16. Was ich aus einem bitteren Versagen lernte

Von Yuxin, China

2013 verhaftete mich die Polizei aufgrund einer Telefonüberwachung. Sie zeigten mir Fotos der oberen Leiter und forderten mich auf, sie zu identifizieren. Als ich mich weigerte, etwas zu sagen, versuchten sie, mich einzuschüchtern und drohten mir mit Einzelhaft und Folter. Doch durch Gottes Führung hatte ich keine Angst. Indem ich betete und mich auf Gott verließ, hielt ich danach jedem Polizeiverhör stand und verriet meine Brüder und Schwestern nicht. Später wurde ich zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Im April 2014 kam ich in ein Frauengefängnis, um meine Strafe zu verbüßen. Die Leiterin der Gefängniseinheit befahl mir, eine Bußerklärung zu schreiben und zu schwören, nicht mehr an Gott zu glauben, aber ich weigerte mich und legte stattdessen vor ihnen Zeugnis für Gott ab. Als die Leiterin meine unnachgiebige Haltung sah, ließ sie mich von anderen Insassinnen quälen, schlagen und beschimpfen, und sie zwangen mich, jeden Tag zwölf Stunden regungslos in einem kleinen Raum zu stehen. Meine Beine und Füße wurden vom Stehen taub und schwollen an, und jede Minute fühlte sich an wie eine Stunde. Die Insassinnen verspotteten mich, als sie mein Leiden sahen, und sagten: „Sag deinem Gott, Er soll dich in einen Adler verwandeln, damit du hier rausfliegen kannst!“ Ich betete in meinem Herzen und bat Ihn, mich zu führen, damit ich diese Qual überwinden und Ihn nicht verraten würde. Dank Gottes Führung hielt ich durch. Eines Tages gaben mir die Gefängnisaufseherinnen zehn Fragen zu beantworten, die alle Gott verleugneten und verleumdeten. Das machte mich absolut wütend: „Diese Teufel sind wirklich Meister darin, Lügen zu erfinden! Ich muss für Gott Zeugnis ablegen und darf nicht zulassen, dass Seinem Namen Schande bereitet wird.“ Also nutzte ich diese Gelegenheit, um auf ihre Fragen zu antworten und dabei ihre Trugschlüsse mit Gottes Worten zu widerlegen. Das erzürnte die Gefängnisaufseherinnen, woraufhin sie mir drei Tage lang das Mittagessen entzogen. Manchmal wurde mir vor Hunger schwindelig und ich flehte in meinem Herzen lautstark Gott an, bat Ihn, meinen Glauben zu stärken und mich standhaft zu halten. Ich dachte an die Worte des Herrn Jesus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht(Matthäus 4,4). Als ich über Gottes Worte nachdachte, fühlte ich mich nicht mehr so hungrig.

Sechs Monate vor meiner Entlassung setzten die Vorgesetzten die Gefängniseinheit unter Druck. Sie sagten, ich sei die Einzige im Trakt, die noch nicht „bekehrt“ worden war. Um den Ruf des Gefängnisses nicht zu schädigen, müsse ich dieses Mal „bekehrt“ werden. Danach unterzogen sie mich einer weiteren Runde körperlicher Züchtigung. Bei Temperaturen um die minus zwanzig Grad Celsius ließen sie mich im Waschraum stehen und übergossen mich mit Wasser – sie gossen es sogar in meine Ohren. Ich war von oben bis unten klitschnass, aber sie erlaubten mir nicht, mich umzuziehen. Später brachten sie mich in einen kleinen Raum und brachten zwei Mörderinnen dazu, mich zur Unterschrift der Drei Erklärungen zu zwingen. Sie drohten, wenn ich mich weigerte, würden sie mich in einen Gang ohne Überwachung bringen, mich totschlagen und dann behaupten, ich sei eines natürlichen Todes gestorben. In meinem Herzen herrschte Aufruhr: „Wenn ich unterschreibe, verrate ich Gott. Aber wenn nicht, werden sie neue Wege finden, mich zu foltern. Was, wenn sie mich totschlagen?“ Ich hatte zuvor eine Insassin sagen hören, dass hier eine Gefangene gestorben und ihre Leiche wie ein toter Hund weggeschleift worden war. Allein der Gedanke daran erfüllte mich mit Angst. Wenn ich zu Tode geprügelt würde, hätte ich keine Gelegenheit mehr, gerettet zu werden. Dann dachte ich: „Befolge ich nicht bloß starrsinnig die Vorschriften, indem ich die Drei Erklärungen nicht unterschreibe? Gott schaut auf das Herz eines Menschen, nicht nur auf sein äußeres Verhalten. Ich will Gott ja nicht wirklich verraten; ich nutze doch nur Weisheit, um mit dem großen roten Drachen fertig zu werden.“ Also unterschrieb ich die Drei Erklärungen. Doch in dem Augenblick, als ich unterschrieb, wurde es finster in meinem Herzen. Trotzdem redete ich mir immer wieder ein: „Ich verrate Gott nicht wirklich. Ich wende ja nur Weisheit an, um mit dem großen roten Drachen fertig zu werden.“ Ich sagte ihnen sogar: „Ich unterschreibe das nicht wirklich. Ich kooperiere nur bei Ihrer Arbeit.“

Im Juni 2016 wurde ich aus dem Gefängnis entlassen. Später hörte ich in einer Predigt, dass diejenigen, die die Drei Erklärungen unterschrieben hatten, das Zeichen des Tieres empfangen und die Pforten der Hölle geöffnet hatten. Plötzlich fühlte ich mich wie gelähmt, als ob der Himmel schwarz geworden wäre. Schließlich wurde mir klar, wie schwerwiegend das Unterschreiben der Drei Erklärungen war und dass dies Gottes Disposition verletzte. Ich hatte nicht erwartet, dass ich nach so vielen Jahren des Glaubens an Gott meinen Glaubensweg mit Verrat beenden würde. Der Schmerz und die Verzweiflung in meinem Herzen in diesem Moment waren unbeschreiblich. In meinem extremen Leid dachte ich sogar daran, von einem Gebäude zu springen, um allem ein Ende zu setzen. Ich dachte an Gottes Worte: „Zu jenen, die Mir in Zeiten der Drangsal nicht die geringste Treue gezeigt haben, werde Ich nicht mehr barmherzig sein, denn Meine Barmherzigkeit geht nur so weit. Ich finde des Weiteren keinen Gefallen an denen, die Mich einmal verraten haben, und noch weniger will Ich Mich mit denen abgeben, welche die Interessen ihrer Freunde verraten. Dies ist Meine Disposition, unabhängig davon, wer die Person sein mag. Ich muss euch Folgendes sagen: Wer Mein Herz bricht, wird von Mir kein zweites Mal Gnade empfangen, und wer Mir treu ist, wird für immer in Meinem Herzen bleiben(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Als ich über Gottes Worte nachdachte, spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Herzen. Gottes Disposition duldet keine Kränkung, und jeder, der Gott verrät, wird niemals wieder Seine Barmherzigkeit empfangen. Ich hatte die Drei Erklärungen unterschrieben und Gottes Disposition verletzt. Ich spürte, dass mein Glaubensweg zu Ende war und dass Gott jemanden wie mich nicht mehr retten würde. Bei dem Gedanken an die böse Tat, die ich begangen hatte, schmerzte mein Herz unerträglich, und ich wünschte mir, wieder im Gefängnis zu sein, nur um meine Verfehlung wiedergutzumachen. Während dieser Zeit war ich wie eine wandelnde Leiche. Ich verbrachte jeden Tag wie in Trance und schämte mich zu sehr, um zu Gott zu beten.

Eines Tages sah ich einen Bruder, mit dem ich einmal zusammengearbeitet hatte, in einem von Gottes Haus produzierten Film, was mich noch bekümmerter und schuldiger fühlen ließ. Wir glaubten beide an Gott, doch er tat seine Pflicht, um für Ihn Zeugnis abzulegen, während ich ausgemustert worden war und bestraft werden sollte. Ich hasste mich noch mehr dafür, dass ich zuvor nicht nach der Wahrheit gestrebt hatte. Ich hatte das Gefühl, ich hätte es verdient zu sterben und sei es nicht wert zu leben. Ich wollte nur noch einen Tag nach dem nächsten irgendwie überstehen, und wenn ich eines Tages sterben würde, wäre das Gottes Gerechtigkeit. Nachts lag ich im Bett, wälzte mich hin und her und konnte nicht schlafen; da kamen mir Gottes Worte in den Sinn: „Wenn Menschen sich gegen Mich auflehnen, lasse Ich sie Mich aus dem Inneren ihrer Rebellion kennenlernen. Angesichts ihrer alten Natur und angesichts Meiner Barmherzigkeit, erlaube Ich ihnen, anstatt sie zu töten, Buße zu tun und einen Neuanfang zu machen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 14). „Könnte es sein, dass dein Schicksal wirklich nicht geändert werden kann? Bist du gewillt, mit solch einem Bedauern zu sterben?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wesenheit und die Identität des Menschen). Ich spürte ganz deutlich, dass Gott mir nicht den Rücken gekehrt hatte und dass Er mich immer noch mit Seinen Worten rief, in der Hoffnung, ich würde vor Ihm Buße tun. Gottes freundliche Worte fühlten sich an wie ein warmer, sanfter Strom, der mein Herz mit Wärme erfüllte. Gott wollte nicht, dass ich in Negativität und Missverständnissen verharre, verzweifle und mich selbst aufgebe. Gott wollte, dass ich mich aus meinem Versagen erhebe und über die eigentliche Ursache meines Scheiterns nachdenke. Ich dachte daran, wie Gott sagte, dass die Einwohner von Ninive durch ihre Buße Seine Barmherzigkeit erlangten. Gott hoffte auch, dass ich Buße tun, einen Neuanfang machen und den Weg des Glaubens wieder gehen würde. Ich spürte Gottes Liebe und Rettung, und mein Herz war von Dankbarkeit Ihm gegenüber erfüllt. Also kniete ich nieder und betete: „O Gott, ich habe Dich verraten und Dir das Herz gebrochen. Aber Du hast Deinen Plan, mich zu erretten, nicht aufgegeben, und mir trotzdem eine Chance zur Buße gegeben. Ich danke Dir! O Gott, ich bin bereit, Buße zu tun. Bitte führe mich, damit ich über mich nachdenke und mich selbst erkenne.“

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und gewann dadurch etwas Erkenntnis über mich selbst. Der Allmächtige Gott sagt: „Jene, die von Trübsal heimgesucht werden, sind ohne das Wirken des Heiligen Geistes und ohne Gottes Führung. Jene aber, die tatsächlich erobert wurden und die wahrhaftig nach Gott suchen, werden letztendlich standhaft sein. Sie sind diejenigen, die über Menschlichkeit verfügen und die Gott wirklich lieben. Ganz gleich, was Gott tut, diese Siegreichen werden nicht der Visionen beraubt sein und sie werden dennoch die Wahrheit in die Praxis umsetzen, ohne ihr Zeugnis zu vernachlässigen. Sie sind diejenigen, die letztendlich aus der großen Trübsal hervorgehen werden. Obwohl jene, die im Trüben fischen, heute immer noch schmarotzen können, ist niemand imstande, der letzten Trübsal zu entkommen, und niemand kann dem letzten Test entkommen. Für jene, die überwinden, ist diese Trübsal eine kolossale Läuterung; für jene aber, die im Trüben fischen, ist es das Werk der völligen Ausmusterung. Ganz gleich, wie sie geprüft werden, die Loyalität jener, die Gott im Herzen tragen, bleibt unverändert; was jedoch jene anbelangt, die Gott nicht in ihrem Herzen tragen, sobald Gottes Werk für ihr Fleisch nicht von Vorteil ist, ändern sie ihre Ansicht über Gott und sie verlassen Gott sogar. So sind jene, die am Ende nicht standhaft sind, die nur Gottes Segnungen suchen und kein Verlangen haben, sich für Gott aufzuwenden und sich Ihm selbst hinzugeben. Solche nichtswürdigen Menschen werden alle vertrieben, wenn Gottes Werk endet, und sie sind keines Mitleids würdig. Jene, die keine Menschlichkeit haben, können Gott nicht wirklich lieben. Wenn das Umfeld sicher und geborgen ist oder Gewinn gemacht werden kann, sind sie Gott völlig gehorsam. Sobald aber das, was sie begehren, beeinträchtigt ist oder endgültig zerschlagen wird, rebellieren sie sofort. Sogar innerhalb von nur einer Nacht verwandeln sie sich von einem lächelnden, ‚gutherzigen‘ Menschen in einen wild aussehenden Henker und behandeln ihren Wohltäter von gestern plötzlich ohne Sinn und Grund wie ihren Todfeind. Wenn diese Dämonen nicht vertrieben werden, diese Dämonen, die töten würden, ohne mit der Wimper zu zucken, werden sie dann nicht zu einer verborgenen Gefahr werden?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gottes Werk und die Praxis des Menschen). Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir klar, dass ich ein egoistischer und verachtenswerter Mensch gewesen war. Angesichts der Drohungen der Mörderinnen bekam ich Angst, dass ich nicht errettet werden würde, falls sie mich töten würden, also unterschrieb ich die Drei Erklärungen und verriet Gott. Mit Worten hatte ich zwar immer gesagt, ich würde Gott niemals verraten, selbst wenn alle anderen es täten, und ich hielt mich sogar für jemanden, der wirklich an Gott glaubte. Aber als mein Leben in Gefahr war, verriet ich Gott, nur um meine eigene Haut zu retten. Wo hatte ich da noch irgendeine Menschlichkeit? Wo war das bitteschön ein wahrer Glaube an Gott? Nur Menschen, die während der Folterungen des großen roten Drachen alles Leid ertragen können, um für Gott Zeugnis abzulegen, haben Menschlichkeit und glauben wirklich an Gott. Ich dachte daran, wie ich in den letzten Tagen durch Gottes Gnade zu denen gehören durfte, die an Ihn glauben. Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich die Wahrheit darüber, wie die Menschheit von Satan verdorben wurde, und über Gottes sechstausendjährigen Führungsplan zur Rettung der Menschheit. Durch Gottes Worte verstand ich einige Wahrheiten und durchschaute viele Dinge, und es waren Gottes Worte, die mir halfen, die schwierigsten und schmerzhaftesten Tage im Gefängnis zu überstehen. Ich hatte so viel von Gott empfangen, aber als Gott wollte, dass ich Zeugnis ablege, verriet ich Ihn, indem ich die Drei Erklärungen unterschrieb, um mich selbst zu schützen. Ich hatte solch einen schweren Verrat begangen und verdiente es wirklich, verflucht zu werden! In diesem Moment wurde mir schließlich klar, dass ich in meinen Glaubensjahren überhaupt nicht die Wahrheit und das Leben erlangt hatte. Ich war nur leblose Spreu, wie hätte ich da nicht zu Fall kommen können? Als ich diese Dinge erkannte, wollte ich meine Bestrebungen nach vorne richten und nicht länger in meiner Negativität verharren, und ich betete oft zu Gott, um Buße zu tun. Ganz gleich, wie mein Ergebnis aussehen würde, ich war bereit, meine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun und nach der Wahrheit zu streben.

Im Februar 2018 wurde mir die Pflicht der Textarbeit übertragen, und ich war sehr dankbar. Ich wollte meine Pflicht gut tun und meine frühere Verfehlung wiedergutmachen. Während ich meine Pflichten tat, schmerzte mein Herz, wann immer ich an den Verrat dachte, den ich begangen hatte. Es fühlte sich an wie ein Dorn, der in meinem Herzen steckte und mir großes Leid und Schuldgefühle bereitete. Manchmal fragte ich mich: „Ich dachte, ich würde Weisheit anwenden, als ich es mit der Polizei zu tun hatte und die Drei Erklärungen unterschrieb, aber wie sieht Gott das?“ Ich dachte an die Worte des Herrn Jesus: „Wer Mich verleugnet vor den Menschen, den will Ich auch verleugnen vor Meinem himmlischen Vater(Matthäus 10,33). Da ich die Drei Erklärungen unterschrieben und Gott vor Satan verleugnet und verraten hatte, erkannte Gott mich nicht mehr als eine Gläubige an, denn meine sogenannte „Weisheit“ war vor der Wahrheit haltlos – damit betrug ich nur andere und auch mich selbst. Weisheit ist etwas Positives, das von Gott kommt, und sie anzuwenden, ist eine Praxis, die die Interessen von Gottes Haus schützt. Aber ich setzte diese „Weisheit“ nur ein, um mich selbst zu schützen; ihrer eigentlichen Natur nach war sie jedoch Verrat an Gott. Wer Gott vor den Menschen verleugnet und verrät, wird von Gott verurteilt. Gott verabscheut es, wenn die Menschen Ihn verraten. Was Gott will, ist, dass die Menschen vor Satan für Ihn Zeugnis ablegen, Seinen Namen immer hochhalten und Ihn niemals verleugnen. Aber meine sogenannte „Weisheit“ war nur eine Ausrede, um meine eigene Haut zu retten und mein unwürdiges Dasein bloß noch in die Länge zu ziehen. Als ich diese Dinge erkannte, hasste ich mich noch mehr, und ich schwor mir im Stillen, dass ich in Zukunft, wenn ich mit ähnlichen Situationen konfrontiert würde, in meinem Zeugnis standhaft bleiben und nie wieder versuchen würde, meine eigene Haut zu retten.

Später dachte ich auch im Stillen nach: „Warum habe ich versagt? Warum konnten einige Brüder und Schwestern schwere Folter ertragen und standhaft bleiben, sogar bis zum Tod, ohne Gott zu verraten, während ich Ihn verriet? Was war die Wurzel meines Versagens?“ Beim Nachdenken wurde mir klar, dass ich mein Leben zu sehr schätzte. Ich hatte Gott aus Angst vor dem Tod verraten und mein Zeugnis verloren. Eines Tages las ich eine Passage aus Gottes Worten, und ich begann zu verstehen, wie ich dem Tod begegnen sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie kamen jene Jünger des Herrn Jesus ums Leben? Unter den Jüngern gab es jene, die gesteinigt, hinter einem Pferd hergeschleift, kopfüber gekreuzigt, von fünf Pferden gevierteilt wurden – verschiedene Todesarten ereilten sie. Was war der Grund für ihren Tod? Liegt es daran, dass sie etwas Falsches getan hatten und dann rechtmäßig hingerichtet wurden? Nein. Sie verkündeten das Evangelium des Herrn, doch die weltlichen Menschen nahmen es nicht an und haben sie stattdessen verurteilt, geschlagen, beschimpft und sogar hingerichtet – so starben sie den Märtyrertod. … Tatsächlich starben ihre Körper so und schieden dahin; auf diese Weise verließen sie die Menschenwelt, aber das bedeutet nicht, dass ihr Ende dasselbe war. Unabhängig davon, auf welche Art ihr Tod und ihr Ableben erfolgte oder wie dies geschah, das war nicht, wie Gott das Endergebnis dieser Leben, dieser geschaffenen Wesen, festgelegt hatte. Das musst du klar erkennen. Im Gegenteil, das war genau die Art, auf die sie diese Welt verdammten und Gottes Taten bezeugten. Diese geschaffenen Wesen setzten ihr kostbares Leben ein – sie nutzten den letzten Moment ihres Lebens, um Gottes Taten zu bezeugen, um Gottes große Macht zu bezeugen und Satan und der Welt zu verkünden, dass Gottes Taten richtig sind, dass der Herr Jesus Gott ist, dass Er der Herr und Gottes menschgewordenes Fleisch ist. Bis hin zum letzten Augenblick ihres Lebens leugneten sie niemals den Namen des Herrn Jesus. War das nicht eine Form von Gericht über diese Welt? Sie setzten ihr Leben ein, um der Welt zu verkünden, um Menschen gegenüber zu beweisen, dass der Herr Jesus der Herr ist, dass der Herr Jesus Christus ist, dass Er Gottes menschgewordenes Fleisch ist, dass das Werk der Erlösung der gesamten Menschheit, das Er verrichtet hat, diese Menschheit fortbestehen lässt – diese Tatsache ist auf ewig unveränderbar. In welchem Ausmaß führten jene, die den Märtyrertod starben, weil sie das Evangelium des Herrn Jesus verkündeten, ihre Pflicht aus? Gingen sie bis zum Äußersten? Wie zeigte sich, dass sie bis zum Äußersten gingen? (Sie opferten ihr Leben.) Das stimmt, sie bezahlten den Preis mit ihrem Leben. Familie, Reichtum und die materiellen Dinge dieses Lebens, das sind alles äußerliche Dinge; das Einzige, das zu einem selbst gehört, ist das Leben. Für jeden lebenden Menschen ist das Leben das, was er am allermeisten schätzt, das Kostbarste, und tatsächlich konnten diese Menschen ihren wertvollsten Besitz opfern – das Leben – als Bestätigung und Zeugnis für Gottes Liebe zur Menschheit. Bis zu dem Tag, an dem sie starben, leugneten sie weder Gottes Namen noch leugneten sie Gottes Werk, und sie nutzten die letzten Augenblicke des Lebens, um diese Tatsache zu bezeugen – ist das nicht die höchste Form des Zeugnisses? Das ist die beste Art und Weise, seine Pflicht zu tun; das heißt, seiner Verantwortung nachzukommen. Als Satan sie bedrohte und terrorisierte und sie am Ende sogar mit ihrem Leben bezahlen ließ, kündigten sie ihre Verantwortung nicht auf. Das heißt, seine Pflicht bis zum Äußersten zu erfüllen. Was meine Ich damit? Meine Ich, ihr sollt dieselbe Methode anwenden, um Gott zu bezeugen und Sein Evangelium zu verkünden? Das musst du nicht unbedingt tun, aber du musst verstehen, dass das deine Verantwortung ist, dass du es als etwas annehmen solltest, zu dem du verpflichtet bist, wenn Gott es von dir verlangt(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Gottes Worte berührten mein Herz. Die Jünger, die dem Herrn Jesus folgten, erlitten auf vielerlei Weisen den Märtyrertod, weil sie das Evangelium des Herrn verbreiteten. Ihr Tod war ein Gericht über diese böse Generation, und sie bezeugten Gott mit ihrem eigenen Leben. Das ist die größte Demütigung für Satan. Sie erfüllten ihre Verantwortung, waren wahre geschaffene Wesen und fanden Gottes Billigung. Obwohl ihre Körper starben, kehrten ihre Seelen zu Gott zurück. Diejenigen, die ihre eigene Haut retten wollen und den Tod fürchten, sind – selbst wenn sie leben – wie leblose wandelnde Leichen, und nach dem Tod müssen sie auch noch die ewige Bestrafung ertragen. Wie der Herr Jesus sagte: „Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird’s finden(Matthäus 16,25). Immer wenn ich daran zurückdachte, wie ich Gott verriet, um mich selbst zu schützen, als mir der Tod drohte, tat es mir im Herzen weh vor Schuld, und meine Seele war zutiefst gequält. Dieser Schmerz war viel schlimmer als körperliches Leiden. Ich verstand auch, dass das Schicksal eines Menschen in Gottes Händen liegt und dass der große rote Drache nicht über mein Leben oder meinen Tod entscheiden kann. Selbst wenn ich eines Tages durch die Verfolgung des großen roten Drachen zu Tode kommen würde, so geschähe auch das mit Gottes Erlaubnis und wäre von Ihm vorherbestimmt. Ich sollte mich Gottes Orchestrierung und Seinen Anordnungen unterwerfen. Zu sterben, um Gott zufriedenzustellen, ist sinnvoll.

Eines Nachts im Dezember 2023 erhielt ich einen Brief von den oberen Leitern, in dem stand, dass sie gegen diejenigen, die zuvor die Drei Erklärungen unterschrieben hatten, Untersuchungen anstellen würden. Als ich den Brief sah, war ich fassungslos und dachte daran, dass ich die Drei Erklärungen ja unterschrieben hatte. Besonders nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, die besagten: „Sind nicht diejenigen, die die ‚Drei Erklärungen‘ unterschreiben, diejenigen, die die Bombe gezündet und sich selbst in Stücke gerissen haben?(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)), hatte ich das Gefühl, dass für mich wirklich alles aus und mein Glaubensleben vorbei wäre. Ich fühlte mich hoffnungslos. Ich wusste, dass ich durch das Unterschreiben der Drei Erklärungen und den Verrat an Gott für die Hölle und die Bestrafung bestimmt war. Ich spürte, dass es gerechtfertigt wäre, egal wie das Haus Gottes mit mir umgehen würde, und dass selbst der Tod eine gerechte Strafe für mich wäre. In dieser Nacht hatte ich keine Energie, mich mit den Problemen bei meiner Arbeit zu befassen. Ich war völlig kraftlos und sprach die ganze Nacht kein Wort. In den nächsten Tagen konnte ich weder essen noch schlafen. Immer wenn ich an meine Verfehlung dachte, hatte ich das Gefühl, kein gutes Ende und keinen guten Bestimmungsort mehr zu haben. Ich fühlte mich trostlos und hatte zu nichts mehr den Kopf frei. Ich wartete nur darauf, dass die Kirche mir mitteilen würde, dass ich entfernt worden sei. In meinem Schmerz und meiner Verzweiflung betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten und zu führen, damit ich Seine Absicht verstand.

Am nächsten Tag sah ich eine Passage aus Gottes Worten, die in einem Erfahrungszeugnis-Video zitiert wurde, und gewann dadurch eine gewisse Einsicht in Gottes Absichten. Der Allmächtige Gott sagt: „Die meisten Menschen haben einige Verfehlungen begangen und einige Makel über sich gebracht. Zum Beispiel haben sich einige Leute Gott widersetzt und blasphemische Dinge gesagt; einige haben Gottes Auftrag abgelehnt und es abgelehnt, ihre Pflicht auszuführen und wurden von Gott verschmäht; einige haben Gott verraten, als sie mit Versuchungen konfrontiert waren; einige haben während ihrer Inhaftierung die ‚Drei Erklärungen‘ unterschrieben und damit Gott verraten; einige stahlen Opfergaben; einige vergeudeten Opfergaben; einige störten häufig das Kirchenleben und fügten Gottes auserwähltem Volk Schaden zu; einige bildeten Cliquen und quälten andere Leute und stürzten so die Kirche ins Chaos; einige verbreiteten Auffassungen und Tod und schadeten damit den Brüdern und Schwestern; und einige unterhielten unangemessene Beziehungen zum anderen Geschlecht und lebten promiskuitiv und hatten einen schrecklichen Einfluss. Es genügt zu sagen, dass jeder Verfehlungen begeht und Makel hat. Doch einige Menschen sind in der Lage, die Wahrheit zu akzeptieren und Buße zu tun, während andere die Wahrheit nicht annehmen können und eher sterben würden, bevor sie Buße tun. Sie sollten also entsprechend ihrer Wesensnatur und ihren beständigen Äußerungsformen behandelt werden. Diejenigen, die Buße tun können, sind diejenigen, die wirklich an Gott glauben; was aber die wahrhaft Unbußfertigen betrifft, so sollten sie wie jeweils angemessen entfernt oder ausgeschlossen werden. Manche Menschen sind böse, manche sind unwissend und töricht, und manche sind Bestien. Jeder Mensch ist anders. Manche bösen Menschen sind von bösen Geistern besessen, während andere die Diener des Teufels Satan sind. Manche von ihnen haben eine besonders skrupellose Natur, während manche eine besonders betrügerische Natur haben. Manche sind von Natur aus besonders geldgierig, und andere genießen es von Natur aus, sexuell promiskuitiv zu sein. Die Äußerungsformen jeder Art von Mensch sind unterschiedlich, also sollten alle Menschen umfassend in Übereinstimmung mit ihrer Natur und ihren konsistenten Äußerungsformen beurteilt werden. … Gottes Umgang mit jedem Menschen basiert auf den tatsächlichen Umständen und dem tatsächlichen Hintergrund zur jeweiligen Zeit und auch auf den Handlungen dieser Person und ihrem Verhalten und ihrer Wesensnatur. Gott tut niemals jemandem Unrecht. Das ist die Gerechtigkeit Gottes(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war ich tief bewegt. Gottes Haus geht mit den Menschen nach Grundsätzen um, und Gottes Disposition besitzt sowohl Majestät und Zorn als auch liebevolle Güte und Barmherzigkeit. Ich hatte die Drei Erklärungen unterschrieben und die Sünde der Blasphemie begangen, die in diesem Leben und in der kommenden Welt unverzeihlich ist. Nachdem ich Gott verraten hatte, herrschte Finsternis in meinem Herzen, und ich versank in quälendem Schmerz; ich lebte wie eine wandelnde Leiche. Das war Gottes Gerechtigkeit. Aber Gott hatte mir nicht den Rücken gekehrt. Durch Seine Worte erleuchtete und führte Er mich und ermöglichte es mir, aus meiner Negativität und meinen Missverständnissen herauszufinden. Ich spürte, dass in Gottes gerechter Disposition auch Seine Barmherzigkeit und Rettung liegen. Gott entscheidet über das Ende der Menschen auf der Grundlage der Hintergründe ihrer Taten, ihrer Wesensnatur und ihres beständigen Verhaltens sowie danach, ob sie wirklich Buße getan haben oder nicht. Ich dachte daran zurück, wie ich gefangen genommen und gefoltert wurde und in einem Moment körperlicher Schwäche, als mein Leben bedroht war, Gott verriet. Danach war ich von Reue und Schuldgefühlen erfüllt. Die Kirche sah, dass ich ein gewisses Verständnis meiner selbst und Reue zeigte, und gab mir die Chance, meine Pflicht zu tun. Seitdem bemühte ich mich ständig, meine Pflicht bestmöglich zu erfüllen. Im Gegensatz dazu gab es diejenigen, die die Drei Erklärungen unterschrieben hatten und entfernt wurden. Sie erbrachten bei ihren Pflichten durchweg schlechte Leistungen, und nachdem sie Gott verraten hatten, taten sie weder wirklich Buße noch taten sie ihre Pflichten ordnungsgemäß. Solche Menschen sind es, die Gott offenbart und ausmustert. Gott sagte, dass diejenigen, die die Drei Erklärungen unterschreiben, eine Todsünde begehen und in Stücke gerissen werden. Aber Gott behandelt die Menschen nach ihrer Wesensnatur und ihrer Reue. Nachdem ich die Drei Erklärungen unterschrieben hatte, empfand ich tiefe Reue und Selbstvorwürfe in meinem Herzen. Gott benutzte Seine Worte, um mich zu richten und zu züchtigen. Er ließ mich die Natur und die Folgen des Unterschreibens der Drei Erklärungen verstehen und erkennen, dass Seine gerechte Disposition keine Kränkung duldet, damit ich ein gottesfürchtiges Herz entwickle und wahre Reue zeige. Dies ermöglichte es mir, voll und ganz zu erfahren, was Gott sagte: „Gottes Barmherzigkeit und Toleranz sind nicht schwer zu gewinnen – aber es ist schwer für den Menschen, wahre Reue zu erreichen(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II).

Dann las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten, die genau auf meinen Zustand zutraf. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Menschen glauben alle an Gott, um Segnungen, Belohnungen und Kronen zu erlangen. Hat nicht jeder Mensch diese Absicht im Herzen? In Wirklichkeit hat sie jeder Mensch. Das ist eine Tatsache. Obwohl die Menschen nicht oft darüber sprechen und ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen zu erlangen, sogar vertuschen, kamen dieses Verlangen, diese Absicht und dieses Motiv, die tief in den Herzen der Menschen liegen, nie ins Wanken. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie tun können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Absicht, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los und mühen sich dafür immer still ab und beschäftigen sich. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Absicht, Segnungen zu erlangen, fühlen? Mit welcher Haltung würdet ihr eure Pflicht tun und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese Absicht, Segnungen zu erlangen, die in ihren Herzen verborgen ist, vollständig ausgemerzt würde? Es ist möglich, dass viele Menschen negativ würden und dass einige bei ihren Pflichten demotiviert würden und das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren würden. Sie schienen ihre Seelen verloren zu haben, und es sähe so aus, als ob ihnen ihre Herzen weggenommen worden wären. Deshalb sage Ich, dass die Absicht, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist. Vielleicht haben sie, während sie ihre Pflicht tun oder das Kirchenleben führen, das Gefühl, dass sie einige Wahrheiten verstanden haben und fähig sind, ihren Familien zu entsagen und sich freudig für Gott aufzuwenden, und dass sie nun Erkenntnis über ihre Absicht haben, Segnungen zu erlangen, und dieser Absicht den Rücken gekehrt haben und nicht mehr von ihr beherrscht oder eingeschränkt werden. Dann denken sie, dass sie nicht mehr die Absicht haben, Segnungen zu erlangen, aber Gott sieht das anders. Die Menschen betrachten Angelegenheiten nur oberflächlich. Ohne Prüfungen sind sie mit sich zufrieden. Solange sie die Kirche nicht verlassen oder den Namen Gottes leugnen und sie darauf beharren, sich für Gott aufzuwenden, glauben sie, sie hätten sich geändert. Sie haben das Gefühl, bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht länger von ihrem Enthusiasmus oder momentanen Impulsen angetrieben zu werden. Stattdessen glauben sie, sie können nach der Wahrheit streben und dass sie die Wahrheit fortlaufend suchen und praktizieren können, während sie ihre Pflicht tun, sodass ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt sind und sie etwas echte Veränderung erreichen. Wenn allerdings Dinge passieren, die direkt mit ihrem Bestimmungsort und Ergebnis zusammenhängen, wie äußert sich das? Die wahre Situation wird in ihrer Gesamtheit offenbart(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Gott legte meinen genauen Zustand offen. Jahrelang dachte ich, ich hätte aufgehört, nach Segnungen zu streben, aber das Verlangen danach war tief in meinem Herzen verborgen. Ohne die Offenbarung durch die Tatsachen würde ich immer noch denken, ich hätte mich in dieser Hinsicht geändert. In all den Jahren hatte ich aufgrund von Gottes Barmherzigkeit meine Pflichten in der Kirche getan, also hielt ich immer noch an der falschen Hoffnung fest und dachte, dass Gott mir vielleicht vergeben hätte. Ich litt und zahlte einen Preis bei meinen Pflichten, ertrug Krankheit, um bei meinen Pflichten standhaft zu bleiben, und so dachte ich, ich sei Gott treu. Aber als ich sah, dass das Ende für diejenigen, die die Drei Erklärungen unterschreiben, die Hölle ist, war ich wie gelähmt. Als ich sah, dass meine Hoffnungen auf Segnungen völlig zunichte waren, verlor ich das Verlangen, meine Pflichten zu tun, und wollte mich nicht einmal mehr mit der Arbeit der Kirche befassen. Als ich mit den Tatsachen konfrontiert war, erkannte ich, dass ich immer noch versuchte, mit Gott zu verhandeln, und dass ich Leid bei meiner Pflicht nur um der Segnungen willen ertrug. Ich sah, wie tief meine Absicht, Segnungen zu erlangen, verwurzelt war. Ich dankte Gott für Seine Offenbarung, die mich dazu brachte, mich selbst zu erkennen, und die auch meine Entschlossenheit weckte, nach der Wahrheit zu streben. Danach beschloss ich, mich Gott anzuvertrauen, und ich wusste, dass ich mich – egal wie Gott mich behandeln würde – unterwerfen und die Pflichten erfüllen musste, die mir zugewiesen waren. Ich betete zu Gott: „Gott, angesichts der Verfehlungen, die ich begangen habe, hätte ich schon längst entfernt werden sollen. All die Jahre habe ich so viel von der Bewässerung und Versorgung Deiner Worte unverdient genossen und ziemlich viel gewonnen. Selbst wenn Du mich jetzt ausschließt, werde ich Dir trotzdem danken. Gott! Ich möchte Dir für immer folgen und werde keine Segnungen mehr begehren.“ Da fielen mir Gottes Worte ein: „Ich bitte nicht darum, Segnungen zu erhalten – Ich bitte nur darum, dass Ich den Weg gehen kann, den Ich gemäß Gottes Absichten gehen sollte(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Weg … (6)). Während ich über Gottes Worte nachdachte, konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Mein Herz füllte sich mit Dankbarkeit gegenüber Gott, und mein Geist fühlte sich so frei an wie nie zuvor.

Eines Tages erhielt ich einen Brief von den oberen Leitern. In Anbetracht des Hintergrunds meiner Unterzeichnung der Drei Erklärungen und meiner beständigen Ausführung meiner Pflichten in meinem Glauben gaben sie mir eine Gelegenheit zur Buße und sagten mir, ich solle meine Pflichten mit innerer Ruhe tun. Als ich den Brief erhielt, war ich tief bewegt. Ich spürte, dass Gottes gerechte Disposition gegenüber den Menschen Gericht und Rettung ist, und das alles, damit ich den richtigen Weg des Strebens nach der Wahrheit gehen kann. In diesem Moment lösten sich meine Missverständnisse über Gott auf. Gleichzeitig hasste ich auch meine eigene Verlogenheit und meine mangelnde Einsicht in Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten, und ich erkannte noch mehr, wie viel Seines Herzblutes Er in mich investiert hatte. Ich las Gottes Worte: „Heute richtet euch Gott und züchtigt euch und verurteilt euch, aber du musst wissen, dass der Zweck deiner Verurteilung darin liegt, dich selbst zu kennen. Er verurteilt, verflucht, richtet und züchtigt, damit du dich selbst kennen kannst, damit deine Disposition sich ändern kann und außerdem, damit du deinen Wert kennen kannst und siehst, dass alle Handlungen Gottes gerecht sind und mit Seiner Disposition und den Anforderungen Seines Werkes übereinstimmen, dass Er nach Seinem Plan zur Errettung des Menschen handelt und dass Er der gerechte Gott ist, der den Menschen liebt, rettet, richtet und züchtigt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ihr solltet die Vorteile von Status beiseitelegen und Gottes Absichten verstehen, dem Menschen Errettung zu bringen). Ich hatte diese Passage aus Gottes Worten schon viele Male zuvor gelesen, aber ich hatte sie nie wirklich verstanden. Jetzt, nach dieser Erfahrung, wurde mir klar, dass kein Hass auf die Menschen hinter dem steckt, was Gott tut. Egal wie Gott wirkt, selbst wenn es mit Verurteilung oder Verfluchung einhergeht, dient es dazu, die Menschen zu reinigen, sie von den Einschränkungen und Fesseln verdorbener Dispositionen zu befreien und die Menschen aus der Macht Satans zu retten. Dass Gottes gerechte Disposition den Menschen offenbart wird, ist die größte Rettung für sie. Ich bin bereit, nach der Wahrheit zu streben und mich zu bemühen, Gottes Anforderungen zu erfüllen. Unabhängig von meinem Ende, selbst wenn ich nur für den Schöpfer schuften kann, bin ich willig und zufrieden. Dank sei Gott!

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