100. Wenn der Wunsch nach Segen zerbricht

Von Su Yi, China

Im Jahr 2011 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Keine zwei Jahre später starb mein Mann an einer Krankheit. Obwohl mein Kind noch klein war und die Familie finanzielle Probleme hatte, tat ich trotzdem weiterhin meine Pflichten. Später wurde ich zur Kirchenleiterin gewählt. Ich dachte: „Dass ich die Pflicht als Leiterin ausführen darf, ist eine Erhöhung durch Gott. Nur indem ich meine Pflichten tue, kann ich mehr gute Taten vorbereiten, und nur so werde ich Gottes Billigung finden und in Sein Königreich eingehen.“ Also gab ich mein Kind in die Obhut meiner Schwiegereltern und widmete meine ganze Zeit meinen Pflichten. Ich wandte mich voller Begeisterung in meinen Pflichten auf, und egal, welche Aufgaben die Kirche mir zuteilte, ich lehnte nie ab. Egal ob Regen oder Sonne, ich führte meine Pflichten unbeirrt weiter aus. Nach einer Weile zeigte die Arbeit, für die ich verantwortlich war, erste Ergebnisse. Später wurde ich zur Predigerin gewählt, und mein Verantwortungsbereich wurde immer größer. Das erfüllte mich mit Selbstzufriedenheit. Ich fand, dass ich Leiden ertragen, einen Preis zahlen, Opfer bringen und mich aufwenden konnte und bei meinen Pflichten sogar Ergebnisse erzielte, und ich glaubte, dass Gott mich sicherlich segnen würde. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ging ich meine Pflichten noch motivierter an. Später hatte ich ab und zu dumpfe Magenschmerzen, aber ich machte mir nicht viel daraus und tat meine Pflichten weiter.

Eines Morgens fuhr ich nach dem Frühstück mit dem Rad zu einem Versammlungsort. Als ich die Treppe hinaufging, liefen Wellen des Schmerzes durch meinen Magen. Dennoch hielt ich durch und brachte die Versammlung zu Ende. Danach ging ich zur Untersuchung ins Krankenhaus. Der Arzt sagte in ernstem Ton zu mir: „Sie haben eine erosive Gastritis mit Magenblutungen, und dieser Zustand erfordert eine umgehende Behandlung. Wird das nicht richtig therapiert, besteht die Gefahr, dass daraus Magenkrebs wird.“ Als ich den Arzt das sagen hörte, bekam ich etwas Angst und sorgte mich: Wenn mein Zustand nicht rechtzeitig behandelt würde und ich wirklich Magenkrebs bekäme und sterben würde, würde ich Gottes Errettung verpassen, und all meine Mühen und all mein Aufwand wären umsonst gewesen. Ich fühlte mich innerlich etwas schwach, aber dann erinnerte ich mich an Gottes Worte: „Wenn dir eine Krankheit widerfährt, dann ist dies Gottes Liebe und sicherlich sind darin Seine guten Absichten enthalten. Selbst wenn dein Fleisch ein wenig leidet, nimm keine Ideen von Satan an. Lobe Gott inmitten von Krankheit und erfreue dich an Gott inmitten deines Lobes. Verliere nicht den Mut angesichts von Krankheit, suche weiter und weiter und gib niemals auf, und Gott wird dich erhellen und erleuchten. Wie war der Glaube Hiobs? Der Allmächtige Gott ist ein allmächtiger Arzt! In der Krankheit zu verweilen, bedeutet krank zu sein, aber im Geist zu verweilen, bedeutet gesund zu sein. Solange du auch nur einen Atemzug hast, wird Gott dich nicht sterben lassen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Als ich über Gottes Worte nachdachte, sah ich wieder einen Hoffnungsschimmer. Mir wurde klar, dass hinter dieser Krankheit Gottes Absicht steckte. Ich durfte mich nicht beklagen. Zuerst musste ich mich unterwerfen und Vertrauen in Gott haben. Ich musste fest daran glauben, dass Gott mich nicht sterben lässt, solange ich noch Atem habe. Ich dachte daran, wie ich in den letzten Jahren stets Opfer gebracht und mich bei meinen Pflichten aufgewendet hatte. Als mein Kind noch so klein war und wir in Schwierigkeiten steckten, ja selbst, als mein Mann starb, gab ich meine Pflichten nicht auf. Also glaubte ich, dass Gott meine Mühen und mein Aufwenden für meine Pflichten berücksichtigen, mich beschützen und mich gesund machen würde.

Danach besorgte ich mir im Krankenhaus traditionelle chinesische Medizin und bekam auch Infusionen. Meine Pflichten tat ich wie gewohnt weiter. Doch ich hatte weiterhin oft Magenschmerzen und meine Verdauung war so schlecht, dass ich nur dünnen Haferbrei essen konnte. Manchmal litt ich auch unter Sodbrennen. Obwohl ich die Medikamente eine Weile nahm, verbesserte sich mein Zustand nicht, sondern wurde sogar schlimmer. Nach dem Essen hatte ich Verdauungsprobleme. Ich hatte ständig das Gefühl, als ob Essen in der Speiseröhre stecken würde und mir war oft übel. Selbst nachts spürte ich im Schlaf einen brennenden Schmerz im Magen. Angesichts dieser quälenden Krankheit fühlte ich mich innerlich sehr schwach. Ich dachte: „Ich habe meine ganze Zeit meinen Pflichten gewidmet. Ich leiste jeden Tag viel Arbeit, und selbst wenn ich krank bin, vernachlässige ich meine Pflichten nicht. Warum also hat Gott mich trotz all meiner Mühen und meines Aufwendens nicht beschützt und mich von meiner Krankheit geheilt?“ Ich missverstand Gott, haderte mit Ihm und meine Haltung war sehr negativ. Mir fehlte die Motivation für alles. Ich wollte Gottes Worte nicht essen und trinken und mich Gott nicht annähern. Ich hatte auch keine Gefühl der Bürde mehr für meine Pflichten, was sich auf alle Bereiche der Arbeit auswirkte. Die Schwester, die meine Gastgeberin war, bemerkte meinen schlechten Zustand und lud mich ein, mir mit ihr eine Lesung von Gottes Worten anzuhören. Gott sagt: „Gott kann den Menschen sowohl im positiven als auch im negativen Aspekt vervollkommnen. Es hängt davon ab, ob du zum Erfahren imstande bist und ob du danach strebst, von Gott vervollkommnet zu werden. Wenn du es wirklich anstrebst, von Gott vervollkommnet zu werden, dann kann dich das Negative keinen Verlust erleiden lassen, sondern dir Dinge bringen, die wirklicher sind. Es kann dich fähiger machen, zu wissen, an was es in dir mangelt, dich fähiger machen, deinen wirklichen Zustand zu begreifen, und dich erkennen lassen, dass der Mensch nichts hat und nichts ist; wenn du keine Prüfungen erfährst, dann erkennst du nicht und wirst immer das Gefühl haben, dass du über anderen stehst und besser bist, als alle anderen. Durch all dies wirst du sehen, dass alles, was vorher kam, von Gott getan wurde und von Gott beschützt war. Eintritt in Prüfungen lässt dich ohne Liebe oder Glauben zurück, dir fehlt Gebet, und du bist nicht imstande, Loblieder zu singen – und, ohne es zu bemerken, lernst du dich mittendrin selbst kennen. Gott hat viele Mittel, um den Menschen zu vervollkommnen. Er verwendet alle möglichen Umgebungen, um mit der verdorbenen Gesinnung des Menschen umzugehen und benutzt verschiedene Dinge, um den Menschen bloßzustellen; in einer Hinsicht befasst Er Sich mit dem Menschen, in einer anderen legt Er den Menschen bloß und in einer weiteren offenbart Er den Menschen, gräbt die ‚Geheimnisse‘ in den Tiefen des Herzens des Menschen aus und offenbart sie und zeigt dem Menschen dessen Natur, indem Er viele seiner Zustände offenbart. Gott vervollkommnet den Menschen durch viele Methoden – durch Offenbarung, Umgang mit dem Menschen, durch die Verfeinerung des Menschen und durch Züchtigung – damit der Mensch wissen kann, dass Gott praktisch ist(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur wer sich auf die Praxis konzentriert, kann vervollkommnet werden). Als ich zuhörte und darüber nachdachte, war ich tief bewegt. Gottes Worte spiegelten genau meinen Zustand wider. Als ich noch an keiner Krankheit litt, war ich bei meinen Pflichten eifrig und aktiv. Aber jetzt, da ich krank war und sich mein Zustand schon eine Weile nicht gebessert hatte, hatte ich den Glauben und das Gefühl der Bürde für meine Pflichten verloren. Ich hatte auch meine Motivation zum Beten verloren. Früher hatte ich gedacht, ich würde Gott sehr lieben, und da ich in der Lage sei, meine Familie zugunsten meiner Pflichtausführung zurückzustellen, sei ich also eine Person, die nach der Wahrheit streben und sie praktizieren würde. Nun sah ich, dass meine Größe ziemlich gering war und dass mir der wahre Glaube an Gott und die wahre Liebe zu Ihm fehlten. Gott nutzte diese Krankheit, um mich zu läutern und zu entlarven, damit ich meine Verdorbenheit und meine Unzulänglichkeiten erkennen konnte, und um meine Aufrichtigkeit und Unterwerfung Ihm gegenüber zu vervollkommnen. Ich durfte Gott nicht länger missverstehen oder negativ sein. Ich war nun bereit, meine Krankheit Gott anzuvertrauen und mich mit ganzem Herzen meinen Pflichten zu widmen. Als mir das klar wurde, verbesserte sich mein Zustand ein wenig.

Gegen Ende 2014 verschlimmerte sich mein Magenleiden. Selbst wenn ich nur wenig aß, fühlte ich mich aufgebläht und die Schmerzen kamen in Wellen. Ich fühlte mich innerlich sehr schwach und sorgte mich: Was würde passieren, wenn sich diese Krankheit hinziehen und sich zu Magenkrebs verschlimmern würde, und ich daran sterben würde? Wenn ich sterben würde und Gott mich nicht retten könnte, wären dann nicht all meine Mühen und mein Aufwand umsonst gewesen? Ich hatte meine Pflichten immer getan, ertrug Leiden und zahlte einen Preis und tat, selbst als ich krank war, meine Pflichten. Warum also hatte ich Gottes Segen und Schutz nicht erfahren? Ich lebte in Finsternis und wollte meine Pflichten nicht mehr tun. Also teilte ich der oberen Leiterin mit, dass ich zur Behandlung nach Hause fahren wollte. Die Leiterin hielt mit mir Gemeinschaft über Gottes Absicht. Sie schlug vor, meine Krankheit behandeln zu lassen und auf meinen Körper zu achten, während ich meine Pflichten tat. Ich dachte daran, dass meine Krankheit nicht so schwerwiegend war, dass ich nicht einmal mehr den kleinsten Teil meiner Pflichten ausführen könnte. Da ich eine Kirchenleiterin war, wäre es außerdem schwierig, auf Anhieb eine geeignete Person zu finden, der ich meine Arbeit übergeben konnte. Wenn ich meinen Pflichten den Rücken kehrte, würde das zeigen, dass es mir wirklich an Gewissen mangelte. Führte ich meine Pflichten jedoch fort, würde mich meine Krankheit einschränken. In meinem Leid rief ich zu Gott: „Gott, ich weiß nicht, wie ich diese Krankheit erfahren soll. Bitte führe mich, damit ich aus dieser Situation eine Lehre ziehe und Deine Absicht verstehe.“ An diesem Abend sprach ich mit den Brüdern und Schwestern über meinen Zustand. Sie lasen mir Gottes Worte vor, und zwei Passagen berührten mich zutiefst. Gott sagt: „So viele glauben an Mich, nur damit Ich sie heile. So viele glauben an Mich, nur damit Ich Meine Kraft gebrauche, um unreine Geister aus ihren Körpern auszutreiben, und so viele glauben an Mich, einfach nur, um Frieden und Freude von Mir zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur um größeren materiellen Reichtum von Mir zu fordern. So viele glauben an Mich, nur um dieses Leben in Frieden zu verbringen und im nächsten Leben heil und unversehrt zu sein. So viele glauben an Mich, um das Leiden der Hölle zu vermeiden und die Segnungen des Himmels zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur wegen vorübergehender Bequemlichkeit, streben jedoch nicht danach, etwas im nächsten Leben zu erlangen. Wenn Ich den Menschen Meine Wut gewähre und ihnen all die Freude und den Frieden entreiße, die sie einst besaßen, beginnen sie zu zweifeln. Wenn Ich den Menschen die Leiden der Hölle zuteilwerden lasse und ihnen die Segnungen des Himmels entziehe, geraten sie in Wut. Wenn die Menschen Mich bitten, sie zu heilen, und Ich sie nicht beachte und Abscheu für sie empfinde, verlassen die Menschen Mich, um stattdessen nach dem Weg der bösen Medizin und Hexerei zu suchen. Wenn Ich alles wegnehme, was die Menschen von Mir gefordert haben, verschwinden sie alle spurlos. Darum sage Ich, dass die Menschen an Mich glauben, weil Meine Gnade zu reichlich ist und weil es zu viele Vorteile dadurch zu gewinnen gibt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). „Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Almosen und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Nach dem Lesen von Gottes Worten hielt eine Schwester ausgiebig Gemeinschaft mit mir. Sie erinnerte mich daran, dass es unvernünftig sei, Gott ständig zu bitten, meine Krankheit von mir zu nehmen. Durch das Lesen von Gottes Worten und das Zuhören bei ihrem gemeinschaftlichen Austausch fühlte ich mich plötzlich erhellt. Mir wurde klar, dass ich nur an Gott glaubte, um Segen zu empfangen. Anfangs war ich in der Lage gewesen, meine Familie und mein Kind zurückzustellen, um meine Pflichten zu tun. Doch das alles tat ich nur, um Gottes Schutz und Segen zu erhalten, damit Gott mich retten würde und ich in das Himmelreich eingehen könnte. Angesichts der Krankheit hoffte ich, Gott würde meine Mühen und meinen Aufwand für meine Pflichten berücksichtigen und mich heilen. Doch als die Zeit verging und mein Zustand sich nicht besserte, sondern verschlimmerte, wurde ich negativ und beklagte mich. Ich stellte Gott zur Rede, warum Er mich nicht gesund machte. Als mein Zustand ernst wurde, dachte ich sogar über einen Ausweg für mich nach und wollte meine Pflichten aufgeben und nach Hause fahren, um mich auszukurieren. Ich erkannte, dass meine Ziele, wie ich mich für Gott in meinen Pflichten aufwandte, falsch waren. Ich wollte durch mein Leid und meinen Aufwand Gottes Segen erlangen. Und als ich meine Ziele nicht erreichte, dachte ich daran, mich von Gott abzuwenden. Inwiefern tat ich da meine Pflichten? Inwiefern war ich Gott gegenüber treu oder gehorsam? Es war offensichtlich, dass ich Gott benutzte und versuchte, einen Handel mit Ihm einzugehen. Ich behandelte Gott nicht als Gott, sondern wie ein Füllhorn, wie ein Schweizer Taschenmesser. Ich war wirklich egoistisch und verachtenswert! In diesem Moment verstand ich, dass es Gottes Absicht war, mich mit dieser Krankheit zu konfrontieren, und dass dies meine falschen Ansichten, Motive und Begierden enthüllte. Andernfalls würde ich immer noch denken, ich hätte meiner Familie und meiner Karriere entsagt, um meine Pflichten zu tun, und würde Gott große Liebe erweisen. Die Wahrheit war: Ich tat meine Pflicht nicht, um Gott zufriedenzustellen. Ich tat sie aus unreinen Absichten und Motiven, die auf einen Tauschhandel abzielten. Würde ich mit dieser Einstellung weiterhin an Gott glauben und meine Pflichten tun, würde Gott mich am Ende nur verschmähen!

In meiner Suche sah ich auch, dass ich Gottes Allmacht und Herrschaft nicht kannte. Angesichts meiner Krankheit sorgte ich mich ständig, dass sich mein Zustand verschlimmern könnte und ich sterben würde. Mein Glaube war zu gering. Gott sagt: „Alles am Menschen wird von Gott kontrolliert und Gott entscheidet, ob der Mensch lebt oder stirbt(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). „Wer von der ganzen Menschheit wird in den Augen des Allmächtigen nicht umsorgt? Wer lebt nicht inmitten der Vorherbestimmung des Allmächtigen? Erfolgen das Leben und der Tod des Menschen durch dessen eigene Entscheidung? Kontrolliert der Mensch sein eigenes Schicksal? Viele Menschen rufen nach dem Tod, doch er ist weit von ihnen entfernt; viele Menschen wollen jene sein, die im Leben stark sind und fürchten den Tod, doch ohne ihr Wissen, naht der Tag ihres Ablebens und stürzt sie in den Abgrund des Todes. Viele Menschen schauen mit tiefen Seufzern in den Himmel; viele Menschen verfallen in großes jammerndes Schluchzen; viele Menschen fallen inmitten der Prüfungen; und viele Menschen werden inmitten von Versuchungen gefangen genommen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 11). Gottes Worte ließen mich verstehen, dass Gott alles kontrolliert und über alles die Herrschaft hat, und dass Leben und Tod des Menschen in Seinen Händen liegen. Ob sich meine Krankheit bessern würde, lag ebenfalls in Gottes Händen. In dieser Zeit wurde ich ständig von meiner Krankheit eingeschränkt. Ich hatte Angst, mein Zustand könnte sich zu Krebs verschlimmern und lebensbedrohlich werden, daher dachte ich daran, meine Pflichten aufzugeben, um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Mit Worten behauptete ich, dass Gott über alles herrscht, aber im wirklichen Leben hatte ich keinen wahren Glauben an Gott. Angesichts von Schwierigkeiten verließ ich mich nicht auf Gott und wandte meinen Blick nicht Ihm zu. Stattdessen lebte ich in Sorge und Angst und dachte über einen Ausweg für mich nach. Ich glaubte nicht daran, dass es in Gottes Händen lag, ob es mir besser ging oder nicht. Vielmehr dachte ich, nur wenn ich mich auf mich selbst verlassen, medizinische Behandlung suchen und mich auf die Erholung konzentrieren würde, könnte meine Krankheit geheilt werden. War das nicht die Sichtweise einer Ungläubigen? Als mein Mann krank war, brachte ich ihn überall hin, um ihn behandeln zu lassen, aber die Ärzte sagten, sein Zustand sei unheilbar. Freunde und Familie rieten mir, keine vergeblichen Mühen mehr zu unternehmen, aber ich weigerte mich noch immer, das Schicksal zu akzeptieren. Um seine Krankheit behandeln zu lassen, brauchte ich all unsere Ersparnisse auf und machte sogar Schulden. Obwohl ich mich aufopferungsvoll um ihn kümmerte und an seiner Seite blieb, konnte ich ihm am Ende nicht das Leben retten. Dadurch wurde mir klar, dass Leben und Tod von Gott vorherbestimmt sind. Menschen können ihr Schicksal nicht kontrollieren und auch das Schicksal anderer nicht ändern. Tatsächlich konnte ich, egal ob ich meine Pflichten in der Kirche tat oder nach Hause fuhr, weiterhin ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und wie gewohnt auf meinen Körper achten. Doch ob sich meine Krankheit bessern oder verschlechtern würde, wurde von Gott bestimmt. Auch die Lebensdauer eines Menschen wird von Gott festgelegt. Wenn meine Zeit gekommen wäre, würde sich mein Zustand plangemäß auch dann verschlechtern, wenn ich meine Pflichten aufgäbe und zur Erholung zu Hause bliebe, und ich würde sterben, wenn meine Zeit gekommen wäre. Doch wenn meine Zeit noch nicht gekommen und meine Mission noch nicht erfüllt war, würde Gott mich nicht vorzeitig sterben lassen. Ich sah, dass ich Gottes Allmacht und Herrschaft nicht gekannt hatte und dass ich meine Tage in Sorge und Angst verbracht hatte, bangend, ob sich meine Krankheit verschlimmern und ich sterben würde. Ich war wirklich töricht und ignorant gewesen! In Wirklichkeit waren diese Sorgen unnötig und änderten gar nichts. Das Einzige, was ich tun konnte, war, alles in Gottes Hände zu legen und mich Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen zu überlassen. Gleichzeitig konnte ich ärztliche Hilfe suchen, mich normal erholen und meine Pflichten so gut wie möglich ausführen. Unabhängig davon, wie lange ich leben würde oder ob sich meine Krankheit besserte, musste ich mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen.

Später las ich weitere Worte Gottes: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Pflicht des Menschen und der Tatsache, ob er Segnungen empfängt oder Weh begegnet. Pflicht ist, was der Mensch erfüllen sollte; es ist seine vom Himmel gesandte Berufung und er sollte sie ausführen, ohne Belohnungen zu suchen und ohne Bedingungen oder Ausreden. Nur das kann als die Ausführung der eigenen Pflicht bezeichnet werden. Segnungen zu empfangen bezieht sich auf die Segnungen, die ein Mensch genießt, wenn er, nachdem er gerichtet wurde, vervollkommnet wird. Weh begegnen bezieht sich auf die Strafe, die ein Mensch erhält, wenn sich seine Disposition nach dem Durchlaufen der Züchtigung und des Gerichts nicht ändert – das heißt, wenn er nicht vervollkommnet wird. Jedoch unabhängig davon, ob sie Segnungen empfangen oder Weh über sie kommt, sollten geschaffene Wesen ihre Pflicht erfüllen, tun, was sie tun sollten, und tun, was sie tun können; dies ist das Mindeste, das eine Person – eine Person, die nach Gott strebt – tun sollte(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass ich ein geschaffenes Wesen bin und dass es vollkommen normal und gerechtfertigt ist, meine Pflichten zu tun. Ich sollte also nicht versuchen, mit Gott einen Handel einzugehen oder Belohnungen von Ihm zu fordern. Unabhängig davon, wie Gott mich in Zukunft behandelt, ob ich gesegnet werde oder Unheil erleide, sollte ich an meiner Stellung als geschaffenes Wesen festhalten, mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und meine Pflichten erfüllen. Ob ein Mensch letztendlich von Gott gerettet werden kann, hängt davon ab, ob er Gottes Gericht und Reinigung annehmen, seine verdorbene Disposition ablegen und Vereinbarkeit mit Gott erreichen kann. Gottes Segen verdient man sich nicht durch harte Arbeit, Leid oder Opfer. Seit ich zu Gott gefunden hatte, gab ich mich einfach mit äußerlichem Eifer und Geschäftigkeit zufrieden, hatte nicht nach der Wahrheit gestrebt und mich nicht auf meinen Lebenseintritt konzentriert, und ich dachte durch Gottes Worte nur selten über mich selbst nach und erlangte durch sie Selbsterkenntnis. Nachdem ich einige Opfer gebracht und mich eingermaßen aufgewendet hatte, glaubte ich, ein Recht darauf zu haben, Gottes Segen zu genießen. Als meine Hoffnungen auf Segen zerbrachen, begann ich, Gott misszuverstehen und mich über Ihn zu beklagen. Ich bereute sogar meine früheren Opfer und war nicht mehr bereit, meine Pflichten zu tun. Gott ist heilig und gerecht, und jemand wie ich, selbstsüchtig und verachtenswert, die stets nach Segen strebte und versuchte, mit Gott einen Handel einzugehen, die Ihn benutzte und täuschte, dabei aber Segen empfangen und in das Himmelreich eingehen wollte, so jemand war einfach wahnhaft! Ich strebte nicht nach der Wahrheit, und nach Jahren des Glaubens an Gott hatten sich meine Ansichten über alles Mögliche und die Lebensdisposition nicht geändert. Selbst wenn ich sehr gelitten oder meine Tage damit verbracht hätte, ständig unterwegs zu sein, wäre ich jemand geblieben, der sich Gott widersetzt, und letztendlich würde ich ausgemustert und bestraft werden. Ich bin ein geschaffenes Wesen, und es ist vollkommen normal und richtig, dass ich mich für Gott aufwende. Ich habe kein Recht, von Gott Segen zu fordern. Stattdessen sollte ich mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen und meine Pflichten gut ausführen, und was mein Ende und mein Bestimmungsort sein werden, das liegt bei Gott, Als mir das klar wurde, betete ich zu Gott: „Gott, ohne diese Krankheit würde ich meine unreine Absicht, in meinem Glauben nach Segen zu suchen, nicht erkennen. Ich bin bereit, meine Absicht, nach Segen zu suchen, loszulassen. Und unabhängig davon, ob es mir besser geht oder nicht, solange ich noch atme, werde ich mich für Dich aufwenden und meine Pflichten tun. Selbst wenn diese Krankheit eines Tages so schlimm wird, dass ich sterbe, werde ich mich nicht beklagen, und ich werde mich Deiner Herrschaft und Deinen Anordnungen unterwerfen.“

Eines Tages las ich während meiner Andachten, dass Gottes Worte sagen: „Manchmal wird Gott einige Situationen für dich errichten, dich durch die Menschen um dich herum zurechtstutzen und veranlassen, dass du leidest, und du kannst die Lektionen lernen und hast die Chance, die Wahrheit zu verstehen und die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Gott verrichtet genau jetzt dieses Werk; Er lässt dein Fleisch von Krankheit und Leiden heimsuchen, damit du oft vor Ihn treten kannst, um die Wahrheit zu suchen, über dich selbst nachzudenken und Lektionen zu lernen, und so fähig wirst, deine verdorbenen Dispositionen zu beseitigen und deine Pflicht zu erfüllen. Zum Beispiel sagte Paulus oft, er habe einen Dorn im Fleisch – was war dieser Dorn? Es war eine Art Krankheit, und er konnte ihr nicht entkommen. Er wusste nur zu gut, was diese Krankheit war, dass sie auf seine Disposition und seine Natur gerichtet war. Wäre er nicht von diesem Dorn geplagt, nicht von dieser Krankheit heimgesucht worden, hätte er vielleicht an irgendeinem Ort und zu irgendeinem Zeitpunkt sein eigenes Königreich errichtet, doch aufgrund seiner Krankheit hatte er nicht die Kraft dazu. Daher stellt eine Krankheit oft eine Art ‚Schutzschirm‘ für die Menschen dar. Wenn du nicht krank bist, werden deine Gedanken wild, und du wirst ungezügelt sprechen und handeln, vor Energie strotzen, und könntest in irgendeiner Weise Böses tun und irgendeine Art von Ärger verursachen. Menschen können leicht die Vernunft verlieren, wenn sie extrem arrogant und zügellos sind. Sie werden es bereuen, wenn sie Böses begangen haben, aber dann liegt es nicht mehr in ihrer Hand. Deshalb ist es gut, ein wenig krank zu sein, es beschützt die Menschen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Glauben an Gott ist das Erlangen der Wahrheit das Wichtigste). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war ich von Dankbarkeit gegenüber Gott erfüllt. Hätte mich diese Krankheit nicht befallen, wäre meine unreine Absicht, in meinem Glauben nach Segen zu suchen, nicht bloßgestellt worden, und ich hätte weiterhin meine harte Arbeit als Kapital genutzt, um zu versuchen, mit Gott einen Handel einzugehen. Je mehr Verantwortung ich übernommen und je mehr Leid ich ertragen hätte, desto arroganter wäre ich geworden, in dem Glauben, ich hätte das Kapital, Gottes Billigung und Segen zu verdienen. Wäre diese Krankheit nicht gekommen, um meine falschen Ansichten darüber, wonach ich streben sollte, zu offenbaren, hätte ich meine unreine Absicht in meinem Glauben an Gott nicht erkannt, und ich wäre weiterhin den falschen Weg gegangen, genau wie Paulus, der von Gott eine Krone der Gerechtigkeit forderte, sich Ihm widersetzte und letztendlich von Gott ausgemustert und bestraft wurde. Rückblickend war die Krankheit, die mich befallen hatte, tatsächlich wie eine Art Schutzschirm über mir. Es war Gottes Art, mich zu beschützen, und obwohl ich körperlich litt, korrigierte sie meine Sichtweise hinter meinem Streben. Diese Dinge hätte ich in einem komfortablen Umfeld nicht erlangen können. Dass Gott mir erlaubte, Krankheit zu erfahren, geschah nicht, um mir das Leben schwer zu machen. Vielmehr war es Seine Absicht, mich zu verändern, mich in die Lage zu versetzen, die Wahrheit zu suchen, durch die Krankheit über mich selbst nachzudenken und mich selbst zu erkennen und so vor Ihm Buße zu tun. Durch meine Krankheit erkannte ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten und verstand, dass alles, was Gott an den Menschen tut, stets der Errettung und der Liebe dient. Ich war Gott wirklich dankbar!

Danach widmete ich mich mit ganzem Herzen meinen Pflichten. Obwohl ich manchmal dachte: „Wie schön wäre es, einen gesunden Körper zu haben, ich frage mich, wann meine Krankheit besser wird“, wurde mir schnell klar, dass ich immer noch Forderungen an Gott stellte und mich nicht unterwarf. Also betete ich im Stillen zu Gott: „Gott, egal wie lange mich die Krankheit noch begleitet, selbst wenn sich meine Krankheit nicht bessert, bin ich bereit, mich Deinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, und solange ich noch atme, werde ich an meinen Pflichten festhalten.“ Durch das Gebet wurde mein Herz viel ruhiger. Als ich darüber nachdachte, wie ich mich zuvor in meiner Krankheit gesuhlt und die Kirchenarbeit verzögert hatte und dass Gott mir durch meine Pflichten dennoch die Möglichkeit gab, Buße zu tun, war ich bereit, meine bisherige Einstellung zu meinen Pflichten zu ändern und die Schuld, die ich Gott gegenüber hatte, zu begleichen. Später fasste ich mit meiner Arbeitspartnerin die Abweichungen und Probleme bei der Arbeit zusammen. Wir notierten die Aufgaben, die umgesetzt werden mussten, eine nach der anderen, hielten mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft, um sie umzusetzen, und lösten tatsächlich die Probleme, auf die die Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten stießen. Nach einiger Zeit verbesserte sich die Arbeit der Kirche in allen Bereichen etwas, und auch die Brüder und Schwestern waren bei ihren Pflichten aktiv. Auch ich fühlte mich sehr ermutigt und wurde von meiner Krankheit nicht mehr so eingeschränkt wie zuvor. Eines Tages stieß ich zufällig auf ein Heilmittel, mit dem ich meine Magenprobleme behandeln konnte, und nachdem ich das Medikament einige Male eingenommen hatte, hörte mein Magen auf zu schmerzen, und mein Körper erholte sich allmählich. Ich dankte und pries Gott aus tiefstem Herzen und sah, wie weise und allmächtig Gott ist. Alles, was Gott tut, dient dazu, mich zu verändern und zu reinigen!

Beim Erleben dieser Krankheit litt ich zwar körperlich, aber ich konnte meine falschen Ansichten über den Glauben an Gott korrigieren, und die Unreinheiten in meinem Glauben wurden ein Stück weit gereinigt. Ich verstand auch, dass es für ein geschaffenes Wesen vollkommen normal und gerechtfertigt ist, seine Pflichten zu tun, und dass man sich, unabhängig davon, ob man Segen oder Leid erfährt, Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen und seine Pflichten erfüllen sollte. Diese Erkenntnisse und Veränderungen, die ich erlangt habe, sind allesamt Resultate, die durch das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten erzielt wurden.

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