76. Ist die Versorgung der Eltern ein von Gott anvertrauter Auftrag?
Ende September 2022 holte Ming Huis Mann sie aus dem Gefängnis nach Hause. Wegen ihres Glaubens an den Allmächtigen Gott war Ming Hui zweimal von der Polizei verhaftet und verfolgt worden. Das war ihre zweite Verhaftung, und sie war zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Sie war vor der Polizei auf der Flucht gewesen und später zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Deshalb war sie seit zehn Jahren nicht mehr zu Hause gewesen.
Zu Hause angekommen erfuhr Ming Hui, dass ihr Vater vor einem Jahr krank geworden und gestorben war und ihre Mutter mittlerweile gelähmt war. Als sie ihre Mutter erblickte, war sie völlig fassungslos. Ihre Mutter, deren Gesundheit einst so robust war, saß nun im Rollstuhl. Ming Hui hatte das Gefühl, in der Schuld ihrer Eltern zu stehen. Sie war die Jüngste in der Familie, und von klein auf ließ ihr Vater sie keine Aufgaben im Haus erledigen. Vor allem ihre Mutter hatte sich rührend um sie gekümmert. Sie hatten sie unter so vielen Mühen mit Nahrung, Kleidung und einer Ausbildung versorgt, doch als sie sie brauchten, war sie absolut keine pflichtbewusste Tochter gewesen. Sie dachte an das erste Mal, als sie in der Haftanstalt eingesperrt war. Ihre Mutter hatte Angst, die Polizei würde sie brutal zusammenschlagen, weshalb sie weder essen noch schlafen konnte. Ihre Mutter setzte alle Hebel in Bewegung und gab Geld aus, um sie auf Kaution freizubekommen. Bei diesen Gedanken ging Ming Hui zu ihrer Mutter hinüber. In Tränen aufgelöst sagte ihre Mutter: „Du bist endlich wieder da. Weißt du, wie sehr ich dich in all den Jahren vermisst habe? Ich hatte Angst, dass du dort drinnen leiden musst und ungerecht behandelt wirst.“ Als Ming Hui diese Worte hörte, fühlte sie sich ihrer Mutter gegenüber noch mehr in der Schuld. Die Tränen liefen ihr unkontrolliert über die Wangen, und sie dachte: „Es heißt: ‚Kinder sind die beste Altersvorsorge ‘, aber als meine Eltern krank wurden und meine Fürsorge brauchten, hatte ich keine Möglichkeit, an ihrer Seite zu sein und für sie da zu sein. Ich habe ihnen weder Essen gegeben noch ihnen bei der Einnahme ihrer Medikamente geholfen. Ich bin der Güte, mit der sie mich aufgezogen haben, nicht würdig. Was bringt es, eine Tochter wie mich großzuziehen!“ Je mehr Ming Hui darüber nachdachte, desto größere Vorwürfe machte sie sich. In der darauffolgenden Zeit kümmerte sich Ming Hui jeden Tag um ihre gelähmte Mutter. Sie wollte all die Jahre, in denen sie ihr etwas schuldig geblieben war, wiedergutmachen. Ming Hui war noch nicht lange zu Hause, als zwei örtliche Polizisten zu ihr kamen und ein Foto von ihr machten. Sie sagten auch, dass sie jeden Monat einmal nach ihr sehen müssten. Ming Hui wusste ganz genau, dass die Polizei ihren Aufenthaltsort überwachte. Es wäre ihr dort unmöglich, an Gott zu glauben und ihre Pflicht zu tun.
Eines Tages schickte die Kirchenleiterin einen Brief an Ming Hui und fragte sie, ob sie ihre Pflicht anderswo tun könnte. Als Ming Hui den Brief erhielt, empfand sie sowohl Freude als auch Sorge. Sie freute sich, weil sie wusste, dass sie noch eine Chance hatte, ihre Pflicht zu tun, aber war wegen ihrer gelähmten, alten Mutter besorgt. Es war schon schwer genug gewesen, überhaupt die Gelegenheit zu bekommen, nach Hause zurückzukehren und ihre Mutter zu pflegen. Wenn sie jetzt wegginge, wüsste sie nicht, wann sie wiederkommen würde. Ming Hui versank unweigerlich in tiefes Grübeln: „Meine Eltern haben mich großgezogen, bis ich erwachsen war. Als mein Vater starb, war ich nicht zu Hause. Wenn meine Mutter stirbt und ich nicht bei ihr bin, besitze ich dann überhaupt noch Menschlichkeit? Ganz zu schweigen davon, dass die Nachbarn mich undankbar nennen würden; das würde mein Gewissen für immer belasten! Haben meine Eltern nicht so viele Mühen auf sich genommen, mich großzuziehen, damit ich im Alter bei ihnen sein und mich um sie kümmern kann? In all den Jahren wurde ich von der Kommunistischen Partei wegen meines Glaubens an Gott verhaftet und verfolgt und hatte nie die Gelegenheit, für sie da zu sein. Deswegen klagt mich mein Gewissen ohnehin schon an; ich kann meine Mutter jetzt nicht im Stich lassen.“ Mit diesem Gedanken im Hinterkopf schrieb Ming Hui einen Brief, in dem sie die Bitte ihrer Leiterin ablehnte. Danach verspürte sie jedoch einen Tadel in ihrem Herzen. Als geschaffenes Wesen hätte sie eigentlich ihre Pflicht tun sollen, doch sie hatte sie abgelehnt, um zu Hause zu bleiben und sich um ihre Mutter zu kümmern. Das stimmte nicht mit Gottes Absicht überein! In diesen Tagen war Ming Hui zutiefst bedrückt und betete ständig wegen dieser Angelegenheit. Da kam ihr eine Passage aus Gottes Worten in den Sinn: „Jemand, der normale Menschlichkeit besitzt, muss zumindest ein Gewissen und Vernunft haben. Woran erkennt man, ob eine Person ein Gewissen und Vernunft hat? Wenn ihr Reden und Handeln im Wesentlichen mit den Normen des Gewissens und der Vernunft übereinstimmt, dann ist sie aus menschlicher Sicht eine gute Person, die den Anforderungen entspricht. Wenn sie auch die Wahrheit verstehen und nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln kann, dann erfüllt sie die Anforderungen Gottes, die höher sind als der Standard von Gewissen und Vernunft. Manche Leute sagen: ‚Der Mensch wurde von Gott geschaffen. Gott hat uns den Lebensatem gegeben, und Gott ist es, der für uns sorgt, uns ernährt und uns zum Erwachsenwerden führt. Menschen mit Gewissen und Vernunft können nicht für sich selbst oder für Satan leben; sie sollten für Gott leben und ihre Pflicht tun.‘ Das ist wahr, aber es ist nur ein grober Rahmen, eine grobe Skizze. Was die Einzelheiten betrifft, wie man in Wirklichkeit für Gott lebt, sind Gewissen und Vernunft gefragt. Wie lebt man also für Gott? (Indem man die Pflicht, die ein geschaffenes Wesen tun sollte, gut ausführt.) Richtig. Im Moment ist alles, was ihr tut, die Pflicht des Menschen auszuführen, aber für wen tut ihr es in Wirklichkeit? (Für Gott.) Es ist für Gott, es ist Zusammenarbeit mit Ihm! Der Auftrag, den Gott euch gegeben hat, ist eure Pflicht. Sie ist von Ihm bestimmt, prädestiniert und unterliegt Seiner Herrschaft. Anders gesagt, es ist Gott, der dir diese Aufgabe gibt und will, dass du sie erledigst“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die fünf Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um den rechten Weg des Gottesglaubens einzuschlagen). Aus Gottes Worten begriff Ming Hui schließlich, was es heißt, Gewissen und Menschlichkeit zu haben. Sie war ein geschaffenes Wesen, und jeder ihrer Atemzüge war ihr von Gott geschenkt. Alles, was sie besaß, wurde ihr von Gott gegeben. Dass sie bis heute überlebt hatte, war untrennbar mit Gottes Herrschaft und Versorgung verbunden, und da sie all die Jahre an Gott glaubte, hatte sie die Bewässerung und Versorgung durch so viele Seiner Worte genossen. Wenn sie wirklich auch nur ein bisschen Gewissen und Vernunft besaß, sollte sie ihre Pflicht gut ausführen, um Gottes Liebe zu vergelten. Sie durfte sich nicht nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und nur für ihre Familie, ihre Eltern oder Kinder leben; das hieße, absolut kein Gewissen zu haben. Inzwischen kümmerten sich ihr älterer Bruder und Schwester um die Mutter, und das würden sie auch tun, egal ob sie zu Hause war oder nicht. In den folgenden Tagen betete Ming Hui zu Gott, war bereit, sich Seiner Orchestrierung und Seinen Anordnungen zu unterwerfen und ihre Pflicht zu tun.
Im Februar 2023 entzog sich Ming Hui der polizeilichen Überwachung und verließ ihr Zuhause, um ihre Pflicht zu tun. Endlich war sie wieder mit den Brüdern und Schwestern vereint, und eine unbeschreibliche Aufregung erfüllte ihr Herz. Eines Tages las sie einen kurzen Artikel über eine Frau mittleren Alters, die erfuhr, dass ihre Mutter krank geworden war, daher kaufte sie ihr etwas zu essen und besuchte sie. Diese Frau wollte ihre Mutter unbedingt zu sich nach Hause holen, um sie ein paar Tage lang zu pflegen. Doch die Umstände ließen es nicht zu, und alles, was sie tun konnte, war nur, ein paar innige Worte mit ihrer Mutter zu wechseln. Ming Hui musste unweigerlich an ihre eigene Mutter denken, und Tränen stiegen ihr in die Augen. Als die Schwester, die mit Ming Hui zusammenarbeitete, das bemerkte, fragte sie scherzhaft: „Was ist los? Trifft der Artikel bei dir einen Nerv?“ In diesem Moment brachte Ming Hui kein Wort heraus. Es war, als sähe sie ihre Mutter im Rollstuhl vor sich, die sich danach sehnte, sie wiederzusehen. Bei diesem Gedanken liefen ihr unwillkürlich die Tränen über die Wangen. Schon von klein auf hatte sie ihrer Mutter viel Grund zur Sorge gegeben. Nachdem sie zum Glauben an Gott gekommen war, wurde sie wegen der ständigen Verfolgung durch die Kommunistische Partei zweimal verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Ihre Mutter hatte oft ihretwegen in ständiger Angst gelebt. Unzählige Male hatte sich ihre Mutter ihretwegen gesorgt und zahllose Tränen vergossen – und vielleicht war ihre Krankheit sogar durch sie verursacht worden. Und nun, wo ihre Mutter ihre Hilfe brauchte, war sie fortgegangen, um ihre Pflicht zu tun. Je mehr Ming Hui darüber nachdachte, desto mehr fühlte sie sich ihrer Mutter gegenüber in der Schuld und begann zu weinen. Sie erkannte, dass sie sich wieder einmal von ihren Gefühlen leiten ließ, und betete hastig zu Gott: „Gott, ich bin schon wieder in einem Zustand, dass ich mir große Sorgen um meine Mutter mache. Bitte beschütze mein Herz und lass mich Menschen und Dinge anhand Deiner Worte betrachten, ohne die Störung durch Satan. Amen!“
Danach las Ming Hui eine Passage von Gottes Worten, und ihr Herz fühlte sich etwas befreit an. Der Allmächtige Gott sagt: „Indem sie dich aufziehen, erfüllen deine Eltern lediglich ihre Verantwortung und Verpflichtung; es sollte unentgeltlich geschehen, nicht als ein Handel. Daher brauchst du keine Einstellung der Rückzahlung zu haben, wenn es darum geht, wie du deine Eltern behandelst oder die Beziehung zwischen dir und ihnen handhabst. Wenn du deine Eltern mit einer solchen Einstellung behandelst, es ihnen mit einer solchen Einstellung zurückzahlst und die Beziehung zwischen dir und ihnen mit einer solchen Einstellung handhabst, dann ist das eigentlich unmenschlich. Gleichzeitig wirst du dadurch dafür anfällig, von deinen fleischlichen Gefühlen eingeschränkt und gefesselt zu werden, und es ist schwierig für dich, aus diesen Verstrickungen herauszukommen, so sehr, dass du vielleicht sogar vom Weg abkommst. Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger, daher bist du nicht verpflichtet, alle ihre Erwartungen zu erfüllen. Du bist nicht verpflichtet, die Rechnung für ihre Erwartungen zu begleichen. Sie können ihre eigenen Erwartungen haben, aber du musst deine eigenen Entscheidungen treffen. Gott hat dir einen Lebensweg vorgegeben, Er hat ein Schicksal für dich arrangiert, und diese Dinge haben rein gar nichts mit deinen Eltern zu tun. Wenn dein Vater oder deine Mutter also zu dir sagt: ‚Du bist ein Kind, das seine Eltern nicht ehrt. Du bist so viele Jahre lang nicht zurückgekommen, um mich zu sehen, und es sind so viele Tage vergangen, seit du mich das letzte Mal angerufen hast. Ich bin krank, und es ist keiner da, um mich zu pflegen. Ich habe dich wirklich umsonst großgezogen. Du bist tatsächlich ein gefühlloser, undankbarer Mensch und ein undankbarer Welpe!‘, und du die Wahrheit ‚Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger‘ nicht verstehst, ist es sehr schmerzvoll, diese Worte zu hören, wie ein Messer, das dein Herz durchbohrt, und dein Gewissen wird sich verurteilt fühlen. Jedes einzelne dieser Worte wird sich in dein Herz bohren, sodass du dich schämst, deinen Eltern gegenüberzutreten, und das Gefühl hast, in der Schuld deiner Eltern zu stehen, und Schuldgefühle dich erfüllen. Wenn deine Eltern sagen, du seist ein gefühlloser, undankbarer Mensch, empfindest du tatsächlich Folgendes: ‚Sie haben völlig recht. Sie haben mich großgezogen und sich in keiner Weise in meinem Licht sonnen können. Jetzt sind sie krank. Sie haben gehofft, ich würde an ihrem Bett sitzen, ihnen behilflich sein und sie betreuen. Sie waren darauf angewiesen, dass ich ihnen ihre Güte vergelte, und ich war nicht da. Ich bin wirklich ein gefühlloser, undankbarer Mensch!‘ Du stufst dich als gefühllosen, undankbaren Menschen ein – ist das vernünftig? Bist du ein gefühlloser, undankbarer Mensch? Wenn du nicht von Zuhause fortgegangen wärst, um deine Pflicht woanders zu tun, und an der Seite deiner Eltern geblieben wärst, hättest du garantieren können, dass sie niemals krank werden? (Nein.) Kannst du kontrollieren, ob deine Eltern leben oder sterben? Kannst du kontrollieren, ob sie reich oder arm sind? (Nein.) Woran auch immer deine Eltern erkranken, der Grund dafür ist nicht, dass es sie erschöpft hat, dich großzuziehen, oder dass sie dich vermissen; vor allem bekommen sie nicht deinetwegen irgendwelche schweren, schlimmen oder tödlichen Erkrankungen. Es ist ihr Schicksal, und es hat nichts mit dir zu tun. Egal, wie sehr du deine Eltern ehrst oder wie rücksichtsvoll du dich um sie kümmerst, du kannst höchstens ihre körperlichen Leiden und Bürden ein wenig mindern. Aber wann sie krank werden, welche Krankheit sie bekommen, wann und wo sie sterben – haben diese Dinge irgendetwas damit zu tun, ob du an ihrer Seite bist und dich um sie kümmerst oder nicht? Nein, das haben sie nicht. Wenn du deine Eltern ehrst, wenn du kein liebloser Undankbarer bist und den ganzen Tag an ihrer Seite verbringst, um dich um sie zu kümmern, werden sie dann nicht erkranken? Werden sie etwa nicht sterben? Wenn sie krank werden sollen, werden sie dann nicht so oder so krank? Wenn sie sterben sollen, werden sie dann nicht so oder so sterben? Stimmt das etwa nicht? … Unabhängig davon, ob deine Eltern dich einen gefühllosen, undankbaren Menschen nennen, tust du zumindest die Pflicht eines geschaffenen Wesens vor dem Schöpfer. Solange du in Gottes Augen kein gefühlloser, undankbarer Mensch bist, reicht das. Es spielt keine Rolle, was die Leute sagen. Was deine Eltern über dich sagen, ist nicht unbedingt wahr, und was sie sagen, hat keine Auswirkung. Du musst Gottes Worte als Grundlage für dich nehmen. Wenn Gott sagt, du seist ein geschaffenes Wesen, das dem Maßstab entspricht, spielt es keine Rolle, ob die Leute dich einen gefühllosen, undankbaren Menschen nennen; wie auch immer andere dich beleidigen, es wird dein Ergebnis nicht beeinflussen. Es ist nur so, dass du aufgrund deines Gewissens von diesen Beleidigungen beeinflusst wirst oder wenn du die Wahrheit nicht verstehst und deine Größe zu gering ist; sie werden deine Stimmung beeinflussen und dich niedergeschlagen machen. Aber wenn du vor Gott trittst, um die Wahrheit zu suchen, und diese Angelegenheiten gemäß Gottes Worten behandeln kannst, werden all diese Probleme gelöst sein, und du wirst nicht mehr von ihnen beeinflusst werden“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (17)). Ming Hui dankte Gott in ihrem Herzen. Hätte Gott nicht so klar über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten: „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“, hätte sie für immer geglaubt, dass, da ihre Eltern ihr das Leben geschenkt, ihr unter großen Mühen eine Ausbildung ermöglicht und sich so viele Sorgen um sie gemacht hatten, die Güte, mit der sie sie großzogen, größer als alles andere sei, und sie sich im Erwachsenenalter dafür bei ihnen erkenntlich zeigen müsse. Könnte sie das nicht, würde ihr Gewissen sie anklagen, und andere würden sagen, sie sei undankbar und würde die Eltern nicht ehren. Sie hatte geglaubt, wenn sie in all den Jahren zu Hause gewesen wäre, hätte sie sich um ihren kranken Vater kümmern können, und ihre Mutter hätte sich nicht so um sie sorgen müssen. Dann wäre ihre Mutter vielleicht gar nicht erst krank geworden. Sie hatte immer gedacht, dass die Krankheit ihrer Mutter mit ihr zu tun hatte. Nun las sie Gottes Worte, die besagen: „Kannst du kontrollieren, ob deine Eltern leben oder sterben? Kannst du kontrollieren, ob sie reich oder arm sind? (Nein.) Woran auch immer deine Eltern erkranken, der Grund dafür ist nicht, dass es sie erschöpft hat, dich großzuziehen, oder dass sie dich vermissen; vor allem bekommen sie nicht deinetwegen irgendwelche schweren, schlimmen oder tödlichen Erkrankungen. Es ist ihr Schicksal, und es hat nichts mit dir zu tun.“ Ming Hui erkannte, dass das Schicksal eines jeden in Gottes Händen liegt. Wann man in diesem Leben krank wird oder stirbt, hat Gott schon vor langer Zeit vorherbestimmt. Selbst wenn sie in all diesen Jahren immer an der Seite ihrer Eltern geblieben wäre, hätte das ihr Schicksal nicht geändert. Ming Hui dachte daran, dass jedes Jahr so viele ältere Menschen wegen Bluthochdrucks Hirnblutungen und Herzinfarkte erlitten, an plötzlichen Erkrankungen starben oder in der Folge an einer halbseitigen Lähmung litten. Einige von ihnen hatten Kinder, die sich aufopferungsvoll um sie kümmerten, doch ganz gleich, wie hingebungsvoll ihre Pflege auch war, sie konnten nicht verhindern, dass ihre Eltern krank wurden und starben. Das Einzige, was sie tun konnten, war, ihre Eltern rechtzeitig zur Behandlung ins Krankenhaus zu bringen, aber sie hatten keinerlei Einfluss darauf, ob die Ärzte ihre Eltern heilen konnten oder nicht. Als Ming Hui das erkannte, verstand sie ganz klar, dass die Krankheit ihrer Mutter nicht daher rührte, dass sie sie vermisste oder von der Erziehung erschöpft war. Es war ihr Schicksal. In diesem Moment fühlte sich Ming Hui sehr viel entspannter.
Obwohl sie verstand, dass die Krankheit ihrer Mutter nicht mit ihr zusammenhing, sobald sie an all das dachte, was ihre Mutter für sie getan hatte, und dass sie nun gelähmt war und Pflege brauchte, während sie nicht bei ihr war, machte sie sich insgeheim noch immer Vorwürfe. Sie hatte das Gefühl, in der Schuld ihrer Mutter zu stehen. Kurz darauf las sie zwei Abschnitte aus Gottes Worten, die ihre Sicht auf diese Angelegenheit von Grund auf veränderten. Der Allmächtige Gott sagt: „Es gibt in der nicht-gläubigen Welt einen Spruch: ‚Krähen füttern ihre in die Jahre gekommenen Mütter, und Lämmer knien nieder, um gesäugt zu werden.‘ Es gibt auch diesen Spruch: ‚Ein Mensch, der seine Eltern nicht ehrt, ist niedriger als ein Tier.‘ Wie hochtrabend diese Sprüche klingen! Die im ersten Spruch erwähnten Phänomene gibt es wirklich – ‚Krähen füttern ihre in die Jahre gekommenen Mütter, und Lämmer knien nieder, um gesäugt zu werden‘. Das sind Tatsachen. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um Phänomene, die in der Welt der Lebewesen zu finden sind. Es ist bloß eine Art Gesetz, das Gott für verschiedene Lebewesen festgelegt hat. Alle Lebewesen, einschließlich der Menschen, halten sich an dieses Gesetz, und das bestätigt noch mehr, dass alle Lebewesen von Gott geschaffen sind. Kein Lebewesen kann dieses Gesetz brechen, und kein Lebewesen kann es überschreiten. Schaut mal: Löwen und Tiger sind relativ wilde Fleischfresser, und doch hegen und pflegen sie ihre Jungen und beißen sie nicht, bevor sie ausgewachsen sind. Das ist ein tierischer Instinkt. Ganz gleich, zu welcher Art sie gehören, ob sie wild oder freundlich und sanft sind, alle Tiere besitzen diesen Instinkt. Alle Arten von Lebewesen, einschließlich der Menschen, können sich nur weiter fortpflanzen und weiter bestehen, wenn sie einem solchen Instinkt und einem solchen Gesetz folgen. Wenn sie sich nicht an dieses Gesetz halten würden oder wenn dieses Gesetz und dieser Instinkt nicht existieren würden, wären sie nicht in der Lage, sich fortzupflanzen und zu bestehen. Das biologische Ökosystem würde nicht existieren, und diese Welt ebenfalls nicht. Das stimmt doch, oder? (Ja.) Dass Krähen ihre in die Jahre gekommenen Mütter füttern, und Lämmer niederknien, um gesäugt zu werden, bestätigt ganz genau, dass die Welt der Lebewesen dieser Art von Gesetz folgt. Alle Arten von Lebewesen haben diesen Instinkt. Sobald der Nachwuchs auf der Welt ist, werden die Jungen von den Weibchen oder Männchen der Spezies versorgt und gehegt, bis sie ausgewachsen sind. Alle Arten von Lebewesen sind in der Lage, ihre Verantwortung und ihre Verpflichtungen gegenüber ihrem Nachwuchs zu erfüllen und ihn gewissenhaft und pflichtbewusst aufzuziehen. Das sollte erst recht bei den Menschen der Fall sein. Die Menschheit bezeichnet Menschen als höhere Tiere – wenn sie sich nicht an dieses Gesetz halten können und ihnen dieser Instinkt fehlt, dann sind die Menschen schlechter als Tiere, oder nicht? Deshalb taten deine Eltern, ganz gleich, wie sehr sie sich um dich gekümmert haben oder wie sehr sie ihre Verantwortung dir gegenüber erfüllt haben, als sie dich aufzogen, nur etwas, das ein geschaffenes Wesen tun sollte – das ist ihr Instinkt“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (17)). „Nach außen hin scheint es, als hätten dich deine Eltern zur Welt gebracht und als seien es deine Eltern gewesen, die dir dein fleischliches Leben geschenkt haben. Doch aus Gottes Perspektive und vom Kern der Sache her betrachtet, wurde dir dein fleischliches Leben nicht von deinen Eltern geschenkt, denn Menschen können kein Leben erschaffen. Einfach ausgedrückt: Kein Mensch kann den Atem eines Menschen erschaffen. Das Fleisch kann zu einem Menschen werden, weil dieser Mensch den Atem hat. In diesem Atem liegt das Leben der Menschen, und er ist das Merkmal eines lebendigen Individuums. Die Menschen haben diesen Atem, haben dieses Leben, und ihre Quelle und ihr Ursprung sind nicht ihre Eltern. Menschen wurden hervorgebracht, indem ihre Eltern sie zur Welt brachten, das ist alles – im Grunde ist dies Gottes Anordnung, Gottes Bestimmung. Deshalb sind deine Eltern nicht die Gebieter über dein Leben, der Gebieter über dein Leben ist Gott. Gott schuf die Menschheit, Er schuf das Leben der Menschen, und Er gab den Menschen den Lebensatem, Ursprung des Lebens der Menschen. Ist also der Satz ‚Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben‘ nicht leicht zu verstehen? Dein Atem wurde dir nicht von deinen Eltern gegeben, schon gar nicht sorgen sie dafür, dass dein Atem fortdauert. Gott kümmert sich um jeden Tag deines Lebens und herrscht über ihn. Deine Eltern können nicht entscheiden, wie jeder Tag deines Lebens verläuft, ob jeder Tag glücklich ist und reibungslos abläuft, wen du jeden Tag triffst oder in welcher Umgebung du jeden Tag lebst. Gott kümmert sich jeden Tag durch deine Eltern um dich, das ist alles – deine Eltern sind einfach die Menschen, die Gott gesandt hat, um sich um dich zu kümmern. Als du zur Welt kamst, waren es nicht deine Eltern, die dir das Leben schenkten – haben dir deine Eltern jetzt, wo du bis zum heutigen Tag gelebt hast, das Leben geschenkt? Auch das haben sie nicht. Der Ursprung deines Lebens liegt nach wie vor in Gott und nicht in deinen Eltern“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (17)). Nachdem Ming Hui Gottes Worte gelesen hatte, atmete sie erleichtert auf. Wie Gott sagte, war es eine Tatsache: „Krähen revanchieren sich bei ihren Müttern, indem sie sie füttern, und Lämmer knien nieder, um von ihren Müttern Milch zu trinken“. Aber diese Tatsache bewies nur, dass alle Tiere in der Natur die Verantwortung und Pflicht wahrnehmen, ihre Jungen aufzuziehen. Das ist ein Gesetz, das Gott für alle Lebewesen aufgestellt hat. Selbst ein wilder Tiger oder Löwe wird sich, solange seine Jungen noch klein und nicht ausgewachsen sind, aufopferungsvoll um ihren Schutz und ihre Aufzucht kümmern, bis sie selbstständig sein können. Das ist ein Gesetz, das Gott für sie erlassen hat, und es ist auch ihr Instinkt. Das Gleiche gilt für den Menschen. Welchen Preis Eltern auch immer für ihre Kinder zahlen, sie erfüllen lediglich ihre Verantwortung und ihre Pflicht, und das kann man keineswegs als Güte bezeichnen. Ming Hui fiel auf, dass sie den Satz „Krähen revanchieren sich bei ihren Müttern, indem sie sie füttern, und Lämmer knien nieder, um von ihren Müttern Milch zu trinken“ früher auf eine Art und Weise verstanden hatte, die nicht mit der Wahrheit übereinstimmte. Sie dachte, das bedeute, dass selbst Tiere wüssten, wie sie die Güte ihrer Eltern bei der Aufzucht erwidern könnten, und dass sie, wenn sie dies nicht tun könnte, noch schlimmer wäre als ein Tier. Ein solches Verständnis war falsch und stimmte nicht mit Gottes Worten überein. Dass ihre Eltern ihr das Leben geschenkt, sie aufgezogen und mit Essen, Kleidung und einer Ausbildung versorgt hatten – all das waren Verantwortlichkeiten und Pflichten, die sie als Eltern erfüllen sollten. Sie sollte sich ihren Eltern gegenüber nicht ständig in der Schuld fühlen, geschweige denn immer denken, dass sie ihnen ihre Güte zurückzahlen müsste. Oberflächlich betrachtet hatten ihre Eltern ihr das Leben geschenkt und sie aufgezogen, aber das war von Gott vorherbestimmt. Eltern kümmern sich um das Leben ihrer Kinder und ziehen sie zu Erwachsenen heran, aber was das Gute und Schlechte im Schicksal ihrer Kinder betrifft und wann ihren Kindern bestimmte Dinge zustoßen oder Unfälle passieren, all das liegt außerhalb ihrer Macht. Ming Hui dachte plötzlich an eine Zeit zurück, als sie fünf oder sechs Jahre alt war. Sie war mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester am Fluss spielen gegangen und dabei versehentlich in einen tiefen Graben gefallen. Sie schluckte viel Wasser und ertrank fast. Weinend zog ihre Schwester sie aus dem Graben. Damals glaubte sie zwar noch nicht an Gott, doch hätte Gott nicht auf sie aufgepasst und sie beschützt, hätte sie schon längst aufgehört zu atmen und ihr Leben verloren. Ganz gleich, wie sehr ihre Eltern sie liebten, sie hatten keine Kontrolle darüber, ob sie lebte oder starb. Dass sie es bis heute geschafft hatte, war einzig und allein Gottes Fürsorge und Schutz zu verdanken. Sie sollte darüber nachdenken, wie sie Gottes Liebe vergelten und ihre Pflicht als geschaffenes Wesen tun konnte; das war es, was jemand mit Gewissen und Vernunft tun sollte.
Kurz darauf las Ming Hui diese Worte Gottes: „In der Gegenwart des Schöpfers bist du ein geschaffenes Wesen. Was du in diesem Leben tun solltest, ist nicht nur, deinen Verantwortungen gegenüber deinen Eltern nachzukommen, sondern auch deinen Verantwortungen und Pflichten als geschaffenes Wesen. Du kannst deine Verantwortungen gegenüber deinen Eltern nur auf der Grundlage von Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen erfüllen, nicht indem du etwas für sie tust, das auf deinen emotionalen Bedürfnissen oder den Bedürfnissen deines Gewissens beruht. … Natürlich werden einige Leute sagen: ‚Die Dinge, die Du gesagt hast, sind alle Tatsachen, aber ich glaube, dass ein solches Vorgehen zu unpersönlich ist. Mein Gewissen fühlt sich ständig getadelt, ich kann es nicht ertragen.‘ Wenn du es nicht ertragen kannst, dann befriedige einfach deine Gefühle; begleite deine Eltern und bleibe in ihrer Nähe, diene ihnen, ehre sie und tue das, was sie sagen, ob sie nun richtig oder falsch liegen – werde wie ihr kleiner Beschatter und ein Bediensteter, das ist alles in Ordnung. Auf diese Weise wird niemand hinter deinem Rücken über dich schnattern, und selbst deine entfernten Verwandten werden darüber sprechen, wie sehr du deine Eltern ehrst. Aber am Ende wirst nur du selbst einen Verlust erleiden. Du hast deinen Ruf als Kind, das seine Eltern ehrt, bewahrt, du hast deine emotionalen Bedürfnisse befriedigt, dein Gewissen ist nie getadelt worden, und du hast dich für die Güte deiner Eltern revanchiert, aber es gibt eine Sache, die du vernachlässigt und versäumt hast: Du bist mit all diesen Angelegenheiten nicht nach Gottes Worten umgegangen und hast sie nicht nach diesen gehandhabt, und du hast die Gelegenheit verpasst, deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass du zwar deine Eltern geehrt hast, aber du hast Gott verraten. Du hast deine Eltern geehrt und die emotionalen Bedürfnisse des Fleisches deiner Eltern befriedigt, aber du hast dich gegen Gott aufgelehnt. Du würdest dich lieber dazu entscheiden, ein Kind zu sein, das seine Eltern ehrt, als deine Pflichten als geschaffenes Wesen zu tun. Das ist die größte Respektlosigkeit gegenüber Gott. Gott wird nicht sagen, dass du jemand bist, der sich Ihm unterwirft oder der Menschlichkeit besitzt, nur weil du ein Kind bist, das seine Eltern ehrt, du deine Eltern nicht enttäuscht hast, du ein Gewissen hast und du deine Verantwortungen als Kind erfüllst. Wenn du nur die Bedürfnisse deines Gewissens und die emotionalen Bedürfnisse deines Fleisches befriedigst, aber Gottes Worte oder die Wahrheit nicht als Grundlage und Grundsätze für die Betrachtung dieser Angelegenheit oder den Umgang mit dieser Angelegenheit annimmst, dann lässt du die größte Auflehnung gegen Gott erkennen. Wenn du ein qualifiziertes geschaffenes Wesen sein willst, musst du zunächst alles gemäß Gottes Worten betrachten und tun. Das bedeutet es, qualifiziert zu sein, Menschlichkeit und ein Gewissen zu besitzen. Wenn du umgekehrt Gottes Worte nicht als Grundsätze und Grundlage für die Behandlung und den Umgang mit dieser Angelegenheit annimmst, und du auch nicht Gottes Berufung annimmst, hinauszugehen und deine Pflicht zu tun, oder du lieber die Gelegenheit, deine Pflichten zu tun, aufschiebst oder aufgibst, um an der Seite deiner Eltern zu bleiben, sie zu begleiten, ihnen Glück zu bescheren, sie ihren Lebensabend genießen zu lassen und ihnen ihre Güte zu vergelten, dann wird Gott sagen, dass du ein Ding ohne Menschlichkeit oder Gewissen bist. Du bist kein geschaffenes Wesen, und Er wird dich nicht anerkennen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). Ming Hui erinnerte sich an das erste Mal, als die Kirchenleiterin ihr einen Brief schickte und fragte, ob sie von zu Hause weggehen könne, um ihre Pflicht zu tun. Das Erste, woran sie gedacht hatte, war, dass sie über die Jahre ihren Eltern sehr viel schuldig war. Vor allem war es bereits zu spät, um das wiedergutzumachen, was sie ihrem Vater schuldete. Wenn sie nun auch noch ihre Mutter verlassen würde, wäre das noch schwerer zu rechtfertigen. Um ihr Gewissen ein wenig zu beruhigen und von den Nachbarn zu hören, dass sie die Eltern ehrte, lehnte sie ihre Pflicht ab und blieb zu Hause, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Sie glaubte, das sei es, was es heißt, ein Mensch mit Gewissen und Menschlichkeit zu sein. Aus Gottes Worten verstand sie, dass sie als geschaffenes Wesen, das den von Gott gegebenen Atem atmete und alles genoss, was Er ihr bereitete, Gottes Liebe zurückzahlen sollte. Als die Kirche jedoch verlangte, dass sie ihre Pflicht tat, lehnte sie ab, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Auch wenn sie sich rührend um ihre Mutter kümmerte und andere sie dafür lobten, die Eltern zu ehren, wäre sie vor dem Schöpfer immer noch ein Mensch ohne Gewissen oder Menschlichkeit. Bei diesem Gedanken konnte Ming Hui nicht umhin, sich selbst zu hassen, und sie dachte: „Wenn ich nicht an Gott glauben würde und Seine Worte nicht gelesen hätte, wäre das verzeihlich. Nun habe ich all die Jahre an Gott geglaubt und so viele Seiner Worte gelesen, doch meine Sicht auf die Dinge ist immer noch dieselbe wie die von Nichtgläubigen. Bin ich nicht eine Ungläubige? Die Jünger des Herrn Jesus hatten ihren Eltern und Familien entsagt, um Ihm zu folgen und das Evangelium des Himmelreichs zu verbreiten. Da waren auch jene ausländischen Missionare, die ihren Familien entsagten, die die Meere überquerten, um nach China zu kommen, und uns das Evangelium des Herrn Jesus vom Himmelreich predigten. Auch sie hatten Eltern, Kinder und Verwandte. Woran sie jedoch dachten, waren nicht ihre Familien, nicht ihre Eltern und Kinder, sondern vielmehr, wie sie Gottes Absicht berücksichtigen und jene Menschen, die in Sünde lebten und denen Satan sehr geschadet hatte, vor Gott bringen konnten, damit diese Seine Errettung annehmen. Das waren Menschen mit Gewissen und Menschlichkeit. Nun sind die letzten Tage angebrochen und Gottes Werk steht kurz vor seinem Abschluss. Die Pandemie, Überschwemmungen, Krieg und alle möglichen Katastrophen sind über uns hereingebrochen. Es gibt immer noch viele Menschen, die das Evangelium von Gottes Werk in den letzten Tagen noch nicht gehört haben. Diese Menschen sind in Gefahr, jederzeit in den Katastrophen unterzugehen. Dass ich nun die Möglichkeit habe, meine Pflicht zu tun und Gottes Evangelium vom Königreich zu verbreiten – ist das nicht das Gerechteste und Sinnvollste? Das ist die Art von Dingen, die jemand mit Menschlichkeit tun sollte! Was macht es schon aus, wie hoch ich von anderen geschätzt werde? Als geschaffenes Wesen ist es am wichtigsten, meine Pflicht zu erfüllen und die Anerkennung des Schöpfers zu erhalten.“
Ming Hui las noch eine weitere Passage aus Gottes Worten und gewann mehr Erkenntnis über ihr Problem. Der Allmächtige Gott sagt: „Aufgrund der Prägung durch die chinesische traditionelle Kultur glauben Chinesen in ihren traditionellen Auffassungen, dass man seine Eltern ehren muss und dass jedes Kind, das seine Eltern nicht ehrt, aufsässig ist. Diese Vorstellungen wurden den Menschen seit ihrer Kindheit anerzogen, und so wird es in praktisch jedem Haushalt gelehrt, wie auch in jeder Schule und in der Gesellschaft im Allgemeinen. Wenn der Kopf eines Menschen mit solchen Dingen gefüttert wurde, denkt er: ‚Meine Eltern zu ehren, ist wichtiger als alles andere. Würde ich sie nicht ehren, wäre ich kein guter Mensch; ich wäre ein aufsässiges Kind, ich würde in der öffentlichen Meinung verurteilt werden. Ich wäre jemand, der kein Gewissen hat.‘ Ist diese Ansicht korrekt? Die Menschen haben so viele von Gott kundgetane Wahrheiten gesehen – hat Gott gefordert, dass man seine Eltern ehren soll? Ist das eine der Wahrheiten, die Gläubige an Gott verstehen müssen? Nein, das ist es nicht. Gott hat nur über einige Grundsätze Gemeinschaft gehalten. Was sind die Grundsätze in Gottes Worten, laut denen die Menschen miteinander umgehen sollen? Liebe das, was Gott liebt, und hasse das, was Gott hasst. Das ist der Grundsatz, an den man sich halten sollte. Gott liebt diejenigen, die nach der Wahrheit streben und Seinen Willen befolgen können; das sind auch die Menschen, die wir lieben sollten. Diejenigen, die Gottes Willen nicht befolgen können, die Gott hassen und gegen Gott aufbegehren – diese Menschen werden von Gott verabscheut, und wir sollten sie auch verabscheuen. Das ist es, was Gott von den Menschen verlangt. … Satan nutzt diese traditionellen Kulturen und diese moralischen Auffassungen, um deinem Herzen und deinem Verstand Fesseln anzulegen, wodurch deine Ansichten absurd werden und du in deinem Herzen Gott leugnest und dich Ihm widersetzt, was dazu führt, dass du Gottes Worte nicht annehmen kannst; du bist von diesen Dingen Satans besessen und wurdest unfähig gemacht, Gottes Worte anzunehmen. Wenn du Gottes Worte praktizieren willst, werden diese Dinge aufbegehren und Störungen in dir verursachen und dich dazu bringen, dich gegen die Wahrheit und die Anforderungen Gottes zu sträuben. Selbst wenn du dich vom Joch der traditionellen Kultur befreien willst, wirst du machtlos sein, das zu tun. Nachdem du eine Weile gekämpft hast, wirst du einen Kompromiss eingehen. Du wirst glauben, dass traditionelle moralische Auffassungen korrekt sind und mit der Wahrheit übereinstimmen, und so wirst du Gottes Worte ablehnen oder anzweifeln und Gottes Worte nicht als die Wahrheit annehmen, und weil du der Meinung bist, dass du schließlich immer noch in dieser Welt lebst und nur dann im Leben vorankommen kannst, wenn du dich auf diese Dinge verlässt, wird es dir egal sein, ob du Errettung erlangen kannst. Da du es nicht ertragen kannst, von der öffentlichen Meinung verurteilt zu werden, würdest du dich dafür entscheiden, die Wahrheit und Gottes Worte aufzugeben und stattdessen an den moralischen Auffassungen der traditionellen Kultur festzuhalten, auf Satans Seite zu wechseln und an seiner Seite zu stehen, und es vorziehen, Gott zu kränken, anstatt die Wahrheit anzunehmen. Sagt Mir: Ist der Mensch nicht bemitleidenswert? Braucht er nicht Gottes Errettung? Manche Menschen glauben seit vielen Jahren an Gott, können aber die Frage des Ehrens der Eltern immer noch nicht durchschauen. Ganz gleich, wie über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten wird, sie können es nicht verstehen. Sie können diese weltliche Beziehung niemals überwinden; sie haben weder den nötigen Mut noch den nötigen Glauben, geschweige denn die nötige Entschlossenheit, also können sie Gott nicht lieben und sich Ihm nicht unterwerfen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). Schlagartig erhellten Gottes Worte Ming Huis Herz. Sie erkannte, dass ihre Weigerung, ihre Mutter allein zu lassen, von der Indoktrination und dem Einfluss der traditionellen Kultur herrührte, die Satan ihr eingeflößt hatte. Sie lebte nach satanischen Giften wie: „Die Eltern zu ehren ist eine Tugend, die es über alles zu erheben gilt“, „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ und „Reise nicht in die Ferne, solange deine Eltern noch leben“. Schon von klein auf hatte sie oft gehört, wie die Leute sagten: „Das Kind von dem und dem ist wirklich ein guter Sohn; er weiß, wie er seine Eltern ehren und ihre Güte vergelten kann. Er hat wirklich ein Gewissen! Der Sohn von dem und dem hingegen taugt nichts. Seine Eltern wurden krank, aber er hat sich nicht um sie gekümmert. Was für ein undankbarer Sohn. Er hat sein Gewissen über Bord geworfen!“ Diese Worte hatten sich bereits tief in Ming Huis Herz eingeprägt. Die Eltern zu ehren, stand für sie an erster Stelle, und sie dachte, da ihre Mutter krank war, sollte sie als Tochter an ihrer Seite sein und sie pflegen. Wäre sie nicht bei ihrer Mutter, wäre sie eine Tochter, die die Eltern nicht ehren würde. Sie fürchtete, die Nachbarn würden sie eine undankbare Tochter ohne Menschlichkeit nennen, und so hatte sie ihre Pflicht abgelehnt. Obwohl sie später wieder anfing, ihre Pflicht zu tun, fühlte sie sich ihrer Mutter gegenüber immer noch in der Schuld. Sie erkannte, wie fest sie von diesen satanischen Giften gefesselt war. In diesem Moment dachte Ming Hui daran, dass ihre Mutter nicht nach der Wahrheit strebte, obwohl sie schon seit vielen Jahren an Gott glaubte. Letztes Jahr war ihre Mutter, weil sie die Qualen ihrer Krankheit nicht mehr ertragen konnte, sogar so weit gegangen, böse Geister anzubeten. Ihre Mutter glaubte schon seit vielen Jahren an Gott, tat aber dennoch Dinge, die Gottes Disposition verletzten. Das war eine vorsätzliche Kränkung, die sie zu einem Objekt von Gottes Abscheu und Verachtung machte – sie war eine Ungläubige. Ming Hui war nicht nur unfähig zu lieben, was Gott liebt, und zu hassen, was Er hasst, sondern sie ließ auch zu, dass die Sorge um ihre Mutter ihre Pflicht beeinträchtigte. Hieß das nicht, unfähig zu sein, Gut von Böse zu unterscheiden und Recht von Unrecht zu trennen? Ming Hui hasste sich selbst dafür, dass sie so blind und unwissend gewesen war! Sie seufzte und dachte: „Zum Glück hat Gott diese Worte zum Ausdruck gebracht und uns die Grundsätze erklärt, die wir im Umgang mit unseren Eltern praktizieren sollten. Nur deshalb kann ich das Gefühl, in der Schuld meiner Mutter zu stehen, loslassen und mich auf meine Pflicht konzentrieren. Andernfalls wäre ich in diesem Leben nur von dem traditionellen Denken kontrolliert worden, das Satan mir eingeflößt hat, und hätte überhaupt nicht den Kopf dafür gehabt, meine Pflicht zu tun. Am Ende würde ich meine Chance auf Errettung verlieren und ein erbärmliches Dasein fristen.“
Ming Hui las zwei weitere Abschnitte aus Gottes Worten und lernte, wie sie ihre Eltern betrachten sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Zunächst einmal entscheiden sich die meisten Menschen, ihr Zuhause zu verlassen, um ihre Pflicht auszuführen, in einer Hinsicht aufgrund der umfassenderen objektiven Umstände, die es erforderlich machen, dass sie ihre Eltern verlassen, und dazu führen, dass sie nicht an der Seite ihrer Eltern bleiben können, um sich um sie zu kümmern und sie zu begleiten. Es ist nicht so, dass sie sich freiwillig entscheiden, ihre Eltern zu verlassen. Das ist ein objektiver Grund. In einer anderen Hinsicht gehst du subjektiv gesehen nicht deshalb von zu Hause fort, um deine Pflicht auszuführen, damit du deine Verantwortlichkeiten gegenüber deinen Eltern meiden kannst, sondern weil du von Gott dazu berufen wurdest. Um mit dem Wirken Gottes zu kooperieren, Seine Berufung anzunehmen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen zu können, blieb dir keine andere Wahl, als deine Eltern zu verlassen; du konntest nicht an ihrer Seite bleiben, um sie zu begleiten und dich um sie zu kümmern. Du hast sie nicht verlassen, um dich deinen Verantwortungen zu entziehen, richtig? Sie zu verlassen, um dich deinen Verantwortungen zu entziehen, und sie verlassen zu müssen, um Gottes Ruf anzunehmen und deine Pflicht auszuführen – ist die Natur dieser beiden Gegebenheiten nicht völlig verschieden? (Ja.) In deinem Herzen sorgst du dich um deine Eltern und vermisst sie; deine Gefühle sind nicht leer. Wenn die objektiven Umstände es erlauben und du in der Lage bist, an ihrer Seite zu bleiben und gleichzeitig deine Pflicht auszuführen, dann wärst du bereit, ihnen Gesellschaft zu leisten, um dich regelmäßig um sie zu kümmern und deinen Verantwortungen nachzukommen. Aber wegen objektiver Umstände musst du sie verlassen und kannst nicht an ihrer Seite bleiben. Es ist nicht so, dass du deinen Verantwortungen als ihr Kind nicht nachkommen willst, sondern dass du es nicht kannst. Ist das nicht von anderer Natur? (Ja.) Wenn du dein Zuhause verlassen hast, um dich deinen Verantwortungen und der Notwendigkeit zu entziehen, deine Eltern zu ehren, dann ist das respektlos und unmenschlich. Deine Eltern haben dich großgezogen, aber du kannst es kaum erwarten, flügge zu werden und schnell allein loszuziehen. Du willst deine Eltern nicht sehen, und wenn du von Schwierigkeiten erfährst, auf die sie gestoßen sind, schenkst du der Sache keinerlei Beachtung. Selbst wenn du die Mittel hast, um zu helfen, tust du es nicht; du tust nur so, als ob du es nicht hörst, und lässt andere über dich sagen, was sie wollen – du willst deinen Verantwortungen einfach nicht nachkommen. Das bedeutet es, seine Eltern nicht zu ehren. Ist das aber jetzt der Fall? (Nein.) Viele Menschen haben ihre Landkreise, Städte, Provinzen oder sogar ihre Länder verlassen, um ihre Pflichten auszuführen; sie sind bereits weit weg von ihren Heimatstädten. Außerdem ist es für sie aus verschiedenen Gründen nicht zweckmäßig, ihre Familien zu kontaktieren. Gelegentlich erkundigen sie sich bei Leuten, die aus der gleichen Heimatstadt stammen, nach der aktuellen Situation ihrer Eltern und fühlen sich erleichtert, wenn sie hören, dass ihre Eltern gesund sind und gut zurechtkommen. In Wirklichkeit ist es nicht so, dass du deine Eltern nicht ehrst. Es ist nicht so, dass du den Punkt erreicht hast, an dem du keine Menschlichkeit hast und du dich nicht einmal um deine Eltern kümmern oder deinen Verantwortungen ihnen gegenüber nachkommen willst. Es liegen verschiedene objektive Gründe vor, weshalb du deine Verantwortlichkeiten nicht erfüllen kannst – das bedeutet nicht, dass du deine Eltern nicht ehrst. Das sind die beiden Gründe. … Darüber hinaus ist das Wichtigste, dass Menschen, nachdem sie jahrelang an Gott geglaubt und so vielen Wahrheiten zugehört haben, dieses absolute Mindestmaß an Verständnis und Begriffsvermögen besitzen: Das Schicksal des Menschen wird vom Himmel bestimmt, der Mensch lebt in Gottes Händen, und Gottes Fürsorge und Schutz sind weitaus wichtiger als die Sorgen, die Ehrung der Eltern oder die Kameradschaft der eigenen Kinder. Gibt es dir nicht ein Gefühl der Erleichterung, dass deine Eltern unter Gottes Fürsorge und Schutz stehen? Du musst dir keine Sorgen um sie machen. Wenn du dir Sorgen machst, bedeutet das, dass du Gott nicht vertraust; dein Glaube an Ihn ist zu dürftig. Wenn du dir wirklich Sorgen und Gedanken um deine Eltern machst, dann solltest du oft zu Gott beten, sie Seinen Händen anvertrauen und Gott alles orchestrieren und anordnen lassen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). „Als Kind solltest du verstehen, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind. Wenn du nur darauf achtest, die Güte deiner Eltern zu erwidern, wird dies vielen Pflichten im Wege stehen, die du tun solltest. Es gibt viele Dinge, die du in deinem Leben tun musst, und diese Pflichten, die du tun solltest, sind Dinge, die ein geschaffenes Wesen tun sollte und die dir vom Schöpfer anvertraut wurden, und sie haben nichts damit zu tun, deinen Eltern ihre Güte zu vergelten. Deine Eltern zu ehren, dich bei ihnen zu revanchieren, ihre Güte zu vergelten – diese Dinge haben nichts mit deiner Mission im Leben zu tun. Man kann auch sagen, es ist für dich nicht notwendig, deine Eltern zu ehren, dich bei ihnen zu revanchieren oder irgendeiner Verantwortung ihnen gegenüber gerecht zu werden. Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn die Umstände es erlauben, kannst du das alles ein wenig tun und deiner Verantwortung ein bisschen nachkommen; wenn nicht, brauchst du dich nicht dazu zu zwingen. Wenn du deiner Verantwortung, deine Eltern zu ehren, nicht nachkommen kannst, dann ist das kein schlimmer Fehler, es läuft nur deinem Gewissen und der moralischen Gerechtigkeit etwas zuwider, und du wirst von einigen Leuten getadelt werden – das ist alles. Aber zumindest läuft es nicht der Wahrheit zuwider. Wenn es zur Ausführung deiner Pflicht und der Befolgung von Gottes Willen geschieht, dann wird Gott dies sogar gutheißen. Was also kindlichen Respekt deinen Eltern gegenüber betrifft, solange du die Wahrheit verstehst und Gottes Anforderungen an die Menschen verstehst, dann wird sich dein Gewissen nicht getadelt fühlen, selbst wenn deine Umstände es dir nicht erlauben, deinen Eltern gegenüber kindlich-respektvoll zu sein“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (17)). Durch Gottes Worte erkannte Ming Hui, dass ihre Unfähigkeit, in all den Jahren zu Hause zu sein und sich um ihre Eltern zu kümmern, in erster Linie auf die Verfolgung und die Verhaftungen durch die Kommunistische Partei zurückzuführen war. Sie wurde gezwungenermaßen der Chance beraubt, zu Hause zu bleiben und sich um ihre Eltern zu kümmern; es war nicht so, dass sie sich absichtlich ihrer Verantwortung entzogen hätte, für sie zu sorgen. Nun war sie vorbestraft, und die Polizei konnte jederzeit bei ihr auftauchen, um sie zu schikanieren und ihren Aufenthaltsort zu überwachen. Es gab für sie absolut keine Möglichkeit, zu Hause an Gott zu glauben und ihre Pflicht zu tun, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als ihr Zuhause wieder zu verlassen, wodurch sie sich nicht um ihre Mutter kümmern konnte. Das bedeutete nicht, dass sie die Eltern nicht ehrte. Sie verstand auch: Als geschaffenes Wesen die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen war wichtiger, als ihre Eltern zu ehren. Das war das Gerechteste, was sie in ihrem Leben tun konnte, ganz zu schweigen davon, dass es ihre Mission war. In Gottes Worten fand Ming Hui einen Weg der Praxis. Wenn die Umstände es zuließen und sie die Möglichkeit hätte, zu Hause zu sein und ihre Mutter zu pflegen, dann könnte sie ihre Verantwortung und Pflicht als Tochter erfüllen und sich um sie kümmern. Wenn die Umstände nicht passten, gab es keinen Grund, sich Vorwürfe zu machen. Kinder und Eltern schulden einander nichts. Als Ming Hui das erkannte, spürte sie, wie sich ihr ganzer Körper entspannte. In ihrem Herzen dankte sie Gott. Es waren Gottes Worte, die ihr halfen, klar zu erkennen, wie die traditionelle Kultur den Menschen schadet, und zu verstehen, dass es für ein geschaffenes Wesen nur Bedeutung hat, dafür zu leben, seine Pflicht gut zu erfüllen, und dies aus jemandem einen Menschen macht, der wirklich ein Gewissen und Menschlichkeit besitzt. In der darauffolgenden Zeit widmete sich Ming Hui mit ganzem Herzen ihrer Pflicht.