66. Wie ich mich von den Fesseln der Eifersucht befreite

Von An Xia, China

Im Herbst 2021 erfüllte ich meine Pflicht in der Textarbeit. Damals kam eine Schwester namens Cheng Xin in unser Team. Cheng Xin hat ein gutes Kaliber und ein reines Verständnis. Obwohl sie in Bezug auf die Grundsätze noch nicht wirklich sattelfest war, war sie in der Lage, von sich aus zu suchen und die Vorschläge anderer anzunehmen. Manchmal lobten die Schwestern, mit denen ich zusammenarbeitete, Cheng Xin vor mir. Sie sagten, seit sie bei einigen Problemen ein wenig Anleitung bekommen habe, gäbe es bei ihrer Arbeit weniger Abweichungen und Schwierigkeiten. Einige Zeit später, aufgrund der schlechten Ergebnisse eines Teams, für das wir verantwortlich waren, sagte uns die Verantwortliche, dass sie veranlasst hat, dass Cheng Xin sich mit ihnen versammelt und mit ihnen Gemeinschaft hält. Ich dachte bei mir: „Cheng Xin ist noch nicht einmal einen Monat hier und hat die Grundsätze noch nicht wirklich begriffen. Du hast das für sie veranlasst und nicht einmal gefragt, ob ich das tun will. Denkst du, Cheng Xin hat ein besseres Kaliber als ich und die Ergebnisse ihres gemeinschaftlichen Austauschs werden besser sein als meine? Ich hätte nie gedacht, dass ich nach so vielen Jahren Schulung nicht so gut sein würde wie ein Neuling.“ Doch dann dachte ich daran, dass die Ergebnisse wirklich nicht so gut gewesen waren, als ich das letzte Mal Gemeinschaft gehalten hatte, also sagte ich nichts. Als ich danach sah, wie die Verantwortliche Cheng Xin bei ihrer Arbeit persönlich anleitete, war ich wirklich unglücklich und dachte: „Cheng Xin ist gerade erst gekommen und wird sofort von der Verantwortlichen geschätzt und gefördert. Anscheinend bin ich nicht so gut wie sie. Was mich freuen würde, wäre, wenn Cheng Xin zu der Versammlung dieses Mal ginge, aber keine guten Ergebnisse erzielen würde. Dann würde die Verantwortliche keine so hohe Meinung mehr von ihr haben.“ Später kam Cheng Xin von der Versammlung zurück und erzählte der Verantwortlichen, wie sie das Problem gelöst hatte. Als ich das hörte, fühlte ich mich sehr unwohl und dachte: „Als ich mit meiner Schulung anfing, hatte ich viele Probleme. Du bist jetzt schon besser als ich. Lässt dich das nicht besser dastehen als mich? Das geht nicht. Ich muss bei dir Fehler finden!“ Aber ich konnte keine Probleme bei ihr finden und war sehr enttäuscht.

Später sah ich, dass bei Cheng Xins Pflicht einige Probleme aufgetaucht waren, sodass die Arbeit noch einmal gemacht werden musste. Darüber war ich recht glücklich und dachte: „Je mehr Probleme du hast, desto besser. Vielleicht werden mich die anderen dann immer noch als besser betrachten und ich werde nicht so viele Probleme haben wie du.“ Manchmal schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „Bin ich eifersüchtig auf Cheng Xin?“ Doch ich wollte nicht zugeben, dass ich so schlecht war, also dachte ich nicht weiter darüber nach. Später, als ich sah, dass Cheng Xin bei der Ausführung ihrer Pflicht die Grundsätze nicht verstand und Angelegenheiten recht einseitig betrachtete, wies ich sie darauf hin. Ich wollte Fehler bei ihr finden, um ihren Eifer zu bremsen, aber ich hatte nicht erwartet, dass sie richtig damit umgehen und ihre Pflicht weiterhin normal ausführen konnte. Ich war sehr enttäuscht und dachte: „Warum wirst du nicht negativ?“ Nach einiger Zeit hatte Cheng Xin einige Grundsätze gemeistert und konnte Probleme bei der Arbeit selbstständig lösen, und es traten weniger Probleme auf. Die Verantwortliche sagte fröhlich: „Cheng Xin hat in dieser Zeit einige Fortschritte gemacht.“ Ich war jedoch überhaupt nicht glücklich und dachte: „Cheng Xin hat gerade erst mit der Schulung begonnen, aber schon so große Fortschritte gemacht. Sie hat es vom letzten auf den ersten Platz geschafft. Wirkt es dadurch nicht so, als wäre mein Kaliber schlechter als ihres?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto unausgeglichener fühlte ich mich: „Hätte ich dir doch bloß gesagt, auf was man alles achten muss. Dann hättest du nicht so schnelle Fortschritte gemacht!“ Ich lebte gefangen in Eifersucht, mein Kopf komplett von meinem Stolz und Status eingenommen, und ich dachte ständig daran, Abweichungen und Fehler in Cheng Xins Pflicht zu finden, und wünschte mir verzweifelt, dass sie viele Fehler machte. Weil ich in einem falschen Zustand lebte, war mein Herz finster und aufgewühlt, und ich konnte viele Probleme bei meiner Pflicht nicht erkennen.

Eines Abends, als ich mich bettfertig machte, dachte ich über meinen Zustand bei der Ausführung meiner Pflicht in dieser Zeit nach. Es kostete mich viel Mühe, Probleme zu erkennen, und mein Kopf fühlte sich an wie in Watte gepackt. Ich konnte Probleme nicht mehr so klar erkennen wie früher und konnte Gottes Führung und Leitung nicht spüren. Ich fühlte mich etwas unwohl, also betete ich zu Gott: „O Gott, in letzter Zeit kann ich es einfach nicht ertragen, Cheng Xin erfolgreich zu sehen, und ich kann mein Herz auch nicht zur Ruhe bringen, wenn ich meine Pflicht tue. Ich weiß nicht, wie ich mein Wesen erkennen kann. Bitte erleuchte und führe mich.“ Nach dem Gebet las ich die Worte Gottes: „Als Kirchenleiter muss man nicht nur lernen, die Wahrheit anzuwenden, um Probleme zu lösen, man muss auch lernen, talentierte Menschen zu entdecken und zu fördern, die man keinesfalls beneiden oder unterdrücken darf. Auf diese Weise zu praktizieren, nützt der Arbeit der Kirche. Wenn du ein paar nach der Wahrheit Strebende fördern kannst, damit sie mit dir zusammenarbeiten und jede Arbeitsaufgabe gut verrichten, und sie alle letztendlich Erfahrungszeugnisse haben, dann bist du ein Leiter oder Mitarbeiter, der den Anforderungen entspricht. Wenn du in der Lage bist, in allen Dingen den Grundsätzen entsprechend zu handeln, dann bist du hingebungsvoll. Manche Menschen haben immer Angst davor, dass andere besser sind als sie oder über ihnen stehen, dass andere Anerkennung bekommen, während sie selbst unbeachtet bleiben. Das führt dazu, dass sie andere angreifen und ausgrenzen. Sind sie damit nicht neidisch auf talentierte Menschen? Ist das nicht egoistisch und verachtenswert? Was für eine Art von Disposition ist das? Das ist eine bösartige Disposition! Wer nur an seine eigenen Interessen denkt und nur seine eigenen egoistischen Begierden zufriedenstellt, ohne an andere zu denken oder Rücksicht auf die Interessen von Gottes Haus zu nehmen, hat eine schlechte Disposition, und Gott mag einen solchen Menschen nicht. Wenn du wahrhaft Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst, wirst du andere Menschen gerecht behandeln können(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, gab ich zu, dass ich tatsächlich in einem Zustand der Eifersucht lebte. Als ich sah, dass Cheng Xin ein gutes Kaliber hatte und die Verantwortliche sie schätzte und förderte, wurde ich eifersüchtig und wollte das nicht akzeptieren. Ich sorgte mich, dass ihre Arbeit bessere Ergebnisse als meine erzielen würde, dass sie mich in den Schatten stellen und ich neben ihr als minderwertig dastehen würde. Ich wünschte mir ständig verzweifelt, dass bei ihrer Pflicht viele Abweichungen und Probleme auftreten würden, und versuchte immer, Fehler bei ihr zu finden und sie herabzusetzen, damit sie negativ wurde und ihre Pflicht nicht tun konnte, um besser als sie dazustehen. Habe ich sie dadurch nicht unterdrückt und ausgegrenzt? Ich hatte eine egoistische und böswillige Disposition offenbart! Niemand wusste, was ich dachte, aber unter Gottes prüfendem Blick war es offensichtlich. Früher hatte ich immer geglaubt, ich würde nicht eifersüchtig auf andere sein, geschweige denn versuchen, sie zu unterdrücken. Nie hätte ich gedacht, dass ich so böswillig war und so wenig Menschlichkeit besaß! Ich wusste ganz genau, dass mein Kaliber sehr durchschnittlich war und die Ergebnisse meiner Pflicht nicht sehr gut waren, aber ich wollte trotzdem mit Cheng Xin um Ansehen und Status konkurrieren. Mir fehlte es völlig an Selbsterkenntnis und Vernunft! Ich schämte mich sehr.

Dann las ich weitere Worte Gottes: „Sogar während Antichristen sich mittels Gottes Haus ernähren, Gottes Worte genießen und sich an allen Vorteilen Seines Hauses erfreuen, wünschen sie sich oft eine Chance, Gottes Haus auszulachen. Sie warten ungeduldig darauf, dass alle, die an Gott glauben, auseinandergetrieben werden und dass Gottes Werk nicht weiter vorankommen kann. Wenn dem Haus Gottes etwas passiert, stehen Antichristen daher am Rand, lachen und geben schlechte Ratschläge, zerstören und stören, anstatt es zu verteidigen oder sich Wege einfallen zu lassen, um das Problem zu lösen oder die Brüder und Schwestern mit aller Macht zu schützen oder sich mit ihnen zusammenzutun, um sich einmütig um das Problem zu kümmern, gemeinsam vor Gott zu treten und sich Seiner Souveränität zu unterwerfen. Zu einem kritischen Zeitpunkt bieten sie Außenstehenden sogar auf Kosten von Gottes Haus ihre Hilfe an und agieren somit als Satans Diener, wobei sie mit Absicht Dinge stören und kaputt machen. Ist so eine Person nicht ein Feind Gottes? Je kritischer der Zeitpunkt, desto deutlicher wird ihr teuflisches Abbild enthüllt; je kritischer der Zeitpunkt, je ereignisreicher er ist, desto mehr wird ihr teuflisches Abbild enthüllt, im größtmöglichen Detail und im größtmöglichen Ausmaß; je kritischer der Zeitpunkt, desto mehr werden sie Außenstehenden auf Kosten von Gottes Haus helfen. Was für eine Art Kreatur sind sie? Sind solche Menschen Brüder und Schwestern? Sie sind Menschen, die zerstörerische, abscheuliche Dinge tun; sie sind Gottes Feinde; sie sind Teufel, sie sind Satane; sie sind böse Menschen, Antichristen. Sie sind keine Brüder und Schwestern, und sie sind keine Kandidaten für die Errettung. Wären sie tatsächlich Brüder und Schwestern, Menschen des Hauses Gottes, würden sie sich bei jedem Problem, das in Seinem Haus auftritt, in Herz und Verstand mit ihren Brüdern und Schwestern vereinen, um sich dem Problem zu stellen und es einmütig zu bewältigen. Sie wären keine Zuschauer und würden erst recht nicht zusehen und lachen. Nur Menschen wie Antichristen würden am Rand stehen und lachen und gespannt darauf warten, dass dem Haus Gottes schlechte Dinge widerfahren(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 10 (Teil 1)). Gott entlarvt, dass alle, die sich ständig über das Haus Gottes lustig machen wollen und hoffen, dass bei der Arbeit des Hauses Gottes etwas schiefgeht, Teufel sind. Ich spürte, dass Gott tiefen Zorn gegenüber solchen Menschen empfindet, und ich bekam große Angst. Ich wollte immer Fehler bei Cheng Xin finden, um sie anzugreifen, und wünschte mir verzweifelt, dass sie Probleme bei ihrer Pflicht hätte: je mehr, desto besser. Je mehr Fehler sie machte, desto schlechter würde sie im Vergleich zu mir erscheinen, und ich wünschte mir sogar verzweifelt, dass sie so negativ werden würde, dass sie ihre Pflicht nicht tun könnte. Doch Cheng Xin vollbrachte das Werk der Kirche. Wenn ich mir also ständig wünschte, dass sie bei ihrer Pflicht Fehler machte, hoffte ich dann nicht, dass bei der Arbeit der Kirche Probleme auftreten würden? Inwiefern unterscheidet sich dass denn von Antichristen, die, wenn ihr Verlangen nach Ansehen und Status nicht gestillt wird, die Arbeit des Hauses Gottes verfluchen und über Gottes Haus lustig machen? Mein Herz war wirklich zu böswillig! Ein Mensch mit Gewissen und Vernunft würde sich freuen, wenn die Arbeit des Hauses Gottes normal voranschreitet, und wäre traurig, wenn viele Probleme aufträten. Als ich jedoch Probleme bei Cheng Xins Pflicht sah, überlegte ich nicht, wie ich mit ihr Gemeinschaft halten und ihr helfen könnte, oder wie ich mit ihr einträchtig zusammenarbeiten könnte, um die Arbeit gut zu erledigen. Stattdessen war mein Kopf voller Gedanken darüber, wie ich mehr Probleme bei ihrer Arbeit entdecken könnte, um sie anzugreifen und mich selbst gut dastehen zu lassen. Ich wünschte mir sogar verzweifelt, dass sie bei ihrer Arbeit mehr Fehler machte: je mehr, desto besser. Ich genoss die Versorgung durch Gottes Worte, machte mich aber dennoch wie ein Antichrist über Gottes Haus lustig. In meinem Herzen gab es wirklich nicht die geringste Gottesfurcht – wie könnte ich als ein Mitglied von Gottes Haus gelten? Oberflächlich betrachtet habe ich die Arbeit der Kirche nicht direkt gestört und unterbrochen wie Teufel und Satane es tun, aber die Absichten, die ich offenbarte, und die Natur meiner Handlungen waren identisch mit denen von Teufeln und Satanen – ich widersetzte mich Gott! Ohne Gottes Offenbarung und die Entlarvung durch Gottes Worte hätte ich meine eigenen Absichten nicht erkennen oder das Wesen des Problems nicht durchschauen können und hätte mich von meinem eigenen äußeren Anschein täuschen lassen. Ich hatte große Angst, war traurig und fühlte mich schuldig. Mir war offensichtlich genau bewusst, dass Cheng Xin ein gutes Kaliber und eine schnelle Auffassungsgabe hatte und mir in dieser Hinsicht überlegen war, aber ich war eifersüchtig auf sie und unterdrückte sie, ohne auch nur einen Gedanken an die Interessen des Hauses Gottes zu verschwenden. Wie konnte ich das tun? Mir fehlte wirklich jegliche Menschlichkeit! Ich betete zu Gott: „O Gott, ich bin wirklich schrecklich. Bitte führe mich, damit ich mich von den Fesseln der Eifersucht befreien kann. Ich will nicht mehr in meiner verdorbenen Disposition leben.“

Später dachte ich über mich selbst nach. Was um alles in der Welt könnte mich dazu bringen, eifersüchtig auf andere zu werden? Ich las die Worte Gottes: „Antichristen sind ihr Ruf und Status sehr wichtig. Ruf und Status sind ihr Lebenselixier; ohne Ruf und Status sehen sie im Leben keinen Sinn und ohne Ruf und Status fehlt ihnen die Energie, irgendetwas zu tun. Für Antichristen sind Ruf und Status eng mit ihren persönlichen Interessen verbunden; sie sind ihre Achillesferse. Deshalb dreht sich alles, was Antichristen tun, um Status und Ruf. Wenn es diese Dinge nicht gäbe, würden sie vielleicht überhaupt keine Arbeit tun. Ganz gleich, ob Antichristen Status haben oder nicht: Das Ziel, für das sie kämpfen, die Richtung, in die sie streben, sind auf diese beiden Dinge ausgerichtet – Ruf und Status. … Antichristen leisten niemals irgendwelche echte Arbeit für den Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk, und sie leisten niemals echte Arbeit, um das Evangelium des Königreichs zu verbreiten. Wenn sie einen Preis zahlen, achte darauf, warum sie diesen Preis zahlen. Wenn sie ein Thema hitzig diskutieren, achte darauf, warum sie es diskutieren. Wenn sie über jemanden sprechen oder ihn verurteilen, achte darauf, mit welcher Absicht und welchem Ziel sie es tun. Wenn sie wegen etwas verärgert oder wütend sind, achte darauf, welche Disposition sie offenbaren. Menschen können nicht in die Herzen anderer Menschen sehen, Gott aber schon. Wenn Gott in die Herzen der Menschen schaut, was verwendet Er, um das Wesen ihrer Worte und Taten zu bewerten? Er bewertet es anhand der Wahrheit. Aus der Sicht des Menschen ist es vollkommen in Ordnung, den eigenen Ruf und Status zu schützen. Warum wird es in Gottes Augen dann als Offenbarung und Ausdruck von Antichristen sowie als das Wesen von Antichristen charakterisiert? Das liegt am Antrieb und an den Beweggründen für alles, was Antichristen tun. Gott prüft den Antrieb und die Beweggründe ihrer Taten genau und kommt schließlich zu dem Schluss, dass alles, was sie tun, um ihres eigenen Rufes und Status willen geschieht – und nicht, um ihre Pflicht zu tun, geschweige denn, um die Wahrheit zu praktizieren und sich Gott zu unterwerfen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Durch Gottes Worte wurde mir klar, dass der Hauptgrund für meine Eifersucht mein zu starkes Verlangen nach Ansehen und Status war. Ich lebte nach satanischen Giften wie „Menschen brauchen ihren Stolz, wie ein Baum seine Rinde“, „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts.“ Ich glaubte, von anderen geschätzt und gelobt zu werden, gäbe mir Würde und Selbstvertrauen im Leben, und ich fühlte mich beschämt und erniedrigt, wenn andere besser waren als ich. Deshalb dachte ich bei der Ausführung meiner Pflicht bei jeder Gelegenheit an mein eigenes Ansehen und meinen Status. Als ich sah, dass die Verantwortliche veranlasst hatte, dass Cheng Xin zu der Versammlung ging, und auch persönlich mit ihr Gemeinschaft hielt, war ich eifersüchtig darauf, dass Cheng Xin von der Verantwortlichen geschätzt und gefördert wurde. Ich zerbrach mir den Kopf, um Abweichungen und Probleme bei Cheng Xins Pflicht zu finden und sie herabzusetzen, aus Angst, dass sie besser sein könnte als ich. Als ich Probleme bei ihrer Pflicht entdeckte, war ich erfreut und hatte das Gefühl, eine gewisse Genugtuung gefunden zu haben. Mein ganzer Kopf war komplett von Gedanken darüber eingenommen, wer in dieser Gruppe einen höheren oder niedrigeren Status hatte, wer besser und wer schwächer war und wie ich mich selbst gut dastehen lassen konnte. Ansehen und Status brachten mir Freude und Sorgen. Alles, was ich dachte, dachte ich um meines Ansehens und meines Status willen und nicht im Geringsten, um die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut auszuführen und Gott zufriedenzustellen. Ich lebte nach satanischen Giften, und meine Natur war ganz besonders arrogant. Ich wollte immer danach streben, die Menschen um mich herum zu übertreffen, und ließ es nicht zu, dass andere besser waren als ich. Ich wollte nur mich selbst gut dastehen lassen und anderen nicht das Rampenlicht überlassen. Für mein Ansehen und meinen Status habe ich sogar Menschen unterdrückt und machte ihnen das Leben schwer. Ich erkannte, dass der Weg, den ich ging, der Weg der Antichristen war. In diesem Moment empfand ich großes Bedauern und hasste mich selbst, weil mein Verlangen nach Ansehen und Status zu stark war. Wenn ich nicht Buße tat, werde ich am Ende unweigerlich von Gott verschmäht und ausgemustert werden! Ich erinnerte mich an die Worte Gottes: „Alle Menschen tragen einige falsche Zustände in sich, wie Negativität, Schwäche, Deprimiertheit und Zerbrechlichkeit; oder sie haben verachtenswerte Absichten; oder sie werden ständig von ihrem Stolz, ihren selbstsüchtigen Begierden und ihrem Eigeninteresse geplagt; oder sie glauben, sie seien von schlechtem Kaliber, und erleben einige negative Zustände. Es wird dir sehr schwerfallen, das Wirken des Heiligen Geistes zu empfangen, wenn du immerzu in diesen Zuständen lebst. Wenn du das Wirken des Heiligen Geistes nicht empfangen kannst, dann wirst du nur wenige positive Elemente in dir tragen, und die negativen Elemente werden hervortreten und dich stören. Die Menschen verlassen sich immer auf ihren eigenen Willen, um diese negativen Zustände zu unterdrücken, doch ganz gleich, wie sie diese unterdrücken, sie können sie nicht ablegen. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass die Menschen diese negativen Dinge nicht vollständig erkennen können; sie sind nicht in der Lage, das Wesen dieser Dinge klar zu erkennen, und dadurch fällt es ihnen sehr schwer, sich gegen das Fleisch und Satan aufzulehnen. Zudem stecken die Menschen stets in diesen negativen, absinkenden und verkommenen Zuständen fest, beten nicht zu Gott oder blicken nicht zu Ihm auf, sondern lassen sich einfach treiben. Infolgedessen können sie das Werk des Heiligen Geistes nicht empfangen, und demzufolge ist es für sie unmöglich, die Wahrheit zu verstehen; ihnen fehlt in allen Belangen der Durchblick und bei allem, was sie tun, ein Weg. Es gibt zu viele negative Dinge in dir, und sie haben dein Herz erfüllt, sodass du oft negativ und im Geist deprimiert bist und dich immer weiter von Gott entfernst und schwächer und schwächer wirst. Wenn du die Erleuchtung und das Wirken des Heiligen Geistes nicht erlangen kannst, wirst du nicht in der Lage sein, diesen falschen Zuständen zu entfliehen, und deine negativen Zustände werden sich nicht ändern. Denn wenn der Heilige Geist nicht an dir wirkt, kannst du keinen Weg finden. Aus diesen beiden Gründen fällt es dir sehr schwer, deinen negativen Zustand abzulegen und in einen normalen Zustand einzutreten(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Ich spürte die unermessliche Gerechtigkeit von Gottes Disposition. Gott verabscheut böse und widrige Dinge. Als ich bei der Ausführung meiner Pflicht ständig an meinen Stolz und meinen Status dachte, immer wieder eifersüchtig auf Cheng Xin war und in einem Zustand des Wettbewerbs um Ansehen und Status lebte, war mein Herz voller negativer und widriger Dinge, und Gott verbarg Sein Antlitz vor mir. Ohne das Wirken und die Leitung des Heiligen Geistes lebte ich in Finsternis, und es war sehr schwer, meine Pflicht zu tun. Meine Gedanken drehten sich nur um meinen Stolz und meinen Status, und ich hatte einfach keinen Kopf dafür, darüber nachzudenken, welche Probleme es bei meiner Pflicht gab oder wie ich praktizieren konnte, um mit Gottes Absichten im Einklang zu sein. Wie konnte ich so meine Pflicht gut ausführen? Um meinen wertlosen Stolz und Status zu schützen, habe ich meine Pflicht und meine Verantwortung beiseitegeschoben und Gottes Abscheu auf mich gezogen. Ich war wirklich zu töricht!

Danach las ich weitere Worte Gottes: „Wenn du wahrhaft Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst, wirst du andere Menschen gerecht behandeln können. Wenn du einen guten Menschen empfiehlst und ihm ermöglichst, sich in einer Pflicht zu üben und sie auszuführen, und damit Gottes Haus eine talentierte Person hinzufügst, wird das deine Arbeit nicht erleichtern? Wirst du dann bei deiner Pflicht nicht hingebungsvoll sein? Das ist eine gute Tat vor Gott; es ist das Minimum an Gewissen und Vernunft, das jene, die als Leiter dienen, besitzen sollten. Diejenigen, die fähig sind, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, können den prüfenden Blick Gottes in allem, was sie tun, akzeptieren. Wenn du Gottes prüfenden Blick akzeptierst, wird dein Herz richtig ausgerichtet. Wenn du immer nur Dinge tust, damit andere sie sehen, und immer Lob und Bewunderung von anderen ernten willst und Gottes genaue Prüfung nicht akzeptierst, ist Gott dann noch in deinem Herzen? Solche Menschen haben kein gottesfürchtiges Herz. Tu nicht immer Dinge für dich selbst und berücksichtige nicht ständig deine eigenen Interessen; denke nicht an deinen eigenen Stolz, Ruf und Status und denke auch nicht an deine persönlichen Interessen. Mehr als an alles andere musst du an die Interessen von Gottes Haus denken und sie zu deiner Priorität machen. Du solltest auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen und vor allem darüber nachdenken, ob es bei der Ausführung deiner Pflicht Unreinheiten gab oder nicht, ob du hingebungsvoll gewesen bist, deinen Verantwortungen nachgekommen bist und alles gegeben hast, sowie ob du von ganzem Herzen an deine Pflicht und die Arbeit der Kirche gedacht hast oder nicht. Du musst über diese Dinge nachdenken. Wenn du häufig über sie nachdenkst und sie begreifst, wird es dir leichter fallen, deine Pflicht gut auszuführen. Die einzige Ausnahme ist, wenn dein Kaliber schlecht oder deine Erfahrung oberflächlich ist oder du in deiner fachlichen Arbeit nicht versiert genug bist – und das dazu führt, dass einige Fehler oder Mängel in deiner Arbeit auftreten, und es verhindert, dass gute Ergebnisse erzielt werden –, du aber bereits dein Bestes gibst. Du handelst nicht, um deine eigenen selbstsüchtigen Begierden oder Vorlieben zu befriedigen. Stattdessen nimmst du in jeder Hinsicht Rücksicht auf die Arbeit der Kirche und die Interessen des Hauses Gottes. Auch wenn du bei der Ausführung deiner Pflicht vielleicht keine guten Ergebnisse erzielst, wurde dein Herz richtig ausgerichtet; wenn du darüber hinaus in der Lage bist, die Wahrheit zu suchen, um die Probleme in deiner Pflicht zu lösen, wirst du bei der Ausführung deiner Pflicht dem Standard entsprechen und gleichzeitig in die Wahrheitsrealität eintreten. Dann wirst du über ein Zeugnis verfügen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Nachdem ich über Gottes Worte nachgedacht hatte, verstand ich, dass Menschen, die auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen, Leute mit gutem Kaliber empfehlen und fördern, wenn sie sie sehen. Obwohl Cheng Xin erst seit kurzer Zeit geschult wurde und noch nicht viele Grundsätze verstanden hatte, hat sie ein gutes Kaliber. Wenn sie gefördert würde, gäbe es eine weitere Person, die die Arbeit übernehmen könnte, und wir hätten eine zusätzliche Helferin. Das wäre für die Arbeit der Kirche von Vorteil. Ich dachte darüber nach, dass ich aufgrund einer falschen Meinung, die ich hegte, nicht zugeben wollte, dass Cheng Xin besser war als ich. Ich dachte, da ich seit vielen Jahren meine Pflicht im Bereich der Textarbeit tat, sollte ich in jeder Hinsicht besser als andere sein und geschätzt und gefördert werden. Aber ehrlich betrachtet war mein Kaliber nur durchschnittlich, auch wenn ich seit vielen Jahren meine Pflicht im Bereich der Textarbeit ausführte, und mir mussten viele Misserfolge und Offenbarungen widerfahren, damit ich einige Grundsätze verstehen und begreifen konnte. Dass Cheng Xin andererseits in der Lage war, den Kern der Grundsätze in kurzer Zeit zu erfassen, bewies, dass sie ein besseres Kaliber als ich hatte. Ich musste diese Tatsache akzeptieren, mein eigenes Kaliber und meine Größe klar erkennen und ordnungsgemäß meinen eigenen Platz einnehmen. Ich durfte nicht eifersüchtig auf Cheng Xin sein und sie ausgrenzen, wie ich es zuvor getan hatte; ich sollte meine Absichten korrigieren und harmonisch mit ihr zusammenarbeiten, um unsere Pflichten gut auszuführen. Danach betete ich bewusst zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich meine Eifersucht loslassen, die Interessen der Kirche berücksichtigen und meine Denkweise korrigieren konnte, um meine Pflicht zu tun. Danach hörte ich auf, Fehler bei Cheng Xin zu suchen, und dachte stattdessen darüber nach, wie ich mit ihr zusammenarbeiten konnte, fasste die Probleme bei unseren Pflichten zusammen und fand relevante Grundsätze, um sie mit ihr zu besprechen. Als ich meinen falschen Zustand änderte, meine Eifersucht losließ und meine Denkweise korrigierte, um meine Pflicht zu tun, spürte ich das Wirken und die Leitung des Heiligen Geistes, und ich konnte Probleme klarer erkennen. Als wird dann später eine Verantwortliche für unser Team wählten, stimmte ich für Cheng Xin. Als die Ergebnisse bekannt gegeben wurden, wurde Cheng Xin zur Verantwortlichen gewählt, und ich konnte richtig damit umgehen und harmonisch mit ihr zusammenarbeiten. Es war die Leitung durch Gottes Worte, die es mir ermöglichte, ein gewisses Verständnis für meine verdorbene Disposition der Eifersucht auf andere zu erlangen und sie etwas zu ändern. Dank sei Gott!

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