3. Erwachen aus dem Streben nach Segen

Von An Jing, China

1994 kam meine Mutter zum Glauben an den Herrn Jesus. Innerhalb von drei Monaten wurde sie von ihrer koronaren Herzkrankheit geheilt, was mir Gottes Allmacht und Seinen Segen zeigte. Ich dachte mir, solange ich nur aufrichtig an Gott glaubte, würde Er unsere Familie beschützen und uns vor Krankheit und Unheil bewahren. Und so folgte ich meiner Mutter und kam ebenfalls zum Glauben an den Herrn. Von da an nahm ich aktiv an Versammlungen teil und erlebte auch bei meinen Geschäften die Segnungen des Herrn; ich war unendlich dankbar.

Am 1. Juni 2002 hörte ich das Evangelium von der Ankunft des Herrn Jesus und erfuhr, dass Gott wieder Fleisch geworden war, um ein letztes Mal das Werk der Errettung an den Menschen zu tun. Ich dachte, ich sei so gesegnet und müsse diese letzte Gelegenheit ergreifen, um fleißig meine Pflicht zu tun. Im November desselben Jahres gab ich mein Holzgeschäft auf und widmete meine ganze Zeit der Ausführung meiner Pflicht. Ich dachte bei mir: „Solange ich aufrichtig an Gott glaube, mich für Ihn abmühe und aufwende, wird Er mich segnen und dafür sorgen, dass alles gut geht.“ Und so war ich von morgens bis abends in der Gemeinde beschäftigt, hatte stets Freude daran und war unermüdlich. 2012 brachte ich auch meinen Sohn zu Gottes Haus. Danach tat mein Sohn zusammen mit mir seine Pflicht in der Gemeinde. Ich dachte bei mir: In all diesen Jahren hatten mein Sohn und ich allem entsagt und unsere ganze Zeit darauf verwendet, uns für Gott aufzuwenden; wir würden ganz sicher Gottes Schutz und Segen erlangen. Doch gerade als ich mich eifrig aufwendete, um noch größere Segnungen zu empfangen, ließ ein plötzlicher Vorfall meinen Traum vom Segen zerplatzen.

Am 17. Oktober 2020, kurz nach 18 Uhr, erhielt ich einen Anruf von meinem Sohn. Mit niedergeschlagener Stimme sagte er: „Mama, ich bin krank geworden, komm schnell!“ Zuerst wollte ich es nicht recht glauben und sagte: „Als ich dich heute Mittag gesehen habe, schien doch alles in Ordnung. Das ist erst ein paar Stunden her, wie kannst du plötzlich krank sein?“ Mein Sohn sagte ungeduldig: „Mama, es ist sehr ernst! Komm sofort!“ Ich nahm eilig ein Taxi und fuhr zu ihm. Sobald ich das Zimmer betrat, sagte mein Sohn: „Mama, ich kann nicht aufstehen. Ich habe keinerlei Gefühl mehr im Unterkörper.“ Als ich meinen Sohn sah, wie er sich nicht bewegen konnte, war mein Kopf wie leergefegt. Der junge Bruder neben ihm sagte hastig: „Wir müssen ihn sofort ins Krankenhaus bringen!“ Da kam ich wieder zu Sinnen. Der junge Bruder und ich stützten meinen Sohn, um die Treppe hinunterzugehen, doch seine Beine waren weich wie Pudding und er konnte keinen einzigen Schritt tun. Uns blieb nichts anderes übrig, als den Notruf zu wählen und ihn ins Krankenhaus bringen zu lassen. Der Arzt sagte: „Die Symptome deuten auf das Guillain-Barré-Syndrom hin. Das ist keine leicht zu heilende Krankheit. Vor nicht allzu langer Zeit wurde bei einer Krankenschwester hier im Krankenhaus dieselbe Krankheit diagnostiziert. Sie gab sechzig- oder siebzigtausend Yuan aus und konnte trotzdem nicht geheilt werden; sie ist gestorben.“ Das zu hören, versetzte mir einen tiefen Schock, und mit einem Mal wurden meine Beine weich. Ich war furchtbar nervös und dachte: „Wie konnte mein Sohn plötzlich eine so schreckliche Krankheit bekommen? Wir haben unser Zuhause verlassen, um hier unsere Pflicht zu tun; wie konnte so etwas geschehen? Warum hat Gott uns nicht beschützt?“ Ich wagte nicht, dieser Tatsache Glauben zu schenken. Der Arzt riet uns, sofort in ein Provinzkrankenhaus zu fahren, da die Heilungschancen dort größer wären. Ein Hoffnungsschimmer keimte in mir auf. Aber als ich in das Zimmer meines Sohnes im Krankenhaus zurückkehrte und ihn dort liegen sah, zog sich mein Herz zusammen. Ich hatte nur noch 20.000 Yuan; das war für die Behandlung nicht genug! Ich konnte nicht umhin, Gott die Schuld zu geben: Ich tat schon so viele Jahre meine Pflicht fern von zu Hause. Ich hatte niemals „Nein“ zu einer Pflicht gesagt, die die Gemeinde für mich vorgesehen hatte. Ich hatte mich so aufgewendet, wie konnte Gott zulassen, dass meinem Sohn so etwas geschah? Ich lag im Bett, wälzte mich hin und her und konnte nicht schlafen. Unaufhörlich dachte ich: „Gott wird meinen Sohn doch nicht sterben lassen, oder? Vielleicht ist das eine Prüfung durch Gott und Er prüft damit unseren Glauben? Vielleicht ist mein Sohn morgen früh wieder gesund?“ Mit diesen rasenden Gedanken blieb ich die ganze Nacht wach. Am nächsten Tag übergab ich kurz meine Pflicht und brachte meinen Sohn ins Provinzkrankenhaus. Nachdem der diensthabende Arzt den Zustand meines Sohnes untersucht hatte, sagte er zu mir: „Oberflächlich betrachtet sehen die Symptome wie das Guillain-Barré-Syndrom aus, aber wir müssen die Diagnose morgen abwarten, bevor wir die Krankheit medikamentös behandeln können. Sie müssen heute Nacht besonders aufpassen; falls sein Atem aussetzt, kann es passieren, dass er daran stirbt.“ Als ich das hörte, war ich fassungslos. Konnte mein Sohn dem Tod wirklich nicht entrinnen? Ich hatte furchtbare Angst, dass er die Nacht nicht überleben würde. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fürchtete ich mich, und ich betete hastig im Stillen zu Gott: „Gott! Bitte rette meinen Sohn. Du bist allmächtig, und wenn Du uns beistehst, muss er nicht sterben. Gott, ich bitte um nichts anderes; ich bitte Dich nur, meinen Sohn zu beschützen und ihn am Leben zu lassen …“ Nach dem Gebet war mein Herz etwas ruhiger. In dieser Nacht betete ich ununterbrochen zu Gott und ließ meinen Sohn nicht aus den Augen. Sobald ich hörte, dass sein Atem schwer ging, rüttelte ich ihn sofort wach, aus Angst, er könnte ersticken. Am dritten Morgen wurde bei meinem Sohn eine akute transversale Myelitis diagnostiziert. Der Chefarzt sagte: „Auch wenn er nicht stirbt, besteht die große Gefahr, dass er querschnittsgelähmt bleibt oder ins Wachkoma fällt.“ Als ich die Worte des Arztes hörte, drohte ich innerlich zu zerbrechen. Ich dachte bei mir: „Wenn er querschnittsgelähmt bleibt oder ins Wachkoma fällt, ist der Rest seines Lebens dann nicht so gut wie vorbei?“ Dann erklärte mir der behandelnde Arzt, dass der Einsatz von Hormonpräparaten sehr riskant sei, und ließ mich eine Einverständniserklärung unterschreiben. In diesem Moment spürte ich, wie meine Hand zitterte. Ich fürchtete, dass Langzeitschäden auftreten würden, wenn ich unterschrieb, und dass das Leben meines Sohnes damit praktisch vorbei wäre. Doch wenn ich nicht unterschrieb, hieße das, die Behandlung aufzugeben und auf seinen Tod zu warten. In dem Moment war ich etwas unschlüssig und dachte: „Gott ist allmächtig, und alles liegt in Seinen Händen, auch die Krankheit meines Sohnes. Ich sollte mich beruhigen und all das Gott anvertrauen.“ Und so unterschrieb ich das Formular. Nachdem mein Sohn die Hormonpräparate erhalten hatte, kehrte am zweiten Tag ein wenig Gefühl in seine Beine und Füße zurück, und am dritten Tag konnte er sie ein klein wenig bewegen. Ich war zutiefst bewegt und dankte Gott immer wieder in meinem Herzen. Was ich aber nicht erwartet hatte, war, dass am Morgen des vierten Tages, als ich meinem Sohn mein Handy reichen wollte, seine Hand plötzlich alle Kraft verlor und das Telefon mit einem „Plumps“ aufs Bett fiel. Als ich das sah, erstarrte ich: Was war los? Warum hatte es sich plötzlich verschlimmert? Ich rief eilig den Arzt, und er sagte: „Der Zustand Ihres Sohnes verschlechtert sich. Wenn das so weitergeht, könnte er sehr wohl ins Wachkoma fallen. Darauf müssen Sie vorbereitet sein.“ Als ich diese Worte hörte, war es, als wäre in meinem Kopf eine Bombe explodiert. Ich dachte bei mir: „Wenn er ins Wachkoma fällt, ist er dann nicht so gut wie tot?“ Ich war entsetzt und betete eilig im Stillen zu Gott: „Gott, mein Sohn ist noch so jung. All die Jahre hat er ununterbrochen seine Pflicht in der Kirche getan. Bitte beschütze ihn. Ich übergebe Dir meinen Sohn; Du entscheidest, ob er lebt oder stirbt.“

Später war die Lebensgefahr gebannt, und das Virus war unter Kontrolle. Ich schöpfte Hoffnung und dankte Gott unter Tränen im Gebet. Nachdem es einen halben Monat so weitergegangen war, schlug der Arzt vor, dass wir in eine Rehabilitationsklinik wechseln sollten, um seine Körperfunktionen wiederherzustellen. Als wir in der Reha-Klinik ankamen, sagte der Arzt: „Die beste Zeit für die Genesung von dieser Krankheit sind die ersten drei Monate. Bei der Schwere der Erkrankung Ihres Sohnes ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder stehen können wird, gering. Sollte er in den nächsten drei Monaten nicht wieder auf die Beine kommen, wird er es nie wieder schaffen.“ Eines Tages begleitete ich meinen Sohn bei seinem Reha-Training. Ihn so gelähmt und mit sorgenvollen Gesichtszügen im Bett liegen zu sehen, ließ mich innerlich noch schlechter fühlen. Ich dachte bei mir: „Ich glaube mit so viel Freude an Gott und meine einzige Hoffnung war, dass Er meinen Sohn und mich beschützen würde. Ich hätte nie gedacht, dass mein Sohn plötzlich zusammenbrechen und sich nicht mehr bewegen können würde, und jetzt ist es sogar ungewiss, ob er jemals wieder stehen kann. Wann wird das alles ein Ende haben?“ Mir kamen die Worte in den Sinn, die eine Schwester mir mitgegeben hatte: „Es ist kein Zufall, dass dein Sohn plötzlich so schwer erkrankt ist. Manchmal benutzt Gott eine bestimmte Situation, um die verdorbene Disposition in uns zu reinigen.“ Ich dachte darüber nach, was genau Gottes Absicht sein könnte, nahm mein Handy und las einen Abschnitt aus Gottes Worten: „So viele glauben an Mich, nur damit Ich sie heile. So viele glauben an Mich, nur damit Ich Meine Kraft gebrauche, um unreine Geister aus ihren Körpern auszutreiben, und so viele glauben an Mich, einfach nur, um Frieden und Freude von Mir zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur um größeren materiellen Reichtum von Mir zu fordern. So viele glauben an Mich, nur um dieses Leben in Frieden zu verbringen und um in der zukünftigen Welt sicher und gesund zu sein. So viele glauben an Mich, um das Leiden der Hölle zu vermeiden und die Segnungen des Himmels zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur wegen vorübergehender Bequemlichkeit, streben jedoch nicht danach, etwas in der zukünftigen Welt zu erlangen. Wenn Ich den Menschen Meinen Zorn gewähre und ihnen all die Freude und den Frieden nehme, die sie einst besaßen, beginnen sie zu zweifeln. Wenn Ich den Menschen die Leiden der Hölle gewähre und die Segnungen des Himmels zurückfordere, geraten sie in Wut. Wenn die Menschen Mich bitten, sie zu heilen, beachte Ich sie nicht und empfinde Abscheu für sie; die Menschen verlassen Mich, um stattdessen nach dem Weg der bösen Medizin und Zauberei zu suchen. Wenn Ich alles wegnehme, was die Menschen von Mir gefordert haben, verschwinden sie alle spurlos. Darum sage Ich, dass die Menschen an Mich glauben, weil Meine Gnade zu reichlich ist und weil es zu viele Vorteile dadurch zu gewinnen gibt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du über den Glauben?). Jedes Wort Gottes hallte tief in meinem Herzen wider. Er legte offen, dass die Glaubensansichten der Menschen falsch sind, dass sie alle ihre eigenen Absichten und Ziele verfolgen. Sie stellen Forderungen und Bitten an Gott, um von Ihm Gnade und Vorteile zu erlangen. Genau so ein Mensch war ich. Am Anfang hatte ich gesehen, wie meine Mutter von ihrer schweren koronaren Herzkrankheit geheilt wurde, nachdem sie zum Glauben an den Herrn gekommen war. Erst als ich Gottes Segen mit eigenen Augen sah, begann ich, an Gott zu glauben, zu entsagen und mich für Ihn aufzuwenden. Ich wollte auch, dass Gott mich beschützt, mich behütet und dafür sorgt, dass alles glattläuft. Egal ob bei Krankheit, Unheil oder irgendeiner anderen Schwierigkeit – ich schrie immer nach Gottes Hilfe. Ich hatte Gott als eine Art Zufluchtsort behandelt. Nachdem ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, war ich sogar noch williger, mich für Ihn abzumühen und mich aufzuwenden, weil ich dachte, dass ich durch ein solches Streben mit Sicherheit noch größere Segnungen von Gott erhalten würde. Aber als mein Sohn schwer erkrankte und ihm Lähmung oder sogar der Tod drohte, konnte ich es nicht akzeptieren. Ich beklagte mich bei Gott, rechtete mit Ihm und führte eine Strichliste über das, was er mir meiner Ansicht nach alles schuldig war. Ich rechnete auf, wie sehr ich mich in der Vergangenheit aufgewandt hatte, und benutzte dies als Kapital, um von Gott die Heilung meines Sohnes zu fordern, als stünde sie mir zu. Ich war genau wie diese religiösen Menschen, die sich als Schoßkinder Gottes sahen; ich betrachtete Gott als einen, der auf jede Bitte eingeht und den Menschen nur Gnade und Segen zuteilwerden lässt. Sobald ich etwas von Ihm forderte, sollte Er mich zufriedenstellen. Obwohl ich dem Allmächtigen Gott folgte, war meine Art zu glauben nicht dieselbe wie die dieser religiösen Menschen? So wie im Zeitalter der Gnade, als der Herr Jesus die fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen speiste. Diese Menschen wollten von Gott nur Vorteile. Sie kannten Gott nicht und interessierten sich weder für die Wahrheiten, die Er zum Ausdruck brachte, noch für Sein Werk. Gott stellte nur ihre fleischlichen Bedürfnisse zufrieden und predigte ihnen nicht weiter. Was Gott in den letzten Tagen tut, ist nicht das Werk der Krankenheilung und Dämonenaustreibung; Er drückt vielmehr Wahrheiten aus, um die Menschen zu richten und zu reinigen, damit sie ihre Verdorbenheit ablegen und Gottes Errettung erlangen können. Aber ich hatte all die Jahre nur an Gott geglaubt, um Segen und Vorteile zu erhalten. Ein solches Streben stand im Widerspruch zu Gottes Werk, wie könnte ich also gerettet werden? In diesem Moment verstand ich: Dass mein Sohn krank wurde, hatte Gott zugelassen, damit ich die Wahrheit suchen und in sie eintreten konnte. Doch ich hatte Gottes Werk nicht verstanden und hatte nicht nach Seiner Absicht gesucht, um die Wahrheit zu erlangen. Ich wollte nur, dass Er meinen Sohn beschützt und segnet, damit er so schnell wie möglich gesund würde. Ich war genauso wie diese religiösen Menschen, die Brot suchten, um ihren Hunger zufriedenzustellen – verhielt ich mich nicht wie eine Ungläubige? Ich konnte nicht länger auf so unvernünftige Art und Weise Forderungen an Gott stellen. Egal, wie sich der Zustand meines Sohnes entwickeln würde, ich war bereit, mich zu unterwerfen und Gottes Werk zu erfahren.

In der Folgezeit musste mein Sohn jeden Tag sechs verschiedene Reha-Übungen machen. Jedes Mal, wenn er eine beendet hatte, war er schweißgebadet. Nach etwa einem halben Monat kehrte ein wenig Gefühl in seine Arme und Beine zurück. Ich sah Licht am Ende des Tunnels und hoffte jeden Tag auf ein Wunder, ich hoffte, dass mein Sohn eines Tages wieder stehen könnte. Aber die Dinge liefen anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Eines Tages, als ich meinen Sohn beim Training begleitete, machte er sich in die Hose. Diese Szene zu sehen, hat mich damals extrem aufgewühlt. Obwohl mein Sohn außer Lebensgefahr war, trug er jeden Tag einen Urinbeutel und eine Windel. So leben zu müssen, war die reinste Qual! Mein Sohn war erst Anfang 30, noch so jung; wie sollte er in Zukunft so weiterleben? Mutlosigkeit machte sich in meinem Herzen breit, und so trat ich vor Gott und betete im Stillen: „Gott! Wenn mein Sohn nicht für sich selbst sorgen kann, wie soll er in Zukunft zurechtkommen? Gott, ich glaube an Deine Kraft. Wenn mein Sohn wieder stehen kann, werde ich mich mit Sicherheit noch mehr anstrengen und fleißig meine Pflicht tun.“ Aber dann wurde mir klar, dass ein solches Gebet nicht mit Gottes Absicht übereinstimmte, und ich dachte über mich nach. Ich hatte doch gesagt, dass ich bereit sei, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, warum also hatte ich schon wieder eine Forderung an Gott gestellt? In diesem Moment fiel mir ein Abschnitt aus Gottes Worten ein, also suchte ich ihn heraus, um ihn zu lesen. Gott sagt: „Ihr sehnt euch danach, dass Gott sich an euch erfreut, dennoch seid ihr weit weg von Gott. Was ist hier los? Ihr akzeptiert nur Seine Worte, aber nicht, dass Er euch zurechtstutzt, geschweige denn seid ihr imstande, jede Seiner Anordnungen zu akzeptieren, voll an Ihn zu glauben. Was ist dann hier los? Letztlich ist euer Glaube eine leere Eierschale, eine, die niemals ein Küken hervorbringen kann. Denn euer Glaube hat euch nicht die Wahrheit gebracht oder euch das Leben gegeben, sondern hat euch stattdessen ein trügerisches Gefühl von Hoffnung und seelischem Halt beschert. Dieses Gefühl von Hoffnung und seelischem Halt ist euer Ziel im Glauben an Gott, nicht die Wahrheit und das Leben. Deshalb sage Ich, dass der Verlauf eures Glaubens an Gott nichts anderes ist als der Versuch, sich bei Gott auf eine kriecherische und schamlose Art und Weise einzuschmeicheln, und in keiner Weise als wahrer Glaube gelten kann. Wie könnte ein Küken aus einem Glauben wie diesem hervorgebracht werden? Mit anderen Worten, was kann ein Glaube wie dieser erreichen? Der Zweck eures Glaubens an Gott ist es, Ihn zu benutzen, um eure eigenen Ziele zu verwirklichen. Ist das nicht noch mehr eine Tatsache eurer Kränkung der Disposition Gottes?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie man Gott auf Erden tatsächlich erkennt). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, spürte ich, wie meine Wangen brannten. Diese Worte gaben mir das Gefühl, als würde Gott mich von Angesicht zu Angesicht richten. Als der Arzt sagte, dass die Krankheit meines Sohnes wahrscheinlich nicht heilbar sei, hatte ich all meine Hoffnung auf Gott gesetzt und mit wohlklingenden Worten versucht, mich bei Ihm einzuschmeicheln und Seine Gunst zu erschleichen. Als Gott meinen Sohn beschützte und ihn vom Rande des Todes zurückholte, dankte ich Ihm voller Freude. Als sein Leben dann gerettet war, ihm aber eine Lähmung oder ein Wachkoma drohte, forderte ich von Gott, meinen Sohn davor zu bewahren, ins Wachkoma zu fallen. Ich stellte sogar gierig Forderungen an Gott: Wenn Er es meinem Sohn ermöglichen würde, für sich selbst zu sorgen, dann würde ich ganz sicher fleißig meine Pflicht tun, um Seine Liebe zurückzuzahlen. Ich erkannte, dass mein schamloses Einschmeicheln bei Gott nur dazu diente, meine eigenen Ziele zu erreichen. Ich war wirklich so verachtenswert! Ich stellte mir Gott so vor, als sei Er genauso wie die verdorbene Menschheit und ließe sich mit Schmeicheleien gewinnen. Ich dachte, solange ich ein paar nette Worte sagte, wäre Gott glücklich, würde mir Vorteile gewähren und die Krankheit meines Sohnes heilen. Gott ist heilig und treu, und Er möchte, dass die Menschen Ihn mit Herz und Ehrlichkeit anbeten, dass sie Ihm mit aufrichtigem Herzen begegnen. Doch ich hatte Gott geschmeichelt und versucht, Seine Gunst zu erschleichen, um meine persönlichen Ziele zu erreichen. Das war etwas, das Gott verabscheute. Dieses Mal hatte ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten am eigenen Leib erfahren. Hätte Er nicht solche Umstände arrangiert, hätte ich nie erkannt, dass mein Glaube all die Jahre nur darauf abzielte, Sicherheit und Segen zu erlangen. Selbst wenn ich ein Leben lang so an Gott geglaubt hätte, hätte ich niemals die Wahrheit und das Leben erlangt. Für mich waren diese Umstände eine gewaltige Errettung und ein Ausdruck Seiner Barmherzigkeit. Als ich das erkannte, vergoss ich Tränen der Schuld und des Selbstvorwurfs. Ich bereute, dass ich mich so sehr gegen Gott aufgelehnt, mich bei Ihm eingeschmeichelt und Ihn benutzt hatte; ich hatte Ihn nicht als Gott behandelt. Gott aber behandelte mich nicht nach meinen Taten, sondern gebrauchte Seine Worte, um mich zu führen und Seine Absicht zu verstehen. In diesem Moment schämte ich mich noch mehr, Gottes Liebe und Errettung empfangen zu haben. Ich betete im Stillen zu Gott: „Gott, egal, ob mein Sohn in Zukunft für sich selbst sorgen kann oder nicht, ich bin bereit, mich zu unterwerfen, die Wahrheit zu suchen, Deine Worte und Dein Werk zu erfahren und aus diesen Umständen meine Lektion zu lernen.“

Eines Tages, als ich meinen Sohn bei seinem Training begleitete, begann ich unbewusst, auf all die Erinnerungen während meines Glaubensweges zurückzublicken: Als die schwere koronare Herzkrankheit meiner Mutter geheilt wurde, forderte ich Segen vom Herrn. Als ich Geschäfte machte, hoffte ich auch, dass der Herr alles glattlaufen lassen würde. Nachdem ich diese Stufe von Gottes Werk angenommen hatte, entsagte ich zwar in gewissem Maße und wendete mich auch ein wenig auf, aber es geschah immer noch, um Gnade und Segen von Ihm zu fordern. Dann fiel mir ein Abschnitt aus Gottes Worten ein: „Die Disposition des Menschen ist äußerst böswillig geworden, seine Vernunft ist äußerst taub, und sein Gewissen wurde von dem Bösen völlig niedergetrampelt und hat vor Langem aufgehört, das ursprüngliche Gewissen des Menschen zu sein. Der Mensch ist dem menschgewordenen Gott nicht nur undankbar dafür, dass Er der Menschheit so viel Leben und Gnade geschenkt hat, sondern empfindet sogar Abscheu für Gott, weil Er ihm die Wahrheit geschenkt hat; weil der Mensch an der Wahrheit desinteressiert ist, empfindet er Abscheu für Gott. Der Mensch ist nicht nur unfähig, sein Leben für den menschgewordenen Gott niederzulegen, sondern er versucht auch, Ihm Gefälligkeiten zu entlocken, und verlangt eine Rückzahlung, die dutzendmal höher ist als das, was der Mensch Gott gegeben hat. So sind das Gewissen und die Vernunft des Menschen beschaffen, und doch denkt er immer noch, dies sei keine große Sache, und glaubt sogar, dass er zu viel für Gott aufgewendet habe und dass Gott ihm zu wenig geschenkt habe. Es gibt Menschen, die, nachdem sie Mir eine Schale Wasser gegeben haben, ihre Hände ausstrecken und verlangen, dass Ich sie für zwei Schalen Milch bezahle, oder die, nachdem sie Mir ein Zimmer für eine Nacht gegeben haben, verlangen, dass Ich eine vielfache Unterkunftsgebühr bezahle. Mit solcher Menschlichkeit und solch einem Gewissen, wie könntet ihr immer noch wünschen, Leben zu erlangen? Was seid ihr für nichtswürdige Schurken! Diese Art von Menschlichkeit im Menschen und diese Art von Gewissen im Menschen sind die Ursache dafür, dass der menschgewordene Gott durch das Land wandert, ohne Unterschlupf zu finden. Diejenigen, die wahrhaftig Gewissen und Menschlichkeit besitzen, sollten Gott anbeten und dem menschgewordenen Gott von ganzem Herzen dienen, nicht, weil Er so viel gewirkt hat, sondern sogar, wenn Er überhaupt nicht wirken sollte. Das sollte von denjenigen gemacht werden, die über eine gesunde Vernunft verfügen, und es ist die Pflicht des Menschen. Die meisten Menschen sprechen sogar von Bedingungen in ihrem Dienst an Gott: Es ist ihnen egal, ob Er Gott oder ein Mensch ist, und sie reden nur über ihre eigenen Bedingungen und streben nur danach, ihre eigenen Begierden zu befriedigen. Wenn ihr für Mich kocht, verlangt ihr eine Dienstleistungsgebühr, wenn ihr für Mich lauft, verlangt ihr ein Honorar für das Laufen, wenn ihr für Mich arbeitet, verlangt ihr ein Honorar für die Arbeit, wenn ihr Meine Wäsche wascht, verlangt ihr ein Honorar für das Waschen, wenn ihr die Kirche mit etwas versorgt, verlangt ihr die Kosten eurer Erholung, wenn ihr sprecht, verlangt ihr ein Honorar als Redner, wenn ihr Bücher austeilt, verlangt ihr ein Honorar für die Verteilung und wenn ihr schreibt, verlangt ihr ein Honorar für das Schreiben. Diejenigen, die Ich zurechtgestutzt habe, verlangen sogar eine Entschädigung von Mir, und diejenigen, die nach Hause geschickt worden sind, verlangen eine Wiedergutmachung dafür, dass ihr Ruf Schaden genommen hat; diejenigen, die unverheiratet sind, verlangen eine Mitgift oder eine Entschädigung für ihre verlorene Jugend, diejenigen, die ein Hühnchen töten, verlangen ein Honorar als Metzger, diejenigen, die Lebensmittel braten, verlangen ein Honorar für das Braten und diejenigen, die eine Suppe kochen, verlangen auch dafür eine Bezahlung … Das ist eure erhabene und mächtige Menschlichkeit, und das sind die Handlungen, die euch euer warmherziges Gewissen vorschreibt. Wo ist eure Vernunft? Wo ist eure Menschlichkeit? Lasst Mich euch sagen! Wenn ihr so weitermacht, werde Ich aufhören, unter euch zu wirken. Ich werde nicht inmitten eines Rudels von wilden Tieren in menschlicher Kleidung wirken. Ich werde nicht so für eine solche Gruppe von Menschen leiden, deren schöne Gesichter wilde Herzen verbergen. Ich werde nicht für ein solches Rudel von Tieren durchhalten, das nicht die kleinste Möglichkeit zur Errettung hat. Der Tag, an dem Ich euch Meinen Rücken zuwende, ist der Tag, an dem ihr sterbt, es ist der Tag, an dem Dunkelheit über euch kommt, und der Tag, an dem ihr vom Licht verlassen werdet. Lasst Mich euch sagen! Ich werde niemals einer Gruppe wie der euren gegenüber wohlwollend sein, einer Gruppe, die sogar unter den Tieren steht! Meine Worte und Taten haben Grenzen, und mit eurer Menschlichkeit und eurem Gewissen, so wie sie sind, werde Ich kein Werk mehr verrichten, weil es euch zu sehr an Gewissen fehlt, ihr habt Mir viel Leid zugefügt und euer verabscheuungswürdiges Verhalten ekelt Mich zu sehr an. Menschen, denen es derart an Menschlichkeit und Gewissen mangelt, werden niemals eine Chance auf Errettung haben. Ich würde niemals solche herzlosen und undankbaren Menschen retten(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Seine Disposition nicht zu ändern, bedeutet, in Feindschaft mit Gott zu sein). Immer wenn ich früher diesen Abschnitt aus Gottes Worten las, bezog ich ihn nie auf mich und sah sogar auf diese Leute herab. Ich dachte, wie wenig Menschlichkeit müssen Menschen haben, die Forderungen an Gott stellen und mit Ihm abrechnen! Als ich diese Worte heute las, schoss mir die Hitze ins Gesicht. Es war, als hätte man mir eine Ohrfeige gegeben; es war zutiefst beschämend. War ich nicht genau so ein Mensch? Seit ich anfing, an Gott zu glauben, war ich davon ausgegangen, dass Gott meine Familie schützen und Unheil von ihr abhalten würde. Ich entsagte allem, um größere Segnungen zu erlangen; welche Pflicht ich auch tat, ich tat sie willig, denn ich glaubte, da ich mich aufwendete, müsste Gott mir Gnade und Segen schenken und alle meine Forderungen zufriedenstellen. Ich machte das Ausführen meiner Pflicht als geschaffenes Wesen zu meinem Kapital, um Forderungen an Gott zu stellen, und die Segnungen mussten sogar um ein Vielfaches größer sein als mein Aufwenden. Als mein Sohn krank wurde, rechnete ich nach, wie sehr ich mich in all den Jahren aufgewendet hatte, und war überzeugt, dass Gott diese Krankheit für meinen Sohn sicherlich heilen würde. Ich forderte auch gierig, dass Gott ein Wunder wirken sollte, damit mein Sohn wieder stehen und für sich selbst sorgen könnte. Ich dachte, solange ich an Gott glaubte, müsste Er sich um mich kümmern und alle meine Forderungen zufriedenstellen. Andernfalls wäre Gott ungerecht. Auf diese Weise setzte ich Gott schamlos unter Druck und stellte mit dreister Selbstverständlichkeit Forderungen an Ihn. Mir fehlte wirklich jede Menschlichkeit und Vernunft. Ich dachte an Paulus im Zeitalter der Gnade, der beim Predigen des Evangeliums beträchtliches Leid ertrug, aber nicht nach der Wahrheit oder einer Veränderung der Disposition strebte. Er machte sein Leiden, das Zahlen eines Preises und seine harte Arbeit zu einer Bedingung und zu Kapital für den Eintritt ins Himmelreich und forderte eine Krone der Gerechtigkeit von Gott. Er sagte: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Paulus glaubte, dass Gott ungerecht sei, wenn Er ihm diese Krone nicht gewährte. Er begehrte öffentlich gegen Gott auf, verletzte dadurch Gottes Disposition und wurde bestraft. War der Weg, dem ich folgte, nicht genau derselbe wie der von Paulus? Es war der Weg, nicht nach der Wahrheit oder einer Veränderung der Disposition zu streben, sondern nur danach, Gnade und Segen von Gott zu erlangen. Ich erkannte, dass ich meine Jahre des Entsagens, des Aufwendens und der harten Arbeit sowie die Tatsache, dass mein Sohn nach seinem Glaubensbeginn seine Jugend aufgegeben und auf eine Heirat verzichtet hatte, um seine Pflicht zu tun, als Kapital nutzte, um Gott unter Druck zu setzen. Als Gott meine Wünsche nicht zufriedenstellte, stellte ich Ihn in Frage, war Ihm feindlich gesinnt und lehnte mich lautstark gegen Ihn auf. Ich war wirklich zu schamlos! Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wurde mir klar, dass mein Verhalten Gottes Disposition verletzt und Seinen Zorn hervorgerufen hatte. Ich bekam Angst; wenn ich immer noch nicht Buße täte, würde ich mit Sicherheit Gottes Bestrafung erleiden, genau wie Paulus. Ich betete eilig zu Gott und tat Buße: „Gott, in all den Jahren habe ich Dich nicht aufrichtig angebetet. Ich habe Dich immer nur als Mittel zum Zweck betrachtet und Dich gebeten, mein Verlangen nach Segen zufriedenzustellen. Ich bin wirklich so verachtenswert! Gott! Ich bin bereit, Dir gegenüber Buße zu tun. Egal, ob mein Sohn lebt oder stirbt oder ob er gelähmt bleibt, ich werde mich nicht mehr über Dich beklagen. Ich bin bereit, mich allen Umständen zu unterwerfen, die Du orchestrierst, und als ein geschaffenes Wesen mit Vernunft und Menschlichkeit zu handeln, um Deine Liebe zurückzuzahlen und Dein Herz zu trösten!“

Danach sagte ich zu meinem Sohn: „Lass uns unsere Einstellung korrigieren und die Dinge nehmen, wie sie kommen. Wir können nicht von Gott verlangen, dass Er deine Krankheit heilt, also lass uns die Lektion der Unterwerfung lernen. Selbst wenn du gelähmt bleibst und nie wieder stehen kannst, dürfen wir uns nicht beklagen.“ Er sagte: „Du hast recht. Wann ein Mensch geboren wird und wann er stirbt, liegt alles in Gottes Händen. Er hat das bereits vorherbestimmt; ich bin bereit, mich Ihm zu unterwerfen!“ Von da an litten mein Sohn und ich nicht mehr so sehr, und ich verlangte auch nicht mehr von Gott, meinen Sohn schneller gesund zu machen. Wir nahmen die Dinge einfach, wie sie kamen. Nicht lange danach begann sich der Zustand meines Sohnes unerwartet von Tag zu Tag zu bessern. Eines Tages fuhr mein Sohn wie immer in seinem Rollstuhl im Flur auf und ab. Ich war damals etwas müde, also ging ich ins Zimmer, um mich eine Weile auszuruhen. Ich hatte mich gerade hingelegt, als ich jemanden laut aus dem Flur rufen hörte: „Seht nur, dieser Mann ist gerade aufgestanden!“ Als ich diesen Ruf hörte, stieß ich die Tür auf, schaute hinaus und es war tatsächlich mein Sohn, der aufgestanden war. Es war wie im Traum; ich konnte kaum fassen, was ich da sah. In meinem Herzen sagte ich immer wieder: „Gott! Ich danke Dir, Gott! Ich preise Dich! Dass mein Sohn stehen kann, ist Deiner Kraft zu verdanken; es ist Deine Tat!“ Allmählich konnte mein Sohn auch seine Blasen- und Darmfunktion wieder kontrollieren und sogar allein im Rollstuhl zur Toilette fahren. Eines Tages sagte der Angehörige eines Patienten neidisch zu mir: „Mein Kind hat dieselbe Krankheit wie Ihr Sohn. Wir haben über eine Million Yuan ausgegeben, und er kann immer noch nicht stehen!“ Ich dachte bei mir: „Dass mein Sohn heute stehen kann, ist die Tat Gottes, und nur Gott besitzt diese Kraft!“ Jemand anderes sagte auch: „Ihr Kind ist wirklich einer von einer Million, dass er sich von dieser Krankheit so weit erholen konnte. Sie haben wirklich Glück!“ Ich lächelte und nickte und dankte Gott immer wieder in meinem Herzen! Einige Tage später wurden wir aus dem Krankenhaus entlassen und fuhren nach Hause.

Ich folge dem Allmächtigen Gott nun seit einundzwanzig Jahren. Wenn ich zurückblicke, hat Gott mich Schritt für Schritt durch diesen ganzen Prozess geführt. Nur war ich zu rebellisch und knüpfte immer Bedingungen an meinen Glauben an Gott. Ich handelte mit Gott, um Gnade und Segen zu erlangen. Hätte Gott nicht die Krankheit meines Sohnes benutzt, um mich zu offenbaren und meinen Traum vom Segen zerplatzen zu lassen, hätte ich diese abwegige und absurde Ansicht in meinem Glauben niemals erkannt. Ich sah, wie hässlich und verachtenswert mein Beweggrund für den Glauben an Gott war! Dieses Wirken Gottes zu erfahren, hat mich spüren lassen, dass die Krankheit meines Sohnes eine gewaltige Errettung für uns war. Gottes Liebe besteht nicht nur aus Gnade und Segen; Seine wahre Liebe liegt vielmehr in Krankheit und Schmerz, in Gericht und Züchtigung und in Prüfungen und Läuterung – all das sollte mich reinigen und verändern. Die Krankheit meines Sohnes ließ mich auch Gottes gerechtes, schönes und gutes Wesen erfahren. Heute hat sich mein Sohn körperlich weitgehend erholt. Wenn ich daran zurückdenke, wie der Arzt ihn quasi zum Tode verurteilte – und jetzt kann er nicht nur für sich selbst sorgen, sondern mir auch bei einigen Arbeiten helfen. Das ist etwas, worauf ich nicht einmal zu hoffen gewagt hatte. Ich sehe, dass Gott die Herrschaft über alle Dinge hat und sie anordnet, dass die Autorität über Leben und Tod des Menschen in Seinen Händen liegt und dass Er alles lenkt. Dank sei Gott für Seine Errettung!

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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