46. Können Menschen, die sich anbiedern, das Lob Gottes gewinnen?
Bevor ich gläubig wurde, war ich immer darauf bedacht, andere Menschen nicht zu beleidigen, und ich kam mit allen gut aus. Ich versuchte immer zu helfen, wenn ich sah, dass jemand eine schwere Zeit durchmachte, und hatte dadurch das Gefühl, ein guter Mensch zu sein. Erst als ich das Gericht und die Züchtigung durch Gottes Worte erlebte, wurde mir klar, dass ich nur meine Beziehungen zu anderen schützte, und dass mir der Sinn für Gerechtigkeit fehlte. Ich war nie in der Lage, die Grundsätze der Wahrheit aufrechtzuerhalten oder die Interessen von Gottes Haus zu schützen, wenn es am dringendsten war. Ich erkannte, dass ich eine selbstsüchtige, betrügerische Schmeichlerin war, die Gott anwiderte. Erfüllt von Reue und Selbstverachtung begann ich mich darauf zu konzentrieren, die Wahrheit zu praktizieren und mich zu verändern.
Früher, als ich das Kirchenteam für die Bewässerung leitete, arbeitete ich mit Schwester Li zusammen. Nach einer Weile bemerkte ich, dass sie sich in ihrer Pflicht nicht anstrengte und bei allem, was sie tat, nicht besonders fleißig war. Sie half den Brüdern und Schwestern praktisch nie, ihre Probleme zu lösen, und manchmal verwechselte sie sogar die Termine für die Versammlungen. Ich wollte sie auf diese Dinge aufmerksam machen, aber dann dachte ich daran, dass sie diese Aufgabe noch nicht sehr lange erfüllte. Wenn ich also etwas sagen würde, könnte sie denken, ich sei zu anspruchsvoll und streng. Sie hatte einen wirklich guten Eindruck von mir, würde sie also ihre Meinung über mich ändern, wenn ich diese Dinge erwähnte? Ich beschloss, an diesem Abend mit ihr unter vier Augen zu reden, damit sie sich nicht verraten fühlte. Während unserer Gemeinschaft sagte ich ihr nicht die Wahrheit, damit sie ihre Probleme lösen konnte, sondern erteilte ihr stattdessen einen Rat: „Du warst in letzter Zeit nicht sehr effektiv in deiner Pflicht. Hast du darüber nachgedacht? Wenn du in einem falschen Zustand lebst, der nicht behoben wird, wirst du nicht nur deine Pflicht nicht gut erfüllen, sondern er kann dir auch beim Lebenseintritt im Weg stehen.“ In Wirklichkeit wusste ich, dass sie nachlässig und unachtsam in ihrer Pflicht war, und dass ich mit ihr über die Wahrheit Gemeinschaft halten sollte, um die Natur des Problems zu entschlüsseln, dass ich mich mit ihr befassen und sie entlarven sollte, damit sie ihre Probleme verstehen konnte. Aber wenn ich zu hart vorginge und sie es nicht akzeptieren könnte, würde es, so befürchtete ich, unsere Beziehung ruinieren und sie könnte es mir übel nehmen. Also hielt ich einfach geduldig mit ihr Gemeinschaft.
Später stellte ich fest, dass Schwester Li in ihrer Pflicht sehr ehrgeizig war und immer versuchte, andere auszustechen. Sie verfiel in eine negative Stimmung, wenn sie die Bewunderung der anderen nicht erringen konnte. Ich hielt mit ihr einige Male unter vier Augen Gemeinschaft und sie schien es wirklich gut aufzunehmen, aber nichts änderte sich. Ich dachte darüber nach, die Situation den Leitern zu melden, aber ich hatte Angst, dass ich Schwester Li damit in den Rücken fallen würde. Wie sollten wir danach miteinander auskommen, wenn ich sie gekränkt hätte? Wir kannten uns schon so lange, und ich merkte, dass es von Vorteile ist, wenn man sich gut kennt. Ich dachte, ich würde weiter versuchen, ihr zu helfen. Und wenn sie so weitermachte, würde ich immer noch Zeit haben, mit den Leitern zu reden.
Schwester Lis Leistung in ihrer Pflicht ließ weiter nach, und sie war nicht in der Lage, die Probleme der Brüder und Schwestern zu lösen. Einmal, als sie in einer Versammlung die Probleme von neuen Gläubigen zu lösen versuchte, hielt sie Gemeinschaft über etwas, das so nicht stimmte. Wir haben es gemeinsam in Ordnung gebracht, aber später hielt sie die gleiche falsche Gemeinschaft, als sie auf die gleiche Art von Problem stieß. Sie hatte es nicht nur versäumt, die Probleme der neuen Gläubigen zu lösen, sondern sie auch noch in die Irre geführt. Ich machte mir wirklich Vorwürfe, als ich davon erfuhr, und ich wollte Schwester Li dafür entlarven, dass sie ihre Pflicht auf eine hinderliche Art und Weise erfüllte, aber in dem Moment, als ich sie sah, konnte ich nichts sagen. Ich beschönigt es und sagte, dass sie mit den Brüdern und Schwestern falsch Gemeinschaft gehalten hatte. Ich blieb vage und redete um den heißen Brei herum, denn ich hatte Angst, dass sie verärgert sein und schlecht von mir denken würde, wenn ich zu hart zu ihr war. Das Ergebnis war, dass sie nichts über sich selbst erfuhr. Ich sah, dass sie die Dinge nicht gut verstand und für die Pflicht der Bewässerung nicht wirklich geeignet war. Nach den Prinzipien hätte sie also eine andere Pflicht übernehmen müssen und ich hätte es den Leitern so schnell wie möglich melden müssen. Aber ich änderte meine Meinung, weil ich Angst hatte, sie zu kränken, und dass wir nach all der Zeit, in der wir zusammen gearbeitet hatten, Feinde statt Freunde werden würden. Am Ende hielt ich mich nicht an die Prinzipien der Wahrheit und zögerte es hinaus, sie den Leitern zu melden. Ich geriet selbst in eine missliche Lage, weil ich die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzte, und ich erkannte die Probleme in meiner Arbeit nicht mehr. Ich gewöhnte mich an Schwester Lis Auftreten und war zufrieden, solange wir oberflächlich gesehen gut miteinander auskamen. Ich dachte nicht daran, das Werk von Gottes Haus aufrechtzuerhalten, und ich erzählte den Leitern nicht, was wirklich vor sich ging.
Eines Tages fand Schwester Li heraus, dass sie von Spitzeln der Kommunistischen Partei Chinas beobachtet wurde. Wenn sie weiter ihre Pflicht tat, konnte sie andere Brüder und Schwestern mit hineinziehen. Mein Herz raste, als ich diese Nachricht hörte. Da ich wusste, dass es sich um ein wirklich ernstes Problem handelte, teilte ich ihre Situation schließlich den Leitern mit. Die Leiter schrieben mir eine sehr strenge Antwort: „Schwester Li ist nachlässig in ihrer Pflicht und ihr Verständnis ist falsch. Das ist schon lange ein Störfaktor, aber du hast lange Zeit nicht darüber berichtet. Du bist nur den Mittelweg gegangen und hast dich an die Prinzipien gehalten, dich anzubiedern. Das hat die Arbeit im Haus Gottes verzögert und beschädigt. Du musst wirklich über dich selbst nachdenken und dich selbst erkennen.“ Sie fügten auch einen Auszug aus einigen Predigten der Oberen hinzu: „Menschen, die dich anbiedern, versäumen es, ihr Unterscheidungsvermögen zu nutzen. Sie kennen die Prinzipien der Wahrheit gut, aber sie halten sie nicht ein. Bei allem, was ihre persönlichen Interessen berührt, lassen sie sogar die Prinzipien der Wahrheit beiseite und sichern nur ihren eigenen persönlichen Vorteil. Wenn Schmeichler sehen, dass eine böse Person Böses tut, wissen sie, dass diese Taten die Arbeit im Haus Gottes stören und das Leben der Gemeinde beeinträchtigen, aber sie sagen kein Wort, weil sie Angst haben, sie zu kränken. Sie entlarven sie nicht und zeigen sie nicht an. Ihnen fehlt jeglicher Sinn für Gerechtigkeit und Verantwortung. Solche Leute sind nicht dazu geeignet, irgendeine Pflicht in der Kirche zu erfüllen – sie sind Nichtsnutze. Menschen, die sich anbiedern, scheinen ehrlich zu sein, und andere denken, sie seien gute Menschen von guter Menschlichkeit, und manche Leiter und Mitarbeiter fördern sie sogar. Das ist absolut töricht. Versuche niemals, Schmeichler zu fördern, denn sie können nichts bewirken. Im Grunde genommen lieben sie die Wahrheit nicht und sie akzeptieren sie nicht, ganz zu schweigen davon, dass sie die Wahrheit nicht in die Praxis umzusetzen. Deshalb hasst Gott vor allem Menschen, die sich anbiedern. Wenn solche Menschen nicht wirklich Buße tun, werden sie beseitigt“ („Die Arbeitsregelungen“). Dass die Leiter mich so hart zurechtstutzten und mit mir umgingen, war für mich ein Schlag ins Gesicht, besonders als ich die Worte „Schmeichler“ sah. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten: Wie konnte ich eine Schmeichlerin sein? Gott verabscheut Menschen, die sich anbiedern. Sie sind Nichtsnutze und werden beseitigt. Ich war unglaublich wütend und konnte es nicht ertragen, mir einzugestehen, dass ich eine „Schmeichlerin“ war, obwohl ich genau das getan hatte, was Leute tun, die sich anbiedern. Durch meine Tränen hindurch sprach ich dieses Gebet zu Gott: „Oh Gott, ich habe die Arbeit in Gottes Haus behindert, weil ich die Wahrheit nicht praktiziert habe. Ich habe Böses getan und die Leiter hatten recht, so mit mir umzugehen. Aber ich habe immer noch kein tiefes Verständnis von mir selbst. Bitte erleuchte mich und leite mich, damit ich mich selbst erkenne.“
Nachdem ich gebetet hatte, las ich dies in Gottes Worten: „Manche Leute brüsten sich immer damit, dass sie eine gute Menschlichkeit besitzen – sie sprechen nie schlecht über andere, schaden nie den Interessen von irgendjemand anderem und begehren nie das Eigentum anderer Leute, und wenn es einen Interessenkonflikt gibt, ziehen sie es sogar vor, einen Verlust zu erleiden, anstatt andere auszunutzen. Und alle anderen denken, sie seien gute Menschen. Doch wenn sie im Hause Gottes ihre Pflichten ausführen, sind sie verschlagen und gerissen und schmieden stets Intrigen für sich selbst. Es gibt keine einzige Angelegenheit, bei der sie an die Interessen des Hauses Gottes denken, noch gibt es irgendetwas, bei dem sie die gleiche Dringlichkeit wie Gott verspüren und über das nachdenken, worüber Gott nachdenkt, noch gibt es irgendeine Sache, bei der sie für ihre Pflichten ihre eigenen Interessen beiseitelegen können. Sie entsagen nie ihren eigenen Interessen. Selbst wenn sie sehen, wie böse Menschen Böses tun, entlarven sie sie nicht. Sie haben keinerlei Prinzipien. Was soll das für eine Menschlichkeit sein? Das ist keine gute Menschlichkeit. Beachte nicht, was solche Menschen sagen; du musst schauen, was sie ausleben, was sie offenbaren und welche Haltung sie einnehmen, wenn sie ihre Pflichten erfüllen, wie ihr innerer Zustand ist und was sie lieben. Wenn ihre Liebe zu ihrem eigenen Ruhm und Gewinn ihre Treue zu Gott übersteigt, wenn ihre Liebe zu ihrem eigenen Ruhm und Gewinn die Interessen des Hauses Gottes übersteigt, wenn ihre Liebe zu ihrem eigenen Ruhm und Gewinn die Rücksicht übersteigt, die sie für Gott zeigen, sind solche Menschen dann im Besitz von Menschlichkeit? Sie sind keine Menschen mit Menschlichkeit“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Man kann die Wahrheit gewinnen, indem man Gott sein Herz schenkt). „Es gibt viele Menschen, die seit vielen Jahren an Gott glauben, doch deren Glaube immer noch verworren ist. Sie haben kein Interesse daran, nach der Wahrheit zu streben; sie sind zufrieden damit, einfach nur ihre Pflicht zu tun. Sie denken, solange sie nichts Böses oder weniger Böses tun und solange sie mehr Gutes und Wohltätiges tun, solange sie mehr tun, um anderen liebevoll zu helfen, solange sie nie die Kirche verlassen oder Gott verraten, wird das anderen Menschen und Gott gefallen, und sie werden einen Anteil am Reich Gottes haben. Ist dieser Gedanke überhaupt stichhaltig? Kann ein guter Mensch zu sein eine Person befähigen, ihre verdorbene Disposition abzulegen? Kann sie auf diese Weise Rettung erlangen? Wird sie einen Anteil am Reich Gottes haben? Ihr könnt alle sehen, dass es viele sogenannte ‚gute Menschen‘ auf der Welt gibt, die hochtrabende Worte sprechen – obwohl sie oberflächlich betrachtet scheinbar nichts allzu Böses getan haben, sind sie in Wirklichkeit besonders hinterlistig und aalglatt. Sie sind sehr gut darin, ihr Fähnchen nach dem Wind zu hängen, und darin, geschickt und gewandt zu reden. Sie sind falsche Gutmenschen und Heuchler – sie tun nur so, als wären sie gut. Diejenigen, die den Mittelweg beschreiten, sind die heimtückischsten Menschen von allen. Sie kränken niemanden, sie sind geschickt und aalglatt, sie sind gut darin, in allen Situationen mitzuspielen, und niemand kann ihre Fehler sehen. Sie sind leibhaftige Satane!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man die Wahrheit praktiziert, kann man die Fesseln verderbter Dispositionen ablegen). Gottes Worte trafen für mich den Nagel auf den Kopf, und ich war völlig überzeugt. Ich erkannte, dass ich eine Schmeichlerin war, ein „netter Typ“ durch und durch. Bei meiner Arbeit mit Schwester Li lief ich wie auf rohen Eiern, um unsere Beziehung zu schützen. Als ich merkte, dass sie sich in ihrer Pflicht keine Mühe gab und ständig Fehler machte, dass sie immer nur nach Ruhm und Gewinn strebte und die Arbeit im Haus Gottes beeinträchtigte, hätte ich sofort mit ihr Gemeinschaft halten und sie darauf hinweisen sollen. Aber aus Angst, sie zu kränken, habe ich das Problem mit ihr einfach überspielt. Das war weder hilfreich noch liebenswürdig ihr gegenüber – es war schädlich. Ich wusste, dass ihre Einsicht falsch und sie nicht in der Lage war, die Pflicht der Bewässerung zu übernehmen, aber ich wollte ihre Gefühle nicht verletzen und verhindern, dass sie schlecht von mir denkt, also zögerte ich, die Leiter zu informieren. Ich erlaubte einer nachlässigen Person mit einem verdrehten, fehlerhaften Verständnis, die Pflicht der Bewässerung zu übernehmen und die Arbeit in Gottes Haus zu behindern. Ich war einer von Satans Lakaien geworden und hatte die Arbeit in Gottes Haus ernsthaft beeinträchtigt. In meinem Glauben ließ ich vordergründig meine Familie und meine Karriere hinter mir, arbeitete Tag und Nacht und zahlte einen hohen Preis, aber wenn es darauf ankam, verfolgte ich nur meine eigenen Interessen und schützte die Interessen von Gottes Haus in keinster Weise. Ich glaubte an Gott, aber ich war nicht von Herzen und im Geiste mit Ihm eins. Wie konnte ich mich eine Gläubige nennen? Ich war es nicht wert, im Angesicht Gottes zu leben! Der Gedanke daran machte mich wütend und ich bereue, dass ich mich nicht an die Prinzipien der Wahrheit gehalten und die Interessen von Gottes Haus geschützt hatte.
Später las ich dies in Gottes Worten: „Satan verdirbt Menschen durch die Bildung und Prägung der nationalen Regierungen und der Berühmtheiten und der Großen. Ihre teuflischen Worte sind zum Leben und zur Natur des Menschen geworden. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ ist ein sehr bekanntes satanisches Sprichwort, das zu jedem durchgesickert und zum Leben des Menschen geworden ist. Es gibt andere Worte aus Philosophien für weltliche Belange, die so sind. Satan benutzt die traditionelle Kultur jeder Nation, um die Menschheit zu erziehen, in die Irre zu führen und zu verderben, was herbeiführt, dass die Menschheit in einen grenzenlosen Abgrund der Zerstörung stürzt, um am Ende von Gott vernichtet zu werden, weil sie Satan dient und sich Gott widersetzt. Manche Menschen haben jahrzehntelang innerhalb der Gesellschaft als Beamte gedient. Stell dir vor, du fragst sie Folgendes: ‚In Anbetracht der Tatsache, dass du ein Beamter werden konntest und eine so reibungslose Karriere hast, was sind die wichtigsten berühmten Sprüche, mit denen du dies erreicht hast?‘ Vielleicht sagen sie, ‚Eines, was ich verstehe, ist dies hier: „Beamte verschonen Schenkende, und diejenigen, die nicht schmeicheln, erreichen nichts.“‘ Sie verließen sich auf ihrem Weg zum Beamtentum auf diese satanische Philosophie. Stehen diese Worte nicht für die Natur solcher Menschen? Zu skrupellosen Mitteln zu greifen, um eine Position zu erlangen, ist zu ihrer Natur geworden. Es ist ihr Ziel, Beamte zu sein, die herausragen und einen kometenhaften Aufstieg erreichen. Es gibt viele andere Gifte Satans im Leben, in den Handlungen und im Verhalten der Menschen. Zum Beispiel sind ihre Philosophien für weltliche Belange, ihre Taktiken bei ihren Handlungen und ihre Maximen mit den Giften des großen roten Drachen angefüllt, und diese kommen alle von Satan. Somit sind sämtliche Dinge, die die Knochen und das Blut der Menschen durchdringen, des Satans. All die Amtsträger, diejenigen, die Macht innehaben, und diejenigen, die viel erreicht haben, haben ihre eigenen Wege und Geheimnisse zum Erfolg. Repräsentieren solche Geheimnisse nicht bestens ihre Natur? Sie sind in der Lage, große Unternehmungen in der Welt durchzuführen, und niemand kann die Intrigen und Machenschaften durchschauen, die dahinterstecken. Das zeigt, wie hinterlistig und böswillig ihre Natur wirklich ist. Die Menschheit ist zutiefst durch Satan verdorben worden. Das Gift Satans fließt durch das Blut eines jeden Menschen, und man kann sagen, dass die Natur des Menschen verdorben, niederträchtig und antagonistisch ist, im Widerstand zu Gott steht, und von den Philosophien und Giften Satans erfüllt und durchtränkt ist. Sie ist gänzlich zur Wesensnatur Satans geworden. Deshalb widersetzen sich die Menschen Gott und stehen Gott feindlich gegenüber“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Die Worte Gottes zeigten mir, dass ich als Schmeichlerin von den Philosophien Satans in die Irre geführt und kontrolliert worden war, Philosophen wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, „Ein weiterer Freund bedeutet einen weiteren Weg“, „Ein vertrautes Gesicht bringt Vorteile“, „Auch wenn man was Falsches sieht, sollte man sich zurückhalten“, „Schlag andere Menschen nie ins Gesicht oder beschimpfe sie für ihre Unzulänglichkeiten“, Diese satanischen Philosophien waren tief in mir verwurzelt und ich lebte danach. Ich wurde immer egoistischer und hinterhältiger. Bevor ich an Gott glaubte, tat ich nie etwas, das jemandem missfiel. Im Geschäftsleben erzählte ich den Leuten das, was sie hören wollten. Diese satanischen Philosophien zu befolgen hielt ich für eine kluge Art zu leben, weil ich mit diesem Verhalten meine Fähigkeiten unter Beweis stellen und sogar angeben konnte. Nachdem ich gläubig geworden war, setzte ich die Wahrheit nicht in die Praxis um, sondern lebte weiter nach diesen Giften Satans. Ich sah, dass Schwester Li in ihrer Pflicht Verdorbenheit zeigte, aber ich wies sie in der Gemeinschaft nicht darauf hin. Vor allem wagte ich es nicht, ihre Verdorbenheit zu entlarven oder zu analysieren. Ich erwähnte sie ihr gegenüber nur beiläufig, weil ich Angst hatte, unsere Beziehung zu beschädigen, wenn ich die Wahrheit sagte. Als ich sah, wie sie die Arbeit im Haus Gottes störte, meldete ich dies nicht unseren Leitern, weil ich dachte, die Situation mit den Leitern zu besprechen, hieße, sie zu verraten und ihr in den Rücken zu fallen. Wie absurd! Ein Problem zu melden bedeutet, die Arbeit im Haus Gottes aufrechtzuerhalten – das ist richtig, angemessen und gerecht. Es hätte der Kirche auch die Möglichkeit gegeben, Schwester Li eine Pflicht zu übertragen, die ihrem Kaliber und ihrer Größe entspricht. Das wäre sowohl für Schwester Li als auch für die Kirche von Vorteil gewesen, aber ich dachte, es wäre eine schlechte Idee. Ich erkannte, welch großen Schaden diese satanischen Gifte den Menschen zufügen. Sie hatten mich so weit getäuscht und verdorben, dass meine Sicht der Dinge verdreht war und ich nicht mehr wusste, was richtig und was falsch, was oben und was unten war. Ich war egoistisch und verachtenswert und arbeitete nur für meine eigenen Interessen. Ich tat Dinge ohne Prinzipien, ohne Standpunkt. Mir fehlte der Sinn für Gerechtigkeit und ich lebte nicht im Entferntesten das Abbild eines Menschen aus. Diese Erkenntnis erfüllte mich mit Ekel und Abscheu vor diesen satanischen Philosophien und meinen eigenen, anbiedernden Ideen. Ich hasste die Art und Weise, wie ich mich verhalten hatte, und wollte von ganzem Herzen nicht mehr so sein. Ich wollte mich nicht mehr zum Narren halten und von Satan missbrauchen lassen. Ich spürte auch, wie wertvoll es ist, die Wahrheit zu praktizieren. Und so begann ich sofort, die Wahrheit zu suchen, um mein Problem, eine Schmeichlerin zu sein, loszuwerden.
Das las ich auf meiner Suche in Gottes Worten: „Es muss einen Maßstab dafür geben, ‚gute Menschlichkeit‘ zu haben. Dazu gehört nicht, den Weg der Mäßigung einzuschlagen, sich nicht an Prinzipien zu halten, sich zu bemühen, niemandem vor den Kopf zu stoßen, sich überall anzubiedern, bei jedem, den man trifft, geschmeidig und aalglatt zu sein und dafür zu sorgen, dass alle gut über dich sprechen. Das ist nicht der Maßstab. Was ist der Maßstab dann? Er beinhaltet, in der Lage zu sein, sich Gott und der Wahrheit zu unterwerfen. Er beinhaltet, in Bezug auf die Art und Weise, wie man mit seiner Pflicht und allen möglichen Menschen, Ereignissen und Dingen umgeht, Grundsätze zu besitzen und Verantwortung zu übernehmen. Dies ist für alle offensichtlich; jeder ist sich in seinem Herzen darüber im Klaren. Außerdem wirft Gott einen prüfenden Blick in die Herzen der Menschen und kennt ihre wahre Situation, die eines jeden einzelnen von ihnen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Man kann die Wahrheit gewinnen, indem man Gott sein Herz schenkt). „Ist jemand, der von Natur aus ein Jasager ist, ein wahrhaft guter Mensch? Welche Art von Mensch wird von Gott als wahrhaft guter Mensch angesehen, der die Wahrheit besitzt? Zuallererst muss man die Absichten Gottes und die Wahrheit verstehen. Zweitens muss man in der Lage sein, die Wahrheit auf der Grundlage des Verständnisses, das man von ihr hat, in die Praxis umzusetzen. … Das heißt, in dem Moment, in dem diese Person erkennt, dass sie ein Problem hat, ist sie in der Lage, vor Gott zu treten und nach einer Lösung zu suchen, und sie ist in der Lage, eine normale Beziehung zu Ihm zu pflegen. Eine solche Person kann schwach und rebellisch sein und alle möglichen Dispositionen wie Arroganz, Selbstgerechtigkeit, Verlogenheit und Betrug an den Tag legen. Sobald sie sich jedoch selbst geprüft hat und sich dieser Dinge bewusst geworden ist, kann sie diese rechtzeitig beseitigen und eine Kehrtwende machen. Was für ein Mensch ist das? Das ist jemand, der die Wahrheit liebt und sie praktiziert. Wie wird ein solcher Mensch von Gott gesehen? In den Augen Gottes ist das ein guter Mensch“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wer mit ganzem Herzen, ganzem Gemüt und ganzer Seele seine Pflicht gut ausführt, ist jemand, der Gott liebt). Dann dachte ich an eine andere Stelle aus den Worten des Allmächtigen Gottes: „Bleibt in der Kirche in eurem Zeugnis für Mich standhaft, und erhaltet die Wahrheit aufrecht. Richtig ist richtig und falsch ist falsch; verwechselt nicht Schwarz und Weiß. Ihr müsst gegen Satan ankämpfen und müsst ihn vollständig besiegen, sodass er sich nicht mehr erhebt. Ihr müsst alles geben, um Mein Zeugnis zu schützen. Dies soll der Zweck eures Handelns sein – vergesst das nicht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 41). Durch Gottes Worte habe ich verstanden, dass ein wirklich guter Mensch nicht in perfekter Harmonie mit anderen lebt und nichts sagt, um niemanden zu beleidigen. Gute Menschen sind vielmehr ehrlich und aufrichtig, unterscheiden klar zwischen Liebe und Hass und können ihre eigenen persönlichen Interessen zurückstellen, wenn es um die Interessen von Gottes Haus geht. Sie halten sich an die Prinzipien der Wahrheit, haben keine Angst davor, andere Menschen zu kränken und wahren die Interessen vom Haus Gottes. Nur solche Menschen haben einen Sinn für Gerechtigkeit und können Gottes Lob erlangen. Nachdem ich Gottes Anforderungen verstanden hatte, sprach ich ein Gebet und beschloss, dass ich von nun an die Wahrheit praktizieren und die Interessen von Gottes Haus schützen würde; ich würde mich von der alten Schmeichlerin in mir verabschieden und mich neu erschaffen.
Die Leiter prüften später die Sache und bestätigten, dass Schwester Li von ihrer Pflicht entbunden werden musste. Und sie baten mich, mit ihr Gemeinschaft zu halten. Ich dachte: „Warum ich? Wenn sie herausfindet, dass ich diejenige war, die den Leitern von ihr erzählt hat, und dass sie deshalb abgelöst wurde, wird sie es mir bestimmt übel nehmen und das wird unsere Beziehung ruinieren.“ Bei diesem Gedanken erinnerte ich mich an den Schaden, den ich in Gottes Haus angerichtet hatte, weil ich die Wahrheit nicht praktizierte, und ich wusste, dass ich aufhören musste, mich anzubiedern. Dass ich mit Schwester Li Gemeinschaft hielt, war eine Prüfung Gottes für mich, um zu sehen, ob ich die Wahrheit praktizieren und die Dinge gemäß den Prinzipien handhaben konnte. Auf dem ganzen Weg dorthin betete ich zu Gott und bat um Seine Führung. Ich war mir auch bewusst, dass ich, wenn ich mit Schwester Li nicht deutlich über ihre Probleme sprach und sie sie nicht verstünde, ihr damit nicht helfen, sondern sie verletzen würde. Bei diesem Gedanken war ich fest entschlossen, mich nie wieder anzubiedern. Und so hielt ich Gemeinschaft mit Schwester Li und analysierte die Art ihrer Nachlässigkeit und die Folgen für ihre Pflicht, und ich deckte all ihr Verhalten auf, das die Arbeit im Haus Gottes gestört hatte. Als sie all das hörte, war sie bereit, sich zu fügen und über sich selbst nachzudenken. Ich fühlte mich so viel besser und in Frieden, nachdem ich die Wahrheit praktiziert hatte.
Danach stellte Gott mich in einer anderen Situation auf die Probe. Nachdem ich eine jüngere Schwester eine Weile näher kennengelernt hatte, merkte ich, dass sie eine arrogante Disposition hatte und die Vorschläge der anderen Schwestern nur ungern annahm. Das führte dazu, dass sich einige von ihnen von ihr gegängelt fühlten. Ich und Schwester Liu, eine andere Schwester, die mit mir arbeitete, gingen zu ihr, um mit ihr Gemeinschaft zu halten und die Art und Weise, wie sie sich verhielt, aufzudecken, aber sie wollte es nicht akzeptieren. Sie argumentierte sogar in ihrem eigenen Fall und zog ein langes Gesicht. Ich fühlte mich dadurch ein wenig ausgebremst und dachte, dass sie eine schlechte Meinung von mir haben musste. Wie sollte ich ihr danach gegenübertreten? In diesem Moment kam etwas anderes dazwischen, also mussten wir gehen. Auf dem Rückweg dachte ich darüber nach, dass diese jüngere Schwester etwas eigensinnig war und dass es ihr schwer fiel, die Wahrheit anzunehmen. Ohne richtige Gemeinschaft würde unsere Beziehung definitiv angespannt bleiben. Ich dachte mir, das beim nächste Mal meine Partnerin mit ihr Gemeinschaft halten sollte. Ich sah sie ein paar Tage später wieder, und sie war sehr freundlich zu mir. Mir wurde klar, dass wir ihr Problem beim letzten Mal in der Gemeinschaft nicht wirklich geklärt hatten, also würde ich erneut mit ihr Gemeinschaft halten müssen. Und wenn sie sich dann immer noch weigerte, die Wahrheit zu akzeptieren, würde ich sie entlarven und mit ihr umgehen müssen. Aber als sie einen Stuhl für mich holte und nach meinem Befinden fragte, fühlte ich mich, als hätte man mir meinen Mund zugenäht. Ich wollte in der Gemeinschaft etwas sagen, aber ich konnte einfach nicht den Mund aufmachen. Ich hatte das Gefühl, dass der Moment, in dem ich mich in der Gemeinschaft öffnete, unsere Beziehung ruinieren und die freundschaftliche Atmosphäre zwischen uns zerstören würde. Wenn sie die gleiche Haltung wie vorher hätte und die Wahrheit nicht akzeptieren würde, wäre ich in einer wirklich unangenehmen Lage. Ich dachte mir, ich könnte meine Worte weise wählen, es vermeiden, hart zu sein, und ein wenig Weisheit anwenden. In diesem Moment merkte ich, dass ich wieder versuchte, mich anzubiedern und meine zwischenmenschlichen Beziehungen zu schützen. Schnell betete ich zu Gott und bat Ihn um Kraft. Nach meinem Gebet dachte ich an diese Worte des Allmächtigen Gottes: „Du suchst nie nach der Wahrheit, geschweige denn dass du sie praktizierst. In deinem Herzen betest du nur ständig, bringst deine Entschlossenheit zum Ausdruck, fasst Entschlüsse und gelobst. Und was kommt dabei heraus? Du bleibst ein Ja-Sager und sprichst nicht über die Probleme, denen du begegnest. Wenn du böse Menschen siehst, kümmerst du dich nicht darum. Du reagierst nicht, wenn jemand Böses tut oder stört, und du hältst dich heraus, wenn du nicht persönlich betroffen bist. Du denkst: ‚Ich spreche nicht über etwas, das mich nicht betrifft. Solange es nicht meine Interessen, meine Eitelkeit oder mein Image verletzt, ignoriere ich ausnahmslos alles. Ich muss sehr vorsichtig sein, denn der Nagel, der herausragt, den trifft der Hammer. Ich werde keinen Blödsinn machen!‘ Du wirst hundertprozentig und unerschütterlich von deinen verdorbenen Dispositionen der Niederträchtigkeit, List, Unnachgiebigkeit und der Abneigung der Wahrheit beherrscht. Sie sind für dich schwerer zu ertragen als das sich zusammenziehende goldene Stirnband, das der Affenkönig trägt. Das Leben unter der Kontrolle verdorbener Dispositionen ist so anstrengend und qualvoll! Was sagt ihr dazu: Wenn ihr nicht nach der Wahrheit strebt, ist es dann leicht, eure Verdorbenheit abzulegen? Kann dieses Problem gelöst werden? Ich sage euch: Wenn ihr nicht nach der Wahrheit strebt und konfus seid in eurem Glauben, wenn ihr jahrelang den Predigten zuhört, ohne die Wahrheit zu praktizieren, wenn ihr bis zum Ende glaubt, aber nur ein paar Worte und Glaubenslehren sprechen könnt, um andere zu täuschen, dann seid ihr religiöse Scharlatane durch und durch, heuchlerische Pharisäer, und auf diese Weise werdet ihr euer Ende finden. Das wird euer Ergebnis sein. Wenn du noch schlimmer bist als das, dann ereignet sich vielleicht etwas, was dich in Versuchung führt, sodass du deine Pflicht aufgibst und zu jemandem wirst, der Gott verrät – in diesem Fall bleibst du zurück und wirst ausgemustert. Das bedeutet, immer am Rande eines Abgrunds zu stehen! In jedem Fall ist also nichts wichtiger, als nach der Wahrheit zu streben. Nichts ist besser, als die Wahrheit zu praktizieren“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gottes Worte enthüllten die Wahrheit, dass ich eine Schmeichlerin bin, vollkommen. Als ich sah, dass die junge Schwester etwas eigensinnig war, fiel es mir schwer, die Wahrheit zu akzeptieren. Ich wollte nicht provozieren oder auf die Nase fallen, sondern ich wollte das Problem nur umschiffen. Ich wollte sogar, das jemand anderes mit ihr Gemeinschaft hielt, nur um meine Beziehung zu ihr zu schützen. Ich war immer noch eine Schmeichlerin! Ich dachte an den Schaden, den ich dem Haus Gottes schon einmal zugefügt hatte, weil ich die Wahrheit nicht praktizierte. Damals hatte ich meine Chance verpasst, die Wahrheit zu praktizieren, und dieses Mal wusste ich, dass ich nicht mit Reue zurückbleiben konnte. Ehe ich mich versah, spürte ich eine Welle der Kraft: es war das Allerwichtigste, die Wahrheit zu praktizieren, und ich durfte nicht wieder versagen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und sprach mit dieser Schwester, erklärte ihr, was sie getan hatte und was für ein Verhalten sie an den Tag legte. Sie hörte mir zu, nahm es an und war bereit, Buße zu tun. Ich spürte eine unbeschreibliche Freude im Herzen. Endlich war es mir gelungen, etwas Wahrheit zu praktizieren, und ich spürte Frieden und Freude in mir. Das fühlte sich wie eine aufrichtige Art zu leben an, als wäre ich das Abbild eines Menschen.
Wenn ich an die vielen kleinen Dinge zurückdenke, die Gott in mir gewirkt hat, kann ich erkennen, dass Gottes Gericht und Züchtigung wirklich genau das waren, was nötig war, um meine verdorbene Disposition zu ändern. Wenn Er nicht eine Situation nach der anderen geschaffen hätte, um mich zu entlarven, und wenn es nicht das Urteil und die Offenbarungen Seiner Worte gegeben hätte, hätte ich nie erfahren, was für ein Mensch ich eigentlich war. Ich hätte nie die armselige Wahrheit erkannt, wie ich durch Satans Gifte gelebt hatte. Ich lernte zu schätzen, wie praktisch Gottes Rettung und die Verwandlung der Menschheit sind, und wie hart erkämpft sie sind! Dass ich heute in der Lage bin, etwas Wahrheit zu praktizieren und das Abbild eines Menschen auszuleben, verdanke ich dem Gericht und der Züchtigung Gottes. Ich bin so dankbar dafür, dass Gott mich gerettet hat!