79. Wie ich mich von den Fesseln von Ruhm und Gewinn befreite
2002 war ich 18 Jahre alt und arbeitete in einer Kleiderfabrik. Immer wenn ich im Fernsehen die Hauptdarsteller sah, wie sie schön und modisch gekleidet Gold und Silber trugen, in luxuriösen Villen wohnten und schicke Autos fuhren, überall herzlich empfangen und verabschiedet wurden und so glamourös aussahen, beneidete ich sie um ihr Leben. Mein Traum war es – sobald ich eine Familie gegründet hätte –, hart darauf hinzuarbeiten, mir auch so ein angesehenes Leben aufzubauen. Um diesen Traum zu verwirklichen, zogen mein Mann und ich kurz nach der Hochzeit der Arbeit wegen weg. Um mehr Geld zu verdienen, nähte ich selbst im siebten oder achten Schwangerschaftsmonat noch über zehn Stunden am Tag Kleidung. Durch die ständige Überarbeitung verschlechterte sich meine Gesundheit erheblich und ich nahm plötzlich mehr als zehn Pfund ab. Mein Mann bekam vom vielen Sitzen und weil er zu wenig trank Nierensteine und konnte nicht mehr mit mir zusammen Kleidung nähen. Später fand mein Mann eine Stelle in einer Firma und gewann schon bald das Vertrauen seines Chefs. Der Chef vertraute ihm viele Firmenangelegenheiten an. Nach ein paar Jahren hatten wir uns etwas angespart und nahmen einen Kredit auf, um ein Haus in der Stadt zu kaufen. Die Karriere meines Mannes verlief gut, und wir planten, auch ein Auto zu kaufen. Immer wenn wir in unsere Heimatstadt zurückkehrten, bewunderten uns die anderen Dorfbewohner dafür, dass wir uns in so jungen Jahren in der Stadt niedergelassen hatten, und sie lobten uns, wie tüchtig wir doch seien. Dieses Lob machte mich so stolz, dass ich das Gefühl hatte, zu schweben. Ich dachte, es sei großartig, Geld zu haben – wohin ich auch ging, wurde ich bewundert und gelobt. Aber allmählich spürte ich eine unerklärliche Leere in mir. Ich kaufte teure Kleidung und Hautpflegeprodukte oder reiste an verschiedene Orte, aber nichts vermochte diese Leere in meinem Herzen zu füllen. Ich konnte nicht umhin, mich zu fragen: „Wofür um alles in der Welt habe ich so hart gearbeitet? Nur um gut zu essen, mich gut zu kleiden, gut zu leben und die Bewunderung anderer zu erlangen? Aber warum fühle ich mich immer noch so leer, nachdem ich all das erreicht habe?“ Jeden Tag wurstelte ich mich so durch und fühlte mich vom Leben erschöpft.
2019 war die Firma meines Mannes in einen Finanzstreit verwickelt. Da er für die Finanzen verantwortlich war, wurde auch er mit hineingezogen. Wir mussten 400.000 Yuan Entschädigung zahlen. Mein Mann wurde außerdem angeklagt und schließlich zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Für mich brach eine Welt zusammen. Mein Mann war die Stütze unserer Familie gewesen. Jetzt, da er im Gefängnis war, gab es niemanden, der Geld verdiente oder für uns sorgen konnte. Wir mussten weiterhin jeden Monat die Hypothek abbezahlen, dazu kamen die Ausbildungskosten für unsere beiden Kinder und die täglichen Ausgaben. Für die Entschädigung hatten wir uns zudem viel Geld geliehen. All dieser Druck lastete allein auf meinen Schultern. Neben der finanziellen Bürde musste ich auch die verächtlichen und herablassenden Blicke meiner Mitmenschen ertragen. Das Leben fühlte sich wie eine Qual an und ich wünschte mir, tot zu sein. Aber meine beiden Kinder waren noch klein und brauchten mich genau in dieser Zeit am meisten, also brachte ich es nicht übers Herz, sie im Stich zu lassen. Ich weinte jeden Tag und wusste nicht, wie ich in die Zukunft blicken sollte. Gerade als ich das Gefühl hatte, es gäbe keinen Ausweg mehr, predigte mir meine Mutter das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage. Durch das Lesen von Gottes Worten und den gemeinschaftlichen Austausch mit den Brüdern und Schwestern verstand ich, dass die Menschen am Anfang im Garten Eden lebten und keine Sorgen, keinen Kummer und keinen Schmerz kannten. Aber nachdem sie von Satan verdorben worden waren, entwickelten die Menschen allerlei Ehrgeiz, Verlangen und fehlgeleitete Sichtweisen hinter ihrem Streben. Deshalb gibt es so viel Leid und Bedrängnis. Dieses Mal ist Gott gekommen, um Sein Werk zu tun, um die Menschheit von Satans Einfluss zu befreien und das Leben wiederherzustellen, das die Menschen einst im Garten Eden führten. Nur indem man die Errettung des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen annimmt, kann man von Satans Einfluss befreit werden und Gottes Errettung erlangen. Ich spürte, dass ich einen Halt gefunden hatte, und der Schmerz in meinem Herzen wurde stark gelindert. Ich war bereit, an Versammlungen teilzunehmen und Gottes Worte zu lesen.
Danach besuchte ich neben dem Kleidernähen auch die Versammlungen. Da ich gut im Kleidernähen war, deckte das Geld, das ich verdiente, nicht nur die täglichen Ausgaben meiner Familie, sondern ich konnte mir auch Einiges zusammensparen. Ich schmiedete wieder Zukunftspläne und dachte: „Wenn ich noch ein paar Jahre so weitermache, wird es mir besser gehen, und dann werden andere nicht mehr auf mich herabschauen und mich wegen meiner Armut verspotten.“ Aber ich musste dreimal pro Woche zu den Versammlungen, und obwohl das für meinen Lebenseintritt gut war, bedeutete es auch, dass ich weniger arbeitete und weniger verdiente als zuvor. Also überlegte ich: „Könnte ich die Versammlungen vielleicht auf eine pro Woche reduzieren? So könnte ich jeden Monat ein paar tausend Yuan mehr verdienen und hätte selbst nach Abzug der Hypothek noch Geld übrig. Wenn ich ein paar Jahre spare, kann ich meine Schulden abbezahlen, und wenn ich mir dann ein Auto leisten kann, kann ich auch wieder würdevoller auftreten.“ Später wurde mir durch den gemeinschaftlichen Austausch mit den Brüdern und Schwestern bei den Versammlungen klar, dass ich mich nur immer weiter von Gott entfernen würde, wenn ich mich nur aufs Geldverdienen konzentrierte und nicht regelmäßig zu den Versammlungen ging. Wie könnte ich dann Gottes Fürsorge und Schutz empfangen? Wenn Katastrophen hereinbrechen, kann Geld einem nicht das Leben zurückkaufen! Ich erinnerte mich daran, gehört zu haben, dass die Herstellung von Schutzkleidung während der Pandemie sehr profitabel war. Manche Leute arbeiteten deswegen Tag und Nacht und starben schließlich in der Fabrik. Es gab einfach zu viele solcher Fälle, in denen Menschen ihr Leben gegen Geld eintauschten. Ich musste Satans Machenschaften durchschauen und durfte nicht um des Geldes willen die Gelegenheit verlieren, das Leben zu gewinnen. Ich musste weiterhin regelmäßig an den Versammlungen teilnehmen. Anfangs schaffte ich es noch, dreimal pro Woche zu den Versammlungen zu gehen. Aber nach einer Weile, als mein Monatsgehalt erheblich sank, weil ich weniger arbeitete, begann ich mir Sorgen zu machen. Ich dachte: „Häufiger an Versammlungen teilzunehmen hilft mir, mehr Wahrheiten zu verstehen, und das nützt meinem Lebenseintritt. Aber im Moment hat die Fabrik viele Aufträge und die Bezahlung ist hoch. Das ist eine gute Gelegenheit, Geld zu verdienen. Wenn ich diese Hochsaison verpasse, wird das Geschäft später schwierig, und egal, wie viele Kleider ich dann auch nähe, sie werden nicht viel einbringen. Nein, im Moment muss ich dem Geld den Vorrang geben. Ich werde an mehr Versammlungen teilnehmen, wenn in der Fabrik nicht so viel los ist.“ Also beschloss ich, nur noch zweimal pro Woche teilzunehmen. Nach jeder Versammlung eilte ich in die Fabrik zur Arbeit und machte sogar weiter, als die anderen schon Feierabend hatten. In dieser Zeit fühlte ich mich besonders müde, hatte keine Zeit, Gottes Worte zu lesen, wusste beim Beten nicht, was ich sagen sollte, und mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott.
Später, in der Nebensaison, war die Fabrik eine Zeit lang geschlossen. Ich hätte die Pause nutzen können, um öfter zu Versammlungen zu gehen und mich mit mehr Wahrheiten auszurüsten. Aber ich wollte schnell mehr Geld verdienen, um die Bewunderung zurückzugewinnen, die ich genossen hatte, als ich wohlhabend war. Also ging ich in eine andere Fabrik, um Schutzkleidung herzustellen. Um mehr zu verdienen, blieb ich manchmal länger als üblich, und als ich nach Hause kam, wartete die Schwester schon auf mich, um gemeinsam zur Versammlung zu gehen. Aber nach einem Arbeitstag tat mir der ganze Körper weh, und meine Arme schmerzten so sehr, dass ich sie kaum heben konnte. Ich wollte einfach nur früh ins Bett, und so waren die Versammlungen nicht sehr effektiv. Um mehr zu verdienen, stand ich jeden Tag um halb sechs auf, machte Frühstück und nahm mein Mittagessen mit in die Fabrik, um Zeit zu sparen. Weil ich mich lange Zeit unregelmäßig ernährte und mittags immer nur kalte Speisen aß, bekam ich einen Monat später plötzlich starkes Erbrechen und Durchfall. Der Arzt sagte, ich hätte eine akute und ziemlich schwere Magen-Darm-Entzündung und müsse zur Erholung zu Hause bleiben. Im Bett liegend begann ich nachzudenken: „Ich halte weder regelmäßig meine Andachten noch gehe ich regelmäßig zu Versammlungen. Ich konzentriere mich nur darauf, Geld zu verdienen und ein gutes Leben zu führen, um die Bewunderung der Leute zu erlangen. Verstoße ich damit nicht gegen Gottes Absicht?“ Während einer Versammlung las eine Schwester einen Abschnitt aus Gottes Worten vor, der sich direkt auf meinen Zustand bezog: „Hiobs Glaube an Gott war nicht Glaube dem Namen nach; Hiob war das Urbild eines Menschen, der aufrichtig an Gott glaubt. Er betete in allen Dingen zu Gott. Das ausgelassene Treiben seiner Kinder ließ in ihm ein zutiefst unwohles Gefühl aufkommen, und er betete zu Gott und vertraute sie Ihm an. Er betete definitiv häufig darüber, wie er die Viehzucht betreiben sollte. Er legte alles in Gottes Hände. Wäre er wie ein Nichtgläubiger gewesen, der bei der Viehzucht immer eigene Pläne verfolgt, der sich nur auf seinen eigenen Verstand und seine Einbildungen verlässt und der sich den Kopf zerbricht, um die geplanten Ziele zu erreichen, hätte er dann Gottes Hände, Seine Souveränität und Seine Anordnungen trotz der vielen Misserfolge und Rückschläge erkennen können? … Warum zerbrechen sich Menschen den Kopf mit menschlichen Methoden, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, anstatt sich auf Gott zu verlassen? Wenn sie Pläne machen, suchen sie dann nach Gottes Wünschen? Haben sie eine Haltung der Unterwerfung und sagen: ‚Ich weiß nicht, was Gott tun wird. Ich werde die Dinge erst einmal auf diese Weise planen, aber ich weiß nicht, ob das Ziel, für das ich diesen Plan mache, erreicht werden kann; ich mache mir nur einen Plan. Wenn mein Ziel erreicht werden kann, dann ist es eine Segnung von Gott. Wenn nicht, dann liegt es an meiner eigenen Blindheit; mein Plan entspricht nicht Gottes Absichten‘? Haben sie eine solche Haltung? (Nein.) Wie kommen diese Handlungen also zustande? Es handelt sich hier um die Einbildungen und Auffassungen der Menschen, ihre Begierden und ihre unvernünftigen Forderungen an Gott; sie entspringen verdorbenen Dispositionen. Das ist der eine Aspekt. Haben solche Menschen darüber hinaus ein Gott unterwürfiges Herz? (Nein.) Woran seht ihr, dass sie kein Gott unterwürfiges Herz haben? (Sobald sie einen Plan machen, müssen sie diesen unbedingt verwirklichen.) Was ist das für eine Disposition? Es ist Arroganz und Auflehnung. Sie glauben, dass Gott sie segnet, aber wenn sie ihre eigenen Begierden und Pläne haben, tun sie Gott auf die Seite; das ist eine arrogante Disposition. Unterwerfen sie sich, wenn sie Gott zur Seite tun? Sie unterwerfen sich nicht, und Gott ist nicht in ihrem Herzen. Sie bedenken überhaupt nicht, wie Gott die Herrschaft über die Dinge hat und sie anordnet, geschweige denn, wie Er etwas tun will. Sie berücksichtigen diese Dinge nicht. Was lässt sich daraus ableiten? Sie suchen überhaupt nicht, sie unterwerfen sich überhaupt nicht, und ihre Herzen sind absolut nicht gottesfürchtig. Zuerst schmieden sie ihre eigenen Pläne, und danach handeln und arbeiten sie hart auf der Basis ihrer Pläne, wobei sie sich auf menschliche Methoden, Vorstellungen und Auffassungen verlassen, ohne im Geringsten an Gottes Absichten zu denken. Wenn es um die Viehzucht geht, müssen die Menschen zumindest Folgendes wissen: ‚Tu dein Bestes und überlass alles andere dem Himmel‘ – das heißt: ‚Ich werde meine Verantwortlichkeiten erfüllen, um das Vieh richtig zu füttern; ich werde nicht zulassen, dass es ihnen an Nährstoffen mangelt oder dass sie frieren, hungern oder krank werden. Wie viel Nachwuchs das Vieh im nächsten Jahr haben wird, liegt in Gottes Händen; ich weiß es nicht, ich verlange es nicht, und ich werde keine Pläne machen. Diese Dinge liegen allein in Gottes Hand.‘ Haben diese Menschen eine Haltung der Unterwerfung gegenüber Gott, wenn sie sich weiterhin auf menschliche Auffassungen und Einbildungen verlassen, um zu handeln? (Nein.) Welche dieser beiden Handlungsweisen entstammt dem Willen des Menschen und welche zeigt Unterwerfung unter Gott? (Die erste entstammt dem Willen des Menschen und ist die Handlungsweise der Ungläubigen; die zweite kommt von Menschen, die aufrichtig an Gott glauben und die Wahrheit suchen.) Sie glauben beide an Gott, und sie tun beide dasselbe, aber ihre Beweggründe sowie der Ursprung, das Ziel und die Grundsätze ihrer Handlungen sind verschieden. Auf diese Weise kann man sehen, auf welchem Weg sich die Menschen befinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Grundsätze für das Praktizieren der Unterwerfung unter Gott). Im gemeinschaftlichen Austausch erklärte die Schwester, dass Hiob jemand war, der wirklich an Gott glaubte. Im Leben hatte er, egal was geschah, keine persönlichen Pläne oder Absichten und handelte nicht nach seinem eigenen Willen. In allen Dingen unterwarf er sich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen. Aber wenn wir uns selbst ansehen: Obwohl wir an Gott glauben, glauben wir nicht wirklich an Seine Herrschaft. Wir wollen unser Schicksal immer aus eigener Kraft ändern, was dazu führt, dass wir in Leid und Erschöpfung leben. Ich nickte ununterbrochen, während ich dem gemeinschaftlichen Austausch der Schwester zuhörte. Ich dachte darüber nach, wie ich, bevor ich Gott fand, immer auf meine eigene Kraft vertrauen und wie verrückt arbeiten wollte, um reich zu werden. Aber am Ende wurde ich nicht nur nicht reich, sondern hatte obendrein noch eine Menge Schulden. Nun wollte ich meine Nähfertigkeiten nutzen, um mehr zu arbeiten und Geld zu verdienen. Ich wollte wieder wie früher wohlhabend sein, also machte ich Überstunden und tat alles, um Geld zu verdienen. Doch am Ende habe ich mich nur völlig verausgabt und krank gemacht, und das Geld, das ich verdient hatte, ging fast komplett für die Behandlungskosten drauf. Mein Schicksal kann ich mir nicht selbst planen und berechnen. Den Ruhm und den Gewinn, den ich mir wünschte, konnte ich nicht allein durch harte Arbeit erlangen, denn alles unterliegt Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen. Nun, da ich Gott gefunden hatte, wäre ich, wenn ich immer noch nicht an Gottes Herrschaft glauben und weiter versuchen würde, mein Schicksal aus eigener Kraft zu ändern, wie eine Nichtgläubige, ja, eine Ungläubige. Als ich das verstand, betete ich zu Gott: „Gott, ich war zu rebellisch. Ich bin bereit, alles in Deine Hände zu legen.“ Danach nahm ich regelmäßig an Versammlungen teil und tat meine Pflichten nach besten Kräften.
Eines Tages hörte ich während meiner Andacht eine Hymne mit Gottes Worten, die den Titel trug: „Gott beklagt die Zukunft der Menschheit“:
1 In der unermesslichen Weite der Welt verschlammen Ozeane zu Feldern und Felder überfluten, bis sie zu Ozeanen werden, und das unzählige Male. Außer Ihm, der unter allen Dingen über alles herrscht, gibt es niemanden, der imstande ist, diese Menschheit zu führen und anzuleiten. Es gibt keinen „Mächtigen“, der sich für diese Menschheit abmüht oder Vorbereitungen für sie trifft, geschweige denn jemanden, der diese Menschheit führen kann, sich zum Bestimmungsort des Lichts zu bewegen und sich von den Ungerechtigkeiten der menschlichen Welt zu befreien. Gott beklagt die Zukunft der Menschheit, Er trauert um den Fall der Menschheit und es erfüllt Ihn mit Schmerz, dass die Menschheit Schritt für Schritt auf ihren Verfall und den Weg, von dem es kein Zurück mehr gibt, zumarschiert. Niemand hat sich jemals Gedanken darüber gemacht: Wohin mag sich eine solche Menschheit, die Gottes Herz voll und ganz gebrochen und sich von Ihm abgewendet hat, um den Bösen zu suchen, wohl begeben?
2 Es ist genau aus diesem Grund, dass niemand versucht, den Zorn Gottes wahrzunehmen, dass niemand den Weg sucht, der Gott erfreut, oder sich bemüht, Gott näherzukommen, und erst recht, dass niemand versucht, den Kummer und den Schmerz Gottes zu verstehen. Selbst nachdem er die Stimme Gottes gehört hat, folgt der Mensch weiter seinem eigenen Weg, wendet sich weiterhin von Gott ab, entzieht sich weiterhin der Gnade und Fürsorge Gottes und meidet weiterhin Seine Wahrheit und zieht es vor, sich an Satan, den Feind Gottes, zu verkaufen. Und wer hat jemals darüber nachgedacht – sollte der Mensch auf seiner Verstocktheit beharren –, wie Gott mit dieser Menschheit umgehen wird, die Ihn so zutiefst ignoriert?
3 Niemand weiß, dass der Grund für Gottes wiederholte Erinnerungen und Mahnungen an den Menschen der ist, dass Er in Seinen Händen noch nie dagewesene Katastrophen vorbereitet hat, Katastrophen, die unerträglich für das Fleisch und die Seele des Menschen sein werden – nicht lediglich eine Bestrafung des Fleisches, sondern Katastrophen, die auf die Seele des Menschen abzielen. Du musst Folgendes wissen: Was für eine Wut wird Gott entfesseln, wenn Sein Plan fehlschlägt und Seine Erinnerungen und Mahnungen nicht vergolten werden? Es wird mit nichts vergleichbar sein, was ein geschaffenes Wesen jemals erlebt oder gekannt hat. Und so sage Ich: Diese Katastrophen sind beispiellos, und es wird sie kein zweites Mal geben. Denn es ist Gottes Plan, die Menschheit nur dieses eine Mal zu erschaffen und die Menschheit nur dieses eine Mal zu retten. Das ist das erste Mal und es ist auch das letzte Mal. Daher kann niemand die gewissenhafte Absicht und die glühende Erwartung Gottes verstehen, mit denen Er die Menschheit diesmal rettet.
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens
Während ich über den Text nachdachte, spürte ich, wie Gott über die Zukunft und den Bestimmungsort der Menschheit klagt und die Menschheit zugleich unaufhörlich erinnert und ermahnt. Er hofft, dass die Menschen vor Ihn treten und Seine Errettung annehmen. Diese Worte kommen von Herzen, und jedes einzelne ist wahr und echt. Ich darf Gottes Errettung nicht länger ausweichen und sie ablehnen. Ich dachte darüber nach, wie ich, nachdem ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, erkannte, dass es Gott ist, der über das Schicksal des Menschen herrscht, und man nur dann ein wertvolles Leben führen kann, wenn man an Ihn glaubt und Ihn anbetet. Aber um ein Leben in Reichtum zu führen und die Bewunderung anderer zu gewinnen, stürzte ich mich mit Leib und Seele in meine Arbeit. Ich sah die Versammlungen als Last an, und meine Beziehung zu Gott wurde immer distanzierter. Wäre die Krankheit nicht über mich gekommen, säße ich immer noch im Sog der Jagd nach dem Geld fest, unfähig, mich daraus zu befreien. Bei diesem Gedanken betete ich zu Gott: „Gott, ich möchte Buße tun und mich von den Fesseln des Geldes befreien, aber ich schaffe es nicht aus eigener Kraft. Bitte führe mich.“ Dann erinnerte ich mich an einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Du musst dich in Acht nehmen! Diejenigen, die klug sind, sollten schnell aufwachen! Gib alles auf, wovon du dich nicht trennen willst. Ich sage dir nochmals, dass diese Dinge wirklich schädlich für dein Leben und ohne Nutzen sind!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 14). Gottes Worte ließen mich erkennen, dass das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn mein Leben ruinieren würde. Genau wie bei Lots Frau: Als Gott Sodom zerstören wollte, konnte sie ihren Besitz nicht loslassen und schaute zurück, woraufhin sie zu einer Salzsäule erstarrte. Wenn ich mich nur auf den unmittelbaren Nutzen konzentrieren und nicht nach der Wahrheit streben oder eine Änderung meiner Disposition anstreben würde, dann würde ich am Ende von Gottes Werk meine Chance auf Errettung verpassen. Als ich Gottes Liebe und Seine dringende Absicht, die Menschen zu retten, verstand, beschloss ich, öfter an Versammlungen teilzunehmen und mehr von Gottes Worten zu essen und zu trinken. Später nahm ich oft mit den Brüdern und Schwestern an Versammlungen teil, um über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten. Jeder Tag war sehr erfüllend und ich erholte mich schnell.
Einen Monat später ging es mir schon etwas besser. Eines Tages fuhr ich zu meinen Eltern nach Hause. Meine Tante, die mich früher immer schon von Weitem herzlich begrüßt hatte, drehte sich weg und ignorierte mich, als sie mich sah. Meine jüngere Schwester, die sich mir früher immer anvertraut und ihr Herz ausgeschüttet hatte, vertraute sich mir nicht mehr an, seit unsere Familie in Schwierigkeiten geraten war. Sie machte sogar absichtlich und unabsichtlich einige sarkastische Bemerkungen über mich. Das hinterließ bei mir ein unangenehmes Gefühl. Früher war ich überall bewundert worden, aber jetzt, wo ich kein Geld mehr hatte, sah meine Tante auf mich herab, und sogar meine jüngere Schwester nahm mich nicht mehr ernst. Es schien, als wäre es doch besser, Geld zu haben – nur wenn man Geld hat, wird man von anderen ernst genommen. Also ging ich wieder in der Kleiderfabrik arbeiten. Anfangs konnte ich noch regelmäßig an den Versammlungen teilnehmen. Aber als ich später merkte, dass mein Gehalt viel niedriger war als das meiner Kollegen, begann ich darüber nachzudenken, wie ich meine Nähgeschwindigkeit verbessern und mehr Geld verdienen könnte. Mein Herz war vollkommen von meiner Arbeit eingenommen. Zu dieser Zeit nahm ich nur pro forma an den Versammlungen teil, und sobald sie zu Ende waren, eilte ich sofort in die Fabrik. Dort trat ich unermüdlich auf das Pedal der Nähmaschine. So fiel ich wieder in mein altes Leben zurück und arbeitete wie eine Maschine unablässig, um jeden Tag Geld zu verdienen. Ich hatte keine Zeit, Gottes Worte zu essen und zu trinken, und mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott. Manchmal fühlte ich mich schuldig und dachte: „Warum kann ich das Geld nicht loslassen? Warum bin ich vor Gott so unehrlich und breche immer wieder mein Wort?“ Ich hasste mich selbst und hätte mich am liebsten geohrfeigt. Ich betete zu Gott: „Gott, ich möchte an den Versammlungen teilnehmen und Deine Worte richtig essen und trinken, aber ich kann mein Verlangen, Geld zu verdienen, nicht loslassen. Bitte leite mich aus der Schlinge des Geldes.“
Eines Tages las ich während einer Versammlung Gottes Worte und gewann ein gewisses Verständnis für die Wurzel meines Strebens nach Geld. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie ist unter den Menschen weit verbreitet, in jeder Gesellschaftsform; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? … Satan nutzt Geld, um die Menschen zu verlocken, und verdirbt sie alle, sodass sie Geld und materielle Dinge anbeten. Und wie äußert sich diese Anbetung von Geld in den Menschen? Denkt ihr denn nicht, dass ihr auf dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet und dass ihr nicht in der Lage wäret, auch nur einen Tag ohne Geld auszukommen? Wie viel Geld die Menschen haben, bestimmt, wie hoch ihr Status ist und wie angesehen sie sind. Die Armen denken nicht, dass sie mit erhobenem Haupt und stolz dastehen können, während die Reichen einen hohen Status haben, mit erhobenem Haupt und stolz dastehen, laut sprechen und auf eine arrogante und ungezügelte Weise leben können. Was bringen dieser Spruch und dieser Trend den Menschen? Stimmt es denn nicht, dass viele Menschen bereit sind, für Geld jedes Opfer zu bringen? Verlieren denn nicht viele Menschen ihre Würde und Integrität auf der Jagd nach mehr Geld? Verspielen denn nicht viele Menschen um des Geldes willen die Gelegenheit, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist der Verlust der Chance, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Allein mit dieser Methode und diesem Spruch wird der Mensch von Satan in einem solchen Ausmaß verdorben. Verfolgt Satan damit nicht eine böse Absicht? Ist das nicht ein böswilliger Trick? Während dieser Spruch populär wird, hörst du auf, daran zu zweifeln, und hältst ihn am Ende für die Wahrheit. In diesem Moment ist dein Herz Satan bereits komplett in die Hände gefallen, und so fängst du unwillkürlich an, nach diesem Spruch zu leben. In welchem Ausmaß hat dieses Sprichwort dich beeinflusst? Du magst den wahren Weg kennen und du magst die Wahrheit kennen, aber du bist unfähig, danach zu streben. Du magst genau wissen, dass Gottes Worte die Wahrheit sind, aber du bist nicht gewillt, den Preis zu zahlen oder zu leiden, um die Wahrheit zu erlangen. Stattdessen würdest du lieber deine eigene Zukunft opfern, um dich Gott bis zum Ende zu widersetzen. Was Gott auch sagt, was Gott auch tut, ganz gleich, wie tief und großartig die Liebe ist, die Gott für dich empfindet, du wirst dich, insoweit du in der Lage bist, sie zu verstehen, wegen dieses Spruches stur anstrengen. Dieser Spruch hat nämlich bereits deine Gedanken in die Irre geführt und kontrolliert, er hat dein Verhalten bereits gelenkt, und du würdest ihn eher dein Schicksal bestimmen lassen, als dein Streben nach Wohlstand loszulassen. Dass du dich auf diese Weise verhalten kannst, dass du von diesen Worten Satans kontrolliert und manipuliert werden kannst – bedeutet das nicht, dass Satan dich in die Irre geführt und verdorben hat? Bedeutet das nicht, dass Satans Philosophie und Gedanken und Satans Disposition sich in deinem Herzen verankert haben? Wenn du zielstrebig nach Wohlstand strebst und das Streben nach der Wahrheit aufgibst, hat Satan dann nicht sein Ziel erreicht, dich in die Irre zu führen?“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). „Unabhängig davon, wie groß die Bestrebungen des Menschen sind, unabhängig davon, wie realistisch die Wünsche des Menschen sind oder wie angemessen sie sein mögen, all das, was der Mensch erreichen möchte, all das, wonach der Mensch strebt, ist in Wirklichkeit mit zwei Worten untrennbar verbunden. Diese zwei Worte sind für jeden Menschen sein Leben lang von großer Bedeutung und sie sind Dinge, die Satan in den Menschen einträufeln will. Welche zwei Worte sind das? Sie lauten ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Satan verwendet eine sehr sanfte Methode, eine Methode, die sehr mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt, und die nicht sehr aggressiv ist, um die Menschen dazu zu bringen, unwissentlich seine Mittel und Gesetze zum Überleben anzunehmen, Lebensziele und -richtungen zu entwickeln und in den Besitz von Lebensbestrebungen zu gelangen. Ganz gleich, wie hochtrabend die Menschen ihre Lebensbestrebungen beschreiben, diese Bestrebungen drehen sich immer um ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Alles, das jede großartige oder berühmte Persönlichkeit – oder eigentlich jeder Mensch – ihr Leben lang anstrebt, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie hohen Status und großen Reichtum sowie das Leben genießen können. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie Vergnügungen suchen und sich dem zügellosen Genuss des Fleisches hingeben könnten. Um dieses Ruhms und Gewinns willen, nach denen sie streben, übergeben die Menschen Satan mit Freuden und unwissentlich, ihren Körper, ihr Herz und sogar alles, was sie besitzen, einschließlich ihrer Aussichten und ihres Schicksals. Sie tun dies ohne Vorbehalt, ohne auch nur einen Moment zu zweifeln und ohne sich jemals bewusst zu sein, dass sie alles, was sie einmal hatten, zurückgewinnen sollten. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie sich einmal Satan verschrieben haben und ihm auf diese Weise treu geworden sind? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in diesem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Eine Schwester erklärte dann im gemeinschaftlichen Austausch: „Satan benutzt Ruhm, Gewinn und Geld, um die Menschen zu verderben und zu binden. Gifte wie ‚Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts‘, ‚Wenn du Geld hast, hast du alles‘, ‚Geld regiert die Welt‘ und so weiter sind zum vorherrschenden Trend in der heutigen Gesellschaft und zu den Regeln geworden, nach denen die Menschen leben. Die Menschen glauben, je mehr Geld man hat, desto höher ist der eigene Status und desto ruhmreicher ist das Leben. Um dieses Ziel zu erreichen, scheuen die Menschen keine Mühe, Geld zu verdienen, und tappen in Satans Falle. Ihr Körper und Geist geraten unter die Kontrolle Satans, und sie haben keine Zeit und Energie mehr, nach der Wahrheit zu streben oder Gott anzubeten, und entfernen sich immer weiter von Gott.“ Nachdem ich dem gemeinschaftlichen Austausch der Schwester zugehört hatte, erkannte ich, dass es mir genauso erging. Ich hatte immer davon geträumt, ein reicher Mensch zu werden und ein Leben zu führen, das dem anderer überlegen war, und dachte, das sei ein glückliches Leben. Um das zu erreichen, arbeitete ich wie besessen, um Geld zu verdienen, und steckte meine ganze Energie hinein. Sogar während meiner Schwangerschaft machte ich Überstunden. Später kam es zu einem unerwarteten Finanzstreit. Mein Mann wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, unsere Familie hatte Schulden, und mein Leben stand plötzlich Kopf. Ich fürchtete, dass andere auf mich herabschauen würden, wenn sie meinen Abstieg sähen, also arbeitete ich noch verbissener, um Geld zu verdienen. Nachdem ich Gott gefunden hatte, war mir sehr wohl bewusst, dass Gott Fleisch geworden ist, um die Wahrheit auszudrücken und die Menschen in den letzten Tagen zu retten, dass dies eine äußerst seltene Gelegenheit war und dass ich öfter an Versammlungen teilnehmen und mehr von Gottes Worten essen und trinken sollte, damit ich mehr Wahrheiten verstehen konnte. Aber mein Herz war erfüllt vom Verlangen nach Geld, Ruhm und Gewinn, und ich dachte, die Teilnahme an Versammlungen würde meine Fähigkeit, Geld zu verdienen, beeinträchtigen. Also entschied ich mich immer wieder, seltener an Versammlungen teilzunehmen – manchmal sogar gar nicht. In der Nebensaison, als in der Fabrik nicht viel los war und sie vorübergehend geschlossen hatte, arbeitete ich in einer anderen Fabrik, und selbst als ich mich bis zur Krankheit erschöpft hatte, weigerte ich mich umzukehren. Satan benutzte Geld, Ruhm und Gewinn, um mich fest zu binden und mich in ihrem Strudel gefangen zu halten, aus dem ich nicht entkommen konnte. Ich schätzte das Streben nach Geld, Ruhm und Gewinn mehr als das Streben nach der Wahrheit und mehr als das Leben selbst. Wenn ich diesen Weg ohne Veränderung weitergegangen wäre, hätte ich letztendlich meine Chance auf Errettung verloren. Erst da sah ich klar Satans böse Absichten, die Menschen mit Geld, Ruhm und Gewinn zu verderben. Und ich verstand, dass meine Nähkunst Gottes Gnade war, damit ich in der Welt überleben und für mich selbst sorgen konnte, aber sie war nicht dazu gedacht, dass ich diese Fähigkeit nutzte, um meinen Ehrgeiz und mein Verlangen nach Ruhm, Gewinn und Status zu befriedigen. Zufrieden zu sein, genug zu essen und zum Anziehen zu haben, macht das Leben einfacher und lässt genug Zeit für die Anbetung Gottes. Als ich diese Dinge verstanden hatte, wollte ich nicht mehr wie besessen arbeiten und von Satan getäuscht und geschädigt werden, und ich war bereit, an Versammlungen teilzunehmen und die Wahrheit richtig anzustreben.
Danach dachte ich auch darüber nach: „Kann ich den Ruhm und den Gewinn, den ich mir wünsche, wirklich durch meine harte Arbeit erlangen?“ Ich erinnerte mich, dass Gott sagte: „Was auch immer dein Hintergrund sein mag und welche Reise auch immer vor dir liegt – es kann so oder so niemand den Orchestrierungen und Anordnungen des Himmels entgehen oder sein eigenes Schicksal kontrollieren, denn nur Er, der über alle Dinge herrscht, ist eines solchen Werkes fähig“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Das Schicksal eines Menschen liegt in Gottes Händen und kann nicht durch eigene Anstrengungen geändert werden. Die Art von Leben, die ich führe, ob ruhmreich und angesehen oder verarmt und alltäglich, kann ich nicht selbst entscheiden, und ich sollte mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen. Nur indem ich nach der Wahrheit strebe und meine satanische, verdorbene Disposition ablege, kann ich zu einem Menschen werden, den Gott gutheißt. Nur ein solches Leben ist wertvoll und sinnvoll. Danach arbeitete ich nicht mehr wie besessen, um Geld zu verdienen, und konnte regelmäßig an Versammlungen teilnehmen sowie Gottes Worte essen und trinken.
2020 sagte die Gemeindeleiterin, dass viele Neulinge bekehrt worden seien, und fragte, ob ich bereit wäre, sie zu bewässern. Ich dachte bei mir: „Wenn ich die Neulinge bewässere, habe ich keine Zeit zu arbeiten und Geld zu verdienen. Was mache ich dann, wenn mein Geld aufgebraucht ist? Mein früheres glorreiches Leben zurückzugewinnen, kommt dann erst recht nicht infrage. Aber dies ist auch ein entscheidender Moment für die Verbreitung des Evangeliums, und ohne jemanden, der sie bewässert, könnten diese Neulinge, die die Wahrheit nicht verstehen, jederzeit von Satan weggerissen werden.“ Ich dachte daran, wie ich, als ich Gott fand und nichts verstand, ohne die Brüder und Schwestern, die ihre Zeit und Energie rechtzeitig in meine Bewässerung und Unterstützung gesteckt hatten, weder des wahren Gottes sicher geworden wäre, noch Gottes Errettung empfangen hätte. Jetzt, wo diese Pflicht an mich herangetragen wurde, wäre ich da nicht völlig gewissenlos, wenn ich mich weigerte? Dann stieß ich auf einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Die Menschen müssen alle danach streben, ein sinnvolles Leben auszuleben, und sollten sich nicht mit ihren derzeitigen Umständen zufriedengeben. Sie müssen es schaffen, das Abbild von Petrus auszuleben, und sie müssen das Wissen und die Erfahrungen von Petrus besitzen. Sie müssen Dinge anstreben, die höher und tiefgründiger sind. Sie müssen eine tiefere, reinere Liebe zu Gott anstreben und ein Leben, das Wert und Bedeutung hat. Nur das ist Leben; nur dann werden sie genauso sein wie Petrus. Du musst dich darauf konzentrieren, proaktiv in die positive Seite einzutreten, und darfst nicht passiv sein und dich zurückfallen lassen, weil du mit vorübergehender Bequemlichkeit zufrieden bist, während du gleichzeitig tiefgründigere, detailliertere und praktischere Wahrheiten ignorierst. Du musst praktische Liebe besitzen und jeden möglichen Weg finden, um dich von diesem dekadenten, sorgenfreien Leben zu befreien, das sich nicht von dem eines Tieres unterscheidet. Du musst ein sinnerfülltes Leben ausleben, ein Leben von Wert, und darfst dir nicht selbst etwas vormachen oder dein Leben behandeln, als wäre es ein Spielzeug, mit dem man herumspielen kann. Für alle, die Entschlossenheit besitzen und Gott lieben, gibt es keine nicht zu erlangenden Wahrheiten und kein Recht, für das sie nicht standhaft bleiben können. Wie solltest du dein Leben führen? Wie solltest du Gott lieben und diese Liebe dazu verwenden, um Seine Absichten zufriedenzustellen? In deinem Leben gibt es kein größeres Anliegen. Vor allem aber musst du diese Art von Entschlossenheit und Beharrlichkeit haben und solltest kein rückgratloser Schwächling sein. Du musst lernen, wie man ein sinnvolles Leben erfährt und bedeutungsvolle Wahrheiten erfährt, und solltest dich nicht auf diese Weise nachlässig behandeln. Ohne dass du es merkst, wird dein Leben an dir vorbeiziehen. Wirst du danach immer noch diese Art von Chance haben, Gott zu lieben? Kann der Mensch Gott lieben, nachdem er gestorben ist? Du musst dieselbe Entschlossenheit und dasselbe Gewissen wie Petrus haben; du musst ein sinnvolles Leben führen, und du darfst keine Spielchen mit dir selbst spielen. Als menschliches Wesen und als eine Person, die nach Gott strebt, musst du dein Leben sorgfältig bedenken und angehen – darüber nachdenken, wie du dich Gott hingeben solltest, wie du einen bedeutungsvolleren Glauben an Gott haben solltest und wie du, da du Gott liebst, Ihn auf eine Art und Weise lieben solltest, die reiner, schöner und gütiger ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass man, um ein sinnvolles Leben zu führen, wie Petrus nach der Wahrheit streben muss, ein Leben führen muss, das allein dem Streben nach der Liebe zu Gott gewidmet ist, und die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllen muss, und dass man nur auf diese Weise Gottes Billigung erhalten kann. Aber ich hatte mein halbes Leben damit verbracht, Geld, Ruhm und Gewinn nachzujagen. Ich arbeitete hart, um ein Leben in Wohlstand zu führen und die Bewunderung der Menschen zu gewinnen, aber am Ende verlor unsere Familie ihr ganzes Geld, verschuldete sich bei anderen, und ich wurde krank vor Erschöpfung. Obwohl ich Ruhm und Gewinn erlangte, die Bewunderung und das Lob der Menschen erhielt und meine Eitelkeit befriedigt war, vermochten diese oberflächlichen Dinge die Leere in meinem Herzen nicht zu füllen. So war ich von Ruhm und Gewinn gebunden, verschwendete meine Zeit und gewann am Ende nichts. Seit ich Gott gefunden hatte, lebte ich ein Kirchenleben und hielt mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft über Gottes Worte, verstand einige Wahrheiten, und mein Herz fand Ruhe, Frieden und Halt. Besonders wenn ich meine Pflicht tat, konnte ich oft vor Gott zur Ruhe kommen, Seine Worte lesen und die Erleuchtung und Führung Seiner Worte empfangen, und ich empfand große Freude in meinem Herzen. Wenn ich beim Ausführen meiner Pflicht verdorbene Zustände offenbarte oder auf Schwierigkeiten und Probleme stieß, gewann ich durch die Suche nach der Wahrheit und den gemeinschaftlichen Austausch mit meinen Brüdern und Schwestern ein gewisses Verständnis für meine verdorbenen Dispositionen und fand einen Weg der Praxis. Ich spürte, dass ich in meinem Leben schnell wuchs, und erkannte, dass ich nur durch das Ausführen meiner Pflicht mehr Wahrheiten verstehen konnte. Jetzt haben die großen Katastrophen bereits begonnen, und sie stehen direkt vor unserer Tür. Wenn ich die Zeit immer noch nicht nutze, um nach der Wahrheit zu streben, dann werde ich in zukünftigen Prüfungen, ohne Gottes Worte als mein Fundament, leicht klagen und vielleicht sogar Gott widerstehen und so meine Chance auf Errettung verlieren. Dann würde ich in der Katastrophe enden, weinen und mit den Zähnen knirschen. Als ich daran dachte, beschloss ich, meinen Job zu kündigen, um meine Pflicht gut zu tun und nach der Wahrheit zu streben. Am nächsten Tag sagte ich der Leiterin, dass ich bereit wäre, die Neulinge zu bewässern. Später eröffnete Gott mir auch einen Weg. Meine Schwiegermutter sah, dass es mir nicht gut ging, und sagte mir, ich solle auf meine Gesundheit achten und mir keine Sorgen um die Schulden der Familie machen, da sie, mein Schwiegervater und meine Schwägerin sie übernehmen würden. Das Geld, das ich bei der Arbeit verdient hatte, verwendete ich für die Hypothek, und ich konnte sie jeden Monat pünktlich bezahlen. Ich wusste, dass das Gottes Liebe war. Dank sei Gott, dass Er mich aus der Macht Satans gerettet hat. Ich bin bereit, in den kommenden Tagen meine Pflichten gut zu tun und nach der Wahrheit zu streben, um eine Änderung meiner Disposition zu erreichen und Gottes Liebe zu vergelten.