81. Eine Lektion, die ich lernte, als meine Familienmitglieder entfernt wurden

Von Weiwei, China

Ich war 17, als ich mit meinen Eltern anfing, an den Herrn zu glauben. 2001 nahm unsere ganze Familie das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an, und danach begann jeder von uns, seine Pflicht zu tun. Ende 2012 wurde ich von der KPCh verhaftet, als ich das Evangelium predigte. Nach meiner Freilassung verließ ich mein Zuhause, um meine Pflicht an einem anderen Ort zu tun und einer erneuten Verhaftung zu entgehen. 2014 traf ich meinen Vater dort, wo ich meine Pflicht tat. Als ich sah, wie er aktiv seine Pflicht tat, und erfuhr, dass meine Schwester ebenfalls ihre Pflicht in der Kirche tat, war ich sehr glücklich. Ich dachte: „In den letzten mehr als zehn Jahren hat jedes Familienmitglied seine Pflicht ausgeführt. Solange wir uns weiterhin so aufwenden, uns Mühe geben und dem Allmächtigen Gott bis zum Ende folgen, kann unsere ganze Familie errettet werden und in Gottes Königreich eingehen, wenn Gottes Werk endet.“ Doch zu meiner völligen Überraschung erwähnten die Bezirksleiter, als sie eines Tages im Jahr 2015 kamen, um mit uns über die Arbeit zu reden, einen Brief aus meiner Heimatgemeinde. Darin stand, dass mein Vater bei den Versammlungen ständig an den Schwächen des Leiters herumnörgelte und er sich, egal wie mit ihm Gemeinschaft gehalten wurde, nicht besserte. Mein Vater sagte sogar, der Leiter würde nichts verstehen und schlug vor, einen Experten zu finden, der mit ihm Gemeinschaft hält. Das störte die Brüder und Schwestern so sehr, dass sie sich nicht mehr in Frieden versammeln konnten. Die Bezirksleiter sagten, sie wollten die Einzelheiten der Situation prüfen und dann mit meinem Vater angemessen Gemeinschaft halten. Ich tat so, als wäre ich gelassen, und sagte: „Wie konnte die Lage meines Vaters nur so schlimm werden?“ Aber innerlich war ich wütend und verzweifelt und dachte: „Was ist los mit ihm? Er glaubt seit über zehn Jahren an Gott, und doch tut er seine Pflichten nicht richtig und stört sogar das Kirchenleben?“ Damals wollte ich meinen Vater unbedingt so schnell wie möglich sehen, um mit ihm zu reden und zu versuchen, ihn davon zu überzeugen, keine weiteren Störungen zu verursachen. Aber ich wusste, dass mein Vater eine wirklich arrogante Disposition hatte, dass er nicht nachgab, wenn er dachte, er sei im Recht, und dass meine Überredungsversuche nicht helfen würden. Ich konnte nicht anders, als mir Sorgen zu machen: „Wenn mein Vater weiterhin Störungen verursacht, ohne zu bereuen, wird dies von sehr ernster Natur sein und er wird Gefahr laufen, entfernt zu werden. Mein Vater glaubt schon fast zwanzig Jahre: Seit dem Finden des Herrn bis zur Annahme dieser Stufe von Gottes Werk. Während dieser Zeit hat er viel gelitten und sogar in gefährlichen Situationen weiterhin seine Pflichten getan. Wären dann nicht all seine Jahre des Leidens umsonst gewesen, wenn er entfernt wird? Sein Glaubensleben wäre völlig vorbei!“ Als ich daran dachte, sagte ich zu den Leitern: „Wenn ich meinen Vater sehen und versuchen könnte, ihn zur Vernunft zu bringen, könnte sich sein Zustand vielleicht ändern.“ Einer von ihnen sagte: „Du bist im Moment zu aufgewühlt. Wenn du deinen Vater besuchst, wirst du entweder aus Hitzköpfigkeit oder aus Zuneigung handeln. Du hast deine eigene Pflicht zu tun. Wir werden mit deinem Vater Gemeinschaft halten. Konzentriere dich jetzt einfach auf deine Pflicht.“ Ich dachte, was der Leiter sagte, sei richtig und es wäre besser, sie mit ihm Gemeinschaft halten zu lassen. In den nächsten Tagen machte mir die Sache mit meinem Vater so zu schaffen, dass ich nicht schlafen konnte, keinen Appetit hatte, meine Gedanken ein einziges Durcheinander waren und ich mich nicht auf meine Pflichten konzentrieren konnte. Ich hoffte, dass mein Vater durch die Gemeinschaft der Leiter eine Wende schaffen und zumindest nicht entfernt werden würde. Ich hatte das Gefühl, solange er im Haus Gottes schuften konnte, gäbe es noch Hoffnung für ihn, errettet zu werden. Also wartete ich jeden Tag sehnsüchtig darauf, dass die Leiter gute Nachrichten über die Besserung meines Vaters bringen würden.

Bald darauf schickten mir die Brüder und Schwestern, die für die Bereinigungsarbeit verantwortlich waren, einen Brief und baten mich, einen Bericht über das beständige Verhalten meines Vaters zu erstellen. Als ich den Brief las, spürte ich einen unbeschreiblichen Schmerz in meinem Herzen, und meine Augen füllten sich mit Tränen. Es war wirklich schwer für mich, diese Tatsache zu akzeptieren. Ich dachte bei mir: „Es scheint, dass das Problem meines Vaters ernst ist. Bei verachtenswertem Verhalten wird er entfernt werden, und sobald er entfernt wird, wird sein Glaubensleben für immer enden, und er wird überhaupt keine Hoffnung auf Errettung mehr haben. Mein Vater ist schon über sechzig und glaubt seit so vielen Jahren an Gott. Wie wird er es ertragen können, wenn er entfernt wird?“ Ich erkannte, dass mein Zustand falsch war und kniete schnell nieder, um zu Gott zu beten: „Gott, zu sehen, dass mein Vater kurz davorsteht, entfernt zu werden, ist so schmerzhaft. Bitte beschütze mein Herz, damit ich nicht über Dich klage, sondern mich unterwerfen kann.“ Ich betete immer und immer wieder. Als ich meine Beurteilung schrieb, dachte ich daran, dass mein Vater keine gute Menschlichkeit besaß und in der Welt fast einige extreme Dinge getan hätte. Wenn ich über diese Aspekte seines Verhaltens schreiben und die Kirche sein beständiges Verhalten beurteilen würde, würden sie ihn dann nicht entfernen? Seit meiner Kindheit war mein Vater sehr gut zu mir gewesen. Als ich jung war, hatte ich eine schwache Konstitution und war ständig erkältet. Nach Spritzen wollte ich nicht laufen, also trug mein Vater mich nach Hause. In den Jahren, in denen ich von zu Hause weg war, um meine Pflicht zu tun, hatten meine Eltern sich das Geld für mich vom Mund abgespart und mir sehr geholfen. Mehrere Male kamen meine Schwiegereltern zu uns nach Hause, um Ärger zu machen, und es war mein Vater, der sich darum kümmerte. Mein Vater hatte sich viele Sorgen um meine Angelegenheiten gemacht. Ich dachte: „Vielleicht sollte ich nicht über die schlechte Menschlichkeit meines Vaters schreiben, sondern lieber darüber, wie enthusiastisch er sich aufgewendet hat. Wenn die Brüder und Schwestern dann sehen, dass sein früheres Verhalten gut war, lassen sie ihn vielleicht bleiben, um zu schuften, und mein Vater wird noch Hoffnung auf Errettung haben.“ Aber ich hatte auch das Gefühl, dass das nicht in Ordnung wäre. In den nächsten Tagen machte mir diese Angelegenheit so zu schaffen, dass ich mich nicht auf meine Pflicht konzentrieren konnte. In meinem Schmerz erinnerte ich mich an eine Zeile aus Gottes Wort: „Wenn jemand etwas tut, was für die Kirche nicht von Nutzen ist, ist das nicht annehmbar, selbst wenn es sich um deine Eltern handelt!“ Also suchte ich die Stelle, in der diese Zeile vorkam. Gott sagt: „Du musst Stärke und Rückgrat zeigen und zu deinem Zeugnis für Mich stehen; erhebe dich und sprich für Mich und fürchte nicht, was andere Menschen sagen könnten. Stelle einfach Meine Absichten zufrieden und lass dich von niemandem einschränken. … Ich bin deine Stütze und dein Schild, und alles liegt in Meinen Händen. Wovor hast du also Angst? Bist du nicht zu rührselig? Du musst dich so schnell wie möglich von deinen Gefühlen befreien; Ich handle nicht aus Gefühlen heraus, sondern übe Mich in Gerechtigkeit. Wenn jemand etwas tut, was für die Kirche nicht von Nutzen ist, ist das nicht annehmbar, selbst wenn es sich um deine Eltern handelt!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 9). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich tief betrübt und aufgewühlt. Gottes Absicht war, dass ich mich, wenn mir solche Dinge widerfahren, auf die Seite der Wahrheit stelle, nicht aus Zuneigung handle, mich an die Wahrheitsgrundsätze halte und die Interessen des Hauses Gottes wahre. Aber als ich erfuhr, dass ich Einzelheiten über das beständige Verhalten meines Vaters liefern musste, betrachtete ich die Dinge nicht nach den Wahrheitsgrundsätzen. Stattdessen dachte ich daran zurück, wie gut mein Vater seit meiner Kindheit zu mir gewesen war, und verlor so meine Haltung und meine Grundsätze. Ich überlegte sogar, zu meinem Vater zu gehen, um mit ihm zu reden und ihn davon abzuhalten, weitere Störungen zu verursachen. So würde er nicht entfernt werden, könnte bleiben und weiter schuften, und er hätte eine Chance, errettet zu werden. Hätte ich beim Schreiben meiner Beurteilung auch nur ein bisschen Gewissen und Vernunft besessen, hätte ich auf Gottes Seite stehen, die Arbeit der Kirche wahren und ehrlich über das Verhalten schreiben sollen, von dem ich wusste. Aber ich bevorzugte meinen Vater aus Zuneigung und wollte nur über sein gutes Verhalten schreiben, während ich sein schlechtes Verhalten entweder beschönigte oder ausließ. Inwiefern besaß ich überhaupt ein gottesfürchtiges Herz? Als ich das erkannte, schrieb ich alle Verhaltensweisen meines Vaters auf, die ich kannte, und schickte den Bericht dann an die Brüder und Schwestern.

Eine Weile später sah ich die Mitteilung über die Entfernung meines Vaters. Mein Vater hatte nicht nur an den Fehlern des Leiters herumgemäkelt, sondern auch die Wahrheit überhaupt nicht angenommen. Er hatte auch Gottes Worte aus dem Zusammenhang gerissen und jeden verurteilt und beschuldigt, der mit ihm Gemeinschaft hielt. Er hatte beharrlich das Kirchenleben gestört, sich absolut geweigert zu bereuen, und wurde so schließlich entfernt. Aufgrund seines beständigen Verhaltens war er wirklich absurd, ihm fehlte es an spirituellem Verständnis, und seine Natur war der Wahrheit extrem abgeneigt und feindselig gesinnt. Seine Entfernung offenbarte vollständig Gottes Gerechtigkeit. Als ich das sah, ließ ich meine Zuneigung zu meinem Vater in der Tiefe meines Herzens los.

Eines Tages im März 2022 erhielt ich einen Brief von den Leitern der Kirche meiner Schwester. Darin stand, dass meine Schwester seit August 2021 an keinen Versammlungen mehr teilgenommen hatte. Laut den Grundsätzen müssen diejenigen, die sich über längere Zeit nicht versammeln, nicht nach der Wahrheit streben oder ihre Pflichten nicht tun, entfernt werden, und sie baten mich, schnell über das beständige Verhalten meiner Schwester zu schreiben. Als ich das las, spürte ich einen herzzerreißenden Schmerz und konnte diese Tatsache einfach nicht akzeptieren. Ich war innerlich aufgewühlt und konnte mich nicht darauf konzentrieren, mit den Schwestern über die Arbeit zu kommunizieren, also kauerte ich mich zusammen und schluchzte, während ich meinen Kopf in den Händen hielt. Als die Schwestern mich so sahen, kamen sie, um mir zu helfen, indem sie mit mir Gemeinschaft hielten, aber ihre Worte drangen einfach nicht zu mir durch. Ich dachte bei mir: „Wie konnte das sein? Vor einer Weile hat mir meine Schwester einen Brief mit etwas Geld geschickt. Wie konnte sie in nur wenigen Monaten den Kontakt zur Kirche verloren haben? Könnte zu Hause etwas passiert sein? Ich erinnere mich, dass meine Schwester, nachdem sie anfing, an Gott zu glauben, immer enthusiastisch darin war, sich aufzuwenden, und bei ihren Pflichten aktiv war. Zuhause muss etwas Schwerwiegendes passiert sein, sonst würde sie die Versammlungen nicht auslassen. Sollte die Kirche ihr nicht noch eine Chance zur Buße geben?“ Ich erfuhr auch, dass die Kirche nur Informationen über das beständige Verhalten meiner Schwester sammelte und dass sie, wenn sie aufrichtig Buße tat und bereit war, richtig an Gott zu glauben, immer noch eine Chance zur Buße hätte. Aber ich machte mir immer noch Sorgen: „Was ist, wenn meine Schwester nicht bald zu den Versammlungen zurückkehrt?“ In dieser Nacht wälzte ich mich im Bett hin und her und konnte nicht schlafen. Die schönen Erinnerungen daran, wie unsere ganze Familie an Gott glaubte und ihre Pflichten tat, spielten sich wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab. Meine Schwester hatte sich seit meiner Kindheit immer um mich gekümmert. Wenn ich in einem schlechten Zustand war, unterstützte sie mich und half sie mir, und als ich meine Pflicht in der Kirche tat, schickte sie mir oft Geld. Wenn meine Schwester entfernt würde, hätte sie absolut keine Hoffnung auf Errettung mehr. Bei diesem Gedanken überkam mich ein Gefühl der Trauer. In den nächsten Tagen war ich wegen meiner Schwester in einem wirklich schlechten Zustand, und ich konnte mein Herz bei meinen Pflichten nicht zur Ruhe bringen. Ich dachte: „Ich sollte nach Hause gehen und meine Schwester zur Vernunft bringen. Solange sie zur Kirche zurückkehrt und ihre Pflichten nach bestem Wissen und Gewissen tut, wird sie nicht entfernt.“ Aber dann dachte ich: „Ich wurde verhaftet, weil ich an Gott glaube, ich bin aktenkundig. Wenn ich unüberlegt nach Hause zurückkehre und erwischt werde, kann ich meine Pflichten nicht tun und werde meine Brüder und Schwestern mit hineinziehen. Die Konsequenzen wären unvorstellbar.“ Meine Gedanken waren ein völliges Durcheinander, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Drei Tage später wurde mir schwindelig, mein Herz raste, und ich hatte ein Engegefühl in der Brust und Atemnot. Ich hatte das Gefühl, ich könnte jeden Moment zusammenbrechen, selbst beim Gehen. Erst dann dachte ich über mich nach und verwarf die Idee, nach Hause zurückzukehren. Aber der Gedanke, dass meine Schwester entfernt werden könnte, machte mich immer noch ein wenig traurig. Ich teilte meinen Zustand einer Schwester in meiner Nähe mit, und sie las mir mehrere Abschnitte aus Gottes Worten vor. Durch die Gemeinschaft mit der Schwester verstand ich, dass im Haus Gottes die Wahrheit und die Gerechtigkeit herrschen und dass das Haus Gottes niemals einem guten Menschen Unrecht tun oder einen Übeltäter ungestraft davonkommen lassen wird. Da die Kirche das beständige Verhalten meiner Schwester aufzeichnete, geschah dies mit Gottes Erlaubnis. Obwohl ich das nicht durchschauen konnte, sollte ich mich zuerst unterwerfen, das, was ich über ihr Verhalten wusste, zur Verfügung stellen, und die Kirche würde sie sicherlich den Grundsätzen entsprechend behandeln.

Später wurde meine Schwester entfernt. Ich sah die Aufzeichnungen über das Verhalten meiner Schwester, die von den Brüdern und Schwestern erstellt wurden. Darin wurde erwähnt, dass meine Schwester sich in den letzten Jahren nur darauf konzentriert hatte, Geld für die Universitätsvorbereitungen ihres Sohnes zu verdienen, und dass sie keine Last für ihre Pflichten empfand. Bei ihren Pflichten war sie immer oberflächlich, tat, was sie wollte, zögerte ihre Pflichten hinaus, war unverantwortlich und verzögerte die Arbeit der Kirche ernsthaft. Selbst nachdem die Brüder und Schwestern sie wiederholt auf ihre Probleme hingewiesen und ihr geholfen hatten, blieb sie dieselbe, ohne Schuldgefühl oder Reue. Zu Hause aß oder trank sie selten Gottes Worte oder schaute sich die Videos an, die vom Haus Gottes produziert wurden, und sie arbeitete jeden Tag, um Geld zu verdienen. Später nahm sie nicht einmal mehr an Versammlungen teil. Eine Schwester ging, um sie zu unterstützen, aber sie sagte: „Als meine Mutter krank war, wurde sie gesund, nachdem sie anfing, an Gott zu glauben, also folgte ich ihr und glaubte. Aber jetzt, wo ihre Krankheit wieder aufgetreten ist, warum spüre ich Gottes Existenz nicht?“ Nachdem sie das gesagt hatte, ging sie. Als ich dieses Verhalten sah, war ich sehr wütend und dachte: „Wie konnte sie so etwas sagen? Sie ist eine Ungläubige!“ Ich hatte gesehen, dass sie sich früher leidenschaftlich aufgewendet hatte, und dachte deshalb, sie glaube aufrichtig an Gott. Aber jetzt sah ich, dass ihre ursprünglichen Absichten und ihr Motiv im Glauben falsch waren. Erst nachdem sie gesehen hatte, wie die langjährige Krankheit meiner Mutter durch den Glauben an Gott auf wundersame Weise geheilt wurde und wie sich auch das Leben unserer Familie allmählich verbessert hatte, fing sie an, an Gott zu glauben. Sie folgte unserer Mutter nur im Glauben an Gott, als sie Gottes Gnade erlangte. Später, als meine Mutter wieder krank wurde, sah meine Schwester, dass sie vom Glauben an Gott nicht die Vorteile bekam, die sie wollte. Ihr Wunsch nach Segnungen wurde zunichtegemacht, also hörte sie auf, an Versammlungen teilzunehmen und ihre Pflicht zu tun, und leugnete sogar Gott. Am Verhalten meiner Schwester war offensichtlich, dass sie einfach überhaupt keine aufrichtige Gläubige an Gott war und dass ihr Wesen das einer Ungläubigen war.

Später dachte ich nach: Ich hatte immer geglaubt, solange ich Dingen entsagte, mich für Gott aufwendete und Ihm bis zum Ende folgte, würde ich letztendlich errettet werden. Aber war diese Ansicht wirklich richtig? Ich las Gottes Worte: „Die Menschen sagen: ‚Gott ist ein gerechter Gott. Solange der Mensch Ihm bis ganz zum Schluss folgt, wird Er dem Menschen gegenüber sicherlich unparteiisch sein, denn Er ist äußerst gerecht. Wenn der Mensch Ihm bis zuletzt folgt, könnte Er dann den Menschen beiseiteschieben?‘ Ich bin allen Leuten gegenüber unparteiisch und richte alle Leute mit Meiner gerechten Disposition, doch die Forderungen, die Ich an den Menschen stelle, umfassen alle angemessenen Bedingungen, und was Ich verlange, muss von allen Leuten erfüllt werden, ungeachtet dessen, wer sie sind. Es kümmert Mich nicht, wie qualifiziert oder erfahren du bist; Mich interessiert nur, ob du Meinem Weg folgst und ob du die Wahrheit liebst und nach ihr dürstest oder nicht. Wenn dir die Wahrheit fehlt und du stattdessen Meinem Namen Schande bereitest und nicht Meinem Weg entsprechend handelst, Mir nur ohne Sorgfalt oder Bedenken folgst, dann werde Ich dich für deine bösen Taten zu jenem Zeitpunkt niederstrecken und bestrafen. Was wirst du dann zu sagen haben? Wärst du imstande, zu sagen, dass Gott nicht gerecht ist? Wenn du dich an all die Worte gehalten hast, die Ich heute gesprochen habe, dann bist du die Art von Mensch, die Ich gutheiße. Du sagst, dass du immer gelitten hast, während du Gott gefolgt bist, dass du Ihm durch Stürme gefolgt bist und dass du mit Ihm die guten und die schlechten Zeiten geteilt hast, aber du hast die von Gott gesprochenen Worte nicht ausgelebt. Du wünschst dir lediglich, jeden Tag für Gott herumzurennen und aufzuwenden, und hast nie darüber nachgedacht, ein bedeutungsvolles Leben zu führen. Du sagst auch: ‚Auf jeden Fall glaube ich, dass Gott gerecht ist. Ich leide für Ihn, laufe für Ihn umher und gebe mich Ihm hin, und selbst wenn ich keine Leistungen vorweisen kann, so habe ich doch Mühsal erduldet; Er wird sich meiner gewiss erinnern.‘ Es ist wahr, dass Gott gerecht ist, allerdings ist Seine Gerechtigkeit nicht mit irgendwelchen Unreinheiten beschmutzt: Sie besitzt keinen menschlichen Willen und ist nicht durch das Fleisch oder durch menschliche Geschäfte verunreinigt. Alle, die rebellisch sind und sich widersetzen, alle, die nicht Seinem Weg folgen, werden bestraft werden; keinem wird vergeben und niemand wird verschont! Manche Leute sagen: ‚Heute renne ich für Dich umher. Kannst Du mir am Ende einen kleinen Segen geben?‘ Also frage Ich dich: ‚Hast du dich an Meine Worte gehalten?‘ Die Gerechtigkeit, von der du sprichst, gründet auf einem Geschäft. Du denkst nur, dass Ich gerecht bin, dass Ich allen Leuten gegenüber unparteiisch bin und dass alle, die Mir bis zum Ende folgen, gewiss gerettet und Meinen Segen erlangen werden. In Meinen Worten ‚alle, die Mir bis ganz zum Ende folgen, werden gewiss gerettet‘ liegt eine innere Bedeutung: Diejenigen, die Mir bis ganz zum Schluss folgen, sind diejenigen, die gänzlich von Mir gewonnen werden. Sie sind diejenigen, die die Wahrheit suchen und perfekt gemacht werden, nachdem sie von Mir erobert wurden. Wie viele Anforderungen hast du erfüllt? Du hast die Anforderung erfüllt, Mir bis zuletzt zu folgen, aber was noch? Hast du dich an Meine Worte gehalten? Du hast eine Meiner fünf Anforderungen erfüllt, allerdings hast du keinerlei Absicht, die restlichen vier zu erfüllen. Du hast lediglich den leichtesten, einfachsten Weg gefunden und ihn mit einer Haltung verfolgt, darauf zu hoffen, einfach Glück zu haben. Für so jemanden wie dich bedeutet Meine gerechte Disposition ausschließlich Züchtigung und Gericht und gerechte Vergeltung. Sie bedeutet eine gerechte Strafe für alle Übeltäter. Alle, die nicht Meinem Weg folgen, werden mit Sicherheit bestraft, auch wenn sie bis ganz zum Ende folgen. Das ist die Gerechtigkeit Gottes(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, schämte ich mich. Menschen beurteilen andere nach dem äußeren Erscheinungsbild, aber Gott schaut auf das Wesen eines Menschen. Gott schaut nicht darauf, wie viel jemand geopfert oder sich aufgewendet hat, wie viel er gelitten hat oder auf seine Dienstjahre. Entscheidend ist, ob jemand Gottes Weg folgt, ob er die Wahrheit praktiziert und ob sich seine Disposition geändert hat. Anhand dieser Dinge wird das Ergebnis eines Menschen bestimmt. Ich aber glaubte, dass Gott das Ergebnis und den Bestimmungsort eines Menschen danach bestimmt, ob jemand bis zum Ende durchhalten kann, wie lange er geglaubt hat und wie viel er gelitten oder sich aufgewendet hat. Ich dachte, solange wir uns Mühe geben, uns aufwenden und Gott bis zum Ende folgen, dann hätten wir, wenn Gottes Werk endet, Hoffnung, von Gott errettet zu werden und in Gottes Königreich einzugehen, um Seine Segen zu genießen. Aber das waren nur meine Auffassungen und Vorstellungen. Ich verstand auch: Gerettet zu werden, nachdem man bis zum Ende gefolgt ist, bedeutet, dass eine Person nach der Wahrheit und einer Änderung ihrer Disposition strebt. Es bedeutet, in allen Dingen nach Gottes Worten praktizieren zu können, dass die verdorbene Disposition letztendlich gereinigt wird und man inmitten verschiedener Prüfungen und Läuterungen Gott weder verleugnet noch verrät, sondern Ihm immer noch folgen und sich Ihm unterwerfen kann. Nur solche Menschen werden letztendlich von Gott errettet werden und in Sein Königreich eingehen. Aber diejenigen, die nicht nach der Wahrheit streben, deren verdorbene Disposition keine Veränderung zeigt und die immer noch gegen Gott rebellieren und sich Ihm widersetzen, sind diejenigen, die Gott verabscheut. Ich dachte über die beiden Male nach, als ich mit der Entfernung meiner Familienmitglieder konfrontiert war. Ich hatte ihr Wesen nicht durchschaut. Ich wusste nicht, welche Art von Menschen Gott errettet oder ausmustert. Ich stand auf der Seite der fleischlichen Zuneigung, wollte hingehen und sie zur Vernunft bringen und sie überreden, im Haus Gottes zu bleiben, um zu schuften. Ich dachte, auf diese Weise hätten sie Hoffnung auf Errettung. Aber mein Denken stand im völligen Widerspruch zu Gottes Worten. Ich dachte an das, was der Herr Jesus sagte: „Es werden nicht alle, die zu Mir sagen: Herr, Herr, ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen Meines Vaters im Himmel befolgen. Es werden viele zu Mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in Deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in Deinem Namen viele wunderbare Werke getan? Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von Mir, ihr Übeltäter!(Matthäus 7,21-23). Ich dachte nach: „Warum erhielten diejenigen, die für den Herrn allem entsagten und sich aufwendeten, nicht die Anerkennung des Herrn Jesus, sondern wurden stattdessen von Ihm bestraft und verflucht?“ Meiner Ansicht nach müsste doch jeder, der vielem entsagt, sich stark aufwendet und Gott viele Jahre lang folgt, mit Sicherheit errettet werden. Warum also wurden die Pharisäer, die das ganze Jahr über Jehova im Tempel gedient hatten, nicht nur nicht von Gott errettet, sondern am Ende von Gott als eine Schlangenbrut verflucht und verurteilt, und es wurde ihnen gesagt, dass Weh über sie kommen würde? Das lag daran, dass die Pharisäer zwar äußerlich an Gott glaubten, aber im Wesentlichen keine gottesfürchtigen Herzen hatten. Sie befolgten niemals Gottes Weg, verleugneten und verurteilten sogar den Herrn Jesus und nagelten Ihn ans Kreuz. Sie verletzten die Disposition Gottes schwer, was dazu führte, dass Gott sie bestrafte und verfluchte. Rückblickend hatte ich gedacht, dass man, wenn man an Gott glaubt, für Gott vielem entsagt und sich aufwendet und Ihm bis zum Ende folgt, errettet werden und in das Himmelreich eingehen könnte. Aber das waren alles nur mein Wunschdenken, meine Auffassungen und Vorstellungen. Das war absurd, unsinnig und ohne jede reale Grundlage! Ich traf Beurteilungen auf der Grundlage meiner Auffassungen und Vorstellungen und wollte sogar meine Familie in der Kirche behalten, damit sie schuftet, weil ich dachte, Gott würde ihnen am Ende ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort geben. Ich war wirklich töricht und blind! Basierend auf ihrem Wesen und dem Weg, den sie gingen, waren sie genau das Unkraut, das durch Gottes Werk der letzten Tage offenbart wurde. Sie waren Ungläubige, die keine Liebe zur Wahrheit hatten und sie nicht annahmen. Selbst wenn sie widerwillig im Haus Gottes geblieben wären, könnten sie nicht errettet werden.

Ich dachte weiter nach: „Als meine Familienmitglieder entfernt wurden, konnte ich nie auf Gottes Seite stehen. Wovon wurde ich beherrscht?“ Ich las Gottes Worte: „Was ist das Wesen von Gefühlen? Fleischliche Gefühle an die erste Stelle zu setzen und die Wahrheitsgrundsätze beiseitezuschieben. Die Äußerungsformen von Gefühlen lassen sich mit mehreren Worten und Phrasen beschreiben: Bevorzugung, prinzipienloser Schutz anderer, das Bewahren fleischlicher Beziehungen und fehlende Fairness. Das sind Gefühle. Was sind die wahrscheinlichen Folgen, wenn Menschen Gefühle haben und nach ihnen leben? Warum verabscheut Gott die Gefühle der Menschen am meisten? Manche Menschen werden von ihren Gefühlen immer eingeschränkt, sie können die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzen, und obwohl sie sich Gott unterwerfen wollen, können sie es nicht, daher fühlen sie sich wegen ihrer Gefühle gequält. Es gibt viele Menschen, die die Wahrheit verstehen, sie aber nicht in die Praxis umsetzen können; das liegt auch daran, dass sie von ihren Gefühlen eingeschränkt werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Was ist die Wahrheitsrealität?). „Manche Menschen sind sehr rührselig. Sie lassen sich immerzu von ihren Gefühlen leiten: jeden Tag, in allem, was sie sagen, in ihrem Verhalten und darin, wie sie die Dinge angehen. Sie empfinden etwas für diesen und jenen Menschen und verbringen ihre Tage damit, sich um Beziehungs- und Gefühlsangelegenheiten zu kümmern. In jeder Situation, die ihnen begegnet, leben sie im Reich der Gefühle. Wenn in der Verwandtschaft solcher Menschen ein Nichtgläubiger stirbt, weinen sie drei Tage um ihn und lassen nicht zu, dass der Leichnam begraben wird, und hegen noch immer Gefühle für den Verstorbenen. Sie sind übermäßig rührselig. Man könnte sagen, dass die tödliche Schwäche dieser Menschen ihre Gefühle sind. Sie werden in allen Dingen von ihren Gefühlen eingeschränkt, sie sind nicht in der Lage, die Wahrheit zu praktizieren oder gemäß den Grundsätzen zu handeln, und sie lehnen sich oft gegen Gott auf. Ihre Gefühle sind ihre größte Schwäche, ihre tödliche Schwäche, und ihre Gefühle können sie durchaus ins Verderben stürzen und zerstören. Menschen, die überzogen rührselig sind, können weder die Wahrheit in die Praxis umsetzen noch sich Gott unterwerfen. Mit so starken Gefühlen können sie nicht anders, als es ihrem Fleisch recht zu machen. Sie sind törichte und verworrene Leute. Es ist die Natur solcher Leute, sehr rührselig zu sein. Sie leben nach ihren Gefühlen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Durch Gottes Worte sah ich schließlich, dass die eigentliche Ursache meiner Unfähigkeit, die Entfernung meiner Familie richtig zu behandeln, darin lag, dass ich von Zuneigung eingeschränkt war. Ich schätzte meine Zuneigung zu meiner Familie über alles, sogar mehr als die Wahrheitsgrundsätze. Ich lebte nach den satanischen Grundsätzen „Blut ist dicker als Wasser“, „Zuneigung schafft Parteilichkeit“ und „Der Mensch ist nicht leblos; wie kann er frei von Gefühlen sein?“ Ich konnte nicht mehr zwischen richtig und falsch unterscheiden und verlor meine Haltung und meine Grundsätze. Tatsächlich hätte ich, wenn ich ihr Verhalten nicht verstand, der Kirche schreiben und nachfragen können, um die Sache zu klären. Ich hätte auch ihr Wesen nach den Wahrheitsgrundsätzen beurteilen können, um zu sehen, ob man ihnen wirklich mit liebevoller Hilfe begegnen sollte. Aber wenn ihnen nicht zu helfen war, dann hätte ich, selbst wenn es meine Familie war, nicht blind aus Zuneigung Freundlichkeit zeigen sollen. Aber ich dachte nicht so. Ich stellte mich zuerst auf die Seite der Zuneigung, empfand Trauer, weinte um sie und konzentrierte mich nicht auf meine Pflicht. Ich dachte sogar daran, zurückzukehren, um sie zu unterstützen, und ignorierte dabei die Gefahr einer Verhaftung. Als die Kirche mich bat, eine Aufzeichnung ihres Verhaltens zu liefern, konnte ich nur an ihre Freundlichkeit mir gegenüber denken. Ich war völlig von Zuneigung geblendet, schützte die Interessen des Hauses Gottes nicht und wollte sogar mit Tricks und Täuschung meine Familie schützen, ohne überhaupt zu bedenken, wie viel Schaden es der Arbeit der Kirche bringen würde, sie im Haus Gottes zu behalten. Ich sah, dass Zuneigung meine Achillesferse war und zu einem Hindernis und Stolperstein für mein Praktizieren der Wahrheit geworden war. Ich lebte in Zuneigung und behandelte meinen Vater und meine Schwester mit Gewissen und Liebe, ohne überhaupt Gottes Absicht zu suchen. Ich wusste nichts über ihr Verhalten, wollte aber blind hingehen und sie unterstützen. War das nicht törichte Liebe? Wäre ich nach Hause zurückgekehrt, wäre ich nicht nur der Versuchung der Zuneigung erlegen, sondern mein Zustand wäre gestört und meine Pflicht verzögert worden. Und am wichtigsten: Mit meiner polizeilichen Akte hätte es, wenn ich gefasst worden wäre, die Arbeit beeinträchtigt. Hätte das nicht zu Unterbrechungen und Störungen geführt? Als ich das erkannte, spürte ich eine Angst, die nachklang, und dankte Gott, dass Er mich offenbarte. Andernfalls hätte ich den Schaden und die Konsequenzen des Lebens nach Zuneigung nicht klar gesehen und wäre zugrunde gegangen, ohne es zu merken. Ich musste die Zuneigung loslassen und meine Familie nach den Wahrheitsgrundsätzen behandeln. Ich konnte nicht mehr traurig darüber sein, dass mein Vater und meine Schwester von der Kirche entfernt wurden, denn das war ganz und gar Gottes Gerechtigkeit. Die Blasen an ihren Füßen waren durch ihren eigenen Weg entstanden, und sie konnten niemandem außer sich selbst die Schuld geben.

In Gottes Worten fand ich einen Weg, die Zuneigung loszulassen und Verwandte richtig zu behandeln. Gott sagt: „Eines Tages, wenn du etwas von der Wahrheit verstehst, wirst du nicht mehr denken, dass deine Mutter der beste Mensch ist, oder dass deine Eltern die besten Menschen sind. Du wirst erkennen, dass auch sie Mitglieder der verdorbenen Menschheit sind und dass ihre verdorbenen Dispositionen alle gleich sind, dass alles, was sie unterscheidet, die Blutsverwandtschaft zwischen euch ist, und dass sie, wenn sie nicht an Gott glauben, genauso sind wie die Nichtgläubigen. Du wirst sie nicht mehr aus der Perspektive eines Familienmitglieds oder aus der Perspektive einer fleischlichen Beziehung betrachten, sondern aus der Sicht der Wahrheit. Auf welche Hauptaspekte solltest du achten? Du solltest ihre Ansichten über den Glauben an Gott betrachten, ihre Ansichten über die Welt, ihre Ansichten, wenn sie mit Angelegenheiten umgehen, und vor allem ihre Haltung gegenüber Gott. Wenn du diese Aspekte korrekt betrachtest, wirst du klar erkennen können, ob sie gute oder schlechte Menschen sind. … Angenommen, du kannst deine Familienmitglieder klar erkennen, und sagst: ‚Meine Mutter akzeptiert die Wahrheit nicht im Geringsten; tatsächlich ist sie der Wahrheit abgeneigt und hasst sie. Sie ist in ihrem Wesen ein böser Mensch, ein Teufel. Mein Vater versucht ständig, es anderen recht zu machen, und stellt sich immer auf die Seite meiner Mutter. Er akzeptiert die Wahrheit weder, noch praktiziert er sie; er ist kein Mensch, der nach der Wahrheit strebt. Er ist ein Ungläubiger. Ich werde mich vollkommen gegen sie auflehnen und klare Grenzen zu ihnen ziehen.‘ Auf diese Weise wirst du auf der Seite der Wahrheit stehen und sie zurückweisen können. Wenn du erkennen kannst, wer sie sind, was für Menschen sie sind, wirst du dann immer noch Zuneigung für sie empfinden? Wirst du immer noch familiäre Liebe für sie empfinden? Wirst du immer noch eine fleischliche Beziehung zu ihnen haben? Das wirst du nicht. Wirst du diese Art von Zuneigung immer noch zügeln müssen? (Nein.) Wie genau kannst du diese Probleme also lösen? Indem du die Wahrheit verstehst, dich auf Gott verlässt und zu Gott aufschaust(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur das Beseitigen der eigenen verdorbenen Dispositionen kann eine wahre Verwandlung herbeiführen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass wir beim Umgang mit Familienmitgliedern zuerst nach Gottes Worten beurteilen und durchschauen müssen, wer sie sind. Sobald wir ihre Wesensnatur durchschauen, werden wir wissen, wie wir sie in Übereinstimmung mit den Wahrheitsgrundsätzen behandeln können. Wenn Familienmitglieder die Wahrheit verfolgen und lieben, aber die Wahrheit nicht verstehen und Verdorbenheit offenbaren, oder wenn sie die bösen Trends der Welt nicht durchschauen und vorübergehend den falschen Weg einschlagen, können wir den Wahrheitsgrundsätzen folgen und ihnen mit Liebe helfen oder sie entlarven und zurechtstutzen. Aber wenn sie der Wahrheit abgeneigt sind, die Wahrheit hassen und im Wesentlichen Ungläubige, absurde Typen und böse Menschen sind, dann können wir ihnen nicht mit Liebe helfen und sie unterstützen. Wir müssen Liebe von Hass unterscheiden, sie in unseren Herzen hassen und ablehnen und eine klare Grenze zwischen uns und ihnen ziehen. Gleichzeitig verstand ich auch: Obwohl ich oberflächlich eine Blutsverwandtschaft mit meinem Vater und meiner Schwester habe und sie meine Familie sind, ist ihr Wesen das von Teufeln und Ungläubigen, und sie gehen nicht denselben Weg wie ich. Sobald ich das verstanden hatte, war ich nicht mehr von Zuneigung eingeschränkt und kann jetzt mein Herz bei meiner Pflicht zur Ruhe bringen. Dass ich dieses Verständnis und diesen Eintritt erlangen konnte, war alles das Ergebnis des Wirkens von Gottes Worten in mir. Dank sei Gott!

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