Frei von Eifersucht

Okt 8, 2023

Von Claude, Frankreich

Anfang 2021 diente ich als Prediger und war zusammen mit Bruder Matthew für die Leitung der Gemeindearbeit zuständig. Ich hatte gerade erst mit dieser Pflicht begonnen, und es gab noch einiges, das ich nicht verstand, also wandte ich mich oft mit Fragen an ihn. Während dieser Zeit erzählte mir Matthew oft von den verdorbenen Dispositionen, die er bei seiner Pflicht an den Tag legte. Nach und nach fing ich an, auf ihn herabzuschauen. Ich dachte, ich sei nicht so verdorben wie er und mit ihm zusammenzuarbeiten sei nicht gut für mich. Ich glaubte, ich sei besser als er. Ich fragte mich sogar: „Wieso wurde er vor mir Prediger? Ich war früher sein Leiter. Ich sollte ihm zeigen, wie man ein Prediger ist, und nicht andersherum. Da er zuerst Prediger wurde, halten alle mehr von ihm.“ Ich konnte das einfach nicht akzeptieren und wusste, dass ich besser sein konnte als er. Um ihn zu übertreffen, verglich ich oft unsere Arbeit. Zum Beispiel, wenn Matthew mir sagte, er habe nicht genug Zeit, um all seine Arbeit zu schaffen, freute ich mich, weil ich wusste, dass ich die Arbeit, für die ich verantwortlich war, bereits erledigt hatte und dass die obere Leitung deshalb besser von mir denken würde. Doch zu meiner Überraschung leistete Matthew großartige Arbeit in seinem Verantwortungsbereich. Eines Tages beauftragte uns der Leiter, Leute zu finden, die für die Ausbildung als Bewässerer geeignet waren. In nur zwei Tagen hatte Matthew bereits 3 Kandidaten gefunden. Ich geriet in Panik und dachte: „Ich muss mich jetzt am Riemen reißen. Zumindest muss ich mit Matthews Anzahl mithalten. Sonst wird er mehr Lob ernten als ich.“ Also fand ich in nur drei Tagen sieben Leute. Ich war sehr zufrieden, weil ich Matthew übertroffen hatte. Doch als mich der Leiter dann über die Umstände der Kandidaten befragte, kam er zu dem Schluss, dass keiner von ihnen für den Dienst als Bewässerer geeignet war. Als ich sie als Kandidaten auswählte, hatte ich ihre tatsächlichen Umstände nicht verstanden. Matthews Kandidaten, andererseits, wurden alle als geeignet erachtet – sie hatten Kaliber, gute Menschlichkeit, liebten die Wahrheit und waren bereit, sich für Gott aufzuwenden. Die letzten drei Tage Arbeit waren umsonst gewesen, und ich fühlte mich so niedergeschlagen. Außerdem wurde ich langsam eifersüchtig auf Matthew. Warum erzielte er immer so gute Ergebnisse bei seiner Pflicht? Und warum tat ich das nicht? Er teilte in unserer Gruppe voller Begeisterung Gottes Worte und kümmerte sich sogar um die Nachverfolgung von Arbeit, für die ich verantwortlich war – es gab einfach keine Möglichkeit, mich in seiner Gegenwart zu profilieren. Ich hatte wirklich die Nase voll von ihm und fing sogar an, ihn zu hassen. Warum musste ich ausgerechnet mit ihm meine Pflicht erfüllen? Ich wollte nicht, dass er so herausstach, und wünschte mir, er würde bei seiner Arbeit keine Ergebnisse erzielen. Ich strebte weiter nach Ruhm und änderte mein Verhalten nicht.

In dieser Zeit beaufsichtigte ich die Arbeit von Schwester Anais, einer Gemeindeleiterin. Sie befand sich in einem schlechten Zustand, weil sie ihre Pflicht nicht gut erfüllte, weswegen mein Leiter mich anwies, sie zu unterstützen. Doch als ich sie kontaktierte, sagte sie mir, sie habe sich in ihrer Suche bereits an Matthew gewandt, um mit ihm Gemeinschaft zu halten, und Matthew habe ihr Gottes Worte weitergegeben und ihr geholfen, ihr Problem zu lösen. Das gab mir das Gefühl, ich wäre nutzlos. Ich war sehr unglücklich, dass Matthew sich in meine Arbeit eingemischt hatte. Die Gemeindeleiterin stand unter meiner Aufsicht, und ich wollte nicht, dass die Leute dachten, ich würde meine Pflicht nicht erfüllen und Probleme nicht lösen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich, und ich hatte wirklich keine Lust mehr, mehr mit Matthew zusammenzuarbeiten. Ich wollte allein arbeiten, weil ich dann die Leute auf mich aufmerksam machen könnte. Danach versuchte ich, ihm bei der Erfüllung meiner Pflichten aus dem Weg zu gehen. Einmal wollte Matthew ein Problem besprechen, über das wir bei einer Versammlung Gemeinschaft halten würden. Er rief mich an und schrieb mir Nachrichten, doch ich habe ihn absichtlich ignoriert. Ich wollte gar nichts mit ihm besprechen. Wenn er mich etwas über die Arbeit fragte, kam von mir keine zeitnahe Antwort, und wenn er mich bei einer Versammlung bat, Gemeinschaft zu halten, bin ich absichtlich still geblieben und sagte, er solle selber Gemeinschaft halten. Ich dachte bei mir: „Solange du hier bist, werden die Brüder und Schwestern mich ja eh nicht bemerken. Wozu also Gemeinschaft halten?“ Bei einer Versammlung bat mich Matthew nach seinem gemeinschaftlichen Austausch um meine Meinung. Ich dachte, er habe zu ausführlich Gemeinschaft gehalten und all die Dinge gesagt, die ich hatte sagen wollen, und war demnach ziemlich ungehalten. Also sagte ich zu ihm: „Du hältst mit einer arroganten Disposition Gemeinschaft. Du hast deine eigene verdorbene Natur nicht bloßgestellt und nur vage etwas von deinem Verständnis besprochen. Das war nur ein grober Überblick, du hast es versäumt, auf die Details einzugehen.“ Ich wusste, dass meine Aussagen nicht korrekt waren – ich hatte es absichtlich gesagt. Ich wollte einfach seinen Enthusiasmus zügeln, damit er bei künftigen Versammlungen nicht mehr so viel redet. Wenn er mir Nachrichten schickte, um zu fragen, wie es mir ging, oder wegen anderen Dingen, schrieb ich nicht zurück. Ich dachte, das würde ihm klarmachen, dass ich nicht mit zusammenarbeiten wollte. Ich wollte sogar, dass er mit den Nachrichten aufhörte. Ich wollte einfach, dass er verschwindet und mir den Spielraum gibt, meine Talente zu entfalten. Außerdem wollte ich genau wie er meine Pflicht in Vollzeit erfüllen, damit ich stets zur Hand war, wann immer die Brüder und Schwestern mich brauchten. So hätten alle eine hohe Meinung von mir. Ich wollte meinen weltlichen Job aufgeben und mich komplett meiner Pflicht verschreiben, doch ich brauchte die Arbeit, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und meine Familie zu ernähren. Es war wirklich deprimierend, dass ich nicht wie Matthew meine ganze Zeit meiner Pflicht widmen konnte. Ich dachte sogar: „Eigentlich könnte ich auch gleich als Prediger aufhören. Dann müsste ich nicht mit Matthew zusammenarbeiten. Wenn ich zu einer anderen Pflicht wechsle, hat er keinen Einfluss mehr auf mich, und ich kann mich auszeichnen.“ Wenn ich aber ernsthaft darüber nachdachte, aufzuhören, kamen mir Schuldgefühle, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich betete zu Gott und bat Ihn um Hilfe, meinen momentanen Zustand zu verstehen.

Ich erinnerte mich an eine Passage von Gottes Worten, die besagt: „Aufgaben kommen von Gott; sie sind die Verantwortung und der Auftrag, die Er dem Menschen übergibt. Wie sollte der Mensch sie also auffassen? ‚Da das meine Aufgabe und Gottes Auftrag für mich ist, ist es meine Pflicht und Verantwortung. Es ist nur richtig, dass ich ehrenhalber verpflichtet sein sollte, ihn anzunehmen. Ich kann ihn nicht ablehnen oder verweigern; ich kann nicht wählerisch sein. Was mir zufällt, ist mit Sicherheit das, was ich tun sollte. Es ist nicht so, dass ich nicht qualifiziert wäre, eine Entscheidung zu treffen – ich sollte nur keine Entscheidung treffen. Diesen Verstand sollte ein geschaffenes Wesen haben‘(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Durch Gottes Worte wurde mir klar, dass uns unsere Pflichten von Gott gegeben sind. Ich sollte meiner Pflicht treu bleiben und meine Verantwortung erfüllen. Was ich nicht tun sollte, ist mich vor Verantwortung zu drücken und wählerisch zu sein. Diese Vernunft sollte ich besitzen. Doch weil mein inniger Wunsch, Matthew zu übertreffen, nicht erfüllt wurde, wollte ich hingegen meine Pflicht aufgeben. Das war so verletzend für Gott! Ich sah meine Pflicht nicht als Verantwortung, sondern eher als einen Weg, mich zu profilieren, und ein Mittel, um Respekt und Bewunderung zu erlangen. Ich wollte meinen Job kündigen und meine Pflicht ganztags erfüllen, aber nicht, um Gott durch die Erfüllung meiner Pflicht zufriedenzustellen, sondern um mit meinem Arbeitspartner um Status zu wetteifern und ihn zu übertreffen. Als ich aus praktischen Gründen meine Pflicht nicht ganztags erfüllen konnte, wollte ich zu einer anderen Pflicht wechseln, um eine Chance zu bekommen, mich auszuzeichnen. Die Fakten zeigten mir, dass alles, was ich tat, nicht wirklich der Erfüllung meiner Pflicht diente, sondern vielmehr meinem Versuch, mit Hilfe meiner Pflicht nach Status zu streben. Gott verabscheut ein solches Verhalten.

Später stieß ich dann auf diese Stelle in Gottes Worten: Der Allmächtige Gott sagt: „Grausame Menschheit! Die stillschweigende Duldung und die Intrigen, dass einer dem anderen Dinge entreißt und wegnimmt, das Gerangel um Ruhm und Reichtum, das gegenseitige Abschlachten – wann wird es je enden? Trotz der Hunderttausende von Worten, die Gott gesprochen hat, ist niemand zur Besinnung gekommen. Die Menschen handeln zum Wohle ihrer Familien, ihrer Söhne und Töchter, für ihre Karrieren, ihre Zukunftsperspektiven, ihre Stellung, ihre Prahlerei und ihr Geld, um ihrer Nahrung, Kleidung und um des Fleisches willen. Doch ist da irgendjemand, dessen Handlungen wirklich Gott gelten? Selbst unter denjenigen, die in Gottes Interesse handeln, gibt es nur wenige, die Gott kennen. Wie viele Menschen handeln nicht aus eigenem Interesse? Wie viele unterdrücken andere nicht oder grenzen diese nicht aus, um ihre eigene Stellung zu schützen? Und so wurde Gott unzählige Male gewaltsam zum Tode verurteilt und unzählige barbarische Richter haben Gott verurteilt und Ihn auf Neue ans Kreuz geschlagen. Wie viele können als gerecht bezeichnet werden, da sie wirklich im Interesse Gottes handeln?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Frevler werden gewiss bestraft). „Manche Menschen haben immer Angst davor, dass andere besser sind als sie oder über ihnen stehen, dass andere Anerkennung bekommen, während sie selbst ignoriert und übersehen wirst werden. Das führt dazu, dass sie andere angreifen und ausschließen. Sind sie damit nicht neidisch auf talentierte Menschen? Ist das nicht egoistisch und verachtenswert? Was für eine Art von Disposition ist das? Es ist eine Boshaftigkeit! Wer nur an seine eigenen Interessen denkt und nur seine eigenen egoistischen Wünsche zufriedenstellt, ohne an andere zu denken oder Rücksicht auf die Interessen von Gottes Haus nimmt, hat eine schlechte Disposition, und Gott hat keine Liebe für solche Menschen. Wenn du wahrhaft Rücksicht auf Gottes Willen nehmen kannst, wirst du andere Menschen gerecht behandeln können. Wenn du einen guten Menschen empfiehlst und ihm ermöglichst, ausgebildet zu werden und eine Pflicht zu erfüllen, und damit Gottes Haus eine talentierte Person hinzufügst, wird das deine Arbeit nicht erleichtern? Wirst du dann nicht Hingabe bei deiner Pflicht gezeigt haben? Das ist eine gute Tat vor Gott; es ist das Minimum an Gewissen und Vernunft, das jene, die als Leiter dienen, besitzen sollten(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur gewonnen werden, indem man seine verdorbene Gesinnung ablegt). Gottes Worte ließen mich meinen momentanen Zustand verstehen. Gott sagt: „Manche Menschen haben immer Angst davor, dass andere besser sind als sie oder über ihnen stehen, dass andere Anerkennung bekommen, während sie selbst ignoriert und übersehen wirst werden. Das führt dazu, dass sie andere angreifen und ausschließen. Sind sie damit nicht neidisch auf talentierte Menschen? Ist das nicht egoistisch und verachtenswert? Was für eine Art von Disposition ist das? Es ist eine Boshaftigkeit!“ Diese Worte waren die Wahrheit und entlarvten meinen tatsächlichen Zustand. Als ich sah, dass mein Arbeitspartner bei seiner Pflicht bessere Ergebnisse erzielte als ich und auch besser darin war, die Probleme der Brüder und Schwestern zu lösen, war mein einziger Gedanke, dass er besser sei als ich und ich mich in seiner Gegenwart nie auszeichnen können würde. Also beneidete ich ihn, zeigte ihm die kalte Schulter und wollte nicht mit ihm zusammenarbeiten. Ich ignorierte absichtlich seine Nachrichten und ging nicht ran, wenn er mich anrief. Wenn er über seine Erfahrungen und sein Verständnis Gemeinschaft hielt, anstatt ihn zu unterstützen, um das Gemeindeleben zu wahren, versuchte ich, Fehler bei ihm zu finden. Ich nannte ihn sogar absichtlich arrogant und griff ihn verbal an, damit er weniger Begeisterung zeigte und aufhören würde, sich zu profilieren und mich in den Schatten zu stellen. Ich war so bösartig. Jedes Mal, wenn ich mit ihm meine Pflicht erfüllen musste, war es eine enorme Qual für mich. Ich wollte immer mit ihm konkurrieren und war absolut unfähig, meine Ruhe zu bewahren. Genau, wie Gott sagte: „Grausame Menschheit! Die stillschweigende Duldung und die Intrigen, dass einer dem anderen Dinge entreißt und wegnimmt, das Gerangel um Ruhm und Reichtum, das gegenseitige Abschlachten – wann wird es je enden?“ Weil mein Verlangen nach Ruhm und Status nicht befriedigt wurde, fing ich an, meinen Arbeitspartner zu hassen. Mein einziger Wunsch war es, von ihm weg zu kommen und ihn loszuwerden, damit ich allein arbeiten konnte. Ich dachte sogar darüber nach, meine Pflicht aufzugeben. Mir wurde klar, wie bösartig und unmenschlich ich war. Ich war nicht besser als ein wildes Tier auf der Jagd nach Beute, stets bereit, mit Zähnen und Klauen um meine Interessen zu kämpfen. Mir ging es immer nur um mich und nicht um die Gemeindearbeit. Selbst wenn dadurch die Gemeindearbeit verzögert wurde, bekam ich weder Panik noch machte ich mir Sorgen. Wie egoistisch und böse ich doch war! Ich dachte auch darüber nach, warum ich nicht einfach ganz unkompliziert und harmonisch mit Matthew zusammenarbeiten konnte. Ich erkannte, dass ich wegen meiner satanischen Disposition in meinem Glauben den falschen Weg eingeschlagen hatte. Wenn ich nicht die Wahrheit suchte und meine verdorbene Disposition beseitigte, würde ich das Wirken des Heiligen Geistes verlieren und in Dunkelheit versinken. Ich betete mehrere Male zu Gott und bat Ihn, mir zu helfen, mich selbst zu verstehen und meine verdorbene Disposition zu beseitigen.

Dann sah ich diesen Abschnitt in Gottes Worten: „Wie lautet das Motto von Antichristen, egal, in welcher Gruppe sie sind? ‚Ich muss konkurrieren! Konkurrieren! Konkurrieren! Ich muss konkurrieren, um der Größte und Mächtigste zu sein!‘ Dies ist die Gesinnung von Antichristen; wo immer sie auch hingehen, sie konkurrieren und versuchen, ihre Ziele zu erreichen. Sie sind die Lakaien Satans und sie stören die Arbeit der Kirche. Die Gesinnung von Antichristen ist wie folgt: Sie schauen sich zuerst in der Kirche um, um herauszufinden, wer schon seit vielen Jahren an Gott glaubt und Kapital hat, wer einige Begabungen und besondere Fähigkeiten hat, wer den Brüdern und Schwestern bei ihrem Lebenseintritt von Nutzen war, wer angesehen ist, wer ein hohes Dienstalter hat, von wem die Brüder und Schwestern gut sprechen, wer mehr positive Dinge aufweist. Diese Menschen werden ihre Konkurrenten sein. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Antichristen immer genau das tun, wenn sie sich in unter einer Gruppe von Menschen befinden: Sie wetteifern um Status, um gutes Ansehen, um das letzte Wort bei Angelegenheiten und um die höchste Macht, um Entscheidungen in der Gruppe treffen zu können, was, sobald sie es erreicht haben, das ist, was sie glücklich macht. … So hochmütig, abstoßend und unvernünftig ist die Gesinnung der Antichristen. Sie besitzen weder Gewissen noch Verstand, geschweige denn ein Fünkchen der Wahrheit. An den Handlungen und Taten von Antichristen kann man erkennen, dass sie nichts von der Vernunft eines normalen Menschen besitzen, und obwohl man vielleicht mit ihnen Gemeinschaft über die Wahrheit hält, nehmen sie sie nicht an. Egal, wie recht du mit dem hast, was du sagst, es kommt bei ihnen nicht an. Das einzige, wonach sie gerne streben, sind Ansehen und Status; diese beiden Dinge verehren sie. Solange sie die Vorteile des Status genießen können, sind sie zufrieden. Das, so glauben sie, stellt den Wert ihres Daseins dar. Unabhängig davon, unter welcher Gruppe von Menschen sie sich befinden, sie müssen den Leuten das ‚Licht‘ und die ‚Wärme‘ zeigen, die sie bieten, ihre besonderen Talente, ihre Einzigartigkeit. Und weil sie glauben, dass sie etwas Besonderes sind, denken sie natürlich, dass sie besser behandelt werden sollten als andere, dass sie die Unterstützung und Bewunderung anderer Menschen erhalten sollten, dass die Menschen zu ihnen aufschauen und sie verehren sollten – sie denken, all das stehe ihnen zu. Sind solche Menschen nicht dreist und schamlos? Bedeutet es nicht Ärger, solche Menschen in der Kirche zu haben?(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9. Sie gehen ihrer Pflicht nur deshalb nach, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zu verfolgen; nie erwägen sie die Interessen von Gottes Haus und verraten diese Interessen sogar, wenn sie dafür im Gegenzug selbst verherrlicht werden (Teil 3)). Gottes Worte machten mir die Schwere meines Handelns bewusst. Indem ich bei meiner Pflicht nach Ruhm, Status und der Bewunderung anderer strebte, legte ich, wie sich herausstellte, eine antichristliche Disposition an den Tag. Als ich sah, dass Matthews gemeinschaftlicher Austausch erleuchtend war, er bei seiner Pflicht Ergebnisse erzielte und die Brüder und Schwestern ihn alle lobten und sich mit ihren Fragen an ihn wandten, beneidete ich ihn. Um ihn zu übertreffen und in den Herzen der anderen einen Platz einzunehmen, dachte ich sogar daran, meinen Job zu kündigen und meine Pflicht ganztags zu erfüllen, damit ich sofort zur Stelle sein könnte, wenn jemand Hilfe bei der Lösung eines Problems benötigte. So würden die anderen eine hohe Meinung von mir haben, und mein Arbeitspartner würde keinen besonderen Platz mehr in ihren Herzen einnehmen. Jedes Mal, wenn ich mit Matthew zusammen Pflichten erfüllte, war mir, als würde ich in seinem Schatten stehen und keine Chance haben, mich zu profilieren. Es gefiel mir nicht, wie er stets die Bewunderung und das Lob der Brüder und Schwestern erntete, und ich hoffte sogar, dass in unserem Gruppenchat niemand auf seine Nachrichten reagieren würde. Wegen ihm wurde ich von den Brüdern und Schwestern gar nicht wahrgenommen, also verbrachte ich meine ganze Zeit im Wettstreit mit ihm, in der Hoffnung, ihn zu übertreffen, damit die Brüder und Schwestern mich bewundern und verehren würden. Diese Art von Verhalten habe ich in meinem Streben nach Ruhm und Status oft an den Tag gelegt. Als mein Ehrgeiz und mein Verlangen nicht befriedigt wurden, dachte ich, ich hätte keine Chance, mich auszuzeichnen, und wollte meine Pflicht als Prediger aufgeben, weil ich glaubte, ich könnte mir vielleicht bei einer anderen Pflicht einen Namen machen. Mir wurde klar, dass meine Besessenheit mit Ruhm und Status außer Kontrolle geraten war. In meiner Liebe zu Ruhm und Status war ich wie ein Antichrist – dieses Verlangen war tief in mir verankert, ein wesentlicher Teil meiner Natur. Ich erkannte, dass ich mich auf einem sehr gefährlichen Pfad befand. Gottes Disposition ist unantastbar – Er ist gerecht. Wenn ich mich nicht änderte und mich nur auf mein Streben nach Ruhm und Status konzentrierte, ohne einen Gedanken an die Gemeindearbeit zu verschwenden, würde Gott mich zurückweisen und verstoßen. Ich empfand tiefe Abscheu vor meinem Verhalten und wollte nicht mehr mit meinem Arbeitspartner um Status wetteifern. Ich betete zu Gott und bat Ihn um Hilfe, mich von den Fesseln und Einschränkungen meiner satanischen Disposition zu befreien.

Dann stieß ich auf diese Passage von Gottes Worten: „Egal, welche Richtung oder welches Ziel dein Streben hat, wenn du nicht über das Streben nach Status und Ansehen nachdenkst und wenn es dir sehr schwer fällt, diese Dinge beiseite zu legen, dann werden sie deinen Eintritt ins Leben beeinträchtigen. Solange der Status einen Platz in deinem Herzen hat, wird er die Richtung deines Lebens und die Ziele, die du anstrebst, völlig beherrschen und beeinflussen. In diesem Fall wird es für dich sehr schwer sein, in die Wirklichkeit der Wahrheit einzutreten, ganz zu schweigen davon, Veränderungen in deiner Gesinnung zu erreichen; ob du letztlich in der Lage bist, Gottes Zustimmung zu erlangen, versteht sich natürlich von selbst. Außerdem, wenn du niemals in der Lage bist, das Streben nach Status hinter dir zu lassen, wird das deine Fähigkeit beeinträchtigen, deine Pflicht angemessen zu erfüllen, und dann wird es sehr schwer sein für dich, ein annehmbares Geschöpf Gottes zu werden. Warum sage ich das? Gott hasst nichts mehr, als wenn Menschen nach Status streben, denn das Streben nach Status ist eine satanische Disposition; es ist ein falsche Weg, hervorgebracht von der Verdorbenheit Satans, es ist etwas, das von Gott verurteilt wird, und es ist genau das, was Gott richtet und reinigt. Gott verachtet nichts mehr, als wenn Menschen nach Status streben und dennoch wetteiferst du immer noch störrisch um Status, hegst und schützt ihn unermüdlich und versuchst immer, ihn für dich selbst zu nehmen. Und ist all das in Wirklichkeit nicht feindlich gegenüber Gott? Gott hat Status nicht für die Menschen vorgesehen. Gott versorgt die Menschen mit der Wahrheit, dem Weg und dem Leben und lässt sie letztendlich zu einem annehmbaren Geschöpf Gottes werden, zu einem kleinen und unbedeutenden Geschöpf Gottes – nicht zu jemandem, der Status und Ansehen besitzt und von Tausenden von Menschen verehrt wird. Und so ist das Streben nach Status, ganz gleich, aus welcher Perspektive man es auch betrachtet, eine Sackgasse. Ganz gleich, wie vernünftig deine Ausrede für das Streben nach Status ist, dieser Weg ist dennoch der falsche und wird nicht von Gott gelobt. Ganz gleich, wie sehr du dich bemühst oder wie hoch der Preis ist, den du zahlst, wenn du Status begehrst, wird Gott ihn dir nicht geben. Wenn er dir nicht von Gott gegeben wird, wirst du im Kampf um ihn scheitern, und wenn du weiterkämpfst, wird es nur ein Ergebnis geben: Du wirst entlarvt und ausgestoßen werden. Das ist eine Sackgasse(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9. Sie gehen ihrer Pflicht nur deshalb nach, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zu verfolgen; nie erwägen sie die Interessen von Gottes Haus und verraten diese Interessen sogar, wenn sie dafür im Gegenzug selbst verherrlicht werden (Teil 3)). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass mein ständiges Streben nach Status nicht nur eine Behinderung für die Erfüllung meiner Pflicht darstellte, sondern auch verhinderte, dass ich die Kriterien eines geschaffenen Wesens erfüllte. Weil ich immer nach Status strebte, immer versuchte, Matthew zu übertreffen und die Bewunderung aller zu gewinnen, und immer wetteiferte und konkurrierte, wurde ich immer bösartiger und meine Menschlichkeit immer schlechter. Mir wurde klar, dass das Streben nach Ruhm und Status nicht der richtige Weg, sondern ein gottfeindlicher Weg war, der ins Verderben führte. Da ich mich selbst für einen Gläubigen und ein geschaffenes Wesen hielt, sollte ich mich darauf konzentrieren, die Wahrheit zu suchen, und mich nicht mehr um etwas so Nutzloses wie das Streben nach Ruhm und Status bemühen. Nur so konnte ich es vermeiden, Böses zu tun und mich Gott zu widersetzen. Also betete ich zu Gott und sagte: „Lieber Gott! Ich habe meine satanische Natur erkannt. Aufgrund meiner Besessenheit mit Ruf und Status bin ich oft auf Matthew eifersüchtig und will nicht mit ihm zusammenarbeiten. Lieber Gott! Von nun an, will ich vor Dir Buße tun und nicht mehr nach Ruhm und Status streben. Alles, was ich tun werde, ist nach der Wahrheit suchen und meine Pflicht gut erfüllen. Bitte führe und hilf mir, o Gott.“

In meinen Andachten stieß ich dann auf diesen Abschnitt der Worte Gottes: „Was sind eure Prinzipien für euer Verhalten? Ihr solltet euch entsprechend eurer Stellung verhalten, den richtigen Platz für euch finden und die Pflicht erfüllen, die ihr erfüllen solltet; nur ein solcher Mensch hat Verstand. So gibt es zum Beispiel Menschen, die bestimmte berufliche Fertigkeiten beherrschen und die Grundsätze begreifen, und sie sollten die Verantwortung übernehmen und die abschließenden Kontrollen in diesem Bereich durchführen. Es gibt Menschen, die Ideen und Einsichten liefern können, die andere inspirieren und ihnen helfen, ihre Pflichten besser zu erfüllen – dann sollten sie Ideen liefern. Wenn du den richtigen Platz für dich findest und in Harmonie mit deinen Brüdern und Schwestern arbeitest, wirst du deine Pflicht erfüllen und dich entsprechend deiner Stellung verhalten(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Prinzipien, nach welchen man sich verhalten sollte). Gottes Worte eröffneten mir einen Weg der Praxis. Ich dachte: „Ich bin ein normaler Mensch – ich sollte danach streben, ein echtes geschaffenes Wesen zu werden, meinen Platz einzunehmen, harmonisch mit anderen zusammenzuarbeiten und meine Pflicht nach besten Kräften zu erfüllen. Nur das ist der richtige Weg.“ Ich dachte daran, wie Gott, als Er Adam aufforderte, den Tieren Namen zu geben, die Namen, die sich Adam ausdachte, akzeptierte – Er lehnte Adams Namen nicht ab und dachte Sich eigene aus, um zu zeigen, wie viel größer Er war, sondern akzeptiere Adams Wahl. Das zeigte mir, dass Gottes Demut und Entzogenheit wirklich unserer Liebe wert sind. Gott steht über allem, ist der Herr der Schöpfung, und doch verbirgt er sich in Demut. Ich war hingegen nur ein gewöhnliches geschaffenes Wesen, doch ich wollte immer angeben und den Respekt anderer erlangen und versuchte sogar jene, die in ihrer Pflicht gute Ergebnisse erzielten, zu unterdrücken, um meines eigenen Status und Rufes willen. Ich war einfach zu arrogant und unvernünftig! Ich bereute mein Verhalten so sehr, dass ich in Buße und im Gebet vor Gott trat, und Ihn bat, mir den Mut zu schenken, mich vor meinem Arbeitspartner zu entlarven.

Später nahm ich meinen Mut zusammen und bat Matthew um Entschuldigung und offenbarte ihm meine antichristliche Disposition, die sich in meinem Wunsch zeigte, insgeheim mit ihm um Ruhm und Status zu wetteifern. Als ich so praktizierte, überkam mich ein Gefühl großen Friedens. Danach fand Matthew einige Worte Gottes, die sich auf meinen Zustand bezogen und mir wirklich geholfen haben. Ich war Gott so dankbar! Ich schwor Ihm einen Eid, dass ich mich so verhalten würde, wie Er es verlangte. Danach habe ich die Nachrichten meines Arbeitspartners nicht mehr ignoriert, sondern hielt ihn aktiv über den Stand aller Projekte unter meiner Verantwortung auf dem Laufenden, wodurch er immer über meine Arbeit Bescheid wusste und mich beaufsichtigen und mir helfen konnte. Wir sprachen über unsere Arbeit und unterstützten uns gegenseitig bei Versammlungen. Wir ergänzten uns gegenseitig und machten uns gemeinsam als Team für die Arbeit der Gemeinde stark. Dank sei Gott!

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