50. Gottes Wort ist die Kraft meines Lebens
Im Jahr 2000 hatte ich das Glück, das Evangelium des Königreichs des Allmächtigen Gottes zu hören. Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich schließlich das Geheimnis der Namen Gottes, das Geheimnis Seiner Menschwerdungen und die Wahrheiten darüber, wie Gottes drei Wirkungsphasen die Menschheit erretten und wie sie den Menschen von Grund auf verändern, reinigen und vervollkommnen. Ich erlangte die Gewissheit, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus ist, und nahm Gottes Evangelium des Königreichs mit Freuden an. Danach nahm ich aktiv am Kirchenleben teil, predigte das Evangelium und legte Zeugnis für Gott ab. Im Jahr 2002 wurde ich in der Gegend für das Predigen des Evangeliums bekannt und schwebte in ständiger Gefahr, von der Polizei verhaftet zu werden. Mir blieb keine andere Wahl, als mein Zuhause zu verlassen, um weiterhin meine Pflicht ausführen zu können.
Die Regierung der KPCh hat schon immer Telefone benutzt, um Christen zu überwachen und zu verhaften, weshalb ich mich nicht traute, meine Familie anzurufen, nachdem ich geflohen war. Anfang 2003 war ich bereits fast ein Jahr von meiner Familie getrennt. Ich vermisste sie so sehr, dass ich zum Haus meiner Schwiegermutter ging, um meinen Mann zu sehen. Als der jüngere Bruder meines Mannes sah, dass ich zurückgekehrt war, rief er meine Mutter an und erzählte ihr, dass ich bei meiner Schwiegermutter sei. Zu meiner Überraschung kamen drei Stunden später vier Polizisten des städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit in einem Polizeiauto zum Haus meiner Schwiegermutter. Kaum hatten sie das Haus betreten, fuhren sie mich grob an: „Wir sind vom städtischen Amt für öffentliche Sicherheit. Du bist Li Zhi, nicht wahr? Du stehst seit fast einem Jahr auf unserer Fahndungsliste, und jetzt haben wir dich endlich! Du kommst mit uns!“ Ich hatte unglaubliche Angst und betete in meinem Herzen unaufhörlich zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Ich werde heute mit Deiner Erlaubnis verhaftet. Doch meine Größe ist so gering, ich bin zaghaft und fürchte mich. Bitte führe und beschütze mich, und schenke mir Glauben und Kraft. Egal, wie sie mich behandeln, ich möchte mich auf Dich verlassen und in meinem Zeugnis standhaft bleiben. Ich verbringe lieber den Rest meines Lebens im Gefängnis, als ein Judas zu sein und Dich zu verraten!“ Nach meinem Gebet dachte ich an diese Worte von Gott: „Seine Disposition ist das Sinnbild der Autorität, das Sinnbild für alles, was gerecht ist, das Sinnbild für alles, was schön und gut ist. Mehr noch: Seine Disposition ist ein Symbol dafür, dass Er dagegen gefeit ist, von Dunkelheit oder einer feindlichen Macht überwältigt oder heimgesucht zu werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Es ist sehr wichtig, Gottes Disposition zu verstehen). „Das stimmt“, dachte ich bei mir. „Gott hat die Herrschaft inne und herrscht über alle Dinge. In den letzten Jahren hat die Regierung der KPCh alles in ihrer Macht Stehende getan, um das Verbreiten von Gottes Evangelium des Königreichs zu stören und zu behindern. Dennoch sind diejenigen aus allen Konfessionen, die nach der Wahrheit dürsteten und Gottes Stimme hörten, vor Seinen Thron zurückgekehrt und haben Seine Errettung der letzten Tage angenommen. Dies zeigt Gottes Allmacht und Souveränität, und dass sich keine Macht dem in den Weg stellen kann, was Gott zu vollbringen beabsichtigt. Obwohl ich nun den Polizisten in die Hände gefallen bin, sind sie selbst in Gottes Hand. Was gibt es zu fürchten, wenn Gott an meiner Seite ist?“ Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft, und ich begann mich allmählich zu beruhigen.
Nach unserer Ankunft im städtischen Amt für öffentliche Sicherheit wurde ich in einen Verhörraum geführt. Die Polizisten nahmen mir meinen Gürtel ab, zogen mir Kleidung, Schuhe und Socken aus und durchsuchten mich dann. Danach schrie einer der Polizisten: „Sag uns sofort alles, was du weißt! Wie viele Jahre bist du schon gläubig? Wer hat dir das Evangelium gepredigt? Wer sind eure Kirchenleiter? Wie vielen Leuten hast du gepredigt? Was machst du in der Kirche?“ Ich beantwortete seine Fragen nicht, woraufhin er sofort aus Verlegenheit wütend fluchte: „Verdammt noch mal. Wenn du nicht anfängst zu reden, haben wir einen Haufen Methoden, dich zum Reden zu bringen!“ Dabei riss er mich aggressiv vom Stuhl auf den Boden. Zwei Beamte trampelten auf meinen Beinen herum, während zwei andere hart auf meinen Rücken traten. Mein Kopf schlug beinahe auf den Boden auf, und ich bekam kaum noch Luft. Einer der Polizisten nahm dann einen Bleistift und fuhr damit leicht an meinen Fußsohlen hin und her, was gleichzeitig schmerzte und kitzelte. Es war unerträglich; das Atmen fiel mir so schwer, dass ich kurz vor dem Ersticken war, und mich überkam Todesangst. Einer von ihnen drohte mir weiter: „Wirst du reden oder nicht? Wenn nicht, foltern wir dich zu Tode!“ Angesichts der Quälerei und Einschüchterung durch diese Polizistenbande hatte ich wirklich Angst; ich machte mir Sorgen, sie könnten mich zu Tode foltern. Also betete ich ununterbrochen zu Gott und bat Ihn, mir Glauben und Kraft zu schenken und mich zu beschützen, damit ich in meinem Zeugnis standhaft bleiben und kein Judas werden und Ihn verraten würde. Nach dem Gebet kamen mir diese Worte Gottes in den Sinn: „Der Glaube ist wie eine Brücke, die aus einem einzigen Baumstamm besteht: Diejenigen, die sich an ihr Leben klammern und den Tod fürchten, werden Schwierigkeiten haben, sie zu überqueren, doch diejenigen, die bereit sind, ihr Leben zu geben, können sicheren Fußes und sorglos hinübergehen. Wenn die Menschen zaghafte und ängstliche Gedanken hegen, dann deshalb, weil Satan sie getäuscht hat; Satan fürchtet, dass wir die Brücke des Glaubens überqueren werden, um in Gott einzutreten“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Von Gottes Worten inspiriert, spürte ich sofort, wie Kraft in mir aufstieg, und mir wurde klar, dass meine Zaghaftigkeit und Todesangst das Ergebnis davon waren, dass Satan mit mir spielte. Die KPCh hoffte, mich durch grausame Folter zwingen zu können, mich ihrer despotischen Macht zu beugen, und mich aus Todesangst dazu zu bringen, die Kirche zu verraten und ein Judas zu werden, der Gott verrät. Unter keinen Umständen durfte ich zulassen, dass Satans hinterlistiger Plan aufging, und ich beschloss, selbst um den Preis meines eigenen Lebens in meinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben. Währenddessen folterten mich die Polizisten auf die gleiche Weise weiter, doch ich hatte keine so große Angst mehr. Ich wusste, dass Gott mir hier Seine Barmherzigkeit und Seinen Schutz zeigte, und ich fühlte mich Ihm unendlich dankbar.
Zwei der Polizisten fesselten mich daraufhin wieder mit Handschellen an den Stuhl und stellten mir in scharfem Ton erneut dieselben Fragen. Da ich immer noch nicht antwortete, verschärften sie die Folter. Sie streckten meine Arme gerade aus und rissen sie dann gewaltsam hinter meinem Rücken nach oben. Sofort fühlte es sich an, als würden sie brechen. Der reißende Schmerz ließ mich am ganzen Körper in Schweiß ausbrechen, und ich konnte einen Schrei nicht unterdrücken. Dann zogen sie meine Beine hoch, bis meine Füße über meinem Kopf waren, und zerrten meine Beine in entgegengesetzte Richtungen auseinander. Die zerreißende Qual ließ mich fast das Bewusstsein verlieren. In meinem Herzen betete ich unaufhörlich zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Bitte schenke mir Glauben und Kraft und die Entschlossenheit, diese Schmerzen zu ertragen. Sei Du mein verlässlicher Beistand und gib meinem Geist Kraft. Egal, welch grausame Foltermethoden diese Dämonenbande bei mir anwendet, ich werde mich auf Dich verlassen und in meinem Zeugnis standhaft bleiben.“ Nach meinem Gebet kam mir eine Hymne von Gottes Worten in den Sinn:
Prüfungen erfordern Glauben
1 Während Menschen Prüfungen durchmachen, ist es normal, dass sie schwach sind, im Inneren negativ sind, Gottes Absichten nicht verstehen oder es ihnen an Klarheit in Bezug auf den Weg der Praxis fehlt. Doch in jedem Fall musst du an Gottes Werk glauben und darfst, wie Hiob, Gott nicht verleugnen. Obwohl Hiob schwach war und er den Tag seiner eigenen Geburt verfluchte, bestritt er nicht, dass alle Dinge, die die Menschen nach ihrer Geburt besitzen, ihnen von Jehova gewährt werden, und dass Jehova auch der Eine ist, der sie wegnimmt. Was für Prüfungen er auch durchmachen musste, er behielt diesen Glauben bei.
2 … Indem Er auf diese Weise wirkt, vervollkommnet Er den Glauben, die Liebe und die Entschlossenheit der Menschen. Gott vollbringt das Werk der Vervollkommnung an den Menschen, und sie können es nicht sehen, können es nicht berühren; unter solchen Umständen ist Glaube erforderlich. Wenn etwas nicht vom bloßen Auge erblickt werden kann, ist Glaube erforderlich. Wenn du deine eigenen Auffassungen nicht loslassen kannst, ist Glaube erforderlich. Wenn dir Gottes Werk nicht klar ist, dann ist erforderlich, dass du Glauben hast, und dass du eine feste Haltung einnimmst und in deinem Zeugnis standhaft bleibst. Als Hiob diesen Punkt erreichte, erschien ihm Gott und sprach zu ihm. Das heißt, nur wenn du Glauben hast, wirst du imstande sein, Gott zu sehen. Wenn du Glauben hast, wird Gott dich vervollkommnen.
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden
Gottes Worte gaben mir großen Glauben und viel Kraft. Ich dachte an die gewaltigen Prüfungen, die Hiob durchmachte, als sein ganzer Körper von schmerzhaften Geschwüren übersät war und er furchtbare Schmerzen litt. Trotz seiner Schmerzen war er dennoch in der Lage, Gottes Absicht zu suchen. Er sündigte nicht mit seinen Worten und verleugnete Gott nicht; stattdessen unterwarf er sich Gott und pries Seinen heiligen Namen. Hiob besaß wahren Glauben und Gottesfurcht. Deshalb konnte er in seinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben und Satan völlig beschämen und besiegen – woraufhin Gott ihm schließlich erschien und zu ihm sprach. Die Drangsal und die Prüfung, die nun über mich gekommen waren, hatte Gott ebenfalls zugelassen. Obwohl ich Gottes Absicht nicht völlig verstand und mein Fleisch extreme Schmerzen litt, hatte allein Gott das letzte Wort darüber, ob ich leben oder sterben würde. Ohne Seine Erlaubnis konnte mir die Polizei niemals das Leben nehmen, ganz gleich, wie sehr sie mich auch folterte. Nach außen hin wirkten diese Polizisten grausam, doch vor Gott waren sie nur Papiertiger – bloße Werkzeuge in Seinen Händen. Gott benutzte ihre Brutalität und Verfolgung, um meinen Glauben zu vervollkommnen. Ich wollte mich völlig in Seine Hände geben und verließ mich auf Ihn, um Satan zu überwinden. Von da an hatte ich keine Angst mehr vor den Polizisten. Die Polizei folterte mich immer wieder. Als einer von ihnen sah, dass ich immer noch schwieg, nahm er ein etwa 50 Zentimeter langes weißes Stahllineal und fing an, mir damit bösartig ins Gesicht zu schlagen. Ich weiß nicht, wie oft ich getroffen wurde; mein Gesicht schwoll an und brannte vor Schmerz. Ich sah nur noch Sterne vor meinen Augen tanzen, und mein Kopf dröhnte. Daraufhin traten zwei Polizisten mit den Absätzen ihrer Lederschuhe hart auf meine Oberschenkel. Jeder Tritt durchzuckte mich mit unerträglichen Schmerzen. In meinen Qualen rief ich in meinem Herzen inständig zu Gott und bat Ihn um Seinen Schutz, damit ich die grausame Folter durch die Polizei der KPCh überwinden konnte.
Am nächsten Morgen um 8 Uhr betrat der Leiter der Kriminalpolizei den Verhörraum. Als er erfuhr, dass die Polizisten keinerlei Informationen aus mir herausbekommen hatten, fuhr er mich wütend an: „Du weigerst dich also zu reden, was? Hmpf! Das werden wir ja sehen!“ Danach ging er. Am Nachmittag kam ein fetter Beamter mit einem Ausweis in der Hand auf mich zu und fragte: „Kennst du diese Person?“ Ich erkannte sofort, dass es eine Schwester aus der Kirche war, die aus demselben Dorf kam wie ich. Ich dachte bei mir: „Was auch passiert, ich darf meine Schwester auf keinen Fall verraten.“ Also antwortete ich: „Nein, die kenne ich nicht.“ Er kniff die Augen zusammen und griff nach einem Elektroschocker, der auf dem Tisch lag. Er fuchtelte damit vor meinem Gesicht herum und drohte: „Du bist ganz schön stur. Wir wissen, dass du eine Leiterin in der Kirche bist, also spuck’s aus! Wie viele Mitglieder hat eure Kirche? Wo ist das Geld der Kirche? Wenn du nicht redest, gebe ich dir eine Kostprobe von diesem Elektroschocker!“ Beim Anblick seines boshaften Gesichts bekam ich panische Angst und sprach hastig ein stilles Gebet zu Gott. Da kamen mir Gottes Worte in den Sinn: „Fürchte dich nicht vor diesem oder jenem, denn der Allmächtige Gott der Heerscharen wird gewiss mit dir sein; Er ist eure Rückendeckung und Er ist euer Schutzschild“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 26). Gottes Worte voller Autorität gaben mir Glauben und Kraft, und ich spürte sofort, dass da jemand war, der mir einen starken Rückhalt bot. Ich dachte mir: „Gott ist allmächtig. Ganz gleich, wie teuflisch Satan und die Dämonen auch sein mögen, sind sie nicht ebenfalls in Gottes Hand? Mit dem Allmächtigen Gott als meinem verlässlichen Beistand habe ich nichts zu befürchten!“ Also antwortete ich ruhig: „Ich weiß gar nichts.“ Der fette Polizist sagte böswillig: „Das hast du nun davon, dass du nichts weißt!“ Mit diesen Worten berührte er meine Handschellen mit dem Elektroschocker. Ein starker Stromstoß durchzuckte meinen gesamten Körper in einer unerträglich schmerzhaften Welle – die Qualen waren unbeschreiblich. Der Polizist verpasste mir weiterhin Stromschläge, und gerade als ich es kaum mehr aushalten konnte, geschah ein Wunder: Der Akku des Geräts war leer! Ich hatte Gottes Allmacht und Souveränität miterlebt. Mehr noch, ich hatte am eigenen Leib erfahren, dass Gott immer an meiner Seite ist, über mich wacht, mich beschützt und auf meine Schwächen Rücksicht nimmt. Mein Glaube wuchs, und meine Entschlossenheit, in meinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben, wurde weiter gestärkt.
Als die Polizisten später merkten, dass ich nach wie vor nicht reden wollte, bewachten sie mich abwechselnd zu zweit. Sie ließen mich weder essen noch trinken und nicht einmal schlafen. Sobald mir die Augen zufielen, schlugen und traten sie mich, in der Hoffnung, so meinen Willen zu brechen. Doch Gott führte mich, sodass ich ihren hinterlistigen Plan durchschaute. Ich betete im Stillen, sang in Gedanken Hymnen und dachte über Gottes Worte nach. Ehe ich mich versah, fasste ich neue Zuversicht. Die Polizisten hingegen tranken ununterbrochen Kaffee, waren aber trotzdem so müde, dass sie ständig gähnen mussten. Einer von ihnen sagte fassungslos: „Sie muss irgendwelche magischen Kräfte haben, die sie auf den Beinen halten. Woher nimmt sie sonst all diese Energie?“ Als ich das hörte, pries ich immer wieder die große Macht Gottes. Ich wusste tief in meinem Herzen, dass all dies auf die Führung durch Gottes Worte zurückzuführen war. Es war Gottes eigene Lebenskraft, die mich aufrechterhielt und mir Glauben und Kraft verlieh. Obwohl ich nicht wusste, was für grausame Foltermethoden die Polizei noch für mich auf Lager hatte, hatte ich den Glauben, mich bei den kommenden Verhören ganz auf Gott zu verlassen. Ich fasste den festen Entschluss, mich der despotischen Macht der KPCh niemals zu beugen, sondern in meinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben!
Am Abend des dritten Tages schenkte mir der Leiter der Kriminalpolizei eine Tasse heißes Wasser ein und sagte mit gespielter Besorgnis: „Sei jetzt nicht blöd. Jemand anderes hat dich bereits verraten, welchen Sinn hat es also, das alles für andere zu ertragen? Sag mir einfach alles, was du weißt, und ich verspreche, dich gehen zu lassen. Dein Sohn ist noch klein und braucht die Liebe seiner Mutter. Du könntest ein gutes Leben haben, und doch verschwendest du es mit dem Glauben an irgend so einen Gott! Gott kann dich nicht retten, wir aber schon. Wir können dir bei jedem Problem helfen, das du haben magst, und wir können dir helfen, einen guten Job zu finden, wenn du hier rauskommst …“ Während ich ihm zuhörte, musste ich unweigerlich an meinen kleinen Sohn denken und fragte mich, wie es ihm seit meiner Verhaftung wohl ergangen war. Würden meine nicht-gläubigen Freunde und Verwandten sich über ihn lustig machen? Würden ihn seine Mitschüler schikanieren? Gerade als ich begann, schwach zu werden, erleuchtete mich Gott mit einem Abschnitt Seiner Worte: „Ihr müsst jederzeit wachen und warten, und ihr müsst noch mehr vor Mir beten. Ihr müsst die verschiedenen Verschwörungen und die raffinierten Pläne Satans durchschauen, die Geister erkennen, Menschen kennen und alle möglichen Menschen, Ereignisse und Dinge unterscheiden können“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 17). Von Gottes Worten inspiriert, wurde mir völlig klar, dass Satan meine Zuneigung zu meiner Familie nutzte, um mich dazu zu verleiten, Gott zu verraten. Satan wusste, dass ich meinen Sohn über alles liebte, und benutzte die Polizei als sein Sprachrohr, um mich anzugreifen und in Versuchung zu führen. Er hoffte, mich aus Liebe zu meinem Sohn dazu zu bringen, meine Brüder und Schwestern zu verraten. Dann wäre ich ein Judas, der Gott verrät, und würde letztendlich von Gott verflucht und bestraft werden – Satan ist so heimtückisch und böswillig! Ich dachte daran, dass ich mich nicht um meinen Sohn kümmern konnte, aber lag das nicht allein daran, dass die KPCh wie verrückt Christen verhaftete und verfolgte? Und doch behauptete die Polizei, es läge an meinem Glauben an Gott. Verdrehten sie damit nicht die Wahrheit und verfälschten die Tatsachen? Die KPCh ist so schamlos und niederträchtig! Deshalb beachtete ich nicht im Geringsten, was der Polizist auch sagte. Als er merkte, dass ich weder mit Zuckerbrot noch mit Peitsche zu beeinflussen war, stapfte er wütend davon. Unter der Führung und dem Schutz Gottes hatte ich Satans Versuchung ein weiteres Mal überwunden.
Es war nach 20 Uhr an diesem Abend, als der fette Polizist mit einem großen Elektroschocker in der Hand zurückkam, gefolgt von drei Handlangern. Sie brachten mich in einen Fitnessraum, zogen mich bis auf die Unterwäsche aus und banden mich mit einem Seil an ein Laufband. Als ich ihre Gesichter sah, eines boshafter als das andere, überkam mich unglaubliche Angst und Hilflosigkeit. Ich hatte keine Ahnung, welche grausame Folter sie mir als Nächstes antun würden oder wie lange sie andauern würde. Ich fühlte mich in diesem Moment so schwach und fing an, an den Tod zu denken. Aber ich wusste sofort, dass diese Gedanken falsch waren, also betete ich hastig und rief zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Du kennst mein Herz, und ich möchte kein Judas sein, der Dich verrät, und auch nicht als Verräterin in die Geschichte eingehen. Doch meine Größe ist so gering, und ich fühle mich angesichts dieser Quälerei so voller Schmerz und so schwach – ich fürchte, ich werde es nicht aushalten und Dich verraten. Gott! Bitte beschütze mich und schenke mir Glauben und Kraft. Bitte sei bei mir, führe und leite mich, und befähige mich, durch diese grausame Folter hindurch in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben.“ Nach meinem Gebet dachte ich an Gottes Worte, die besagen: „Ihr müsst während dieser letzten Tage für Gott Zeugnis ablegen. Ungeachtet dessen, wie groß euer Leid ist, solltet ihr bis zum Ende gehen, und sogar mit eurem letzten Atemzug müsst ihr Gott noch treu sein und euch Gottes Orchestrierung ausliefern; nur dies ist wahre Liebe zu Gott, und nur dies ist das starke und überwältigende Zeugnis“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Gottes Worte brachten mir Trost und Ermutigung. Sie ließen mich verstehen, dass Gott zuließ, dass mir diese grausame Folter angetan wurde, damit wahrer Glaube und wahre Liebe in mir gewirkt werden konnten, damit ich Gott durch mein Leiden hindurch treu bleiben und mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen konnte, sowie dadurch in meinem Zeugnis standhaft bleiben konnte, dass ich mich auf Gottes Worte stützte, ganz gleich, wie groß die Prüfung oder wie furchtbar der Schmerz auch sein mochten. Da ich Gottes Absicht nun verstanden hatte, stiegen in mir der Mut und die Entschlossenheit auf, Satan bis zum bitteren Ende zu bekämpfen, und ich fasste folgenden Beschluss: Ganz gleich, welche Folter ich noch durchmachen muss, ich werde am Leben bleiben, und egal, wie groß mein Leiden wird, ich werde Gott bis zu meinem letzten Atemzug folgen! In diesem Moment kam der fette Polizist mit einer Zigarette im Mundwinkel auf mich zu und fragte: „Wirst du reden oder nicht?“ Entschlossen antwortete ich: „Ihr könnt mich totschlagen, aber ich weiß immer noch nichts.“ Wütend warf er seine Zigarette auf den Boden, und vor Zorn kochend stieß er mir den Elektroschocker immer und immer wieder in den Rücken und die Oberschenkel. Der unerträgliche Schmerz ließ mir am ganzen Körper kalten Schweiß ausbrechen, und ich schrie nur noch erbärmlich. Während er mir den Schocker in den Körper stieß, brüllte er: „Das hast du nun davon, dass du nicht redest! Ich werde dich zum Schreien bringen! Wir werden sehen, wie lange du das durchhältst!“ Die anderen Beamten im Raum, die abseitsstanden, lachten rau und sagten: „Wieso kommt denn dein Gott nicht, um dich zu retten?“ Sie sagten auch viele andere gotteslästerliche Dinge. Als ich in ihre dämonischen Gesichter sah, rief ich inständig zu Gott, Er möge mir Glauben und Kraft schenken, damit ich den Schmerz ertragen und Satan dieses Grinsen aus dem Gesicht wischen könne. Nach meinem Gebet presste ich die Lippen aufeinander und weigerte mich, noch einen Laut von mir zu geben, egal wie sehr sie mich quälten. Sie versetzten mir pausenlos Stromschläge. Als der Akku eines Elektroschockers leer war, tauschten sie ihn gegen einen anderen aus, und ich wurde so sehr gefoltert, dass mein Verstand ganz benebelt war und ich lieber tot als lebendig sein wollte. Ich konnte keinen Muskel mehr rühren, und sie dachten, ich sei ohnmächtig geworden. Sie übergossen mich mit kaltem Wasser, um mich aufzuwecken, und traktierten mich dann mit weiteren Stromschlägen. In meinem Schmerz dachte ich an Gottes Worte, die besagen: „Diese Bande von verbrecherischen Komplizen! Sie kommen herab in das sterbliche Reich, um sich Vergnügungen hinzugeben, und sorgen für Aufruhr. Sie stiften eine solche Unruhe, dass die Welt zu einem launischen und unbeständigen Ort wird und das Herz des Menschen voller Panik und Unbehagen ist. … Darüber hinaus wünschen sie sogar die Hoheitsgewalt auf Erden zu übernehmen. Sie verhindern Gottes Werk so sehr, dass es kaum einen Zentimeter vorankommen kann, und sie schotten den Menschen so eng ab wie durch Wände aus Kupfer und Stahl. Sie haben so viele schwerwiegende Sünden begangen und so viele Katastrophen verursacht, erwarten sie da immer noch etwas anderes als Züchtigung? Dämonen und böse Geister sind eine Zeitlang auf der Erde Amok gelaufen und haben sowohl den Willen als auch die mühselige Anstrengung Gottes so fest abgeschottet, dass diese unzugänglich sind. Dies ist wahrhaftig eine Todsünde! Wie kann Gott nicht besorgt sein? Wie kann Gott nicht zornig sein? Sie haben Gottes Werk ernstlich behindert und ihm Widerstand geleistet: Wie rebellisch! Selbst diese Dämonen, groß und klein, benehmen sich wie Schakale auf den Fersen des Löwen und folgen dem bösen Strom, während sie auf ihrem Weg Störungen anzetteln. Sie kennen die Wahrheit, widersetzen sich ihr vorsätzlich, diese Söhne der Rebellion!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (7)). Die Erleuchtung durch Gottes Worte ließ mich das wahre Gesicht der Regierung der KPCh klar erkennen. Sie hasst die Wahrheit und Gott abgrundtief und hat panische Angst davor, dass die Worte des Allmächtigen Gottes verkündet werden. Sie tut alles in ihrer Macht Stehende, um die Verbreitung von Gottes Evangelium des Königreichs aufzuhalten. Sie schreckt vor nichts zurück, um Gottes auserwähltes Volk zu verhaften, zu foltern und brutal zu misshandeln, mit dem Ziel, das Werk Gottes der letzten Tage zu zerstören und Menschen davon abzuhalten, an Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Sie will China in eine atheistische Zone verwandeln und so ihr wahnwitziges Ziel erreichen, das chinesische Volk auf ewig zu kontrollieren. Obwohl die KPCh nach außen verkündet, es gäbe „Glaubensfreiheit“ und die Bürger Chinas genössen „gesetzliche Rechte“, sind dies in Wahrheit alles teuflische Worte, die dazu dienen, die Menschen zu betrügen, zu täuschen und in die Falle zu locken. Sie sind bloße List, um ihre bösen Machenschaften zu verbergen. Die KPCh handelt pervers und verstößt gegen den Himmel, und ihr Wesen ist das des Teufels Satan, eines Feindes Gottes! Genau in diesem Moment fasste ich im Stillen einen Entschluss: Ich darf nicht zulassen, dass das Herzblut, das Gott für mich aufgewendet hat, umsonst war. Ich muss entschlossen sein und ein Gewissen haben, und egal, welch grausame Folter ich noch ertragen muss, ich werde in meinem Zeugnis für Gott stets standhaft bleiben. In diesem Moment stieg ein Gefühl der Gerechtigkeit in mir auf, und ich spürte, wie Gott an meiner Seite war und mir Kraft gab. Danach spürte ich keinen Schmerz mehr, egal, wie viele Stromschläge mir die Polizisten auch versetzten. Ein weiteres Mal hatte ich die wundersamen Taten Gottes miterlebt. Mir wurde die Gegenwart Gottes zutiefst bewusst, und ich wusste, dass es Gott war, der mich beschützte und über mich wachte. Die Polizisten folterten mich vier Stunden lang, bekamen aber trotzdem keine Informationen aus mir heraus. Da sie nicht mehr weiterwussten, blieb ihnen nichts anderes übrig, als mich vom Laufband loszubinden. Ich hatte kein Fünkchen Kraft mehr im Körper und sank auf den Boden. Zwei Polizisten schleiften mich zurück in den Verhörraum, setzten mich auf einen Stuhl und ketteten mich dann mit Handschellen an ein Heizungsrohr. Als ich ihre entmutigten Gesichter sah, konnte ich nicht umhin, Gott meinen Dank und mein Lob darzubringen: „Oh Allmächtiger Gott! Ich habe Deine Allmacht und Souveränität erfahren, und ich sehe, dass Dein Wort alle anderen Mächte besiegen kann. Dank sei Gott!“
Am vierten Tag kamen fünf Polizisten in den Verhörraum. Einer von ihnen trug einen Elektroschocker und ließ ihn bedrohlich knistern. Die tagelange brutale Folter hatte dazu geführt, dass mich allein der Anblick eines Elektroschockers, der dieses furchtbare blaue Licht ausstrahlte, mit Panik erfüllte. Ein Beamter, der mich zuvor noch nicht befragt hatte, trat vor mich hin, stieß mich mit dem Elektroschocker an und sagte: „Ich habe gehört, du bist eine harte Nuss. Heute werde ich mal sehen, wie hart du wirklich bist. Ich glaube kaum, dass wir dich nicht kleinkriegen. Wirst du reden oder nicht? Wenn nicht, dann wirst du noch heute dein Ende finden!“ Ich erwiderte: „Ich weiß gar nichts.“ Die Scham darüber machte ihn so wütend, dass er mich brutal vom Stuhl auf den Boden riss und mich dort festhielt. Ein anderer Polizist schob mir den Elektroschocker unter das Shirt und brüllte, während er meinem Rücken Stromschläge versetzte: „Wirst du nun reden oder nicht? Wenn nicht, bringen wir dich um!“ Angesichts ihrer Brutalität und ihrer abscheulichen Gesichter konnte ich nicht anders, als in Panik zu verfallen, und rief hastig zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Bitte schenke mir Glauben und Kraft …“ Die Polizisten verpassten mir weitere Stromschläge, während ich vor Schmerzen ununterbrochen schrie. Es fühlte sich an, als würde mir das gesamte Blut im Körper in den Kopf schießen, und der Schmerz war so heftig, dass ich schweißgebadet war und beinahe das Bewusstsein verlor. Als die Polizisten merkten, dass ich immer noch nicht reden wollte, fingen sie an, mich in ihrer Wut zu beschimpfen. Etwas später, als ich kurz davor war, ohnmächtig zu werden, zerrten sie mich wieder hoch und fesselten mich erneut an den Stuhl, woraufhin mich zwei von ihnen abwechselnd bewachten, um sicherzustellen, dass ich nicht einschlief. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich vier Tage und Nächte lang nichts gegessen, nichts getrunken und nicht geschlafen. Zu der grausamen Folter, die sie mir antaten, kam noch hinzu, dass mein Körper seine äußerste Belastungsgrenze erreicht hatte. Ich fror und war hungrig, und der Schmerz durch das Hungern und die Eiseskälte mischte sich mit dem pochenden Schmerz meines wunden Körpers – es fühlte sich an, als ginge es mit mir zu Ende. In meinem extrem geschwächten Zustand kam mir ein Satz aus Gottes Worten in den Sinn: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4). Als ich darüber nachdachte, verstand ich, dass in einer Situation wie dieser nur die Worte Gottes mein Halt sein konnten, um weiterzuleben. Gleichzeitig wurde mir klar, dass Gott mich genau durch diese Situation in diesen Aspekt der Wahrheit führte. Während ich wieder und wieder darüber nachdachte, vergaß ich unmerklich all mein Leiden, meinen Hunger und die Kälte.
Am fünften Tag sahen die Polizisten, dass ich weiter beharrlich schwieg, und begannen, mich böswillig zu bedrohen. Sie sagten: „Warte nur, bis du zu deiner Haftstrafe verurteilt wirst. Du wirst mindestens sieben Jahre kriegen, aber es gibt immer noch eine Chance, dem zu entgehen, wenn du jetzt anfängst zu reden!“ Daraufhin sprach ich im Stillen ein Gebet zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Die Polizisten der KPCh sagen, sie würden mich zu sieben Jahren Gefängnis verurteilen, aber ich weiß, dass sie nicht das letzte Wort haben, denn mein Schicksal liegt in Deinen Händen. Gott! Ich verbringe lieber den Rest meines Lebens im Gefängnis und bleibe auf dem wahren Weg, als Dich jemals zu verraten!“ Danach versuchte die Polizei, mich dazu zu verleiten, Gott zu verraten, indem sie meinen nicht-gläubigen Mann hereinbrachten. Als er mich in Handschellen und mit Platzwunden und Blutergüssen am ganzen Körper sah, sagte er traurig zu mir: „Handschellen habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich sie einmal an dir sehen würde.“ Als ich ihn das sagen hörte und seinen kummervollen Gesichtsausdruck sah, betete ich hastig zu Gott und bat Ihn, mich zu beschützen, damit ich aufgrund meiner Zuneigung zu meiner Familie nicht in Satans Falle tappen würde. Nach meinem Gebet sagte ich ruhig zu meinem Mann: „Ich glaube an Gott, ich stehle nicht und raube niemanden aus. Ich gehe nur zu Versammlungen und lese Gottes Worte. Ich habe kein Verbrechen begangen, aber sie wollen mich zu einer Gefängnisstrafe verurteilen.“ Mein Mann antwortete: „Ich besorge dir einen Anwalt.“ Als die Polizisten sahen, dass mein Mann nicht versuchte, mich dazu zu bringen, Informationen über die Kirche und meine Brüder und Schwestern preiszugeben, sondern mir stattdessen anbot, einen Anwalt zu engagieren, zerrten sie ihn aus dem Raum. Ich wusste, dass dies Gott war, der mich beschützte; da die Zuneigung zu meiner Familie sehr tief saß, wusste ich nicht, ob ich stark geblieben wäre, hätte mein Mann etwas gesagt, das Sorge um meinen körperlichen Zustand ausgedrückt hätte. Es war die Führung und der Schutz Gottes, die mich befähigten, Satans Versuchung zu überwinden. Die Polizisten merkten, dass ich auf ihre Tricks nicht hereinfiel, und sagten wutschnaubend: „Wir geben dir gleich eine Spritze, die dich in den Wahnsinn treiben wird. Dann lassen wir dich gehen. Du wirst nicht sterben können, selbst wenn du es willst, und du wirst auch nicht mehr normal weiterleben können!“ Dies stürzte mich sofort in Angstzustände, und Panik ergriff mich ein weiteres Mal. Ich dachte daran, wie grausam und böse die Regierung der KPCh ist: Wenn sie jemanden verhaftet, der in der Kirche eine leitende Funktion hat, und auch nach brutalen Schlägen und Folter nichts über die Kirche aus ihm herausbekommt, injiziert sie ihm zwangsweise Drogen, die ihn in den Wahnsinn treiben und ihn schizophren machen – einige Brüder und Schwestern sind durch die KPCh auf diese Weise grausam zu Schaden gekommen. Bei diesem Gedanken begann mein Herz wild in meiner Brust zu pochen, und ich fragte mich: „Werde ich wirklich von diesen Handlangern der KPCh so lange gequält, bis ich den Verstand verliere und letztendlich als Verrückte umherirre?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fürchtete ich mich, und ich konnte nicht verhindern, dass mein Körper tropfnass von kaltem Schweiß wurde. Hastig betete ich und rief zu Gott: „Oh Allmächtiger Gott! Die Handlanger der KPCh wollen mir Drogen spritzen, um mich in den Wahnsinn zu treiben, und ich habe Angst, den Verstand zu verlieren. Gott! Ich fürchte mich gerade so sehr. Gott! Bitte beschütze mein Herz und schenke mir Glauben, damit ich mich Deinen Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen kann.“ Just in dem Moment fielen mir die Worte des Herrn Jesus ein: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle“ (Matthäus 10,28). Gottes Worte verliehen mir Glauben und Kraft. „Ja“, dachte ich. „Diese Teufel mögen zwar in der Lage sein, meinen Körper zu töten und zu verstümmeln, aber meine Seele können sie weder töten noch verstümmeln. Ohne Gottes Erlaubnis werde ich nicht verrückt, selbst wenn sie mir diese Drogen spritzen.“ Dann dachte ich an Gottes Worte, die besagen: „Wenn Menschen bereit sind, ihr Leben zu opfern, wird alles unbedeutend, und niemand kann ihnen beikommen. Was könnte wichtiger sein als Leben? Auf diese Weise wird Satan unfähig, mehr in den Menschen zu tun, da gibt es nichts, was er mit dem Menschen tun kann“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Offenbarungen der Mysterien von „Worte Gottes an das gesamte Universum“, Kapitel 36). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verflog allmählich die tiefe Angst in meinem Inneren, und die Panik war verschwunden. Stattdessen war ich bereit, mich in Gottes Hände zu begeben und mich Gottes Souveränität zu unterwerfen, ganz gleich, ob ich leben oder sterben würde, ob ich verrückt oder völlig stumpfsinnig würde. Genau in diesem Moment brachte ein Polizist die Nadel mit der Droge und drohte mir: „Wirst du nun reden oder nicht? Wenn du nicht redest, spritze ich dir das hier!“ Völlig furchtlos erwiderte ich: „Macht, was ihr wollt. Was auch passiert, liegt ganz bei euch.“ Als er merkte, dass ich keine Angst hatte, sagte er grausam: „Holt die mit dem AIDS-Virus! Dann kriegt sie die.“ Da ich immer noch keine Angst zeigte, knirschte er wütend mit den Zähnen und sagte: „Du Miststück. Du bist wirklich eine harte Nuss!“ Dann warf er die Nadel auf den Tisch. Als ich das hörte, war ich überglücklich. Nachdem ich miterlebt hatte, wie Gottes Worte mich geführt hatten, Satan ein weiteres Mal zu demütigen, konnte ich nicht anders, als Gott ein Gebet der Dankbarkeit darzubringen. Schließlich erkannten die Polizisten, dass sie die gewünschten Informationen nicht aus mir herausbekommen würden, und zogen niedergeschlagen davon.
Nachdem sie all ihre Karten erfolglos ausgespielt hatten, blieb der Polizei nichts anderes übrig, als mich in eine Haftanstalt zu bringen. Kaum war ich dort angekommen, stachelten die Gefängniswärter die anderen Gefangenen an, indem sie sagten: „Sie glaubt an den Östlichen Blitz. Bereitet ihr einen schönen ‚warmen Empfang‘!“ Bevor ich auch nur reagieren konnte, stürzten sich mehrere Gefangene auf mich, zerrten mich zur Toilette, rissen mir die Kleider vom Leib und wuschen mich dann mit eiskaltem Wasser. Sie schütteten Eimer voll kaltem Wasser über mich, sodass mir so kalt wurde, dass ich am ganzen Körper zitterte. Ich kauerte mich auf den Boden, vergrub den Kopf in meinen Händen und rief in meinem Herzen unaufhörlich zu Gott. Nach einer Weile sagte eine der Gefangenen: „Okay, okay, das reicht. Sie soll ja nicht krank werden.“ Erst als sie das sagte, hörten die Gefangenen, die mich quälten, damit auf. Als sie erfuhr, dass ich seit fünf Tagen nichts mehr gegessen hatte, gab sie mir beim Abendessen ein halbes Dampfbrötchen aus Mais. Mir war völlig klar, dass Gott aus Rücksicht auf meine Schwäche diese Gefangene dazu bewogen hatte, mir zu helfen. Ich sah, dass Gott immer bei mir war, und dankte Ihm aus tiefstem Herzen.
In der Haftanstalt lebte ich mit den unterschiedlichsten Gefangenen zusammen. Jede unserer drei Mahlzeiten bestand aus einem Stück Dampfbrötchen aus Mais und zwei Streifen gesalzenem Rettich oder einer Schale Kohlsuppe, in der Ungeziefer schwamm, aber kaum Kohl zu finden war. Einmal pro Woche bekamen wir eine Mahlzeit aus gemahlenem Getreide, die aber dennoch nur aus einem faustgroßen Dampfbrötchen bestand – es machte mich überhaupt nicht satt. Neben dem Auswendiglernen und Lesen der Gefängnisregeln wurde uns dort jeden Tag ein Pensum an kleinen handwerklichen Tätigkeiten aufgetragen, das unmöglich zu schaffen war. Da meine Hände durch die engen Handschellen geschädigt und durch die Stromschläge so gefühllos geworden waren, und die anzufertigenden Handarbeiten zudem extrem filigran waren, konnte ich sie nicht halten und war außerstande, mein Übermaß an Arbeit zu bewältigen. Weil ich einmal meine Arbeit nicht geschafft hatte, ließen die Gefängniswärter die anderen Häftlinge mich die ganze Nacht bewachen, um mich am Einschlafen zu hindern. Zur Strafe musste ich auch häufig Wache stehen und durfte nachts nur vier Stunden schlafen. In dieser Zeit wurde ich häufig von der Polizei verhört. Sie hatten sogar meinen Sohn dazu gebracht, mir einen Brief zu schreiben, um mich dazu zu verleiten, Gott zu verraten. Unter dem Schutz und der Führung Gottes gelang es mir jedoch immer wieder, die hinterlistigen Pläne Satans zu durchschauen. Obwohl es ihnen nicht gelungen war, irgendetwas Belastendes zu finden, klagten sie mich trotzdem wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ an und verurteilten mich zu drei Jahren Umerziehung durch Arbeit.
Am 25. Dezember 2005 hatte ich meine Strafe vollständig verbüßt und wurde freigelassen. Dadurch, dass ich durch diese Verhaftung und Verfolgung an Körper und Geist gelitten hatte, erkannte ich das gottfeindliche, dämonische Wesen der KPCh deutlich. Ich erlangte auch ein gewisses echtes Verständnis von Gottes Allmacht, Souveränität, Außerordentlichkeit und Weisheit, und ich erfuhr Gottes Liebe und Seine Errettung am eigenen Leib. Während diese Teufel mich folterten und verfolgten, waren es die rechtzeitige Erleuchtung und Führung von Gottes Worten, die mein starker Halt waren und mir die Entschlossenheit und den Mut gaben, bis zum bitteren Ende gegen Satan zu kämpfen. Als Satan mit allen möglichen hinterlistigen Machenschaften versuchte, mich in Versuchung zu führen und dazu zu verleiten, Gott zu verraten, war es Gott, der Seine Worte im entscheidenden Moment einsetzte, um mich zu ermahnen und zu führen und geistlich den Schleier von meinen Augen zu ziehen, damit ich Satans Machenschaften durchschauen konnte; als diese Dämonen mir so schreckliche Folter antaten, dass ich lieber tot sein wollte und mein Leben an einem seidenen Faden hing, wurden Gottes Worte die Grundlage für mein Überleben. Sie schenkten mir enormen Glauben und Kraft und befähigten mich, mich aus den Fesseln des Todes zu befreien. All diese Dinge ließen mich das wunderbare und gütige Wesen Gottes wahrhaftig erkennen – nur Gott liebt die Menschheit über alles. Die KPCh hingegen, dieser teuflische Satan, kann Menschen nur verderben, ihnen schaden und sie verschlingen! Angesichts der immer brutaler werdenden Angriffe der KPCh auf die Kirche des Allmächtigen Gottes bin ich heute fest entschlossen, mich gegen diesen alten Teufel, die KPCh, gänzlich aufzulehnen, Gott mein Herz zu geben und mein Äußerstes zu tun, um nach der Wahrheit zu streben. Ich werde das Evangelium von Gottes Königreich verkünden und all jene, die aufrichtig an Gott glauben und sich nach der Wahrheit sehnen, vor Gott zurückbringen und so meine Pflicht erfüllen.