11. Mich bei meiner Pflicht nicht anzustrengen hat mir geschadet

Von Owen, Spanien

Im Jahr 2018 arbeitete ich in der Kirche in der Videoproduktion. Da mir anfangs die Fachkenntnisse und die verschiedenen Grundsätze noch fremd waren, lernte ich fleißig und bemühte mich, die nötigen Fähigkeiten zu beherrschen. Nach einer Weile hatte sich meine technische Kompetenz deutlich verbessert, und ich wurde als Teamleiter ausgewählt. Ich war begeistert und mehr als bereit, mich anzustrengen, um meine Pflicht zu erfüllen. Später trat bei einem komplizierten Videoprojekt ein Problem auf, und mein Leiter beauftragte mich, dies nachzuverfolgen und das Problem zu lösen. Angesichts des komplizierten Arbeitsablaufs und meiner mangelnden Fachkenntnisse arbeitete ich anfangs mit den Brüdern und Schwestern zusammen, um Lösungen zu finden. Doch nach einer Zeit harter Arbeit, in der allmählich alles reibungsloser lief und sich auch meine eigenen technischen Fähigkeiten verbessert hatten, fing ich an, nachlässig zu werden. Ich dachte bei mir: „Dieses Projekt läuft vielleicht noch nicht optimal, aber es ist schon viel besser als vorher. Es reicht, wenn ich den aktuellen Stand halte. Ich muss da nicht ständig so dahinter sein. Es ist so anstrengend, immer auf Anschlag zu sein!“ Danach beschäftigte ich mich kaum noch mit neuen Techniken und vernachlässigte das Erlernen weiterer Fachkenntnisse. Ein paar Mal gab es Probleme mit den Videos, die ich erstellt hatte, und die anderen rieten mir, meine Fachkenntnisse zu verbessern. Obwohl ich wusste, dass sie recht hatten, dachte ich bei mir: „Ich habe so schon genug Arbeit. Wenn ich da jetzt noch mehr Zeit zum Lernen reinquetschen soll – ganz zu schweigen davon, wie anstrengend das wäre –, was ist, wenn sich die Ergebnisse nach all der zusätzlichen Zeit und Energie kaum verbesserten? Wäre dann nicht die ganze Mühe umsonst gewesen?“ Also schenkte ich den Ratschlägen der anderen keine Beachtung. Danach bemerkte mein Leiter, dass unsere Arbeit nur langsam vorankam, und bat mich herauszufinden, was das Problem sei. Der Bruder, mit dem ich zusammenarbeitete, ermahnte mich immer wieder, dieses Problem zu lösen. Damals sträubte ich mich innerlich etwas dagegen. Ich dachte: „Wir kommen vielleicht etwas langsam voran, aber wir erzielen bessere Ergebnisse als früher. Wir sollten nichts übereilen.“ Doch tief im Inneren wusste ich, wenn ich den Arbeitsablauf sorgfältiger durchging und plante, dann war da wirklich noch mehr Raum für eine höhere Arbeitseffizienz. Aber jedes Mal, wenn ich an den Arbeitsstress dachte, den ich bereits hatte, und wie anstrengend es wäre, noch mehr Zeit für diese Arbeit aufzuwenden, schob ich es immer wieder auf. Später sprach mein Leiter mich noch zweimal auf das Problem an, und erst dann analysierte ich aus Sorge um meinen Ruf die Situation widerwillig und pro forma. Letztendlich konnte ich aber trotzdem keine passende Lösung finden.

Danach war ich nicht mehr bereit, mir Gedanken über die Arbeit des Teams zu machen oder einen Preis zu zahlen, um es besser zu machen. Wenn ich frei hatte, wollte ich mich nur ausruhen und habe sogar mehrmals hintereinander verschlafen, wodurch ich unsere Arbeit verzögerte. Wenn ich Besorgungen machte, lungerte ich manchmal draußen herum und mied meine Pflicht eine Zeit lang. In ruhigeren Arbeitsphasen dachte ich auch nicht darüber nach, wie ich meine Fähigkeiten verbessern könnte, und ruhte mich stattdessen aus, wenn ich die Gelegenheit dazu hatte. So wurde ich immer nachlässiger und erledigte die Nachverfolgung und Zuweisung von Aufgaben nur noch pro forma. Ich half den anderen fast nie dabei, Abweichungen in ihrer Arbeit zusammenzufassen, und wenn Probleme auftraten, wollte ich mir keine Gedanken über ihre Lösung machen. Das Ergebnis war, dass wir bei Videos trödelten, die eindeutig vor der geplanten Deadline hätten fertig sein können. In dieser Zeit traten bei den von mir erstellten Videos ständig Probleme auf, und keiner der Brüder und Schwestern in meinem Team machte bei seiner Arbeit Fortschritte. Sobald auch nur die geringste Schwierigkeit bei der Arbeit aufkam, beschwerten sich alle. Ich versäumte es nicht nur, dies durch gemeinschaftlichen Austausch zu lösen, sondern stimmte sogar in die Klagen mit ein. Da ich keine echte Arbeit leistete und auch nach mehrmaligem gemeinschaftlichem Austausch durch die Leiter und Mitarbeiter keine Besserung zeigte, wurde ich bald darauf entlassen. Ich fühlte mich furchtbar, also betete ich zu Gott und dachte über mich selbst nach.

Eines Tages sah ich während meiner Andachten, dass Gottes Worte besagten: „Es gibt Menschen, die bei der Ausführung ihrer Pflichten nicht bereit sind, irgendein Leid zu ertragen, und wann immer sie auf ein Problem stoßen, beschweren sie sich, dass es zu schwer ist, und weigern sich, einen Preis zu zahlen. Was ist das für eine Haltung? Es ist eine oberflächliche Haltung. Wenn du deine Pflicht oberflächlich ausführst und mit einer respektlosen Haltung herangehst, was wird dann das Ergebnis sein? Du wirst daran scheitern, selbst eine Pflicht gut auszuführen, zu der du in der Lage bist – deine Leistung wird nicht dem Standard entsprechen, und Gott wird mit deiner Einstellung zu deiner Pflicht sehr unzufrieden sein. Hättest du zu Gott gebetet, nach der Wahrheit gesucht und dein ganzes Herz und deinen ganzen Verstand eingesetzt, hättest du so kooperiert, dann hätte Gott alles für dich im Voraus vorbereitet, sodass sich, als du Dinge abgearbeitet hast, alles gefügt und zu guten Ergebnissen geführt hätte. Du müsstest keine riesige Menge an Energie aufbringen; hättest du dein Möglichstes getan, hätte Gott bereits alles für dich arrangiert. Wenn du gerissen bist und nachlässt, wenn du deine Pflicht nicht ordnungsgemäß tust und immer den falschen Weg nimmst, dann wird Gott nicht in dir arbeiten; du wirst diese Gelegenheit versäumen, und Gott wird sagen: ‚Du taugst nichts; Ich kann dich nicht gebrauchen. Stell dich zur Seite. Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder? Du bist gern faul und gibst dich gern Bequemlichkeiten hin, nicht wahr? Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!‘ Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen. Was sagt ihr: Ist das ein Verlust oder ein Gewinn? (Ein Verlust.) Es ist ein enormer Verlust!(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, dachte ich an meine Zeit als Teamleiter zurück. Mir wurde klar, dass ich genau so war, wie Gottes Worte es enthüllten: gleichgültig, verantwortungslos, oberflächlich und aalglatt in meiner Pflicht. Als ich anfing, als Teamleiter zu dienen, investierte ich Zeit und Mühe, doch sobald sich meine Fähigkeiten verbesserten und ich erste Ergebnisse errang, wurde ich selbstgefällig, ruhte mich auf meinen Lorbeeren aus und nahm ständig auf das Fleisch Rücksicht. Ich dachte nur daran, wie ich mich entspannen und es mir leicht machen konnte, und war nicht bereit, mich mit Anstrengung der Arbeit zu widmen, um sie besser zu machen. Selbst als ich klar sah, dass es Probleme gab, löste ich sie nicht sofort, und wenn andere mich darauf hinwiesen, ignorierte ich sie. Wenn ich bemerkte, dass die anderen im Team über ihre Schwierigkeiten klagten, versäumte ich es als Teamleiter nicht nur, mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, um ihre Probleme zu lösen, sondern ich machte sogar mit und gab ihnen recht. Es war, als hätte es mit mir nichts zu tun, ganz gleich, wie sehr sich die Videoarbeit verzögerte oder wie viele Probleme die Brüder und Schwestern hatten. Ich wollte nur körperliche Freuden genießen und vermeiden, mich zu verausgaben. Das führte dazu, dass bei den von uns produzierten Videos ständig Probleme auftraten, was den Fortschritt der Videoarbeit ernsthaft verzögerte. Ich ging mit einer so wichtigen Pflicht leichtfertig um; um der Bequemlichkeit und Ruhe meines Fleisches willen erlaubte ich mir, im vollen Bewusstsein oberflächlich zu handeln, Gott zu täuschen und andere hinters Licht zu führen. Wo war mein gottesfürchtiges Herz? Gott verabscheute und hasste solch eine Haltung gegenüber der Pflicht. Als ich an all die Probleme bei meiner Arbeit zurückdachte – wenn ich einfach die Zeit investiert und einen Preis gezahlt hätte, wäre es nie so schlimm gekommen. Aber ich war faul und wollte weder leiden noch mich erschöpfen. So habe ich der Videoarbeit geschadet. Ich war so egoistisch, verachtenswert und unmenschlich! Ich war so verkommen und dekadent und hatte es nicht einmal bemerkt. Gott hatte immer wieder Mahnungen für mich orchestriert, aber ich dachte trotzdem nicht darüber nach oder tat Buße. Wie konnte mein Herz nur so abgestumpft und unnachgiebig sein? Als mir all das bewusst wurde, fühlte ich mich schuldig und war bestürzt. Mit meiner Verantwortungslosigkeit und weil es mir an Menschlichkeit fehlte, hatte ich es wirklich nicht verdient, ein Leiter zu sein. Es war meine eigene Schuld, dass ich entlassen worden war.

Später las ich einen weiteren Abschnitt von Gottes Worten: „Solange ihnen etwas gesagt oder aufgetragen wird – ganz gleich, ob von einem Leiter, einem Mitarbeiter oder dem Oberen –, werden Menschen mit Verantwortungsbewusstsein stets denken: ‚Nun, da sie so große Stücke auf mich halten, muss ich diese Angelegenheit gut erledigen und darf sie nicht enttäuschen.‘ Würdest du dich nicht wohl dabei fühlen, solchen Menschen, die Gewissen und Vernunft besitzen, eine Aufgabe anzuvertrauen? Die Menschen, denen du eine Aufgabe anvertrauen kannst, sind sicherlich diejenigen, die du wohlwollend betrachtest und denen du vertraust. Insbesondere, wenn sie mehrere Aufgaben für dich erledigt und alle sehr gewissenhaft ausgeführt und deine Anforderungen vollständig erfüllt haben, wirst du denken, dass sie vertrauenswürdig sind. In deinem Herzen wirst du sie wirklich bewundern und viel von ihnen halten. Die Menschen sind bereit, mit dieser Art von Person Umgang zu haben, ganz zu schweigen von Gott. Denkt ihr, Gott wäre bereit, die Kirchenarbeit und die Pflicht, die der Mensch zu tun verpflichtet ist, einer Person anzuvertrauen, die nicht vertrauenswürdig ist? (Nein, das wäre Er nicht.) Wenn Gott jemandem eine kirchliche Arbeit zuweist, was ist Gottes Erwartung an ihn? Erstens hofft Gott, dass er fleißig und verantwortungsbewusst ist, dass er diese Arbeit wie eine große Sache behandelt und entsprechend handhabt und sie gut erledigt. Zweitens hofft Gott, dass diese Person vertrauenswürdig ist, dass ihr Verantwortungsbewusstsein nicht ins Wanken gerät und ihre Integrität der Prüfung standhält, ganz gleich, wie viel Zeit vergeht und wie sich die Umgebung verändert. Wenn diese Person vertrauenswürdig ist, wird Gott beruhigt sein, und Er wird diese Angelegenheit nicht länger beaufsichtigen oder nachverfolgen. Das liegt daran, dass Er ihr in Seinem Herzen vertraut und sie die ihr übertragene Aufgabe gewiss erledigen wird, ohne dass etwas schiefgeht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Durch Gottes Worte lernte ich, dass ein Mensch mit wahrer Menschlichkeit bei seiner Pflicht verantwortungsbewusst ist, Gottes prüfenden Blick annehmen und an seiner Pflicht festhalten kann, indem er seine Verantwortung und Treue genau nach den Grundsätzen erfüllt, egal in welcher Situation er sich befindet. Das ist die Haltung, die wir bei unseren Pflichten haben sollten. Da die Kirche mir die Videoarbeit anvertraut hatte, hätte ich zumindest mein Bestes geben und Probleme und Schwierigkeiten bei der Arbeit rechtzeitig erkennen und lösen sollen, um sicherzustellen, dass unsere Arbeit normal verläuft. Als ich diese Pflicht übernahm, hatte ich bereitwillig zugesagt, doch später kümmerte ich mich nur noch um meine eigene Bequemlichkeit und Ruhe und leistete überhaupt keine praktische Arbeit, selbst als andere mich wiederholt dazu drängten und ermahnten. Ich trug den Titel „Teamleiter“, bekam aber nichts fertig und erfüllte nicht einmal das absolute Minimum meiner Verantwortung. Dadurch verzögerte ich die Videoarbeit der Kirche. Mir fehlte es wirklich an Menschlichkeit und ich war nicht vertrauenswürdig! Nach meinem Verhalten hätte ich schon längst ausgemustert werden müssen. Nur durch Gottes Barmherzigkeit und Toleranz durfte ich weiterhin meine Pflicht in diesem Team tun. Damals dachte ich: „Ich muss diese Gelegenheit schätzen und bei meiner Pflicht mein Äußerstes geben.“ Danach gab ich mich bei meiner Pflicht nicht mehr mit dem Status quo zufrieden. Zusätzlich zur täglichen Fertigstellung der mir zugewiesenen Videos suchte ich ständig nach Möglichkeiten, meine Effizienz zu steigern, deckte unsere Probleme und Abweichungen auf und meldete sie rechtzeitig dem Teamleiter. Ich besprach auch mit allen anderen Lösungswege. Obwohl es anstrengender war, auf diese Weise zu arbeiten, fühlte ich mich viel friedlicher und ruhiger, da ich wusste, dass ich einen Teil meiner Verantwortung erfüllt hatte.

Bald darauf sah der Leiter, dass ich mich etwas verändert hatte, und wies mir die Betreuung eines Videoprojekts zu. Ich schätzte die Gelegenheit, diese Pflicht zu tun, sehr und wollte mein Bestes geben. Ich verfolgte die Arbeit jeden Tag aktiv und fasste unsere Abweichungen bei der Arbeit zusammen. Wenn ich Probleme bemerkte, fand ich sofort eine Lösung, und wenn ich sie nicht lösen konnte, beriet und besprach ich mich mit dem Teamleiter. Aber kurze Zeit später, als wir bei unserer Arbeit einige Ergebnisse erzielten und sich meine Fähigkeiten verbessert hatten, schlich sich meine alte Faulheit wieder ein. Ich dachte: „In letzter Zeit läuft die Arbeit planmäßig und es gibt keine großen Probleme. Ich sollte mich etwas ausruhen. Wenn ich jeden Tag so viel arbeite und so viel habe, um das ich mir Sorgen mache, wächst mir das irgendwann noch über den Kopf.“ Sobald ich das dachte, wurde ich nachlässig, und ging wieder nur pro forma vor, dachte nicht mehr daran, meine Fähigkeiten zu verbessern oder Probleme und Abweichungen zu lösen, und machte mir nicht einmal mehr die Mühe, mich bei den Brüdern und Schwestern nach dem Stand ihrer Arbeit zu erkundigen. Wann immer ich etwas Freizeit hatte, wollte ich mich nur entspannen, und manchmal, während ich eigentlich arbeiten oder mir Fachkenntnisse aneignen sollte, schaute ich mir zum Zeitvertreib lustige Videos oder Serien an. Das Ergebnis war, dass sich Videos, die früher hätten fertig sein können, verzögerten und unsere Arbeitsergebnisse anfingen, den Bach runterzugehen. In jenen Tagen war ich den ganzen Tag wie benommen und wirr im Kopf. Ich empfing kein Licht, wenn ich Gottes Worte las, und spürte eine Dunkelheit, die sich in mir ausbreitete. Auch wenn ich zu Gott betete, konnte ich Seine Gegenwart nicht spüren. Obwohl ich wusste, dass es gefährlich war, so weiterzumachen, konnte ich mich einfach nicht beherrschen und empfand wahren Schmerz und echte Qual. Zu dieser Zeit stieß ich zufällig auf einen Abschnitt von Gottes Worten: „Wenn Gläubige in ihrer Rede und ihrem Verhalten genauso lässig und unbeherrscht sind wie Nichtgläubige, dann sind sie sogar noch niederträchtiger als Nichtgläubige; sie sind archetypische böse Dämonen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht praktizieren). Ich hatte das Gefühl, als würden Gottes Worte mich direkt entlarven. Obwohl ich schon seit vielen Jahren an Gott glaubte, vernachlässigte ich immer noch meine Pflichten und suchte nach Zerstreuung, wenn ich eigentlich hätte arbeiten sollen; ich zeigte dabei keinerlei Aufrichtigkeit. In der weltlichen Welt muss man sich an die Regeln seines Unternehmens halten, und während der Arbeit muss man seine Aufgaben gewissenhaft erledigen und darf nicht nachlässig sein. Aber während ich meine Pflicht in der Kirche tat, besaß ich nicht einmal ein grundlegendes Verantwortungsbewusstsein und legte meine Pflicht einfach beiseite, nur um mein Fleisch zufriedenzustellen. So zügellos und hemmungslos wie ich mich benommen hatte, verdiente ich es da wirklich, Christ genannt zu werden? Ich war nicht einmal gut darin, mich bei meiner Pflicht abzumühen, geschweige denn, sie so auszuführen, dass sie dem Standard entsprach. Ich hasste mich dafür, dass ich auf mein Fleisch Rücksicht nahm – warum fehlte mir auch nur der geringste Funke Entschlossenheit, mich dagegen aufzulehnen? Ich dachte an meine Brüder und Schwestern auf dem chinesischen Festland, die lieber das Risiko von Verhaftung und Folter durch die KPCh auf sich nahmen, als ihre Pflichten aufzugeben. Und ich? Ich war aus China geflohen, tat meine Pflicht in einem freien und demokratischen Land und war nicht einmal bereit, mir ein wenig mehr Gedanken über meine Arbeit zu machen oder einen Preis zu zahlen. Ich benahm mich wie ein totaler Nichtsnutz – ohne das geringste bisschen Würde oder Charakter. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr schämte ich mich, den Brüdern und Schwestern und erst recht Gott gegenüberzutreten. Und ich begann nachzudenken: „Ich bin schon einmal gescheitert, weil ich auf mein Fleisch Rücksicht genommen und mich vor meinen Pflichten gedrückt habe. Warum hatte ich nichts aus meinen früheren Fehlern gelernt? Warum war ich bei meiner Arbeit so flatterhaft und unbeständig?“ Ich betete immer wieder zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten und zu erhellen, damit ich die Wurzel meines Problems finden konnte.

Eines Tages stieß ich auf diese Abschnitte von Gottes Worten: „Weshalb sind die Menschen immer undiszipliniert und faul, als ob sie wandelnde Leichen wären? Das berührt das Problem ihrer Natur. In der menschlichen Natur gibt es eine gewisse Faulheit. Egal, welche Aufgabe die Menschen erledigen, sie brauchen immer jemanden, der sie beaufsichtigt und sie drängt. Manchmal nehmen die Menschen Rücksicht auf das Fleisch, begehren körperliches Wohlbefinden und halten immer etwas für sich selbst zurück – diese Menschen sind von teuflischen Absichten und gerissenen Plänen erfüllt, und es gibt wirklich nichts Gutes in ihnen. Sie geben nie ihr Bestes, ganz egal, welche wichtige Pflicht sie gerade ausführen. Sie sind unverantwortlich und haben keine Treue. Ich habe diese Dinge heute gesagt, um euch daran zu erinnern, bei der Arbeit nicht passiv zu sein. Ihr müsst allem folgen können, was Ich sage(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (26)). „Falsche Leiter leisten keine wirkliche Arbeit, aber sie wissen, wie man sich als Amtsträger aufspielt. Was ist das Erste, was sie tun, sobald sie Leiter werden? Sie erkaufen sich die Gunst der Leute. Sie gehen nach dem Motto ‚Neue Beamte sind besonders eifrig, Eindruck zu schinden‘ vor: Zuerst tun sie ein paar Dinge, um sich bei den Leuten beliebt zu machen, und kümmern sich um einige Angelegenheiten, die dem alltäglichen Wohl aller zugutekommen. Sie versuchen zuerst, bei den Leuten einen guten Eindruck zu hinterlassen, um allen zu zeigen, dass sie auf einer Wellenlänge mit der Masse sind, damit jeder sie lobt und sagt: ‚Dieser Leiter ist für uns wie ein Elternteil!‘ Dann treten sie offiziell ihr Amt an. Sie haben das Gefühl, dass sie die Unterstützung des Volkes haben und ihre Position gefestigt ist; dann beginnen sie, die Vorteile des Status zu genießen, als ob sie ihnen von Rechts wegen zustünden. Ihre Mottos lauten: ‚Im Leben geht es allein um gutes Essen und schöne Kleidung‘, ‚Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst‘ und ‚Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen‘. Sie genießen jeden Tag, wie er kommt, vergnügen sich, solange sie können, und verschwenden keinen Gedanken an die Zukunft, geschweige denn, dass sie darüber nachdenken, welche Verantwortlichkeiten ein Leiter übernehmen und welche Pflichten er ausführen sollte. Sie predigen routinemäßig ein paar Worte und Glaubenslehren und erledigen einige Aufgaben nur zum Schein – sie leisten überhaupt keine wirkliche Arbeit. Sie fördern die wirklichen Probleme in der Kirche nicht zutage und lösen sie nicht vollständig. Welchen Sinn hat es also, wenn sie solch oberflächliche Aufgaben erledigen? Ist das nicht betrügerisch? Können dieser Art von falschem Leiter wichtige Aufgaben anvertraut werden? Entspricht er den Grundsätzen und Bedingungen des Hauses Gottes für die Auswahl von Leitern und Mitarbeitern? (Nein.) Diese Menschen haben weder Gewissen noch Vernunft, ihnen fehlt jegliches Verantwortungsbewusstsein, und dennoch wollen sie in der Kirche ein offizielles Amt bekleiden, ein Leiter sein – warum sind sie so schamlos? Manche Menschen mit Verantwortungsbewusstsein können, wenn sie von geringem Kaliber sind, keine Leiter sein – ganz zu schweigen von nutzlosen Menschen, die überhaupt kein Verantwortungsbewusstsein haben; sie sind noch weniger qualifiziert, Leiter zu sein. Wie faul sind solche gefräßigen und trägen falschen Leiter? Selbst wenn sie ein Problem entdecken und sich bewusst sind, dass es ein Problem ist, nehmen sie es nicht ernst und schenken ihm keine Beachtung. Sie sind so verantwortungslos! Obwohl sie redegewandt sind und ein gewisses Kaliber zu haben scheinen, können sie die verschiedenen Probleme in der Arbeit der Kirche nicht lösen, was dazu führt, dass die Arbeit zum Erliegen kommt; die Probleme häufen sich weiter an, aber diese Leiter kümmern sich nicht darum und bestehen darauf, routinemäßig ein paar oberflächliche Aufgaben zu erledigen. Und was ist das Endergebnis? Machen sie die Kirchenarbeit nicht zu einem Chaos, vermasseln sie sie nicht? Verursachen sie nicht Chaos und Uneinigkeit in der Kirche? Das ist das unvermeidliche Ergebnis(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich: Der Grund für meine Selbstgefälligkeit und meinen mangelnden Antrieb bei meiner Pflicht war, dass ich von Natur aus faul war und Bequemlichkeit begehrte. Mein Kopf war voller satanischer Philosophien für weltliche Belange, wie „Im Leben geht es allein um gutes Essen und schöne Kleidung“, „Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen“ und „Gönn dir was, das Leben ist kurz.“ Ich lebte nach diesen satanischen Trugschlüssen und dachte, in diesem Leben auf Erden sollte ich es mir gut gehen lassen. Ständiges Leiden und Erschöpfung erschienen mir nicht sinnvoll. Infolgedessen war ich bei nichts, was ich tat, ausdauernd. Das kleinste Ergebnis bei meiner Arbeit betrachtete ich als mein Kapital und wurde selbstgefällig und dekadent. Es war genau wie in meiner Schulzeit: Immer wenn ich gute Noten bekam und von meinen Lehrern und Klassenkameraden gelobt wurde, wollte ich keine Gedanken und Energie mehr ins Lernen stecken und einfach nur Spaß haben. Es war mir nicht mehr wichtig, im Unterricht aufzupassen oder meine Hausaufgaben zu machen. Aber sobald meine Noten schlechter wurden und meine Eltern und Lehrer strenger mit mir wurden, lernte ich wieder intensiver und strengte mich an, bis meine Noten wieder besser waren – woraufhin ich mich wieder entspannte und wieder nur noch Spaß haben wollte. In all den Jahren wurde ich von diesen dekadenten Vorstellungen beherrscht und wurde immer fauler, mutloser und antriebsloser. Ich war bei allem, was ich tat, flatterhaft und unbeständig, war nicht bereit zu leiden oder einen Preis zu zahlen und hatte immer weniger Lust, mich bei meiner Pflicht anzustrengen. Sowohl in meiner früheren Rolle als Teamleiter als auch in meiner jetzigen als Teammitglied, das für die Überprüfung des Arbeitsfortschritts zuständig war, war ich gleichermaßen faul und antriebslos. Sobald ich irgendwelche Ergebnisse erzielte, ruhte ich mich darauf aus und wollte Arbeit und Ruhe abwechseln, um mich ja nicht zu überarbeiten oder zu erschöpfen. Selbst als ich klar erkannte, dass es bei der Arbeit Probleme gab, löste ich sie nicht, sondern zog es vor, meine Zeit mit belanglosen Vergnügungen zu verschwenden, anstatt mich zugunsten meiner Pflicht ein wenig mehr aufzuopfern und einen etwas höheren Preis zu zahlen. Ich tat nur so viel, um den Schein zu wahren und meinen Leiter zu täuschen und abzuspeisen. Mir wurde klar, dass ich nicht nur faul, sondern auch hinterlistig und aalglatt war und nichts anderes wollte, als mein Leben in Entspannung und Ruhe zu führen. Ich hatte so viel von der Bewässerung und Versorgung durch Gottes Worte sowie Gottes Fürsorge und Schutz genossen, aber ich erledigte nicht einmal das absolute Minimum an Verantwortlichkeiten. War ich nicht nur ein fauler Nichtsnutz, ein Parasit in der Kirche? Wo waren meine Menschlichkeit und Vernunft? Ich wurde an eine Zeile aus der Bibel erinnert, die besagt: „Und der Ruchlosen Glück bringt sie um“ (Sprüche 1,32). Wenn ich keine Buße täte, würde der Heilige Geist aufhören, in mir zu wirken, selbst wenn die Kirche mich vorerst nicht ausmustern würde, denn Gott prüft alle Dinge genau. Früher oder später würde ich ausgemustert werden.

Danach begann ich, durch das Essen und Trinken von Gottes Worten, meine Haltung gegenüber meiner Pflicht zu ändern. Gottes Worte sagen: „Wie du Gottes Aufträge behandeln solltest, ist äußerst wichtig. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit. Wenn du nicht erfüllen kannst, was Gott dir anvertraut hat, dann eignest du dich nicht dazu, in Seiner Gegenwart zu leben, und solltest deine Strafe akzeptieren. Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass die Menschen die ihnen von Gott anvertrauten Aufträge erfüllen. Das ist die oberste Verantwortung der Menschen, und sie ist genauso wichtig wie ihr eigenes Leben. Wenn du Gottes Aufträge auf die leichte Schulter nimmst, dann ist das ein schwerster Verrat an Gott. Wenn du das tust, bist du erbärmlicher als Judas und solltest verflucht werden. Die Menschen müssen ein gründliches Verständnis dafür erlangen, wie man mit Gottes Aufträgen umgehen sollte, und sie sollten zumindest Folgendes verstehen: Dass Gott dem Menschen Aufträge anvertraut, ist Seine Erhöhung des Menschen und eine Art besonderer Gnade, die Er den Menschen zeigt; das ist das Herrlichste, was es gibt, und alles andere kann aufgegeben werden – selbst das eigene Leben – aber Gottes Aufträge müssen erfüllt werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). „Die Menschen müssen alle danach streben, ein sinnvolles Leben auszuleben, und sollten sich nicht mit ihren derzeitigen Umständen zufriedengeben. Sie müssen es schaffen, das Abbild von Petrus auszuleben, und sie müssen das Wissen und die Erfahrungen von Petrus besitzen. Sie müssen Dinge anstreben, die höher und tiefgründiger sind. Sie müssen eine tiefere, reinere Liebe zu Gott anstreben und ein Leben, das Wert und Bedeutung hat. Nur das ist Leben; nur dann werden sie genauso sein wie Petrus. Du musst dich darauf konzentrieren, proaktiv in die positive Seite einzutreten, und darfst nicht passiv sein und dich zurückfallen lassen, weil du mit vorübergehender Bequemlichkeit zufrieden bist, während du gleichzeitig tiefgründigere, detailliertere und praktischere Wahrheiten ignorierst. Du musst praktische Liebe besitzen und jeden möglichen Weg finden, um dich von diesem dekadenten, sorgenfreien Leben zu befreien, das sich nicht von dem eines Tieres unterscheidet. Du musst ein sinnerfülltes Leben ausleben, ein Leben von Wert, und darfst dir nicht selbst etwas vormachen oder dein Leben behandeln, als wäre es ein Spielzeug, mit dem man herumspielen kann. Für alle, die Entschlossenheit besitzen und Gott lieben, gibt es keine nicht zu erlangenden Wahrheiten und kein Recht, für das sie nicht einstehen können. Wie solltest du dein Leben führen? Wie solltest du Gott lieben und diese Liebe dazu verwenden, um Seine Absichten zu befriedigen? In deinem Leben gibt es kein größeres Anliegen. Vor allem aber musst du diese Art von Entschlossenheit und Beharrlichkeit haben und solltest kein rückgratloser Schwächling sein. Du musst lernen, wie man ein sinnvolles Leben erfährt und bedeutungsvolle Wahrheiten erfährt, und solltest dich nicht auf diese Weise nachlässig behandeln(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Gericht). Durch Gottes Worte verstand ich, dass der Wert und Sinn des Lebens darin liegen, seine Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen. Wenn man ständig nach Bequemlichkeit und Ruhe strebt, keinen Antrieb hat und bei seinen Pflichten oberflächlich ist, ist das ein Verrat an Gott, und Er verflucht und verabscheut ein solches Verhalten. Ich dachte an Petrus, wie er sein ganzes Leben lang eifrig danach strebte, Gott zu lieben und zufriedenzustellen, sich immer streng an Gottes Worte hielt und ständig versuchte, besser zu werden. Er bemühte sich stets, die Wahrheit zu praktizieren und Gott zufriedenzustellen, wurde schließlich für Gott mit dem Kopf nach unten gekreuzigt und legte ein durchschlagendes Zeugnis ab. Und dann Noah: Nachdem er Gottes Auftrag angenommen hatte, arbeitete er 120 Jahre lang am Bau der Arche, schreckte nie zurück, selbst angesichts unzähliger Schwierigkeiten und enormen Leidens, und mühte sich unermüdlich ab, bis die Arche fertig war. Als ich mich mit Noah und Petrus und ihrer Haltung gegenüber Gott und ihrer Pflicht verglich, schämte ich mich unglaublich. Ich erkannte, dass ich sowohl egoistisch als auch faul war und nicht das geringste bisschen Menschlichkeit besaß. Ich hatte keinerlei Verantwortungsbewusstsein gegenüber meiner Pflicht, war oberflächlich und schob alles vor mir her. Sobald mehr von mir verlangt wurde oder es bei der Arbeit stressig wurde, fing ich an, über Müdigkeit zu klagen, wurde nachlässig und nahm auf mein Fleisch Rücksicht, selbst wenn man mich antrieb. Ich hatte überhaupt kein gottesfürchtiges Herz. Mit meiner Art würde ich mir am Ende nur mein eigenes Grab schaufeln. Aber ich hielt mich immer für im Recht und war schon mit der geringsten Anstrengung zufrieden. Ich war so abgestumpft, töricht und unwissend! Obwohl ich meine Pflicht auf so eine Art getan hatte, gab Gott mir immer noch Chancen zur Buße. Ich konnte Gottes Gefühle nicht weiter durch meine Dekadenz verletzen. Also betete ich zu Gott: „Lieber Gott, ich erkenne, dass ich von Natur aus träge bin und es mir an Menschlichkeit fehlt. Ich will nicht weiter so leben. Ich möchte ernsthaft nach der Wahrheit streben und meine Pflicht erfüllen. Bitte prüfe mein Herz genau.“

Von da an steckte ich mehr Zeit und Energie in meine Pflicht. Obwohl mein Terminkalender jeden Tag voll war, quetschte ich trotzdem etwas Zeit hinein, um zu lernen und meine technischen Fähigkeiten zu verbessern. Ich fasste auch regelmäßig die Probleme und Abweichungen in meiner Arbeit zusammen und bemühte mich unaufhörlich, meine Fähigkeiten zu verbessern. Kurze Zeit später begann ich bessere Ergebnisse bei den Videos zu erzielen, die ich produzierte. Ich merkte, wenn ich das, was ich gelernt hatte, mit meinen Brüdern und Schwestern teilte, schien es auch für sie hilfreich zu sein. Ich fühlte mich wirklich friedlich und ruhig. Es war etwas anstrengender, meine Pflicht auf diese Weise zu tun, und es blieb weniger Zeit zum Ausruhen, aber ich fühlte mich weder müde, noch hatte ich das Gefühl, zu leiden. Tatsächlich fühlte ich mich viel klarer im Kopf – ganz anders als früher, als ich jeden Tag wirr und zerstreut war. Es fiel mir auch leichter, Probleme in unserer Arbeit zu erkennen, und durch den gemeinschaftlichen Austausch mit meinen Brüdern und Schwestern sowie durch Gottes Erleuchtung und Führung lösten wir viele Probleme rechtzeitig. Aber weil ich von Satan zu tief verdorben worden war, beeinflussten mich seine Ideen von Trägheit immer noch von Zeit zu Zeit. Als ich anfing, gute Ergebnisse zu erzielen, wurde ich wieder ein wenig selbstgefällig und wollte auf mein Fleisch Rücksicht nehmen. Als ich einmal eines unserer Videos überprüfte, erschien ein Actionfilm in meinem Feed. Ich dachte: „Die Arbeit war in letzter Zeit so stressig – es schadet sicher nicht, kurz reinzuschauen und etwas Druck abzubauen.“ Während ich zusah, wurde mir plötzlich klar, dass ich in meine alten Muster zurückfiel. Ich las einen Abschnitt von Gottes Worten: „Du willst bei der Ausführung deiner Pflicht nachlässig sein. Du versuchst, dich zu drücken und Gottes prüfendem Blick auszuweichen. Eile in solchen Zeiten vor Gott, um zu beten, und reflektiere darüber, ob es richtig war, so zu handeln. Dann denke über Folgendes nach: ‚Warum glaube ich an Gott? So eine Nachlässigkeit mag den Menschen entgehen, aber wird sie Gott entgehen? Außerdem glaube ich nicht an Gott, um mich durchzumogeln, sondern, um gerettet zu werden. Mein Handeln drückt somit weder normale Menschlichkeit aus, noch wird es von Gott geschätzt. Nein, da draußen in der Welt konnte ich mich durchmogeln und tun, was mir gefiel, aber jetzt bin ich im Haus Gottes, ich stehe unter der Herrschaft Gottes, unter dem prüfenden Blick von Gottes Augen. Ich bin ein Mensch, ich muss nach meinem Gewissen handeln, ich kann nicht tun, was ich will. Ich muss nach Gottes Worten handeln, ich darf nicht nachlässig sein, ich darf mich nicht durchmogeln. Wie also sollte ich vorgehen, um mich nicht durchzumogeln, um nicht nachlässig zu sein? Ich muss mich anstrengen. Gerade jetzt hatte ich das Gefühl, es wäre zu viel Mühe, es so zu machen, ich wollte Mühsal vermeiden, aber jetzt verstehe ich: Es mag viel Mühe machen, es so zu tun, aber es ist effektiv, und deshalb sollte es so gemacht werden.‘ Wenn du arbeitest und trotzdem Angst vor Mühsal hast, dann musst du in solchen Momenten zu Gott beten: ‚O Gott, ich bin ein fauler und verschlagener Mensch, ich bitte Dich, mich zu disziplinieren, mich zu tadeln, damit mein Gewissen etwas empfindet und ich mich schäme. Ich will nicht nachlässig sein, ich bitte Dich, mich zu führen und zu erleuchten, mir meine Aufsässigkeit und meine Hässlichkeit zu zeigen.‘ Wenn du so betest, reflektierst und versuchst, dich selbst zu erkennen, wird das ein Gefühl von Reue hervorbringen, und du wirst deine Hässlichkeit hassen können, und dein falscher Zustand wird anfangen, sich zu ändern, und du wirst in der Lage sein, darüber nachzudenken und dir zu sagen: ‚Warum bin ich nachlässig? Warum versuche ich immer mich durchzumogeln? Wer so handelt, dem fehlen jegliches Gewissen und jegliche Vernunft – bin ich immer noch jemand, der an Gott glaubt? Warum nehme ich die Dinge nicht ernst? Müsste ich nicht einfach ein wenig mehr Zeit und Mühe investieren? Es ist keine große Last. Es ist das, was ich tun sollte; wenn ich nicht einmal das tun kann, kann man mich dann als Menschen bezeichnen?‘ Infolgedessen wirst du einen Entschluss fassen und einen Schwur ablegen: ‚O Gott, ich habe Dich enttäuscht, ich bin wirklich zu tief verdorben, ich habe weder Gewissen noch Vernunft, ich habe keine Menschlichkeit, ich möchte Buße tun. Ich bitte Dich, mir zu vergeben, ich werde mich gewiss ändern. Wenn ich nicht Buße tue, dann will ich, dass Du mich bestrafst.‘ Danach wird sich deine Denkweise zum Guten wenden, und du wirst anfangen, dich zu ändern. Du wirst gewissenhaft handeln und deine Pflichten gewissenhaft ausführen und dabei weniger nachlässig sein, und du wirst imstande sein, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Du wirst der Meinung sein, dass es wunderbar ist, deine Pflicht auf diese Weise auszuführen, und du wirst Frieden und Freude in deinem Herzen haben. Wenn die Menschen Gottes prüfenden Blick akzeptieren können, zu Ihm beten können und sich auf Ihn verlassen, dann werden sich ihre Zustände bald ändern(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Nachdem ich über Gottes Worte nachgedacht hatte, fand ich einen Weg der Praxis. Ich war von Natur aus träge, liebte die Bequemlichkeit und Nichtstun und war nicht bereit zu leiden. Alleine wäre ich nicht imstande, dieses Problem zu lösen; ich musste zu Gott beten, mich auf Ihn verlassen und Seinen prüfenden Blick annehmen. Wenn ich das nächste Mal auf mein Fleisch Rücksicht nehmen, aalglatt sein oder nachlässig werden wollte, sollte ich sofort zu Gott beten und Ihn bitten, mich zu disziplinieren und zu maßregeln. Nur dann wäre ich in der Lage, mich gegen mein Fleisch aufzulehnen und meine Pflicht gut zu tun. Also erzählte ich Gott im Gebet von meinem Zustand und bat Ihn, mich zu disziplinieren. Nach meinem Gebet beruhigte ich mich und überprüfte weiter das Video, dachte sorgfältig über die Grundsätze nach und schlug relevante Informationen nach. Als ich mich mit meiner Arbeit befasste, konnte ich Gottes Führung spüren, konnte schnell die Probleme im Video identifizieren und einen Weg zu ihrer Lösung finden.

Durch diese Erfahrung gewann ich mehr Vertrauen im Umgang mit meiner Faulheit. Ich erkannte, dass ich mich nur wirklich auf Gott verlassen und bei meiner Arbeit Seinen prüfenden Blick annehmen musste. Wenn ich wieder anfangen würde, auf mein Fleisch Rücksicht zu nehmen, konnte ich beten und mich auf Gott verlassen, um mich bewusst zurückzuhalten. Auf diese Weise hätte ich die Kraft, meine Faulheit zu überwinden und meine Pflicht in Frieden zu tun. Auch wenn ich heute immer noch oft Gedanken an Bequemlichkeit und Ruhe offenbare, weiß ich, dass diese verdorbenen Dispositionen sicherlich gereinigt und verändert werden, solange ich Gottes Worten folge, sie unaufhörlich praktiziere und in sie eintrete.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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