87. Hoher Leistungsdruck in der Schule hat meiner Tochter geschadet

Von Liu Jinxin, China

Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich noch ganz klein war. Meine ältere Schwester und ich haben bei unserem Vater gelebt, und wir hatten es wirklich schwer. Wir hatten nicht viel Geld, und meine Noten waren auch schlecht. Deshalb habe ich in der Mittelstufe die Schule abgebrochen und angefangen, zu arbeiten. Ohne Schulabschluss konnte ich nur einfache Handlangerjobs machen. Das war anstrengend und demütigend. Ich dachte mir: „Weil ich keine Bildung habe, werde ich mein Leben lang nur zur Unterschicht gehören. Wenn ich mal eigene Kinder habe, dürfen sie nicht so ungebildet sein wie ich.“ Als ich dann heiratete und meine erste Tochter bekam, hoffte ich sehr, dass sie fleißig lernen und es später an eine gute Uni schaffen würde. Das würde ihr eine gute Zukunft sichern und gleichzeitig auch ein gutes Licht auf mich als Mutter werfen.

Damals führten mein Mann und ich ein kleines Geschäft von zu Hause aus, und nebenbei kümmerte ich mich um meine Tochter. Schon als sie zwei Jahre alt war, kaufte ich online ein paar Lernbücher für Kleinkinder, um sie zu unterrichten. Während ich kochte oder Wäsche wusch, brachte ich ihr den Drei-Zeichen-Klassiker bei oder ließ sie Tang-Gedichte auswendig lernen. Wenn ich den ersten Satz sagte, konnte sie manchmal den nächsten direkt auswendig aufsagen. Ich merkte, wie schnell sie lernte, und dachte mir, dass meine Tochter ziemlich schlau ist und später in der Schule bestimmt richtig gut sein würde. Mit vier Jahren kam sie in den Kindergarten. Da sie in der Anfängergruppe kaum etwas lernte, ließ ich sie nach einem halben Jahr in die mittlere Gruppe versetzen. Und noch bevor sie die beendet hatte, steckte ich sie schon in die Vorschulgruppe. Der erste Kindergarten lag ganz in der Nähe, aber dann fiel mir etwas später auf, dass sie dort nicht viel lernte. Ich dachte mir: „Genau in diesem Alter legen Kinder doch ihr Fundament. Wenn sie hierbleibt, verbaut ihr das nur die Zukunft.“ Also ließ ich jemanden sich für mich umgehören, und ich fand einen guten Kindergarten, der allerdings ziemlich weit weg von uns war. Jeden Tag brachte ich sie zum Kindergarten und holte sie wieder ab. Ich dachte damals: „Wenn meine Tochter in einen guten Kindergarten geht, ist das gut für ihre Zukunft. Egal, wie anstrengend es ist, es lohnt sich.“ Damit meine Tochter gute Noten bekam, sparte ich beim Essen und anderen Ausgaben, um ihr für über 500 Yuan einen Hörstift zu kaufen. Ich dachte, das würde ihre schulischen Leistungen verbessern. Als meine Tochter dann in die erste Klasse kam, wollte sie ständig nur spielen. Deshalb stellte ich die Regel auf, dass sie jeden Tag nach dem Essen erst Schriftzeichen üben und einen Text aus ihrem Schulbuch aufsagen musste, bevor sie raus zum Spielen durfte. Als sie merkte, wie viel Lernzeit ich für sie eingeplant hatte und dass sie nicht spielen durfte, bevor sie fertig war, fing sie an zu weinen und machte ein Riesentheater. Ich wurde wütend und schimpfte mit ihr: „Wenn du fleißig lernst und deine ganzen Hausaufgaben machen kannst, brauchen wir diese Regel nicht mehr. Siehst du nicht, dass diese Regel nur zu deinem Besten ist? Schau dir mal die Tochter von unseren Bekannten an, hast du gesehen, wie gut ihre Noten sind? Ihre Eltern sind nie zu Hause, und trotzdem lernt sie fleißig. Wenn du jetzt nicht fleißg lernst, wirst du nach der Schule nicht mal einen Job finden können, geschweige denn eine aussichtsreiche Zukunft haben. Wenn du dann nichts zu essen hast, komm mir ja nicht angekrochen!“ Das brachte meine Tochter zum Schweigen. Widerwillig beugte sie sich meinen Forderungen und lernte. Durch meine strenge Kontrolle wurden ihre Noten tatsächlich besser. Bei Tests erreichte sie über 90 Punkte, manchmal sogar 99. Aber ich schimpfte trotzdem noch mit ihr: „Warum hast du nur 99 Punkte und nicht 100?“ Danach spornte ich sie an, sich beim Lernen Mühe zu geben, und kaufte ihr extra Materialien, damit sie in ihrer Freizeit üben konnte und so schnell wie möglich die volle Punktzahl erreichen würde. Im Juni 2021 war meine Tochter in der zweiten Klasse. Ihre Noten wurden immer schlechter, also schimpfte ich mit ihr: „Warum gehen deine Testergebnisse immer weiter in den Keller?“ Ich warf ihr außerdem vor, im Unterricht nicht aufzupassen. Zu Hause überwachte ich sie beim Lernen, und wenn sie nicht auf mich hörte, schlug ich sie manchmal. Immer, wenn sie mich sah, beakm sie Angst, und weil sie sich nicht traute, sich mir zu widersetzen, schlug sie sich einfach selbst. Außerdem wagte sie es nicht, in meine Nähe zukommen und sagte sogar zu ihrer Oma, dass ich sie nicht lieben würde. Da wurde ich richtig wütend und sagte zu ihr: „Du bist noch klein und verstehst das nicht. Ich tue das alles doch nur zu deinem Besten! Ich war früher nicht fleißig in der Schule. Deshalb habe ich keine Aufstiegschancen und werde immer ein Mensch zweiter Klasse sein. Du musst fleißig lernen. Du darfst nicht so enden wie ich.“ Meiner Tochter blieb nichts anderes übrig, als sich meinen Forderungen zu fügen.

Später kam ich zum Glauben an Gott und wurde auch zur Kirchenleiterin gewählt. Die Kirchenarbeit hielt mit wirklich auf Trab, und ich hatte nicht viel Zeit, meine Tochter zu Hause beim Lernen zu beaufsichtigen. Ihre Noten fielen ziemlich ab; zuerst hatte sie über 90 Punkte, und dann rutschte sie nach und nach bis in die 70er ab. Ich dachte mir: „Wenn das so weitergeht, schafft sie vielleicht nicht mal den Abschluss der Mittelstufe, geschweige denn, dass sie an eine gute Uni kommt und eine aussichtsreiche Zukunft hat. Wenn meine Tochter keine Zukunftsperspektiven hat, wirft das auch ein schlechtes Licht auf mich.“ Also kümmerte ich mich tagsüber um die Kirchenarbeit, und abends gab ich meiner Tochter Nachhilfe. Aber sie spielte halt gern und hatte wenig Selbstdisziplin, und ihre Noten wurden immer schlechter. Ihre Lehrerin rief mich an und sagte, dass die Noten meiner Tochter stark nachließen, und dass ich mich, egal wie viel ich um die Ohren hatte, trotzdem um das Lernen meiner Tochter kümmern musste. Als ich das von der Lehrerin hörte, machte ich mir Selbstvorwürfe. Ich dachte, es würde daran liegen, dass ich mit meiner Pflicht zu viel um die Ohren hatte und es nicht geschafft hatte, das Lernen meiner Tochter zu beaufsichtigen, und dass ihre Noten deshalb so stark gefallen waren. Deswegen wollte ich meine Pflicht als Leiterin nicht mehr tun, sondern nur noch jede Woche zu Versammlungen gehen und es dabei belassen. So hätte ich mehr Zeit, zu Hause das Lernen meiner Tochter zu beaufsichtigen. An diesem Nachmittag war eine Versammlung mit einer Leiterin geplant, aber ich wollte nicht hingehen. Ich wusste, dass es falsch war, so zu denken, also betete ich zu Gott: „Gott, die Noten meiner Tochter lassen stark nach, und ich mache mir Sorgen, dass ihr das die Zukunft verbaut, wenn das so weitergeht. Aus diesem Grund möchte ich nicht mehr die Leiterin sein. Ich weiß, dass das falsch ist; bitte führe mich und zeige mir einen Weg der Praxis.“ Nach dem Gebet nahm ich an der Versammlung teil, wo ich der Leiterin von meinem Zustand erzählte. Sie hielt Gemeinschaft mit mir und erinnerte mich auch daran, zu Hause Gottes Worte zu lesen, die die falschen Methoden offenbaren, mit denen Menschen ihre Kinder erziehen.

Als ich nach Hause kam, suchte ich Gottes Worte zu diesem Thema heraus und las sie. Der Allmächtige Gott sagt: „Jeder Elternteil oder Älteste hat unterschiedliche Erwartungen, große und kleine, an seine Kinder. Sie hoffen, dass ihre Kinder fleißig lernen, sich vernünftig verhalten, in der Schule herausragen und Einser-Schüler sind und nicht nachlässig werden. Sie möchten, dass ihre Kinder von Lehrern und Klassenkameraden respektiert werden und ihre Noten regelmäßig über einem Durchschnitt von 2,0 liegen. Wenn das Kind einen Dreier nach Hause bringt, bekommt es Schläge, und wenn der Durchschnitt unter 3,0 liegt, muss es sich mit dem Gesicht zur Wand stellen und über seine Fehler nachdenken, oder es muss zur Strafe stillstehen. Es darf nicht essen, schlafen, fernsehen oder Computer spielen, und die Eltern werden ihm die schönen Kleider und Spielzeuge, die sie ihm zuvor versprochen haben, nicht mehr kaufen. Jedes Elternpaar hat verschiedene Erwartungen an seine Kinder und setzt große Hoffnungen in sie. Sie hoffen, dass ihre Kinder im Leben erfolgreich sein werden, in ihrer Karriere schnelle Fortschritte machen und ihren Ahnen und ihrer Familie Ehre und Ruhm bringen werden. Keine Eltern wollen, dass ihre Kinder Bettler, Bauern oder gar Diebe und Banditen werden. Eltern wollen auch nicht, dass ihre Kinder nach dem Eintritt in die Gesellschaft Bürger zweiter Klasse werden, dass sie Müll durchsuchen, auf Gehwegen Waren feilbieten, als Hausierer arbeiten oder von anderen verachtet werden. Unabhängig davon, ob die Kinder diese Erwartungen der Eltern erfüllen können, haben die Eltern jedenfalls allerlei Erwartungen an ihre Kinder. Ihre Erwartungen sind die Projektion dessen, was sie für gute und noble Dinge oder Bestrebungen halten, auf ihre Kinder, und sie hoffen, dass sie diese elterlichen Wünsche erfüllen können. Was bewirken diese Wünsche der Eltern also unbeabsichtigt bei ihren Kindern? (Druck.) Sie erzeugen Druck, und was noch? (Lasten.) Sie werden zu Druck und sie werden auch zu Fesseln. Da Eltern Erwartungen an ihre Kinder haben, werden sie ihre Kinder diesen Erwartungen entsprechend disziplinieren, anleiten und erziehen; sie werden sogar in ihre Kinder investieren, damit sich ihre Erwartungen erfüllen, oder jeden Preis für sie zahlen. Zum Beispiel hoffen Eltern, dass ihre Kinder in der Schule herausragen, zu den Klassenbesten zählen, bei jedem Test im Bereich der Note ‚Eins‘ liegen, immer die Nummer eins sind – oder, im schlimmsten Fall, nie unter den fünften Platz fallen. Nachdem sie diese Erwartungen geäußert haben, bringen die Eltern zur gleichen Zeit nicht auch gewisse Opfer, um ihren Kindern zu helfen, diese Ziele zu erreichen? (Ja.) Damit ihre Kinder diese Ziele erreichen können, stehen die Kinder früh auf, um den Lernstoff zu wiederholen und Texte auswendig zu lernen, und auch die Eltern stehen früh auf, um sie dabei zu begleiten. An heißen Tagen helfen sie ihren Kindern, indem sie ihnen Luft zufächeln, ihnen kalte Getränke bringen oder ihnen Eis kaufen. Sie stehen morgens als Erstes auf, um Sojamilch, frittierte Teigstreifen und Eier für ihre Kinder zuzubereiten. Vor allem während der Prüfungen geben die Eltern ihren Kindern einen frittierten Teigstreifen und zwei Eier zu essen und hoffen, dass ihnen das helfen wird, 100 von 100 Punkten zu erreichen. Wenn du sagst, ‚ich kann das nicht alles essen, ein Ei reicht‘, sagen sie: ‚Dummes Kind, wenn du nur ein Ei isst, bekommst du nur 10 Punkte. Iss noch eins für Mama. Gib dein Bestes; wenn du es schaffst, auch dieses Ei zu essen, wirst du 100 Punkte bekommen.‘ Das Kind erwidert: ‚Ich bin gerade erst aufgestanden, ich kann noch nichts essen.‘ ‚Nein, du musst essen! Sei brav und höre auf deine Mutter. Mama tut das alles zu deinem Besten, also los, iss es für deine Mutter.‘ Das Kind überlegt: ‚Mama ist so fürsorglich. Alles, was sie tut, ist zu meinem Besten, also werde ich es essen.‘ Was gegessen wird, ist ein Ei, aber was wird tatsächlich geschluckt? Es ist Druck; es ist Abneigung und Widerwillen. Das Essen ist gut und die Erwartungen der Mutter sind hoch, und vom Standpunkt der Menschlichkeit und des Gewissens aus betrachtet, sollte man diese Dinge annehmen. Stützt man sich jedoch auf die Rationalität, sollte man sich gegen diese Art der Liebe wehren und diese Vorgehensweise nicht akzeptieren. Aber, ach, es gibt nichts, was du dagegen tun kannst. Wenn du nicht isst, wird sie wütend, und du wirst geschlagen, gescholten oder sogar verdammt. … Welche Art von Erziehung erhältst du durch die Erwartungen deiner Eltern? (Die Notwendigkeit, gute Leistungen bei den Prüfungen zu bringen und eine erfolgreiche Zukunft zu haben.) Du musst vielversprechend sein, du musst der Liebe deiner Mutter und ihrer harten Arbeit und ihren Opfern gerecht werden und du musst die Erwartungen deiner Eltern erfüllen und darfst sie nicht enttäuschen. Sie lieben dich so sehr, sie haben alles für dich gegeben und geben ihr eigenes Leben, um alles für dich zu tun. Und was ist aus all ihren Opfern, ihrer Erziehung und sogar ihrer Liebe geworden? Sie werden zu etwas, das du zurückzahlen musst, und gleichzeitig werden sie zu deiner Last. So kommt die Last zustande(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). Gott deckte auf, dass Eltern, wenn sie Erwartungen an ihre Kinder haben, immer denken, alles, was sie tun, nur zum Besten ihrer Kinder ist. Sie wollen, dass ihre Kinder gute Schüler sind, es an gute Unis schaffen und gute Abschlüsse machen, damit sie ihren Vorfahren Ehre machen und einen hohen sozialen Status haben. Aufgrund ihrer Erwartungen verlangen sie von ihren Kindern auch, Dinge auf eine bestimmte Weise zu tun. Dabei bedenken sie jedoch nicht, wie viel Stress ihre ständigen Forderungen bei den Kindern auslösen. Gott enthüllte hier exakt meinen Zustand. Als meine Tochter etwa zwei Jahre alt war, hatte ich gesehen, dass ziemlich klug war, also hoffte ich, dass sie fleißig lernen und später an eine gute Uni kommen würde. So würden nicht nur andere eine hohe Meinung von mir haben, es würde auch das Ansehen unseres Familiennamens steigern. Mit diesen Erwartungen im Hinterkopf fing ich an, nach einer guten Schule für meine Tochter zu suchen, damit sie von klein auf ein solides Fundament hat. Ich sparte beim Essen und den täglichen Ausgaben, kaufte ihr einen Hörstift zum Lernen und verlangte von ihr, in den Tests die volle Punktzahl zu erreichen. Dabei verglich ich sie ständig mit dem Nachbarskind, das gute Noten hatte. Wenn sich meine Tochter nicht an den Plan halten wollte, den ich für sie aufgestellt hatte, sagte ich ihr, dass alles, was ich tat, nur zu ihrem Besten war. Und wenn sie dann immer noch nicht auf mich hörte, hielt ich ihr eine Standpauke und sagte ihr, sie würde später wie ein Bettler leben. Das führte dazu, dass sie es nicht wagte, mir ungehorsam zu sein, und überhaupt keine Freiheiten mehr hatte. Sie traute sich nicht, mit mir zu diskutieren, sondern schlug sich stattdessen selbst, und sie distanzierte sich immer mehr von mir. Durch all das fügte ich ihrem jungen Geist nur Schaden zu. Trotzdem dachte ich immer noch, ich würde das nur zu ihrem Besten tun, und erkannte nicht, dass es eigentlich falsch war, meine Tochter auf diese Weise zu erziehen.

Ich las noch mehr von Gottes Worten. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Erwartungen, die Eltern an ihre Kinder haben, bevor diese das Erwachsenenalter erreichen, von ‚Sie müssen viele Dinge lernen, sie können nicht schon an der Startlinie verlieren‘ bis hin zu ‚Wenn sie erwachsen sind, müssen sie in der Welt vorankommen und in der Gesellschaft Fuß fassen‘, werden nach und nach zu einer Forderung, die sie an ihre Kinder stellen. Die Forderung lautet: Vergiss deine Wurzeln nicht, wenn du erwachsen bist und in der Gesellschaft Fuß gefasst hast. Vergiss deine Eltern nicht, deine Eltern sind die Menschen, bei denen du dich als Erstes revanchieren musst. Du musst sie ehren und ihnen helfen, ein gutes Leben zu führen, denn in dieser Welt sind sie deine Wohltäter, sie sind die Menschen, die dich geschult haben. Dass du jetzt in der Gesellschaft Fuß gefasst hast und auch alles, das du genießt, und alles, was du besitzt, haben dir die gewissenhaften Bemühungen deiner Eltern verschafft. Deshalb solltest du den Rest deines Lebens dazu nutzen, ihnen dies zu vergelten, sie zu entschädigen und gut zu ihnen zu sein. Das ist es, wozu sich die Erwartungen entwickeln, die Eltern an ihre Kinder haben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen – dass ihre Kinder in der Gesellschaft Fuß fassen und in der Welt vorankommen werden – und nach und nach verwandeln sie sich von einer ganz normalen elterlichen Erwartung in eine Art Forderung und Aufforderung, die Eltern ihren Kindern abverlangen. Nehmen wir an, dass ihre Kinder in der Zeit, bevor sie erwachsen sind, keine guten Noten bekommen; sagen wir, sie rebellieren, wollen nicht lernen oder ihren Eltern gehorchen und sind ungehorsam ihnen gegenüber. Ihre Eltern werden sagen: ‚Denkst du, dass ich es leicht habe? Was glaubst du, für wen ich das alles tue? Ich tue das zu deinem Besten, oder nicht? Alles, was ich tue, ist für dich, und du weißt es nicht zu schätzen. Bist du dumm?‘ Mit diesen Worten werden sie ihre Kinder einschüchtern und als Geiseln halten. Ist eine solche Herangehensweise richtig? (Nein.) Sie ist nicht richtig. Dieser ‚noble‘ Teil der Eltern ist auch der verabscheuungswürdige Teil der Eltern(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Gott deckte auf, dass hinter den Erwartungen von Eltern an ihre Kinder verborgene Absichten und Beweggründe stecken. Die Eltern hoffen, wenn sie für die Erziehung ihrer Kinder einen Preis zahlen und diese sich dann später von anderen abheben, würde das ein gutes Licht auf sie werfen und dem Familiennamen Ansehen bringen. Und sie hoffen, dass sie auch materiell von ihren Kindern profitieren, und so eine Gegenleistung für den gezahlten Preis erhalten. Wenn Gott das nicht aufgedeckt hätte, hätte ich immer geglaubt, ich würde meine Tochter nur deshalb anhalten, fleißig zu lernen, und sie streng kontrollieren, damit sie eine aussichtsreiche Zukunft hat. Aber wie sich herausstellte, stand hinter all dem, was ich tat, nur mein Eigeninteresse. Ich hatte meine Tochter von klein auf gefördert und gehofft, dass sie schon in jungen Jahren ein solides Fundament aufbauen könnte, damit sie es später an eine gute Uni schafft und sich von ihren Altersgenossen abheben kann. Das würde nicht nur unseren Vorfahren Ehre machen, sondern auch ein gutes Licht auf mich werfen. Außerdem wäre es auch für mich als Mutter von Vorteil, wenn meine künftig ein gutes Leben hätte – sie würde mich ehren, und so würde sich auch mein Leben etwas verbessern. Als ich sah, dass meine Tochter ziemlich gern spielte, machte ich mir Sorgen, dass sich das auf ihre Noten auswirken würde, also schimpfte ich mit ihr und schlug sie. Wenn ich meine Pflicht tat, hatte ich wenig Zeit, meine Tochter anzuleiten, weil ich so viel um die Ohren hatte. Als ich sah, dass ihre Noten stark nachließen, machte ich mir Sorgen um ihre Perspektiven. Ich hatte Angst, wenn das so weitering, würde ich in Bezug auf mein Ansehen und meine Interessen nicht bekommen, was ich wollte. Deshalb wollte ich nicht mal mehr meine Pflicht als Leiterin tun. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hatte ich für die Dinge, die ich für meine Tochter tat, eigene Absichten und Beweggründe, und es ging mir nur um meine eigenen Interessen. Ich lebte nach satanischen Giften wie „Wenn es ihnen keinen Nutzen bringt, rühren sie keinen Finger“ und „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“. Ich war wirklich enorm egoistisch und verachtenswert.

Später las ich Gottes Worte und fand einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Indem wir das Wesen elterlicher Erwartungen sezieren, können wir feststellen, dass diese Erwartungen selbstsüchtig sind, dass sie der Menschlichkeit zuwiderlaufen und dass sie nichts mit den Verantwortungen der Eltern zu tun haben. Wenn Eltern ihren Kindern allerlei Erwartungen und Anforderungen auferlegen, üben sie einen großen zusätzlichen Druck auf sie aus – das hat nichts mit der Erfüllung ihrer Verantwortlichkeiten zu tun. Was sind also die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten? Zumindest sollten sie ihren Kindern beibringen, ehrliche Menschen zu sein, die die Wahrheit sagen und Dinge auf ehrliche Weise tun, und sie lehren, gutherzig zu sein und keine schlechten Dinge zu tun, und sie in eine positive Richtung lenken. Das sind ihre grundlegendsten Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus sollten sie ihre Kinder anleiten, sich praktisches Wissen und Fähigkeiten anzueignen, und so weiter, basierend auf ihrem Kaliber und ihren Umständen. Wenn Eltern an Gott glauben und die Wahrheit verstehen, sollten sie ihre Kinder dazu bringen, Gottes Worte zu lesen und die Wahrheit zu akzeptieren, damit sie den Schöpfer erkennen und verstehen, dass die Menschen von Gott geschaffen wurden und dass Gott in diesem Universum existiert; sie sollten ihre Kinder anleiten, zu Gott zu beten und die Worte Gottes zu essen und zu trinken, damit sie einige Wahrheiten verstehen können, sodass sie, wenn sie erwachsen sind, in der Lage sind, an Gott zu glauben, Gott zu folgen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, anstatt weltlichen Trends nachzujagen, sich in verschiedenen komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen zu verstricken und von den verschiedenen bösen Trends dieser Welt verführt, verdorben und verwüstet zu werden. Dies sind tatsächlich die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Die Verantwortlichkeiten, die sie erfüllen sollten, bestehen darin, in ihrer Rolle als Eltern ihren Kindern vor dem Erwachsenwerden eine positive Führung und angemessene Unterstützung zu bieten sowie sich in ihrem fleischlichen Leben in Bezug auf die täglichen Notwendigkeiten unverzüglich um sie zu kümmern. Wenn ihre Kinder krank werden, sollten Eltern sie behandeln lassen, wann immer es nötig ist; sie sollten sie nicht aus Angst, die Schularbeiten ihrer Kinder zu verzögern, dazu zwingen, weiter zur Schule zu gehen und auf eine Behandlung zu verzichten. Wenn ihre Kinder sich erholen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich zu erholen, und wenn sie sich ausruhen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich auszuruhen. Die Gesundheit ihrer Kinder zu gewährleisten ist ein Muss; wenn die Kinder in ihren Schularbeiten zurückfallen, können die Eltern einen Weg finden, dies nachträglich auszugleichen. Dies sind die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Einerseits müssen sie ihren Kindern helfen, sich solides Wissen anzueignen; andererseits müssen sie ihre Kinder anleiten und erziehen, damit sie den richtigen Weg gehen, und ihre psychische Gesundheit sicherstellen, damit sie nicht von den ungesunden Trends und bösen Praktiken der Gesellschaft beeinflusst werden. Gleichzeitig müssen sie ihre Kinder auch dazu bringen, sich angemessen körperlich zu betätigen, um ihre physische Gesundheit zu gewährleisten. Dies sind die Dinge, die Eltern tun sollten, anstatt ihren Kindern eindringlich unrealistische Erwartungen oder Anforderungen aufzuzwingen. Eltern müssen ihren Verantwortlichkeiten sowohl in Bezug auf die Dinge nachkommen, die ihre Kinder für den Geist brauchen, als auch in Bezug auf die Dinge, die sie für ihr körperliches Leben brauchen. Sie sollten ihnen einige allgemeine Kenntnisse vermitteln, zum Beispiel, dass sie warme Speisen und keine kalten Speisen essen sollten, dass sie sich bei kaltem Wetter warm anziehen sollten, um sich nicht zu unterkühlen oder eine Erkältung zu bekommen, damit sie lernen, auf ihre eigene Gesundheit zu achten. Außerdem müssen Eltern, wenn einige kindische, unreife Vorstellungen über ihre Zukunft oder einige extreme Gedanken in dem jungen Verstand ihrer Kinder aufkommen, sie richtig anleiten, sobald sie dies feststellen, solche kindlichen Fantasien und extremen Dinge korrigieren, damit ihre Kinder den richtigen Lebensweg einschlagen können. Damit kommen sie ihren Verantwortlichkeiten nach. Seinen Verantwortlichkeiten nachzukommen bedeutet einerseits, sich um das Leben seiner Kinder zu kümmern, und andererseits, die Denkweise seiner Kinder zu lenken und zu korrigieren, und ihnen im Hinblick auf ihre Denkweisen und Ansichten die richtige Anleitung zu geben. Die Verantwortungen, die Eltern erfüllen sollten, haben in Wirklichkeit nichts mit ihren Erwartungen an ihre Kinder zu tun. Du kannst darauf hoffen, dass deine Kinder körperlich gesund sind und Menschlichkeit, Gewissen und Vernunft besitzen, wenn sie erwachsen sind, oder du kannst darauf hoffen, dass deine Kinder dich ehren werden, aber du solltest nicht darauf hoffen, dass deine Kinder eine solche oder jene Berühmtheit oder eine große Persönlichkeit werden, wenn sie erwachsen sind, und noch weniger solltest du deinen Kindern immer wieder sagen: ‚Schau, wie gehorsam Xiaoming von nebenan ist!‘ Deine Kinder sind deine Kinder – die Verantwortung, die du erfüllen solltest, besteht nicht darin, deinen Kindern zu sagen, wie großartig ihre Nachbarin Xiaoming ist, oder sie dazu zu bewegen, von ihrer Nachbarin Xiaoming zu lernen. Das ist nichts, was ein Elternteil tun sollte. Jeder Mensch ist anders. Menschen unterscheiden sich in ihren Denkweisen, Ansichten, Interessen, Hobbys, ihrem Kaliber, ihrer Persönlichkeit und darin, ob ihre Menschlichkeitsessenz gut oder bösartig ist. Manche Menschen sind von Natur aus geschwätzig, während andere von Natur aus introvertiert sind und es nicht schlimm finden, einen ganzen Tag lang kein Wort zu sagen. Daher sollten Eltern, wenn sie ihren Verantwortlichkeiten nachkommen wollen, versuchen, die Persönlichkeiten, Dispositionen, Interessen, das Kaliber und die Bedürfnisse der Menschlichkeit ihrer Kinder zu verstehen, anstatt ihre eigenen Bestrebungen nach Ruhm, Gewinn und Geld zu den Erwartungen an ihre Kinder zu machen und ihren Kindern diese Dinge, die mit Ruhm, Gewinn und der Welt zu tun haben, aufzuzwingen. Eltern verwenden für diese Dinge die angenehm klingende Bezeichnung ‚Erwartungen an ihre Kinder‘, aber in Wirklichkeit sind sie das nicht. Es ist klar, dass sie versuchen, ihre Kinder in die Feuergrube zu stoßen und sie den Teufeln in die Arme zu werfen. Wenn du wirklich ein geeigneter Elternteil bist, solltest du deinen Verantwortungen hinsichtlich der körperlichen und geistigen Gesundheit deiner Kinder nachkommen, anstatt ihnen deinen Willen aufzuzwingen, bevor sie das Erwachsenenalter erreicht haben, und dabei ihren jungen Verstand dazu zu zwingen, Dinge zu ertragen, die sie nicht ertragen sollten(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Eltern unangemessene Forderungen und Erwartungen an ihre Kinder loslassen sollten. Sie müssen ihre Kinder auf der Grundlage ihrer tatsächlichen Situation behandeln und dürfen ihnen nicht ihr eigenes Streben nach Ruhm und Gewinn aufzwingen. Was die Erziehung meiner Tochter anging, hatte ich nicht nach Gottes Worten praktiziert. Ich hätte mit den schlechten Noten meiner Tochter richtig umgehen sollen. Ich hätte sie nicht mit dem Nachbarskind vergleichen dürfen, und ich hätte ihr in jungen Jahren nicht die falsche Idee einflößen dürfen, dass sie fleißig lernen und es an eine gute Uni schaffen muss, um sich von ihren Altersgenossen abzuheben und unseren Vorfahren Ehre zu machen. Außerdem sollte man bei Kindern unterschiedlichen Alters die Anforderungen an ihre jeweilige Situation anpassen. Meine Tochter war noch keine 10 Jahre alt; es war völlig normal für sie, Spaß zu haben und eine Weile zu spielen, bevor sie ihre Hausaufgaben machte. Ich hätte keine Forderungen nach meinen eigenen Erziehungsvorstellungen stellen und sie dann beschimpfen dürfen, wenn sie diese nicht erfüllte. Das fügte ihrer jungen Seele nur Schaden zu, und ich tat es auch nicht wirklich zu ihrem Besten. Um wirklich das Richtige für sein Kind zu tun, sollte man nach Gottes Worten praktizieren und es entsprechend seinem Kaliber, seiner Persönlichkeit und seinem Alter behandeln. Und selbst wenn ich sie auf meine Weise erzogen und es so geschafft hätte, dass sie sich von ihren Altersgenossen abhebt, würde sie sich mit zunehmendem atheistischem Wissen immer weiter von Gott entfernen. Wenn ich ihr in Zukunft das Evangelium predigen würde, könnte sie das angeeignete Wissen nutzen, um Gott zu verleugnen und sich Ihm zu widersetzen. Wenn das passieren sollte, wäre meine Tochter ruiniert. Als ich all das verstand, legte ich nicht mehr so großen Wert auf die Noten meiner Tochter und hoffte nicht mehr darauf, dass sie es später an die Uni schaffen und meinem Namen Ehre machen würde. Ich hoffte nur noch, dass sie sich während ihrer Schulzeit etwas praktisches Wissen aneignen würde. Was ihren zukünftigen schulischen Erfolg, einen guten Job und ihre späteren Perspektiven anging, unterwarf ich mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen.

Danach las ich weitere Worte Gottes: „Wenn ein Mensch seine Eltern verlässt und unabhängig wird, sind das soziale Umfeld, dem er sich gegenübersieht, und die Arten von Jobs und Karrieren, auf die er trifft, alle vorherbestimmt und haben nichts mit seinen Eltern zu tun. Manche Menschen suchen sich ein gutes Hauptfach an der Universität aus und finden nach dem Abschluss einen begehrten Job; man kann sagen, dass sie auf ihrem Lebensweg geradezu durchstarten. Andere lernen und meistern viele verschiedene Fähigkeiten und finden doch nie einen Job, der ihnen zusagt, oder die Position für sie, geschweige denn, dass sie sich eine Karriere aufbauen; man kann sagen, dass der erste Lebensschritt dieser Menschen von Rückschlägen und schweren Zeiten geprägt ist, ihre Aussichten düster und ihr Leben ungewiss. Wieder andere widmen sich fleißig ihrem Studium, verpassen jedoch knapp jede Chance auf eine höhere Bildung; sie scheinen dazu verdammt zu sein, nie Erfolg zu haben – man kann sagen, dass ihre allerersten Hoffnungen auf dem Lebensweg in Rauch aufgehen. Sie wissen nicht, ob der vor ihnen liegende Weg eben oder steinig ist, und spüren so zum ersten Mal, wie unvorhersehbar das menschliche Schicksal ist. Daher blicken sie dem Leben mit einer Mischung aus Furcht und Erwartung entgegen. Andere sind nicht sehr gebildet, können aber Bücher schreiben und einen gewissen Ruhm erlangen. Und andere sind fast völlige Analphabeten, können aber im Geschäftsleben Geld verdienen und sind dadurch in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. … Welchen Beruf man wählt, wie man seinen Lebensunterhalt bestreitet und ob die Entscheidungen, die man trifft, gut oder schlecht sind – haben die Menschen bei diesen Dingen irgendeine Wahl? Beruhen diese Dinge auf dem Verlangen und den Entscheidungen der Menschen? Die meisten Menschen wünschen sich, weniger zu arbeiten und mehr zu verdienen, nicht in Sonne und Regen zu schuften, sich ansehnlich zu kleiden, überall eine glänzende Figur zu machen, an der Spitze zu stehen und ihren Vorfahren Ehre zu bringen. Die Menschen haben solch ‚perfekte‘ Wünsche, aber wenn sie ihren ersten Schritt auf dem Weg des Lebens machen, erkennen sie allmählich, wie unvollkommen das menschliche Schicksal ist, und erkennen zum ersten Mal wirklich: Obwohl man kühne Pläne für seine Zukunft schmieden und hemmungslos alle möglichen Träume hegen kann, hat niemand die Fähigkeit oder die Macht, seine eigenen Träume zu verwirklichen, noch die Fähigkeit, seine eigene Zukunft zu kontrollieren. Es wird immer eine Kluft geben zwischen den eigenen Träumen und den Realitäten, mit denen man konfrontiert ist; die Dinge können sich nie so entwickeln, wie man sie sich vorstellt, und angesichts solcher Realitäten können die Menschen nie Zufriedenheit oder Behagen finden. Es gibt sogar manche Menschen, die für ihren Lebensunterhalt und für ihre Zukunftsaussichten und um ihr Schicksal zu ändern wiederholt versuchen, sich alle möglichen Ansätze auszudenken, und alle Hebel in Bewegung setzen und alle möglichen Anstrengungen und Opfer erbringen. Aber letztendlich können sie, selbst wenn sie ihre Träume und ihr Verlangen durch ihre eigene harte Arbeit verwirklichen können, niemals ihr eigenes Schicksal ändern, und ganz gleich, wie sehr sie kämpfen, sie können niemals über ihre Bestimmung hinausgehen. Ungeachtet der Unterschiede in ihren Fähigkeiten und ihrer Intelligenz und ob sie entschlossen sind oder nicht: Vor dem Schicksal, das keine Unterschiede zwischen groß und klein, hoch und niedrig, erhaben und gering macht, sind alle Menschen gleich. Welchen Beruf man ausübt, was man für seinen Lebensunterhalt tut und wie viel Reichtum man im Leben hat, hängt nicht von den Eltern, den eigenen Talenten oder den eigenen Anstrengungen und dem eigenen Ehrgeiz ab – ausschlaggebend ist die Vorherbestimmung des Schöpfers(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Durch Gottes Worte verstand ich, dass die Perspektiven und das Schicksal der Menschen im Leben alle unter Gottes Herrschaft stehen. Ob mein Kind es an eine gute Uni schaffen und einen guten Job finden könnte, hing weder von den Forderungen ab, die ich an sie stellte, noch von ihrer harten Arbeit. All das hing davon ab, was Gott vorherbestimmt hatte. Gott hat das gesamte Leben eines Menschen schon vor seiner Geburt arrangiert. Manche Menschen schaffen es an die Uni und machen einen guten Abschluss, finden aber keinen zufriedenstellenden Job, während andere, die nicht hoch gebildet sind, Karriere machen. Ich hatte eine Freundin, deren Sohn es zwar an die Uni geschafft hatte, aber nie einen Job fand und einfach arbeitslos zu Hause blieb. Auch die Frau des Patensohns meiner Großmutter schaffte es an die Uni, fand aber keinen guten Job und ging zurück nach Hause, um in der Landwirtschaft zu arbeiten. Der Onkel meines Mannes hingegen hatte nicht einmal die Grundschule abgeschlossen und konnte kaum lesen, eröffnete aber trotzdem eine Fabrik, war sein eigener Chef und verdiente viel Geld. Anhand dieser Beispiele aus dem wahren Leben erkannte ich, dass ein guter Job und eine aussichtsreiche Zukunft nicht davon abhängen, ob man es an die Uni schafft, oder wie die Eltern einen erziehen. Es hängt alles davon ab, was Gott bestimmt hat. Ich musste diese falsche Sichtweise in Zukunft ablegen und meine Erwartungen an meine Tochter loslassen. Ich durfte nicht länger verlangen, dass sie mit ihren schulischen Leistungen mein Verlangen befriedigt, mich von anderen abzuheben.

Danach tat ich meine Pflicht ganz normal, und ich erzog meine Tochter nicht mehr so wie früher. In ihrer Freizeit sprach ich mit ihr auch über den Glauben an Gott und brachte sie dazu, zu verstehen, dass Himmel und Erde und alle Dinge, auch die Menschheit, von Gott erschaffen wurden, dass alles, was wir haben, uns von Ihm geschenkt wurde, und dass die Menschen an Ihn glauben und Ihn anbeten sollten. Sie war bereit, mit mir Gottes Worte zu lesen und meinem gemeinschaftlichen Austausch zuzuhören, und ich war sehr glücklich. Nach einiger Zeit wurde meine Tochter folgsam. Sie machte ihre Hausaufgaben pünktlich, ihre Noten verbesserten sich langsam, und sie erreichte in jedem Test etwa 80 Punkte. Obwohl ich darüber glücklich war, fühlte es sich anders an als zuvor. Ich sagte zu meiner Tochter: „Es ist egal, welche Note du in einem Test bekommst. Ich verlange nicht mehr, dass du die volle Punktzahl erreichst, und auch nicht, dass du es später an eine gute Uni schaffst, denn Gottes Worte haben mich gelehrt, dass die Zukunfstaussichten und das Schicksal des Menschen alle in Seinen Händen liegen. Das Leben des Menschen kommt von Gott, und wenn du erwachsen bist, hoffe ich nur, dass du ernsthaft an Gott glaubst und deine Pflicht in Gottes Haus tust.“ Sie sagte fröhlich: „Ich weiß“, und erzählte mir auch, dass sie jetzt viel glücklicher war als die anderen Kinder. Ich erkannte, dass meine Tochter nicht mehr leiden musste, seit ich angefangen hatte, nach Gottes Worten zu praktizieren, und ich konnte sie auf den richtigen Weg bringen. Ich fühlte mich befreit und konnte mehr Energie in die Ausführung meiner Pflicht stecken.

Durch diese Erfahrung verstand ich, dass Gott über das Leben der Menschen herrscht, und dass auch das Schicksal meiner Tochter Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen untersteht. Es lag nicht in ihren Händen, und noch viel weniger in meinen. Mir wurde auch klar, dass mein Wunsch, dass meine Tochter in der Schule glänzt und eine aussichtsreiche Zukunft hat, nur meinem persönlichen Ruhm und Gewinn diente; das war egoistisch und verachtenswert. Jetzt kann ich meine Erwartungen an meine Tochter loslassen und nach Gottes Worten praktizieren. Dank sei Gott!

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