8. Durch das Erfahren meiner Krankheit habe ich so viel gewonnen
Der Allmächtige Gott sagt: „Wonach Menschen in ihrem Gottesglauben streben, ist, Segnungen für die Zukunft zu erhalten; das ist ihr Ziel in ihrem Glauben. Alle Menschen haben diese Absicht und Hoffnung, aber die Verderbtheit in ihrer Natur muss durch Prüfungen und Läuterung aufgelöst werden. In welchen Aspekten auch immer Menschen nicht gereinigt werden und immer noch Verdorbenheit offenbaren: Dies sind die Aspekte, in denen sie geläutert werden müssen – das ist Gottes Anordnung. Gott richtet Umgebungen für dich ein und zwingt dich, dich in ihnen der Läuterung zu unterziehen, damit du deine eigene Verdorbenheit erkennen kannst. Letztlich gelangst du an einen Punkt, an dem du gewillt wärst, deine Pläne und Begierden aufzugeben und dich Gottes Souveränität und Anordnung zu unterwerfen, selbst wenn dies den Tod bedeuten würde. Wenn Menschen also nicht mehrere Jahre der Läuterung durchlaufen und ein gewisses Maß an Leid ertragen, werden sie nicht imstande sein, sich in ihren Gedanken und Herzen von den Einschränkungen der Verderbtheit des Fleisches zu befreien. All die Aspekte, in denen die Menschen noch immer den Einschränkungen ihrer satanischen Natur unterliegen, und all die Aspekte, in denen sie noch immer ihre eigenen Begierden und Forderungen haben, sind die Aspekte, in denen sie leiden sollten. Nur durch Leiden können die Menschen Lektionen lernen, was bedeutet, dass sie die Wahrheit erlangen und Gottes Absichten verstehen können. Tatsächlich werden viele Wahrheiten durch die Erfahrung von Leid und Prüfungen verstanden. Niemand kann Gottes Absichten verstehen, Gottes Allmacht und Weisheit kennenlernen oder Gottes gerechte Disposition würdigen, wenn er sich in einer behaglichen und mühelosen Umgebung befindet oder wenn die Umstände günstig sind. Das wäre unmöglich!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Jedes Mal, wenn ich diesen Abschnitt von Gottes Worten lese, muss ich an meine eigene Erfahrung mit Krankheit denken. Hätte mich diese Krankheit nicht offenbart, hätte ich meine falsche Ansicht, nur an Gott zu glauben, um Segnungen zu erlangen, nie erkannt. Auch hätte ich die Angst und Sorge um meine künftigen Aussichten und meinen Bestimmungsort nicht ablegen können. Dank sei Gott, dass Er Umstände gefügt hat, durch die ich diese Krankheit erlebte und unerwartete Belohnungen daraus gewann.
Schon von klein auf war ich sehr kränklich. Als ich 21 Jahre alt war, bekam ich eine Bronchitis und hatte drei Monate lang immer leichtes Fieber. Ich war in etlichen großen und kleinen Krankenhäusern, doch keines konnte mich davon heilen. Außerdem schädigte die flüssige Medizin, die ich zur Behandlung einnahm, meinen Magen und meine Blutgefäße ziemlich stark. Mir blieb nichts anderes übrig, als nach Hause zu gehen, um mich zu erholen. Zu Hause konnte ich nichts essen und mein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Es fühlte sich an, als würde ich nur noch auf den Tod warten. Als meine Mutter sah, wie sehr ich litt, predigte sie mir das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage. Durch Gottes Worte verstand ich schließlich, dass die Menschheit von Gott geschaffen wurde, was der Ursprung der Verdorbenheit der Menschheit war, warum das Leben der Menschen so schmerzvoll ist und wie sie sich von diesem Leid befreien können, was man tun sollte, um ein sinnvolles Leben zu führen, und so weiter. Damals gab es nichts, das ich mehr genoss, als jeden Tag Gottes Worte zu lesen. Es war, als ließe mich das meine Krankheit vergessen. Später verbesserte sich mein Gesundheitszustand ein wenig, und ich begann, am Kirchenleben teilzunehmen. Nach einem halben Jahr war ich im Grunde wieder genesen. Da ich Gottes Gnade genossen hatte, fasste ich in meinem Herzen den Entschluss, Ihm mein ganzes Leben darzubringen und mich für Ihn aufzuwenden, um Seine Liebe zu vergelten. Danach stürzte ich mich proaktiv in die Ausführung meiner Pflicht. Ganz gleich, ob bei Regen oder Wind, bei klirrender Kälte oder brütender Hitze, oder ob wir mit der Verfolgung durch die KPCh-Regierung konfrontiert waren – ich tat meine Pflicht unter allen Umständen unbeirrt weiter.
Einfach so vergingen neun Jahre wie im Flug, und die Verfolgung durch die KPCh wurde immer unerbittlicher. Ich hatte das große Glück, aus China zu entkommen und in ein freies, demokratisches Land zu gelangen, wo ich weiterhin meinen Glauben an Gott ausübte. In diesen Jahren tat ich die ganze Zeit über meine Pflicht. Eine Zeit lang befand ich mich in einer anderen Zeitzone als die Neulinge, die ich bewässerte, und ich musste jeden Tag bis spät in die Nacht meine Pflicht tun. Obwohl ich manchmal ziemlich erschöpft war, hatte ich, wenn ich an den großartigen Bestimmungsort dachte, den Gott für uns vorbereitet hatte, das Gefühl, dass es sich lohnte, jedes Maß an Leid zu ertragen. Im Jahr 2021 litt ich häufig unter einem Engegefühl in der Brust und Herzrasen, und meine Herzfrequenz schwankte oft. Obendrein war mein ganzer Körper erschöpft, und ich fühlte mich oft schläfrig. Anfangs machte ich mir darüber keine Gedanken und dachte, ich würde mich schon erholen, wenn ich mich nur ein wenig ausruhte. Außerdem hatten die Neulinge den Allmächtigen Gott gerade erst angenommen und noch kein stabiles Fundament; wenn ich sie nicht umgehend bewässerte, würde ihr Leben Schaden nehmen. Aber als mehrere Monate vergingen, wurden meine Symptome immer schlimmer. Manchmal verspürte ich einen plötzlichen, stechenden Schmerz in meinem Herzen. Ich war ein wenig besorgt und fürchtete, an einer schweren Krankheit zu leiden. Doch dann dachte ich: „Obwohl ich seit meiner Jugend in ziemlich schlechter gesundheitlicher Verfassung bin, hatte ich noch nie eine schwere Krankheit. Vielleicht sind das nur normale körperliche Reaktionen auf das späte Aufbleiben in letzter Zeit. Es ist wahrscheinlich nichts Ernstes. Außerdem habe ich in diesen Jahren allem entsagt und mich für Gott aufgewendet, also sollte Er mich beschützen und dürfte nicht zulassen, dass ich schwer krank werde.“
An einem Abend im Februar 2022 saß ich wie gewohnt am Computer und tat meine Pflicht, als ich einen leichten, stechenden Schmerz im Herzen verspürte. Anfangs wollte ich es ertragen und abwarten, bis es vorüberging, aber der Schmerz wurde immer schlimmer und wandelte sich in einen stechenden, krampfartigen Schmerz. Ich bekam allmählich Atemnot, und schließlich konnte ich mich nicht mehr aufrecht halten und sackte zu Boden. In diesem Moment hatte ich große Angst, und ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Die andere Schwester im Haus fand mich, hob mich auf das Bett, und bald darauf schlief ich ein. Als ich aufwachte, war es bereits nach 21 Uhr. Ich starrte an die Decke, erinnerte mich an das, was gerade passiert war, und dachte: „Bin ich wegen der Herzschmerzen in Ohnmacht gefallen? Bin ich wirklich herzkrank? Wenn es ernst wird, könnte eine Herzkrankheit tödlich sein; werde ich jetzt sterben? Ich habe allem entsagt und meine Pflicht getan, warum hat Gott mich also nicht beschützt?“ Ich konnte nicht verstehen, was Gottes Absicht dabei war, mich mit dieser Krankheit zu konfrontieren. Ich musste innerlich zur Ruhe kommen und Gottes Worte lesen, also holte ich mein Handy heraus und las diese Worte Gottes: „Während Menschen Prüfungen durchmachen, ist es normal, dass sie schwach sind, im Inneren negativ sind, Gottes Absichten nicht verstehen oder es ihnen an Klarheit in Bezug auf den Weg der Praxis fehlt. Doch in jedem Fall musst du an Gottes Werk glauben und darfst, wie Hiob, Gott nicht verleugnen. Obwohl Hiob schwach war und er den Tag seiner eigenen Geburt verfluchte, bestritt er nicht, dass alle Dinge, die die Menschen nach ihrer Geburt besitzen, ihnen von Jehova gewährt werden, und dass Jehova auch der Eine ist, der sie wegnimmt. Was für Prüfungen er auch durchmachen musste, er behielt diesen Glauben bei. Welcher Art von Läuterung du anhand von Gottes Worten auch unterzogen wirst, in deinen Erfahrungen ist das, was Gott will, alles in allem dein Glaube und dein gottliebendes Herz. Indem Er auf diese Weise wirkt, vervollkommnet Er den Glauben, die Liebe und die Entschlossenheit der Menschen. Gott vollbringt das Werk der Vervollkommnung an den Menschen, und sie können es nicht sehen, können es nicht berühren; unter solchen Umständen ist Glaube erforderlich. Wenn etwas nicht vom bloßen Auge erblickt werden kann, ist Glaube erforderlich. Wenn du deine eigenen Auffassungen nicht loslassen kannst, ist Glaube erforderlich. Wenn dir Gottes Werk nicht klar ist, dann ist erforderlich, dass du Glauben hast, und dass du eine feste Haltung einnimmst und in deinem Zeugnis standhaft bleibst. Als Hiob diesen Punkt erreichte, erschien ihm Gott und sprach zu ihm. Das heißt, nur wenn du Glauben hast, wirst du imstande sein, Gott zu sehen. Wenn du Glauben hast, wird Gott dich vervollkommnen, und wenn du keinen Glauben hast, kann Er das nicht tun. Gott wird dir zuteilwerden lassen, was auch immer du zu erlangen hoffst. Wenn du keinen Glauben hast, kannst du nicht vervollkommnet werden und du wirst nicht imstande sein, Gottes Taten zu sehen, geschweige denn Seine Allmächtigkeit. Wenn du in deinen realen Erfahrungen den Glauben hast, Seine Taten zu sehen, dann wird Gott dir erscheinen, und Er wird dich von innen her erleuchten und führen. Ohne diesen Glauben wird Gott das nicht tun können. Wenn du die Hoffnung auf Gott verloren hast, wie wirst du dann Sein Werk erfahren können? Daher wird Gott dich nur dann im Laufe deiner Erfahrungen erleuchten und erhellen und du wirst nur dann Seine Taten sehen, wenn du Glauben hast und keine Zweifel an Ihm hegst, und nur, wenn du wahren Glauben an Ihn hast, was immer Er tut. All diese Dinge werden durch Glauben erlangt. Der Glaube kommt nur durch Läuterung, und ohne Läuterung kann sich der Glaube nicht entwickeln“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Gottes Worte halfen mir, mich etwas zu beruhigen. Mir wurde klar, dass ich vor einer Prüfung Gottes stand und dass in dieser Krankheit Gottes Absicht lag; ich verstand sie nur noch nicht. Als Hiob Prüfungen ausgesetzt wurde, verstand er Gottes Absicht nicht, aber er sündigte dennoch nicht mit Worten. Stattdessen betete und suchte er in seinem Herzen und legte auf wunderbare Weise Zeugnis für Gott ab. Schließlich offenbarte sich Gott Hiob – was für ein großer Segen das war! Nun war ich wegen eines Herzproblems in Ohnmacht gefallen. Und obwohl ich Gottes Absicht immer noch nicht verstand, sollte ich von Hiob lernen und nicht mit Worten sündigen. Außerdem schaute Gott auch darauf, ob ich wahren Glauben hatte. Früher, als ich gesund war, konnte ich mich für Ihn aufwenden und bei meiner Pflicht ohne Klagen leiden und einen Preis zahlen. Jetzt, da ich mit dieser Krankheit konfrontiert war, durfte ich mich nicht über Gott beklagen. Ich musste nach Gottes Absicht suchen; ich durfte meinen Glauben an Ihn nicht verlieren.
In der Zeit danach verschlechterte sich mein Gesundheitszustand. Ich hatte häufig Herzrasen und ein Engegefühl in der Brust, und mein ganzer Körper fühlte sich schwach an. Beim Sprechen bekam ich oft schwer Luft und rang nach Atem, und ich konnte nicht einmal einfache Hausarbeiten erledigen. Als ich meinen Zustand sah, wurde ich bedrückt und dachte: „Ich bin erst 30 Jahre alt; muss ich in Zukunft wirklich wie eine Halbinvalide leben? Ich habe mit 21 angefangen, an Gott zu glauben, habe meine Jugend aufgewendet und allem entsagt. Selbst angesichts der Verfolgung durch die KPCh-Regierung bin ich nicht zurückgeschreckt. Warum hat Gott mich nicht beschützt? Jetzt tun alle aktiv ihre Pflicht, aber ich habe diese Krankheit. In diesem entscheidenden Moment kann ich weder meine Pflicht tun noch gute Taten vorbereiten. Werde ich trotzdem ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort haben?“ Je mehr ich nachdachte, desto bedrückter wurde ich. Ich versteckte mich auf dem Balkon, um heimlich zu weinen. Je mehr ich weinte, desto ungerechter behandelt fühlte ich mich, denn ich dachte, meine aktuelle Notlage sei wirklich erbärmlich. Nachdem ich geweint hatte, fühlte sich mein Geist etwas ruhiger. Ich kniete nieder und betete zu Gott: „Gott, ich bin durch diese Krankheit sehr bedrückt, und ich weiß nicht, was Deine Absicht ist. Ich weiß, ich sollte mich nicht beklagen oder unvernünftig Forderungen an Dich stellen, aber mein Herz ist so schwach und meine Größe ist so gering. Bitte führe mich, damit ich Deine Absicht verstehe, mich selbst erkenne und inmitten dieser Umstände Lektionen lerne.“ Nach dem Gebet dachte ich an einen Abschnitt von Gottes Worten: „Gott betrachtete die Menschen als Familienmitglieder, doch sie behandelten Ihn wie einen Fremden. Nach einiger Zeit von Gottes Wirken verstanden die Menschen schließlich, was Er zu erreichen versuchte, und sie wussten, dass Er der wahre Gott war; sie erfuhren auch, was sie von Gott erhalten konnten. Wie betrachteten die Menschen Gott zu dieser Zeit? Sie sahen Ihn als Rettungsanker und hofften, dass ihnen Seine Gnade, Segnungen und Verheißungen gewährt würden. Wie betrachtete Gott zu diesem Zeitpunkt die Menschen? Gott sah sie als Ziele Seiner Eroberung. Gott wollte Worte verwenden, um sie zu richten, sie zu testen und um sie Prüfungen zu unterziehen. Doch was die Menschen damals betraf, war Gott nur ein Objekt, das sie benutzen konnten, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Die Menschen erkannten, dass die Wahrheit, die von Gott hervorgebracht wurde, sie erobern und retten konnte, dass sie eine Gelegenheit hatten, die Dinge zu bekommen, die sie von Ihm wollten, sowie die Bestimmungsorte zu erhalten, die sie wollten. Aus diesem Grund bildete sich ein kleines bisschen Aufrichtigkeit in ihren Herzen und sie wurden bereit dazu, diesem Gott zu folgen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Wie man Gottes Disposition und die Ergebnisse erkennt, die Sein Werk erreichen soll). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war ich zutiefst bekümmert und bestürzt. Gott hatte mich in Sein Haus gebracht und wie ein Familienmitglied behandelt. Er gab mir die Chance, meine Pflicht zu tun, und ermöglichte es mir, dabei verschiedene Wahrheiten zu erlangen, damit ich letztendlich meine verdorbene Disposition ablegen und Gottes Errettung erlangen konnte. Ich jedoch hatte Gott als eine Art Rettungsanker betrachtet und wollte nur Gnade und Segnungen von Ihm erlangen. Angesichts dieser Krankheit rechnete ich auf, wie viel ich für Gott aufgegeben hatte, und dachte, da ich allem entsagt und mich für Ihn aufgewendet hatte, hätte ich nicht krank werden dürfen und Gott mich mit guter Gesundheit segnen müssen. Als ich nicht bekam, was ich wollte, war ich entmutigt und enttäuscht. Es stellte sich heraus, dass ich nicht allem entsagt und mich für Gott aufgewendet hatte, um Seine Liebe zu vergelten. Vielmehr versuchte ich, einen Tauschhandel mit Ihm zu treiben; mein Entsagen und mein Aufwenden dienten dazu, Gnade und Segnungen zu erlangen. Als ich sah, dass ich in meinem Glauben an Gott immer noch so viele verachtenswerte Motive hegte, war ich sehr betrübt und hielt mich für unwürdig, von Gott gerettet zu werden. Ich stellte mir vor, wie betrübt Gott sein musste, wenn Er sah, dass ich meine Pflicht nur tat, um Segnungen von Ihm zu erlangen. Wenn ein Kind sich nur um seine Eltern kümmern würde, um deren Besitz zu erben, wären die Eltern sicherlich verletzt. Ich war genau wie dieses Kind, das die Eltern nicht ehrte, meine Plackerei und meine Aufwendungen geschahen nur für meine eigenen Interessen. Das war nicht das, was Gott sehen wollte. Als ich das verstand, betete ich voller Reue zu Gott. Ich war bereit, meine Absicht, Segnungen zu erlangen, loszulassen und meine Pflicht zu tun, um Gottes Liebe zu vergelten. Danach begann ich, meinen Arbeits- und Ruheplan anzupassen. Ich achtete im Allgemeinen darauf, mich öfter auszuruhen, meine Ernährung zu regulieren und meine Pflicht jeden Tag normal zu tun. Zu meiner Überraschung begann sich mein Gesundheitszustand eine Woche später allmählich zu verbessern. Ich konnte nicht anders, als Gott zu danken und Ihn zu preisen.
Im Dezember desselben Jahres wurde mir eine neue Pflicht zugewiesen. Da ich mich in die Arbeit einarbeiten und auch die Arbeit der Brüder und Schwestern im Team überprüfen musste, ging ich an einigen Tagen ziemlich spät schlafen. Eines Tages, kurz nach 17 Uhr, spürte ich einen leichten Schmerz im Herzen. Er hielt eine ganze Weile an und wurde immer stärker. Ich stand auf, um auf die Toilette zu gehen. Als ich wieder zurückkam, fühlte es sich an, als ob mit meinem Herzen ernsthaft etwas nicht stimmte, und das Atmen fiel mir schwer. Ich konnte kaum noch stehen, also stützte ich mich an der Tür ab und glitt langsam zu Boden. Ich lag etwa eine halbe Stunde auf dem Boden. Mein Herz fühlte sich gar nicht gut an, und mein ganzer Körper zitterte unaufhörlich. Eine der Schwestern war zu Tode erschrocken, als sie mich so daliegend fand, und half mir hinüber zu meinem Bett. Später, nach 22 Uhr, wollte ich mich aufsetzen und nach dem Laptoptisch auf dem Bett greifen, aber ich hatte absolut keine Kraft. In diesem Moment war mein Herz voller Qual, und ich dachte: „Wenn meine Gesundheit in Zukunft immer so schlecht ist, was soll ich dann tun?“ Am nächsten Tag fuhr ich mit einer Schwester ins Krankenhaus, um mich untersuchen zu lassen, aber die Ergebnisse zeigten, dass alles normal war. Ich wusste nicht, ob mich das freuen oder beunruhigen sollte. Es war gut, dass ich nicht krank war, aber irgendetwas stimmte wirklich nicht mit mir, und wenn man die Krankheit nicht feststellen konnte, gab es auch keine Möglichkeit, sie zu heilen. Später reduzierte der Verantwortliche angesichts meines Gesundheitszustands mein Arbeitspensum. Als ich sah, wie meine Pflichten immer wieder reduziert wurden, machte ich mir unweigerlich Sorgen und dachte: „Meine Pflicht wird Stück für Stück reduziert. Heißt das nicht, dass ich immer weniger Gelegenheiten haben werde, gute Taten vorzubereiten? Wie soll ich in Zukunft gute Taten vorbereiten und Errettung erlangen?“ Bei diesem Gedanken wurde ich etwas negativ. Danach verschlechterte sich mein Gesundheitszustand weiter. Ich musste mich sogar an der Wand festhalten, um von meinem Zimmer ins Bad zu kommen. Meistens konnte ich im Bett nur sitzen, und wenn ich mich nicht aufrecht halten konnte, lehnte ich mich einfach an die Wand oder stützte mich auf den Schreibtisch. Ich dachte bei mir: „Ich habe mich in dieser Zeit doch jeden Tag normal ausgeruht, aber warum wird mein Zustand immer schlechter? Früher habe ich mich immer erholt, wenn ich mich nur eine Weile ausruhte. Warum wird es jetzt immer schlimmer? Alle anderen sind voller Tatendrang und tun ihre Pflicht; wenn ich meine Pflicht wegen meiner Krankheit nicht tun kann, habe ich dann nicht meine Chance auf Errettung vertan? Solange sich meine Hände noch bewegen können, muss ich bei meiner Pflicht durchhalten. Ich kann jetzt zwar nur begrenzte Pflichten tun, aber solange ich dabei bleibe, habe ich noch Hoffnung auf Errettung. Und vielleicht sieht Gott, dass ich bei meiner Pflicht durchhalte, und lässt mich dann schneller gesund werden.“ Danach tat ich meine Pflicht weiter, solange meine Gesundheit es zuließ. Aber mein Gesundheitszustand blieb schlecht, und meine Herzschmerzen wurden immer häufiger. Ich konnte nicht ertragen, durch irgendetwas erschreckt zu werden, und schon ein lautes Geräusch löste bei mir Herzbeschwerden aus. Ich dachte: „Ich habe doch alles getan, um trotz der Krankheit meine Pflicht zu tun. Warum also verschlechtert sich mein Zustand so sehr? Warum hat Gott mich nicht gesund gemacht? Diese Krankheit dauert nun schon fast zwei Jahre. Ich war im Krankenhaus, aber sie konnten nichts feststellen, und es gibt nichts, was ich tun kann, um sie zu heilen. Es fällt mir jetzt sogar schwer, für mich selbst zu sorgen, und mir fehlt die Energie, meine Pflicht zu tun. Werde ich ausgemustert?“ Innerlich wurde ich immer schwächer, also betete ich zu Gott und suchte bei Ihm.
Eines Tages las ich eine Passage von Gottes Worten: „Wenn normale Menschen krank werden, leiden sie alle und fühlen sich bekümmert, und es gibt eine gewisse Grenze für das, was sie ertragen können. Aber wenn die Menschen sich immer auf ihre eigene Kraft verlassen wollen, um sich von ihrer Krankheit zu befreien und ihr zu entkommen, was wird das Endergebnis sein? Sie werden nicht nur unfähig sein, ihr Leiden zu lindern, sondern sie werden umso mehr leiden und sich umso bekümmerter fühlen. Deshalb solltest du, je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr die Wahrheit suchen und suchen, wie du in Übereinstimmung mit Gottes Absichten praktizieren kannst. Je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr solltest du vor Gott kommen und deine eigene Verdorbenheit und die unvernünftigen Forderungen kennen, die du an Gott stellst. Je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr wirst du auf wahre Unterwerfung geprüft. Wenn du also immer noch fähig bist, dich Gottes Orchestrierungen zu unterwerfen, während du Krankheit erträgst, und du dich davon zurückhalten kannst, dich über Gott zu beschweren, und auch deine unvernünftigen Forderungen an Ihn loslassen kannst, selbst wenn du todkrank bist, zeigt das, dass du jemand bist, der aufrichtig nach der Wahrheit strebt und sich Gott unterwirft, dass du Zeugnis hast und dass deine Treue und Unterwerfung gegenüber Gott echt sind, dass sie keine Parolen oder Glaubenslehren sind, sondern der Prüfung standhalten. Das ist es, was Menschen praktizieren sollten, wenn sie krank werden. Wenn du krank wirst, ist es in einer Hinsicht dazu gedacht, all deine unvernünftigen Forderungen und deine unrealistischen Vorstellungen und Auffassungen über Gott zu offenbaren, und in einer anderen Hinsicht ist es dazu gedacht, deinen Glauben an Gott und deine Unterwerfung unter Ihn zu prüfen. Wenn du die Prüfung in diesen Belangen bestehst, dann hast du wahres Zeugnis und einen echten Beweis für deinen Glauben an Gott, deine Treue zu Gott und deine Unterwerfung unter Ihn. Das ist, was Gott will, und es ist, was ein geschaffenes Wesen besitzen und ausleben sollte. Sind diese Dinge nicht alle positiv? (Doch.) Es sind alles Dinge, nach denen Menschen streben sollten. Darüber hinaus: Wenn Gott zulassen kann, dass du krank wirst, kann Er dir dann nicht auch deine Krankheit jederzeit und allerorts nehmen? (Das kann Er.) Kann Er es dann nicht auch so einrichten, dass die Krankheit dich weiter begleitet und nicht weggeht? (Das kann Er.) Und wenn Gott es so einrichtet, dass deine Krankheit dich begleitet, wirst du dann immer noch in der Lage sein, deine Pflicht zu tun? Wirst du immer noch an deinem Glauben an Gott festhalten können? Wird das nicht eine Prüfung für dich sein? (Doch, das wird es.) Wenn du krank wirst und dich nach ein paar Tagen oder ein oder zwei Monaten erholst und nicht offenbart worden ist, wie dein Glaube an Gott und deine Treue und Unterwerfung Ihm gegenüber beschaffen sind, dann kann nicht bestimmt werden, ob du Zeugnis hast oder nicht. Es ist leicht für einen Menschen, eine Krankheit zu ertragen, die nur ein paar Tage oder ein oder zwei Monate dauert. Aber wenn die Krankheit zwei oder drei Jahre andauert und dein Glaube, deine Unterwerfung und deine Treue Gott gegenüber sich nicht ändern, sondern stattdessen immer praktischer werden, wirst du dann nicht Zeugnis besitzen? (Ja.) Das stellt Wachstum im Leben und einen Gewinn dar. Während also jemand, der wahrhaftig nach der Wahrheit strebt, krank ist, erfährt er die verschiedenen Vorteile, die seine Krankheit mit sich bringt, und er hat es nicht eilig, sich von ihr zu befreien. Er macht sich keine Sorgen darüber, welche Konsequenzen oder Schwierigkeiten es mit sich bringen wird, wenn sich seine Krankheit hinzieht, ob sie schlimmer wird oder ob er sterben wird. Er macht sich über diese Dinge keine Sorgen und ist gleichzeitig auch in der Lage, aktiv einzutreten und die Wahrheit zu suchen, um seine verdorbenen Dispositionen zu beheben und seine unvernünftigen Forderungen an Gott abzulegen, und dadurch wahren Glauben an Gott sowie wahre Treue zu Gott und wahre Unterwerfung unter Gott zu erreichen. Er wird Zeugnis besitzen, und zudem gewinnt er sehr viel in Bezug auf seinen Lebenseintritt und seine Dispositionsveränderung und baut ein solides Fundament dafür auf, Errettung zu erlangen. Das ist wirklich wunderbar!“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)). Gottes Worte waren wie ein Licht in der Finsternis, sie trösteten mich und wiesen mir einen Weg der Praxis. Gott wusste, was ich in diesem Moment am meisten brauchte. Er hatte diese Umstände gefügt, um mir zu helfen, daraus die Wahrheit zu suchen und meine verdorbene Disposition zu verstehen. Gleichzeitig wollte Gott meinen Glauben und meine Unterwerfung prüfen. Tatsächlich liegen Geburt, Alter, Krankheit und Tod eines Menschen alle in Gottes Händen. Es wäre für Gott ein Leichtes gewesen, mir diese Krankheit zu nehmen, aber Er tat es nicht. Stattdessen hatten sich meine Symptome verschlimmert, und darin lag mit Sicherheit Seine Absicht. Diese beiden Krankheitserfahrungen offenbarten viel von meiner Aufsässigkeit. Jedes Mal, wenn ich mit dieser Krankheit konfrontiert war, mochte es mein subjektiver Wunsch anfangs gewesen sein, mich zu unterwerfen und nicht zu klagen, aber sobald sich die Krankheit verschlimmerte, fing ich an, mich zu beklagen und mit Gott zu hadern. In den letzten zwei Jahren hatte ich diese Umstände ständig erlebt, aber ich war in meinem Zeugnis nie standhaft geblieben. Ich hatte immer eine geschäftsmäßige Denkweise und hoffte, Gott würde die Krankheit wegnehmen, wenn ich im Gegenzug bei meiner Pflicht durchhielte. Gott hatte diese Umstände immer wieder gefügt, damit ich sie erlebte, und dies war Seine Art, Verantwortung für mein Leben zu zeigen und mich zu erretten. Ich durfte nicht gewissenlos sein und mich über Gott beklagen. Angesichts dieser Umstände musste ich einerseits echte Unterwerfung zeigen und meine Pflicht nach besten Kräften tun. Andererseits musste ich auch die verdorbenen Dispositionen verstehen, die ich offenbart hatte, und die Wahrheiten suchen, in die ich eintreten sollte.
Eines Tages las ich diese Worte Gottes: „Wir haben gerade darüber gesprochen, dass Antichristen der Wahrheit abgeneigt sind, dass ihnen ungerechte und niederträchtige Dinge gefallen, dass sie Interessen und Segnungen verfolgen, ihre Absicht und ihr Verlangen nach Segnungen niemals aufgeben und immer versuchen, mit Gott zu feilschen. Wie sollte man diese Angelegenheit also beurteilen und charakterisieren? Wenn wir sagen würden, dass der Profit über alles andere gestellt wird, wäre das zu milde ausgedrückt. Es ist wie als Paulus zugab, dass er einen Stachel im Fleisch hatte und dass er arbeiten sollte, um für seine Sünden zu büßen, aber am Ende immer noch eine Krone der Gerechtigkeit erlangen wollte. Was ist die Natur davon? (Bösartigkeit.) Es ist eine Art bösartiger Disposition. Aber was ist die Natur hiervon? (Mit Gott zu feilschen.) Es hat diese Natur. Er suchte bei allem, was er tat, nach Profit und behandelte alles wie eine Transaktion. Unter Nichtgläubigen gibt es ein Sprichwort: ‚Nichts ist umsonst.‘ Auch Antichristen folgen dieser Logik und denken: ‚Wenn ich für dich arbeite, was gibst du mir dann dafür? Welche Vorteile kann ich daraus ziehen?‘ Wie lässt sich diese Natur zusammenfassen? Sie ist gewinnorientiert, stellt den Profit über alles und ist selbstsüchtig und verachtenswert. Dies ist die Wesensnatur der Antichristen. Sie glauben an Gott einzig und allein, um Profit und Segnungen zu erlangen. Selbst wenn sie ein gewisses Leid ertragen oder einen gewissen Preis zahlen, geschieht das alles, um mit Gott zu feilschen. Ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen und Belohnungen zu erlangen, sind immens, und sie klammern sich fest daran. Sie akzeptieren keine der vielen Wahrheiten, die Gott kundgetan hat. In ihrem Herzen denken sie immer, dass es beim Glauben an Gott nur darum geht, Segnungen zu erlangen und sich einen guten Bestimmungsort zu sichern, dass dies der höchste Grundsatz ist und dass nichts ihn übertrumpfen kann. Sie sind der Meinung, dass Menschen nicht an Gott glauben sollten, es sei denn, um Segnungen zu erlangen, und dass der Glaube an Gott ohne Segnungen weder Bedeutung noch Wert hätte, dass er seine Bedeutung und seinen Wert verlieren würde. Wurden diese Ideen den Antichristen von jemand anderem eingepflanzt? Sind sie auf die Erziehung oder den Einfluss von jemand anderem zurückzuführen? Nein, sie sind durch die angeborene Wesensnatur der Antichristen bestimmt, die niemand ändern kann. Obwohl der menschgewordene Gott heute so viele Worte spricht, akzeptieren die Antichristen keines davon, sondern widersetzen sich ihnen und verurteilen sie. Die Natur dessen, dass sie der Wahrheit abgeneigt sind und sie hassen, kann sich niemals ändern. Wenn sie sich aber nicht ändern können, was zeigt das? Es zeigt, dass ihre Natur niederträchtig ist. Hier geht es nicht darum, ob man nach der Wahrheit strebt oder nicht; dies ist eine niederträchtige Disposition und bedeutet, dreist gegen Gott zu wettern und sich gegen Ihn zu stellen. Dies ist die Wesensnatur der Antichristen; es ist ihr wahres Gesicht“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 7: Sie sind niederträchtig, heimtückisch und hinterlistig (Teil 2)). Gottes Worte versetzten mich in einen Zustand tiefer Selbstreflexion. Gott legte offen, dass Antichristen an Gott glauben, um Segnungen zu erlangen, und bei ihren Pflichten versuchen, mit Gott Geschäfte zu machen. Sie glauben nicht an Gott, um nach der Wahrheit zu streben und ihre Lebensdisposition zu ändern. Dass ich in den letzten zwei Jahren ständig mit meiner Krankheit zu kämpfen hatte, offenbarte meine wahre Größe. Anfangs konnte ich es noch normal erleben, aber als sich auf lange Sicht mein Zustand verschlechterte, kamen meine Klagen und Missverständnisse zum Vorschein, und ich begann, mein Entsagen und mein Aufwenden dazu zu benutzen, um mit Gott zu hadern. Jeder Mensch erlebt Geburt, Altern, Krankheit und Tod; das alles ist normal. Allem zu entsagen, um an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun, war meine eigene Entscheidung und etwas, das ich freiwillig tat. Mein Aufwenden in meiner Pflicht und meine Krankheit hatten nichts miteinander zu tun. Ich benutzte jedoch mein Aufwenden als Kapital, um unvernünftige Forderungen an Gott zu stellen. Ich dachte, da ich allem entsagt hatte, um Gott zu folgen und meine Pflicht zu tun, sollte Gott mich beschützen, mich nicht krank werden oder so sehr leiden lassen und mir in Zukunft einen guten Bestimmungsort geben. Als ich nicht bekam, was ich wollte, beklagte ich mich, haderte mit Gott und bedrängte Ihn lauthals. Ich dachte an Paulus, der fast ganz Europa bereiste, um das Evangelium zu predigen und viel Arbeit leistete. All das tat er nur, um eine Krone und in Zukunft einen guten Bestimmungsort zu erlangen. Paulus sagte: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Mit diesen Worten versuchte Paulus unverhohlen, ein Geschäft mit Gott zu machen. Seine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun, ist vollkommen natürlich und gerechtfertigt, und mehr noch, es ist eine Erhöhung des Menschen durch Gott. Aber Paulus betrachtete sein Aufwenden für Gott durch eine geschäftliche Brille und verzerrte dadurch die Bedeutung der Pflichterfüllung völlig. Wenn er Gottes Belohnungen nicht erlangen konnte, haderte er mit Ihm und bedrängte Ihn lautstark, was seine bösartige und niederträchtige Disposition vollständig offenbarte. Ich erkannte, dass der Weg, den ich in meinem Glauben an Gott ging, derselbe war wie der von Paulus. Wenn ich so weitermachte, würde ich am Ende gewiss wie er bestraft werden. Diese Erkenntnis machte mir ein wenig Angst, und ich dachte: „Es stellt sich heraus, dass die Natur und die Konsequenzen des Strebens nach Segnungen im Glauben an Gott sehr ernst sind. Ich kann nicht weiter dieser falschen Ansicht über mein Streben folgen.“
Obwohl sich mein Zustand etwas wendete, verbesserte sich meine Gesundheit nicht; sie verschlechterte sich stetig weiter. Ich dachte, meine Tage seien vielleicht gezählt, und hatte gelegentlich negative Gedanken, wie: „Ist diese Krankheit nicht Gottes Art, mich zu offenbaren und zu bestrafen? Warum sollte mein Zustand sich sonst immer weiter verschlechtern, anstatt sich zu verbessern?“ Bei diesem Gedanken verspürte ich großen Schmerz in meinem Herzen; es war schwer zu ertragen. Eines Tages dachte ich an Gottes Worte, die besagten: „Die Menschen müssen immer wieder all die Dinge in ihrem Herzen prüfen, die mit Gott unvereinbar sind oder ein Missverständnis gegenüber Gott darstellen.“ Also suchte ich die vollständige Passage von Gottes Worten heraus und las sie. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Menschen müssen immer wieder all die Dinge in ihrem Herzen prüfen, die mit Gott unvereinbar sind oder ein Missverständnis gegenüber Gott darstellen. Wie kommt es zu solchen Missverständnissen? Warum verstehen die Menschen Gott falsch? … Liegt der Grund, warum die Menschen Gott falsch verstehen, nicht darin, dass sie Seine Liebe beschränken? Sie denken: ‚Gott ist Liebe. Deshalb sollte Er sich um die Menschen kümmern, sie beschützen und sie mit Gnade und Segnungen überschütten. Genau das macht doch Gottes Liebe aus! Es gefällt mir, wenn Gott die Menschen auf diese Weise liebt. Vor Allem als Gott die Menschen durch das Rote Meer führte, konnte ich erkennen, wie sehr Er sie liebt. Die Menschen damals waren so gesegnet! Ich wünschte, ich könnte einer von ihnen sein!‘ Wenn du von dieser Geschichte angetan bist, betrachtest du die Liebe, die Gott in diesem Augenblick offenbarte, als die höchste Wahrheit und als das einzige Merkmal Seines Wesens. In deinem Herzen beschränkst du Ihn und fällst das Urteil, dass alles, was Gott damals getan hat, die höchste Wahrheit ist. Du hältst das für Gottes schönste Seite und die Seite, die am meisten dafür sorgt, dass die Menschen Ihn respektieren und fürchten, und denkst, das sei Gottes Liebe. Tatsächlich waren Gottes Handlungen an sich positiv, weil du Ihn aber einschränkst, wurden sie in deinem Kopf zu Auffassungen und bildeten die Grundlage für die Urteile, die du über Gott gefällt hast. Sie führen dazu, dass du Gottes Liebe falsch verstehst, als ob es nichts anderes gäbe als Barmherzigkeit, Fürsorge, Schutz, Führung, Gnade und Segnungen – als ob das alles wäre, was Gottes Liebe ausmacht. Warum schätzt du diese Aspekte der Liebe so sehr? Liegt es daran, dass sie deine eigenen Interessen betreffen? (Ja.) Welche deiner eigenen Interessen betreffen sie? (Die Freuden des Fleisches und ein bequemes Leben.) Wenn Menschen an Gott glauben, wollen sie nur diese Dinge von Ihm bekommen, andere aber nicht. Die Menschen wollen nicht über Verurteilung, Züchtigung, Prüfungen und Läuterung nachdenken oder darüber, für Gott zu leiden, etwas aufzugeben und sich aufzuwenden, geschweige denn, ihr eigenes Leben zu opfern. Die Menschen wollen einfach nur Gottes Liebe, Fürsorge, Schutz und Führung genießen, also fällen sie das Urteil, dass Gottes Liebe das einzige Merkmal Seines Wesens ist und Sein Wesen insgesamt. Stimmt es nicht, dass Gottes Taten, als Er die Israeliten durch das Rote Meer führte, zur Quelle der Auffassungen der Menschen wurden? (Doch, das stimmt.) Vor diesem Hintergrund entwickelten die Menschen Auffassungen über Gott. Können sie mit diesen Auffassungen über Gott dann überhaupt ein wahres Verständnis von Gottes Werk und Seiner Disposition erlangen? Es ist offensichtlich, dass sie nicht nur auf keinen Fall verstehen, sondern es falsch interpretieren und sich Auffassungen darüber machen werden. Das beweist, dass das Verständnis des Menschen zu beschränkt und damit kein wahres Verständnis ist. Denn es handelt sich hier nicht um die Wahrheit, sondern um eine Art von Liebe und Verständnis von Gott, die die Menschen anhand ihrer eigenen Auffassungen, Einbildungen, und selbstsüchtigen Wünsche analysieren und interpretieren; das ist nicht mit dem wahren Wesen Gottes vereinbar. Abgesehen von Barmherzigkeit, Rettung, Fürsorge, Schutz und durch die Erhörung ihrer Gebete, auf welche andere Weise liebt Gott die Menschen noch? (In Form Seiner Züchtigung, Disziplinierung, Schläge und Läuterung, Seines Gerichts und Seiner Prüfungen, und wenn Er sie zurechtstutzt.) Das ist richtig. Gott zeigt Seine Liebe auf vielfältige Weise: durch Schläge, Disziplinierung, Tadel und durch Gericht, Züchtigung, Prüfungen, Läuterung und so weiter. Das sind alles Aspekte der Liebe Gottes. Nur diese Sichtweise ist vollständig und stimmt mit der Wahrheit überein. Wenn du das verstehst, wenn du dich selbst prüfst und feststellst, dass du Gott falsch verstanden hast, bist du dann nicht in der Lage, deine Verzerrungen zu erkennen und gründlich darüber nachzudenken, was du falsch gemacht hast? Kann dir das nicht helfen, dein falsches Verständnis von Gott zu berichtigen? (Doch.) Um das zu erreichen, musst du die Wahrheit suchen. Solange die Menschen die Wahrheit suchen, können sie ihr falsches Verständnis von Gott beseitigen, und wenn sie ihr falsches Verständnis von Gott beseitigt haben, können sie sich allen Anordnungen Gottes fügen. … Gott kann den Menschen Gnade und Segnungen schenken und ihnen ihr tägliches Brot geben, doch Er kann ihnen all das auch wieder nehmen. Das ist Gottes Autorität, Sein Wesen und Seine Disposition“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man die Wahrheit versteht, kann man Gottes Taten kennen). Gottes Worte ließen mein Herz augenblicklich viel heller werden. Es stellte sich heraus, dass ich immer eine falsche Ansicht gehabt hatte: Ich glaubte, wenn Gott jemanden liebte, würde Er ihn ununterbrochen segnen, ihm alles glattlaufen lassen und ihn sicher und gesund bewahren, während Er jemanden, den Er nicht liebte, viele schmerzhafte Dinge in Form von Höhen und Tiefen, Unannehmlichkeiten, Krankheiten und so weiter erleiden ließ. Als meine Gesundheit also immer schlechter wurde, dachte ich, es könnte Gottes Art sein, mich zu bestrafen, und ich lebte in meinen Auffassungen und Einbildungen, war negativ und litt Schmerz. Wenn ich genauer darüber nachdachte, erkannte ich: Obwohl diese zwei Jahre der Krankheit schmerzhaft gewesen waren, hatte ich in diesem ganzen Prozess noch mehr zu Gott gebetet und bei Ihm gesucht, und ich spürte, dass ich Ihm nähergekommen war. Ich hatte auch erkannt, dass ich eine sehr starke Absicht hegte, nach Segnungen zu streben. All das war Gottes Art, mich zu segnen; es war ein Vorrecht für mich. Es ist genau so, wie Gottes Worte es ausdrückten: Gottes Liebe ist nicht nur Barmherzigkeit und liebende Güte, Fürsorge und Schutz. Gericht und Züchtigung sowie Prüfungen und Läuterung sind ebenfalls Gottes Liebe; sie sind Sein Segen und Seine Gnade. Diese Art, Liebe zu zeigen, war vielleicht keine, die ich mochte, aber es war genau das, was ich brauchte. Ohne diese Umstände hätte ich mich selbst nicht verstanden. In diesem Moment begann ich, Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht bei der Errettung der Menschen zu begreifen. Gott hatte mich die ganze Zeit gerettet und musste trotzdem meine Missverständnisse und Klagen ertragen. Als ich daran dachte, hasste ich mich selbst, war aber gleichzeitig tief bewegt von Gottes Liebe.
In dieser Zeit dachte ich oft an das, was Petrus erlebte. Ich wusste, dass ich mich weder mit seiner Menschlichkeit noch mit seiner Entschlossenheit, danach zu streben, Gott zu lieben, messen konnte. Aber ich wollte wissen, wie er sich fühlte, als er Gericht, Züchtigung, Prüfungen und Läuterung erlitt, und wie er die Zeit des extremen Schmerzes und der Schwäche überstand. Ich begann, mir zwei Video-Lesungen von Gottes Worten anzusehen: „Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht“ und „Wie Petrus Jesus kennenlernte“. Ich las diese Worte Gottes: „Jetzt solltest du deutlich sehen, welchen Weg Petrus genau einschlug. Wenn du den Weg des Petrus klar erkennen kannst, dann wirst du dir des Werkes gewiss sein, das heute getan wird. Dann wirst du dich nicht beschweren oder negativ sein, oder dich nach irgendetwas sehnen. Du solltest den damaligen Gemütszustand von Petrus erfahren: Er war von Kummer erfüllt, er bat nicht mehr um bestimmte Zukunftsaussichten oder um irgendwelche Segnungen, und er strebte nicht nach weltlichem Ruhm, Gewinn, Glück, Vermögen oder Status; er strebte nur danach, das bedeutungsvollste Leben auszuleben, was beinhaltete, Gottes Liebe zu vergelten und das, was er für absolut am kostbarsten hielt, Gott zu widmen. Dann wäre er in seinem Herzen zufrieden. Er betete oft zu Jesus mit den Worten: ‚Herr Jesus Christus, ich habe Dich einst geliebt, aber ich liebte Dich nie wirklich. Obwohl ich sagte, dass ich an Dich glaubte, liebte ich Dich nie mit einem wahren Herzen. Ich sah nur zu Dir auf, verehrte Dich und vermisste Dich, aber ich liebte Dich niemals oder glaubte wirklich an Dich.‘ Er betete ständig, um seinen Vorsatz zu fassen, und er wurde immer von den Worten Jesu ermutigt und zog Motivation aus ihnen. Später, nach einer gewissen Zeit der Erfahrung, prüfte Jesus ihn und weckte in Petrus eine noch größere Sehnsucht nach Ihm. Petrus sagte: ‚Herr Jesus Christus! Wie ich Dich vermisse und mich danach sehne, Dich anzusehen. Mir fehlt zu viel, und ich kann Deine Liebe nicht wettmachen. Ich bitte Dich, mich bald mitzunehmen. Wann wirst Du mich brauchen? Wann wirst Du mich mitnehmen? Wann werde ich Dein Angesicht noch einmal schauen? Ich möchte nicht länger in diesem Fleisch leben, um weiter verdorben zu werden, und ich möchte auch nicht weiter rebellieren. Ich bin bereit, Dir so schnell ich kann alles zu widmen, was ich habe, und ich möchte Dich nicht weiter traurig machen.‘ So betete er, aber er wusste zu der Zeit nicht, was Jesus in ihm vervollkommnen würde. Während der Qual seiner Prüfung erschien Jesus ihm erneut und sagte: ‚Petrus, Ich will dich vervollkommnen, damit du zu einem Stück Frucht wirst, eine, die die Kristallisierung Meiner Vervollkommnung von dir ist, und die Ich genießen werde. Kannst du wirklich für Mich Zeugnis ablegen? Hast du getan, worum Ich dich bat? Hast du die Worte ausgelebt, die Ich gesprochen habe? Du liebtest Mich einst, aber obgleich du Mich liebtest, hast du Mich ausgelebt? Was hast du für Mich getan? Du erkennst, dass du Meiner Liebe unwürdig bist, aber was hast du für Mich getan?‘ Petrus sah, dass er nichts für Jesus getan hatte, und erinnerte sich an seinen früheren Schwur, sein Leben für Gott hinzugeben. Und so beklagte er sich nicht mehr, und seine Gebete wurden danach viel besser. Er betete und sagte: ‚Herr Jesus Christus! Ich habe Dich einst verlassen, und auch Du hast mich einst verlassen. Wir haben Zeit getrennt verbracht, und wir haben Zeit zusammen in Gesellschaft verbracht. Und doch liebst Du mich mehr als alles andere. Ich habe mich wiederholt gegen Dich aufgelehnt und Dich wiederholt betrübt. Wie kann ich solche Dinge vergessen? Ich denke immer daran und vergesse nie, was Du in mir bewirkt hast und was Du mir anvertraut hast. Ich habe alles getan, was ich für das Werk, das Du in mir gewirkt hast, tun kann. Du weißt, was ich tun kann, und Du weißt auch, welche Rolle ich spielen kann. Ich möchte mich Deinen Orchestrierungen ausliefern, und ich werde Dir alles widmen, was ich habe. Nur Du weißt, was ich für Dich tun kann. Obwohl Satan mich so sehr täuschte und ich gegen Dich rebellierte, glaube ich, dass Du Dich nicht deswegen an meine Verfehlungen erinnerst und dass die Weise, auf die Du mich behandelst, nicht darauf basiert. Ich möchte Dir mein ganzes Leben widmen. Ich bitte um nichts, und ich habe auch keine anderen Hoffnungen oder Pläne; ich möchte nur nach Deinen Absichten handeln und Deinem Willen folgen. Ich werde von Deinem bitteren Kelch trinken, und ich stehe Dir zu Diensten‘“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie Petrus Jesus kennenlernte). „Ihr müsst euch über den Weg, den ihr geht, im Klaren sein; ihr müsst euch über den Weg im Klaren sein, den ihr in der Zukunft gehen werdet, was es ist, das Gott vervollkommnen wird, und was euch anvertraut worden ist. Eines Tages werdet ihr vielleicht auf die Probe gestellt werden, und wenn dieser Zeitpunkt kommt und ihr dann in der Lage seid, euch von den Erfahrungen des Petrus inspirieren zu lassen, wird das zeigen, dass ihr wirklich den Weg des Petrus geht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie Petrus Jesus kennenlernte). Gottes Worte bewegten mich sehr, ebenso wie Petrus’ Entschlossenheit, danach zu streben, Gott zu lieben. Nachdem ich über die Erfahrung von Petrus gelesen hatte, schämte ich mich. Inmitten von Prüfungen suchte Petrus immer danach, wie er Gott noch reiner lieben könnte, und hasste sich selbst, wenn er Gott nicht zufriedenstellen konnte. Er suchte immer danach, wie er Gott seine kostbarsten Dinge darbringen könnte. Während meiner Krankheit hatte ich jedoch nichts als Aufsässigkeit und Missverständnisse offenbart. Ich machte mir ständig Sorgen, was mein zukünftiger Bestimmungsort sein würde, wenn meine Krankheit schlimmer würde, und ich hatte auch Angst vor dem Tod. Ich dachte, Gott hätte diese Umstände gefügt, um mich zu offenbaren und zu bestrafen. Ich dachte nur an meine eigenen Interessen und tat absolut nichts, um Gott zufriedenzustellen. Meine Größe war erbärmlich gering, und ich konnte keinerlei Mühsal standhalten. Obwohl nun mein Fleisch ziemlich schwach war und die Pflichten, die ich tun konnte, sehr begrenzt waren, durfte ich meinen Entschluss, nach der Wahrheit zu streben, nicht aufgeben. Unabhängig von den Umständen, in denen ich mich wiederfand, war ich ein geschaffenes Wesen. Danach zu streben, Gott zu lieben und zu kennen, war das Ziel, das ich in diesem Leben verfolgen sollte. Wenn ich auf dieser Erde lebte, musste ich nach der Wahrheit streben und die Pflicht, die ich tun sollte, gut tun.
Eines Morgens fühlte sich mein Körper schon beim Aufwachen schwach an. Meine Herzschmerzen traten häufiger auf als zuvor und hielten auch länger an. Ich verbrachte fast den ganzen Tag im Bett. Als der Abend kam, wurde es schlimmer; sogar das Atmen fiel mir schwer. Die Schwester, mit der ich zusammenlebte, rief einen Krankenwagen, und ich betete in meinem Herzen zu Gott: „Gott, ich glaube nicht, dass ich noch lange durchhalte. Hast Du vorherbestimmt, dass ich dieses Alter nicht überleben werde? Werde ich sterben?“ Genau in diesem Moment kam mir ein Satz von Gottes Worten klar in den Sinn: „Solange du auch nur einen Atemzug hast, wird Gott dich nicht sterben lassen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Wie ein Lichtstrahl erhellten Gottes Worte mein Herz. Ob ich weiter atmen konnte oder nicht, lag in Gottes Händen. Wenn Er mich nicht sterben ließ, dann würde ich nicht sterben. Ich dachte an die Erfahrungen von Petrus, über die ich in dieser Zeit oft gelesen hatte. Selbst im Angesicht des Todes betete Petrus zu Gott und sagte, dass er Ihn nicht genug lieben könne. Petrus’ Erfahrung inspirierte mich, und ich betete im Stillen in meinem Herzen zu Gott: „Gott, unabhängig davon, ob ich sterbe oder nicht, vertraue ich darauf, dass alles in Deinen Händen liegt. Wenn Du vorherbestimmt hast, dass ich nur bis zu diesem Alter lebe, werde ich mich nicht beklagen. Auch wenn ich mich nicht mit der Größe von Petrus messen kann, bin ich bereit, von ihm zu lernen und mich all Deinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Das ist es, was ich als geschaffenes Wesen tun sollte. Gott, ich bin bereit, Dir meinen Dank und mein Lob darzubringen.“ Als der Krankenwagen mich später ins Krankenhaus brachte und der Arzt verschiedene Untersuchungen durchführte, fühlte ich mich sehr ruhig. Aus den Untersuchungen konnte der Arzt immer noch nicht sicher sagen, welche Art von Krankheit ich hatte, und so konnte keine Behandlung eingeleitet werden. Der Arzt schickte mich einfach nach Hause, um mich zu erholen. Ich glaubte noch fester daran, dass mein Leben in Gottes Händen lag und dass kein Arzt entscheiden konnte, ob ich lebte oder starb. Wenn es meine Bestimmung war zu sterben, konnte mich kein Arzt retten, und wenn es nicht meine Bestimmung war zu sterben, würde es auch nicht passieren. Als ich nach Hause kam, war ich immer noch sehr schwach und legte mich schlafen. Beim Aufwachen ballte ich unbewusst meine Hände zu einer Faust. Unerwartet fühlten sich meine Hände kräftiger an als zuvor. Ich zog meine Hausschuhe an und stieg aus dem Bett, und mir wurde klar, dass ich irgendwie normal laufen konnte, ohne mich irgendwo festhalten zu müssen. Ich konnte es nicht fassen; war ich wirklich einfach so wieder gesund geworden? Danach war ich eine Woche lang völlig frei von den Symptomen der Schwäche und Kraftlosigkeit, und später fing ich an, meine Pflicht normal auszuführen. Inzwischen ist bereits ein Jahr vergangen. Mein Körper erholt sich allmählich, und ich bin in der Lage, meine Pflicht normal zu tun.
Nach dieser Erfahrung verstehe ich aus erster Hand wirklich, dass Gottes Prüfungen und Läuterungen dazu gedacht sind, den Menschen zu reinigen und zu retten. Obwohl ich im Verlauf dieser Krankheit ein wenig gelitten habe, übertrafen die Gewinne, die ich erhielt, den Schmerz, den ich empfand, bei Weitem. Das ist etwas, das ich gegen nichts eintauschen könnte. Es hat meinem Leben Reichtum beschert.