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Wie ich zum Allmächtigen Gott zurückkehrte

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22. Flucht aus der „Höhle des Tigers“

Von Xiaoyou, China

Mein Name ist Xiaoyou und ich bin 26 Jahre alt. Früher war ich katholisch. Als ich klein war, ging ich mit meiner Mutter in die Kirche, um die Messe zu besuchen, die Bibel zu lesen, zur Beichte zu gehen und die Kommunion zu empfangen. Meine Mutter war in ihrem Glauben sehr eifrig. Sie spendete oft Essen und verschiedene andere Dinge aus unserem Haus an die Kirche und sie spendete auch Geld. Die Gemeindeleiter und Nonnen mochten meine Mutter besonders gern. Wenn sie sie sahen, begrüßten sie sie mit einem Lächeln und sie waren ihr sehr freundlich gesinnt. Sie riefen meine Mutter auch häufig an, um sie zu bitten, an allerlei kirchlichen Aktivitäten teilzunehmen und bei verschiedenen Aufgaben mitzuhelfen. Ich nahm auch aktiv am Unterricht teil, den die Nonnen gaben, und meine Kirchenfreunde und ich lasen gemeinsam die Bibel. Damals konnte ich die Freude und den Frieden spüren, die daher rührten, dass ich den Herrn an meiner Seite hatte, und ich fühlte mich jeden Tag glücklich. Mit der Zeit erkaltete der Glaube meiner Kirchenfreunde jedoch immer mehr. Auch mein Geist wurde schwach, und ich war nicht in der Lage, mich an die Lehren des Herrn halten. Häufig beging ich Sünden, die ich daraufhin beichtete. Nach meiner Heirat zog ich mit meinem Mann in einen anderen Teil des Landes, um dort zu arbeiten.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon war es Weihnachten 2013. Da hatte ich das Glück, eine Schwester aus der Kirche des Allmächtigen Gottes zu treffen. Sie erzählte mir, dass der Herr Jesus bereits wiedergekehrt sei und dass Er gerade eine neue Phase Seines Werkes vollbringe. Als ich das hörte, war ich überrascht und sagte aufgeregt: „Wirklich? Der Herr ist wiedergekehrt! Wann ist der Herr wiedergekehrt? Wo ist der Herr jetzt? Schwester, bitte erzähle mir gleich davon.“ Die Schwester hielt mit mir Gemeinschaft und sagte: „Der Allmächige Gott ist der wiedergekehrte Herr Jesus. Der Allmächtige Gott hat Millionen Worte zum Ausdruck gebracht und Er vollbringt in den letzten Tagen Sein Werk des Gerichts. Er hat alle Wahrheiten offenbart, die die Menschheit reinigen und retten können, einschließlich der drei Phasen des Werkes, die Gott zur Rettung der Menschheit vollbringt, das Geheimnis der Menschwerdung, das Geheimnis der Bibel, die Bedeutung der Namen Gottes, das Ende und Ziel der Menschheit und noch weitere Dinge. Das erfüllt die Worte des Herrn Jesu, als Er sagte: ‚Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden‘ (Johannes 16,12-13).“ Ich hörte der Gemeinschaft der Schwester ernsthaft zu und dachte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich die Wiederkunft des Herrn begrüßen könnte. Das ist fantastisch!“ Danach legte die Schwester vor mir Zeugnis von den drei Phasen von Gottes Werk und der Bedeutung der Namen Gottes ab. Da sie befürchtete, dass ich ihr nicht folgen könnte, erläuterte mir die Schwester ihr Zeugnis mit Analogien und Beispielen. Sie ging bei ihrem gemeinschaftlichen Austausch bis ins letzte Detail, sodass dieser sowohl deutlich als auch durchschaubar war. Durch ihren gemeinschaftlichen Austausch verstand ich schließlich viele Wahrheiten, die ich vorher nicht verstanden hatte. Außerdem erfuhr ich, dass der Herr wiedergekehrt war, um das Werk des Richtens, der Züchtigung, der Läuterung und der Vervollkommnung des Menschen zu vollbringen. Ich spürte, dass es äußerst wahrscheinlich war, dass der Allmächtige Gott tatsächlich der wiedergekehrte Herr Jesus war, und ich teilte der Schwester mit, dass ich Gottes Werk in den letzten Tagen gerne erkunden würde. Später nahm ich mit den Brüdern und Schwestern an Versammlungen teil. Wir lasen gemeinsam Gottes Wort, sangen Loblieder und tanzten zum Lobpreis Gottes. Wenn ich beim Lesen der Worte Gottes über etwas stolperte, was ich nicht verstand, machten sich die Brüder und Schwestern immer die Mühe, mit mir Gemeinschaft darüber zu halten. Ihrem gemeinschaftlichen Austausch wohnte die Erleuchtung und Erhellung des Heiligen Geistes inne, und mit ihnen an Versammlungen teilzunehmen, ließ mich wieder in den Genuss des Wirkens des Heiligen Geistes kommen. Ich war unglaublich glücklich. In dieser großen Familie der Kirche des Allmächtigen Gottes unterschied man nicht zwischen hoch und niedrig oder arm und wohlhabend. Alle Brüder und Schwestern waren offen miteinander und sagten immer, was ihnen auf der Seele lag. Wenn es darum ging, ein glückliches Leben zu leben, so hatte ich das Gefühl, dass dies das einzig Wahre war! Nachdem ich über einen Monat lang nachgeforscht und viele der Worte des Allmächtigen Gottes gelesen hatte, war ich mir sicher, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus war. Ich schätzte mich so glücklich, dass ich meiner Mutter und meinen Freunden in der Kirche von dieser frohen Botschaft erzählen wollte.

Während des chinesischen Frühlingsfestes kehrten mein Mann und ich in unsere Heimatstadt zurück. Als wir dort ankamen, legte ich vor meiner Mutter sofort Zeugnis vom Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage ab, aber sie weigerte sich, es anzunehmen, egal was ich sagte. Ich war ein bisschen enttäuscht und sehr verunsichert. „Der Allmächtige Gott ist eindeutig der wiedergekehrte Herr Jesus“, dachte ich. „Wie kann sie das nicht akzeptieren?“ Da mir klar war, dass meine Mutter es nicht akzeptieren würde, hatte ich keine andere Wahl, als das Thema fallen zu lassen. Nach unserer Reise in unsere Heimatstadt kehrte ich an den Ort zurück, an dem ich arbeitete. Ich nahm an Versammlungen mit meinen Brüdern und Schwestern teil und erfüllte meine Pflichten für die Kirche. Während dieser Zeit schäumte mein Geist über vor Wonne, und das Glück und die Freude, die mein Leben erfüllten, waren unvergleichlich. Ich las in Gottes Worten, wie Hiob während seiner Prüfungen seinen ganzen Besitz und all seine Söhne und Töchter verloren hatte, wie sein Körper ganz mit Wunden bedeckt war, und wie er trotzdem imstande gewesen war, Gottes Namen zu preisen und wahres Gottvertrauen zu haben. Und dann war da noch Abraham, der in der Lage war, Isaak, seinen einzigen Sohn, zu opfern, und ihn an Gott zurückzugeben. Besonders beim Lesen dieser Dinge berührte mich ihr Vertrauen in Gott und ihr Gehorsam Gott gegenüber sehr, und auch ich wollte eine solche Person sein.

Gerade als ich ganz in Gottes Liebe eingetaucht war, verwandelte sich mein Leben plötzlich in einen Albtraum. Im August 2014 rief mich meine Mutter eines Tages aus heiterem Himmel an, um mir mitzuteilen, dass meine Tochter schwer krank sei. Als ich das hörte, setzte mein Herzschlag setzte für einen Moment aus. „Meine Tochter ist so jung“, dachte ich. „Wie könnte sie ernsthaft krank sein?“ Ich machte mir große Sorgen um meine Tochter und war sehr verzweifelt, weshalb ich vor Gott kam und betete: „O Gott, diese Situation widerfährt mir mit Deiner Zustimmung. Die Krankheit meiner Tochter liegt in Deiner Hand. Ich möchte Dir meine Tochter anvertrauen. Bitte gib mir wahren Glauben.“ Danach fühlte ich mir ein wenig wohler. Mein Mann und ich kehrten eilig zu unserem Haus in unserer Heimatstadt zurück. Als wir dort ankamen, war ich sehr überrascht, als ich meine Tochter friedlich in ihrem Bett schlafend vorfand. Ich wollte sie aufwecken, aber meine Mutter hob ihre Hand, um mich aufzuhalten und sagte streng: „Weck sie nicht auf. Es geht ihr gut!“. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass sich viele Verwandte in meinem Haus versammelt hatten. Mir wurde klar, dass sie mich mit einer List dazu gebracht hatte, nach Hause zu kommen, um mich davon abzuhalten, an den Allmächtigen Gott zu glauben. Ich dachte: „Gott hat diese Situation für mich verfügt. Es soll also so sein, dass ich das erfahren muss.“ Dann fragte ich meine Mutter: „Mutter, meiner Tochter geht es gut. Warum hast du mich belogen, damit ich nach Hause komme?“ Noch bevor ich aussprechen konnte, brauste meine Mutter auf und schrie: „Ich bin zur Kirche gegangen und habe die Priester und Gemeindeleiter gefragt. Sie haben gesagt, dass der Östliche Blitz gefährlich ist und dass du ihn nie mehr verlassen kannst, sobald du ihm beigetreten bist. Du darfst nicht länger an ihn glauben. Ich tue das zu deinem Besten. Ich fürchte, du hast den falschen Weg eingeschlagen.“ Meine Mutter sprach auch einige Lügen und Verleumdungen über die Kirche des Allmächtigen Gott nach, die von der religiösen Welt erfunden worden waren. Als ich hörte, wie meine Mutter diese Dinge sagte, dachte ich: „Mein Glaube ist auf keinen Fall falsch. Ganz im Gegenteil, ich halte mit Gottes neuem Werk Schritt. Der Allmächtige Gott, an den ich glaube, ist der wiedergekehrte Herr Jesus, der nun Sein Werk des Richtens, Züchtigens und Reinigens des Menschen vollbringt. Ich bin mir absolut sicher, dass das der wahre Weg ist – warum sollte ich ihn also aufgeben? Wenn die Priester und Gemeindeleiter sagen: ,Wenn du an den Östlichen Blitz glaubst und dich ihrer Kirche anschließt, kannst du sie niemals verlassen‘, dann sind das reine Lügen und Irrlehren, erfunden, um die Menschen zu täuschen. Ich habe jetzt bereits seit über sechs Monaten an Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teilgenommen und ich weiß mehr über sie als ihr. Die Tür der Kirche des Allmächtigen Gottes steht immer offen und den Menschen steht es frei, zu gehen. Es ist überhaupt nicht so, wie die Priester und Gemeindeleiter behaupten. Durch das Lesen von Gottes Worten werden sich alle Brüder und Schwestern des wahren Weges gewiss, sie empfangen Lebensnahrung und sie haben die Quelle lebendigen Wassers gefunden, und daran liegt es, dass sie die Kirche nicht verlassen wollen. Indem wir das Wort des Allmächtigen Gottes lesen, erlangt unser Geist Zufriedenheit. Wer würde schon zu seiner alten, trostlosen und öden Kirche zurückkehren wollen? Die Priester und Gemeindeleiter haben das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage überhaupt nicht erkundet. Sie haben die Worte des Allmächtigen Gottes nicht gelesen und darüber hinaus haben sie nicht an Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teilgenommen. Worauf gründen sie ihre Behauptungen? Erfinden sie nicht nur haltlose Gerüchte aus dem Nichts?“ Als meine Mutter sah, dass ich nicht antwortete, stürmte sie wütend auf mich zu, ohrfeigte mich einige Male und versuchte mich zu zwingen, Dinge zu sagen, damit ich Gott verriet. Es verletzte mich sehr, sie so zu sehen. Ich dachte: „Hätten die Priester und Gemeindeleiter keine Lügen erfunden, dann hätte meine Mutter auf keinen Fall versucht mich zu zwingen, meinen Glauben an den Allmächtigen Gott aufzugeben.“ Daraufhin sagte ich zu ihr: „Der Allmächtige Gott ist der wiedergekehrte Herr Jesus. An den Allmächtigen zu glauben ist ein unabänderliches Gesetz der Erde und des Himmels und ich werde bis ans Ende an Ihn glauben!“ Als meine Mutter das hörte, verfärbte sich ihr Gesicht vor Zorn und ihre Augen wurden rot vor Wut. Sie schrie mich laut an: „Ich bin deine Mutter. Du musst auf mich hören!“ Da meine Mutter so unvernünftig war, entschied ich mich, nichts weiter zu sagen. In dem Moment fingen auch alle meine Verwandten gleichzeitig damit an, mich zu kritisieren, und sie versuchten, mich durch viel Gerede dazu zu bringen, Gott zu verraten. Ich dachte: „Ich habe den Herrn Jesus bereits empfangen. Der Gott, an den ich glaube, ist wirklich, und der Weg, den ich gehe, ist der richtige Weg. Ich werde Gott auf keinen Fall verraten!“ Ich wollte ihnen wirklich raten, Gottes Werk der letzten Tage zu erkunden und sich nicht von den Gerüchten der Priester und Gemeindeleiter verleiten zu lassen, den Allmächtigen Gott blind zu verurteilen und sich Ihm zu widersetzten. Da ich jedoch sah, dass ihre Haltung Gott und der Wahrheit gegenüber voller Hass war, hatte ich das Gefühl, dass sie die Wahrheit nicht annehmen würden und dass es nichts nützen würde, ganz gleich, was ich sagte. Also sagte ich nichts mehr zu ihnen. Eine Weile später gingen meine Mutter und meine Verwandten zusammen fort. Noch war ich allerdings nicht aus dem Schneider, denn meine Mutter ließ dann meinen jüngeren Bruder kommen, um bei mir zu Hause zu wohnen. Mein Bruder behielt mich jeden Tag im Auge, als wäre ich ein Sträfling, und folgte mir, wohin ich auch ging. Und so hatte ich ganz plötzlich keine persönliche Freiheit mehr.

Zwei Tage später, als ich mit meiner Familie gerade beim Abendessen war, kam plötzlich meine Mutter herein. Sie strahlte über das ganze Gesicht und sagte zu mir in einem gekünstelten Tonfall: „Xiaoyou, schau, wer hier ist!“ Wegen des Ausdrucks und Tonfalls meiner Mutter fragte ich mich, wer wohl gekommen war und in ihr eine so heftige Reaktion auslöst hatte, und ich wusste, dass das nichts Gutes bedeuten konnte. Genau in diesem Moment kamen die Kirchenleiterin Liu und ein Gemeindemitglied namens Wang herein. Ich grüßte sie ruhig und bat sie, sich zu setzen. Nach dem Essen sah die Gemeindeleiterin Liu mich an, lächelte und sagte: „Xiaoyou! Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Deine Mutter sagt, dass du jetzt an den Östlichen Blitz glaubst. Ich muss dir sagen, dass du aufhören musst, daran zu glauben. Deine ganze Familie ist seit Generationen katholisch. Du darfst den Herrn nicht verlassen, sonst wird Er dich verlassen. Wir sind heute gekommen, um dir einen Rat zu geben, aber wenn du nicht auf uns hörst, dann kannst du dir nur selbst die Schuld zuschreiben, wenn es soweit ist und du zur Hölle fahren wirst. Xiaoyou, wir tun dies zu deinem Besten. Denk an die Krankheit deines Mannes. Es wäre ihm nicht besser gegangen, wenn deine Mutter und ich nicht jeden Tag zum Herrn gebetet hätten. Wenn du weiter an den Östlichen Blitz glaubst und die Krankheit deines Mannes wiederkommt, wird niemand dir zu Hilfe sein.“ Als ich das hörte, klopfte mein Herz heftig, und ich konnte nicht umhin, mich ein wenig zu fürchten. Ich dachte: „Mein Mann wurde sehr krank und obwohl wir viel Geld ausgegeben hatten, ging es ihm nicht besser. Am Ende verbesserte sich sein Zustand nur wegen unserer täglichen Gebete. Wenn es wirklich so ist, wie sie sagen, und die Krankheit meines Mannes wiederkehrt, was würde ich dann tun?“ Gerade als ich dabei war, auf ihren Schwindel hereinzufallen, kam mir eine Zeile aus Gottes Worten in den Sinn: „Der Allmächtige Gott ist ein allmächtiger Arzt!“ („Kapitel 6“ von Kundgebungen Christi am Anfang in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Bei diesem Gedanken erwachte ich plötzlich und mein Geist wurde klar. „Das stimmt“, dachte ich. „Ich glaube an den Allmächtigen Gott, der der wiedergekehrte Herr Jesus ist. Ob mein Mann wieder krank wird oder nicht, liegt in Gottes Hand; es liegt nicht an ihnen. Gott hat Souveränität über alles, was habe ich also zu befürchten? In jedem Fall war es Gott, der die Krankheit meines Mannes geheilt hat, nicht sie. Ich hätte nie gedacht, dass sie versuchen würden, die Krankheit meines Mannes zu benutzen, um mir zu drohen, damit ich Gott verrate, oder dass sie versuchen würden, mich dazu zu bringen, Gott zu verraten, aus Angst, dass meine Familie in Schwierigkeiten geraten könnte. Wie hinterhältig sie sind!“ Als ich ihre bösen Beweggründe durchschaute, hatte ich nichts als Abscheu für sie übrig und wollte nicht mehr mit ihnen reden.

Als die Kirchenleiterin Liu sah, dass ich schwieg, sagte sie sarkastisch: „Du bist wohl sehr hartnäckig! Bis jetzt haben nur wir geredet, erklär uns doch deinen Standpunkt!“ Da sie nur über die Krankheit meines Mannes gesprochen hatten, war ich ein wenig irritiert. Doch als ich daran dachte, dass Gott die Souveränität über alles hat, gewann ich plötzlich mein Selbstvertrauen wieder. Was auch geschah, ich würde Gott nicht verraten. Ich nahm meinen Mut zusammen und sagte: „Dann lasst mich euch sagen, dass ich fest an den Allmächtigen Gott glaube und nicht auf meinen Glauben an Gott verzichten werde!“ Meine Mutter brüllte: „Gehen wir! Wir gehen zur Kirche und beten.“ Nachdem sie das gesagt hatte, stürmten sie alle wütend davon. Angesichts dessen, wie grimmig sie ausgesehen hatten, fürchtete ich mich unwillkürlich ein bisschen. „Sie werden beten“, dachte ich. „Ob sie mich wohl verfluchen? Was kann ich tun?“ Weil ich mich hilflos fühlte, kam ich vor Gott und betete: „O Allmächtiger Gott! Sie haben sich alle gegen mich zusammengeschlossen und bedrängen mich, und ich fühle mich allein. O Gott! Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe große Angst. Bitte führe mich!“ Nach meinem Gebet rief ich mir einige von Gottes Worten ins Gedächtnis: „Du solltest wissen, dass alle Dinge in deinem Umfeld durch Meine Erlaubnis vorhanden sind, Ich ordne alles an. Sieh klar und stell Mein Herz in dem Umfeld zufrieden, das Ich dir gegeben habe. Fürchte dich nicht, der Allmächtige Gott der Heerscharen wird gewiss mit dir sein; Er hält euch den Rücken frei und Er ist euer Schild“ („Kapitel 26“ von Kundgebungen Christi am Anfang in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Durch die Erleuchtung und Führung von Gottes Worten füllte sich mein Herz plötzlich mit Licht: „Ja! Gott ist meine starke Stütze“, dachte ich. „Mit Gott an meiner Seite gibt es nichts zu befürchten. Die Kirchenleiterin und dieser Wang haben das nur gesagt, um mir Angst einzujagen – dass ich zur Hölle fahren würde, dass meine Familie in Schwierigkeiten geraten würde und dass mein Mann krank werden würde – und damit ich Gott verlasse. Wenn ich zaghaft bin oder mich fürchte, bedeutet das nicht, dass ich auf Satans List hereingefallen bin? Niemand kann über mein oder meines Mannes Schicksal, unseren letzten Bestimmungsort, unser Glück und Unglück entscheiden, und die Priester und Gemeindeleiter haben bei all dem erst recht nicht das Sagen. Es liegt alles in Gottes Hand. Es nützt ihnen nichts, mich zu verdammen und zu verfluchen.“ Diese Gedanken beruhigten mich wieder und ich hatte überhaupt keine Angst mehr. Ich lobte Gott von ganzem Herzen und dankte Gott dafür, dass Er mich mit Seinen Worten führte und dafür, dass Er mir das Vertrauen und die Kraft verlieh, Satans Pläne zu durchschauen, sodass ich von meiner Mutter oder den anderen nicht getäuscht werden würde.

Als ich eines Nachmittags gerade mit meinem Kind einen Mittagsschlaf halten wollte, kamen Schwester Zhao und Schwester Zhang aus meiner alten Kirche, um mich zu bedrängen. Schwester Zhao sagte einige Dinge, um mich einzuschüchtern, woraufhin Schwester Zhang sich sehr ernst gab und sagte: „Es stimmt. Wir hatten früher Kontakt mit den Leuten von der Kirche des Allmächtigen Gottes und wir wurden fast von ihnen betrogen.“ Als ich das hörte, wurde ich wütend. Ich wusste, dass meine Brüder und Schwestern absolut nicht dazu imstande waren, irgendjemanden zu betrügen. Alles, was sie sagten, war nichts als Lüge und Verleumdung. Also fragte ich sie: „Wie haben sie euch betrogen?“ Schwester Zhang sagte in ernstem Ton: „Das kannst du dir gar nicht vorstellen. Sie gaben mir ein Buch!“ Ich fragte weiter: „Sag mir, wie sah das Buch aus, das sie dir gaben? Wie hieß das Buch? Worum ging es in dem Buch?“ Schwester Zhang sah beschämt aus und nach einigem Hin und Her versuchte sie schließlich die Frage abzuwehren und sagte: „Ich habe es vergessen.“ Da dachte ich: „Ihr seid Nonnen! Wie könnt ihr es wagen, falsches Zeugnis abzulegen und mutwillig falsche Beschuldigungen gegen andere vorzubringen? Wie könnt ihr vor Gott so wenig Ehrfurcht haben? Seid ihr überhaupt Gottesgläubige? Fürchtet ihr euch nicht davor, von Gott bestraft zu werden?“ Danach fragte mich Schwester Zhao wieder: „Gehst du zur Arbeit?“, was ich entschlossen bejahte. Mit vorgetäuschter Freundlichkeit riet sie mir: „Geh nicht zur Arbeit. Es ist viel besser, dass du daheim bleibst und dich um dein Kind kümmerst!“ Ihre Heuchelei widerte mich an, also ging ich aus dem Zimmer und sagte: „Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten!“ Sie merkten, dass ihre Versuche, mich zu stören, fehlgeschlagen hatten, und gingen geknickt fort. Nachdem sie gegangen waren, fühlte ich mich sehr bekümmert und deprimiert. Ich dachte daran, wie diese Gemeindeleiterin und diese Nonnen in letzter Zeit ständig kamen, um mich zu schikanieren, und dass sie den Allmächtigen Gott verleumdeten, angriffen und Gerüchte über Ihn und meine Brüder und Schwestern verbreiteten, oder aber Irrtümer verbreiteten, um mich zu täuschen und zu erzwingen, dass ich mich fügte. Obwohl ich mich nicht von ihnen täuschen ließ und ihre Behauptungen bestritten und widerlegt hatte, war ich danach jedes Mal sehr aufgebracht und war nicht in der Lage, vor Gott zur Ruhe zu kommen und Gottes Worte zu lesen. Darüber hinaus überwachte mich mein jüngerer Bruder die ganze Zeit. Jedes Mal, wenn ich betete, Loblieder sang und Gottes Wort las, fühlte ich mich eingeengt und ich fühlte mich unglaublich unterdrückt. Inmitten meines Leids betete ich zu Gott: „Allmächtiger Gott! Diese Gemeindeleiterin und diese Nonnen sind immer wieder gekommen, um mich zu bedrängen. Ich bin sehr bekümmert und verärgert. Ich weiß im Moment nicht, wie ich mit ihnen umgehen soll. Lieber Gott, bitte erleuchte und führe mich!“

Als ich gebetet hatte, nahm ich meinen MP5-Player und sah zufällig diese Textstelle von Gottes Worten: „Jene, die die Bibel in prachtvollen Kirchen lesen, rezitieren die Bibel jeden Tag, trotzdem versteht kein einziger den Zweck von Gottes Werk. Nicht einer ist in der Lage, Gott zu kennen; außerdem steht nicht einer im Einklang mit Gottes Herz. Sie sind alle wertlose, niederträchtige Menschen, die alle hoch oben stehen, um Gott zu belehren. Obwohl sie den Namen Gottes schwingen, widersetzen sie sich Ihm vorsätzlich. Obwohl sie sich selbst als Gläubige Gottes bezeichnen, sind sie diejenigen, die das Fleisch des Menschen verzehren und dessen Blut trinken. Alle derartigen Menschen sind Teufel, die die Seele des Menschen verschlingen, Hauptdämonen, die absichtlich jene stören, die versuchen, den richtigen Weg einzuschlagen, und Stolpersteine, die den Weg jener behindern, die Gott suchen. Auch wenn sie aus „robustem Fleisch“ sind, wie sollen ihre Anhänger wissen, dass sie Antichristen sind, die die Menschen im Widerspruch zu Gott führen? Wie sollen sie wissen, dass sie lebende Teufel sind, die besonders nach Seelen suchen, die sie verschlingen können?“ („Alle Menschen, die Gott nicht kennen, sind Menschen, die sich Gott widersetzen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich sofort: Es war so, dass diese Priester und Gemeindeleiter eben jene religiösen Antichristen waren, die Gott in Seinen Worten bloßstellte. Auch wenn sie an den Herrn glaubten, suchten sie keineswegs nach der Wahrheit und sie hatten keineswegs ein gottesfürchtiges Herz. Sie unterließen es nicht nur, Gottes Werk der letzten Tage selbst zu erkunden, sondern lästerten auch noch Gott, verurteilten Gottes neues Werk und erfanden Gerüchte, um meine Mutter zu täuschen, damit sie mich schlug, schalt und mich praktisch unter Hausarrest stellte. Dann kamen sie immer wieder zu mir und versuchten mich zu bedrängen, zu betrügen, zu täuschen und mir zu drohen. Dank Gottes Worten, die mich führten und leiteten, fiel ich nicht auf ihre List herein und verriet Gott nicht. Die Pharisäer benutzten auch alle möglichen abscheulichen Methoden, um das einfache jüdische Volk davon abzuhalten, das Evangelium des Herrn Jesu anzunehmen. Sie machten sogar von Lügen Gebrauch, um die Menschen zu täuschen, und sagten, dass das Werk des Herrn Jesu über das Alte Testament hinausging und dass Jesus nicht der wiedergekehrte Messias sei. Das führte dazu, dass das jüdische Volk es mittrug, dass die Pharisäer den sündenfreien Herrn Jesus kreuzigten. Der Herr Jesus ermahnte sie und sprach: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen“ (Matthäus 23,13). Ich verglich das, was die Pharisäer getan hatten, mit den Handlungen der Priester, Gemeindeleiter und Nonnen und dachte über den gemeinschaftlichen Austausch nach, den meine Brüder und Schwestern zuvor mit mir geführt hatten und der davon handelte, wie man das Wesen der Pharisäer erkennt. Da erkannte ich deutlich, dass die Priester und Gemeindeleiter sich im Grunde überhaupt nicht von den Pharisäern von damals unterschieden. Um ihren eigenen Status und Lebensunterhalt zu schützen, benutzten sie alle möglichen Mittel, um mich davon abzuhalten, an den Allmächtigen Gott zu glauben. Sie fürchteten, dass ich meiner Mutter und meiner ganzen Familie das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage predigen würde und dass meine Familie dann anfangen würde, an den Allmächtigen Gott zu glauben. Das würde dann die Größe ihrer Herde verringern und auch die Summe der monatlichen Spendengelder würden schrumpfen. Sie sind in der Tat böse Knechte und Antichristen, die die Opfergaben an Gott stehlen und Menschen davon abhalten, ins Himmelreich einzutreten! Sobald ich ihr antichristliches Wesen deutlich erkannt hatte, wusste ich, wie mit diesen Leuten umzugehen war. Sie glaubten an Gott und widersetzten sich Gott dennoch und sie waren Gottes Feinde; von daher wusste ich, dass ich sie verlassen musste. Obwohl ich in letzter Zeit unter ihren Schikanen gelitten hatte, verfügte ich zugleich über die Führung und Erleuchtung von Gottes Worten. Indem sie als negative Kontrastfiguren zu Gott agierten, ließen sie mich Urteilsvermögen entwickeln und erlaubten mir darüber hinaus, ein wenig praktische Erfahrung in Hinsicht auf Gottes Worte zu erlangen. Ich erlebte persönlich, dass Gottes Worte die Wahrheit, der Weg und das Leben sind, und ich war mir noch sicherer, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist. In meinem Herzen war ich unglaublich glücklich und ruhig und fasste im Stillen einen Entschluss: Ganz gleich, wie Satan versucht mich zu stören, ich werde Gott niemals verraten und bin entschlossen, für Gott Zeugnis abzulegen und den Teufel Satan zu beschämen!

Ich hätte nie gedacht, dass ich, nach nur zwei friedlichen Tagen, abermals mit Satans Nötigung und Zwang konfrontiert würde. Eines Nachts kamen meine Mutter, einige meiner Onkel und Tanten sowie meine Großtante zu mir, um zu versuchen, mich davon abzuhalten, an den Allmächtigen Gott zu glauben. Als ich sie alle versammelt sah, wurde ich äußerst wütend. Ich dachte: „Ich glaube doch nur an den wahren Gott. Was ist daran falsch? Warum wollen sie einfach nicht damit aufhören?“ Meine Großtante sagte in einem eigenartigen Tonfall: „Na komm, Xiaoyou. Komm mit nach Hause, um deine Großmutter zu besuchen.“ Als ich das hörte, war ich sehr überrascht und dachte: „Sie sind hier, um mich ins Haus meiner Mutter zu bringen. Sie wollen mich einsperren, wie meine psychisch kranke Großmutter! Oh nein, wie können meine Verwandten mir das antun? Wie können sie so herzlos sein?“ Gerade als ich das dachte, nahm meine Mutter ein Seil und stürzte auf mich zu. Sie ging in die Hocke und fing an, meine Füße aneinanderzufesseln. Ich bekam große Angst. Ich stieß ihre Hände weg und schrie: „Was machst du? Warum willst du mich fesseln?“ Zwei meiner Onkel sahen das und kamen herüber. Sie hielten jeder eine meiner Schultern fest, sodass ich mich nicht wehren konnte. In diesem Moment saß ich auf dem Sofa und konnte nicht aufstehen. In meinem Herzen rief ich inständig zu Gott: „O Gott! Sie versuchen mich zu fesseln und mich fortzubringen. Wenn es ihnen gelingt, werde ich nicht mehr an Dich glauben können und auch keine Kirche mehr finden können. O Gott! Gib mir Vertrauen und Kraft und eröffne mir einen Ausweg!“ Nach meinem Gebet spürte ich, wie eine Kraft meine Körper durchströmte. Ich kämpfte und rief: „Was macht ihr? Lasst mich los!“ Als sie sahen, wie heftig ich mich wehrte, ließen sie mich los. Ich war Gott sehr dankbar. Ich erlebte wahrhaftig, dass derjenige, der aufrichtig auf Gott vertraut, Gottes Taten bezeugen wird. Ich spürte zudem wirklich, dass Gott stets an meiner Seite war, mich beschützte und über mich wachte. Ich dachte: „In dieser Lage muss ich Gott mein wahres Herz darbringen und ich muss den Teufel Satan durch und durch beschämen.“ Also sagte ich standhaft zu meinen Verwandten: „In anderen Angelegenheiten werde ich auf euch hören. Wenn es aber darum geht, an Gott zu glauben, werde ich nur auf Gott hören! Ich bin mir bereits sicher, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr ist. Egal, wie ihr versucht, mich zu zwingen, ihr werdet mich nicht umstimmen!“ Sobald ich entschlossen war, Gott zu folgen, bezeugte ich erneut Gottes Taten. Eine meiner Tanten sagte: „Fesselt sie nicht. Es wird nichts nützen. Ich kann sehen, dass sie in ihrem Glauben entschlossen ist.“ Erst als meine Tante das sagte, wandten sich alle um und gingen missmutig fort. Als sie gegangen waren, fühlte ich mich sofort sowohl körperlich als auch seelisch schwach und erschöpft. Mir blieb kein bisschen Kraft. Ich legte mich auf mein Bett und schlief allmählich ein. Am nächsten Morgen dachte ich schweren Herzens über das nach, was in der vorigen Nacht passiert war. Als ich daran dachte, wie meine Verwandten mich behandelt hatten, konnte ich diese Gedanken nicht vermeiden: „Oh, meine Mutter und meine Verwandten sind von den Gerüchten, die die Priester und Gemeindeleiter verbreiten, getäuscht worden, und sie versuchen immer noch mich zu zwingen. Wann wird das alles ein Ende haben?“ Dann dachte ich an die Zeit zurück, als ich mit meinen Brüdern und Schwestern der Kirche des Allmächtigen Gottes beisammen war. Wir hatten einmütig nach der Wahrheit gestrebt und unsere Pflichten erfüllt, alle hatten einander geholfen und einander unterstützt. Niemand versuchte, einen anderen zu schikanieren oder zu unterdrücken, und ich musste nicht auf der Hut sein. Ich hatte mich sehr frei und befreit gefühlt und jeden Tag hatte ich ein Gefühl der Erfüllung und inneren Ruhe. Doch jetzt wurde ich in meinem Haus festgehalten, ich hatte überhaupt keine Freiheit und lebte jeden Tag in Anspannung. Ich wusste nie, wann meine Verwandten oder die Leute von meiner alten Kirche auftauchen würden. Im besten Fall wiesen sie mich zurecht und im schlimmsten Fall drohten sie mir und versuchten mich einzuschüchtern. Ich fühlte mich so gequält und unglücklich. Ich wollte wirklich zur Kirche des Allmächtigen Gottes zurückkehren und an Versammlungen teilnehmen, Loblieder singen und mit meinen Brüdern und Schwestern Gott preisen.

Gleich nach diesem Vorfall geschah etwas, was mehr als unerwartet kam. Eines Tages gingen mein Mann und ich einkaufen. Als wir nach Hause zurückkamen, wollte ich Gottes Worte auf meinem MP5-Player lesen, konnte ihn aber nicht finden. Ich war sehr nervös und aufgeregt. Ich dachte: „Wo ist nur mein MP5-Player? Ich habe ihn bestimmt daheim gelassen. Warum kann ich ihn nicht finden?“ Plötzlich dachte ich, dass meine Mutter ihn mir wohl weggenommen haben musste. Ich erinnerte mich an einen Tag, an dem meine Mutter hereinkam und sah, dass ich Gottes Wort auf dem MP5-Player las. Danach kam sie oft zu mir nach Hause und durchwühlte meine Sachen. Ich war mir sicher, dass ich meinen MP5-Player nicht finden konnte, weil sie in genommen hatte. Bei diesem Gedanken wurde ich sehr wütend und stürmte hinüber zum Haus meiner Mutter. Als ich eintrat, sah ich, dass meine Mutter mit meiner anderen Großtante sprach. Ich ging zu ihr und sagte: „Mutter, hast du meinen MP5-Player genommen? Er gehört mir. Wenn du ihn genommen hast, dann gib ihn mir sofort zurück.“ Zu meine Überraschung, stritt meine Mutter rundweg ab, ihn genommen zu haben. Sie warf mir einen verächtlichen Blick zu und ich sagte ärgerlich: „Ich bewahre meinen MP5-Player immer daheim auf. Niemand anders konnte an ihn herankommen. Du bist die Einzige, die ständig meine Sachen durchwühlt. Bestimmt warst du es, die ihn genommen hat. Gib ihn mir zurück!“ Auf meine Befragung antwortete meine Mutter in barschem Ton: „Ich werde ihn dir nicht zurückgeben. Geh lieber nach Hause, denn du wirst ihn nie von mir zurückbekommen!“ Ganz gleich, wie beharrlich ich war, sie gab ihn mir nicht zurück. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mit leeren Händen nach Hause zurückzugehen. Auf dem Nachhauseweg fühlte ich mich elend. Ich dachte: „Ich habe meinen MP5-Player nicht mehr, also kann ich Gottes Worte nicht länger lesen. Als meine Mutter und die anderen früher zu mir kamen, um mich zu schikanieren, konnte ich immerhin noch Gottes Worte lesen und mich von Gottes Worten führen und leiten lassen. So konnte ich Gottes Willen verstehen und das Vertrauen und die Kraft besitzen, um ihren Angriffen standzuhalten. Jetzt ist der MP5-Player aber weg! Was werde ich tun? Ist ohne Gottes Worte nicht alles vorbei für mich?“ Je mehr ich darüber nachdachte, umso hoffnungsloser fühlte ich mich, und mein Geist versank in Negativität. Ich fühlte mich äußerst unglücklich. In meinem größten Moment der Schwäche und Entmutigung erschien ein Loblied der Worte Gottes in meinem Geist: „Die meisten Menschen verstehen nicht Gottes Willen, im Glauben, Leiden sei wertlos: Sie werden unterdrückt wegen ihres Glaubens. von der Welt abgewiesen, ist auch ihr Heim in Gefahr, und ihre Zukunft düster und hoffnungslos. Das Leiden Mancher wird zu viel, so viel, dass sie sterben möchten. Wie zeigt denn dies ein Gott liebendes Herz? Solche Menschen sind wertlos! Sie können nicht durchhalten, sie können nicht standhaft bleiben. Sie sind schwach und zaghaft auch, und sie sind machtlos. … Und so müsst ihr immer euer Zeugnis ablegen während der letzten Tage. Egal wie stark du leidest, solange du noch atmest, halt’ Gott die Treue, gib dich in Seine Hand. Dies ist wahre Gottesliebe, ein starkes Zeugnis“ („Strebt danach, Gott zu lieben, wie groß euer Leiden auch sei“ in Folge dem Lamm und singe neue Lieder). Durch die Führung von Gottes Worten verstand ich Folgendes: Gott hoffte, dass ich in dieser Situation Zeugnis für Ihn ablegen konnte. Unabhängig davon, wie schwierig die Dinge wurden, ich musste Gott unbedingt bis zum Ende treu sein und durfte mein Gottvertrauen nicht verlieren. Ich dachte an all die Verfolgung zurück, die ich durchgemacht hatte, und erkannte, dass jeder Vorfall ein Gefecht in der geistlichen Welt gewesen war. Satan wendete alle möglichen Methoden an, um mich Stück für Stück zu brechen. Jetzt hatte er mir gerade die „Nahrung meines geistlichen Lebens“ weggenommen, denn er verlangte danach, meine Seele zu verschlingen. Satan ist wirklich grausam. Ich wusste, dass ich nicht auf seine List hereinfallen durfte. Auch wenn ich keinen MP5-Player mehr hatte, so hatte ich immer noch Gott. Gott würde mich dennoch erleuchten und führen und ich glaubte, dass Gott mir durch jede Schwierigkeit und Not hindurchhelfen würde, solange ich in jedem Augenblick auf Gott vertraute. Unabhängig von den Umständen, mit denen ich in Zukunft konfrontiert würde, würde ich für Gott Zeugnis ablegen, solange ich auch nur einen Atemzug in meinem Leib übrig hatte. Gottes Worte führten mich abermals und gaben mir das Vetrauen, das ich brauchte, um weiterzumachen.

Dadurch, dass ich diese Verfolgung und diese Not immer wieder erlebte, bezeugte ich die Macht und Autorität von Gottes Worten. Jedes Mal, wenn ich negativ, schwach, verwirrt und ratlos wurde, gaben mir Gottes Worte das Vertrauen und die Kraft, die ich benötigte, und führten mich, damit ich Satans List durchschauen und für Gott Zeugnis ablegen konnte. Gleichzeitig konnte ich auch wahrnehmen, dass Gott in jedem Augenblick an meiner Seite war, meine Stütze war und mir den Weg bahnte. Mein Vertrauen in Gott wurde allmählich stärker und mein Wunsch, meine Familie zu verlassen wurde größer. Ich wusste, dass ich so schnell ich konnte aus dieser „Höhle des Tigers“ entkommen musste und die Kirche und meine Brüder und Schwestern aufsuchen musste. Deshalb betete ich zu Gott und vertraute Ihm diese Angelegenheit an und ich bat Gott, mich zu führen. Einige Tage später gelang es mir, der Überwachung meines Bruders zu entkommen und mein Haus zu verlassen. Ich ging wieder zur Kirche des Allmächtigen Gottes zurück, um das kirchliche Leben zu führen und meine Pflichten so gut ich konnte zu erfüllen. Schließlich fand über ein Monat der Qual sein Ende und die Gefühle der Unterdrückung und Angst in meinem Herzen lösten sich in Luft auf. Dank sei Gott dafür, dass Er mich führte, Satans dunklen Einfluss zu durchbrechen und der „Höhle des Tigers“ zu entkommen und dafür, dass Er mich wieder zu Gottes Familie zurückgeführt hat.

Diese Erfahrung bleibt in meiner Erinnerung frisch, weil ich in dieser Zeit Gottes Liebe und Errettung hautnah bezeugte. Ich sah auch, dass Gott an meiner Seite war, mich jederzeit beschützte, und verhinderte, dass ich von Satan getäuscht und verschlungen würde. Gleichzeitig ließ mich diese außerordentliche Erfahrung auch ein Urteilsvermögen über die Priester, Gemeindeleiter und andere entwickeln. Sie verurteilten fieberhaft den Allmächtigen Gott und lästerten Ihn und sie erfanden Gerüchte und legten falsches Zeugnis ab, um mich irrezuführen. Sie benutzten alle möglichen Tricks, um mich davon abzuhalten, dem Allmächtigen Gott zu folgen. Sie sind die Hindernisse und Stolpersteine auf unserem Weg, Gottes Werk der letzten Tage anzunehmen, Gottes Errettung zu empfangen und von Gott gewonnen zu werden und sie sind die satanischen Dämonen, die hier sind, um die Seelen der Menschen zu verschlingen! Zu jenem Zeitpunkt verstand ich damals endlich die wahre Bedeutung der folgenden Worte, die der Allmächtige Gott sprach: „Gläubige und Ungläubige sind nicht kompatibel, sondern stehen sich eher gegenüber“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich begriff, dass die Priester, Gemeindeleiter, Nonnen, Mitglieder meiner alten Kirche und meine Mutter, obwohl sie dem Anschein nach an Gott glaubten, Gottes Stimme nicht verstanden und Gott nicht kannten. Sie weigerten sich, das Werk des wiederkehrten Herrn anzunehmen, weshalb Gott ihren Glauben nicht anerkennt. In Gottes Augen sind sie Ungläubige. Sie sind die Spreu, die von Gottes Werk in den letzten Tagen offenbart wird, und dem Wesen nach sind sie Dämonen und Antichristen, die sich Gott widersetzen. Außerdem erkannte ich, dass die Verfolgung durch Familienmitglieder und die Schikane durch religiöse Leute allesamt Angriffe sind, die von Satan herrühren, und dass es sich um heftige Gefechte handelt, die in der geistlichen Welt ausgetragen werden. Satan wollte diese Menschen, Ereignisse und Dinge benutzen, um mich zu stören, um mich dazu zu bringen, den wahren Weg zu verlassen, damit ich Gott verraten und in seine „Umarmung“ kommen, die Chance auf Gottes Errettung verlieren und zusammen mit ihm in der Hölle vernichtet würde. Doch Gottes Weisheit wird auf der Grundlage von Satans List ausgeübt. Jedes Mal, wenn Satan mich angriff und bedrängte, führte mich Gott und leitete mich in jedem Moment, sodass ich Seine Worte erfahren und durch Seine Worte Urteilsvermögen sowie Einsicht entwickeln konnte. Gott hat auch meinen Glauben an Ihn vervollkommnet und meinen Glauben an Ihn wahr und entschlossen werden lassen, sodass er nicht mehr schwach war. Ich danke Gott dafür, dass Er mich geführt und mir geholfen hat, einige Wahrheiten in nur etwas mehr als einem Monat zu verstehen. Jetzt kenne ich den Unterschied zwischen Gut und Böse, zwischen Schönheit und Hässlichkeit. Mein Gottvertrauen ist gestärkt worden und ich bin mit Gott vertrauter geworden. Schmerz ist wahrlich Gottes Segen! In meinem zukünftigen Glaubensleben möchte ich mehr von Gottes Werk erleben und ich bin bereit, dem Allmächtigen Gott bis ganz zum Schluss zu folgen!

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