100. Was ich während meiner Folter lernte
Am Morgen des 28. Juli 2007, als ich mit einigen Brüdern und Schwestern in einer Versammlung war, trat die Polizei die Tür des Hauses ein, in dem wir die Versammlung abhielten, und stürmte herein. Ein dicker Polizist mit einem Elektroschlagstock schrie: „Keine Bewegung, oder wir brechen euch die Beine!“ Die bösartige Haltung des Polizisten machte mich wütend und ich erwiderte: „Auf welcher Grundlage verhaften Sie uns? Wir Gläubigen verhalten uns anständig und gehen den rechten Weg.“ Der Leiter der Brigade für Nationale Sicherheit fiel mir schroff ins Wort: „Ihr sagt, an Gott zu glauben, sei der rechte Weg? An die KPCh zu glauben ist der einzige rechte Weg! Wir von der Brigade für Nationale Sicherheit haben den speziellen Auftrag, Gottesgläubige wie euch zu fassen. Tagelang haben wir auf der Lauer gelegen und keine Nacht geschlafen, nur um euch zu schnappen. Von all den Dingen, die ihr tun könntet, müsst ihr euch ausgerechnet dem Glauben an Gott widmen!“ Dann gab er seinen Untergebenen mit einer Handbewegung das Zeichen, das Haus zu durchsuchen. Nach der Durchsuchung legten sie uns Handschellen an und brachten uns zur Einzelvernehmung ins Bezirkspolizeipräsidium.
Sobald ich den Verhörraum betrat, schlug mir der Leiter der Nationalen Sicherheit mehrmals ins Gesicht, was mich schwindelig machte. Mein Kopf drehte sich, meine Ohren pfiffen, mir wurde schwarz vor Augen und ich hatte Blut im Mund. Unmittelbar danach stürmten vier weitere Polizisten, die an der Seite gestanden hatten, auf mich zu und begannen, auf mich einzuschlagen und einzutreten. Nach einer Weile nahm der Leiter der Nationalen Sicherheit einen Zug von seiner Zigarette, zeigte auf mich und sagte: „So wie du aussiehst, bist du entweder ein Leiter oder ein wichtiges Mitglied eurer Kirche. Wenn du uns sagst, was wir wissen wollen, lassen wir dich gehen, aber wenn nicht, dann wundere dich nicht, wenn ich andere Saiten aufziehe.“ Er sagte auch: „Deinem Körperbau nach zu urteilen, wirst du nicht viel Folter aushalten. Sag uns einfach: Wer ist euer Leiter? In wessen Haus ist das Geld der Kirche?“ Ich sagte kein Wort, sondern betete nur still und ununterbrochen in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, bei mir zu sein und mir Kraft zu geben. Ich nahm mir fest vor, dass ich, egal wie die Polizei mich quälen würde, kein Judas sein und Gott nicht verraten würde. Als der Leiter der Nationalen Sicherheit sah, dass ich nichts sagte, warf er seine Zigarette auf den Boden, machte eine Handbewegung und schrie: „Nehmt ihn euch vor! Schlagt ihn tot!“ Daraufhin begannen mehrere Polizisten, mich wieder bösartig zu schlagen. Dann fesselten sie meine Hände auf dem Rücken, zogen mir die Hose bis zu den Waden herunter, nahmen meine Socken und stopften sie mir in den Mund, damit ich nicht schreien konnte, und steckten dann meinen Kopf in meine Hose. Die Polizisten schlugen und traten dann abwechselnd auf mich ein und lachten dabei lauthals. An der Seite standen auch Polizistinnen, die zusahen und sich vor Lachen kaum auf den Beinen halten konnten, sodass sie sich am Tisch abstützen mussten. Die Beamten verhöhnten mich und behandelten mich wie ein Tier; ich fühlte mich unsagbar gedemütigt. Es war Juli und im Verhörraum war es extrem heiß – im Nu war meine Kleidung schweißgetränkt. Aus den Wunden, die die Lederstiefel der Polizisten bei ihren Tritten hinterlassen hatten, sickerte Blut, das sich in den Wunden mit dem Schweiß vermischte und stechende Schmerzen verursachte. Von den Schlägen hatte ich auch mehrere Blutergüsse am Kopf. Dann packte mich ein Polizist bei den Haaren, schlug mir ins Gesicht und schüttelte meinen Kopf brutal hin und her. Mit zusammengebissenen Zähnen knurrte er: „Redest du jetzt oder nicht?“ Ich sagte: „Ich weiß von nichts!“ Er wurde wütend, packte meine Handschellen und riss meine Arme hinter meinem Rücken brutal nach oben. Der Schmerz fühlte sich an, als wären meine Arme gebrochen, und es knackte, als sie verdreht wurden. Die Handschellen schnitten in meine Handgelenke, die zu bluten begannen. Jedes Mal, wenn sie meine Arme hochrissen, war der Schmerz fast unerträglich, und ich betete in meinem Herzen unentwegt zu Gott, Er möge mir Glauben geben und mich in meinem Zeugnis für Ihn standhaft bleiben lassen. Als der Leiter der Nationalen Sicherheit sah, wie sehr ich litt, verspottete er mich sadistisch: „Was ist los? Ich habe dir doch gesagt, dass du die Folter nicht ertragen wirst. Hör auf, dich zu wehren, und fang an zu reden! Wer ist euer Leiter? Wie kommuniziert ihr? In wessen Haus ist das Geld versteckt?“ Ich antwortete ihm nicht. Der dicke Polizist trat mir dann gegen die Wade, wodurch ich sofort auf die Knie fiel. Dann zwang er mich, meine Arme gerade auszustrecken und legte mir ein dickes Buch auf die Hände. Nachdem ich eine Weile gekniet hatte, konnte ich einfach nicht mehr und fiel zu Boden. Der dicke Beamte zog mich hoch, zwang mich erneut zu knien und begann, mir mit einem hölzernen Essstäbchen auf die Finger zu schlagen. Jedes Mal, wenn er mich schlug, durchfuhr meine Finger ein brennender Schmerz. Während er auf mich einschlug, schrie er: „Na, wie gefällt dir das? Nicht so schön, was? Warum bittest du nicht deinen Gott, dich zu retten!“ Als er das sagte, brachen alle Polizisten in schallendes Gelächter aus. Ihr Gelächter machte mich wütend und ich verfluchte diese Dämonen in meinem Herzen. Meine Beine waren vom Knien grün und blau und schmerzten, als würde man mit einem Messer hineinschneiden. Sechs meiner Finger waren von den Schlägen voller Blutergüsse. Einige Monate später fielen mir an diesen Fingern die Nägel aus.
Gegen 17 Uhr brachten mich die Polizisten in eine Haftanstalt und wiesen das Personal dort vor ihrem Gehen noch ausdrücklich an: „Gebt ihm nur ein kleines Dampfbrötchen und eine Schale Suppe. Lasst ihn schön lange darüber nachdenken, was er uns morgen erzählen wird.“ Dann sperrten sie mich in eine Zelle, die kleiner war als 10 Quadratmeter. Dort waren über zehn weitere Personen eingesperrt; es war schmutzig und stank. Es lagen nur zwei Holzbretter auf dem Boden, und beide beanspruchte der Zellenchef für sich. Ich erinnere mich, dass ich in dieser Nacht hungrig und durstig in einer Ecke an die Wand gelehnt saß, mein Kopf sich drehte und mein Gesicht vor Schmerz brannte. Ich dachte bei mir: „Sie haben mich heute so brutal geschlagen und keine Informationen aus mir herausbekommen. Was werden sie morgen wohl mit mir machen? Wenn sie mich weiter foltern, werde ich dann zum Krüppel oder sterbe ich sogar? Wenn ich zum Krüppel werde, wie soll ich dann die zweite Hälfte meines Lebens verbringen?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto schwächer fühlte ich mich, also betete ich eilig zu Gott um Hilfe: „O Gott! Ich kann diese Folter kaum noch ertragen, aber ich will kein Judas sein und Dich verraten. Bitte hilf mir, gib mir Kraft und beschütze mich, damit ich in meinem Zeugnis für Dich standhaft bleiben kann.“ Genau in diesem Moment erinnerte ich mich an eine Passage aus Seinen Worten: „Sei nicht entmutigt, sei nicht schwach, und Ich werde die Dinge für dich deutlich machen. Der Weg zum Königreich ist nicht so eben – nichts ist so einfach! Ihr wollt Segnungen auf einfachem Wege erhalten, nicht wahr? Heute wird jeder harten Prüfungen entgegensehen müssen. Ohne solche Prüfungen wird das liebende Herz, das ihr Mir entgegenbringt, nicht stärker werden, und ihr werdet keine wahre Liebe zu Mir haben. Auch wenn es sich bei diesen Prüfungen nur um unbedeutende Umstände handelt, jeder muss sie durchlaufen; es ist nur, dass die Intensität der Prüfungen unterschiedlich sein wird“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 41). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich, dass Gott dieses Leid zugelassen hatte, um mich zu prüfen. Er half mir, meine Entschlossenheit angesichts des Leidens zu stärken. Bevor ich verhaftet wurde, dachte ich immer, ich hätte Glauben an Gott und wäre bereit, Ihn zufriedenzustellen, ganz gleich, wie viel Leid ich ertragen müsste. Doch ich war gerade erst einen Tag lang gefoltert und gequält worden und lebte schon in Ängstlichkeit und Furcht, aus Sorge, verkrüppelt oder getötet zu werden. Wo war mein wahrer Glaube an Gott? Meine Größe war noch zu gering. Nachdem ich Gottes Absicht erkannt hatte, fühlte ich mich nicht mehr so verzagt und ängstlich und war bereit, mich auf Gott zu verlassen, um in meinem Zeugnis für Ihn standhaft zu bleiben.
Am zweiten Tag brachten mich die Polizisten zur weiteren Befragung zur Brigade für Nationale Sicherheit. Der Leiter zeigte auf mich und sagte: „Sei heute besser brav! Hast du eine Antwort auf die Fragen, die ich dir gestern gestellt habe?“ Ich sagte, dass ich von nichts wüsste. Er wurde wütend, packte mich an den Haaren, schlug mir ins Gesicht und schrie dabei: „Mal sehen, wer zuerst nachgibt, du oder mein Elektroschlagstock! Nehmt ihn euch vor! Schlagt ihn tot!“ Fünf Polizisten kamen dann herüber und fingen an, auf mich einzutreten und einzuschlagen. Ein Polizist stampfte mir auf den Rücken und fesselte meine Hände gewaltsam hinter mir, was große Schmerzen verursachte, als meine Arme nach hinten verdreht wurden. Der Schmerz war so groß, dass ich sehr bald in Schweiß ausbrach. Ein dicker Polizist nahm einen Elektroschlagstock und schwang ihn herum, der Schlagstock knisterte elektrisch und dann versetzte er mir damit zwei Stromstöße. Die Stromstöße ließen mich krampfen und ich konnte nicht anders, als zu schreien. Der Leiter nutzte die Gelegenheit, auf mich einzureden, um mich zum Reden zu bringen: „Wenn du uns sagst, wer euer Leiter ist und in wessen Haus das Geld ist, lasse ich dich sofort gehen. Deine Frau, deine Kinder und deine Eltern, sie alle brauchen dich, damit du für sie sorgst. Selbst wenn du dich nicht um dein eigenes Wohlergehen scherst, solltest du wenigstens an deine Familie denken.“ Das brachte mich ein wenig ins Wanken. Ich dachte: „Wenn ich mich weiterhin weigere, etwas zu sagen, werden sie mich mit Sicherheit zu Tode prügeln. Vielleicht kann ich ihnen einfach ein paar weniger wichtige Informationen geben, und sie lassen mich nach Hause gehen.“ Dann dachte ich plötzlich an Gottes Worte: „Zu jenen, die Mir in Zeiten der Drangsal nicht die geringste Treue gezeigt haben, werde Ich nicht mehr barmherzig sein, denn Meine Barmherzigkeit geht nur so weit. Ich finde des Weiteren keinen Gefallen an denen, die Mich einmal verraten haben, und noch weniger will Ich Mich mit denen abgeben, welche die Interessen ihrer Freunde verraten. Dies ist Meine Disposition, unabhängig davon, wer die Person sein mag“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Gottes Worte rüttelten mich sofort wach. Ich wäre fast auf Satans List hereingefallen. Wenn ich Gott verraten und meine Brüder und Schwestern verkaufen würde, weil ich auf meine fleischlichen Gefühle gegenüber meiner Familie hörte und nach vorübergehendem Trost gierte, wäre ich ein Judas, der Gott und seine Freunde verrät – die Art von Mensch, die Gott am meisten hasst. Das würde Gottes Disposition verletzen und ich würde verflucht und bestraft werden. Ich war dankbar, dass Gottes Worte mich erleuchteten und mich vor Satans List bewahrten. Ich betete zu Gott und sagte: „O Gott! Egal, ob sie mich verkrüppeln oder töten, ich werde Dich niemals verraten und kein schändlicher Judas werden.“ Nach dem Gebet fühlte ich mich ruhiger und nicht mehr so elend. Als ich mit der Vernehmung des Polizisten konfrontiert wurde, antwortete ich mit ernster und entschiedener Stimme: „An Gott zu glauben, ist vollkommen natürlich und gerechtfertigt, vernünftig und legal. Auf welcher Grundlage haben Sie mich verhaftet? Die Verfassung unseres Landes legt klar fest, dass die Bürger das Recht auf Religionsfreiheit haben. Wo ist die Religionsfreiheit, wenn ich wegen meines Glaubens von Ihnen zu Tode gefoltert werde?“ Als der Polizist das hörte, wurde er wütend und schrie: „Die Behauptung der Religionsfreiheit ist nur etwas, das wir sagen, um das Ausland zufriedenzustellen – in China erlaubt euch die KPCh nicht, an Gott zu glauben, und euer Glaube ist illegal. Leute, die so gottverfallen sind wir ihr, können wir völlig ungestraft töten! Schlagt ihn tot! Mal sehen, wie lange er durchhält!“ Daraufhin stürzten sie sich alle auf mich und schlugen und traten auf mich ein. Einer der Polizisten schlug mich mit einem Ledergürtel fest ins Gesicht und auf den Körper. Die Schläge ließen mein Gesicht blau und geschwollen zurück und ich brach auf dem Boden zusammen. Als sie schließlich sahen, dass ich immer noch nicht redete, blieb ihnen nichts anderes übrig, als mich zurück in die Haftanstalt zu bringen. Die Polizei erlaubte mir nur, ein Abendessen zu mir zu nehmen, das aus einem kleinen Dampfbrötchen bestand. Ich war so hungrig, dass ich nicht einmal die Kraft hatte, aufzustehen. Da ich ununterbrochen gefoltert und gequält worden war, war mir schwindelig, mein Gesicht schmerzte brennend und war taub, meine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding und mein ganzer Körper war schwach. Ich konnte nur mit dem Rücken an der Wand auf dem Boden sitzen. Ich spürte, dass ich nicht mehr viel ertragen konnte, und dachte: „Wenn das so weitergeht, werde ich entweder zu Tode gefoltert oder ich verhungere.“ Genau in diesem Moment erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten: „In dieser Werkphase ist von uns ein Höchstmaß an Glauben und Liebe gefordert, und aufgrund der kleinsten Unachtsamkeit können wir ins Straucheln geraten, denn diese Phase des Werkes unterscheidet sich von allen früheren: Was Gott perfektioniert, ist der Glaube der Menschen, der sowohl unsichtbar als auch nicht greifbar ist. Was Gott tut, ist, Worte in Glauben, in Liebe und in Leben zu verwandeln“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Weg … (8)). Tatsächlich wollte die Polizei mich mit Qualen, Folter und Hunger zermürben und mich dazu bringen, meinen Glauben zu verlieren und Gott zu verraten; aber Gott nutzte diese schwierige Situation nur, um meinen Glauben zu vervollkommnen. Ich dachte daran, was der Herr Jesus sagte, als Er auf die Probe gestellt wurde: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4). Ich glaubte daran, dass Gottes Worte die Wahrheit und das Leben des Menschen sind. Ich wusste, ich musste Glauben an Gott haben. Still betete ich in meinem Herzen zu Gott: „O Gott, mein Fleisch mag schwach und kraftlos sein, aber ich bin bereit, nach Deinen Worten zu leben, mein Fleisch nicht zu beachten und in meinem Zeugnis für Dich standhaft zu bleiben …“ Nach dem Gebet fühlte ich mich etwas friedvoller und nicht mehr so elend und schwach.
Am Morgen des dritten Tages brachten mich die Polizisten erneut zur Vernehmung zur Brigade für Nationale Sicherheit. Sobald ich den Verhörraum betrat, trat mich ein Beamter zu Boden und zwang mich, auf dem Zementboden zu knien. Der Leiter der Nationalen Sicherheit schrie mich laut an: „Also, hast du eine Entscheidung getroffen? Wer ist euer Leiter? In wessen Haus befindet sich das Geld der Kirche? Wenn du jetzt nicht redest, werden diese Folterinstrumente dich zum Reden bringen. Wir lassen dich jedes einzelne davon ausprobieren!“ Ich sagte kein Wort, also zwangen sie mich, weiter auf dem Zementboden zu knien. Da ich ununterbrochen gequält und gefoltert worden war und kein Essen bekommen hatte, war ich extrem schwach geworden. Nachdem ich fast eine Stunde gekniet hatte, war ich völlig am Ende und konnte einfach nicht mehr knien. Ich spürte, wie die Schwäche in mir aufstieg, und so betete ich unentwegt zu Gott: „O Gott! Ich kann diese Folter einfach nicht mehr ertragen. Ich will kein Judas sein und Dich verraten. Bitte hilf mir, gib mir Glauben und lass mich stark bleiben.“ Nach dem Gebet dachte ich an diese Passage aus Gottes Worten: „Da Gott Sein Werk in einem Land verrichtet, das sich Gott widersetzt, trifft Sein ganzes Werk auf gewaltige Hindernisse, und viele Seiner Worte können nicht sofort erfüllt werden; daher werden Menschen aufgrund der Worte Gottes geläutert, was ebenfalls zum Leid gehört. Es ist für Gott enorm schwierig, Sein Werk im Land des großen roten Drachen auszuführen, aber gerade über diese Schwierigkeit führt Gott eine Phase Seines Werkes aus, um Seine Weisheit und Seine wundersamen Taten offenbaren zu können, und Gott nutzt diese Gelegenheit, um diese Gruppe von Menschen vollkommen zu machen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ist das Werk Gottes so einfach, wie der Mensch es sich vorstellt?). Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir klar, dass ich von der KPCh wegen meines Glaubens gequält und gefoltert wurde, und dass es ruhmreich und ehrenhaft ist, durch Verfolgung und Drangsal Zeugnis für Gott abzulegen. Die Beamten setzten alle möglichen Foltermethoden ein, um mich zu zwingen, Gott zu verleugnen und zu verraten, aber Gottes Weisheit wird mithilfe von Satans Plänen ausgeübt. Gott nutzte dieses Umfeld, um meinen Glauben zu vervollkommnen, und mir das abscheuliche Antlitz und das dämonische Wesen des großen roten Drachen zu zeigen, damit ich ihn von ganzem Herzen hassen und ihn vollständig verwerfen würde. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, war mein Geist viel klarer und ich hatte neue Kraft. „Ich werde nicht auf Satans Pläne hereinfallen und mich nicht von ihm zermürben lassen. Egal wie elend und schwach mein Fleisch auch wird, ich muss in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben!“ Als ein Polizist sah, dass ich immer noch nicht redete, schenkte er mir ein großes Glas Wasser ein und sagte mit einem aufgesetzten Lächeln: „Du hast seit ein paar Tagen nichts Richtiges mehr gegessen, oder? Du musst hungrig sein! Bei deiner Konstitution bezweifle ich, dass du noch lange durchhältst. Beeil dich und erzähl uns alles, was du weißt. Wir haben bereits Dampfbrötchen und gebratenes Gemüse bestellt und können dir auch etwas davon geben. Ich meine, warum tust du dir dieses Elend an?“ Ich erkannte, dass dies Satans List war, und betete still in meinem Herzen zu Gott, Er möge mich vor Satans Trickserei bewahren. Nach einer Weile schloss der Beamte meine Handschellen auf, brachte etwas von dem Gemüse, ein Dampfbrötchen und ein Glas Wasser und sagte: „Iss etwas. Wenn du fertig bist, kannst du uns erzählen, was du weißt.“ Ich antwortete: „Ich kenne niemanden und es gibt nichts, was ich Ihnen erzählen könnte.“ Der Leiter der Nationalen Sicherheit wurde wütend, stand abrupt auf, packte mich bei den Haaren, schlug mir ins Gesicht, trat mich zu Boden und schrie: „Fesselt ihm die Hände auf dem Rücken und schlagt ihn tot! Mal sehen, wie lange er durchhält!“ Vier Polizisten kamen herüber und fesselten meine Hände hinter meinem Rücken. Als sie meine Arme anfangs nicht weit genug nach hinten ziehen konnten, um sie zu fesseln, rissen sie mit Gewalt daran, was mir unerträgliche Schmerzen verursachte und mich aufschreien ließ. Ein Beamter schlug dann ununterbrochen mit einem Ledergürtel hart auf mich ein. Ich spürte am ganzen Körper unerträgliche Schmerzen, und der Gürtel hinterließ mehrere dicke, schwarz-blaue Striemen auf meiner Haut. Während er mich auspeitschte, schrie er: „Ich glaube einfach nicht, dass du aus Stahl bist, und ich weiß, dass ich dich mürbe kriege!“ Danach zog er seinen Lederstiefel aus und begann, mir mit der Sohle auf den Kopf und ins Gesicht zu schlagen. Von den Schlägen fühlte sich mein Kopf taub an und als würde er gleich explodieren. Ich sah Sterne, und in meinen Ohren dröhnte es tief wie ein Motor. Nach kurzer Zeit verlor ich auf meinem rechten Ohr vollständig das Gehör. Ich sagte: „Sie haben mein rechtes Ohr kaputt geschlagen, ich kann jetzt nichts mehr darauf hören.“ Der Beamte zog lässig an seiner Zigarette und knurrte mit finsterer Stimme: „Wenn du taub wirst, ist das perfekt. Das wird dich in Zukunft vom Glauben abhalten.“ Als der Leiter der Nationalen Sicherheit sah, dass ich selbst nach einer so bösartigen Prügel immer noch nicht redete, schrie er wütend: „Ich glaube einfach nicht, dass ich dich heute nicht kleinkriege! Wenn du nicht redest, treiben wir dir eine eiserne Ahle unter deinen Fingernagel. Die Finger sind mit dem Herzen verbunden – unmöglich, dass du dieses Leid aushältst. Sei schlau: Erzähl uns alles, was du weißt, und kooperiere mit uns. Das ist das Beste, was du tun kannst!“ In diesem Moment bekam ich etwas Angst – selbst ein winziger Dorn im Finger war schon schmerzhaft genug, geschweige denn eine dicke eiserne Ahle! Allein bei dem Gedanken daran bekam ich weiche Knie und meine Kopfhaut wurde taub. Wenn sie mir wirklich diese Ahle unter den Fingernagel treiben würden, könnte ich das ertragen? Ich betete eilig und ununterbrochen zu Gott um Hilfe und bat Ihn, mir Glauben und die Entschlossenheit zu geben, das Leid zu ertragen. Genau in diesem Moment erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten: „Diejenigen, die an der Macht sind, mögen von außen bösartig erscheinen, aber fürchtet euch nicht, denn das liegt daran, dass ihr wenig Glauben habt. Solange euer Glaube wächst, wird alles einfach sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 75). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Gott hat die Herrschaft über alle Dinge – ich musste mich auf Gott verlassen und darauf vertrauen, dass Er mich führen würde, die Qual und Folter dieser Dämonen zu überwinden. Als mir das klar wurde, fühlte ich mich nicht mehr ganz so verzagt und ängstlich. Als sie sahen, dass ich immer noch nicht reden wollte, ließen sie mich meine Hände gerade auf einen Tisch legen und wedelten mir dann mit einer 18 bis 20 Zentimeter langen eisernen Ahle vor dem Gesicht herum. Ein Beamter begann dann, mir mit der Ahle unter den Fingernagel zu stechen. Die Ahle war extrem scharf, und sobald sie meinen Fingernagel durchdrang, spürte ich einen stechenden Schmerz. Ich rief unentwegt zu Gott und bat Ihn, mir die Kraft zu geben, dieses Elend zu ertragen. Gerade als der Beamte die Ahle tiefer drücken wollte, stürzte ein anderer Polizist herein und flüsterte dem Leiter der Nationalen Sicherheit etwas ins Ohr. Der Leiter schrie: „Einer bleibt hier und bewacht ihn. Alle anderen, kommt mit mir!“ Als ich das alles mitbekam, dankte ich Gott, dass Er eine Situation orchestriert hatte, die es mir ermöglichte, ihrer grausamen und brutalen Folter zu entkommen.
Zwei Tage später brachte mich ein Polizist erneut zur Vernehmung zur Brigade für Nationale Sicherheit. Ein dicker Beamter schrie aggressiv: „Wenn du heute nicht redest, werde ich dafür sorgen, dass du dir wünschst, du wärst tot!“ Ich sagte: „Ich weiß von nichts. Selbst wenn Sie mich wirklich töten, gibt es nichts, was ich Ihnen sagen könnte.“ Der Leiter der Nationalen Sicherheit trat vor, trat mich zu Boden und schrie: „Auch wenn du nichts sagst, wissen wir alles über dich. Du bist ein Kirchenleiter und spielst immer noch den Hartgesottenen!“ Dann packte er mich bei den Haaren, schlug mir ins Gesicht und sagte: „Mal sehen, was zuerst nachgibt, du oder meine Schuhe und mein Gürtel!“ Dann brüllte er: „Schlagt ihn tot!“ Mehrere Beamte stürzten sich daraufhin auf mich und begannen, auf mich einzuschlagen und einzutreten. Ein Beamter zog seinen Ledergürtel aus und fing an, mich damit auszupeitschen. Sein Gürtel hinterließ über zehn Striemen von den Schlägen. Dann zog er seinen Schuh aus und begann, mich mit der Sohle hart zu schlagen. Mir wurde schwindelig, mein Kopf pochte und ich hatte so starke Schmerzen, dass ich zitterte und schrie. Schließlich konnte ich es einfach nicht mehr aushalten und wünschte mir, ich könnte sterben und alles wäre vorbei. Ich dachte bei mir: „Wenn ich sterbe, muss ich dieses Leid nicht mehr ertragen.“ Also wollte ich mit dem Kopf gegen die Wand schlagen, aber ein Beamter blockierte meinen Kopf mit seinem Oberschenkel. Es tat ihm so weh, dass er vor Schmerz aufsprang. Dann erinnerte ich mich deutlich an Gottes Worte: „Ihr müsst während dieser letzten Tage für Gott Zeugnis ablegen. Ungeachtet dessen, wie groß euer Leid ist, solltet ihr bis zum Ende gehen, und sogar mit eurem letzten Atemzug müsst ihr Gott noch treu sein und euch Gottes Orchestrierung ausliefern; nur dies ist wahre Liebe zu Gott, und nur dies ist das starke und überwältigende Zeugnis“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Gottes Worte ließen es mir wie Schuppen von den Augen fallen: War ich nicht ein Feigling, weil ich den Tod suchte, als ich das Leid nicht mehr ertragen konnte? Wo war da mein Zeugnis? Da erkannte ich, dass der Beamte, der meinen Kopf blockierte, Gottes Schutz im Hintergrund war. Gottes Absicht war nicht, dass ich sterben sollte. Er wollte, dass ich in meinem Zeugnis standhaft blieb und Satan inmitten dieses Leids demütigte. Als mir das klar wurde, fühlte ich mich zutiefst motiviert und fasste einen Entschluss: Egal wie die Polizei mich quälen würde, ich würde stark bleiben, und selbst wenn mir nur noch ein letzter Atemzug bliebe, würde ich weiterleben, um für Gott standhaft Zeugnis abzulegen! Mein Herz war voller Kraft und Stärke – ich biss die Zähne zusammen und bereitete mich darauf vor, noch grausamere Qualen zu ertragen. Zu meiner Überraschung trat der Leiter der Nationalen Sicherheit auf mich zu, zeigte auf mich und sagte: „Du hast mich besiegt! Ich verstehe einfach nicht, was in diesen Büchern steht, dass du denkst, es sei es wert, dein Leben für deinen Gott zu opfern!“ Ein anderer Beamter sagte: „Leute, die so gottverfallen sind wie er, sollte man einfach ins Gefängnis werfen!“ Kurz darauf sagte ein anderer Beamter mit einschmeichelnder Stimme: „Es ist noch Zeit, uns zu sagen, was du weißt. Hier habe ich das Sagen, aber sobald du ins Gefängnis kommst, habe ich dort keine Autorität mehr. Wir geben dir zwei Möglichkeiten: Entweder du gehst nach Hause oder du gehst ins Gefängnis, es liegt an dir!“ In diesem Moment fühlte ich mich etwas schwach und machte mir Sorgen, wie viel Qual und Grausamkeit ich in der langen Zeit im Gefängnis ertragen müsste und ob ich das durchhalten könnte. Was, wenn sie mich zu Tode quälten? Ich wollte kein Judas sein, Gottes Herz nicht betrüben und nicht mit ewiger Reue leben, aber ich wusste auch nicht, wie ich die Situation, die mir nun bevorstand, erleben sollte. Also betete ich in meinem Herzen zu Gott: „O Gott, ich werde gleich verurteilt und ins Gefängnis geschickt. Ich bin nicht sicher, wie ich diese lange und schwere Haftzeit ertragen soll, bitte führe mich dabei, mich dieser Umgebung zu unterwerfen.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an diese Passage aus Gottes Worten: „Für alle, die Entschlossenheit besitzen und Gott lieben, gibt es keine nicht zu erlangenden Wahrheiten und nichts Gerechtes, für das sie nicht standhaft bleiben können. Wie solltest du dein Leben führen? Wie solltest du Gott lieben und diese Liebe dazu verwenden, um Seine Absichten zufriedenzustellen? In deinem Leben gibt es kein größeres Anliegen. Vor allem aber musst du diese Art von Entschlossenheit und Beharrlichkeit haben und solltest kein rückgratloser Schwächling sein. Du musst lernen, wie man ein sinnvolles Leben erfährt und bedeutungsvolle Wahrheiten erfährt, und solltest dich nicht auf diese Weise nachlässig behandeln“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Angesichts der Anforderungen Gottes schämte ich mich. Ich dachte daran, wie ich vor Gott mehrfach den Vorsatz gefasst hatte, dass ich, egal welches Leid mir widerfahren würde, immer in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben und versuchen würde, Ihn zufriedenzustellen. Doch als ich mit einer langen Haftstrafe und einer langen Zeit der Qual konfrontiert war, wollte ich dieses Leid nicht ertragen und versuchte, dieser Umgebung zu entfliehen. Wo waren da meine Unterwerfung und mein Zeugnis? Ich dachte daran, wie der Herr Jesus Petrus erschien, als dieser aus dem Gefängnis floh, und sagte, Er würde für Petrus erneut gekreuzigt werden. Petrus verstand Gottes Absicht, kehrte freiwillig ins Gefängnis zurück und wurde für Gott kopfüber gekreuzigt, womit er ein überwältigendes Zeugnis ablegte. Petrus besaß wahre Liebe und wahre Unterwerfung gegenüber Gott. Ich hatte nicht die Größe von Petrus, aber ich musste ihm nacheifern und in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Ich dachte auch daran, wie Gottes Worte mich erleuchteten und führten, als ich während der Qualen und Folter elend und schwach wurde. Sie gaben mir Glauben und Kraft und leiteten mich an, die grausame Qual dieser Dämonen zu überwinden. Als ich am elendesten und schwächsten war und kurz davor stand aufzugeben, orchestrierte Gott auf wundersame Weise die Menschen, Ereignisse, Dinge und das Umfeld, um mir einen Weg zu eröffnen und mich vor weiteren Qualen zu bewahren. Ich spürte wahrhaftig, wie Gott an meiner Seite war, sich um mich sorgte und mich beschützte. Gottes Liebe ist so wahrhaftig, also durfte ich Sein Herz nicht verletzen oder Ihn enttäuschen. Leise betete ich zu Gott: „O Gott! Selbst wenn ich verurteilt werde und eine Strafe absitzen muss, werde ich Satan nicht nachgeben. Ich werde entschlossen in meinem Zeugnis standhaft bleiben, um Satan zu demütigen.“ Später, buchstäblich ohne Beweise, konstruierten sie den Vorwurf der „Störung der öffentlichen Ordnung und Untergrabung der Gesetzesvollstreckung“ und verurteilten mich zu einem Jahr und sechs Monaten Umerziehung durch Arbeit.
In meiner Zeit im Arbeitslager bekam ich nie eine volle Mahlzeit und musste fünfzehn bis sechzehn Stunden am Tag arbeiten. Unsere Aufgabe war es, Perlen zu polieren, anfangs sechshundert pro Tag, was später auf tausend pro Tag erhöht wurde. Da ich schlecht sehe, arbeitete ich relativ langsam und wurde oft geschlagen, weil ich meine Aufgaben nicht zu Ende brachte. Einmal bekam ein anderer Häftling Angst, seine Aufgabe nicht rechtzeitig zu schaffen und geschlagen zu werden, also legte er seine halbfertigen Stücke in meine „Fertig“-Kiste. Als der Gefängniswärter die unfertigen Stücke in meiner „Fertig“-Kiste sah, zwang er mich, ohne meine Erklärung abzuwarten, meinen Kopf gegen eine Wand zu lehnen und die Hose herunterzuziehen, bevor er mich mit einem Keilriemen auspeitschte. Schon beim ersten Schlag hinterließ der Keilriemen sofort eine große Strieme auf meinem Bein, und der zweite Peitschenhieb warf mich zu Boden, sodass ich nicht mehr aufstehen konnte. Häftlinge, die auf beiden Seiten des Ganges standen, lachten mich lauthals aus. Überhaupt schikanierten mich die anderen Insassen oft. Sie zwangen mich, neben der Toilette zu schlafen und öffneten absichtlich den Toilettendeckel. Der Gestank war so widerlich, dass mir übel wurde und ich mich übergeben musste. Sie schlugen mich auch mit den Sohlen ihrer Schuhe, und oft wurde ich mitten in der Nacht von ihren Schlägen geweckt, wobei mein Kopf davon dröhnte. Ich wusste nie, wann sie wieder anfangen würden, mich zu schlagen, und hatte oft Angst, nachts einzuschlafen. Ich stand ständig unter Anspannung, und zusammen mit der Überlastung durch die Arbeit verschlechterte sich mein Gesundheitszustand zusehends. Angesichts dieser grausamen Qual ließ mich der Gedanke an meine lange Haftstrafe verzweifeln. Ich wollte keine einzige Minute länger in diesem dämonischen Gefängnis verbringen. Zu dieser Zeit war ein anderer, älterer Bruder in meiner Zelle, und wann immer er die Gelegenheit hatte, hielt er leise mit mir über Gottes Worte Gemeinschaft, um mich zu trösten und zu ermutigen. Ich erinnere mich, dass mir der alte Bruder diese Passage aus Gottes Worten vortrug: „Wenn du mit Leid konfrontiert wirst, musst du imstande sein, deine Rücksicht auf das Fleisch abzulegen und dich nicht über Gott zu beklagen. Wenn Gott sich vor dir verbirgt, musst du imstande sein, den Glauben zu haben, Ihm zu folgen, deine bisherige Liebe aufrechtzuerhalten, ohne zuzulassen, dass sich diese verändert oder verflüchtigt. Was Gott auch tut, du musst Ihn so orchestrieren lassen, wie Er es will, und es vorziehen, dein eigenes Fleisch zu verfluchen, anstatt dich über Ihn zu beklagen. Wenn du mit Prüfungen konfrontiert wirst, musst du es vorziehen, den Schmerz zu ertragen, das aufzugeben, was du liebst, und bitterlich zu weinen, anstatt es zu versäumen, Gott zufriedenzustellen. Nur das ist wahre Liebe und wahrer Glaube“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Dieses Umfeld konnte meine Entschlossenheit und meinen Willen, Leid zu ertragen, schärfen – das war eine gute Sache. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, fühlte ich mich nicht mehr ganz so elend. Ich spürte wahrhaftig, dass Gott immer bei mir war, sich um mich sorgte, mich beschützte und mich mit Seinen Worten erleuchtete und führte. Ich musste mich auf Gott verlassen, um in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben, und durfte Satan nicht nachgeben!
Während ich diese Verfolgung und Drangsal ertrug, erlebte ich am tiefsten Gottes Liebe und Errettung. Mehrmals, während besonders schwerer Folterphasen, als ich mich elend und schwach fühlte, bereit war aufzugeben und sogar daran dachte, mir das Leben zu nehmen, waren es Gottes Worte, die mir den Glauben und die Kraft zum Durchhalten und die Entschlossenheit gaben, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Ich spürte wahrhaftig, wie Gott mir nicht von der Seite wich, als der große rote Drache mich grausam verfolgte, sondern mich beschützte, über mich wachte und mich führte, sodass die Gräueltaten der Dämonen überwinden konnte. Gott liebt die Menschheit mehr als alles andere, und Er kann den Menschen retten und vervollkommnen. Mein Glaube ist jetzt noch entschlossener. Egal welche Not oder Verfolgung ich in Zukunft durchmache, ich werde Gott bis zum Ende folgen und in meinem Zeugnis für Ihn standhaft bleiben, um den großen roten Drachen gründlich zu demütigen!