Wenn ich die Selbstsucht loslasse, bin ich frei

Jan 1, 2021

Von Xiaowei, China

Der Allmächtige Gott sagt: „In den Veranlagungen normaler Menschen, gibt es keine Falschheit oder Arglist, die Menschen haben eine normale Beziehung zueinander, sie sind nicht eigenständig, und ihre Leben sind weder mittelmäßig noch dekadent. So ist Gott auch unter allem erhaben, Seine Worte breiten sich unter den Menschen aus, die Menschen leben in Frieden miteinander und unter der Obhut und dem Schutz Gottes, die Erde ist mit Harmonie erfüllt, ohne die Einmischung von Satan, und Gottes Herrlichkeit ist unter den Menschen von größter Bedeutung. Solche Menschen sind wie Engel: Rein, lebhaft, beklagen sich nie über Gott und widmen all ihre Bemühungen allein Gottes Herrlichkeit auf Erden.“ („Kapitel 16“ von Interpretationen der Mysterien der Worte Gottes an das gesamte Universum in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Gottes Worte zeigen uns, dass die Disposition eines normalen Menschen keine Verworfenheit, Hinterlist, Selbstsucht und Niedertracht enthält. Gottes Auftrag aufrichtig anzunehmen, mit Brüdern und Schwestern im Einklang zu arbeiten und alles zu tun, um seine Pflicht zu erledigen ist das Mindeste, was ein Mensch zu tun in der Lage sein sollte. Früher lebte ich nach satanischen Philosophien wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Der Lehrmeister seine Existenzgrundlage verliert, sobald der Schüler alles weiß, was der Lehrmeister weiß.“ Ich war selbstsüchtig, verabscheuungswürdig, betrügerisch und abgefeimt und hatte nichts vom Abbild eines Menschen. Erst als ich das Urteil und die Züchtigung von Gottes Worten erfuhr, begannen sich meine satanischen Dispositionen zu verändern.

Im Juni 2018 kam Bruder Zhang in unser Team und wurde in der Ausübung meiner Pflicht zu meinem Partner. Damals dachte ich: „Ich übe diese Pflicht nun schon eine Zeitlang aus, also begreife ich die Prinzipien und habe bereits Ergebnisse gesehen. Vielleicht verlasse ich irgendwann dieses Team, um in einer anderen Rolle mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich muss Bruder Zhang so schnell wie möglich auf das nötige Niveau bringen, damit er in unserem Team die Arbeit übernehmen kann.“ Ich fuhr damit fort, ihm die Grundkenntnisse zu vermitteln, die ich in meiner Pflicht gelernt hatte. Drei Monate später stellte ich fest, dass Bruder Zhang Grundkenntnisse über alles hatte und sehr schnell Fortschritte machte. An dem Punkt begann ich, mich bedroht zu fühlen und dachte: „Bruder Zhang hat sich in seiner Pflicht so schnell verbessert. Wird er mich nicht übertreffen, wenn das so weitergeht? Wenn der Leiter von seinen schnellen Fortschritten erfährt, wird er ihm dann nicht eine wichtige Stelle geben?“ Als mir das einfiel, dachte ich: „Nein, ich muss mich zurückhalten. Ich kann nicht mehr alles, was ich weiß, mit ihm teilen.“ Von da an, wenn ich bei unserer Arbeit merkte, dass Bruder Zhang ein paar Fachkenntnisse fehlten, teilte ich ihm nur einige oberflächliche Dinge mit, ohne meine Kenntnisse vollständig mit ihm zu teilen. Mir war bewusst, dass es nicht richtig war, so zu handeln, aber dann dachte ich an das alte Sprichwort: „Der Lehrmeister seine Existenzgrundlage verliert, sobald der Schüler alles weiß, was der Lehrmeister weiß.“ Wie sollte ich mich gut präsentieren, wenn er im Rampenlicht stand? Ich durfte nicht zulassen, dass er mich überholt. Bei unserer weiteren Zusammenarbeit gab ich Bruder Zhang auf jede seiner Fragen nur eine Teilantwort und behielt den Rest für mich.

Kurze Zeit später wählte der Leiter Bruder Zhang aus, um eine wichtige Aufgabe zu besprechen. Mein Herz begann zu rasen, als ich davon erfuhr. Ich dachte: „Ich bin länger im Team als Bruder Zhang. Warum spricht der Leiter nicht mit mir? Bin ich nicht so gut wie er? Ich habe ihn ausgebildet aber jetzt ist er der Goldjunge und ich werde an den Rand gedrängt. Er steht im Rampenlicht und ich werde vergessen. Wenn ich ihn weiter unterweise, lernt er dann nicht noch schneller? Wenn er eine wichtige Stellung bekommt, wer wird dann zu mir aufschauen?“ Ab dem Zeitpunkt wollte ich Bruder Zhang, wenn er bei der Arbeit Schwierigkeiten bekam, nicht mehr helfen. Da diese Dinge nicht rechtzeitig gelöst wurden, litten unsere Fortschritte darunter, was die Kirchenarbeit verzögerte. Ich fühlte mich etwas schuldig und unwohl, aber reflektierte überhaupt nicht über mich. Eines Tages fing plötzlich meine Achsel an zu jucken. Es wollte einfach nicht aufhören. Selbst eine Salbe half nichts. Am nächsten Tag begann mein Arm so wehzutun, dass ich ihn nicht mehr bewegen konnte. Ich erkannte, dass dieser Zustand kein Zufall war, also trat ich im Gebet und in der Suche vor Gott und sagte: „Oh Gott, dieses Leiden ist so plötzlich aufgetreten. Ich weiß, dass Dein guter Wille dahintersteckt. Ich bin aber zu unempfänglich und weiß nicht, was Dein Wille ist. Bitte erleuchte und führe mich.“

Eines Tages fielen mir während meiner Andacht plötzlich diese Worte Gottes ein: „Wenn du nicht bereit bist, alles zu geben, was du hast, wenn du es versteckst und verstaust, gerissen vorgehst …“ („Nur indem man ein ehrlicher Mensch ist, kann man wahrhaft glücklich sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Das war für mich ein Weckruf. Ich hatte in einem Zustand gelebt, in dem ich um meinen Ruf und Gewinn wetteiferte, aus Angst, dass dieser Bruder mich überholen würde, also war ich bei der Arbeit nie ehrlich und wollte mein Wissen nicht mit ihm teilen. Ich verstand, dass Gott mich mit diesem Leiden warnte, damit ich über mich reflektierte. Später las ich diesen Abschnitt von Gottes Worten: „Ungläubige weisen eine gewisse verdorbene Gesinnung auf. Wenn sie anderen Fachwissen oder eine Fähigkeit beibringen, glauben sie an die Vorstellung, dass ‚der Lehrmeister seine Existenzgrundlage verliert, sobald der Schüler alles weiß, was der Lehrmeister weiß.‘ Sie glauben, dass niemand mehr zu ihnen aufsieht und sie ihren Status verlieren, wenn sie anderen alles beibringen, was sie wissen. Aus diesem Grund haben sie das Bedürfnis, einen Teil dieses Wissens zurückzuhalten, indem sie anderen nur 80 Prozent ihres Wissens vermitteln und sicherstellen, dass sie weiterhin ein paar Tricks parat haben; sie glauben, nur so können sie ihre Stellung als Lehrer zeigen. Immer Informationen zurückhalten und ein Ass im Ärmel haben – was für eine Disposition ist das? Es ist Arglist. … Glaube nicht, dass du es recht gut machst oder dass du keine Informationen zurückhältst, nur weil du allen die oberflächlichsten und grundlegendsten Dinge erzählst; das reicht nicht. Manchmal erklärst du vielleicht nur ein paar Theorien oder Dinge, die die Menschen wortgetreu verstehen können, aber Neulinge können rein gar nichts von dem Wesentlichen oder den wichtigen Punkten verstehen. Du gibst nur einen Überblick, ohne ausführlich zu werden oder ins Detail zu gehen, während du dir denkst: ‚Na ja, ich habe es dir gesagt und ich habe nichts absichtlich zurückgehalten. Wenn du es nicht verstehst, bist du von zu geringem Kaliber, wirf es also nicht mir vor. Wir werden einfach sehen müssen, wie Gott dich jetzt führt.‘ Eine solche Überlegung ist hinterlistig, oder nicht? Ist sie nicht egoistisch und unehrenhaft? Warum kannst du die Menschen nicht alles lehren, was in deinem Herzen ist, und alles, was du verstehst? Warum hältst du stattdessen Wissen zurück? Das ist ein Problem mit deinen Absichten und mit deiner Disposition.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Gottes Worte offenbarten ganz genau meine eigene Situation. Ich wollte ihm nicht meine erlernten Fähigkeiten beibringen, um meines eigenen Namens und meiner Stellung willen. Ich fürchtete, dass er den Dreh rausbekommen und mich abhängen würde und dachte, dass der Schüler den Lehrer ersetzen würde. Wurde ich, indem ich immer Dinge zurückhielt, überaus selbstsüchtig, verachtenswert, und betrügerisch. Ich dachte auch den Zeitpunkt, als Bruder Zhang gerade zum Team gestoßen war. Als ich ihn unterrichtete, war mein Ziel, dass er so schnell wie möglich die Arbeit des Teams übernehmen könnte. Dann hätte ich jemanden gehabt, dem ich meine Pflicht hätte übergeben können, denn ich hatte gehofft, eine wichtigere Rolle zu übernehmen. Aber als ich sah, wie schnell er Dinge lernte und dass der Leiter ihn wirklich wertschätzte, machte ich mir große Sorgen. Ich fürchtete, dass er, wenn er weiter so gut war, mich früher oder später überholen und verdrängen würde. Daher wollte ich das, was ich wusste, nicht mehr mit ihm teilen. Manchmal, wenn ich wusste, dass er bei seiner Pflicht auf Schwierigkeiten stieß, wollte ich ihm nicht helfen, wodurch sich die die Kirchenarbeit verzögerte. Ich merkte, dass ich immer meinen eigenen Ruf und meine Stellung schützen wollte, ohne die Arbeit von Gottes Haus zu bedenken. Ich war wirklich so selbstsüchtig und betrügerisch. Ohne Gottes frühzeitige Disziplinierung in Form dieses Leidens hätte ich immer noch nicht über mich reflektiert. Dann las ich diese Worte Gottes: „Seit du glaubst, isst und trinkst du Gottes Worte; du hast Sein Urteil, Seine Züchtigung und die Errettung durch Ihn angenommen. Wenn sich jedoch die Prinzipien, nach denen du handelst, und die Richtung, nach der du Dinge tust und nach der du dich als Mensch verhältst, nicht geändert haben, wenn du genau wie die Ungläubigen bist, wird dich Gott dann als jemanden anerkennen, der Glauben hat? Das wird Er nicht. Er wird sagen, dass du noch immer den Weg der Ungläubigen gehst. Daher musst du, egal ob du deine Pflicht erfüllst oder dir Fachwissen aneignest, in allem, was du tust, die Prinzipien befolgen. Du musst alles, was du tust, in Übereinstimmung mit der Wahrheit behandeln und gemäß der Wahrheit praktizieren. Du musst die Wahrheit anwenden, um Probleme zu lösen, um die verdorbenen Dispositionen aufzulösen, die in dir offenbart wurden, und um deine fehlerhaften Vorgehensweisen und Gedanken abzulegen. Du musst sie ständig überwinden. Zum einen musst du dich selbst prüfen. Wenn du das getan hast und eine verdorbene Disposition entdeckt hast, musst du sie auflösen, bändigen und aufgeben. Wenn du diese Probleme gelöst hast, wenn du nicht mehr nach deinen verdorbenen Dispositionen handelst und wenn du deine Motive und Interessen loslassen kannst und nach den Prinzipien der Wahrheit praktizieren kannst, nur dann wirst du tun, was jemand tun sollte, der Gott wahrhaftig folgt.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) „Du musst das Wesentliche und die Hauptpunkte dieses Fachwissens nehmen – die Dinge, die andere nicht verstanden oder erkannt haben – und sie den Menschen mitteilen, damit sie alle ihre Stärken anwenden und somit noch zahlreichere, tiefgründigere und ausgereiftere Dinge verstehen. Wenn du all diese Dinge beiträgst, werden sie sowohl den Menschen, die diese Pflicht erfüllen, als auch dem Werk von Gottes Haus dienlich sein. … Die meisten Menschen können, wenn sie zum ersten Mal mit einem spezifischen Aspekt von Fachwissen konfrontiert werden, nur seine buchstäbliche Bedeutung verstehen, aber wenn es um die Hauptpunkte und das Wesentliche geht, verstehen sie diese erst nach einer Zeit der Übung. Wenn du diese wesentlichen Punkte bereits verstanden hast, solltest du sie direkt mitteilen; lass die Menschen nicht einen solch langen Umweg gehen, der so viel Zeit in Anspruch nimmt. Es ist deine Verantwortung; es ist, was du tun solltest. Nur wenn du ihnen mitteilst, was du für die Hauptpunkte und das Wesentliche hältst, hältst du nichts zurück, und nur dann bist du nicht egoistisch.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Aus Gottes Worten erkannte ich, dass ich mich bei meiner Pflicht auf die Selbstreflektion konzentrieren und nach der Wahrheit streben musste, um meine satanische Natur zu überwinden. Ich musste meinen falschen Gedanken und Ideen entsagen und in meiner Pflicht mit Brüdern und Schwestern an einem Strang ziehen. Ich erkannte, dass jedem von uns so viel fehlt, ob in der Wahrheit oder in unserer Arbeit. Daher müssen Brüder und Schwestern einander bei ihren Pflichten helfen und unterstützen und Gemeinschaft darüber halten, was sie verstehen, ohne etwas zurückzuhalten. Wenn wir unsere Mängel gegenseitig auf diese Weise ausgleichen, ist es weniger wahrscheinlich, dass wir Umwege gehen. Die Tatsache, dass ich etwas qualifizierter war als Bruder Zhang, lag voll und ganz an Gottes Güte. Ich hätte Gottes Willen bedenken, meine Selbstsucht loslassen und ihm alles beibringen sollen, was ich wusste, damit auch er seine Pflicht so bald wie möglich gut ausüben könnte. Nur das wäre im Einklang mit Gottes Willen gewesen. Sobald ich das erkannt hatte, trat ich eilig im Gebet vor Gott bereit, meinen eigenen falschen Gedanken zu entsagen und nicht mehr nach meinen selbstsüchtigen, verabscheuungswürdigen satanischen Dispositionen zu leben. Später ging ich auf Bruder Zhang zu und redete offen mit ihm über den Zustand, in dem ich mich befunden hatte. Ich ging auch auf meine satanischen Dispositionen ein. Und ich teilte mit ihm die wichtigsten Punkte meiner Fähigkeiten. Als ich begann, auf diese Weise zu praktizieren, fühlte ich mich viel wohler und ehe ich mich versah, verschwand der Juckreiz.

Nachdem ich das durchgemacht hatte, dachte ich, dass ich mich bereits verändert hätte, aber die satanischen Dispositionen waren wirklich tief verwurzelt. Sobald sich die richtigen Umstände ergaben, konnte ich nicht anders, als dieses Gift wieder durscheinen zu lassen.

Im März 2019 wurden Bruder Zhang und ich gleichzeitig zu Kirchenleitern gewählt. Zunächst arbeiteten wir wirklich gut zusammen. Ob es sich um Probleme innerhalb der Kirche handelte oder um andere Schwierigkeiten, wir konnten gemeinsam nach der Wahrheit streben, um sie zu lösen. Aber eines Tages hörte ich, wie in der Kirche jemand sagte: „Bruder Zhangs Gemeinschaft über die Wahrheit ist ziemlich praktisch und er übt seine Pflicht wirklich verantwortungsvoll aus.“ Als ich das hörte, war ich innerlich aufgewühlt und ich dachte: „Wenn Bruder Zhang mich übertrifft, bleibt mir bald gar keine Würde mehr!“ Danach wies ich in all unseren Arbeitsgesprächen nur noch auf Fehler und Mängel hin und behielt die zu praktizierenden Lösungswege für mich. Wenn er mich manchmal um Hilfe bat, biss ich nur die Zähne zusammen und warf ihm einen winzigen Knochen hin, aus Angst, dass er, wenn er zu viel verstünde, die Probleme selbst lösen würde, ohne dass ich die Möglichkeit hätte, mich hervorzutun. Ich erinnere mich an ein Mal, als er kurz davor war, Brüdern und Schwestern, die gerade eine schwache Phase hatten, seine Hilfe anzubieten. Er fürchtete, dass seine Hilfe ohne die richtige Art von Gemeinschaft nutzlos wäre, also fragte er mich, auf welche Wahrheiten er sich am besten konzentrieren solle. Doch meine Ansicht zu dem Zeitpunkt war, dass, wenn ich ihm alles sagen würde, was ich wusste, und er sich mit dem Problem befasste, die Brüder und Schwestern definitiv zu ihm aufschauen würden. Über was würde ich dann beim nächsten Mal Gemeinschaft halten? Würde er nicht besser dastehen als ich? In dem Moment dachte ich also: „Nein, ich muss mir etwas für die Gemeinschaft aufbewahren, damit sie sehen, dass ich derjenige bin, der Probleme besser lösen kann.“ Ich gab Bruder Zhang nur einen kleinen Überblick, ging aber nicht ins Detail und sagte nichts wirklich Wichtiges. Da ich meine eigene Selbstsucht verbarg und nicht alles, was ich wusste, mit ihm teilen wollte, mied ich Bruder Zhang bei unserer Arbeit absichtlich und wir besprachen weniger als früher. Manchmal fühlte ich mich richtig schuldig und dachte: „Indem ich meine Pflicht so ausübe, arbeite ich nicht auf harmonische Weise mit meinem Bruder und das ist etwas, was Gott nicht erfreuen würde.“ Aber dann dachte ich: „Wenn er mich übertrifft, werden alle zu ihm aufschauen“, also wollte ich die Wahrheit nicht mehr ausüben. In der Zeit war ich dauernd so unnachgiebig und Gottes gerechte Disposition kam über mich. Ich war permanent durcheinander. Meinen Gemeinschaften bei Treffen fehlte es komplett an Licht und in meiner Pflicht erreichte ich nichts. Ich döste ein und schlief abends sehr früh ein. Ich fühlte mich auch immer unwohler. An dem Punkt wurde mir klar, dass Gott von mir gegangen war und dann bekam ich Angst. Ich trat eilig im Gebet vor Gott. „Oh Gott, ich bin so selbstsüchtig und verachtenswert gewesen. Ich weiß, dass Dich das anwidert, aber ich kann nicht anders. Ich schaffe es nicht, sie loszuwerden. Gott, bitte erleuchte mich, damit ich ein besseres Verständnis meiner Natur und meines Wesens erlange.“

Nach meinem Gebet las ich diese Passage von Gottes Worten: „Bis die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit erlangen haben, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum schützt du deine eigene Position? Warum weist du so starke Emotionen auf? Warum findest du Gefallen an diesen ungerechten Dingen? Warum findest du Gefallen am Bösen? Worauf gründet deine Vorliebe für solche Dinge? Woher kommen sie? Warum akzeptierst du sie so freudig? Mittlerweile habt ihr alle verstanden, dass der Hauptgrund hinter all diesen Dingen ist, dass Satans Gift in dir ist. Was Satans Gift ist, kann vollständig in Worten ausgedrückt werden. Wenn du zum Beispiel irgendwelche Frevler fragst, warum sie so gehandelt haben, werden sie antworten: ‚Es gilt doch: „jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“‘. Diese einfache Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Logik ist zum Leben der Menschen geworden. Sie tun vielleicht für diesen oder jenen Zweck Dinge, aber sie tun es nur für sich selbst. Alle denken, da jeder für sich ist und den Letzten der Teufel holt, sollten die Menschen zu ihren eigenen Gunsten leben und alles in ihrer Macht Stehende tun, um sich eine gute Position der Nahrung und schöner Kleidung wegen zu sichern. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist das Leben und die Philosophie des Menschen, und es repräsentiert auch die menschliche Natur. Genau diese Worte Satans sind das Gift Satans, und wenn Menschen es verinnerlichen, dann wird sie zu ihrer Natur. Die Natur Satans wird durch diese Worte enthüllt; sie geben sie vollständig wieder. Dieses Gift wird zum Leben der Menschen sowie die Grundlage ihrer Existenz, und die verderbte Menschheit wird seit Tausenden von Jahren ständig von diesem Gift dominiert.“ („Wie man den Weg des Petrus geht“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Gottes Worte zeigten mir, ich konnte nicht umhin, selbstsüchtig und verachtenswert zu sein, denn Satans Gifte und Philosophien wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ waren zu meiner Natur geworden. Ich hatte sie als positive Dinge wahrgenommen, als Lebensregeln, und dachte, dass Menschen so leben sollten, dass wir uns nur so schützen könnten. Deshalb wurde ich immer selbstsüchtiger und verachtenswerter und dachte nur an mich. Ich fürchtete ständig, dass Bruder Zhang in der von uns gemeinsam ausgeübten Pflicht besser sein würde als ich. Wann immer wir also über die Arbeit sprachen, sprach ich Dinge nur oberflächlich an, tat nur das Allernötigste, ohne alle meine Kenntnisse mit ihm zu teilen. Wenn Bruder Zhang Probleme bei seiner Pflicht hatte und mich um Rat bat, ging es mir nicht um die Arbeit von Gottes Haus, sondern darum, dass ich in der Kirche nicht mehr glänzen könnte, sollte ich ihm alles beibringen. Selbst wenn ich genau wusste, dass es nicht der richtige Ansatz war, wollte ich ihm trotzdem nicht helfen. Ich erkannte, dass ich meine Pflicht nicht unter Berücksichtigung von Gottes Willen tat oder um die Arbeit von Gottes Haus zu unterstützen, sondern dass ich sie ausübte auf der Jagd nach einem guten Ruf und Ansehen. Das war wirklich unglaublich selbstsüchtig und hinterlistig von mir. Wenn ich mich bei meiner Pflicht auf jene satanischen Gifte verließ, wie konnte ich dann überhaupt Gottes Führung und Segnungen erlangen? Ich dachte, dass ich, indem ich niemandem mein Wissen weitergab, in der Kirche der Beste sein könnte und von allen geschätzt würde, aber tatsächlich stellte sich heraus, dass, je mehr ich für mich behielt, mein Geist umso finsterer wurde und ich umso mehr Gottes Führung verlor. Es kam soweit, dass ich nicht mehr das tun konnte, wozu ich vorher fähig gewesen war. Dann fielen mir diese Worte des Herrn Jesus ein: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.“ (Matthäus 13,12) Als ich mir das durch den Kopf gehen ließ, wusste ich Gottes gerechte Disposition wirklich zu schätzen. Und als ich noch einmal darüber nachdachte, erkannte ich, dass es mir nur dank Gottes Führung und Erleuchtung möglich war, einige Probleme in meiner Pflicht zu sehen und dass ich ohne die Führung von Gottes Worten blind war, Das ist wahr. unfähig, irgendetwas zu verstehen und Probleme zu lösen. Aber mir fehlte es komplett an Selbsterkenntnis und auf schamhafte Weise deutete ich die Erleuchtung durch den Heiligen Geist als meine eigene Fähigkeit. Hatte ich nicht versucht, Gott Seiner Herrlichkeit zu berauben? Gott kann in die Herzen und Köpfe der Menschen blicken. Ich wusste, wenn ich weiterhin selbstsüchtig und verachtenswert sein würde, ich ganz sicher von Gott verschmäht und beseitigt werden würde. Bei dem Gedanken trat ich schnell im Gebet vor Gott und sagte: „Gott, ich werde bei meiner Pflicht nicht mehr so selbstsüchtig und verachtenswert sein. Ich will wirklich gut mit meinem Bruder Zhang arbeiten und meine Pflicht gut ausüben.“

Danach las ich diese Worte Gottes: „Tu nicht immer Dinge für dich selbst und berücksichtige nicht ständig deine eigenen Interessen; denke nicht über deinen eigenen Status nach, über dein eigenes Ansehen oder über deinen Ruf. Berücksichtige auch die Interessen der Menschen nicht. Du musst zuerst über die Interessen von Gottes Haus nachdenken und sie zu deiner obersten Priorität machen. Du solltest auf Gottes Willen Rücksicht nehmen und damit beginnen, indem du darüber nachsinnst, ob du bei der Erfüllung deiner Pflicht unrein warst oder nicht, ob du dein Möglichstes getan hast, um treu zu sein, ob du dein Bestes getan hast, um deinen Verantwortungen nachzukommen und alles von dir gegeben hast sowie ob du mit ganzem Herzen über deine Pflicht und das Werk von Gottes Haus nachgedacht hast oder nicht. Du musst diese Dinge in Betracht ziehen. Denke häufig über sie nach und es wird dir leichter fallen, deine Pflicht gut auszuführen.“ („Übergib Gott dein aufrichtiges Herz und du kannst die Wahrheit erlangen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) „Wenn du dich als egoistisch und unehrenhaft enttarnst und dir dies bewusst geworden ist, solltest du die Wahrheit suchen: Was sollte ich tun, um mit dem Willen Gottes übereinzustimmen? Wie sollte ich handeln, damit alle davon profitieren? Du musst also anfangen, indem du deine eigenen Interessen ablegst, sie allmählich deiner geistlichen Größe entsprechend aufgibst, Stück für Stück. Nachdem du dies ein paar Mal erlebt hast, wirst du sie vollständig abgelegt haben, und während du dies tust, wirst du dich immer standhafter fühlen. Je mehr du deine Interessen zururückstellst, desto menschlicher wirst du dich fühlen – du solltest Gewissen und Vernunft aufweisen. Du wirst spüren, dass du ohne egoistische Motive ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch bist und dass all deine Handlungen einzig dazu da sind, Gott zufriedenzustellen. Du wirst spüren, dass dich ein solches Verhalten würdig macht, ‚Mensch‘ genannt zu werden, und dass du, indem du auf diese Weise auf der Erde lebst, offen und ehrlich bist, du eine aufrichtige Person bist, ein reines Gewissen hast und du würdig bist, all die Dinge zu empfangen, die Gott dir zuteilwerden lässt. Je mehr du so lebst, desto standfester und heiterer wirst du dich fühlen. Hast du dich somit nicht auf den richtigen Weg begeben?“ („Übergib Gott dein aufrichtiges Herz und du kannst die Wahrheit erlangen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Als ich das gelesen hatte, verstand ich, dass, wenn ich meine Pflicht gut ausüben wollte, ich zunächst darüber nachdenken musste, wie ich die Arbeit von Gottes Haus unterstützen könnte, wie ich in meiner Pflicht mein Bestes geben könnte und wie ich das mit der größten Verantwortung tun könnte. Gott konzentriert sich bei unserer Pflicht auf unsere Einstellung. Er hofft, dass wir Ihm mit einem ehrlichen Herzen begegnen, dass wir alles dafür tun, unsere Pflicht gut auszuüben und dass wir Menschen mit Gewissen und Menschlichkeit werden. Als ich Seinen Willen verstanden hatte, sprach ich in meinem Herzen ein Gebet zu Gott und sagte Ihm, dass ich bereit war, meine Selbstsucht loszulassen und nicht mehr in meinem eigenen Interesse zu handeln und dass ich einfach nur tun würde, was der Kirche und dem Leben meiner Brüder und Schwestern zugutekommt. Danach sprach ich mit Bruder Zhang und erzählte ihm von meinen selbstsüchtigen, verabscheuungswürdigen und betrügerischen Beweggründen. Wir strebten auch gemeinsam nach der Wahrheit über die Probleme und Mängel unserer Arbeit, um sie zu lösen. Ich hielt Gemeinschaft über alles, was ich wusste, ohne Vorbehalte. Als ich meine Praxis so ausübte, spürte ich einen solchen Frieden. Ich spürte, wie wunderbar es ist, so eine Person zu sein, offen und ehrlich. Mein Zustand besserte sich allmählich und ich begann, bei meiner Pflicht Ergebnisse zu sehen. Auch wenn mein Denken ab und zu noch selbstsüchtig und verachtenswert war, war ich im Gebet vor Gott getreten, als ich darüber nachdachte, wie sie Gott anwiderten, und hatte meinem unrichtigen Denken entsagt und mir gewünscht, meine Praxis nach Seinen Worten auszuüben.

Nach dieser Erfahrung spürte ich wirklich, dass die Ausübung unserer Pflicht nach satanischen Dispositionen und mit Satans Giften uns nur immer selbstsüchtiger, verabscheuenswerter und egoistischer werden lässt. Wir verlieren unser Abbild eines Menschen und fügen nicht nur uns selbst Leid zu, sondern können auch nicht mehr gut mit anderen zusammenarbeiten. Zudem richtet es nichts als Schaden an der Arbeit von Gottes Haus an. Als ich die Wahrheit als ehrliche Person nach Gottes Worten ausübte und nicht mehr nach meinen eigenen Interessen strebte, hatte ich in meiner Pflicht die Erleuchtung und Führung durch den Heiligen Geist und spürte inneren Frieden. Dank sei Gott! Es waren das Urteil und die Züchtigung von Gottes Worten, die mir ein gewisses Verständnis von meinen satanischen Dispositionen vermittelten. Endlich konnte ich ein wenig Wahrheit praktizieren und annähernd ein Abbild des Menschen ausleben.

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