39. Warum ich meine Pflicht nicht ruhig annehmen konnte

Von Mo Ran, China

Am 29. November 2023 wurde ich zur Verantwortlichen für die Textarbeit gewählt. Als ich das hörte, wurde mir wirklich schwer ums Herz. Unwillkürlich schossen mir die Erinnerungen an meine Zeit als Verantwortliche durch den Kopf. Wenn bei der Arbeit Abweichungen und Probleme auftraten, suchte die Schwester, mit der ich zusammenarbeitete, proaktiv nach den Ursachen und Wegen zur Lösung, doch ich konnte nie richtig damit umgehen. Immer wenn Probleme auftraten, dachte ich, es läge an meinem schlechten Kaliber und meinem mangelnden Arbeitsvermögen. Ich habe mich aber nie wirklich mit den Abweichungen und Unzulänglichkeiten bei den aufgetretenen Problemen auseinandergesetzt, geschweige denn mir Mühe gegeben, darüber nachzudenken, wie ich sie beheben und lösen könnte. Ich empfand es immer als ziemlich demütigend, dass bei meiner Pflicht so viele Probleme auftraten, und konnte nicht anders, als in einem negativen Zustand zu leben und ständig meiner Pflicht entfliehen zu wollen. Wenn dann auch noch die Leiter auf meine Probleme hinwiesen, wurde ich noch negativer. Weil ich lange Zeit negativ und nachlässig gewesen war, konnten viele Probleme bei der Arbeit nicht rechtzeitig gelöst werden, und ich war meinen Brüdern und Schwestern keine wirkliche Hilfe. Die Leiter hielten oft mit mir über meinen Zustand Gemeinschaft, aber ich konnte ihn trotzdem nicht ändern. Am Ende beeinträchtigte das die Arbeit ernsthaft und ich wurde entlassen. Obwohl ich entlassen wurde, fühlte es sich wie eine Erleichterung an. Aber jetzt wollten sie mich wieder zur Verantwortlichen machen. Würde das nicht bedeuten, dass es für mich wieder genauso schmerzhaft und demütigend werden würde wie zuvor? Ich wollte wirklich nicht wieder eine Verantwortliche sein! Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich einfach nicht das Kaliber einer Verantwortlichen besaß. Ich hatte gesehen, dass viele Leiter, Mitarbeiter und Verantwortliche Leute mit gutem Kaliber, gutem Arbeitsvermögen und hoher Effizienz bei ihrer Arbeit waren. Ich hingegen empfand mich als eine Person mit schlechtem Kaliber und geringer Effizienz und fühlte mich für die Rolle der Verantwortlichen einfach ungeeignet. Bei meiner Pflicht als Teammitglied konnte ich wenigstens einige Ergebnisse vorweisen, was meinem Stolz guttat. Die Pflicht als Verantwortliche bedeutete aber, eine hohe Arbeitsbelastung zu tragen und alle Aspekte berücksichtigen zu müssen. Mit meinen mittelmäßigen Fähigkeiten hatte ich das Gefühl, dass ich es, egal wie sehr ich mich anstrengte, trotzdem nicht gut machen könnte und am Ende einfach wieder entlassen würde. Das wäre eine weitere vernichtende Niederlage, und was würden meine Brüder und Schwestern dann von mir halten? Würden sie sagen, ich sei völlig nutzlos? Immer wenn ich diese Gedanken hatte, wollte ich diese Pflicht ablehnen, aber ich spürte auch, dass ich Gott im Stich lassen würde, wenn ich sie ablehnte. Besonders weil es zu dieser Zeit nur eine Verantwortliche für die Textarbeit gab und die Arbeitsbelastung so hoch war, dass eine Person sie unmöglich allein bewältigen konnte, sagte die Leiterin, dass die Arbeit bereits beeinträchtigt sei. Da ich viele Jahre lang in textbasierten Pflichten geschult worden war und schon einmal Verantwortliche gewesen war, war ich mit den verschiedenen Arbeitsaufgaben einigermaßen vertraut. Wenn ich also diese Pflicht jetzt nicht annehmen würde, wäre ich es wirklich nicht wert, ein Mitglied von Gottes Haus genannt zu werden. Aber wenn ich zustimmte und dann die Arbeit nicht schultern konnte, wäre es dann nicht um meinen Stolz und meinen Status geschehen? Bei diesen Gedanken fühlte ich mich besonders bedrückt und gequält und steckte in einer Zwickmühle. Ich klagte Gott im Gebet meinen wahren Zustand: „Gott, heute ist mir diese Pflicht als Verantwortliche zuteilgeworden, und ich weiß, dass Du mich damit erhebst und mir Deine Gnade zeigst. Aber ich habe ständig das Gefühl, dass mir das Kaliber einer Verantwortlichen fehlt, und ich habe große Angst davor, dass ich, wenn ich wieder Verantwortliche bin, auf alle möglichen Probleme stoßen und wieder in Status und Stolz gefangen sein werde, woraus ich mich nicht selbst befreien kann. Gott, ich bitte Dich, mir Glauben und die Entschlossenheit zur Unterwerfung zu schenken.“

Später ging ich mit schwerem Herzen zu einer Versammlung. Als die Leiterin von meinem Zustand erfuhr, suchte sie mir eine Passage aus Gottes Worten heraus: „Dass es, wenn Gott für den Menschen Situationen einrichtet, in einer Hinsicht Sein Ziel ist, es den Menschen zu ermöglichen, auf vielfältige Art und Weise verschiedene Dinge zu erleben, aus ihnen Lektionen zu ziehen und in die im Wort Gottes enthaltenen verschiedenen Wahrheitsrealitäten einzutreten, sowie die Menschen um Erfahrungen zu bereichern und ihnen zu helfen, zu einem umfassenderen und facettenreichen Verständnis von Gott, sich selbst, ihren Umgebungen und der Menschheit zu gelangen. In anderer Hinsicht möchte Gott, dass die Menschen eine normale Beziehung zu Ihm pflegen, indem Er einige besondere Situationen einrichtet und einige besondere Lektionen für sie arrangiert. Auf diese Weise treten die Menschen häufiger vor Ihn, anstatt in einem gottlosen Zustand zu leben, in dem sie zwar sagen, dass sie an Gott glauben, aber auf eine Art und Weise handeln, die nichts mit Gott oder der Wahrheit zu tun hat, was Probleme nach sich ziehen wird. Somit werden die Menschen in den von Gott eingerichteten Situationen tatsächlich widerwillig und passiv von Gott Selbst vor Gott gebracht. Darin zeigen sich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten. Je mehr es dir an Verständnis in einer bestimmten Sache mangelt, desto mehr solltest du ein gottesfürchtiges und frommes Herz haben und häufig vor Gott treten, um Gottes Absichten und die Wahrheit zu suchen. Wenn du Dinge nicht verstehst, dann brauchst du Gottes Erleuchtung und Führung. Wenn du auf Dinge triffst, die du nicht verstehst, dann musst du Gott bitten, mehr in dir zu wirken. In diesen Dingen zeigen sich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten. Je mehr du vor Gott trittst, desto näher wird dein Herz bei Gott sein. Und ist es nicht so, dass Gott umso mehr in deinem Herzen lebt, je näher Ihm dein Herz ist? Je mehr Gott im Herz eines Menschen ist, desto besser sind sein Streben, der Weg, den er geht, und der Zustand, in dem sich sein Herz befinden wird(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Gottes Worte sind sehr klar. Egal, welche Situationen Gott schafft, es geschieht alles nur, damit wir Lektionen lernen und die Wahrheit gewinnen können. Ich dachte an meine frühere Zeit als Verantwortliche zurück: Weil bei meiner Pflicht viele Abweichungen und Unzulänglichkeiten auftraten und meine Eitelkeit nicht befriedigt wurde, wurde ich oft negativ. Ich habe nie die Wahrheit gesucht, um meine verdorbene Disposition aufzulösen. Alles, woran ich dachte, war, was meine Brüder und Schwestern von mir halten würden und ob sie auf mich herabschauen würden. Ich wollte ständig meiner Pflicht entfliehen, wurde negativ und nachlässig und leistete keine wirkliche Arbeit. Am Ende wurde die Arbeit verzögert und mein Leben wuchs überhaupt nicht. All das war das Ergebnis davon, dass ich lange Zeit nicht nach der Wahrheit gesucht hatte. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, bevor ich Verantwortliche war, dachte ich, ich würde in allen Belangen gut dastehen und hatte keine wirkliche Selbsterkenntnis. Seit ich Verantwortliche war, wurden bei meiner Pflicht viele Abweichungen und Probleme aufgedeckt, und ich wurde oft zurechtgestutzt. All das zwang mich, über meine Verdorbenheit und meine Unzulänglichkeiten nachzudenken und vor Gott zu kommen, um die Wahrheit zu suchen. Wenn ich mich meinen Unzulänglichkeiten und Mängeln stellen, mehr zu Gott beten und die Wahrheitsgrundsätze suchen könnte, könnte ich in jeder Hinsicht Lektionen lernen. Das war Gottes Gnade. Aber ich wusste das nicht zu schätzen, wollte mich immer vor meiner Pflicht drücken und war unverantwortlich. Selbst nach meiner Entlassung verspürte ich nicht die geringste Schuld oder Reue. Stattdessen empfand ich es als eine Art Erleichterung. Ich hatte Gott wirklich enttäuscht! Doch Gott empfand keine Abneigung gegen mich, sondern gab mir eine weitere Gelegenheit zur Übung, weil Er wollte, dass ich mich mehr mit der Wahrheit ausrüstete und im Leben schneller wuchs. Aber ich war abgestumpft und begriffsstutzig und verstand Gottes Absicht nicht. Ich machte mir Sorgen, dass meine Mängel wieder aufgedeckt und andere auf mich herabschauen würden, und so wollte ich meine Pflicht als Verantwortliche nicht tun. Angesichts seiner mühevollen und gewissenhaften Absicht hatte ich Gott wirklich enttäuscht. Als mir diese Dinge klar wurden, fühlte ich mich irgendwie schuldig und in Gottes Schuld stehend.

Ich verstand Gottes Absicht ein wenig besser und nahm die Pflicht als Verantwortliche an. Aber ich konnte nicht umhin, mich weiterhin besorgt und beunruhigt zu fühlen. Ich fürchtete, ich würde meine Pflicht nicht gut ausführen, in jeder Hinsicht mein Gesicht verlieren und am Ende wie beim letzten Mal entlassen werden. Eines Tages las ich Gottes Worte. Gott sagt: „Ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist und ob du die Wahrheit verstehst oder nicht, du musst in jedem Fall diese Einstellung haben: ‚Da mir diese Arbeit gegeben wurde, muss ich sie ernst nehmen, ich muss sie zu meiner Angelegenheit machen und sie gut erledigen, von ganzem Herzen und mit all meiner Kraft. Was das betrifft, ob ich sie perfekt ausführen kann, darf ich mir nicht anmaßen, eine Garantie dafür zu bieten, aber meine Einstellung ist die, dass ich mein Bestes tun werde, um sie gut auszuführen, und ich werde sicher nicht oberflächlich mit ihr umgehen. Falls bei der Arbeit ein Problem auftaucht, dann sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, darauf achten, dass ich eine Lehre daraus ziehe, und meine Pflicht gut erfüllen.‘ Das ist die richtige Einstellung(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Nachdem ich diese Passage aus Gottes Worten gelesen hatte, war ich sehr bewegt. Gottes Anforderungen an mich sind nicht hoch. Er verlangt nicht, dass ich irgendein großes Werk vollbringe, das mein Kaliber und meine Fähigkeiten übersteigt; Er verlangt nur, dass ich ein aufrichtiges Herz habe und mein Äußerstes tue, um meine Pflicht gut zu erfüllen. Das genügt, um Gott zufriedenzustellen. Obwohl ich immer noch nicht garantieren konnte, die Pflicht einer Verantwortlichen schultern zu können, musste ich zumindest die Haltung haben, mein Äußerstes zu tun, um meine Pflicht gut zu erfüllen. Das lag für mich im Bereich des Möglichen. Mir wurde klar, dass mein früheres Versäumnis, meine Pflicht gut auszuführen, nicht an meinem mangelnden Kaliber gelegen hatte, sondern vielmehr daran, dass ich ständig ein Urteil über mich selbst fällte und immer zurückschrecken wollte. Ich hatte kein Gefühl der Bürde für meine Pflicht, und wenn Probleme auftraten, kam ich nicht sofort vor Gott, um darüber nachzudenken. Ich analysierte nicht, warum diese Abweichungen und Probleme aufgetreten waren, noch dachte ich darüber nach, wie ich die Wahrheit suchen könnte, um sie zu lösen. Tag für Tag dachte ich nur an meinen eigenen Stolz und Status. Wie hätte ich mit einer solchen Einstellung meine Pflicht jemals gut erfüllen können? Als ich das erkannte, sah ich, dass meine Eitelkeit, mein Stolz und meine Sorge um meinen Status die größten Hindernisse bei meiner Pflicht waren.

Später begann ich, mein Problem zu reflektieren: „Warum ist es so, dass ich, wann immer es um Stolz und Status geht, nicht anders kann, als in einem falschen Zustand zu verharren?“ Später las ich Gottes Worte: „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und ihren Status schätzen, übertrifft bei weitem die gewöhnlicher Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und ihren eigenen Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und das Ziel, nach dem sie ihr Leben lang streben. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben – und nur deshalb betrachten sie die Dinge auf diese Weise. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht beiseitelegen. Man kann sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl auch Antichristen an Gott glauben, sehen sie das Streben nach Ruf und Status als gleichwertig mit dem Glauben an Gott an und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und ihrem eigenen Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist; Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Antichristen Ansehen und Status als ihr eigentliches Leben betrachten und als das Ziel, das sie ihr ganzes Leben lang verfolgen. Egal, was sie tun oder sagen, alles, was sie bedenken, ist ihr eigenes Ansehen und ihr eigener Status. Das ist das Wesen eines Antichristen. Rückblickend hatte ich schon seit meiner Jugend ein starkes Verlangen nach Ansehen und Status und hatte immer nach satanischen Giften gelebt wie „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“ und „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt.“ Mir war extrem wichtig, was andere von mir hielten. Als ich in der vierten Klasse war, wählte mich mein Lehrer für die Teilnahme an einer Mathe-Olympiade aus. Aber ich schnitt nicht so gut ab wie die anderen Schüler und fühlte mich ziemlich gedemütigt. Danach habe ich mir eine Ausrede ausgedacht und die Schule abgebrochen. Meine Lehrerin sah, dass meine Noten eigentlich gar nicht so schlecht waren, und fand es schade, dass ich die Schule abbrach, also kam sie extra zu mir nach Hause, um mich zu überreden. Erst dann ging ich wieder zur Schule. Einmal, in der siebten Klasse, beantwortete ich eine Frage der Lehrerin falsch, und die ganze Klasse brach in Gelächter aus. Ich fühlte mich zutiefst gedemütigt und ging nie wieder zur Schule. Nachdem ich zu Gott gefunden hatte, war ich immer noch genauso. Weil mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht befriedigt wurde, lebte ich in einem negativen Zustand und wollte meine Pflicht aufgeben. Als ich früher Verantwortliche gewesen war, wurden viele meiner Unzulänglichkeiten aufgedeckt, und ich fühlte mich wirklich gedemütigt. Deshalb wollte ich meiner Pflicht ständig ausweichen und bemühte mich nicht, Probleme zu lösen, die hätten gelöst werden können. Ich war bei meiner Pflicht nachlässig und negativ, was am Ende die Arbeit der Kirche verzögerte und zu meiner Entlassung führte. Diesmal wollte ich auch deshalb keine Verantwortliche sein, weil ich Angst hatte, keine wirkliche Arbeit leisten zu können und wieder entlassen zu werden, und ich fürchtete, mein Stolz würde einen weiteren Schlag erleiden. Um zu vermeiden, dass man auf mich herabsah, wollte ich diese Pflicht immer wieder ablehnen. Ich dachte ständig an mein Ansehen und meinen Status und verschwendete nicht den geringsten Gedanken an die Arbeit der Kirche. Ich war wirklich egoistisch, verachtenswert und es mangelte mir an Menschlichkeit! Ein Mensch, der Menschlichkeit besitzt, wird sich, wenn ihm eine Pflicht übertragen wird, nicht darum kümmern, ob ihm diese Pflicht Ansehen bringt oder welchen Schwierigkeiten er begegnen könnte. Solange die Arbeit der Kirche es erfordert, wird er auf Gott vertrauen und alles in seiner Macht Stehende tun, um seinen Teil beizutragen. Aber ich war immer in Sorgen um Ansehen und Status gefangen, und sobald ich bei meiner Pflicht auf irgendwelche Rückschläge oder Misserfolge stieß, verfiel ich in einen mutlosen Zustand. Ich wollte meine Pflicht immer ablehnen und mich davor drücken. Habe ich mich damit nicht Gott widersetzt? Ich erkannte, dass das Streben nach Status und Ruhm mich nur dazu bringen würde, mich Gott zu widersetzen und Seine Disposition zu verletzen, und dass ich damit den Weg eines Antichristen ging. Wenn ich weiterhin nach Ansehen und Status streben würde, würde ich meine Pflicht niemals gut ausführen und nur von Gott verabscheut und ausgemustert werden. Als ich all das erkannte, betete ich zu Gott: „Gott, mein Herz ist zu sehr von Status und Ruhm eingenommen. Ich will nicht länger gegen Dich rebellieren. Egal, wie mein Kaliber ist, ich bin bereit, alles zu tun, was ich kann, um meine Pflicht gut zu erfüllen, damit Dein Herz getröstet wird.“

Bei meiner Suche entdeckte ich, dass ich immer eine falsche Ansicht vertreten hatte. Ich dachte, um eine Verantwortliche zu sein, müsse man ein gutes Kaliber besitzen und effizient arbeiten; andernfalls sei man nicht qualifiziert. Aber ich hatte nie danach geforscht, ob diese Ansicht von mir tatsächlich richtig war. Später las ich Gottes Worte: „Aus der Perspektive des Gesamtwerks von Gottes Haus betrachtet stimmt das natürlich: Die Kirchenarbeit wäre tatsächlich einfacher, wenn es mehr Menschen mit gutem Kaliber gäbe. Es gibt jedoch eine Voraussetzung: Gott verrichtet im Haus Gottes Sein eigenes Werk, und die Menschen spielen dabei keine entscheidende Rolle. Ob das Kaliber der Menschen gut, durchschnittlich oder schlecht ist, bestimmt daher nicht die Ergebnisse von Gottes Werk. Die letztendlich zu erzielenden Ergebnisse werden von Gott vollbracht. Alles wird von Gott geleitet; alles ist das Werk des Heiligen Geistes(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). „Unabhängig davon, ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist und wie viel Talent du hast: Wenn deine verdorbenen Dispositionen nicht beseitigt sind, dann wirst du nicht für die Verwendung geeignet sein, egal in welcher Position du eingesetzt wirst. Umgekehrt gilt: Wenn dein Kaliber und deine Fähigkeiten begrenzt sind, du aber verschiedene Wahrheitsgrundsätze verstehst – einschließlich derer, die du im Rahmen deiner Arbeit verstehen und erfassen solltest – und deine verdorbenen Dispositionen beseitigt wurden, dann wirst du ein für die Verwendung geeigneter Mensch sein(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). „Die Fähigkeit eines Menschen, seine Pflicht gut auszuführen, hängt nicht nur von seinem Kaliber ab, sondern in erster Linie von der Einstellung zu seiner Pflicht, von seinem Charakter und davon, ob seine Menschlichkeit gut oder schlecht ist und ob er die Wahrheit akzeptieren kann. Das sind die Kernfragen. Ob du dein Herz in deine Pflicht einbringst, ob du dein Bestes tust und mit ganzem Herzen handelst, ob du eine ernsthafte und gewissenhafte Einstellung zur Ausführung deiner Pflicht hast, ob du aufrichtig bist und hart arbeitest: Diese Dinge sind es, worauf Gott achtet, und Gott prüft jeden genau(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die richtige Pflichterfüllung erfordert eine harmonische Zusammenarbeit). Gottes Worte ließen mich erkennen, dass meine Ansicht überhaupt nicht mit der Wahrheit übereinstimmte, dass jede Arbeit in Gottes Haus von Gott Selbst getan wird und dass das Kaliber einer Person nicht alles entscheidet. Ob wir unsere Pflicht gut ausführen können, hängt hauptsächlich von unserer Einstellung zur Pflicht ab, ob wir ein gewissenhaftes und verantwortungsbewusstes Herz haben und ob wir nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln können. Wenn eine Person Begabungen und Kaliber hat, aber kein Gefühl der Bürde und kein Verantwortungsbewusstsein für ihre Pflicht, und wenn Brüder und Schwestern auf ihre Probleme hinweisen, sie diese aber nicht annimmt und nicht darüber nachdenkt oder sie analysiert, dann kann sie, selbst wenn sie Begabungen und Kaliber hat, ihre Pflicht nicht gut ausführen, und Gott wird sie nicht segnen oder führen. Im Gegenteil, wenn eine Person ein durchschnittliches Kaliber hat, aber ihr Herz am rechten Fleck ist und sie ihre Pflicht gewissenhaft und verantwortungsbewusst ausführt, und wenn Brüder und Schwestern auf ihre Abweichungen und Unzulänglichkeiten hinweisen, sie diese annehmen und korrigieren kann, dann kann sie bei ihrer Pflicht trotzdem einige Ergebnisse erzielen. Ich dachte an eine Schwester, die ich einmal kannte. Ihr Kaliber war durchschnittlich, aber nachdem sie zur Leiterin gewählt worden war, hatte sie ein Gefühl der Bürde für ihre Pflicht, erledigte ihre Arbeit gewissenhaft und pragmatisch und erzielte relativ gute Ergebnisse bei ihrer Pflicht. Später wurde sie befördert, um eine größere Aufgabe zu übernehmen. Es gab auch eine Schwester, die früher mit mir zusammenarbeitete und ein gutes Kaliber hatte. Aber als die Leiterin auf Probleme und Abweichungen in ihrer Arbeit hinwies, weigerte sie sich nicht nur, sie anzunehmen, sondern argumentierte auch dagegen und weigerte sich, sich zu unterwerfen. Infolgedessen verlor sie das Wirken des Heiligen Geistes, konnte keine Probleme mehr durchschauen, erzielte bei ihrer Pflicht keine Ergebnisse und wurde schließlich entlassen. Anhand dieser Tatsachen erkannte ich, dass es nicht entscheidend vom Kaliber abhängt, ob man seine Pflicht gut ausführen kann. Der Schlüssel liegt vielmehr darin, ob man die Wahrheit annehmen kann und welche Einstellung man zu seiner Pflicht hat.

Später las ich weitere Worte Gottes. Der Allmächtige Gott sagt: „Das Kaliber, die Begabungen und die Talente, die Gott dir gegeben hat, sind bereits ausreichend – nur du bist nicht zufrieden, nicht hingebungsvoll bei deiner Pflicht, kennst nie deinen Platz, willst immer hochtrabende Ideen von dir geben und angeben, und machst am Ende ein Chaos aus deinen Pflichten. Du hast das Kaliber, die Begabungen und die Talente, die Gott dir gegeben hat, nicht zum Einsatz gebracht, du hast dich nicht voll angestrengt und du hast keine Ergebnisse erzielt. Obwohl du vielleicht ziemlich beschäftigt bist, sagt Gott, du bist wie ein Possenreißer, und keine Person, die ihren Platz kennt und sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentriert. Gott mag solche Leute nicht. Daher gilt: Ganz gleich, welche Pläne und Ziele du hast, wenn du am Ende deine Pflicht nicht gemäß den von Gott geforderten Grundsätzen von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft auf der Grundlage des angeborenen Kalibers, der Begabungen, der Talente, der Fähigkeiten und anderer Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, tust, dann wird Gott sich nicht an deine Taten erinnern, und du wirst nicht deine Pflicht, sondern vielmehr Böses tun(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). „Mache zuerst das absolut Beste aus den angeborenen und vorhandenen Begabungen, Fähigkeiten und Stärken, die Gott dir gegeben hat, sowie aus den technischen oder fachlichen Fähigkeiten, die du erlangen und erreichen kannst, und halte dich nicht zurück. Wenn du Gott in all diesen Dingen zufriedengestellt hast und du das Gefühl hast, dass du noch größere Höhen erreichen kannst, dann schau, in welchen technischen oder fachlichen Fähigkeiten du dich im Rahmen dessen, was dein Kaliber erreichen kann, verbessern oder einen Durchbruch erzielen kannst. Basierend auf dem, was du mit deinem eigenen Kaliber erreichen kannst, kannst du dich stetig weiterbilden und verbessern. … wenn du deine Pflicht mit ganzem Herzen, ganzer Kraft und ganzem Verstand, nach besten Kräften ausführen kannst und ein aufrichtiges Herz hast, dann bist du vor Gott so kostbar wie Gold. Wenn du bei der Ausführung deiner Pflicht keinen Preis zahlen kannst und es dir an Treue mangelt, dann bist du, selbst wenn deine angeborenen Bedingungen besser sind als die eines Durchschnittsmenschen, vor Gott nicht kostbar, du bist nicht einmal ein Sandkorn wert(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Gottes Worte ließen mich verstehen, dass, egal welches Kaliber eine Person hat, solange sie ihre Pflicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit all ihrer Kraft und ihrem Verstand ausführt und ein aufrichtiges Herz hat, eine solche Person in Gottes Augen wertvoller ist als Gold. Das Kaliber, das Gott mir gegeben hatte, war tatsächlich ausreichend, und ich konnte auch einige Grundsätze der Textarbeit verstehen. Normalerweise war es nicht so, dass ich bei der Nachverfolgung der Arbeit überhaupt keinen Weg hatte. Das Problem war nur, dass ich nie richtig mit meinen Unzulänglichkeiten umgehen konnte. Ich hatte mich immer mit denen verglichen, die ein besseres Kaliber und bessere Begabungen hatten, und hatte mein Herz nie darauf ausgerichtet, wie ich meine Pflicht gut ausführen konnte. Jetzt, da ich wieder die Pflicht einer Verantwortlichen ausführte, wollte ich diese Pflicht zutiefst schätzen und sie mit ganzem Herzen und ganzem Verstand tun. Ich durfte sie nicht länger mit einer negativen Haltung angehen.

Nachdem sich meine Einstellung geändert hatte, betete ich beim nächsten Mal, als ich meine Pflicht tat, zu Gott, mein Herz vor Ihm ruhig zu halten. Wenn ich Predigten sorgfältig überprüfte, konnte ich einige Probleme finden, und ich konnte auch davon profitieren, wenn ich gemeinsam mit meinen Brüdern und Schwestern Fachkenntnisse studierte. Wenn bei der Arbeit Abweichungen und Probleme auftraten, die viele meiner Unzulänglichkeiten aufdeckten, schämte ich mich immer noch, war etwas negativ und dachte sogar daran, einen Rückzieher zu machen. In solchen Momenten dachte ich an meine früheren Misserfolge. Früher war ich immer in Sorgen um Stolz und Status gefangen, und wenn Probleme auftraten, analysierte ich nicht proaktiv Abweichungen und Unzulänglichkeiten, fühlte mich immer negativ und zog mich zurück, was dazu führte, dass ich das Wirken des Heiligen Geistes verlor. Ich wollte nicht wieder in einen mutlosen Zustand verfallen, also betete ich zu Gott und bat Ihn, mir zu helfen, aus der Negativität herauszukommen. Gleichzeitig öffnete ich mich auch den Leitern und meinen Brüdern und Schwestern bezüglich meines Zustands, und sie alle hielten Gemeinschaft mit mir und ermutigten mich. Die Leiter halfen mir und unterstützten mich auch, indem sie auf Probleme in der Art und Weise hinwiesen, wie ich meine Pflicht ausführte. Ich dachte darüber nach, wodurch diese Probleme verursacht wurden, und fand heraus, dass einige durch meine oberflächliche Haltung entstanden waren und andere dadurch, dass ich die Grundsätze nicht begriffen hatte. Also analysierte und korrigierte ich diese Probleme. Manchmal, wenn es zu viele Dinge für mich zu bewältigen gab, schrieben mir die Leiter und halfen mir zu lernen, Prioritäten zu setzen. Nachdem ich meine Zeit auf diese Weise vernünftig eingeteilt hatte, wurde ich fähig, meine Pflicht normal auszuführen. Nach einer Weile verbesserten sich die Ergebnisse der Textarbeit etwas. Jetzt bin ich seit mehr als einem halben Jahr eine Verantwortliche. Obwohl ich viele Mängel und Unzulänglichkeiten habe und es immer noch viele Probleme bei der Arbeit gibt, spüre ich durch meine Erfahrungen in dieser Zeit wirklich, dass die Arbeit in Gottes Haus vom Heiligen Geist erhalten wird. Wenn ich persönliche Interessen loslasse und meine Pflicht gewissenhaft ausführe, kann ich das Wirken und die Führung des Heiligen Geistes empfangen und auch einige Ergebnisse bei meiner Pflicht erzielen. Dank sei Gott!

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