5. Tage der Amnesie

Von Chen Jing, China

Es war nach 17 Uhr am 1. Mai 2003. Ich ging gerade nach einer Versammlung heim, als ich Schwester Li Nan an einer öffentlichen Telefonzelle stehen sah. Sie winkte mich zu sich herüber. Sie wirkte besorgt, als ob sie mir etwas sagen wollte, also eilte ich zu ihr. Mit unterdrückter, leiser Stimme sagte sie, sie habe eine andere Schwester angepiept, aber die habe sich noch nicht zurückgemeldet. Während wir redeten, klingelte das Telefon in der Zelle. Ich dachte, es wäre die Schwester, die zurückrief, also nahm ich ab. Zu meiner Überraschung hörte ich eine Männerstimme. Mir wurde klar, dass etwas nicht stimmte, also legte ich schnell auf. Li Nan und ich hatten kaum ein weiteres Wort gewechselt, als unweit von uns ein grüner Jeep mit einem knirschenden Geräusch zum Stehen kam. Vier oder fünf Polizisten in Zivil sprangen heraus, kamen direkt auf uns zugerannt und riefen dabei: „Da sind sie! Schnell! Sie sind es! Die Gläubigen des Allmächtigen Gottes!“ Angesichts der plötzlichen Verhaftung blieb mir das Herz stehen, und ich betete ununterbrochen im Stillen zu Gott: „Lieber Gott, bitte beschütze mein Herz, lass mich nicht zum Judas werden.“ Nach dem Gebet fiel mir auf, dass ich meinen Pager und meine IC-Karte noch bei mir hatte, also ließ ich sie unbemerkt in den Graben neben mir fallen. Dann fiel mir ein, dass ich die Aufzeichnungen von der Versammlung dabeihatte. Schnell zog ich sie heraus, zerriss sie und warf sie zu Boden. Einer der Polizisten sah das und schrie: „Was zerreißt die Frau da?“ Ein anderer Polizist sammelte wütend die zerrissenen Papierschnipsel auf, stieß Li Nan und mich zu ihrem Jeep und beschimpfte uns die ganze Zeit.

Auf der Polizeiwache wurden wir getrennt verhört. Als ich den Raum betrat, sah ich drei Polizisten hinter dem Tisch stehen. Sie sahen mich an wie eine Feindin und knirschten hörbar mit den Zähnen. Ich wurde etwas nervös und betete immer wieder zu Gott: „Lieber Gott, bitte bewahre mich davor, zum Judas zu werden. Egal, wie sie mich verhören, ich darf meine Brüder und Schwestern nicht verraten.“ Nach dem Gebet beruhigte sich mein Herz allmählich. Ein Polizist bellte mir Fragen entgegen: „Wie heißen Sie? Wo wohnen Sie? Wie alt sind Sie? Wie lange glauben Sie schon an Gott? Wer sind Ihre Leiter? Wie viele Leute sind in der Kirche? …“ Ich nannte ihnen nur meinen richtigen Namen und meine Privatadresse und sagte nichts über die Kirche. Einer der Polizisten schlug heftig auf den Tisch und sagte: „Reden Sie! Sonst müssen wir andere Saiten aufziehen!“ Ich schwieg, und die drei verhörten mich abwechselnd mehrere Stunden lang pausenlos. Ich dachte bei mir: „Sie sehen aus, als ob sie nicht lockerlassen, bis ich ihnen etwas gebe. Vielleicht könnte ich ihnen den Namen von jemandem nennen, der ausgeschlossen wurde? Diese Person gehört nicht zur Kirche.“ Doch dann kamen mir Gottes Worte in den Sinn: „Zu jenen, die Mir in Zeiten der Drangsal nicht die geringste Treue gezeigt haben, werde Ich nicht mehr barmherzig sein, denn Meine Barmherzigkeit geht nur so weit. Ich finde des Weiteren keinen Gefallen an denen, die Mich einmal verraten haben, und noch weniger will Ich Mich mit denen abgeben, welche die Interessen ihrer Freunde verraten. Dies ist Meine Disposition, unabhängig davon, wer die Person sein mag(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Gottes Disposition ist unverletzlich. Gott verabscheut am meisten die Personen, die Ihn verraten. Die Polizei befragte mich immer weiter, um mich dazu zu bringen, die Kirche zu verraten. Wenn ich auch nur eine Sache sagen würde, würden sie sicher weiter nach mehr Informationen bohren. Auf keinen Fall durfte ich etwas tun, das Gott verraten würde. Bei diesem Gedanken sagte ich ihnen nichts. Als ihnen klar wurde, dass ich immer noch nicht reden würde, kam ein Polizist mittleren Alters mit einem lüsternen Grinsen auf mich zu und packte mich mit der Hand am Kinn. Er sagte: „Vielleicht redest du ja, nachdem ich dir einen Kuss gegeben habe? Oder wie wäre es, wenn wir die Nacht zusammen verbringen?“ Ich war zutiefst angewidert von ihrer Niederträchtigkeit und sagte sehr wütend: „Sie sind Polizist. Wie können Sie so reden? So reden nur Verbrecher!“ Einer der anderen kam herüber, reckte den Hals, schnaufte und schrie: „Redest du jetzt oder nicht? Wenn du nicht den Mund aufmachst, schlagen wir dich tot! Dann kriegst du unsere Schlagstöcke zu spüren!“ Dann ging er, um seinen Schlagstock zu holen. Da bekam ich Angst und rief in meinem Herzen hastig Gott an, mir Mut und Glauben zu geben und mich davor zu bewahren, eine Verräterin zu werden. Einer der Polizisten starrte mich an und stürzte auf mich zu. Instinktiv schützte ich meine Brust mit den Armen, aber er versetzte mir trotzdem einen so heftigen Schlag, dass ich taumelte. Er sagte wütend: „Das hast du davon, dass du nicht redest! Immer noch stur? Na, dann warte mal ab, was ich jetzt mit dir mache!“ Ein anderer Polizist hielt seinen Schlagstock in der Hand und schrie: „Dass du nicht gestehst, das treiben wir dir schon aus! Mal sehen, wie dir das gefällt!“ Während er das sagte, hob er seinen Schlagstock und schlug brutal auf mich ein. Ich drehte mich instinktiv nach rechts, und sein Schlagstock traf mich mit voller Wucht an der linken Kopfseite. Nach dem Schlag hörte ich nur noch ein Dröhnen im Kopf, dann sackte ich auf den Boden und verlor das Bewusstsein. Als ich wieder zu mir kam, wusste ich nicht, wie lange ich bewusstlos gewesen war. Mein Kopf war völlig leer und ich konnte mich an nichts erinnern. Ich dachte: „Wie bin ich hierhergekommen?“ Mein Kopf war taub und schmerzte dumpf. Ich lag auf dem Boden und konnte mich nicht bewegen. Ich spürte nur, dass meine rechte Hand schlaff herabhing, ich konnte die rechte Seite meines Körpers nicht fühlen und nicht kontrollieren, als wäre diese Hälfte meines Körpers gelähmt. Nach langer Zeit erinnerte ich mich endlich daran, dass ich wegen meines Glaubens an Gott verhaftet worden war. Als die Polizei meinen Zustand sah, hörten sie auf, mich zu verhören. Sie hoben mich hoch, brachten mich in die Untersuchungshaft und warfen mich dort zu Boden.

Kaum war ich in der Untersuchungshaft, versammelten sich mehrere Schwestern um mich. Als sie sahen, wie ich zugerichtet war, sagten sie wütend: „Wie können die nur so bösartig sein? Wie konnten sie einen gesunden Menschen nur so zurichten? Die haben überhaupt keine Menschlichkeit! Das ist wirklich eine Bande von Teufeln!“ Die Schwestern rieben meine Hände und Beine und trösteten mich. Ich war so bewegt, dass ich zu weinen begann. Ich wusste, das war Gottes Liebe, und es wärmte mir das Herz. Es waren acht Schwestern mit mir eingesperrt. Xin Ming war eine von ihnen. Wir beide waren in derselben Zelle. Als ich in die Untersuchungshaft kam, war ich noch relativ klar im Kopf, meine Sprache und meine Reaktionen waren normal, aber ich konnte die rechte Seite meines Körpers einfach nicht gut bewegen. Ich konnte meinen rechten Arm nicht gerade ausstrecken und musste ihn halten, als würde ich einen Korb tragen. Ich konnte mein Gesicht nicht richtig waschen und nicht einmal Zahnpasta aus der Tube drücken. Beim Essen konnte ich den Löffel nur mit der linken Hand benutzen. Beim Gehen konnte ich mein rechtes Bein nur nachziehen, als ob ich halbseitig gelähmt wäre. Meine Schwestern hatten Angst, dass ich eine bleibende Lähmung davontragen würde, also halfen sie mir jeden Tag in der Mittagspause bei Übungen. Eine Schwester hielt meinen Arm hoch, eine andere rieb ihn, um die Durchblutung zu fördern, während eine weitere Schwester half, mein Bein zu bewegen. Entweder schob sie mich mit ihrem Fuß Stück für Stück vorwärts oder sie hockte sich hin und setzte mein Bein mit ihren Händen nach vorne. Als ich sah, in welchem Zustand mein Körper war, fühlte ich mich wirklich schwach und dachte: „Ich bin jetzt halbseitig gelähmt, kann nicht für mich selbst sorgen und falle meinen Schwestern so zur Last, dass sie sich um mich kümmern müssen. Bin ich nicht zu einem nutzlosen Menschen geworden?“ Bei diesem Gedanken wurde ich sehr niedergeschlagen. Negativ und schwach, wie ich mich fühlte, dachte ich an eine Passage aus Gottes Worten: „In dieser Werkphase ist von uns ein Höchstmaß an Glauben und Liebe gefordert, und aufgrund der kleinsten Unachtsamkeit können wir ins Straucheln geraten, denn diese Phase des Werkes unterscheidet sich von allen früheren: Was Gott perfektioniert, ist der Glaube der Menschen, der sowohl unsichtbar als auch nicht greifbar ist. Was Gott tut, ist, Worte in Glauben, in Liebe und in Leben zu verwandeln(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Weg … (8)). Gottes Worte gaben mir Glauben. Gott hatte zugelassen, dass mir das geschah, um meinen Glauben zu perfektionieren. Die Polizei hatte mich zwar verkrüppelt, aber ich erlebte Gottes Liebe dadurch, dass Er die Schwestern gebrauchte, um sich um mich zu kümmern, mich zu versorgen und mit mir über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten. Obwohl ich keine Ahnung hatte, wann ich mich erholen würde, gab mir das Bewusstsein, dass Gott mich ständig führte, den Glauben, weiterzumachen.

In der Untersuchungshaft halfen mir die Schwestern jeden Tag bei Übungen. Sie zogen mich morgens an, reichten mir zu den Mahlzeiten gedämpftes Maisbrot und halfen mir abends, mein Bettzeug vorzubereiten. Sie hielten auch oft mit mir Gemeinschaft über Gottes Worte und sangen Hymnen für mich. Es bewegte mich zutiefst, zu sehen, wie sie sich um mich kümmerten. Und ich hasste die Polizei so sehr dafür, dass sie mich so verkrüppelt hatte, dass mir selbst die einfachsten Dinge schwerfielen. Trotzdem zwangen sie mich, wie alle anderen jeden Tag von frühmorgens bis 19 Uhr dazusitzen, und mir war bis auf die Knochen kalt. Nachts teilten sie mich sogar für eine Stunde zum Dienst ein, aber die Schwestern übernahmen abwechselnd meinen Dienst, um mir zu helfen. Einen Monat später verurteilte mich die KPCh wegen „Störung der sozialen Ordnung“ zu zwei Jahren Umerziehung durch Arbeit. Ich war völlig verzweifelt. Ich war halbseitig gelähmt, konnte nicht für mich selbst sorgen und kam mir wie ein nutzloser Mensch vor – wie sollte ich diese zwei langen Jahre nur überstehen? Die Schwestern trösteten mich und sagten: „Wir haben Gott, auf den wir uns verlassen können, und Er wird uns helfen. Wir müssen unser ganzes Vertrauen auf Ihn setzen!“ Während des Transports ins Gefängnis sangen die Schwestern viele Hymnen. Eine davon war „Ich wünsche den Tag der Herrlichkeit Gottes zu sehen“, die mich sehr bewegte: „Mit Gottes Ermahnung in meinem Herzen werde ich niemals vor Satan die Knie beugen. Auch wenn vielleicht mein Kopf rollt und mein Blut fließt, kann das Rückgrat des Volkes Gottes nicht gebrochen werden. Ich werde ein kraftvolles Zeugnis für Gott ablegen und die Teufel und Satan demütigen. Schmerz und Mühsal sind von Gott vorherbestimmt, und ich werde Ihm bis in den Tod treu bleiben und mich Ihm unterwerfen. Nie wieder werde ich Gott Grund zum Weinen oder zur Sorge geben. Ich bringe Gott meine Liebe und meine Treue dar und erfülle meine Mission, um Ihn zu verherrlichen(„Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Während ich zuhörte, fühlte ich mich sehr ermutigt, fing an mitzusingen, und je mehr ich sang, desto größer wurde mein Glaube. Obwohl ich verkrüppelt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, hatte dieses Leid einen Sinn. Durch dieses Leid konnte ich für Gott Zeugnis ablegen und den Teufel Satan demütigen. Das war etwas Herrliches. Bei diesem Gedanken war ich nicht länger so entmutigt und war bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Je mehr wir sangen, desto bewegter wurden wir, und einige weinten beim Singen – nicht aus Heimweh oder Verzweiflung über die Verurteilung, sondern weil sie Glück und Freude in ihren Herzen spürten und es als so herrlich empfanden, für Gott Zeugnis ablegen zu können!

Die Gefängniswärter dort sahen, dass ich keine körperliche Arbeit verrichten konnte, und wollten mich nicht aufnehmen. Sie diskutierten lange, bevor sie mich widerwillig aufnahmen. Sie teilten mich zur Arbeit in der Werkstatt ein. Als die Aufseherin sah, dass ich nichts tun konnte, wurde ich zum Toilettenputzen geschickt. Da ich auf der rechten Seite kein Gefühl hatte, stützte ich mich beim Gehen ganz auf mein linkes Bein und konnte nur mühsam gehen, indem ich mein rechtes Bein nachschleppte. Beim Wischen des Bodens kauerte ich auf meinem linken Bein, zog mein rechtes Bein nach und wischte mühsam nur mit der linken Hand. Jedes Mal, wenn ich einen Bereich fertig gewischt hatte, kostete es mich große Mühe, wieder aufzustehen. Ich putzte jeden Tag von frühmorgens bis 22 Uhr. Ich fühlte mich innerlich zutiefst ungerecht behandelt und dachte: „Mich in diesem Zustand arbeiten zu lassen – sie behandeln einen wirklich nicht wie einen Menschen!“ Was mich noch wütender machte, war, dass die Gefängniswärter mich auch zwangen, jeden Tag mit den Gefangenen der Ausbildungsgruppe Frühsport zu machen. Wir mussten rennen, und da ich mitten in der Gruppe stand, rissen sie mich um, sobald alle losrannten. Trotzdem zwangen sich mich weiter dazu. Ich konnte bei den Übungen nie mithalten, also bestrafte mich die Abteilungsleiterin damit, dass ich Runden im Hof gehen musste. Ich konnte mein rechtes Bein nicht anheben, also musste ich es beim Gehen nachschleifen. Nach einer langen Runde im Hof war ich zu müde, um weiterzugehen, und die Seiten meines Schuhs waren durchgescheuert. Mit der Zeit konnte ich es nicht mehr ertragen und fühlte mich innerlich sehr schwach. Xin Ming hielt mit mir Gemeinschaft, spendete mir Ermutigung und Trost und zitierte eine Passage aus Gottes Worten für mich. Der Allmächtige Gott sagt: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. … Du solltest all das anstreben, was schön und gut ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Als ich Gottes Worte hörte, verstand ich, dass Gott mir durch dieses Leid die Wahrheit einprägen wollte. Dieses Leid zu ertragen hatte einen Sinn, und ich sollte es mit Glauben erleben. Ich war zwar verkrüppelt und musste trotzdem arbeiten, doch Gott war bei mir, und die Schwestern waren an meiner Seite und hielten oft mit mir Gemeinschaft über Gottes Worte. Ich spürte, dass Gott mich nie verlassen hatte. Ich spürte Gottes Liebe.

Da ich keine Behandlung bekam, verschlechterte sich mein Zustand von Tag zu Tag. Ich traute mich nicht, meine rechte Körperhälfte zu bewegen, denn wenn ich es tat, schmerzte es unerträglich. Ich konnte aus dem Liegen nicht aufstehen und war dabei auf die Hilfe der Schwestern angewiesen. Meine rechte Hand wurde sehr steif, und ich konnte beim Zähneputzen nicht einmal mehr den Mund ausspülen. Xin Ming flehte die Abteilungsleiterin an, und so musste ich schließlich nicht mehr die Toiletten putzen. Aber sie erlaubten mir nicht, mich hinzulegen. Jeden Tag musste ich über 10 Stunden sitzen, bevor sie mich schlafen ließen. Ich ertrug den Schmerz, lehnte kraftlos an der Wand und wagte es nicht, mich zu bewegen. Später verschlechterte sich mein Zustand immer mehr. Meine linke Hand fing beim Halten des Löffels an zu zittern, und beim Essen fiel mir das Essen ständig herunter. Mein Kopf war völlig leer, als hätte ich keine Gedanken mehr. Das Einzige, was ich noch wusste, war, dass ich an Gott glaubte und hören wollte, wie die Schwestern über Gottes Worte Gemeinschaft hielten, ansonsten wusste ich überhaupt nichts mehr. Meine Erinnerungen waren immer nur Bruchstücke. Ich vergaß Dinge, die gerade erst passiert waren, und konnte mich nur kurzzeitig an etwas erinnern. Mein Gehirn reagierte langsam, und ich starrte Dinge nur noch geistesabwesend an. Manchmal lachte ich dümmlich, ohne es zu merken. Erst wenn eine Schwester zu mir sagte, ich solle aufhören, wurde es mir irgendwie bewusst und ich hörte auf zu lachen. Mein damaliger IQ war auf dem Niveau eines kleinen Kindes, und ich sprach abgehackt und sehr langsam. Ich saß oft zusammengesunken auf dem Bett, starrte auf meine Hände und Füße und kicherte oft vor mich hin, ohne es zu wissen. Einmal kam Xin Ming nach der Arbeit in die Zelle zurück, und ich grinste sie an, als hätte ich eine Verwandte wiedergesehen. Sie tätschelte mir die Schulter und fragte: „Warum lächelst du denn so? Weißt du, wie ich heiße?“ Ich grinste nur weiter, schüttelte den Kopf und sagte: „Ich … weiß … es … nicht.“ Kurze Zeit später fiel es mir wieder ein und ich sagte: „Dein … Name … ist … Ming.“ Aber egal, wie sehr ich nachdachte, an ihren Nachnamen konnte ich mich einfach nicht erinnern. Der Leiter des Arbeitslagers sah meinen Zustand und hatte Angst, ich würde im Lager sterben und er müsste die Verantwortung übernehmen, also lies er den Lagerarzt kommen und wies ihn an, mir eine Infusion zu geben. Doch der Arzt gab mir wahllos Medikamente, ohne mich vorher zu untersuchen. Infolgedessen wurde mein Zustand nicht nur nicht besser, sondern sogar noch schlechter. Meine Hände und Füße schwollen an, ich konnte meine Finger nicht mehr bewegen, und meine Zehen wurden rot und schwollen an, als hätte ich Frostbeulen. Sie hatten keine andere Wahl, als mich ins Provinzkrankenhaus zu bringen. Die Untersuchung ergab, dass ich durch eine Kopfverletzung eine subdurale Flüssigkeitsansammlung hatte, die auf die Nerven drückte und eine Halbseitenlähmung verursachte. Der Arzt sagte, wenn die Flüssigkeit nicht rechtzeitig operativ entfernt würde, könnte ich sterben. Aber meine Familie konnte sich die Operation nicht leisten, also brachten sie mich einfach zurück ins Arbeitslager. Auf dem Rückweg hörte ich sie undeutlich sagen: „Sie kann sich keine Behandlung leisten, aber wir können sie hier nicht sterben lassen. Wir sollten ihr Haftverschonung aus medizinischen Gründen gewähren.“ Mein Gedächtnis setzte immer wieder aus, und ich machte mir um nichts übermäßig Sorgen. Ich wusste nur, dass ich an Gott glaubte, und vertraute mein Leben und meinen Tod Gott an.

Als ich ins Lager zurückkam, steckten sie mich in eine andere Zelle, und ich konnte keinen Kontakt mehr zu den Schwestern aufnehmen, mit denen ich zusammen gewesen war. Ich litt in dieser Zeit großen Schmerz. Ich saß nur auf meinem Bett und starrte auf die Tür, in der Hoffnung, eine Schwester zu sehen. Als ich bei den Schwestern war, hatten sie oft mit mir über Gottes Worte Gemeinschaft gehalten und mich ermutigt, aber jetzt fühlte ich mich so einsam und verloren. Mein Gehirn funktionierte nicht richtig, ich konnte mich nicht an Gottes Worte erinnern und die Schwestern nicht mehr hören, wie sie mit mir darüber Gemeinschaft hielten – wollte Gott mich nicht mehr? Der Schmerz war unerträglich, und ich fragte mich, welchen Sinn mein Leben ohne Gott noch hatte. Dann wollte ich nur noch sterben. Ich hörte auf zu essen. Jemand aus der Zelle ging Xin Ming suchen, und sie kam zu mir, als die Aufseherin nicht da war. Ich war so glücklich, sie zu sehen. Sie kam zu meinem Bett und tätschelte mir die Schulter. Während sie mir half, indem sie meine Hand und meinen Arm rieb, fragte sie: „Warum isst du nichts? Tut das deiner Gesundheit gut?“ Unter Tränen sagte ich: „Ich … habe … dich … vermisst. Sie … haben … mich hierhergebracht …, hier ist … niemand, … der mit mir Gemeinschaft … über Gottes Worte … hält. Ich bin … so … einsam. Will Gott … mich nicht mehr … haben? Mein Leben … hat … keinen Sinn … mehr.“ Xin Ming tröstete mich und sagte: „Gott will uns immer noch. Er wartet nur darauf, dass wir für Ihn Zeugnis ablegen! Wir müssen durchhalten!“ Dann zitierte sie eine Hymne aus Gottes Worten für mich: „Ich bin entschlossen, Gott zu lieben“: „Alle Angelegenheiten, alles – es liegt alles in Deinen Händen; mein Schicksal liegt in Deinen Händen, und Du hältst mein Leben in Deiner Hand. Jetzt strebe ich danach, Dich zu lieben, und ungeachtet dessen, ob Du mich Dich lieben lässt, ungeachtet dessen, wie Satan sich einmischt, bin ich entschlossen, Dich zu lieben. Ich bin selbst willens, nach Gott zu suchen und Ihm zu folgen. Selbst wenn Gott mich jetzt verlassen will, werde ich Ihm dennoch folgen. Ob Er mich will oder nicht, ich werde Ihn dennoch lieben, und letzten Endes muss ich Ihn gewinnen. Ich opfere Gott mein Herz, und was immer Er auch tut, ich werde Ihm mein ganzes Leben lang folgen. Ganz gleich, was geschieht, ich muss Gott lieben und muss Ihn gewinnen. Ich werde nicht ruhen, bis ich Ihn gewonnen habe(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wahre Liebe zu Gott kommt aus dem Herzen). Xin Ming sagte zu mir: „Wir müssen wahren Glauben an Gott haben! Egal, was mit uns geschieht, wir müssen Ihm bis zum Ende folgen. Die Entschlossenheit, die wir vorher hatten, darf nicht wanken. Nur das ist wahre Liebe zu Gott und wahrer Glaube. Jetzt ist die Situation anders und die Schwestern sind nicht hier, also denkst du, Gott will dich nicht mehr. Missverstehst du Gott nicht? Wo ist dein Glaube? Gott hat diese Situation für uns arrangiert in der Hoffnung, dass wir in unserem Zeugnis für Ihn standhaft bleiben. Wir müssen an unserem Glauben an Gott festhalten!“ Nach Xin Mings gemeinschaftlichem Austausch wusste ich, dass es nicht so war, dass Gott mich nicht mehr wollte. Ich wusste, dass ich durchhalten musste und kein Feigling sein durfte. Ich musste Gott bis zum Ende folgen, egal was geschah. Ich schöpfte wieder Hoffnung, mein Herz erhellte sich, und ich war wieder glücklich. Als Xin Ming gehen wollte, ergriff ich ihre Hand, weil ich sie nicht loslassen wollte, und sagte: „Ich … will … Gottes Worte … hören.“ Sie sagte, sie würde wiederkommen, um mich zu sehen, und schärfte mir ein, mehr zu Gott zu beten, wenn es schwierig wird; Gott würde mich hören. Nachdem sie gegangen war, betete ich zu Gott: „Lieber … Gott, ich fühle … mich … so … allein, hier … ist … niemand, mein … Gehirn … funktioniert nicht … richtig. Ich will … Deine Worte … hören. Bitte … schick mir … jemanden, ich will … Deine Worte … hören.“

Am Tag nachdem ich dieses Gebet gesprochen hatte, sagte die Abteilungsleiterin: „Chen, hier ist eine Zellengenossin für dich. Sie kann dir Gesellschaft leisten.“ Als ich sah, dass es Schwester He Li war, war ich außer mir vor Freude! Ich wusste, dass Gott mein Gebet erhört hatte. He Li freute sich auch, mich zu sehen. Sie umarmte mich und sagte: „Ich habe gehört, du wurdest bei den Schlägen schwer verletzt. Ich wollte dich unbedingt sehen, und jetzt sehe ich dich endlich!“ He Li kümmerte sich jeden Tag aufmerksam um mich, half mir bei den Übungen, unterhielt sich mit mir und hielt oft Gemeinschaft mit mir über Gottes Worte, um mich zu ermutigen und zu trösten. Mit der Zeit begann mein Verstand wieder zu reagieren, und ich konnte mit ihr interagieren. Eines Tages schaute ich auf meine Hände und sagte zu He Li: „Wann … wird es mir … besser gehen? Wird es … wieder gut?“ Daraufhin hielt sie mit mir Gemeinschaft: „Hat Gott nicht diese Worte gesagt? ‚Der Allmächtige Gott ist ein allmächtiger Arzt! In der Krankheit zu verweilen, bedeutet krank zu sein, aber im Geist zu verweilen, bedeutet gesund zu sein. Solange du auch nur einen Atemzug hast, wird Gott dich nicht sterben lassen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). ‚Während Menschen Prüfungen durchmachen, ist es normal, dass sie schwach sind, im Inneren negativ sind, Gottes Absichten nicht verstehen oder es ihnen an Klarheit in Bezug auf den Weg der Praxis fehlt. Doch in jedem Fall musst du an Gottes Werk glauben und darfst, wie Hiob, Gott nicht verleugnen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Wir müssen nach Gottes Worten leben und dürfen nicht verzweifeln. Gott ist allmächtig, und ob wir von Krankheiten genesen, liegt in Seiner Hand. Wir dürfen auf keinen Fall hadern! Hiob hat selbst in solch gewaltigen Prüfungen nie den Glauben an Gott verloren, also müssen wir an Gottes Worte glauben und wahres Vertrauen in Ihn haben!“ Ich war so glücklich, das zu hören. Ich fand Gottes Worte großartig.

Es war ungefähr im Dezember, als es mir etwas besser ging. Ich wusch mir gerade die Füße, als ich plötzlich bemerkte, dass mein rechtes Bein und mein rechter Fuß weiß waren. Meine Zehennägel an diesem Fuß waren seit sechs Monaten nicht gewachsen. Das war mir nie zuvor aufgefallen. Ich dachte: „Mein Arm und mein Bein zeigen keine Anzeichen einer Besserung. So wie sie aussehen, werde ich sicher sterben. Ich bin erst 41. Werde ich wirklich so sterben?“ Mir wurde schwer ums Herz und ich betete zu Gott: „Lieber Gott, ich wurde wegen meines Glaubens an Dich verhaftet. Selbst wenn ich sterbe, werde ich es nicht bereuen. Wenn ich weiterleben darf, werde ich weiter an Dich glauben!“ Diese Worte betete ich immer wieder in meinem Herzen. Nach dem Gebet spürte ich, wie ein warmer Schwall durch meinen Körper strömte. Das hatte ich noch nie gefühlt. Am nächsten Tag, als He Li mir zur Toilette half, stellte ich fest, dass ich mein rechtes Bein ein wenig anheben konnte. Zuvor hatte He Li mein Bein immer über die Schwelle heben müssen, wenn ich zur Toilette ging. Dieses Mal wollte sie sich gerade bücken, aber bevor sie nach meinem Bein greifen konnte, schaffte ich es selbst! Als wir das sahen, waren wir beide außer uns vor Freude, und ich war Gott so dankbar. Am 26. Dezember wurde meine Haftverschonung aus medizinischen Gründen genehmigt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Damals konnten nur zwei Personen Haftverschonung aus medizinischen Gründen erhalten, aber es gab drei schwerkranke Menschen im Gefängnis. Deshalb war ich überrascht, dass ich sie bekam. Die Aufseherin sagte: „Chen, Ihr Mann ist hier, um Sie abzuholen. Sie können nach Hause gehen. Sie werden ein Jahr Strafe zu Hause verbüßen. Sie dürfen das Evangelium nicht predigen, und wir werden Ihre lokale Regierung benachrichtigen, um ein Auge auf Sie zu haben.“ Ich war so glücklich. Xin Ming freute sich auch für mich. Sie half mir eilig, meine Sachen zu packen, und stützte mich auf dem Weg aus dem Tor. Mein Mann musste dem Arbeitslager eine Kaution von 2.000 Yuan zahlen, bevor ich diese Hölle auf Erden verlassen konnte.

Als ich nach Hause kam, konnte ich nur noch im Bett liegen. Ich konnte weder Arme noch Beine bewegen. Ich fühlte mich wie ein nasser Sack. Dieses Jahr zu Hause war wirklich hart. Wir hatten über 10.000 Yuan Schulden. Selbst das Geld für meine Haftverschonung mussten wir uns leihen. Ich konnte keine Behandlung bekommen, da wir kein Geld hatten. Manchmal litt ich, weil ich in meiner Krankheit versank, aber ich wusste, dass alles in Gottes Händen lag und es an Ihm war, ob es mir besser gehen würde oder nicht. Gott ist mein größter Halt. Ich betete oft zu Gott und wurde allmählich geistlich stark. Zu dieser Zeit sehnte ich mich danach, Gottes Worte zu lesen, aber weil die KPCh mich immer noch beobachtete, konnten die Brüder und Schwestern keinen Kontakt zu mir aufnehmen. Meine Mutter war gläubig und brachte mir eine handgeschriebene Abschrift von Gottes Worten. Ich war außer mir vor Freude und nahm sie ihr schnell ab. Ich las sie immer und immer wieder. Obwohl ich mir nichts davon merken konnte, konnte ich es verstehen. Ich fühlte eine tiefe Freude und Gelassenheit und dachte nicht darüber nach, ob ich leben oder sterben würde. Solange ich Gottes Worte lesen konnte, war ich zufrieden. Nach zwei oder drei Monaten konnte ich mit Unterstützung wieder humpeln, ohne Medikamente zu nehmen oder Spritzen zu bekommen, und ich konnte wieder alleine essen.

Eines Tages im Jahr 2004 sah ich ein in Papier gewickeltes Päckchen in meiner Schublade. Als ich es öffnete, sah ich eine Musikkassette mit Bandsalat, und dachte bei mir: „Ist das eine Kassette mit Hymnen?“ Ich bat meinen Sohn, sie zu entwirren und in den Kassettenrekorder zu legen. Zu meiner Überraschung ließ sie sich noch abspielen. Ich war so aufgeregt, als ich die Hymnen über Gottes Worte hörte! Danach hörte ich diese Hymnen jeden Tag, immer und immer wieder, und mein Herz wurde mit jedem Mal Hören heller. Besonders inspiriert fühlte ich mich, als ich das „Lied der Überwinder“ hörte: „Habt ihr jemals die Segnungen angenommen, die für euch vorbereitet wurden? Habt ihr jemals nach den Verheißungen gestrebt, die euch gelten? Unter der Führung Meines Lichtes werdet ihr den Würgegriff der Mächte der Finsternis durchbrechen. Ihr werdet inmitten der Dunkelheit nicht die Führung des Lichts verlieren. Ihr werdet die Herren aller Dinge sein. Ihr werdet vor Satan Überwinder sein. Beim Niedergang des Landes des großen roten Drachen werdet ihr als Beweis für Meinen Sieg inmitten der unzähligen Menschen stehen. Im Lande Sinim werdet ihr standhaft und unerschütterlich sein. Durch die Leiden, die ihr ertragt, werdet ihr Meine Segnungen erben und ihr werdet Mein Licht der Herrlichkeit innerhalb des ganzen Universums ausstrahlen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 19). Ich verstand, dass Gottes Werk der letzten Tage darin besteht, die Verfolgung durch den großen roten Drachen zu nutzen, um eine Gruppe von Überwindern zu perfektionieren. Ich hatte zwar einiges an Härte durchgemacht, und man hatte mich zum Krüppel gemacht, doch mein Glaube wurde durch dieses Umfeld perfektioniert, und ich konnte dank der Führung durch Gottes Worte standhaft bleiben. Nachdem man mich verkrüppelt hatte, hatte ich nicht nur mein Gedächtnis verloren, sondern konnte nicht einmal mehr für mich selbst sorgen. Immer wieder überkamen mich Negativität und Schwäche, und nur weil Gott mir half, indem die Schwestern immer wieder mit mir Gemeinschaft über Seine Worte hielten, fand ich den Glauben, diese schwere Situation durchzustehen. Das zeigte mir, dass Gottes Worte das Licht sind, die den Menschen jederzeit den Weg erhellen und ihnen eine Richtung weisen können. Obwohl mein Fleisch etwas litt, als ich diese Situation durchmachte, konnte ich dadurch die Wahrheit verstehen, mein Glaube an Gott wuchs, und ich gewann eine gewisse Erkenntnis über Gottes Allmacht und Herrschaft. Mein Leiden war so bedeutungsvoll gewesen! Gottes Worte motivierten mich, und mein Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Ein großer Teil meines Gedächtnisses kehrte zurück, und ich konnte wieder zusammenhängend sprechen. Bis 2005 konnte ich wieder langsam gehen. Ende des Jahres fuhr ich allein mit dem Zug zu meiner jüngeren Schwester in eine andere Stadt und predigte ihr das Evangelium des Allmächtigen Gottes. Als meine Verwandten sahen, wie gut ich mich erholt hatte, sagten einige: „Es gibt wirklich einen Gott!“ Andere sagten: „Dein Gott ist wirklich allmächtig!“ Auch die Schwiegermutter meiner älteren Schwester nahm Gottes Evangelium der letzten Tage an, nachdem sie meine Erfahrung gehört hatte. Später heilte mein Zustand vollständig aus. Mein Bein war nicht mehr gelähmt, und ich konnte wieder ein normales Leben führen. Die Leute um mich herum staunten, wie schnell ich mich erholte. Einmal traf ich auf der Straße zufällig Xin Ming, und meine Freude war unbeschreiblich. Ich umarmte sie sofort, und wir waren so bewegt, dass wir weinten. Als ich 2018 eine Nachuntersuchung hatte, schaute der Arzt lange überrascht auf mein Röntgenbild und sagte, dass das Hämatom in meinem Kopf bereits verkalkt und damit abgeheilt sei. Dass das Hämatom nach meiner schweren Hirnverletzung ohne jegliche Behandlung verkalkt war, war wirklich ein Wunder! Als ich den Arzt das sagen hörte, dankte ich Gott von ganzem Herzen! Nachdem ich gelähmt gewesen und fast gestorben wäre, hatte ich mich langsam soweit erholt, dass ich wieder ein ganz normales Leben führen konnte – das hätte sich niemand vorstellen können.

Durch diese Erfahrung erkannte ich, dass Gott alle Dinge lenkt und dass Leben und Tod der Menschen in Seinen Händen liegen. Genau wie Gott sagt: „Das Herz und der Geist des Menschen befinden sich in Gottes Hand, und alles in seinem Leben wird von Gottes Augen erblickt. Unabhängig davon, ob du all das glaubst oder nicht, werden sich sämtliche Dinge, ob lebendig oder tot, im Einklang mit Gottes Gedanken verlagern, verändern und erneuern und sie werden verschwinden. Das ist die Art und Weise, auf die Gott über alle Dinge herrscht(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Mein Glaube an Gott ist durch diese besondere Erfahrung sehr gewachsen. Gott hat mir ein zweites Leben gegeben. Egal, welcher Verfolgung oder Drangsal ich in Zukunft auch ausgesetzt sein mag, ich werde immer standhaft in meinem Glauben bleiben, Gott folgen und meine Pflicht gut ausführen, um Seine Liebe zu erwidern.

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