eines Tages in der Klasse fragte uns jene Lehrerin, ob wir davon gehört hätten, und alle anderen Schüler verneinten dies. Ich war der Einzige, der ehrlich antwortete: „Ich habe davon gehört“. Von da an betrachtete mich diese Lehrerin als Dorn im Auge und fand häufig Ausreden, um mir das Leben schwerzumachen, um gegen mich hart durchzugreifen. Meine Mitschüler fingen an, sich von mir fernzuhalten und mich auszugrenzen. Sie machten sich über mich lustig und demütigten mich. Schließlich war ich nicht länger in der Lage, diese Art von Qualen zu ertragen, und ich brach die Schule ab. Auf diese Weise wurde mein Traum vom Weiterkommen und an der Spitze zu sein, zunichtegemacht. Wenn ich an meine Zukunft dachte, mein Gesicht zur Erde und den Rücken zum Himmel gewandt, empfand ich eine unsagbare Traurigkeit und Melancholie. Ich dachte: „Ist es möglich, dass mein Leben so unscheinbar verlaufen wird? Kein Status, kein Prestige, keine Zukunft. Was hat es für einen Sinn, so zu leben?“ Ich war damals wirklich nicht bereit, diese Tatsache zu akzeptieren, aber ich war machtlos, meine Umstände zu ändern. Gerade als ich mein Dasein in Schmerz und Hoffnungslosigkeit verbrachte, von denen ich mich nicht befreien konnte, rettete mich der Allmächtige Gott und entfachte wieder die Hoffnung in meinem Herzen, die ausgelöscht worden war. Von da an begann ich ein ganz neues Leben.

Es war März 1999, und aus einer zufälligen Gelegenheit heraus hörte ich das Evangelium der letzten Tage des Allmächtigen Gottes. Ich erfuhr, dass der menschgewordene Gott auf die Erde gekommen war und Er Selbst zur Menschheit sprach und sie führte, um uns aus Satans Domäne zu retten, um uns zu ermöglichen, uns von unserem Leben inmitten von Schmerz zu befreien, davon, gefallen zu sein, um in einem neuen Himmel und auf einer neuen Erde leben. Und durch den geduldigen und gewissenhaften gemeinschaftlichen Austausch meiner Brüder und Schwestern hörte ich viele Wahrheiten, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte, wie zum Beispiel: Gottes sechstausendjähriger Führungsplan, das Geheimnis der Fleischwerdung Gottes, dass verdorbene Menschen der Errettung des menschgewordenen Gottes bedürfen, welche Art Sinn die Schöpfungen besitzen sollten, wie man den Herrn aller Schöpfung anbetet, wie man seine eigentliche Menschlichkeit auslebt, was wirklich ein menschliches Leben ist. … Ich wurde von diesen Wahrheiten ungemein angezogen und sie ließen mich fest daran glauben, dass dies das Werk des wahren Gottes war. An diesem Tag sangen meine Brüder und Schwestern auch ein Lied der Lebenserfahrung, „Gott liebt uns innig“: „Allmächtiger Gott, ich vertraue mich Dir an. Wenn ich daran zurückdenke, wie ich durch die Welt gewandert bin, spüre ich tief in mir die Unbeständigkeit und Gleichgültigkeit der Menschen. Ich kämpfte und tastete in der Dunkelheit umher. Das Leiden des Lebens ist endlos. Ich dümpelte über die Jahre hinweg dahin und wusch mir mein Gesicht mit Tränen. Ohne Hoffnung konnte ich nur hilflos und verzweifelt leben. Allmächtiger Gott, Du liebst uns innig. Deine Worte erwecken mich. Endlich komme ich zurück zu Dir und werfe mein schmerzhaftes Leben weg. Deine Worte erhellen mich, ich sehe ein strahlendes Leben. Ich genieße Deine Worte und lebe in Deiner Gegenwart. Mein Herz ist voller Frieden und Freude“ (Folge dem Lamm und singe neue Lieder). Wie ein Lichtstrahl erhellte dies meine Seele, die sich lange Zeit in Finsternis befunden hatte, und ich konnte nicht anders, als in Tränen auszubrechen. Viele Jahre der Unterdrückung, Ungerechtigkeiten und Traurigkeit schienen plötzlich freigesetzt zu werden. Mein Herz fühlte sich viel leichter an. Abgesehen von dieser Begeisterung war ich Gott noch mehr dafür dankbar, dass Er mich unter Millionen von Menschen auswählte, und so meiner müden, traurigen Seele erlaubte, einen warmen Zufluchtsort zu finden. Von da an änderte sich mein Leben radikal. Ich war nicht mehr untröstlich und entmutigt, sondern ich konzentrierte mich voll und ganz darauf, das Wort Gottes zu lesen, zu Versammlungen zu gehen und mich in der Gemeinde über die Wahrheit auszutauschen. Jeder Tag war erfüllt und glücklich. Später begann ich mit der Aufgabe, das Evangelium zu predigen. Da ich sehr enthusiastisch und positiv war, sowie aufgrund der Tatsache, dass ich über ein gewisses Kaliber verfügte, trug meine Arbeit nach einiger Zeit wirklich Früchte. Ich erlangte das Lob meines evangelikalen Teamleiters und auch die Brüder und Schwestern in der Kirche schauten zu mir auf. Sie kamen stets und fragten mich nach Dingen, die sie über das Predigen des Evangeliums nicht verstanden. Ohne es zu merken, begann ich, ein wenig selbstzufrieden zu werden, und dachte: „Ich habe in der Kirche so schnell das Ansehen und den Status erlangt, den ich mir in der Welt seit so vielen Jahren erhofft hatte. Meine ‚Helden‘-Seite hat endlich ihren Platz gefunden!“ Als ich meine Leistungen sah, fühlte ich mich sehr erfüllt und ich arbeitete noch härter, um meine Aufgabe zu erfüllen. Ganz gleich, wie groß die Schwierigkeit war, auf die ich stieß, ich tat mein Äußerstes, um sie zu überwinden. Ganz gleich, was die Kirche für mich vorsah, ich befolgte es bereitwillig und tat mein Bestes, um es zu bewerkstelligen. Manchmal gingen die Kirchenleiter mit mir um und stutzten Aspekte von mir zurecht, weil ich meine Pflicht nicht gut erfüllt hatte. Ganz gleich, wie aufgebracht ich auch war, nach außen hin redete ich mich nicht heraus. Obwohl ich während dieser Zeit ziemlich viel litt, hatte ich, solange ich unter meinen Brüdern und Schwestern Ansehen genoss und sie zu mir aufschauten, das Gefühl, dass es sich lohne, diesen Preis zu zahlen. Aber Gott kann in jeden Teil der Menschen sehen. Um meine falschen Ansichten über menschliches Leben und menschliche Werte umzuwandeln, um die Unreinheiten in meinem Glauben an Gott und bei der Erfüllung meiner Pflicht zu reinigen, richtete Gott immer wieder Umgebungen ein, um zu richten und zu retten.

Eine Wiedergeburt

Das war 2003, als ich befördert wurde, um als unser evangelikaler Teamleiter zu fungieren. Zusammen mit dieser Erhöhung meines Status wurde auch mein Arbeitsbereich erweitert, und ich fühlte mich noch selbstzufriedener: „Das Gold glänzt überall. Ich bin entschlossen, meine Arbeit gut zu machen und stetig aufzusteigen, damit meine Brüder und Schwestern mich mehr beneiden und verehren. Das wäre so wunderbar!“ Als ich den Ort erreichte, an dem ich meine Pflicht erfüllen sollte, berücksichtigte der Leiter, dass ich diese Art von Arbeit gerade erst übernommen hatte und es mir sowohl an Erfahrung als auch an Methodik mangelte, sodass er mehrere andere evangelikale Teamleiter aus der näheren Umgebung versammelte, damit wir voneinander lernen konnten. Aber im Laufe des gemeinschaftlichen Austauschs sah ich, dass sie alle älter waren als ich und dass sie von geringerem Kaliber waren. Auch beim gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte kommunizierten sie nicht so deutlich wie ich. Unwillkürlich wurde ich arrogant und ich hielt überhaupt nichts von ihnen. Ich hatte das Gefühl, gewiss gute Arbeit leisten zu können, indem ich mich auf meine eigene Stärke verließ. Nach der Versammlung ging ich sofort zu jedem Team, um ein Verständnis ihrer Arbeit zu gewinnen. Als ich einige Fehler und Versäumnisse in ihrer Arbeit entdeckte und dass einige der Brüder und Schwestern nicht in der Lage waren, das Evangelium zu predigen und Zeugnis für Gott abzulegen, war ich sowohl besorgt als auch verärgert. Ich konnte es nicht unterlassen, meine Brüder und Schwestern zu schelten: „Kann die Erfüllung eurer Pflicht auf diese Art und Weise wirklich im Einklang mit Gottes Willen stehen? Ihr wollt keinen Preis zahlen, aber ihr wollt von Gott gerettet werden. Hat eine solche Person jeglichen Verstand? …“ Und manchmal protzte ich während der Gemeinschaft und erzählte allen, wie ich an der evangelikalen Arbeit teilgenommen hatte, alles über die Erfolge, die ich erzielt hatte. Als ich Neid auf den Gesichtern meiner Brüder und Schwestern sah, war ich sehr selbstgefällig und hatte das Gefühl, dass ich verantwortungsvoller sei als andere. Mit der Zeit besprachen meine Brüder und Schwestern stets alle Fragen mit mir und konzentrierten sich nicht mehr darauf, zu Gott zu beten oder auf Ihn zu vertrauen. Und ich hatte nicht nur keine Angst, sondern es hat mir zudem gefallen. Schließlich verlor ich gänzlich das Wirken des Heiligen Geistes und konnte wirklich nicht mehr arbeiten. Anfang 2004 entließ mich die Kirche aus meinen Pflichten und schickte mich zur geistlichen Besinnung nach Hause. Angesichts dieses Ergebnisses war es, als stürzte ich sehr schnell einen bodenlosen Abgrund hinab. Durch ein starkes Frustgefühl war mein ganzer Körper schlapp und schwach und ich konnte nicht umhin, zu denken: „Es war so wunderbar, als ich damit anfing, meine Pflicht zu erfüllen. Und jetzt kehre ich in solch Schimpf und Schande zurück. Wie kann ich meiner Familie und den Brüdern und Schwestern in meiner Heimatstadt begegnen? Was werden sie von mir denken? Werden sie sich über mich lustig machen, auf mich herabschauen?“ Sobald ich daran dachte, mein Image und meinen Status in den Köpfen anderer Menschen zu verlieren, hatte ich das Gefühl, dass ich kurz davor war, auseinanderzufallen. Ich lebte in einer Negativität, von der ich mich nicht befreien konnte, und ich konnte nicht einmal mehr Gottes Worte weiterlesen. Inmitten dieser Qual konnte ich nicht umhin, zu Gott zu beten: „Oh Gott! Ich bin jetzt so schwach geworden und mein Geist ist in Finsternis, weil ich unfähig bin, die Tatsache zu akzeptieren, dass ich ersetzt wurde. Ich bin auch nicht bereit, die Anordnungen der Kirche zu befolgen, aber ich weiß, dass alles, was Du tust, gut ist und Deinen wohlwollenden Willen enthält. Ich bin bereit, von Dir erleuchtet zu werden und Deinen Willen zu verstehen.“ Nach dem Beten brachten mir diese Worte Gottes Erleuchtung: „Während eurer Suche habt ihr zu viele persönliche Begriffe, Hoffnungen und Zukünftiges. Das jetzige Werk geschieht, um mit eurem Verlangen nach Status und euren ausgefallenen Wünschen umzugehen. Die Hoffnungen, das Verlangen nach[a] Status und die Begriffe sind alles klassische Aufmachungen von satanischer Gesinnung. … Obwohl ihr bis zu diesem Schritt heute gelangt seid, habt ihr euer Statusdenken immer noch nicht losgelassen, sondern habt immer Mühe damit, euch danach zu erkundigen und ihn täglich aufmerksam zu verfolgen, mit großer Furcht, dass euer Status eines Tages verloren sein und euer Name ruiniert sein wird. … Jetzt seid ihr Nachfolger, und ihr habt etwas Verständnis von dieser Stufe des Werkes. Ihr habt jedoch immer noch nicht euer Verlangen nach Status abgelegt. Wenn euer Status hoch ist, sucht ihr gut, aber wenn euer Status niedrig ist, sucht ihr nicht länger. Immer denkt ihr an die Segnungen des Status. Warum ist es so, dass der Großteil der Menschen nicht aus dem negativen Denken herauskommen kann? Ist das nicht immer wegen trostloser Zukunftsaussichten?“ („Warum bist du nicht bereit, eine Kontrastfigur zu sein?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Das in Gottes Worten offenbarte Urteil bescherte mir ein böses Erwachen und gab mir zu verstehen, dass es zu diesem Zeitpunkt Gottes Wirken war, mit meinem Verlangen nach Ansehen umzugehen, um mich den richtigen Lebensweg betreten zu lassen. Als ich an die Zeit zurückdachte, als ich angefangen hatte, meine Pflicht zu erfüllen, war ich zu Zeiten, in denen ich Ansehen hatte, sehr positiv. Ich war äußerst zuversichtlich und fürchtete mich nicht vor Leid oder Nöten. Wenn ich mit jemandem konfrontiert wurde, der mit mir umging oder Aspekte von mir zurechtstutzte, wehrte ich mich nicht dagegen. Aber dann, nachdem ich entlassen wurde und nach Hause zurückkehren musste, konnte ich aus meiner Negativität nicht mehr herausfinden. Ich sah, dass es von außen so schien, als hätte ich meine Pflicht erfüllt, aber in Wirklichkeit schwenkte ich die Fahne meiner Pflichterfüllung, während ich die Dinge selbst in die Hand nahm. Es ging gänzlich darum, Gott zu benutzen, um meine eigenen Wünsche zu befriedigen, die seit vielen Jahren verborgen gewesen waren – voranzukommen und hoch angesehen zu werden. Und es ging nicht darum, der Wahrheit nachzugehen, und es ging noch weniger darum, die Pflicht eines Geschöpfes zu erfüllen, um Gott zufriedenzustellen. Als ich meine Pflicht erfüllte und die Unzulänglichkeiten meiner Brüder und Schwestern sah, half ich ihnen nicht nur nicht aus Liebe, sondern griff auf meinen Status zurück, um sie zu schelten. Ich erhöhte mich absichtlich, bezeugte mich selbst und war darauf bedacht, dass alle zu mir aufschauten und mich verehrten. Vom Anfang bis Ende hatte ich nur ein Ziel bei meinen Gedanken und Handlungen – war das nicht, sich Gott unverhohlen zu widersetzen? Die Menschheit wurde von Gott erschaffen, also sollten wir Ihn anbeten und zu Ihm aufschauen. Unsere Herzen sollten nur den Status Gottes enthalten, aber ich war ein schmutziger und verdorbener, niedriger Mensch, der in den Herzen anderer einen Platz haben wollte. Ist das nicht furchtbar arrogant? Ist das nicht ungeheuerlich und gegen Gott? Ist dieses Verhalten nicht eine schwerwiegende Verletzung von Gottes Disposition? Als ich daran dachte, konnte ich nicht anders, als vor Angst vor meiner eigenen arroganten Natur zu zittern. Mir wurde klar, dass ich mich bereits in der gefährlichen Situation befand, Gottes Bestrafung unterzogen zu werden! Gottes Disposition ist gerecht und heilig und duldet keine Vergehen der Menschheit. Wie könnte Er es dulden, mir, diesem rebellischen Kind, zu erlauben, Sein Wirken mutwillig zu stören und in Unordnung zu bringen? Erst dann wurde mir klar, dass meine Entlassung Gottes große Nachsicht und große Liebe war. Andernfalls hätte ich mehr und größeres Übel angerichtet, bis zu dem Punkt, dass Er außerstande wäre, mir zu verzeihen. Dann wäre es zu spät. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Angst hatte ich und desto mehr fühlte ich, dass ich zu sehr in Gottes Schuld stand. Ich konnte nicht anders, als mich vor Ihm niederzuwerfen und zu beten: „Oh Gott! Meine Natur ist zu arrogant, zu oberflächlich. Ich habe die Wahrheit während der Erfüllung meiner Pflicht nicht verfolgt und ich habe nicht daran gedacht, Deine Liebe zu vergelten. Ich rannte um des Ansehens und des Status willen geschäftig hin und her und ich hängte mein Herz daran, in der Kirche voranzukommen, wie konnte ich also im Verlauf der Erfüllung meiner Pflicht mit dieser Art von Absicht nicht stolpern und fallen? Wenn Dein Urteil und Deine Züchtigung, Dein Umgang und Dein Zurechtstutzen nicht rechtzeitig über mich gekommen wären, wäre ich sicherlich den Weg eines Feindes Christi weitergegangen. Am Ende hätte ich meine Chance auf Rettung zunichtegemacht. Oh Gott! Ich danke Dir für Deine Barmherzigkeit und Deine Rettung. Von diesem Tag an bin ich bereit, meine ehrgeizigen Wünsche loszulassen und der Wahrheit nachzugehen, und mehr von Deinem Urteil und Deiner Züchtigung anzunehmen, um bald eine Veränderung in meiner verdorbenen Disposition zu erreichen.“ Gottes Erleuchtung und Führung brachten mich aus meiner Negativität heraus und erlaubten mir, eine gewisse Erkenntnis meiner eigenen arroganten Natur und meines gottwidrigen Wesens zu haben. Ich gewann auch etwas Verständnis für Gottes gerechte Disposition und ich spürte eine große Erleichterung in meinem Herzen. Ich war auch bereit, weiterhin nach der Wahrheit zu suchen, in welcher Umgebung Gott auch immer für mich schafft, und Seinen Willen tiefer zu verstehen.

In meinen Streben danach sah ich Worte Gottes, die lauteten: „Ich entscheide den Bestimmungsort eines jeden Menschen nicht auf der Grundlage von Alter, Vorrang, Umfang des Leidens und am Allerwenigsten nach dem Grad, in dem er um Mitleid bittet, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Es gibt keine andere Auswahl als diese. Ihr müsst einsehen, dass alle, die nicht dem Willen Gottes folgen, bestraft werden. Dies ist eine unveränderliche Tatsache“ („Du solltest eine Hinlänglichkeit guter Taten für deinen Bestimmungsort vorbereiten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). „Als Geschöpf Gottes sollte der Mensch versuchen, seine Aufgabe als Geschöpf Gottes zu erfüllen und anstreben, Gott zu lieben ohne andere Entscheidungen zu treffen, denn Gott ist des Menschen Liebe würdig. Jene, die danach streben, Gott zu lieben, sollten keine persönlichen Vorteile oder die Dinge, nach denen sie sich sehnen, anstreben. Das ist das richtigste Mittel des Bestrebens“ („Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den der Mensch geht“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte hatten den Menschen schon ganz deutlich und verständlich mitgeteilt, was Sein Wille und Seine Anforderungen waren, damit die Menschheit eine richtige Art des Strebens verstehen konnte, und was der falsche Weg ist. Damals erhob ich Ansehen und Status über alles, aber in Wirklichkeit schaute Gott nicht darauf, wie hoch der Status von jemandem war, welche Art von Position er hatte oder wie sehr er für seinen Glauben an Gott gelitten hatte. Er schaute darauf, ob er der Wahrheit nachging oder nicht und ein echtes Gottesverständnis hatte. Wer über die Wahrheit verfügt, jedoch keinen hohen Status hat, kann genauso Sein Lob erhalten; wer aber nicht über die Wahrheit verfügt, jedoch einen hohen Status hat, gehört jenen an, die Gott verabscheut und ablehnt. Das ist Gottes Disposition der Gerechtigkeit und Heiligkeit. Status kann das Schicksal einer Person nicht bestimmen, noch ist er ein Symbol für jemandes Rettung in seinem Glauben an Gott. Es ist vor allem kein Zeichen dafür, dass jemand von Gott vervollkommnet worden ist. Aber ich hatte stets meinen Status benutzt, um meinen eigenen Wert zu messen, und mein größtes Vergnügen war es, dass andere zu mir aufschauten und mich verehrten. Stellt sich das nicht völlig Gottes Anforderungen entgegen? War es nicht völlig sinnlos, auf diese Weise an Gott zu glauben? Ich hätte nicht nur nicht von Gott gerettet werden können, sondern hätte aufgrund meiner bösen Art letztendlich Gottes Bestrafung erlitten. Was Gott mir damals anvertraut hatte, war, mir zu erlauben, in die Wahrheit einzutreten, imstande zu sein, eine Veränderung in der Disposition zu verfolgen, Gottesgehorsam und Liebe zu Gott zu verfolgen und schließlich von Ihm gerettet und vervollkommnet zu werden. Nur das war der richtige Weg. Nachdem ich das alles verstanden hatte, war mein Herz voller Dankbarkeit gegenüber Gott. Dank sei Seinem Urteil und Seiner Züchtigung, die mich vom falschen Weg zurückzogen und mich erleuchteten, sodass ich Seinen Willen verstehen konnte, die mir erlaubten, endlich klar die Gefahr und die Folgen des Strebens nach Ansehen und Status zu sehen. Erst dann war ich in der Lage aufzuwachen und rechtzeitig umzukehren. Durch diese Erfahrung hatte ich etwas Kenntnis von meiner falschen Ansicht in Bezug auf das Streben, verstand einige Wahrheiten sowie Gottes gute Absichten, und mein Gemütszustand erholte sich wieder. Ich stürzte mich wieder in das Erfüllen meiner Pflicht.

Im Juli 2004 ging ich in eine abgelegene Berggegend und arbeitete dort gemeinsam mit einem Bruder an der Evangeliumsarbeit. Als ich mit dieser Arbeit begann, hatte ich meine früheren Misserfolge als Lektionen vor Augen. Ich ermahnte mich oft, Ansehen oder Status nicht zu verfolgen, sondern ehrlich meine Pflicht als Schöpfung zu erfüllen. Wenn es also Fragen gab, die ich nicht verstand oder über die ich mir nicht im Klaren war, stellte ich mich zurück und suchte meinen Bruder aktiv zum gemeinschaftlichen Austausch auf, um sie zu besprechen und zu lösen. Als meine Arbeit jedoch immer mehr Früchte trug, kam meine arrogante Natur abermals zum Vorschein und ich begann, mich wieder auf mein eigenes Image und meinen Status zu konzentrieren. Während einer Versammlung sagte mir einmal ein Mitglied des örtlichen evangelikalen Teams freudig: „Dank dessen, dass du hierhergekommen bist, haben wir mehr Gläubige bekehrt. …“ Mein Mund sagte, dass dies das Ergebnis des Wirkens des Heiligen Geistes war, aber in meinem Herzen war ich sehr selbstzufrieden. Nachdem die Versammlung vorbei war und ich nach Hause zu meiner Gastfamilie zurückkehrt war, setzte ich mich auf mein Bett und wiederholte in meinem Kopf jede Szene meiner Arbeit während dieser Zeit. Ich konnte nicht anders, als selbstgefällig zu werden, und dachte: „Ich habe scheinbar wahre Fähigkeiten bei dieser Arbeit. Solange ich hart weiterarbeite, kann ich sicherlich wieder befördert werden“. Ich betrachtete mich daraufhin ganz und gar als Held und Gottes Status war bereits aus meinem Herzen verschwunden. Als ich danach meine Pflicht erfüllte, begann ich, um Status zu wetteifern und Positionen mit meinen Kollegen zu vergleichen. Ich fing an, vor meinen Brüdern und Schwestern unverhohlen zu prahlen, als kämen alle Ergebnisse unserer Arbeit nur durch meine Bemühungen zustande. Gerade als ich Schritt für Schritt in den Abgrund zurückrutschte, streckte Gott mir erneut eine rettende Hand entgegen. Eines Abends bekam ich plötzlich eine schwere Grippe. Meine Temperatur erreichte 39 Grad und selbst nach mehrtägiger Einnahme von Medikamenten wurde es nicht besser. Ich ging ins Krankenhaus, damit man mir eine Infusion verabreichte, aber nicht nur, dass mein Zustand sich nicht verbesserte, er wurde sogar noch schlimmer. Ich konnte nichts bei mir behalten, nicht einmal Wasser. Schließlich war ich bettlägerig und fühlte mich, als befände ich mich am Rande des Todes. Inmitten der Qualen dieser Krankheit dachte ich nicht mehr daran, welchen Status ich am nächsten Tag haben würde. Schnell kniete ich nieder und betete zu Gott: „Oh Gott! Diese Krankheit, die über mich kommt, ist Dein wohlwollender Wille und Deine gerechte Disposition. Ich möchte Dich nicht missverstehen oder Dich beschuldigen; ich bitte Dich nur darum, mich erneut zu erleuchten und zu erhellen, mir zu erlauben, Deinen Willen zu verstehen, damit ich meine eigene Verderbtheit tiefgreifender verstehen kann.“ Nach dem Beten war mein Herz viel friedvoller. Genau dann überkamen mich plötzlich diese Worte Gottes: „Eure hochmütige und arrogante Natur treibt euch an, euer eigenes Gewissen zu verraten, gegen Christus aufzubegehren und euch Ihm zu widersetzen und eure Hässlichkeit zu offenbaren und dabei eure Absichten, Vorstellungen, übertriebenen Wünsche und Augen, die voller Gier sind, ans Licht zu bringen“ („Bist du ein wahrer Gläubiger Gottes?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Jedes einzelne dieser Worte Gottes durchbohrte mein Herz wie ein Schwert; sie trafen mich an meiner tödlichen Stelle. Jede einzelne Art von Hässlichkeit der Arroganz, die ich offenbart hatte, erschien mir in großer Klarheit vor Augen. Mein Herz war schmerzerfüllt und ich war unermesslich verlegen und beschämt. Da erkannte ich ganz deutlich, dass es meine eigene arrogante Natur war, die mein Gewissen dazu veranlasste, seine ursprüngliche Funktion zu verlieren, sodass ich nicht immer in der Lage war, Gott wirklich zu gehorchen und anzubeten. Aufgrund dessen hegte ich stets Ehrgeiz und Verlangen und sobald ich irgendeine Gelegenheit hatte, wetteiferte ich um Status und wollte mich zur Geltung bringen und andere unterdrücken. Ich konnte nicht einfach eine Person mit gutem Benehmen sein. Es war klar, dass alle Früchte meiner Arbeit vom Wirken des Heiligen Geistes abhingen; es war Gottes Segen. Dennoch stahl ich Gottes Ruhm, nutzte die Gelegenheit aus, um mich zu erhöhen und genoss es, von meinen Brüdern und Schwestern angesehen und angebetet zu werden; ich wurde dermaßen arrogant, dass ich meinen Verstand verlor. Erst dann erkannte ich, dass gerade meine arrogante Natur die Wurzel meines Widerstandes gegen Gott war. Wenn ich sie nicht beseitigte, würde ich niemals Gottesgehorsam oder Hingebung zur Erfüllung meiner Pflicht erlangen.

Unter Gottes Führung dachte ich erneut an Seine Worte: „Wenn man erkennt, was die wahre Natur ist – wie hässlich, wie verabscheuungswürdig und wie erbärmlich –, dann ist man nicht allzu stolz auf sich selbst, nicht so unbändig arrogant und nicht so zufrieden mit sich selbst wie zuvor. Ein solcher Mensch spürt: ‚Ich muss etwas von Gottes Wort praktizieren, auf eine ernsthafte und bodenständige Art und Weise. Wenn nicht, dann werde ich nicht dem Standard des Menschseins entsprechen und werde mich schämen, in Gottes Gegenwart zu leben‘. Man sieht sich dann selbst wahrhaftig als dürftig, als wahrhaft unbedeutend an. In dieser Zeit wird es für einen leicht, die Wahrheit auszuführen, und man wird ein wenig so erscheinen, wie ein Mensch sein sollte“ („Sich selbst zu kennen, ist in erster Linie, die menschliche Natur zu kennen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes Worte wiesen mir den Weg der Praxis und des Eintretens und dass ich, wenn ich mein Denken an Ansehen und Status völlig loslassen wollte, mich um die Kenntnis über meine eigene Natur bemühen musste. Wenn ich wirklich erkennen könnte, wie niedrig, wie nutzlos ich war, dann wäre ich imstande, ein zurückhaltender Mensch zu werden und nicht mehr arrogant zu sein. Dann wäre ich in der Lage, die Wahrheit mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu verfolgen. Dass Gott dieses Urteil und diese Züchtigung, diesen Schlag und diese Disziplin vollzog, diente in Wirklichkeit dessen, mir ein wahres Verständnis meines eigenen Wesens und meiner inhärenten Identität und meines Status zu geben. Es sollte mir ermöglichen, Selbsterkenntnis vor Gott zu haben, meine eigene Armut im Geiste, meine eigene Nichtigkeit zu erkennen. Es sollte mich erkennen lassen, dass das, was ich brauchte, die Wahrheit war, Gottes Rettung, wodurch ich vor Gott niederfallen und ein Mensch mit gutem Benehmen sein konnte. Es sollte bewirken, dass ich meine Pflicht erfüllen konnte, um Gott zufriedenzustellen, und nicht länger Status verfolgen und Sein Herz verletzte würde. Unter der Führung Seiner Worte hatte ich einen Weg nach vorn sowie das Vertrauen, um die Wahrheit zu verfolgen. Obwohl ich von Satan zutiefst verdorben worden war und meine arrogante Natur tief verwurzelt war, würde ich, solange ich Gottes Urteil und Züchtigung und Seine Prüfung und Läuterung annehmen und befolgen konnte, hieraus meine eigene Natur und mein Wesen erkennen konnte und dann unermüdlich die Wahrheit verfolgte, sicherlich in der Lage sein, die Fesseln und das Leid von Ansehen und Status abzuschütteln und den Weg, gerettet zu werden, vollkommen gemacht zu werden, zu betreten. Nachdem ich zu Gott zurückgekehrt war, erholte ich mich innerhalb von zwei Tagen von meiner Krankheit. Das machte mir noch mehr bewusst, dass Er jene Krankheit als Mittel eingesetzt hatte, um mich zu disziplinieren. Es ging nicht darum, mich absichtlich leiden zu lassen, noch lag irgendeine Bestrafung darin – es sollte mein betäubtes Herz erwecken, mich dazu bringen, so schnell wie möglich meine falschen Bestrebungen loszulassen und den richtigen Weg des Glaubens an Gott zu betreten. Ich war von Gottes Liebe tief bewegt und ermutigt. Ich brachte Gott aufrichtig meinen Dank und meinen Lobpreis dar.

Nachdem ich mich von meiner Krankheit erholt hatte, stürzte ich mich erneut in die Arbeit. Ich beschloss still in meinem Herzen, dass ich, wenn ich auf etwas stieße, das mit Ansehen oder Status zu tun hätte, gewiss für Gott Zeugnis ablegen würde. Einige Monate später erfuhr ich, dass ein anderes evangelikales Team sehr gute Ergebnisse erzielte und einige wunderbare Handlungen Gottes erlebt hatte, und einige seiner erfolgreichen Erfahrungen und seinen Weg der Praxis zusammengefasst hatte. Die Arbeit hingegen, an der ich mitwirkte, verschlechterte sich. Als ich die Enttäuschung auf den Gesichtern meiner Brüder und Schwestern sah, besonders, als ich eine Schwester sagen hörte: „Wir genießen jetzt eine so große Errettung von Gott, aber wir sind nicht in der Lage, Sein Wirken zu bezeugen. Wir stehen wirklich in Seiner Schuld“, und niemand seine Tränen zurückhalten konnte, schmerzte mein Herz sehr. Ich wusste nicht, wie ich aus dieser misslichen Lage herausfinden sollte, und ich betete wiederholt zu Gott: „Oh Gott! Wir sind alle schwach, wenn wir mit praktischen Schwierigkeiten konfrontiert sind, aber ich weiß, dass Du es bist, der unser Vertrauen prüft und unsere Hingabe testet. Aber meine Statur ist zu gering und ich kann diese Bürde nicht wirklich tragen. Ich bitte Dich, mich zu erleuchten, um Deinen Willen zu verstehen. Ich bin bereit, gemäß Deiner Führung zu handeln.“ Nach dem Beten kam mir plötzlich ein Gedanke: „Ich sollte den dortigen Mitarbeiter bitten, sich mit uns in Gemeinschaft zu treffen, damit wir auf einige seiner Stärken und Erfahrungen zurückgreifen könnten. So werden die Brüder und Schwestern sich ebenfalls an der Erleuchtung und Leitung des Heiligen Geistes erfreuen können, und wissen, wie sie ihre Arbeit des Evangeliums zu erledigen haben.“ Ich wusste, dass diese Idee von der Führung des Heiligen Geistes herrührte, aber ich hatte immer noch einige Bedenken in meinem Herzen. Ich dachte: „Früher war ich in jeder Hinsicht kompetenter als dieser Bruder und wenn wir zusammen in Versammlungen waren, schaute ich immer auf ihn herab, aber jetzt ist seine Leistung besser als meine. Wenn er sieht, dass ich jetzt verzweifelt und verlegen aussehe, wird er mich dann auslachen? Werden die Brüder und Schwestern auf mich herabschauen? Was ist damit, mein Gesicht zu wahren? … Ich dachte und dachte und ich konnte die Vorstellung von meinem eigenen Gesicht und Status trotzdem nicht loslassen, aber sobald ich an Gottes dringenden Willen dachte, die Menschheit zu erretten und daran, dass meine Brüder und Schwestern nicht die Führung und Leitung des Heiligen Geistes hatten, wurde ich in meinem Herzen gezüchtigt. Gerade als ich zauderte, erleuchteten mich diese Worte Gottes: „Der Heilige Geist wirkt nicht nur in bestimmten Menschen, die von Gott eingesetzt werden, sondern mehr noch in der Kirche. Er könnte in jedem am Wirken sein. Er wirkt vielleicht vorläufig in dir, und sobald du es erlebt hast, wirkt Er vielleicht als Nächstes in jemand anderem. Beeil dich zu folgen; je dichter du dem gegenwärtigen Licht folgst, desto mehr kann dein Leben reifen und wachsen. Ganz gleich, welche Art von Mensch er sein mag, achte darauf, ihm zu folgen, solange der Heilige Geist in ihm wirkt. Nimm seine Erfahrungen durch deine eigenen auf, und du wirst noch Höheres empfangen. Dadurch wirst du schneller vorankommen. Das ist der Weg der Vervollkommnung für den Menschen und ein Weg, durch welchen Leben wächst. Der Weg zur Vervollkommnung wird durch deinen Gehorsam gegenüber dem Wirken des Heiligen Geistes erreicht. Du weißt nicht, durch welche Art Mensch Gott wirken wird, um dich zu vervollkommnen, noch durch welche Person, Begebenheit oder Sache Er es dir ermöglichen wird, in Besitz zu treten und etwas Einsicht zu gewinnen“ („Diejenigen, die Gott mit wahrem Herzen gehorchen, werden gewiss von Gott gewonnen werden“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Unter der Anleitung von Gottes Worten verstand ich Seinen Willen und gewann etwas Verständnis davon, wie man Menschen im Werk des Heiligen Geistes anleitet und vervollkommnet. Ich erkannte: Gottes Werk und Gottes Weisheit sind wunderbar und geheimnisvoll. Ich weiß nicht, durch welche Art von Person oder Sache Er mich erleuchten und führen wird, um Seinen Willen zu verstehen, noch weiß ich, durch welche Art von Umgebung Er mit meiner verdorbenen Disposition umgehen wird. Ich muss lernen, dem Wirken des Heiligen Geistes zu gehorchen, und ganz gleich, wie hoch oder niedrig jemandes Status ist, wie alt er ist oder wie lange er schon an Gott glaubt, solange seine Gemeinschaft der Wahrheit entspricht, ist es Gottes gegenwärtiger Wille und es kann den praktischen Weg weisen, der von dem Wirken und der Erleuchtung des Heiligen Geistes herrührt. Ich muss akzeptieren, gehorchen und praktizieren – das ist die menschliche Vernunft, die ich besitzen muss. Wenn ich das Wirken des Heiligen Geistes nicht befolge, dann bin ich bereit, zuzulassen, dass meine Arbeit beeinträchtigt wird, um meine eigene Eitelkeit aufrechtzuerhalten. Ich bin bereit, zuzulassen, dass meine Brüder und Schwestern in Finsternis leben, um mein eigenes Image und meinen eigenen Status zu bewahren. In jenem Fall bin ich ein wahrhaft schlechter Diener und ein Antichrist! Als ich das erkannte, konnte ich nicht anders, als Angst zu haben, und ich wagte es nicht, noch einmal eigensinnig zu sein und der Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes zuwiderzuhandeln. Ich war bereit, meiner eigenen satanischen Natur zu entsagen und das Herz Gottes durch praktische Handlungen zu trösten. Also rief ich unverzüglich jenen Mitarbeiter an und bat ihn, zu kommen, um mit uns zu kommunizieren. Was mich beschämte, war, dass jener Bruder, nachdem wir uns persönlich getroffen hatten, nicht im Entferntesten auf mich herabblickte oder mich auslachte. Er teilte in der Gemeinschaft sehr aufrichtig, wie sie zusammengearbeitet hatten, während der Heilige Geist unter ihnen wirkte, und wie sie auf Gott vertrauten und zu Gott beteten, wenn sie Rückschläge und Misserfolge erlebten, welche Handlungen sie danach von Gott gesehen hatten, welche Art von wahrem Verständnis sie über Gott gewonnen hatten und vieles mehr. Als ich das entspannte und fröhliche Auftreten meines Bruders sah, dann sah, dass meine Brüder und Schwestern aufmerksam und mit Genuss zuzuhören schienen, dann sah, wie allmählich Lächeln auf ihren Gesichtern aufkamen, fühlte ich einen akuten Schmerz, als wäre ich untröstlich. Diesmal ging es jedoch nicht darum, meinen eigenen Anschein oder Status zu befriedigen, sondern darum, dass ich in meinem Herzen aufgrund meiner Schuld gegenüber Gott getadelt wurde. Aus diesem Grund erfuhr ich aufrichtig die Verantwortung und die Pflicht, die ein guter Leiter auf sich nimmt. Wenn der Weg, den ich persönlich nehme, nicht richtig ist, wird er das Leben so vieler Menschen schädigen und ruinieren. Es wird so vielen Menschen geistliches Leid bringen. Bin ich in jenem Fall nicht zu einem Hauptschuldigen des Widerstands gegen Gott geworden? Wenn das Werk Gottes vollendet ist, wie soll ich Ihm Rechenschaft ablegen? Zu diesem Zeitpunkt verabscheute ich mich endlich wahrlich von Herzen. Ich hasste es, dass ich mich in der Vergangenheit bei der Wahrnehmung meiner Pflicht nicht ehrlich mit meiner Arbeit beschäftigt hatte, sondern nur daran gedacht hatte, Ansehen und Status zu verfolgen und in den Segnungen von Status zu schwelgen. Es beeinträchtigte nicht nur den Eintritt meiner Brüder und Schwestern in das Leben, sondern es störte vor allem auch die Ausführung von Gottes Willen. Ich hatte auch häufig das Wirken des Heiligen Geistes verloren und war in Finsternis gefallen. Ich sah, dass das Verfolgen von Ansehen und Status so viel mehr Schaden als Nutzen brachte. Aber während ich Schuldgefühle und Bedauern verspürte, fühlte ich auch einen Funken Erleichterung. Das lag daran, dass ich unter Gottes Leitung endlich persönlichen Vorteil losgelassen hatte, um die Wahrheit dieses eine Mal in die Praxis umzusetzen. Ich hatte etwas getan, das vorteilhaft für die Arbeit war, für meine Brüder und Schwestern und für mich selbst. Ich hatte Satan durch praktische Handlungen beschämt und dieses Mal Zeugnis für Gott abgelegt.

In meiner Erfahrung des Wirkens Gottes und wegen meines Strebens nach Ansehen und Status hatte ich viele Rückschläge und Misserfolge erlitten. Ich war viele Umwege gegangen und war deshalb Umgang und Läuterung unterzogen worden. Allmählich betrachtete ich Status als weniger wichtig, und was ich vorher geglaubt hatte – ohne Status gäbe es keine Zukunft und niemand würde zu einem aufschauen – diese falsche Ansicht wurde umgekehrt. Ich folge Gott nun seit 15 Jahren. Jedes Mal, wenn ich an Gottes Wirken an mir denke, ist da immer ein süßes Gefühl, das über mich kommt. Ich werde niemals Gottes Liebe und Errettung für mich vergessen können. Wenn Gott nicht meine Umgebung gestaltet hätte und nicht mit meinen ehrgeizigen Verlangen nach Ruhm, Gewinn und Status in den frühen Phasen meines Lebens umgegangen wäre, wie wäre ich bereit gewesen, den Glauben loszulassen, nach dem ich seit vielen Jahren gelebt hatte und der zu meinem Leben geworden war? Wenn Gottes Errettung nicht rechtzeitig über mich gekommen wäre, würde ich immer noch nach den Giften Satans leben und mein Leben einem Traum zuliebe vergeuden, der nie verwirklicht werden könnte. Und wenn es nicht Gottes wiederholte Offenbarungen und Läuterungen gegeben hätte, würde ich immer noch auf dem falschen Weg voranstürmen und würde mir nie bewusst werden, wie schlimm meine eigene Eitelkeit ist und wie mächtig mein Verlangen nach Status ist. Vor allem hätte ich nicht erkannt, dass ich der Feind Gottes bin. Es war Gottes bemerkenswertes Werk, das mich vieles an meinem Wesen und dem Schaden durch das Verfolgen von Ruhm, Gewinn und Status, durchschauen ließ. Es ermöglichte meinen falschen Werten und Lebensperspektiven eine grundlegende Veränderung zu erfahren, und es ermöglichte mir, zu verstehen, dass nur das Verfolgen der Wahrheit und die Erfüllung der Pflicht einer Schöpfung, wahres menschliches Leben ist, und dass ich nur durch das Ablegen von Satans finsterem Einfluss und das Leben auf der Grundlage von Gottes Worten, mit Sinn und Wert leben kann. Es ist ganz und gar die Frucht von Gottes Urteil und Züchtigung, dass ich das Verständnis und die Veränderungen haben kann, die ich heute habe. Obwohl das Erfahren von Gottes Urteil und Züchtigung von mir verlangte, mich dem Schmerz der Läuterung zu unterziehen, habe ich ein gewisses Verständnis von Gottes praktischem Wirken, von Seinem wohlwollenden Wesen und von Seiner Disposition der Gerechtigkeit und Heiligkeit gewonnen. Ich bin jetzt imstande, Satans Gifte, die mir viele Jahre lang geschadet haben, deutlich zu erkennen, zu verabscheuen und abzuwerfen, und kann ein wahres menschliches Leben haben. Nichts davon wurde vergeblich erlitten. Es war das Sinnvollste, das Wertvollste. Von jetzt an, auf dem heutigen Weg, bin ich bereit, mehr von dem Urteil und der Züchtigung, und den Prüfungen und der Läuterung, die von Gott kommen, zu akzeptieren, sodass jede Form meiner verdorbenen Disposition bald gereinigt werden kann und ich jemand werden kann, der im Einklang mit Gottes Willen steht.

Fußnoten:

a. Der Originaltext enthält nicht den Ausdruck „das Verlangen nach“.

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