Wie man nach der Wahrheit strebt (10)

In letzter Zeit haben wir mehrfach über die Themen angeborene Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbene Dispositionen Gemeinschaft gehalten; im Mittelpunkt stand dabei die detaillierte und konkrete Gemeinschaft über einige Äußerungsformen dieser drei Aspekte. Habt ihr durch einen solch detaillierten gemeinschaftlichen Austausch ein gewisses Verständnis für die spezifische Einordnung dieser Äußerungsformen gewonnen? (Ja.) Nachdem ihr ein Verständnis für die spezifischen Äußerungsformen in diesen drei Aspekten gewonnen habt, ist es für euch nun klarer, warum die Menschen ihre verdorbenen Dispositionen ablegen müssen oder welche Dinge in den Menschen verändert und abgelegt werden müssen? Welche Aspekte verändert werden müssen und welche nicht, welche gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktiziert werden sollten und welche von Gott vorherbestimmte und arrangierte angeborene Voraussetzungen sind, die nichts mit verdorbenen Dispositionen zu tun haben und von den Menschen keine Anstrengung oder Veränderung erfordern – ist euch all das nun klar? (Es ist uns etwas klarer als zuvor.) Nachdem ihr Klarheit gewonnen habt, versteht ihr die Bedeutung von Gottes Werk, die Menschen zu reinigen, ihre Dispositionen zu verwandeln und sie vor Satans Einfluss zu retten? Ist nun klar, worauf Gottes Wirken und Sprechen abzielt, wenn Er die Wahrheit bereitstellt und verschiedene Probleme in den Menschen aufdeckt? Zielt Gottes Aufdeckung aller Probleme in den Menschen auf ihre angeborenen Voraussetzungen ab? (Nein.) Zielt sie auf die natürlichen Makel der Menschlichkeit der Menschen ab? (Nein.) Worauf zielt sie dann ab? (Hauptsächlich auf die verdorbenen Dispositionen der Menschen.) Sie zielt hauptsächlich auf die Grundsätze ab, nach denen sich die Menschen verhalten und handeln, sowie auf ihre Ansichten und Haltungen gegenüber Gott, der Wahrheit und positiven Dingen und auf andere derartige Probleme. Was sind verdorbene Dispositionen? Verdorbene Dispositionen entstammen Satans Natur und werden aus Satans Natur offenbart. Diese Dinge verstoßen alle gegen die Wahrheitsgrundsätze, sind abwegig und absurd und sind Handlungen und Äußerungsformen des Widerstands gegen Gott. Diese Dinge sind die Hauptformen des Widerstands gegen Gott und sind die Grundursachen dafür, dass die Menschen in der Lage sind, gegen die Wahrheit zu verstoßen, die Wahrheit zu verraten und gegen Gottes Absichten und Anforderungen zu verstoßen. Angeborene Voraussetzungen hingegen sind lediglich einige grundlegende, instinktive Dinge, mit denen die Menschen geboren werden; aber das Leben, auf das sich die Menschheit derzeit zum Überleben verlässt, besteht aus verdorbenen Dispositionen. Daher zielt Gottes Werk darauf ab, die verdorbenen Dispositionen der Menschen zu verändern. Gerade weil sich verdorbene Dispositionen Gott widersetzen, des Satans sind und als Gesamtäußerungsformen aller negativen Dinge bezeichnet werden können – die verschiedenen verdorbenen Dispositionen, die in den Menschen offenbart werden, oder die verschiedenen Zustände und detaillierten Offenbarungen und Äußerungsformen, die verdorbene Dispositionen betreffen, stehen alle im Zusammenhang mit negativen Dingen –, liegt die Grundursache des Widerstands der Menschen gegen Gott nicht in ihren angeborenen Voraussetzungen oder in bestimmten Makeln ihrer Menschlichkeit, sondern im Leben, das verdorbene Dispositionen als Grundlage für sein Überleben nimmt. Dieses Leben entstammt eben Satan. Was also letztendlich verwandelt werden muss, sind die verdorbenen Dispositionen der Menschen, und was abgelegt werden muss, sind ebenfalls die verdorbenen Dispositionen der Menschen. Man kann natürlich auch sagen, dass die Menschen erst dann aufhören können, sich Gott zu widersetzen, wenn ihre verdorbenen Dispositionen sich wandeln. Mit anderen Worten: Nur wenn die Menschen ihre verdorbenen Dispositionen abgelegt haben, bedeutet das, dass sie gerettet worden sind, und nur wenn die Menschen gerettet worden sind, können sie aufhören, sich Gott zu widersetzen und sich Ihm vollständig unterwerfen. Daher besteht die wahre Bedeutung von Gottes Werk zur Errettung der Menschen darin, sie zu befähigen, ihre verdorbenen Dispositionen abzulegen. Die wahre Bedeutung und das beabsichtigte Ergebnis von Gottes Aussage, dass das Streben nach der Wahrheit bedeutet, Menschen und Dinge gemäß Gottes Worten und mit der Wahrheit als Kriterium zu betrachten und danach zu handeln und sich zu verhalten, bestehen darin, die Menschen zu befähigen, ihre verdorbenen Dispositionen abzulegen und Menschen und Dinge mit Gottes Worten als ihrem Leben zu betrachten und sich danach zu verhalten und zu handeln. Versteht ihr das? (Ja.)

Wir haben zuvor über einige spezifische Offenbarungen und Äußerungsformen Gemeinschaft gehalten, die angeborene Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbene Dispositionen betreffen. Einige Äußerungsformen beziehen sich auf angeborene Voraussetzungen, einige auf Makel der Menschlichkeit, einige sind Äußerungsformen eines verabscheuungswürdigen Charakters und einige sind spezifische Äußerungsformen von verdorbenen Dispositionen. Die Makel der eigenen Menschlichkeit und das verabscheuungswürdige Wesen der eigenen Menschlichkeit sind das, was die Menschen am leichtesten verwechseln. Makel der Menschlichkeit fallen meist unter angeborene Voraussetzungen. Zum Beispiel stottern manche Menschen beim Sprechen, und manche Menschen haben ein schnelles oder langsames Temperament. Solange sie nicht zur Kategorie des verabscheuungswürdigen Charakters zählen, fallen diese Makel der Menschlichkeit im Grunde genommen in den Bereich der angeborenen Voraussetzungen. Ein verabscheuungswürdiger Charakter hat jedoch nichts mit angeborenen Voraussetzungen zu tun; er ist eine Offenbarung einer verdorbenen Disposition und sollte daher unter verdorbene Dispositionen fallen, nicht unter angeborene Voraussetzungen. Das liegt daran, dass Gott den Menschen innerhalb ihres Charakters zwei grundlegende Dinge mitgegeben hat: Gewissen und Vernunft. Ist der Charakter eines Menschen verabscheuungswürdige, so betrifft dies Probleme mit seinem Gewissen und seiner Vernunft. Es bezieht sich definitiv nicht auf seine angeborenen Voraussetzungen. Es fällt definitiv unter verdorbene Dispositionen; es ist eine spezifische Äußerungsform einer bestimmten verdorbenen Disposition. Die Tatsachen zeigen deutlich, dass jemand sein Gewissen und seine Vernunft verliert, nachdem er von Satan verdorben wurde. Sein Herz wird von Satan völlig in die Irre geführt, und er nimmt viele Gedanken und Sichtweisen an, die von Satan stammen, sowie einige Sprüche und Meinungen aus bösen Trends. Ist dieser Punkt erreicht, sind sein Gewissen und seine Vernunft völlig verdorben und zersetzt – man könnte sagen, dass sein Gewissen und seine Vernunft zu diesem Zeitpunkt vollständig verloren sind. Was sich dann zeigt, ist ein sehr schlechter und böser Charakter. Das heißt, bevor er positive Dinge angenommen hat, hat er in seinem Herzen bereits viele abwegige und absurde Dinge von Satan angenommen. Diese Dinge haben seine Menschlichkeit schwer verdorben, was dazu führt, dass seine Menschlichkeit sehr schlecht ist. Wenn er zum Beispiel den folgenden satanischen Gedanken und die folgende satanische Sichtweise von der Welt annimmt: „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, wird sich sein Gewissen dann verbessern, gleich bleiben oder wird es sich verschlechtern? (Es wird sich verschlechtern.) Und was sind die spezifischen Äußerungsformen dieser Verschlechterung? (Er berücksichtigt bei allem, was er tut, nur seine eigenen Interessen.) Um seiner eigenen Ziele und Interessen willen schreckt er vor nichts zurück. Er kann andere betrügen und schädigen und alles tun, was gegen Moral und Gewissen verstößt. Je mehr er tut, desto rücksichtsloser werden seine Handlungen, desto finsterer wird sein Herz, desto weniger Gewissensregung hat er und desto weniger Menschlichkeit bewahrt er sich. Für seine eigenen Interessen wird er jeden betrügen und täuschen, er täuscht Menschen, die er kennt, genauso wie Menschen, die er nicht kennt – er wird Kollegen, Familienmitglieder und sogar die Menschen, die ihm am nächsten stehen, täuschen und diejenigen schädigen, die ihm am meisten vertrauen. Anfangs, wenn er diese Dinge tut, erlebt er einen gewissen inneren Konflikt und eine leichte Gewissensregung. Später beginnt er darüber nachzudenken, wie er vorgehen sollte, fängt bei unbekannten Fremden an, und zeigt schließlich selbst gegenüber seinen eigenen Verwandten keine Gnade mehr. Du siehst, seine Menschlichkeit wird fortschreitend verdorben; sie wird allmählich von Satans Gedanken und Sichtweisen wie „Interessen über alles“ und „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ zersetzt. Durch diesen allmählichen Zersetzungsprozess verliert sein Gewissen allmählich an Bewusstsein und hört auf zu funktionieren, bis es schließlich den Punkt erreicht, an dem es vollständig verloschen ist. Letztendlich besitzt er bei seinen Handlungen keine moralischen Grenzen und keine Gewissensregung mehr und kann jeden täuschen. Warum kann er jeden täuschen? Was ist die Grundursache? Es liegt daran, dass er Satans Gedanken und Sichtweisen angenommen hat und unter der Herrschaft von Satans Gedanken und Sichtweisen handelt. Letztendlich funktionieren das Gewissen und die Vernunft seiner Menschlichkeit nicht mehr; das heißt, die grundlegenden Dinge, die die Menschlichkeit besitzen sollte, versagen völlig, sie werden von Satans bösen Gedanken vollständig zersetzt und kontrolliert. Der Prozess der Zersetzung und Kontrolle ist der Prozess seiner Annahme dieser Gedanken und Sichtweisen, und natürlich ist es auch der Prozess, in dem er verdorben wird. Da das Gewissen und die Vernunft seiner Menschlichkeit verdorben sind, äußert sich dies letztendlich darin, dass seine Menschlichkeit sehr schlecht wird, und in schwereren Fällen verliert er seine Menschlichkeit. Dies sind einige Äußerungsformen der Menschlichkeit normaler verdorbener Menschen.

Es gibt auch einige Sonderfälle, in denen manche Menschen nicht einmal als Menschen geboren werden, weshalb man ihnen weder Gewissen noch Vernunft zuschreiben kann. Abstrakt ausgedrückt: Sie sind keine Reinkarnationen von Menschen. Obwohl die Angelegenheit der Wiedergeburt, Reinkarnation und Seelenwanderung abstrakt und für die Menschen unsichtbar ist, sollten die Menschen dies leicht verstehen können; es ist etwas, das die Menschen nachvollziehen und begreifen können. Solche Menschen sind keine Reinkarnationen von Menschen, wovon sind sie also reinkarniert? Einige sind Reinkarnationen von Tieren, und einige sind Reinkarnationen von Teufeln; sie werden ohne Menschlichkeit geboren. Menschen ohne Menschlichkeit werden ohne Gewissen oder Vernunft geboren; dies wird nicht gänzlich durch Verdorbenheit verursacht. Sie sind von Natur aus lebende Satane und lebende Teufel. Sie sind Reinkarnationen von Teufeln. Zum Beispiel sind Antichristen böse Menschen; sie sind Reinkarnationen von bösen Menschen. Später im Leben nehmen sie noch mehr Gedanken und Sichtweisen Satans an. Was sie ursprünglich haben, kombiniert mit dem, was sie später erwerben, macht sie zunehmend schlechter. Solche Menschen werden geboren, ohne positive Dinge zu lieben; sie sind von Natur aus positiven Dingen abgeneigt, widersetzen sich positiven Dingen stark und verabscheuen sie. Daher besteht die Äußerungsform der Menschlichkeit bei solchen Menschen darin, dass sie nicht das geringste Gewissen oder die geringste Vernunft besitzen. Es ist gänzlich unmöglich, irgendwelche Vorzüge oder Stärken der Menschlichkeit in ihnen zu erkennen. Natürlich bezieht sich dieser Vorzug keinesfalls auf Gesangstalent, Redegewandtheit oder die Beherrschung bestimmter technischer Fertigkeiten oder Berufe. Das sind nicht die Vorzüge, auf die Bezug genommen wird. Vielmehr bezieht es sich auf Vorzüge der Menschlichkeit, wie gutherzig und von gutem Wesen zu sein, andere zu verstehen oder einfühlsam zu sein. Diese spezifischen Äußerungsformen im Bereich des Gewissens und der Vernunft der Menschlichkeit fehlen bei ihnen vollständig. Was sind also die Hauptmerkmale der Menschlichkeit solcher Menschen? Fehlverhalten und Bosheit. Das sind die beiden Hauptmerkmale. Sie lieben keine positiven Dinge; wenn sie von positiven Dingen hören, können sie zwar deren Richtigkeit anerkennen, akzeptieren sie aber niemals. Alles in ihren Herzen und alles, was sie offenbaren, steht im Zusammenhang mit Fehlverhalten und Bosheit. Dies ist eines der Hauptmerkmale von Menschen, deren angeborene Menschlichkeitsessenz böse ist. Solche Menschen sind Reinkarnationen und Abkömmlinge von Teufeln und Satanen. Selbst ohne künstliche Einflößung, Lehre, Einfluss oder Konditionierung im späteren Leben sind sie bereits sehr böse. Sie sind von Natur aus Kreaturen dieser Art. Ihre Gedanken und Sichtweisen besitzen von Natur aus viele wesentliche Dinge, die des Satans sind. Darüber hinaus nehmen sie nach der Geburt noch mehr abwegige und absurde Gedanken und Sichtweisen aus Satans bösen Trends an. Man kann also sagen, dass Öl ins Feuer der Wesensnatur solcher Menschen gegossen wird, sodass sie noch böser und schlechter wird, das heißt, sie besitzt jede erdenkliche schädliche Eigenschaft und wird noch schlimmer. Dies sind die beiden Sonderfälle von Reinkarnationen aus Tieren und Reinkarnationen aus Teufeln. Normalerweise gilt: Egal mit welchen Makeln der Menschlichkeit man geboren wird, solange man einige Äußerungsformen eines verabscheuungswürdigen Charakters zeigt, fällt dies in den Bereich der verdorbenen Dispositionen. Wenn man die Wahrheit annehmen, die Wahrheit praktizieren und den Weg des Strebens nach der Wahrheit gehen kann, können schließlich alle verdorbenen Dispositionen abgelegt werden. Wenn die verdorbenen Dispositionen abgelegt sind, wandeln sich die verabscheuungswürdigen Aspekte des Charakters entsprechend. Solche Menschen sind diejenigen, die gerettet werden können; sie sind normale, verdorbene Menschen. Selbst wenn du einige Äußerungsformen eines schlechten Charakters zeigst, es dir an Integrität mangelt oder einige Äußerungsformen deiner Menschlichkeit nicht mit der Wahrheit übereinstimmen und anderen verhasst sind, solange dein Gewissen und deine Vernunft noch existieren und immer noch als die grundlegenden Bedingungen dafür dienen können, wie du Menschen und Dinge betrachtest und dich verhältst und handelst – was bedeutet, dass dein Gewissen und deine Vernunft immer noch beeinflussen können, wie du Menschen und Dinge betrachtest und dich verhältst und handelst, und dein Gewissen und deine Vernunft immer noch in dir wirken können –, dann können letztendlich deine verdorbenen Dispositionen verändert werden. Wenn das Gewissen und die Vernunft einer Person nichts, was sie tut, kontrollieren oder steuern können, dann kann man sagen, dass diese Art von Person unfähig ist, die Wahrheit anzunehmen, und erst recht unfähig, sie zu praktizieren. Die verdorbenen Dispositionen solcher Menschen lassen sich also nicht so leicht ablegen. Warum ist das so? Weil das Gewissen und die Vernunft solcher Menschen überhaupt nicht funktionieren. Sie haben keine Gelegenheit mehr, die Wahrheit anzunehmen, und besitzen nicht mehr die grundlegenden Bedingungen, um die Wahrheit anzunehmen. Es ist für diese Menschen sehr schwierig, ihre verdorbenen Dispositionen abzulegen. Ungeachtet etwaiger Probleme mit deiner Menschlichkeit solltest du dich selbst prüfen: Spürst du Gewissensbisse, Schmerz oder Anklage in deinem Herzen, wenn du im Begriff bist, auf eine Weise zu handeln, die gegen die Menschlichkeit oder die Wahrheit verstößt? Hast du eine Grenze oder einen Maßstab in deinem Herzen, um zu beurteilen, ob eine Handlung angebracht ist oder nicht, ob diese Handlung gegen die Moral oder das Gewissen verstößt und, tiefergehend, ob sie die Wahrheitsgrundsätze verletzt? Wenn du eine Gewissensregung hast, beurteilen kannst, dass diese Handlung gegen die Menschlichkeit und die Wahrheit verstößt, und dich unter der Wirkung deines Gewissens und deiner Vernunft zurückhalten und deine Handlungen im Zaum halten kannst, dann hast du die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit, die Wahrheit annehmen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren zu können. Wenn du aber bei keiner Handlung eine Gewissensregung verspürst, nicht beurteilen kannst, welchem Maßstab diese Handlung unterliegt oder ob du sie überhaupt tun solltest, und nicht weißt, ob diese Handlung der Menschlichkeit, der moralischen Gerechtigkeit oder den Wahrheitsgrundsätzen entspricht – und sie darüber hinaus gegen dein Gewissen, die Menschlichkeit oder die Wahrheitsgrundsätze verstößt, aber dein Gewissen dich nicht davon abhalten kann, diese falsche und negative Handlung zu begehen –, dann haben Menschen wie du im Grunde keine Möglichkeit, die Wahrheit anzunehmen. Was daraus folgt, ist, dass du keine Möglichkeit hast, deine verdorbenen Dispositionen abzulegen.

Ob die Menschen verdorbene Dispositionen ablegen können, hängt davon ab, ob sie die Wahrheit annehmen können – das ist ganz offensichtlich. Und ob die Menschen die Wahrheit annehmen können, hängt davon ab, ob sie eine Gewissensregung haben. Wie kann man also erkennen, ob jemand eine Gewissensregung hat? Man muss darauf achten, ob er beim Handeln das grundlegendste Gewissen besitzt, das die Menschlichkeit besitzen sollte, und ob sein Gewissen funktioniert, wenn er etwas tut oder sagt. Wenn du zum Beispiel etwas sagen willst, das gegen dein Gewissen und die Tatsachen verstößt, um jemanden zu verleumden, oder wenn du lügen willst, tadelt dich dein Gewissen: „Das sollte ich nicht sagen. Das zu sagen, bedeutet zu lügen und zu täuschen, und es zeigt, dass ich kein ehrlicher Mensch bin. Gott prüft genau, und mein eigenes Gewissen wird mich das nicht tun lassen. Es ist nicht angemessen, das zu sagen.“ Diese Gedanken zu haben bedeutet, dass dein Gewissen funktioniert. Wenn dein Gewissen funktioniert, können deine Worte zwar noch einige Verfälschungen oder Elemente menschlicher Absicht enthalten und sind möglicherweise nicht hundertprozentig korrekt. Doch unter dem Einfluss deines Gewissens sind deine Worte bereits relativ angemessen. Wenn du weiterhin die Wahrheit praktizieren und auf der Grundlage von Grundsätzen sprechen kannst, dann werden deine Worte vollkommen angemessen sein, und du wirst zu einer ehrlichen Person werden. Aber wenn jemand nicht der Wirkung des Gewissens unterliegt, ist er nicht zwangsläufig in der Lage, zu einer ehrlichen Person zu werden oder ehrliche Worte zu sprechen. Wenn ihn beispielsweise der Obere nach jemandem fragt, denkt er vielleicht: „Diese Person ist in der Tat nicht schlecht. Ihr Kaliber ist gut, und ihre Menschlichkeit ist auch ziemlich gut. Fragt der Obere nach ihr, um sie zu befördern? Wenn sie befördert wird, bedeutet das, dass ich es nicht werde. Ich kann nicht die Wahrheit sagen; ich sage einfach, sie ist durchschnittlich“ – er fängt an, darüber nachzudenken, wie er sich zu seinem Vorteil ausdrücken kann. Funktioniert sein Gewissen, wenn er so denkt? Er hat kein Gewissen, und er unterliegt nicht der Wirkung des Gewissens. Menschen ohne Gewissen haben keine Menschlichkeit. Sie sagen, was immer sie sagen wollen, und lügen, wann immer sie lügen wollen. Warum fühlen sie sich beim Lügen nicht schlecht? Weil sie nicht der Wirkung des Gewissens unterliegen. Daher gibt es in ihrem Herzen weder Zurückhaltung durch Gewissen und Vernunft, noch irgendeine zurückhaltende Macht. Letztendlich können sie lügen und ihrem persönlichen Verlangen, zu lügen, gemäß ihrem eigenen Willen nachgeben. Was ist am Ende das Wesen, das solche Menschen äußern? Es ist das Handeln ohne die zurückhaltende Kraft des Gewissens, was bedeutet, dass sie nicht der Wirkung des Gewissens unterliegen. Menschen, die nicht der Wirkung des Gewissens unterliegen, machen Fehler und begehen Böses, ohne sich in ihren Herzen angeklagt oder unwohl zu fühlen. Daher handeln sie stets nach dem Kriterium ihrer eigenen Interessen. Solche Menschen unterliegen keinerlei zurückhaltender Macht und auch nicht der Wirkung des Gewissens – können sie also die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Sie können die Wahrheit nicht praktizieren. Um zu beurteilen, welche Art von Menschlichkeit du hast, musst du hauptsächlich darauf achten, ob deine Worte und Handlungen von Gewissen und Vernunft geleitet werden und ob du die Wahrheit praktizieren, verdorbene Dispositionen ablegen und Errettung erlangen kannst. Wenn dein Gewissen und deine Vernunft noch normal funktionieren, dann bist du eine Person mit Gewissen und Vernunft. Wenn deine Worte und Handlungen nicht von Gewissen und Vernunft zurückgehalten werden und du sogar völlig eigensinnig und skrupellos ohne jegliche Zurückhaltung handeln kannst, dann bist du nicht nur ohne Gewissen und Vernunft, sondern es mangelt dir auch an Menschlichkeit. Wenn alles, was sich in der Menschlichkeit einer Person zeigt, im Grunde in den Bereich eines verabscheuungswürdigen Charakters eingeordnet werden kann, dann besitzt diese Person im Grunde keine Menschlichkeit. Das Kennzeichen fehlender Menschlichkeit ist das Fehlen von Gewissen und Vernunft und das Handeln ohne die Wirkung des Gewissens. Wenn du dieser Person zum Beispiel sagst, man solle sich gewissenhaft und menschlich verhalten, denken sie: „Was ist ein Gewissen wert? Kann man damit Geld verdienen? Kann es einen ernähren?“ Aber bei Menschen mit Gewissen ist es anders. Wenn sie gelegentlich aus Gier etwas Schlechtes tun und anderen Schaden zufügen, werden sie später Selbstvorwürfe und Bedauern empfinden und denken: „Ich habe den Leuten durch meine Handlungen wirklich Unrecht getan. Sind das nicht böse Taten? Wie konnte ich zu dieser Zeit nur so verblendet sein? Warum konnte ich mich nicht zurückhalten? Ich muss einen Weg finden, es wiedergutzumachen.“ Du siehst, sie haben zu der Zeit jemanden betrogen, und obwohl sie einen gewissen Vorteil erlangt haben, fühlen sie sich in ihren Herzen unwohl und hassen sich selbst, wenn sie daran denken: „Wie konnte ich so etwas tun? Ich darf das auf keinen Fall wieder tun. Ich würde lieber in Armut leben oder hungern, als das noch einmal zu tun. So etwas sollte ein Mensch nicht tun – es doch zu tun, würde zu lebenslangem Bedauern führen!“ So etwas einmal zu tun, fühlt sich für sie so ekelhaft an, wie das Verschlucken einer toten Fliege. Also tun sie es nie wieder. Sie empfinden Reue und sind in ihren Herzen beunruhigt. Menschen ohne Menschlichkeit hingegen werden sich den Kopf zerbrechen und sich ganz darauf konzentrieren, andere zu täuschen, sie vollständig und ohne Zurückhaltung zu täuschen; ihr Gewissen klagt sie nicht an, und sie zeigen keine Gnade. Sie schaden anderen furchtbar und fühlen sich sogar glücklich dabei und denken: „Geschieht ihnen recht! Wer hat ihnen gesagt, sie sollen mir in die Hände fallen? Wenn ich sie nicht täusche, wen sollte ich sonst täuschen? Es ist einfach ihr Pech, mir begegnet zu sein!“ Spüren solche Menschen irgendeine Gewissensregung? (Nein.) Egal wie furchtbar sie andere täuschen oder in welchem Ausmaß sie ihnen schaden, sie bieten niemals ein einziges Wort der Entschuldigung an und empfinden keinerlei Schuld oder Reue. Stattdessen fühlen sie sich in ihren Herzen stolz und glücklich. Jedes Mal, wenn sie genießen, was sie durch Täuschung erlangt haben, fühlen sie sich nicht beunruhigt, sondern halten es für völlig gerechtfertigt. Sie denken, sie seien fähig, geschickt und klug. Sie sind der Meinung, ihr damaliges Denken und Handeln sei richtig gewesen und sie hätten durch ihre Täuschung noch mehr bekommen sollen. Sagt Mir, haben solche Menschen Menschlichkeit? (Nein.) Selbst nach einer bösen Tat können sie immer noch so denken und ein solches Verhalten an den Tag legen. Denkst du, solche Menschen können gerettet werden? Werden sie wieder täuschen, wenn sie mit ähnlichen Umständen konfrontiert werden? (Das werden sie.) Sie werden nur geschickter im Täuschen, selbstzufriedener und fühlen sich mit jeder Täuschung zunehmend klüger. Mit jeder Täuschung verfinstert sich ihr Herz, ihre Handlungen werden rücksichtsloser und ihre Methoden grausamer. Solche Menschen können nicht mehr errettet werden. Man kann sagen, dass sie vollständig von Satan gefangen genommen wurden. Sie sind durch und durch böse Menschen, Teufel und Schurken. Wenn du mit solchen Menschen über Gewissen und Menschlichkeit sprichst, werden sie dich verhöhnen und sagen: „Du großer Dummkopf, handelst mit Gewissen und Menschlichkeit – wer wird dir dafür Geld geben? Wirst du nicht einfach arm enden? Schau, wie gut es mir geht, und schau dich nur an – so erbärmlich!“ Sie werden dich verhöhnen und verachten. Solch eine Menschlichkeit ist völlig gewissenlos – das Gewissen solcher Menschen ist gänzlich verloren gegangen; sie sind völlig von Teufeln besessen und zu waschechten lebenden Teufeln geworden. Sprich daher nicht mit solchen Menschen über die Wahrheit – sie können sie nicht annehmen. Sie haben nicht einmal normale Menschlichkeit, wie können sie also die Wahrheit annehmen? Menschen, die die Wahrheit annehmen können, haben eine Grenze, wenn es darum geht, Menschen und Angelegenheiten zu betrachten und sich zu verhalten und zu handeln, besonders wenn es ihre eigenen Interessen betrifft. Was ist diese Grenze? Sie besteht darin, von ihrem Gewissen zurückgehalten und kontrolliert zu werden. Wenn sie von ihrem Gewissen zurückgehalten und kontrolliert werden können, kann man sagen, dass solche Menschen noch ein gewisses Maß an Menschlichkeit und eine Grenze in ihrem Verhalten besitzen. Das bedeutet, dass sie mit einem gewissen Maß an Anstand handeln. Wenn sie im Umgang mit anderen oder bei allem, was sie tun, die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehen oder nicht wissen, wie sie in Übereinstimmung mit der Wahrheit handeln sollen, können sie zumindest die Grenzen des Gewissens einhalten. Mit anderen Worten: Ihr Gewissen hat noch ein Bewusstsein und funktioniert. Wenn ihr Gewissen funktionsfähig ist, dann haben sie die Gelegenheit, die Wahrheit anzunehmen. Ihr Gewissen wird sich in eine positive Richtung entwickeln, und letztendlich werden sich die Teile ihres Charakters, die nicht gut sind, etwas verändern. Während ihr Charakter allmählich eine Verwandlung durchläuft, werden auch ihre verschiedenen verdorbenen Dispositionen Schritt für Schritt abgelegt werden. Ist das jetzt klar? (Ja.)

Die Menschen sollten klar erkennen, wen Gott errettet und welche Teile der Menschen Er errettet und verwandelt. Einerseits sollten sie ein klares Verständnis von sich selbst haben, und andererseits sollten sie auch Urteilsvermögen in Bezug auf die Menschen um sich herum besitzen. Was die Äußerungsformen eines verabscheuungswürdigen Charakters betrifft, so betreffen einige davon die Offenbarungen verdorbener Dispositionen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf Äußerungsformen, die gegen die Wahrheit verstoßen und aufsässig und widerständig gegen Gott sind. In den Augen der Menschen verstoßen solche Handlungen nicht gegen das Gesetz und würden vom Gesetz nicht verurteilt werden, aber Gott verurteilt sie. Diese fallen unter verdorbene Dispositionen. Andere Äußerungsformen eines verabscheuungswürdigen Charakters betreffen nicht nur verdorbene Dispositionen, sondern beziehen sich auch auf das Problem einer bösartigen Menschlichkeitsessenz. Solche Menschen sind fähig, jede Art von schlechter Tat zu begehen, und sie sind durch und durch böse Menschen. Wenn eine Person nur in einem Aspekt Probleme mit ihrem Charakter hat, aber immer noch mit Gewissen und Vernunft spricht und handelt und nur unter besonderen Umständen etwas Böses tut, dann ist sie keine böse Person. Böse Menschen haben keinerlei Gewissen oder Vernunft. Können Menschen ohne Gewissen und Vernunft Gutes tun? Absolut nicht. Können sie die Wahrheit praktizieren? Erst recht nicht. Wenn das Gewissen einer Person funktioniert und eine zurückhaltende Macht besitzt, dann können sich ihr Charakter und ihr Verhalten in gewissem Maße verbessern. Wenn eine Person kein Gewissen hat und es ihr, egal was sie tut, an der Wirkung des Gewissens mangelt, dann werden sich ihr Charakter und ihr Verhalten nicht verbessern. Daher kann die Beurteilung einer Person nicht vollständig auf ihrem Charakter oder ihrer Integrität beruhen; es kommt hauptsächlich darauf an, zu sehen, ob sie Gewissen und Vernunft besitzt und ob ihr Gewissen und ihre Vernunft funktionieren. Wenn sie Gewissen und Vernunft hat und ihr Gewissen und ihre Vernunft wirken können, wenn sie handelt, dann besitzt sie noch grundlegende Menschlichkeit. Wenn ihren Handlungen die Wirkung von Gewissen und Vernunft fehlt, dann besitzt sie keine grundlegende Menschlichkeit – ihnen fehlt jegliche Menschlichkeit. Menschen, die die grundlegende Wirkung des Gewissens und grundlegende Menschlichkeit besitzen, haben die Möglichkeit zur Errettung, während diejenigen, denen es an grundlegender Menschlichkeit mangelt, keine Möglichkeit zur Errettung haben. Was ist der Hauptfaktor dafür, ob jemand Errettung empfangen kann? (Der Hauptfaktor ist, ob er Gewissen und Vernunft in sich trägt.) Das ist richtig. Könnt ihr also beurteilen, ob jemand Gewissen und Vernunft hat? (Wir können es ein wenig beurteilen. Am wichtigsten ist es zu erkennen, ob eine Person bei ihrem Handeln innerlich von Gewissen und Vernunft zurückgehalten wird und ob sie moralische Grenzen hat.) In Bezug auf Glaubenslehre und Theorie wird dies so erklärt – habt ihr konkrete Beispiele? (Beispielsweise verstoßen manche Leute bei der Ausführung ihrer Pflicht gegen Grundsätze und begehen rücksichtslose Missetaten, und die Brüder und Schwestern weisen auf ihre Probleme hin oder stutzen sie zurecht. In solchen Fällen werden diejenigen, die Gewissen und Vernunft haben, proaktiv über sich selbst nachdenken und versuchen, sich selbst zu erkennen. Wenn es ihnen jedoch an Gewissen und Vernunft mangelt, können sie Groll entwickeln oder sogar zum Gegenschlag ausholen und sich rächen.) Das ist ein gutes Beispiel. Wenn Menschen mit Gewissen und Vernunft von anderen dafür kritisiert werden, dass sie etwas falsch gemacht haben, fühlen sie sich beschämt und schuldig. Sie entwickeln Reue in ihren Herzen, und mit der Reue werden sie Äußerungsformen der Buße zeigen und bereit sein, sich zu bessern. Was Menschen ohne Gewissen und Vernunft betrifft, so haben sie, egal wie groß die Missetaten oder Fehler sind, die sie begehen, egal wie viel Verlust sie der Kirchenarbeit verursachen oder wie viel Ärger und Störung sie den Brüdern und Schwestern bereiten, wenn sie kritisiert werden, hundert Gründe, mit denen sie sich rechtfertigen und verteidigen, und weigern sich, ihre Verfehlungen im Geringsten anzuerkennen. Es ist offensichtlich, dass sie der Arbeit Verluste verursachen, aber dennoch empfinden sie in ihren Herzen keine Schuld. Sagt Mir, werden sie Reue empfinden? (Das werden sie nicht.) Sie werden keine Reue empfinden. Können Menschen ohne Reue Buße tun? (Nein.) Sind Menschen, die keine Buße tun können, diejenigen, die die Wahrheit annehmen? (Das sind sie nicht.) Werden sie weiterhin dieselben Dinge tun? (Ja.) Bis wann? (Da es ihnen an einer Gewissensregung mangelt, werden sie es immer weiter tun.) Das ist richtig. Sie werden dies immer weiter tun. Egal, was andere sagen, sie werden nicht zuhören: „So mache ich das eben – ob es euch passt oder nicht! Was hat es mit mir zu tun, wenn die Arbeit der Kirche Verluste erleidet? Alles, was zählt, ist, dass ich selbst keine Verluste erleide.“ Das ist ihre Sichtweise. Gut, das war’s für unseren gemeinschaftlichen Austausch zu diesem Thema. Denkt über das nach, worüber wir Gemeinschaft gehalten haben, bezieht es auf euch selbst und die Dinge und Menschen um euch herum, versteht es allmählich und verwendet diese Worte, um andere, Dinge und euch selbst zu betrachten. Nach und nach werdet ihr ein Verständnis für diese Dinge gewinnen.

Wir haben zuvor über viele spezifische Äußerungsformen Gemeinschaft gehalten, die die Menschlichkeit, angeborene Voraussetzungen und verdorbene Dispositionen betreffen. Heute werden wir den gemeinschaftlichen Austausch über einige spezifische Äußerungsformen fortsetzen, die diese drei Aspekte betreffen. Wir beginnen mit der ersten Äußerungsform: Schäbigkeit. Was bedeutet dieser Begriff? (Er bedeutet, dass jemand nicht souverän, nicht aufrichtig und nicht anständig ist und heimlichtuerisch und verstohlen agiert.) (Er bedeutet, dass das Verhalten und Auftreten einer Person relativ niederträchtig erscheinen.) Relativ niederträchtig – das scheint ein wenig abstrakt. Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, wie sich diese Niederträchtigkeit genau äußert. Gibt es noch mehr? (Schäbigkeit bedeutet, dass das Verhalten und Auftreten einer Person relativ niveaulos sind.) Wie viele Aspekte habt ihr genannt? Heimlichtuerisch und verstohlen, niederträchtig, niveaulos, verachtenswert und schändlich zu sein – sind das nicht die Äußerungsformen? (Doch.) Kann der Begriff der Schäbigkeit dann durch verachtenswert und niveaulos ersetzt werden? (Das kann er.) Unter welchem Aspekt werden diese Äußerungsformen der Schäbigkeit eingeordnet? (Sie gehören zu einem verabscheuungswürdigen Charakter.) Ist dies ein Makel der Menschlichkeit? (Nein.) Diese Äußerungsform ist von ihrer Natur her weitaus ernster als ein Makel der Menschlichkeit, daher kann sie nicht als Makel der Menschlichkeit eingeordnet werden. Schäbigkeit ist eine Äußerungsform eines verabscheuungswürdigen Charakters. Wenn jemand auf eine schäbige Weise handelt, kann man zwar nicht sagen, dass diese Person eine böse Person ist, aber wenn man es von den Äußerungsformen der Schäbigkeit her betrachtet, erweckt sie bei den Menschen immer Abneigung und Ekel. Solche Menschen, die Schäbigkeit zeigen, handeln gewiss auf eine hinterhältige und verstohlene Weise, ohne überhaupt aufrichtig zu sein, verhalten sich auf eine relativ verachtenswerte Art und tun immer verabscheuungswürdige Dinge. Das heißt, sie verwenden beim Handeln verabscheuungswürdige, schamlose und schändliche Methoden, Methoden, die nicht aufrichtig oder offen sind. Die meisten Menschen empfinden Ekel und Abscheu, wenn sie dies sehen. Das zeigt, dass die von ihnen betrachteten Menschen verachtenswert und niedrig sind. Deren hervorstechendstes Merkmal ist, dass sie besonders erbärmlich, verabscheuungswürdig und verachtenswert sind. Was auch immer sie tun oder sagen, sie können nicht aufrichtig und offen sein; sie ziehen immer irgendwelche zwielichtigen Manöver ab und beteiligen sich an irgendwelchen schändlichen Dingen. Zum Beispiel wird der Glaube an Gott allgemein als eine sehr anständige Angelegenheit anerkannt, etwas, das die Menschen verstehen und gutheißen können. Aber wenn diese Menschen an Gott glauben, verhalten sie sich, als hätten sie den falschen Weg eingeschlagen, als sei es etwas Schändliches. Solche Menschen sind verachtenswert und schäbig. Welche Rolle spielen schäbige Menschen normalerweise unter anderen? (Sie sind negative Charaktere, verachtenswerte Menschen.) Sie spielen eine negative Rolle. Welche Merkmale haben solche Menschen? Es mag sein, dass du von ihrem Äußeren her nicht erkennen kannst, dass sie sehr schlecht sind, oder nicht sehen kannst, dass sie bei dem, was sie tun, irgendwelche schlechten Absichten haben. Nach einer gewissen Zeit des Umgangs mit ihnen spürst du jedoch, dass sie immer auf eine Weise sprechen und handeln, die nicht aufrichtig und offen ist. Was sie sagen, klingt nett, aber was sie hinter den Kulissen tun, ist etwas anderes. Du hast immer das Gefühl, dass ihre Absichten nicht richtig sind oder dass sie nicht über die Dinge sprechen, die sie zu tun beabsichtigen, was dich ratlos zurücklässt. Letztendlich entsteht bei dir der Eindruck, dass solche Menschen äußerst unzuverlässig sind, nur verachtenswerte, hinterhältige Dinge tun und immer deine Angelegenheiten ruinieren. Das sind schäbige Menschen. Du wirst nicht sehen, dass diese Menschen offen ihre abweichenden Ansichten äußern oder offen Einwände erheben. Vor anderen sagen sie vielleicht sogar etwas, das nett klingt, wie: „Das können wir nicht tun; wir müssen mit Gewissen handeln.“ Hinter den Kulissen manipulieren sie jedoch die Dinge und stiften einige urteilslose, törichte und unwissende Menschen an, gemäß ihren Absichten zu handeln. Am Ende wird die Angelegenheit, die sie erledigen wollten, erledigt, sie genießen die Ergebnisse dieses Erfolgs, und doch merkt niemand, dass es ihr Werk war. Du siehst, dass sie in Gegenwart anderer nichts sagen oder tun, und doch entwickeln sich die Ereignisse letztendlich in die von ihnen manipulierte Richtung. Aus dieser Perspektive sind solche Menschen auch etwas heimtückisch. Gibt es schäbige Menschen um euch herum? Sind schäbige Menschen für andere im Allgemeinen leicht zu erkennen oder zu durchschauen? (Nein.) Diese Menschen verbergen sich ziemlich tief. Ihr Problem liegt im Charakter; sie haben eine schlechte Menschlichkeitsessenz. Seid ihr schäbigen Menschen begegnet? Seid ihr euch über die Hauptäußerungsformen solcher Menschen im Klaren? (Nicht sehr.) Von nun an müsst ihr darauf achten und beobachten, welche Art von Menschen um euch herum oft verschiedene Äußerungsformen von Schäbigkeit offenbaren. Sind die Äußerungsformen in dieser Hinsicht relativ abstrakt und verborgen? (Ja.) Selbst wenn es solche Menschen um dich herum gibt, wird es für dich nicht leicht sein, sie zu bemerken, weil sie schwer zu erkennen sind. Wenn ihr eines Tages eine solche Person identifiziert, könnt ihr sie beobachten und ihre Äußerungsformen von Anfang bis Ende aufzeichnen, um zu sehen, welche Merkmale und welches Wesen sie wirklich an den Tag legen, und sie dann zusammenfassen. Wir werden hier vorerst das Thema der Äußerungsform der Schäbigkeit beenden.

Die nächste Äußerungsform ist die Unzucht. Schaut zuerst einmal nach Folgendem: Unter welchen Aspekt fällt die Unzucht? (Sie gehört zu einem verabscheuungswürdigen Charakter.) Sie fällt unter einen verabscheuungswürdigen Charakter. Auf welche Art von Problemen bezieht sich die Unzucht dann im Allgemeinen? (Auf Probleme mit dem zwischenmenschlichen Verhalten.) Das ist ziemlich genau – Unzucht beinhaltet im Allgemeinen Probleme im zwischenmenschlichen Verhalten zwischen Männern und Frauen. Gilt die Unzucht also für Männer oder für Frauen? (Sowohl für Männer als auch für Frauen.) Sie gilt nicht nur für ein Geschlecht. Es gibt Männer dieser Art, und es gibt Frauen dieser Art. Daher sind es nicht nur Männer, die unzüchtig sein können. Wenn Frauen Probleme mit dem zwischenmenschlichen Verhalten haben, ist das ebenfalls Unzucht. Was sind also die spezifischen Äußerungsformen der Unzucht? Sich immer gerne unter das andere Geschlecht zu mischen und anzugeben – was für ein Problem ist das? Ist das nicht etwas unzüchtig? (Doch.) Das andere Geschlecht zu sehen, erregt solche Menschen. Je mehr Menschen des anderen Geschlechts anwesend sind, desto erregter werden sie und desto mehr wollen sie angeben. In welchem Maße geben insbesondere manche Menschen an? Die Brust entblößen und den Rücken freilegen, provokante Gesten machen, provokante Worte sagen – sind das nicht Äußerungsformen der Unzucht? (Doch.) Solange Mitglieder des anderen Geschlechts anwesend sind, kleiden sie sich, ungeachtet ihres Alters oder ob sie diese Menschen mögen, extravagant, verführerisch oder charmant, um das andere Geschlecht anzuziehen. Ist das nicht eine Äußerungsform der Unzucht? (Doch.) Das ist die häufigste Äußerungsform. Diese Phänomene sind unter Nichtgläubigen bereits alltäglich geworden und werden als nichts Ungewöhnliches angesehen. Sie betrachten dies nicht als Unzucht, sondern sehen es als sehr normal und anständig an. Sie glauben, beide Geschlechter sollten sich schön kleiden, um sich für das andere Geschlecht anziehend und bewundernswert zu machen und so Interesse bei den Mitglieder des anderen Geschlechts zu wecken. Sind solche Gedanken und Sichtweisen unzüchtige Gedanken und Sichtweisen? (Ja.) Solche Menschen wollen immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts stehen, wollen es immer anziehen und dessen Interesse wecken; ungeachtet ihres Familienstandes oder Alters haben sie immer diese Gedanken und handeln so, und ihr Leben ist von solchem Denken erfüllt – ist das nicht Unzucht? (Doch.) Dies sind einige Äußerungsformen, die die meisten Menschen als relativ akzeptabel empfinden und nicht als übermäßig unzüchtig ansehen – es ist einfach nur der Wunsch, sich gerne vor dem anderen Geschlecht zu präsentieren und anzugeben. Beispielsweise werden die folgenden unzüchtigen Äußerungsformen von den meisten Menschen als tolerierbar empfunden: das Tragen schöner Kleidung, das Auftragen von etwas Parfüm, verführerische Kleidung, provokante Worte und das Zurschaustellen des eigenen Charmes. Eine ernstere Äußerungsform der Unzucht ist, dass solche Menschen, egal in welcher Umgebung sie Mitglieder des anderen Geschlechts sehen, es wagen, zudringlich zu werden und sie zu berühren. Sie nähern sich beiläufig und berühren sie, ohne zu berücksichtigen, ob die andere Person einwilligt, und tun so, als wären sie schon immer miteinander vertraut gewesen. Sie sind besonders geschickt darin, die Gesichtsausdrücke und Reaktionen anderer zu beobachten. Wenn sie sehen, dass jemand nicht abgestoßen und relativ fügsam ist, wagen sie es, beiläufig dessen Kopf oder Rücken zu berühren oder sich sogar nahe neben ihn zu setzen oder, wenn die andere Person keinen Widerstand leistet, dessen Hand zu halten. Manche Frauen setzen sich direkt auf den Schoß von Männern, ohne sich darum zu kümmern, wie andere sich dabei fühlen könnten, wenn sie das sehen. Dies ist über gewöhnliches Angeben hinaus zu etwas Ernsterem fortgeschritten. Ist das nicht unzüchtig? (Doch.) Können die meisten Menschen diese Art von Unzucht akzeptieren? (Sie können sie nicht akzeptieren.) Manche Leute halten das nicht für eine große Sache und sagen sogar: „Das ist keine Unzucht. Dass Männer und Frauen einander Zuneigung zeigen, ist ganz normal. Welchen Sinn hätte das Leben sonst? Männer sollten ihre Freude an Frauen haben und Frauen ihre Freude an Männern – nur dann hat das Leben Reiz.“ Wenn niemand vom anderen Geschlecht ihnen gegenüber solche unzüchtigen Gesten macht, denken sie: „Habe ich etwa keinen Charme? Warum kann ich das andere Geschlecht nicht anziehen?“ Dann sind sie enttäuscht. Wenn solche Menschen auf jemanden treffen, der unzüchtig ist und ihnen Avancen macht, empfinden sie tiefe Befriedigung und innere Freude. Zumindest fühlen sie sich körperlich und geistig befriedigt und denken, dass es ihr Leben lebenswert macht, jemanden zu haben, der an ihnen interessiert ist. Daher können manche Menschen diese Art von Unzucht akzeptieren. Nehmen wir zum Beispiel an, jemand mag eine andere Person und hat Gefühle für sie; wenn diese Person ihn immer ignoriert und kein Interesse an ihm zeigt, fühlt er sich sehr enttäuscht. Aber wenn diese Person ihn gelegentlich berührt, neckt, seine Hand streichelt oder nahe genug sitzt, dass er ihre Körperwärme spüren kann – oder, noch weiter gehend, wenn ein Mann einer Frau gegenüber zudringlich geworden ist, denkt sie: „Ah, das ist schön, er mag mich. Auch wenn wir in dieser Welt nicht als eins verbunden sein können, macht es mein Leben zumindest lebenswert, von ihm so unzüchtig behandelt zu werden!“ Du siehst, manche Menschen akzeptieren diese Art von Unzucht aus tiefstem Herzen, anstatt sie zu verachten. Ihre Haltung hängt davon ab, ob die Person des anderen Geschlechts, die diese Dinge tut, jemand ist, den sie mögen. Wenn sie ihn mögen und sich nicht abgestoßen fühlen oder sich sogar in ihren Herzen nach ihm sehnen, dann verachten sie solche unzüchtigen Menschen oder unzüchtigen Handlungen nicht. Stattdessen können sie sie akzeptieren und in ihren Herzen willkommen heißen und ihnen einen Platz darin einräumen. So akzeptieren manche Menschen innerlich solche unzüchtigen Individuen. Da unzüchtige Menschen nicht gut sind, bedeutet das nicht, dass diejenigen, die ein solches unzüchtiges Verhalten akzeptieren können, ebenfalls unzüchtig sind? (Doch.) Sie sind ebenfalls unzüchtig. Es gibt einige Äußerungsformen, die ernster sind als diese Art von Unzucht – nicht nur ein wenig angeben, nicht nur Blicke austauschen oder einige zärtliche Berührungen, sondern etwas viel Weitergehendes. Die Gedanken dieser Menschen kreisen nur noch um solche unzüchtigen Dinge. Wenn dies der Fall ist, während jemand in einer Beziehung ist, ist es eine normale Äußerungsform. Aber was ist das Wesen dieser Äußerungsform, wenn das Alter und die tatsächlichen Umstände einer Person es nicht zulassen und sie immer noch ausschließlich an solche Dinge denkt, wenn sie Mitglieder des anderen Geschlechts sieht? Es bedeutet, dass sie, wenn sie dem anderen Geschlecht gegenübersteht, immer eine Art von Verlangen und Begierde oder ein Ziel vor Augen hat – es ist nicht so, dass sie nur ein psychologisches Bedürfnis befriedigen will und das war‘s; vielmehr will sie aktiv werden und substanzielle Fortschritte erzielen. In ihrem Herzen jagt sie ständig diesen Dingen nach; neben unzüchtigen Gedanken sucht sie auch aktiv nach Kontakten zu geeigneten Mitgliedern des anderen Geschlechts, um ihren sexuellen Begierden Luft zu machen und sie auszuleben. Ist eine solche Person nicht unzüchtig? (Doch.) Ist diese Art von unzüchtiger Person im Vergleich zu den beiden vorherigen Arten von unzüchtigen Menschen nicht sehr gefährlich und beängstigend? (Doch.) Solche unzüchtigen Menschen können jederzeit zur Tat schreiten – das zeigt bereits, dass sie sehr niederträchtig und unzüchtig sind. Über die Stufen darüber hinaus werden wir nicht weiter sprechen.

Welche dieser drei Arten von Unzucht könnt ihr also akzeptieren? Das heißt, welche vermittelt euch das Gefühl, dass das Verhalten einer Person normal ist, kein großes Problem darstellt und dass ihr diese Person nicht mit großer Abscheu oder Verachtung betrachtet und sie einigermaßen akzeptieren könnt? Welches Maß an Unzucht könnt ihr akzeptieren? (Wir können kein Maß an Unzucht akzeptieren.) Warum könnt ihr kein Maß an Unzucht akzeptieren? (Die Natur der letzten Art von Unzucht ist ziemlich verabscheuungswürdig, und obwohl die erste Art von Unzucht nur das Angeben vor dem anderen Geschlecht beinhaltet, verursacht sie Störungen für die Menschen um sie herum.) Die erste Art von Person hat in ihrem Herzen kein klares Geschlechterbewusstsein. Die meisten Menschen achten auf die Grenzen zwischen Männern und Frauen, wenn sie mit dem anderen Geschlecht interagieren. Insbesondere, wenn es um Frauen geht, die mit Männern interagieren, sollten sie zurückhaltend bleiben und vor Männern einige Grenzen wahren. Einige Frauen genießen jedoch die Interaktion mit dem anderen Geschlecht und sind aufgeregt, wenn sie jemanden sehen, der ihnen gefällt. Sobald sie die Gelegenheit haben, finden sie einen Vorwand, um Kontakt aufzunehmen. Jeder, der absichtlich versucht, mit dem anderen Geschlecht zu interagieren, hat etwas Anormales in seinem Herzen. Obwohl die erste Art von Unzucht keine substanziellen unzüchtigen Handlungsweisen beinhaltet, zu keinen konkreten Ereignissen führt und auch keine sexuellen Übergriffe einschließt, mangelt es diesen Menschen, basierend auf ihren Äußerungsformen, in Bezug auf das zwischenmenschliche Verhalten an klaren Grenzen zwischen Männern und Frauen. Das heißt, in ihren Herzen haben sie keine klaren Grenzen und verstehen nicht, dass normale Menschen Schamgefühl haben und andere nicht dazu bringen sollten, auf sie herabzusehen. Wenn jemand unzüchtige Äußerungsformen zeigt, ohne etwas dabei zu empfinden, ist er keine normale Person und es mangelt ihm zumindest am Gewissen und an der Vernunft normaler Menschen. Unabhängig davon, ob man männlich oder weiblich ist, muss man die Grenzen zwischen den Geschlechtern einhalten, und es muss im Herzen klar sein, dass diese Grenzen nicht überschritten werden können. Gott hat Männer und Frauen mit angeborenen Unterschieden geschaffen; es ist nicht möglich, die Grenze zwischen ihnen zu verwischen. Wenn jemandem immer klare Grenzen zwischen Männern und Frauen fehlen und er ständig vor dem anderen Geschlecht angibt, ist dies nicht nur allgemeine Zügellosigkeit oder mangelnde Zurückhaltung – es beinhaltet ein Problem mit dem zwischenmenschlichen Verhalten. Unabhängig davon, ob die Dinge, die er tut, substantielle Probleme betreffen oder nicht, solange diese Äußerungsformen Probleme mit dem zwischenmenschlichen Verhalten betreffen, sind sie unvereinbar mit dem menschlichen Schamgefühl. Besonders in Angelegenheiten zwischen Männern und Frauen ist eine Person in großer Gefahr, wenn sie keine Scham kennt oder es ihr an Schamgefühl mangelt. Wenn du deinen Charme absichtlich vor dem anderen Geschlecht zur Schau stellen kannst und versuchen kannst, es anzuziehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass du zur nächsten Stufe der Unzucht übergehst. Du magst mit dem Angeben beginnen, aber das kann sich leicht zu Übergriffigkeit entwickeln, und von der Übergriffigkeit kann es sich leicht zu etwas Wesentlicherem entwickeln, das letztendlich für dich außer Kontrolle gerät. Du siehst, unabhängig von der Stufe der Unzucht – solange sie in den Bereich der Unzucht fällt – betrifft sie ein Problem mit dem zwischenmenschlichen Verhalten. Sobald sie ein Problem mit dem zwischenmenschlichen Verhalten betrifft, gibt es keine Unterscheidung zwischen den Schweregraden. Das liegt daran, dass solche Probleme eskalieren können – beginnend mit dem Angeben und einem mangelnden Schamgefühl, können sie leicht zu körperlichem Kontakt, Zuneigung und dann zu gegenseitiger Unzertrennlichkeit fortschreiten. Von da an kann es weiter eskalieren und außer Kontrolle geraten, und für Reue ist es dann zu spät. Sobald das zur Realität wird, ist es schwer, es zu einem angemessenen Ende zu bringen. Unabhängig davon, welche Art von Äußerungsformen der Unzucht du zeigst, solange sie ein Problem mit dem zwischenmenschlichen Verhalten betreffen, befindest du dich also in großer Gefahr, wenn du dich nicht zurückhältst und es dir an Schamgefühl mangelt und wenn dir völlig gleichgültig ist, was andere über dich sagen und wie die Leute dich bewerten oder wie Gott dich ansieht. Was bedeutet es, in großer Gefahr zu sein? Es bedeutet, dass du, ausgehend von gewöhnlichen unzüchtigen Handlungen und Äußerungsformen, sehr leicht degenerieren und in absurde Dinge abgleiten kann, die du ein Leben lang bereuen wirst. Verstehst du das? (Ja.) Wenn du also das Wesen des Problems der Unzucht nicht durchschauen und es nicht rechtzeitig lösen kannst, bist du sehr problematisch. Wenn du solche Äußerungsformen an den Tag legst oder es genießt, solchen Dingen nachzujagen, beweist das, dass es ein ernstes Problem mit deiner Menschlichkeit gibt. Welches Problem? Ein Mangel an Schamgefühl. Das Problem mit dem zwischenmenschlichen Verhalten hängt mit dem Schamgefühl einer Person zusammen. Wenn es dir an Schamgefühl mangelt, dann kennst du keine Grenzen, wenn du solche Dinge tust. Was auch immer du dir ausdenkst, du kannst es in die Tat umsetzen. Deine Gedanken und Begierden lassen sich weder kontrollieren noch begrenzen. Solange die Umgebung geeignet ist, werden deine Gedanken und Begierden die Gelegenheit ergreifen, sich ins Spiel zu bringen; sie werden allmählich anschwellen und einen Punkt des Berstens erreichen. Dies wird zu schrecklichen Konsequenzen führen.

Wenn es in eurem Umfeld solche unzüchtigen Menschen gibt, und deren Problem der Unzucht nicht nur darin besteht, gelegentlich eine einzige provokante Bemerkung zu machen, und sie sich nicht nur gegenüber einigen wenigen bestimmten Personen unzüchtig verhalten, sondern häufig und ohne jegliches Schamgefühl, und wenn ihr Problem ungelöst bleibt, selbst wenn andere sie verachten, ermahnen oder warnen, wobei sie weiterhin unzüchtig sind und ihre Unzucht sogar immer schlimmer wird – dann müsst ihr sie meiden, wenn ihr ihnen begegnet. Warum solltet ihr sie meiden? Weil unzüchtige Menschen keine Scham haben. Haben Menschen ohne Scham irgendeine Zurückhaltung in ihren Handlungen? Können sie sich zurückhalten? (Nein.) Sie können sich nicht zurückhalten, also musst du solche Menschen meiden; vermeide den Umgang mit ihnen so gut du kannst. Wenn die Arbeit es erfordert, dass du Kontakt mit ihnen hast und es nicht vermieden werden kann, dann halte es streng geschäftlich, aber es ist am besten, wenn mehrere andere Personen anwesend sind, wenn du mit ihnen interagierst. Interagiere nicht allein mit ihnen und biete ihnen keine Gelegenheit, die sie ausnutzen könnten. Vermeide es so gut du kannst, allein mit ihnen zu sein, um nicht in Versuchung zu geraten und Satan keine Gelegenheit zu bieten, die er ausnutzen könnte. Unabhängig davon, um welche Art von unzüchtigem Verhalten es sich handelt, solange du erkennst, dass solche Menschen in ihrem zwischenmenschlichen Verhalten keine Scham haben, dass sie mit jedem Mitglied des anderen Geschlechts flirten können und dass sie sogar so unzüchtig sind, dass sie in Anwesenheit vieler Mitglieder des anderen Geschlechts obszöne Witze machen können, wobei sie so sprechen, als sei es vollkommen normal, sodass die Zuhörer erröten, verlegen werden und es nicht ertragen können, zuzuhören, während sie selbst nichts fühlen, sich dessen nicht bewusst sind und es ihnen egal ist – dann müssen solche Menschen gemieden werden. Versteht ihr das? (Ja.) Besonders wenn sie im persönlichen Umgang mit dir besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit zeigen, erst recht tolerant gegenüber deinen Fehlern und Makeln sind und dann oft übergriffig werden oder sich äußerlich wie Gentlemen geben, die kultiviert sind, ihre Worte jedoch immer einen Unterton von Obszönität haben – solche Menschen sind sehr gefährlich, und ihr müsst euch vor ihnen in Acht nehmen. Es gibt auch einige Leute, die selbst bei Angelegenheiten, die eindeutig mit jemandem des gleichen Geschlechts besprochen oder von diesen erfragt werden könnten, oder bei Arbeiten, die mit jemandem des gleichen Geschlechts erledigt werden könnten, dies nicht tun, sondern stattdessen darauf bestehen, eine Person des anderen Geschlechts aufzusuchen. Welches Mitglied des anderen Geschlechts sie auch im Auge haben, sie stellen ihm ständig Fragen, bedrängen es, initiieren unnötige Gespräche und erfinden Dinge, um es zu belästigen, stellen ihm immer nutzlose Fragen, die nicht gestellt werden müssen, und geben sich große Mühe, Gelegenheiten für persönliche Interaktionen mit dieser Person zu schaffen. Der Zweck, nach Gelegenheiten zu suchen, besteht darin, ihre eigenen Begierden zu befriedigen. Unabhängig davon, ob du männlich oder weiblich bist, was solltest du tun, wenn du auf solche Menschen triffst? (Halte dich von ihnen fern.) Du solltest dir einen Weg überlegen, um sie abzuweisen; erkläre ihnen die Dinge mit großer Klarheit. Halte dich nicht einfach schweigend von ihnen fern und denke, das sei genug. Wenn sie dich gelegentlich einmal belästigen, kannst du vielleicht nicht feststellen, ob sie sich unanständig verhalten. Wenn sie dich jedoch wiederholt bedrängen, musst du es ihnen klarmachen. Was solltest du sagen? Du kannst ihnen sagen: „Du hast mich mehr als ein- oder zweimal bedrängt – worauf willst du hinaus? Drück dich klar aus! Haben wir wirklich eine solche Arbeitsbeziehung? Es gibt so viele Leute, die du fragen könntest, und doch bestehst du darauf, mich zu fragen und zu mir zu kommen – stehen wir uns wirklich so nahe? Lass es. Ich bin nicht interessiert, und ich mag es nicht, auf diese Weise mit Leuten Umgang zu haben. Bitte störe mich in Zukunft nicht wieder. Ich habe keinerlei Interesse an dir. Wenn du mich in Zukunft weiterhin so belästigst, werde ich nicht nett sein!“ Welcher Ansatz sollte gegenüber solchen Menschen verfolgt werden? (Halte dich von ihnen fern und weise sie ab.) Wie sollte mit solchen Menschen umgegangen werden, wenn sie trotz wiederholter Ermahnungen unverbesserlich bleiben? Sie sollten dann gemäß den Verwaltungsverordnungen der Kirche behandelt werden, indem man sie isoliert oder entfernt. Einige Individuen sind Jasager, die es nicht wagen, andere zu verletzen, und die innerlich Angst vor dieser Art von unzüchtiger Person haben. Das ist problematisch. Sie können von ihnen nur zum Spielball gemacht werden. Solchen unzüchtigen Menschen muss man mit Ernsthaftigkeit begegnen. Dein Auftreten ihnen gegenüber sollte kälter sein, aber es ist nicht nötig, aufzubrausen – sprich einfach ruhig: „Lass uns diese kindischen Spiele nicht spielen. Ich kann klar sehen, worauf du hinauswillst. Dieses Spiel mit mir zu spielen, wird nicht funktionieren. Ich mag dich nicht, also bitte störe mich nicht wieder! Wenn du mich wiederholt belästigst, habe ich viele Möglichkeiten, mit dir umzugehen!“ Ist das nicht eine Zurückweisung? (Doch.) Werdet ihr in der Lage sein, sie auf diese Weise abzuweisen? (Nachdem wir Gottes Worte gehört haben, ja. Bevor Gott sprach, hätten wir uns nicht getraut, sie so abzuweisen.) Natürlich ist dies nur ein Beispiel. Solche Situationen beschränken sich nicht auf Frauen, die von Männern belästigt werden; sie umfassen auch Männer, die von Frauen belästigt werden. Kurz gesagt: Egal, ob du als Mann oder als Frau belästigt wirst – wenn du klar sehen kannst, dass solche unzüchtigen Menschen sich in Interaktionen, Gesprächen von Herz zu Herz oder Beratungen mit dir nicht normal engagieren, dann kannst du sie abweisen. Im Umgang mit solchen Menschen ist es sehr leicht, ihre Absicht zu spüren, und du solltest auf der Hut sein. Du solltest zu ihnen sagen: „Wir kennen uns nicht gut, also belästige mich besser nicht!“ Wenn sie dich wiederholt belästigen und du dich immer noch zu sehr schämst, sie abzuweisen, weil du befürchtest, ihre Gefühle zu verletzen, und denkst, dass du ihnen gegenüber als Bruder oder Schwester tolerant sein solltest, solltest du die Konsequenzen verstehen, die eine solche Toleranz mit sich bringen kann. Wenn du sie magst und bereit bist, mit ihnen Umgang zu pflegen, liegt das dir frei. Aber ist es nicht töricht, mit einer unzüchtigen Person zu sympathisieren oder sie sogar zu mögen? Wenn sie sich dir gegenüber unzüchtig verhalten kann, kann sie dasselbe auch bei anderen tun. Mit solchen Menschen Umgang zu pflegen, bedeutet, dein eigenes Grab zu schaufeln – den Tod herauszufordern. Daher solltest du solche Menschen direkt abweisen; mach ihnen die Dinge klar und sag ihnen, sie sollen Abstand halten. Ist das nicht sehr einfach? (Doch.) Wirklich unzüchtige Menschen sind diejenigen, denen es in ihrer Menschlichkeit an Scham mangelt. Natürlich können Menschen, ob männlich oder weiblich, gelegentlich einige leicht anormale Äußerungsformen zeigen, wenn sie dem anderen Geschlecht begegnen. Solange es nicht zur Gewohnheit wird, nicht zu Handlungen oder Konsequenzen führt und man es korrigieren kann, wenn man nach einer gewissen Zeit fühlt, dass es unangemessen ist, kann es nicht als Unzucht eingestuft werden. Diese leicht anormalen Äußerungsformen sollten nicht verallgemeinert werden. Unzüchtig zu sein ist eine Äußerungsform des Mangels an Scham in der eigenen Menschlichkeit. Die primäre Äußerungsform solcher Menschen ist ihr schamloses Verhalten im Umgang mit anderen – sie sind zügellos, hemmungslos und besonders ausschweifend. Dies wird als die Äußerungsform der Unzucht in der eigenen Menschlichkeit eingestuft. Wisst ihr jetzt, wie man mit solchen Menschen umgeht und sie behandelt? (Ja.) Das ist alles zu unserer Diskussion über das Thema Unzucht.

Lasst uns über eine weitere Äußerungsform sprechen: Widerwärtigkeit. Was für ein Problem ist das? (Es ist ein Problem des verabscheuungswürdigen Charakters.) Widerwärtigkeit fällt unter den verabscheuungswürdigen Charakter und wird der Menschlichkeit zugeordnet. Ähnelt Widerwärtigkeit etwas der Schäbigkeit? (Ja.) Dies ist auch eine Äußerungsform des verabscheuungswürdigen Charakters. Widerwärtigkeit bedeutet, ohne Einhaltung von Regeln zu handeln, auf hinterhältige Weise, und Dinge nicht nur ohne Grundsätze oder Grenzen des Gewissens und der Moral zu tun, sondern sie auch auf eine Weise zu tun, die besonders verachtenswert und verabscheuungswürdig ist. Was sind die Äußerungsformen von Widerwärtigkeit? Zum Beispiel sieht ein widerwärtiger Mensch, dass jemand ein schönes Auto gekauft hat, das er sich selbst nicht leisten kann. Im Vorbeigehen grüßt er die Person äußerlich und sagt: „Schönes Auto! Du musst reich sein!“ Seine Worte klingen angenehm, aber sobald der Autobesitzer weggeht, spuckt er auf das Auto – pfui. Ist das nicht widerwärtig? (Doch.) Was für ein Verhalten ist Spucken? (Ein widerwärtiges Verhalten.) Das nennt man widerwärtiges Verhalten. Widerwärtigkeit bedeutet, besonders verachtenswert, dreckig und niedrig zu sein – es bedeutet, schändlich zu handeln, was dazu führt, dass andere dich verspotten und verachten, und die Leute spüren lässt, dass dein Charakter niedrig ist und dass du eine Schande bist. Manche Leute sehen zum Beispiel, dass ihr Nachbar einen guten Hund hat, und sind innerlich neidisch: „Seine Familie hat so einen guten Hund. Warum habe ich diesen Hund nicht gekauft?“ Also finden sie einen Weg, den Hund zu töten, und danach sind sie überglücklich. Sie feiern, sobald sie nach Hause kommen, lassen die Korken knallen und halten ein Festmahl, und fühlen sich glücklicher als je zuvor. Sagt Mir, sind solche Menschen schrecklich oder nicht? (Das sind sie.) Das ist Widerwärtigkeit. Solange anderen etwas Gutes widerfährt und sie sich glücklich fühlen, sind solche Menschen unglücklich und denken über Wege nach, es ihnen zu verderben. Wenn sie sehen, dass anderen Unheil widerfährt, freuen sie sich schadenfroh über deren Unglück. Solche Menschen sind sehr widerwärtig.

Die Gedanken widerwärtiger Menschen sind sehr negativ. Inwiefern sind sie negativ? Wenn du zum Beispiel jemandem etwas gibst, sollte er unter normalen Umständen dankbar sein und sagen: „Diese Sache ist ziemlich gut. Du hast sie früher wirklich gemocht, aber jetzt brauchst du sie nicht mehr. Du hast sie niemand anderem gegeben, sondern sofort mir – wir sind wirklich Freunde!“ Jeder, der Gewissen und Vernunft besitzt, würde so denken; er würde diese Angelegenheit positiv sehen. Aber das Denken widerwärtiger Menschen ist verdreht. Sie würden zu sich selbst sagen: „Du hast mir das nur gegeben, weil du es nicht mehr brauchst. Wenn du es noch bräuchtest, hättest du es mir dann gegeben? Du behältst die guten Dinge für dich und gibst mir die schlechten – wer will das schon! Speist du mich ab wie einen Bettler? Denkst du, ich wüsste nicht, was gut ist? Du hast es mir nur gegeben, weil du es nicht mehr brauchst, und du erwartest auch noch, dass ich dankbar bin. Hältst du mich für einen Idioten?“ Siehst du, über eine so einfache Angelegenheit denken sie auf eine so verachtenswerte, dreckige und niedrige Weise. Ihnen etwas zu geben, bringt dir am Ende nur Ärger ein. Warum verursacht es Ärger? Weil die Person, der du es gegeben hast, ein widerwärtiger Mensch ist – jemand mit verachtenswerten, dreckigen und verabscheuungswürdigen Gedanken. Er denkt über jeden negativ. Wenn er jemanden betrachten, betrachtet er ihn weder auf der Grundlage von Grundsätzen, noch auf der Grundlage des Charakters dieser Person oder der Grundsätze ihres Verhaltens, die er aus vielen Jahren des Umgangs mit ihr kennt. Stattdessen betrachtet er andere auf der Grundlage ihrer eigenen extremen, starrsinnigen Gedanken und Ansichten. Solche Menschen sind sehr widerwärtig. Wenn du keinen Umgang mit ihnen pflegst oder ihnen nichts gibst, bleiben die Dinge friedlich. Aber wenn du wirklich Umgang mit ihnen pflegst und ihnen hilfst, wirst du am Ende oft von ihnen beurteilt und kritisiert. Wenn sie sehen, dass du etwas Gutes benutzt, wollen sie es immer haben. Wenn du es ihnen nicht gibst, denken sie, du seist geizig und knauserig. Solche Menschen sind sehr lästig, und es ist sehr schwierig, mit ihnen auszukommen. Sie sagen vielleicht nichts direkt, aber tief im Inneren, im Geheimen, konkurrieren sie immer mit dir und entwickeln in ihren Herzen unvorteilhafte Gedanken über dich. Im Klartext: Solche Menschen haben ein garstiges Herz und garstige Gedanken. Ich denke, das Wort „garstig“ ist ziemlich passend, um die Gedanken und das Herz eines Menschen als schmutzig zu beschreiben – es bedeutet, dass er nicht rein, nicht positiv und nicht gütig ist. Ganz gleich, wie positiv etwas ist: Sobald er davon spricht, verwandelt es sich in etwas Negatives. Ganz gleich, wie viele gute Dinge du für ihn tust, er weiß es nicht nur nicht zu schätzen, sondern er setzt dich auch herab und unterstellt dir böse Absichten. Wenn du ihm einen Vorteil verschaffst, wird er sich fragen, ob du versuchst, ihn auszunutzen. Wenn du dich ihm gegenüber lauwarm verhältst, wird er denken, dass du auf die Armen herabsiehst, weil du wohlhabend und mächtig bist. Er wird das Gefühl haben, dass es dir an menschlicher Wärme fehlt, dass du nicht weißt, wie man mit Menschen auskommt, und dass du unfähig bist, Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen. Wenn du dich von ihm distanzierst, wird das auch nicht funktionieren – er wird immer noch etwas dazu zu sagen haben. Solche Menschen sind sehr lästig. Ganz gleich, wie du Umgang mit ihnen pflegst, du kannst sie nie zufriedenstellen. Du weißt nicht, was sie denken werden, und du weißt nicht, welcher Ärger aus den Dingen entstehen wird, die du mit guten Absichten tust. Also gibt es nur einen Weg, mit solchen Menschen umzugehen – halte dich fern und lass dich nicht auf sie ein. Wähle keine solchen Menschen, wenn du Freundschaften schließt, denn sie sind zu widerwärtig; der Umgang mit ihnen wird dir großen Ärger und großen Kummer bereiten, und all dieser Kummer und Ärger ist völlig unnötig. Besitzen widerwärtige Menschen Rationalität? (Nein.) Was bedeutet es, zu sagen, dass sie keine Rationalität besitzen? (Sie haben kein Gewissen und keine Vernunft und keine moralischen Grenzen.) Was sind die Details? (Sie denken nicht wie normale Menschen.) Nicht wie normale Menschen zu denken, ist ein Aspekt. Sagt Mir, haben solche Menschen irgendein Schamgefühl? (Nein.) Sie haben kein Schamgefühl, sie haben nicht das Denken einer normalen Menschlichkeit und sie bringen nur verdrehte und absurde und abwegige Argumente vor. Ihr Denken zielt darauf ab, ihre eigenen Interessen zu schützen – sie ist durch und durch verdreht. Wenn du ihnen etwas gibst, werfen sie dir vor, du würdest auf sie herabsehen und ihnen nur Dinge geben, die du nicht brauchst. Wenn du ihnen nichts gibst, dann sagen sie, du seist zu knauserig. Ist ein solches Denken nicht verdreht? (Doch.) Sie können Dinge einfach nicht korrekt begreifen und denken auf eine sehr negative Weise – das ist verdrehtes Denken. Nichtgläubige sagen oft, dass Menschen sich vernünftig verhalten müssen – wenn jemand unvernünftig ist und nur verdrehte Argumente vorbringt, dann taugt er nichts. Wenn dir jemand etwas gibt, zeigt das Wertschätzung; wenn er dir nichts gibt, ist das auch rechtmäßig – er kann seinen eigenen Besitz geben, wem er will. Wenn du immer noch etwas auszusetzen hast, wenn er es dir gibt, ihn aber knauserig nennst, wenn er es nicht tut, ist das dann nicht jenseits aller Vernunft? Sind Menschen, die sich auf ein solches verdrehtes Denken einlassen, nicht widerwärtig? (Doch.) Sie sind extrem widerwärtig! Widerwärtige Menschen sind für Vernunft unempfänglich, sodass man mit keiner Argumentation zu ihnen durchdringt. Gemäß Gewissen und Vernunft oder auf der Grundlage der Wahrheitsgrundsätze zu handeln, ergibt für sie einfach keinen Sinn. Widerwärtigkeit ähnelt etwas der Schäbigkeit, nicht wahr? (Ja.) Manche Leute geben beispielsweise Geld aus, um etwas zu kaufen, und haben immer das Gefühl, dass es den Preis nicht wert ist, so, als hätten sie einen Verlust erlitten. Dann grübeln sie: „Du hast mich ausgenutzt, also muss ich einen Weg finden, dich einen Verlust erleiden zu lassen – erst dann werde ich mich innerlich ausgeglichen fühlen.“ Menschen wie diese, die verachtenswert und widerwärtig sind, grübeln immer darüber nach, wie sie andere ausnutzen können. Wenn sie das Gefühl haben, einen Verlust erlitten zu haben, machen sie es anderen schwer; sie wollen immer sicherstellen, dass sie nicht zu kurz kommen, und erst dann fühlen sie sich zufrieden. Wenn sie jemand anderen ausnutzen, feiern sie und sind so glücklich, dass sie lachend aus ihren Träumen erwachen. Wie viel Geld du für etwas ausgibst, ist deine eigene Entscheidung – niemand hat dich gezwungen, dein Geld auszugeben. Da du es freiwillig gekauft hast, warum bist du immer noch nachtragend und versuchst immer noch, andere auszunutzen und einen Verlust zu vermeiden? Sind solche Menschen nicht sehr widerwärtig? (Doch.) Wenn sie in den Supermarkt gehen, um Lebensmittel zu kaufen, und das Gefühl haben, dass diese zu teuer sind, nehmen sie ein paar Plastiktüten mehr mit nach Hause, um keinen Verlust zu erleiden. Wenn es zufällig Neujahr oder an ein Feiertag ist und der Supermarkt Kalender verschenkt, müssen sie noch einige mehr mitnehmen, und erst dann fühlen sie sich zufrieden. Wenn sie andere ausnutzen, sind sie entzückt und gehen sogar herum und geben damit an, wie fähig und geschickt sie sind. Sagt Mir, welche Denkweise haben solche Menschen? Egal worum es geht, sie messen die Dinge immer daran, ob sie einen Vorteil daraus ziehen und vermeiden können, einen Verlust zu erleiden. Allein schon diese Denkweise und diese Ansichten sind sehr widerwärtig und verachtenswert. Natürlich gibt es dabei auch eine herrische sowie eine böse Seite. Solche Menschen sind schwierig im Umgang und pingelig. Bei solchen Menschen zeigen sich viele Makel der Menschlichkeit – ihre Denkweisen entsprechen aus der Perspektive der Menschlichkeit überhaupt nicht dem gesunden Menschenverstand oder irgendwelchen Verhaltensregeln und fallen unter die moralische Grundlinie einer normalen Menschlichkeit; natürlich entsprechen sie auch nicht dem Gewissen und der Vernunft der Menschlichkeit. Sie sind sehr verzerrt, sehr verachtenswert und auch sehr herrisch. Sieht man solche Menschen nicht oft in Menschengruppen? (Doch.) Widerwärtige Menschen haben einen verabscheuungswürdigen Charakter und sind sehr schwierig im Umgang. Sobald etwas ihre Interessen betrifft, seien es materielle Interessen oder ihr Stolz und Status, wird ihr Verhalten in dieser Hinsicht offenbart; es wird sich besonders deutlich zeigen. Sie werden anfangen, verdrehte und absurde und abwegige Argumente vorzubringen und für Vernunft völlig unempfänglich werden. Gut, das war’s mit unserer Diskussion über widerwärtige Menschen.

Eine weitere Äußerungsform ist Selbstsucht. Ist Selbstsucht gut? (Nein.) Dann sagt Mir zuerst: Ist Selbstsucht angeboren? (Nein.) Selbstsucht ist nicht angeboren; also was für ein Problem ist sie dann? (Ein Makel der Menschlichkeit.) (Ich denke, sie ist ein Charakterproblem.) Selbstsucht sollte je nach Situation kategorisiert werden. Manche Fälle von Selbstsucht sind Äußerungsformen des menschlichen Instinkts; sie sind eine Art menschlicher Instinkt, ein Recht, das die Menschen haben sollten, das Recht, die eigenen Interessen zu schützen. Wenn Selbstsucht eine Äußerungsform des menschlichen Instinkts ist, dann ist sie etwas, das Menschen besitzen sollten. Diese Art von Selbstsucht ist eine Äußerungsform des Schutzes der eigenen Menschenrechte und des Schutzes der eigenen legitimen Rechte und Interessen. Diese Art von Selbstsucht ist gerechtfertigt; sie ist kein Makel der Menschlichkeit. Es gibt jedoch eine andere Art von Äußerungsform, die schwerwiegender ist als diese Art von Selbstsucht – sie beinhaltet die Schädigung der Interessen anderer, und dies ist ein Makel der Menschlichkeit; es hat sich zu einem Charakterproblem ausgeweitet. Diese Probleme müssen klar erkannt werden: welche Äußerungsformen von Selbstsucht gerechtfertigt sind, welche Äußerungsformen von Selbstsucht einen Makel der Menschlichkeit darstellen und welche Äußerungsformen von Selbstsucht ein Charakterproblem betreffen. Wer diese Probleme klar sehen kann, weiß, wie er im Einklang mit den Grundsätzen praktizieren kann. Zum Beispiel wollen Menschen sich gut um ihr eigenes Leben kümmern, ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen vollständig erfüllen und sich selbst gut verwalten, ohne sich um andere zu kümmern, sich einfach gut verwalten, ohne die Interessen anderer zu beeinträchtigen – aus der Perspektive der Menschlichkeit ist dies auch eine Art von Selbstsucht, nicht wahr? Aus einer anderen Perspektive betrachtet ist dies jedoch auch eine instinktive Reaktion, die Menschen an den Tag legen. Natürlich ist es auch ein den Menschen von Gott gegebenes innewohnendes Recht – das heißt, du hast das Recht, dich zuerst um dich selbst zu kümmern, ohne dich mit anderen zu beschäftigen. Indem du dein eigenes menschliches Leben aufrechterhältst, sicherst du dein eigenes Überleben. Das ist gerechtfertigt. Natürlich ist es aus der Perspektive der Menschlichkeit auch eine Äußerungsform von Selbstsucht, sich nur um sich selbst zu kümmern und sich nicht um andere zu sorgen. Diese Art von Selbstsucht ist jedoch eine normale Äußerungsform der Menschlichkeit und ist gerechtfertigt. Obwohl sie aus menschlicher Perspektive als Makel der Menschlichkeit angesehen wird, ist sie in Wirklichkeit kein Makel der Menschlichkeit. Sich nur um sich selbst zu kümmern – gut genährt und warm angezogen zu sein, seine Arbeit gut zu machen, seine Verpflichtungen zu erfüllen, und das ist alles –, ohne sich um andere kümmern zu können oder zu wollen, ist ein Recht, das du hast, und es ist auch ein Instinkt, der dir von Gott gegeben wurde. Aus der Perspektive der angeborenen Voraussetzungen gilt: Wenn eine Person nicht einmal weiß, wie sie für sich selbst sorgen soll, wenn ihr dieser angeborene Instinkt fehlt, dann entspricht sie nicht dem Maßstab eines Erwachsenen. Diese Art von Selbstsucht ist eine instinktive Reaktion, die Menschen haben. Obwohl sie sich nur um sich selbst kümmern, nur ihre eigenen Rechte und Interessen schützen, nur nach ihren eigenen Grundbedürfnissen für das Leben sowie nach Angelegenheiten in ihrem eigenen Lebens- und Arbeitsbereich sehen, wird diese Art von Selbstsucht dennoch nicht verurteilt, solange diese Menschen die Interessen anderer nicht verletzen. Die Art von Selbstsucht, die wirklich das Niveau eines verabscheuungswürdigen Charakters erreicht, geht über das bloße Kümmern um sich selbst hinaus und beinhaltet auch das Eingreifen in oder die Schädigung der Interessen und Rechte anderer und die Verletzung der Menschenrechte anderer. Dies ist wahre Selbstsucht und ein Problem des verabscheuungswürdigen Charakters. Wenn du, um deine eigenen Interessen, deinen Ruf, deinen Status und deinen Stolz zu schützen, vor nichts zurückschreckst, um die Interessen anderer an dich zu reißen oder sie gewaltsam an dich zu nehmen – indem du die Interessen anderer als deine eigenen betrachtest, nur dich selbst und nicht andere berücksichtigst, anderen sogar keinen Weg zum Überleben lässt –, deutet diese Art von Selbstsucht auf einen verabscheuungswürdigen Charakter hin. Zum Beispiel fühlst du dich nachts, wenn alle anderen schlafen, aufgedreht und kannst nicht schlafen, also willst du ein Lied singen. Während du dich hinreißen lässt, fängst du an, laut zu singen, legst sogar Musik auf und tanzt beim Singen. Deine eigene Stimmung verbessert sich und du fühlst dich glücklich, aber du weckst alle anderen auf und raubst ihnen den Schlaf. Wie nennt man das? (Selbstsucht.) Diese Art von Verhalten nennt man Selbstsucht. Deutet dieses Verhalten auf einen verabscheuungswürdigen Charakter hin? (Ja.) Warum deutet dieses Verhalten auf einen verabscheuungswürdigen Charakter hin? (Weil solche Menschen keine Rücksicht auf andere nehmen und die Ruhe der anderen beeinträchtigen.) Um dich selbst glücklich zu machen, zögerst du nicht, die Ruhe und den Schlag anderer zu opfern, und zwingst alle, bei deinem Singen und Feiern mitzumachen. Um deine eigenen Ziele zu erreichen und deine eigenen Interessen zu schützen, beeinträchtigst du die Interessen und Rechte anderer. Das heißt, die Voraussetzung für den Schutz deiner eigenen Interessen ist das Opfern der Interessen und Rechte anderer Menschen. Diese Art von Äußerungsform nennt man Selbstsucht. Der Grund, warum diese Art von Selbstsucht auf einen verachtenswerten, verabscheuungswürdigen Charakter hindeutet, ist, dass diese Art von Verhalten die Interessen anderer schädigt. Du verwendest unangemessene Mittel, um deine eigenen Interessen zu schützen, während du die Interessen anderer schädigst und untergräbst – das nennt man Selbstsucht. Wenn zum Beispiel alle zusammen essen, kümmern sich manche Leute nur darum, ob sie Fleisch bekommen, und essen sogar die Fleischportionen anderer mit. Sind solche Leute, die mehr Fleisch essen, selbstsüchtig? (Ja.) Sie verhalten sich unangemessen, berücksichtigen nur sich selbst und missachten andere – das nennt man Selbstsucht. Warum wird diese Situation Selbstsucht genannt? Warum wird sie als Ausdruck eines verabscheuungswürdigen Charakters angesehen? Weil diese Menschen, um ihre eigenen Interessen zu schützen, in die Interessen anderer eingreifen, den Besitz anderer an sich reißen und ihn als ihren eigenen betrachten. Das nennt man Selbstsucht, und diese Art von Selbstsucht deutet auf eine verachtenswerte Menschlichkeit und einen verabscheuungswürdigen Charakter hin. Wenn du also deine eigenen Rechte und Interessen schützt, indem du in die Interessen anderer eingreifst und sie schädigst, dann bist du ein selbstsüchtiger Mensch, ein Mensch mit verabscheuungswürdigem Charakter. Man kann auch sagen, dass du ein Mensch mit schlechter Menschlichkeit bist. Wenn du jedoch die Interessen anderer nicht geschädigt hast, die Beziehungen anderer nicht zerstört oder beschädigt hast und dich nur um dich selbst gekümmert hast, ohne dich um andere zu sorgen, dann ist diese Art von Selbstsucht immer noch einigermaßen gerechtfertigt. Man kann höchstens sagen, dass du nicht sehr gütig bist und dass du kleinlich und egozentrisch bist, aber du bist kein schlechter Mensch; dies erreicht nicht das Niveau eines verabscheuungswürdigen Charakters. Gibt es einen Unterschied in der Natur dieser beiden Arten von Selbstsucht? (Ja.) Indem man den Charakter von Menschen anhand ihres Grades an Selbstsucht und dem Wesen ihres Handelns beurteilt, kann man sehen, dass der Charakter der Menschen unterschiedlich ist – es gibt Unterschiede.

Manche Menschen kümmern sich nie um die Angelegenheiten anderer Leute und konzentrieren sich nur auf ihre eigenen Angelegenheiten. Solche Menschen mögen nicht sehr warmherzig, nicht sehr freundlich und in ihren Interaktionen mit anderen nicht sehr herzlich erscheinen. Sie verursachen jedoch nie Störungen, erfinden nie Lügen oder Gerüchte über andere und greifen nie in den Besitz anderer ein oder reißen ihn an sich. Natürlich verschenken sie auch nie etwas von ihrem eigenen Besitz an andere. Sie mögen sehr geizig und sehr knauserig erscheinen, aber sie schädigen nie die Interessen anderer und verhalten sich sehr grundsatztreu. Solche Menschen haben eine Grundlinie, die lautet: „Ich nutze dich nicht aus, und du solltest nicht daran denken, mich auszunutzen. Ich beute dich nie aus, und du solltest nicht daran denken, mich auszubeuten.“ Sie sind sehr grundsatztreu. Obwohl solche Menschen anderen gegenüber gleichgültig sind, nicht darauf erpicht sind, anderen zu helfen, nicht mit anderen interagieren und anderen nicht viel Freundlichkeit oder Begeisterung zeigen, schaden sie anderen nie. Selbst wenn sie viel von etwas haben, geben sie nichts davon an andere weiter. Wenn sie andere mit guten Dingen sehen, mögen sie manchmal neidisch oder eifersüchtig sein, aber sie haben nicht die Absicht, diese Dinge gierig an sich zu nehmen; sie nutzen andere auch nicht heimlich aus oder greifen zu ihrem eigenen Vorteil in die Interessen anderer ein. Wenn man nach den oben genannten Punkten urteilt, sind sie nicht böse. Bedeutet das also, dass ihre Menschlichkeit gut ist? Ob ihre Menschlichkeit gut ist oder nicht, hängt von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft, ihrer Haltung zur Annahme der Wahrheit und ihrer Haltung gegenüber positiven Dingen ab – das ist eine andere Sache. Zumindest aber lassen ihre Haltung und ihre Art im Umgang mit anderen darauf schließen, dass sie anderen gegenüber nicht böswillig sind. Oberflächlich betrachtet scheinen sie sehr selbstsüchtig zu sein, kümmern sich nur um sich selbst, leben in ihrer eigenen kleinen Welt und kümmern sich nicht um die Angelegenheiten anderer. Sie schädigen jedoch nie die Interessen anderer, sodass ihr Charakter immer noch annehmbar ist. Das heißt, wenn du mit ihnen interagierst oder materielle oder soziale Kontakte mit ihnen pflegst, werden sie zumindest deine Interessen nicht schädigen. Wenn du sie um Rat fragst oder darum bittest, einige Ideen zu liefern, werden sie dir helfen, aber wenn du nicht fragst, werden sie nicht die Initiative ergreifen, zu helfen. Nach dieser Äußerungsform zu urteilen, mögen solche Menschen recht unnahbar erscheinen, aber nach der Tatsache zu urteilen, dass sie andere nie ausnutzen und nie die Interessen anderer schädigen, haben sie immer noch Menschlichkeit und sind relativ anständig. Ist diese Betrachtungsweise zutreffend und objektiv? (Ja.) Daher sind nicht alle selbstsüchtigen Menschen böse Menschen oder Menschen mit schlechtem Charakter. Du musst auch darauf achten, ob ihre Selbstsucht so weit geht, dass sie die Interessen anderer schädigen oder den Besitz anderer an sich reißen, sowie darauf, was ihre Grundsätze für das Verhalten und den Umgang mit der Welt sind, was das Wesen ihres Charakters ist und ob sie Grenzen und Grundsätze in ihrem Verhalten haben. Manche Menschen scheinen oberflächlich betrachtet sehr großzügig und warmherzig im Umgang mit anderen zu sein. Sie geben anderen Dinge, helfen ihnen und tun Dinge für sie. Wenn du bei etwas Hilfe brauchst, packen sie mit an, ohne dass du überhaupt fragen musst, sobald sie es bemerken. Nach diesen Äußerungsformen zu urteilen, scheinen sie ziemlich gütig zu sein. Wenn du sie jedoch beleidigst oder unbeabsichtigt etwas tust, das ihre Interessen schädigt, werden sie sich weigern, es auf sich beruhen zu lassen, werden Groll hegen, alte Rechnungen begleichen und nicht ruhen, bis sie dich vernichtet haben. Das sind böse Menschen – in ihrer Menschlichkeit sind sie weit schlimmer als diejenigen, die äußerlich selbstsüchtig erscheinen. Versteht ihr? (Ja.) Welcher dieser beiden Typen ist unter den Menschen häufiger anzutreffen? Welchen Typ bevorzugt ihr? Die meisten Menschen mögen keine gleichgültigen und selbstsüchtigen Menschen. Wenn du in Schwierigkeiten bist, ergreifen manche Menschen die Initiative und helfen dir. Selbst wenn du nicht fragst, werden sie trotzdem schauen, ob du Unterstützung brauchst. Wenn ja, helfen sie. Solche Menschen lieben ihre Mitmenschen und neigen dazu, anderen Dinge zu geben und ihnen zu helfen. Andere wiederum werden nicht die Initiative zum Helfen ergreifen, wenn sie sehen, dass du in Schwierigkeiten bist, aber solange du den Mund aufmachst und sie darum bittest, werden sie trotzdem helfen. Obwohl solche Menschen etwas passiv sind, sind sie dennoch nicht schlecht und können als gute Menschen angesehen werden. Es gibt noch einen anderen Typ Mensch – ganz gleich, wie groß die Schwierigkeit ist, der du gegenüberstehst, er hilft nicht helfen. Selbst wenn du ihn fragst, wird er Ausreden und Gründe finden, um abzulehnen. Diese Art von Mensch ist am selbstsüchtigsten. Manche Leute sagen oft nach außen hin: „Wenn du Hilfe brauchst, sag mir einfach Bescheid.“ Wenn gerade nichts los ist, scheinen sie besonders warmherzig, proaktiv und positiv zu sein. Aber wenn du sie tatsächlich um Hilfe bei etwas bittest, werden sie, nachdem sie geholfen haben, anfangen, auf eine Gegenleistung anzuspielen, und Dinge sagen wie: „Ich habe so viel Geld ausgegeben, um meinem Chef für diese Angelegenheit Geschenke zu machen.“ Du siehst, oberflächlich betrachtet scheinen sie ziemlich warmherzig zu sein und bieten an, Dienste zu erbringen und Dinge für dich zu tun, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Aber nachdem sie geholfen haben, wirst du diesen persönlichen Gefallen nie vollständig zurückzahlen können. Wie hinterlistig solche Menschen sind! Solltest du Umgang mit solchen Menschen pflegen? (Nein.) Ich pflege einfach keinen Umgang mit solchen Menschen. Sie sind schmeichelhaft und zeigen besondere Wärme und Rücksichtnahme. Sie sagen dir nette Dinge ins Gesicht, tun aber hinter deinem Rücken schlechte Dinge. Sie haben überhaupt keine Grundsätze in dem, was sie tun; sie sind nur lächelnde Tiger, die hinter ihrem Lächeln Dolche verbergen. Wenn gerade nichts los ist, lachen und scherzen sie immer mit dir herum und tun so, als stündet ihr euch ziemlich nah. Aber wenn du wirklich ihre Hilfe brauchst, sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Selbst bei Dingen, die ihnen leichtfallen, werden sie Gründe und Ausreden finden, um sich zu drücken. Selbst wenn es etwas ist, das wenig Aufwand erfordert, bitten sie dich trotzdem um persönliche Gefallen. Wenn sie etwas für dich tun, werden sie sich alle möglichen Wege ausdenken, um dich dazu zu bringen, eine Gegenleistung für sie zu erbringen. Du wirst diesen persönlichen Gefallen nie vollständig zurückzahlen können. Andererseits haben diejenigen, die äußerlich ziemlich kalt und selbstsüchtig erscheinen, oft Grenzen in ihrem Verhalten und sind sehr gewissenhaft in ihren Handlungen. Obwohl sie sich dir gegenüber lauwarm verhalten mögen, werden sie nie gegen dich intrigieren. Wenn du sie wirklich bittest, dir bei etwas zu helfen, werden sie es sicherlich mit großer Ernsthaftigkeit tun. Wenn du es ihnen danach mit einem kleinen persönlichen Gefallen oder etwas Materiellem zurückzahlst, werden sie angemessen damit umgehen. Wenn du ihnen jedoch nichts gibst, werden sie dich weder um etwas bitten, noch werden sie immer wieder um Gefallen oder Rückzahlung bitten. Solche Menschen sind aufrichtig; sie sind innerlich so, wie sie nach außen hin wirken. Oftmals mag jedoch niemand solche Menschen, da sie als selbstsüchtig, schwierig im Umgang, kalt und gefühllos gelten und niemand Kontakt zu ihnen wünscht. In Wirklichkeit besitzen einige dieser Menschen eine anständige Menschlichkeit. Schaut euch um und seht, wer zu dieser Art von Mensch gehört. Obwohl sie nicht wortgewandt sind, ihre Persönlichkeit eher kalt ist und es ihnen äußerlich an menschlicher Wärme zu fehlen scheint und sie nicht wissen, wie man sich auf andere einlässt oder Gespräche mit ihnen beginnt, sind sie in ihrem Verhalten recht grundsatztreu. Obwohl sie vielleicht nicht sehr gütig sind, gibt es keine Böswilligkeit in ihren Herzen; zumindest haben sie keine bösen Absichten gegenüber den meisten Menschen. Was sie äußerlich zu sein scheinen entspricht genau ihrem Inneren. Sie wenden keine Taktiken oder Philosophien für weltliche Belange an, um Menschen für sich zu gewinnen. Solche Menschen sind einfach. Ist das der Fall? (Ja.) Hast du also jetzt nicht eine Grundlage, auf der du korrekt mit selbstsüchtigen Menschen umgehen solltest? Auf welcher Grundlage solltest du mit ihnen umgehen? Es kann weder auf deinen Gefühlen oder Vorlieben beruhen, noch darauf, ob du diese Menschen magst oder nicht, ob du mit ihnen auskommst, ob sie hilfreich oder nützlich für dich sind oder wie ihre Haltung dir gegenüber ist – es kann nicht darauf beruhen. Stattdessen sollte es auf ihrem Charakter, ihrer Menschlichkeitsessenz und ihrer Haltung gegenüber Menschen, gegenüber der Wahrheit und gegenüber positiven Dingen beruhen. Du solltest mit selbstsüchtigen Menschen auf Grundlage dieser umgehen. Wenn sie wirklich böse Menschen sind, dann geh entsprechend mit ihnen um. Wenn sie äußerlich selbstsüchtig erscheinen, aber ihre Menschlichkeit nicht böse ist, dann solltest du sie nicht als böse Menschen oder Menschen mit schlechter Menschlichkeit behandeln. Selbst wenn du diese Menschen nicht magst oder wenn sie nicht gut darin sind, Umgang mit anderen zu pflegen oder Beziehungen aufrechtzuerhalten, kannst du sie nicht als böse Menschen oder als Menschen ohne Menschlichkeit betrachten, nur weil sie äußerlich selbstsüchtig erscheinen. Das wäre ein Vorurteil gegenüber diesen Menschen. Hast du jetzt also nicht einen Grundsatz dafür, wie man selbstsüchtige Menschen behandelt? Es kann nicht verallgemeinert werden; vielmehr sollte es auf ihrer Menschlichkeitsessenz und ihrer Haltung gegenüber der Wahrheit und ihrer Pflicht sowie auf der Haltung beruhen, mit der sie sich verhalten – dies ist der Grundsatz, nach dem du sie behandeln solltest. Das war alles zu unserer Gemeinschaft über das Thema der Selbstsucht.

Die nächste Äußerungsform ist, große Töne zu spucken und nichts Reales zu tun. Lasst uns zuerst besprechen, um welche Art von Problem es sich dabei handelt. Solche Menschen genießen es, über hochtrabende Glaubenslehren zu sprechen und große Töne zu spucken. Bei Versammlungen diskutieren sie oft über ihre eigenen Bestrebungen und ihre Entschlossenheit, ihr eigenes Verständnis und ihre Pläne für die Arbeit. Aber wenn es an der Zeit ist, etwas Reales zu tun, können sie keine Energie aufbringen. Was für ein Problem haben solche Menschen? Ist es ein Problem der angeborenen Voraussetzungen, der Menschlichkeit oder der verdorbenen Dispositionen? (Ich denke, es fällt unter verdorbene Dispositionen.) Fällt es unter verdorbene Dispositionen? Hier sind zwei Probleme im Spiel, nicht wahr? Eines ist ein Makel der Menschlichkeit – solche Menschen sind nicht bereit, irgendetwas Reales zu tun, weil sie das Gefühl haben, dass es von ihnen verlangt, sich Sorgen zu machen, Härten zu ertragen, einen Preis zu zahlen und Energie aufzuwenden. Schwingt hier nicht ein Hauch von Faulheit mit? Ist Faulheit ein Makel der Menschlichkeit? (Ja.) Menschen, die so faul sind, tun nichts Reales, spucken aber dennoch große Töne. Sie stellen sich immer noch gerne auf ein Podest und predigen anderen Leuten hochtrabende Glaubenslehren. Deutet das auf eine schlechte Disposition hin? Enthält es auch Elemente einer verdorbenen Disposition? (Ja.) Was für eine verdorbene Disposition ist es? (Arroganz.) Es ist eine arrogante verdorbene Disposition. Obendrein sind sie faul, sie lieben die Bequemlichkeit, während sie die Arbeit hassen, sie tun Dinge nicht auf bodenständige Weise und sind nicht bereit, echte Taten zu vollbringen, wollen sich aber dennoch überlegen geben, ihren Status geltend machen und anderen predigen – sie sind nur bereit, große Reden zu schwingen, rühren aber keinen Finger. Die Mängel in ihrer Menschlichkeit sind beträchtlich, und ihre verdorbene Disposition ist sehr offensichtlich. Sind das nicht zwei sehr offensichtliche Probleme? (Doch.) Gibt es nicht viele solcher Menschen? (Doch.) Wenn sie über die Arbeit diskutieren, spucken sie große Töne und reden ohne Ende, aber wenn es darum geht, etwas Reales zu tun, kommen sie keinen einzigen Schritt voran. Reden wir nicht darüber, wie ihr Kaliber ist – allein aufgrund der Tatsache, dass sie nur reden und nichts Reales tun, können sie als nutzlose Menschen charakterisiert werden. Sie tun nichts Reales, wollen sich aber dennoch überlegen geben und die Vorteile von Status genießen – sind sie nicht bis zur Vernunftlosigkeit arrogant? Sie reden nur, tun überhaupt nichts Reales und sind sowohl faul als auch arrogant – sie sind nutzlose Menschen, richtig? Wenn sie aufgefordert werden, zu handeln und etwas Reales zu tun, Arbeit zu organisieren, zu planen und umzusetzen, sind sie dazu nicht bereit; sie spüren in den Tiefen ihres Herzens Widerstand dagegen. Wie faul müssen solche Menschen nur sein! Das sind Faulenzer, die ihrer eigentlichen Arbeit nicht nachgehen. Sie genießen es einfach, große Reden zu schwingen, sie wollen nichts tun, sie wollen sich nur durchs Leben mogeln, gut essen, sich gut kleiden, und doch wollen sie auch von anderen hoch angesehen werden und eine hochrangige Behandlung und die Vorzüge genießen, die Personen mit Status gewährt werden. Wie ist ihre Menschlichkeit beschaffen? (Schlecht.) Findet ihr solche Menschen widerlich? (Ja.) Wenn manche Menschen diejenigen sehen, die wortgewandt sind, aber nichts Reales tun, beneiden sie sie. Sie denken: „Sie können endlos reden, und alles, was sie sagen, ist strukturiert und systematisch – das zeigt, dass sie die Wahrheitsrealität besitzen.“ Alle Menschen mit Urteilsvermögen können erkennen, dass die Dinge, die diese Menschen oft sagen, alle aus den Predigten und dem gemeinschaftlichen Austausch von Gottes Haus stammen und nicht auf eigenen Erfahrungen beruhen. Daher klingt ihr Predigen zwar beeindruckend, aber sie können überhaupt keine Probleme lösen. Mit der Zeit können die Menschen klar erkennen, dass solche Individuen von Anfang an Betrüger waren. Welche Frage du auch stellst, sie können sie weder beantworten, noch können sie irgendwelche Grundsätze oder Wege der Praxis aufzeigen, und doch wollen sie immer noch, dass du eine hohe Meinung von ihnen hast. Wie bringen sie dich dazu, eine hohe Meinung von ihnen zu haben? Sie nutzen ihre Darbietungen und Reden, um sich einen Platz in deinem Herzen zu sichern und dich dazu zu bringen, sie zu beneiden, zu bewundern und zu ihnen aufzuschauen. Sind solche Menschen nicht schamlos? Sie tun keine reale Arbeit und sind auch nicht fähig, reale Arbeit zu tun, doch sie wollen immer noch, dass andere eine hohe Meinung von ihnen haben, und sie wollen immer noch die Energie und Zeit anderer Leute mit ihrem hochtrabenden Gerede verschwenden, aber am Ende können sie überhaupt keine Probleme lösen. Menschen, die erst seit ein oder zwei Jahren an Gott glauben, mögen noch von ihnen in die Irre geführt werden, aber diejenigen, die seit vielen Jahren an Gott glauben und ein wenig von der Wahrheitsrealität verstehen, wollen sich ihr hochtrabendes Gerede nicht anhören. Doch wenn du dich weigerst zuzuhören, bilden sie sich eine negative Meinung über dich und sagen, dass du die Wahrheit nicht liebst. Sind solche Menschen nicht sehr lästig? (Doch.) Sie haben nur ein teilweises Verständnis von jedem Aspekt der Wahrheit, und wenn sie ein paar Glaubenslehren verstehen, können sie diese nicht klar erklären, und doch wollen sie diese Glaubenslehren immer noch anderen predigen und andere dazu bringen, sie anzunehmen. Wenn du dich weigerst zuzuhören, sagen sie, du liebst die Wahrheit nicht und respektierst sie nicht. Aber wenn du ihnen zuhörst, fühlst du dich unwohl und kannst nicht still sitzen. Warum kannst du nicht still sitzen? Weil du viele Probleme hast, die gelöst werden müssen, und viel Arbeit, die getan werden muss, und weil du keine Zeit hast, dir ihr hochtrabendes Gerede anzuhören. Was für ein Mensch ist jemand, der diejenigen wirklich beneidet, die große Töne spucken? Das ist ein müßiger Mensch, ein dummer Mensch und ein Mensch, der nichts Besseres zu tun hat. Wenn es darum geht, eine Pflicht zu tun, haben solche Menschen keinerlei Hingabe und tragen keinerlei Bürde; sie wollen sich nur durchs Leben mogeln, schmarotzen und auf den Tod warten. Jeden Tag hören sie sich einige tiefgründige Glaubenslehren an, um die Zeit totzuschlagen, und denken dennoch, dass sie etwas gewonnen und Fortschritte in ihrem Glauben an Gott gemacht haben: „Die Wahrheiten, die sie predigen, werden von Tag zu Tag hochtrabender – ihr Predigen wird bald die Ebene des dritten Himmels erreichen! Das sind alles Mysterien aus dem Himmel!“ Sie hören sich viele Glaubenslehren an, die von denen ausgesprochen werden, die große Töne spucken, aber sie wissen immer noch nicht, wie sie bei der Ausführung ihrer Pflicht Hingabe zeigen sollen oder welche Grundsätze beim Tun ihrer Pflicht befolgt werden sollten. Ist es also nützlich, sich diese Dinge anzuhören? (Nein.) Was solltet ihr tun, wenn ihr Menschen begegnet, die große Töne spucken und hochtrabende Glaubenslehren predigen? Solltet ihr ihnen dicht folgen oder sie ablehnen? (Sie ablehnen.) Wie lehnst du sie ab? Du musst wissen, wie du sie ablehnen kannst und warum du sie ablehnst. Wenn du das nicht weißt, fragst du dich in deinem Herzen vielleicht immer noch Folgendes, wenn du sie ablehnst: „Bedeutet meine Ablehnung, dass ich die Wahrheit nicht liebe?“ Wenn du diesen Gedanken hast, dann ist das problematisch – es beweist, dass du kein Urteilsvermögen hast und nicht verstehst, was die Wahrheitsrealität ist. Wenn du ihnen zuhörst, wie sie über Glaubenslehren sprechen, und immer noch denkst, dass sie über die Wahrheit Gemeinschaft halten, und sie in deinem Herzen sogar gutheißt, dann bist du vollkommen dumm. Wenn du Urteilsvermögen bezüglich der Glaubenslehren hast, die von solchen Menschen ausgesprochen werden, die große Töne spucken, dann solltest du sie ablehnen. Der Grund dafür ist, dass alles, was sie sagen, Glaubenslehren und leere Worte sind – es ist nutzlos. Das ist, als würde man Kuchen zeichnen, um den Hunger zu stillen, oder Pflaumen betrachten, um den Durst zu löschen – es kann reale Probleme überhaupt nicht lösen. Sie sprechen viele Glaubenslehren, aber diese Glaubenslehren stimmen nicht mit den realen Problemen überein, denen Menschen beim Tun ihrer Pflichten begegnen, und können sie überhaupt nicht lösen. Ob man diesen Menschen zuhört oder nicht, macht keinen Unterschied. Sie wissen nicht, wie man Probleme löst, die in der Evangeliumsarbeit und im Kirchenleben auftreten; sie wissen nicht, wie man Arbeitsanweisungen umsetzt oder welche Arbeit Mängel und Lücken aufweist, die behoben oder nachverfolgt werden müssen; und sie wissen nicht, wie man verzerrte Auffassungen löst oder widerlegt, wenn andere sie vorbringen. Sie wissen nichts davon; ist es also nicht reine Zeitverschwendung, sich ihr hochtrabendes Gerede anzuhören? Das ist der Grund, warum du sie ablehnen solltest. Daher sollte dieses hochtrabende Gerede abgelehnt werden, weil das, was diese Menschen sagen, nicht die Wahrheit ist, sondern Glaubenslehren. Was sind Glaubenslehren? Glaubenslehren bestehen aus Worten, die mit menschlichen Auffassungen und Vorstellungen übereinstimmen. Diese Menschen halten keine Gemeinschaft über die Wahrheitsgrundsätze, die sich auf das Wesen des Problems konzentrieren. Obwohl ihre Worte angenehm klingen und auf klare und logische Weise ausgedrückt werden, können sie Probleme überhaupt nicht lösen. Diese Worte sind also Glaubenslehren; ganz gleich, wie korrekt sie scheinen mögen, sie sind nicht die Wahrheitsgrundsätze. Die Worte mancher Menschen mögen oberflächlich erscheinen, aber sie können den Kern des Problems treffen und sein Wesen klar erklären. Selbst wenn einige ihrer Worte so unangenehm wie Beleidigungen klingen, sind es Worte, die Menschen annehmen können, und sie können reale Probleme lösen. Zweifellos stimmen diese Worte mit den Wahrheitsgrundsätzen überein. Manche Worte mögen angenehm, taktvoll, kultiviert und tiefgründig klingen, aber sie können reale Probleme überhaupt nicht lösen. Sie haben nicht das Geringste mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun und können den Menschen weder einen Weg noch eine Richtung aufzeigen. Es sind allesamt trügerische Glaubenslehren. Diese Worte sollten also abgelehnt werden. Der Grund für das Ablehnen solcher Menschen ist, dass ihr hochtrabendes Gerede Zeit verschwendet, die du nutzen solltest, um deine Pflicht zu tun und die Wahrheit zu suchen, und dass es deine persönliche Energie verschwendet – daher solltest du sie ablehnen. Wie solltest du sie ablehnen? Einfach indem du „Tschüss“ sagst, lehnst du sie ab, nicht wahr? Oder du könntest sagen: „Hör auf zu reden, ich verstehe alles, was du sagst. Wann wirst du die Frage beantworten, die ich dir gestellt habe? Wenn du sie nicht beantworten kannst, dann verschwinde sofort von hier und hör auf, meine Zeit zu verschwenden.“ Ist diese Art, sie abzulehnen, gut? (Ja.) Mir erscheint sie durchaus gut – wie sonst solltest du sie ablehnen? Ihr hochtrabendes Gerede, ihre Glaubenslehren und Parolen abzulehnen, ist, als würde man die Pharisäer ablehnen. Menschen wie diese können nichts Reales tun. Ihre Menschlichkeit entspricht nicht dem Maßstab, ihr Kaliber ist schlecht, und sie sind grundsätzlich unfähig, reale Arbeit zu tun. Dennoch nutzen sie immer noch hochtrabende Glaubenslehren, um zu versuchen, dich in die Irre zu führen. Wenn du sie nicht ablehnst, dann bist du vollkommen dumm. Es ist richtig, solche Menschen abzulehnen, wenn du ihnen begegnest. Sag einfach „Tschüss“ und geh weg – das ist eine sehr einfach zu lösende Sache, nicht wahr? Genau so sollte man diejenigen behandeln, die große Töne spucken, aber nichts Reales tun. Menschen wie diese gehen die Dinge nicht auf ordentliche und ernsthafte Weise an; sie erledigen sie nicht auf bodenständige Weise. Was sie sagen, ist unglaubwürdig, ist es nicht wert, sich daran zu binden, und ist es nicht wert, darauf zu hören, als wäre es ein wirksamer Rat oder ein wirksamer Weg. Wenn es also um ihr hochtrabendes Gerede geht, lehne es einfach rundheraus ab – es ist nicht nötig, sich Notizen zu machen, und es ist es nicht wert, geschätzt zu werden. Damit ist unsere Besprechung des Themas des hochtrabenden Geredes abgeschlossen.

Lasst uns über eine weitere Äußerungsform sprechen: die Vorliebe für politische Diskussionen. Manche Menschen diskutieren gerne über die politische Situation ihres eigenen Landes oder die globale politische Situation sowie über die Richtlinien und Aussagen hochrangiger politischer Persönlichkeiten, deren Regierungsprogramme und politische Linie, die Wege und Mittel, mit denen sie verschiedene Richtlinien umsetzen und so weiter. Kurz gesagt, sie diskutieren häufig über politische Themen; ob sich diese Themen auf antike oder moderne Politik, Innen- oder Außenpolitik beziehen, sie genießen es, sie von Zeit zu Zeit zur Sprache zu bringen. Fällt die Vorliebe für politische Diskussionen unter die angeborenen Voraussetzungen, die Menschlichkeit oder die verdorbenen Dispositionen? Ihr wisst es nicht, oder? Das liegt daran, dass dieses Thema etwas speziell ist. Sie diskutieren gerne über Politik, und eurer Ansicht nach ist Politik nichts Positives. Ihr denkt: „Wenn die Vorliebe für politische Diskussionen ein Interesse und Hobby innerhalb der angeborenen Voraussetzungen wäre, dann hätte Gott den Menschen diese Art von Interesse und Hobby nicht gegeben; wenn es ein Problem schlechter Menschlichkeit wäre, sollte das bloße Diskutieren darüber, ohne etwas Schlechtes zu tun, nicht als schlechte Menschlichkeit gelten, und noch weniger könnte es das Niveau einer verdorbenen Disposition erreichen. Wo sollte es also eingeordnet werden?“ Am Ende kommt ihr zu keinem Schluss. Ist das der Fall? (Ja.) Liegt ihr also richtig, wenn ihr so denkt? Warum kommt ihr letztendlich zu keinem Schluss? Wo bleibt ihr stecken? Ihr bleibt am Wort „Politik“ stecken, nicht wahr? (Ja.) Wenn Ich davon spreche, gerne über bildende Kunst, Musik, Tanz, Design oder Wirtschaft zu diskutieren, wo würde das eingeordnet werden? (Es würde als Interesse und Hobby innerhalb der angeborenen Voraussetzungen eingeordnet werden.) Wenn Ich erwähne, dass ich gerne über Geschichte oder Gourmetessen diskutiere, wo sollte das eingeordnet werden? (Angeborene Voraussetzungen.) Wenn gesagt wird, dass jemand gerne über etwas diskutiert, gerne etwas erforscht oder gut in etwas ist, bedeutet das, dass er diesen Bereich mag und Interesse daran hat. Also wird es als Interesse und Hobby innerhalb der angeborenen Voraussetzungen eingeordnet. Aber das es sich bei dem Thema, über das diese Menschen in diesem Fall gerne diskutieren, um Politik handelt, wagt ihr es nicht, es so einzuordnen. Warum wagt ihr es nicht, es so einzuordnen? Weil Politik ein sehr sensibles Thema ist und nichts besonders Positives, richtig? (Richtig.) Obwohl Politik nichts besonders Positives ist, ist die Tätigkeit bei der Vorliebe für politische Diskussionen, wie bereits erwähnt, das Diskutieren. Daher sollte diese Vorliebe als Interesse und Hobby innerhalb der angeborenen Voraussetzungen eingeordnet werden. Das angeborene Interesse und Hobby einer solchen Person besteht darin, politische Entwicklungen in gewissem Maße zu verfolgen und zu diskutieren. Aber beteiligt sie sich auch politisch? Darauf sind wir noch nicht eingegangen; im Moment beschränken wir unseren Fokus nur auf den Akt der Diskussion selbst. Daher kann es nur als Interesse und Hobby innerhalb der angeborenen Voraussetzungen eingeordnet werden. Versteht ihr jetzt? (Ja.) Es so zu sagen ist objektiv; es ist eine Tatsache, nicht wahr? (Ja.) Angenommen, jemand diskutiert gerne über antike Monarchen und spricht oft darüber, wie bestimmte Kaiser ihre Minister und das gemeine Volk behandelten, wie gewissenhaft bestimmte Herrscher regierten und sich um das Volk kümmerten und wie ausreichend die Getreidereserven der Nation waren und welches Niveau der Lebensstandard der Bevölkerung während ihrer Herrschaft erreichte. Er spricht auch darüber, welche Kaiser Tyrannen waren und wie das Volk unter ihrer Herrschaft verarmte, während diese Kaiser ausschweifenden Festmahlen und Ausschweifungen frönten und in ihren Palästen in großem Luxus lebten. Dann fährt er fort, über die Probleme zeitgenössischer politischer Persönlichkeiten zu diskutieren, darüber zu sprechen, wer gute Arbeit leistet und wer nicht, und so weiter. Er diskutiert diese Dinge einfach gerne. Mit anderen Worten: Diese Person interessiert sich von Natur aus für solche Themen und Angelegenheiten. In ihrem täglichen Leben besteht ihre Art, sich zu entspannen und zu unterhalten, darin, diese politischen Angelegenheiten zu diskutieren und sich so die Zeit zu vertreiben – das ist ein Teil ihres Lebens. Wenn sie lediglich gerne über Politik diskutiert, dann ist es nur ein Interesse und ein Hobby. Betrifft dies ihre Menschlichkeit? Wenn man nur ihre Vorliebe für politische Diskussionen betrachtet, kann man nicht sagen, wie ihr Charakter beschaffen ist, weil man nicht sehen kann, wie ihre Haltung und ihre Sichtweisen zur Politik sind. Diese Person genießt es einfach, solche Themen zu diskutieren, und interessiert sich für diese Angelegenheiten; dies betrifft nicht ihre Grundsätze für ihr Verhalten. Wenn jemand einfach gerne über Politik diskutiert und es in seinem täglichen Leben als Unterhaltungsthema, als Gesprächsstoff oder als häufigen Diskussionsschwerpunkt im Umgang mit anderen und im Umgang mit Dingen behandelt, dann ist es ein Interesse und ein Hobby, und es betrifft nicht die Menschlichkeit dieser Person. Menschen mit diesem Interesse und Hobby sind denen mit anderen Hobbys gleichgestellt. Man kann diese Person nicht als ehrgeizig, als jemanden mit schlechter Menschlichkeit oder als jemanden mit verabscheuungswürdigem Charakter charakterisieren, weil sie gerne über Politik diskutiert. Obwohl diejenigen, die an Gott glauben, sich nicht an der Politik beteiligen, hat jeder Mensch, wenn es um die Politik selbst geht, das Recht, sich daran zu beteiligen. Politik ist nichts Positives, aber man kann auch nicht sagen, dass sie negativ ist – sie ist einfach etwas, das im Laufe der menschlichen gesellschaftlichen Entwicklung unvermeidlich existiert. Daher sagt die bloße Vorliebe für politische Diskussionen nichts über den der Charakter einer Person aus. Es ist wie bei jemandem, der gerne tanzt – du kannst nicht sagen, dass diese Person abweichendes Verhalten an den Tag legt oder keinen ordentlichen Aufgaben nachgeht. Wenn jemand elektronische Produkte mag, kannst du auch nicht sagen, dass diese Person zu großen Dingen fähig oder eine positive Figur ist. Wäre ein solches Urteil korrekt? (Nein.) Wie sollte man das also bewerten? Das hängt davon ab, was du mit deinen Interessen und Hobbys machst. Wenn du dich für eine gerechte Sache engagierst, dann können deine Interessen und Hobbys einen positiven Beitrag leisten. Wenn du deine Interessen und Hobbys nutzt, um negative Dinge zu tun, Dinge, die Menschen schaden und ihre Interessen verletzen, kann man immer noch nicht sagen, dass deine Interessen und Hobbys negativ sind – vielmehr bedeutet es, dass deine Menschlichkeit schlecht und der Weg, den du gehst, falsch ist. Du magst deine Interessen und Hobbys nutzen, um schlechte Dinge zu tun, aber deine Interessen, Hobbys, Stärken und damit verbundenen beruflichen Fähigkeiten, technischen Fähigkeiten und Kenntnisse an sich sind nicht negativ. Ganz gleich, welche Interessen und Hobbys du hast, sie können von dir genutzt werden. Wenn du den richtigen Weg gehst, dann ist das, was du mit deinen Interessen und Hobbys tust, gerecht. Wenn du nicht den richtigen Weg gehst, dann ist das, was du mit deinen Interessen und Hobbys tust, nicht gerecht, sondern böse. Ein Computer ist beispielsweise lediglich eine Maschine – er ist ein technologisches Werkzeug. Du kannst einen Computer für Versammlungen, Predigten und das Predigen des Evangeliums nutzen, aber gleichzeitig können viele schlechte und böse Menschen Computer auch nutzen, um böse Dinge zu tun. Wenn also ein Computer genutzt wird, um sich für eine gerechte Sache zu engagieren, kannst du nicht sagen, dass der Computer selbst gerecht ist; ebenso kannst du, wenn ein Computer genutzt wird, um böse Dinge zu tun, nicht sagen, dass der Computer selbst böse ist. Versteht ihr? (Ja.) Genauso verhält es sich mit Menschen, die gerne über Politik diskutieren: Diese Äußerungsform der Vorliebe für politische Diskussionen ist ein Interesse und ein Hobby – es betrifft nicht die Probleme ihrer Menschlichkeitsessenz. Außerdem mögen diejenigen, die gerne über Politik diskutieren, politische Themen. Sie lieben es immer, Angelegenheiten von Richtig und Falsch zu diskutieren und mit anderen über einige Themen zu streiten, die sich auf politische Sichtweisen beziehen. Manche sind besonders an Themen interessiert, die mit berühmten Leuten und großen Persönlichkeiten zu tun haben, während manche besonders an Themen interessiert sind, die die dunklen Seiten der Gesellschaft aufdecken. Aber auf jeden Fall besitzen diejenigen, die gerne über Politik diskutieren, nicht die Wahrheit, und Gott hat keinen Platz in ihren Herzen – das ist absolut sicher. Nun gut, das ist so ziemlich alles für unsere Diskussion über das Problem der Vorliebe für politische Diskussionen.

Die Vorliebe für politische Diskussionen ist ein Interesse und ein Hobby mancher Menschen. Lasst uns als Nächstes diese Diskussion einen Schritt weiterführen und über die Vorliebe für politische Teilnahme sprechen. Die Vorliebe für politische Teilnahme ist nicht dasselbe wie die Vorliebe für politische Diskussionen – sie beinhaltet das Handeln. Die Vorliebe für politische Teilnahme ist nicht bloß Unterhaltung oder eine Art Gesprächsstoff für Gespräche nach dem Essen, und sie bleibt auch nicht bloß auf der Ebene von Interessen, Hobbys oder bloßem politischen Interesse; vielmehr betrifft sie den Weg, den ein Mensch geht. Welchen Weg gehen also diejenigen, die sich gerne an der Politik beteiligen? Betrifft dies ihre Menschlichkeit? (Ja.) Wie sollte also die Vorliebe für politische Teilnahme eingeordnet werden? Das ist eine schwierige Frage für euch alle – ihr könnt sie nicht durchschauen. Lasst uns also darüber Gemeinschaft halten. Es gibt Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, die gerne über Politik diskutieren. Du siehst, obwohl Bauern auf der untersten Stufe der Gesellschaft leben, wissen manche von ihnen viel über Angelegenheiten, die mit den oberen Rängen der Politik zu tun haben, und sie können bestimmte Sichtweisen äußern, die die Politik betreffen. Auch Menschen aus Wirtschaft und Ökonomie diskutieren über Politik, ebenso wie diejenigen in der Kunst und im Bildungssektor. Das heißt, in allen möglichen Bereichen gibt es Menschen, die gerne über Politik diskutieren und an politischen Themen interessiert sind. Ganz gleich, in welchem Bereich eine Person tätig ist, wenn sie gerne über Politik diskutiert, liegt das ganz daran, dass sie ein Interesse an Politik hat. Dieses Interesse steht in einer gewissen Beziehung zu ihrem angeborenen Kaliber und ihrer Weitsicht. Sie kann Angelegenheiten im Rahmen der politischen Macht erfassen, sodass sie von Zeit zu Zeit ihre eigenen Sichtweisen äußert. Ihre Äußerungsformen bleiben auf der Ebene eines Interesses und Hobbys innerhalb der angeborenen Voraussetzungen. Sich an der Politik zu beteiligen bedeutet jedoch nicht, sich mit dieser Art von Interesse und Hobby auf der Ebene des Denkens zufriedenzugeben; vielmehr bedeutet es, seinen ursprünglichen Bereich aufzugeben und sich zu entscheiden, sich politisch zu engagieren, die politische Bühne zu betreten und mit politischen Persönlichkeiten Umgang zu pflegen. Was ist also das Problem mit solchen Menschen? Solche Menschen, die sich gerne an der Politik beteiligen, mögen gewöhnlich nicht viel über Politik diskutieren, aber unabhängig davon, welche Karriere sie wählen, solange sie einer Arbeit nachgehen, die nichts mit Politik zu tun hat, interessieren sie sich nicht dafür und haben das Gefühl, dass ihre Aussichten düster sind. Aber wenn die Beteiligung an der Politik zur Sprache kommt, leuchten ihre Augen vor Verlangen auf, und ihr Interesse ist geweckt. Wenn sie hören, dass jemand für das Amt des Bürgermeisters, Gouverneurs, Abgeordneten oder Präsidenten kandidiert, verspüren sie ein Gefühl des Verlusts in ihrem Herzen und zerbrechen sich den Kopf darüber, wie sie sich selbst beteiligen können. Was für Menschen sind das? Sind das nicht Menschen, die ein immenses Verlangen nach Macht haben? (Doch.) Was für eine zusätzliche Eigenschaft hat also die Menschlichkeit solcher Menschen? Sind sie völlig besessen von Geld oder völlig besessen von Macht? (Sie sind völlig besessen von Macht.) Macht steht für sie über allem, sie betrachten sie als ihr eigentliches Leben, betrachten sie als ein Ziel, nach dem sie ihr ganzes Leben lang streben müssen. Was für Menschen sind sie also genau? Was für eine zusätzliche Eigenschaft hat ihre Menschlichkeit, die das gemeine Volk nicht hat? (Ehrgeiz und Verlangen.) Welchen Ehrgeiz und welches Verlangen haben sie? (Macht innezuhaben.) Was ist der direkteste Vorteil, den ihnen das Innehaben von Macht bringt? (Status zu erlangen und von anderen hoch angesehen zu werden.) Das ist zweitrangig, nicht der entscheidende Vorteil. (Sie wollen Menschen kontrollieren.) Das ist nah dran. Wenn jemand gerne ein Amt bekleidet, aber die Position, die er bekleidet, lediglich ein leerer Titel ist und er keinen einzigen Untergebenen unter sich hat, kann er dann als Machtinhaber betrachtet werden? (Nein.) Er kann nicht als Machtinhaber betrachtet werden. Er hat keine besonderen Privilegien und kann keine der Vorteile genießen, die das Bekleiden eines Amtes mit sich bringt. Hat das Bekleiden einer solchen Position seiner Ansicht nach irgendeinen tatsächlichen Wert? (Nein.) Also hat diese Art von Mensch eine Sache, die andere nicht haben – einen extrem intensiven Ehrgeiz und ein extrem intensives Verlangen nach Macht. Da er diese Art von Ehrgeiz und Verlangen hat, ist das Ziel, das er erreichen möchte, nicht etwas so Einfaches, wie bloß von anderen hoch angesehen, vergöttert oder beneidet zu werden; stattdessen möchte er ein Amt bekleiden, das Sagen haben und andere führen. Er hat diesen Ehrgeiz und dieses Verlangen – kann er sein Ziel erreichen, wenn er keinen Status hat? Wird ihm jemand zuhören? Absolut nicht. Deshalb ist er entschlossen, Status zu erlangen. Sobald er Status hat, wird es Menschen geben, die ihm zuhören, wenn er spricht, und wenn er von anderen verlangt, etwas zu tun, wird es Menschen geben, die gehorchen und sich fügen – sein Ehrgeiz und Verlangen, das, was er erreichen will, kann dann Realität werden. Diejenigen, die sich gerne politisch engagieren, mögen mit netten Worten als edel und strebsam beschrieben werden, aber um es deutlich zu sagen, sind sie einfach besessen davon, ein Amt zu bekleiden – sie lieben es einfach, ein Amt zu bekleiden. Wenn sie kein Amt bekleiden, können sie nicht das Sagen haben, und sie haben keine Untergebenen, die sie führen können, und so werden sie entmutigt und haben das Gefühl, dass das Leben trostlos ist. Aber sobald sie ein Amt bekleiden, gibt es Menschen, die ihnen zuhören, wenn sie sprechen, und sie haben Anhänger, und folglich haben sie das Gefühl, dass das Leben angenehm ist. Gibt es also ein Problem mit ihrer Menschlichkeit? (Ja.) Kann das als Makel ihrer Menschlichkeit bezeichnet werden? (Nein.) So einfach ist es gewiss nicht. Was für eine Art von Problem ist es dann? (Verdorbene Dispositionen.) Sind solche Menschen in Bezug auf ihre Menschlichkeit zuverlässig? (Nein.) Ist ihr Charakter dann gut? (Nein.) Warum ist er nicht gut? (Sie wollen immer Menschen kontrollieren und immer das Sagen haben.) Solche Menschen haben ein besonders starkes Verlangen nach Status – sie wollen immer verschiedene Gelegenheiten finden, um das Sagen zu haben, und wollen immer eine Führungsrolle einnehmen und andere kontrollieren. Solche Menschen sind unzuverlässig, und ihr Charakter ist auch nicht gut. Es gibt nicht wenige Menschen dieser Art im Haus Gottes. Wenn das Haus Gottes sie für eine Arbeitsaufgabe verantwortlich macht, glauben sie, das bedeute, dass sie ein Amt bekleiden und in einer Führungsrolle dienen. Werden sie die Wahrheitsgrundsätze suchen? Werden sie Arbeitsanweisungen umsetzen? (Nein.) Wenn sie die Rolle eines Verantwortlicher oder Leiters als Amt ansehen, werden sie gewiss keine Arbeitsanweisungen umsetzen und gewiss keine tatsächliche Arbeit tun. Was werden sie tun? Sie werden ihr eigenes Vorhaben durchführen, ihre eigene Autorität aufbauen, ihren eigenen Status festigen und ihre eigenen Ideen an ihre Untergebenen weitergeben und die Menschen dazu bringen, ihnen zuzuhören – wodurch die Arbeitsanweisungen, Gottes Absichten und die Wahrheit bedeutungslos werden. Genau das ist das Wesen solcher Menschen. Wenn sie keinen Status haben, streben sie mit aller Kraft danach, und sobald sie ihn erlangen, bedeutet das für sie, dass sie eine Gelegenheit gefunden haben. Eine Gelegenheit wozu? Ihren eigenen Ehrgeiz zu befriedigen und ihren eigenen Status maximal zu festigen; sie nutzen eine solche Gelegenheit, um ihren eigenen Ehrgeiz und ihre Gier nach Ämtern zu befriedigen.

Die Vorliebe für politische Teilnahme ist sowohl ein Zeichen von schlechtem Charakter als auch von verdorbenen Dispositionen. Wie viele verdorbene Dispositionen sind hier im Spiel? (Arroganz und Bösartigkeit.) Arroganz, Bösartigkeit, Abneigung gegen die Wahrheit und Unnachgiebigkeit – diese verdorbenen Dispositionen sind alle vorhanden; jede einzelne ist da. Was ist dann hier die schwerwiegendste verdorbene Disposition? Es ist Bösartigkeit – das typische Merkmal, das am meisten hervorsticht, ist Bösartigkeit. Wenn Menschen, die sich gerne politisch engagieren, in der Welt frustriert und erfolglos sind, sich politisch engagieren wollen, aber nicht die Gelegenheit haben oder keinen Weg finden, in politische Kreise vorzudringen, dann stirbt ihr Ehrgeiz nicht, wenn sie ins Haus Gottes kommen – sie wollen sich immer noch politisch engagieren. Daher behandeln sie die Wahl von Leitern auf verschiedenen Ebenen so, als wäre es eine Wahl von Regierungsbeamten. Jedes Mal, wenn es eine solche Wahl gibt, sind sie voller Tatendrang und werben überall um Stimmen. Sobald sie Leiter werden, sehen sie es als das Bekleiden eines Amtes, als Wahrung ihres Status, als das Ergreifen von Macht und als das Tun dessen, was ihnen beliebt. Sie handeln, wie sie wollen, und ignorieren die Arbeit, die ihnen vom Haus Gottes zugewiesen wurde, und die Pflicht, die sie tun sollten, und kümmern sich nur darum, die Vorteile des Status zu genießen. Sie behandeln das Tun der Pflicht eines Leiters wie das Bekleiden eines Amtes, tun, was immer ihnen gefällt und was sie tun wollen, und handeln auf jede Weise, die es ihnen ermöglicht, ihre eigene Autorität aufzubauen, ihren eigenen Status zu festigen, andere dazu zu bringen, ihnen zuzuhören, und ihre Gier nach dem Bekleiden eines Amtes voll und ganz zu befriedigen. Sie berücksichtigen nicht die Arbeit des Hauses Gottes oder die Anforderungen der Arbeitsanweisungen. Menschen dieser Art sind sehr gefährlich – selbst wenn sie noch nicht als Antichristen offenbart wurden, sind sie angehende Antichristen. Gibt es unter denen, die sich gerne politisch engagieren, irgendwelche guten Menschen? Nein, unter ihnen gibt keine guten Menschen. Menschen, die ein intensives Verlangen nach Macht haben, können unmöglich die Wahrheit lieben. Weil sie ein extrem starkes Verlangen nach Macht haben, können ihr Gewissen und ihre Vernunft ihr Verlangen und ihr Streben nach Macht nicht unterdrücken oder zügeln. Wenn jemand sich gerne politisch engagiert oder extrem davon besessen ist und ein starkes Verlangen danach hat, sich politisch zu engagieren, bedeutet das, dass er einen starken Ehrgeiz nach Status und Macht hat. Die Absichten, Ziele und Grundlagen seines Verhaltens und seiner Handlungen hängen ganz davon ab, ob er Macht erlangen kann und ob sein Ehrgeiz befriedigt werden kann, anstatt von Gewissen und Vernunft bestimmt zu werden. Deshalb ist die Menschlichkeit solcher Menschen furchterregend. Um ihr Verlangen nach Macht zu befriedigen und Macht zu erlangen, sind sie fähig, alles zu tun und alles zu opfern – sogar dazu, die Menschen zu opfern, die ihnen am nächsten stehen und die sie am meisten lieben. Besitzen solche Menschen, danach beurteilt, Menschlichkeit? (Nein.) Nehmen wir beispielsweise an, ein Mann engagiert sich gerne politisch und hat ein extrem starkes Verlangen nach Macht. Wenn sich ihm eine Gelegenheit bietet, sich politisch zu engagieren und den Status und die Macht zu erlangen, die er anstrebt, wird er nicht zögern, die Frau, die er liebt, zu opfern, um den Status zu erlangen, nach dem er strebt – er wird absolut nicht weichherzig sein. Manche Menschen zögern nicht einmal, ihre eigenen Eltern zu opfern, um Status zu erlangen – sie sind fähig, jeden zu opfern. Das Einzige, was sie niemals loslassen werden, ist Status. Mit anderen Worten: Sie könnten jede Person, jedes Ereignis oder jede Sache als Verhandlungsmasse und Preis im Austausch gegen Status zu nutzen. Besitzen solche Menschen, ihrem Charakter nach zu urteilen, eigentlich Gewissen und Vernunft? (Nein.) Deshalb sind Menschen dieser Art sehr furchterregend. Es könnte sein, dass ihr Gewissen und ihre Vernunft verschwunden sind, oder es könnte sein, dass sie von Anfang an nie Gewissen oder Vernunft hatten – beides ist möglich. Warum sage Ich, dass beides möglich ist? Wenn diese Menschen keinen Status haben und wenn keine politischen Angelegenheiten im Spiel sind, kommen sie vielleicht sehr gut mit anderen aus, helfen vielleicht Menschen, nutzen andere vielleicht nie aus, sind wohltätig und sehr tolerant. Oberflächlich betrachtet scheinen sie Menschlichkeit zu besitzen, und ihr Gewissen und ihre Vernunft scheinen normal zu sein. Aber du weißt nicht, was sie tief in ihren Knochen lieben. Wenn du entdeckst, dass das, was sie tief in ihren Knochen lieben, Status und Macht sind, und du ihre Menschlichkeit erneut beobachtest, ändert sich deine Sichtweise, und dein Verständnis und deine Bewertung ihrer Menschlichkeit ändern sich ebenfalls. Wenn Status und Macht keine Rolle spielen, verhalten sie sich im Umgang mit anderen normal und wirken wie anständige Menschen. Aber sobald sie Status und Macht erlangen, ist ihr Verhalten nicht mehr dasselbe wie zuvor – du kannst weder ihr Gewissen noch ihre Vernunft sehen. Erst dann erkennst du, dass solche Menschen wirklich furchterregend sind. Es stellt sich heraus, dass die Menschlichkeit, die sie an den Tag gelegt haben, nur vorübergehend war – sie wurde lediglich aufgrund des Antriebs einer bestimmten Umgebung und bestimmter Vorteile offenbart, unter Umständen, in denen ihre geliebte Macht und ihr geliebter Status nicht im Spiel waren. Aber sobald Status und Macht im Spiel sind, wird ihre wahre Menschlichkeit offenbart. Wenn du ihre wahre Menschlichkeit siehst, wirst du sie als Menschen ohne Menschlichkeit einstufen. Das heißt, bevor du das Wesentliche in den Tiefen ihrer Herzen siehst, hast du das Gefühl, dass sie einigermaßen gut mit anderen auskommen können und dass es ihnen nicht an Menschlichkeit fehlt. Aber wenn du ihre innere Welt und ihre Menschlichkeitsessenz wirklich verstehst und siehst, dass sie Status und Macht lieben, wirst du erkennen, dass solche Menschen keine Menschlichkeit besitzen – sie haben zwei Gesichter. Wie nennen Nichtgläubige diese Art von Äußerungsform? Wird sie nicht als gespaltene Persönlichkeit bezeichnet? (Doch.) Ein Nicht-Mensch trägt menschliches Fleisch – wenn er mit anderen interagiert, kannst du nicht sehen, was tief in seiner Seele liegt, also denkst du, er sei ein normaler Mensch – vielleicht glaubst du sogar, er sei ein guter Mensch. Aber wenn du seine andere Seite siehst, hörst du nicht nur auf zu denken, dass er ein guter Mensch ist, sondern du findest ihn auch furchterregend. Das ist es, was es bedeutet, ein Nicht-Mensch zu sein. Was genau sind Nicht-Menschen? Selbst wenn sich in dem, was sie an den Tag legen, ein gewisses Abbild eines Menschen zeigt, ist es nicht echt. Weil sie nicht die Wahrheitsrealität besitzen, repräsentieren ihre gelegentlichen guten Äußerungsformen nicht ihr Wesen. Ihr Wesen liegt in der Menschlichkeit, die sie zeigen, wenn sie wirklich ihren Weg wählen. Daher darfst du dich nicht vom äußeren Erscheinungsbild solcher Menschen in die Irre führen lassen – der Schlüssel ist, auf den Weg zu schauen, den sie gehen, und auf ihr Wesen. Habe Ich diese Angelegenheit jetzt klar erklärt? (Ja.) Was habt ihr verstanden? Wenn jemand gerne über Politik diskutiert und dies nur auf der gedanklichen Ebene bleibt und lediglich ein Interesse und ein Hobby ist, dann ist es kein Problem. Aber wenn er sich gerne politisch engagiert, dann ist es kein Problem des Denkens mehr – es betrifft ein Problem mit seinem Verhalten und dem Weg, den er geht. Sobald es darum geht, wie er sich verhält und welchen Weg er geht, betrifft es seinen Charakter. Und wenn es den Charakter betrifft, betrifft es in den meisten Fällen verdorbene Dispositionen. Ist das nicht so? (Doch.) Nun gut, damit ist unsere Diskussion über die Äußerungsform der Vorliebe für politische Teilnahme abgeschlossen.

Lasst uns über eine weitere Äußerungsform sprechen: die Vorliebe für Literatur. Was für eine Art von Äußerungsform ist das? (Eine angeborene Voraussetzung.) Das heißt, solche Menschen haben von Natur aus eine Vorliebe für Literatur. Weil sie Literatur mögen, zeigen sie bei Themen, Büchern und Angelegenheiten, die mit Literatur zu tun haben, eine besondere Vorliebe und Neugier, oder sie zeigen eine besondere Haltung – das ist eine angeborene Voraussetzung. Wie steht es dann mit der Vorliebe für Technologie? (Es ist eine angeborene Voraussetzung.) Das heißt, wenn keine äußeren Einflüsse wirken oder stören, sind die Menschen sehr an bestimmten Arten von Dingen interessiert, sie lesen gerne entsprechende Bücher und schenken solchen Themen auch gerne Aufmerksamkeit und diskutieren sie; gleichzeitig ist es auch ihr Bestreben, einen Beruf zu ergreifen oder in einem Bereich zu arbeiten, der mit solchen Dingen zu tun hat. Das ist angeboren – es erfordert weder, dass andere eingreifen, noch muss es beigebracht werden, und natürlich erfordert es nicht, dass andere solche Menschen während ihres Lebens absichtlich beeinflussen oder indoktrinieren. Sie mögen bestimmte Dinge von Geburt an. Die Vorliebe für Technologie ist eine angeborene Voraussetzung, wie steht es dann mit der Vorliebe für Pflanzen und Tiere? (Das ist auch eine angeborene Voraussetzung.) Die Vorliebe für Pflanzen und Tiere – sich um Bäume, Insekten und Vögel zu kümmern; besonders gerne mit kleinen Tieren zu interagieren, engen Kontakt zu ihnen zu haben und besonders liebevoll und tolerant ihnen gegenüber zu sein – ist eine angeborene Voraussetzung. Siehst du, diese Dinge, die in den angeborenen Voraussetzungen enthalten sind, sind sehr normal, nicht wahr? (Ja.) Sie beinhalten keine negativen Dinge innerhalb verdorbener Dispositionen wie Arroganz und Niederträchtigkeit. Was für Äußerungsformen sind dann Dinge wie die Vorliebe für Luftfahrt, die Vorliebe für Geschichte, die Vorliebe für Astronomie und Geografie, die Vorliebe für Ernährungswissenschaft und Medizin, die Vorliebe für Jura, die Vorliebe für Landwirtschaft? (Angeborene Voraussetzungen.) Manche Menschen mögen Landwirtschaft; sie erforschen gerne die Veredelung, Verbesserung und den Ertrag verschiedener Pflanzen sowie die Auswirkungen von Klima und Temperatur auf Pflanzen, sie pflanzen gerne Gemüse, Nutzpflanzen, Bäume und Blumen an. Ihre Hände sind jeden Tag schmutzig und schwielig von der Arbeit. Diese Menschen wären nicht gerne Ärzte, Anwälte oder Beamte – sie mögen einfach die Landwirtschaft und den Umgang mit Pflanzen und fühlen sich sehr wohl dabei, so zu leben. Hat das, was Menschen mögen und welche Interessen und Hobbys sie haben, irgendeinen Bezug zu ihrer Menschlichkeit? (Nein.) Beeinflusst es ihre Menschlichkeit? (Nein.) Im Grunde beeinflusst es sie nicht. Bauern können nicht als sehr edel bezeichnet werden; auch sie haben verdorbene Dispositionen. Ebenso haben jene hochrangigen Intellektuellen, wie zum Beispiel Menschen, die in Bereichen wie Technologie, Literatur, Medizin oder Jura tätig sind, keine größere Menschlichkeit als Bauern. Nachdem sie sich so viel Wissen angeeignet und so viele Bücher gelesen haben und so lange ausgebildet wurden, haben sie am Ende überhaupt kein Verständnis von Gott – sie haben lediglich ein bisschen mehr aus Büchern gelernt und ein wenig mehr Wissen und Einsicht gewonnen. Aber wenn es darum geht, wie sie sich verhalten sollen, welchem Lebensweg sie folgen sollen, wie sie an Gott glauben und Ihn anbeten sollen und wie sie handeln sollen, um in allen möglichen Lebensangelegenheiten mit den Grundsätzen des Verhaltens übereinzustimmen – wissen sie über all diese Dinge nichts. Das gemeinsame Merkmal von Menschen, die Interessen und Hobbys in verschiedenen Bereichen haben, ist ihre Bereitschaft, zu tun, was immer sie mögen, und im entsprechenden Bereich zu arbeiten, und sie widmen sich dann diesem Bereich. Ganz gleich, welchem Bereich sie sich widmen, solange sie sich innerhalb dieser Gesellschaft befinden, sind sie von Satan konditioniert und verdorben worden. Niemandes Menschlichkeit wird edel, nur weil seine Interessen und Hobbys oder der Bereich, in dem er tätig ist, edler oder angesehener sind als die anderer. Ebenso wird kein Mensch geringer oder verdorbener als andere, nur weil der Beruf, den er ausübt, rangniedrig oder einfach ist oder von anderen herabgewürdigt wird. Im Gegenteil, unabhängig davon, was die Interessen und Hobbys eines Menschen sind, unabhängig davon, in welcher Art von Bereich er unter Einsatz jeglicher Stärke oder Begabung tätig ist, stimmen die Gedanken und Sichtweisen, die er besitzt, letztendlich nicht mit der Wahrheit überein. Die Menschen haben alle dieselbe Haltung gegenüber der Wahrheit und gegenüber Gott, und was sie offenbaren, sind allesamt verdorbene Dispositionen. Die Gemeinsamkeit der Menschen besteht darin, dass sie mit verdorbenen Dispositionen als ihrem Leben leben. Ungeachtet deiner Interessen, Hobbys und deines Berufs wird deine Menschlichkeit weder davon beeinflusst, noch bedeutet es, dass deine Menschlichkeit bis zu einem gewissen Grad entweder erhöht oder untergraben wird. Anhand dieser Tatsachen lässt sich erkennen, dass die angeborenen Voraussetzungen, die Gott den Menschen gibt, ihre Kriterien für ihr Verhalten und ihre Handlungen nicht beeinflussen oder den Weg und die Richtung ihrer Handlungen ändern. Bestenfalls dienen diese Interessen und Hobbys lediglich als Werkzeuge oder als eine Art angeborenes Kapital, auf das sie sich verlassen, um zu überleben, sodass sie durch den Bereich, in dem sie tätig sind, ein Einkommen verdienen und dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Doch im Prozess der Bestreitung ihres Lebensunterhalts sind die verschiedenen Gedanken und Sichtweisen, die Menschen inmitten von Gruppen von Menschen in verschiedenen Bereichen annehmen, dieselben. Daher ist die Verdorbenheit, der jemand ausgesetzt ist, letztendlich unabhängig von seinem Tätigkeitsfeld, seiner gesellschaftlichen Stellung, seiner Gruppenzugehörigkeit und seiner ethnischen Zugehörigkeit, dieselbe. Du wirst weder edler oder weniger tief verdorben als andere, nur weil du einen etwas höherrangigen Job oder Beruf ausübst, noch wirst du tiefer verdorben als andere, nur weil der Bereich, in dem du tätig bist, niedriger gestellt ist. Kurz gesagt: Ungeachtet deiner angeborenen Interessen und Hobbys wirst du am Ende in dieser Gesellschaft und unter den Menschen unvermeidlich und unwiderstehlich von Satan verdorben.

Lasst uns als Nächstes über eine weitere Äußerungsform sprechen. Manche Menschen mögen Finanz- und Buchhaltungsarbeit; sie gehen gerne mit Zahlen um und verbringen ihr ganzes Leben damit, im Finanzwesen tätig zu sein. Jeden Tag führen sie Buch, rechnen ab, wickeln Zahlungen und Geldeingänge ab – ihr Geist ist ständig voller Daten, doch sie finden es nie ermüdend. Die Vorliebe für Finanz- und Buchhaltungsarbeit – unter welchen Aspekt fällt sie? (Angeborene Voraussetzungen.) Das ist eine Stärke, die Gott den Menschen gibt. Da du gut darin bist, ergreifst du natürlicherweise diesen Beruf, und dann sicherst du dir den Lebensunterhalt für dein ganzes Leben – so erhältst du dich am Leben. Es ist gleichbedeutend damit, dass Gott Manna oder Wachteln vom Himmel für dich herabsendet, damit du etwas zu essen hast. Dieses Interesse und dieses Hobby sind wie eine goldene Gans, die vom Himmel fällt und in deinen Händen landet. Dadurch ist es dir möglich, dieses Interesse und Hobby zu haben. Dann übst du natürlicherweise einen Beruf aus, der mit deinem Interesse und Hobby zusammenhängt, und damit verdienst du bis heute deinen Lebensunterhalt. Ganz gleich, ob du den Beruf gut machst oder nicht, ganz gleich, wie viele Jahre du ihn schon ausübst, solange es etwas ist, womit du geboren wurdest, dann ist es das, was Gott für dich bestimmt hat – es ist eine angeborene Voraussetzung. Kurz gesagt: All dies kommt von Gott – es gibt hier nichts, womit Menschen prahlen könnten. Stimmt‘s? (Ja.)

Die Vorliebe für Geschäfte und unternehmerisches Geschick – unter welchen Aspekt fällt das? (Angeborene Voraussetzungen.) Unternehmerisches Geschick bedeutet, sein Geschäft besser zu betreiben als die meisten Menschen. Andere betreiben vielleicht zwei oder drei Monate lang ein Geschäft und gehen bankrott, wobei sie sogar ihr Startkapital verlieren, aber jemand mit unternehmerischem Geschick betreibt sein Geschäft zwei oder drei Jahre lang und wird immer erfolgreicher. Allmählich wird er wohlhabend – seine Familie isst und kleidet sich besser, sein kleines Haus wird durch ein größeres ersetzt, sein kleines Auto durch ein größeres, und sein Leben verbessert sich stetig; er wird zu einem wohlhabenden Geschäftsmann. Ist unternehmerisches Geschick eine angeborene Voraussetzung? (Ja.) Ich unternehmerisches Geschick, diese angeborene Voraussetzung, ist die Stärke solcher Leute. Sie haben weder speziell studiert, wie man ein Unternehmen führt, noch wurden sie von ihren Eltern beeinflusst. Dennoch gelingt es ihnen mühelos, ein kleines Geschäft zu führen und Geld zu verdienen. Du fragst sie: „Findest du es schwierig, ein Unternehmen zu führen?“ Sie sagen: „Überhaupt nicht. Ich benutze einfach meinen Verstand und überlege, wie man Dinge auf eine Weise tun kann, die passend ist und Geld einbringen kann, und dann mache ich es einfach so – und am Ende gehört das Geld mir.“ Du sagst: „Geschäfte zu machen scheint für dich so mühelos und einfach zu sein. Warum kann ich es nicht?“ Warum? Weil Gott dir jene Stärke nicht gegeben hat, also hast du schlichtweg nicht den Kniff dafür raus. Also sollten diejenigen, die eine entsprechende Stärke haben, nicht stolz sein, und diejenigen, die keine solche Stärke haben, sollten nicht neidisch sein. Was Gott gibt, kann niemand wegnehmen – selbst wenn du es nicht willst, kannst du es nicht ablehnen. Gott hat dich einfach geschickt darin gemacht, und durch diese Stärke versorgt Er dich mit einem Mittel, deinen Lebensunterhalt zu verdienen, oder mit einem Handwerk, um dein Leben zu erhalten. Das ist Gottes Gnade. Andere lernen, werden unterrichtet und üben, doch egal, wie sehr sie sich bemühen, sie können keine guten Ergebnisse erzielen. Aber du kannst es, ohne es gelernt zu haben. Egal, wie sie denken, ihr Verstand arbeitet nicht so schnell wie deiner, und sie können nicht so gut wirtschaften wie du. Woher kommt also deine Stärke? Ist sie nicht angeboren? Und ist das, was angeboren ist, nicht von Gott verliehen? Du sagst immer, was du magst, worin du geschickt bist – aber ist das etwas, worum du gebeten hast? Manche Leute sagen, sie hätten es von ihren Eltern geerbt. Warum hast du dann nicht etwas anderes geerbt? Versuch, einen Weg zu finden, diese Stärke an deine nächste Generation weiterzugeben – kannst du das tun? Hast du in dieser Angelegenheit ein Mitspracherecht? (Nein.) Definitiv nicht. Die Stärke, die du besitzt, ist von Gott gegeben – egal, wie sehr andere dich beneiden mögen, sie können sie dir nicht nehmen oder wegnehmen, und selbst wenn du sie nicht willst, gibt Gott sie dir trotzdem. Da Gott dir Gnade erwiesen hat, solltest du sie von Ihm annehmen. Sei nicht hochmütig und prahle nicht. Hochmut und Prahlen sind Äußerungsformen menschlicher Unwissenheit.

Wie solltest du also die Stärke, die Gott dir gegeben hat, korrekt behandeln? Wenn Gottes Haus dich braucht, um in diesem Bereich deine Pflicht zu tun, dann solltest du deine Stärke in deiner Pflicht, in der Arbeit der Kirche, einsetzen. Halte dich nicht zurück – bring sie ein, und tu dies in vollem Umfang. Auf diese Weise wird die Stärke, die Gott dir gegeben hat, nicht umsonst gegeben worden sein; die Gnade und die Sonderbehandlung, die du von Gott genossen hast, werden Ihm vergolten werden. Wenn du das tust, bist du ein Mensch mit Gewissen – du suchst nicht nur Vorteile für dich selbst, sondern gibst Gott etwas zurück. Das ist korrektes Handeln. Selbst wenn du denkst: „Ich habe diese Stärke, dieses Interesse und dieses Hobby, und das zu tun ist ein Kinderspiel für mich“, solange du es als deine Pflicht ansiehst, kannst du dich nicht allein auf deine Stärke, dein Interesse und dein Hobby verlassen. Du musst es gemäß den von Gott mitgeteilten Grundsätzen und den Anforderungen Seines Hauses tun, und das dann mit deiner Stärke kombinieren. Auf diese Weise wird deine Pflicht ordnungsgemäß ausgeführt, und du wirst deine Treue dargebracht haben. Das ist genau so, wie Gott Abraham einen Sohn schenkte – als Gott ihn ihm gab, war Abraham sehr freudig, und als Gott ihn wegnehmen wollte, musste Abraham ihn bereitwillig und vollständig Gott darbringen. Er durfte nicht zögern oder versuchen, Bedingungen zu stellen, und erst recht konnte er sich nicht über Gott beschweren oder Ihn beleidigen – er musste seinen Sohn von ganzem Herzen und aufrichtig darbringen. Wenn Gott dir Gnade schenkt, bist du sehr glücklich und zufrieden und hast das Gefühl, einen Vorteil erlangt zu haben und dass Gott dir Güte erweist. Was ist deine Haltung, wenn Gott verlangt, dass du etwas darbringst, nachdem du so viel von Gottes Gnade genossen hast? Bringst du es übers Herz, dich davon zu trennen? Kannst du es Gott darbringen und es Ihm vorbehaltlos zurückgeben? Wenn du Gott das, was Er dir gegeben hat, ohne Kompromisse, gemäß den Grundsätzen, die Er verlangt, ohne Beschwerde, ohne Vorbehalt und ohne es für dich selbst zu behalten, zurückgeben und darbringen kannst, dann entsprichst du als geschaffenes Wesen dem Maßstab; die Pflicht, die du getan hast, entspricht auch dem Maßstab, und Gott wird zufrieden sein. Gottes Forderungen an dich sind nicht hoch, denn was Gott dir gegeben hat, übersteigt das, was du darbringen kannst, um ein Vielfaches. Außer dir das Leben zu geben, hat Gott dir auch das Kapital und die Bedingungen gegeben, auf die du dich zum Überleben verlässt. Wie viel Nutzen hast du erlangt, weil du diese Stärke, dieses Interesse und dieses Hobby hast? Wie viel von Gottes Gnade hast du genossen? Wie viel hast du Gott bis jetzt vergolten? Wenn du erst jetzt beginnst, Gott etwas zu vergelten, dann bist du ein bisschen zu langsam. Wenn du es in der Vergangenheit nicht gut gemacht hast, solltest du von nun an Gott ohne jeglichen Vorbehalt etwas darbringen; nutze deine Stärke und die beruflichen Fähigkeiten und die verschiedenen Grundsätze von Berufen, die du gemeistert hast, in deiner Pflicht, ohne irgendetwas zurückzuhalten, denn was du darbringst, gehörte ursprünglich Gott – es wurde dir von Gott verliehen. Wenn du diese Dinge darbringst und sie in deiner Pflicht nutzt, wird Gott es zum einen annehmen, und zum anderen wirst du die Wahrheit, das Leben und Gottes Billigung erlangen – du wirst enorme Vorteile erlangen und überhaupt keinen Verlust erleiden. Gleichzeitig hat Gott dir nicht dein Recht genommen, dein Interesse, dein Hobby und deine Stärke zu genießen. Da Gott dir dieses Interesse und dieses Hobby verliehen hat, wird Er sie dir niemals wegnehmen. Ganz gleich, wie viel du darbringst, du wirst sie immer noch haben – Gott stellt sicher, dass sie weiterhin ohne Ende in dir vorhanden sein werden; sie sind ein Teil deines eigentlichen Wesens. Wenn du Gott nichts darbringst, dann kann man nur sagen, dass du kein Gewissen hast, dass du als geschaffenes Wesen nicht dem Maßstab entsprichst und dass du keine Aufrichtigkeit gegenüber Gott hast. Wenn du Aufrichtigkeit hast, dann solltest du Gott das vergelten, was du von Ihm empfangen hast und was du besitzt. Du solltest diese Haltung haben. Wie viel auch immer Gott dir verliehen hat, wie viel auch immer du verstehst und wie viel auch immer du fähig bist zu tun, du musst es Gott vorbehaltlos darbringen. Denkst du, Gott würde dich etwas umsonst darbringen lassen? Schau dir Abraham an – als Gott ihn um Isaak bat, brachte Abraham Isaak auf dem Altar dar. Doch nahm Gott Isaak wirklich, nachdem Er Abrahams Aufrichtigkeit gesehen hatte? Gott nahm ihn nicht – Gott gab ihm Isaak zurück und bereitete ein Lamm in der Nähe vor. Abraham musste Isaak nicht nur nicht an Gott zurückgeben, sondern erhielt auch ein Lamm, das bereits vorbereitet war. Am Ende überstieg die Segnung, die Gott ihm gab, um ein Vielfaches seine Vorstellungskraft. Natürlich konnte sich Abraham dies weder vorstellen, noch hatte er darum gebeten. Aber Gott behandelt die Menschen nicht ungerecht; Er segnet die Menschen einfach auf diese Weise – das ist es, was Gott will. Selbst wenn du Gott noch nichts vergolten hast, hat Er dir bereits so viel verliehen. Denkst du also, dass Gott dir weniger geben wird, wenn du Ihm wahrhaft etwas vergiltst? Ganz bestimmt nicht – die Segnung, die Gott dir gibt, wird all das übersteigen, was du dir jemals vorstellen könntest. Also sag Mir, ist es einfach, all die Stärken darzubringen, die Gott dir verliehen hat, und sie in deiner Pflicht zu nutzen? Angenommen, du denkst: „Diese Stärken, Interessen und Hobbys, die ich von Natur aus besitze, sind etwas, womit ich geboren wurde, ich habe sie von meinen Eltern geerbt. Sie sind meinen guten Genen und meinem vorteilhaften Hintergrund zu verdanken. Ob sie von Gott verliehen wurden, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich einfach Glück – es ist mein eigenes Glück. Was die Frage betrifft, ob ich sie Gott zurückgeben werde, das werde ich später entscheiden. Im Moment habe ich keine Pläne, das zu tun.“ Sag Mir, würde das bedeuten, dass du ein Gewissen hast? (Nein.) Selbst wenn Gott die Interessen, Hobbys, Stärken und anderen Dinge, die Er dir verliehen hat, nicht wegnähme, würdest du Gottes Segnung nicht erlangen. In Gottes Augen würdest du als geschaffenes Wesen nicht dem Maßstab entsprechen – zumindest mag Gott solche Menschen nicht. Gott verleiht den Menschen bestimmte Interessen, Hobbys und Stärken, und Er hat auch spezifische Anforderungen an sie. Wie die Menschen diese Interessen, Hobbys und Stärken behandeln sollte ebenfalls auf Grundsätzen beruhen, die mit der Wahrheit übereinstimmen. Nimm diese Dinge zum einen nimm nicht als dein Kapital; wenn die Arbeit von Gottes Haus erfordert, dass du eine Pflicht tust, die mit deinen Interessen, Hobbys und Stärken zusammenhängt, dann solltest du dich außerdem durch deine Ehre verpflichtet fühlen, diese Pflicht als deine persönliche Verpflichtung anzunehmen. Du solltest das, was Gott dir verliehen hat, vollständig und vorbehaltlos darbringen, damit Gott die Aufrichtigkeit und Unterwerfung eines geschaffenen Wesens Ihm gegenüber genießen kann. Ist das nicht eine würdevolle und glorreiche Sache? (Doch.) Wenn du Gott die Begabungen und Stärken, die Er dir verliehen hat, nicht darbringen kannst, dann stehst du in Gottes Schuld – das ist eine schändliche Sache. Als Gott dir diese Begabungen und Stärken verlieh, warst du recht glücklich, aber wenn Gott dich bittet, sie Ihm darzubringen, reagierst du irritiert, willst nicht, dass sie von Gott genutzt werden, und willst sie nur selbst nutzen. Zeugt das von Vernunft? Das sind nicht deine privaten Besitztümer – sie wurden von Gott verliehen. Da sie von Gott verliehen wurden, solltest du sie darbringen, wenn Er sie verlangt. In der Lage zu sein, sie darzubringen, zeugt von Unterwerfung und Aufrichtigkeit gegenüber Gott. Wenn du sie nicht darbringen willst oder du es widerwillig und ungern tust, beweist das, dass du weder Unterwerfung noch Aufrichtigkeit gegenüber Gott besitzt. Man kann nur sagen, dass es ein Problem mit deiner Menschlichkeit und deinem Charakter gibt.

In Ordnung, das war alles für unsere heutige Gemeinschaft. Auf Wiedersehen!

23. Dezember 2023

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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