Wie man nach der Wahrheit strebt (12)
Die erste Praxis, um nach der Wahrheit zu streben: Loslassen
II. Die Bestrebungen, Sehnsüchte und Wünsche der Menschen loslassen
C. Die Bestrebungen, Sehnsüchte und Wünsche loslassen, die durch die eigene Familie entstehen
Bei den letzten Versammlungen haben wir über Themen rund um die Ehe Gemeinschaft gehalten, wobei es um „das Loslassen persönlicher Bestrebungen, Ideale und Sehnsüchte“ ging, richtig? (Ja.) Im Grunde genommen haben wir unseren gemeinschaftlichen Austausch über die Themen, die die Ehe betreffen, abgeschlossen. Dieses Mal sollten wir über Themen Gemeinschaft halten, die sich um die Familie drehen. Schauen wir uns zunächst an, welche Aspekte der Familie die persönlichen Bestrebungen, Ideale und Sehnsüchte der Menschen betreffen. Die Menschen sollten mit dem Konzept der Familie vertraut sein. Wenn dieses Thema angesprochen wird, denken die Menschen als Erstes an die Familienzusammenstellung und die Familienmitglieder sowie an einige Angelegenheiten und Personen, die im Zusammenhang mit der Familie stehen. Es gibt viele solcher Themen, die die Familie betreffen. Unabhängig davon, wie viele Bilder und Gedanken du im Kopf hast, beziehen sich diese auf „das Loslassen persönlicher Bestrebungen, Ideale und Sehnsüchte“, über die wir heute Gemeinschaft halten werden? Bevor wir mit unserem gemeinschaftlichen Austausch beginnen, wisst ihr nicht einmal, ob diese Dinge in Beziehung zueinander stehen. Ehe wir also mit unserem gemeinschaftlichen Austausch beginnen, könnt ihr Mir sagen, was die Leute sich unter „Familie“ vorstellen, oder ob euch irgendetwas einfällt, das man im Zusammenhang mit der Familie loslassen sollte? Zuvor haben wir über mehrere Aspekte im Zusammenhang mit den persönlichen Bestrebungen, Idealen und Sehnsüchten der Menschen gesprochen. Habt ihr erkannt, was jeder Aspekt dieses Themas, über das wir Gemeinschaft gehalten haben, beinhaltet? Unabhängig davon, um welche Aspekte es sich handelt, ist es nicht die Angelegenheit selbst, die die Menschen loslassen müssen, sondern die falschen Vorstellungen und Ansichten, mit denen sie an diese Angelegenheit herangehen, sowie die verschiedenen Probleme, die die Menschen im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit haben. Diese verschiedenen Probleme sind der springende Punkt dessen, worüber wir in Bezug auf solche Aspekte Gemeinschaft halten müssen. Diese verschiedenen Probleme sind Fragen, die das Streben der Menschen nach der Wahrheit beeinträchtigen, oder, genauer gesagt, sind sie eher allesamt Fragen, die die Menschen daran hindern, nach der Wahrheit zu streben und in die Wahrheit einzutreten. Das heißt, wenn deine Erkenntnis einer Angelegenheit Abweichungen oder Probleme aufweist, dann wird es in dieser Angelegenheit auch entsprechende Probleme mit deiner Haltung, deinem Ansatz oder deinem Umgang damit geben, und diese entsprechenden Probleme sind die Themen, über die wir Gemeinschaft halten müssen. Warum müssen wir darüber Gemeinschaft halten? Weil diese Probleme einen großen bzw. überwältigenden Einfluss auf dein Streben nach der Wahrheit und auf deine korrekten, grundsatzbasierten Ansichten zu einer Sache haben. Und selbstverständlich beeinflussen sie auch die Reinheit deiner Praxismethode, die du in dieser Angelegenheit anwendest, sowie deine Grundsätze im Umgang damit. So wie wir über die Themen persönliche Interessen, Hobbys und Ehe Gemeinschaft gehalten haben, halten wir jetzt über das Thema Familie Gemeinschaft, da die Menschen, was die Familie betrifft, viele falsche Vorstellungen, Ansichten und Einstellungen haben bzw. weil die Familie selbst viele negative Einflüsse auf die Menschen ausübt, und diese negativen Einflüsse sie naturgemäß dazu treiben werden, falsche Vorstellungen und Ansichten zu übernehmen. Diese falschen Vorstellungen und Ansichten beeinflussen dein Streben nach der Wahrheit und treiben dich zu Extremen, sodass du, wann immer du auf Angelegenheiten stößt oder mit Problemen konfrontiert wirst, die die Familie betreffen, nicht die richtigen Ansichten oder Wege hast, um diese Angelegenheiten und Probleme anzugehen oder dich mit diesen auseinanderzusetzen und die verschiedenen Probleme zu lösen, die hierdurch verursacht werden. Das ist der Grundsatz für unseren gemeinschaftlichen Austausch zu jedem Thema und auch das Hauptproblem, das beseitigt werden muss. Könnt ihr euch also in Bezug auf das Thema Familie, denken, welche negativen Einflüsse die Familie auf euch ausübt und in welcher Weise die Familie euer Streben nach der Wahrheit behindert? In welcher Weise beeinflusst und behindert deine Familie dein Denken, deine Verhaltensgrundsätze, deine Werte und deine Lebensanschauung im Rahmen deines Glaubens und der Ausführung deiner Pflicht oder während du nach der Wahrheit strebst oder nach den Wahrheitsgrundsätzen suchst und die Wahrheit praktizierst? Mit anderen Worten, du wurdest in eine Familie hineingeboren – welche Einflüsse, welche falschen Vorstellungen und Ansichten und welche Hindernisse und Störungen bringt diese Familie also deinem täglichen Leben als Gläubiger und deinem Streben nach der Wahrheit und deiner Erkenntnis der Wahrheit? Genauso wie der gemeinschaftliche Austausch über das Thema Ehe folgt auch der gemeinschaftliche Austausch über das Thema Familie einem Grundsatz. Dabei wird nicht von dir verlangt, dass du das Konzept der Familie formal oder in Bezug auf dein Denken und deine Ansichten loslässt, noch dass du deine tatsächliche, physische Familie oder irgendein Mitglied deiner physischen Familie loslässt. Vielmehr wird von dir verlangt, dass du die verschiedenen negativen Einflüsse, die die Familie selbst auf dich ausübt, loslässt und die Hindernisse und Störungen loslässt, die die Familie selbst bei deinem Streben nach der Wahrheit verursacht. Genauer gesagt, kann man sagen, dass deine Familie bestimmte und konkrete Verstrickungen und Schwierigkeiten herbeiführt, die du bei deinem Streben nach der Wahrheit und der Ausführung deiner Pflichten spüren und erleben kannst, und die dich so einschränken, dass du weder Befreiung finden kannst, noch deine Pflichten effektiv ausführen und effektiv nach der Wahrheit streben kannst. Diese Verstrickungen und Schwierigkeiten machen es dir schwer, dich von den Beschränkungen und Einflüssen zu befreien, die durch dieses Wort „Familie“ oder durch die Menschen oder Angelegenheiten, die damit verbunden sind, verursacht werden und sie verursachen, dass du dich im Zuge deines Glaubens und der Ausführung deiner Pflichten wegen der Existenz der Familie oder wegen negativer Einflüsse, die die Familie auf dich ausübt, unterdrückt fühlst. Diese Verstrickungen und Schwierigkeiten plagen auch oft dein Gewissen und verhindern, dass dein Körper und Geist Befreiung finden und führen häufig dazu, dass du das Gefühl hast, dass du keine Menschlichkeit mehr hättest und deine Moral sowie die Mindestverhaltensstandards und Verhaltensgrundsätze verlieren würdest, wenn du den Vorstellungen und Ansichten zuwiderhandeln würdest, die du von deiner Familie übernommen hast. Wenn es um Angelegenheiten geht, die die Familie betreffen, schwankst du oft zwischen der roten Linie der Moral und dem Praktizieren der Wahrheit und bist nicht in der Lage, Befreiung zu finden und dich herauszuwinden. Welche konkreten Probleme gibt es – fallen euch welche ein? Spürt ihr in eurem täglichen Leben jemals einige der Dinge, die Ich gerade erwähnt habe? (Gottes Gemeinschaft hat mich daran erinnert, dass ich wegen falscher Ansichten über meine Familie die Wahrheit nicht praktizieren konnte und deswegen Gewissensbisse hatte. Früher, als ich gerade mein Studium abgeschlossen hatte und mich der Ausführung meiner Pflichten widmen wollte, war ich innerlich hin- und hergerissen. Weil meine Familie mich die ganze Zeit großgezogen und mein Studium finanziert hatte, hatte ich das Gefühl, dass ich jetzt, da ich die Universität abgeschlossen hatte, Geld verdienen und für meine Familie sorgen müsse. Andernfalls würde ich meine Eltern nicht ehren und es würde mir an Menschlichkeit mangeln. Das hat schwer auf meinem Gewissen gelastet. Damals hatte ich mehrere Monate mit dieser Angelegenheit zu kämpfen, bis ich schließlich in Gottes Worten einen Ausweg fand und beschloss, mein Bestes zu tun, um meine Pflicht auszuführen. Ich habe das Gefühl, dass diese falschen Ansichten über die Familie die Menschen tatsächlich beeinflussen.) Das ist ein typisches Beispiel. Dies sind unsichtbare Fesseln, die die Familie den Menschen anlegt sowie Probleme, die die Gefühle, Vorstellungen oder Ansichten, die sie zu ihrer Familie hegen, in Bezug auf ihr Leben, ihre Bestrebungen und ihren Glauben verursachen. Gewissermaßen führen diese Probleme in den Tiefen deines Herzens einen Druck und eine Last herbei, die von Zeit zu Zeit tief in deinem Inneren schlechte Gefühle hervorrufen. Wer kann noch etwas hinzufügen? (Gott, ich bin der Ansicht, dass ich meine Eltern als jetzt erwachsenes Kind ehren und mich um alle ihre Sorgen und Probleme kümmern sollte. Aber weil ich meine Pflichten in Vollzeit ausführe, kann ich meine Eltern nicht ehren oder irgendwelche Dinge für sie tun. Wenn ich sehe, dass meine Eltern sich immer noch abhetzen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, fühle ich in meinem Herzen, dass ich ihnen etwas schuldig bin. Als ich anfing, an Gott zu glauben, hätte ich Ihn deswegen fast verraten.) Das ist auch eine negative Auswirkung, die die Enkulturation durch die eigene Familie auf das Denken und die Ansichten eines Menschen hat. Du hast Gott fast verraten, aber einige Menschen haben Gott tatsächlich verraten. Einige Menschen konnten ihre Familie wegen ihrer stark ausgeprägten familiären Auffassungen nicht loslassen. Am Ende entschieden sie sich, weiterhin für ihre Familie zu leben und gaben es auf, ihre Pflichten auszuführen.
Jeder hat eine Familie, jeder wächst in einer bestimmten Familie auf und kommt aus einem bestimmten familiären Umfeld. Familie ist für jeden sehr wichtig und das, was das Leben eines Menschen am meisten prägt, etwas, das tief aus dem Inneren kommt und das man nur schwer aufgeben und loslassen kann. Was die Menschen nicht loslassen können und was sie nur schwer aufgeben können, sind nicht das Elternhaus oder all die Geräte, Utensilien und Gegenstände darin, sondern die Mitglieder, die diese Familie ausmachen, bzw. die Atmosphäre und Zuneigung, die sie durchdringt. Das ist das Konzept der Familie in den Köpfen der Menschen. Zum Beispiel die älteren Familienmitglieder (Großeltern und Eltern), diejenigen in etwa dem gleichen Alter wie du (Brüder, Schwestern und Ehepartner) und die jüngere Generation (deine eigenen Kinder): Das sind die wichtigen Mitglieder innerhalb des Konzepts der Familie, das die Menschen haben, und sie sind auch wichtige Bestandteile jeder Familie. Was bedeutet Familie für die Menschen? Für die Menschen stellt sie emotionale Nahrung und einen spirituellen Anker dar. Was bedeutet Familie noch? Ein Ort, an dem man Wärme finden kann, an dem man sein Herz ausschütten oder nachgiebig und launenhaft sein kann. Manche sagen, die Familie sei ein sicherer Hafen, ein Ort, an dem man emotionale Versorgung schöpfen kann, ein Ort, an dem das Leben eines Menschen beginnt. Was noch? Beschreibt es Mir. (Gott, ich glaube, das Haus der Familie ist ein Ort, an dem Menschen wachsen können, ein Ort, an dem Familienmitglieder einander Gesellschaft leisten und sich aufeinander verlassen.) Sehr schön. Was noch? (Früher dachte ich, die Familie sei ein gemütlicher Zufluchtsort. Egal, wie viel Ungerechtigkeit ich draußen in der Welt erlitten habe, kann ich, wann immer ich nach Hause komme, meine Stimmung und meinen Geist wegen der Unterstützung und des Verständnisses meiner Familie in jeder Hinsicht entspannen. Daher hielt ich die Familie in dieser Hinsicht für einen sicheren Hafen.) Das Zuhause der Familie ist ein Ort voller Geborgenheit und Wärme, nicht wahr? Die Menschen halten die Familie für wichtig. Wenn jemand glücklich ist, hofft er, seine Freude mit seiner Familie teilen zu können; wenn jemand bekümmert und traurig ist, hofft er ebenso, dass er seiner Familie seine Probleme anvertrauen kann. Wann immer Menschen Gefühle der Freude, des Zorns, der Trauer oder des Glücks verspüren, neigen sie dazu, diese ohne jeglichen Druck oder jegliche Belastung mit ihrer Familie zu teilen. Für jeden Menschen ist die Familie eine warme und schöne Sache, eine Art Versorgung für den Geist, die die Menschen in ihrem Leben zu keinem Zeitpunkt aufgeben oder entbehren können, und das Zuhause der Familie ist ein Ort, der dem Gemüt, dem Körper und dem Geist der Menschen enorme Unterstützung bietet. Daher ist die Familie ein unverzichtbarer Teil des Lebens jedes Menschen. Aber welche Art von negativen Einflüssen übt dieser Ort, der für die Existenz und das Leben der Menschen so wichtig ist, auf ihr Streben nach der Wahrheit aus? Zunächst einmal kann man mit Sicherheit Folgendes sagen: Egal, wie wichtig die Familie für die Existenz und das Leben der Menschen ist oder welche Rolle sie spielt und welche Funktion sie in ihrer Existenz und in ihrem Leben erfüllt, sie verursacht den Menschen auf ihrem Weg des Strebens nach der Wahrheit trotzdem einige Probleme – sowohl große als auch kleine. Während die Menschen nach der Wahrheit streben, spielt die Familie zwar eine wichtige Rolle, aber sie schafft auch alle möglichen Ärgernisse und Probleme, die schwer zu vermeiden sind. Das heißt, während die Menschen nach der Wahrheit streben und sie praktizieren, verursachen die verschiedenen psychologischen und ideologischen Probleme, die durch die Familie verursacht werden, sowie die Probleme, die formale Aspekte betreffen, den Menschen große Schwierigkeiten. Worin bestehen nun diese Probleme genau? Natürlich haben die Menschen im Zuge ihres Strebens nach der Wahrheit diese Probleme bereits in unterschiedlicher Anzahl und in unterschiedlichem Maße erlebt. Es ist nur so, dass sie sie nicht sorgfältig betrachtet und bedacht haben, um herauszufinden, worin genau die charakteristischen Probleme bestehen. Hinzu kommt, dass sie das Wesen dieser Probleme nicht erkannt haben, geschweige denn die Wahrheitsgrundsätze, die die Menschen verstehen und befolgen sollten. Lasst uns also heute über das Thema Familie Gemeinschaft halten und darüber, welche Probleme und Hindernisse die Familie den Menschen bei ihrem Streben nach der Wahrheit in den Weg legt sowie darüber, welche Bestrebungen, Ideale und Sehnsüchte die Menschen in Bezug auf das Thema Familie loslassen sollten. Das ist ein äußerst reales Problem.
1. Die Identität loslassen, die man von der eigenen Familie in die Wiege gelegt bekommt
Obwohl das Thema Familie ein großes Thema ist, wirft es dennoch spezifische Probleme auf. Die Probleme, über die wir heute Gemeinschaft halten werden, sind der negative Einfluss, die Einmischung und die Behinderung, denen Menschen auf dem Weg des Strebens nach der Wahrheit durch die Familie ausgesetzt sind. Welches ist das erste die Familie betreffende Problem, das man loslassen sollte? Es ist die Identität, die man von der Familie in die Wiege gelegt bekommt. Diese Angelegenheit ist wichtig. Lasst uns konkret darüber sprechen, wie wichtig diese Sache ist. Jeder kommt aus einer bestimmten Familie und jede dieser Familien hat einen bestimmten Hintergrund und ein bestimmtes Lebensumfeld, ihre eigene Lebensqualität und ihre spezifische Lebensweise und ihre spezifischen Lebensgewohnheiten. Jeder bekommt von seinem familiären Lebensumfeld und Hintergrund eine bestimmte Identität in die Wiege gelegt. Diese bestimmte Identität repräsentiert nicht nur den spezifischen Wert jeder Person in der Gesellschaft und unter anderen, sondern ist auch ein eindeutiges Symbol und Kennzeichen. Was bedeutet dieses Kennzeichen also? Es zeigt, ob eine Person in der Gruppe, der sie angehört, hoch oder gering geschätzt wird. Diese bestimmte Identität bestimmt den Status einer Person in der Gesellschaft und unter anderen Menschen, und diesen Status bekommt sie von der Familie, in die sie hineingeboren wurde, in die Wiege gelegt. Daher sind dein Familienhintergrund und die Art der Familie, in der du lebst, sehr wichtig, weil sie einen Einfluss auf deine Identität und deinen Status unter anderen Menschen und in der Gesellschaft haben. Demnach bestimmen deine Identität und dein Status, ob du in der Gesellschaft hohes oder geringes Ansehen genießt, ob du von anderen respektiert, hoch geschätzt und bewundert wirst, oder ob du von anderen verachtet, diskriminiert und mit Füßen getreten wirst. Gerade weil die Identität, die Menschen von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen, ihre Situation und Zukunft in der Gesellschaft beeinflusst, ist diese Identität, die sie in die Wiege gelegt bekommen, für jede Person von entscheidender Bedeutung und Wichtigkeit. Gerade weil sie dein Ansehen, deinen Status und deinen Wert in der Gesellschaft sowie dein Gefühl der Ehre oder Demütigung in diesem Leben beeinflusst, neigst auch du dazu, deinem Familienhintergrund und der Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, große Bedeutung beizumessen. Da diese Angelegenheit einen überwältigenden Einfluss auf dich hat, ist sie auf dem Weg deiner Existenz eine sehr wichtige und bedeutende Sache für dich. Weil sie eine so wichtige und bedeutende Sache ist, nimmt sie tief in deiner Seele einen entscheidenden Platz ein und spielt deiner Meinung nach eine große Rolle. Es ist nicht nur so, dass dir die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, äußerst wichtig ist, sondern du betrachtest auch die Identität jeder Person, die du kennst oder nicht kennst, aus dem gleichen Blickwinkel, mit den gleichen Augen und auf die gleiche Weise, und du verwendest diesen Blickwinkel, um die Identität jeder Person zu beurteilen, mit der du in Kontakt kommst. Du benutzt ihre Identität, um ihren Charakter zu beurteilen und um zu bestimmen, wie du auf sie zugehst und mit ihr umgehst – ob du mit ihr freundlich und wie mit einer gleichgestellten Person umgehen solltest oder dich ihr gegenüber unterwürfig verhalten und jedem ihrer Worte folgen solltest, oder ob du einfach mit einem verachtenden und diskriminierenden Blick mit ihr umgehen und sie betrachten solltest, oder sogar, ob du mit ihr auf eine unmenschliche Weise verkehren und umgehen solltest, die auf Ungleichheit basiert. Diese Art, Menschen zu betrachten und mit Dingen umzugehen, wird weitgehend durch die Identität bestimmt, die eine Person von ihrer Familie erhält. Der Hintergrund und das Ansehen deiner Familie entscheiden, welche Art von sozialem Status du haben wirst, und die Art deines sozialen Status bestimmt die Methoden und Grundsätze, nach welchen du Menschen und Dinge betrachtest und mit ihnen umgehst. Daher hängen die Haltung und die Methoden, die eine Person im Umgang mit Dingen annimmt, weitgehend von der Identität ab, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen hat. Warum sage Ich „weitgehend“? Es gibt einige besondere Situationen, über die wir nicht sprechen werden. Bei der großen Mehrheit der Menschen ist die Situation so, wie Ich es gerade beschrieben habe. Jeder neigt dazu, sich von der Identität und dem sozialen Status beeinflussen zu lassen, die er durch seine Familie erlangt, und jeder neigt auch dazu, entsprechende Methoden zu übernehmen, nach welchen er Menschen und Dinge dieser Identität und diesem sozialen Status entsprechend betrachtet und mit ihnen umgeht – das ist ganz natürlich. Eben weil es eine Unvermeidlichkeit und eine Betrachtungsweise der Existenz ist, die auf natürliche Weise durch die eigene Familie herbeigeführt wird, hängt der Ursprung der Betrachtungsweise einer Person im Hinblick auf die Existenz und Lebensweise von der Identität ab, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommt. Die Identität, die einer Person von ihrer Familie in die Wiege gelegt wird, bestimmt die Methoden und Grundsätze, nach denen sie Menschen und Dinge betrachtet und mit ihnen umgeht, sowie ihre Haltung bei der Wahl und Entscheidung im Zuge der Betrachtung und des Umgangs mit Menschen und Dingen. Dies führt zwangsläufig zu einem sehr ernsten Problem bei den Menschen. Der Ursprung der Vorstellungen und Standpunkte der Menschen, wenn sie Menschen und Dinge betrachten und mit ihnen umgehen, wird einerseits zwangsläufig durch die Familie beeinflusst und anderseits von der Identität, die eine Person von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommt – es ist für die Menschen sehr schwierig, sich von diesem Einfluss zu lösen. Daher sind die Menschen nicht in der Lage, sich selbst richtig, rational und fair zu behandeln bzw. andere fair zu behandeln, und sie sind auch nicht in der Lage, Menschen und alles auf eine Weise zu behandeln, die mit den von Gott gelehrten Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt. Stattdessen sind sie bei ihrer Vorgehensweise im Umgang mit Angelegenheiten, der Anwendung der Grundsätze und bei Entscheidungen flexibel, wobei die Unterschiede zwischen ihrer eigenen Identität und der Identität anderer ihre Grundlage darstellen. Da die Methoden, wie Menschen die Dinge in der Gesellschaft und unter anderen Menschen betrachten und mit diesen umgehen, vom Ansehen ihrer Familie beeinflusst werden, müssen diese Methoden im Widerspruch zu den Grundsätzen und dem Umgang mit den Dingen stehen, die Gott den Menschen mitgeteilt hat. Um es genauer zu sagen, müssen diese Methoden den von Gott gelehrten Grundsätzen und Methoden entgegenwirken, widersprechen und gegen sie verstoßen. Wenn die Vorgehensweisen der Menschen auf der Identität und dem sozialen Status basieren, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen, dann werden sie zwangsläufig unterschiedliche oder besondere Methoden und Grundsätze für ihr Vorgehen übernehmen, was auf ihre eigenen bestimmten oder besonderen Identitäten und auf die der anderen zurückzuführen ist. Diese Grundsätze, die sie übernehmen, sind nicht die Wahrheit, noch stimmen sie mit der Wahrheit überein. Sie verstoßen nicht nur gegen die Menschlichkeit, das Gewissen und die Vernunft, sondern, was noch schlimmer ist, sie verstoßen gegen die Wahrheit. Das liegt daran, dass sie anhand ihrer Vorlieben und Interessen und anhand des Ausmaßes, in dem die Menschen gegenseitig Anforderungen stellen, bestimmen, was ein Mensch akzeptieren oder ablehnen sollte. Deshalb sind in diesem Kontext die Grundsätze, nach denen Menschen Dinge betrachten und mit ihnen umgehen, unfair und stimmen nicht mit der Wahrheit überein, und sie basieren vollständig auf den emotionalen Bedürfnissen der Menschen und auf ihrem Bedürfnis nach Profit. Unabhängig davon, ob dir von deiner Familie eine angesehene oder niedrig gestellte Identität in die Wiege gelegt wurde, nimmt diese Identität einen Platz in deinem Herzen ein, und im Fall mancher Menschen sogar eine sehr wichtige Stellung. Wenn du also nach der Wahrheit streben willst, wird diese Identität zwangsläufig dein Streben nach der Wahrheit beeinflussen und es beeinträchtigen. Das heißt, während du nach der Wahrheit strebst, wirst du zwangsläufig auf Fragen stoßen, wie beispielsweise, wie man Menschen behandeln und mit Dingen umgehen sollte. Wenn es um diese Fragen und wichtigen Angelegenheiten geht, wirst du bei deiner Vorgehensweise, mit der du Menschen und Dinge betrachtest, zwangsläufig die Perspektiven bzw. Ansichten übernehmen, die mit der Identität einhergehen, die dir deine Familie in die Wiege gelegt hat, und du kannst nicht anders, als diese sehr primitive bzw. sozialisierte Vorgehensweise anzuwenden, wenn du Menschen betrachtest und mit Dingen umgehst. Egal, ob die Identität, die du durch deine Familie erhältst, dir das Gefühl gibt, dass dein Status in der Gesellschaft hoch oder niedrig ist, diese Identität wird dein Streben nach der Wahrheit, deine richtige Lebensanschauung und deinen richtigen Weg des Strebens nach der Wahrheit zwangsläufig beeinflussen. Genauer gesagt, wird sie sich auf deine Grundsätze für den Umgang mit Dingen auswirken. Versteht ihr das?
Verschiedene Familien bringen den Menschen verschiedene Identitäten und sozialen Status. Einen guten sozialen Status und eine angesehene Identität zu haben, ist etwas, was die Menschen genießen und worin sie schwelgen, während diejenigen, die ihre Identität von einer bescheidenen und niedrigen Familie in die Wiege gelegt bekommen, sich minderwertig fühlen und sich schämen, anderen gegenüberzutreten. Zudem haben sie das Gefühl, dass sie weder ernst genommen noch hoch angesehen werden. Solche Menschen werden oft auch diskriminiert, was dazu führt, dass sie tief in ihrem Herzen Kummer empfinden und ein geringes Selbstwertgefühl haben. Die Eltern einiger Menschen sind beispielsweise vielleicht Kleinbauern, die das Land bewirtschaften und Gemüse verkaufen; die Eltern anderer Menschen sind vielleicht Händler mit einem kleinen Geschäft, die zum Beispiel einen Straßenstand betreiben oder als Straßenverkäufer tätig sind; die Eltern mancher Menschen sind vielleicht im Handwerk tätig, nähen und reparieren Kleidung oder leben von Handarbeiten, womit sie für ihre ganze Familie sorgen. Die Eltern mancher Menschen arbeiten möglicherweise im Dienstleistungsbereich als Reinigungskräfte oder Kindermädchen; einige Eltern arbeiten vielleicht im Umzugs- oder Transportgewerbe; vielleicht sind einige Masseure, Kosmetiker oder Friseure, und manche Eltern reparieren Dinge für andere, wie Schuhe, Fahrräder, Brillen und so weiter. Einige Eltern mögen über fortgeschrittenere handwerkliche Fähigkeiten verfügen und Dinge wie Schmuck oder Uhren reparieren, während andere vielleicht einen noch niedrigeren sozialen Status haben und auf das Sammeln und Verkaufen von Abfall angewiesen sind, um für ihre Kinder zu sorgen und eine Familie zu gründen. Alle diese Eltern haben in der Gesellschaft einen relativ niedrigen beruflichen Status, was natürlich zur Folge hat, dass alle in ihrer Familie ebenfalls einen niedrigen sozialen Status haben. Somit haben Menschen, die aus diesen Familien stammen, in den Augen der Welt einen niedrigen Status und eine niedrige Identität. Eben weil die Gesellschaft diese Sichtweise zur Identität einer Person annimmt und den Wert einer Person dementsprechend misst, wirst du, wenn deine Eltern Kleinbauern sind und dich jemand fragt, was deine Eltern machen und wie deine Familie so ist, so antworten: „Meine Eltern ... oh, sie sind ... es ist nicht erwähnenswert“ und du wirst dich nicht trauen zu erzählen, was sie machen, weil es dir zu peinlich ist. Wenn du dich mit Klassenkameraden und Freunden triffst oder zum Abendessen ausgehst, werden sich die Leute vorstellen und über ihren tollen familiären Hintergrund oder ihren hohen sozialen Status sprechen. Aber wenn du aus einer Familie von Kleinbauern, Kleinhändlern oder Hausierern stammst, wirst du nicht davon erzählen wollen und dich schämen. Es gibt ein gängiges Sprichwort in der Gesellschaft, das lautet: „Frag einen Helden nicht nach seiner Herkunft.“ Dieses Sprichwort klingt sehr nobel, und es bietet denjenigen mit einem niedrigen sozialen Status ein Fünkchen Hoffnung und einen Lichtschimmer sowie ein bisschen Trost. Aber warum ist ein solcher Satz in der Gesellschaft beliebt? Liegt es daran, dass die Menschen in der Gesellschaft zu viel Wert auf ihre Identität, ihren Wert und ihren sozialen Status legen? (Ja.) Denjenigen, die aus bescheidenen Verhältnissen stammen, mangelt es ständig an Selbstvertrauen, deshalb verwenden sie diesen Spruch, um sich zu trösten und auch um andere zu beschwichtigen, wobei sie denken, dass ihr Status und ihre Identität zwar niedrig sind, ihr Geisteszustand jedoch überlegen ist – und das ist etwas, das man nicht erlernen kann. Egal, wie niedrig deine Identität ist, wenn dein Geisteszustand überlegen ist, beweist das, dass du eine ehrenwerte Person bist, sogar mehr als jene Menschen, deren Identität und Status angesehen sind. Worauf weist dieses Problem hin? Je mehr die Leute sagen, „Frag einen Helden nicht nach seiner Herkunft“, desto mehr beweist das, dass sie sich um ihre Identität und ihren sozialen Status sorgen. Dieser Spruch wird vor allem von Menschen, deren Identität und sozialer Status sehr bescheiden und niedrig sind, verwendet, womit sie sich trösten und die Leere und Unzufriedenheit in ihrem Herzen ausgleichen. Den Eltern einiger Menschen geht es sogar noch schlechter als den Kleinhändlern und Hausierern, den Kleinbauern und Handwerkern, oder noch schlechter als Eltern, die einer dieser unbedeutenden, bescheidenen und besonders niedrig bezahlten Tätigkeiten in der Gesellschaft nachgehen, sodass die Identität und der soziale Status, den sie von ihren Eltern in die Wiege gelegt bekommen, sogar noch geringer sind. Zum Beispiel haben die Eltern mancher Menschen einen ziemlich schlechten Ruf in der Gesellschaft, sie tun nicht wirklich das, was sie tun sollten, und sie haben keine gesellschaftlich anerkannte Beschäftigung oder ein festes Einkommen, sodass sie Schwierigkeiten haben, den Lebensunterhalt ihrer Familie zu bestreiten. Einige Eltern spielen häufig und verlieren bei jeder Wette Geld. Am Ende ist die Familie pleite und mittellos, unfähig, für die täglichen Ausgaben aufzukommen. Die Kinder, die in diese Familie hineingeboren werden, tragen schäbige Kleidung, leiden Hunger und leben in Armut. Ihre Eltern erscheinen nie zu den Elterngesprächen, die in der Schule stattfinden, und die Lehrer wissen, dass sie zocken gegangen sind. Es versteht sich von selbst, welche Art von Identität und Status diese Kinder in den Augen der Lehrer und ihrer Klassenkameraden haben. Kinder, die in eine solche Familie hineingeboren werden, denken zwangsläufig, dass sie in der Gegenwart anderer nicht erhobenen Hauptes dastehen können. Selbst wenn sie gut lernen und hart arbeiten, und selbst wenn sie einen starken Willen haben und sich von der Menge abheben, hat die Identität, die sie von dieser Familie in die Wiege gelegt bekommen haben, bereits ihren Status und Wert in den Augen anderer bestimmt – das kann dazu führen, dass ein Mensch sich sehr unterdrückt und gepeinigt fühlt. Woher rühren diese Pein und Unterdrückung? Sie rühren von der Schule, von den Lehrern, von der Gesellschaft und besonders von den falschen Ansichten der Menschen zum Umgang mit anderen her. Ist das nicht so? (Ja.) Einige Eltern haben in der Gesellschaft zwar keinen besonders schlechten Ruf, aber sie haben einige unschöne Dinge getan. Nehmen wir zum Beispiel den Fall von Eltern, die wegen Veruntreuung und Bestechung verhaftet und verurteilt wurden, oder weil sie durch illegales Vorgehen oder Spekulationen und Preistreiberei das Gesetz gebrochen haben. Die Folge ist, dass sie sich negativ und nachteilig auf ihre Familie auswirken, indem sie ihre Familienmitglieder zwingen, diese Schande an ihrer Seite zu erleiden. Wenn jemand also einer solchen Familie angehört, hat das also tatsächlich einen größeren Einfluss auf die Identität einer Person. Nicht nur, dass ihre Identität und ihr sozialer Status gering sind, sondern sie werden auch noch verachtet und sogar als „Veruntreuer“ und „Mitglied einer Diebesfamilie“ abgestempelt. Sobald eine Person als jemand mit solchen Anreden abgestempelt worden ist, wird dies einen noch größeren Einfluss auf ihre Identität und ihren sozialen Status haben und ihr Dilemma in der Gesellschaft weiter verschärfen, sodass sie sich erst recht nicht in der Lage fühlen, erhobenen Hauptes dazustehen. Wie sehr du dich auch bemühst oder wie freundlich du auch bist, du kannst deine Identität und deinen sozialen Status trotzdem nicht ändern. Natürlich stellen solche Folgen auch den Einfluss dar, den die Familie auf die Identität einer Person ausübt. Dann gibt es da noch relativ komplizierte Familienstrukturen. Zum Beispiel haben einige Menschen keine leibliche Mutter, sondern nur eine Stiefmutter, die nicht sehr nett oder fürsorglich zu ihnen ist und die ihnen, während sie aufwuchsen, weder viel Zuneigung noch mütterliche Liebe zukommen ließ. In ihrem Fall verleiht ihnen die Zugehörigkeit zu einer solchen Familie also tatsächlich eine spezielle Identität, nämlich die, unerwünscht zu sein. Im Zusammenhang mit dieser speziellen Identität kommen mehr Schatten in ihrem Herzen auf, und sie haben das Gefühl, dass ihr Status unter anderen niedriger ist als der aller anderen. Sie empfinden keine Glücksgefühle, haben kein Daseinsgefühl geschweige denn einen Lebenszweck, und sie fühlen sich besonders minderwertig und unglücklich. Es gibt andere Menschen, deren Familienstruktur komplex ist, weil ihre Mutter aufgrund bestimmter Umstände eine Reihe von Ehen durchlebt hat, sodass sie mehrere Stiefväter haben und nicht wissen, wer ihr richtiger Vater ist. Es versteht sich von selbst, welche Art von Identität einer solchen Person dadurch zuteilwerden würde, dass sie dieser speziellen Familie angehört. Ihr sozialer Status wäre in den Augen anderer niedrig, und von Zeit zu Zeit gäbe es Leute, die diese Probleme oder einige Meinungen über die Familie nutzen, um diese Person zu demütigen, zu verleumden und zu provozieren. Das würde nicht nur die Identität und den Status der Person in der Gesellschaft weiter herabsetzen, sondern auch bewirken, dass sie sich schämt und das Gefühl hat, sich in der Gegenwart anderer nicht blicken lassen zu können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die spezielle Identität und der spezielle soziale Status, die den Menschen durch die Zugehörigkeit zu einer speziellen Familie, wie den von mir genannten, in die Wiege gelegt werden, oder die gewöhnliche, normale Identität und der gewöhnliche, normale soziale Status, die den Menschen durch die Zugehörigkeit zu einer gewöhnlichen, normalen Familie in die Wiege gelegt werden, eine Art leichten Schmerz tief in ihrem Herzen darstellen. Sie sind sowohl eine Fessel als auch eine Last, aber die Menschen können es nicht ertragen, sie abzulegen, und wollen sie nicht hinter sich lassen. Denn für jeden Menschen ist das Zuhause der Familie der Ort, an dem er geboren wurde und aufgewachsen ist, und es ist auch ein Ort voller emotionaler und mentaler Unterstützung. Für diejenigen, deren Familie ihnen einen bescheidenen und niedrigen sozialen Status und eine bescheidene und niedrige Identität aufbürdet, ist die Familie sowohl gut als auch schlecht, weil die Menschen psychologisch nicht ohne Familie leben können, aber in Bezug auf ihre tatsächlichen und objektiven Bedürfnisse hat die Familie in unterschiedlichem Ausmaß Schmach über sie gebracht, die verhindert, dass sie den Respekt und das Verständnis erhalten, das sie unter anderen Menschen und in der Gesellschaft verdienen. Für diesen Teil der Bevölkerung ist das Zuhause der Familie also ein Ort, den sie sowohl lieben als auch hassen. Diese Art von Familie wird von niemandem in der Gesellschaft geschätzt oder hoch angesehen. Vielmehr wird sie von anderen diskriminiert und verachtet. Genau aus diesem Grund bekommen die Menschen, die in eine solche Familie hineingeboren werden, auch dieselbe Identität, denselben Status und denselben Wert in die Wiege gelegt. Die Scham, die sie empfinden, weil sie dieser Familie angehören, wirkt sich oft auf ihre tiefsten Gefühle, ihre Ansichten zu den Dingen und auch auf ihren Umgang mit diesen aus. Dadurch wird ihr Streben nach der Wahrheit zwangsläufig erheblich beeinflusst und während sie nach der Wahrheit streben, auch ihr Praktizieren der Wahrheit. Gerade weil diese Dinge sowohl das menschliche Streben nach der Wahrheit als auch das Praktizieren der Wahrheit beeinflussen können, solltest du, egal welche Identität dir deine Familie in die Wiege gelegt hat, diese loslassen.
Manche mögen sagen: „Die Eltern, über die Du gerade gesprochen hast, sind alle Kleinbauern, Kleinhändler, Hausierer, Reinigungskräfte und Gelegenheitsarbeiter. Diese sozialen Positionen sind sehr niedrig, und es ist richtig, dass die Menschen sie loslassen sollten. Wie das Sprichwort sagt: ‚Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts‘, die Menschen sollten nach oben schauen und hohe Ziele anstreben und nicht auf diese Dinge achten, die mit einem niedrigen Status verbunden sind. Wer will zum Beispiel Kleinbauer sein? Wer will Kleinhändler sein? Jeder will viel Geld verdienen, ein hoher Beamter werden, Status in der Gesellschaft haben und kometenhafte Erfolge erzielen. Niemand hat von klein auf als Ziel, Kleinbauer zu sein und sich damit zufriedenzugeben, das Land zu bewirtschaften und genug zu essen und zu trinken zu haben. Niemand betrachtet das als einen großen Durchbruch, solche Leute gibt es nicht. Gerade weil solche Familien die Menschen beschämen und sie wegen ihrer Identität unfair behandelt werden, sollten sie die Identität loslassen, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen.“ Ist das der Fall? (Nein, ist es nicht.) Nein, ist es nicht. Wenn wir uns aus einem anderen Blickwinkel damit auseinandersetzen, werden manche Menschen in Familien hineingeboren, die privilegiert sind oder eine schöne Lebensumgebung oder einen hohen sozialen Status haben. Somit sind die Identität und der soziale Status, die sie in die Wiege gelegt bekommen, hervorragend, und sie sind überall hoch angesehen. Während sie heranwachsen, werden sie von ihren Eltern und den Familienältesten mit Samthandschuhen angefasst, ganz zu schweigen von ihrer Behandlung durch die Gesellschaft. Wegen ihres besonderen und noblen familiären Hintergrunds schauen die Lehrer und Mitschüler in der Schule zu ihnen auf, und niemand wagt es, sie zu schikanieren. Die Lehrer reden sanft und herzlich mit ihnen, und ihre Mitschüler verhalten sich ihnen gegenüber besonders respektvoll. Weil sie aus einer privilegierten Familie mit einem vornehmen Hintergrund stammen, der ihnen eine noble Identität in der Gesellschaft verleiht und bewirkt, dass andere sie schätzen, fühlen sie sich überlegen und denken, dass ihre Identität und ihr sozialer Status respektabel sind. Daher erweisen sie sich in jeder Gruppe als übermäßig selbstbewusst, sagen, was sie wollen, ohne auf die Gefühle anderer zu achten, und sind bei allem, was sie tun, völlig hemmungslos. Auf andere Menschen wirken sie kultiviert und elegant gehalten, haben keine Angst, sich hohe Ziele zu setzen, ihre Meinung zu äußern und zu handeln, und da sie die Unterstützung ihres starken familiären Hintergrunds haben, gibt es immer einige hochrangige Leute, die ihnen helfen, und alles, was sie tun, läuft reibungslos, egal, was sie sagen oder tun. Je reibungsloser die Dinge laufen, desto überlegener fühlen sie sich. Wohin sie auch gehen, sind sie darauf bedacht, sich wichtig zu machen und sich von der Menge abzuheben und anders zu sein als andere. Wann immer sie mit anderen essen, suchen sie sich die großen Portionen aus, und wenn sie diese nicht bekommen, werden sie wütend. Wenn sie mit Brüdern und Schwestern zusammenleben, bestehen sie darauf, im besten Bett zu schlafen – dem, das am sonnigsten Platz steht, oder nahe an der Heizung, oder wo die Luft frisch ist – und es gehört allein ihnen. Stellt das nicht ein Gefühl der Überlegenheit dar? (Ja.) Die Eltern mancher Leute verdienen gut oder sind Beamte oder talentierte Fachleute mit hohen Gehältern, sodass ihre Familie besonders bequem lebt und wohlhabend ist und sich keine Sorgen um Dinge wie Nahrung oder Kleidung machen muss. Infolgedessen fühlen sich solche Leute extrem überlegen. Sie können tragen, was sie wollen, kaufen die modischsten Kleidungsstücke und werfen sie weg, sobald sie aus der Mode kommen. Sie können auch essen, was sie wollen – sie brauchen es nur zu sagen und jemand wird es ihnen liefern. Sie müssen sich um rein gar nichts Sorgen machen und fühlen sich extrem überlegen. Die Identität, die sie von einer privilegierten Familie dieser Art in die Wiege gelegt bekommen, bedeutet, dass sie in den Augen anderer praktisch Prinzessinnen sind, wenn sie weiblich sind, oder Playboys, wenn sie männlich sind. Was haben sie von einer derartigen Familie in die Wiege gelegt bekommen? Eine noble Identität und einen noblen sozialen Status. Was sie von dieser Art von Familie in die Wiege gelegt bekommen haben, ist nicht Scham, sondern Ruhm. Egal, in welchem Umfeld oder in welcher Gruppe von Menschen sie sich befinden, sie haben immer das Gefühl, allen anderen haushoch überlegen zu sein. Sie sagen Dinge wie: „Meine Eltern sind wohlhabende Geschäftsleute. Meine Familie hat eine Menge Geld. Ich gebe es aus, wann immer ich will, und ich muss nie auf ein Budget achten“ oder „Meine Eltern sind hochrangige Beamte. Wo immer ich meine Angelegenheiten regle, brauche ich nur ein Wort zu sagen, damit alles erledigt wird, ohne die normalen Vorgänge durchlaufen zu müssen. Du siehst, wie viel Mühe es dich kostet, etwas zu erledigen, du musst die vorgeschriebenen Verfahren durchlaufen, warten, bis du an der Reihe bist, und dich vor den Leuten demütig verhalten. Sieh mich an, ich sage nur einem der Assistenten meiner Eltern, was getan werden muss, und es wird erledigt. Das nenne ich eine Identität und einen sozialen Status!“ Fühlen sie sich überlegen? (Ja.) Manche Leute sagen: „Meine Eltern sind Prominente, du kannst ihre Namen im Internet suchen und nachsehen, ob sie dort erscheinen.“ Wenn jemand in den Listen der Prominenten nachschaut und die Namen der Eltern tatsächlich darin erscheinen, verleiht das diesen Leuten ein Gefühl der Überlegenheit. Wo auch immer jemand sie nach ihrem Namen fragt, antworten sie: „Mein Name spielt keine Rolle, der Name meiner Eltern ist soundso“. Das Erste, was sie den Leuten mitteilen, sind die Namen ihrer Eltern, damit andere wissen, wer sie sind und welchen sozialen Status sie haben. Manche Leute denken sich: „Deine Familie hat Status, deine Eltern sind beide Beamte oder Berühmtheiten oder wohlhabende Geschäftsleute, was dich zu einem privilegierten Kind hochrangiger Beamter oder superreicher Eltern macht. Was bin ich?“ Sie denken darüber nach und dann antworten sie: „An meinen Eltern ist nichts Besonderes, sie sind nur gewöhnliche Arbeiter, die durchschnittliche Löhne verdienen, also nichts, womit man prahlen könnte – aber einer meiner Vorfahren war in irgendeiner Dynastie Premierminister.“ Andere sagen: „Dein Vorfahre war Premierminister. Wow, also hast du einen besonderen Status. Du bist der Nachkomme eines Premierministers. Wer von einem Premierminister abstammt, ist keine gewöhnliche Person, das bedeutet, du bist auch der Nachkomme einer Berühmtheit!“ Du siehst, sobald sich jemand mit einer Berühmtheit in Verbindung bringt, ist seine Identität anders, sein sozialer Status steigt sofort an, und er wird zu einer angesehenen Person. Andere sagen: „Die Generation meiner Vorfahren bestand aus wohlhabenden Geschäftsleuten. Sie waren extrem reich. Später wurde ihr Vermögen wegen sozialer Veränderungen und Veränderungen im Gesellschaftssystem beschlagnahmt. Viele der Häuser, in denen die Leute im Umkreis von mehreren Dutzend Kilometern von hier jetzt wohnen, waren die Häuser meiner Vorfahren. Früher hatte das Haus meiner Familie vier- oder fünfhundert Zimmer, oder zumindest zwei- oder dreihundert Zimmer und insgesamt über hundert Bedienstete. Mein Großvater war der Besitzer des Geschäfts. Er hat nie gearbeitet, er hat nur andere angewiesen. Oma führte ein verwöhntes Leben, und beide hatten Bedienstete, die sie anzogen und ihre Kleidung wuschen. Als sich das soziale Umfeld später änderte, war das der Ruin der Familie, sodass wir nicht mehr zum Adel gehörten, sondern zu Bürgerlichen wurden. Früher war meine Familie groß und angesehen. Wenn sie am einen Ende des Dorfes mit dem Fuß aufstampften, konnte man die Erschütterung am anderen Ende des Dorfes spüren. Jeder wusste, wer sie waren. Aus so einer Familie stamme ich, was hältst du also davon? Das ist ziemlich außergewöhnlich, oder? Du solltest zu mir aufschauen, stimmt’s?“ Wieder andere sagen: „Der Reichtum deiner Vorfahren hat nichts Beeindruckendes an sich. Mein Vorfahre war ein Kaiser, und zwar ein Gründungskaiser. Es heißt, dass er seinen Nachnamen an mich weitergegeben hat. Alle aus meiner Familie sind seine direkten Verwandten, keine entfernten Verwandten. Was hältst du davon? Jetzt, wo du den Hintergrund meines Vorfahren kennst, solltest du mich da nicht mit neuer Bewunderung betrachten und mir ein wenig Respekt entgegenbringen? Solltest du nicht zu mir aufschauen?“ Manche Leute sagen: „Zwar waren keine meiner Vorfahren Kaiser, aber einer war ein General, der unzählige Feinde tötete, unzählige militärische Heldentaten vollbrachte und ein wichtiger Minister am kaiserlichen Hof wurde. Alle aus meiner Familie sind seine direkten Nachkommen. Bis heute erlernt meine Familie noch die Kampfkünste, die von meinen Vorfahren überliefert wurden und vor Außenstehenden geheim gehalten werden. Was hältst du davon? Ist meine Identität nicht etwas Besonderes? Ist mein Status nicht bedeutend?“ Diese besonderen Identitäten, die die Leute von ihren sogenannten entfernten Ahnenfamilien sowie von ihren modernen Familien in die Wiege gelegt bekommen, werden von den Menschen als ehrenhaft und ruhmreich angesehen, und von Zeit zu Zeit erwähnen sie sie und prahlen damit, als Symbol ihrer Identität und ihres sozialen Status. Einerseits tun sie es, um zu beweisen, dass ihre Identität und ihr Status außergewöhnlich sind. Andererseits bemühen sich die Leute auch, wenn sie diese Geschichten erzählen, einen höheren Rang und sozialen Status für sich selbst zu erlangen, um ihren Wert unter anderen zu steigern und außergewöhnlich und besonders zu erscheinen. Welchen Zweck hat es, ein außergewöhnlicher und besonderer Mensch zu werden? Es geht ihnen darum, ein größeres Maß an Respekt, Bewunderung und Achtung von anderen zu erlangen, damit sie ein komfortableres, leichteres und würdevolleres Leben führen können. Zum Beispiel gibt es besonders in einigen speziellen Umgebungen Leute, die es permanent nicht schaffen, innerhalb einer Gruppe ihre Präsenz zu behaupten oder den Respekt und die Achtung anderer zu gewinnen. Also suchen sie nach Gelegenheiten und nutzen von Zeit zu Zeit ihre besondere Identität oder ihren besonderen familiären Hintergrund, um ihre Präsenz zu behaupten und die Leute wissen zu lassen, dass sie außergewöhnlich sind, und um die Leute dazu zu bringen, sie zu schätzen und zu respektieren, damit sie unter den Menschen an Ansehen gewinnen. Sie sagen: „Meine eigene Identität, mein eigener Status und mein Kaliber sind zwar gewöhnlich, aber einer meiner Vorfahren war Berater einer Prinzenfamilie in der Ming-Dynastie. Hast du von Soundso gehört? Das war mein Vorfahre, der Großvater meines Urgroßvaters. Er war ein wichtiger Berater der Prinzenfamilie. Er war bekannt als ‚Das Genie‘. Er war Experte in allem, von Astronomie über Geografie, antike und moderne Geschichte bis hin zu chinesischen und auswärtigen Angelegenheiten. Er konnte auch Vorhersagen treffen. Der Geomantie-Feng-Shui-Kompass, den er benutzte, ist immer noch im Besitz unserer Familie.“ Obwohl sie vielleicht nicht oft darüber sprechen, unterhalten sie dennoch von Zeit zu Zeit andere mit der glanzvollen Geschichte ihrer Vorfahren. Niemand weiß, ob das, was sie sagen, wahr ist oder nicht, und manches davon könnte gelogen sein, aber manches könnte auch wahr sein. In jedem Fall ist die Identität, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen, in den Köpfen der Menschen sehr wichtig. Sie bestimmt ihre Stellung und ihren Status unter anderen, wie sie unter den Menschen behandelt werden und auch ihre Situation und ihren Rang unter den Menschen. Gerade weil Menschen diese Dinge, die sie ihrer ihnen in die Wiege gelegten Identität abgewinnen, wahrnehmen, wenn sie unter die Leute gehen, halten sie sie für sehr wichtig. Folglich prahlen sie von Zeit zu Zeit mit diesen „glorreichen“ und „brillanten“ Kapiteln ihrer Familiengeschichte, während sie es immer wieder vermeiden, jene Aspekte ihres familiären Hintergrunds oder jene Dinge zu erwähnen, die in ihrer Familie passiert sind und beschämend sind oder die Verachtung oder Diskriminierung hervorrufen könnten. Kurz gesagt, liegt den Menschen die Identität, die sie von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen, sehr am Herzen. Bei bestimmten Ereignissen nutzen sie oft ihre besondere familiäre Identität als Kapital und als Grund, um sich hervorzutun und so die Anerkennung der Menschen zu gewinnen und Status unter anderen zu erlangen. Egal, ob deine Familie dir Ruhm oder Schande bringt oder ob die Identität und der soziale Status, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, nobel oder bescheiden sind, was dich betrifft, ist diese Familie nicht mehr als das. Sie bestimmt nicht, ob du die Wahrheit verstehen kannst, ob du nach der Wahrheit streben kannst oder ob du den Weg des Strebens nach der Wahrheit einschlagen kannst. Daher sollten die Menschen ihr keine große Bedeutung beimessen, denn sie bestimmt weder das Schicksal eines Menschen noch seine Zukunft, und noch weniger bestimmt sie den Weg, den ein Mensch einschlägt. Die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, kann nur deine eigenen Gefühle und Wahrnehmungen gegenüber anderen bestimmen. Unabhängig davon, ob du die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, verachtest oder ob sie dir Grund zum Prahlen gibt, sie kann nicht bestimmen, ob du in der Lage sein wirst, den Weg des Strebens nach der Wahrheit einzuschlagen. Was also das Streben nach der Wahrheit betrifft, spielt es keine Rolle, welche Art von Identität oder sozialem Status deine Familie dir in die Wiege legt. Selbst wenn dir die Identität, die dir in die Wiege gelegt wird, das Gefühl gibt, überlegen und ehrwürdig zu sein, ist sie nicht erwähnenswert. Wenn sie andernfalls Gefühle wie Scham, Minderwertigkeit und ein geringes Selbstwertgefühl in dir auslöst, beeinträchtigt sie nicht dein Streben nach der Wahrheit. Ist das nicht so? (Ja.) Sie wird dein Streben nach der Wahrheit nicht im Geringsten beeinträchtigen, noch wird sie sich auf deine Identität als geschaffenes Wesen vor Gott auswirken. Im Gegenteil, unabhängig davon, welche Identität und welchen sozialen Status dir deine Familie in die Wiege legt, aus Gottes Sicht hat jeder die gleiche Chance, gerettet zu werden, und führt mit dem gleichen Status und der gleichen Identität seine Pflicht aus und strebt mit dem gleichen Status und der gleichen Identität nach der Wahrheit. Die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, ob sie nun ehrwürdig oder beschämend ist, bestimmt nicht deine Menschlichkeit, noch bestimmt sie den Weg, den du einschlägst. Aber wenn du ihr große Bedeutung beimisst und sie als wesentlichen Bestandteil deines Lebens und Seins betrachtest, wirst du dich fest an sie klammern, sie niemals loslassen und stolz auf sie sein. Wenn die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, nobel ist, wirst du sie als eine Art Kapital betrachten. Ist die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, hingegen niedrig, wirst du sie als etwas Beschämendes betrachten. Es spielt keine Rolle, ob die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, nobel, ruhmreich oder beschämend ist, das ist nur deine persönliche Auffassung und diese rührt nur daher, dass du die Sache aus der Perspektive deiner verdorbenen Menschlichkeit betrachtest. Es handelt sich bloß um dein eigenes Gefühl, deine eigene Wahrnehmung und dein eigenes Verständnis, was nicht im Einklang mit der Wahrheit steht und nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Deine Identität ist kein Kapital für dein Streben nach der Wahrheit und natürlich stellt sie auch kein Hindernis für dein Streben nach der Wahrheit dar. Wenn dein sozialer Status nobel und erhaben ist, bedeutet das nicht, dass er Kapital für deine Errettung darstellt. Wenn dein sozialer Status niedrig und bescheiden ist, bedeutet das nicht, dass er ein Hindernis für dein Streben nach der Wahrheit darstellt, geschweige denn für dein Streben nach Errettung. Obwohl das Umfeld und der Hintergrund sowie die Lebensqualität und die Lebensbedingungen einer Familie sich alle aus Gottes Anordnung ableiten, haben sie nichts mit der wahren Identität eines Menschen vor Gott zu tun. Jeder Mensch, egal aus welcher Familie er stammt oder ob sein familiärer Hintergrund glanzvoll oder minderwertig ist, ist in den Augen Gottes ein geschaffenes Wesen. Selbst wenn deine Familie einen glanzvollen Hintergrund hat und deine Identität und dein Status nobel sind, bist du immer noch ein geschaffenes Wesen. Genauso verhält es sich, wenn dein familiärer Status bescheiden ist und andere auf dich herabsehen, in Gottes Augen bist du trotzdem ein gewöhnliches geschaffenes Wesen – es gibt nichts Besonderes an dir. Unterschiedliche familiäre Hintergründe bieten den Menschen unterschiedliche Umgebungen, in denen sie heranwachsen, und unterschiedliche familiäre Lebensbedingungen vermitteln den Menschen unterschiedliche Sichtweisen im Umgang mit materiellen Dingen, der Welt und dem Leben. Ob jemand im Leben wohlhabend oder bedürftig ist, oder ob die familiären Umstände privilegiert sind oder nicht – hierbei handelt es sich einfach um eine unterschiedliche Erfahrung für unterschiedliche Menschen. Relativ gesehen haben diejenigen, die arm sind und deren Familie einen bescheidenen Lebensstandard hat, eine tiefere Lebenserfahrung, während es für diejenigen, die reich sind und deren Familie besonders privilegiert ist, schwieriger ist, dies zu erreichen, richtig? (Ja.) Es ist egal, in welchem familiären Umfeld du aufgewachsen bist und welche Identität und welchen sozialen Status du durch diese familiäre Umgebung erlangt hast, wenn du vor Gott trittst, wenn du von Gott als geschaffenes Wesen anerkannt und akzeptiert wirst, bist du in Gottes Augen genauso wie andere Menschen, du bist anderen Menschen ebenbürtig, es gibt nichts Besonderes an dir, und Gott wird bei Seinen Anforderungen an dich dieselben Methoden und dieselben Maßstäbe anwenden. Wenn du sagst, „ich habe einen besonderen sozialen Status“, dann musst du diese „Besonderheit“ vor Gott außer Acht lassen; wenn du sagst, „mein sozialer Status ist niedrig“, dann musst du auch diese „Niedrigkeit“ außer Acht lassen. Vor Gott muss jeder von euch die Identität, die er von seiner Familie in die Wiege gelegt bekommen hat, hinter sich lassen, sie loslassen, die Identität annehmen, die Gott dir als geschaffenes Wesen gegeben hat, und diese Identität annehmen, indem du die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut ausführst. Wenn du aus einer guten Familie kommst und einen noblen Status hast, gibt es nichts, womit du dich rühmen könntest, und du bist nicht nobler als jeder andere. Warum ist das so? In Gottes Augen bist du, solange du ein geschaffenes menschliches Wesen bist, voller verdorbener Dispositionen und gehörst zu denen, die Gott retten will. Auch wenn die Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, niedrig und bescheiden ist, musst du trotzdem die Identität eines geschaffenen Wesens annehmen, die Gott dir gegeben hat, und als geschaffenes Wesen vor Gott treten, um die Errettung durch Ihn anzunehmen. Du magst sagen: „Der soziale Status meiner Familie ist niedrig, und meine Identität ist ebenfalls niedrig. Die Leute schauen auf mich herab.“ Gott sagt, dass das keine Rolle spielt. Heute erscheinst du vor Gott nicht mehr als ein Mensch mit der Identität, die dir von deiner Familie in die Wiege gelegt wurde. Deine jetzige Identität ist die eines geschaffenen Wesens, und was du annehmen solltest, sind Gottes Anforderungen an dich. Gott bevorteilt keinen Menschen. Er schaut nicht auf deinen familiären Hintergrund oder deine Identität, denn in Seinen Augen bist du wie jeder andere. Du bist von Satan verdorben worden, du bist ein Mitglied der verdorbenen Menschheit, und du bist ein geschaffenes Wesen vor Gott, also gehörst du zu denen, die Gott retten will. Es spielt keine Rolle, ob du der Nachkomme von hochrangigen Beamten oder superreichen Eltern bist, ob du ein privilegierter junger Mann oder eine Prinzessin bist oder ob du das Kind von Kleinbauern oder einer einfachen Person bist. Diese Dinge sind nicht wichtig, und Gott achtet auf nichts davon. Denn was Gott retten will, das bist du als Person. Er will deine verdorbene Disposition ändern, nicht deine Identität. Deine verdorbene Disposition wird nicht durch deine Identität bestimmt, noch wird dein Wert durch deine Identität bestimmt, und deine verdorbene Disposition kommt nicht von deiner Familie. Gott will dich nicht retten, weil dein Status vielleicht bescheiden ist, und erst recht nicht, weil dein Status vielleicht hochrangig ist. Es ist vielmehr so, dass Gott dich wegen Seines Plans und Seiner Führung ausgewählt hat, weil du von Satan verdorben wurdest und ein Mitglied der verdorbenen Menschheit bist. Vor Gott bist du wie jeder andere, unabhängig davon, welche Identität du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst. Ihr alle seid Mitglieder der Menschheit, die von Satan verdorben worden sind und verdorbene Dispositionen haben. Ihr seid nichts Besonderes. Ist das nicht so? (Ja.) Wenn daher jemand in eurer Nähe das nächste Mal sagt, „Ich war früher Bezirksmagistrat“, oder, „Ich war ein Provinzgouverneur“, oder jemand sagt, „Unsere Vorfahren waren Kaiser“, oder jemand sagt, „Ich war Kongressabgeordneter“, oder, „Ich habe für das Präsidentenamt kandidiert“, oder jemand sagt, „Ich war Vorsitzender eines großen Unternehmens“, oder, „Ich war der Chef eines staatlichen Unternehmens“, was ist daran so toll? Ist es wichtig, dass du früher einmal leitender Angestellter oder befehlshabender Offizier warst? Diese Welt und diese Gesellschaft legen großen Wert auf die Identität und den sozialen Status der Menschen und entscheiden je nach deiner Identität und deinem sozialen Status, wie sie dich behandeln. Aber jetzt bist du im Haus Gottes, und Gott wird dich nicht anders betrachten, weil du in der Vergangenheit herausragend warst oder weil deine Identität früher herausragend und ruhmreich war. Besonders jetzt, da Er von dir verlangt, nach der Wahrheit zu streben, hat es da irgendeinen Sinn, mit deinen Qualifikationen, deinem sozialen Status und deinem Wert zu prahlen? (Nein, hat es nicht.) Wäre es töricht, das zu tun? (Ja.) Törichte Menschen neigen dazu, diese Dinge zu nutzen, um sich mit anderen zu messen. Es gibt auch einige neue Gläubige, die wenig Größe aufweisen und die Wahrheit nicht verstehen und die oft diese Dinge aus der Gesellschaft und der Familie nutzen, um sich mit anderen zu vergleichen. Menschen, die in ihrem Glauben an Gott eine gewisse Grundlage und Größe haben, würden dies in der Regel nicht tun, noch würden sie über solche Dinge sprechen. Seine Familienidentität oder seine soziale Stellung als Kapital zu nutzen, steht nicht im Einklang mit der Wahrheit.
Da Ich nun viel darüber Gemeinschaft gehalten habe, verstehst du das, was Ich über die Identität gesagt habe, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst? (Ja.) Erzählt Mir etwas darüber. (Gott, ich werde etwas dazu sagen. Die Menschen legen oft besonderen Wert auf die Familie, in die sie hineingeboren wurden, und auf die Identität und den Status ihrer Familie in der Gesellschaft. Menschen, die in eine Familie mit einem niedrigen sozialen Status hineingeboren werden, neigen dazu zu denken, dass sie irgendwie minderwertiger sind als andere. Sie denken, dass sie aus sehr bescheidenen Verhältnissen kommen, weshalb sie vor der Gesellschaft nicht erhobenen Hauptes dastehen können, also sind sie bestrebt, ihren sozialen Status zu verbessern; diejenigen, die in eine Familie mit relativ hohem Ansehen und Status hineingeboren werden, neigen dazu, ziemlich arrogant und eingebildet zu sein, sie lieben es zu prahlen, und es ist ihnen angeboren, sich überlegen zu fühlen. Aber eigentlich ist der soziale Status der Menschen nicht das Wichtigste, denn vor Gott haben alle Menschen die gleiche Identität und den gleichen Status – sie sind alle geschaffene Wesen. Die Identität und der Status eines Menschen können nicht bestimmen, ob er nach der Wahrheit streben, die Wahrheit praktizieren oder gerettet werden kann, daher sollte man sich durch seine Identität und seinen Status nicht einschränken lassen.) Sehr gut. Leute, die nicht nach der Wahrheit streben, nehmen die Identität und den sozialen Status eines Menschen sehr wichtig, daher sagen sie in bestimmten besonderen Umständen Dinge wie: „Kennst du den Soundso in unserer Kirche? Seine Familie ist wohlhabend!“ Ihre Augen leuchten auf, wenn sie das Wort „wohlhabend“ aussprechen, was auf ihre äußerst neidische und eifersüchtige Mentalität hindeutet. Ihre Neidgefühle nehmen seit einer so langen Zeit immer stärker zu, bis sie den Punkt erreichen, an dem sie diese Leute anschmachten und sagen: „Oh, kennst du, diese Leute dort drüben? Ihr Vater ist ein hochrangiger Beamter, und seiner ist Landrat; ihr Vater ist Bürgermeister, und der Vater von dem dort ist Sekretär in irgendeiner Regierungsabteilung!“ Wenn sie jemanden sehen, der schöne Kleidung trägt oder sich gut kleidet, der ein bisschen Klasse oder gewisse Einblicke hat oder besonders hochwertige Dinge benutzt, sind sie neidisch und denken, „ihre Familie ist reich, sie müssen im Geld schwimmen“, und sie sind voller Bewunderung und Neid. Wann immer sie darüber sprechen, dass Soundso der Chef irgendeiner Firma ist, interessiert sie die Identität dieser Person mehr als die Person selbst. Sie sprechen immer über den Beruf dieser Person, auch wenn diese ihn selbst nie erwähnt, und sie stimmen sogar für diese Person, wenn es an der Zeit ist, den Kirchenleiter zu wählen. Sie hegen besondere Gefühle für Menschen, die einen höheren sozialen Status haben als sie selbst, und lassen ihnen besondere Aufmerksamkeit zukommen. Sie versuchen immer, sich bei diesen Leuten anzubiedern, ihnen nahe zu kommen und ihnen zu schmeicheln, während sie sich selbst hassen und denken: „Warum ist mein Vater kein Beamter? Warum wurde ich in diese Familie hineingeboren? Warum habe ich nichts Gutes über meine Familie zu sagen? Die Familien, in die sie hineingeboren wurden, sind entweder Beamtenfamilien oder Familien wohlhabender Geschäftsleute, wohingegen meine Familie nichts hat. Alle meine Geschwister sind gewöhnliche Leute, Kleinbauern, die das Land bewirtschaften und die alle am unteren Ende der Gesellschaft stehen. Und je weniger meine Eltern erwähnt werden, desto besser – sie sind nicht einmal gebildet. Wie peinlich!“ Sobald jemand ihre Eltern erwähnt, weichen sie aus und sagen: „Lass uns nicht über dieses Thema sprechen, lass uns über etwas anderes reden. Lass uns über Soundso in unserer Kirche sprechen. Schau dir seine Führungsposition an, er versteht sich darauf, Leiter zu sein. Er macht das seit Jahrzehnten, niemand könnte ihn ersetzen. Dieser Typ wurde zum Leiter geboren. Wenn man nur dasselbe von uns sagen könnte. Jetzt, da er an Gott glaubt, bekommt er einen Segen nach dem anderen. Er ist wirklich ein gesegneter Mensch, weil er schon alles hat, was man sich in der Gesellschaft nur wünschen kann, und jetzt, da er in Gottes Haus gekommen ist, kann er auch in das Himmelreich eingehen und einen schönen Bestimmungsort bekommen.“ Wenn ein Beamter ins Haus Gottes kommt, glauben sie, dass er oder sie Kirchenleiter sein und einen schönen Bestimmungsort haben sollte. Wer entscheidet das? Haben sie das letzte Wort? (Nein.) Das ist eindeutig etwas, das Ungläubige sagen. Wenn sie jemanden sehen, der gewisse Fähigkeiten und eine angeborene Begabung hat, der sich gut kleidet und die guten Dinge im Leben genießt, der ein schönes Auto fährt und in einem großen Haus lebt, dann beharren sie darauf, mit dieser Person zu verkehren, schmeicheln ihr und machen sich bei ihr beliebt. Dann gibt es andere, die der Meinung sind, einen hohen sozialen Status und Ansehen zu haben. Wenn sie in Gottes Haus kommen, verlangen sie ständig besondere Privilegien, rufen ihren Brüdern und Schwestern Befehle zu und behandeln sie wie Sklaven, weil sie so daran gewöhnt sind, das Leben einer Amtsperson zu führen. Denken solche Leute, dass ihre Brüder und Schwestern ihre Untergebenen sind? Wenn es an der Zeit ist, einen Kirchenleiter zu wählen, und sie nicht ausgewählt werden, werden sie wütend und sagen: „Ich werde nicht mehr glauben. Das Haus Gottes ist nicht fair, es gibt den Menschen keine Chance. Das Haus Gottes sieht auf die Menschen herab!“ Sie haben sich daran gewöhnt, draußen in der Welt eine Amtsperson zu sein, und denken, dass sie das einzig Wahre sind. Wenn sie also in das Haus Gottes kommen, versuchen sie immer das Sagen zu haben und bei allem die Führung zu übernehmen. Dabei verlangen sie besondere Privilegien, und sie gehen mit dem Haus Gottes genauso um wie mit der Welt und der Gesellschaft. Draußen in der Welt mag jemand die Ehefrau eines Amtsträgers sein, aber wenn sie in das Haus Gottes kommt, will sie immer noch wie die Ehefrau eines Amtsträgers behandelt werden und möchte, dass die Leute ihr schmeicheln und ihr hinterherlaufen. Wenn die Brüder oder Schwestern bei Versammlungen vergessen, sie zu begrüßen, wird sie wütend und hört auf, die Versammlungen zu besuchen, weil sie das Gefühl hat, dass die Menschen sie nicht ernst nehmen und dass der Glaube an Gott sinnlos ist. Ist das nicht unvernünftig? (Ja.) Es spielt keine Rolle, welche besondere Identität du in der Gesellschaft hast, wenn du ins Haus Gottes kommst, verlierst du deine besondere Identität. Vor Gott und vor der Wahrheit haben die Menschen nur eine Identität, nämlich die eines geschaffenen Wesens. Ob du draußen in der Welt ein Regierungsbeamter oder die Ehefrau eines Amtsträgers bist, ob du ein Mitglied der gesellschaftlichen Elite oder ein einfacher Schreiberling bist, oder ob du ein General oder ein Soldat bist, im Haus Gottes hast du nur eine Identität, nämlich die eines geschaffenen Wesens. Es gibt nichts Besonderes an dir, sei also nicht auf besondere Privilegien aus und zwing die Menschen nicht dazu, dich anzubeten. Es gibt noch andere, die aus einer besonderen christlichen Familie kommen, oder aus einer Familie, die seit Generationen an den Herrn glaubt. Ihre Mutter könnte ein Priesterseminar absolviert haben und ihr Vater Pastor sein. Sie kommen in der religiösen Gemeinschaft besonders gut an, und die Gläubigen versammeln sich um sie. Nachdem sie diese Phase von Gottes Werk angenommen haben, haben sie immer noch das Gefühl, die gleiche Identität wie vorher zu haben, aber sie leben in einer Traumwelt! Es ist an der Zeit, dass sie mit dem Träumen aufhören und aufwachen. Es spielt keine Rolle, ob du Pastor oder Leiter bist, wenn du in das Haus Gottes kommst, musst du die Regeln des Hauses Gottes verstehen und lernen, deine Identität zu ändern. Das ist das Erste, was du tun musst. Du bist kein hochrangiger Beamter, noch bist du ein einfacher Schreiberling, du bist keine wohlhabende Geschäftsperson, und du bist auch nicht arm und mittellos. Wenn du in das Haus Gottes kommst, hast du nur eine Identität, nämlich die Identität, die Gott dir gegeben hat – die eines geschaffenen Wesens. Was sollten geschaffene Wesen tun? Du solltest weder mit deiner Familiengeschichte oder mit dem sozialen Status, den dir deine Familie in die Wiege gelegt hat, prahlen, noch solltest du deinen überlegenen sozialen Status benutzen, um im Haus Gottes Amok zu laufen und nach besonderen Privilegien zu trachten, und du solltest ganz sicherlich nicht die Erfahrungen, die du in der Gesellschaft gesammelt hast, und das Gefühl der Überlegenheit, das dir dein sozialer Status verleiht, benutzen, um dich im Haus Gottes wie ein souveräner Herrscher zu benehmen und dort das Sagen zu haben. Vielmehr solltest du im Haus Gottes deine Pflicht als geschaffenes Wesen gut ausführen, dich anständig benehmen, deinen Familienhintergrund nicht erwähnen, dich nicht überlegen fühlen, und du solltest auch keine Minderwertigkeitskomplexe haben; du hast keinen Grund, dich unterlegen oder überlegen zu fühlen. Kurz gesagt, du musst gehorsam das tun, was ein geschaffenes Wesen tun sollte, und die Pflicht, die ein geschaffenes Wesen ausführen sollte, gut ausführen. Manche Menschen sagen: „Heißt das, dass ich mich zügeln und zurückhalten muss?“ Nein, du musst dich nicht zügeln oder zurückhalten, du musst dich nicht untertänig verhalten, und du musst ganz bestimmt auch nicht hochmütig sein. Du musst nicht versuchen, aufzufallen, du musst dich nicht verstellen, und du musst keine Zugeständnisse machen, nur um alle zufrieden zu stellen. Gott behandelt die Menschen fair und gerecht, weil Gott die Wahrheit ist. Gott hat viele Worte an die Menschen gerichtet und viele Forderungen an sie gestellt, und schlussendlich verlangt Er, dass du deine Pflicht als geschaffenes Wesen gut ausführst und alles, was ein geschaffenes Wesen tun sollte, ordnungsgemäß tust. Was den Umgang mit der Frage der Identität betrifft, die die Menschen von ihrer Familie in die Wiege gelegt bekommen, wird auch von dir verlangt, die Menschen und Dinge auf der Grundlage der Worte Gottes zu betrachten und dich dementsprechend zu benehmen und zu verhalten, wobei die Wahrheit dein Maßstab sein sollte, anstatt das Gefühl der Überlegenheit, das dir deine Familie mitgegeben hat, zur Schau zu stellen. Und wenn du aus einer benachteiligten Familie stammst, musst du selbstverständlich nicht lautstark darüber sprechen und jedem erzählen, wie schlecht sie ist. Andere mögen sagen: „‚Frag einen Helden nicht nach seiner Herkunft‘? – wird das in Gottes Haus verlangt?“ Ist dieser Spruch die Wahrheit? (Nein.) Dieser Spruch ist nicht die Wahrheit, also musst du nichts auf der Grundlage dieses Spruchs bemessen und du musst es auch nicht als Maßstab verwenden, um den Anforderungen zu entsprechen, die Gott an dich stellt. Was die Identität angeht, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, verlangt Gott von dir, dass du deine Pflicht tust. Vor Gott hast du nur eine Identität, nämlich die eines geschaffenen Wesens, also solltest du Dinge loslassen, die dich darin beeinträchtigen oder hindern können, ein gutes geschaffenes Wesen zu sein. Du solltest diesen Dingen keinen Platz in deinem Herzen einräumen und ihnen auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Sei es deine Erscheinung oder deine Einstellung, bei beidem solltest du die bestimmte Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, loslassen. Was hältst du davon? Ist das machbar? (Ja.) Vielleicht hast du eine achtbare Identität von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommen, oder vielleicht wirft dein Familienhintergrund einen Schatten auf deine Identität. Wie dem auch sei, Ich hoffe, du befreist dich davon und nimmst diese Sache ernst, und Ich hoffe, dass du danach, wenn du auf irgendwelche besonderen Situationen stößt und diese Dinge die Ausführung deiner Pflicht beeinflussen und sich auf deinen Umgang mit den Menschen auswirken und die richtigen Grundsätze beeinträchtigen, die du im Umgang mit den Dingen haben solltest, und deine Grundsätze, um mit anderen zurechtzukommen, aufhören kannst, von der Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommen hast, beeinflusst zu werden, und jeden und alles richtig behandeln kannst. Nehmen wir zum Beispiel an, es gibt eine Frau in der Kirche, die ihre Pflichten immer nur oberflächlich ausführt und ständig stört. Wie solltest du mit ihr umgehen? Du zerbrichst dir darüber den Kopf und denkst: „Ich muss sie zurechtstutzen, denn wenn ich sie nicht zurechtstutze, wird es die Arbeit der Kirche beeinträchtigen.“ Also machst du dich daran, sie zurechtzustutzen. Aber sie zeigt keine Einsicht und erfindet jede Menge Ausreden. Du hast keine Angst vor ihr, also hältst du weiter mit ihr Gemeinschaft und stutzt sie weiterhin zurecht. Sie sagt: „Weißt du, wer ich bin?“, und du antwortest: „Was kümmert es mich, wer du bist?“ Sie sagt: „Mein Ehemann ist der Chef deines Ehemanns. Wenn du es mir heute schwer machst, wird dein Ehemann Schwierigkeiten bekommen.“ Du antwortest: „Es geht hier um die Arbeit des Hauses Gottes. Wenn du sie nicht gut erledigst und dich weiterhin störend verhältst, werde ich dich aus deiner Pflicht entlassen.“ Daraufhin sagt sie: „Ich habe dir jedenfalls gesagt, was passieren wird. Entscheide selbst, was zu tun ist!“ Was meint sie mit „entscheide selbst“? Sie lässt dich wissen, dass sie dafür sorgen wird, dass dein Mann gefeuert wird, wenn du es wagst, sie zu entlassen. An diesem Punkt denkst du: „Diese Frau hat eine starke Rückendeckung, kein Wunder, dass sie immer so arrogant redet“. Also änderst du deinen Ton und sagst: „Also gut, dieses Mal werde ich es durchgehen lassen, aber beim nächsten Mal nicht! Ich habe es nicht böse gemeint, das ist alles zum Wohle der Kirchenarbeit. Wir sind alle Brüder und Schwestern, die an Gott glauben, wir sind alle eine Familie. Überleg einmal, ich bin die Kirchenleiterin, wie kann ich mich da nicht verantwortlich zeigen? Wenn ich mich nicht verantwortlich zeigen würde, hättet ihr mich nicht gewählt, oder?“ Du versuchst, die Wogen zu glätten. Stecken dahinter irgendwelche Grundsätze? Der Schutzwall tief in deinem Herzen ist zusammengebrochen, du wagst es nicht, an den Grundsätzen festzuhalten, und du gibst nach. Ist das nicht der Fall? (Ja.) Also lässt du sie am Ende ungeschoren davonkommen. Du schämst dich, dass deine Identität nicht so nobel ist wie ihre, und dass ihr sozialer Status höher ist als deiner, also fühlst du dich genötigt, dich von ihr kontrollieren zu lassen und ihr zu gehorchen. Obwohl ihr beide an Gott glaubt, lässt du dich doch von ihr erpressen. Wenn du dich nicht von dem Einfluss, den der soziale Status auf dich ausübt, befreien kannst, wirst du die Grundsätze nicht hochhalten können, du wirst die Wahrheit nicht praktizieren können, und du wirst vor Gott nicht treu sein. Wenn du Gott nicht treu bist, wird Gott dich dann akzeptieren? Wird Gott dir vertrauen? Wird Er dir noch wichtige Arbeiten anvertrauen? Er wird dich als eine unzuverlässige Person betrachten, denn im kritischen Moment hast du die Interessen des Hauses Gottes verraten, um deine eigenen Interessen zu schützen. Im kritischen Moment hast du Angst vor den bösen Mächten bekommen, die von der Gesellschaft und von Satan herrühren, weshalb du die Interessen des Hauses Gottes verraten hast und es nicht geschafft hast, in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Das ist eine schwere Verfehlung und ein Zeichen dafür, dass du Schande über Gott gebracht hast. Warum ist das so? Weil du damit deine Identität als geschaffenes Wesen verraten hast und gegen diesen Grundsatz, das zu tun, was ein geschaffenes Wesen tun sollte, verstoßen hast. Beim Umgang mit dieser Angelegenheit hast du dich von deinem sozialen Status und deiner Identität in der Gesellschaft beeinflussen lassen. Wenn du vor irgendeinem Problem stehst und dabei die negativen Einflüsse der Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommen hast, nicht loslassen kannst, dann könntest du auf diese Probleme mit unerwarteten Handlungen reagieren. Einerseits werden diese Dinge dich dazu bringen, gegen die Wahrheit zu verstoßen, und andererseits werden sie dich völlig ratlos machen, sodass du nicht weißt, welche Entscheidungen du treffen sollst. Das wird leicht dazu führen, dass du eine Verfehlung begehst und es bereust, sodass du vor Gott befleckt sein und als unzuverlässige Person betrachtet wirst, die gegen den Grundsatz verstoßen hat, den Gott der Menschheit einprägt, nämlich die Pflicht als geschaffenes Wesen gut auszuführen und das zu tun, was ein geschaffenes Wesen tun sollte. Denkt darüber nach, diese Angelegenheit ist zwar etwas trivial, aber im Hinblick auf ihre Schwere auch sehr bedeutend, nicht wahr? (Ja.)
2. Die Prägung loslassen, die man von der eigenen Familie bekommt
a. Die Prägung durch die Familie in Bezug auf die eigenen Vorstellungen
Ich habe gerade über das Loslassen der Identität, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, Gemeinschaft gehalten. Ist es einfach, das zu tun? (Ja, es ist einfach.) Ist es einfach, das zu tun? Unter welchen Umständen wird diese Angelegenheit dich betreffen und dich stören? Wenn dein Verständnis dieser Angelegenheit nicht richtig und rein ist, wirst du in einer bestimmten Art von Umfeld davon beeinflusst werden, und es wird sich auf deine Fähigkeit auswirken, deine Pflicht gut auszuführen, und es wird Einfluss auf deine Methoden im Umgang mit den Dingen und auf die Ergebnisse haben. Wenn es also um die Identität geht, die du von deiner Familie in die Wiege gelegt bekommst, solltest du sie richtig behandeln und dich nicht von ihr beeinflussen oder kontrollieren lassen. Stattdessen solltest du Menschen und Dinge nach den Methoden betrachten, die Gott den Menschen vermittelt, und dich nach diesen verhalten und nach ihnen normal handeln. Auf diese Weise wirst du über die Einstellung und die Grundsätze verfügen, die ein maßstabsgerechtes geschaffenes Wesen in dieser Hinsicht aufweisen sollte. Als Nächstes werden wir über das Loslassen der Prägung durch die Familie Gemeinschaft halten. In dieser Gesellschaft werden den Menschen die Grundsätze im Umgang mit der Welt, ihre Methoden zum Leben und Dasein und sogar ihre Einstellungen und Auffassungen zu Religion und Glauben sowie ihre verschiedenen Auffassungen und Ansichten zu Menschen, Ereignissen und Dingen unvermeidlich von der Familie eingetrichtert. Bevor die Menschen die Wahrheit verstehen, wobei ihr Alter, Geschlecht, Beruf oder die Einstellung, die sie allem gegenüber haben – ob sie nun extrem oder rational ist – keine Rolle spielen, werden, kurz gesagt, in jeder Hinsicht die Gedanken und Ansichten der Menschen und ihre Einstellungen zu den Dingen stark von der Familie beeinflusst. Das heißt, die verschiedenen Prägungen, die die Familie bei einer Person hervorruft, bestimmen in hohem Maße die Einstellung dieser Person zu Dingen und ihre Methode im Umgang mit diesen sowie ihre Lebensanschauung und sie beeinflussen sogar ihren Glauben. Da die Familie die Menschen so maßgeblich prägt und beeinflusst, stammen die Methoden und Grundsätze der Menschen für weltliche Angelegenheiten sowie ihre Sichtweise auf ihre Existenz und ihre Ansichten über den Glauben unweigerlich aus der Familie. Die Familie selbst ist nicht der Ort, an dem die Wahrheit entsteht, noch ist sie die Quelle der Wahrheit, und jegliche Denkweise und Sichtweise oder Art, zu überleben, die dir von deiner Familie eingeprägt wird, geschieht unter dem Deckmantel, „zu deinem eigenen Besten“ zu sein. Ganz gleich, ob diese Dinge, die dir von deiner Familie eingeprägt werden, von deinen Eltern, Ältesten oder von deinen Vorfahren stammen, kurz gesagt, zielen sie alle darauf ab, dich zu befähigen, deine eigenen Interessen in der Gesellschaft und unter anderen Leuten zu wahren, zu verhindern, dass du schikaniert wirst, und dich zu befähigen, mit größerer Leichtigkeit und List unter den Menschen zu leben, damit deine eigenen Interessen so weit wie möglich geschützt werden können. Die Prägung, die du von deiner Familie erhältst, ist dazu gedacht, dich zu schützen, zu verhindern, dass du schikaniert wirst oder irgendeine Demütigung erleidest, und dir zu helfen, jemand zu werden, der als Sieger hervorgeht. Selbst wenn du andere schikanierst oder ihnen schadest, ist es in Ordnung, solange du selbst unbeschadet bleibst. Dies sind einige der wichtigsten Dinge, die deine Familie dir eintrichtert, und sie sind auch das Wesen und das Hauptziel hinter allen Ideen, die in dich eingetrichtert werden. Ist das nicht der Fall? (Ja.) Wenn du das Ziel und das Wesen aller Dinge betrachtest, die deine Familie dir eingetrichtert hat, stimmt dann irgendetwas davon mit der Wahrheit überein? Selbst wenn diese Dinge mit der Ethik oder den legitimen Rechten und Interessen der Menschheit übereinstimmen, haben sie irgendeine Verbindung zur Wahrheit? Sind sie die Wahrheit? (Nein.) Man kann mit aller Sicherheit sagen, dass sie definitiv nicht die Wahrheit sind. Egal, wie positiv und legitim, menschlich und ethisch die Menschen die Dinge, die deine Familie dir eintrichtert, auch finden, sie sind nicht die Wahrheit, noch können sie die Wahrheit verkörpern, und natürlich können sie die Wahrheit nicht ersetzen. Daher sind diese Dinge, wenn es um das Thema Familie geht, ein weiterer Aspekt, den die Menschen loslassen sollten. Was genau ist dieser Aspekt? Er betrifft die Prägung, die die Familie bei dir hervorruft, – das ist der zweite Aspekt, den du in Bezug auf die Familie loslassen solltest. Da wir über die Prägung diskutieren, die die Familie bei dir hervorruft, wollen wir zunächst darüber sprechen, worin genau diese Prägungen bestehen. Wenn wir sie nach dem menschlichen Konzept von Recht und Unrecht unterscheiden, sind einige relativ korrekt, positiv und präsentabel und können sich sehen lassen, während andere relativ egoistisch, niederträchtig, gemein und relativ negativ sind und sonst nichts. Auf jeden Fall sind diese Prägungen seitens der Familie aber wie eine Schicht schützender Kleidung, die kollektiv die fleischlichen Interessen einer Person schützt, ihre Würde vor anderen bewahrt und verhindert, dass sie schikaniert wird. Ist das nicht so? (Ja.) Lasst uns also darüber sprechen, welche Prägungen die eigene Familie bei den Menschen hervorruft.
Eine detaillierte Analyse von „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“
Wenn Familienälteste dir oft sagen: „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“, dann tun sie das, damit du Wert darauf legst, ein gutes Bild von dir abzugeben, ein respektables Leben zu führen und es zu vermeiden, Dinge zu tun, die dir Schande bereiten. Führt dieser Spruch Menschen in eine positive oder negative Richtung? Kann er dich zur Wahrheit führen? Kann er dich dazu bringen, die Wahrheit zu verstehen? (Nein, das kann er nicht.) Ganz gewiss nicht! Gott verlangt von den Menschen, dass sie ehrlich sind. Wenn du eine Verfehlung begangen oder etwas falsch gemacht hast oder etwas getan hast, das sich gegen Gott auflehnt und gegen die Wahrheit verstößt, musst du über dich selbst nachdenken, deinen Fehler erkennen und deine verdorbenen Dispositionen im Detail analysieren; nur so kannst du wahre Reue erlangen und danach im Einklang mit Gottes Worten handeln. Welche Denkweise müssen die Menschen besitzen, um Ehrlichkeit zu praktizieren? Gibt es einen Konflikt zwischen der erforderlichen Denkweise und der Sichtweise, die durch die Redewendung „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“ veranschaulicht wird? (Ja.) Worin liegt der Konflikt? Der Spruch „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“ sagt den Menschen, dass sie Wert darauf legen sollen, sich von ihrer besten Seite zu zeigen und mehr Dinge zu tun, die sie gut dastehen lassen, anstatt schlechte oder unehrenhafte Dinge zu tun, die ihre hässliche Seite enthüllen – und dass sie es vermeiden sollen, ein Leben zu führen, das nicht achtbar oder würdevoll ist. Um des eigenen Stolzes willen, um sich selbst gut dastehen zu lassen, kann man sich selbst nicht als völlig wertlos bezeichnen, geschweige denn anderen von seiner dunklen Seite und seinen beschämenden Aspekten erzählen, denn man muss ein achtbares und würdevolles Leben führen, und um Würde zu haben, braucht man Stolz, und um Stolz zu haben, muss man sich verstellen und sich herausputzen. Steht das nicht im Widerspruch dazu, ein ehrlicher Mensch zu sein? (Ja.) Wenn du ein ehrlicher Mensch bist, hast du die Redewendung „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“ bereits aufgegeben. Wenn du ein ehrlicher Mensch sein willst, solltest du deinem Image keine Bedeutung beimessen; das Image eines Menschen ist keinen Cent wert. In der Gegenwart der Wahrheit sollte man sich selbst bloßstellen, sich nicht verstellen oder eine Fassade schaffen. Man muss vor Gott alle Tatsachen und Wahrheiten über sich selbst offenbaren, etwa was man wirklich denkt, welche Fehler man gemacht hat und auf welche Weise man gegen die Wahrheitsgrundsätze verstoßen hat, und diese Dinge auch seinen Brüdern und Schwestern offen darlegen. Man lebt nicht für seinen eigenen Stolz, sondern vielmehr dafür, ein ehrlicher Mensch zu sein, dafür, nach der Wahrheit zu streben, dafür, als ein wahres geschaffenes Wesen zu leben und dafür zu leben, Gott zufriedenzustellen und gerettet zu werden. Aber wenn du diese Wahrheit nicht verstehst und Gottes Absichten nicht verstehst, verhält es sich normalerweise so, dass die Dinge, mit denen dich deine Familie geprägt hat, in deinem Herzen vorherrschen. Wenn du also etwas falsch machst, vertuschst du es und verstellst dich und denkst dabei: „Ich kann niemandem davon erzählen, und ich werde auch nicht zulassen, dass irgendjemand, der davon weiß, jemandem davon erzählt. Wenn einer von euch es jemandem erzählt, werde ich denjenigen nicht ungeschoren davonkommen lassen. Mein Stolz steht an erster Stelle. Man lebt für nichts anderes als für den eigenen Stolz, der wichtiger ist als alles andere. Wenn ein Mensch keinen Stolz hat, verliert er seine ganze Würde. Du kannst also nicht ehrlich sprechen, du musst dich verstellen, musst Dinge vertuschen, andernfalls wirst du keinen Stolz oder keine Würde mehr haben, und dein Leben wird wertlos sein. Wenn niemand dich respektiert, bist du einfach wertlos, du bist einfach billiger Müll.“ Ist es möglich, ein ehrlicher Mensch zu sein, indem man so praktiziert? Ist es möglich, sich offenzulegen und sich selbst im Detail zu analysieren? (Nein, das ist es nicht.) Wenn du das tust, hältst du dich eindeutig an den Spruch „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“, mit dem dich deine Familie geprägt hat. Wenn du diesen Spruch jedoch loslässt, um nach der Wahrheit zu streben und die Wahrheit zu praktizieren, wird er dich nicht mehr beeinflussen, und er wird nicht mehr das Motto oder der Grundsatz deiner Taten sein. Stattdessen wird das, was du tust, das exakte Gegenteil dieses Spruches „Wie ein Baum seine Rinde braucht, so braucht ein Mensch seinen Stolz“ sein. Du wirst nicht für deinen Stolz oder für deine Würde leben, sondern du wirst dafür leben, nach der Wahrheit zu streben, ein ehrlicher Mensch zu sein und danach zu streben, Gott zufriedenzustellen und als ein wahres geschaffenes Wesen zu leben. Wenn du dich an diesen Grundsatz hältst, hast du die Dinge losgelassen, die dir deine Familie eingetrichtert hat.
Eine detaillierte Analyse von „Ein Mann hinterlässt dort, wo er Zeit verbracht hat, seinen Namen; so wie eine Gans dort, wo sie fliegt, gellend schnattert“
Die Familie trichtert den Menschen nicht nur ein oder zwei Sprüche ein, sondern eine ganze Reihe von bekannten Zitaten und Aphorismen. Erwähnen deine Familienältesten und Eltern zum Beispiel oft den Spruch „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“? (Ja.) Sie sagen dir: „Die Menschen müssen für ihren Ruf leben. Menschen sollten in ihrem Leben nach nichts anderem suchen, als sich im Kopf anderer einen guten Ruf zu verschaffen und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Mit wem auch immer du sprichst, sprich angenehme Worte zu ihm, sprich nur schmeichelhafte und freundliche Worte und stoße ihn nicht vor den Kopf. Tue stattdessen mehr Gutes und Freundliches.“ Diese besondere Prägung durch die Familie hat einen gewissen Einfluss auf das Verhalten oder die Verhaltensgrundsätze der Menschen, mit der unvermeidlichen Folge, dass sie Ruhm und Gewinn große Bedeutung beimessen. Das heißt, sie legen großen Wert auf ihren eigenen Ruf, auf ihr Ansehen und auf den Eindruck, den sie in den Köpfen der Menschen hinterlassen, sowie darauf, wie andere Leute alles, was sie tun, und jede Meinung, die sie äußern, beurteilen. Die Menschen messen Ruhm und Gewinn große Bedeutung bei, sodass die Worte jener bekannten Sprüche und Grundsätze des Umgangs mit Dingen in der traditionellen Kultur eine dominante Position in ihrem Herzen einnehmen und es sogar vollständig einnehmen. Unmerklich sehen sie es schließlich als unwichtig an, ob sie ihre Pflicht in Übereinstimmung mit der Wahrheit und den Grundsätzen ausführen, und sie geben solche Überlegungen sogar gänzlich auf. In ihren Herzen werden jene satanischen Philosophien und bekannten Sprüche der traditionellen Kultur, wie zum Beispiel „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“, besonders wichtig. Diese satanischen Sprüche besetzen dein Herz und bewirken, dass du dir besonders Sorgen um die Beurteilungen anderer Menschen über dich machst, und insbesondere darum, wie dich diejenigen beurteilen, die dir am wichtigsten sind. Dies ist etwas, das du jeden Augenblick, jeden Tag wissen willst, und du lässt kein einziges Detail los. Manche Menschen achten besonders darauf, was andere hinter ihrem Rücken wirklich über sie sagen, bis zu dem Punkt, dass sie an Wänden lauschen, durch einen Türspalt horchen und sogar heimlich lesen, was andere über sie schreiben. Sobald jemand ihren Namen erwähnt, hören sie sofort zu, was über sie gesagt wird und ob die Kommentare wohlwollend sind. Wenn sie hören, wie jemand sagt, dass sie ausschweifend und faul seien, grübeln sie darüber nach, wie sie die Meinung der anderen über sie ändern können, und verhalten sich danach sehr fleißig. Nach einer Weile hören sie niemanden mehr sagen, dass sie faul seien, aber ihnen ist immer noch unbehaglich, also sagen sie, ob nun absichtlich oder nicht, vor anderen: „Ich bin ein bisschen faul.“ Die Leute antworten: „Du bist nicht mehr faul, du bist viel fleißiger, als du es früher warst.“ Sie sind sehr glücklich und denken: „Die Meinung aller über mich hat sich geändert. Es scheint, dass jeder mein Verhalten zur Kenntnis genommen hat.“ Die Absicht hinter allen deinen Handlungen besteht weder darin, die Wahrheit zu praktizieren noch darin, Gott zufriedenzustellen, sondern darin, deinen eigenen Ruf zu schützen. Wozu ist auf diese Weise alles, was du tust, unmerklich geworden? Tatsächlich ist alles zu einer religiösen Handlung geworden. Was ist aus deinem Wesen geworden? Du bist zum Archetyp eines Pharisäers geworden. Was ist aus deinem Weg geworden? Er ist zum Weg eines Antichristen geworden. So charakterisiert Gott das. Das Wesen aller deiner Handlungen hat sich also verändert und ist nun anders; du praktizierst nicht die Wahrheit und du strebst nicht nach ihr, stattdessen strebst du nach Ruhm und Gewinn. Schlussendlich ist Gottes Ansicht nach die Art und Weise, wie du deine Pflicht ausführst, – kurz gesagt – nicht maßstabsgerecht. Warum ist das so? Weil du dich nur deinem eigenen Ruf hingibst, nicht dem, was Gott dir anvertraut hat, oder deiner Pflicht als geschaffenem Wesen. Was empfindest du in deinem Herzen, wenn Gott eine solche Definition aufstellt? War dein Glaube an Gott all diese Jahre vergebens? Bedeutet das also, dass du gar nicht nach der Wahrheit gestrebt hast? Du hast nicht nach der Wahrheit gestrebt, stattdessen hast du besonders auf deinen eigenen Ruf geachtet, und an der Wurzel davon liegen die Prägungen, die von deiner Familie herrühren. Welcher Spruch, der dir eingetrichtert wurde, herrscht am meisten vor? Der Spruch, „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“, hat tiefe Wurzeln in deinem Herzen geschlagen und ist zu deinem Motto geworden. Von klein auf hat dich dieser Spruch beeinflusst und geprägt, und nachdem du erwachsen geworden bist, wiederholst du diesen Spruch häufig, um die nächste Generation deiner Familie und die Menschen um dich herum zu beeinflussen. Noch schwerwiegender ist natürlich, dass du ihn als deine Methode und deinen Grundsatz für deine Handlungen und für die Art und Weise, wie du Dinge erledigst, übernommen hast, und sogar als das Ziel und die Richtung, die du im Leben verfolgst. Dein Ziel und deine Richtung sind falsch, und somit ist das Endergebnis mit Sicherheit negativ. Der Grund dafür ist, dass alle deine Handlungen von ihrem Wesen her einzig und allein deinem Ruf dienen und einzig dem Zweck, den Spruch „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ in die Praxis umzusetzen – und nicht, um nach der Wahrheit zu streben. Und trotzdem ist dir das selbst nicht klar. Du denkst, dass es an diesem Spruch nichts auszusetzen gibt – leben die Menschen denn nicht für ihren Ruf? Wie es in dem gängigen Spruch doch so schön heißt: „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt.“ Dieser Spruch scheint sehr positiv und legitim zu sein, daher akzeptierst du unbewusst die Prägung durch ihn und hältst ihn für etwas Positives. Wenn du diesen Spruch einmal für etwas Positives hältst, strebst du danach und praktizierst ihn, ohne dass dir das bewusst ist. Ohne es zu merken und in völliger Verwirrung betrachtest du es gleichzeitig als Wahrheitskriterium. Wenn du ihn als Wahrheitskriterium betrachtest, kannst du das, was Gott sagt, nicht mehr verinnerlichen, noch kannst du es verstehen. Du setzt dieses Motto, „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“, blindlings in die Praxis um und handelst danach, und was du ihm letztendlich abgewinnst, ist ein guter Ruf. Du hast erlangt, was du erlangen wolltest, aber dabei hast du gegen die Wahrheit verstoßen und sie aufgegeben und die Chance auf Errettung verpasst. Angesichts der Tatsache, dass das die Folge ist, solltest du die Idee „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“, die deine Familie dir eingetrichtert hat, loslassen und aufgeben. Sie ist weder etwas, woran du festhalten solltest, noch sind es ein Spruch oder eine Idee, in die du dein Leben lang Mühe und Zeit investieren solltest, um sie in die Praxis umzusetzen. Diese Idee und diese Ansicht, die dir eingeimpft und eingetrichtert wurden, sind falsch, also solltest du sie loslassen. Der Grund, warum du sie loslassen solltest, ist nicht nur, dass sie nicht die Wahrheit sind, sondern sie werden dich auch in die Irre führen und am Ende deine Zerstörung verursachen, also sind die Konsequenzen sehr ernst. Für dich ist es nicht nur ein einfacher Spruch, sondern ein Krebs – ein Mittel und eine Methode, die die Menschen verderben. Denn in Gottes Worten hat Gott unter all Seinen Anforderungen an die Menschen niemals verlangt, dass sie nach einem guten Ruf streben oder sich um Ansehen bemühen oder einen guten Eindruck auf die Menschen machen, um ihre Billigung oder ihre Zustimmung zu gewinnen, noch hat Er jemals die Menschen dazu aufgefordert, für Ruhm zu leben oder dafür, einen guten Ruf zu hinterlassen. Gott will nur, dass die Menschen ihre Pflicht gut machen und sich Ihm und der Wahrheit unterwerfen. Daher ist dieser Spruch, was dich betrifft, eine Art von Prägung durch deine Familie, die du loslassen solltest.
Eine detaillierte Analyse von „Du musst großes Leid ertragen, um als Sieger hervorzugehen“
Es gibt noch eine Prägung, die die Familie bei einer Person herbeiführt. Wenn deine Eltern oder Ältesten dich beispielsweise anspornen wollen, sagen sie oft: „Du musst großes Leid ertragen, um als Sieger hervorzugehen.“ Damit wollen sie dich dazu anleiten, Leid zu ertragen, dich anzustrengen und ausdauernd zu sein und dich nicht vor Leid zu fürchten, egal was du tust, denn nur wer Leid erträgt, Härten aushält, gewissenhaft ist und Kampfgeist hat, kann als Sieger hervorgehen. Was bedeutet „als Sieger hervorgehen“? Es bedeutet, dass man nicht schikaniert oder diskriminiert wird und niemand auf einen herabsieht; es bedeutet, dass man ein hohes Ansehen und einen hohen Status unter den Menschen genießt, die Autorität besitzt, zu sprechen und gehört zu werden, und die Autorität, Entscheidungen zu treffen; es bedeutet, dass man ein besseres und höherwertiges Leben unter anderen führen kann und dass die Leute zu einem aufschauen, einen bewundern und beneiden. Im Wesentlichen bedeutet es, dass du zur Oberschicht der ganzen Menschheit gehörst. Was bedeutet „Oberschicht“? Es bedeutet, dass du viele Menschen unter deinen Füßen hast und du es nicht hinnehmen musst, dass sie dich schlecht behandeln – das ist die Bedeutung von „als Sieger hervorgehen“. Um als Sieger hervorzugehen, musst du „großes Leid ertragen“, und das heißt, dass du imstande sein musst, Leid zu ertragen, das gewöhnliche Menschen nicht ertragen können. Bevor du als Sieger hervorgehen kannst, musst du das Gespött, den Sarkasmus, die Verleumdungen der Leute und sogar deren Verachtung und so weiter ertragen können. Das heißt, zusätzlich zum körperlichen Leid musst du auch den Sarkasmus und den Hohn der öffentlichen Meinung annehmen können. Nur wenn du lernst, diese Art Mensch zu sein, kannst du es unter den Menschen zu etwas bringen und dir unter den Menschen einen Platz sichern. Das Ziel dieses Spruches ist es, die Menschen dazu zu bringen, danach zu streben, diejenigen zu sein, die als Sieger hervorgehen, anstatt diejenigen, die ganz unten landen, denn es ist wirklich elend, ganz unten zu landen – man wird schlecht behandelt, man ist machtlos, und man hat weder Würde noch Stolz. Der Spruch „Du musst großes Leid ertragen, um als Sieger hervorzugehen“ ist derjenige, den Eltern am häufigsten sagen, wenn sie Kinder erziehen. Ihr Ziel ist es ebenfalls, das zu tun, was am besten für dich ist – es geht darum, dafür zu sorgen, dass du unter anderen Macht und Ansehen hast, gut isst und gut lebst, und dass, wohin du auch gehst, niemand es wagt, dich zu schikanieren, und du stattdessen den Tyrann spielen und das Sagen haben kannst, während jeder vor dir katzbuckelt. Deine Eltern wollen, dass du als Sieger hervorgehst; einerseits ist das um deinetwillen, und andererseits, um dem Familiennamen Ruhm zu bringen und deine Vorfahren zu ehren, und damit deine Eltern und andere Familienmitglieder sich in deinem Ruhm sonnen können. Sobald du als Sieger hervorgegangen bist, Luxusautos fährst und in einer Villa lebst, während die Leute dich umschwärmen und sich bei dir einschmeicheln, wird deine Familie auch gemeinsam mit dir ein gutes Leben genießen und deine Familienmitglieder werden alle möglichen exotischen Köstlichkeiten essen, wann immer sie wollen, und hingehen, wohin es ihnen gefällt. Du wirst alle Fäden in der Hand halten, in der Lage sein, dir jede Laune zu erfüllen und zu tun, was immer du willst, und wirst sogar über dem Gesetz stehen – eigenwillig, hochmütig, dreist und rücksichtslos. Das ist das Ziel deiner Familie, wenn sie dich auf diese Weise prägt: zu verhindern, dass dir Unrecht getan wird, und dich als Sieger hervorgehen zu lassen. Um es ganz direkt zu sagen: Ihr Ziel ist es, dich zu jemandem zu machen, der andere herumkommandieren, ihnen Befehle erteilen und sie schikanieren kann, anstatt zu jemandem, der selbst von anderen herumkommandiert und schikaniert wird. Ist das nicht so? (Ja.) Ist diese von deiner Familie herbeigeführte Prägung für dich von Vorteil? (Nein.) Warum sagst du, dass sie für dich nicht von Vorteil ist? Würde es die sozialen Konflikte verschärfen und die Gesellschaft wettbewerbsorientierter und ungerechter machen, wenn jede Familie die nächste Generation so erziehen würde? Jeder würde an der Spitze stehen wollen, niemand würde unten stehen oder ein gewöhnlicher Mensch sein wollen – alle würden derjenige sein wollen, der andere regiert und schikaniert. Glaubst du, die Gesellschaft könnte noch gut sein, wenn das der Fall wäre? Die Gesellschaft würde sich eindeutig nicht in eine positive Richtung orientieren, und es würde nur die sozialen Konflikte verschärfen, den Konkurrenzkampf zwischen den Menschen steigern und die Streitigkeiten zwischen den Menschen verschlimmern. Nehmen wir zum Beispiel die Schule. Die Schüler versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen, indem sie große Anstrengungen beim Lernen unternehmen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, aber wenn sie sich treffen, sagen sie: „Oh, ich habe letztes Wochenende wieder nicht gelernt. Stattdessen bin ich an einen tollen Ort gegangen und habe den ganzen Tag Spaß gehabt. Wo bist du hingegangen?“ Und ein anderer erwidert: „Ich habe mich das ganze Wochenende über ausgeschlafen und auch nicht gelernt.“ Sie wissen eigentlich beide ganz genau, dass der andere das ganze Wochenende bis zur Erschöpfung gelernt hat, aber keiner gibt zu, gelernt oder sich außerordentlich angestrengt zu haben, als niemand zusah, denn jeder will als Sieger hervorgehen und keiner will von einem anderen übertrumpft werden. Sie sagen, dass sie nicht gelernt haben, weil sie nicht wollen, dass andere wissen, dass sie doch gelernt haben. Was nützt es, so zu lügen? Du lernst für dich selbst, nicht für andere. Wenn du in so jungen Jahren schon zu solchen Lügen imstande bist, kannst du dann nach deinem Eintritt in die Gesellschaft den richtigen Weg gehen? (Nein.) Der Eintritt in die Gesellschaft bringt persönliche Interessen, Geld und Status mit sich, sodass der Wettbewerb nur noch härter werden würde. Die Menschen würden vor nichts Halt machen und alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie wären bereit und imstande, alles zu tun, was nötig ist, um ihr Ziel zu erreichen, koste es, was es wolle, selbst wenn es bedeutet, Demütigungen zu ertragen. Wenn das so weiterginge, wie könnte die Gesellschaft sich dann als gut erweisen? Wenn das jeder täte, wie könnte die Menschheit sich dann als gut erweisen? (Das könnte sie nicht.) Die Wurzel aller möglichen unangebrachten sozialen Sitten und bösen Trends rührt von der Prägung her, die die Familie bei den Menschen herbeiführt. Was verlangt Gott dann in dieser Hinsicht? Verlangt Gott, dass die Menschen als Sieger hervorgehen und nicht durchschnittlich, banal, unscheinbar oder gewöhnlich sind, sondern großartig, berühmt und erhaben? Ist es das, was Gott von den Menschen verlangt? (Nein.) Es ist ganz klar, dass der Spruch, den deine Familie dir eingetrichtert hat – „Du musst großes Leid ertragen, um als Sieger hervorzugehen“ – dich nicht in eine positive Richtung lenkt und natürlich auch keine Verbindung zur Wahrheit hat. Die Ziele deiner Familie, dir beizubringen, Leid zu ertragen, sind unrein; in diesen Zielen steckt immer ein gewisses Ränkeschmieden, und sie sind wirklich verachtenswert und schändlich. Gott verlangt von den Menschen, dass sie Leid durchmachen, weil sie verdorbene Dispositionen haben. Damit ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt werden können, müssen sie Gericht und Züchtigung, Zurechtstutzen sowie Prüfungen und Läuterung annehmen; sie müssen dieses Leid durchmachen. Das ist eine objektive Tatsache. Darüber hinaus verlangt Gott von den Menschen, dass sie Leid durchmachen, also sollten sie es tun. Genau das sollten sie als geschaffene Wesen tun; genau das sollten sie als normale Menschen ertragen, und genau diese Haltung sollten sie haben. Gott verlangt jedoch nicht, dass du als Sieger hervorgehst. Er verlangt nur von dir, dass du eine gewöhnliche, normale Person bist, die die Wahrheit versteht, auf Gottes Worte hört und in der Lage ist, sich Ihm zu unterwerfen – das ist genug. Gott verlangt nie, dass du Ihn überraschst oder irgendetwas Bahnbrechendes tust, und Er braucht auch nicht, dass du irgendeine Berühmtheit oder große Persönlichkeit bist. Er braucht nur, dass du eine gewöhnliche, normale und praktische Person bist. Egal, wie viel Leid du ertragen kannst oder ob du überhaupt Leid ertragen kannst, wenn du am Ende in der Lage bist, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, dann bist du die beste Art Mensch, die du sein kannst. Was Gott will, ist nicht, dass du als Sieger hervorgehst, sondern dass du ein wahres geschaffenes Wesen bist, eine Person, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens tun kann. Diese Person ist jemand Unauffälliges und Gewöhnliches, jemand mit normaler Menschlichkeit, mit normalem Gewissen und normaler Vernunft, nicht jemand, der in den Augen von Nichtgläubigen oder verdorbenen Menschen erhaben oder eine große Persönlichkeit ist. Wir haben schon viel über diesen Aspekt Gemeinschaft gehalten, also werden wir das jetzt nicht im Detail besprechen. Der Spruch, „Du musst großes Leid ertragen, um als Sieger hervorzugehen“, ist eindeutig etwas, das du loslassen solltest. Was genau solltest du loslassen? Die Richtung, deren Verfolgung deine Familie dir eingetrichtert hat. Das heißt, du solltest die Richtung deines Strebens ändern. Mach nichts nur, um als Sieger hervorzugehen oder um dich von der Menge abzuheben und bemerkenswert zu sein, und so hohes Ansehen zu genießen. Stattdessen solltest du diese Absichten, Ziele und Motive loslassen und alles auf eine bodenständige Weise tun, um ein wahres geschaffenes Wesen zu sein. Was meine Ich mit „bodenständig“? Der grundlegendste Grundsatz ist, alles in Übereinstimmung mit den Methoden und Grundsätzen zu tun, die Gott den Menschen gelehrt hat. Selbst wenn das, was du tust, nicht jeden in Staunen versetzt oder von den Leuten hoch angesehen wird, geschweige denn, dass sie es loben und schätzen, es aber etwas ist, das du tun sollst, und du beharrlich bleibst und daran festhältst und es als die Pflicht behandelst, die ein geschaffenes Wesen tun sollte, dann wirst du in Gottes Augen ein geschaffenes Wesen sein, das dem Standard entspricht – so einfach ist das. Was du ändern musst, ist dein Streben in Bezug auf dein Verhalten und deine Lebensanschauung.
Eine detaillierte Analyse von „Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz“
Es gibt noch einige andere Wege, durch die die Familie einen prägt und beeinflusst, wie etwa durch den Spruch: „Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz.“ Deine Familienmitglieder belehren dich oft: „Sei freundlich zu anderen, streite dich mit niemandem und mach dir keine Feinde. Wenn du dir zu viele Feinde machst, wirst du in der Gesellschaft nicht Fuß fassen können, und wenn es zu viele Leute gibt, die dich hassen und die versuchen, dir zu schaden, wirst du nicht sicher sein – deine Familie und deine Lieben könnten jederzeit bedroht werden, und du könntest in deiner Karriere und deiner Arbeit sogar auf Schwierigkeiten und Hindernisse stoßen. Du musst also lernen: ‚Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz.‘ Sorge dafür, dass jeder dich sympathisch findet, mach keine guten Beziehungen kaputt, gib anderen Leuten immer etwas Spielraum, wenn du etwas sagst, vermeide es, den Stolz der Leute zu verletzen, und decke ihre Schwächen nicht auf. Vermeide es oder höre auf, Dinge zu sagen, die die Leute nicht hören wollen. Schmeichle den Leuten einfach – anderen zu schmeicheln, ist noch niemandem zum Verhängnis geworden. Du musst lernen, sowohl in großen als auch in kleinen Angelegenheiten Nachsicht zu üben und Kompromisse einzugehen, denn ‚Kompromisse machen es viel einfacher, einen Konflikt zu lösen.‘“ Manchmal trichtert dir deine Familie nämlich diese beiden Ideen und Ansichten ein: Einerseits musst du freundlich zu anderen sein; andererseits musst du nachsichtig sein und darfst nichts Unüberlegtes sagen, und wenn du etwas zu sagen hast, solltest du den Mund halten, bis du nach Hause kommst, und es dann deiner Familie erzählen. Oder besser noch: Erzähle es nicht einmal deiner Familie, denn Geheimnisse kommen leicht ans Licht – sobald das, was du sagst, durchsickert, wird das für dich nicht gut ausgehen. Um in dieser Gesellschaft Fuß zu fassen und zu überleben, müssen die Menschen lernen, nachsichtig zu sein und es allen rechtzumachen. Man muss in seinen Worten und Taten aalglatt und gerissen sein. Man darf nicht einfach sagen, was man denkt. Wenn man einfach sagt, was man denkt, ist das schlichtweg töricht! Manche Leute nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen, was immer ihnen in den Sinn kommt. Solche Menschen könnten am Ende ihren Chef vor den Kopf stoßen. Der Chef macht es ihnen dann schwer, streicht ihre Boni, sucht ständig Fehler an ihnen und schikaniert sie. Am Ende ertragen sie es nicht mehr, weiter dort zu arbeiten – sie wollen kündigen, machen sich aber Sorgen, dass sie keine andere Möglichkeit haben werden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als es zu ertragen. Dann schimpfen ihre Familienmitglieder mit ihnen: „Du verdienst diese schlechte Behandlung! Geschieht dir recht, dass du die Leute so schnell vor den Kopf stößt – das ist letztlich das Ergebnis! Wir haben dir gesagt, du sollst geschickter in dem sein, was du sagst, und vorher nachdenken, aber du musstest ja direkt sein. Ist es so einfach, in einer so bösen und finsteren Gesellschaft wie dieser zurechtzukommen? Ganz gleich, wo man arbeitet, man darf niemals Leute vor den Kopf stoßen. Du denkst immer, du wärst ein guter Mensch und hättest keine Feinde. Nun, jetzt hast du die schmerzhafte Rechnung dafür bekommen. Lass dir das eine Lehre sein! Merke dir von nun an diesen Spruch: ‚Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz‘!“ Nachdem ihnen diese Lektion erteilt wurde, merken sie sich das und denken: „Die Worte meiner Eltern sind so wahr. Das sind alles Erfahrungen und Lektionen, die unsere Vorfahren ausgearbeitet haben. Es geht nicht an, nicht auf sie zu hören. Wenn wir nicht auf die Worte der Älteren hören, tun wir das auf eigene Gefahr, also werde ich es mir von nun an merken.“ Nachdem sie angefangen haben, an Gott zu glauben, und in das Haus Gottes eingetreten sind, erinnern sie sich immer noch an diesen Spruch: „Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz“, und so grüßen sie ihre Brüder und Schwestern, wann immer sie sie sehen, und sagen nur nette Worte zu ihnen. Wenn ein Leiter, der noch nicht lange Kirchenarbeit leistet und dem es an Arbeitserfahrung mangelt, jeden bittet, mehr Vorschläge zu machen und mehr Hilfe anzubieten, machen sie ihm sofort ein Kompliment: „Du machst großartige Arbeit. Wenn du uns nicht leiten würdest, hätten wir das Gefühl, keinen Weg zu haben, dem wir folgen könnten.“ Bei einer anderen Gelegenheit, wenn jemand seine eigene betrügerische Disposition erkennt, sagen sie: „Du bist nicht betrügerisch, du bist wirklich ehrlich, ich bin derjenige, der betrügerisch ist.“ Wenn jemand anders unangenehme Bemerkungen ihnen gegenüber macht, denken sie bei sich: „Egal, wie unangenehm deine Bemerkungen werden, ich werde nachsichtig sein und einfach so tun, als hätte ich sie nicht gehört. Ich werde dir sogar schmeicheln und versuchen, mich bei dir einzuschmeicheln; anderen zu schmeicheln, ist noch niemandem zum Verhängnis geworden!“ Wenn andere Leute sie bitten, ihre Meinung zu etwas mitzuteilen oder sich im gemeinschaftlichen Austausch zu öffnen, sind sie nicht ehrlich, und sie strahlen jeden an. Die Leute sagen, sie seien doppelzüngige Charmeure, und sie denken bei sich: „Ich bin schon seit Jahren so, und in all der Zeit habe ich noch nie einen Verlust erlitten; das ist mein höchster Grundsatz für weltliche Belange.“ Ist so jemand nicht ein aalglatter Typ? (Ja.) Manche Menschen haben sich auf diese Weise über viele Jahre durch die Gesellschaft manövriert und tun dies auch weiterhin, nachdem sie in das Haus Gottes eingetreten sind. Sie sagen nie ein ehrliches Wort, sie sprechen nie von Herzen, und sie reden nie darüber, sich selbst zu kennen. Ganz gleich, welcher Bruder oder welche Schwester ein offenes Gespräch mit ihnen führt, sie sind nicht ehrlich, und niemand kann erfassen, wer sie wirklich sind. Sie offenbaren nie, was sie wirklich denken oder was ihre Ansichten sind. Sie pflegen außergewöhnlich gute Beziehungen zu jedem, sodass du nie weißt, was für Menschen sie eigentlich mögen oder was sie wirklich über andere denken. Egal, nach wem man sie fragt, sie werden sagen, die Person sei nicht schlecht oder ziemlich gut. Wenn jemand fragt, ob sie irgendwelche Schwächen oder Fehler an dieser Person bemerkt haben, werden sie sagen, sie hätten keine bemerkt, aber innerlich denken sie: „Ist das nicht ein Versuch, mich dazu zu bringen, diese Person vor den Kopf zu stoßen? Das werde ich ganz gewiss nicht tun! Wenn ich dir die Wahrheit sage und das zu der anderen Person durchsickert, wird sie dann nicht einfach zu meinem Feind? Meine Familie hat mir schon lange gesagt, dass ich mir keine Feinde machen soll, und ich habe ihre Worte nicht vergessen. Denkst du, ich bin töricht? Denkst du, ich würde die Erziehung und die Prägung, die ich von meiner Familie erhalten habe, vergessen, nur weil du über ein paar Worte der Wahrheit Gemeinschaft gehalten hast? Das wird nicht passieren! Ich muss mich jederzeit an ‚Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz‘ und ‚Kompromisse machen es viel einfacher, einen Konflikt zu lösen‘ halten. Diese Sprüche sind mein Schutzschild. Ich werde von niemandem dessen Fehler erwähnen, und wenn mich jemand provoziert, zeige ich ihm Nachsicht. Wer auch immer unangenehme Bemerkungen macht, wer auch immer mich zurechtstutzt, ich werde dieser Person gegenüber Nachsicht zeigen. Mein Ziel ist es, mit jedem den Frieden zu wahren. Ich muss gute Beziehungen zu den Leuten aufrechterhalten. Ich darf nicht an den Grundsätzen festhalten, ich darf nicht so töricht sein. Ich muss lernen, mich der Situation anzupassen. Warum leben Schildkröten so lange? Weil sie sich in ihrem Panzer verstecken, wann immer sie Gefahr wittern, nicht wahr? Auf diese Weise können sie sich schützen und Tausende von Jahren leben. Das ist der Weg, ein langes Leben zu führen, und auch der Weg, mit der Welt umzugehen.“ Du wirst solche Menschen niemals etwas Wahres oder Aufrichtiges sagen hören; ihre wahren Sichtweisen und ihre Verhaltensgrenzen werden niemals offenbart. Sie verbergen diese einfach in ihren Herzen, wo sie nur ihnen selbst bekannt sind. Menschen dieser Art sind nach außen hin zu jedem freundlich, wirken gutherzig und verletzen oder schaden nie jemandem. Aber in Wirklichkeit sind sie waschechte Beschwichtiger und aalglatte Typen. Eine solche Person wird von einigen Leuten in der Kirche immer gemocht, weil sie nie große Fehler macht und sich nie verrät. Die Meinung der Kirchenleiter und der Brüder und Schwestern ist, dass sie mit allen gut auskommt. Solche Personen sind lauwarm und nicht ernsthaft bei der Ausführung ihrer Pflicht. Nach außen hin sind sie besonders gehorsam und gefügig und tun einfach das, was von ihnen verlangt wird. Sie verletzen nie andere, wenn sie etwas sagen oder etwas erledigen, und sie nutzen nie jemanden aus. Sie sprechen nie schlecht über andere und urteilen nie hinter dem Rücken der Leute über sie. Jedoch weiß niemand, was sie über andere denken oder welche Meinung sie über sie haben, und sie scheinen keinerlei Aufrichtigkeit bei der Ausführung ihrer Pflicht zu haben. Bei genauerer Betrachtung hat man sogar das Gefühl, dass Menschen dieser Art ein bisschen hinterhältig und schwer zu durchschauen sind, und dass es problematisch wäre, sie in der Kirche zu behalten, damit sie ihre Pflicht tun. Ist es nicht schwierig, mit einer solchen Person umzugehen? (Ja.) Äußerlich scheinen sie ihre Pflicht zu tun, aber die Grundsätze, die Gottes Haus ihnen mitgeteilt hat, nehmen sie sich nie zu Herzen. Sie tun die Dinge, wie sie wollen, und denken, solange sie keine großen Fehler machen, können sie einfach nur mechanisch ihr Programm abspulen, und das war’s. Niemand kann einen Fehler an ihnen finden oder Schwachstellen herauspicken; sie erledigen die Dinge tadellos. Aber was denken sie in ihrem Inneren? Tun sie ihre Pflicht bereitwillig? Würde sich eine solche Person ohne die Einschränkungen durch die Verwaltungsverordnungen der Kirche oder die Aufsicht der Kirchenleiter und der Brüder und Schwestern mit bösen Menschen zusammentun und gemeinsam mit ihnen Böses tun? Das ist höchstwahrscheinlich; solange die Umstände es erlauben würden, würde eine solche Person es tun. Menschen dieser Art sind am problematischsten von allen, die typischen aalglatten und mit allen Wassern gewaschenen Typen. Sie legen sich mit niemandem an. Wenn jemand etwas Verletzendes zu ihnen sagt oder eine verdorbene Disposition offenbart und ihre Würde verletzt, was denken sie dann? „Ich werde Nachsicht zeigen. Ich werde mich nicht mit dir anlegen, aber der Tag wird kommen, an dem du dich selbst zum Narren machst!“ Wenn diese Person etwas falsch macht und sich zum Narren macht oder zurechtgestutzt wird, freuen sie sich heimlich darüber und lachen sie aus. Wenn es in der Kirche böse Menschen und Antichristen gibt, die Störungen verursachen, decken sie diese nicht auf, sondern warten nur darauf, die Leiter und Mitarbeiter und die Arbeit der Kirche auszulachen. Sie denken einfach nicht über ihre eigenen Probleme nach. Sie sagen nichts, was andere verletzen könnte, und selbst wenn sie die schlechten Taten einer Person oder wenn jemand Böses tut, durchschauen können, lassen sie sich das nicht anmerken. Was sie an den Tag legen, ist oft eine falsche Fassade sowie Handlungsweisen, die nichts mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun haben. Niemand kann in ihr Herz sehen, und niemand kennt ihre wahren Gedanken und Sichtweisen. Menschen dieser Art sind die heimtückischsten und am schwersten zu handhaben. Welche Haltung nimmt Gottes Haus also solchen Menschen gegenüber ein? Wenn ihnen geholfen werden kann und ihre Probleme gelöst werden können, indem man über die Wahrheit Gemeinschaft hält, ist das natürlich umso besser. Wenn sie die Wahrheit nicht annehmen, kann ihnen erlaubt werden, einen Dienst zu erweisen, solange sie keine Unterbrechungen oder Störungen verursachen. Wenn sie, nachdem sie eine Weile einen Dienst erwiesen haben, sogar imstande sind, Böses zu tun, und ihr Dienst mehr Schaden als Nutzen bringt, dann müssen sie als böse Menschen entfernt werden. So lautet der Grundsatz. Warum wird mit ihnen so verfahren? Weil Menschen dieser Art die Wahrheit nicht im Geringsten annehmen: Sie sind Ungläubige, sie sind nicht einmal hingebungsvoll bei der Ausführung ihrer Pflicht, und wenn böse Menschen und Antichristen Störungen in der Kirche verursachen, sind sie sogar imstande, zuzuschauen und die Leiter und Mitarbeiter auszulachen. Welche Rolle spielen sie? Spielen sie nicht die Rolle von Satan und Teufeln? (Ja, das tun sie.) Wenn sie ihren Brüdern und Schwestern gegenüber Nachsicht zeigen, ist das weder echte Toleranz noch echte Liebe. Sie tun es, um sich selbst zu schützen und um zu vermeiden, sich Feinde zu machen oder Gefahren anzuziehen. Sie tolerieren ihre Brüder und Schwestern nicht, um sie zu schützen, noch tun sie es aus Liebe, und noch weniger tun sie es, weil sie nach der Wahrheit streben und in Übereinstimmung mit den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren. Ihre Haltung ist vollkommen darauf ausgerichtet, sich einfach durchs Leben treiben zu lassen und andere in die Irre zu führen. Solche Menschen sind Beschwichtiger und aalglatte Typen. Sie mögen die Wahrheit nicht und streben auch nicht nach ihr, sondern lassen sich einfach durchs Leben treiben. Es ist klar, dass die Prägung, die sie von ihrer Familie erhalten, die Methoden ihres Verhaltens und ihres Umgangs mit den Dingen stark beeinflusst. Natürlich muss gesagt werden, dass diese Methoden und Grundsätze des Umgangs mit der Welt untrennbar mit ihrer Menschlichkeitsessenz verbunden sind. Darüber hinaus dienen die Prägungen durch ihre Familie nur dazu, dass ihre Handlungen noch deutlicher hervortreten und konkreter sind, und so wird ihre Wesensnatur noch vollständiger offenbart. Solange solche Menschen also nicht durch und durch verräterisch und böse sind, sondern nur einige kleinere Verfehlungen und Probleme aufweisen, sollte ihnen dennoch mit Liebe geholfen werden. Natürlich wäre es besser, wenn du die Wahrheit annehmen könntest. Wenn du die Wahrheit nie annimmst, solltest du zumindest in der Lage sein, es zu vermeiden, Böses zu tun und Störungen zu verursachen, und zudem in der Lage sein, die Interessen von Gottes Haus zu wahren. Wenn du auf diese Weise Dienst erweist, dann wird die Bestrafung, die du erhältst, verringert werden, wenn Gott in der Zukunft die Ergebnisse der Menschen bestimmt. Darin zeigt sich bereits Gottes Gnade. Wenn du auf diese Weise praktizierst, hast du nichts zu verlieren und alles zu gewinnen, richtig? Wenn solche Menschen aufgefordert werden, die Philosophien Satans, die ihnen von ihren Familien eingeprägt wurden, völlig loszulassen, wird das nicht leicht sein, denn es betrifft ihre Menschlichkeitsessenz. Diese aalglatten Typen und Beschwichtiger nehmen die Wahrheit nicht im Geringsten an. Es ist nicht so einfach oder leicht für sie, diese Dinge loszulassen, denn – selbst wenn man die Prägung durch ihre Familien außer Acht lässt – sind sie selbst fanatische Anhänger von Satans Philosophien, und sie mögen diese Haltung im Umgang mit der Welt einfach. Das ist ihre eigene, sehr subjektive Haltung für weltliche Belange. Aber wenn sie klug sind und in Situationen, in denen ihre eigenen Interessen in keiner Weise bedroht oder beeinträchtigt sind, einige dieser Herangehensweisen loslassen und die Interessen von Gottes Haus angemessen wahren, dann wäre das tatsächlich eine gute Sache für sie, weil das zumindest ihre Schuld verringern und Gottes Maßregelung für sie mildern könnte, wodurch Gottes Maßregelung in Seine Belohnung und Sein Erinnern verwandelt wird. Wie wunderbar das doch wäre! Wäre das nicht eine gute Sache? (Ja.) Hiermit endet unser gemeinschaftlicher Austausch zu diesem Aspekt.
Eine detaillierte Analyse von „Wer viel redet, irrt viel“
Welche anderen Arten der Prägung durch Familien gibt es? Zählt der Satz „Wer zu viel redet, macht Fehler“ dazu? (Ja.) Zum Beispiel sagen deine Eltern oft zu dir: „Egal bei welchem Anlass, rede nicht unbedacht, sonst wirst du früher oder später Verluste erleiden! Du musst dir Folgendes merken: ‚Wer zu viel redet, macht Fehler.‘ Wenn du zu viel sagst, wirst du dich definitiv irgendwo verplappern. Bevor du sprichst, höre dir erst einmal an, was alle anderen sagen. Wenn du dich der Mehrheit anschließt, wirst du keine Probleme bekommen. Aber wenn du immer versuchst, dich in den Vordergrund zu drängen, und du deine Meinungen äußerst, ohne vorher zu wissen, was dein Chef oder deine Vorgesetzten denken, werden sie es dir schwer machen, sobald ihnen das missfällt und du sie vor den Kopf stößt. Kann daraus irgendetwas Gutes entstehen? Du Dummerchen, du musst dir Folgendes merken: ‚Wer zu viel redet, macht Fehler.‘ Sag nichts Unüberlegtes! Dein Mund ist zum Essen und Atmen da und um deinem Chef und anderen Honig ums Maul zu schmieren, nicht um die Wahrheit zu sagen. Wenn du etwas sagst, müssen deine Worte taktvoll und wohlüberlegt sein, du musst dein Gehirn benutzen. Sobald dir die Worte auf der Zunge liegen, schlucke sie wieder hinunter, lass sie dir ein paar Mal durch den Kopf gehen und sprich dann. Du musst auch die Situation berücksichtigen. Wenn den Leuten nicht gefällt, was du sagst, und ihre Reaktion nicht gut ist, höre sofort auf und überlege, wie du es auf eine Weise sagen kannst, die jeden glücklich macht, bevor du es noch einmal versuchst. Wenn du das tust, wirst du nicht in Schwierigkeiten geraten. So würde ein kluger Mensch handeln. Jeder wird dich mögen, und sie werden an dich denken, wenn sich etwas Gutes ergibt. Wird das nicht zu deinem Vorteil sein? Wird dir das in Zukunft nicht mehr Gelegenheiten bringen?“ Deine Familie prägt dich nicht nur, indem sie dir sagt, wie du einen guten Ruf erlangst, wie du es an die Spitze schaffst und wie du dein Ansehen unter anderen Leuten aufrechterhältst, sondern auch, indem sie dir sagt, wie du andere durch äußeren Schein täuschst, wie du nicht die Wahrheit sagst und erst recht nicht alles ausschüttest, was dir auf dem Herzen liegt. Manche Menschen erleiden einen gewissen Verlust, weil sie die Wahrheit sagen, und wenn sie sich an diesen Spruch erinnern, den ihre Familie sie gelehrt hat, ziehen sie eine Lehre daraus. Sie werden zunehmend bereit, diesen Spruch – „Wer zu viel redet, macht Fehler“ – zu praktizieren und machen ihn zu ihrem Motto. Andere Menschen nehmen die Prägung durch ihre Familie von ganzem Herzen an, noch bevor sie überhaupt Verluste erlitten haben, und praktizieren diesen Spruch unablässig, egal bei welchem Anlass. Während sie es praktizieren, spüren sie zunehmend, dass ihre Eltern und Älteren alle aufrichtig in ihrem besten Interesse handeln: „Ich habe so ein Glück, dass sie mir diesen Spruch gesagt haben: ‚Wer zu viel redet, macht Fehler.‘ Andernfalls, wer weiß, wie viele Verluste ich mit meinem großen Mundwerk erleiden würde, wie viele Leute mir das Leben schwer machen würden, wie viele verächtliche Blicke ich ernten würde und wie viel Spott und Hohn ich ertragen müsste. Dieser Spruch ist so nützlich und vorteilhaft!“ Selbst nachdem sie anfangen, an Gott zu glauben, denken sie immer noch, dass es keinen nützlicheren und vorteilhafteren Spruch gibt. Wenn Brüder und Schwestern sich vorbehaltlos öffnen und über ihre Zustände, ihre Offenbarungen von Verdorbenheit oder ihr erfahrungsbasiertes Verständnis Gemeinschaft halten, wollen auch sie Gemeinschaft halten und Menschen sein, die sich vorbehaltlos öffnen und ehrlich über die Gedanken oder das Verständnis sprechen, die sie in ihrem Herzen tragen, um für einen Moment Erleichterung von den Gefühlen zu finden, die sie so viele Jahre lang unterdrückt haben, oder ein gewisses Maß an Befreiung und Freiheit von ihnen zu erlangen. Aber jedes Mal, wenn sie sich an das erinnern, was ihre Eltern ihnen eingetrichtert haben – „Wer zu viel redet, macht Fehler. Sag nichts Unüberlegtes. Lerne, anderen zuzuhören. Sei ein Radioempfänger, kein Lautsprecher“ –, schlucken sie all die aufgestauten Worte hinunter, die sie sagen wollten. Wenn alle anderen mit dem Reden fertig sind, sagen sie immer noch nichts. Sie denken bei sich: „Zum Glück habe ich dieses Mal nichts gesagt. Wenn ich es getan hätte, hätte ich vielleicht allen einen schlechten Eindruck von mir vermittelt. Weil ich nichts sage, wird jeder denken, ich sei wirklich ehrlich und nicht sehr betrügerisch, sondern einfach von Natur aus ein wortkarger Mensch, der nicht zu viel über alles nachdenkt, nicht so verdorben ist und insbesondere keine Auffassungen über Gott hat – sie werden einfach denken, ich sei ein relativ reiner Mensch. Es ist ziemlich gut, dass sie diesen Eindruck von mir haben – warum sollte ich mich öffnen und meine Verdorbenheit bloßstellen müssen? Schließlich scheint sich der Spruch ‚Wer zu viel redet, macht Fehler‘ für mich zu bewahrheiten, also werde ich mich einfach weiter so verhalten.“ Das Festhalten an dem Spruch „Wer zu viel redet, macht Fehler“ gibt ihnen das Gefühl, etwas gewonnen und keinen Verlust erlitten zu haben, also sind sie nicht bereit, sich zu öffnen und mit anderen Gemeinschaft zu halten. Das geht so weiter, bis sie sich eines Tages sehr beklemmt und innerlich aufgestaut fühlen und sich den Brüdern und Schwestern öffnen wollen und sagen wollen, was in ihren Herzen ist, aber es ist, als ob man ihnen die Lippen versiegelt hätte, und sie bringen kein einziges Wort heraus. Da sie es den Brüdern und Schwestern nicht sagen können, wollen sie von Herzen zu Gott sprechen, aber wenn sie vor Ihm niederknien, wissen sie nicht, was sie sagen sollen, wie sie es ausdrücken sollen oder wie sie ihre Gedanken formulieren sollen – sie verstummen. Durch so viele Jahre aufgestauter Gefühle fühlen sie sich völlig beklemmt und haben das Gefühl, ein finsteres und schäbiges Leben zu führen. Wenn sie den Entschluss fassen, Gott zu sagen, was in ihrem Herzen ist, und ihren Gefühlen Luft zu machen, fehlen ihnen die Worte und sie wissen nicht, wo sie anfangen oder wie sie es sagen sollen. Sind sie nicht erbärmlich? (Ja, das sind sie.) Warum also haben sie Gott nichts zu sagen? Sie wollen Gott sagen, was in ihrem Herzen ist, aber es fehlen ihnen die Worte, und am Ende bringen sie nur Folgendes über die Lippen: „Gott, bitte gib mir die Worte, die ich sagen soll!“ Und Gott antwortet: „Es gibt so viel, was du sagen solltest, aber du willst es nicht sagen, und du sagst es nicht, wenn du die Chance dazu hast, also nehme Ich alles zurück, was Ich dir gegeben habe. Ich werde es dir nicht geben, du verdienst es nicht.“ Erst dann haben sie das Gefühl, in den letzten Jahren so viel verloren zu haben. Obwohl du früher eine Fassade der Perfektion aufrechterhalten hast, schämst du dich, wenn du siehst, dass die Brüder und Schwestern in der Lage sind, Erfahrungszeugnisse zu teilen und etwas gewonnen haben – und besonders wenn du die Gelassenheit siehst, mit der sie, ohne zu zögern, ihre Herzen öffnen und ihre eigene Verdorbenheit im Detail analysieren. Du denkst, dass du so viel Verdorbenheit offenbart hast und doch kein einziges Wort darüber sagen kannst, und fragst dich, warum du so weit hinter ihnen zurückbleibst. Du glaubst schon so viele Jahre an Gott, und du möchtest auch deine Selbsterkenntnis teilen und deine Erfahrung mit Gottes Worten teilen und ein wenig Erleuchtung und Licht von Gott bekommen und dadurch zumindest ein wenig gewinnen. Aber weil du dich häufig an die Ansicht „Wer zu viel redet, macht Fehler“ klammerst und oft von dieser Idee gebunden und kontrolliert wirst, hast du leider so viele Jahre für diesen Spruch gelebt, hast keine Erleuchtung oder Erhellung von Gott empfangen und bist in Bezug auf den Lebenseintritt immer noch völlig mittellos, ein armer Schlucker. Menschen dieser Art haben diesen Spruch und diese Idee – „Wer zu viel redet, macht Fehler“ – in Perfektion praktiziert und sich sehr gut daran gehalten, aber obwohl sie so viele Jahre an Gott geglaubt haben, haben sie nichts von der Wahrheit erlangt und bleiben arm und blind. Gott hat ihnen einen Mund gegeben, aber die Fähigkeit, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, fehlt ihnen völlig, genau wie die Fähigkeit, über ihre Gefühle und Erkenntnisse zu sprechen, geschweige denn die Fähigkeit, mit ihren Brüdern und Schwestern zu kommunizieren. Noch bedauernswerter ist, dass sie nicht einmal die Fähigkeit haben, mit Gott zu sprechen, und dass sie diese Fähigkeit verloren haben. Sind solche Leute nicht erbärmlich? (Ja, das sind sie.) Erbärmlich und beklagenswert. Ist es nicht so, dass du nicht gerne redest? Befürchtest du nicht immer, dass es zu Fehlern führt, wenn man zu viel redet? Dann solltest du niemals etwas sagen. Du verbirgst das Gespür deines Gewissens und die Dinge, die du durch das Verstehen der Wahrheit wahrnehmen kannst, unterdrückst sie und sperrst sie weg, sodass du nicht von ihnen beherrscht wirst. Du hast ständig Angst, dass du Ansehen verlierst, dass deine Interessen geschädigt werden, dass andere dich durchschauen und dass du in den Augen anderer nicht perfekt bist und sie deine Unzulänglichkeiten sehen. Deshalb tust du dein Äußerstes, um eine Fassade aufrechtzuerhalten und dich zu verstellen, und sagst niemals, was du im Inneren denkst. Infolgedessen verlierst du sowohl Gewissen als auch Vernunft, und obwohl du die Wahrheit verstehst, kannst du sie nicht in die Praxis umsetzen und fügst dir selbst Schaden zu. Wer hat dir solchen Schaden zugefügt? Im Grunde genommen war es die Prägung durch deine Familie, die dir geschadet hat. Aber aus deiner eigenen Perspektive betrachtet, liegt es auch daran, dass es dir gefällt, nach satanischen Philosophien zu leben, sodass du beschließt zu glauben, dass die Prägung durch deine Familie richtig ist, und nicht glaubst, dass Gottes Anforderungen an dich positiv sind. Du betrachtest die Prägung durch deine Familie als eine positive Sache, während du Gottes Worte, Seine Anforderungen und Seine Versorgung, Hilfe und Lehren als negative Dinge betrachtest. Zudem betrachtest du die Leiter, Mitarbeiter und Brüder und Schwestern in Gottes Haus als Menschen, vor denen du dich hüten musst. Ganz gleich also, wie viel Gott dir am Anfang gewährt hat, aufgrund deiner misstrauischen Vorsicht und deiner Weigerung in all diesen Jahren wird das letztliche Ergebnis sein, dass Gott dir alles wieder nimmt und es dir vorenthält – du bist nicht würdig, es zu besitzen. Bevor du also diesen Punkt erreichst, solltest du die verschiedenen abwegigen und absurden Ideen loslassen, die dir deine Familie eingetrichtert hat. Und wenn du weiterhin an der irrtümlichen Ansicht „Wer zu viel redet, macht Fehler“ festhältst, wirst du immer verschlossener, hinterlistiger und heuchlerischer werden. Das steht Gottes Anforderung an die Menschen, ehrlich und vorbehaltlos offen zu sein, völlig entgegen und läuft ihr zuwider. Als jemand, der an Gott glaubt und Ihm folgt, solltest du dich verpflichtet fühlen, nach der Wahrheit zu streben. Womit du auch konfrontiert wirst, du solltest die Wahrheit suchen; besonders wenn es um die traditionellen Wege und Lehren deiner Familie geht, solltest du diese erst recht aufgeben – du solltest die Wahrheit suchen, um mit ihnen umzugehen. Ganz gleich, was deine Familie dir eingetrichtert hat, ganz gleich, wie gut oder vorteilhaft es für dich ist, ganz gleich, wie sehr es dich schützt, es stammt alles vom Menschen und von Satan, und du solltest das alles loslassen. Auch wenn Gottes Worte und Seine Anforderungen an die Menschen im Widerspruch zu der Prägung durch deine Familie stehen und vielleicht sogar deine Interessen verletzen und dich deiner Rechte berauben, und du könntest sogar denken, dass sie dich nicht schützen und stattdessen dazu gedacht sind, dich bloßzustellen und dich zum Narren zu machen, solltest du sie trotzdem als positive Dinge betrachten, weil sie von Gott kommen und die Wahrheit sind, und du solltest sie akzeptieren. Wenn die Dinge, die deine Familie dir eingetrichtert hat, sich auf dein Denken und Verhalten, deine Einstellung zur Existenz und den Weg, den du gehst, auswirken, solltest du sie loslassen und nicht an ihnen festhalten. Stattdessen solltest du sie durch die entsprechenden Wahrheiten Gottes ersetzen, die du von Gott angenommen hast, und dabei auch beständig die innewohnenden Probleme und das Wesen dieser Dinge, die deine Familie dir eingetrichtert hat, erkennen und unterscheiden, und dann genauer, praktischer und aufrichtiger nach Gottes Worten handeln und praktizieren. Ideen, Ansichten zu Menschen und Dingen und Praxisgrundsätze, die von Gott kommen, zu akzeptieren – das ist die pflichtgemäße Verantwortung eines geschaffenen Wesens und das, was ein geschaffenes Wesen tun sollte, und es sind diese Ideen, Ansichten und Praxisgrundsätze, die ein geschaffenes Wesen haben sollte.
Eine detaillierte Analyse von „Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman“
In einigen Familien ist es so, dass die Eltern ihren Kindern zusätzlich zu den Dingen, die die Menschen für positiv und vorteilhaft für ihr Überleben, ihre Aussichten und ihre Zukunft halten, auch einige relativ extreme und verzerrte Ideen und Ansichten einimpfen. Solche Eltern sagen zum Beispiel: „Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman“. Dieser Spruch sagt dir, wie du dich benehmen sollst. Der Spruch „Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman“ bringt dich dazu, dich für das eine oder das andere zu entscheiden. Es bringt dich dazu, dich zu entscheiden, ein wahrer Schurke zu sein, das heißt, unverhohlen böse zu sein, anstatt dich hinter dem Rücken anderer so zu verhalten. Auf diese Weise bewundern und befürworten dich die Leute trotzdem, auch wenn sie das, was du tust, nicht besonders gut finden. Es bedeutet, dass du die bösen Dinge, die du tust, welche das auch immer sind, direkt vor den Leuten tun musst, ganz offen und unumwunden. Einige Familien prägen und erziehen ihre Kinder auf diese Weise. Nicht nur, dass sie jene Menschen in der Gesellschaft, die verachtenswerte und abscheuliche Ideen und Verhaltensweisen haben, nicht verachten, sondern sie erziehen ihre Kinder sogar folgendermaßen: „Unterschätze diese Leute nicht. In Wirklichkeit ist es so, dass sie nicht unbedingt böse Menschen sind – vielleicht sind sie sogar besser als falsche Gentlemen.“ In gewisser Hinsicht sagen sie dir, welche Art von Person du sein sollst, und in anderer Hinsicht teilen sie dir auch mit, wie du die Menschen erkennen kannst, welche Art von Menschen du als positiv betrachten sollst und welche als negativ. Sie bringen dir bei, positive Dinge von negativen Dingen zu unterscheiden und auch, wie du dich benehmen sollst – das ist die Art von Erziehung und Prägung, die du von ihnen erhältst. Inwiefern wirkt sich eine solche Prägung also auf die Menschen aus? (Sie unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse.) Das ist richtig, sie unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht. Schauen wir uns zuerst an, wie die Menschen sogenannte Schurken und falsche Gentlemen betrachten. Zunächst einmal denken die Menschen, dass wahre Schurken keine bösen Menschen sind und dass diejenigen böse Menschen sind, die wirklich falsche Gentlemen sind. Solche Menschen, die hinter dem Rücken anderer schlimme Dinge tun, während sie nach außen hin vorgeben, gut zu sein, bezeichnet man als falsche Gentlemen. Vor den Leuten sprechen sie von Güte, Gerechtigkeit und Moral, aber hinter ihrem Rücken tun sie alle möglichen schlechten Dinge. Sie tun diese ganzen schlechten Dinge und sagen gleichzeitig allerlei nette Sachen – solche Leute sind Objekte der Verachtung. Was wahre Schurken betrifft, so verhalten sie sich vor den Leuten genauso schlimm wie hinter deren Rücken. Trotzdem sind sie zu Vorbildern geworden, die es hochzuhalten und zu studieren gilt, anstatt zu Objekten menschlicher Verachtung. In der Regel verwirren ein solcher Spruch und eine solche Sichtweise die Konzepte der Menschen davon, was genau ein guter Mensch ist und was genau ein böser Mensch ist. Und so sind sich die Menschen nicht sicher und wissen es nicht, und ihre Vorstellungen werden sehr vage. Wenn Familien Menschen auf diese Weise prägen, denken einige von ihnen sogar: „Wenn ich ein echter Schurke bin, bin ich aufrecht. Ich tue die Dinge ganz offen. Wenn ich etwas zu sagen habe, sage ich es dir ins Gesicht. Wenn ich dir schade oder dich nicht mag oder dich ausnutzen will, muss ich auch das direkt vor dir tun und es dich wissen lassen.“ Was für eine Art von Logik ist das nur? Was für eine Wesensnatur ist das nur? Wenn böse Menschen schlechte Dinge tun und böse Taten begehen, müssen sie eine theoretische Grundlage dafür finden, und das ist die Logik, mit der sie aufwarten. Sie sagen: „Schau, das, was ich mache, ist nicht so gut, aber es ist besser, als ein falscher Gentleman zu sein. Ich mache es direkt vor den Leuten, und jeder weiß darüber Bescheid – das nennt man aufrecht sein!“ So stellen Schurken sich also als aufrechte Menschen dar. Mit dieser Art von Denken in den Köpfen der Menschen verschwimmen ihre Konzepte von wahrer Integrität und wahrem Bösen unmerklich. Sie wissen nicht, was es heißt, aufrecht zu sein, und denken: „Es spielt keine Rolle, ob das, was ich sage, andere verletzt oder ob es richtig oder falsch ist, ob es vernünftig ist oder nicht oder ob es mit den Grundsätzen und der Wahrheit übereinstimmt oder nicht. Solange ich mich traue, mich zu äußern, und mir keine Gedanken über die Konsequenzen mache, und solange ich eine aufrichtige Disposition und eine direkte Natur habe und grundehrlich bin, und solange ich keine hinterlistigen Ziele verfolge, ist es angemessen.“ Ist dies nicht ein Fall, bei dem Recht und Unrecht verdreht werden? (Ja.) Auf diese Weise werden negative Dinge in positive Dinge verwandelt. Aus diesem Grund verwenden manche Menschen dies als Grundlage und benehmen sich diesem Spruch entsprechend. Sie gehen sogar davon aus, dass die Gerechtigkeit auf ihrer Seite ist, und denken: „In jedem Fall nutze ich dich nicht aus und trickse dich nicht hinter deinem Rücken aus. Ich tue die Dinge unumwunden und ganz offen. Denk, was du willst. Für mich ist das aufrechtes Verhalten! Wie der Spruch sagt: ‚Ein aufrechter Mensch braucht sich keine Sorgen über Gerüchte zu machen‘, also denk, was du willst!“ Ist das nicht die Logik Satans? Ist es nicht die Logik von Räubern? (Ja.) Ist es gerechtfertigt, schlechte Dinge zu tun, ohne Grund Ärger zu machen, sich wie ein Tyrann aufzuführen und Böses zu begehen? Böses zu begehen ist Böses zu begehen: Wenn es das Wesen deiner Taten ist, Böses zu begehen, dann ist es auch böse. Wonach werden deine Handlungen bemessen? Sie werden nicht danach bemessen, ob du deine Motive hattest oder ob sie ganz offen erfolgt sind oder ob du eine wahre Disposition hast. Sie werden nach der Wahrheit und nach Gottes Worten bemessen. Die Wahrheit ist der Maßstab, um alles zu messen, und dieser Satz trifft in diesem Fall vollkommen zu. Nach dem Maßstab der Wahrheit ist etwas böse, wenn es böse ist; wenn etwas positiv ist, dann ist es positiv; wenn etwas nicht positiv ist, dann ist es nicht positiv. Und was sind diese Dinge, die die Menschen für aufrecht, eine wahre Disposition und eine geradlinige Natur halten? Das nennt man Wortverdrehung und erzwungene Logik, verwirrte Konzepte und Unsinn reden, das nennt man Menschen in die Irre zu führen, und wenn du Menschen in die Irre führst, dann begehst du Böses. Es spielt keine Rolle, ob es hinter dem Rücken der Leute oder direkt vor ihnen begangen wird, böse ist böse. Wenn Böses hinter dem Rücken einer Person begangen wird, dann ist das Niederträchtigkeit, während Böses, das direkt vor einer Person begangen wird, wirklich boshaft und gemein ist, aber beides betrifft das Böse. Also sagt Mir, sollten die Menschen diesen Spruch „Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman“ akzeptieren? (Nein, das sollten sie nicht.) Was ist positiv – die Verhaltensgrundsätze eines falschen Gentlemans oder die Verhaltensgrundsätze eines wahren Schurken? (Beides ist nicht positiv.) Das ist richtig, beides ist negativ. Sei also weder ein falscher Gentleman noch ein wahrer Schurke, und hör nicht auf den Unsinn deiner Eltern. Warum geben Eltern immer Unsinn von sich? Weil sich deine Eltern ganz genau so benehmen. Sie denken ständig: „Ich habe eine wahre Disposition, ich bin ein wahrer Mensch, ich bin direkt, ich bin ehrlich über meine Gefühle, ich bin ein ritterlicher Mensch, ich bin aufrecht und brauche keine Angst vor Gerüchten zu haben, ich verhalte mich anständig und gehe den richtigen Weg, was habe ich zu fürchten? Ich tue nichts Falsches, also habe ich keine Angst vor Dämonen, die an meine Tür klopfen!“ In diesem Augenblick klopfen keine Dämonen an deine Tür, aber du hast nicht wenige böse Taten begangen und wirst früher oder später bestraft werden. Du bist aufrecht und hast keine Angst vor Gerüchten, aber was bedeutet es, aufrecht zu sein? Ist es die Wahrheit? Bedeutet aufrecht zu sein, mit der Wahrheit übereinzustimmen? Verstehst du die Wahrheit? Denk dir keine Ausreden und Vorwände für deine eigenen bösen Taten aus, es ist sinnlos! Solange es nicht mit der Wahrheit übereinstimmt, ist es böse! Du glaubst sogar, dass du eine wahre Disposition hast. Heißt das, dass du andere ausnutzen kannst, nur weil du eine wahre Disposition hast? Oder dass du anderen Schaden zufügen kannst? Welche Logik ist das? (Die Logik Satans.) Das nennt man die Logik von Räubern und Teufeln! Du begehst Böses und stellst es dennoch als etwas Richtiges und Angemessenes dar, und erfindest Ausreden für dein Verhalten und versuchst, es zu rechtfertigen. Ist das nicht schamlos? (Ja.) Ich sage dir noch einmal, dass in Gottes Worten niemals die Rede davon ist, dass man ein wahrer Schurke oder ein falscher Gentleman sein sollte, noch gibt es eine derartige Anforderung, ein wahrer Schurke oder ein falscher Gentleman zu sein. Diese Sprüche sind allesamt krasse und teuflische Worte, um die Menschen zu täuschen und in die Irre zu führen. Sie können Menschen, die die Wahrheit nicht verstehen, in die Irre führen, aber wenn du heute die Wahrheit verstehst, solltest du an solchen Sprüchen nicht länger festhalten und dich nicht mehr von ihnen beeinflussen lassen. Ob die Menschen nun falsche Gentlemen oder wahre Schurken sind, sie sind allesamt Teufel, Bestien und Halunken, sie sind alle nicht gut, sie sind alle niederträchtig, und sie alle sind mit dem Bösen im Bunde. Wenn sie nicht niederträchtig sind, dann sind sie boshaft, und der einzige Unterschied zwischen einem falschen Gentleman und einem wahren Schurken liegt darin, wie sie vorgehen: Der eine geht ganz offen vor, der andere heimlich. Außerdem haben sie unterschiedliche Verhaltensweisen. Der eine begeht ganz offen Böses, während der andere hinter dem Rücken der Menschen schmutzige Tricks anwendet; der eine ist heimtückischer und verräterischer, während der andere anmaßender und herrschsüchtiger ist und seine Zähne bleckt; der eine ist schäbiger und geheimtuerischer, während der andere verachtenswerter und arroganter ist. Es handelt sich um zwei satanische Vorgehensweisen – eine offene und eine verdeckte. Wenn du offen vorgehst, bist du ein wahrer Schurke, und wenn du verdeckt vorgehst, bist du ein falscher Gentleman. Was gibt es da zu prahlen? Wenn du diesen Spruch als dein Motto betrachtest, bist du dann nicht töricht? Wenn dir also die Dinge, die dir deine Familie in dieser Hinsicht eingetrichtert oder eingeimpft hat, großen Schaden verursacht haben oder wenn du an solchen Dingen festhältst, hoffe Ich, dass du sie loslassen, erkennen und so schnell wie möglich durchschauen kannst. Hör auf, dich an diesem Spruch festzuklammern und zu denken, dass er dich schützt oder dich zu einem echten Menschen oder jemandem mit Charakter, Menschlichkeit und einer wahren Disposition macht. Dieser Spruch ist kein Maßstab dafür, wie man sich benehmen sollte. Von Meinem Standpunkt aus verurteile Ich diesen Spruch, der mich mehr als alles andere anwidert, aufs Schärfste. Mich widern nicht nur falsche Gentlemen an, sondern auch wahre Schurken – beide Arten von Menschen sind Objekte Meiner Abscheu. Wenn du also ein falscher Gentleman bist, dann bist du aus Meiner Perspektive nicht gut und du bist unrettbar. Aber wenn du ein wahrer Schurke bist, dann bist du noch schlechter dran. Du bist dir des wahren Weges wohl bewusst und sündigst dennoch vorsätzlich, du kennst die Wahrheit ganz genau und dennoch verstößt du unverhohlen gegen sie und praktizierst sie nicht. Stattdessen widersetzt du dich der Wahrheit ganz offen, weshalb du schneller sterben wirst. Denke nicht: „Ich habe eine geradlinige Natur, ich bin kein falscher Gentleman. Ich bin zwar ein Schurke, aber ich bin ein wahrer Schurke.“ Inwiefern bist du wahr? Deine „Wahrhaftigkeit“ ist nicht die Wahrheit, noch ist sie etwas Positives. Deine „Wahrhaftigkeit“ ist die Manifestation des Wesens deiner arroganten und bösartigen Disposition. Du bist „wahr“ im Sinne von „der wahre Satan“, „wahre Teufel“ und „wahre Bosheit“, statt „wahr“ im Sinne von „der Wahrheit“ oder etwas, das wahrhaftig real ist. Was also diesen Spruch „Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman“ betrifft, den deine Familie dir eingetrichtert hat, so solltest du ihn ebenfalls loslassen, da er absolut nichts mit den Verhaltensgrundsätzen zu tun hat, die Gott den Menschen lehrt, und ihnen nicht einmal ansatzweise nahekommt. Deshalb solltest du ihn so schnell wie möglich loslassen, anstatt dich weiter daran festzuklammern.
Eine detaillierte Analyse von „Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen“
Es gibt eine weitere Art von Prägung, die von der Familie stammt. Zum Beispiel sagen dir deine Älteren immer: „Steche in der Menge nicht zu sehr hervor; du musst lernen, zurückhaltend zu sein. Stelle insbesondere deine Begabungen, Talente oder Intelligenz nicht zu sehr zur Schau, für den Fall, dass du andere neidisch machst. Es ist, wie die Sprüche sagen: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen‘, und ‚Der Sparren, der hervorragt, verrottet zuerst.‘ Wenn du dich schützen und einen langfristigen, stabilen Platz unter den Menschen haben willst, sei nicht der Vogel, der seinen Hals herausstreckt. Du solltest zurückhaltend sein und nicht versuchen, zu sehr aufzufallen; der Platz an der Spitze ist einsam. Wenn du unter anderen immer versuchst, im Rampenlicht zu stehen, wirst du Aufmerksamkeit erregen; jemand könnte neidisch werden und dich hassen und anfangen, darüber nachzudenken, dich zu quälen. Sei in der Kirche kein Leiter oder Teamleiter – sobald du etwas falsch machst, steckst du in Schwierigkeiten; die Leute werden ein Exempel an dir statuieren und dich zur Verantwortung ziehen. Du musst lernen, dich wie eine Schildkröte zu schützen. Egal, in welcher Situation du dich befindest, ziehe einfach wie eine Schildkröte den Kopf ein, und du wirst viel Ärger vermeiden.“ Nachdem du die Worte deiner Eltern gehört hast, hast du das Gefühl, dass sie wirklich einsichtige Menschen sind, dass das Alter Weisheit mit sich bringt. Manche Menschen glauben schon seit vielen Jahren an Gott und wollen keine Leiter sein; sie denken, es ist am besten, wie eine Schildkröte den Kopf einzuziehen. Wenn es an der Zeit ist, einen Leiter zu wählen, lassen sie sich alle möglichen Gründe und Ausreden einfallen, um abzulehnen, und sagen, sie seien zu sehr in Familienangelegenheiten eingebunden oder hätten ein schlechtes Kaliber und könnten deshalb kein Leiter sein. Selbst wenn sie gewählt werden, sind sie nicht bereit, als Leiter zu dienen. Innerlich denken sie nach: „Hah! Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen. Je höher man aufsteigt, desto tiefer fällt man. An der Spitze ist es einsam. Ich möchte nie ein Leiter sein, noch möchte ich mich über andere erheben und einen hohen Rang erreichen, also werde ich nie tief fallen. Viele Leute, die als Leiter gewählt wurden, wurden nämlich entlassen, weil sie die Arbeit nicht machen konnten oder weil sie Böses taten. Einige wurden sogar entfernt und bekamen nicht einmal die Chance, ein gewöhnlicher Gläubiger zu sein. Spielen sich da nicht genau diese Sprüche in der Realität ab: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen‘ und ‚Der Sparren, der hervorragt, verrottet zuerst‘? Die Leute müssen also lernen, sich zu schützen; sie dürfen unter keinen Umständen den Hals herausstrecken und keine Leiter sein. In jeder Gruppe der Gesellschaft heißt es immer: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen.‘ Du wirst zwar obenauf sein, solange du deinen Hals herausstreckst, aber wenn du abgeschossen wirst, ist es für Reue zu spät.“ All diese Ansichten von ihnen stammen aus den eindringlichen, oft wiederholten Lehren ihrer Eltern und Älteren, der Stimme ihrer Erfahrungen. Ihre Eltern beugen sich an ihr Ohr, um ihnen die gebündelte Weisheit ihres Lebens zu erzählen, und lassen nichts aus. Was bedeutet es, sich jemandem ans Ohr zu beugen, um ihm etwas zu sagen? Zum Beispiel sagt deine Mutter in dein Ohr: „Wenn ich in diesem Leben eines gelernt habe, dann dies: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen.‘ Wenn jemand immer versucht, im Rampenlicht zu stehen, wird er wahrscheinlich gequält werden. Weißt du, warum dein Vater sich jetzt so im Hintergrund hält und warum er nicht mehr gerne im Rampenlicht steht oder erwähnt, dass er Beamter war? Das liegt daran, dass er in der Vergangenheit gequält wurde. Dein Vater hat literarisches Talent, ist redegewandt und hat Führungsqualitäten, aber weil er zu sehr auffiel, wurden andere neidisch auf ihn und quälten ihn. Du musst aus der Lektion deines Vaters lernen! Du musst den Spruch ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen‘ in deinem Herzen bewahren und ihn niemals vergessen. Das ist das Beste, was ich dir als deine Mutter mitgeben kann.“ Danach erinnerst du dich an den Spruch „Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen“, und wann immer du dich daran erinnerst, erinnert es dich an das Leiden deines Vaters, dessen niedergeschlagener Blick einen tiefen Eindruck in deinem Geist hinterlassen hat. Wann immer du also deinen Hals herausstrecken willst, wann immer du deine Ansichten äußern willst, wann immer du deine Pflicht in Gottes Haus aufrichtig erfüllen willst, kommt dir der Spruch „Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen“ in den Sinn, und so schreckst du davor zurück. Du denkst bei dir: „Welche Talente oder Stärken ich auch habe, ich darf sie nicht zeigen; ich muss zurückhaltend sein. Was Gottes Worte betrifft, dass man sein ganzes Herz, seinen ganzen Verstand und seine ganze Kraft in die Ausführung seiner Pflicht stecken soll, so kann ich das nicht komplett akzeptieren. Ich darf nicht zu übereifrig sein. Wenn ich zu übereifrig bin und meinen Hals herausstrecke, um die Arbeit der Kirche zu schultern, was ist dann, wenn ich etwas falsch mache, Verluste für die Arbeit verursache und dafür verantwortlich gemacht werde? Wie soll ich diese Verantwortung tragen? Werde ich dann nicht entfernt? Werde ich dann nicht der Vogel sein, der seinen Hals herausstreckt? Egal, was ich mache, ich muss mir also unbedingt einen Fluchtweg offenlassen, ich muss unbedingt zuerst lernen, mich zu schützen, und sicherstellen, dass ich an alles denke, bevor ich rede und handle. Diese Vorgehensweise ist die klügste, denn es ist genau wie meine Mutter sagt: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen.‘“ Dieser Spruch ist tief in deinem Herzen verankert und hat auch einen tiefen Einfluss auf dein tägliches Leben. Noch schwerwiegender ist natürlich, dass er deine Haltung zur Ausführung deiner Pflicht beeinträchtigt. Ist das nicht ein ernstes Problem? (Ja.) Wann immer du dich also bei deiner Pflicht mit all deiner Kraft für Gott aufwenden willst, wirst du stets von der Vorstellung „Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen“ aufgehalten, was dazu führt, dass du übervorsichtig und zögerlich bist, zu verängstigt, um zur Tat zu schreiten. Ganz gleich, was du tust, du entscheidest dich immer dafür, einen Plan B zu haben und dir etwas Spielraum zu lassen, und tust deine Pflicht nur in begrenztem Maße, nachdem du für dich selbst einen Ausweg festgelegt hast. Was meinst du? Schützt dich die diesbezügliche Prägung durch deine Familie weitestgehend davor, dass man dich offenbart und sich mit dir befasst? Für dich ist es ein weiteres Schutzschild, nicht wahr? (Ja.)
Basierend auf all dem, worüber wir bisher Gemeinschaft gehalten haben, wie viele Talismane haben die Menschen infolge der Prägung durch ihre Familie? (Sieben.) Stimmt es, dass sich bei so vielen Talismanen keine gewöhnlichen Teufel und Dämonen trauen, auf dich überzugreifen? Durch all diese Talismane fühlst du dich so sicher, so getröstet und so glücklich, in dieser menschlichen Welt zu leben. Gleichzeitig lassen sie dich spüren, wie wichtig die Familie für dich ist und wie zeitnah und wichtig der Schutz und die Talismane sind, die dir deine Familie gibt. Wann immer du durch diese Talismane greifbare Vorteile und Schutz erhältst, spürst du mehr denn je, dass die Familie wichtig ist und dass du immer auf sie angewiesen sein wirst. Wann immer du auf Schwierigkeiten stößt und von Unentschlossenheit und Verwirrung geplagt bist, besinnst du dich für einen Moment und denkst: „Was haben mir meine Mutter und mein Vater gesagt? Welche Fähigkeiten haben mir meine Ältesten beigebracht? Welches Motto haben sie an mich weitergegeben?“ Instinktiv und unterbewusst greifst du schnell auf die verschiedenen Ideen und Rahmenbedingungen zurück, die dir von deiner Familie eingeimpft wurden, und suchst und forderst ihren Schutz. In solchen Momenten wird die Familie zu deinem sicheren Hafen, zum Anker, zur Stütze und zur treibenden Kraft, die immer stark, unerschütterlich und unveränderlich ist, zu einer psychologischen Krücke, die es dir ermöglicht, weiterzuleben, und dich vor Verwirrung und Unentschlossenheit bewahrt. In solchen Momenten bist du tief bewegt: „Die Familie ist so wichtig für mich, sie gibt mir eine so immense geistige Stärke und ist auch eine Quelle spiritueller Unterstützung.“ Du gratulierst dir oft selbst und denkst dabei: „Es ist ein Glück, dass ich auf das gehört habe, was meine Eltern mir gesagt haben, sonst wäre ich jetzt in einer sehr peinlichen Situation und man würde mich entweder schikanieren oder mir Schaden zufügen. Zum Glück habe ich diesen Trumpf, ich habe einen Talisman. Also werde ich sogar im Haus Gottes und in der Kirche, sogar, wenn ich gerade meine Pflicht ausführe, von niemandem schikaniert werden, und ich werde nicht Gefahr laufen, dass die Kirche mich entfernt oder sich mit mir befasst. Dank des Schutzes, den mir die Prägung durch meine Familie bietet, werden mir diese Dinge wahrscheinlich nie passieren.“ Aber du hast etwas vergessen. Du hast immer in einer Umgebung gelebt, von der du glaubst, dass sie mit Talismanen ausgestattet ist und in der du dich schützen kannst, aber du weißt nicht, ob du Gottes Auftrag erfüllt hast oder nicht. Du hast den Auftrag, den Gott dir gegeben hat, und deine Identität als geschaffenes Wesen sowie die Pflicht, die du als geschaffenes Wesen erfüllen solltest, ignoriert. Du hast auch bei der Ausführung deiner Pflicht die Haltung ignoriert, die du annehmen solltest, und all das, was du darbringen solltest, während die wahre Lebensanschauung und die wahren Werte, die du hochhalten solltest, durch die Ansichten ersetzt wurden, die deine Familie dir eingetrichtert hat, und deine Chancen auf Errettung werden ebenfalls durch die Prägung durch deine Familie beeinträchtigt und beeinflusst. Daher ist es sehr wichtig, dass jeder sich von den verschiedenen Prägungen durch seine Familie löst. Dies ist ein Aspekt der Wahrheit, der praktiziert werden muss, und es ist auch eine Realität, in die man umgehend eintreten sollte. Denn wenn die Gesellschaft dir etwas sagt, lehnst du es wahrscheinlich anhand einer rationalen oder unterbewussten Entscheidung ab; wenn ein Fremder oder jemand, der nicht mit dir verwandt ist, dir etwas sagt, neigst du dazu, rational oder überlegt zu entscheiden, ob du es akzeptierst oder ablehnst; aber wenn deine Familie dir etwas sagt, neigst du dazu, es völlig ohne zu zögern oder zu überlegen zu akzeptieren, und das ist tatsächlich eine gefährliche Sache für dich. Denn du denkst, dass die Familie einem Menschen niemals schaden kann und dass alles, was deine Familie für dich tut, zu deinem eigenen Wohl, zu deinem Schutz und zu deinem eigenen Besten ist. Basierend auf diesem unterstellten Grundsatz werden die Menschen leicht von diesen nicht greifbaren und greifbaren Dingen, die die eigene Familie darstellt, gestört und beeinflusst. Die greifbaren Dinge sind die Familienmitglieder eines Menschen und alle familiären Belange, während die nicht greifbaren Dinge die verschiedenen Ideen und die Erziehung sind, die von der Familie kommen, sowie eine gewisse Prägung, die damit zu tun hat, wie du dich benehmen und deine eigenen Angelegenheiten regeln solltest. Ist es nicht so? (Ja.)
Was die Prägungen durch die Familie betrifft, gibt es viel zu diskutieren. Nach unserem heutigen gemeinschaftlichen Austausch über diese Dinge solltet ihr über sie alle nachdenken, sie zusammenfassen und euch überlegen, welche Ideen und Ansichten – abgesehen von denen, die Ich heute erwähnt habe – euch in eurem täglichen Leben belasten könnten. Das meiste, worüber wir soeben Gemeinschaft gehalten haben, hat mit den Grundsätzen und Wegen der Menschen zu tun, die ihren Umgang mit der Welt betreffen. Es gibt eine kleine Anzahl von Themen, die die Betrachtung von Menschen und Dingen betreffen. Im Wesentlichen umfasst die Bandbreite der Prägungen, die die Familie bei den Menschen hervorruft, diese Dinge. Darüber hinaus gibt es einige Themen, die nicht mit der Lebensanschauung der Menschen oder ihren Arten des Umgangs mit der Welt zu tun haben, weshalb wir nicht weiter auf diese eingehen werden. Hiermit endet unser gemeinschaftlicher Austausch für heute. Bis zum nächsten Mal!
11. Februar 2023