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Wie ich zum Allmächtigen Gott zurückkehrte

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40. Gott ist an meiner Seite

Von Guozi, USA

Ich wurde in eine christliche Familie hineingeboren und als ich ein Jahr alt war, nahm meine Mutter das Werk des wiedergekehrten Herrn Jesu, des Allmächtigen Gottes, an, obwohl meine Großmutter strikt dagegen war. Ich erinnere mich, wie meine Großmutter, als ich klein war, oft zu mir sagte: „Wenn es dir nicht gut geht oder du deine Hausaufgaben nicht machen kannst, bete einfach zum Herrn Jesus. Er wird dir Intelligenz und Weisheit geben, und Er wird dich beschützen.“ Meine Mutter dagegen sagte oft zu mir: „Gott schuf die Welt und Er schuf die Menschheit. Er ist immer mit uns. Vergiss nicht, zum Allmächtigen Gott zu beten, wenn du auf ein Problem stößt. Er wird über dich wachen und dich beschützen.“ Diese beiden verschiedenen Stimmen bekam ich oft zu hören. Einmal fragte ich meine Mutter unsicher: „Oma will, dass ich zum Herrn Jesus bete, und du willst, dass ich zum Allmächtigen Gott bete. Auf wen soll ich hören?“ Sie sagte: „Weißt du, der Herr Jesus und der Allmächtige Gott sind derselbe Gott. Nur das Zeitalter ist ein anderes und die Namen, die Gott annimmt, unterscheiden sich und auch das Werk, das Er vollbringt, ist ein anderes. Der Herr Jesus vollbrachte das Werk im Zeitalter der Gnade und der Allmächtige Gott vollbringt das Werk im Zeitalter des Königreichs. Mit jedem Zeitalter ändert Er Seine Art zu wirken, und Er ändert auch Seinen Namen. Doch wie sich Sein Name und Sein Werk auch ändern mögen, Sein Wesen ändert sich nicht. Heute trägst du zum Beispiel Rot, wenn du in die Schule gehst, und morgen trägst du Blau, um ins Restaurant zu gehen – obwohl du anders angezogen bist und an verschiedenen Orten verschiedene Dinge tust, bist du immer noch du. Wenn aber Gottes neues Zeitalter kommt, müssen wir mit Seinem neuen Werk Schritt halten. Deshalb sollten wir jetzt zum Allmächtigen Gott beten.“ Obwohl ich mir die Erklärung meiner Mutter anhörte, war ich immer noch sehr verwirrt und hegte weiterhin leisen Zweifel gegenüber dem neuen Werk des Allmächtigen Gottes.

Im August 2014 kam ich in die USA, um im Ausland zu studieren. Meine Mutter kam nach einigen Monaten auch und nahm Kontakt zur Kirche des Allmächtigen Gottes in den USA auf. Von dieser Zeit an begann ich ganz allmählich die Existenz des Allmächtigen Gottes wahrzunehmen. Als ich gerade zu meinem Studium in den USA eingetroffen war, fiel es mir sehr schwer, mich an das Leben dort anzupassen, besonders daran, allein bei jemand anderem zu Hause zu leben. Ich bin sehr schüchtern und hatte daher Angst davor, allein zu schlafen. Meine Mutter sagte zu mir: „Wir müssen daran glauben, dass Gottes Autorität einzigartig ist. Auch Satan und die Dämonen sind unter Seiner Autorität, bete also einfach zu Gott, wenn du nachts Angst hast. Solange du Gott in deinem Herzen hast, kann Satan dir nicht nahekommen.“ Jedes Mal, wenn ich dem gemeinschaftlichen Austausch meiner Mutter zuhörte, verspürte ich mehr Frieden und Gelassenheit.

Im Dezember 2015 begann ich, an Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teilzunehmen, doch da ich nach wie vor von Glaubensangelegenheiten nicht viel verstand, musste ich mich ziemlich oft dazu zwingen. Erst später, nachdem ich zwei Vorfälle erlebt hatte, begann ich, Gottes wahre Existenz praktisch zu schätzen, und erst danach konnte ich auf tiefstem Herzen bekräftigen, dass der Allmächtige Gott der eine wahre Gott ist, und dass Er immer an meiner Seite ist …

Es war an einem Freitagnachmittag. Ich hatte nur noch eine Stunde Kunstunterricht vor mir, bevor die Schule für diesen Tag zu Ende war und ich nach Hause gehen konnte. Plötzlich sagte eine Klassenkameradin zu mir: „Komm, wir schwänzen die letzte Stunde und fahren in die Stadt, essen was und schauen uns die Schaufenster an. Ich habe von einem neuen Fischrestaurant gehört, das echt gut sein soll.“ Das war sehr verlockend – ich hatte nicht zu Mittag gegessen und hatte großen Hunger. Mein Magen knurrte, als ob er mich dazu antreiben wollte, schnell zum Fischrestaurant zu fahren. Doch noch zögerte ich. „Ich habe noch nie die Schule geschwänzt“, dachte ich, „Und wenn sie mich erwischen?“ Doch dann dachte ich: „Xiaoli aus unserer Klasse schwänzt sogar wichtige Fächer und hat das so oft getan, ohne erwischt zu werden, dann werden sie mich auch nicht erwischen.“ Also sagte ich zu meiner Klassenkameradin, dass ich mit ihr gehen würde, und bat meinen Kunstlehrer, meine Abwesenheit zu entschuldigen. Ich sagte, ich müsse am Nachmittag zum Arzt und müsse früher gehen. Dann nahmen meine Klassenkameradin und ich ein Taxi in die Stadt, um an den Schaufenstern entlang zu bummeln und essen zu gehen, und ich kam an diesem Abend erst um acht oder neun Uhr nach Hause. Als ich nach Hause kam, bekam ich eine E-Mail von einem Lehrer, der für internationale Schüler verantwortlich war. Er bat mich, ein Attest über meinen Arztbesuch zu bringen, wenn ich zurück zur Schule käme. Darüber geriet ich in Panik und diskutierte es eilig mit meinen Klassenkameradinnen. Eine sagte: „Du musst dem Lehrer keinen Nachweis geben. Das ist privat.“ Was sie sagte, kam mir richtig vor, doch da ich in dieser Angelegenheit im Unrecht war, schämte ich mich, empört für meine Sache zu argumentieren. Daher bat ich meine Vermieterin, mir zu helfen, einen Ausweg zu finden. Sie sagte, ich solle zum Verantwortlichen gehen und meine Schuld eingestehen. Nachdem ich ihr zugehört hatte, war mein Hals wie zugeschnürt – ich wusste nicht, ob ich meinen Fehler zugeben oder mit meiner Unehrlichkeit weitermachen sollte. In dieser Nacht wälzte ich mich im Bett umher und konnte nicht schlafen. Ich wollte meine Schuld eingestehen, hatte aber Angst vor dem, was meine Lehrer und Klassenkameraden von mir denken würden, und dass der positive Eindruck, den ich für gewöhnlich erweckte, in einem Augenblick zerstört würde. In meinem Schmerz kam ich vor Gott, um zu beten und zu suchen. Dann las ich die folgende Textstelle von Gottes Worten: „Aber betrügerische Menschen verlassen sich nur auf ihre eigene Philosophie, ihre eigenen Dinge und Wesensart, um zu leben. Sie sind nicht wie diejenigen, die ehrlich sind; sie müssen bei allem was sie tun vorsichtig sein, damit andere nichts gegen sie in der Hand haben, sie müssen ihre eigenen Mittel verwenden, ihre eigene betrügerische und verwerfliche Manipulation, um in allem was sie tun, ihr wahres Gesicht zu schützen und zu verbergen. Früher oder später werden sie ihr wahres Gesicht zeigen, und wenn sie es tun, versuchen sie, die Dinge umzudrehen. Wenn sie versuchen, etwas zu sagen, um die Dinge umzudrehen, gibt es Zeiten, in denen das nicht so leicht ist, und wenn sie es nicht können, fangen sie an, ängstlich zu werden. Sie fürchten, dass andere sie durchschauen werden; wenn das geschieht, fühlen sie, dass sie sich selbst beschämt haben, und wenn sie sich schämen, müssen sie sich Wege ausdenken, um etwas zu sagen, um die Situation zu retten. … In ihren Köpfen müssen sie immer darüber nachdenken, wie sie es verhindern können, dass du sie missverstehst, wie sie dich dazu bringen, dem zuzuhören, was sie sagen, und das, was sie tun, auf eine Weise zu beachten, die die Ziele ihrer Beweggründe erreicht. Und so lassen sie es sich immer wieder durch den Kopf gehen: Wenn sie nachts nicht schlafen können, denken sie darüber nach; tagsüber, wenn sie nicht essen können, denken sie darüber nach; bei Diskussionen mit anderen überlegen sie hin und her. Sie setzen immer eine Fassade auf, damit du nicht denkst, sie wären so, damit du denkst, sie seien gut, oder dass es nicht das ist, was sie meinten“ („Die grundlegendste Praxis, eine ehrliche Person zu sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Wort für Wort entblößten Gottes Worte meine tiefsten Gedanken, als hätte plötzlich ein Licht die dunkle Seite meines Herzens beschienen, das erhellt wurde und mich mit einem schrecklichen Schamgefühl und ohne Möglichkeit, mich irgendwo zu verstecken, zurückließ. „Es stimmt!“, dachte ich, „Ich hatte die Schule geschwänzt und gelogen, und nicht genug damit, dass ich danach nicht die Initiative ergriffen und meinen Fehler zugegeben hatte, ich hatte mir auch noch den Kopf darüber zerbrochen, wie ich meine Lüge vertuschen und die Wahrheit vertuschen könnte. Ich verspürte nicht die geringste Schuld oder Reue. Ich dachte sogar, dass der Lehrer, der die Verantwortung für die internationalen Schüler hat, sich um seinen eigenen Kram kümmern sollte. Ach! Ein solches Verhalten ist Gott gegenüber aufrührerisch und es widert Gott an! Kein einziger meiner Gedanken und keine einzige meiner Taten stehen auch nur im Entferntesten im Einklang mit Gottes Anforderungen – so benimmt sich ein Gottesgläubiger nicht! Nein, ich darf meine Probleme nicht so lösen, wie Ungläubige es tun. Ich muss vor Gott bereuen und im Einklang mit Seinen Anforderungen handeln. Ich muss ehrlich sprechen und ein ehrlicher Mensch sein.“

Am nächsten Schultag ging ich also zum Lehrer und gab zu, dass ich falsch gehandelt hatte, als ich die Schulstunde geschwänzt hatte. Ich war geschockt, als der verantwortliche Lehrer mich überhaupt nicht tadelte, sondern stattdessen sagte, dass ich sehr ehrlich sei und dass es gut sei, Fehler zugeben zu können! Doch das Schwänzen musste trotzdem bestraft werden, also ließ der Lehrer mich nach Schulschluss eine Schulstunde lang nachsitzen, damit ich darüber nachdenken konnte, was ich getan hatte. Obwohl ich eine sehr geringe Strafe dafür erhalten hatte, dass ich geschwänzt und gelogen hatte, spürte ich, dass es Gott war, der mich beschützte. Später hielt ich bei einer Versammlung mit meiner Kirchenschwester über diesen Vorfall Gemeinschaft. Nachdem sie sich meine Darstellung angehört hatte, las sie mir diese Textstelle aus Gottes Worten vor: „Wenn du an Gottes Herrschaft glaubst, dann musst du glauben, dass die Dinge, die jeden Tag geschehen, seien sie gut oder schlecht, nicht zufällige Begebenheiten sind. Es ist nicht so, dass jemand absichtlich hart mit dir ins Gericht geht oder es auf dich abgesehen hat; es wird genau genommen alles von Gott bewirkt. Wofür orchestriert Gott diese Dinge? Nicht um deine Unzulänglichkeiten zu offenbaren oder um dich zu enthüllen; dich zu enthüllen ist nicht das Endziel. Das Endziel ist, dich zu vervollkommnen und dich zu retten. Wie macht Gott das? Zunächst einmal macht Er dir deine eigene verderbte Gesinnung, deine Natur und dein Wesen, deine Unzulänglichkeiten und was dir fehlt bewusst. Nur indem du diese Dinge kennst und sie in deinem Herzen verstehst, kannst du der Wahrheit nachgehen und allmählich deine verderbte Gesinnung ablegen. Das ist Gott, der dir eine Gelegenheit bietet“ („Um die Wahrheit zu erlangen, musst du von den Menschen, Belangen und Dingen um dich herum lernen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Durch den gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte verstand ich, weshalb meinen Klassenkameraden nichts passiert war, obwohl sie so oft geschwänzt hatten, ich aber beim allerersten Mal vom Lehrer erwischt wurde: Das war in der Tat Gottes Souveränität. Gott hatte in der Praxis eine Umgebung geschaffen, um mich zu entlarven, mich zu züchtigen und mich zu disziplinieren; dies geschah, damit ich meine satanische Natur verstehen und meine verdorbene Disposition von Lüge und Schwindel erkennen und dadurch nach der Wahrheit streben, ein ehrlicher Mensch sein und das Abbild eines Menschen ausleben konnte. Das war Gott, der mich liebte und rettete! Früher hatten mich alle gelobt, dass ich ein gutes Kind sei, und ich dachte auch immer, dass das der Fall sei. Doch durch die Offenbarung der Tatsachen und durch das Urteil und die Entlarvung durch Gottes Worte erkannte ich endlich die Verworfenheit und Verlogenheit meiner eigenen Natur. Ich war dazu in der Lage, ungeniert zu lügen und zu betrügen, und meine geistliche Größe war wirklich gering. Immer und überall war ich dazu imstande, den Ungläubigen zu folgen, in meinen verdorbenen Dispositionen zu leben und dadurch Schande über Gottes Namen zu bringen. Der Lehrer ließ mich nachsitzen – obwohl ich ein wenig am Fleisch litt, ließ mich das diese Lektion nicht vergessen, und ich würde in Zukunft nie wieder lügen oder betrügen. Wenn ich dieses Mal mit dem Schuleschwänzen davongekommen wäre, hätte ich es wieder tun wollen, wenn ich später mit Prüfungen und Versuchungen konfrontiert worden wäre. Dann hätte ich nur wieder und wieder gelogen, wäre immer aalglatter und verschlagener geworden und wäre am Ende vollständig von Satan verschleppt worden. Dann hätte Gott mich nicht einmal mehr anerkennen können, denn Er liebt und rettet ehrliche Menschen und hasst und beseitigt betrügerische Menschen. In diesem Moment erkannte ich endlich klar, welch großen Schaden Lügen verursacht und ich erkannte auch, wie entscheidend, wie wichtig es ist, ein ehrlicher Mensch zu sein!

Kurz darauf hatten wir eine Matheprüfung. Als ich am Abend zuvor den Stoff wiederholte, bemerkte ich, dass es noch viele Themenbereiche gab, die ich nicht beherrschte. Da die Prüfung schon am nächsten Tag war, wurde ich sehr nervös. Die Noten dieses Halbjahres waren die wichtigsten, um sich in die Universität einschreiben zu dürfen, daher würden die Noten dieses Jahres besonders begutachtet werden, und wenn ich in Mathe durchfallen würde, wäre die ganze harte Arbeit der letzten Jahre vergebens gewesen. Je länger ich darüber nachdachte, desto gestresster wurde ich. Am nächsten Tag bemerkte ich buchstäblich Minuten vor der Prüfung plötzlich, dass ich das Heft vergessen hatte, in das ich alle Formeln geschrieben hatte. Ich stürzte in ein völliges Durcheinander. Ich hatte heimlich viele Beispielfragen in das Heft geschrieben, doch jetzt, wo es verschwunden war, war ich mir sicher, dass ich durch die Prüfung fallen würde. In der letzten Hoffnung, dass ich es irgendwo auf den Boden hatte fallen lassen, sah ich mich überall um. Gerade als ich nach links und nach rechts schaute, erspähte ich die Antworten auf dem Prüfungsbogen des Schülers neben mir. Ich freute mich über diesen glücklichen Zufall und mir war, als sähe ich plötzlich einen Hoffnungsschimmer. Ich warf einen verstohlenen Blick auf den Lehrer und sah, dass er vor dem Computer in seine Arbeit vertieft war. Dann ging ich schnell alle Fragen der Matheprüfung durch und tippte danach den Schüler neben mir an und gab ihm ein Zeichen, unsere Antworten zu vergleichen – in Wirklichkeit wollte ich aber seine Antworten auf meinen Prüfungsbogen abschreiben. Die ganze Zeit über saß ich wie auf glühenden Kohlen, während ich so verstohlen durch die gesamte Matheprüfung ging.

Ich dachte, ich hätte endlich das Fach erledigt, in dem ich mich am wenigsten hervortat, und plante, meine Ferien zu genießen, die bald beginnen würden. Zu meinem großen Erstaunen hielt die Schule jedoch wenige Tage später ein Treffen für Eltern und Erziehungsberechtigte ab. Meine Vermieterin nahm an meiner Stelle teil, um mein Zeugnis abzuholen. Sie sagte, ich habe in allen Fächern gute Noten, doch meine Mathenote war nicht eingetragen worden, da die Schule den Verdacht hatte, dass es Probleme mit der akademischen Integrität geben könnte. Als ich das hörte, rutschte mir augenblicklich das Herz in die Hose – ich war beunruhigt und nervös und wusste nicht, was ich tun sollte. Immer wieder sagte ich mir: „Ein Problem mit der akademischen Integrität? Haben sie etwa herausgefunden, dass ich die Antworten von meinem Klassenkameraden abgeschrieben habe? Und wenn es so ist, was soll ich dann machen? Ein Plagiat ist ein sehr ernsthaftes Problem, das sogar meine Chancen beeinträchtigen könnte, in der Universität aufgenommen zu werden. Doch bis jetzt hat die Schule nur einen Verdacht, es gibt also noch Hoffnung für mich. Alles wird gut, solange ich eine verständliche Erklärung geben kann, doch wie soll ich das erklären? Ich habe wirklich ein Plagiat begangen. Vielleicht sollte ich es einfach zugeben?“ Ich überlegte lange hin und her. Meine Klassenkameraden rieten mir, es niemals und unter keinen Umständen zuzugeben, doch mir wollte einfach keine Ausrede einfallen, mit der ich mich durchschummeln konnte. Dann aber dachte ich: „So sollte ein Gottesgläubiger nicht handeln. Was in aller Welt werde ich nur tun?“ Zufällig fand an diesem Abend eine kirchliche Versammlung statt, also öffnete ich mich meinen Schwestern im gemeinschaftlichen Austausch über die Situation, in der ich mich befand. Eine meiner Schwestern ließ mich eine Textstelle aus Gottes Worten lesen: „Bis jetzt haben die Menschen einer Menge Predigten über die Wahrheit zugehört und haben viel von Gottes Werk erfahren. Doch unter den Beeinträchtigungen und Hindernissen vieler verschiedener Faktoren und Umstände können es die meisten Menschen nicht erreichen, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, und können es nicht erreichen, Gott zufriedenzustellen. Die Menschen sind zunehmend nachlässig, mit zunehmendem Mangel an Selbstvertrauen. … Der einzige Wunsch Gottes ist es, dem Menschen diese Wahrheiten zu geben, ihn mit Seinen Weg zu durchdringen und dann verschiedene Umstände zu veranlassen, um den Menschen auf verschiedene Weisen zu testen. Sein Ziel ist es, diese Worte, diese Wahrheiten und Sein Werk zu nehmen und ein Ergebnis herbeizuführen, in dem der Mensch Gott fürchten und das Böse meiden kann. Die meisten Menschen, die Ich gesehen habe, nehmen einfach Gottes Wort und betrachten es als Lehren, als Wörter, betrachten es als zu beachtende Vorschriften. Wenn sie Sachen angehen und sprechen oder mit Prüfungen konfrontiert werden, sehen sie Gottes Weg nicht als den Weg, den sie befolgen sollten. Dies trifft besonders dann zu, wenn Menschen mit größeren Prüfungen konfrontiert werden; Ich habe niemanden gesehen, der in die Richtung hin praktizierte, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden“ („Wie man Gottes Disposition und das Ergebnis Seines Werkes erkennt“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich spürte den Vorwurf in meinem Herzen, nachdem ich diese Worte gelesen hatte. Obwohl ich ein wenig von der Wahrheit verstand, ein ehrlicher Mensch zu sein, und erst vor Kurzem Gottes Züchtigung und Disziplinierung in dieser Hinsicht erfahren hatte, konnte ich die Wahrheit immer noch nicht in die Praxis umsetzen, sobald ich mit einer anderen Prüfung konfrontiert wurde. Ich wusste genau, dass Plagiate falsch waren, doch wegen meiner Noten vergaß ich glatt die Wahrheit Gottes, der von uns verlangte, ehrliche Menschen zu sein. Nicht genug damit, dass ich kein Zeugnis ablegte, ich hatte auch Gott Schande gemacht. In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen und überlegte lange hin und her. Schließlich beschloss ich, ein ehrlicher Mensch zu sein und nicht länger Schande über Gottes Namen zu bringen, um meine persönlichen Interessen zu wahren. Sobald ich diesen Entschluss gefasst hatte, sprang ich aus dem Bett, schaltete den Computer ein und schrieb eine Selbstkritik, in der ich mein Fehlverhalten gestand. Am nächsten Morgen ging ich sehr früh zur Schule und überreichte meinem Lehrer meine Selbstkritik, entschuldigte mich für mein Verhalten und versprach, dass ich mich in Zukunft nie wieder auf irgendwelche Betrügereien einlassen würde. Ich machte mich darauf gefasst, in Mathe eine Sechs zu bekommen und war bereit, jedwede Bestrafung zu akzeptieren, die die Schule mir auferlegen würde. Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dass der Lehrer sich dazu entschließen würde, mich die Prüfung noch einmal schreiben zu lassen. In diesem Augenblick konnte ich nicht anders als aus tiefstem Herzen meinen Dank und mein Lobpreis gegenüber Gott zu äußern: Dank sei Gott, dass Er sich meiner erbarmt! Dies führte mir vor Augen, dass Gott die Tiefen des menschlichen Herzens ergründet, und als ich meine persönlichen Interessen zurückstellte und die Wahrheit praktizierte, ein ehrlicher Mensch zu sein, eröffnete Gott mir einen Ausweg und brachte den Lehrer dazu, mir zu erlauben, die Prüfung zu wiederholen. Ich fühlte aufrichtig, dass Gott an meiner Seite war, dass Er jeden meiner Schritte beobachtete und die Menschen, Ereignisse, Dinge und Umgebungen um mich herum so einrichtete, dass ich persönlich Seine wahre Existenz erfahren konnte. Gottes Liebe zu mir ist so wahrhaftig!

Was dann geschah, war eine noch größere Überraschung: Einige Tage später wurde eine Schulversammlung abgehalten, um den Schülern Ehrenurkunden auszuhändigen, die in diesem Halbjahr nur Einsen geschrieben hatten. Als der Lehrer meinen Namen aufrief, dachte ich, es müsse ein Irrtum vorliegen. Erst als einige meiner Klassenkameraden mich ansprachen, wurde mir klar, dass ich tatsächlich eine Ehrenurkunde erhielt. Meine Klassenkameraden waren sehr überrascht und fragten sich, wie ich eine Ehrenurkunde bekommen konnte, nachdem ich in der Matheprüfung ein Plagiat begangen hatte. Im Stillen rief ich in meinem Herzen aus: „All das sind Gottes Taten! Ich weiß, dass diese Urkunde nicht für meine Noten ist, sondern dass Gott mich dafür belohnt, dass ich praktiziere ein ehrlicher Mensch zu sein.“ Das bestätigte mir noch mehr, dass Gott wahrhaftig jederzeit an meiner Seite ist und in jedem Moment über mich wacht. Alles, was Gott für mich einrichtet, löst sich immer zum Besten.

Jetzt genieße ich die Versammlungen und die Lektüre von Gottes Worten immer mehr. Obwohl ich weiterhin meine verderbten Dispositionen im Leben offenbare, kann ich immer mit meinen Schwestern Gemeinschaft halten und nach der Wahrheit von Gottes Worten streben, um meine Probleme zu lösen – ganz gleich, womit ich konfrontiert werde. Durch die gemeinsame Arbeit und das Zusammenwirken auf praktische Weise habe ich mehr und mehr Wahrheiten verstanden und ich setze sie mit immer größerer Kraft in die Praxis um. Ich spüre, dass Gott an meiner Seite ist und dass Er mich jederzeit durch verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge bloßstellen kann, und dass Er auch Seine Worte dazu verwendet, um mich zu führen und zu lenken, damit ich in die Wahrheit eintrete. Jetzt fühle ich, dass meine Beziehung zu Gott immer enger wird, und ich bin absolut sicher, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist und dass Er immer und überall der Gott ist, der an meiner Seite wacht und der für mich sorgt und mich beschützt!

 

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