94. Die Lektionen, die mich die Neuzuweisung meiner Pflicht lehrte
Im April 2023 wurde ich neu eingeteilt, weil ich bei meiner Textarbeit monatelang keine Ergebnisse erzielt hatte. Die Leiterin sagte, mein Kaliber sei schlecht und ich sei nicht für die Textarbeit geeignet, daher sollte ich Briefe an die Brüder und Schwestern austragen. Als ich das hörte, begann es in meinem Herzen zu brodeln, und ich dachte: „Wenn die Leiterin das so sagt, stempelt sie mich im Grunde als jemanden mit schlechtem Kaliber ab, und ich werde nie wieder die Chance haben, eine Pflicht wie die Textarbeit zu tun!“ Dann dachte ich daran, Briefe an die Brüder und Schwestern austragen zu müssen, und mir wurde das Herz noch schwerer. Ich empfand das als reine Handlanger-Aufgabe, die überhaupt kein Gewicht hatte. Ich dachte bei mir: „Die Textarbeit können nur Leute mit Bildung und geistiger Tiefe machen, und diese Pflicht hat auch mit dem Lebenseintritt zu tun und erfordert ein gutes Verständnis der Wahrheit. Es ist eine relativ angesehene Pflicht. Nachdem ich jetzt den allgemeinen Angelegenheiten zugewiesen wurde, was werden die Brüder und Schwestern um mich herum von mir denken? Mein Ansehen in ihren Herzen wird sicher nicht mehr dasselbe sein wie zuvor. Mein Kaliber ist schlecht, also kann ich die Pflicht einer Leiterin oder Mitarbeiterin nicht erfüllen, und ich bin auch nicht redegewandt, also eigne ich mich auch nicht für die Evangeliumsarbeit oder die Bewässerung von Neulingen. Von nun an bleibt mir anscheinend nur noch die Arbeit bei den allgemeinen Angelegenheiten.“ Diese Gedanken waren wie ein Stich ins Herz. Ich fühlte mich, als ob mein Status gesunken und mein Wert gemindert worden wäre, als wäre ich von einer angesehenen Person zu einem unbedeutenden Niemand von der Straße geworden. Ich konnte das nicht akzeptieren und wurde sehr negativ und niedergeschlagen. Die Leiterin fragte mich nach meinen Gedanken, und ich wollte am liebsten sagen, dass ich diese Pflicht nicht tun wollte, aber ich spürte, dass das unvernünftig gewesen wäre. Wäre das schließlich nicht eine Ablehnung meiner Pflicht und ein Verrat an Gott? Am Ende äußerte ich meine Meinung nicht. In dieser Nacht konnte sich mein Herz einfach nicht beruhigen, und mir gingen ständig die Worte der Leiterin durch den Kopf, dass ich wegen meines schlechten Kalibers nicht für die Textarbeit geeignet sei. Mir wurde klar, dass mein Zustand nicht gut war, also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten und zu führen, um aus meinem falschen Zustand herauszufinden.
Dann las ich eine Passage aus Gottes Worten über die Neuzuweisung der eigenen Pflicht. Gott sagt: „In diesen Belangen, bei denen es die Menschen nicht geschafft haben, an ihrem gebührenden Platz zu bleiben, und das, was sie erreichen sollten, nicht erreicht haben – das heißt, wenn sie bei ihrer Pflicht versagen – wird das in ihnen zu einem Knoten werden. Das ist ein überaus praktisches Problem und eines, das gelöst werden muss. Wie also löst man es? Was für eine Haltung sollten die Menschen haben? Vor allem anderen müssen sie bereit sein, umzukehren. Und wie sollte man diese Bereitschaft zur Umkehr in die Praxis umsetzen? Ein Mensch ist zum Beispiel seit ein paar Jahren Leiter, aber weil er von geringem Kaliber ist, macht er seine Arbeit nicht gut, kann keine Situation klar erkennen, weiß nicht, wie man mithilfe der Wahrheit Probleme löst, und kann keine echte Arbeit verrichten; deshalb wird er entlassen. Wenn er sich, nachdem er entlassen worden ist, unterwerfen kann, weiter seine Pflicht ausführt und bereit ist, umzukehren, was sollte er dann tun? Vor allem sollte er Folgendes verstehen: ‚Gott hatte recht mit dem, was Er getan hat. Mein Kaliber ist so armselig, und ich habe so lange keine wirkliche Arbeit verrichtet und stattdessen nur die Arbeit der Kirche und den Lebenseintritt der Brüder und Schwestern aufgehalten. Ich habe Glück, dass Gottes Haus mich nicht gleich ausgeschlossen hat. Ich bin wirklich ziemlich unverschämt gewesen, als ich mich diese ganze Zeit an meine Position geklammert habe und sogar dachte, ich hätte so tolle Arbeit geleistet. Wie unvernünftig von mir!‘ Dass man Selbsthass und ein Gefühl von Reue empfinden kann, ist das oder ist das nicht ein Ausdruck der Bereitwilligkeit zur Umkehr? Wenn jemand das sagen kann, dann bedeutet das, dass er dazu bereit ist. Wenn er in seinem Herzen sagt, ‚In meiner Position als Leiter habe ich so lange immer nach den Vorteilen von Status gestrebt; ich habe immer Glaubenslehre gepredigt und mich mit Glaubenslehre ausgerüstet; ich habe nicht nach dem Lebenseintritt gestrebt. Erst jetzt, wo ich ersetzt worden bin, sehe ich, wie unzulänglich und voller Mängel ich bin. Gott hat das Richtige getan, und ich muss mich unterwerfen. Früher besaß ich Status, und die Brüder und Schwestern behandelten mich gut; sie umringten mich, wohin ich auch ging. Jetzt nimmt niemand von mir Notiz, und ich bin verlassen; das ist mein Lohn, es ist die Vergeltung, die ich verdiene. Wie könnte zudem ein geschaffenes Wesen irgendeinen Status vor Gott haben? Ganz gleich, wie hoch der Status ist, den jemand hat, das ist weder das Ende noch der Bestimmungsort; Gott hat mir einen Auftrag erteilt, nicht, damit ich mich wichtig mache oder mich an meinem Status erfreue, sondern, damit ich meine Pflicht ausführen kann, und ich sollte alles tun, was ich kann. Ich sollte eine unterwürfige Haltung zu Gottes Souveränität und den Anordnungen von Gottes Haus haben. Obwohl es vielleicht schwer ist, sich zu unterwerfen, muss ich mich unterwerfen; Gott hat recht mit Seinem Vorgehen, und sogar angenommen, ich hätte tausende, zehntausende von Ausreden, wäre keine davon die Wahrheit. Sich Gott zu unterwerfen, ist die Wahrheit!‘, dann bringt genau das die Bereitschaft zur Umkehr zum Ausdruck. Und wenn jemand all das aufweisen würde, wie könnte Gott so einen Menschen beurteilen? Gott würde sagen, dass dieser Mensch über ein Gewissen und Vernunft verfügt. Fällt diese Bewertung hoch aus? Sie fällt nicht übermäßig hoch aus; nur ein Gewissen und Vernunft zu haben, erreicht bei weitem nicht den Maßstab, um von Gott perfektioniert zu werden – soweit es aber diese Art Mensch betrifft, ist das bereits eine nicht geringe Leistung. Sich unterwerfen zu können, ist etwas Kostbares. Wie die Person es danach anstrebt, Gott dazu zu bringen, Seine Meinung über sie zu ändern, hängt davon ab, für welchen Weg sie sich entscheidet“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine Auffassungen auflöst, kann man den richtigen Weg des Glaubens an Gott einschlagen (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir klar, dass ich bezüglich der Neuzuweisung meiner Pflicht eine bußfertige Haltung einnehmen sollte. Egal, was der Grund war, oder was ich nicht verstehen konnte, ich musste mich selbst zurückstellen, es zuerst annehmen und mich unterwerfen, meine Probleme anerkennen und Reue und Schuld dafür empfinden, dass ich meine Pflicht nicht gut erfüllt hatte. Ich hatte bei meiner Textarbeit keine Ergebnisse erzielt und die Arbeit lange Zeit verzögert, also sollte ich diese entsprechende Neuzuweisung meiner Pflicht akzeptieren. Unabhängig davon, was die Kirche für mich arrangierte oder wie sie mich behandelte, sollte ich keine eigenen Vorlieben haben, sondern annehmen und gehorchen. Nur das bedeutet, vernünftig zu sein. Aber ich empfand nicht nur keine Reue oder Schuld dafür, dass ich bei meiner Pflicht versagt und die Kirchenarbeit verzögert hatte, sondern suhlte mich auch in niedergeschlagenen und widerständigen Gefühlen, weil ich meinte, meinen Ruf und Status verloren zu haben. Mir fehlte es wirklich an Vernunft! Nachdem ich das erkannt hatte, konnte ich zwar meine Einstellung etwas anpassen, aber manchmal machte ich mir immer noch Sorgen, wie die Brüder und Schwestern mich sehen könnten, und wann immer ich daran dachte, wurde ich sehr bedrückt. Ich hegte immer noch einen Hoffnungsschimmer in meinem Herzen und dachte: „Vielleicht gibt mir die Leiterin noch eine Chance, wieder die Textarbeit zu machen? So könnte ich mein Ansehen wiederherstellen“, aber dann dachte ich: „Die Ergebnisse meiner Pflicht sprechen für sich. Wenn ich wieder die Textarbeit machen darf, werde ich dann nicht einfach weiterhin die Kirchenarbeit verzögern?“ Als ich merkte, dass mein Zustand sich nicht wirklich gewendet hatte, betete ich zu Gott: „O Gott, ich weiß, dass es richtig war, dass ich in meiner Pflicht neu zugewiesen wurde, aber ich bin immer noch sehr bedrückt. Ich habe ständig das Gefühl, dass die Erledigung allgemeiner Angelegenheiten minderwertig ist, und mir ist immer noch sehr wichtig, was andere von mir denken. O Gott, ich kann mich einfach nicht unterwerfen und konzentriere mich immer noch auf meinen Ruf und meinen Status. Das ist meine verdorbene Disposition, aber ich bin bereit, die Wahrheit zu suchen, um sie zu beseitigen. Bitte führe mich, damit ich aus meinem falschen Zustand herausfinde.“
Nach dem Gebet erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten und suchte sie heraus, um sie zu lesen. Gott sagt: „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und Status schätzen, übertrifft bei weitem die normaler Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und ihr lebenslanges Ziel. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben; das ist der Grund, warum sie diese Dinge auf diese Weise berücksichtigen. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Daher sind Ruf und Status für Antichristen ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht beiseitelegen. Man kann sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl auch Antichristen an Gott glauben, sehen sie das Streben nach Ruf und Status als gleichwertig mit dem Glauben an Gott an und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist; Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Gott entlarvt, dass ein Antichrist bei allem, was er tut, zuerst an sein Ansehen und seinen Status denkt und dass Ansehen und Status sein Herz beherrschen. Ganz gleich, in welchen Umständen er sich befindet oder was er tut, wird er sein Ziel, nach Ansehen und Status zu streben, nicht aufgeben. Das liegt daran, dass es ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist, es prägt sein ganzes Leben. Es ist seine Wesensnatur. Ich verhielt mich genauso wie ein Antichrist. Als die Leiterin sagte, mein Kaliber sei für die Textarbeit unzureichend und mich für die allgemeinen Angelegenheiten einteilte, konnte ich mit meinen Problemen nicht richtig umgehen und mich nicht vernünftig unterwerfen. Stattdessen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass mein Wert gemindert wurde. Ich dachte ständig darüber nach, wie andere mich sehen würden, und hatte panische Angst, dass mein Ansehen in den Herzen der Brüder und Schwestern schwinden würde, und fürchtete, sie würden mich nur als unbedeutende Mitarbeiterin für allgemeine Angelegenheiten ansehen. Mein Kaliber war schlecht und ich war nicht gut in der Textarbeit, also hat mir die Leiterin aus Rücksicht auf die Kirchenarbeit eine neue Pflicht zugewiesen, was völlig angemessen war. Ein vernünftiger Mensch würde das akzeptieren und richtig damit umgehen, aber ich legte zu viel Wert auf Ansehen und Status. Ich machte mir ständig Sorgen, dass andere auf mich herabschauen würden, wenn ich allgemeine Angelegenheiten erledigte, also konnte ich mich einfach nicht unterwerfen, sogar so weit, dass ich keinen Sinn mehr in meinen Pflichten sah, wenn mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht befriedigt wurde. Ich hatte sogar den Gedanken, meine Pflicht abzulehnen und Gott zu verraten. Ich lebte nach satanischen Philosophien, wie zum Beispiel dem Grundsatz: „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und „Die Menschen sollten immer danach streben, besser als ihre Mitmenschen zu sein.“ Ich glaubte, dass ein Mensch im Leben andere übertreffen und ihre Bewunderung gewinnen muss, und nur dann hätte das Leben Glanz und Wert. Seit ich an Gott glaubte, hatte ich mir immer eine hohe Stellung in der Kirche gewünscht, um von meinen Brüdern und Schwestern hoch angesehen zu werden. Bei meinen Pflichten offenbarte ich oft die verdorbene Disposition, nach Ansehen und Status zu streben, und obwohl ich diesbezüglich viele von Gottes Worten gelesen hatte, strebte ich immer noch hartnäckig danach. Diese satanischen Gifte waren so tief in mir verwurzelt! Wenn ich weiter nach Ansehen und Status strebte, ohne mich zu ändern, würde ich in diesem Zustand der Niedergeschlagenheit verharren und am Ende Gott zweifellos verlassen, weil mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht befriedigt wurde. Ich musste gegen mich selbst aufbegehren und aufhören, nach Ansehen und Status zu streben.
Eines Tages bat mich die Leiterin, einige Briefe an die Brüder und Schwestern zu überbringen. In meinem Herzen kam wieder der Gedanke auf: „Diese Pflicht besteht ja nur aus Botengängen.“ Ich musste unwillkürlich tief seufzen, um meinem Frust Luft zu machen. Als ich meinen falschen Zustand erkannte, betete ich schnell zu Gott, bereit, gegen meine verdorbene Disposition aufzubegehren und nicht mehr auf Stolz oder Status zu achten. Bei diesem Gedanken wurde ich innerlich endlich etwas ruhiger. Ich erinnerte mich an eine Passage aus Gottes Worten, die ich zuvor gelesen hatte: „Im Haus Gottes wird ständig darüber geredet, Gottes Auftrag anzunehmen und die eigene Pflicht gut auszuführen. Wie entsteht Pflicht? Ganz allgemein gesprochen entsteht sie infolge von Gottes Führungsarbeit, der Menschheit Errettung zu bringen; während sich Gottes Führungsarbeit unter der Menschheit entfaltet, kommt konkret gesagt verschiedene Arbeit auf, die es von den Menschen verlangt, dass sie mitarbeiten und sie ausführen. Dadurch sind Verantwortungen und Missionen entstanden, die die Menschen erfüllen müssen, und diese Verantwortungen und Missionen sind die Pflichten, die Gott den Menschen zuteilwerden lässt. In Gottes Haus sind die verschiedenen Aufgaben, die die Mitarbeit der Menschen erfordern, die Pflichten, die sie ausführen sollten. Gibt es also zwischen Pflichten Unterschiede in Bezug auf besser und schlechter, erhaben und unbedeutend oder groß und klein? Solche Unterschiede gibt es nicht. Vorausgesetzt, dass etwas mit Gottes Führungsarbeit zu tun hat, für die Arbeit Seines Hauses erforderlich ist und für die Verbreitung von Gottes Evangelium benötigt wird, dann ist es die Pflicht eines Menschen. Das ist der Ursprung und die Definition der Pflicht“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Was ist eine Ausführung der Pflicht, die dem Standard entspricht?). „Wenn du nun diese Pflicht mit deiner weltlichen Mission vergleichst, was ist wichtiger? (Meine Pflicht.) Warum ist das so? Die Pflicht ist das, was Gott von dir verlangt, es ist das, mit dem Er dich betraut hat – das ist ein Teil des Grundes. Der andere Teil, der hauptsächliche Grund, besteht darin, dass du, wenn du eine Pflicht im Haus Gottes aufnimmst und Gottes Auftrag annimmst, relevant für Gottes Führungsarbeit wirst. Wann immer im Haus Gottes angeordnet wird, dass du etwas tust, ist das deine Pflicht, egal, ob es Mühsal oder eine anstrengende Arbeit ist und ob du es magst oder nicht. Wenn du es als einen Auftrag und eine Verantwortung betrachten kannst, die Gott dir gegeben hat, dann bist du relevant für Sein Werk zur Rettung der Menschheit. Und wenn das, was du tust, und die Pflicht, die du ausführst, relevant für Gottes Werk der Rettung des Menschen sind, und du den Auftrag, den Gott dir gegeben hat, ernsthaft und aufrichtig annehmen kannst, als was wird Er dich dann betrachten? Er wird dich als Mitglied Seiner Familie betrachten. Ist das ein Segen oder ein Fluch? (Ein Segen.) Es ist ein großer Segen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Was ist eine Ausführung der Pflicht, die dem Standard entspricht?). Durch Gottes Worte verstand ich, dass dieselbe Arbeit oder Aufgabe in der Welt der Nichtgläubigen und im Haus Gottes von unterschiedlicher Natur ist. Jede Pflicht im Haus Gottes entspringt Gottes Führungsplan zur Rettung der Menschheit und den Bedürfnissen der Kirchenarbeit, und es gibt keine Rangordnung, noch werden sie als besser oder schlechter, höher- oder minderwertig eingestuft. Egal wie unbedeutend eine Aufgabe erscheinen mag, sie ist dennoch eine Pflicht, die man tun sollte. Ich aber unterteilte die Pflichten in verschiedene Ränge und beurteilte danach den Status und die Stellung der Menschen. Ich dachte, dass Leiter oder Mitarbeiter zu sein oder Textarbeit zu leisten, intellektuelle Aufgaben seien, die mit dem Lebenseintritt zusammenhängen, und dass die Ausführung dieser Pflichten angesehen, ruhmreich und prestigeträchtig sei und einem Menschen Bedeutung verleihe. Die allgemeinen Angelegenheiten hingegen betrachtete ich als nebensächliche Kirchenarbeit, die nur körperliche Arbeit umfasste und wenig Gewicht hatte, und diejenigen, die sie verrichteten, als minderwertig und auf einer niedrigeren Stufe stehend als die, die andere Pflichten taten. Diese Art der Beurteilung entsprach nicht der Wahrheit. Im Haus Gottes leistet jeder durch seine Pflicht seinen Beitrag zur Verbreitung der Evangeliumsarbeit. Wie die Teile einer Maschine spielt jedes Teil seine eigene Rolle und ist für das Ganze unverzichtbar. Die allgemeinen Angelegenheiten, die ich erledigte, waren ebenfalls für die Kirchenarbeit notwendig. Aufgaben wie das Überbringen von Briefen und Büchern mit Gottes Worten an die Brüder und Schwestern mögen wie reine allgemeine Angelegenheiten erscheinen, aber da sie mit der Kirchenarbeit verbunden sind, werden diese Pflichten nicht für irgendeine Person getan, sondern sind eine Verantwortung, die vor Gott erfüllt wird. Darüber hinaus wurden durch die Neuzuweisung meiner Pflicht mein falscher Weg, nach Ansehen und Status zu streben, sowie meine abwegigen und absurden Ansichten über die Pflichten offenbart. Das war Gottes Errettung für mich!
Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und lernte, wie ich mit einer Neuzuweisung von Pflichten richtig umgehen sollte. Gott sagt: „Gott behandelt jeden fair und gleich; da du nichts kannst, verlangt man von dir, dass du das Evangelium predigst – um es dir zu ermöglichen, deine letztmögliche Funktion auszuüben, wenn die Gegebenheiten so sind, dass du nicht in der Lage bist, irgendeine andere Pflicht zu übernehmen. Dadurch gibt man dir eine Chance und einen Hoffnungsschimmer; man bringt dich nicht um das Recht, deine Pflicht zu tun. Gott hat immer noch einen Auftrag für dich, und Er ist dir gegenüber nicht voreingenommen. Deshalb werden diejenigen, die Evangeliumsteams zugewiesen werden, nicht auf einen vergessenen hinteren Regalplatz geschickt, noch kehrt man ihnen den Rücken zu, sondern vielmehr tun sie ihre Pflicht anderweitig. … es spielt keine Rolle, wo man dich unterbringt, wann du dich wo befindest, mit welchen Menschen du in Kontakt kommst und welche Pflicht du tust. Gott wird dich immer sehen und dein innerstes Herz genau prüfen. Denk nicht, dass Gott, weil du Mitglied eines Evangeliumsteams bist, dir keine Beachtung schenkt oder dass Gott dich nicht sehen kann und du somit tun kannst, was immer du willst. Und denk nicht, dass du, wenn du einem Evangeliumsteam zugeteilt bist, keine Hoffnung mehr auf Errettung hast, und die Sache dann negativ angehen kannst. Diese Denkweisen sind beide falsch. Ganz gleich, wo man dich unterbringt oder welche dir zugeteilte Pflicht du ausführen sollst, es ist das, was du tun solltest, und du solltest sie gewissenhaft und verantwortungsvoll ausführen. Gottes Anforderungen an dich ändern sich nicht, und somit sollte sich auch deine Unterwerfung unter Gottes Anordnungen nicht ändern. Der Status von Evangeliumsarbeitern ist derselbe wie der von denen, die andere Pflichten ausführen; der Wert eines Menschen bemisst sich nicht nach der Pflicht, die er ausführt, sondern vielmehr danach, ob er nach der Wahrheit strebt und die Wahrheitsrealität aufweist“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (9)). Nachdem ich diese Passage aus Gottes Worten gelesen hatte, wurden meine irrigen Ansichten über die Neuzuweisung von Pflichten korrigiert. Anfangs hatte ich immer das Gefühl gehabt, dass die Erledigung allgemeiner Angelegenheiten bedeutete, von einer angesehenen Person zu einem unbedeutenden Niemand von der Straße zu werden. Ich hatte sogar das Gefühl, als wäre ich in eine Ecke gestellt worden, um dort vergessen zu werden und für immer unbeachtet zu bleiben. Aber im Licht von Gottes Worten erkannte ich, dass dieses Verständnis abwegig und absurd war. Aufgrund meines schlechten Kalibers war ich für die Textarbeit ungeeignet. Die Kirche hatte mir gemäß meinem Kaliber die Erledigung allgemeiner Angelegenheiten aufgetragen. Darin wurde mir die Gelegenheit gegeben, eine Pflicht nach besten Kräften zu tun und meine Rolle zu spielen. Als ich das erkannte, fühlte ich mich wirklich schuldig. Ich hatte keine besonderen Fähigkeiten und konnte keine anderen Pflichten tun, dennoch hatte mir das Haus Gottes im größtmöglichen Umfang eine Pflicht zugewiesen und mir eine Chance auf Errettung gegeben. Aber wie hatte ich das gesehen? Ich hatte diese Neuzuweisung meiner Pflicht als eine Herabsetzung und Ausgrenzung meiner Person betrachtet. Mein Verständnis war so absurd, und ich wusste nicht, was gut für mich war! Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fühlte ich mich Gott verpflichtet. Ich dachte, dass ich meine Pflicht ordnungsgemäß gemäß den Anforderungen und Grundsätzen der allgemeinen Angelegenheiten tun, dies als einen Auftrag von Gott betrachten und diese Pflicht gut tun müsse, um Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten nicht zu enttäuschen. Ich dachte an Gottes Worte: „Die Funktionen sind nicht dieselben. Es gibt einen Leib. Jeder tut seine Pflicht, jeder an seinem Platz, und tut sein Allerbestes – für jeden Funken gibt es einen Lichtblitz – und sucht Reife im Leben. So werde Ich zufrieden sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 21). Ich musste tun, was ich konnte, und das, was ich hatte, voll ausschöpfen. Ich musste an meinem Platz stehen und mein Äußerstes geben, ohne mein Ansehen oder meinen Status zu berücksichtigen. Während ich meine Pflicht tat, musste ich nach der Wahrheit und dem Lebenseintritt streben und mein Bestes tun, um Gottes Absichten und Anforderungen zu entsprechen.
Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten, und mein Herz wurde noch mehr erleuchtet. Gott sagt: „Wenn Gott dafür sorgt, dass jemand Schmerz und Armut erleidet, bedeutet das dann, dass diese Person keine Hoffnung auf Rettung hat? Wenn sie von geringem Wert und niedrigem sozialen Status ist, wird Gott diese Person dann nicht retten? Wenn sie in der Gesellschaft einen niedrigen Status hat, hat sie dann auch in Gottes Augen einen niedrigen Status? Nicht unbedingt. Wovon hängt das ab? Es hängt von dem Weg ab, den diese Person geht, von dem, wonach sie strebt, und von ihrer Haltung zur Wahrheit und zu Gott. Wenn jemand einen sehr niedrigen sozialen Status hat, seine Familie sehr arm und er nur schlecht gebildet ist, er aber in bodenständiger Weise an Gott glaubt und die Wahrheit und positive Dinge liebt, hat er dann in Gottes Augen einen hohen oder niedrigen Wert? Ist er edel oder unedel? Er ist wertvoll. Aus dieser Perspektive betrachtet: Wovon hängt der Wert eines Menschen ab – egal, ob dieser hoch oder gering, nobel oder niedrig ist? Davon, wie Gott dich sieht. Wenn Gott dich als jemanden sieht, der nach der Wahrheit strebt, dann hast du Wert und bist wertvoll – du bist ein wertvolles Gefäß. Wenn Gott sieht, dass du nicht nach der Wahrheit strebst und dich nicht aufrichtig für Ihn aufwendest, dann bist du wertlos und hast keinen Wert – du bist ein niedriges Gefäß. Egal, wie hoch gebildet du bist oder wie hoch dein Status in der Gesellschaft ist: Wenn du nicht nach der Wahrheit strebst und sie nicht verstehst, dann kannst du niemals von hohem Wert sein; selbst wenn viele Menschen hinter dir stehen, dich hochloben und dich bewundern, bist du dennoch ein verachtenswerter Schuft. … Wenn man es jetzt betrachtet, was ist die Grundlage, um den Wert eines Menschen als edel oder niedrig zu definieren? (Es ist seine Haltung zu Gott, zur Wahrheit und zu positiven Dingen.) Das ist richtig. Zuallererst muss man verstehen, was Gottes Haltung ist. Gottes Haltung zu verstehen und die Grundsätze und Maßstäbe zu verstehen, nach denen Gott über die Menschen urteilt, und dann die Menschen anhand der Grundsätze und Maßstäbe zu messen, nach denen Gott die Menschen behandelt – nur das ist am genauesten, angemessensten und fairsten“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 7. Sie sind niederträchtig, heimtückisch und betrügerisch (Teil 1)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott den Wert eines Menschen nicht nach seinem sichtbaren sozialen Status oder nach der Pflicht, die er tut, bemisst, sondern nach seiner Haltung gegenüber der Wahrheit und gegenüber Gott. Diejenigen, die die Wahrheit lieben und nach ihr streben – unabhängig davon, welche Pflicht sie tun oder ob sie von anderen bewundert werden –, sind in Gottes Augen wertvoll. Was aber diejenigen betrifft, die nicht nach der Wahrheit streben, so werden sie in Gottes Augen gering und wertlos sein, selbst wenn ihre Pflichten sie ruhmreich und herausragend erscheinen lassen und sie von vielen bewundert werden. Gott beachtet solche Menschen nicht nur nicht, sondern verabscheut und hasst sie sogar. Als ich das erkannte, fühlte sich mein Herz erleuchtet und entspannt an. Ich hatte nur einen Gedanken: „Egal, welche Pflicht ich tue, ich werde mich nur darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben.“ In diesem Augenblick konnte ich die allgemeinen Angelegenheiten wirklich als meine Pflicht annehmen und begann, aktiv darüber nachzudenken, wie ich diese Pflicht gut tun konnte. Als die Leiterin mich wieder beauftragte, Briefe und Bücher mit Gottes Worten an die Brüder und Schwestern zu überbringen, fühlte ich keinen Widerstand mehr. Stattdessen sah ich es als meine Pflicht und als etwas, das ich tun sollte, und ich fasste den Entschluss, meine Pflicht gut zu tun. Nachdem sich mein Zustand gewendet hatte, konnte ich zur Ruhe kommen und meine Pflicht mit innerem Frieden tun. Ich bin wirklich dankbar für die Erleuchtung und Führung durch Gottes Worte, die mir dieses Verständnis und diese Wandlung ermöglicht haben!