59. Was dahintersteckt, wenn man davor zurückschreckt, eine Last zu tragen
Im September 2022 arbeitete ich mit Schwester Li Ming zusammen, um Neulinge zu bewässern. Ich wurde gerade erst in diese Pflicht eingearbeitet, und da Li Ming schon lange Neulinge bewässerte, verließ ich mich ziemlich auf sie. Sie kümmerte sich hauptsächlich um die Förderung der Leute und löste die verschiedenen Schwierigkeiten und Probleme der Neulinge. Wenn Li Ming mit mir über die Förderung von Leuten sprach, speiste ich sie manchmal einfach ab. Ich dachte, es reiche aus, wenn sie die Hauptverantwortung trug, und ich müsse nur die Neulinge bewässern, für die ich zuständig war. In meiner Freizeit konnte ich auch die Erfahrungszeugnisse der Brüder und Schwestern lesen und Hymnen hören, und ich fand es ziemlich gut, meine Pflichten auf diese Weise zu tun.
Später wurde Li Ming aufgrund der Erfordernisse der Arbeit in eine andere Kirche versetzt, um dort ihre Pflichten zu tun, und plötzlich stand ich unter großem Druck und dachte: „Werde ich so viele Neulinge alleine bewässern können? Wo soll ich so kurzfristig jemanden finden, der mir dabei hilft? Wie viel Zeit und Energie wird es wohl kosten, wenn ich jemand Neues suchen und fördern muss? Ich bin eh schon sehr mit der Bewässerung der Neulinge beschäftigt, und jetzt muss ich auch noch einen Anfänger fördern. Werde ich dadurch nicht noch mehr zu tun haben? Wie soll ich da noch freie Zeit für mich finden?“ Ich spürte innerlich etwas Widerstand und wollte nur, dass die Leitung schnell jemanden zur Zusammenarbeit einteilt, um meine Arbeitsbelastung zu verringern. Aber es würde dauern, einen geeigneten Bewässerer zu finden. Vor ihrem Weggang erwähnte Li Ming, dass es eine Schwester gäbe, die zwar ein gutes Kaliber habe und verständnisvoll sei, aber jung und unbeständig. Deshalb ermutigte sie mich, diese Schwester stärker zu fördern. Ich stimmte zwar zu, aber innerlich fühlte ich mich ungerecht behandelt und bedrückt. Ich dachte: „Es ist keine leichte Aufgabe, diese Schwester zu fördern. Wie viel Mühe wird das wohl kosten?“ In den nächsten Tagen war ich bei meinen Pflichten sehr passiv, und wenn Neulinge Probleme oder Schwierigkeiten hatten, fehlte mir die Motivation, sie zu lösen. Ich spulte bei den Versammlungen mit den Neulingen nur mein Programm ab, und das brachte keine Ergebnisse. Eines Tages blieb mein E-Bike auf halber Strecke liegen, sodass ich es schieben musste und über eine Stunde brauchte, um nach Hause zu kommen. Ich war so erschöpft, dass ich keinen Muskel mehr rühren konnte, und fühlte mich völlig ausgelaugt. Ich wusste, dass diese Situation kein Zufall war, also dachte über mich nach und betete zu Gott: „Gott, seit ich erfahren habe, dass Li Ming versetzt wird, regt sich Widerstand in mir und ich beklage mich innerlich. Mir ist klar, dass mein Zustand falsch ist, und ich bin bereit, über mich nachzudenken und vor Dir Buße zu tun. Bitte führe mich, damit ich Deine Absicht verstehe.“
Nach dem Gebet fiel mir eine Zeile aus Gottes Worten ein: „Je mehr Bürde du für Gottes Auftrag trägst, desto leichter wird es für dich sein, von Ihm vervollkommnet zu werden.“ woraufhin ich den Abschnitt schnell heraussuchte. Der Allmächtige Gott sagt: „Gottes Worte zu essen und zu trinken, dich im Beten zu üben, Gottes Bürde zu akzeptieren und die Aufträge anzunehmen, die Er dir anvertraut hat – all dies dient dem Zweck, dass du einen Weg hast, auf dem du vorankommst. Je mehr Bürde du für Gottes Auftrag trägst, desto leichter wird es für dich sein, von Ihm vervollkommnet zu werden. Manche Leute sind nicht einmal bereit, im Dienst an Gott mit anderen zusammenzuarbeiten, wenn sie dazu aufgefordert werden; das sind faule Leute, die Bequemlichkeit begehren. Je mehr von dir verlangt wird, mit anderen zusammenzuarbeiten, um zu dienen, desto mehr Erfahrungen wirst du machen. Da du mehr Bürden und mehr Erfahrungen hast, wirst du mehr Gelegenheiten bekommen, um vervollkommnet zu werden. Wenn du Gott mit Aufrichtigkeit dienen kannst, wirst du daher auf Gottes Bürde Rücksicht nehmen; somit wirst du mehr Gelegenheiten haben, von Gott vervollkommnet zu werden. Eine solche Gruppe von Menschen wird zum jetzigen Zeitpunkt vervollkommnet. Je mehr der Heilige Geist dich bewegt, desto mehr Rücksicht wirst du auf Gottes Bürde nehmen, desto mehr wirst du von Gott vervollkommnet werden, desto mehr wirst du von Ihm gewonnen werden – bis du am Ende zu einem Menschen wirst, den Gott einsetzt. Momentan gibt es einige, die keine Bürden für die Kirche tragen. Diese Leute sind nachlässig und schlampig, und kümmern sich nur um ihr eigenes Fleisch. Solche Menschen sind äußerst selbstsüchtig und sind außerdem blind. Du wirst keine Bürde tragen, wenn du nicht imstande bist, diese Sache klar zu erkennen. Je mehr Rücksicht du auf Gottes Absichten nimmst, desto größer ist die Bürde, die Er dir anvertrauen wird. Selbstsüchtige Menschen sind nicht bereit, solche Dinge zu durchleiden; sie sind nicht bereit, den Preis zu zahlen, und infolgedessen werden sie Gelegenheiten verpassen, von Gott vervollkommnet zu werden. Schaden sie sich nicht selbst?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nimm auf Gottes Absichten Rücksicht, um Vollkommenheit zu erlangen). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass die Frage, ob man für Gottes Auftrag eine Last trägt oder nicht, direkten Einfluss darauf hat, ob man vervollkommnet werden kann. Wenn jemand seine Pflichten mit einem Gefühl der Last tut, nach der Wahrheit strebt und Gottes Absichten berücksichtigt, wird der Heilige Geist diese Person erleuchten und führen, was es ihr ermöglicht, die Wahrheit zu verstehen und im Zuge ihrer Pflichten geistliches Wachstum im Leben zu erfahren. Im Gegensatz dazu können diejenigen, die nicht nach der Wahrheit streben, sehr faul sind, keine Verantwortung übernehmen wollen und Gottes Absichten nicht berücksichtigen, das Wirken des Heiligen Geistes unmöglich empfangen und werden letztendlich nichts gewinnen. Als ich über meinen Zustand nachdachte, sah ich, dass ich genau die Art von fauler und bequemlichkeitsliebender Person war, die Gott enthüllt hat. Als die Arbeitsbelastung zunahm und ich körperliches Leid ertragen musste, spürte ich Widerstand und war nicht bereit mitzuarbeiten. Mit einer solchen Einstellung zu meinen Pflichten würde ich gewiss nicht die Wahrheit erlangen oder vervollkommnet werden. Bei diesem Gedanken war ich etwas bestürzt, verstand aber die mühevolle und gewissenhafte Absicht, die Gott damit verfolgte. Nun, da Li Ming versetzt worden war, war die Bewässerungsarbeit an mir hängen geblieben, doch Gott wollte mir das Leben nicht schwer machen; vielmehr schulte Er mich. Egal, ob es darum ging, Neulinge zu bewässern oder andere zu fördern: Wenn ich auf Probleme und Schwierigkeiten stieß, gab es niemanden, auf den ich mich stützen konnte, was mich noch mehr anspornte, mich auf Gott zu verlassen, die Wahrheit zu suchen und zu lernen, Probleme mithilfe der Wahrheit zu lösen. Das war Gottes Gnade! Dennoch hatte ich Rücksicht auf mein Fleisch genommen, Mühsal und Erschöpfung gefürchtet und war nicht bereit gewesen, Verantwortung zu übernehmen. Ich hatte die Gelegenheit von mir gestoßen, von Gott vervollkommnet zu werden und die Wahrheit zu erlangen. Ich wusste wirklich nicht, was gut für mich war!
Dann las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten: „Alle, die nicht nach der Wahrheit streben, führen ihre Pflichten mit einer Einstellung aus, der es an Verantwortungsbewusstsein mangelt. ‚Wenn jemand vorausgeht, gehe ich hinterher; wo auch immer er hingeht, gehe ich auch hin. Ich werde tun, was immer er von mir verlangt. Wenn es darum geht, Verantwortung und Besorgnis auf mich zu nehmen oder mir mehr Mühe zu geben, um etwas zu machen, etwas mit ganzem Herzen und ganzer Kraft zu tun – das schaffe ich nicht.‘ Diese Menschen sind nicht bereit, den Preis zu zahlen. Sie sind nur gewillt, sich zu bemühen, nicht, Verantwortung zu übernehmen. Das ist nicht die Einstellung, mit der man eine Pflicht wirklich ausführt. Man muss lernen, mit dem Herzen dabei zu sein, wenn man eine Pflicht ausführt, und ein Mensch mit einem Gewissen kann das schaffen. Wenn jemand bei der Ausführung seiner Pflicht nie mit dem Herzen dabei ist, bedeutet das, dass er kein Gewissen hat, und diejenigen ohne Gewissen können die Wahrheit nicht erlangen. … Seine Pflicht mit Leib und Seele auszuführen und Verantwortung übernehmen zu können, erfordert, Härten zu ertragen und einen Preis zu zahlen – es reicht nicht aus, nur über diese Dinge zu reden. Wenn du dein Herz nicht in deine Pflicht investierst und dich immer nur anstrengen willst, dann wird deine Pflicht sicher nicht gut erfüllt werden. Du wirst sie einfach nur der Form halber tun und nichts weiter und du wirst nicht wissen, ob du deine Pflicht gut erfüllt hast oder nicht. Wenn du mit ganzem Herzen dabei bist, wirst du allmählich die Wahrheit verstehen; wenn du dies nicht tust, wird das nicht geschehen. Wenn du dich mit ganzem Herzen der Ausführung deiner Pflicht und dem Streben nach der Wahrheit widmest, wirst du nach und nach Gottes Absichten verstehen, deine eigene Verdorbenheit und deine eigenen Mängel entdecken und all deine verschiedenen Zustände in den Griff bekommen. Wenn dein einziger Fokus darauf liegt, dich anzustrengen, und du nicht von ganzem Herzen über dich selbst nachdenkst, wirst du nicht in der Lage sein, die wahren Zustände in deinem Herzen zu erkennen und die verschiedenen Reaktionen und Offenbarungen von Verderbtheit zu entdecken, die du in verschiedenen Umfeldern aufweist. Wenn du nicht weißt, welche Konsequenzen es haben wird, wenn Probleme ungelöst bleiben, dann steckst du in großen Schwierigkeiten. … Wenn es sich bei dem, worüber du in deinem Herzen oft nachdenkst, nicht um Dinge handelt, die mit deiner Pflicht zu tun haben, oder um Dinge, die mit der Wahrheit zu tun haben, und du dich stattdessen in äußerlichen Dingen verhedderst und komplett von fleischlichen Dingen eingenommen lebst, wirst du dann imstande sein, die Wahrheit zu verstehen? Wirst du dann imstande sein, deine Pflicht gut auszuführen und vor Gott zu leben? Mit Sicherheit nicht. So ein Mensch kann nicht gerettet werden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man eine ehrliche Person ist, kann man das wirkliche Abbild eines Menschen ausleben). Ich erkannte, dass Gott enthüllt, dass Menschen, die nicht bereit sind, in ihren Pflichten einen Preis zu zahlen, die immer Trost und Bequemlichkeit im Fleisch suchen und die in ihrer Arbeit völlig unverantwortlich sind, die Wahrheit nicht erlangen können und von Gott nicht gebilligt werden. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, als ich anfing, Neulinge zu bewässern, verließ ich mich stark auf meine Partner-Schwester, weil ich dachte, da sie mehr Erfahrung im Bewässern neuer Gläubiger hatte, könne sie die Gemeinschaft halten und deren Schwierigkeiten lösen. Ich kümmerte mich überhaupt nicht um diese Dinge und erkundigte mich auch nicht danach, sondern verhielt mich wie eine völlig Außenstehende. Bei der Ausführung meiner Pflichten wollte ich nur Mühsal und Erschöpfung vermeiden, und stahl mir Zeit für Dinge, die mir Spaß machten. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass ich keine Last für meine Pflichten trug. Als ich erfuhr, dass Li Ming versetzt werden sollte, war mir, als hätte ich meine Stütze verloren, und als ich an all die Arbeit dachte, die nun allein auf mich zukommen würde, fühlte ich mich überfordert. Ich begann, an meine Bequemlichkeit zu denken, wollte immer die leichteren Aufgaben wählen, und wenn die Dinge nicht nach meinem Kopf gingen, wurde ich negativ und passiv, vernachlässigte die Förderung derer, die gefördert werden mussten, und spulte bei der Bewässerung der Neulinge nur mein Programm ab. Früher habe ich immer gesagt, dass ich Gott zufriedenstellen und Seine Absichten berücksichtigen wolle, aber wenn es darum ging, tatsächlich zu leiden und einen Preis zu zahlen, schreckte ich zurück und wollte mich nicht einmal anstrengen. Inwiefern hatte ich ein Herz, das Gottes Absichten berücksichtigte? Bei diesem Gedanken fühlte ich mich sehr schuldig. Danach ergriff ich die Initiative, um die Schwierigkeiten und Probleme der Neulinge zu untersuchen, und hielt Gemeinschaft, um ihnen zu helfen. Ich nahm mir auch Zeit, um andere mehr zu fördern. Obwohl ich mir mehr Sorgen machen und mehr leiden musste, fühlte ich Frieden und Gelassenheit in meinem Herzen.
Einen Monat später wurde ich in eine andere Kirche versetzt, um dort Neulinge zu bewässern. Ich hörte von den Leitern, dass Schwester Yang Qing schlechte Arbeitsfähigkeiten habe und der Rolle der Teamleiterin nicht gewachsen sei, und sie wollten, dass ich diese Rolle übernehme. Ich spürte großen Druck und dachte: „Ein Teamleiter zu sein bedeutet nicht nur, Neulinge zu bewässern, sondern auch Abweichungen in der Arbeit zusammenzufassen und Gemeinschaft zu halten, um die Probleme der Bewässerer zu lösen. Kann ich all diese Arbeit wirklich bewältigen? Das klingt nach einer Menge, worüber man sich Sorgen machen muss!“ Ich versuchte schnell, die Rolle abzulehnen und sagte: „Yang Qing macht schon seit vielen Jahren die Bewässerungsarbeit und hat einige Grundsätze begriffen. Warum lassen wir sie nicht vorerst weiter Teamleiterin sein? Ich kann sie unterstützen, und wenn das nicht klappt, können wir sie später neu einteilen.“ Die Leiter sahen, dass ich nicht bereit war, Teamleiterin zu sein, also drängten sie mich nicht, und ich konnte nicht umhin, erleichtert aufzuatmen.
Später stellte ich fest, dass Yang Qing eine arrogante Disposition hatte und dass sie sich bei ihren Pflichten auf ihre Erfahrung und die Einhaltung von Vorschriften verließ. Wenn ich versuchte, Gemeinschaft zu halten und sie zu korrigieren, konnte sie das nicht akzeptieren und machte auf die gleiche Weise weiter. Ich dachte mir: „Yang Qing hat nicht nur schlechte Arbeitsfähigkeiten, sondern sie versteht auch die Grundsätze nicht, über die Gemeinschaft gehalten wird, und ihr Kaliber ist zu schlecht. Wenn das so weitergeht, wird es die Arbeit verzögern. Sie ist wirklich nicht für die Rolle der Teamleiterin geeignet.“ Doch dann dachte ich mir: „Wenn wir sie entlassen, wer wird dann die Leitung übernehmen? Die anderen Brüder und Schwestern im Team haben gerade erst mit der Ausbildung begonnen und haben die Grundsätze noch nicht begriffen. Obwohl ich auch viele Mängel habe, bewässere ich schon seit einer Weile Neulinge und habe einige Grundsätze verstanden, sodass ich die geeignetere Option wäre.“ Doch sobald ich dachte, dass es zu viel Druck bedeuten würde, Teamleiterin zu sein, dass ich alles managen müsste und dass ich mich mit all der Sorge, die ich mir machen müsste, erschöpfen würde, verwarf ich den Gedanken schnell wieder und dachte stattdessen: „Warum halte ich nicht einfach mehr Gemeinschaft mit Yang Qing und helfe ihr bei der Arbeit? Das sollte reichen.“ Auf diese Weise sah ich Yang Qings Probleme, meldete sie aber nicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein Bruder in der Kirche einen Autounfall und brach sich den Arm. Ich hörte, dass er bei seinen Pflichten ständig aalglatt gewesen war und nur sein Programm abgespult hatte, und nachdem er entlassen worden war, hatte er sich nicht selbst erkannt und weder Buße getan noch sich geändert. Jetzt, da sein Arm gebrochen war, konnte er seine Pflichten nicht mehr ausführen, selbst wenn er es wollte. Dieser Vorfall hat mich wirklich getroffen. Ich sah, dass es für Menschen, die im Rahmen ihrer Pflichten hinterlistig sind, faulenzen, ihre richtige Arbeit vernachlässigen und nie Buße tun, zu spät für Reue ist, sobald sie die Gelegenheit verpasst haben, ihre Pflichten auszuführen. Ich hatte das Gefühl, dass die Erfahrung des Bruders eine Mahnung und eine Warnung für mich war, und ich erinnerte mich an einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn du deine Pflicht oberflächlich ausführst und mit einer respektlosen Haltung an sie herangehst, was wird dann das Ergebnis sein? Du wirst es nicht einmal schaffen, bei einer Pflicht, die du eigentlich gut ausführen kannst, gute Arbeit zu leisten – deine Leistung wird nicht dem Standard entsprechen, und Gott wird mit deiner Einstellung zu deiner Pflicht sehr unzufrieden sein. Wenn du zu Gott beten, die Wahrheit suchen und dich mit Leib und Seele dem verschreiben kannst, wenn du auf diese Weise mitwirken kannst, dann wird Gott alles im Voraus für dich vorbereiten, sodass sich alles fügt und gute Ergebnisse hervorbringt, wenn du dich um etwas kümmerst. Du wirst nicht viel Kraft aufwenden müssen; wenn du dein Äußerstes tust, um mitzuwirken, wird Gott alles für dich arrangieren. Wenn du gerissen bist und nachlässt, wenn du deine Pflicht nicht ordnungsgemäß tust und immer den falschen Weg nimmst, dann wird Gott nicht in dir arbeiten; du wirst diese Gelegenheit versäumen, und Gott wird sagen: ‚Man kann dich einfach nicht einsetzen. Stell dich zur Seite. Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder? Du bist gern faul und gibst dich gern Bequemlichkeiten hin, nicht wahr? Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!‘ Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen. Was sagt ihr: Ist das ein Verlust oder ein Gewinn? (Ein Verlust.) Es ist ein enormer Verlust!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Ich spürte, dass Gottes gerechte Disposition die Vergehen der Menschen nicht duldet. Die Gelegenheit für Menschen, ihre Pflichten zu tun, ist Gottes Gnade. Gottes Absicht ist es, dass wir die Wahrheit suchen und bei unseren Pflichten nach den Grundsätzen handeln, dass wir fähig sind, uns Gott zu unterwerfen und Ihm gegenüber treu zu sein, und dass wir unsere Pflichten auf eine Weise ausführen, die dem Maßstab entspricht. Wenn ich solche Gelegenheiten aber nicht schätzte, meine Pflichten nachlässig und lustlos ausführte, anstatt mein Bestes zu geben, und alles auf die leichte Schulter nahm, würde Gott mich verschmähen, beiseiteschieben und ignorieren. Anfangs wollten die Leiter, dass ich Teamleiterin werde, aber ich scheute die Mühsal und die harte Arbeit, also lehnte ich die Pflicht ab. Aber nun, da feststand, dass Yang Qing nicht als Teamleiterin geeignet war, würde es die Bewässerungsarbeit verzögern, wenn wir sie behielten, also musste ich ihre Probleme schnell melden. Ich fürchtete jedoch, ich müsste mir noch mehr Sorgen machen, wenn sie entlassen würde und ich die Rolle der Teamleiterin übernähme. Aus Rücksicht auf meine fleischliche Bequemlichkeit meldete ich Yang Qings Probleme deshalb nicht, obwohl ich sie sah, und nahm sogar in Kauf, dass sie die Kirchenarbeit weiter behinderte und ihr schadete. Da wurde mir klar, wie ernst die Folgen waren, wenn ich mich durchmogelte und mich vor meinen Pflichten drückte. Wenn ich immer noch nicht Buße tat, würde ich genau wie dieser Bruder enden und sehr wahrscheinlich die Gelegenheit verlieren, meine Pflichten zu tun. Ich betete schnell zu Gott, bereit, Buße zu tun und die Wahrheit zu suchen, um meine Probleme zu lösen.
In meiner Suche las ich einige von Gottes Worten: „Da du ein Mensch bist, solltest du überlegen, worin die Verantwortung eines Menschen besteht. Verantwortlichkeiten, die Nichtgläubige am meisten schätzen, wie kindliche Pietät, für die Eltern zu sorgen und sich einen Namen für die Familie zu machen, brauchen nicht erwähnt zu werden. Das ist alles gehaltlos und ohne wirkliche Bedeutung. Was ist die allermindeste Verantwortung, der ein Mensch nachkommen sollte? Das Realistischste ist, wie du jetzt deine Pflicht gut ausführst. Sich damit zufriedenzugeben, nur nach Schema F vorzugehen, ist nicht, seiner Verantwortung nachzukommen, und nur Worte und Glaubenslehren von sich zu geben, ist auch nicht, seiner Verantwortung nachzukommen. Die Wahrheit zu praktizieren und die Dinge gemäß den Grundsätzen zu erledigen – nur das bedeutet, dass man seiner Verantwortung nachkommt. Nur wenn dein Praktizieren der Wahrheit effektiv war und den Menschen zugutekam, bist du deiner Verantwortung wirklich nachgekommen. Ganz gleich, welche Pflicht du tust, nur wenn du in allen Dingen darauf bestehst, nach den Wahrheitsgrundsätzen vorzugehen, bist du deiner Verantwortung wirklich nachgekommen. Wenn man nach menschlicher Art nur nach Schema F vorgeht, ist man oberflächlich; nur wenn man an den Wahrheitsgrundsätzen festhält, bedeutet das, dass man seine Pflicht gut ausführt und seiner Verantwortung nachkommt. Und wenn du deiner Verantwortung nachkommst, manifestiert sich darin dann nicht Treue? Darin manifestiert sich, dass du deine Pflicht treu ausführst. Nur wenn du dieses Verantwortungsbewusstsein, diese Entschlossenheit und dieses Verlangen sowie diese Manifestation der Treue in Bezug auf deine Pflicht aufweist, wird Gott dich wohlwollend betrachten und dich billigen. Wenn du nicht einmal dieses Verantwortungsbewusstsein hast, wird Gott dich als Faulenzer, als Dummkopf behandeln und dich verachten. … Wenn du daher willst, dass Gott dich wohlwollend betrachtet, solltest du dich zumindest in den Augen anderer Menschen als vertrauenswürdig erweisen. Wenn du willst, dass andere dir vertrauen, dich wohlwollend betrachten, viel von dir halten, dann musst du zumindest Würde und Verantwortungsbewusstsein haben, zu deinem Wort stehen und vertrauenswürdig sein. Darüber hinaus musst du vor Gott gewissenhaft, verantwortungsbewusst und treu werden – dann hast du im Wesentlichen Gottes Anforderungen an dich erfüllt. Dann wird es Hoffnung geben, dass du Gottes Anerkennung erlangst, nicht wahr?“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, fühlte ich mich tief im Herzen getroffen und erschüttert. Ich erkannte, dass ich mich bei meinen Pflichten durchgemogelt hatte und unverantwortlich gewesen war. Dadurch war ich absolut nicht vertrauenswürdig. Ich wusste, dass Yang Qing aufgrund ihres schlechten Kalibers nicht für die Rolle der Teamleiterin geeignet war, und auch, dass es zu diesem Zeitpunkt keine anderen geeigneten Kandidaten für die Führungsposition im Team gab. Dennoch war ich nicht bereit, die Last auf mich zu nehmen, um die Kirchenarbeit zu schützen. Mir fehlte wirklich jegliches Verantwortungsbewusstsein! Ich dachte daran, wie manche Eltern ihre Kinder bis ins Erwachsenenalter großziehen, aber wenn die Kinder erwachsen sind, kümmern diese sich nur um ihr eigenes Vergnügen und lassen ihre Eltern im Stich, wenn diese krank werden oder im Alter Pflege brauchen. Solchen Menschen fehlt es an Gewissen und Menschlichkeit. Ich hatte durch Seine Worte so viel von Gottes Bewässerung und Versorgung genossen, aber als die Bewässerungsarbeit die Mitwirkung der Menschen brauchte, war ich selbstsüchtig und verachtenswert. Ich kümmerte mich nur um meine fleischliche Bequemlichkeit und berücksichtigte die Kirchenarbeit überhaupt nicht. Ich besaß wirklich keine Menschlichkeit! Ich begann, mich selbst zu verabscheuen und schämte mich für mein Handeln. Vor allem aber empfand ich Reue und Schuld. Ich wollte nicht länger so selbstsüchtig und verachtenswert leben.
Danach fragte ich mich: „Warum regt sich in mir immer dann Widerstand und ich will nicht mitarbeiten, wenn es um eine Pflicht geht, die fleischliches Leiden erfordert? Was ist die Wurzel dieses Problems?“ Eines Tages stieß ich auf einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Bevor die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit verstehen, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum verteidigst du deinen eigenen Status? Warum bist du so sehr von deinen Gefühlen beeinflusst? Warum magst du jene ungerechten Dinge und jene bösen Dinge? Was ist die Grundlage dafür, dass du solche Dinge magst? Woher kommen diese Dinge? Warum magst und akzeptierst du sie? Inzwischen habt ihr alle verstanden: Der Hauptgrund ist, dass Satans Gifte im Menschen sind. Was also sind Satans Gifte? Wie äußern sie sich? Wenn du zum Beispiel fragst: ‚Wie sollten die Menschen leben? Wofür sollten die Menschen leben?‘, werden alle antworten: ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel.‘ Allein diese eine Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Philosophie und Logik sind zum Leben der Menschen geworden. Was es auch sein mag, wonach die Menschen streben, sie tun es tatsächlich für sich selbst – und deshalb leben sie alle für sich selbst. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist die Lebensphilosophie des Menschen, und es repräsentiert auch die menschliche Natur. Diese Worte sind zur Natur der verdorbenen Menschheit geworden und sie beschreiben zutreffend die satanische Natur der verdorbenen Menschheit. Diese satanische Natur ist gänzlich zur Grundlage der Existenz der verdorbenen Menschheit geworden. Seit mehreren tausend Jahren und bis heute lebt die verdorbene Menschheit nach diesem Gift Satans“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man den Weg des Petrus beschreitet). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass Satan die Schulbildung, gesellschaftliche Einflüsse sowie die Gedanken und Aussagen berühmter und großer Persönlichkeiten nutzt, um die Menschen zu vergiften. Er flößt den Menschen verschiedene satanische Gifte und Philosophien ein, wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst“. Die Menschen leben nach diesen Dingen und betrachten den fleischlichen Genuss als ihr Ziel und die Richtung ihres Strebens. Sie fangen an, nach Essen, Kleidung, fleischlichem Genuss und bösen Trends zu streben, was zu einem immer dekadenteren Leben führt, dem das Gewissen und die Vernunft der normalen Menschlichkeit fehlen. Mir wurde klar, dass ich genau so war und mich besonders der körperlichen Bequemlichkeit hingab. Bevor ich zu Gott fand, suchte ich bei der Arbeit nach Bequemlichkeit und mied Mühsal und Erschöpfung. Ob ich viel oder wenig verdiente, war mir egal; Hauptsache, ich hatte genug zu essen und zu trinken. Wenn ich sah, wie die Menschen um mich herum litten, sich anstrengten und sich aufrieben, um ein besseres Leben zu führen, hielt ich sie für töricht. Ich dachte, das Leben dauert nur ein paar kurze Jahrzehnte, warum sollte man es sich also schwer machen? Nun, da ich meine Pflicht in Gottes Haus tat, vertrat ich immer noch weltliche Ansichten, sehnte mich ständig nach körperlicher Bequemlichkeit und wollte weder leiden noch mich aufreiben. Manchmal, wenn ich ein paar anstrengende Tage bei meiner Pflicht verbracht hatte und mich geistig angespannt fühlte, suchte ich immer nach Gelegenheiten, mich körperlich zu entspannen und mich nicht zu verausgaben. Wenn es darum ging, eine Last zu tragen, zu leiden und einen Preis zu zahlen, wollte ich immer einen Rückzieher machen oder die Aufgabe auf jemand anderen abwälzen. Menschen, die wirklich Gewissen und Vernunft besitzen, überlegen, wie sie bei ihren Pflichten Gottes Liebe vergelten können. Sie bemühen sich mit aller Kraft, ihr Bestes zu geben und bei ihren Pflichten gute Ergebnisse zu erzielen. Aber ich, eine selbstsüchtige und verachtenswerte Person, dachte nur an meine eigenen körperlichen Interessen, mogelte mich durch, drückte mich und war nicht bereit, mich bei meinen Pflichten voll einzusetzen. Mein Körper hatte es zwar bequem und ich musste nicht viel leiden, dafür aber verlor ich viele Gelegenheiten, die Wahrheit zu erlangen. Ich drückte mich wiederholt vor meinen Pflichten, lehnte sie ab und lehnte mich gegen Gott auf. Wenn das so weiterginge, würde ich am Ende nur von Gott verschmäht und ausgemustert werden. Das war ein Weg, der in den Tod führte! In diesem Moment ging mir wirklich auf, was im Buch der Sprüche steht: „Der Ruchlosen Glück bringt sie um.“ Ich spürte eine Angst in meinem Herzen, die mich nicht losließ. Hätte ich nicht von dem Autounfall dieses Bruders gehört, hätte ich nicht über mich selbst nachgedacht und die ernsten Folgen meines Strebens nach Bequemlichkeit nicht erkannt, geschweige denn Buße tun oder mich ändern können. Im Stillen dankte ich Gott.
Später stieß ich auf einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten, der mir einen Weg der Praxis aufzeigte. Der Allmächtige Gott sagt: „Was sind die Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen? Erstens hat ein ehrlicher Mensch keine Zweifel an Gottes Worten. Das ist eine der Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen. Abgesehen davon, ist die wichtigste Äußerungsform, dass man in allen Belangen die Wahrheit sucht und praktiziert – das ist am entscheidendsten. Du sagst, dass du ehrlich bist, aber du verdrängst Gottes Worte immer und machst einfach, was du willst. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Du sagst: ‚Mein Kaliber ist zwar dürftig, aber ich habe ein ehrliches Herz.‘ Doch wenn dir eine Pflicht zufällt, hast du Angst, zu leiden und Verantwortung zu tragen, falls du sie nicht gut erfüllst, also erfindest du Ausreden, um dich vor deiner Pflicht zu drücken, oder schlägst vor, dass es jemand anderes macht. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Eindeutig nicht. Wie sollte sich also ein ehrlicher Mensch verhalten? Er sollte sich den Anordnungen Gottes unterwerfen, der Pflicht, die er ausführen soll, hingebungsvoll gegenüberstehen und danach streben, Gottes Absichten zufriedenzustellen. Das äußert sich auf verschiedene Weise: Eine davon ist, dass du deine Pflicht mit ehrlichem Herzen annimmst, ohne an deine fleischlichen Interessen zu denken, ohne halbherzig zu sein und ohne zu deinem eigenen Vorteil zu intrigieren. Das sind Äußerungsformen von Ehrlichkeit. Eine andere ist, dass du dich mit ganzem Herzen und ganzer Kraft einsetzt und deine Pflicht gut erfüllst, die Aufgaben, die dir von Gottes Haus anvertraut wurden, richtig tust und dein Herz und deine Liebe in deine Pflicht einbringst, um Gott zufriedenzustellen. Das sind die Äußerungsformen, die ein ehrlicher Mensch bei der Ausführung seiner Pflichten haben sollte. Wenn du verstehst und weißt, was zu tun ist, es aber nicht tust, dann bist du nicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft bei deiner Pflicht. Vielmehr bist du durchtrieben und wirst nachlässig. Sind Menschen, die ihre Pflichten auf diese Weise ausführen, ehrlich? Auf keinen Fall. Gott setzt solche gerissenen und betrügerischen Menschen nicht ein; sie müssen ausgemustert werden. Gott setzt nur ehrliche Menschen zur Ausführung von Pflichten ein. Selbst treue Arbeitskräfte müssen ehrlich sein. Menschen, die andauernd nachlässig und durchtrieben sind und faulenzen, sind alle betrügerisch, sie sind allesamt Dämonen. Keiner von ihnen glaubt wirklich an Gott, und sie werden alle ausgemustert. Manche Menschen denken: ‚Es ist echt ganz leicht, ein ehrlicher Mensch zu sein. Man muss einfach nur die Wahrheit sagen und nicht lügen.‘ Was hältst du von dieser Ansicht? Beschränkt sich ein ehrlicher Mensch zu sein auf einen solch engen Rahmen? Ganz und gar nicht. Du musst dein Herz offenbaren und es Gott geben; das ist die Einstellung, die ein ehrlicher Mensch haben sollte. Deshalb ist ein ehrliches Herz sehr kostbar. Was wird damit impliziert? Dass ein ehrliches Herz dein Verhalten lenken und deinen Zustand ändern kann. Es kann dich dazu führen, die richtige Wahl zu treffen und dich Gott zu unterwerfen und Seine Billigung zu gewinnen. So ein Herz ist wahrhaft kostbar. Wenn du so ein ehrliches Herz hast, dann ist das der Zustand, in dem du leben solltest, so solltest du dich verhalten, so solltest du dich einbringen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass Gott ehrliche Menschen mag und diejenigen, die für ihre Pflichten eine Last tragen und Verantwortung übernehmen. Solche Menschen mögen zwar ein geringeres Kaliber haben, aber ihre Herzen sind auf Gottes Haus gerichtet. Sie stecken ihr ganzes Herz und ihre ganze Kraft in ihre Pflichten, ohne im Sinne ihrer eigenen Interessen zu planen. Gott heißt solche Menschen gut. Ich war bereit, gemäß Gottes Worten zu praktizieren. Obwohl ich als Teamleiterin bei der Arbeit auf einige Schwierigkeiten stoßen würde, bürdet Gott den Menschen keine Lasten auf, die sie nicht tragen können. Ich musste Gottes Absicht berücksichtigen, die Kirchenarbeit an die erste Stelle setzen und mein Äußerstes tun, um das zu erreichen, was mir möglich war, ohne mich durchzumogeln oder zu drücken, sondern mit einem Herzen, das sich Gott in meinen Pflichten fügt. Ich dachte an Noah, als er die Arche baute. Damals war die Industrie unterentwickelt, die Transportmöglichkeiten waren begrenzt, und Noah war kein professioneller Schiffbauer. Der Bau einer so gewaltigen Arche war für Noah sehr schwierig, aber als er mit Gottes Auftrag konfrontiert wurde, machte er keinen Rückzieher, und er nahm weder auf seine eigenen körperlichen Interessen Rücksicht, noch plante er für sie. Sobald Gottes Befehl an ihn erging, begann er sofort und ohne Verzögerung zu praktizieren. Noah brachte sein Herz mit Gottes Herz in Einklang und machte Gottes Last zu seiner eigenen. Er hatte ein einfaches und unterwürfiges Herz gegenüber Gottes Auftrag, und das ist am kostbarsten und das, was Gott gutheißt. Die Leiter baten mich, Teamleiterin zu werden, um die Brüder und Schwestern anzuspornen, ihre Bewässerungsarbeit gut zu machen. Das würde nur erfordern, dass ich ein wenig mehr leide und einen etwas höheren Preis zahle, aber ich hatte keine Haltung des Gehorsams. Meine Einstellung zu meiner Pflicht war völlig anders als die von Noah! Als ich mich mit Noahs Einfachheit, Ehrlichkeit und Unterwerfung verglich, schämte ich mich sehr und fühlte mich schuldig. Da die Bewässerungsarbeit nun behindert worden war, sollte ich Gottes Absicht berücksichtigen, die Initiative ergreifen, um sie zu schultern, und mein Möglichstes tun, um das zu erreichen, was ich tun sollte und konnte, ohne etwas zu bereuen. Also meldete ich Yang Qings Probleme ehrlich; infolgedessen entließen die Leiter sie, und ich wurde Teamleiterin.
Anfangs, als ich als Teamleiterin eingearbeitet wurde, fehlte es mir in vielen Bereichen an Erfahrung. Ich musste viele Probleme lösen und machte oft Überstunden, sodass mit der Zeit einige negative Emotionen in mir aufkamen. Ich hatte das Gefühl, dass man sich als Teamleiterin um zu vieles kümmern musste und dass meine ursprüngliche Pflicht viel einfacher war. Als ich so dachte, wurde mir klar, dass ich anfing, wieder Rücksicht auf mein Fleisch zu nehmen. Also betete ich in meinem Herzen zu Gott, bereit, mich gegen mein Fleisch aufzulehnen. Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Jeden, der Meinen Willen befolgen kann, jeden, der Rücksicht auf Meine Lasten zeigen kann, und jeden, der mit einem ehrlichen Herzen und Aufrichtigkeit alles für Mich geben kann, den liebe Ich heute. Ich werde ihn ständig erleuchten und ihn Mir nicht entwischen lassen. Ich sage oft: ‚Diejenigen unter euch, die sich aufrichtig für Mich aufwenden, werde Ich gewiss überaus segnen.‘ Worauf bezieht sich ‚segnen‘? Weißt du das? Im Zusammenhang mit dem derzeitigen Wirken des Heiligen Geistes bezieht es sich auf die Bürden, die Ich dir auferlege. Für alle, die eine Bürde für die Kirche tragen können und sich Meinetwegen von Herzen aufopfern, stellen sowohl ihre Bürden als auch ihre Aufrichtigkeit Segnungen dar, die von Mir kommen. Außerdem sind Meine Offenbarungen an sie auch ein Segen von Mir“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 82). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich Gottes Absicht. Nachdem ich Teamleiterin geworden war, hatte ich mit mehr Menschen, Ereignissen und Dingen zu tun. Wann immer ich auf ein Problem oder eine Schwierigkeit stieß, musste ich lernen, mich auf Gott zu verlassen und die Wahrheit zu suchen, um es zu lösen. Das war förderlicher für mein Wachstum im Leben, und das war Gottes Gnade! Bei diesem Gedanken fühlte ich mich ermutigt und entschlossen. Danach verfolgte ich die Arbeit aktiv nach, und wann immer ich feststellte, dass sich die Brüder und Schwestern in schlechten Zuständen befanden, hielt ich über die Wahrheit Gemeinschaft, um eine Lösung zu finden. Auch bei Problemen bei der Arbeit suchte ich nach den Wahrheitsgrundsätzen. Indem ich so praktizierte, hatte ich das Gefühl, dass ich sowohl bei meinem Lebenseintritt als auch bei meinen Pflichten einige Fortschritte machte. Nach jedem Austausch mit den Brüdern und Schwestern sagten diese, dass sie etwas daraus gewonnen hätten, und ich war sehr glücklich. Ich sah, dass ich durch meine Bereitschaft, aktiv Verantwortung zu übernehmen, nicht nur mir selbst nutzte, sondern auch anderen helfen konnte. Mir wurde klar: Nicht für das Fleisch zu leben, sondern danach zu streben, meine Pflicht gut auszuführen, brachte mir ein Gefühl von Leichtigkeit und Frieden.