79. Ich lebe nicht mehr für das Geld

Von Weixiao, China

Als ich klein war, war meine Familie sehr arm. Unsere Verwandten und Nachbarn sahen alle auf uns herab, und die Nachbarskinder spielten nicht mit mir. Ich erinnere mich, wie ich einmal fröhlich zum Nachbarskind ging, um zu fragen, ob es mit mir spielen wollte, doch als ich fast an der Haustür war, machte sie abrupt die Tür zu. Diese Szene hat sich wie ein Stempel in meine Kindheitserinnerungen eingeprägt. Es verletzte mein Selbstwertgefühl zutiefst. Als ich in die Schule kam, sahen auch meine Klassenkameraden und Lehrer auf mich herab. Wenn ich sah, dass die Kinder anderer Familien schöne Rucksäcke, Federmäppchen und hübsche Kleidung hatten, während ich nichts davon besaß, dachte ich jeden Tag, wie toll es wäre, wenn meine Familie genauso viel Geld haben könnte wie andere Familien. Dann würden die Leute nicht mehr auf mich herabsehen. Als ich zehn Jahre alt war, geriet meine Familie durch einen Verkehrsunfall in große Schulden, und mein Vater ging zu Verwandten, um sich Geld zu leihen. Weil wir arm waren, trauten sie sich nicht, uns etwas zu leihen. Danach wurde mein Vater so schwermütig, dass er oft verzweifelt seufzte, und er sagte oft zu mir: „Unsere Verwandten und Nachbarn sehen auf uns herab, weil wir kein Geld haben. Wenn du erwachsen bist, musst du unserer Familie Ehre machen; nur wenn du mehr Geld verdienst, wirst du bei den Leuten ein hohes Ansehen haben.“ Die Worte meines Vaters und die Erinnerung daran, als Kind schikaniert worden zu sein, hatten sich tief in mein Denken eingebrannt, und ich nahm mir fest vor, wenn ich erwachsen wäre, sehr, sehr viel Geld zu verdienen, ein Leben im Wohlstand zu führen, das Stigma der Armut ein für alle Mal loszuwerden und all jene, die einst auf uns herabgesehen hatten, dazu zu bringen, mich mit ganz anderen Augen zu sehen.

Im Jahr 1996 begann mein Vater als Vermittler im Speditionsgeschäft zu arbeiten. Einige Jahre später florierte unser Familienunternehmen immer mehr. Wir hatten nicht nur unsere Schulden beglichen, sondern auch einen Lastwagen gekauft und uns Telefone und Mobiltelefone angeschafft. Kaum hatte unsere Familie Geld, begannen die Verwandten und Nachbarn, die früher auf uns herabgesehen hatten, uns zu besuchen. Wo auch immer wir hinkamen, genossen wir ein hohes Ansehen bei den Leuten. Endlich konnte ich erhobenen Hauptes gehen. Das bestärkte mich noch mehr in meiner Überzeugung, dass man in dieser Welt mehr Geld verdienen muss. Nur wenn man Geld hat, wird man von den Leuten respektiert. Durch das, was ich um mich herum sah und hörte, lernte ich nach und nach, wie man ein Geschäft führt. Im Jahr 1999, gerade als ich mich darauf vorbereitete, meine ganze Energie in Geschäfte zu investieren, kam die Errettung Gottes der letzten Tage über mich. Am Anfang war mein Glaube an Gott von großer Begeisterung geprägt. Ich sah, dass viele Menschen noch nicht vor Gott getreten waren, und so schloss ich mich den Reihen derer an, die das Evangelium verbreiteten. Danach ging ich oft hinaus, um das Evangelium zu predigen, was dem Geschäft meiner Familie in die Quere kam. Meine Familie fing an, mit mir zu schimpfen: „Warum glaubst du in so jungen Jahren an Gott? Wenn du weiter durch die Gegend rennst, geben wir dir kein Geld mehr.“ Ich dachte: „Wenn ich kein Geld habe, muss ich dann nicht wieder die Diskriminierung der Leute ertragen, genau wie in meiner Kindheit?“ Am Ende konnte ich dieser Versuchung nicht widerstehen und gab meine Pflichten auf, und ich besuchte die Versammlungen nur noch hin und wieder. Als die Arbeit immer mehr wurde, entfernte sich auch mein Herz immer weiter von Gott. Später übertrug mir mein Vater die Leitung aller Geschäfte, und ich hatte mit Anfang zwanzig meine eigene Karriere. Damals war ich überglücklich. Um mehr Geld zu verdienen und eine erfolgreiche Karrierefrau zu werden, zerbrach ich mir jeden Tag den Kopf, wie ich mit verschiedenen Lieferanten in Kontakt treten konnte. Tag und Nacht bekam ich mehr Anrufe, als ich beantworten konnte. Wenn ich durstig war, fand ich keine Zeit, Wasser zu trinken, und wenn meine Stimme heiser war, gönnte ich mir keine Ruhe. Durch diese harte Arbeit sparte ich schließlich annähernd 100.000 Yuan an. Obwohl ich in jenen Jahren mehr gelitten hatte als der Durchschnittsmensch, war es der Anblick meines immer dicker werdenden Geldbeutels wert.

Später sah ich, dass die meisten Kunden, die zu mir nach Hause kamen, um Geschäfte zu besprechen, Autos fuhren und in modernen Hochhäusern lebten, während ich zur Miete in einem alten Zweizimmerhaus zur Straße hin lebte. Im Vergleich zu diesen reichen Leuten verblasste ich völlig. Ich sagte mir: „So geht das nicht, ich muss weiter hart arbeiten und darauf hinarbeiten, eines Tages ein Auto zu fahren, in einer modernen Hochhauswohnung zu leben und meine eigene Firma zu haben.“ Um meinen Wunsch so schnell wie möglich zu verwirklichen, arbeitete ich noch mehr als zuvor. In jenen Jahren hatte ich kaum eine einzige erholsame Nacht und befand mich oft in einem Zustand völliger Erschöpfung. Schon in jungen Jahren bekam ich Spannungskopfschmerzen. Wenn ich diese Kopfschmerzen hatte, fühlte es sich in meinem Kopf an wie tausend Nadelstiche. Zusätzlich wurde mir durch die Strahlung von Computer und Handy oft übel und ich musste mich übergeben. Um den Schmerz zu lindern, kniff ich mir mit den Fingernägeln kräftig in die Kopfhaut oder schlug meinen Kopf gegen die Wand, aber diese Methoden linderten meinen Schmerz nicht im Geringsten. Wenn die Kopfschmerzen unerträglich wurden, dachte ich daran, ins Krankenhaus zu gehen, um mich untersuchen zu lassen, aber als ich die Hundert-Yuan-Scheine in meinen Geldbeutel strömen sah, konnte ich mich nicht dazu durchringen. „Vergiss es“, dachte ich, „Gelegenheiten, Geld zu verdienen, sind jetzt selten. Ich sollte diese Chance nutzen und noch etwas mehr Geld verdienen, solange ich jung bin.“ Einige Jahre später hatten wir ein Auto, ein Haus, und hatten ein Containertransport-Unternehmen angemeldet. Jedes Mal, wenn ich mit meinem Auto zu anderen Firmen fuhr, um Geschäfte zu besprechen, blickten mich die Chefs mit anerkennenden Augen an, lobten mich dafür, dass ich in so jungen Jahren schon eine eigene Karriere hatte, und sagten, ich sei sehr tüchtig. Viele Kunden nannten mich oft „Managerin“, wenn sie mich sahen, und meine Freunde lobten mich als erfolgreiche Frau. Wenn wir an Feiertagen als Familie mit dem Auto in unser Heimatdorf auf dem Land fuhren, kamen viele Nachbarn, um uns zu bestaunen, und sagten, die Eltern meines Mannes hätten Glück, eine so tüchtige Schwiegertochter zu haben. Wenn ich diese lobenden Worte hörte, war ich sehr zufrieden mit mir selbst. In jenen Jahren dachte ich jeden Tag nur daran, wie ich mehr Geld verdienen könnte, und wurde in meinem Glauben an Gott immer gleichgültiger. Wenn ich nicht an einer Versammlung teilnahm, kamen die Schwestern manchmal, um nach mir zu sehen. Aber ich war überhaupt nicht in der Verfassung, ihrer Gemeinschaft zuzuhören. Manchmal ging ich zwar zu einer Versammlung, dachte aber die ganze Zeit nur an Geschäftsangelegenheiten. Obwohl ich jeden Tag extrem beschäftigt war, lief das Geschäft nicht so reibungslos, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es ereignete sich ein Verkehrsunfall nach dem anderen, und viele Kunden waren mit ihren Frachtzahlungen im Rückstand. In jenen Jahren verloren wir mehrere Hunderttausend Yuan. Um das verlorene Geld wieder hereinzuholen, steckte ich noch mehr Zeit und Energie als zuvor hinein. Durch das extreme tägliche Arbeitspensum war mein Körper völlig überlastet, und meine Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Jeden Tag hatte ich das Gefühl, es wäre besser, tot zu sein. Seit wir Geld hatten, ging mein Mann jeden Tag aus, um sich zu amüsieren, und blieb die ganze Nacht weg. Er fing sogar an zu spielen und verprasste eine Menge Geld. Wir stritten uns deswegen jeden Tag, und mein Gesicht war vom Weinen oft ganz verquollen. Ich fand, dass das Leben zu schmerzhaft war. Ich fühlte mich extrem hilflos und war auch sehr ratlos. Nun hatte ich meinen Traum ja bereits verwirklicht. Ich hatte ein Auto, ein Haus und eine Firma. Aber warum fühlte ich mich nicht das kleinste bisschen glücklich? Was war hier bloß los?

Als ich innerlich litt und hilflos war, dachte ich an das Buch mit Gottes Worten, das ich zuvor in meinem Büro abgelegt hatte. Ich schlug das Kapitel mit dem Titel „Das Seufzen des Allmächtigen“ auf und begann zu lesen. Zu dieser Zeit war es sehr still im Büro, und ich las noch einmal von Anfang an. Als ich den letzten Abschnitt las, berührten Gottes Worte mein Herz. Gott sagt: „Da die Menschheit von der Lebensversorgung des Allmächtigen abgekommen ist, kennt sie den Zweck der Existenz nicht, fürchtet aber dennoch den Tod. Sie hat weder Halt noch Hilfe, schließt aber trotzdem nur widerwillig ihre Augen und stählt sich, um ihr Fleisch aufrechtzuerhalten, mit einem Geist, dem jegliches Gefühl fehlt, und sie zieht ein unehrenhaftes Dasein in dieser Welt in die Länge. So lebst du ohne Hoffnung, wie andere ohne Ziel leben. Nur der Eine Heilige der Legende wird die Menschen retten, die inmitten ihres Leids aufstöhnen und verzweifelt Seine Ankunft herbeisehnen. Solch ein Glaube ist bei denen, denen das Bewusstsein fehlt, lange Zeit unverwirklicht geblieben. Dennoch sehnen sie sich weiterhin so sehr danach. Der Allmächtige hat Erbarmen mit diesen Menschen, die zutiefst gelitten haben; gleichzeitig ist Er diesen Menschen, die überhaupt kein Bewusstsein haben, abgeneigt, da Er zu lange warten muss, bevor Er eine Antwort der Menschen erhält. Er will suchen, dein Herz und deinen Geist suchen und dir Wasser und Nahrung bringen, damit du erwachst und nicht mehr durstig oder hungrig bist. Wenn du dich erschöpft fühlst und etwas von der Trostlosigkeit dieser Welt spürst, dann fühle dich nicht verloren, weine nicht. Der Allmächtige Gott, der Wächter, wird deine Ankunft jederzeit mit offenen Armen begrüßen. Er wacht an deiner Seite. Er wartet darauf, dass du dich wieder umdrehst, Er wartet auf den Tag, an dem du deine Erinnerung plötzlich wiedererlangst: an dem du feststellst, dass du von Gott kamst und dass du irgendwann die Orientierung verloren hast, irgendwann auf dem Weg bewusstlos wurdest und irgendwann einen ‚Vater‘ hattest; an dem du außerdem feststellst, dass der Allmächtige stets über dich gewacht hat, und eine sehr, sehr lange Zeit auf deine Rückkehr gewartet hat. Er hat verzweifelte Sehnsucht verspürt und auf eine Antwort gewartet, die ausblieb. Sein Wachehalten ist unbezahlbar und gilt dem menschlichen Herzen und dem menschlichen Geist. Vielleicht ist Sein Wachen unendlich oder vielleicht hat es ein Ende gefunden. Aber du solltest genau wissen, wo dein Herz und Geist im Augenblick sind(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Seufzen des Allmächtigen). Als ich die Worte „auf eine Antwort gewartet, die ausblieb“ las, wurde mein Herz, das in tiefem Schlaf gelegen hatte, plötzlich geweckt. Und ich begann nachzudenken: „Wer kann auf eine Antwort warten, die ausbleibt? Nur Gott! Nur Gott bleibt immer so still an der Seite der Menschen.“ Gottes Worte trösteten meine verwundete Seele, und meine Tränen hörten nicht auf zu fließen. In diesem Moment spürte ich, dass mein Herz Gott sehr nahe war. In all den Jahren, in denen ich an Gott glaubte, hatte ich Seine Worte nie ernsthaft gelesen, und mein Kopf war immer voller Gedanken, wie ich mehr Geld verdienen und das Ansehen der Leute gewinnen könnte. Jeden Tag schleppte ich meinen erschöpften Körper durch das Führen eines Unternehmens. Am Ende erlangte ich zwar großzügigen materiellen Genuss und den Respekt anderer, aber was mir das einbrachte, waren die wiederholten Untreueakte meines Mannes sowie Krankheiten. Ich hatte nicht das geringste Fünkchen Glück verspürt. Stattdessen fühlte ich mich leer, voller Schmerz und hilflos. All dieser Schmerz wurde dadurch verursacht, dass ich mich von Gottes Fürsorge und Seinem Schutz fernhielt und mich davor verbarg. Vor zehn Jahren hatte ich die Stimme Gottes gehört, aber ich schätzte Seine rettende Gnade nicht, aß und trank Seine Worte nicht richtig und nahm auch meine Pflichten nicht auf. Ich war so aufsässig, aber Gott hatte mir nicht den Rücken gekehrt und war immer an meiner Seite geblieben, auf meinen Sinneswandel wartend. Als ich verwirrt und hilflos war, trösteten Gottes Worte umgehend meine verwundete Seele. Als ich die Versammlungen nicht regelmäßig besuchte und mich von Gott fernhielt, ließ Er mir immer wieder durch die Schwestern helfen, aber ich war undankbar und widerständig. Ich wies Gottes Errettung wiederholt zurück; ich hatte wirklich keinerlei Gewissen oder Vernunft. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr bereute ich es und machte mir Vorwürfe. Weinend betete ich zu Gott: „Gott, ich lag falsch. Heute hasse ich es, dass ich damals Deine Worte nicht sorgfältig gelesen und mein ganzes Herz darauf verwendet habe, Geld zu verdienen. Ich dachte, wenn ich Geld hätte, hätte ich alles. Aber nachdem ich Geld und materiellen Genuss erlangt hatte, fühlte ich mich tatsächlich so leer, voller Schmerz und hilflos. Gott, der Weg, den ich zuvor gewählt hatte, war der falsche. Von nun an möchte ich nach der Wahrheit streben und wieder den Weg des Glaubens an Gott gehen.“ Nach dem Gebet fühlte ich mich äußerst gelassen und friedlich. Ich war wie ein einsames Boot auf dem Meer, das einen Hafen zum Ankern gefunden hatte, wie ein verlorener Sohn, der nach Jahren des Umherirrens in die Arme seiner Mutter zurückgekehrt war. Ich verspürte ein Gefühl der Sicherheit, das ich nie zuvor gefühlt hatte. Danach plante ich, immer wenn es Zeit für eine Versammlung war, meine geschäftlichen Angelegenheiten im Voraus. Allmählich konnte ich unbeschwerter an den Versammlungen teilnehmen, und ich konnte mir normalerweise auch etwas Zeit nehmen, um Gottes Worte zu lesen und meine Pflicht in der Kirche zu tun. Aber manchmal, wenn das Geschäftliche mit meiner Pflicht in Konflikt geriet, konnte ich nicht anders, als meinen Geschäften den Vorrang zu geben und meine Pflicht aufzuschieben. Deswegen war ich innerlich zutiefst gequält. Manchmal dachte ich auch: „Wann werde ich es endlich schaffen, mich nicht von meinen geschäftlichen Angelegenheiten beeinträchtigen zu lassen und in Frieden meine Pflicht zu tun?“ Wenn ich sah, dass viele Brüder und Schwestern in der Lage waren, ihren Familien den Rücken zu kehren und ihre Karrieren aufzugeben, um das Evangelium zu predigen, war mein Herz tief berührt. Ich dachte, wir sind alle menschliche Wesen; wenn Brüder und Schwestern ihre persönlichen Belange über Bord werfen und sich für Gott aufwenden können, warum kann ich dann nicht loslassen? Ich hoffte so sehr, dass ich eines Tages in der Lage sein würde, mich von ganzem Herzen meiner Pflicht zu widmen; wie großartig das wäre! Diesen Gedanken wiederholte ich immer und immer wieder im Gebet zu Gott und hoffte, dass Er mir mehr Glauben schenken und den Tag kommen lassen würde, an dem ich das Geschäftliche loslassen und mich von ganzem Herzen für Ihn aufwenden könnte.

Im Sommer 2011 wurden meine Kopfschmerzen immer schlimmer. Ich konnte es wirklich nicht mehr ertragen und ging zur Untersuchung ins städtische Krankenhaus. Der Arzt sagte zu mir: „Ihre Kopfschmerzen könnten mit Ihrer jetzigen Arbeit zusammenhängen. Wenn Sie Ihren Zustand verbessern wollen, ist der beste Weg, sich aus diesem Geschäft zurückzuziehen. Andernfalls wird Ihr Zustand immer schlimmer.“ Als ich die Worte des Arztes hörte, war mir klar, dass Gott mir einen Ausweg bot. Ich wollte diese Gelegenheit nutzen, um meiner Familie zu sagen, dass ich das Unternehmen nicht weiterführen konnte, aber ich konnte mich nicht dazu durchringen, denn es hatte mich zehn Jahre mühevoller Arbeit und sorgfältiger Geschäftsführung gekostet, die heutigen Früchte zu ernten, zudem florierte das Geschäft in diesem Jahr, und wir konnten manchmal fünf- oder sechstausend Yuan an einem Tag verdienen. Wenn ich aufgeben würde, dann würden die Kunden, mit denen ich all die Jahre in Kontakt war, von anderen in der Branche abgeworben werden. Am Ende konnte ich der Verlockung des Geldes nicht widerstehen und ertrug die Qualen meiner Krankheit, um noch einige Monate weiterzuarbeiten. Obwohl ich viel Geld verdiente, war ich überhaupt nicht glücklich, und ich dachte an die Zeit zurück, als ich zu Gott gebetet hatte und bereit war, mein Unternehmen aufzugeben und mich für Ihn aufzuwenden. Aber jetzt hielt ich immer noch am Geld fest und ließ nicht los. Ich fühlte mich innerlich sehr schuldig. Also betete ich erneut zu Gott und bat Ihn, mir zu helfen, mein Unternehmen loszulassen und mich für Ihn aufzuwenden. Eines Tages las ich die Worte Gottes, die besagten: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit ergreifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle so wählen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Gibt es nicht viele unter euch, die zwischen richtig und falsch geschwankt haben? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann? Wäre es immer noch das erstere? Würdet ihr es Mir noch immer mit Enttäuschung und schmerzreichem Kummer zurückzahlen? Würden eure Herzen noch immer nur ein Fünkchen Wärme aufweisen? Wüsstet ihr immer noch nicht, was zu tun ist, um Mein Herz zu trösten? Was wählt ihr in diesem Moment? Werdet ihr euch Meinen Worten unterwerfen oder diesen abgeneigt sein?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Angesichts von Gottes Fragen begann ich, über mich nachzudenken. Ich dachte daran, wie oft ich zu Gott gebetet und gesagt hatte, dass ich bereit sei, mein Unternehmen aufzugeben und mich stets für Ihn aufzuwenden. Aber wenn ich auf mein tägliches Einkommen von mehreren Tausend Yuan blickte, war ich nicht mehr bereit, ihm den Rücken zu kehren. Betrog ich Gott damit nicht? Ich dachte, obwohl ich in jenen Jahren an Gott glaubte, hatte ich ja fast meine gesamte Zeit und Energie für das Unternehmen aufgewendet. Mein Kopf war immer voller Gedanken gewesen, wie ich mehr Geld verdienen könnte, und ich schätzte die Pflicht, die ich tun sollte, nie. Wann immer es einen Konflikt zwischen meiner Pflicht und dem Geschäftlichen gab, entschied ich mich immer zuerst für das Unternehmen und verdrängte meine Pflicht aus meinen Gedanken, ohne sie ernst zu nehmen. In diesen Jahren wurde ich, nur um mich von der Masse abzuheben, zu einer totalen Sklavin des Geldes, und jeden Tag mühte ich mich inmitten von Leere und Schmerz ab und sank immer tiefer. Auch wenn ich immer wieder gegen Gott rebellierte, gab Er es nie auf, mich zu erretten. Als ich wegen des Unternehmens nicht an Versammlungen teilnehmen konnte, arrangierte Er, dass Schwestern mich unterstützten und mir halfen. Als ich mit der Untreue meines Mannes, den geschäftlichen Herausforderungen und auch meiner Krankheit konfrontiert war und in einem Zustand von Schmerz und Hilflosigkeit lebte, benutzte Gott Seine Worte, um mich zu führen und zu leiten, und ermöglichte es mir, mich nach dem Licht zu sehnen und den Willen zu haben, richtig nach der Wahrheit zu streben. Als ich mein Unternehmen nicht loslassen wollte, riet mir Gott durch die Worte des Arztes. Er war schon immer um mein Leben bemüht und besorgt und bemühte sich so mühevoll und gewissenhaft um mich, aber ich dachte ständig nur daran, wie ich mehr Geld verdienen könnte, und zog meine Pflicht überhaupt nicht in Betracht. Ich war wirklich so egoistisch! Jetzt gab mir Gott immer noch die Chance, meine Pflicht zu tun, und ich musste sie schätzen. Ich musste mich für die Verbreitung des Evangeliums des Königreichs aufwenden und meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen tun. Nachdem ich meine Wahl getroffen hatte, ereigneten sich einige unerwartete Dinge, die mich den Schaden und die Konsequenzen des Strebens nach Reichtum zu einem gewissen Grad durchschauen ließen.

Eines Tages im Winter 2011 erhielt mein Mann einen Drohanruf. Jemand sagte, wir hätten jemanden beleidigt, und forderte meinen Mann auf, 100.000 Yuan für seine Sicherheit zu zahlen. Andernfalls würden sie ihm die Arme und Beine abhacken. Als ich diese Worte hörte, schlug mir das Herz bis zum Hals. Solche Szenen hatte ich bisher nur im Fernsehen gesehen und nie gedacht, dass ich sie im wirklichen Leben selbst erleben würde. Warum herrschte heutzutage so ein Chaos auf der Welt? Wie konnten die Herzen der Menschen so finster sein? In diesem Moment dachte ich plötzlich, wenn ich dieses Unternehmen weiterführte, würde es wirklich in einer tödlichen Katastrophe enden. Mir wurde klar, dass ich keinen einzigen Tag in Frieden verbracht hatte, seit meine Familie Geld hatte, und nun waren wir diesem unerwarteten Unglück ausgesetzt – Geld brachte weder Glück noch Freude. Später hörte ich nacheinander von mehreren LKW-Fahrern, die Waren zu uns lieferten und bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen waren. Als ich die Nachricht von ihrem Tod hörte, konnte ich einfach nicht glauben, dass es wahr war. Die jüngsten von ihnen waren erst Anfang zwanzig, die älteren erst in ihren Vierzigern. Den tiefsten Eindruck hinterließ bei mir ein Ehepaar, das, um mehr Geld zu verdienen, keinen Fahrer einstellte und Tag und Nacht durcharbeitete. Am Ende hatten sie aufgrund von Übermüdung einen Verkehrsunfall, und beide starben. Obwohl sie etwas Geld verdient hatten, verloren sie dabei ihr Leben. Was nützte ihnen dieses Geld? Ich dachte an die Worte des Herrn Jesus: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?(Matthäus 16,26). Wenn ich an die Jahre zurückdachte, in denen ich mein ganzes Herz darauf verwendet hatte, die soziale Leiter emporzuklettern, war ich jeden Tag wie eine Maschine, die Tag und Nacht arbeitete. Obwohl ich etwas Geld verdiente, auch Lob erntete und Ansehen bei den Leuten genoss, empfand ich dabei keinerlei Freude und konnte es nicht genießen, sondern fühlte mich stattdessen zunehmend leer und war voller Schmerz. Nur um Geld zu verdienen, wurde ich krank, und selbst wenn mein Kopf so sehr schmerzte, dass ich ihn gegen die Wand schlagen wollte, war ich nicht bereit, mit dem Geldverdienen aufzuhören. Ich sah, dass das Geld mich fest im Griff hatte. Geld ist wie ein Messer, das Menschen kaltblütig tötet. Wenn ich weiterhin so verbissen versuchen würde, Geld zu verdienen, würde ich vielleicht eines Tages ebenfalls vom Geld zu Tode gequält werden, genau wie diese Leute. Nach diesem Tag wollte ich mein Leben absolut nicht mehr für Geld aufs Spiel setzen. Mir wurde bewusst, dass es immer noch viele Menschen gab, die diese Sache nicht durchschauen konnten und immer noch im Strudel des Geldes um ihr Leben strampelten. Sie sahen keine Richtung für ihr Leben und wussten nicht, wie man ein sinnvolles Leben führt. Ich wollte mehr Menschen das Evangelium Gottes der letzten Tage predigen, damit sie früher Seine Stimme hören, die Wahrheit verstehen und nicht länger unter Satans Verdorbenheit und Schaden leiden. Ich sagte meiner Familie, dass meine Kopfschmerzen jetzt sehr schlimm seien und ich mich in Zukunft nicht mehr an den geschäftlichen Angelegenheiten beteiligen würde. Meine Familie stimmte zu und erlaubte mir, mich zu erholen. Ich war sehr glücklich. Von Herzen dankte ich Gott, dass Er mir einen Ausweg bot.

Nach dem Frühlingsfest 2012 übergab ich die gesamte Leitung des Unternehmens meinem Mann, und ich konnte in Frieden Gottes Worte lesen und meine Pflicht tun. In meiner Seele fühlte ich mich äußerst gelassen und friedlich. Auch mein geistiger Zustand verbesserte sich allmählich. Was noch wunderbarer war: Ohne jegliche Behandlung verschwanden meine Kopfschmerzen wie durch ein Wunder. Mein Herz war sehr berührt, und ich war mir vollauf bewusst, dass es Gott war, der meine Krankheit geheilt und mich von der Qual meines Leidens und der Zerstörung meines Geistes befreit hatte. Ich fasste den Entschluss, meine Pflicht gut zu tun und Gott Seine rettende Gnade zu vergelten. Als mein Mann sah, dass es mir besser ging, drängte er mich, wieder ins Unternehmen zurückzukehren. Ich erklärte ihm klar meine Haltung, dass ich nicht mehr ins Geschäftsleben einsteigen wollte. Als er sah, dass ich ihm nicht gehorchte, drohte er mir mit Scheidung und sagte, wenn ich weiterhin an Gott glaubte, würde er mir kein Geld mehr geben. Als ich sah, wie herzlos mein Mann war, war ich so wütend, dass mein ganzer Körper zu zittern begann. Die Szenen aus meiner Kindheit, in denen die Leute auf mich herabsahen, tauchten wieder vor meinem inneren Auge auf. Ich wollte dieses Leben wirklich nicht noch einmal führen. Ich fühlte mich sehr schwach. Wenn ich nicht an Gott glaubte, könnte ich weiterhin ein reiches materielles Leben und den Respekt anderer genießen. Wenn ich mich dafür entschied, stets meine Pflicht zu tun, würde ich alles verlieren, was ich hatte. Mein Herz litt großen Schmerz und extreme Qual, und Tränen liefen unaufhörlich über mein Gesicht. Auf der einen Seite war meine Pflicht, auf der anderen die Karriere, die ich viele Jahre lang aufgebaut hatte. Ich wusste nicht, wie ich mich entscheiden sollte. Weinend betete ich zu Gott: „Gott! Ich bin gerade sehr schwach und weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Wenn ich daran festhalte, meine Pflicht zu tun, werde ich meine Karriere und meine Familie verlieren. Wenn ich meine Familie und meine Karriere wähle und meinem Glauben an Gott und der Ausführung meiner Pflicht den Rücken kehre, werde ich ein Mensch ohne Gewissen und Vernunft sein. Gott, ich will Dich nicht verlassen. Wenn Du mich nicht Schritt für Schritt bis zum heutigen Tag geführt hättest, wäre ich nicht den richtigen Lebensweg gegangen. In der Vergangenheit habe ich nicht nach der Wahrheit gestrebt und mich nicht für Dich aufgewendet. Heute kann ich Deiner gütigen Absichten nicht länger unwürdig sein. Ich möchte ernsthaft nach der Wahrheit streben und Dir weiter vorwärts folgen. Gott! Bitte gib mir den Glauben und die Kraft, die richtige Wahl zu treffen.“ Nach dem Gebet las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen ein ganzes Leben voller Würde und Integrität verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gütig ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist. Wenn du so ein banales und weltliches Leben führst und kein Ziel hast, nach dem du streben kannst, verschwendest du dann nicht dein Leben? Was kannst du von einem solchen Leben erlangen? Du solltest allen Freuden des Fleisches einer einzigen Wahrheit wegen entsagen und du solltest nicht alle Wahrheiten für ein wenig Vergnügen wegwerfen. Solche Menschen haben keine Integrität oder Würde. Es gibt keinen Sinn in ihrem Dasein!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Beim Lesen fühlte es sich an, als würde Er von Angesicht zu Angesicht zu mir sprechen: „In Zukunft solltest du ernsthaft nach der Wahrheit streben. Lebe nicht mehr dieses niedrige Leben, das du in der Vergangenheit geführt hast.“ Früher hatte ich nicht nach der Wahrheit gestrebt und Gottes Worte nicht genug gelesen. Ich steckte meine Zeit und Mühe ins Unternehmen und verschwendete so viel Zeit. Jetzt musste ich die vor mir liegende Zeit schätzen, und egal, wie sehr meine Familie mich zurückhielt – ich konnte diese großartige Gelegenheit, nach der Wahrheit zu streben, nicht aufgeben. Ich sagte zu meinem Mann: „In jenen Jahren bin ich krank geworden, als ich versuchte, Geld zu verdienen. Wenn ich nicht an Gott geglaubt hätte, wäre ich schon längst gestorben. Als Gläubige an Gott gehe ich einen hellen und richtigen Lebensweg. Jetzt, da ich diesen Weg gewählt habe, muss ich ihn bis zum Ende gehen. Du glaubst zwar nicht an Gott, aber du kannst dich nicht in meine Freiheit einmischen.“ Als er sah, dass er mich nicht zurückhalten konnte, ließ mein Mann mich von da an in Ruhe. Nachdem ich diese Wahl getroffen hatte, fühlte sich mein Herz so befreit an. Danach tat ich stets meine Pflicht.

Wenn ich später Bekannte in ihren Autos fahren sah, empfand ich dennoch eine Art Verlust: Als ich früher geschäftlich tätig war und ein Auto fuhr, genoss ich das Ansehen der Leute, wohin ich auch kam. Jetzt fuhr ich stattdessen ein E-Bike. Wenn mich frühere Bekannte und Kunden sahen, grüßten sie nicht, und fast jeder, den ich kannte, behandelte mich kühl. Ich hatte nicht nur meinen einstigen Heiligenschein verloren, sondern wurde auch mit den Vorwürfen meiner Familie konfrontiert: „Du hast über zehn mühsame Jahre ein Unternehmen aufgebaut und es dann freiwillig anderen überlassen. Wenn du keine Geschäfte mehr machst, wollen wir mal sehen, wer dir in Zukunft noch Geld gibt! Ich weiß nicht, was du dir dabei gedacht hast. Du bist wirklich zu dumm!“ Diese angreifenden und bohrenden Worte störten meinen inneren Frieden extrem. Damals verging kein Tag, an dem ich nicht unruhig und niedergeschlagen war. Ich dachte: „Wenn ich das Unternehmen weitergeführt hätte, könnte ich immer noch Ansehen anderer genießen. Aber jetzt, ohne mein Unternehmen, wie soll ich in Zukunft leben, wenn ich kein Geld habe?“ Ehe ich mich versah, war ich wieder in Satans Versuchungen gefangen, und konnte nicht anders, als über einen Ausweichplan nachzudenken. In der tiefen Stille der Nacht wälzte ich mich oft hin und her und konnte nicht schlafen. Ich begann nachzudenken: „Warum stört es jedesmal meinen inneren Frieden, wenn ich mit der Versuchung von Geld, Ruhm und Status konfrontiert werde?“ Ich wollte unbedingt die Antwort auf diese Frage finden. Später las ich diese Passage aus Gottes Worten: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie ist unter den Menschen weit verbreitet, in jeder Gesellschaftsform; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? … Satan nutzt Geld, um die Menschen zu verlocken, und verdirbt sie alle, sodass sie Geld und materielle Dinge anbeten. Und wie äußert sich diese Anbetung von Geld in den Menschen? Denkt ihr denn nicht, dass ihr auf dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet und dass ihr nicht in der Lage wäret, auch nur einen Tag ohne Geld auszukommen? Wie viel Geld die Menschen haben, bestimmt, wie hoch ihr Status ist und wie angesehen sie sind. Die Armen denken nicht, dass sie mit erhobenem Haupt und stolz dastehen können, während die Reichen einen hohen Status haben, mit erhobenem Haupt und stolz dastehen, laut sprechen und auf eine arrogante und ungezügelte Weise leben können. Was bringen dieser Spruch und dieser Trend den Menschen? Stimmt es denn nicht, dass viele Menschen bereit sind, für Geld jedes Opfer zu bringen? Verlieren denn nicht viele Menschen ihre Würde und Integrität auf der Jagd nach mehr Geld? Verspielen denn nicht viele Menschen um des Geldes willen die Gelegenheit, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist der Verlust der Chance, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Allein mit dieser Methode und diesem Spruch wird der Mensch von Satan in einem solchen Ausmaß verdorben. Verfolgt Satan damit nicht eine böse Absicht? Ist das nicht ein böswilliger Trick? Während dieser Spruch populär wird, hörst du auf, daran zu zweifeln, und hältst ihn am Ende für die Wahrheit. In diesem Moment ist dein Herz Satan bereits komplett in die Hände gefallen, und so fängst du unwillkürlich an, nach diesem Spruch zu leben(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). Durch das, was Gottes Worte enthüllten, fand ich die eigentliche Ursache dafür, warum ich mich nie von den Fesseln des Geldes und des Ruhms befreien konnte. Ich dachte daran zurück, was mein Vater mir oft in meiner Jugend beigebracht hatte: „Unsere Familie ist arm, also musst du, wenn du erwachsen bist, mehr Geld verdienen und unserer Familie Ehre machen. Nur wenn wir Geld haben, werden die Leute eine gute Meinung von uns haben.“ Die Worte meines Vaters waren in mein Gedächtnis eingeprägt. Ich dachte daran, dass in diesen Jahren satanische Gifte wie „Geld regiert die Welt“ und „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“ mein Leben bestimmt hatten. Ich glaubte, nur wenn ich Geld hätte, könnte ich mit erhobenem Haupt sprechen und von anderen hochgeschätzt werden. Um hohes Ansehen bei anderen zu genießen, arbeitete ich unermüdlich Tag und Nacht wie ein Geldroboter. Wenn ich müde oder schläfrig war, gönnte ich mir keine Ruhe, und wenn ich krank war, wollte ich nicht zum Arzt gehen. Aus Angst, auch nur das kleinste Geschäft zu verpassen, steckte ich mein ganzes Herz ins Geldverdienen. Wann immer ein Konflikt zwischen meinem Geschäft und den Versammlungen auftrat, kümmerte ich mich zuerst um die geschäftlichen Angelegenheiten und ging erst dann zur Versammlung. Ich setzte das Streben nach der Wahrheit und die Ausführung meiner Pflicht nie an die erste Stelle, und wenn ich mit geschäftlichen Dingen beschäftigt war, nahm ich einfach nicht an den Versammlungen teil. Ich war im Sumpf des Geldes gefangen und konnte mich nicht befreien, und ich wurde immer gieriger und verkommener. Durch das, was Gottes Worte enthüllten, sah ich endlich klar Satans finstere Absicht, diese Gifte zu benutzen, um Menschen zu schaden. Er wollte den Ehrgeiz und das Verlangen der Menschen nach Geld und Ruhm ausnutzen, um sie zu schädigen und vollständig zu verschlingen. Hätte Gott Satans finstere Absicht nicht enthüllt, wäre es für mich wirklich schwer gewesen, seinen listigen Plan zu durchschauen, und ich wäre weiterhin im Strudel des Geldes mitgerissen worden und hätte Satan mein Leben gegeben. Nachdem ich dies erlebt hatte, verstand ich aus erster Hand, dass mein Herz – egal wie viel Geld, materielle Genüsse und Respekt von anderen ich besaß – immer noch leer und voller Schmerz war. Mein Leben hatte nicht den geringsten Wert oder Sinn. Wenn ich die Interessen vor meinen Augen immer noch nicht loslassen und mich fest an das Geld klammern würde, dann würde mich das Geld am Ende absolut zu Tode quälen. In diesem Leben hatte ich das Glück, Gott zu folgen, und die Worte des Schöpfers mit meinen eigenen Ohren zu hören und meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu tun. Das war das Wertvollste und Sinnvollste in meinem Leben. Ich konnte die Wahrheit nicht wegwerfen, um nach materiellen Genüssen und dem Respekt anderer zu streben. Stattdessen sollte ich nach dem Ziel streben, an Gott zu glauben und Ihn anzubeten. Es war die Zeit, in der sich das Evangelium des Königreichs weit verbreitete, und als ein geschaffenes Wesen sollte ich meine Verantwortung und Pflicht erfüllen, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen, damit mehr Menschen von Gott gerettet werden konnten. Das war der Wert und der Sinn meines Lebens. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, stand ich nicht länger unter dem Einfluss des Geldes. Als ich meine Eltern zu Hause besuchte, schimpften sie nicht mehr mit mir, weil ich kein Unternehmen mehr führte, und manchmal gaben sie mir sogar etwas Geld für den Lebensunterhalt. Ich wusste sehr wohl, dass all dies die Gnade und Barmherzigkeit Gottes war, und mein Herz war Ihm gegenüber voller Dankbarkeit.

Ich dachte, wenn die Führung durch Gottes Worte auf dieser Reise nicht gewesen wäre, hätte ich mich nicht von der Kontrolle des satanischen Giftes namens „Geld regiert die Welt“ befreit, geschweige denn mein Unternehmen aufgegeben und mich dafür entschieden, meine Pflicht zu tun. Ich verstand, dass Geld, Ruhm, Status, Autos, Häuser und so weiter – all diese materiellen Dinge – vergänglich waren wie eine Wolke am Himmel. Nur indem man nach der Wahrheit strebt, nach Gottes Worten lebt und seine Pflicht als ein geschaffenes Wesen tut, kann man ein Leben führen, das den höchsten Sinn und Wert hat. Genau wie Gottes Worte besagen: „Wenn Menschen in der Welt Karriere machen, haben sie nichts anderes im Kopf, als nach Dingen wie weltlichen Trends, Ruhm und Gewinn sowie fleischlichen Genüssen zu streben. Welche Bedeutung hat das? Es bedeutet, dass deine Energie, Zeit und Jugend alle von diesen Dingen eingenommen und aufgezehrt werden. Sind diese Dinge von Bedeutung? Was wirst du am Ende durch sie gewinnen? Selbst wenn du Ruhm und Gewinn erlangst, wird dies immer noch hohl sein. Wie wäre es, wenn du deine Lebensweise änderst? Wenn deine Zeit, Energie und Gedanken nur von der Wahrheit und den Grundsätzen eingenommen werden und wenn du nur über positive Dinge nachdenkst, wie etwa, auf welche Weise du deine Pflicht gut ausführen kannst und auf welche Weise du vor Gott treten kannst; und wenn du deine Energie und Zeit für diese positiven Dinge aufwendest, wird das, was du gewinnst, anders sein. Was du gewinnst, werden die substantiellsten Vorteile sein. Du wirst wissen, wie du leben sollst, wie du dich verhalten sollst, wie du jeder Art von Mensch, Ereignis oder Sache gegenübertreten sollst. Sobald du weißt, wie du jeder Art von Mensch, Ereignis und Sache gegenübertreten sollst, wird dir dies weitgehend ermöglichen, dich auf eine natürliche Weise den Orchestrierungen und Anordnungen Gottes zu unterwerfen. Wenn du dich auf eine natürliche Weise den Orchestrierungen und Anordnungen Gottes unterwerfen kannst, dann wirst du, ohne es zu merken, zu der Art von Person werden, die Gott akzeptiert und liebt. Denk darüber nach, ist das nicht eine gute Sache? Vielleicht weißt du das noch nicht, aber während du dein Leben lebst und Gottes Worte und die Wahrheitsgrundsätze annimmst, wirst du schließlich unmerklich nach Gottes Worten leben, Menschen und Dinge nach diesen betrachten und dich diesen entsprechend verhalten und nach diesen handeln. Das bedeutet, du wirst dich unbewusst Gottes Worten unterwerfen, dich Seinen Anforderungen unterwerfen und sie erfüllen. Dann wirst du, ohne es überhaupt zu wissen, bereits zu der Art von Person geworden sein, die von Gott akzeptiert und geliebt wird und der Er vertraut. Ist das nicht großartig? (Das ist es.) Wenn du also deine Energie und Zeit dafür aufwendest, nach der Wahrheit zu streben und deine Pflicht gut auszuführen, wirst du am Ende die wertvollsten Dinge gewinnen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich den Wert und die Bedeutung des Strebens nach der Wahrheit besser. Obwohl ich jetzt nicht mehr so reich war wie früher und meine Kleidung nicht mehr so prachtvoll und schön war, genoss ich Gottes Versorgung mit Leben. Das war etwas, das man für kein Geld der Welt eintauschen konnte. Ich dachte daran, wie ich in all den Jahren wiederholt gegen Gott rebelliert und Sein Herz verletzt hatte und wie oft ich Seine Errettung zurückgewiesen hatte, um nach Geld zu streben. Ich schätzte die großartige Gelegenheit, meine Pflicht zu tun, nicht, aber Gott blieb immer an meiner Seite und wartete darauf, dass ich umkehrte; Er gab es nicht auf, mich zu retten. Nachdem ich die Leitung des Unternehmens aufgegeben hatte, ließ Gott mich weder frieren noch hungern und versorgte mich weiterhin auf jede erdenkliche Weise. Gottes rettende Gnade kann man nicht bemessen, geschweige denn zurückzahlen. Ich werde es niemals bereuen, in diesem Leben den Weg gewählt zu haben, Gott zu folgen. Dank sei Gott für Seine Errettung. Alle Ehre sei Gott!

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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