73. Ausbildung oder Pflicht – wie sollte ich mich entscheiden?

Von Lu Yang, China

Soweit ich mich zurückerinnern kann, haben sich meine Eltern nie gut verstanden. Streit war bei ihnen einfach an der Tagesordnung, und manchmal schlug mein Vater meine Mutter. Anstatt sich scheiden zu lassen, hat meine Mutter jahrelang für mich und meinen jüngeren Bruder alles ertragen. Sie hat ihr halbes Leben damit verbracht, uns großzuziehen, daher spürte ich, dass ihre Liebe zu uns wirklich groß war und spürte, dass ich sie ehren müsste, wenn ich erwachsen wäre. Später nahm meine Mutter Gottes Werk der letzten Tage an und teilte dann das Evangelium mit meinem jüngeren Bruder und mir. Wir kamen oft zusammen, um Gott durch Tanzen und das Singen von Hymnen zu preisen, und ich war so glücklich. Aber meine Mutter strebte nicht sehr nach der Wahrheit, und so kam es, dass sie immer seltener an Versammlungen teilnahm und auch Gottes Wort immer seltener las. Ein paar Jahre später ließen sich meine Eltern dann doch scheiden. Zu sehen, dass meine Mutter, die fast fünfzig war, kein gutes Leben gehabt hatte, bedrückte mich sehr. Ich schwor mir, fleißig zu lernen, eine gute Arbeit zu finden, meiner Mutter eine Wohnung zu kaufen und sie den Rest ihres Lebens glücklicher leben zu lassen. Ich war der Meinung, ich müsse mich an den Grundsatz halten, die Eltern zu ehren. Danach nahm ich viel seltener an Versammlungen teil und las auch Gottes Wort viel weniger, um mich auf meine Ausbildung konzentrieren zu können. Ich widmete meine ganze Zeit und Energie meiner Ausbildung.

Im September 2019 wurde ich an einer Fachhochschule in einer anderen Provinz angenommen. Ich lernte jeden Tag fleißig und hoffte, später auf die Universität zu gehen und ein Masterstudium abzuschließen, damit ich meiner Mutter ein besseres Leben ermöglichen konnte. Aber das Studentenleben enttäuschte mich sehr. Wer sich gut bei den Lehrern einschmeicheln konnte, gewann ihre Gunst und bekam deshalb bei Prüfungen immer bessere Noten. Wer aber wirklich etwas konnte, bekam keine so guten Noten, wenn sie keine Schleimer waren. Kommilitonen, die sich scheinbar gut verstanden, miteinander plauderten und lachten, fielen sich gegenseitig in den Rücken und zeigten ihr wahres Gesicht, sobald man nicht hinsah. Manche wurden sogar ganz offen die Mätresse eines anderen, ohne sich dafür zu schämen. Ein solches Studentenleben deprimierte mich wirklich, und ich konnte es keinen Tag länger ertragen. Aber wenn ich daran dachte, wie ich meiner Mutter versprochen hatte, fleißig zu lernen, etwas aus mir zu machen und sie nicht zu enttäuschen, blieb mir nichts anderes übrig, als durchzuhalten.

Als ich in den Winterferien nach Hause kam, hielt meine Tante mit mir Gemeinschaft über Gottes Wort und zeigte mir ein Video mit dem Titel „Der Eine, der die Herrschaft über alles hat“. Dieses Video erschütterte mich bis ins Mark! Es ließ mich Gottes Allmacht und Herrschaft erkennen, dass Er die Herrschaft über das Schicksal der Menschheit innehat und dass Er die Entwicklung der Menschheit von jeher geleitet hat. Ich dachte an die sich verschlimmernden Katastrophen und die Pandemie und daran, dass Gottes Werk bald vollendet sein würde. Aber weil ich studierte und nach Wissen strebte, tat ich meine Pflicht nicht und konnte nicht einmal am Kirchenleben teilnehmen. Am Ende würde ich die Wahrheit nicht erlangen, in den Katastrophen umkommen und bestraft werden. Der gemeinschaftliche Austausch meiner Tante über Gottes Wort half mir, unterstützte mich und erwärmte mein Herz. Ich verstand, dass Gott immer bei mir gewesen war, und ich wollte wieder mehr Versammlungen besuchen und meine Pflicht in der Kirche tun.

Während meiner geistlichen Andacht las ich eines Tages ein paar Abschnitte aus Gottes Wort. Der Allmächtige Gott sagt: „Von dem Augenblick an, in dem du schreiend auf diese Welt kommst, beginnst du, deine Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Um Gottes Plan und Seiner Vorherbestimmung willen spielst du deine Rolle und beginnst deine Lebensreise. Was auch immer dein Hintergrund sein mag und welche Reise auch immer vor dir liegt – es kann so oder so niemand den Orchestrierungen und Anordnungen des Himmels entgehen oder sein eigenes Schicksal kontrollieren, denn nur Er, der über alle Dinge herrscht, ist eines solchen Werkes fähig. Seit der Mensch am Anfang ins Dasein kam, hat Gott Sein Werk immer auf diese Weise ausgeführt, das Universum geführt und die Gesetze des Wandels aller Dinge und ihre Laufbahn gelenkt. Wie alle Dinge wird der Mensch still und unwissentlich durch die Süße und den Regen und den Tau von Gott genährt; wie alle Dinge lebt der Mensch unwissentlich unter der Orchestrierung von Gottes Hand(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). „Kein einziger Mensch, über den Gott Tag und Nacht wacht, ergreift die Initiative, Ihn anzubeten. Gott wirkt einfach wie geplant am Menschen, von dem Er nichts erwartet. Er tut dies in der Hoffnung, dass der Mensch eines Tages aus seinem Traum erwachen und plötzlich den Wert und die Bedeutung von Leben, den Preis, den Gott für alles bezahlt hat, was Er ihm gegeben hat, und den Eifer, mit dem Gott sich verzweifelt danach sehnt, dass der Mensch zu Ihm zurückkehrt, erkennen wird(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Als ich über Gottes Wort nachdachte, war ich sehr bewegt. Ich dachte daran, wie ich als Kind zusammen mit meiner Mutter Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, aber wegen meines Studiums nicht mehr zu den Versammlungen gegangen war und Gottes Wort nicht mehr gelesen hatte und mich so immer weiter von Gott entfernte. Gerade als ich dachte, mein Leben würde so weitergehen, kam meine Tante plötzlich auf mich zu, um mir aus Gottes Wort vorzulesen und mir ein Evangeliumsvideo zu zeigen. Mir war klar, dass dies von Gott so angeordnet worden war. Mein Schicksal lag schon immer in Gottes Händen, und ich habe unter Seiner Herrschaft und Vorherbestimmung gelebt. Obwohl ich unterwegs von Gott abkam, ordnete Er an, dass Menschen und Umstände meinen Geist erweckten und mich zurück in Sein Haus brachten. Ich erkannte Gottes Liebe und Schutz. Ich hörte Gottes Worte wieder und konnte nicht noch einmal gegen Ihn rebellieren oder Ihn verletzen. Ich wollte wahrhaft an Gott glauben und die Pflicht eines geschaffenen Wesens tun.

In dieser Zeit fragte ich mich oft: „Was ist der wahre Wert und Sinn des Lebens? Kann es wirklich das Streben nach Diplomen und Abschlüssen sein?“ Während ich über diese Frage nachgrübelte, erinnerte ich mich an die Worte Gottes: „Wer einmal im Schlamm von Ruhm und Gewinn festgesteckt hat, sucht nicht mehr nach dem Hellen, nach der Gerechtigkeit oder nach den Dingen, die schön und gut sind. Der Grund dafür ist, dass die Verlockung von Ruhm und Gewinn für die Menschen zu groß ist und dass es sich hierbei um Dinge handelt, nach denen sie pausenlos ihr ganzes Leben lang, ja sogar bis in alle Ewigkeit, streben können. Ist das nicht die tatsächliche Situation? Einige Menschen werden sagen, dass das Erlernen von Wissen nichts weiter ist, als das Lesen von Büchern und das Erfahren von einigen Dingen, die du noch nicht weißt, um nicht hinter der Zeit zurückzubleiben oder von der Welt zurückgelassen zu werden. Wissen werde nur erlernt, um Essen auf deinen Tisch zu bekommen, für deine eigene Zukunft oder um die Dinge des täglichen Bedarfs zu beschaffen. Gibt es irgendeinen Menschen, der ein Jahrzehnt an hartem Studium durchhält, nur um die Grundbedürfnisse zu stillen, nur um das Nahrungsmittelproblem zu lösen? Nein, so jemanden gibt es nicht. Warum durchleidet ein Mensch dann so viele Jahre lang diese ganze Mühsal? Es ist für Ruhm und Gewinn. Ruhm und Gewinn warten auf ihn in der Ferne, winken ihm, und er glaubt, dass er allein durch seinen eigenen Fleiß, seine Strapazen und seine Anstrengungen, diesen Weg beschreiten kann, der ihn zu Ruhm und Gewinn führt, wodurch er diese Dinge gewinnt. So ein Mensch muss diese Not für seinen eigenen Weg der Zukunft erleiden, für seine zukünftigen Genüsse und um ein besseres Leben zu erlangen. Was in aller Welt ist dieses Wissen – könnt ihr es Mir sagen? Sind das nicht Regeln und philosophische Sätze fürs Leben, die Satan den Menschen einflößt, zum Beispiel ‚Liebe die Partei, liebe dein Land und liebe deine Religion‘ oder ‚Ein weiser Mann unterwirft sich den Umständen‘? Sind es nicht die ‚hohen Bestrebungen‘ des Lebens, die dem Menschen von Satan eingeflößt wurden, wie etwa die Gedanken großer Menschen, die Integrität der Berühmten oder der tapfere Geist von Heldenfiguren oder die Ritterlichkeit und Güte der Ritter und Schwertkämpfer in Kampfkunstromanen? Diese Ideen und Aussagen beeinflussen eine Generation nach der anderen; viele Menschen nehmen diese Ideen an, und sie streben danach, kämpfen und sind sogar bereit, ihr Leben zu opfern, um diese ‚hohen Bestrebungen‘ zu erfüllen. Dies ist das Mittel und die Methode, mit der Satan Wissen nutzt, um die Menschen zu verderben. Nachdem Satan also die Menschen auf diesen Weg geführt hat, sind sie noch in der Lage, sich Gott zu unterwerfen und Ihn anzubeten? Sind sie noch in der Lage, Gottes Worte anzunehmen und nach der Wahrheit zu streben? Absolut nicht – denn sie wurden von Satan in die Irre geführt. Wir wollen über Folgendes nachdenken: Gibt es inmitten des Wissens, der Ideen und Sichtweisen, die Satan den Menschen einflößt, die Wahrheiten der Unterwerfung unter Gott und der Anbetung Gottes? Die Wahrheiten, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden? Gibt es darin irgendwelche Worte Gottes? Enthalten sie irgendetwas, das von der Wahrheit stammt? Ganz und gar nicht – nicht das Geringste davon beinhalten sie(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Aus Gottes Wort verstand ich, dass Satan den Menschen seine Auffassungen einflößt, indem er sie dazu bringt, ständig Wissen anzuhäufen, und in ihnen den Wunsch weckt, sich von der Masse abzuheben und der Familie Ehre zu machen. Er überzeugt sie davon, dass ihr Schicksal in ihren eigenen Händen liegt und dass Wissen ihnen helfen kann, es zu ändern. Indem die Menschen ihr Leben nach diesen Vorstellungen ausrichten, widersetzen sie sich Gott und entfernen sich immer weiter von Ihm. Während des Studiums sagten uns die Lehrer oft: „Wenn ihr etwas erreichen wollt, braucht ihr einen Bachelor- und einen Master-Abschluss. Nur damit könnt ihr beweisen, dass ihr was draufhabt.“ Nachdem ich diese Gedanken akzeptiert hatte, begann ich, nach Wegen zu suchen, meine Fähigkeiten zu verbessern, an Wettbewerben teilzunehmen und mich auf berufliche Zertifikatsprüfungen vorzubereiten. Ich dachte, ich könnte auf diese Weise mein Schicksal ändern. Doch während ich blind nach akademischem Erfolg strebte und verbissen versuchte, meine Ausbildung und mein Wissen zu nutzen, um mich von anderen abzuheben, hatte sich mein Herz langsam von Gott entfernt. Ich hörte auf, Gottes Wort zu lesen, und betete nur noch selten. Ich unterschied mich nicht mehr von einem Nichtgläubigen. Erst da erkannte ich, dass uns zum Streben nach Wissen zu ermutigen, Satans Weg ist, uns zu verderben und in die Irre zu führen, und dass wir uns umso mehr von Gott entfernen und Ihm widersetzen, je mehr wir dem Wissen nachjagen. Bei dem Gedanken an diese Konsequenz begann ich, den Weg, den ich eingeschlagen hatte, neu zu bewerten und neu zu wählen.

Eines Tages las ich einen Abschnitt aus Gottes Wort: „Da wir ein Teil der Menschheit und gläubige Christen sind, ist es die Verantwortung und Pflicht von uns allen, unseren Geist und Leib zu opfern, damit Gottes Auftrag erfüllt wird. Denn unser komplettes Wesen kam von Gott und existiert dank Gottes Souveränität. Wenn unser Geist und unser Leib weder Gottes Auftrag, noch der gerechten Sache der Menschheit gewidmet sind, dann werden unsere Seelen sich vor denen schämen, die für Gottes Auftrag zu Märtyrern wurden, und noch viel mehr vor Gott, der uns mit allem versorgt hat(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). Nachdem ich Gottes Wort gelesen hatte, war ich von einem starken Verantwortungsgefühl erfüllt. Der Mensch wurde von Gott geschaffen. An Gott zu glauben, Ihn anzubeten und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, ist vollkommen richtig und selbstverständlich. Das sind ehrenwerte Dinge. Gottes Absicht ist es, dass wir Sein Evangelium verbreiten und mehr Menschen vor Ihn bringen, damit sie Seine Errettung annehmen. Ich hatte das Glück, Gottes Werk zuerst zu empfangen, also sollte ich Seine Absicht berücksichtigen und diese Verantwortung auf mich nehmen. Seine Pflicht nicht zu tun, ist wahrhaft rebellisch und macht einen unwürdig, auf dieser Erde zu leben. Nur wenn man die Pflicht eines geschaffenen Wesens tut, kann man als Mensch bezeichnet werden. Ungefähr zu dieser Zeit hörte ich eine Hymne aus Gottes Wort mit dem Titel „Was die Jugend verfolgen muss“. Darin gibt es ein paar Zeilen, die lauten: „Jungen Leuten sollte nicht die Entschlossenheit fehlen, klar zu erkennen, wie es um die Dinge steht, und nach Gerechtigkeit und Wahrheit zu suchen. Ihr solltet alles anstreben, was schön und gut ist, und ihr solltet die Wirklichkeit aller positiven Dinge gewinnen. Mehr noch solltet ihr für euer eigenes Leben Verantwortung übernehmen, und ihr dürft es nicht auf die leichte Schulter nehmen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Worte für die Jungen und die Alten). Gottes Worte zeigten mir einen Weg der Praxis auf. Als Mensch sollte ich nach der Wahrheit streben, die Pflicht eines geschaffenen Wesens tun und ein sinnvolles Leben führen. Ich musste für mein eigenes Leben die Verantwortung übernehmen. Ich wollte nicht weiterstudieren. Ich wollte meine Pflicht in der Kirche tun.

Später erzählte ich meiner Mutter, was ich im Sinn hatte. Sie war außer sich vor Wut. Sie sagte: „Ich habe über die Jahre so viel für deine Ausbildung ausgegeben, nur um dir eine bessere Zukunft zu ermöglichen, damit es auf mich zurückfällt und ich gut dastehe, wenn du deinen Abschluss hast und eine gute Arbeit bekommst. Egal, was du sagst, ich werde nicht zulassen, dass du die Fachhochschule abbrichst. Ich will doch nur dein Bestes!“ Das von meiner Mutter zu hören, machte mich sehr wütend. Ich hatte nicht erwartet, dass sie so reagieren würde. Gleichzeitig war ich aber auch im Zwiespalt, denn ich dachte daran, wie viel sie für mich geopfert hatte und wie schwer es für sie war. Wenn ich mich dafür entscheiden würde, eine Pflicht zu tun, würde ich sie enttäuschen und mich ihr gegenüber schuldig fühlen. Aber wenn ich weiter zur Fachhochschule gehen würde und all meine Zeit und Energie in das Streben nach Ruhm, Gewinn und Status investieren würde, dann würde ich mich schuldig fühlen, und so wollte ich auch nicht leben. Nach inneren Kämpfen beharrte ich dennoch darauf, die Fachhochschule zu verlassen. Als sie merkte, dass mein Entschluss feststand, stimmte sie zu, mit mir zur Fachhochschule zu gehen und die Exmatrikulation zu beantragen. Aber in der Fachhochschule sagte mein Studienberater zu mir: „Bitte überlegen Sie sich das gut. In einem Jahr haben Sie Ihren Abschluss, und sobald Sie Ihren Abschluss haben, können Sie tun, was immer Sie wollen. Sie müssen wissen, dass die Arbeitssuche für Leute mit Abschluss anders ist als für Leute ohne.“ Als meine Mutter sah, dass mich das unberührt ließ, flehte sie mich an: „Bitte, bleib doch in der Fachhochschule! Ich hatte so große Hoffnungen in dich. Um das Geld brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich werde immer für deine Ausbildung aufkommen. Dein Vater und ich sind geschieden, du bist also der einzige Halt, den deine Mama noch hat. Du bist meine einzige Hoffnung.“ Während sie das sagte, weinte meine Mutter. Sie so verzweifelt weinen zu sehen, ging mir wirklich nahe. Ich dachte: „Ich stehe nur ein Jahr vor dem Abschluss. Sollte ich ihn nicht einfach machen? Wenn ich nach dem Abschluss meine Pflicht tue, wird meine Mutter wohl nichts dagegen haben.“ Also ging ich einen Kompromiss ein und entschied mich, weiterzustudieren. Aber während des Studiums hatte ich nicht viel Zeit, meine Pflicht zu tun, und ich fühlte mich zutiefst schuldig. Also betete ich zu Gott: „Gott, ich bin so schwach und weiß nicht, wie ich den vor mir liegenden Weg gehen soll. Bitte führe mich.“

Eines Tages las ich einen Abschnitt aus Gottes Wort: „Chinesen glauben aufgrund der Konditionierung durch die chinesische traditionelle Kultur in ihren traditionellen Auffassungen, dass man seine Kindespflicht gegenüber seinen Eltern einhalten muss, und dass jedes Kind, das seine Kindespflicht nicht erfüllt, aufsässig ist. Diese Vorstellungen wurden den Menschen seit ihrer Kindheit anerzogen, und so wird es in praktisch jedem Haushalt gelehrt, wie auch in jeder Schule und in der Gesellschaft im Allgemeinen. Wenn der Kopf eines Menschen mit solchen Dingen gefüttert wurde, denkt er: ‚Die Kindespflicht gegenüber meinen Eltern einzuhalten ist wichtiger als alles andere. Würde ich sie nicht einhalten, wäre ich kein guter Mensch; ich wäre ein aufsässiges Kind, ich würde in der öffentlichen Meinung verachtet werden. Ich wäre jemand, der kein Gewissen hat.‘ Ist diese Ansicht korrekt? Die Menschen haben so viele von Gott kundgetane Wahrheiten bezeugt – hat Gott gefordert, dass man seinen Eltern gegenüber seine Kindespflicht erfüllen soll? Ist das eine der Wahrheiten, die Gläubige an Gott verstehen müssen? Nein, das ist es nicht. Gott hat nur über einige Grundsätze Gemeinschaft gehalten. Nach welchem Prinzip soll man, gemäß Gottes Worten, andere Menschen behandeln? Liebe das, was Gott liebt, und hasse das, was Gott hasst. Das ist der Grundsatz, an den man sich halten sollte. Gott liebt diejenigen, die nach der Wahrheit streben und Seinen Willen befolgen können; das sind auch die Menschen, die wir lieben sollten. Diejenigen, die Gottes Willen nicht befolgen können, die Gott hassen und gegen Gott aufbegehren – diese Menschen werden von Gott verabscheut, und wir sollten sie auch verabscheuen. Das ist es, was Gott von den Menschen verlangt. Wenn deine Eltern nicht an Gott glauben, wenn sie sehr wohl wissen, dass der Glaube an Gott der richtige Weg ist und dass er zur Rettung führen kann, und sie dafür nicht nur unempfänglich sind, sondern Gottgläubige auch richten und verurteilen, dann sind sie zweifellos Menschen, die der Wahrheit abgeneigt sind und sie hassen, und zweifellos Menschen, die sich Gott widersetzen und Gott hassen – und Gott verabscheut und hasst sie natürlich. Könntest du solche Eltern verabscheuen? Sie stellen sich gegen Gott und verunglimpfen Ihn – und sind somit mit Sicherheit Dämonen und Satane. Könntest du sie verabscheuen und verfluchen? Das sind alles praktische Fragen. Wenn deine Eltern dich davon abhalten, an Gott zu glauben, wie solltest du sie dann behandeln? Du solltest dich an Gottes Anforderung halten: Liebe das, was Gott liebt, und hasse das, was Gott hasst. Der Herr Jesus sagte während des Zeitalters der Gnade: ‚Wer ist Meine Mutter, und wer sind Meine Brüder?‘ ‚Wer dem Willen Meines Vaters im Himmel folgt, der ist Mein Bruder, Schwester und Mutter.‘ Diese Worte gab es bereits damals im Zeitalter der Gnade und jetzt sind die Worte Gottes sogar noch klarer: ‚Liebe das, was Gott liebt, und hasse das, was Gott hasst.‘ Diese Worte bringen es auf den Punkt, doch die Menschen sind oft nicht imstande, deren wahre Bedeutung zu begreifen. Wenn jemand Gott leugnet und sich Ihm widersetzt und von Gott verflucht wurde, aber ein Elternteil oder Verwandter von dir ist und er, soweit du das beurteilen kannst, keine böse Person zu sein scheint, und er dich gut behandelt, dann könnte es sein, dass du dich nicht dazu überwinden kannst, diese Person zu hassen, und sogar in engem Kontakt mit ihr bleibst, ohne dass sich eure Beziehung ändert. Zu erfahren, dass Gott solche Menschen hasst, wird dich belasten, und du kannst dich nicht auf Gottes Seite stellen und sie erbarmungslos ablehnen. Du stehst immer unter der Einschränkung deiner Gefühle und kannst dich nicht vollständig von ihnen lösen. Woran liegt das? Es liegt daran, dass deine Gefühle zu stark sind und dich daran hindern, die Wahrheit zu praktizieren. Diese Person ist gut zu dir, also kannst du es nicht über dich bringen, sie zu hassen. Du könntest sie nur hassen, wenn sie dir Schaden zugefügt hätte. Wäre dieser Hass im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen? Außerdem wirst du von traditionellen Auffassungen beeinflusst: Da es sich bei dieser Person um einen Elternteil oder Verwandten handelt, glaubst du, die Gesellschaft würde dich verachten und die öffentliche Meinung verurteilen, und man würde dich als ein undankbares Kind und gewissenlos verdammen, ja sogar als unmenschlich, solltest du diese Person hassen. Du glaubst, du würdest göttliche Verurteilung und Strafe erleiden. Selbst wenn du sie hassen möchtest, lässt es dein Gewissen nicht zu. Warum macht dein Gewissen so etwas? Es liegt daran, dass seit deiner Kindheit der Keim für eine gewisse Denkweise in deinem Kopf eingepflanzt wurde – durch das, was dir von deiner Familie weitergegeben wurde, durch die Erziehung deiner Eltern und durch die Indoktrination der traditionellen Kultur. Diese Denkweise ist tief in deinem Herzen verankert und lässt dich fälschlicherweise glauben, die Kindespflicht sei vollkommen normal und gerechtfertigt und bei allem, was dir von deinen Vorfahren weitergegeben wurde, handele es sich immer um gute Dinge. Da du es zuerst gelernt hast, bleibt es dominant und wird zu einem großen Stolperstein und einer Störung in deinem Glauben und deiner Akzeptanz der Wahrheit, was dazu führt, dass du nicht in der Lage bist, die Worte Gottes in die Praxis umzusetzen und zu lieben, was Gott liebt, und zu hassen, was Gott hasst. … Sagt Mir, ist der Mensch nicht bemitleidenswert? Bedarf er nicht der Rettung Gottes? Es gibt Menschen, die glauben seit vielen Jahren an Gott, haben die Sache mit der Kindespflicht jedoch immer noch nicht durchschaut. Sie verstehen die Wahrheit wirklich nicht(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). Aus Gottes Wort verstand ich schließlich, dass durch den allgegenwärtigen Einfluss der traditionellen Kultur der Grundsatz „Die Eltern zu ehren ist eine Tugend, die es über alles zu erheben gilt“ zu meinem Verhaltenskodex geworden war. Ich dachte, die Eltern zu ehren sei das Wichtigste, und dass ich nicht menschlich wäre, wenn ich mich nicht daran halten würde. Als ich an meine Kindheit zurückdachte, wurde mir klar, dass meine Mutter sehr gelitten hatte und dass es für sie nicht einfach gewesen sein konnte, also nahm ich mir vor, auf sie zu hören und sie nicht zu verletzen. Meine Mutter hatte so viel Leid auf sich genommen, um mich großzuziehen, und wenn ich sie nicht ehren oder ihr gehorchen konnte, dann war ich undankbar und gewissenlos. Also beschloss ich, fleißig zu lernen und etwas aus mir zu machen, damit meine Mutter ein gutes Leben führen konnte. Ich tat alles, was sie sagte, um sie nicht zu verletzen. Nachdem ich Gottes Werk in den letzten Tagen angenommen hatte, verstand ich, dass es wertvoll und sinnvoll war, seine Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben. Aber als meine Mutter weinend flehte, ich solle weiter zur Fachhochschule gehen, gab ich nach. Ich wollte gleichzeitig die Hoffnungen meiner Mutter zufriedenstellen und meine Pflicht tun, um Gott zufriedenzustellen, aber ich schaffte es nicht. Ich war tief in der Vorstellung gefangen, dass „die Eltern zu ehren eine Tugend ist, die es über alles zu erheben gilt“. Gott verlangt von uns, dass wir lieben, was Er liebt, und hassen, was Er hasst. Das sind Gottes Anforderungen an uns, und es sind Grundsätze, an die ich mich halten sollte. Wenn meine Eltern wirklich an Gott glauben, sollte ich sie lieben und wie Brüder und Schwestern behandeln. Aber wenn sie nicht an Gott glauben, mich verfolgen oder meinen Glauben behindern, dann sind sie der Wahrheit abgeneigt und hassen sie, stehen also im Widerspruch zu Gott, und ich sollte nicht blindlings tun, was sie sagen. Meine Mutter glaubte an Gott, strebte aber nicht nach der Wahrheit und hielt mich davon ab, meine Pflicht zu tun. Sie war schlichtweg eine Ungläubige und eine Feindin Gottes. Früher hatte ich kein Urteilsvermögen und dachte, als ihr Kind sollte ich meine Eltern ehren und immer auf sie hören, denn das bedeute, Menschlichkeit und ein Gewissen zu haben. Erst da erkannte ich, dass diese irrige Ansicht nicht mit der Wahrheit übereinstimmte. Seine Eltern zu ehren, sollte nach Grundsätzen geschehen und nicht nur blinder Gehorsam sein – das ist der Grundsatz der Praxis.

Später las ich in Gottes Wort, das besagte: „Jetzt solltest du deutlich sehen, welchen Weg Petrus genau einschlug. Wenn du den Weg des Petrus klar erkennen kannst, dann wirst du dir des Werkes gewiss sein, das heute getan wird. Dann wirst du dich nicht beschweren oder negativ sein, oder dich nach irgendetwas sehnen. Du solltest den damaligen Gemütszustand von Petrus erfahren: Er war von Kummer erfüllt, er bat nicht mehr um bestimmte Zukunftsaussichten oder um irgendwelche Segnungen, und er strebte nicht nach weltlichem Ruhm, Gewinn, Glück, Vermögen oder Status; er strebte nur danach, das bedeutungsvollste Leben auszuleben, was beinhaltete, Gottes Liebe zu vergelten und das, was er für absolut am kostbarsten hielt, Gott zu widmen. Dann wäre er in seinem Herzen zufrieden. … Während der Qual seiner Prüfung erschien Jesus ihm erneut und sagte: ‚Petrus, Ich will dich vervollkommnen, damit du zu einem Stück Frucht wirst, eine, die die Kristallisierung Meiner Vervollkommnung von dir ist, und die Ich genießen werde. Kannst du wirklich für Mich Zeugnis ablegen? Hast du getan, worum Ich dich bat? Hast du die Worte ausgelebt, die Ich gesprochen habe? Du liebtest Mich einst, aber obgleich du Mich liebtest, hast du Mich ausgelebt? Was hast du für Mich getan? Du erkennst, dass du Meiner Liebe unwürdig bist, aber was hast du für Mich getan?‘ Petrus sah, dass er nichts für Jesus getan hatte, und erinnerte sich an seinen früheren Schwur, sein Leben für Gott hinzugeben. Und so beklagte er sich nicht mehr, und seine Gebete wurden danach viel besser(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie Petrus Jesus kennenlernte). Das fragte der Herr Jesus Petrus, aber es fühlte sich an, als würde Gott mir dieselbe Frage stellen. Ich fragte mich: „Was habe ich für Gott getan? Petrus war in der Lage, alles aufzugeben, um dem Herrn zu folgen. Aber ich? Gott hat mir mein Leben geschenkt, aber was habe ich für Ihn getan?“ Ich hatte absolut nichts für Ihn getan. Alles, woran ich je gedacht hatte, waren meine Eltern und meine Zukunft. Ich war sogar bereit gewesen, all meine Zeit und Energie darauf zu verwenden, zu studieren und Geld zu verdienen, um ihre Güte zu erwidern. Wenn ich ihren Erwartungen nicht gerecht werden konnte, hätte ich das Gefühl gehabt, sie im Stich gelassen zu haben, und wäre von Schuldgefühlen geplagt worden. Aber ich hatte meine Pflicht als geschaffenes Wesen nicht getan, und doch hatte ich nicht das Gefühl, Gott im Stich gelassen zu haben. Ich hatte wirklich kein Gewissen! Ich dachte über Petrus’ Erfahrung nach. Obwohl seine Eltern sich ihm in den Weg stellten, kümmerte er sich nicht um ihren Widerstand und gab alles auf, um dem Herrn Jesus zu folgen. Er war wirklich ein Mensch mit Gewissen und Vernunft. Wir sind von Gott geschaffen, also ist es vollkommen natürlich und gerechtfertigt, dass wir an Ihn glauben und Ihn anbeten. Gott hat mich erwählt und vor Sich gebracht und mir die Chance gegeben, errettet zu werden. Gottes Liebe ist wahrhaft groß! Ich musste Gottes Liebe erwidern und alles aufgeben, um Gott zu folgen, genau wie Petrus. Danach las ich noch ein paar weitere Abschnitte aus Gottes Wort, die mich noch mehr inspirierten. Gott sagt: „Erwacht, Brüder! Erwacht, Schwestern! Mein Tag wird sich nicht verzögern; Zeit ist Leben, und verlorene Zeit zurückzugewinnen bedeutet, Leben zu retten! Die Zeit ist nicht mehr fern! Wenn ihr die Aufnahmeprüfung für die Hochschule nicht besteht, könnt ihr immer wieder dafür büffeln. Doch Mein Tag lässt nicht weiter auf sich warten. Denkt daran! Denkt daran! Dies sind Meine freundlichen Worte der Ermahnung. Das Ende der Welt hat sich vor euren Augen abgespielt, und die großen Katastrophen werden bald eintreffen. Was ist wichtiger: euer Leben oder euer Schlaf, euer Essen und Trinken und eure Kleidung? Die Zeit ist gekommen, das abzuwägen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 30). „Bleibt wachsam! Bleibt wachsam! Verlorene Zeit wird nie zurückkommen – merkt euch das! Es gibt keine Medizin auf der Welt, die Reue heilt! Was also könnte Ich euch sonst noch sagen? Ist Mein Wort es nicht wert, dass ihr sorgfältig und mehrfach darüber nachdenkt?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 30). Jedes Wort Gottes traf mich mitten ins Herz. Die Zeit rinnt davon. Die Katastrophen werden immer größer, und die Länder der Welt sind im Aufruhr. Die Tage sind gezählt, und das Streben nach der Wahrheit ist entscheidend. Wenn ich nicht mit Gottes Werk Schritt hielte und stattdessen fleischlichen Dingen nachjagte, mich auf Dinge wie mein Studium, meine Zukunft und meine Familie konzentrierte, dann wäre es zu spät, nach der Wahrheit zu streben, wenn Gottes Werk beendet ist. Ohne die Wahrheit würde ich in den Katastrophen umkommen und bestraft werden, und jede Reue käme zu spät. Gottes Errettung war wieder zu mir gekommen, und ich musste diese Gelegenheit ergreifen, mein Bestes geben, um nach der Wahrheit zu streben und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, um Gottes Liebe zu erwidern.

Als ich mich entschlossen hatte, die Fachhochschule zu verlassen, sagte ich zu meiner Mutter: „Mama, ich gehe nicht mehr zur Fachhochschule. Ich werde meine Meinung nicht ändern, egal, was irgendjemand sagt. Ich wähle meinen eigenen Weg, und ich hoffe, du kannst das respektieren.“ Sie sagte: „Deine Tante hat schon gesagt, dass sie dir, sobald du deinen Abschluss hast, eine Arbeit besorgen wird. Danach wird sie dir einen festen Freund suchen, und du kannst ein glückliches Leben führen.“ Aber die Worte meiner Mutter konnten mich nicht mehr überzeugen, denn ich verstand jetzt, dass die Art, wie sie mich behandelte, nicht auf wahrer Liebe beruhte. Sie dachte nur an meine unmittelbaren Interessen, nicht an mein Leben oder meinen zukünftigen Bestimmungsort. Dann erinnerte ich mich an einen Abschnitt aus Gottes Wort: „Sag Mir, von wem stammen alle Dinge, die mit einem Menschen zu tun haben? Wer trägt die größte Last für sein Leben? (Gott.) Es ist Gott allein, Der die Menschen am meisten liebt. Lieben die Eltern und Verwandten der Leute sie denn wirklich? Ist die Liebe, die sie geben, wahre Liebe? Kann sie die Menschen vor dem Einfluss Satans bewahren? Nein, das kann sie nicht. Die Menschen sind taub und stumpfsinnig, können diese Dinge nicht klar erkennen und sagen immer: ‚Ich kann einfach nicht spüren, wie Gott mich liebt. Und außerdem sind es meine Mutter und mein Vater, die mich am meisten lieben. Sie bezahlen mein Studium und lassen mich technische Fertigkeiten lernen, damit ich etwas aus mir machen kann, wenn ich erwachsen bin, damit ich andere übertreffen und ein Star, eine Berühmtheit werden kann. Meine Eltern geben so viel Geld aus, um mich zu fördern und mich bei meiner Schulbildung zu unterstützen, und sie knausern und sparen beim Essen. Ist das nicht eine enorm große Liebe? Ich kann ihnen das niemals vergelten!‘ Glaubt ihr, dass das Liebe ist? Welche Folgen hat es, wenn dich deine Eltern dazu antreiben, dass du andere übertriffst, zu einer Berühmtheit dort draußen in der Welt wirst, einen guten Job hast und dich in die Welt einfügst? Sie bringen dich unnachgiebig dazu, zu versuchen, andere zu übertreffen, deiner Familie Ehre zu verschaffen und dich in die bösen Trends der Welt zu integrieren. Dadurch gerätst du in den Strudel der Sünde, erleidest Verdammnis, gehst zugrunde und wirst von Satan verschlungen. Ist das Liebe? Das ist keine Liebe zu dir, das schadet dir, ruiniert dich(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um die Wahrheit zu erlangen, muss man Lektionen von den Menschen, Ereignissen und Dingen um sich herum lernen). Obwohl es so aussah, als täte meine Mutter alles nur zu meinem Besten, sich bei Essen und Kleidung einschränkte und sich für meine Ausbildung abrackerte, ahnte sie nicht, dass in dem, was ich lernte, satanische Gifte und Trugschlüsse steckten, die mich immer weiter von Gott entfernen und Seine Existenz leugnen lassen würden. Atheistische Vorstellungen, die in der Schule gelehrt wurden, wie „Es hat noch nie einen Erretter gegeben“, „Der Mensch kann sich mit seinen eigenen Händen eine schöne Heimat schaffen“, „Man muss die größten Mühsale erdulden, um der Größte zu werden“ und „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“, bringen uns dazu, nach unseren Idealvorstellungen zu streben und zu versuchen, uns von der Masse abzuheben, um anderen vorauszukommen. Die Menschen leben nach diesen Vorstellungen und Ansichten und versuchen, sich von Gottes Herrschaft loszureißen und ihr Schicksal mit eigenen Händen zu ändern. So widersetzen sie sich Gott am Ende immer mehr und leugnen Ihn immer mehr, wodurch sie ihre Chance auf Errettung verlieren. Das ist der böse Weg Satans. Das Streben nach diesen Dingen konnte mich nur weiter von Gott entfernen und mich der Verdorbenheit und dem Unheil Satans ausliefern. Es würde mich geradewegs in die Hölle stoßen! An diesem Punkt erkannte ich klar, dass die Liebe meiner Eltern keine wahre Liebe war und dass nur Gottes Liebe wahre Liebe ist. Das Streben danach, sich hervorzutun und der Familie Ehre zu machen, ist nicht der richtige Weg im Leben. Nur das Streben nach der Wahrheit und das Tun der Pflicht eines geschaffenen Wesens ist der richtige Weg im Leben, der zu Gottes Schutz führt und einen die großen Katastrophen überleben lässt. Als ich das alles verstanden hatte, beschloss ich, die Fachhochschule zu verlassen und mich einer Pflicht für Gott zu widmen. Also sagte ich zu meiner Mutter: „Mama, du willst immer, dass ich studiere, eine gute Arbeit und einen guten Mann finde und den gesellschaftlichen Trends folge, aber kannst du garantieren, dass ich so in Zukunft glücklich sein werde? Dass ich ein gutes Schicksal haben werde? Niemand kann das! Mama, das Richtigste, was du in deinem Leben getan hast, war, uns das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage zu predigen und mich auf den richtigen Weg zu führen.“ Meine Mutter schwieg einen Moment und sagte dann: „Pass auf dich auf. Lass von dir hören.“ Danach beantragte ich an der Fachhochschule meine Exmatrikulation. In dem Moment, als ich die Fachhochschule verließ, war ich wahrhaft frei. Ich war nicht länger durch mein Studium oder meine Familie eingeschränkt und konnte endlich meine Pflicht in der Kirche tun.

Das alles ist schon einige Jahre her, aber jedes Mal, wenn ich daran denke, bin ich so dankbar. Es war Gottes schrittweise Führung, die es mir ermöglichte, zwischen meiner Pflicht und meinem Studium die richtige Wahl zu treffen und den richtigen Weg im Leben zu gehen. Ich spürte wahrhaftig Gottes Liebe und Seine mühevollen und gewissenhaften Absichten. Ich bin nun in der Lage, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, und mein Leben ist nicht vergebens. Ich bin von Herzen glücklich.

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64. Arroganz kommt vor dem Fall

Von Xinjie, ChinaDer Allmächtige Gott sagt: „Arroganz ist die Wurzel der verdorbenen menschlichen Disposition. Je arroganter die Menschen...

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