95. Kann man Glück finden, indem man nach der perfekten Ehe strebt?

Von Yiping, China

Als ich in der Schule war, hörte ich gerne Lieder und las alte Gedichte. In den meisten dieser Werke ging es um die Liebe. Ich wurde von Liebesvorstellungen wie „Liebe ist das Höchste“ und „händchenhaltend gemeinsam alt werden“ geprägt. Mich zog die Vorstellung einer beständigen, romantischen Ehe an, und ich sehnte mich danach, jemanden zu treffen, der sich um mich kümmern und mit mir alt werden würde. Nachdem ich angefangen hatte zu arbeiten, lernte ich meinen Mann kennen. Nach unserer Heirat war er sehr aufmerksam und kümmerte sich um mich. Manchmal bestand er darauf, dass ich zum Arzt ging, selbst wenn ich nur leichte Kopfschmerzen oder Fieber hatte. Wenn wir auf der Straße gingen, ließ er mich immer rechts von sich gehen, weil er Angst hatte, ich könnte von einem Auto angefahren werden. Wann immer es in unserem Leben zu kleinen Reibereien kam, war er nachsichtig und tolerant mit mir. Außerdem war er extrem romantisch. Jedes Mal, wenn er von einer Geschäftsreise zurückkam, und an jedem noch so kleinen Feiertag kaufte er mir Geschenke. Als ich sah, wie fürsorglich mein Mann mich behandelte, fühlte ich mich wie die glücklichste Frau der Welt. Ich vertraute ihm mein ganzes Glück in diesem Leben an.

Im Juli 2013 fing ich an, an Gott zu glauben. Aus Gottes Worten erfuhr ich, dass der Allmächtige Gott derjenige ist, der die Himmel und Erde und alle Dinge erschaffen hat und die Herrschaft über alles hat. Er ist der Retter der Menschheit. Ich bin ein geschaffenes Wesen und sollte von ganzem Herzen an Gott glauben, Ihm folgen und meine Pflicht erfüllen. Zu dieser Zeit las ich in jeder freien Minute die Worte Gottes und predigte aktiv das Evangelium. Mein Mann war nicht dagegen, dass ich an Gott glaubte. Im Juni 2014 hörte er dann die haltlosen Gerüchte der KPCh, die die Kirche des Allmächtigen Gottes verunglimpften. Er hatte Angst, dass mein Glaube an den Allmächtigen Gott ihn mit hineinziehen würde und fing an, sich meinem Glauben an Gott in den Weg zu stellen. Ich erklärte ihm die Wahrheit und bat ihn, diesen haltlosen Gerüchten keinen Glauben zu schenken. Er sah, dass ich nicht auf ihn gehört hatte, und von da an stritt er ständig mit mir.

Im Juni 2018 kam mein Mann eines Abends gegen zehn Uhr betrunken nach Hause. Er trat die Schlafzimmertür auf, packte mich an den Haaren, zog mich vom Bett auf den Boden und fing an, auf meinen Kopf einzuschlagen. Er schlug mit voller Wucht zu, und bei jedem Schlag dröhnte mein Kopf. Als Nächstes fing er an, mich zu ohrfeigen, und als er damit fertig war, holte er ein Messer aus der Küche. Unter wüsten Flüchen sagte er: „Wenn du noch einmal an Gott glaubst, bringe ich dich um und dann mich selbst.“ Während er sprach, drückte er den Messerrücken an meinen Hals. In meinem Herzen rief ich ununterbrochen zu Gott. Ich traute mich nicht, mich zu wehren. Nach einer gefühlten Ewigkeit legte er das Messer weg. Als ich sah, wie mein einst so fürsorglicher und liebevoller Ehemann so gewalttätig geworden war, zerbrach mein Herz. Am nächsten Tag entschuldigte er sich bei mir und bat mich um Verzeihung. Ich dachte bei mir: „Wir sind schon so viele Jahre verheiratet und er war immer gut zu mir. Diesmal war es wahrscheinlich, weil er betrunken und impulsiv war.“ Also vergab ich ihm. Von da an fühlte ich mich jedoch bei Versammlungen und beim Ausführen meiner Pflicht eingeschränkt. Jedes Mal, wenn ich von einer Versammlung zurückkam und sah, dass mein Mann nicht da war, atmete ich erleichtert auf. Wenn er mit finsterer Miene zu Hause war, sprach ich ihn aktiv an oder fragte ihn, was er essen wollte, und eilte in die Küche, um es zuzubereiten. Ich war noch rücksichtsvoller zu ihm als zuvor.

Im Juni 2019 wurde ich zur Leiterin in der Kirche gewählt. Als ich diese Nachricht hörte, freute ich mich sehr und dachte, dass ich als Leiterin viele Gelegenheiten zum Üben haben und im Leben schnelle Fortschritte machen würde. Aber ich hatte auch große Bedenken: „Früher hat mein Mann mich immer schief angesehen oder sich beschwert, wenn ich zu Versammlungen ging. Leiter haben mehr Arbeit, und ich werde häufig zu Versammlungen gehen müssen. Wird er versuchen, mich noch mehr zu behindern? Wenn das passiert, werden wir nie wieder ein harmonisches Leben führen.“ Auf der einen Seite meine Pflicht, auf der anderen meine Ehe. Ich war im Zwiespalt. Ich betete suchend zu Gott und dachte an Seine Worte: „Wenn du bei der Verbreitung der Evangeliumsarbeit eine wichtige Rolle spielst und deinen Posten ohne Gottes Erlaubnis verlässt und den Fahnenflüchtigen gibst, dann stellt das die größte aller Verfehlungen dar. Zählt das nicht als ein Akt des Verrats an Gott?(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Wenn ich meine Pflicht verweigern würde, um meine Ehe zu erhalten, wäre das eine schwere Verfehlung. Ich bin ein geschaffenes Wesen, und meine Pflicht zu tun ist meine Verantwortung und meine Verpflichtung. Ich kann nicht aufhören, meine Pflicht zu tun, nur um mein kleines, ruhiges Leben zu leben. Also nahm ich die Pflicht einer Leiterin an. Zu dieser Zeit hatte mein Mann zufällig Urlaub. Er sah, wie ich jeden Tag früh das Haus verließ und spät zurückkam, und stritt alle paar Tage mit mir. Oft versperrte er mir die Tür und ließ mich nicht zu den Versammlungen gehen. Er sagte sogar, ich würde mich weder um unsere Familie noch um ihn kümmern, und wenn ich weiter an Gott glaubte, würde er sich von mir scheiden lassen. Da rutschten mir die Worte heraus: „Na, dann lass dich eben scheiden!“ Aber innerlich fühlte ich mich schwach. Ich dachte: „Was, wenn mein Mann sich wirklich von mir scheiden lässt? Wie würde mein Leben danach aussehen?“ Sobald ich an Scheidung dachte, hatte ich das Gefühl, es gäbe danach für mich kein Glück mehr. Mein Herz tat so weh, dass es sich anfühlte, als würde mir ein Messer hineingestoßen. Ich wollte nicht mehr jeden Tag hinausgehen und meine Pflicht tun. Doch ich war eine Leiterin in der Kirche und für die gesamte Kirchenarbeit verantwortlich. Wenn ich meiner Pflicht den Rücken kehren würde, wäre das wirklich gewissenlos. Ich musste einfach meinen Mut zusammennehmen und mich durchbeißen. Bei Versammlungen erledigte ich meine Aufgaben nur oberflächlich: Ich fragte, ob jemand in einem falschen Zustand sei, und informierte mich ein wenig über die Arbeit. Ich führte nur einen einfachen gemeinschaftlichen Austausch, ohne nach Ergebnissen zu streben. Manchmal war die Arbeit noch nicht vollständig umgesetzt, aber sobald ich sah, dass es Zeit war, die Versammlung zu beenden, eilte ich nach Hause. Das führte dazu, dass die Probleme und Schwierigkeiten meiner Brüder und Schwestern nicht rechtzeitig gelöst wurden und einige Arbeiten nicht zeitnah umgesetzt werden konnten.

Einmal folgte mir meine ältere Schwester zum Haus einer Schwester, um mich vom Glauben an Gott abzubringen. Zur Sicherheit dieser Schwester baten mich die oberen Leiter, vorerst keinen Kontakt zu den Brüdern und Schwestern zu haben und meine Pflicht nur so weit auszuführen, wie es meine Situation zu Hause zuließ. In den ersten Tagen fühlte ich mich verloren und traurig, weil ich meine Pflichten nicht ausführen konnte. Später, als ich sah, wie mein Mann jeden Tag für mich kochte und sich bemühte, mich aufzuheitern, glitt ich schnell wieder in die Gefühle des Ehelebens ab. Mir war völlig klar, dass die Schwester, mit der ich zusammenarbeitete, gerade erst zur Leiterin gewählt worden und mit der Kirchenarbeit noch nicht vertraut war. Viele Arbeitsaufgaben erforderten dringend, dass wir beide bei der Umsetzung und Nachverfolgung zusammenarbeiteten. Außerdem verfolgte mich mein Mann nicht auf Schritt und Tritt. Ich hatte durchaus Gelegenheiten, hinauszugehen und meine Pflicht zu tun, aber ich hatte Angst, mein Mann würde wütend werden, wenn er es herausfände. Unsere Beziehung hatte sich gerade erst wieder erholt, und ich wollte diese Situation nicht zerstören. Also erkundigte ich mich zwei Monate lang nicht nach der Kirchenarbeit und benutzte als Ausrede, das Umfeld schützen zu müssen. Das Ergebnis war, dass alle Arbeitsaufgaben in unterschiedlichem Maße behindert wurden. Die oberen Leiter sahen, dass ich völlig im fleischlichen Leben lebte und die Kirchenarbeit nicht erledigte, also entließen sie mich. Danach weinte ich. Ich hatte in diesen zwei Monaten Gelegenheiten gehabt, meine Pflicht zu tun, aber ich hielt nicht an meiner Pflicht fest. War ich nicht eine Deserteurin? In meinem Herzen spürte ich Schuld und machte mir Vorwürfe. Bei einer Versammlung las ich eine Passage aus Gottes Worten, an die ich mich erinnere, als wäre es gestern gewesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit ergreifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle so wählen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Gibt es nicht viele unter euch, die zwischen richtig und falsch geschwankt haben? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Als ich Gottes Worte des Gerichts las, empfand ich tiefe Selbstvorwürfe und konnte nicht aufhören zu weinen. Ich war eine von diesen Leuten dazwischen, die Gott entlarvte. Mit einer Hand klammerte ich mich fest an meine Ehe und meine Familie, unwillig, loszulassen; mit der anderen hielt ich an Gottes Errettung fest und wollte nicht, dass er mir den Rücken kehrte. Als ich Leiterin war, ging ich zwar jeden Tag hinaus, um meine Pflicht zu tun, aber ich wollte nicht, dass mein Glaube an Gott meinen Mann verärgerte und unsere Beziehung beeinträchtigte. Wenn ich meine Pflicht tat, erledigte ich sie nur oberflächlich. Ich gab mir keine Mühe, über die Schwierigkeiten meiner Brüder und Schwestern und die Probleme bei ihrer Arbeit Gemeinschaft zu halten und sie zu lösen. Als ich zu Hause isoliert war, um das Umfeld zu schützen, ergriff ich die Gelegenheit, meine Pflicht abzulegen und ein sogenanntes glückliches Leben zu genießen. Ich war mir völlig bewusst, dass die Schwester, mit der ich zusammenarbeitete, gerade erst Leiterin geworden war und sich nicht alleine um all diese Arbeit kümmern konnte. Außerdem überwachte mich mein Mann nicht jeden Tag, also hätte ich mit meiner Schwester zusammenarbeiten können, um einige Arbeiten zu erledigen. Doch um meine Beziehung zu meinem Mann zu schützen, kümmerte ich mich zwei Monate lang überhaupt nicht um die Kirchenarbeit. Im Zwiespalt zwischen meiner Pflicht und einer harmonischen Familie entschied ich mich dafür, meine Familie zu erhalten und gab meine Pflichten ohne zu zögern auf. Ich hatte keinerlei Treue zu Gott, und selbst während dieser zwei Monate empfand ich nicht den geringsten Selbstvorwurf oder ein Gefühl der Schuld Ihm gegenüber. Ich hatte so viele von Gottes Worten gelesen, aber als mir tatsächlich etwas passierte, verhielt ich mich schockierenderweise so. Ich hatte wirklich nicht den geringsten Anflug von Gewissen oder Vernunft! Gott sagte: „Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen.“ Als Leiterin in der Kirche trug ich eine schwere Verantwortung. Ich hätte die Verantwortung dafür übernehmen müssen, den normalen Fortschritt der verschiedenen Arbeitsaufgaben in der Kirche sicherzustellen, und hätte meine Brüder und Schwestern unterstützen und ihnen helfen sollen, die Wahrheit zu verstehen und ihre Pflichten gut zu tun. Stattdessen war es mir egal, ob der Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern beeinträchtigt wurde oder ob die Kirchenarbeit Schaden nahm. Ich dachte nur daran, meine eigene Ehe und Familie zu erhalten, und kehrte meiner Pflicht leichtfertig den Rücken. Ich war wirklich zu egoistisch und verachtenswert! Ich war ein unzuverlässiger Mensch! Dass ich entlassen wurde, war allein meine Schuld. Ich bereute es sehr und nahm mir insgeheim vor, meiner Pflicht nicht länger um meiner Ehe und Familie willen den Rücken zu kehren. Später fing ich wieder an, meine Pflichten in der Kirche zu tun, und mein Mann versuchte mit Zuckerbrot und Peitsche, mich dazu zu zwingen, meinem Glauben an Gott den Rücken zu kehren. Als er sah, dass ich nicht hören wollte, sprach er jeden einzelnen Tag das Thema Scheidung an, um mich zu bedrohen. Ich betete zu Gott und flehte Ihn an, mir Glauben und Kraft zu schenken. Auf diese Weise beharrte ich stets darauf, zu Versammlungen zu gehen und meine Pflicht zu tun. Langsam hörte mein Mann auf, mich so streng zu kontrollieren, und verlangte nur noch, dass ich jeden Tag nach Hause kam.

Im Juli 2023 wiesen mir die Leiter eine Pflicht zu. Da die Arbeit ziemlich viele Angelegenheiten umfasste, würde ich nur alle paar Wochen einmal nach Hause kommen können. Ich fühlte mich etwas eingeschränkt: „Würde mein Mann damit einverstanden sein, dass ich nur alle paar Wochen einmal nach Hause komme? Wenn ich regelmäßig nicht zu Hause bin, ihm nicht zur Seite stehe, ihm keine Gesellschaft leiste und mich nicht um ihn kümmere, dann wird unsere Ehe langsam, aber unvermeidlich zerbrechen.“ Doch ich erinnerte mich an meine frühere Erfahrung des Scheiterns. Diesmal wollte ich nichts bereuen und nahm diese Pflicht an. Nach einiger Zeit machte ich mir Sorgen: „Wenn ich weiterhin nicht nach Hause gehe, wird meine Beziehung zu meinem Mann immer distanzierter werden. Wenn er sich in jemand anderen verliebt, ist unsere Ehe am Ende. Wenn ich meine Ehe verliere, werde ich dann in Zukunft noch ein glückliches Leben führen können?“ Nach außen hin war ich jeden Tag mit der Arbeit beschäftigt, aber mein Herz war ständig unruhig. Sobald die Arbeit erledigt war, fing ich an, die Tage zu zählen, bis ich nach Hause gehen konnte. Ich dachte sogar darüber nach, die Leiter zu bitten, meine Pflicht zu einer zu ändern, die ich zu Hause ausführen konnte. Mir wurde klar, dass ich mir meine Pflicht aussuchen wollte. Das war nicht vernünftig, also sprach ich es nicht an. Hilflos vertraute ich Gott meine innersten Gedanken an und flehte Gott an, mich zu erleuchten und zu führen.

Eines Tages las ich während meiner Andachten eine Passage aus Gottes Worten, die mir sehr half. Gott sagt: „Es gibt einige Menschen, die, nachdem sie zum Glauben an Gott gekommen sind, zwar ihre Pflicht und den Auftrag, den sie von Gottes Haus erhalten haben, annehmen, aber um das Glück und die Glückseligkeit ihrer Ehe zu wahren, beeinträchtigen sie erheblich die Ausführung ihrer Pflicht. Ursprünglich sollten sie weit weg reisen, um das Evangelium zu predigen, und nur einmal in der Woche oder hin und wieder nach Hause zurückkehren, oder sie könnten je nach ihrem Kaliber und ihren Voraussetzungen in verschiedenen Aspekten ihr Zuhause verlassen und ihre Pflicht ganzzeitig ausführen. Jedoch haben sie Angst, das könnte ihrem Partner missfallen, Unglück in ihre Ehe bringen oder sie vollends ihre Ehe kosten, und um ihr eheliches Glück zu wahren, geben sie eine Menge Zeit auf, die sie für die Ausführung ihrer Pflicht verwenden sollten. Vor allem, wenn sie hören, dass ihr Partner sich beklagt, unzufrieden klingt oder murrt, werden sie noch bedachter darauf sein, ihre Ehe zu bewahren. Sie tun alles, was sie können, um ihren Partner zufriedenzustellen, und strengen sich sehr an, um ihr Eheglück zu wahren und zu verhindern, dass ihre Ehe zerbricht. Noch schwerwiegender ist natürlich, dass einige Menschen die Berufung durch Gottes Haus ablehnen und sich weigern, ihre Pflicht zu tun, um ihr eheliches Glück zu bewahren. Anstatt von Zuhause wegzugehen, wie sie sollten, um ihre Pflicht zu tun, gehen sie Kompromisse ein und geben ihre Pflicht auf und entscheiden sich stattdessen dafür, das Glück und die Integrität ihrer Ehe zu wahren, weil sie es nicht ertragen können, sich von ihrem Ehepartner zu trennen, oder weil die Eltern ihres Ehepartners sich gegen ihren Glauben an Gott stellen und dagegen sind, dass sie ihre Arbeit aufgeben und für ihre Pflicht von Zuhause weggehen. Um das Glück und die Integrität ihrer Ehe zu bewahren und um zu verhindern, dass ihre Ehe zerbricht und endet, entscheiden sie sich, nur die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen ihres Ehelebens zu erfüllen, und wenden sich ab von der Mission eines geschaffenen Wesens. Was du dabei nicht weißt, ist Folgendes: Egal welche Rolle du in deiner Familie oder in der Gesellschaft einnimmst – sei es als Ehefrau, Ehemann, Kind, Elternteil, Angestellter oder sonst etwas – und egal, ob deine Rolle im Eheleben wichtig ist oder nicht, vor Gott besitzt du nur eine Identität, und das ist die eines geschaffenen Wesens. Vor Gott hast du keine zweite Identität. Wenn du also von Gottes Haus aufgerufen wirst, ist das für dich der Zeitpunkt, an dem du deine Mission erfüllen solltest. Das heißt, dass du als geschaffenes Wesen deine Mission nicht nur unter der Bedingung erfüllen solltest, dass das Glück und die Integrität deiner Ehe gewahrt werden, sondern vielmehr, dass du, solange du ein geschaffenes Wesen bist, die Mission, die dir von Gott anvertraut und übertragen wird, bedingungslos erfüllen solltest; unabhängig von den Umständen solltest du deine Mission erfüllen, sie als deine Pflicht und Schuldigkeit betrachten und die Mission, die Gott dir anvertraut hat, an die erste Stelle setzen, während du die Mission und die Verantwortlichkeiten, die dir durch die Ehe auferlegt wurden, an die zweite Stelle setzt(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (10)). Nachdem ich diese Passage von Gottes Worten gelesen hatte, war es, als hätte ein Lichtstrahl in mein Herz geschienen. Ich fühlte mich plötzlich klar und erleuchtet. Genau wie Gott sagt, legte ich sehr viel Wert auf die Integrität und das Glück meiner Ehe. Ich wollte nur dann meine Pflicht tun, wenn dabei das Glück meiner Ehe nicht gefährdet wurde. Sobald es meine Ehe beeinträchtigte, konnte ich meine Pflicht nicht mit ruhigem Herzen tun und wollte sogar meine Pflicht aufgeben, um meine Ehe zu bewahren. Ich stellte die Pflichten eines geschaffenen Wesens nicht an die erste Stelle. Ich erinnerte mich daran, wie ich in der Schulzeit stark von Eheansichten wie „händchenhaltend gemeinsam alt werden“ und dem Wunsch, „das Herz eines Menschen zu gewinnen und bis ins hohe Alter zusammenzubleiben“ beeinflusst wurde. Ich wollte immer meine bessere Hälfte treffen, die mich aufrichtig behandeln, Rücksicht auf mich nehmen, sich um mich kümmern und mich durchs Leben begleiten würde. Nach der Heirat betrachtete ich meine Ehe als das Wichtigste und bemühte mich stets, sie zu erhalten. Nachdem ich anfing, an Gott zu glauben, hörte mein Mann auf haltlose Gerüchte und versuchte, mich davon abzubringen. Ich war besorgt, dass Risse in unserer Ehe entstehen könnten und suchte daher nach Wegen, mich bei ihm einzuschmeicheln. Als ich die Pflichten einer Leiterin erfüllte, war ich oberflächlich und erledigte meine Aufgaben nur oberflächlich. Bei jeder Versammlung kam und ging ich pünktlich, als würde ich zur Arbeit ein- und ausstempeln. Manche Aufgaben waren noch nicht umgesetzt, aber wenn ich daran dachte, dass mein Mann wahrscheinlich schon Feierabend hatte, beendete ich eilig die Versammlung und ging nach Hause. Auf dem Heimweg dachte ich sogar darüber nach, wie ich die Gunst meines Mannes gewinnen und meine Beziehung zu ihm aufrechterhalten könnte. Während der zwei Monate, in denen ich zu Hause war, um das Umfeld zu schützen, hätte ich einige Pflichten tun können. Doch um meine Beziehung zu meinem Mann aufrechtzuerhalten, ignorierte ich die Kirchenarbeit vollständig. Das verzögerte nicht nur den Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern, sondern schadete auch der Kirchenarbeit. Als ich diesmal meine Pflicht wieder aufnahm, akzeptierte ich sie außerdem nur äußerlich; ich tat sie nicht von ganzem Herzen. Sobald ich Freizeit hatte, fing ich an zu rechnen, wann ich nach Hause gehen würde. Ich dachte sogar darüber nach, meine Pflicht zu ändern, damit ich jeden Tag zu Hause sein könnte. Ich legte viel zu viel Wert auf die Erhaltung des Glücks meiner Ehe; als ob für mich mit dem Verlust meiner Ehe eine Welt zusammenbrechen würde. Ich bin ein geschaffenes Wesen. Es ist Gott, der mir das Leben geschenkt und mich mit allem ausgestattet hat. Es ist meine Mission, die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut zu tun. Aber um meine Ehe zu erhalten, tat ich meine Pflicht ständig auf oberflächliche Weise. Ich schämte mich so sehr vor Gott! Mir fehlte der geringste Anflug von Gewissen oder Vernunft. Als ich das verstand, fühlte ich Selbstvorwürfe und Schmerz in meinem Herzen. Ich nahm mir insgeheim vor: In Zukunft würde ich die Wahrheit praktizieren und Gottes Liebe erwidern und all meine Zeit und Gedanken auf meine Pflicht verwenden.

Eines Tages im September 2023 kehrte ich nach Hause zurück. Mein Mann kam abends betrunken nach Hause und fragte mich aggressiv: „Du bist regelmäßig nicht zu Hause. Wo übernachtest du? Was machst du?“ Er forderte mich auch auf, nicht mehr an Gott zu glauben. Ich war nicht einverstanden, und so fing er an, auf mich einzuschlagen. Ich war so wütend, dass ich aus dem Haus auszog. Eines Tages im November ging ich zum Haus meiner Mutter. Meine Mutter sagte: „Dein Mann hat gesagt, dass er so nicht weiterleben kann. Er will, dass du nach Hause kommst und die Scheidung einreichst.“ Als ich das hörte, atmete ich erleichtert auf. Ich dachte bei mir: „In all diesen Jahren hat er mich sehr verfolgt und versucht, mich vom Glauben an Gott abzubringen. Wenn wir uns scheiden lassen, kann ich frei an Gott glauben und werde nicht mehr von ihm eingeschränkt.“ Als ich jedoch aus der Tür ging und die Ehepaare auf der Straße spazieren sah, dachte ich daran, wie ich zwanzig Jahre mit ihm verheiratet gewesen war. Wenn wir uns scheiden ließen, würde das bedeuten, dass es keinerlei Beziehung mehr zwischen uns beiden gäbe. Wenn ich krank würde, wer würde sich um mich kümmern? Würde die zweite Hälfte meines Lebens ohne seine Gesellschaft trostlos und einsam sein? Konnte ich zwanzig Jahre Eheleben wirklich einfach so beenden? Bei diesem Gedanken war mein Herz schwer vor Traurigkeit, und Tränen strömten aus meinen Augen. Ich betete zu Gott: „Lieber Gott, ich weiß, dass es keinen Grund mehr gibt, meine Ehe mit meinem Mann aufrechtzuerhalten. Ich bin bereit, mich von ihm scheiden zu lassen, aber sobald ich an die Scheidung denke, schmerzt es mein Herz immer noch zutiefst. Lieber Gott, bitte gib mir Glauben und Kraft, damit ich die richtige Wahl treffen kann.“

Danach las ich die Worte Gottes und fand heraus, wie ich mit der Ehe umgehen sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Gott hat die Ehe für dich angeordnet und dir einen Partner geschenkt. Du gehst zwar in die Ehe ein, aber deine Identität und dein Status vor Gott ändern sich nicht. Egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist: Es gibt eine Sache, die ihr beide gemein habt, und zwar, dass ihr beide geschaffene Wesen vor dem Schöpfer seid. Im Rahmen der Ehe toleriert, schätzt und schützt ihr einander, ihr helft und unterstützt euch gegenseitig und erfüllt somit eure Verantwortlichkeiten. Vor Gott jedoch können die Verantwortlichkeiten, die du gegenüber deinem Partner erfüllst, nicht an die Stelle der Verantwortlichkeiten und der Mission treten, die du erfüllen solltest. Wenn es also zu einem Konflikt zwischen deinen Verantwortlichkeiten gegenüber deinem Partner und der Pflicht, die ein geschaffenes Wesen vor Gott tun sollte, kommt, solltest du dich entscheiden, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, anstatt die Verantwortlichkeiten gegenüber deinem Partner zu erfüllen. Das sind die Richtung und das Ziel, für die du dich entscheiden solltest, und natürlich auch die Mission, die du erfüllen solltest. Manche Menschen machen jedoch fälschlicherweise das Streben nach ehelichem Glück oder das Erfüllen ihrer Verantwortlichkeiten gegenüber ihrem Partner und sich um ihn zu kümmern, für ihn zu sorgen und ihn zu schätzen und zu schützen zu der Mission ihres Lebens, und ihr Partner ist für sie ihre ganze Welt, ihr Leben – das ist falsch. … Was die Ehe betrifft, so können die Menschen sie nur von Gott annehmen und sich an die Definition der Ehe halten, die Gott für den Menschen bestimmt hat, wobei sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen gegenüber dem anderen erfüllen. Was sie nicht tun können, ist über das Schicksal ihres Partners, sein früheres Leben, sein jetziges Leben oder sein nächstes Leben zu entscheiden, geschweige denn über seine Ewigkeit. Dein Bestimmungsort, dein Schicksal und der Weg, dem du folgst, können nur vom Schöpfer bestimmt werden. Daher kommt das Glück, nach dem du als geschaffenes Wesen in diesem Leben streben solltest, davon, dass du die Pflicht eines geschaffenen Wesens tust und die Mission eines geschaffenen Wesens erfüllst, ganz gleich, ob deine Rolle nun die einer Ehefrau oder die eines Ehemanns ist. Es kommt nicht von der Ehe an sich, geschweige denn daher, dass du die Verantwortlichkeiten einer Ehefrau oder eines Ehemanns im Rahmen der Ehe erfüllst. Natürlich sollten der Weg, den du wählst, und die Lebenseinstellung, die du annimmst, sich nicht auf eheliches Glück stützen, geschweige denn von einem der beiden Ehepartner bestimmt werden – das ist etwas, das du verstehen solltest(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). „Was die Ehe betrifft, so werden sich die Verpflichtungen und die Mission, die du erfüllen solltest, sowie die Rolle, die du im Rahmen der Ehe spielen solltest, nicht ändern, solange sie sich nicht mit deinem Streben nach Wahrheit überschneiden oder damit in Konflikt geraten. Daher bedeutet die Aufforderung, das Streben nach Eheglück loszulassen, nicht, dass du die Ehe aufgeben oder dich scheiden lassen sollst, sondern vielmehr, dass du die Ehe richtig behandelst, um dann auf dieser Grundlage deine Mission als geschaffenes Wesen zu erfüllen und die Pflicht zu tun, die du tun sollst. Wenn dein Streben nach Eheglück natürlich die Ausführung deiner Pflicht als geschaffenes Wesen beeinträchtigt oder behindert oder dich sogar dazu veranlasst, dieser Pflicht, die du tun solltest, den Rücken zu kehren, dann bist du eine zutiefst aufsässige Person. Wenn du in dieser Angelegenheit die Wahrheit suchst, solltest du klar erkennen können, woran man festhalten und welchen Dingen man den Rücken kehren sollte. Du solltest nicht nur deinem Streben nach Eheglück den Rücken kehren; du solltest deiner gesamten Ehe den Rücken kehren. Auf diese Weise wirst du vollständige Übereinstimmung mit den Wahrheitsgrundsätzen erreichen. … Wenn du jemand sein willst, der nach der Wahrheit strebt, dann solltest du vor allem darüber nachdenken, wie du das loslassen kannst, was du laut Gott loslassen sollst, und wie du das erreichen kannst, was du laut Gott erreichen sollst. Selbst wenn du in Zukunft ohne Ehe und ohne Partner an deiner Seite sein wirst, kannst du trotzdem deinen Lebensabend erleben und ein gutes Leben führen. Wenn du jedoch dieser Chance, deine Pflicht zu tun, den Rücken kehrst, dann ist das gleichbedeutend damit, der Pflicht, die du tun solltest, und der Mission, die Gott dir anvertraut hat, den Rücken zu kehren. Für Gott wärst du dann nicht jemand, der nach der Wahrheit strebt, jemand, der Gott wirklich will, oder jemand, der nach Errettung strebt. Wenn du aktiv deiner Chance und deinem Recht auf Rettung sowie deiner Mission den Rücken kehrst, und stattdessen die Ehe wählst, dich dafür entscheidest, mit deinem Ehepartner zusammenzuleben, diesen zu begleiten und zufriedenzustellen und die Integrität deiner Ehe aufrechtzuerhalten, dann wirst du am Ende sicherlich etwas verlieren, während du etwas gewinnst. Du verstehst, was du verlieren wirst, oder? Weder die Ehe noch eheliches Glück sind dein Ein und Alles – sie können nicht über dein Schicksal, über deine Zukunft und schon gar nicht über deinen Bestimmungsort entscheiden(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (10)). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, fühlte sich mein Herz äußerst hell und klar an. Gott hat für die Menschen bestimmt, dass der Sinn der Ehe nur darin besteht, sich gegenseitig zu begleiten und umeinander zu kümmern. Aber die Verantwortlichkeiten der Ehe können die Mission eines geschaffenen Wesens nicht ersetzen. Wenn die Pflicht ruft, sollte ich vorrangig die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut ausführen. Wenn ich meiner Pflicht den Rücken kehre, um nach einer glücklichen Ehe zu streben, werde ich meine Chance verlieren, die Wahrheit zu erlangen und Gottes Errettung zu empfangen. Am Ende werde ich in die großen Katastrophen stürzen und vernichtet werden. Früher dachte ich nur daran, nach einer glücklichen Ehe zu streben. Ich habe viel Zeit und Mühe darauf verwendet, meine Beziehung zu meinem Mann aufrechtzuerhalten. Ich wollte mit der einen Hand am Glück meiner Ehe festhalten und mit der anderen an der Wahrheit. Ich versuchte, beides unter einen Hut zu bringen, aber mein Herz war völlig erschöpft, und von Glück war bei mir einfach keine Rede mehr. Jetzt glaube ich schon seit vielen Jahren an Gott, verstehe aber immer noch nicht die Wahrheit. Ich habe viel Zeit verschwendet. Ich war zu töricht! Mir wurde auch klar, dass es vollkommen normal und gerechtfertigt ist, an Gott zu glauben. Mein Mann glaubte nicht an Gott und versuchte auch, mich vom Glauben abzuhalten. Sobald ich irgendetwas erwähnte, das mit dem Glauben an Gott zu tun hatte, wurde er wütend auf mich, beschimpfte mich, schlug auf mich ein und verfluchte mich. Er drohte mir oft mit der Scheidung, um mich zu zwingen, meinem Glauben an Gott den Rücken zu kehren. Es ist klar, dass sein Wesen das eines Teufels ist, der die Wahrheit und Gott hasst. Genau wie Gott sagt: „Gläubige und Nichtgläubige sind von Natur aus nicht vereinbar; vielmehr stehen sie im Widerspruch zueinander(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Wir waren einfach zwei grundverschiedene Menschentypen und gingen auf zwei völlig unterschiedlichen Wegen. Es gab einfach keine Möglichkeit für uns, Hand in Hand alt zu werden. Aber ich hielt törichterweise trotzdem an dieser Ehe fest. Hieß das nicht, blind einem Teufel zu folgen? Ich war zu wirrköpfig und töricht! Meine Beziehung zu meinem Mann aufrechtzuerhalten, würde nur dazu führen, dass ich Gott meide, Gott verrate und meine eigene Chance auf Errettung zunichtemache. Da ich nach einer falschen Liebesvorstellung lebte, betrachtete ich das Streben nach einer glücklichen Ehe als meine Mission. Ich war nicht willens, das Wesen meines Mannes zu erkennen. Ohne die Offenbarung der Tatsachen und ohne die Erleuchtung und Führung von Gottes Worten hätte ich das immer noch nicht durchschauen können. Ich war wirklich blind und unwissend! Ich konnte nicht weiter mit diesen falschen Gedanken und Ansichten leben. Selbst wenn mein Mann sich von mir scheiden lassen wollte, musste ich immer noch die Pflicht eines geschaffenen Wesens tun. Das ist meine wirkliche Mission!

Während meiner Andachten hörte ich eine Hymne von Gottes Worten.

Lass Gott in dein Herz

1  Nur wenn du Gott dein Herz öffnest, kann Er in dein Herz ziehen. Nur wenn Gott in dein Herz eingezogen ist, kannst du all das sehen, was Gott hat und ist, und Seine Absichten für dich erkennen. Dann wirst du entdecken, dass alles an Gott so wertvoll ist, dass das, was Er hat und ist, es so sehr wert ist, geschätzt zu werden. Damit verglichen sind die Menschen, Ereignisse und Dinge um dich herum, sogar deine Lieben, dein Partner und die Dinge, die du liebst, so unwürdig, erwähnt zu werden, so unbedeutend und so gering in deinen Augen. Du wirst das Gefühl haben, dass kein materieller Gegenstand dich jemals wieder anziehen kann oder dich wieder dazu bringen kann, jedweden Preis dafür zu zahlen. In Gottes Bescheidenheit wirst du Seine Größe und Vorherrschaft erkennen.

2  Noch mehr wirst du in einigen Taten Gottes, die du zuvor für recht klein gehalten hattest, Seine unendliche Weisheit und Toleranz erkennen, ebenso die von Ihm dir entgegengebrachte Geduld, Nachsicht und Sein Verständnis. Das wird in dir Verehrung für Ihn hervorrufen. An diesem Tag wirst du spüren, dass die Menschheit in so einer schmutzigen Welt lebt, und dass nichts, seien es die Menschen an deiner Seite oder die Dinge, die um dich herum geschehen, oder selbst die, die du liebst, ihre Liebe zu dir und ihr sogenannter Schutz oder ihre Sorge um dich – nichts davon ist der Rede wert. Nur Gott ist dein höchst Geliebter und dein wertvollster Schatz. Gottes Liebe ist so groß und Sein Wesen ist so heilig. In Gott findet sich keine Verlogenheit, keine Niederträchtigkeit, kein Neid, kein Streit, sondern nur Gerechtigkeit und Unverfälschtheit. Die Menschen sollten sich all das herbeisehnen, was Gott hat und ist, und auch sollten die Menschen danach streben und trachten.

– Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst III

Ich war wirklich bewegt, als ich diese Hymne hörte. Die Liebe zwischen Menschen basiert auf einem Geschäft. Als ich meinem Mann Gesellschaft leistete und mich um ihn und die Kinder kümmerte, behandelte er mich gut; als ich mich nicht mehr in Vollzeit um ihn kümmern konnte, wurde er wütend und wollte sich scheiden lassen, weil er keinen Nutzen mehr von mir hatte. In jenen Jahren stellte ich meine Pflicht hintan und verriet Gott, um das Glück meiner Ehe zu erhalten. Doch Gott vergalt es mir nicht nach meinen Taten. Gott zeigte mir immer noch Barmherzigkeit und Gnade und benutzte Seine Worte, um mich zu erleuchten, damit ich Satans hinterlistige Pläne durchschauen konnte. Er befreite mich von meinen falschen Ansichten über die Ehe, damit ich nicht länger von Satan geschädigt würde. Ich erkannte, dass nur Gott die Menschen am meisten liebt und nur Gottes Liebe echt und heilig ist.

Als ich später der Scheidung zustimmte, wollte mein Mann sie nicht mehr. Er sagte sogar, solange ich nach Hause käme, würde er mich gut behandeln wie früher und mich nicht mehr vom Glauben an Gott abhalten. Ich dachte daran, wie mein Mann Drohungen, Gewalt und Flüche eingesetzt hatte, um mich zu zwingen, meinem Glauben an Gott den Rücken zu kehren. Als er sah, dass diese Tricks nicht funktionierten, benutzte er süßklingende Worte, um mich zu täuschen. Egal, wie sich seine Tricks änderten, sein Wesen ist immer noch das eines Teufels. Sein Wesen, ein Feind Gottes zu sein, wird sich niemals ändern. Er hatte ein Jahrzehnt lang versucht, mich vom Glauben an Gott abzuhalten. Hätte er sich ändern können, hätte er es schon längst getan. Wenn ich seinen Worten wieder glauben würde, würde ich nur darauf hereinfallen und am Ende betrogen werden, und ich würde meine Chance verlieren, von Gott gerettet zu werden. Also ignorierte ich seine Worte. Ich dachte: „Selbst wenn wir uns nicht scheiden lassen, darf ich ihn die Ausführung meiner Pflichten nicht behindern lassen.“ Danach tat ich immer meine Pflichten in der Kirche, und mein Herz wurde friedlich. Ich hörte auf, darüber nachzudenken, wie ich meine Ehe und Familie erhalten könnte, und konnte mich schließlich von den Einschränkungen meines Mannes und den Fesseln der Ehe befreien. Ich bin jetzt frei, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun. Dank sei Gott für Seine Rettung!

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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