61. Ich lasse mich nicht mehr von meinem schlechten Kaliber einschränken
2021 erfüllte ich in der Kirche Textarbeiten, aber Anfang 2022 wurde ich einer anderen Pflicht zugewiesen. Als ich einige Zeit später über mich nachdachte, erkannte ich, dass ich aufgrund meiner ernsthaft verdorbenen Disposition und weil ich ständig an meinen eigenen Ansichten festhielt, meine Pflicht nicht maßstabsgerecht ausgeführt hatte. Einige Monate später baten mich die Leiter, wieder eine Pflicht in der Textarbeit zu tun. Eines Tages erfuhr ich zufällig, dass ich zuvor wegen meines schlechten Kalibers neu zugewiesen worden war und die Kirche es nur aufgrund der gestiegenen Menge an Textarbeit und des Mangels an Mitarbeitern für Textarbeiten veranlasst hatte, dass ich zurückkomme. Als ich das hörte, war ich sehr bekümmert und dachte: „Ich dachte ursprünglich, sie hätten mich diesmal wieder hierhergeholt, weil ich ein gewisses Kaliber habe und dieser Pflicht gewachsen bin, aber ich hätte nicht erwartet, dass die Brüder und Schwestern mich so einschätzen. Anscheinend ist es egal, wie sehr ich mich bei dieser Pflicht anstrenge, es wird nichts bringen. Die Brüder und Schwestern, die gerade erst mit der Textarbeit angefangen haben, haben ein gutes Kaliber und werden mich nach etwas Förderung übertreffen. Ich schufte in dieser Pflicht nur vorübergehend. Brüder und Schwestern mit gutem Kaliber können bei ihrer Arbeit eine wichtige Rolle spielen und haben eine größere Hoffnung auf Errettung. Aber mein schlechtes Kaliber bedeutet, dass ich keine wichtige Arbeit bewältigen kann und jederzeit neu eingeteilt werden könnte. Wie kann ich da noch Hoffnung auf Errettung haben? Mir würde es mehr bringen, wenn ich stattdessen das Evangelium predigen und Neulinge bewässern würde. Bei der Evangeliumsarbeit kann ich zumindest einige gute Taten vorbereiten und habe etwas Hoffnung, zu überleben.“ Bei diesen Gedanken wurde ich sehr niedergeschlagen und bereute sogar, zur Textarbeit zurückgekehrt zu sein.
Später erkannte ich, dass ich mich in einem falschen Zustand befand, also trat ich vor Gott, um zu beten: „Gott, ich habe die Schwestern sagen hören, dass ich zuvor in meiner Pflicht wegen meines schlechten Kalibers neu eingeteilt wurde. Ich bin so traurig, aber ich weiß, dass ich nicht negativ sein oder Dich missverstehen sollte. Ich bitte Dich, mich zu erleuchten, damit ich Deine Absicht verstehe und den Glauben habe, mich zu verbessern und weiterzukommen.“ In diesem Moment fiel mir ein Abschnitt aus Gottes Worten ein: „Gott wünscht sich für alle, dass sie perfektioniert werden, um schließlich von Ihm gewonnen zu werden, um ganz von Ihm gereinigt zu werden und zu Menschen zu werden, die Er liebt. Es spielt keine Rolle, ob Ich sage, dass ihr rückständig seid oder dass ihr ein schwaches Kaliber aufweist – das ist alles Tatsache. Dass Ich das sage, beweist jedoch nicht, dass Ich beabsichtige, euch den Rücken zu kehren, dass Ich Meine Hoffnung in euch verloren habe, geschweige denn, dass Ich euch nicht retten will. Heute bin Ich gekommen, um das Werk eurer Errettung zu vollbringen, das heißt, dass das Werk, das Ich verrichte, eine Fortsetzung des Werks der Errettung ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, perfektioniert zu werden: Unter der Voraussetzung, dass du bereit bist und danach strebst, wirst du am Ende in der Lage sein, dieses Ergebnis zu erreichen, und keinem von euch wird der Rücken gekehrt werden. Wenn du von schwachem Kaliber bist, werden Meine Anforderungen an dich deinem schwachen Kaliber entsprechen. Wenn du von hohem Kaliber bist, dann werden Meine Anforderungen an dich deinem hohen Kaliber entsprechen. Wenn du unwissend und des Lesens und Schreibens unkundig bist, werden Meine Anforderungen an dich diesem entsprechen. Wenn du des Lesens und Schreibens kundig bist, werden Meine Anforderungen an dich der Tatsache entsprechen, dass du des Lesens und Schreibens kundig bist. Wenn du alt bist, werden Meine Anforderungen an dich deinem Alter entsprechen. Wenn du fähig bist, deine Pflicht als Gastgeber auszuführen, werden Meine Anforderungen an dich entsprechend sein. Wenn du sagst, dass du keine Gastgeberpflicht ausführen kannst und du nur eine bestimmte Funktion ausführen kannst, sei es das Predigen des Evangeliums oder dich um die Kirche zu kümmern oder dich anderer allgemeiner Angelegenheiten anzunehmen, werde Ich dich entsprechend der Funktion, die du ausführst, perfektionieren. Bis zum Schluss treu zu sein, sich bis zum Schluss zu unterwerfen und bestrebt zu sein, Gott bis aufs Äußerste zu lieben – diese Dinge sind es, die du erreichen musst, nur diese drei Dinge, und es gibt keine besseren Praktiken als diese“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Gottes Worte haben mich wirklich berührt. Gott hat für jeden die Gelegenheit vorbereitet, gerettet zu werden, und ungeachtet dessen, ob das Kaliber eines Menschen schlecht oder gut ist, oder ob man alt oder jung ist, stellt Gott an jeden Menschen Anforderungen entsprechend seiner tatsächlichen Größe und seines Kalibers und arrangiert für jeden einzelnen passende Pflichten. Ganz gleich, welche Pflicht jemand tut, solange die Leute nach der Wahrheit streben und Gott treu sind, wird Gott jedem gleichermaßen Seine Errettung zuteilwerden lassen und niemanden bevorteilen. Ich dachte an den Bruder in dem Erfahrungszeugnisvideo „Auch ältere Menschen können noch Zeugnis für Gott ablegen“. Obwohl er sehr alt war und eine Krankheit hatte, gab er bei seiner Pflicht als Gastgeber sein Bestes und übte sich darin, Erfahrungsartikel zu schreiben, um für Gott Zeugnis abzulegen. Er war in der Lage, einige Wahrheiten zu verstehen, und sein Leben zeigte Fortschritte. Das zeigt, wie fair und gerecht Gott ist. Gott stellt an jeden Menschen Anforderungen entsprechend seinem Hintergrund, seiner Größe und seinem Kaliber, und Er versucht nicht, es irgendjemandem schwer zu machen. Aber ich verstand Gottes Absicht nicht und dachte fälschlicherweise, dass nur Menschen mit gutem Kaliber errettet werden könnten und jene mit schlechtem Kaliber nicht. Und als ich dann erfuhr, dass die Brüder und Schwestern mein Kaliber als schlecht einschätzten und dass ich der Textarbeit nicht gewachsen war, hatte ich das Gefühl, keine große Rolle in der Kirche spielen zu können, dass Gott mich nicht mögen würde und dass ich keine Hoffnung auf Errettung hätte. Ich bereute sogar, dass ich zurück zur Textarbeit gekommen war. Ich lebte gefangen in meinen Auffassungen und Einbildungen, verstand Gott falsch und war wirklich töricht und unvernünftig! In Wahrheit weiß Gott, wie mein Kaliber ist, und die Brüder und Schwestern wussten es auch. Da die Kirche es veranlasst hatte, dass ich Textarbeit tue, sollte ich mich unterwerfen, mein Bestes geben, mit dem zu arbeiten, was ich verstehe und kann, und mit reinem Gewissen handeln. Genau das sollte ich tun. Ich durfte wegen meines schlechten Kalibers nicht weiterhin niedergeschlagen sein.
Danach begann ich zu suchen und fragte mich: „Warum war ich so niedergeschlagen und so bestürzt, als ich von meinem schlechten Kaliber erfuhr?“ Ich las Gottes Worte: „Wenn manche Menschen einen höhergestellten Leiter sagen hören, dass sie kein geistliches Verständnis haben, fühlen sie, dass sie nicht fähig sind, die Wahrheit zu verstehen, dass Gott sie sicher nicht will, dass sie keine Hoffnung auf Segnungen haben; doch obwohl sie sich traurig fühlen, sind sie immer noch in der Lage, ihre Pflicht normal auszuführen – solche Menschen haben ein wenig Vernunft. Wenn manche Menschen jemanden sagen hören, dass sie kein geistliches Verständnis haben, werden sie negativ und wollen ihre Pflicht nicht mehr tun. Sie denken: ‚Du sagst, ich habe kein geistliches Verständnis – bedeutet das nicht, dass ich keine Hoffnung auf Segnungen habe? Da ich in Zukunft keine Segnungen bekommen werde, wofür glaube ich dann noch? Ich werde nicht akzeptieren, dass man von mir verlangt, einen Dienst zu erweisen. Wer würde sich für dich umsonst abmühen? So dumm bin ich nicht!‘ Besitzen solche Menschen Gewissen und Vernunft? Sie genießen so viel Gnade von Gott und wissen doch nicht, dass sie diese vergelten sollen, und sie wollen nicht einmal einen Dienst erweisen. Solche Leute sind erledigt. Sie können nicht einmal bis zum Ende einen Dienst erweisen und haben keinen wahren Glauben an Gott; sie sind Ungläubige. Wenn sie ein aufrichtiges Herz für Gott und wahren Glauben an Gott haben, dann wird dies ihnen, egal wie sie bewertet werden, nur ermöglichen, sich selbst wahrhaftiger und genauer zu erkennen – sie sollten diese Angelegenheit richtig angehen und ihre Nachfolge Gottes oder die Ausführung ihrer Pflicht davon nicht beeinflussen lassen. Selbst wenn sie keine Segnungen empfangen können, sollten sie dennoch bereit sein, bis zum Ende einen Dienst für Gott zu erweisen, und dies gerne und ohne Klagen tun, und sie sollten sich Gottes Orchestrierung aller Dinge ausliefern – nur dann werden sie jemand mit Gewissen und Vernunft sein. Ob ein Mensch Segnungen empfängt oder Unglück erleidet, liegt in Gottes Händen, Gott herrscht darüber und arrangiert dies, und es ist nichts, was Menschen erbitten oder durch eigene Anstrengung erreichen könnten. Stattdessen hängt es davon ab, ob diese Person Gottes Worten gehorchen, die Wahrheit annehmen und ihre Pflicht gemäß Gottes Anforderungen gut erfüllen kann – Gott wird jeden Menschen entsprechend seiner Taten entlohnen. Wenn jemand dieses bisschen Aufrichtigkeit besitzt und all seine Kraft, die er aufbringen kann, der Pflicht widmet, die er tun sollte, dann ist das genug, und er wird Gottes Anerkennung und Segnungen erlangen“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 12: Wenn sie keinen Status haben oder nicht darauf hoffen können, Segnungen zu erhalten, wollen sie sich zurückziehen). „Antichristen glauben an Gott einzig und allein, um Profit und Segnungen zu erlangen. Selbst wenn sie ein gewisses Leid ertragen oder einen gewissen Preis zahlen, geschieht das alles, um mit Gott zu feilschen. Ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen und Belohnungen zu erlangen, sind immens, und sie klammern sich fest daran. Sie akzeptieren keine der vielen Wahrheiten, die Gott kundgetan hat. In ihrem Herzen denken sie immer, dass es beim Glauben an Gott nur darum geht, Segnungen zu erlangen und sich einen guten Bestimmungsort zu sichern, dass dies der höchste Grundsatz ist und dass nichts ihn übertrumpfen kann. Sie sind der Meinung, dass Menschen nicht an Gott glauben sollten, es sei denn, um Segnungen zu erlangen, und dass der Glaube an Gott ohne Segnungen weder Bedeutung noch Wert hätte, dass er seine Bedeutung und seinen Wert verlieren würde. Wurden diese Ideen den Antichristen von jemand anderem eingepflanzt? Sind sie auf die Erziehung oder den Einfluss von jemand anderem zurückzuführen? Nein, sie sind durch die angeborene Wesensnatur der Antichristen bestimmt, die niemand ändern kann. Obwohl der menschgewordene Gott heute so viele Worte spricht, akzeptieren die Antichristen keines davon, sondern widersetzen sich ihnen und verurteilen sie. Die Natur dessen, dass sie der Wahrheit abgeneigt sind und sie hassen, kann sich niemals ändern. Wenn sie sich aber nicht ändern können, was zeigt das? Es zeigt, dass ihre Natur niederträchtig ist. Hier geht es nicht darum, ob man nach der Wahrheit strebt oder nicht; dies ist eine niederträchtige Disposition und bedeutet, dreist gegen Gott zu wettern und sich gegen Ihn zu stellen. Dies ist die Wesensnatur der Antichristen; es ist ihr wahres Gesicht“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 7: Sie sind niederträchtig, heimtückisch und hinterlistig (Teil 2)). Dank der Enthüllung durch Gottes Worte fand ich die Wurzel des Problems. Es stellte sich heraus, dass hinter meiner Negativität und meinen Missverständnissen falsche Ansichten darüber standen, wonach ich streben sollte. Ich behandelte das Streben nach Segnungen durch den Glauben an Gott als ein legitimes Ziel für mein Streben, und als mein Verlangen nach Segnungen nicht erfüllt wurde, war ich entmutigt und enttäuscht, wurde negativ und litt darunter. Als man mein Kaliber als schlecht und mich als für die Textarbeit ungeeignet einstufte, dachte ich, das wäre mein Ende, dass, egal wie sehr ich auch strebte, es alles nichts bringen würde und dass ich früher oder später ausgemustert werde. Infolgedessen lebte ich in einem negativen Zustand und hatte keine Motivation mehr, meine Pflichten zu tun. Ich erkannte, dass ich meine Pflichten nur tat, um Segnungen zu erlangen, und dass ich nach den satanischen Philosophien „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Wenn es ihnen keinen Nutzen bringt, rühren sie keinen Finger“ lebte. Bei allem, was ich tat, ging es mir nur um meinen „Profit“. Wenn etwas für meine Zukunft von Vorteil war oder Segen bringen konnte, war ich bereit, es zu tun, und war zudem auch in der Lage, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Wenn mir etwas jedoch keinen Nutzen brachte, war ich nicht bereit, es zu tun, und wollte es sogar vermeiden oder ablehnen. Mir wurde klar, dass ich wirklich egoistisch und gewinnorientiert war! Als ich auf die Zeit zurückblickte, in der ich anfing, an Gott zu glauben, erkannte ich, dass ich allem entsagt hatte, um Gott zu folgen, damit ich ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort bekomme. Ganz gleich, welche Pflichten die Kirche mir zuteilte, ich konnte sie annehmen und mich ihnen unterwerfen, und ich war fähig, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Ich dachte, ich würde gerettet werden und überleben, und so hatte ich grenzenlose Energie. Aber als die Brüder und Schwestern mein Kaliber als schlecht einschätzten, hatte ich das Gefühl, keine Chance mehr zu haben, befördert oder gefördert zu werden, und keine wichtige Arbeit leisten zu können, und ich dachte, dass sie mich letztendlich ausmustern würden. Also wurde ich negativ, hegte Missverständnisse und war nicht mehr bereit, weiterhin Textarbeit zu machen. Obwohl es so aussah, als würde ich an Gott glauben und Ihm folgen, lag mein Fokus immer noch auf meiner Zukunft und meinem Schicksal. Ich wollte meine Pflichtausführung gegen ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort eintauschen und versuchte dabei, mit Gott zu feilschen und Ihn zu täuschen. Ich beschritt den Weg eines Antichristen! Als ich diese Dinge erkannte, fühlte ich mich sehr schuldig. Ich dachte daran, wie die Kirche veranlasst hatte, dass ich Textarbeit mache, und mir die Gelegenheit gegeben hatte, mich in meinen Pflichten zu üben, und ich erkannte, dass Gott mir hier Seine Gnade schenkte! Aber mir kam es weder in den Sinn, dankbar zu sein noch Gottes Liebe zu vergelten. Stattdessen wollte ich immer nur versuchen, mit Gott zu feilschen. Ich hatte nicht einmal das Gewissen und die Vernunft, die ein Mensch haben sollte. Mir fehlte es wirklich an Menschlichkeit! Ich fühlte mich Gott gegenüber zutiefst in der Schuld, hasste mich dafür, so tief verdorben zu sein, und wollte nicht länger in dieser Negativität verharren.
Später dachte ich weiter nach und überlegte: „Als die Brüder und Schwestern sagten, ich hätte ein schlechtes Kaliber, war ich niedergeschlagen und traurig. Das hatte noch einen anderen Grund, und zwar, dass ich nicht beurteilen konnte, was ein gutes und was ein schlechtes Kaliber ist, und dass ich nicht richtig mit mir selbst umgehen konnte.“ Ich las Gottes Worte: „Wie sollte das Kaliber eines Menschen bemessen werden? Anhand des Grades, in dem er Gottes Worte und die Wahrheit begreift. Das ist die genaueste Vorgehensweise. Manche Menschen sind wortgewandt, scharfsinnig und besonders geschickt im Umgang mit Menschen. Aber wenn sie sich Predigten anhören, ergeben diese für sie nie einen Sinn, egal wie sehr sie sich bemühen, und wenn sie Gottes Worte lesen, können sie diese nicht verstehen. Wenn sie ihr Erfahrungszeugnis teilen, handelt es sich dabei immer nur um Worte und Glaubenslehren; sie wirken wie bloße Laien, und andere Leute haben das Gefühl, dass sie kein spirituelles Verständnis haben. Das sind Menschen mit dürftigem Kaliber“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht zu erfüllen, ist es am wichtigsten, die Wahrheit zu verstehen). „Ob es nun darum geht, die Wahrheit zu begreifen oder einen Beruf oder Fachkenntnisse zu erlernen, Menschen mit gutem Kaliber können die darin enthaltenen Grundsätze erfassen, den Dingen auf den Grund gehen und die Wirklichkeit und das Wesen dieser Dinge identifizieren. So kommen sie bei allem, was sie tun, bei jeder Arbeit, mit der sie sich befassen, zu einem korrekten Urteil und legen die richtigen Standards und Grundsätze fest. Das ist gutes Kaliber. Menschen mit gutem Kaliber sind in der Lage, die verschiedenen Arbeitsaufgaben des Hauses Gottes zu kontrollieren. Wer ein mittelmäßiges oder dürftiges Kaliber hat, ist zu so einer Arbeit unfähig. Keinesfalls verhält es sich so, dass Gottes Haus manche Menschen bevorzugt oder geringschätzt oder Menschen unterschiedlich behandelt – es ist nur so, dass viele Menschen aufgrund ihres Kalibers keine Kontrollen durchführen können. Warum können sie keine Kontrollen durchführen? Was ist die eigentliche Ursache? Sie verstehen die Wahrheit nicht. Und warum verstehen sie die Wahrheit nicht? Weil ihr Kaliber mittelmäßig oder sogar sehr dürftig ist. Das ist der Grund dafür, dass die Wahrheit ihren Horizont übersteigt und sie die Wahrheit nicht verstehen können, wenn sie sie hören. Manche können die Wahrheit nicht verstehen, weil sie nicht aufmerksam zuhören, oder sie sind jung und haben bis jetzt keine Vorstellung vom Glauben an Gott und kein großes Interesse daran. Doch das sind nicht die Hauptgründe. Der Hauptgrund ist ihr unzureichendes Kaliber. Bei Menschen mit schlechtem Kaliber ist es so, dass sie, egal, worin ihre Pflicht besteht oder wie lange sie die Arbeit bereits tun, egal, wie viele Predigten sie hören oder wie man mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hält, trotzdem nichts begreifen können. Sie zögern die Ausführung ihrer Pflicht hinaus, verpfuschen alles und erreichen nichts. Bei manchen, die als Teamleiter dienen und einige Arbeiten kontrollieren, ist es so, dass sie die Grundsätze anfangs nicht erfassen, nachdem sie die Verantwortung für die Arbeit übernommen haben. Nach mehreren Misserfolgen verstehen sie schließlich die Wahrheit und begreifen die Grundsätze, indem sie suchen und Fragen stellen. Anhand dieser Grundsätze können sie dann Kontrollen durchführen und die Arbeit allein schultern. Das bedeutet, Kaliber zu haben. Was andere betrifft, kannst du ihnen alle Grundsätze erklären und ihnen sogar eingehend beschreiben, wie man sie umsetzt; sie scheinen zu verstehen, was du ihnen sagst, können aber die Grundsätze trotzdem nicht erfassen, wenn sie Dinge erledigen. Stattdessen verlassen sie sich auf ihre eigenen Ideen und Vorstellungen und glauben dabei, richtig zu liegen. Sie können jedoch nicht klar sagen und wissen nicht wirklich, ob das, was sie tun, mit den Grundsätzen übereinstimmt. Wenn der Obere ihnen Fragen stellt, geraten sie aus der Fassung und wissen nicht, was sie sagen sollen. Sie fühlen sich nur sicher, wenn der Obere Kontrollen durchführt und Orientierung bietet. Das weist darauf hin, dass ihr Kaliber sehr dürftig ist. Mit so einem dürftigen Kaliber können sie Gottes Anforderungen nicht zufriedenstellen bzw. den Wahrheitsgrundsätzen nicht gerecht werden, geschweige denn ihre Pflichten auf eine Weise ausführen, die den Anforderungen entspricht“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht zu erfüllen, ist es am wichtigsten, die Wahrheit zu verstehen). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Menschen mit gutem Kaliber die wesentlichen Punkte von Gottes Worten erfassen können, nachdem sie diese gehört haben, und durch diese Worten können sie die Wahrheit verstehen, über sich selbst nachdenken, Selbsterkenntnis erlangen und einen Weg der Praxis und des Eintritts finden. Darüber hinaus besitzen Menschen mit gutem Kaliber geistliches Verständnis und sind scharfsinnig. Wenn sie sich einer Situation gegenübersehen, können sie eigene Schlussfolgerungen ziehen und präzise nach den von Gott geforderten Grundsätzen praktizieren. Andererseits haben Menschen mit schlechtem Kaliber ein schwächeres Verständnis für die Wahrheit und sind weniger scharfsinnig, und egal, wie viele Predigten sie hören, ihr Lebenswachstum ist langsam. Sie tun sich schwer, die Grundsätze bei ihren Pflichten zu erfassen und halten sich oft nur an Vorschriften, und die Effektivität ihrer Pflichten ist etwas geringer. Während ich über Gottes Worte reflektierte, dachte ich über mich selbst nach: „Ich mache nun schon seit einigen Jahren Textarbeit und habe viele Grundsätze gehört, aber ich habe kaum Fortschritte gemacht. Besonders wenn ich etwas komplexeren Problemen gegenüberstehe, werde ich konfus und neige dazu, mich nur an die Vorschriften zu halten. Jedes Mal, wenn ich eine Aufgabe abschließe, ist immer noch Kontrolle und Führung durch die Leiter notwendig, und meine Arbeitseffizienz ist ziemlich gering.“ Erst da erkannte ich, dass ich tatsächlich ein schlechtes Kaliber hatte. Früher dachte ich, ich hätte ein gutes Kaliber, aber das war nicht anhand der Wahrheitsgrundsätze bemessen, sondern anhand meiner eigenen Auffassungen und Einbildungen. Obwohl ich einige Arbeiten erledigen konnte, bedeutete das nicht, dass ich ein gutes Kaliber hatte, sondern nur, dass ich durch die lange Ausübung dieser Arbeit etwas Erfahrung darin gesammelt hatte. Aber im Vergleich zu den Brüdern und Schwestern mit wirklich gutem Kaliber gab es bei mir ziemliche Mängel. An diesem Punkt gelangte ich zu einer korrekten Einschätzung meines tatsächlichen Kalibers und konnte in meinem Herzen die Bewertung der Brüder und Schwestern über mich annehmen und anerkennen. Obwohl mein Kaliber nicht besonders gut war, hatte mir die Kirche dennoch die Möglichkeit gegeben, Textarbeit zu machen. Gott erwies mir hier Seine Gnade. Ich durfte nicht gewissenlos sein und musste von mir aus arbeiten und meine Pflicht tun, um Gottes Liebe zu vergelten.
Danach las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten, durch die meine falsche Sichtweise, nach Segnungen zu streben, etwas korrigiert wurde. Gott sagt: „Er sah es als ein legitimes Ziel des Strebens an, Segnungen zu gewinnen. Inwiefern ist das falsch? Es widerspricht der Wahrheit völlig und stimmt nicht mit Gottes Absicht überein, Menschen zu erretten. Da der Gewinn von Segnungen kein legitimes Ziel für das Streben der Menschen ist, was ist dann ein legitimes Ziel? Nach der Wahrheit und einer Veränderung der Disposition zu streben, um fähig zu werden, sich allen Orchestrierungen und Anordnungen Gottes zu unterwerfen – das ist das Ziel, nach dem die Menschen streben sollten. Nehmen wir zum Beispiel an, du wirst zurechtgestutzt, und du entwickelst Auffassungen und Missverständnisse und bist unfähig, dich zu unterwerfen. Warum bist du unfähig, dich zu unterwerfen? Das liegt daran, dass du das Gefühl hast, dass sowohl die Zukunft, auf die du hoffst, als auch dein Traum, Segnungen zu gewinnen, infrage gestellt wurden; infolgedessen wirst du negativ und aufgebracht und willst deine Arbeit hinwerfen und deine Pflicht aufgeben. Was ist der Grund dafür? Der Grund ist, dass es ein Problem mit deinem Streben gibt. Wie sollte das dann gelöst werden? Du solltest deine falschen Ideen sofort aufgeben und sofort die Wahrheit suchen, um das Problem deiner verdorbenen Disposition zu lösen – das hat oberste Priorität. Du solltest sagen: ‚Ich kann nicht aufgeben. Ich muss die Pflicht erfüllen, die ein geschaffenes Wesen erfüllen sollte, und mein Verlangen, Segnungen zu erlangen, loslassen.‘ Wenn du das Verlangen nach Segnungen loslässt und den Weg des Strebens nach der Wahrheit beschreitest, fällt eine Last von deinen Schultern. Könntest du dann noch negativ sein? Auch wenn es immer noch Zeiten geben wird, in denen du negativ bist, wirst du dadurch nicht eingeschränkt werden. In deinem Herzen wirst du weiterhin beten und kämpfen und das Ziel deines Strebens vom Streben danach, Segnungen zu gewinnen und einen bestimmten Bestimmungsort zu haben, auf das Streben nach der Wahrheit verlagern. Du wirst bei dir denken: ‚Nach der Wahrheit zu streben, ist die Pflicht eines geschaffenen Wesens. Ich habe einige Wahrheiten verstanden, und das ist die größte Ernte, die größte aller Segnungen. Selbst wenn Gott mich nicht will, ich keinen guten Bestimmungsort bekomme und meine Hoffnungen, Segnungen zu gewinnen, zerstört werden, werde ich dennoch meine Pflicht gut tun. Das ist eine Verantwortung, der ich mich nicht entziehen kann. Was auch immer der Grund ist, ich kann absolut nicht zulassen, dass es sich auf die Erfüllung meiner Pflicht auswirkt, und ich kann nicht zulassen, dass es meine Ausführung von Gottes Auftrag beeinträchtigt. Das ist der Grundsatz, nach dem ich mich verhalte.‘ Überwindet dies nicht die Einschränkungen des Fleisches? Manche mögen sagen: ‚Aber was ist, wenn ich immer noch negativ bin?‘ Dann suche weiterhin die Wahrheit, um deine Negativität zu lösen. Ganz gleich, wie oft du in Negativität verfällst, alles, was du tun musst, ist, weiterhin die Wahrheit zu suchen, um sie zu lösen, und dich weiterhin um die Wahrheit zu bemühen – langsam wirst du aus deiner Negativität herauskommen. Wenn in deiner Erfahrung der Tag kommt, an dem du nicht mehr das Verlangen spürst, Segnungen zu gewinnen, und du nicht mehr von deinem Bestimmungsort und deinem Ergebnis eingeschränkt wirst, dann wirst du spüren, dass ein solches Leben viel entspannter und freier ist“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Praktizieren der Wahrheit ist der einzige Weg, um den Lebenseintritt zu gewinnen). In Gottes Worten fand das richtige Ziel für mein Streben. Man sollte nicht glauben, um Segnungen zu bekommen, sondern um nach der Wahrheit und einer Änderung der Disposition zu streben und es zu schaffen, sich Gott zu unterwerfen. Unabhängig davon, ob ich ein gutes Ergebnis oder einen guten Bestimmungsort haben werde, bin ich ein geschaffenes Wesen und als solches sollte ich mich Gott unterwerfen, Ihn anbeten und meine Pflicht erfüllen. Das ist die Vernunft, die ein geschaffenes Wesen besitzen sollte. Ich dachte an die elf Kriterien, die wir laut Gott für unsere Errettung erfüllen müssen; in einem davon heißt es: „Wenn du wirklich ein Dienender bist, kannst du Mir dann hingebungsvoll einen Dienst erweisen, ohne jegliche Spuren von Nachlässigkeit oder Negativität?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ein sehr ernstes Problem: Verrat (2)). Wenn ich darüber nachdenke, sollte die Ausführung meiner Pflicht wirklich nicht von meinen eigenen Begierden und Forderungen bestimmt sein. Ganz gleich, wie Gott die Dinge orchestriert, ich sollte mich unterwerfen, ohne zu versuchen, meine eigene Wahl zu treffen. Selbst wenn Gott sagt, dass ich eine Dienende bin, sollte ich Ihm dennoch treu einen Dienst erweiesn und meinen Platz als geschaffenes Wesen einnehmen. Dass ich bei dieser Gelegenheit von den Brüdern und Schwestern als jemand mit schlechtem Kaliber eingeschätzt wurde, geschah mit Gottes Erlaubnis, und ich sollte daraus eine Lehre ziehen. Durch diese Situation wurden meine verachtenswerten Absichten enthüllt, für Segnungen an Gott zu glauben und zu versuchen, mit Ihm zu feilschen. So konnte ich meine früheren falschen Ansichten darüber, wonach ich streben sollte, umgehend erkennen, bereuen und korrigieren. Gott erwies mir hier Seine Liebe! Wenn das nicht passiert wäre, hätte ich keine Selbsterkenntnis erlangt, und es wäre mir schwergefallen, den Weg des Strebens nach Wahrheit und Rettung einzuschlagen. Mit dieser Erkenntnis sträubte ich mich nicht mehr gegen diese Situation und wollte mir keine Sorgen oder Gedanken mehr um meine Zukunft oder meinen Bestimmungsort machen.
Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten, der mir einen Weg der Praxis aufzeigte. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Mein Kaliber mag zwar schlecht sein, mein Herz ist jedoch ehrlich.‘ Diese Worte klingen ziemlich aufrichtig, und sie enthalten eine Anforderung, die Gott an die Menschen stellt. Welche Anforderung? Dass es keine große Sache ist, ein schlechtes Kaliber zu haben, aber man ein ehrliches Herz besitzen muss, und wenn man das tut, wird man in der Lage sein, Gottes Billigung zu erhalten. Wie auch immer deine persönliche Situation oder dein Hintergrund ist, du musst ein ehrlicher Mensch sein, ehrlich in Wort und Tat sein, deine Pflicht mit ganzem Herzen und Verstand ausführen können, deiner Pflicht gegenüber hingebungsvoll sein, nicht aalglatt sein, kein durchtriebener oder hinterlistiger Mensch sein, nicht lügen oder betrügen und beim Reden keine Umschweife machen. Du musst gemäß der Wahrheit handeln und jemand sein, der nach der Wahrheit strebt. Viele Menschen glauben, sie hätten ein schlechtes Kaliber und würden ihre Pflicht nie gut oder dem Standard entsprechend tun. Sie sind mit Leib und Seele und all ihrer Kraft bei dem, was sie tun, können die Grundsätze aber nie begreifen und immer noch keine guten Ergebnisse hervorbringen. Letztlich können sie sich nur darüber beklagen, dass ihr Kaliber zu schlecht ist, und sie werden negativ. Gibt es also kein Vorankommen, wenn ein Mensch ein schlechtes Kaliber hat? Ein schlechtes Kaliber zu haben, ist keine tödliche Krankheit, und Gott hat nie gesagt, Er würde keine Menschen retten, die ein schlechtes Kaliber haben. Gott hat zuvor gesagt, dass Er für jene Menschen, die ehrlich, aber unwissend sind, Trauer empfindet. Was bedeutet unwissend? Unwissenheit geht in vielen Fällen auf ein schlechtes Kaliber zurück. Solche Menschen haben ein schlechtes Kaliber, und ihr Wahrheitsverständnis ist gering. Es ist nicht ausreichend spezifisch oder praktisch und bleibt oft ein oberflächliches oder wörtliches Verständnis, ein Verständnis von Glaubenslehre und Vorschriften. Deshalb können sie viele Probleme nicht klar erkennen und bei der Ausführung ihrer Pflichten nie die Grundsätze begreifen oder ihre Pflichten gut erfüllen. Will Gott also Menschen mit schlechtem Kaliber nicht? (Doch, Er will sie.) Auf welchen Weg und in welche Richtung weist Gott die Menschen? (Zu einem Dasein als ehrliche Menschen.) Kannst du ein ehrlicher Mensch sein, indem du das einfach so sagst? (Nein, wir müssen die Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen aufweisen.) Was sind die Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen? Erstens hat ein ehrlicher Mensch keine Zweifel an Gottes Worten. Das ist eine der Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen. Abgesehen davon, ist die wichtigste Äußerungsform, dass man in allen Belangen die Wahrheit sucht und praktiziert – das ist am entscheidendsten. Du sagst, dass du ehrlich bist, aber du verdrängst Gottes Worte immer und machst einfach, was du willst. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Du sagst: ‚Mein Kaliber ist zwar dürftig, aber ich habe ein ehrliches Herz.‘ Doch wenn dir eine Pflicht zufällt, hast du Angst, zu leiden und Verantwortung zu tragen, falls du sie nicht gut erfüllst, also erfindest du Ausreden, um dich vor deiner Pflicht zu drücken, oder schlägst vor, dass es jemand anderes macht. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Eindeutig nicht. Wie sollte sich also ein ehrlicher Mensch verhalten? Er sollte sich den Anordnungen Gottes unterwerfen, der Pflicht, die er ausführen soll, hingebungsvoll gegenüberstehen und danach streben, Gottes Absichten zufriedenzustellen. Das äußert sich auf verschiedene Weise: Eine davon ist, dass du deine Pflicht mit ehrlichem Herzen annimmst, ohne an deine fleischlichen Interessen zu denken, ohne halbherzig zu sein und ohne zu deinem eigenen Vorteil zu intrigieren. Das sind Äußerungsformen von Ehrlichkeit. Eine andere ist, dass du dich mit ganzem Herzen und ganzer Kraft einsetzt und deine Pflicht gut erfüllst, die Aufgaben, die dir von Gottes Haus anvertraut wurden, richtig tust und dein Herz und deine Liebe in deine Pflicht einbringst, um Gott zufriedenzustellen. Das sind die Äußerungsformen, die ein ehrlicher Mensch bei der Ausführung seiner Pflichten haben sollte“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten verstand ich, dass das Kaliber eines Menschen nicht der Maßstab dafür ist, ob er errettet werden kann. Entscheidend ist, ob ein Mensch die Wahrheit verstehen und praktizieren kann und ob sich seine Lebensdisposition am Ende ändert. Auch wenn manche Menschen ein schlechtes Kaliber haben und die Wahrheit nur langsam begreifen, so streben sie dennoch nach der Wahrheit, praktizieren es, ehrliche Menschen zu sein, und tun ihre Pflichten mit ganzem Herzen und all ihrer Kraft. Solche Menschen können letztendlich errettet werden. Als ich über mich selbst nachdachte, erkannte ich: Mein Kaliber war schlecht, und ich neigte dazu, mich an Vorschriften zu klammern, weshalb ich keine guten Ergebnisse erzielte. Das war meine Realität. Aber Gott sagt, dass ein schlechtes Kaliber keine unheilbare Krankheit ist. Da mein Kaliber schlecht ist und ich die Wahrheit nur langsam begreife, sollte ich meine Anstrengungen mehr auf Gottes Worte richten. Ich sollte mir die Predigten und den gemeinschaftlichen Austausch vom Oberen öfter anhören und bei Problemen oder Schwierigkeiten mehr mit den Brüdern und Schwestern suchen, Gemeinschaft halten und diskutieren. Auf diese Weise kann ich Fortschritte machen und echte Arbeit leisten. Ich dachte an die falschen Leiter und Antichristen, die in der Kirche entlarvt wurden. Einige besaßen gutes Kaliber und gewisse Begabungen, aber weil sie überhaupt nicht nach der Wahrheit strebten und ihre Pflichten für ihre Ansehen und ihren Status taten, störten und unterbrachen sie schließlich die Arbeit der Kirche und wurden ausgeschlossen und ausgemustert. Auch wenn einige Brüder und Schwestern vielleicht kein gutes Kaliber besitzen, praktizieren sie das, was sie aus Gottes Worten verstehen, führen ihre Pflichten von ganzem Herzen aus, sind fleißig und unterwerfen sich jeder Pflicht, die die Kirche für sie anordnet. Da sie Leute vom richtigen Schlag sind, ein korrektes Herz besitzen und Gott und ihren Pflichten gegenüber eine ehrliche Haltung an den Tag legen, können sie bei ihren Pflichten einige Ergebnisse erzielen. Wenn das Kaliber eines Menschen natürlich wirklich so schlecht ist, dass er Gottes Worte oder die Wahrheit so gut wie gar nicht verstehen kann, ist es für ihn schwer, die Wahrheit zu erlangen, eine Änderung seiner Lebensdisposition zu erreichen und von Gott errettet zu werden. Auch das ist eine Realität. Ob ein Mensch also gerettet werden kann, hängt davon ab, ob er Gottes Worte verstehen kann, ob er die Wahrheit verstehen und praktizieren kann und ob sich seine Lebensdisposition ändert. Das sind die entscheidendsten Dinge.
Danach las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten und der Weg der Praxis wurde mir klarer. Gott sagt: „Das Kaliber der Menschen zu steigern, bedeutet, dass von euch verlangt wird, eure Auffassungsgabe zu verbessern, sodass ihr Gottes Worte verstehen könnt und wisst, wie man ihnen entsprechend handelt. Dies ist die grundlegendste Anforderung von allen. Ist dein Glaube nicht verworren, wenn du Mir nachfolgst, ohne zu verstehen, was Ich sage? Ganz gleich, wie viele Worte Ich kundgebe, wenn sie über euren Verstand hinausgehen, wenn ihr sie nicht recht verstehen könnt, was immer Ich auch sage, dann bedeutet dies, dass ihr von schlechtem Kaliber seid. Ohne Auffassungsgabe versteht ihr nichts von dem, was Ich sage, was es sehr schwierig macht, die gewünschte Wirkung zu erzielen; es gibt vieles, was Ich euch nicht direkt sagen kann, und die beabsichtigte Wirkung kann nicht erzielt werden, weshalb ein zusätzliches Wirken erforderlich ist. Da eure Auffassungsgabe, eure Fähigkeiten, Dinge zu erkennen, und die Maßstäbe, nach denen ihr lebt, zu unzureichend sind, muss das Werk der ‚Steigerung des Kalibers‘ in euch ausgeführt werden. Das ist unvermeidlich und es gibt keine Alternative. Nur so kann eine gewisse Wirkung erzielt werden; anderenfalls wären alle Worte, die Ich sage, vergebens. Und würdet ihr dann nicht alle als Sünder in die Geschichte eingehen? Würdet ihr nicht zum Abschaum der Erde werden? Wisst ihr nicht, welches Werk in euch gerade ausgeführt wird und was von euch verlangt wird? Ihr solltet euer eigenes Kaliber kennen: Es entspricht keineswegs Meinen Anforderungen. Und verzögert dies nicht Mein Werk? Gemäß eurem gegenwärtigen Kaliber und dem gegenwärtigen Zustand eures Charakters eignet sich nicht einer von euch dafür, Zeugnis für Mich abzulegen, noch ist jemand von euch der Aufgabe gewachsen, die hohe Verantwortung Meines zukünftigen Werkes auf sich zu nehmen. Schämt ihr euch nicht zutiefst? Wie kannst du Meinen Willen zufriedenstellen, wenn du so weitermachst? Du solltest dein Leben voll auskosten. Lass die Zeit nicht umsonst vergehen – darin liegt kein Wert. Du solltest wissen, womit du ausgestattet sein solltest. Halte dich nicht für einen Alleskönner – vor dir liegt noch ein langer Weg! Was gibt es noch zu sagen, wenn du nicht einmal über das Mindestmaß an Wissen der Menschlichkeit verfügst? Ist nicht alles vergebens?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das eigene Kaliber zu steigern, dient dem Erlangen von Gottes Errettung). Durch Gottes Worte verstand ich: Obwohl mein Kaliber schlecht war, ich nur langsam in die Wahrheit eintrat und meine Arbeitseffizienz geringer war als die der anderen, durfte ich mich nicht aufgeben, negativ werden oder zurückschrecken. Ich musste von mir aus nach der Wahrheit streben, die entsprechenden Grundsätze erlernen, mein Kaliber verbessern und mein Bestes geben, um meine Pflichten zu erfüllen. Ohne diese Bewertung durch die Brüder und Schwestern hätte ich nie Selbsterkenntnis erlangt. Ich hatte immer gedacht, dass ich ein gutes Kaliber hätte und in der Lage wäre, einige Aufgaben zu erledigen, und ich lebte in einem Zustand der Selbstbewunderung und Selbstzufriedenheit. Wenn ich so weitergemacht hätte, hätte ich nie Fortschritte gemacht. Als ich Gottes Absicht verstand, ließ ich mich nicht mehr von meinem schlechten Kaliber einschränken. Egal, wie lange ich diese Pflicht noch tun konnte, ich war bereit, meine Kraft einzubringen und weiter meine Pflicht zu erfüllen. Selbst wenn mein Kaliber eines Tages nicht mehr ausreichen sollte und sie mich erneut für eine andere Pflicht einteilen würden, wäre ich bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Später begann ich, mich darauf zu konzentrieren, mein Kaliber zu verbessern. Ich habe bei meiner Pflicht aktiv gelernt und nachgeforscht, über vergangene Fehler und Abweichungen bei meinen Pflichten nachgedacht und sie zusammengefasst, und mich darauf konzentriet, alles gemäß den Grundsätzen zu tun. Ohne es überhaupt zu merken, begann ich, bei meinen Pflichten einige Fortschritte zu machen, und während ich mich verbesserte, steigerte sich auch meine Effizienz bei meinen Pflichten.
Diese Erfahrung ließ mich Gottes Liebe und Seine Errettung für mich spüren, und ich erkannte, dass Gott an Menschen mit unterschiedlichem Kaliber unterschiedliche Anforderungen stellt. Das Kaliber eines Menschen spielt keine Rolle: Solange er aufrichtig nach der Wahrheit strebt und bei seinen Pflichten treu und unterwürfig ist, hat er eine Chance auf Errettung, ganz gleich, wer er ist. Denn Gott ist gerecht.