Wie man nach der Wahrheit strebt (19)
In Bezug auf das Thema „Positive Dinge“ haben wir letztes Mal darüber Gemeinschaft gehalten, was positive Dinge sind, und ihnen eine Definition gegeben. Was sind positive Dinge? (Alle Dinge, die von Gott geschaffen wurden, von Gott bestimmt wurden oder Gottes Herrschaft unterliegen, sind positive Dinge.) Ihr habt euch die Definition von positiven Dingen gemerkt, aber könnt ihr die Beispiele begreifen, die gegeben wurden? (Wir können sie bis zu einem gewissen Grad begreifen.) Diese Definition, dieses Konzept von positiven Dingen – ist das eine Wahrheit? (Es ist eine Wahrheit.) Seid ihr sicher? Wenn du Gottes Worte liest, hast du das Gefühl, dass diese Definition eine Wahrheit ist und zutreffend ist, aber wenn du mit etwas konfrontiert wirst, das nicht mit deinen Auffassungen übereinstimmt, kannst du dir keinen Reim darauf machen und wirst die Wahrheit nicht annehmen. Unabhängig davon, ob etwas gemäß den menschlichen Auffassungen als eine positive oder eine negative Sache betrachtet wird: Solange es sich nicht um etwas handelt, das Gott als eine positive Sache definiert, ist es, kurz gesagt, keine positive Sache, sondern eine negative Sache. Bist du in der Lage, Dinge auf diese Weise zu unterscheiden? (Ja. Wenn Gott etwas als eine positive Sache definiert hat und das nicht mit meinen eigenen Auffassungen übereinstimmt und ich es nicht begreifen kann – ich aber weiß, dass das, was Gott sagt, definitiv die Wahrheit ist –, dann werde ich lernen, mich selbst zu verleugnen.) Wenn diese Sache dir Schaden zufügt oder sogar allen Menschen Schaden zufügt – gemäß menschlicher Auffassungen ist sie für die Menschen nicht von Nutzen und bringt weder Glück noch Freude, sondern verursacht stattdessen Schmerz und Unglück –, wie wirst du sie dann betrachten? Wirst du immer noch an deiner Ansicht festhalten, dass „Gottes Definition von positiven Dingen tatsächlich zutreffend ist; Menschen dürfen keine Bewertungen anhand ihrer Auffassungen vornehmen, noch dürfen sie etwas danach bewerten, ob sie davon profitieren“? Da könnt ihr euch nicht sicher sein, oder? (Nein, das können wir nicht.) Jeder Aspekt der Wahrheit ergibt nicht nur auf der Ebene der Glaubenslehre einen Sinn, noch ist er nur auf dieser Ebene stichhaltig; vielmehr ist, in Anbetracht aller Tatsachen, die Wahrheit im wirklichen Leben eine auf ewig unveränderliche Aussage. Wenn du dir dessen nicht sicher sein kannst, hast du tatsächlich nur ein vages Konzept der Wahrheit in deinem Herzen. All die verschiedenen Aspekte der Wahrheit, über die wir Gemeinschaft halten, betreffen Ansichten zu verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen; sie betreffen das Wesen und die tatsächlichen Umstände verschiedener Menschen, Ereignisse und Dinge, und sie ermöglichen es den Menschen auch, zu sehen, wie Gott mit diesen Menschen, Ereignissen und Dingen umgeht – was Seine Ansichten und Haltungen ihnen gegenüber sind. Da die Definition von positiven Dingen eine Wahrheit ist, umfasst sie natürlich auch die tatsächlichen Umstände und das Wesen der verschiedenen Menschen, Ereignisse und Dinge, die im Rahmen dieser Definition liegen, während sie auch Gottes Haltungen, Perspektiven und Aussagen bezüglich dieser verschiedenen Dinge mit einschließt. Es spielt also keine Rolle, ob die Menschen gemäß ihren Auffassungen denken, dass die Definition von positiven Dingen richtig oder falsch ist, noch spielt es eine Rolle, was die anfängliche Sicht der Menschen auf die Definition von positiven Dingen vor dem Hintergrund ihrer traditionellen Kultur oder ihres täglichen Lebens ist. Kurz gesagt: Da diese Definition von positiven Dingen eine Wahrheit ist, sind die Menschen, Ereignisse und Dinge, die sie umfasst, alle positive Dinge, und die, die im Widerspruch mit ihr stehen, alle negative Dinge. Das steht zweifellos und völlig außer Frage. Ihr müsst ein klares Verständnis von dieser Angelegenheit haben. Die Definition von positiven Dingen und das Wesen der Menschen, Ereignisse und Dinge, die von dieser Definition abgedeckt werden, sind unveränderlich – und zwar unabhängig davon, welchen Einfluss eine positive Sache auf dich hat oder was deine Haltung und Perspektive diesbezüglich sind, und unabhängig vom Zeitpunkt oder dem sozialen Umfeld. Verstanden? (Ja.)
Letztes Mal hielten wir hauptsächlich über ein paar konkrete Beispiele Gemeinschaft, die die Aussage betreffen: „Alle Dinge, die von Gott bestimmt wurden oder Gottes Herrschaft unterliegen, sind positive Dinge.“ Über den Teil, der besagt: „Alle Dinge, die von Gott geschaffen wurden, sind positive Dinge“, ging unsere Gemeinschaft aber nicht sehr ins Detail. Könnt ihr also durch gemeinschaftlichen Austausch oder durch die Wahrheiten, die ihr im Laufe der Jahre verstanden habt, bestätigen, dass diese Aussage korrekt ist? Oder seid ihr in der Lage, anhand der Menschen, Ereignisse und Dinge, die ihr im Leben gesehen und erlebt habt, es als richtig zu bescheinigen, dass alle Dinge, die von Gott geschaffen wurden, positive Dinge sind? Könnt ihr Dinge auf diese Weise begreifen? Könnt ihr die Wahrheit suchen? (Wir können einige einfachere Dinge auf diese Weise begreifen.) Hier gibt es einen Grundsatz. Oberflächlich betrachtet decken die Themen „was von Gott geschaffen wurde, was von Gott bestimmt wurde oder was Gottes Herrschaft unterliegt“ einen sehr breiten Rahmen ab und sind äußerst abstrakt, aber tatsächlich sind sie eng mit den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen verknüpft, denen die Menschen im wirklichen Leben begegnen – man könnte auch sagen, dass sie enorm eng miteinander verbunden sind; ihnen fehlt nicht der Bezug zur Realität. Das betrifft ein Problem. Wenn du in deinem Leben mit vielen unerwarteten Menschen, Ereignissen und Dingen konfrontiert wirst, kannst du nicht bestimmen, ob es sich um positive Dinge oder negative Dinge handelt. Selbst wenn du die Glaubenslehre zur Unterscheidung von positiven und negativen Dingen verstehst, kannst du das immer noch nicht bestimmen. Selbst wenn es sich um Arten von Dingen handelt, die im Rahmen positiver Dinge liegen, erkennst du sie in deinen Auffassungen nicht als positive Dinge an, und in deinem Herzen findest du sie abstoßend und verabscheust sie und denkst sogar, dass sie es absolut nicht verdient haben, im Rahmen positiver Dinge aufgeführt zu werden, und doch handelt es sich tatsächlich um Dinge, die von Gott geschaffen wurden, von Gott bestimmt wurden oder Gottes Herrschaft unterliegen, und sie gehören zur Kategorie der positiven Dinge. Hier kommen dann die Grundsätze der Praxis dafür, wie die Menschen diesen Arten von Dingen begegnen sollten, ins Spiel. Der einfachste Grundsatz der Praxis ist dieser: Erstens musst du sicher sein, dass die fragliche Sache in den Rahmen der Definition positiver Dinge fällt. Wenn etwas in die Kategorie der von Gott definierten positiven Dinge fällt, selbst wenn es nach den menschlichen Auffassungen nicht wie eine positive Sache erscheint, dann musst du dir zuallererst sicher sein, dass es eine positive Sache ist und dass es daran absolut keinen Zweifel gibt. Es hat eine Bedeutung, dass Gott es geschaffen hat; ihr Zweck ist es, dass die Menschen einige Lektionen aus ihr lernen. Dessen muss man sich sicher sein. Das ist ein Grundsatz der Praxis. Zweitens ist es in Bezug auf diese Sache oder diese Art von Angelegenheit nicht nötig, sie wie Wissenschaftler anzugehen und ihre Natur oder Funktion zu untersuchen oder welche Rolle sie im menschlichen Leben oder in der gesamten Nahrungskette spielt. Es reicht aus, sich einfach sicher zu sein, dass es eine positive Sache ist. Manche Leute sagen nun vielleicht: „Wenn diese positive Sache oft im Leben der Menschen auftritt und ihr Leben beeinträchtigt sowie ihre Sicht, dass es sich dabei um etwas Positives handelt, beeinflusst, wie sollte man dann mit ihr umgehen?“ Das ist leicht zu handhaben. Wenn du diese Sache in deinem Leben benutzen musst, dann tu das nach Bedarf; lass sie dir dienen. Wenn du sie nicht verwenden musst und sie dich oft beeinträchtigt oder irgendeinen deiner körperlichen Sinne stört, dann kannst du sie vertreiben und dich von ihr fernhalten. Lass einfach nicht zu, dass sie dich beeinträchtigt oder dir körperliche Schmerzen bereitet. Das ist der zweite Grundsatz. Zudem musst du Folgendes wissen: Wenn etwas zu Gottes Schöpfung, Gottes Bestimmung oder Gottes Herrschaft gehört, dann solltest du diese Sache nicht abstoßend finden, verabscheuen oder verleugnen. Stattdessen solltest du sie annehmen und anerkennen. Noch besser ist es, sie auf vernünftige Weise zu handhaben und vernünftig zu nutzen. Das sind die Grundsätze der Praxis, drei Stück insgesamt. Was sind diese drei Grundsätze? (Der erste ist: Solange etwas in den Rahmen der von Gott definierten positiven Dinge fällt, müssen wir uns sicher sein, dass es eine positive Sache ist. Es hat eine Bedeutung, dass Gott diese Sache geschaffen hat; ihr Zweck ist es, dass die Menschen einige Lektionen aus ihr lernen. Der zweite ist: Auf der Grundlage der Gewissheit, dass es sich um eine positive Sache handelt, benutzen wir diese Sache bei Bedarf. Wenn wir sie nicht nutzen müssen und sie unser Leben beeinträchtigt, dann können wir sie vertreiben und uns von ihr fernhalten, ohne zuzulassen, dass diese Sache unser Leben beeinträchtigt. Der dritte ist: Wir sollten diese Sache nicht abstoßend finden oder verabscheuen, wenn sie von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde oder Gottes Herrschaft unterliegt; wir sollten sie annehmen und anerkennen. Noch besser ist es, in der Lage zu sein, diese Sache auf vernünftige Weise zu handhaben und sie vernünftig zu nutzen.) Sind diese drei Grundsätze leicht anzuwenden? Nicht wirklich, nicht wahr? (Nein.) Wenn eine Stechmücke um dich herumfliegt, wirst du sie vertreiben und dir denken: „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut; ich werde sie einfach verscheuchen und damit ist es getan.“ Du wirst in der Lage sein, gemäß diesen drei Grundsätzen zu handeln. Aber wenn du sie vertreibst und sie gleich wiederkommt und dich sticht, wirst du umso wütender, je mehr du darüber nachdenkst: „Ich habe dich leben lassen, aber du lässt mich nicht in Ruhe. Diesmal werde ich dich definitiv totschlagen!“ Ist es richtig, sie totzuschlagen? Tatsächlich ist es nicht falsch, sie totzuschlagen; das kann als angemessene Handhabung betrachtet werden. Aber wirst du nicht gleichzeitig auch anfangen, an der Tatsache zu zweifeln, dass Mücken positive Dinge sind? Besonders wenn die Quaddel von ihrem Stich immer mehr juckt, so sehr, dass es unerträglich ist, wirst du bei dir denken: „Welchen Nutzen hat es, dass Gott Stechmücken geschaffen hat? Würden die Menschen diesen Schaden erleiden, wenn es keine Stechmücken gäbe? Das kommt mir definitiv nicht wie eine positive Sache vor!“ Deine Vernunft wird dir sagen, dass es falsch ist, so zu denken, dass eine Stechmücke eine positive Sache ist, weil sie ein winziges Geschöpf im Rahmen der von Gott geschaffenen positiven Dinge ist. Aber du kannst dir immer noch keinen Reim darauf machen: „Sie nützt den Menschen nicht. Warum hat Gott sie also geschaffen?“ Obwohl die Quaddel von einem Mückenstich nicht groß ist, ist der Juckreiz schrecklich. Bei Allergikern kann das Kratzen zu Rötungen und Schwellungen und sogar zu Infektionen und Fieber führen. An diesem Punkt wirst du Auffassungen entwickeln und es schwer finden, es zu akzeptieren: „Mücken scheinen mir keine positiven Dinge zu sein. Wenn sie es wären, wie könnten sie dann die Menschen beeinträchtigen und ihnen Schmerzen bereiten? Sollten positive Dinge nicht positive Auswirkungen haben? Diese Auswirkung ist nicht positiv; sie spielen eine negative Rolle und haben eine negative Auswirkung auf die Menschen. Wie können Mücken in die Kategorie der positiven Dinge eingeordnet werden? Das ist unbegreiflich. Was Gott getan hat, stimmt nicht mit meinen Auffassungen überein!“ In deinem Herzen wirst du Auffassungen darüber entwickeln, ob Stechmücken positive Dinge sind. Was du laut aussprichst, ist: „Erst einmal kannst du nicht leugnen, dass Stechmücken positive Dinge sind. Zweitens: Wenn du nicht willst, dass sie dich beeinträchtigen, kannst du sie vertreiben und dich von ihnen fernhalten. Letztlich solltest du sie nicht abstoßend finden oder verabscheuen, sondern sie annehmen, anerkennen und auf vernünftige Weise handhaben.“ Auch wenn du das sagen wirst, fällt es dir sehr schwer, diesen letzten Grundsatz anzuwenden. Es fällt dir ziemlich leicht, nützliche Insekten zu akzeptieren. Was aber Stechmücken betrifft: Wenn du versuchen würdest, sie zu akzeptieren, sie vernünftig zu handhaben und sie nicht zu verfluchen, kannst du das tun? (Vor Gottes Gemeinschaft fand ich es manchmal, wenn ich schlechte Laune hatte und von einer Stechmücke gestochen wurde, besonders abstoßend und sagte einige schlechte Dinge. In Zukunft werde ich mein Bestes geben, das zu vermeiden und diese Dinge nicht mehr zu sagen.) Du solltest Stechmücken nicht verfluchen; du solltest sie annehmen, korrekt behandeln und auf vernünftige Weise handhaben. Dieser Teil bezüglich des vernünftigen Handhabens ist sehr schwer anzuwenden, nicht wahr? (Ja.) Wenn du Stechmücken auf der Ebene der Glaubenslehre anerkennen und annehmen würdest, wäre das einigermaßen leicht. Wenn sie dir schaden, könntest du dich auch von ihnen fernhalten und sie meiden. Aber dich dazu zu bringen, sie von Herzen anzunehmen und anzuerkennen, korrekt mit ihnen umzugehen und sie darüber hinaus auf vernünftige Weise zu handhaben – das würde dir schwerfallen. Warum würde es dir schwerfallen? Weil du, wenn sie dir schaden, nicht das Gefühl hast, dass du von ihnen profitierst, sondern dass du durch sie geschädigt wirst. Das heißt: Gemäß deinen Auffassungen sollten positive Dinge eine positive Auswirkung haben, aber anstatt irgendeinen positiven Nutzen von Stechmücken zu erhalten, hast du das Gefühl, dass sie eine negative Auswirkung für dich hatten. An diesem Punkt würde es dir nicht leichtfallen, sie nicht abstoßend oder verabscheuungswürdig zu finden und sie stattdessen anzunehmen und sogar auf vernünftige Weise zu handhaben. Obwohl die Menschen auf der Ebene der Glaubenslehre akzeptieren können, dass Stechmücken positive Dinge sind, und sie es auch gerade so schaffen, mit Stechmücken korrekt umzugehen, ist es für sie sehr schwierig, gemäß den Grundsätzen mit ihnen umzugehen, wenn sie im wirklichen Leben von Stechmücken gestört werden. Dazu müssen die Menschen die Wahrheit verstehen und die Natur der vielen spezifischen Menschen, Ereignisse und Dinge, die in den Rahmen der drei Aspekte von positiven Dingen fallen – jene, die „von Gott geschaffen wurden, von Gott bestimmt wurden oder Gottes Herrschaft unterliegen“ – sowie welche Art von Rolle sie für das menschliche Leben und Überleben spielen und was Gottes ursprünglicher Zweck war, als Er sie schuf und ihnen ihre Lebensweise verlieh. Das sind die Dinge, die die Menschen verstehen müssen. Wenn die Menschen Gottes ursprünglichen Zweck und die allgemeine Ausrichtung Seiner Absichten und die grundlegenden Grundsätze verstehen, dann sind sie vielleicht nicht nur in der Lage, sich von einigen positiven Dingen, die nicht mit ihren Auffassungen übereinstimmen, fernzuhalten, sondern es auch – in unterschiedlichem Maße – zu schaffen, diese anzunehmen, anzuerkennen, vernünftig zu handhaben und korrekt zu nutzen. Wir werden dieses Thema Schritt für Schritt besprechen.
Der Rahmen, der durch das Thema „Was von Gott geschaffen wurde“ abgedeckt wird, ist sehr breit, also müssen wir zuerst einige Beispiele anführen und sie dann Stück für Stück besprechen. Wir haben gerade über Stechmücken gesprochen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass niemand Stechmücken mag oder bereit ist, mit ihnen zu leben; im Gegenteil, jeder verabscheut Stechmücken und wünscht sich sogar, sein ganzes Leben lang keiner zu begegnen. Obwohl Stechmücken keine große Sache sind, betrifft diese Angelegenheit eine bestimmte Art von Sache, und sie betrifft auch das Verständnis der Menschen von der Natur einer bestimmten Art von Sache innerhalb der von Gott geschaffenen Menschen, Ereignisse und Dinge. Der entscheidende Punkt ist natürlich, dass es hier darum geht, dass die Menschen eine Wahrheit lernen und verstehen, und es geht auch um die Grundsätze der Praxis dafür, wie die Menschen eine bestimmte Art von Sache unter den Menschen, Ereignissen und Dingen in ihrem Leben behandeln. Obwohl die Stechmücke kein großes Geschöpf ist, sind die Angelegenheiten, die sie betreffen, dementsprechend nicht unwichtig; es lohnt sich für die Menschen, zu versuchen, diese zu verstehen und zu erforschen. „Was von Gott geschaffen wurde“ umfasst inhaltlich Themen des Makroskopischen und des Mikroskopischen. Gerade haben wir kurz über eine kleine Spezies des mikroskopischen Aspekts Gemeinschaft gehalten: die Stechmücke. Sie ist eine relativ kleine Art von Geschöpf, die die Menschen mit bloßem Auge sehen können; alles, was kleiner als eine Stechmücke ist, ist es nicht wert, besprochen zu werden. Stechmücken sind eine Art von Geschöpf, mit der die Menschen oft in Kontakt kommen können, ein relativ mikroskopisches Geschöpf, das mit bloßem Auge zu sehen ist. Da dieses Problem auf einer mikroskopischen Ebene liegt, werden wir später darüber Gemeinschaft halten. Worüber sollten wir also zuerst Gemeinschaft halten? (Über das Makroskopische.) Lasst uns zuerst über makroskopische Dinge Gemeinschaft halten. Es gibt viele makroskopische Dinge. Die makroskopische Sache, die im Leben der Menschen am präsentesten ist oder mit der die Menschen in Kontakt kommen, die sie spüren und sehen können und die jedem vertraut ist – abgesehen von den Objekten in der von Gott für den Menschen geschaffenen Lebensumgebung –, ist die Menschheit selbst. Wenn es also um die Menschheit geht: Welche der verschiedenen Menschen, Ereignisse und Dinge, die die Menschen sehen können, sind es wert, über sie zu sprechen? Welche sind es wert, verstanden zu werden? Das Thema, das es am meisten wert ist, verstanden zu werden, wenn es um die menschliche Gesellschaft geht, ist die sogenannte Zivilisation der Menschheit. Das Hauptthema, das von dieser Zivilisation abgedeckt wird, sind verschiedene Kulturen. Die Entstehung verschiedener Kulturen rührt von der Erziehung innerhalb verschiedener Gesellschaften her; die Erziehung innerhalb verschiedener Gesellschaften bringt verschiedene Kulturen hervor, und vor dem Hintergrund dieser verschiedenen Kulturen sind die sogenannten Zivilisationen der Menschheit über verschiedene Epochen hinweg entstanden. Sie bilden Quelle und Ursprung der menschlichen Zivilisation. Die östliche Gesellschaft hat ihre Zivilisation, und natürlich hat sie auch ihre sogenannte Kultur. Die Entstehung dieser Kultur rührt von der Art und Weise her, wie die östliche Gesellschaft ihre Menschen erzieht. Ebenso hat auch die westliche Gesellschaft ihre sogenannte Zivilisation. Die westliche Zivilisation rührt ebenfalls von ihrer Kultur her, und die Entstehung ihrer Kultur rührt ebenfalls von der Erziehung in der westlichen Gesellschaft her. Das heißt, die Erziehung in der westlichen Gesellschaft über verschiedene Epochen hinweg hat die westliche Kultur hervorgebracht, und vor einem solchen kulturellen Hintergrund ist allmählich die westliche Zivilisation entstanden, hat allmählich Gestalt angenommen und sich nach und nach bis zum heutigen Tag entwickelt. Ob es nun um östliche oder westliche Kultur geht: Beide haben ihre jeweiligen Völker auf diese Weise Generation für Generation erzogen. Über verschiedene Epochen hinweg haben sie kontinuierlich eine Generation nach der anderen konditioniert und beeinflusst und sich über verschiedene Epochen hinweg von einer Generation zur nächsten verbreitet, während sie sich gleichzeitig kontinuierlich weiterentwickelten und vorangebracht wurden. Auf diese Weise haben die östlichen und westlichen Kulturen und Zivilisationen allmählich Gestalt angenommen und sich entfaltet und wurden allmählich von den Menschen anerkannt und akzeptiert, nahmen allmählich Gestalt an und etablierten sich allmählich in den östlichen und westlichen Gesellschaften. So wurden die vorherrschenden Kulturen und Zivilisationen des Ostens und Westens gebildet. Der Osten hat seine eigene vorherrschende Kultur und Zivilisation, ebenso wie der Westen. Die östlichen und westlichen Gesellschaften haben in Bezug auf Wesen, Form und ihren Einfluss auf die Menschheit unterschiedliche Kulturen und Zivilisationen gebildet. Ob es nun um die östliche oder die westliche Kultur geht: Beide haben einen unauslöschlichen, einen unwiderstehlichen oder einen unersetzlichen Einfluss auf das Leben und Überleben sowie die Denk- und Sichtweisen der Menschen gehabt. Da wir über östliche und westliche Kulturen sprechen, haben sie sicherlich ihre Unterschiede. Die östliche Kultur hat ihre grundlegenden Denk- und Sichtweisen, auf die sie Wert legt, während die westliche Kultur ihre eigenen Merkmale und grundlegenden Denk- und Sichtweisen hat, auf die sie Wert legt. Also: Worauf legt die östliche Kultur Wert? Was lehrt die östliche Kultur in erster Linie? Die meisten Menschen verstehen diesen Aspekt nicht ganz. Einige von euch sind vielleicht völlig verwirrt: „Warum sprichst Du von dieser Perspektive aus über positive Dinge?“ Viele makroskopische Dinge umfassen von Natur aus viele abstrakte Bestandteile. Obwohl ihr diesen Aspekt noch nicht versteht, werdet ihr ihn verstehen, wenn ihr aufmerksam zuhört.
Lasst uns zuerst über die östliche Kultur sprechen. Was schätzt die östliche Kultur? Was ist ihr Wesen? Welchen Einfluss hat sie auf die Menschen? Was sind die Hauptmerkmale der östlichen Kultur, die du persönlich verspürt hast oder die du gesehen, verstanden oder durch den subtilen Einfluss, dem du langfristig ausgesetzt warst, erkannt und kennengelernt hast? Wenn wir von Kultur sprechen, bezieht sich das auf Erziehung. Ob es sich nun um die Erziehung aus Familie, Schule oder Gesellschaft handelt, es steht alles mit der Kultur in Verbindung; es bezieht sich auf die Erziehung einer Nation oder einer bestimmten Gruppe von Menschen. Erziehung schafft einen kulturellen Hintergrund – das steht fest. Wisst ihr, welche Art von Erziehung die östliche Kultur schätzt? (Die östliche Kultur legt großen Wert auf Tradition.) Und was ist das Wesen von Tradition? „Tradition“ ist ein Konzept. Was ist der konkrete Themenbereich, den dieses Konzept abdeckt? Es sind Anforderungen dafür, wie du denken sollst, was du tun sollst und mit welcher Ausrichtung und auf welches Ziel gerichtet du dich verhalten sollst. Das ist das spezifische Wesen ihrer Erziehung. Die Erziehung, die die östliche Gesellschaft schätzt, ist die soziale Moralerziehung, und diese soziale Moralerziehung umfasst ebenfalls einen spezifischen Themenbereich. Zum Beispiel ist ein ideologischer Trend, der in der östlichen Gesellschaft oft propagiert wird, „durch Vernunft andere überzeugen“. Ist das einer dieser Trends? (Ja.) Dann gibt es auch „Höflichkeit der Gewalt vorziehen“, „anderen aus Höflichkeit nachgeben“ und: „Das Herz eines Premierministers ist groß genug, dass ein Boot darin segeln kann.“ Es gibt auch: „Harmonie ist eine Kostbarkeit; Nachsicht ist Brillanz“ und: „Kompromisse machen es viel einfacher, einen Konflikt zu lösen.“ Was noch? „Für einen Ehrenmann ist es nie zu spät, Rache zu nehmen“, „Wo es Leben gibt, da ist Hoffnung“, „Ein großartiger Mensch weiß, wann er nachgeben und wann er sich behaupten muss“ und „Ein echter Mann hat weitreichende Ambitionen.“ Was noch? (Zählt: „Die Eltern zu ehren ist eine Tugend, die es über alles zu erheben gilt“ auch dazu?) Das zählt auch dazu. Dann gibt es noch: „Was für eine Freude ist es, wenn ein Freund von weit her kommt“, was sich auf die Gastfreundschaft bezieht. Was noch? („Für einen Freund durchs Feuer zu gehen“ und „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“.) Die Wirkung, die all diese Konzepte in der östlichen Erziehung erzielen sollen, besteht darin, die Menschen dazu zu bringen, soziale Moralvorstellungen zu schätzen; diese Konzepte lehren die Menschen, welche Anstandsregeln sie in der Gesellschaft befolgen sollten, und bringen die Menschen dazu, diese sogenannte „Etikette“ als Symbol für den Charakter einer Person zu betrachten. Die östliche Erziehung nutzt diese Dinge, um die Verhaltensweisen der Menschen zu regulieren. Wenn eine Person sich in der Gesellschaft etablieren will, muss sie zuerst sicherstellen, dass sie sich in allen Belangen die Bewunderung, das Ansehen und den Respekt anderer verdient. Nur wenn man sich einen moralischen Charakter aneignet, der derartige Eigenschaften der Menschlichkeit besitzt, kann man als ein wirklich guter Mensch gelten. Nachdem sie eine solche Erziehung erhalten haben, nutzen die Menschen diese Vorstellungen über den sogenannten moralischen Charakter, um sich selbst einzuschränken, und bemühen sich, diese Anforderungen zu erfüllen. Diese östliche Erziehung lehrt die Menschen, sich nach außen hin an die Anstandsregeln zu halten, damit sie als höfliche, wohlerzogene Menschen erscheinen, Menschen von noblem moralischen Charakter. Und was die Dinge betrifft, die die Menschen innerlich denken: Ganz gleich, welche Bedürfnisse an Menschlichkeit, welche Wünsche oder sogar welche Ambitionen und Verlangen sie haben, so sollten sie das alles unterdrücken und tief in ihrem Herzen begraben, damit es nicht enthüllt wird. Wir haben bereits ziemlich viel über diesen Aspekt der östlichen Erziehung Gemeinschaft gehalten. Was ist die Natur all dieser Konzepte der ideologischen Erziehung? Entsprechen sie den Bedürfnissen der Menschlichkeit? Entsprechen sie dem Wesen von Menschlichkeit? (Nein.) Gerade weil die Verhaltensweisen, die von Leuten unter dieser östlichen sozialen Moralerziehung ausgelebt und offenbart werden, im kompletten Widerspruch zum Wesen der Menschen und den Bedürfnissen ihrer Menschlichkeit stehen, macht diese Tatsache eines klar und deutlich: Die verschiedenen Vorstellungen, die von dieser östlichen sozialen Moralerziehung befürwortet werden, stehen im Widerspruch zu den tatsächlichen Lebensumständen der Menschen und zu dem, was tatsächlich in ihrer Menschlichkeit existiert. Um die wirklichen Probleme der Menschen zu vertuschen und ihnen zu ermöglichen, auf respektablere Weise in der Gesellschaft zu leben, um nobler und der Anerkennung anderer Menschen würdiger zu erscheinen, entstand in der östlichen Gesellschaft diese soziale Moralerziehung. Daher muss man sagen, dass vor einem solchen Hintergrund Erziehung eine Erziehung zur Verstellung ist. Das Wesen dieser Erziehung zur Verstellung bzw. ihre beabsichtigte Wirkung besteht darin, jeden Menschen zu ermahnen, sein wahres Gesicht nicht vor anderen zu enthüllen – ungeachtet seines Charakters und ungeachtet seines Hintergrunds sollte jeder Mensch lernen, sich zu verstellen und sich hinter einer Maske zu verstecken, damit er vor anderen Leuten mehr Würde und Stolz haben kann sowie mit Selbstachtung und auf eine Weise leben kann, die ihm Bewunderung und Anerkennung einbringt.
Was haben die Menschen der östlichen Welt im Kontext dieser östlichen Erziehung zur Verstellung gelernt? Sie haben gelernt, alles zu unterdrücken und zu erdulden. Die östliche ideologische Erziehung hat eine bestimmte Eigenschaft innerhalb der Menschlichkeit der östlichen Menschen hervorgebracht, und die Konsequenz dieser Eigenschaft – ob auf der Ebene ihrer Denkweise oder in Bezug auf ihre Verhaltensweisen betrachtet – ist es, dass sie die Menschen lehrt, alles zu unterdrücken und zu erdulden. Konkret gesagt müssen die Menschen, wenn sie mit all den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen konfrontiert werden, in jeder gesellschaftlichen Ära, unter jeder herrschenden Klasse und in jeder Lebensumgebung lernen, wie man Dinge unterdrückt und erträgt und seine wahren Emotionen und Gedanken nicht offenbart. Das „alles unterdrücken und erdulden“ zu nennen, ist noch höflich ausgedrückt; eigentlich handelt es sich um Verstellung. Und was benutzen die Menschen für diese Verstellung? Sie nutzen die verschiedenen Denkweisen, Sichtweisen und Taktiken für ihr Verhalten und Philosophien für weltliche Belange, die aus der östlichen sozialen Moralerziehung oder aus der östlichen Kultur stammen, um sich zu verstellen, damit sie nach außen hin als höfliche, wohlerzogene Menschen erscheinen, als Menschen von noblem moralischen Charakter mit Integrität und Würde, die fähig sind, sich das Ansehen, die Anerkennung und die Bewunderung anderer zu verdienen. Das ist der Einfluss der östlichen sozialen Moralerziehung auf die Menschen; ihre Hauptwirkung ist es, dass die Menschen schließlich lernen, alles zu unterdrücken und zu erdulden. Der Ausdruck „alles unterdrücken und erdulden“ umfasst, dass man die Menschen dazu bringt, alles zu erdulden, durch Vernunft andere zu überzeugen und es im Umgang mit Menschen vorziehen, höflich zu sein, anstatt zu Gewalt zu greifen, und zu versuchen, andere mit äußerster Freundlichkeit zu behandeln. Es ist, als ob sie besonders großmütig wären und ein Herz voller Wohlwollen und Toleranz besäßen; sie tun so, als wären sie besonders groß und nobel und schauen sogar von ihrem hohen Ross der menschlichen Moralvorstellungen auf alles andere herab. Daher ist das kulturelle Leben der östlichen Menschen in diesem östlichen kulturellen Kontext im Grunde komplett von diesen Ideen und Konzepten durchdrungen. Gleichzeitig wird mithilfe dieser Kultur die kommende Generation ständig konditioniert und beeinflusst. Zum Beispiel werden in Film- und Fernsehdramen oft bestimmte Vorstellungen angepriesen, von denen eine lautet: „Große und galante Helden leisten ihren Beitrag für Land und Volk.“ Welches Bild haben die Menschen von einem großen und galanten Helden in ihren Köpfen? In Kung-Fu-Filmen siehst du, dass die meisten großen und galanten Helden verwegen und kultiviert sind, einen Bambushut und ein Schwert oder einen Säbel an ihrer Seite tragen. Sie sind ausdruckslos und selbstlos, tragen die Welt, das gemeine Volk und alle Lebewesen in ihren Herzen, und sie ziehen umher und treten für Gerechtigkeit ein, tun gute Dinge und sammeln Verdienste an. Wenn sie eine Ungerechtigkeit sehen, ziehen sie ihr Schwert, um zur Hilfe zu eilen, und wenn es die Situation erfordert, schreiten sie zur Tat. Das ist das Bild eines großen und galanten Helden in den Köpfen der Menschen, und das ist auch der Wert, den solche Figuren in den Köpfen der Menschen haben. Der Grund, warum Film- und Fernsehdramen solche Charaktere erschaffen, besteht darin, dass alle östlichen Menschen eine derartige Sehnsucht in ihren Herzen gegenüber der Gesellschaft und der Menschheit hegen. Sie sehnen sich danach, dass solche Menschen in der Gesellschaft oder im Leben existieren, damit sie selbst nicht mehr alles unterdrücken und erdulden müssen und nicht mehr durch diese soziale Kultur gebunden und gefesselt sind. Und eben weil die Menschen dieses Bedürfnis haben, werden solche Charaktere in bestimmten literarischen und künstlerischen Werken ständig erschaffen. Das dient den Bedürfnissen der kulturellen Propaganda, und es dient auch den Bedürfnissen des Publikums. Das gemeine Volk hat in der Gesellschaft zu lange und zu schmerzhaft alles unterdrückt und erduldet; es braucht ein Ventil, hat aber keines. Die einzige Befriedigung, die es finden kann, liegt in den heldenhaften Figuren und großen und galanten Helden, die in diesen literarischen und künstlerischen Werken erschaffen werden. Daher werden solche Film- und Fernsehproduktionen und solche Charaktere von der Öffentlichkeit akzeptiert und gelobt. Wenn die Öffentlichkeit sieht, dass die gerechten Taten dieser großen und galanten Helden in Filmen und Fernsehdramen – oder wenn sie ihr Schwert ziehen, um zur Hilfe zu eilen, wenn sie eine Ungerechtigkeit sehen – perfekt zu ihren psychologischen Bedürfnissen passen, dann klatschen und jubeln sie alle und rufen: „Geschieht dir recht! Das hast du davon, dass du Böses tust! Das hast du davon, dass du dem Volk schadest!“ Ihr Jubel spiegelt den Schmerz, alles unterdrücken und erdulden zu müssen, widern, den die östlichen Menschen in ihrem täglichen Leben erfahren, sowie den schweren, mannigfaltigen Druck und den großen Schaden, den sie von der Gesellschaft und der herrschenden Klasse erdulden. Daher werden solche Unterhaltungswerke vom gemeinen Volk im Herzen begrüßt und von ihm gebilligt und herbeigesehnt.
Gerade weil dieses „Unterdrücken und Erdulden“, das durch diese östliche soziale Moralerziehung hervorgerufen wird, die Menschen der östlichen Welt in Bezug auf ihre Denkweise und ihre Menschlichkeit im größtmöglichen Ausmaß gebunden und eingeschränkt hat, sind ihre Menschlichkeit und ihre Denkweise enorm verzerrt worden. Wie äußert sich diese Verzerrung? Sie äußert sich in der Tatsache, dass jeder einen gewissen Hass auf Beamte und reiche Leute in sich trägt; wenn die Menschen etwas Ungerechtes sehen, empfinden sie in ihrem Inneren Hass, und sie bringen das sofort mit der herrschenden Klasse oder den reichen Leuten in Verbindung. Sie haben das Gefühl, dass all ihr Schmerz von diesen Leuten verursacht wird. Das ist ein Aspekt. Außerdem sind die Denkweisen der östlichen Menschen in hohem Maße gebunden und gefesselt, weil die östliche soziale Moralerziehung in den Menschen einen Charakter hervorbringt, der alles unterdrückt und erträgt. Im Vergleich zu Menschen der westlichen Welt ist es für östliche Menschen schwierig, es zu schaffen, unabhängige Denkweisen zu entwickeln oder ihre Gedanken auf der Ebene der Denkweise zu befreien; das heißt, sie sind unfähig, frei, autonom und unabhängig zu denken und zu urteilen. Daher trägt im sozialen Umfeld des Ostens jeder, von Kindern bis zu Erwachsenen, etwas Sklavenhaftes in seinem Charakter; es fällt den Menschen schwer, unabhängig über ein Problem nachzudenken oder eine Aufgabe unabhängig nach Plan und laut den Grundsätzen zu erledigen. Ein weiterer Aspekt ist, dass dieses „Unterdrücken und Erdulden“ der östlichen Menschen sie feindselig gegenüber der Gesellschaft, der Menschheit und jeder sozialen Schicht macht. Das hat auch dazu geführt, dass sich etwas Aalglattes in ihrer Menschlichkeit entwickelt hat, was man als eine gewisse Schäbigkeit bezeichnen kann. Da diese Welt so ungerecht ist, müssen die Menschen sich dem Druck und den Fesseln der Gesellschaft, ihres Arbeitsumfelds und ihrer Familien erwehren, und das führt dazu, dass mit den normalen Bedürfnissen ihrer Menschlichkeit – ihren normalen emotionalen und körperlichen Bedürfnissen – nicht angemessen oder fair umgegangen wird. Dementsprechend hegt jeder eine leichtfertige, zynische oder der Welt überdrüssige Haltung gegenüber seinem Leben. Diese Haltung gibt den Menschen der östlichen Welt das Gefühl, dass es im Leben nur sehr wenig Hoffnung gibt; sie verspüren kaum einen Antrieb, zu leben, und sind bei nichts, was sie tun, mit dem Herzen dabei. Auf diese Weise entwickeln sie eine schlüpfrige und aalglatte Mentalität im Umgang mit der Welt, und diese schlüpfrige und aalglatte Einstellung kann man in dem Wort „Schäbigkeit“ zusammenfassen. Worauf bezieht sich diese „Schäbigkeit“? Sie bezieht sich auf eine gedankenlose, nachlässige Haltung bei allem, was man tut. Zum Beispiel: Manche Menschen vertreten in Bezug auf die Ausführung ihrer Pflicht die Haltung, zu tun, was ihnen gefällt – wenn sie Lust haben, etwas zu tun, tun sie ein bisschen was davon; wenn sie keine Lust haben, dann tun sie nichts. Wenn ihre Arbeit auch nur ein wenig Druck mit sich bringt, jammern sie darüber, wie schwer die Arbeit ist, und wollen sich ausruhen. Wenn du mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst und ihnen sagst, dass sie dadurch die Arbeit verzögern werden, sagen sie: „Ist mir egal. Ich habe gerade Lust, mich auszuruhen. Ich will eine Weile Spaß haben!“ Sie haben gegenüber keiner Sache, die sie tun, eine ernsthafte und verantwortungsbewusste Einstellung. Sei es gegenüber der Arbeit, ihrem täglichen Leben oder sogar ihrem ganzen Leben und ihrem Glauben gegenüber: Sie sind verworren und ihre Einstellung ist nicht ernsthaft, sondern gedankenlos und nachlässig. Wohin sie auch gehen, sie wollen einfach ohne Rücksicht auf Verluste voranstürmen. Wenn sie nicht weiterkommen, stört sie das nicht im Geringsten; sie können es nicht ertragen, wenn ihnen etwas vorgeschrieben wird, und sie sehnen sich danach, Freiheit zu genießen. Wenn sie ihre Freiheit haben, begehen sie rücksichtslos Missetaten; wenn sie ihre Freiheit verlieren, beschweren sie sich über alles und jeden. Eine solche Haltung haben diese Leute. Ist das nicht Schäbigkeit? (Ja.) Das ist der einzigartige Charakter, den östliche Menschen im sozialen Umfeld der östlichen Welt entwickelt haben. Manche Menschen unterdrücken und erdulden auch alles; sie können alles erdulden, und das für eine sehr lange Zeit. Sie besitzen außergewöhnliche Ausdauer und Belastbarkeit, können jede Mühsal ertragen, können in jeder Umgebung überleben, schaffen es, in jeder Situation zu lächeln, und können immer noch ohne Probleme einschlafen, wenn es nachts Zeit zum Schlafen ist, ohne eine einzige Träne zu vergießen. Wenn es zum Beispiel eine Überflutung gibt und die Häuser, Felder und das Vieh einiger Leute alle unter Wasser stehen, scheinen sie keinen großen Schmerz zu empfinden. Sie konzentrieren sich zielstrebig darauf, wertvolle Dinge in der Flut aufzusammeln, und planen, damit ein Vermögen zu machen. Andere warnen sie: „Es ist gefährlich, so dein Leben zu riskieren, um Dinge so aufzusammeln!“ Sie antworten: „Eine Überflutung ist eine perfekte Gelegenheit, reich zu werden. Diese Chance bietet sich selten!“ Andere sagen: „Unsere Felder sind überflutet, unser Getreide wurde weggespült, die Regierung leistet keine Hilfe, und niemand kommt, um zu helfen. Wie sollen wir weiterleben? Das Leben in dieser Welt ist einfach zu hart. Da können wir auch gleich sterben!“ Aber diese Leute antworten: „Wenn eine Katastrophe eintritt, musst du dich auf dich selbst verlassen. Der Himmel wird dem Menschen immer einen Ausweg lassen. Eine Flut ist eine großartige Gelegenheit, reich zu werden. Es ist ein Geschäft ohne Eigenkapital und mit enormem Gewinn. Selbst wenn wir einige Dinge verloren haben, werden wir einige andere Dinge wieder aufsammeln – das wird die Verluste mehr als ausgleichen, und wir könnten sogar einen kleinen Gewinn machen!“ Weißt du, normale Menschen empfinden Schmerz, wenn ein Unglück geschieht und sie Verluste erleiden, aber unter den östlichen Menschen gibt es eben solche „heldenhaften Charaktere“ – egal welches Unglück ihnen widerfährt, sie können sich der Situation anpassen und sogar Gelegenheiten finden, reich zu werden. Sie machen sich weder Sorgen noch fühlen sie sich bekümmert, und selbst wenn von der Regierung keine Hilfe kommt oder sie ihre Probleme nicht löst, ist ihnen das egal. Es ist, als hätten sie so viele Unglücke miterlebt, dass sie sich einfach daran gewöhnt haben. So ist die chinesische Gesellschaft doch, nicht wahr? Angesichts dieser Art von Erziehung in der chinesischen Gesellschaft sind die literarischen und künstlerischen Werke, die die Menschen in ihrer Freizeit konsumieren, oder die Art und Weise, wie sie sich entspannen, meist Formen der Selbstironie. So amüsieren sich die Chinesen und suchen sich ein wenig Erleichterung für das bedrückende Gefühl in ihren Herzen. Aber dann, im täglichen Leben, verstellen sie sich weiter und unterdrücken und erdulden alles genau wie zuvor. Egal wie die Regierung das gemeine Volk behandelt, es hat sich bereits an diese Art von Behandlung gewöhnt. Solange die Menschen nicht verhungern, sind sie zufrieden; wenn sie nicht ihrem unmittelbaren Tod ins Auge schauen müssen, denken sie nicht daran, sich aufzulehnen. Das gemeine Volk hat sich mit solchen Dingen abgefunden: „Ein schlechtes Leben ist besser als ein guter Tod; der Himmel wird dem Menschen immer einen Ausweg lassen. Lasst uns einfach so leben! Menschenrechte? Demokratie? Das sind extravagante Verlangen. Wir Chinesen wurden in dieses elende Schicksal geboren. Solange wir überleben können, ist das gut genug!“ Ist das nicht extrem stumpfsinnig und abgestumpft? Haben diese Leute noch irgendeine Würde? (Nein.) Das ist ein erbärmlicher Zustand.
Was die Dinge betrifft, die sie widerspiegeln und anpreisen, so unterscheiden sich die meisten literarischen und künstlerischen Werke, die im Osten kreiert werden, sehr von denen im Westen. Obwohl östliche literarische und künstlerische Werke einige soziale Ungerechtigkeiten widerspiegeln, ist das nicht die Denkweise, die die Regisseure oder Drehbuchautoren wirklich anpreisen wollen, und es geschieht nicht, um auf einige der Bedürfnisse des Publikums einzugehen. Was preisen sie in diesen Werken wirklich an? Immer noch die östliche soziale Moralerziehung. Ihre wichtigste Äußerungsform ist ein Patriotismus, der dafür plädiert, dass die Menschen ihr Land lieben und sich um das Land und das Volk sorgen, dass sie „echte Männer mit weitreichenden Ambitionen“ sind, ihr Schwert ziehen und zur Hilfe eilen, wenn sie Ungerechtigkeit sehen, und für einen Freund durchs Feuer gehen. Was preisen sie sonst noch an? „Kompromisse machen es viel einfacher, einen Konflikt zu lösen“ und „Für einen Ehrenmann ist es nie zu spät, Rache zu nehmen“. Die Menschlichkeit, die sie anpreisen, ist in Wirklichkeit leer und gehaltlos; das sind nur die Einbildungen und Schlussfolgerungen der Menschen. Sie preisen diese Dinge ausschließlich zum Dienste der Stabilität des Regimes der herrschenden Klasse an, damit die Menschen für immer wie Lasttiere für die herrschende Klasse abmühen, ohne dass der geringste Widerstand erlaubt ist. Mithilfe dieser gehaltlosen Ideen werden die Menschen abgestumpft und in die Irre geführt, indem sie ihr Bedürfnis nach Unterhaltung und die vorübergehenden Bedürfnisse ihrer Herzen befriedigen. Was wird zum Beispiel in Kung-Fu-Romanen oder Film- und Fernsehdramen angepriesen? Eine galante Einstellung, ein großer und galanter Held zu werden, der die Reichen bestiehlt, um den Armen zu helfen, und sein Schwert zieht, um anderen zu helfen. Der sogenannte große und galante Held wird durch den Spruch verkörpert: „Große und galante Helden leisten ihren Beitrag für Land und Volk.“ Das Anpreisen einer galanten Einstellung bringt das gemeine Volk dazu, solche Charaktere nicht nur zu loben, sondern sich auch danach zu sehnen und danach zu streben, ein solcher Mensch zu werden. Was preisen östliche literarische und künstlerische Werke noch an? Sie preisen Heldentum an: sich mit Herz und Verstand für das Land, für die Nation und für das Wohlergehen eines Gebiets und seiner Menschen abzumühen und zu verausgaben und seine Jugend und sein Leben im Dienst der Nation zu opfern. Kurz gesagt: Diese Biografien und Legenden von Kung-Fu-Meistern, die im östlichen und besonders im chinesischen sozialen Umfeld produziert werden, ob sie nun traditionell oder modern sind, fiktiv sind oder auf realen historischen Figuren und Ereignissen basieren: Sie alle lehren die Menschen, nach Selbstlosigkeit und Selbstverleugnung zu streben. Sie alle nehmen sich das als Thema und als ihren pädagogischen Kern und zielen darauf ab, die Menschen dazu zu bringen, noble soziale Moralvorstellungen zu haben. Selbstlosigkeit und Selbstverleugnung bedeuten, kein eigenes Selbst zu haben; sie plädieren dafür, dass das größere Selbst vor dem kleineren Selbst kommt, dass das eigene Land vor der eigenen Familie kommt, und nur auf diese Weise kann man ein gutes Leben führen. Das ist die Denkweise, die sie den Menschen einflößen. Das heißt, sie lehren dich, nicht selbstsüchtig zu sein, nicht nur an dich selbst zu denken, keine Opfer oder Anstrengungen für dein eigenes Leben, dein eigenes Überleben oder irgendetwas, das mit dir selbst zu tun hat, zu erbringen und nicht einmal in irgendeiner Weise für diese Dinge zu kämpfen. Stattdessen sollst du dich für dein Heimatland, für die Gesellschaft, für die Menschheit und im Dienst der Nation opfern und einbringen. Diese Lehren werden kollektiv als Erziehung zur Verstellung bezeichnet. Diese sogenannte Erziehung zur Verstellung ist unrealistisch und entspricht nicht den Bedürfnissen von Menschlichkeit; auf der Grundlage, den Menschen die Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit, ihre angeborenen Instinkte und ihr grundlegendes Recht auf Überleben zu entziehen, treibt sie die Menschen dazu, sinnlose Opfer für das Land und die Nation zu erbringen, für eine gehaltlose, substanzlose Sache. Diese Tugend der Selbstaufopferung ist voll und ganz etwas, das die östliche Gesellschaft der Menschlichkeit der Menschen gewaltsam eingeflößt hat. „Gewaltsam eingeflößt“ bedeutet, dass es sich nicht um etwas handelt, das Menschlichkeit spontan hervorbringt, etwas, das den angeborenen Instinkten der Menschlichkeit innewohnt, etwas, das angeborene Instinkte erreichen können, oder etwas, das der angeborene freie Wille oder subjektive Wille erreichen möchte. Vielmehr handelt es sich um etwas, das die herrschende Klasse oder Soziologen den Menschen gewaltsam in ihre Köpfe einflößen, indem sie sie in die Irre führen oder zwingen, solche sozialen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten zu akzeptieren, und sie dann unter dem großen Banner des sogenannten „noblen moralischen Charakters“ erziehen, sodass sie keine Kraft haben, sich zu befreien, und zu viel Angst haben, es zu versuchen. Denn wenn du dich von dieser Erziehung befreist oder ihre Ketten sprengst, wenn du diese Erziehung nicht akzeptierst, dann bist du ein Feind der gesamten Gesellschaft und der ganzen Nation – du bist abscheulich rebellisch, du bist ein Nicht-Mensch, ein Sonderling, und du wirst dich einer Lebenssituation gegenübersehen, in der du isoliert bist. Selbst wenn die Menschen also eine gewisse Unzufriedenheit in ihren Herzen verspüren, selbst wenn sie diese Gesellschaft und diese Art von Erziehung hassen, haben sie weder die Kraft noch den Mut, sich davon zu befreien, geschweige denn den Mut, „nein“ dazu zu sagen. Sie können es nur mit einem erzwungenen Lächeln ertragen – sie sind machtlos, Widerstand zu leisten, und können es nur stillschweigend erdulden. Wenn du es nicht erduldest, dann wird dich die Gesellschaft im großen Rahmen anprangern und verschmähen; und im Kleinen werden dich deine Familie und deine Lieben verschmähen, sich von dir distanzieren und dich isolieren und dich sogar als abscheulich rebellisch verurteilen. Schauen wir uns ein Beispiel an. Als du ein Kind warst, haben dir deine Eltern zum Beispiel beigebracht: „Wenn du aus dem Haus gehst und ältere Leute siehst, musst du sie grüßen. Diejenigen, die jünger sind als wir, nennst du ‚Onkel‘ oder ‚Tante‘ und die älteren ‚Opa‘ oder ‚Oma‘. Wenn dir jemand etwas gibt, musst du ‚Danke‘ sagen. Wenn ein anderes Kind dich schlägt, musst du es erdulden; wehre dich nur, wenn du es wirklich nicht mehr aushältst. Du musst äußerste Zurückhaltung zeigen.“ Und eines Tages bist du aus dem Haus gegangen und hast jemanden gesehen, aber weil du schüchtern warst, hast du dich nicht getraut, diese Person zu grüßen. Deine Eltern hatten das Gefühl, sie hätten an Ansehen verloren, also haben sie dich diszipliniert, als du nach Hause kamst, und von da an hast du schnell „Hallo“ gesagt, wann immer du jemanden gesehen hast. Um nicht geschlagen zu werden, musstest du, egal wie peinlich es dir war oder wie unwillig du innerlich warst, gegen deinen Willen handeln und die Leute grüßen. Wenn man in einer solchen Umgebung aufwächst, hat man keine andere Wahl, als alles hinzunehmen. Selbst in einer so nichtigen Angelegenheit musst du so handeln; ob nun zu Hause oder draußen in der Gesellschaft, dir bleibt keine andere Wahl. Wenn du dich unwohl fühlst und einmal eigensinnig sein willst, wird dich nicht nur die Gesellschaft anprangern – sogar deine Familie und deine Eltern werden dich belehren und zurechtweisen. Wenn du erwachsen wirst, erkennst du, dass das Grüßen von Menschen dazu dient, das eigene Ansehen zu wahren und es einem einfacher zu machen, sich in der Gesellschaft zu etablieren. Als du ein Kind warst, konntest du das jedoch nicht begreifen, musstest es aber dennoch tun. Hast du es nicht getan, wurdest du diszipliniert und sogar manchmal von deinen Eltern vor anderen beschimpft oder geschlagen, etwas, das du dein ganzes Leben lang nie vergessen hast. Daher bleibt dir im breiteren gesellschaftlichen Kontext nichts anderes übrig, als diese Erziehung zum sogenannten „noblen moralischen Charakter“ zu akzeptieren. Ungeachtet davon, welche Konsequenzen diese Akzeptanz mit sich bringt, ungeachtet dessen, wie sie letztendlich deine Menschlichkeit beeinflusst, und ungeachtet des Charakters oder der Eigenschaften von Menschlichkeit, die sie in dir hervorbringt – letztendlich musst du diese Konsequenzen allein tragen.
Die Eigenschaft der Menschlichkeit, die Menschen aus der östlichen Welt durch ihre Erziehung in der östlichen Gesellschaft entwickeln, ist die des Unterdrückens und Erduldens. Hinter diesem Unterdrücken und Erdulden stehen tatsächlich viele der spezifischen Gedanken, Ansichten, Verhaltensweisen und verschiedenen Haltungen gegenüber allen möglichen Dingen, die in der östlichen sozialen Moralerziehung zu finden sind. So ist die östliche Gesellschaft. Ähnlich verhält es sich mit der westlichen Gesellschaft, die ebenfalls ihre eigene kulturelle Mainstream-Erziehung hat, durch die auch Menschen der westlichen Welt ihre jeweiligen Eigenschaften der Menschlichkeit entwickeln. Was macht dann diese westliche kulturelle Mainstream-Erziehung aus? Sie legt hauptsächlich Wert auf Autonomie und Unabhängigkeit. Das unterscheidet sich von der Situation in der östlichen Gesellschaft, die von den Menschen verlangt, sich für das Land und für die Gesellschaft zu opfern und einzubringen und Dinge zu tun, die nichts mit ihrem persönlichen Leben zu tun haben. Im Gegensatz dazu ist das, was die westliche Gesellschaft die Menschen lehrt, das genaue Gegenteil von dem, was die östliche Gesellschaft von ihren Menschen verlangt. Die westliche Gesellschaft verlangt von dir nicht, irgendetwas zur Gesellschaft, zur Menschheit oder zur großen nationalen Mission deines Landes beizutragen; der Kern der westlichen Erziehung besteht darin, dich dazu zu bringen, für dich selbst zu denken, dich zu lehren, deine eigenen Probleme zu bewältigen, und anderen, der Gesellschaft oder dem Staat keine Probleme zu bereiten. Sie gibt dir eigenständige Rechte, gedanklichen Freiraum und persönlichen Freiraum und fördert dein eigenständiges Denkvermögen sowie deine Fähigkeit, Probleme selbstständig zu reflektieren und zu bewältigen. Du musst deine eigenen Probleme lösen; du musst unabhängig, autonom und eigenständig sein. Der Westen hat einen kulturellen Hintergrund dieser Art von ideologischer Erziehung, und vor diesem kulturellen Hintergrund entwickeln auch Menschen der westlichen Welt gewisse Eigenschaften der Menschlichkeit, die mit dem Kern ihrer Bildungsideologie in Verbindung stehen. Menschen der östlichen Welt haben die erziehungsbezogenen und kulturellen Merkmale des Ostens vor dem Hintergrund der östlichen sozialen Moralerziehung entwickelt. Da westliche Menschen den Erziehungscharakter der westlichen Gesellschaft in sich tragen, besitzen sie auch das Wesen, das mit diesem Charakter in Zusammenhang steht. Tatsächlich unterscheidet sich das Wesen des Erziehungscharakters, den westliche Menschen besitzen, von dem des Erziehungscharakters, den östliche Menschen besitzen. Der Erziehungscharakter, den Menschen der östlichen Welt besitzen, ist eine Erziehung zur Verstellung, während diejenige, die westliche Menschen besitzen, eine Erziehung zur Eigennützigkeit ist. Jedes Thema der westlichen Erziehung lehrt die Menschen, unabhängig und autonom zu sein, ihre eigenen Probleme zu durchdenken und ihre eigenen Angelegenheiten zu bewältigen und zu regeln. Daher hat die westliche Erziehung den Charakter, eine Erziehung zur Eigennützigkeit zu sein. Diese Erziehung zur Eigennützigkeit ist völlig anders als die östliche Erziehung; es ist eine andere Art von Charakter. Dieser Charakter führt dazu, dass die Menschen des Westens persönlichen Freiraum, ihren subjektiven Willen sowie eigenständige Denkweisen, Gedanken, Ansichten und Ideen sowie ihre eigenen Rechte, ihre aktuellen Lebensbedingungen und ihre gegenwärtige Stimmung und Emotionen priorisieren. Sie müssen anderen Dingen keine große Aufmerksamkeit schenken, auch keinen gesellschaftlichen oder familiären Verantwortlichkeiten. Sie müssen zuerst ihre eigenen Probleme lösen, ihre eigenen Emotionen in den Griff bekommen und ihre eigenen unmittelbaren Angelegenheiten klären, und erst dann kommt alles andere. Die östliche Erziehung hat die Menschen des Ostens gelehrt, alles zu unterdrücken und zu erdulden, während die westliche Erziehung Menschen des Westens gelehrt hat, ihre Rechte zu verteidigen. Darin unterscheiden sich die Menschen des Westens und die Menschen des Ostens komplett. Wenn Menschen der östlichen Welt etwas widerfährt, erdulden sie es einfach. Wenn sie es wirklich nicht mehr erdulden können, sagen sie sich: „Ein schlechtes Leben ist besser als ein guter Tod. Man muss Dinge erdulden, um am Leben zu bleiben.“ Im Gegensatz zum Unterdrücken und Erdulden der Menschen des Ostens haben Menschen des Westens eine andere Eigenschaft: Durch ihre soziale Erziehung zur Autonomie und Unabhängigkeit haben sie gelernt, ihre Rechte zu verteidigen. Im Vergleich zum Unterdrücken und Erdulden der Menschen des Ostens findet sich nicht bis zu einem gewissen Grad mehr Selbstachtung und Würde darin, dass Menschen des Westens ihre Rechte verteidigen? Sprich, es ist ein bisschen mehr Eigeninitiative im Spiel, richtig? (Ja.) Die Verteidigung der eigenen Rechte ist ein absolut grundlegendes Konzept; es bedeutet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen grundlegenden Menschenrechte zu schützen, einschließlich des Rechts auf Glauben, des Rechts auf Leben, des Rechts auf freie Meinungsäußerung und so weiter. Worauf bezieht sich diese grundlegende Verteidigung von Rechten natürlich hauptsächlich? Sie bezieht sich darauf, dass Menschen gedanklichen Freiraum haben, in der Lage sind, Angelegenheiten frei und unabhängig zu betrachten, ohne von irgendeinem sozialen Umfeld oder den Menschen, Ereignissen und Dingen ihrer Umgebung beeinflusst oder kontrolliert zu werden. Unabhängig davon, ob die Ansichten, die aus der Betrachtung von Angelegenheiten entstehen, richtig oder falsch sind oder ob die eigene Denkweise korrekt ist; was am meisten zählt, ist das Erreichen von Autonomie und Freiheit. Kurz gesagt: Menschen der westlichen Welt leben in freien Gesellschaften, und im kulturellen Kontext der westlichen sozialen Erziehung ist ihr Verstand sehr aktiv und oft in einem Zustand der Freiheit. Daher sind Menschen des Westens im Vergleich zu Menschen in der östlichen Gesellschaft kühner in ihrem Denken, sind bereitwilliger, nachzudenken, und sind geschickter im Denken, wohingegen das Denken der Menschen des Ostens die meiste Zeit eingeschränkt, formelhaft oder unterdrückt ist. Unter gewöhnlichen Umständen ist der Verstand von Menschen des Westens frei, aktiv und bereit, über Probleme nachzudenken. Um es überspitzt auszudrücken: Sie sind eher bereit, über seltsame und ungewöhnliche Dinge nachzudenken, sogar bis zu dem Punkt, dass sie sich in etwas verrennen. Das ist eine Äußerungsform der Eigenschaften der Menschlichkeit, die sie innerhalb der westlichen sozialen Erziehung entwickeln, und diese Äußerungsform der Menschlichkeit ist fortschrittlicher als die der Menschen des Ostens. Einerseits verteidigen sie ihr Recht auf Leben, und andererseits verteidigen sie auch die verschiedenen Ansichten, die aus ihrem freien Denken entstehen. Infolgedessen sind die Ideen, Ansichten und künstlerischen Formen, die in westlichen literarischen Werken oder in der westlichen Kunst- und Unterhaltungskultur gezeigt werden, vielfältig und weitreichend. Weltweit betrachtet sind westliche literarische Werke und das Unterhaltungsleben relativ frei und avantgardistisch, und die Menschen können daraus Inspiration schöpfen und großen Nutzen ziehen. Schaut her: Welche Ideen befürworten einige östliche literarische und künstlerische Werke? Patriotismus, Liebe zur Familie, Liebe zu den Eltern und so weiter. Das sind alles Dinge, die in der östlichen sozialen Moralerziehung zu finden sind oder die Teil des Kerns der östlichen Kultur sind. Weil die westliche Kultur den Menschen der westlichen Welt autonomen, gedanklichen Freiraum geboten hat, diese Eigenschaft der Menschlichkeit in ihnen hervorgebracht hat und ihnen dieses Recht auf Gedankenfreiheit verliehen hat, haben die Menschen des Westens in ihrem literarischen und künstlerischen Leben mehr intellektuelle Substanz als die Menschen des Ostens, und gleichzeitig ist ihr Denkhorizont weiter gefasst. Wie du siehst, ist der Denkhorizont der Menschen des Ostens bzw. die Ideen, die sie in ihrem literarischen und künstlerischen Leben ausdrücken und befürworten, sehr begrenzt, eng und eingeschränkt. Im Gegensatz dazu sind die verschiedenen Themen, die im literarischen und künstlerischen Leben der Menschen des Westens auftauchen, ziemlich breit gefächert und frei von Regierungsbeschränkungen. Einige dieser Themen sind Reflexionen über ein bestimmtes Gesetz, das von der Regierung in einer bestimmten Zeit eingeführt wurde, in Bezug auf die Menschlichkeit der Leute oder über die Auswirkungen, die es auf die Gesellschaft oder sogar auf das Leben und die Familie eines Einzelnen hat. Andere sind Reflexionen über Schulbildung und Menschenrechte sowie verschiedene andere Themen, wie die Diskussionen unter Menschen aller sozialen Schichten – inklusive Immigranten – über Rassengleichheit, Rassendiskriminierung und die Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Hautfarben. Daran lässt sich erkennen, dass die Bandbreite der verschiedenen Themen, die in westlichen literarischen und künstlerischen Werken widergespiegelt werden, ziemlich breit ist, ebenso wie die der verschiedenen mit einbezogenen Ideen und Ansichten. Sie spiegeln sogar die sozialen Auswirkungen wider, die durch die Methoden und Mittel verursacht werden, die von einigen Strafverfolgungsbehörden in einem umfassenderen rechtlichen Rahmen angewendet werden, sowie die verschiedenen psychologischen Belastungen, die der Öffentlichkeit auferlegt werden, oder die verschiedenen Folgeeffekte auf das Leben der Menschen. Das sind alles Ideen und Ansichten, die in verschiedenen westlichen literarischen und künstlerischen Werken dargestellt werden. Einerseits handelt es sich hier um Ideen, die im westlichen kulturellen Kontext angepriesen werden; andererseits sind es Denkweisen und Ansichten, die entstehen, weil die Menschen im Kontext der westlichen kulturellen Erziehung frei denken können. Kurz gesagt: Die verschiedenen Ideen, die Menschen des Westens in ihren literarischen und künstlerischen Werken darstellen, sowie die Denkweisen, Ansichten, Philosophien für weltliche Belange und Haltungen von westlichen Menschen verschiedener sozialer Schichten und verschiedener Branchen im Umgang mit allen Arten von Dingen unterscheiden sich völlig von denen der Menschen des Ostens. Hier ist ein einfaches Beispiel: Wenn im Osten ein Angestellter für ein Unternehmen arbeitet, hängt sein Lebensunterhalt von seinem Chef ab, also muss er tun, was immer sein Chef ihm sagt. Selbst wenn von ihm verlangt wird, einige Hausarbeiten für seinen Chef zu erledigen, wie dessen Kinder abzuholen oder Lebensmittel einzukaufen, muss er völlig gehorsam sein, und er wagt es nicht, abzulehnen. Er muss sogar in seiner Freizeit auf Abruf bereitstehen. Er ist der Diener, der Untergebene und der Sklave seines Chefs. So ist das Vorgesetzten-Untergebenen-Verhältnis zwischen Angestelltem und Chef in der östlichen Welt. Der Angestellte mag sich unwohl fühlen, verärgert und unwillig sein, aber er hat keine Wahl – er kann es nur erdulden. Das ist sein Chef, die Person, die seinen Lebensunterhalt sichert, also bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich komplett ihrer Gnade auszuliefern. Ganz gleich, wie ein Chef seine Angestellten ausbeutet oder wie unvernünftig seine Handlungen sind, in der östlichen Welt bleibt dem Angestellten keine Wahl, als es zu erdulden; er hat keine Möglichkeit, sich aus dieser Situation zu befreien. Einige östliche Länder haben vielleicht auch Arbeitsgesetze, die dazu gedacht sind, die gesetzlichen Rechte und Interessen jedes Bürgers zu schützen, aber auf gesellschaftlicher Ebene wagt es kein Angestellter, seinen Chef zu verklagen, selbst wenn dieser gegen die Arbeitsgesetze verstößt, weil es eben die östliche Welt ist. Egal wie ihre Rechte beschnitten werden oder wie sie von ihrem Chef ausgebeutet werden, sie können nichts tun. Und selbst wenn es Arbeitsgesetze gibt, können sie sich das Gesetz dennoch nicht zunutze machen, um ihre eigenen Rechte und Interessen zu verteidigen. Sie können es nur stillschweigend hinnehmen und die Situation andauern lassen. Die westliche Welt hingegen ist anders. Das Vorgesetzten-Untergebenen-Verhältnis zwischen Angestelltem und Chef im Westen existiert nur auf Arbeitsebene und während der Arbeitszeit. Außerhalb der Arbeit gibt es keine persönliche, emotionale Beziehung zwischen ihnen. Wenn dein Chef dich bittet, Überstunden zu machen, kannst du ablehnen. Wenn dein Chef dich bittet, ihm zu helfen und seine Kinder abzuholen oder Lebensmittel einzukaufen, kannst du sagen: „Du hast kein Recht, mich zu bitten, das zu tun. Das ist nicht mein Job. Ich bin nicht verpflichtet, dir zu dienen.“ Du kannst ablehnen. Wenn dein Chef dich wiederholt dazu drängt, diese Dinge zu tun, und dir Druck macht, kannst du ihn verklagen, und dann greifen die Arbeitsgesetze der westlichen Welt; die Gesetzesorgane werden entsprechend reagieren. Menschen der westlichen Welt haben diese Möglichkeit, und sie haben keine Angst davor, es zu tun, Menschen des Ostens aber schon. Nach den Auffassungen der Menschen der östlichen Welt solltest du alles tun, was dein Vorgesetzter oder eine Person mit Status oder Ansehen von dir verlangt, und ihnen kostenlos Dienste leisten. Du musst sogar sagen: „Ich bin bereit, dir zu dienen, mein Leben für dich zu geben, und würde keine Gegenleistung erwarten. Dir zu dienen, ist für mich eine Ehre!“ Unabhängig davon, ob sie dich für deine Arbeitskraft ausbeuten oder dich deiner Menschenrechte berauben, solltest du es akzeptieren und keine Vergütung verlangen. Tust du das doch, bedeutet das, dass du undankbar bist und ihnen Ansehen kostest. Das werden sie dir heimzahlen. Menschen des Westens hingegen sind anders. Sie haben gelernt, ihre Rechte zu verteidigen und diese Rechte äußerst effektiv auszuüben, und zwar so weitreichend wie möglich. Selbst wenn der Präsident oder eine bekannte Persönlichkeit nach einem Essen kein Trinkgeld hinterlässt, wird es eine Beschwerde geben – das ist ein Recht, das Arbeitnehmern durch die Arbeitsgesetze gewährt wird. Wenn Menschen des Ostens in solche Situationen kommen, wagen sie es nicht, sich zu beschweren. Sie denken: „Diese Person ist ein Beamter, eine Berühmtheit. Könnte ich einen Rechtsstreit gegen sie gewinnen? Selbst wenn ich gewinnen würde, was würde ich tun, wenn sie mir hinter den Kulissen das Leben schwer machen würde? Wenn ich sie verklagen würde, würde ich in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, und ich könnte sogar mein Leben verlieren.“ Daher würden Menschen des Ostens lieber einen Verlust erleiden, als es zu wagen, nach Trinkgeld zu fragen. Das nennt man „alles erdulden“. Aber westliche Menschen sind anders. Sie denken: „Warum sollte ich das erdulden? Ich wurde nicht geboren, um mein Leben für jemand anderen zu leben – ich lebe für mich selbst. Ich muss meine Rechte verteidigen. Das ist Geld, das mir zusteht. Es ist mir egal, ob du eine bekannte Persönlichkeit oder ein hohes Tier bist: Du musst bezahlen. Alle Menschen sind gleich. Was gibt dir das Recht, kein Trinkgeld zu geben? Wenn du kein Trinkgeld gibst, werde ich dich verklagen!“ Und sobald sie das Trinkgeld bekommen, ist die Angelegenheit erledigt. Das sind die unterschiedlichen Denkweisen, Ansichten und Arten des Umgangs mit Menschen, Ereignissen und Dingen, die Menschen des Ostens und Menschen aus dem Westen durch ihre jeweilige kulturelle Erziehung erlangen.
Der Osten und der Westen unterscheiden sich in ihren Methoden der kulturellen Erziehung und im spezifischen Inhalt dieser Erziehung. Diese unterschiedlichen Formen der Erziehung haben unterschiedliche menschliche Kulturen sowie unterschiedliche Eigenschaften der Menschlichkeit verschiedener ethnischer Gruppen hervorgebracht. Mit diesen Qualitäten der Menschlichkeit haben Menschen der östlichen Welt ihre eigenen Lebensstile, Lebenssituationen, Denkweisen und Haltungen für weltliche Belange, während Menschen der westlichen Welt wiederum ihre eigenen Lebensstile, Lebenssituationen sowie Vorgehensweisen und Haltungen für weltliche Belange haben. Von diesen beiden Haltungen für weltliche Belange besteht eine darin, alles zu unterdrücken und zu erdulden, und ist besonders zurückhaltend; die andere legt besonderen Wert darauf, der Rechte des subjektiven Willens und der persönlichen Wünsche der Menschen zu schützen. Die eine entsteht aus einer Erziehung zur Verstellung, und die andere entsteht aus einer Erziehung zur Eigennützigkeit. Unabhängig von der Art der Erziehung, in der diese Eigenschaften der Menschlichkeit hervorgebracht werden – ob es sich nun um Unterdrücken und Erdulden oder das Verteidigen der eigenen Rechte, um Zurückhaltung oder Offenheit handelt: Welche davon sind positive Dinge? (Ob östlich oder westlich, keine dieser Eigenschaften der Menschlichkeit sind positive Dinge.) Warum sagt ihr, dass sie keine positiven Dinge sind? Was sind eure konkreten Gründe dafür? Keiner von euch kann sagen, warum, oder? (Nein.) Egal, um welche Angelegenheit es geht, ihr habt alle Angst, dass andere Leute es mit den Details sehr genau nehmen. Und wenn sie es tun, bist du verworren und kannst die Dinge nicht klar und deutlich erklären. Das beweist, dass es dir in dieser Hinsicht an Klarheit fehlt, also solltest du darüber Gemeinschaft halten. Diese Frage, die Ich euch gestellt habe, ist ein Thema, über das es sich lohnt, Gemeinschaft zu halten, nicht wahr? (Ja.) Dieses Thema bezieht sich auf „Was von Gott geschaffen wurde“. Also lasst uns zuerst einen Blick auf folgende Frage: Was für eine Art von Lebewesen sind die von Gott geschaffenen Menschen? Was Gott schafft, sind positive Dinge. Welche Dinge in einem Menschen sind von Gott geschaffen? (Der freie Wille eines Menschen und die Weisheit, die Gott ihm gibt.) Im Großen und Ganzen sind die angeborenen Voraussetzungen eines Menschen alle von Gott gegeben und geschaffen worden. Wenn wir das Wort „geschaffen“ verwenden, könnte das etwas abstrakt sein, weil jeder von seinen Eltern geboren und nicht von Gottes eigenen Händen gemacht wird. Den Ausdruck „was von Gott geschaffen wurde“ zu verwenden, ist ein bisschen weit gefasst; er ist nicht ganz passend. In diesem Fall ist es konkreter und objektiver, „die angeborenen Voraussetzungen, die Gott den Menschen gibt“ zu sagen. Die angeborenen Voraussetzungen, die Gott den Menschen gibt, stehen mit dem Thema „was von Gott geschaffen wurde“ in Verbindung. Können wir also sagen, dass die angeborenen Voraussetzungen eines Menschen alle positive Dinge sind? (Ja.) Das Aussehen eines Menschen, seine Fähigkeit, zu sprechen, all seine Sinne und seine physiologischen Eigenschaften sowie sein freier Wille, die Fähigkeit, zu denken und über etwas nachzugrübeln, seine natürlichen Stärken und Begabungen und alle Überlebensregeln, die er als Lebewesen befolgt – all das sind positive Dinge. Das heißt, die angeborenen Voraussetzungen, die Gott den Menschen gibt, sind alle positive Dinge. Schließen diese positiven Dinge also die verschiedenen Vorstellungen ein, die im Verstand eines Menschen entstehen oder die er von der Gesellschaft und aus verschiedenen Epochen annimmt? (Nein.) Alles, was Leute von der Gesellschaft oder von der Menschheit erwerben, ist nicht von Gott gegeben, noch ist es etwas, das ursprünglich von Gott geschaffen wurde. Man kann sagen: Solange etwas von der Gesellschaft oder von der Menschheit kommt, ist es keine positive Sache. So würden wir es ausdrücken, um es auf eine breite, konzeptionelle Weise zusammenzufassen. Und um es konkret zu benennen? Sind die Eigenschaften der Menschlichkeit und die Denkweisen, die im kulturellen Kontext der östlichen sozialen Moralerziehung entstehen, nicht gewissermaßen pervers? Man kann es auch wie folgt ausdrücken: In der östlichen Gesellschaft ist der Verstand der Menschen eingeschränkt und verdreht; sie wurden durch bestimmte, von Satan und aus der Gesellschaft kommende Gedanken und Ansichten verdorben und beeinflusst. Bedeutet das nicht, dass ihr Verstand Satans Manipulation unterzogen wurde? (Ja.) Der Verstand der Menschen wurde einer Manipulation unterzogen, und ihre Gedanken entstammen nicht ihrer Menschlichkeit. Diese Lehren stammen nicht von positiven Dingen, noch stammen sie von Gott. Da sie nicht von Gott stammen, sind alle Gedanken, Ansichten und Denkweisen, die sie hervorbringen – und alle Eigenschaften der Menschlichkeit, die sie letztendlich hervorbringen –, sowie all die anderen Dinge, die daraus entstehen, negative und keine positiven Dinge. Das ist etwas, bei dem ihr euch nun sicher seid, richtig? (Ja.) Der Verstand der östlichen Menschen ist eingeschränkt und verzerrt und wird auch von bestimmten Vorstellungen und Ansichten der östlichen Welt beeinflusst, sodass die Dinge, die durch die Eigenschaften ihrer Menschlichkeit ausgedrückt werden, alle negativ sind. Lasst uns nun auf den Westen schauen. Was umfasst die ideologische Erziehung der Menschen des Westens inhaltlich? Bezieht sich das auf die Wahrheit? Entstammen die Themen der westlichen Erziehung und die Äußerungsformen von Menschlichkeit, nach denen die Menschen laut ihren Lehren streben sollten, Gottes Worten? (Nein.) Um es noch deutlicher auszudrücken, lasst Mich euch eine Frage stellen: Stimmt diese Erziehung – die Grundsätze hinter diesen Vorstellungen und Ansichten über den Umgang mit dem Leben, dem Überleben und weltlichen Angelegenheiten, und diese Methoden für den Umgang mit diesen Dingen – mit Gottes Worten überein? Stimmt sie mit der Wahrheit überein? (Nein.) Inwiefern stimmt sie nicht mit Gottes Worten und der Wahrheit überein? (Das ist wie bei der westlichen Erziehung zur Eigennützigkeit – obwohl sie die Gedankenfreiheit respektiert, lehrt sie die Menschen, nur auf sich selbst und nicht auf andere Rücksicht zu nehmen. Das stimmt nicht mit Gottes Worten und der Wahrheit überein.) Und was sagen Gottes Worte und die Wahrheit? (In ihrem Umgang miteinander sollten die Menschen nicht nur ihre eigenen Interessen und Gefühle berücksichtigen; vielmehr sollten sie berücksichtigen, wie ihre Handlungen für andere erbaulich sein können, während sie gleichzeitig im Einklang mit der Wahrheit stehen.) Gottes Worte sagen dir, dass du, unabhängig davon, ob du frei und objektiv über Probleme nachdenkst oder unter der Herrschaft einer bestimmten Vorstellung oder Ansicht stehst, das nicht nur tun solltest, um deine eigenen Interessen oder deine eigene Würde und deinen eigenen Stolz zu verteidigen – das ist nicht der Grundsatz, nach dem Gläubige an Gott Probleme erwägen sollten. Wenn du Probleme erwägst, solltest du dich darauf konzentrieren, ob deine Herangehensweise mit der Wahrheit übereinstimmt, ob diese Probleme mithilfe der Wahrheit gelöst werden können und ob deine Herangehensweise mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt und zu Unterwerfung unter Gott führt. Das ist der Grundsatz für die Erwägung von Problemen. Ob es um den Umgang mit Menschen geht oder du dich mit Problemen bezüglich deiner Familie oder anderen Dingen in deiner Umwelt befasst: Du musst in Übereinstimmung mit Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen handeln, anstatt nur deine eigenen Rechte und Interessen zu verteidigen. Das sind die Verhaltensgrundsätze, die von Gott gefordert werden. Oberflächlich betrachtet legt die westliche kulturelle Erziehung im Vergleich zur Erziehung der östlichen Kultur also größeren Wert auf Menschenrechte und auf die Verteidigung der individuellen Rechte der Leute. Sie ist der östlichen Kultur überlegen, aber das bedeutet nicht, dass sie die Wahrheit ersetzen kann. Du darfst nicht denken, dass sie, nur weil sie der östlichen Kultur überlegen ist oder weil sie Menschenrechte respektiert und Menschen befähigt, unabhängig und frei zu sein, deshalb die Wahrheitsgrundsätze ersetzen und als etwas Positives bezeichnet werden kann. Die westliche kulturelle Erziehung ist der östlichen kulturellen Erziehung lediglich überlegen und entspricht eher den Bedürfnissen der Menschheit, aber sie kann nicht mit den Wahrheitsgrundsätzen gleichgesetzt werden, noch kann sie diese ersetzen. Bis zu einem gewissen Grad wahrt und respektiert sie eben die Bedürfnisse der Menschheit sowie die Würde der Menschen und ihre Rechte und Interessen. Dieser Respekt ist jedoch nur in Bezug auf die Menschlichkeit relevant. Was aber die Wahrheit und Gerechtigkeit betrifft, so wahrt die westliche kulturelle Erziehung weder das eine noch das andere. Daher ist die westliche kulturelle Erziehung eine Erziehung zur Eigennützigkeit. Eine Erziehung zur Eigennützigkeit bedeutet: „Jeder muss meinen eigenen Interessen dienen. Ich muss alles selbst durchdenken, bevor ich es tue. Meine persönlichen Interessen, meine Menschenrechte und meine individuellen Rechte sind von größter Wichtigkeit.“ Findet sich hier irgendeine moralische Gerechtigkeit? Findet sich hier irgendeine Fairness? (Nein.) Wenn es weder Fairness noch moralische Gerechtigkeit gibt, wie könnte die westliche kulturelle Erziehung dann in irgendeiner Weise mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmen? Bis zu einem gewissen Grad respektiert die westliche kulturelle Erziehung deine Menschenrechte; sie gibt dir das Recht, über Probleme nachzudenken und deine Meinung frei zu äußern. Auf diese Weise kann sie im Grunde die Würde und die Menschenrechte der Menschen schützen. Bis zu einem gewissen Grad entspricht die westliche Erziehung also eher den Bedürfnissen der Menschheit. Aber kann die westliche Erziehung die Menschen auf den richtigen Weg im Leben führen? Kann sie die Menschen befähigen, mit allen Menschen gemäß den Wahrheitsgrundsätzen umzugehen und alle Dinge gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu tun? Das kann sie nicht. Die westliche Erziehung kann garantieren, dass jeder Menschenrechte genießt und das Recht hat, seine Würde zu wahren – das entspricht voll und ganz den Bedürfnissen der Menschheit. Wenn man sie jedoch an der tatsächlichen Situation in der Gesellschaft misst, können nur wenige Länder den Standard der Gewährleistung von Menschenrechten vollständig erfüllen. Realistisch betrachtet verfügt die heutige Gesellschaft über ein sehr gutes Gesellschaftssystem, das es den Menschen ermöglicht, frei über Probleme nachzudenken und ihre Meinung frei zu äußern. Gott gab den Menschen den freien Willen und die Fähigkeit, eigenständig über Probleme nachzudenken; das ist nur ein Aspekt des Kalibers, das Er ihnen gab. Gott hat dir jedoch nie gesagt: „Sei egoistisch, sei autonom. Alles muss sich um deine Interessen drehen. Deine Interessen sind von größter Wichtigkeit. Du musst in allen Dingen unabhängig und dein eigener Herr sein, und es ist nicht nötig, die Wahrheit zu suchen, nach dem Willen des Himmels zu fragen oder die Interessen anderer zu berücksichtigen.“ Gott hat nie jemanden auf diese Weise gelehrt. Seit Anbeginn von Gottes Führung der Menschen in ihrem Leben hat Er ihnen in allen Aspekten konkrete Wege des Lebens und des Verhaltens aufgezeigt, ihnen gesagt, sie sollen nach der Wahrheit streben, sich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen, ehrliche Menschen sein und die Pflicht geschaffener Wesen erfüllen und so weiter. Bei all diesen Dingen handelt es sich um die wichtigsten Bestrebungen im Leben eines Menschen. Bei all den enorm zahlreichen Wahrheiten, die Gott kundgetan hat, hat Er dir nie gesagt, du sollst deine Rechte verteidigen, noch hat Er dir jemals gesagt, du sollst frei über Probleme nachdenken und deinen eigenen persönlichen Freiraum wahren. Gott hat so etwas nie gesagt. Gott gab dir nur die Fähigkeit, eigenständig über Probleme nachzudenken – das ist alles. Du hast diese Fähigkeit, und du hast auch die angeborene Voraussetzung des freien Willens. Während Gott den Menschen jedoch solche angeborenen Voraussetzungen gab, legte Er auch Gesetze und Gebote für die Menschen fest und versorgte sie mit verschiedenen Wahrheiten, indem Er ihnen sagte, wie sie sich verhalten und wie sie Gott anbeten sollen – es gibt für Angelegenheiten Wahrheitsgrundsätze, an die sich die Menschen halten sollten. Aber in all den Worten Gottes und Seinen Ermahnungen an die Menschen hat Er den Menschen nie gesagt, sie sollen autonom sein, unabhängig sein oder lernen, ihre Rechte zu verteidigen. Solche Gedanken und Ansichten oder solche Sprüche und Lehren sind nie in Gottes Worten oder in der Wahrheit aufgetaucht. Im Gegenteil, in den Worten, in denen Gott die verdorbenen Dispositionen der Menschen bloßstellt, stellt Er ihre Arroganz und ihre Eigennützigkeit bloß. Diese Eigennützigkeit ist eine Eigenschaft, die durch die Menschlichkeit einer Person offenbart wird, nachdem diese sie von Satan verdorben wurde. Bei manchen Leuten zeigt sie sich, wenn sie versuchen, ihre eigenen Interessen zu schützen, nachdem sie von Satan verdorben wurden; bei anderen ist sie schlichtweg das Produkt der Erziehung dieser Gesellschaft. In beiden Fällen ist es Eigennützigkeit. Kurz gesagt: Egal wie Eigennützigkeit entsteht, solange du egoistisch bist, ist das eine Eigenschaft und eine Offenbarung deiner Menschlichkeit, die du zeigst, während du unter verdorbenen Dispositionen lebst. Habt ihr das jetzt verstanden? (Ja.)
Die verschiedenen Fähigkeiten, die die angeborenen Voraussetzungen, die Gott den Menschen gibt, mit einschließen, oder das Kaliber und die Fähigkeiten, mit denen die Menschen geboren werden, haben nichts mit westlicher oder östlicher Erziehung zu tun. Die verschiedenen, in den von Gott gegebenen angeborenen Voraussetzungen mit eingeschlossenen Fähigkeiten der Menschen sind positive Dinge. Warum sage Ich, dass sie positive Dinge sind? Weil diese angeborenen Voraussetzungen von Gott kommen. Konkret gesagt: Diese angeborenen Voraussetzungen zu haben, ermöglicht es einem geschaffenen Menschen, positive Dinge anzunehmen und aus den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen, denen er im wirklichen Leben begegnet, Lehren zu ziehen, sie zu erfassen und zu verstehen sowie auf ihrer Grundlage über sich selbst nachzudenken. Das wird von Gott für die Menschen arrangiert und vorbereitet, also ist es eine positive Sache. Ob es nun um die östliche oder westliche Erziehung oder die östliche oder westliche Kultur geht: Nichts davon hat irgendetwas mit der Wahrheit zu tun, die Gott die Menschen lehrt und mit der Er sie versorgt. Diese Dinge stehen sogar im Widerspruch zur Wahrheit und zu der Menschlichkeit, die die Menschen laut Gottes Anforderung besitzen sollten. Daher ist weder die östliche Erziehung noch die westliche Erziehung eine positive Sache. Unabhängig davon, ob diese Erziehung ihren Ursprung in der Gesellschaft, in bösen Trends oder in irgendeiner herrschenden Klasse hat: Sie ist nicht positiv. Auch wenn die westliche Erziehung etwas fortschrittlicher und besser ist als die östliche Erziehung und den Menschen etwas Freiheit verleihen und einige ihrer Bedürfnisse befriedigen kann, macht sie sich lediglich den freien Willen der Menschen und ihre Fähigkeit zunutze, über Angelegenheiten nachzudenken und ihre Meinung frei zu äußern. Das heißt, die westliche Erziehung macht sich positive Dinge zunutze, aber die Ideen, die sie befürwortet, und die Ziele, die sie erreichen will, bestehen nicht darin, die Menschen dazu zu bringen, den richtigen Weg zu gehen, noch darin, ihnen dabei zu helfen, die wahren geschaffenen Menschen zu werden, die Gott haben will. In Anbetracht dessen, auch wenn die westliche Erziehung der östlichen Erziehung überlegen ist oder die Bedürfnisse der Menschheit befriedigt, hat sie die Menschen, indem sie sich ihren freien Willen oder bestimmte Fähigkeiten zunutze macht, nicht dazu befähigt, sich Gott zu unterwerfen, angemessen als geschaffene Wesen zu handeln und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Noch hat diese Erziehung die Menschen vor Gott gebracht oder sie in die Lage versetzt, Gott anzubeten und das Böse zu meiden. Östliche Erziehung und westliche Erziehung haben dieselbe Funktion: Sie bewirken beide, dass sich die Menschen von Gott und von der Wahrheit entfernen. Unabhängig davon, ob es sich um östliche Kultur oder westliche Kultur handelt, entstanden beide vor dem breiteren gesellschaftlichen Hintergrund von Satans Herrschaft über die Menschheit und durch den Prozess von Satans Verderbnis der Menschheit. Ob es sich also um Erziehung in der östlichen kulturellen Form oder der westlichen kulturellen Form handelt: Jeder lebt in dieser menschlichen Welt von Satans Verdorbenheit. Gleichermaßen wurde die Menschheit auch in verschiedenen Gesellschaften oder unter der Erziehung verschiedener Gesellschaftsformen verdorben, und das Ergebnis dieser Verdorbenheit ist, dass die Menschen eine Menschlichkeit besitzen, deren Leben – über verschiedene Ebenen und Formen der Kultur hinweg – von verdorbenen Dispositionen ausgemacht wird. Menschen des Ostens besitzen die verdorbenen Dispositionen der Eigenschaften der Menschlichkeit, die von der östlichen Kultur hervorgebracht wurden, während Menschen des Westens die verdorbenen Dispositionen der Eigenschaften der Menschlichkeit besitzen, die vor dem Hintergrund der westlichen Kultur hervorgebracht wurden. Obwohl östliche und westliche Menschen in Bezug auf die Eigenschaften ihrer Menschlichkeit unterschiedlich erscheinen mögen, da sie alle von Satan verdorben wurden, leben sowohl östliche als auch westliche Menschen, was ihre verdorbenen Dispositionen betrifft, innerhalb derselben verdorbenen Dispositionen, und beide besitzen eine Menschlichkeit, die dieselben verdorbenen Dispositionen wie ihr Leben hat. In dieser Hinsicht ist die Wesensnatur von östlichen und westlichen Menschen dieselbe: Beide Wesensnaturen stehen der Wahrheit und Gott feindselig gegenüber. Also gibt es weder an östlichen noch an westlichen Menschen etwas Lobenswertes. Ob es sich nun um die östliche oder die westliche Kultur handelt: Vor Gott und der Wahrheit sind sie beide negative Dinge, die nichts Lobenswertes an sich haben. Sowohl die östliche als auch die westliche Zivilisation verstoßen gegen Gottes ursprüngliche Absicht bei der Erschaffung der Menschheit: dass die Menschheit Ihn anbetet; sie nutzen ihre jeweiligen Formen der kulturellen Erziehung, um Menschen, die in den Reihen der Geschöpfe stehen, aus Gottes Gegenwart wegzureißen. In dieser Hinsicht sind der Osten und der Westen gleich, nicht wahr? (Ja.) Es gibt weder am Osten noch am Westen etwas Lobenswertes. Es ist so: Obwohl beide Gottes Werk der letzten Tage angenommen haben, fangen Menschen des Ostens, nachdem sie es angenommen haben, sofort an, Brüder und Schwestern bei sich aufzunehmen, und nehmen sie eigenständig mit, um ihren Verwandten und Freunden das Evangelium zu predigen; sie haben großen Eifer und Enthusiasmus für die Arbeit des Predigens des Evangeliums – Menschen des Westens hingegen sind anders. Sie sind sehr vorsichtig, was die Arbeit des Predigens des Evangeliums angeht. Selbst ein halbes oder ein ganzes Jahr nachdem sie Gottes neues Werk angenommen haben, wenn du sie fragst, ob sie ihren Verwandten und Freunden das Evangelium gepredigt haben, sagen sie: „Meine Eltern, Verwandten und Freunde und die Mitglieder meiner Kirchengemeinde haben meist ihre eigenen eigenständigen Gedanken und Ansichten, was die Rückkehr des Herrn betrifft. Ich muss das sorgfältig durchdenken und mich mit ihnen abstimmen, bevor ich sie euch als potenzielle Evangeliumsempfänger anbieten kann. Das Wichtigste an unserem Verhalten im Westen ist, dass wir unsere Rechte verteidigen und unseren Freiraum so weit wie möglich schützen müssen. Wie kannst du den Leuten einfach ohne jede Rücksicht das Evangelium predigen?“ Du sagst: „Du predigst ihnen das Evangelium, damit sie den Herrn willkommen heißen können, die Wahrheiten gewinnen können, die von Gott in den letzten Tagen kundgetan werden, und die Gelegenheit haben, Errettung zu erlangen und die Katastrophen zu überleben. Das ist Gottes Auftrag, und du solltest diese Verantwortlichkeit erfüllen.“ Sie antworten: „Nun, ich muss mich trotzdem zuerst selbst schützen; Gottes Auftrag kann warten. Ich kann in dieser Angelegenheit die Entscheidung treffen. Ich muss meine eigenen, eigenständigen Gedanken haben und kann mich nicht von euch beeinflussen lassen. Wir im Westen schätzen Demokratie und Freiheit; wir haben ein Bewusstsein dafür, unsere Rechte zu verteidigen. Wir sind nicht wie ihr östlichen Menschen mit eurem blinden Enthusiasmus. Wir alle haben unseren eigenen persönlichen Lebensraum, und niemand belästigt den anderen.“ Siehst du? In solch kritischen Momenten werden die Eigenschaften der Menschlichkeit von östlichen und westlichen Menschen unterschieden und differenziert. Aber in jedem Fall gilt: Unabhängig davon, ob die Eigenschaften der Menschlichkeit durch östliche oder westliche Erziehung hervorgebracht werden – ob es sich um Enthusiasmus oder Gleichgültigkeit handelt –, solange eine Person innerhalb von Satans verdorbenen Dispositionen lebt, ist sie ein Mitglied der verdorbenen Menschheit. Hier wird nicht zwischen nobel und niedrig unterschieden; jeder Mensch benötigt ein Verständnis der Wahrheit, die Versorgung mit Gottes Worten, Gottes Errettung und erst recht Gottes Gericht und Züchtigung.
Obwohl östliche und westliche Menschen unterschiedliche Kulturen haben und in unterschiedlichen Zivilisationen unter Gottes Herrschaft und Souveränität leben, haben sie vor Gott nur eine Identität, und das ist die von geschaffenen Wesen. Die Grundlage für die Gleichheit der geschaffenen Wesen ist, dass die angeborenen Voraussetzungen, die Gott für die Menschen geschaffen hat, dieselben sind. Ganz gleich, welche kulturellen Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Menschen bestehen, ganz gleich, wie sie sich in Bezug auf Aussehen, Sprache oder ihre Denkmodelle und Denkweisen unterscheiden: Solange du vor Gott ein von Ihm geschaffenes Wesen bist, sind die angeborenen Voraussetzungen, die Er dir gegeben hat, die einzige positive Sache in dir; alles andere ist negativ. Das mag für euch nach einer ziemlichen Verallgemeinerung klingen. Um es also konkret zu benennen: Abgesehen von den angeborenen Voraussetzungen, die Gott dir gegeben hat, ist alles in dir etwas, das Gott ändern will, und etwas, das du ändern und ablegen solltest, indem du die Wahrheit annimmst. Was musst du erkennen? Die sogenannte Kultur der Menschheit, ob nun östlich oder westlich, besteht aus Vorstellungen und Sichtweisen oder Theorien und Aussagen, die von den herrschenden Klassen verschiedener Epochen konzipiert wurden, um die Massen zu erziehen. Aber ob es sich nun um östliche oder westliche Kultur handelt, sie hat nichts mit der Wahrheit zu tun. Selbst wenn sie nicht mit der Wahrheit in Konflikt steht, kann sie dennoch nicht als eine positive Sache bezeichnet werden. Ganz gleich, wie gut eine bestimmte Kultur ist, sie kann nicht an die Wahrheit heranreichen, geschweige denn die Wahrheit repräsentieren. Selbst wenn die Menschen sie nicht als eine negative Sache betrachten, kann sie absolut nicht in die Kategorie der positiven Dinge eingeordnet werden. Darüber müsst ihr euch im Klaren sein. Selbst wenn ein gedanklicher Trend unter der Menschheit relativ fortschrittlich und progressiv ist und die Rechte und Interessen der Menschen sowie ihr Überleben schützt, während er in keiner Weise mit der Wahrheit in Konflikt steht, kann er dennoch absolut nicht in die Kategorie positiver Dinge eingeordnet werden. Warum nicht? Weil nur Dinge im Rahmen dessen, was von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde und Gottes Herrschaft unterliegt, positive Dinge sind. Und warum werden die Dinge in diesem Rahmen in die Kategorie der positiven Dinge eingeordnet? Weil sich darin die Wahrheit manifestiert. Gesamtheitlich betrachtet, also von Gottes Ebene und aus Gottes Perspektive, manifestieren sich darin Gottes Kraft und Autorität, Gottes Disposition, die Grundsätze und ursprünglichen Absichten hinter Gottes Schöpfung, Bestimmung und Herrschaft über all diese Dinge sowie der Zweck, den Er erreichen will, und alle Auswirkungen, die durch die positiven Dinge hervorgerufen werden, die Er wahren will. Da es sich hierbei um Dinge handelt, die von Gottes Ebene aus Gottes Autorität, Seine Kraft und Seine Gedanken einschließen sowie die festgelegten Gesetze und Regeln, die damit verbunden sind, dass Gott all dies tut, und die Auswirkungen, die das auf die Menschheit hat, sind Dinge innerhalb dieses Rahmens definitiv positive Dinge. Aus der menschlichen Perspektive ist jede einzelne Sache, die von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde und Gottes Herrschaft unterliegt, für die Menschen von Nutzen; es existiert alles, um das geordnete Überleben und die Fortpflanzung der Menschheit zu wahren und zu sichern. Es gibt da noch einen weiteren, spezifischeren Punkt, der Gottes Führung betrifft: Diese Dinge existieren, um die Menschen zu befähigen, die Wahrheit zu verstehen und bessere Gotteskenntnis zu erlangen, schließlich den Weg der Erlangung der Errettung einzuschlagen und Menschen zu werden, die Gott fürchten und das Böse meiden – dieses Ergebnis soll erzielt werden. Ob man es also aus Gottes Perspektive oder aus der menschlichen Perspektive betrachtet: Die Menschen, Ereignisse und Dinge im Rahmen dessen, was von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde und Gottes Herrschaft unterliegt, sind alle positive Dinge. Daran kann es keinen Zweifel geben. Denkt doch mal darüber nach – können menschliche Zivilisation und Kultur an Dinge heranreichen, die auf der Ebene von Gottes Worten und Gottes Anforderungen an den Menschen sind? Sie können mit Sicherheit an solche Dinge weder heranreichen noch ihnen gleichkommen. Der Inhalt menschlicher Erziehung oder Kultur umfasst weder Gottes Wesen noch Gottes Disposition oder die Gesetze und Regeln, die Gott für die Menschheit festgelegt hat, geschweige denn Gottes ursprüngliche Absicht bei der Erschaffung aller Dinge. Aus der menschlichen Perspektive betrachtet können diese Art von Erziehung und Kultur darüber hinaus der Menschheit weder helfen, Kenntnis von Gott, dem Schöpfer, zu erlangen, noch besser zu leben oder sich auf eine normale und geordnete Weise fortzupflanzen und zu leben. Im Gegenteil, im erzieherischen Umfeld dieser Art von Kultur und Zivilisation steuert die Menschheit auf ihren Niedergang und ihre Zerstörung zu. Es gibt noch einen weiteren, wichtigeren Aspekt: Unter dem Joch dieser sogenannten „kulturellen Erziehung“ und „sozialen Zivilisation“ kann die Menschheit aus diesen Dingen weder die Wahrheit noch die Bedeutung ihres Lebens oder den Weg des Überlebens verstehen. Sie kann aus diesen Dingen auch keine korrekte Lebensanschauung erhalten und den Weg der Erlangung der Errettung einschlagen, noch in die Lage versetzt werden, Gott anzubeten oder Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Im Gegenteil, in dem sozialen Umfeld einer derartigen kulturellen Erziehung und Zivilisation wird die Menschheit zunehmend verdorben und niederträchtig, entfernt sich immer weiter von Gott und tut maßlos böse Dinge. Letztendlich würde die Menschheit, selbst wenn Gott sie nicht vernichten würde, dennoch ihre eigene Zerstörung herbeiführen. Wenn die Menschheit ihr eigener Herr wäre, würde sie auf ihre eigene Zerstörung zusteuern; das ist unvermeidlich. Die Menschheit hat ein so hohes Niveau an Kultur, so viel Wissen, eine so große Zivilisation und glaubt an die Wissenschaft und verlässt sich auf sie – warum würde sie also dennoch ihre eigene Zerstörung herbeiführen? Die Menschheit strebt so sehr nach Wissen und verehrt die Wissenschaft so sehr. Aber nicht nur, dass sie weder die Wahrheit verstanden noch den Weg des Glaubens an Gott, der Anhängerschaft Gottes und des Fähigwerdens, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, eingeschlagen hat, sie kann sogar ihren eigenen Untergang herbeiführen. Was ist hier los? Was ist heute aufgrund der Art und Weise, wie die Menschheit mit der Erde umgegangen ist, aus der Erde geworden? Das Wasser, der Boden und die Luft des gesamten Planeten wurden verschmutzt, die ökologische Umgebung wurde schwer geschädigt, und das Leben der gesamten Menschheit ist allmählich in eine verzweifelte Notlage geraten. Das ist eine Tatsache, die jeder sehen kann, also ist es nicht nötig, hier ins Detail zu gehen, richtig? (Ja.) Ob es also um die östliche oder die westliche Kultur geht: Ganz gleich, welche Art von Zivilisation die Menschheit hat, selbst wenn sie in keiner Weise mit der Wahrheit in Konflikt steht, kann sie dennoch nicht als eine positive Sache eingeordnet werden. Die Sichtweisen, Gedanken, Theorien, Glaubenslehren, Argumente und Verhaltensweisen, die vom Thema „menschliche Kultur und Zivilisation“ abgedeckt werden, jegliche Produkte, Werke oder Reformen, die unter diesem Thema hervorgebracht werden, und so weiter, sind keine positiven Dinge. Manche Leute sagen: „Da es sich hierbei nicht um positive Dinge handelt, bedeutet das, dass wir sie kritisieren und als negative Dinge einordnen müssen?“ Ich habe es nicht so schwarz-weiß ausgedrückt. Diese Dinge gehören vielleicht weder zu den positiven noch zu den negativen Dingen, aber auf jeden Fall sind sie definitiv keine positiven Dinge. Das heißt, selbst wenn diese Dinge nicht mit der Wahrheit in Konflikt stehen und nicht gegen den Grundsatz von Gottes Schöpfung, Bestimmung und Herrschaft verstoßen – wenn sie keine negativen Dinge sind –, sind sie dennoch absolut keine positiven Dinge. Kurz gesagt, will Ich dir Folgendes vermitteln: Selbst wenn etwas nicht mit der Wahrheit in Konflikt steht, ist es, solange es nicht von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde oder Gottes Herrschaft unterliegt, keine positive Sache. Das ist der Grundsatz, um zu erkennen, ob etwas eine positive Sache ist; nach diesem Grundsatz solltest du die Dinge für dich selbst unterscheiden. Der wichtigste Punkt hierbei ist: Du musst dir im Herzen darüber im Klaren sein, dass du etwas, bei dem du nicht klar erkennen kannst, ob es positiv oder negativ ist, zunächst einfach beiseitelegen und ignorieren kannst. Wenn du an Größe zugenommen hast und dir die Wahrheit klar ist, wirst du auf ganz natürliche Weise in der Lage sein, es zu erkennen. Aber für den Moment musst du klar unterscheiden, welche Dinge positive Dinge sind, die von Gott kommen, und du musst sie annehmen und korrekt mit ihnen umgehen. Das ist für dein Lebenswachstum von Nutzen. Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt: Wenn etwas eine positive Sache ist, die in den Rahmen der Definition positiver Dinge fällt, dann darfst du absolut nicht so damit umgehen, als wäre es eine negative Sache. Hierbei geht es um einen Grundsatz, und darüber musst du dir im Klaren sein.
Nachdem wir nun die Diskussion über menschliche Zivilisation und Kultur abgeschlossen haben, lasst uns als Nächstes über die Beziehung zwischen dem Überleben dieser von Gott geschaffenen Menschheit und den Überlebensgesetzen und -regeln sprechen, die Gott für alle Dinge geschaffen hat. Aus einer makroskopischen Perspektive betrachtet hat die Welt, die Gott geschaffen hat, Berge, Flüsse, Seen, Wälder, Ozeane, Land und Wüsten sowie die Sonne, den Mond und die Sterne und den Raum auf der Erde und den Kosmos, den die Menschen nicht sehen können. Und was gibt es aus einer mikroskopischen Perspektive? Es gibt winzige Moleküle, Moleküle in der Luft und verschiedene Mikroorganismen. Ob man es nun aus einer makroskopischen oder mikroskopischen Perspektive betrachtet, ist alles eine Manifestation von Gottes Schöpfung – der Schöpfung durch Gottes Hände und durch Gottes Gedanken. Aus der Perspektive von Gottes Schöpfung existieren die Erde und alle Lebewesen auf ihr zu dem Zweck, das Überleben der Menschheit auf der Erde zu wahren, und Gott will die geschaffenen Menschen, die Er begehrt, aus der Gruppe der Menschen auf der Erde gewinnen. Daher sind die Überlebensgesetze und -regeln, die Gott für alle Dinge geschaffen hat, die grundlegendsten Voraussetzungen für das menschliche Überleben. Es kann somit definitiv gesagt werden, dass sie positive Dinge sind, richtig? (Ja.) Was sind die grundlegendsten Voraussetzungen für das menschliche Überleben? Wasser, Luft, Sonnenlicht, Nahrung – wurden diese Dinge von Gott geschaffen? (Ja.) Sind sie positive Dinge? (Ja.) Warum wird dann gesagt, dass die Existenz dieser Dinge eine positive Sache ist? Dafür gibt es einen Grund: Die Existenz dieser Dinge beruht auf der Existenz der Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge. Welche Überlebensgesetze und -regeln gibt es unter allen Dingen? Die vier Jahreszeiten; Tag und Nacht; Wind, Frost, Schnee und Regen – das sind alles Regeln. Was noch? Denkt auch über einige nach. (Es gibt auch die 24 Sonnenperioden.) Die Sonnenperioden gehören zu den vier Jahreszeiten. Was noch? Das Zu- und Abnehmen des Mondes, das Steigen und Fallen der Gezeiten. Dann gibt es auch „Große Fische fressen kleine Fische“ – das ist ein Überlebensgesetz und eine Überlebensregel und ist keine negative Sache. Die Menschen verwenden den Ausdruck „Große Fische fressen kleine Fische“, um die unbarmherzige Natur der menschlichen Welt zu beschreiben; das bedeutet, das normale Phänomen einer positiven Sache zu nehmen und es als eine negative Sache zu bezeichnen. Es gibt auch viele Aktivitätsmuster von Lebewesen. Denkt darüber nach, was das umfasst. (Zählt „Die Starken machen Jagd auf die Schwachen“ als ein Überlebensgesetz?) Nein, das ist eine abwertende Ausdrucksweise der Menschen; es sollte „das Überleben des Stärkeren“ heißen. (Ich erinnere mich, dass Gott einmal darüber Gemeinschaft gehalten hat, dass alle Dinge sich gegenseitig stärken, einander entgegenwirken und koexistieren. Zählt das?) Ja, das zählt. Alle Dinge stärken sich gegenseitig, wirken einander entgegen und koexistieren – das ist ein sehr wichtiger Aspekt. „Die Gottesanbeterin lauert der Zikade auf, ohne den Pirol hinter sich zu bemerken“ gehört auch dazu; das hängt ein Stück weit damit zusammen, dass Dinge sich gegenseitig stärken und einander entgegenwirken. (Gehören Geburt, Alter, Krankheit und Tod dazu?) Ja, das tun sie. Dann gibt es noch: „Krähen revanchieren sich bei ihren Müttern, indem sie sie füttern, und Lämmer knien nieder, um von ihren Müttern Milch zu trinken“, was sich auf ein Säugetier und einen Vogel bezieht – das ist ein Phänomen im Tierreich, es ist ein Naturgesetz. Es gibt tatsächlich viele Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge: den Wechsel der vier Jahreszeiten; das Auftreten von Wind, Frost, Schnee und Regen; den Zyklus von Tag und Nacht; das Zu- und Abnehmen des Mondes; das Steigen und Fallen der Gezeiten; das gegenseitige Stärken, Entgegenwirken und die Koexistenz aller Dinge; sowie Geburt, Alter, Krankheit und Tod von Menschen und allen anderen Geschöpfen und die Aktivitätsmuster verschiedener Geschöpfe. Manche Geschöpfe schlafen tagsüber und sind nachts aktiv, während andere wie die Menschen tagsüber aktiv sind und nachts schlafen. Manche Geschöpfe leben in Gruppen, während andere Einzelgänger sind; zum Beispiel fliegen Adler im Allgemeinen allein, während Wildgänse in Schwärmen fliegen und gesellige Tiere sind. Es gibt auch das Phänomen in der lebenden Welt, dass Krähen sich bei ihren Müttern revanchieren, indem sie sie füttern, und Lämmer niederknien, um Milch zu trinken. All solche Dinge sind verschiedene Arten von Phänomenen und Äußerungsformen, die im echten Leben gesehen und gefühlt werden können. Das Auftreten all dieser makroskopischen und mikroskopischen Phänomene folgt den Gesetzen und Regeln, die von Gott festgelegt wurden. Die Entstehung, die Existenz und der Fortbestand all dieser Gesetze und Regeln dienen einem Zweck: die grundlegendste Lebensumgebung der Erde, dieser Heimat des menschlichen Überlebens, aufrechtzuerhalten. Mit dieser grundlegendsten Lebensumgebung hat die Menschheit die Erde als ihre Heimat, auf die sie sich zum Überleben verlässt, was ihr erlaubt, sich weiterhin fortzupflanzen und weiterzuleben. Sie liefert auch uneingeschränkt die von der Menschheit benötigten Grundlagen: Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung. Nur mit dieser uneingeschränkten Versorgung kann das physische Leben der Menschen, dieser von Gott geschaffenen Wesen, existieren, sich fortpflanzen und kontinuierlich erhalten werden, und nur auf diese Weise hat die Menschheit die Gelegenheit, vor Gott zu kommen und Seine Errettung anzunehmen, wenn Er Sein Führungswerk vollbringt, und zu geschaffenen Wesen zu werden, die Gott annimmt. Daher gilt: Ganz gleich, welche Form ein Lebewesen hat, ganz gleich, was seine Überlebensgesetze und -regeln sind, und ganz gleich, wie seine Beziehung zu allen anderen Dingen ist, unter allen von Gott geschaffenen Dingen überlebt jedes Lebewesen, kurz gesagt, im Rahmen der von Gott geschaffenen Gesetze und Regeln. Das heißt, unter der Voraussetzung, dass es von Gott geschaffen wurde, hält sich jedes Lebewesen an die Gesetze und Regeln, die Er festgelegt hat, und spielt im Rahmen dieser Regeln und Gesetze seine eigene unverzichtbare Rolle. Das stellt die Nahrungskette dar, die durch die Gesetze und Regeln hervorgebracht wird, die von Gott für die Menschheit festgelegt wurden, und diese Nahrungskette ist für die Menschheit von entscheidender Bedeutung. Die Voraussetzung für die Existenz der Nahrungskette ist, dass alle Dinge sich an die von Gott festgelegten Gesetze und Regeln halten müssen. Wenn sie diese Gesetze und Regeln ignorieren und außer Rand und Band geraten, wird infolgedessen die Nahrungskette, die unter allen von Gott geschaffenen Dingen existiert, reißen. Sobald diese Nahrungskette reißt, wird das in unterschiedlichem Maße zu einer Beeinträchtigung des Wassers, der Luft, des Sonnenlichts und der Nahrung führen, von denen die Menschheit zum Überleben abhängt, entweder allmählich oder nacheinander. Daher haben alle von Gott festgelegten Gesetze und Regeln für alle Dinge und jedes von Gott geschaffene Lebewesen einen entscheidenden Einfluss auf die Nahrungskette. Wenn bei irgendeiner der Überlebensregeln für alle Dinge ein Problem auftritt, wird das eine Kettenreaktion auf die Existenz und den Fortbestand der Nahrungskette haben, und somit die von der Menschheit benötigten Grundlagen – Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung – gefährden. Die Nahrungskette ist dementsprechend eine entscheidende Quelle und ein wichtiger Indikator dafür, ob die Menschheit überleben kann. Was genau ist diese Nahrungskette? Die Nahrungskette betrifft Gottes Schöpfung. Unter allen von Gott geschaffenen Dingen gibt es greifbare Dinge, und es gibt auch einige nicht greifbare Dinge, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind. Diese greifbaren Dinge umfassen Berge, Flüsse, Wälder, den Boden, Wüsten, den Nord- und den Südpol, die Sonne, Sterne und den Mond sowie verschiedene Tiere und Pflanzen und so weiter. Die ungreifbaren Dinge umfassen Mikroorganismen, die Luft, sogar die ultravioletten Strahlen im Sonnenlicht sowie jene Dinge, die die Menschen erforscht haben – sogenannte Atome und Energien, einige der unsichtbaren Nährstoffe, die in der Luft und im Wasser enthalten sind, und so weiter. All diese makroskopischen, greifbaren Dinge, zusammen mit den Mikroorganismen und den Substanzen, die in Dingen wie Sonnenlicht und Luft enthalten sind, die die Menschen nicht sehen können – all diese Dinge bilden zusammen die Lebensumgebung, die für das menschliche Überleben unerlässlich ist. Wenn in dieser Lebensumgebung Probleme auftreten, wird das das Überleben und die Zukunft der Menschheit vor eine Herausforderung stellen und diese gefährden. Die Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge sind also eine notwendige Grundvoraussetzung, um die Nahrungskette aufrechtzuerhalten, und die Existenz der Nahrungskette bildet wiederum eine Grundvoraussetzung für das Überleben der Menschheit. Ob es also die Gesetze und Regeln, die Nahrungskette oder Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung sind: Wenn bei irgendeinem dieser Aspekte ein Problem auftritt, wird das unweigerlich einen Einfluss auf das Überleben der Menschheit haben – das heißt, es wird das Überleben des physischen Lebens dieser geschaffenen Wesen, der Menschen, beeinflussen. Für Gott darf es also keine Probleme mit den Überlebensgesetzen und -regeln für alle Dinge, der Nahrungskette, Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung geben; sie müssen alle auf geordnete Weise bewahrt, erhalten und in Gang gehalten werden – nur auf diese Weise kann die Menschheit weiterhin überleben und ihr physisches Leben erhalten werden.
Um welche Frage geht es beim weiteren Fortbestehen der Menschheit eigentlich? Bei den Überlebensgesetzen und -regeln für alle Dinge sind die allgemeineren Aspekte – Dinge wie Tag und Nacht und die vier Jahreszeiten – notwendig. Darin gibt es im Grunde nichts, was die Menschen ihren Einbildungen nach als schlecht ansehen. Was verschiedene Lebewesen wie Bäume, Blumen und Pflanzen betrifft, so entwickeln die Menschen keine Auffassungen über sie, da sie keinerlei tödliche Auswirkungen auf Menschen haben. Es gibt jedoch einige giftige und schädliche Dinge in der Nahrungskette, wie zum Beispiel Stechmücken, die einige negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Das sind Dinge, die die Menschen ihren Auffassungen nach nicht mögen – besonders einige hochgiftige Lebewesen wie bestimmte Schlangen, Skorpione und Tausendfüßler. Warum hat Gott dann diese giftigen Dinge geschaffen? Was war Sein Ziel bei ihrer Erschaffung? Welche Rolle spielen sie in der Nahrungskette? Das ist von entscheidender Bedeutung. Auch wenn es ihrer Gestalt oder ihrer Natur nach zu urteilen, oder einiger Lebensmerkmale nach, die sie unter anderen Lebewesen besitzen, so scheint, als spielten diese Lebewesen keine positive Rolle – warum werden sie als etwas Positives bezeichnet? Das muss mit Blick auf die Nahrungskette erklärt werden. Wir studieren keine Biologie – wir werden Dinge nicht aus einer wissenschaftlichen Perspektive erörtern, sondern diese Frage aus der Perspektive von Gottes Absicht bei der Erschaffung solcher Lebewesen betrachten. Zum einen gab Gott ihnen eine einzigartige Fähigkeit, um ihr Überleben zu sichern, was ihnen ermöglicht, ihr Leben auf diese Weise zu bewahren. Zum anderen spielen sie auch eine gewisse Rolle in der Nahrungskette – ihre Art zu überleben und das Gift, das sie absondern, können notwendige Nährstoffe oder Nahrungsquellen für andere Lebewesen liefern. Darüber hinaus liefern sie auch notwendige Voraussetzungen für die Übertragung, Fortpflanzung, Herkunft und Evolution von Bakterien und die Übertragung von Genen in der gesamten Biosphäre und spielen in dieser Hinsicht eine gewisse Rolle. Nur durch die Existenz dieser Lebewesen kann die Biosphäre das genetische Gleichgewicht und ein Gleichgewicht in Bezug auf die bakterielle Diversifizierung aufrechterhalten, wodurch die verschiedenen Arten von Bakterien im Gleichgewicht gehalten werden. Nehmen wir zum Beispiel Stechmücken und Fliegen. Sie fressen einige Parasiten und übertragen auch einige Bakterien. Wir werden das nicht näher erörtern; es geht nur um dieses simple Konzept. Kurz gesagt: Einige spezielle Lebewesen erfüllen einige spezielle Zwecke für die Menschheit und spielen auch eine unverzichtbare Rolle in der Nahrungskette. Diese unverzichtbare Rolle bewahrt die Existenz der Nahrungskette. Alle Dinge können nur überleben und in geordneter Weise weiterhin bestehen, wenn diese Nahrungskette existiert und nicht zerstört wird. Da alle Dinge miteinander in einer Beziehung stehen, in der sie sich gegenseitig stärken, einander entgegenwirken und koexistieren, darf die Nahrungskette nicht unterbrochen werden. Die Existenz der verschiedenen Lebewesen innerhalb der Nahrungskette muss in einem Zustand des Gleichgewichts gehalten werden, und ihr Lebensraum und ihre Existenz müssen bewahrt werden. Daher sind die von Gott festgelegten Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge von entscheidender Bedeutung. Nur die Existenz der von Gott geschaffenen Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge kann den Fortbestand der Nahrungskette sicherstellen und garantieren, dass sie nicht unterbrochen wird. Die Existenz, der Fortbestand und der Schutz der Nahrungskette sind eine grundlegende Garantie dafür, dass die Menschen Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung erhalten können. Nur wenn die Menschen über diese grundlegende Garantie verfügen, kann ihr physisches Leben erhalten werden; nur dann können sie in ihrer irdischen Heimat, in einer solchen Lebensumgebung, weiterleben und sich fortpflanzen. Nur auf diese Weise kann die Menschheit Hoffnung und eine Zukunft haben. Die Gesetze und Regeln, denen die vier Jahreszeiten, Tag und Nacht sowie Wind, Frost, Schnee und Regen unterliegen – Dinge, deren Existenz den von Gott geschaffenen Gesetzen und Regeln unterliegt –, sowie ihre Erscheinungsformen sind in jeder Hinsicht positive Dinge, die von Gott geschaffen wurden. Was die verschiedenen Lebewesen betrifft – ungeachtet ihrer Form, ihrer Überlebensweisen oder ihrer Art, zu jagen oder Nahrung zu beschaffen: Solange sie, kurz gesagt, innerhalb der von Gott festgelegten Gesetze und Regeln leben und solange sie ein wesentlicher, unverzichtbarer Teil der von Gott geschaffenen Nahrungskette sind, sind sie positive Dinge, die von Gott kommen. Die Menschen sollten nicht auf der Grundlage ihrer eigenen Sichtweisen und Vorlieben über sie urteilen. Jemand könnte jetzt sagen: „Sind Stechmücken und Fliegen dann positive Dinge? Was ist mit Giftschlangen, Tausendfüßlern und Skorpionen? Und vor allem Kröten, die so hässlich sind – sind das auch positive Dinge?“ Wie kann man das auf korrekte Weise ausdrücken? Die Rollen, die diese von Gott geschaffenen Spezies spielen, und die Gesetze und Regeln, denen sie folgen, sind allesamt positive Dinge. Und was ist mit ihren physischen Formen und ihrem Aussehen – sind das positive Dinge? Wenn absolut nötig, könnte man sie positive Dinge nennen, jedenfalls sind sie keine negativen Dinge. Zumindest im Hinblick auf die Regeln, denen sie folgen, die Rollen, die diese Lebewesen spielen, und ihre Notwendigkeit in der Nahrungskette existieren sie als positive Dinge. Ist es nicht korrekt, es so auszudrücken? (Doch.) Um genau zu sein: Weil solche Lebewesen den von Gott festgelegten Gesetzen und Regeln folgen und die Verantwortlichkeiten und die Mission erfüllen, die Gott für sie vorgesehen hat – sprich, weil sie ihrer Mission gerecht werden, sei es nun die Verbreitung von Bakterien oder die Aufrechterhaltung des Fortpflanzungsgleichgewichts verschiedener Mikroorganismen –, ist ihre bloße Existenz, wenn man sie im Hinblick auf die Rollen betrachtet, die sie spielen, und die Bedeutung und den Zweck ihrer Erschaffung durch Gott, eine positive Sache. Wenn wir sagen würden, dass die Stechmücke an sich etwas Positives ist, wäre das vielleicht etwas schwer zu verstehen oder zu akzeptieren. Wenn man jedoch nach Gottes Absicht bei ihrer Erschaffung, nach den Gesetzen und Regeln, denen sie folgt, und nach der Rolle urteilt, die sie in der Nahrungskette spielt, so ist sie unverzichtbar – und somit ist sie etwas Positives. Manche Leute sagen dazu: „Wenn Stechmücken positive Dinge sind, bedeutet das, dass wir sie akzeptieren müssen und dass wir sie nicht totschlagen sollten?“ Wenn eine Stechmücke dich stechen will, solltest du sie trotzdem totschlagen. Wenn eine Fliege um dich herumschwirrt, während du isst, kannst du sie verscheuchen oder totschlagen, denn ein oder zwei Stechmücken oder Fliegen weniger verursachen keine Probleme für die Nahrungskette und auch die Erfüllung der Mission dieser Kreaturen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Wenn ein solches Lebewesen seine Mission erfüllen will, sollte es den richtigen Ort dafür finden. In menschlichen Lebensumgebungen wird sie nicht gebraucht, also verjage sie einfach und damit hat es sich – lebe in friedlicher Koexistenz mit ihr. Wenn sie nicht friedlich mit dir koexistiert und dich weiterhin belästigt, dann ist es in Ordnung, sie zu verscheuchen oder totzuschlagen. Das nennt man vernünftige Handhabung und korrekten Umgang. Manche Leute sagen nun: „Stechmücken belästigen mich immer und stechen mich oft. Kann ich sie verfluchen?“ Das ist nicht nötig. Du kannst sie einfach totschlagen. Du hast das Recht, sie totzuschlagen; das steht völlig im Einklang mit dem Grundsatz, wie die Menschheit – der Verwalter aller Dinge – alle Dinge behandeln sollte. Wenn zum Beispiel eine Giftschlange in dein Haus eindringt und du siehst, dass sie dort nicht hingehört, treibe sie einfach in den Wald. Wenn du von ihr gebissen und vergiftet wirst, musst du dich sofort auf den Weg machen, um dich medizinisch behandeln zu lassen. Es ist nicht nötig, dass du versuchst, sie zu finden, um Rache zu nehmen und sie zu töten. Wäre es nicht noch problematischer, wenn sie dir ein weiteres Mal schaden würde? Also zahle es ihr nicht mit gleicher Münze heim; lerne einfach, dich vor ihr in Acht zu nehmen. Ein intelligenter Mensch wäre in der Lage, aus dieser Angelegenheit eine Lektion zu lernen. Was waren die drei Grundsätze, über die wir gerade gesprochen haben? (Erstens: Sei dir sicher, dass es sich um eine positive Sache handelt. Zweitens: Wenn diese Sache in deiner Nähe auftaucht und du dich nicht mit ihr befassen willst, dann halte dich einfach von ihr fern – lass sie nicht in deine Nähe kommen und lass dich nicht von ihr stören. Drittens: Habe eine korrekte Sichtweise zu dieser Sache. Fühle dich nicht von ihr abgestoßen und verabscheue sie nicht. Stattdessen solltest du sie akzeptieren und anerkennen und mit dieser Sache dann vernünftig umgehen.) Du solltest mit dieser Sache vernünftig umgehen und sie korrekt handhaben. Beschwere dich nicht über Gott und fälle auch nicht das Urteil, dass Gott mit der Erschaffung dieses Tiers Unrecht hatte oder dass Er vielleicht einen Fehler gemacht hat, nur weil es dich gestört hat oder dir manchmal Ärger bereitet hat oder dich sogar gebissen und vergiftet hat – diese Sichtweise ist inkorrekt. Es könnte sein, dass du mit diesem Tier nicht richtig umgegangen bist, oder es könnte sein, dass es versehentlich in dein Haus eingedrungen ist und dich gestört hat. Aber wenn du es sanft ansprichst und sagst: „Du hast dich verirrt, das ist nicht dein Zuhause. Wenn du mir gegenüber keine bösen Absichten hegst, werde ich dir nichts antun. Na los, geh dorthin, wo du hingehörst“, und es sieht, dass du ihm nichts antun wirst, wird es sich umdrehen und von selbst gehen. Du sagst zu ihm: „Auf Wiedersehen. Bis zum nächsten Mal! Dieses Treffen war Schicksal. Wenn es unser Schicksal ist, dass wir uns wiedersehen, werde ich dich trotzdem ziehen lassen.“ Wenn es das hört, wird es sich denken: „Menschen sind großartig. Sie wissen wirklich, wie man mit uns umgeht. Sie hegen keine Bosheit.“ Solange du ihm nichts tust, wird es dir auch nichts tun. Manche Tiere schaden Menschen, weil Menschen ihnen immer schaden; sie schaden Menschen erst, nachdem sie eine Feindseligkeit gegenüber Menschen entwickelt haben, und das tun sie aufgrund der menschlichen Torheit und Bösartigkeit. In den Köpfen dieser Lebewesen gibt es weder eine angeborene Feindseligkeit noch einen angeborenen Groll gegenüber den Menschen. Als zum Beispiel Noah die Arche baute, tat keines der Tiere irgendjemandem etwas zuleide, und Noah konnte sogar mit den Tieren interagieren und sie abrichten. Zu jener Zeit waren Menschen und Tiere einander freundlich gesinnt. Später wurden die Menschen immer verdorbener und äußerst bösartig, wollten Tiere immer wegen ihres Fleisches jagen, und so wuchs die Feindseligkeit zwischen Menschen und verschiedenen Tieren. Sobald fleischfressende Tiere den Geruch eines Menschen wahrnehmen, haben sie das Gefühl, dass ihnen eine leckere Mahlzeit serviert wurde, und wollen sich sattessen. Welche Seite hat das verursacht? Es wurde voll und ganz durch die vollkommene Bösartigkeit der Menschheit verursacht. Versteht ihr das? (Ja.)
Ob man es nun aus der Makro- oder der Mikroperspektive betrachtet: Alle von Gott geschaffenen Dinge sind definitiv positive Dinge. Ob man sie im Hinblick auf Gottes ursprüngliche Absicht bei ihrer Erschaffung betrachtet, im Hinblick auf die Gesetze und Regeln, die Gott für sie geschaffen hat, oder im Hinblick auf ihren letztendlich erzielten Zweck und Effekt: Sie alle existieren für die Menschheit; sie wurden alle für die Menschen in ihrer Rolle als Verwalter aller Dinge entworfen und geschaffen. Ungeachtet der Formen oder des Aussehens aller von Gott geschaffenen Dinge oder ihrer vorübergehenden Auswirkungen auf die Menschen sollten die Menschen sie daher korrekt behandeln, korrekt mit ihnen umgehen und sie korrekt verstehen und sie von Gott annehmen – das ist von größter Wichtigkeit. Zunächst einmal müssen die Menschen mit Gewissheit Folgendes sagen können: Solange etwas von Gott geschaffen wurde – unabhängig davon, ob es gut oder schlecht, schön oder hässlich ist, unabhängig davon, welche Art von Form es hat, und erst recht unabhängig davon, welche vorübergehenden Auswirkungen es auf das menschliche Fleisch hat –, also, kurz gesagt, solange es von Gott kommt und von Gottes Hand geschaffen wurde, hat es etwas zum grundlegenden Überleben der Menschheit beizutragen. Auf dieser Grundlage sollten die Menschen alle von Gott geschaffenen Dinge von Gott annehmen und nicht basierend auf ihren eigenen Sichtweisen und Vorlieben willkürlich oder von sich aus entscheiden, ob sie sie verurteilen oder annehmen. Stattdessen sollten sie beim Verstehen dieser Dinge den Standpunkt eines geschaffenen Wesens einnehmen, lernen, korrekt mit ihnen umzugehen und sie korrekt zu behandeln, und – um noch besser zu sein – lernen, mit ihnen auszukommen und korrekt mit ihnen zu interagieren. Das ist die Verantwortlichkeit und Verpflichtung, die Menschen – die von Gott geschaffenen Herren dieser Erde und die Verwalter dieser Welt – erfüllen sollten. Es ist die Rolle, die die Menschen inmitten aller anderen Kreaturen spielen sollten, und es ist auch ein Grundsatz, an den sich die Menschen, ausgehend vom Standpunkt der Menschlichkeit, besonders streng halten sollten. Wenn du bestimmte von Gott geschaffene Dinge nicht magst, kannst du dich von ihnen fernhalten. Wenn du sie magst, kannst du engen Kontakt mit ihnen haben und dich ihnen nähern, um etwas über sie zu lernen und sie verantwortungsvoll zu handhaben – oder, noch besser, um ihre Lebensumgebung zu schützen, freundlich mit ihnen umzugehen, ihnen reichlich Lebensraum zu lassen und ihr Recht auf Überleben zu schützen und angemessen zu bewahren. Im Vergleich zu den Menschen sind alle anderen Dinge tatsächlich schwach. Obwohl Gott allen Dingen Überlebensfähigkeiten und Instinkte gegeben hat, kann außer dem Menschen keine andere Spezies Werkzeuge und Waffen herstellen; keine andere Spezies hat die Macht, die von Gott festgelegten Überlebensgesetze und -regeln zu untergraben, noch tun sie das von sich aus. Nur Menschen haben eine unstillbare Gier – sowohl in ihrer Mentalität als auch in ihren Forderungen – gegenüber allen Dingen und gegenüber verschiedenen Arten von Lebewesen. Gleichzeitig betreiben nur Menschen wissenschaftliche Forschung und chemische Produktherstellung und fertigen verschiedene Werkzeuge und Waffen an, um zu überleben oder um sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Und nur Menschen können akademisches Wissen erlernen und die Lebensumgebungen verschiedener Lebewesen erforschen oder verändern. Das meiste jedoch, was Menschen in Bezug auf das Überleben verschiedener Tiere und Lebewesen und die Gesetze der Nahrungskette getan haben, war nicht förderlich, sondern zerstörerisch und hinderlich. Letzten Endes sind Menschen die einzigen, die Waffen herstellen können, um sich gegenseitig abzuschlachten und ihre eigene, grundlegende Lebensumgebung zu zerstören. Nur Menschen entwickeln Industrien, insbesondere die chemische Industrie, und produzieren alle möglichen schädlichen Substanzen, die die Erde, die die Menschheit bewohnt – die eine und einzige Heimat ihres Fortbestehens –, beschädigen und zerstören. Und die Menschen haben ganz alleine dafür gesorgt, dass die für ihr Überleben benötigten Grundlagen – Wasser, Luft, Sonnenlicht und Nahrung – verschmutzt und ruiniert wurden. Das bedeutet, dass es die Menschen selbst sind, die ihren eigenen Weg zum Überleben ruiniert haben; das wurde nicht durch andere Lebewesen verursacht. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, wie geschaffene Menschen als Herren aller Dinge die Rolle der Verwaltung aller Dinge, einschließlich aller Lebewesen, angemessen ausführen sollten. Wenn Menschen weiterhin wissenschaftliche Methoden anwenden, um Waffen oder verschiedene Werkzeuge herzustellen, oder chemische Produktherstellung betreiben, wird das eine verheerende Katastrophe nach sich ziehen, ob nun für sie selbst oder für andere Lebewesen. Das heißt, die Menschen haben mit ihren Taten die Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge mit Füßen getreten und auch die Nahrungskette eigenhändig zerstört. Natürlich sind es die Menschen, die die Erde, ihre Heimat, von der ihr Überleben abhängt, eigenhändig ruiniert haben. Das ist äußerst tragisch. Wer trägt die Schuld für all diese Konsequenzen? (Die Menschen.) Sie sind alle auf die Verwüstung und Zerstörung der von Gott geschaffenen positiven Dinge durch die Menschen zurückzuführen. Letztendlich werden die Menschen genau das ernten, was sie gesät haben. Wenn die Menschen von Anfang an in der Lage gewesen wären, über die verschiedenen Rollen Bescheid zu wissen, die alle von Gott geschaffenen Dinge spielen, und in der Lage gewesen wären, die verschiedenen Lebewesen zu respektieren, zu schätzen und für sie zu sorgen, die von Gott festgelegten Regeln und Überlebensgesetze für alle Dinge zu befolgen und die grundlegende Umwelt der Erde, ihre Heimat, von der ihr Überleben abhängt, zu schützen, dann wäre die Menschheit nicht an dem Punkt angelangt, an dem sie sich heute befindet. Was also das Thema betrifft, dass alle Schöpfungen Gottes positive Dinge sind, sollten die Menschen die Bedeutung der von Gott geschaffenen Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge verstehen sowie begreifen, warum die Menschen sie befolgen müssen und wie sie dies tun sollten. Gleichzeitig sollten die Menschen wissen, dass Gottes Ziel bei der Erschaffung all dieser Dinge das Wohl der Menschheit war, und deshalb sollten sie sie schätzen und beschützen. Wenn du die Bedeutung all dieser Dinge nicht verstehen kannst, solltest du sie zumindest als eine positive Sache betrachten, als etwas Wesentliches, Unverzichtbares und Positives, von dem dein Überleben abhängt, und diese Dinge schätzen, dich um sie kümmern und für sie Sorge tragen. Du solltest korrekt mit ihnen umgehen und sie in deiner Eigenschaft und Rolle als Herr schützen. Nur auf diese Weise kann die Menschheit Hoffnung und eine Zukunft haben und in der Lage sein, glücklich weiterzuleben, richtig? (Ja.)
Ist euch das Thema, dass alle Schöpfungen Gottes positive Dinge sind, jetzt sehr viel klarer? (Ja.) Lasst uns ein letztes Mal die korrekte Art und Weise bestätigen, wie man mit den verschiedenen von Gott geschaffenen Objekten und Lebewesen umgehen sollte. Wiederholt doch bitte die drei Grundsätze, über die wir gerade Gemeinschaft gehalten haben. (Erstens: Solange etwas in den von Gott definierten Rahmen positiver Dinge fällt, sollten wir in unseren Herzen Gewissheit haben, dass es von Gott kommt, dass es eine positive Sache ist und dass es eine Bedeutung hat, dass Gott diese Sache geschaffen hat; ihr Zweck ist, die Menschen einige Lektionen zu lehren. Zweitens: Auf der Grundlage der Gewissheit, dass es eine positive Sache ist, können wir, wenn wir diese Sache nicht mögen oder nicht damit in Kontakt kommen wollen, sie ignorieren. Wenn sie unser Leben beeinträchtigt, können wir sie vertreiben oder uns von ihr fernhalten, und wir sollten auch einige Lektionen daraus lernen und es beherzigen. Und schließlich: Wenn es von Gott geschaffen wurde, von Gott bestimmt wurde oder Gottes Herrschaft unterliegt, sollten wir diese Sache nicht abstoßend finden oder sie verabscheuen, sondern sie vielmehr mit einer korrekten Haltung akzeptieren und anerkennen und vernünftig handhaben.) Die Sache vernünftig zu handhaben, ist von entscheidender Bedeutung. Wenn die Menschen nicht wissen, wie sie mit all den Gott geschaffenen Dingen auf der Erde umgehen sollen, wird das wahrscheinlich nachteilige Auswirkungen auf ihr Überleben haben. Wenn die Gesetze und die Existenz der Nahrungskette zerstört werden, wird das das Überleben der Menschheit gefährden. Befindet sich die Menschheit derzeit nicht in einer solchen Lebensumgebung? (Ja.) Die Menschheit hat in groß angelegtem Rahmen Industrie entwickelt, was zum Ausstoß von Abgasen, Abwasser und giftigen Substanzen führte, die die Flüsse, Seen und sogar das Grundwasser verschmutzt haben. Es gibt kein sauberes Wasser mehr zu trinken; die Menschen können nur noch recyceltes Wasser trinken, das künstlich aufbereitet wurde – was zwar nicht giftig ist, aber weitaus weniger Nährstoffe enthält. Die Fische in den Flüssen, Seen und Meeren wurden ebenfalls verschmutzt und sind ungesund. Es ist nicht einfach, Nahrung zu finden, die nicht kontaminiert wurde. Bringt sich die Menschheit da nicht selbst in die Bredouille? Wird das nicht durch die Menschheit selbst verursacht? Nicht nur das Trinkwasser ist verschmutzt, auch die Luft ist schlecht; es gibt viele schädliche Substanzen in der Luft, und selbst wenn man heute einen Atemzug saubere Luft atmen will, ist das schwer zu bewerkstelligen – manchmal müssen die Menschen sogar Masken tragen, um sich vor Viren zu schützen. Die Luftqualität ist schrecklich, die Menschen sind beim Essen aller Nahrungsmittel misstrauisch, und sie bekommen heutzutage alle möglichen Krankheiten, wobei auch einige junge Menschen an Krebs oder Diabetes erkranken. Wer hat all diese Konsequenzen verursacht? (Die Menschen.) Sie wurden alle durch Menschen verursacht. So sind die Menschen mit der irdischen Heimat umgegangen, die Gott für sie geschaffen hat: Sie quälen sich selbst bis zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr richtig essen oder trinken können, sind aber dennoch sehr glücklich. Das kommt dabei heraus, wenn man sich von Gott abwendet; von „glücklich“ kann hier keine Rede sein. Der einzige Ausweg für die Menschen besteht nun darin, die Errettung des Schöpfers anzunehmen, nach der Wahrheit zu streben und den Weg der Gottesfurcht einzuschlagen. Nur auf diese Weise kannst du errettet werden, kannst du die Hoffnung auf Leben gewinnen und ein Mitglied der neuen Menschheit werden. So einfach ist das; es gibt keinen anderen Weg. Menschen aus dem Osten haben das Gefühl, dass die westliche Zivilisation nobel ist und dass Menschen aus dem Westen einen Ausweg haben müssen. Haben sie den? (Nein.) Menschen aus dem Osten haben das Gefühl, dass sie sehr gelitten haben, tiefen Hass entwickelt haben und viel zu viel Mühsal ertragen mussten und von Menschen aus dem Westen gerettet werden müssen. Sie stellen sich den Westen immer als ein Paradies vor und glauben, dass in den Westen zu gehen bedeutet, in den Himmel zu kommen, dass sie im Westen frei und glücklich sein werden. Aber Menschen aus dem Westen sind nicht der Meinung, dass sie besonders glücklich sind. Sie sagen: „Obwohl wir ein etwas wohlhabenderes Leben führen als die Menschen im Osten, sind wir eigentlich nicht glücklicher.“ Solange du ein Mensch auf dieser Erde bist, ein Mitglied der menschlichen Rasse, findest du keine Glückseligkeit auf dieser Erde, denn als jemand, der in dieser irdischen Heimat lebt, kommt alles, was du annimmst, von Satan. Ob es sich um menschliche Gedanken und Sichtweisen oder um Überlebensgesetze handelt, ob es die östliche oder die westliche Erziehung ist: Es gibt keine einzige Sache, die dich das Abbild eines wahren Menschen ausleben lassen kann, und es gibt keinerlei gesellschaftliche Erziehung und auch keine Denkweisen oder Sichtweisen, die es dir als geschaffenem Wesen ermöglichen können, in der Welt der Menschen Fuß zu fassen. Da diese Menschheit unter Satans Macht lebt und von Satan kontrolliert wird, besteht der einzige Überlebensweg für die Menschen darin, Gottes Errettung anzunehmen, alle von Gott kommenden Wahrheiten anzunehmen, gemäß Gottes Worten zu praktizieren und Errettung zu erlangen. Nur dann kann die Menschheit wirklich zu einer Welt zurückfinden, in der die Überlebensgesetze und -regeln für alle Dinge frei wirken können, und wirklich in einer Welt mit einer vollständigen Nahrungskette leben – nur auf diese Weise kann die Menschheit wirklich die Rolle des Verwalters aller Dinge spielen und die Verantwortlichkeiten dieser Rolle erfüllen. Abgesehen von diesem Weg gibt es keinen zweiten, den die Menschheit einschlagen kann. Das ist der einzige Ausweg der Menschheit, der einzige Ausweg, der der Menschheit Hoffnung und Glückseligkeit bringen kann. Versteht ihr das? (Ja.) Sobald ihr das versteht, werdet ihr einen Weg haben, den ihr einschlagen könnt. Bemüht euch und strebt einfach in diese Richtung, auf dieses Ziel hin. Schaut nicht zurück, gebt nicht auf und hört niemals auf!
Lasst uns unsere Gemeinschaft für heute hier beenden. Auf Wiedersehen!
14. April 2024