60. Eine Entscheidung in einem gefährlichen Umfeld

Von Lin Feng, China

Ich arbeite als Predigerin in der Kirche und bin für die Arbeit mehrerer Kirchen verantwortlich. Eines Nachts im Januar 2024 leitete mir Schwester Liu Min ein Dokument über den Ausschluss des Judas Zhang weiter und sagte: „Zhang hat viele Leiter und Mitarbeiter verraten, nachdem sie verhaftet wurde. Sie hat auch dich verraten. Du musst vorsichtig sein.“ Ich wurde etwas nervös und dachte: „Zhang hat mich verraten, damit bin ich jetzt zur Zielscheibe der KPCh geworden. Ich könnte eines Tages verhaftet werden, also muss ich wirklich vorsichtig sein!“ Eines Tages im April erhielt ich einen weiteren Brief von einer Mitarbeiterin, in dem stand: „Nach ihrer Verhaftung wurde Yu zum Judas und hat dich verraten, doch ich weiß nicht, ob sie dich anhand eines Fotos identifiziert hat. Du musst vorsichtig sein.“ Als ich das hörte, machte ich mir noch mehr Sorgen und dachte: „Wenn die Polizei der KPCh mein Foto hat und sogar noch einen Judas hinzuzieht, um mich zu identifizieren, dann bin ich in einer wirklich gefährlichen Lage! Überall gibt es mittlerweile hochauflösende Kameras und Drohnenüberwachung. Ich werde überall überwacht, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich verhaftet werde! Wenn die Polizei Leiter und Mitarbeiter zu fassen bekommt, verfolgt sie sie bis in den Tod. Wenn ich verhaftet würde, der Folter nicht standhalten könnte, zum Judas oder gar zu Tode geprügelt würde, wäre mein Glaube dann nicht umsonst gewesen?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Angst bekam ich. Es fühlte sich einfach zu gefährlich an, eine Leiterin oder Mitarbeiterin zu sein. Zu dieser Zeit erzielte die Evangeliumsarbeit in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, keine Ergebnisse mehr. Ich wollte herausfinden, warum die Arbeit keine Ergebnisse mehr erzielte, aber dann dachte ich daran, dass ich von der KPCh verfolgt wurde und die Standorte der Kirchen, für die ich zuständig war, ungünstig gelegen waren. Wenn die Polizei der KPCh mich auf dem Weg dorthin entdecken würde, könnte ich jederzeit verhaftet werden. Bei diesem Gedanken traute ich mich nicht mehr, dorthin zu gehen. Damals lebten viele Brüder und Schwestern in Furcht und Zaghaftigkeit und führten daher ihre Pflichten eher passiv aus. Insbesondere die Evangeliumsarbeit zeigte keinerlei Verbesserungen. Obwohl ich immer wieder Briefe schrieb, um die Arbeit nachzuverfolgen, gab es kaum Fortschritte.

Eines Abends erhielt ich einen Brief von den ranghöheren Leitern. Darin stand: „Die Evangeliumsarbeit in einigen Kirchen erzielt keine Ergebnisse mehr. Als Predigerin solltest du zu den Kirchen gehen, um dir persönlich ein Bild von der Lage zu machen, Probleme zu entdecken und sie zu lösen.“ Als ich das las, sträubte sich in mir etwas und ich dachte: „Die Standorte aller Kirchen, für die ich verantwortlich bin, sind sehr ungünstig gelegen. Es ist etwas zu gefährlich für mich, dorthin zu gehen, um die Arbeit nachzuverfolgen. Außerdem ist es das Hauptziel der KPCh, Leiter und Mitarbeiter der Kirche zu verhaften. Wenn ich verhaftet werde, könnte ich sogar mein Leben verlieren. Ich gehe besser nirgendwo hin. Ich sollte mich einfach verstecken und die Arbeit per Brief nachverfolgen. So ist es sicherer.“ Als ich das dachte, fühlte ich eine innere Unruhe. Die Evangeliumsarbeit in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, war im Grunde zum Stillstand gekommen, und ich musste sofort dorthin gehen, um das Problem zu lösen. Aber ich hatte Angst, erwischt zu werden, also traute ich mich nicht zu gehen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich lebte in Sorge und Angst. Am nächsten Tag erhielt ich einen weiteren Brief von den ranghöheren Leitern. Darin stand: „Die Kirchen, für die du verantwortlich bist, haben in den verschiedenen Arbeitsbereichen nur geringe Fortschritte erzielt. Die Brüder und Schwestern leben in Furcht und Zaghaftigkeit und führen ihre Pflichten eher passiv aus. Du solltest hingehen und dir das ansehen.“ Nachdem ich den Brief der Leiter gelesen hatte, wusste ich, dass ich zu den Kirchen gehen und die Probleme dort tatsächlich lösen sollte. Aber dann dachte ich daran, wie vor einiger Zeit ein Leiter drei Tage nach seiner Verhaftung von der Polizei zu Tode geprügelt wurde, und ich bekam es mit der Angst zu tun. Mir wäre es sogar lieber gewesen, eine gewöhnliche Pflicht zu tun, bei der ich kein so großes Risiko eingehen müsste. Mir wurde klar, dass mit meinem Zustand etwas nicht stimmte, und so suchte ich nach Worten Gottes, um das Problem zu lösen.

Während meiner morgendlichen Andacht las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten, der in einem Video über ein Erfahrungszeugnis zitiert wurde und mir sehr half. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn die Menschen unfähig sind, die von Gott orchestrierten Umgebungen und Seine Herrschaft zu durchschauen, zu verstehen, zu akzeptieren oder sich diesen zu fügen, und wenn die Menschen in ihrem täglichen Leben verschiedenen Schwierigkeiten gegenüberstehen oder wenn diese Schwierigkeiten über das hinausgehen, was normale Menschen ertragen können, fühlen sie unterbewusst Sorgen und Beklemmungen aller Art und sogar Betrübnis. Sie wissen nicht, wie es morgen oder übermorgen sein wird, oder wie ihre Zukunft sein wird, und so fühlen sie sich wegen aller möglichen Dinge betrübt, beklemmt und besorgt. Vor welchem Hintergrund entstehen diese negativen Emotionen? Vor dem Hintergrund, dass sie nicht an die Herrschaft Gottes glauben – sprich, sie sind unfähig, an die Herrschaft Gottes zu glauben und sie zu durchschauen, und haben in ihrem Herzen keinen wahren Glauben an Gott. Selbst wenn sie die Tatsachen der Herrschaft Gottes mit eigenen Augen sehen, können sie es nicht verstehen und glauben nicht daran. Sie glauben nicht, dass Gott die Herrschaft über ihr Schicksal hat, sie glauben nicht, dass ihr ganzes Leben in Gottes Hand liegt, und so entsteht in ihrem Herzen Misstrauen gegenüber Gottes Herrschaft und Anordnungen, woraufhin Beschwerden aufkommen, und sie nicht in der Lage sind, sich zu unterwerfen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). „Wenn Menschen nach der Wahrheit streben, dann verfangen sie sich nicht in Schwierigkeiten und versinken nicht in den negativen Emotionen von Betrübnis, Beklemmung und Besorgnis. Wenn sie im umgekehrten Fall nicht nach der Wahrheit streben, werden diese Schwierigkeiten sie umschlingen, sodass sie nicht entkommen können, und wenn sie sie nicht beseitigen können, werden sie schließlich zu negativen Emotionen werden, die sich in ihrem innersten Herzen verknoten, ihr normales Leben und die normale Ausführung der Pflicht beeinflussen, alles Dinge, wodurch sie sich unterdrückt fühlen werden, ohne sich befreien zu können – das ist die Auswirkung, die sie auf die Menschen haben werden(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass meine Angst davor, verhaftet und zu Tode geprügelt zu werden, eigentlich darauf zurückzuführen war, dass ich Gottes Allmacht und Herrschaft nicht verstand: Ich glaubte nicht, dass alles unter Gottes Herrschaft steht. Da ich von einem Judas verraten worden war und nun ein Ziel der KPCh darstellte, fürchtete ich, dass ich im Falle einer Verhaftung der Folter nicht standhalten könnte. Ich hatte Angst, selbst zum Judas zu werden oder zu Tode geprügelt zu werden und damit meine Chance auf Errettung zu verlieren. Also traute ich mich nicht, zu den Kirchen zu gehen, um dort die Probleme zu lösen. Ich war nicht bereit, mich der Situation zu unterwerfen, die Gott für mich orchestriert hatte. Ich beklagte mich sogar darüber, dass die Pflichten von Leitern und Mitarbeitern zu gefährlich seien, und wollte nun eine gewöhnliche Pflicht tun, die keine großen Risiken mit sich brachte. Ich zeigte Gott keinerlei Treue oder Unterwerfung!

Ich las dann weitere Worte Gottes und gewann dadurch ein besseres Verständnis für meinen Zustand. Der Allmächtige Gott sagt: „Abgesehen davon, dass sie an ihre eigene Sicherheit denken, worüber machen sich manche Antichristen noch Gedanken? Sie sagen: ‚Im Moment ist die Lage schlecht, also sollten wir uns weniger blicken lassen und seltener das Evangelium predigen. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass wir geschnappt werden, und die Arbeit der Kirche wird nicht ruiniert. Wenn wir es vermeiden, geschnappt zu werden, werden wir nicht zu einem Judas, und dann können wir künftig bleiben, oder nicht?‘ Gibt es nicht Antichristen, die solche Ausreden nutzen, um ihre Brüder und Schwestern in die Irre zu führen? Manche Antichristen haben große Angst vor dem Tod und fristen ein schändliches Dasein; zudem mögen sie Ruhm und Status und sind bereit, Führungsrollen zu übernehmen. Obwohl sie Folgendes wissen: ‚Die Arbeit eines Leiters ist nicht leicht zu schultern – wenn der große rote Drache herausfindet, dass ich zum Leiter ernannt wurde, werde ich berühmt, und ich könnte auf eine Fahndungsliste gesetzt werden, und sobald ich gefasst werde, schwebt mein Leben in Gefahr‘, ignorieren sie diese Gefahren, um den Vorteilen dieses Status zu frönen. Wenn sie als Leiter dienen, tun sie nichts anderes, als ihrem fleischlichen Genuss zu frönen, und sie leisten keine tatsächliche Arbeit. Abgesehen von ein wenig Korrespondenz, die sie mit verschiedenen Kirchen führen, tun sie nichts. Sie verstecken sich irgendwo und treffen sich mit niemandem, bleiben völlig abgeschottet, und die Brüder und Schwestern wissen nicht einmal, wer ihr Leiter ist – so groß ist ihre Angst. Ist es also nicht richtig zu sagen, dass sie nur dem Namen nach Leiter sind? (Ja.) Sie leisten als Leiter keine tatsächliche Arbeit; ihnen geht es nur darum, sich selbst zu verstecken. Wenn andere sie fragen: ‚Wie ist es, ein Leiter zu sein?‘, sagen sie: ‚Ich bin unglaublich beschäftigt, und um meiner Sicherheit willen muss ich ständig umziehen. Dieses Umfeld ist so beunruhigend, dass ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann.‘ Sie haben ständig das Gefühl, dass sie von vielen Augen beobachtet werden, und wissen nicht, wo sie sich sicher verstecken können. Außer sich zu verkleiden, sich an verschiedenen Orten zu verstecken und nirgendwo länger zu bleiben, leisten sie den ganzen Tag keine tatsächliche Arbeit. Gibt es solche Leiter? (Ja.) Nach welchen Grundsätzen richten sie sich? Diese Menschen sagen: ‚Ein schlauer Hase hat drei Bauten. Um sich vor einem Raubtier zu schützen, muss ein Hase drei Bauten vorbereiten, in denen er sich verstecken kann. Wenn eine Person in Gefahr gerät und fliehen muss, aber keinen Ort hat, an dem sie sich verstecken kann, ist das akzeptabel? Wir müssen von den Hasen lernen! Gottgeschaffene Tiere haben diese Überlebensfähigkeit, und die Menschen sollten von ihnen lernen.‘ Seit sie eine Führungsrolle übernommen haben, haben sie diese Glaubenslehre erkannt und glauben sogar, sie hätten die Wahrheit verstanden. In Wirklichkeit haben sie wahnsinnige Angst. Sobald sie hören, dass ein Leiter der Polizei gemeldet wurde, weil seine Unterkunft nicht sicher war, oder dass ein Leiter von Spionen des großen roten Drachen ins Visier genommen wurde, weil er zu oft seine Unterkunft verließ, um seine Pflicht auszuführen, und mit zu vielen Menschen Kontakt hatte, und dass diese Person schließlich verhaftet und verurteilt wurde, bekommen sie sofort Angst. Sie denken: ‚Oh nein, werde ich als Nächstes verhaftet? Ich muss daraus lernen. Ich sollte nicht zu aktiv sein. Wenn die Möglichkeit besteht, einige Arbeiten der Kirche zu vermeiden, werde ich sie nicht tun. Wenn die Möglichkeit besteht, zu vermeiden, mich blicken zu lassen, werde ich es nicht tun. Ich werde meine Arbeit auf das geringstmögliche Maß beschränken, nicht vor die Tür gehen, den Kontakt zu anderen meiden und sicherstellen, dass niemand weiß, dass ich ein Leiter bin. Wer kann es sich heutzutage leisten, sich um andere zu kümmern? Es ist schwer genug, einfach nur zu überleben!‘ Außer eine Tasche herumzutragen und sich zu verstecken, leisten sie, seit sie die Rolle eines Leiters übernommen haben, keine Arbeit. Sie sind immer auf der Hut, leben in ständiger Angst, verhaftet und verurteilt zu werden. Angenommen, sie hören jemanden sagen: ‚Wenn du geschnappt wirst, wirst du getötet! Wenn du kein Leiter wärst, wenn du nur ein gewöhnlicher Gläubiger wärst, könntest du vielleicht mit einer kleinen Geldstrafe davonkommen, aber da du ein Leiter bist, ist das schwer zu sagen. Es ist zu gefährlich! Einige Leiter oder Mitarbeiter, die gefasst wurden, starben lieber als Informationen preiszugeben und wurden von der Polizei zu Tode geprügelt.‘ Sobald sie hören, dass jemand zu Tode geprügelt wurde, wächst ihre Angst, und sie fürchten sich noch mehr davor, zu arbeiten. Sie denken den ganzen Tag nur darüber nach, wie sie es vermeiden können, geschnappt zu werden, wie sie es vermeiden können, sich blicken zu lassen, wie sie es vermeiden können, überwacht zu werden und wie sie den Kontakt zu ihren Brüdern und Schwestern meiden können. Sie zerbrechen sich den Kopf über diese Dinge und vergessen völlig ihre Pflichten. Sind solche Menschen treu? Können solche Menschen irgendeine Arbeit erledigen? (Nein, das können sie nicht.)“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Hier enthüllt Gott, dass Antichristen nur darauf bedacht sind, sich selbst zu schützen, wenn Gefahr droht. Sie halten sich nur aus der Schusslinie heraus und denken überhaupt nicht an die Interessen der Kirche. Ihre Natur ist selbstsüchtig und verachtenswert. Mir wurde klar, dass mein eigenes Verhalten genauso selbstsüchtig war wie das eines Antichristen. Ich war mir sehr wohl bewusst, dass die verschiedenen Arbeitsbereiche in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, nur langsam vorankamen und dass die Brüder und Schwestern in Angst und Zaghaftigkeit lebten. Allein durch das Schreiben von Briefen ließen sich keinerlei Ergebnisse bei der Nachverfolgung der Arbeit erzielen. Ich musste sofort zu den Kirchen gehen, um dort diese Probleme zu lösen. Aber ich traute mich nicht, dort hinzugehen, weil ich Angst davor hatte, verhaftet zu werden, und beklagte mich sogar, dass die Pflichten von Leitern und Mitarbeitern zu gefährlich seien. Vor allem, wenn ich daran dachte, wie vor einiger Zeit ein Leiter drei Tage nach seiner Verhaftung von der Polizei zu Tode geprügelt wurde, bekam ich noch größere Angst vor einer Verhaftung. Ich wollte nicht zu den Kirchen gehen, um dort diese Probleme zu lösen, und wollte sogar lieber eine Pflicht übernehmen, bei der ich keinerlei Risiko eingehen musste. Als Leiterin versäumte ich es, die Arbeit der Kirche im entscheidenden Moment zu schützen. Dabei bedachte ich meine eigene Pflicht und Verantwortung nicht und zeigte somit Gott weder Treue noch Unterwerfung. Gott hatte mich dazu erhoben, die Pflicht einer Leiterin zu tun. Ich hätte die Arbeit der Kirche gut machen und die Interessen von Gottes Haus wahren sollen. Stattdessen versteckte ich mich, um mich selbst zu schützen, und klammerte mich auf feige Weise an mein eigenes Leben. Im entscheidenden Moment war es mir egal, ob die Brüder und Schwestern lebten oder starben. Ich kümmerte mich nicht um die Interessen der Kirche und widmete mich überhaupt nicht meiner Pflicht. Die Arbeit dieser Kirchen war zum Stillstand gekommen, und durch die Verzögerung in der Arbeit hatten sich bereits einige Verfehlungen eingeschlichen. Wenn ich nicht umgehend Buße getan hätte, hätte ich meine Pflicht und Verantwortung nicht erfüllt, selbst wenn ich mich verstecken und einer Verhaftung entgehen könnte. Das wäre Verrat an Gott, und am Ende würde ich genau wie ein Antichrist von Gott ausgemustert und bestraft werden.

Später las ich noch einige weitere Abschnitte aus Gottes Worten, die mir Glauben und Kraft schenkten. Gott sagt: „Diejenigen, die an der Macht sind, mögen von außen bösartig erscheinen, aber fürchtet euch nicht, denn das liegt daran, dass ihr wenig Glauben habt. Solange euer Glaube wächst, wird alles einfach sein. Jubelt und springt nach Herzenslust! Alles befindet sich unter euren Füßen und in Meinem Griff. Wird Erfüllung oder Zerstörung nicht durch ein Wort von Mir entschieden?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 75). „Du solltest dich nicht vor diesem und jenem fürchten. Ganz gleich wie vielen Schwierigkeiten und Gefahren du gegenüberstehen magst, solltest du in der Lage sein, vor Mir standfest zu bleiben, uneingeschränkt von jedem Hindernis, sodass Mein Wille ungehindert ausgeführt werden kann. Das ist deine Pflicht; … Du wirst dann endlose seelische Qual erleiden. Du musst alles ertragen; für Mich musst du bereit sein, allem zu entsagen und Mir mit all deiner Macht zu folgen und bereit sein, jeden Preis zu zahlen. Jetzt ist die Zeit, in der Ich dich prüfe: Wirst du Mir deine Treue darbringen? Kannst du Mir treu bis ans Ende des Weges folgen? Fürchte dich nicht; mit Mir als deine Stütze, wer könnte je diesen Weg blockieren?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 10). Das stimmt. Mit Gottes Unterstützung, was hatte ich zu fürchten? Egal wie ungezügelt und bösartig der große rote Drache auch sein mag, er untersteht Gottes Herrschaft. Er ist ein dienendes Objekt in Gottes Händen. Ohne Gottes Erlaubnis könnte mich die Polizei gar nicht verhaften, selbst wenn ich direkt vor ihren Augen stünde. Wenn ich auf die Jahre zurückblicke, in denen ich Gott gefolgt bin, gab es viele Momente, in denen ich in Gefahr geriet und beinahe verhaftet worden wäre. Es war Gottes wunderbarer Schutz, der mich jedes Mal vor der Gefahr rettete. Zum Beispiel inspizierten eines Abends im Jahr 2020 zwei Personen das Haus, das wir gemietet hatten. Da meine Sicherheit gefährdet war und ich meinen Personalausweis deshalb nicht vorzeigen konnte, wollten sie uns anzeigen. Einer der Männer sagte wütend zu mir: „Warte nur, ich rufe sofort die Polizei, um dich verhaften zu lassen!“ Danach ging er hinaus. Meine Schwestern und ich nutzten die Gelegenheit und verließen schnell das Haus. Am nächsten Morgen kamen zehn Polizisten zum Haus. Da sie uns nicht verhaften konnten, verhafteten sie stattdessen unseren nichtgläubigen Vermieter. Ich erkannte, dass es an Gott lag, ob ich verhaftet wurde oder nicht. So wie Gott sagt: „Ohne Gottes Zustimmung kann Satan nicht leicht einen Tropfen Wasser oder ein Sandkorn auf der Erde berühren; ohne Gottes Zustimmung kann sich Satan noch nicht einmal an den Ameisen auf der Erde zu schaffen machen, geschweige denn an der Menschheit, die von Gott geschaffen wurde(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Wenn Gott es zuließe, dass ich verhaftet würde, geschehe dies aus Seiner guten Absicht, und ich sollte mich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen und in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben.

Ich las einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten und gewann eine deutlich klarere Sicht auf den Tod. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie kamen jene Jünger des Herrn Jesus ums Leben? Unter den Jüngern gab es jene, die gesteinigt, hinter einem Pferd hergeschleift, kopfüber gekreuzigt, von fünf Pferden gevierteilt wurden – verschiedene Todesarten ereilten sie. Was war der Grund für ihren Tod? Liegt es daran, dass sie etwas Falsches getan hatten und dann rechtmäßig hingerichtet wurden? Nein. Sie verkündeten das Evangelium des Herrn, doch die weltlichen Menschen nahmen es nicht an und haben sie stattdessen verurteilt, geschlagen, beschimpft und sogar hingerichtet – so starben sie den Märtyrertod. … Tatsächlich starben ihre Körper so und schieden dahin; auf diese Weise verließen sie die Menschenwelt, aber das bedeutet nicht, dass ihr Ende dasselbe war. Unabhängig davon, auf welche Art ihr Tod und ihr Ableben erfolgte oder wie dies geschah, das war nicht, wie Gott das Endergebnis dieser Leben, dieser geschaffenen Wesen, festgelegt hatte. Das musst du klar erkennen. Im Gegenteil, das war genau die Art, auf die sie diese Welt verdammten und Gottes Taten bezeugten. Diese geschaffenen Wesen setzten ihr kostbares Leben ein – sie nutzten den letzten Moment ihres Lebens, um Gottes Taten zu bezeugen, um Gottes große Macht zu bezeugen und Satan und der Welt zu verkünden, dass Gottes Taten richtig sind, dass der Herr Jesus Gott ist, dass Er der Herr und Gottes menschgewordenes Fleisch ist. Bis hin zum letzten Augenblick ihres Lebens leugneten sie niemals den Namen des Herrn Jesus. War das nicht eine Form von Gericht über diese Welt? Sie setzten ihr Leben ein, um der Welt zu verkünden, um Menschen gegenüber zu beweisen, dass der Herr Jesus der Herr ist, dass der Herr Jesus Christus ist, dass Er Gottes menschgewordenes Fleisch ist, dass das Werk der Erlösung der gesamten Menschheit, das Er verrichtet hat, diese Menschheit fortbestehen lässt – diese Tatsache ist auf ewig unveränderbar. In welchem Ausmaß führten jene, die den Märtyrertod starben, weil sie das Evangelium des Herrn Jesus verkündeten, ihre Pflicht aus? Gingen sie bis zum Äußersten? Wie zeigte sich, dass sie bis zum Äußersten gingen? (Sie opferten ihr Leben.) Das stimmt, sie bezahlten den Preis mit ihrem Leben(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Gottes Worte machen die Bedeutung des Todes sehr deutlich. Die Jünger des Herrn Jesus erlitten den Märtyrertod, weil sie das Evangelium des Herrn verbreiteten. Einige starben durch das Schwert, andere wurden gehängt und wieder andere gekreuzigt. Sie legten mit ihrem Leben ein schönes und eindrucksvolles Zeugnis für Gott ab und erniedrigten dadurch Satan. Ihr Tod war sinnvoll und wertvoll und wurde von Gott gutgeheißen. Obwohl ihr Fleisch verging, war dies kein wahrer Tod: Ihre Seelen sind zu Gott zurückgekehrt. In Gottes Werk der letzten Tage haben auch viele Brüder und Schwestern Zeugnis vom Sieg über Satan abgelegt. Nach ihrer Verhaftung waren sie, egal wie sehr die Polizei sie folterte, eher bereit zu sterben, als Gott zu verraten oder zum Judas zu werden. Ich jedoch hatte Angst, zu Tode geprügelt zu werden, bevor ich überhaupt verhaftet worden war, und wie eine Schildkröte, die sich in ihren Panzer verkriecht, traute ich mich nicht, meine Pflicht zu tun. Wo war da das Zeugnis? Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Reue und Selbstvorwürfe empfand ich. Ich schämte mich so sehr, dass ich mich nicht mehr blicken lassen wollte, und hasste mich dafür, so egoistisch und verachtenswert zu sein, und auch dafür, dass es mir an Menschlichkeit mangelte. Ich betete zu Gott: „Lieber Gott, um mich selbst zu schützen, habe ich versucht, meine eigene Haut zu retten – ich lebe ein erbärmliches Leben und zeige Dir weder Treue noch Unterwerfung. Du hast das letzte Wort darüber, ob ich verhaftet werde oder nicht. Ich bin bereit, mich ganz in Deine Hände zu geben und mich nicht länger von der Angst vor dem Tod einschränken zu lassen. Ich bin bereit, zu den Kirchen zu gehen, um die Probleme dort tatsächlich zu lösen und meine Pflichten zu erfüllen.“ Nach dem Gebet fühlte ich mich viel wohler und entspannter.

Danach ging ich zu einer Kirche. Durch meine Nachforschungen fand ich heraus, dass die Kirchenleiter Angst hatten, ihre Brüder und Schwestern würden wegen der Predigt des Evangeliums verhaftet und dass sie dafür zur Verantwortung gezogen würden, also waren sie bei der Nachverfolgung der Arbeit ziemlich untätig. Wir aßen und tranken Gottes Worte und hielten Gemeinschaft, um auf diesen Zustand einzugehen. Die Kirchenleiter erkannten, dass ihre Angst, Verantwortung zu übernehmen, und ihr Versäumnis, echte Arbeit zu leisten, daher rührten, dass sie von ihren egoistischen und verachtenswerten satanischen Dispositionen beherrscht wurden, doch sie waren dazu bereit, das zu ändern. Danach begannen sie, sich mit den Teamleitern, Diakonen und Evangeliumsmitarbeitern zu treffen, um über die Probleme in der Evangeliumsarbeit Gemeinschaft zu halten und sie zu lösen. Wir arbeiteten zusammen, und die Arbeit der Kirche zeigte allmählich Anzeichen einer Verbesserung. Aus tiefstem Herzen danke ich dem Allmächtigen Gott, dass Er mich entlarvt und gerettet hat!

Zurück: 59. Ich mache mir keine Sorgen mehr, meine Pflicht im Alter nicht gut auszuführen

Weiter: 62. Jetzt kann ich mit Rückschlägen und Scheitern richtig umgehen

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

Verwandte Inhalte

Einstellungen

  • Text
  • Themen

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Zeilenabstand

Seitenbreite

Inhaltsverzeichnis

Suchen

  • Diesen Text durchsuchen
  • Dieses Buch durchsuchen

Kontaktiere uns über Messenger