12. Die Qual der Krankheit zu erfahren, lehrte mich, mich zu unterwerfen

Von Wang Qin, China

Eines Tages im Juni 2021 war mir schwindelig und ich fühlte mich nicht gut, also maß ich meinen Blutdruck. Der systolische Wert lag bei über 200 und der diastolische bei 120. Später nahm ich Medikamente, wodurch er sank, doch mein systolischer Blutdruck schoss manchmal trotzdem auf 160 hoch, was mir Kopfschmerzen und Schwindel verursachte. Ich fing an, mir Sorgen zu machen. Bei meinem hohen Blutdruck und der täglichen Arbeit am Computer dachte ich: „Wenn das so weitergeht, was ist, wenn sich mein Zustand verschlechtert und ich meine Pflicht nicht mehr tun kann? Kann ich dann noch errettet werden?“ Also wollte ich mich nicht zu sehr unter Druck setzen. Damals war ich Gemeindeleiter und musste täglich die Arbeit nachverfolgen. Zudem hatten meine beiden Arbeitspartner gerade erst angefangen, sich einzuarbeiten, sodass die größere Last auf mir lag. Ich begann, ein wenig Groll zu hegen, aus Sorge, all dieser Stress würde meinen Blutdruck noch weiter in die Höhe treiben. Ich machte mir ständig Sorgen um meine Krankheit und war daher bei meiner Pflicht nicht mit dem Herzen bei der Sache. Ich überflog die verschiedenen Grundsätze nur, verstand nur ihre wörtliche Bedeutung, konnte sie aber bei meiner Pflicht nicht wirklich anwenden. Als ich sah, dass unsere Arbeit keine guten Ergebnisse brachte, bemühte ich mich nicht wirklich darum, nach einer Lösung für unsere Probleme zu suchen, weil ich ständig Angst hatte, dass der hohe Energieaufwand meinen Blutdruck in die Höhe treiben würde.

Im Februar 2023 hielt mich der Bruder meiner Gastfamilie wegen meiner häufigen Kopfschmerzen und Schwindelanfälle zu einer Untersuchung im Krankenhaus an. Danach sagte mir der Arzt, dass ich einen Hirninfarkt gehabt hätte und dringend behandelt werden müsste. Er warnte, dass eine Verschlimmerung zu Lähmungen führen oder sogar lebensbedrohlich werden könnte. Ich machte mir Sorgen, dass ich meine Pflicht nicht mehr tun könnte, wenn es wirklich ernst würde. Wäre dann nicht meine ganze Hoffnung auf Errettung dahin? Ich wollte mich sofort behandeln lassen, doch dann erhielt ich einen Brief. Darin stand, dass ein Gemeindeleiter verhaftet worden und zum Judas geworden war und dass ich sofort umziehen müsste. Danach traute ich mich nicht mehr, ins Krankenhaus zurückzukehren. Später begann ich damit, meine Pflicht in der Textarbeit zu tun. Eines Morgens versuchte ich, aus dem Bett aufzustehen, und wurde von einer solchen Welle von Schwindel und Übelkeit erfasst, dass ich nicht einmal mehr stehen konnte. Ich musste mich wieder hinlegen. Ich dachte bei mir: „Ich habe ja bereits hohen Blutdruck und einen Hirninfarkt. Könnte es sein, dass der Hirninfarkt schlimmer geworden ist und ein Blutgefäß verstopft ist?“ Ich wollte zur Behandlung nach Hause fahren, aber die Polizei war immer noch hinter mir her. Ich konnte nicht zurück. Also betete ich zu Gott und las Seine Worte der Gemeinschaft darüber, wie man Krankheit erleben soll. Am nächsten Tag war der Schwindel etwas besser. Zwei Monate später hatte sich mein Gesundheitszustand recht gut erholt, aber ich lebte immer noch in Sorge und Bekümmernis. Ich hatte Angst, dass zusätzliche geistige Anstrengung mich erschöpfen und meinen Zustand verschlimmern würde, also war ich nicht mehr bereit, einen hohen Preis bei meiner Pflicht zu zahlen. Ich erledigte die anstehende Arbeit nur noch oberflächlich, um sie vom Tisch zu haben. Beim Sichten von Artikeln war ich nicht aufmerksam, was dazu führte, dass die von mir ausgewählten von schlechter Qualität waren. Im April 2024 kam Bruder Zheng in mein Team, um mit mir zusammenzuarbeiten, und ich spürte, wie meine Last etwas leichter wurde. Ihn so zu sehen, wie er sich ganz auf seine Pflicht konzentrierte, erfüllte mich mit Neid. „Wenn ich doch nur so gesund wäre wie er!“, dachte ich. „Meine Gesundheit hat in den letzten Jahren so stark nachgelassen. Es ist nicht nur der hohe Blutdruck und der Hirninfarkt; ich habe auch einen Tinnitus. Ich fühle mich bei meiner Pflicht oft schwindelig und benebelt. Mein rechter Arm ist auch etwas taub – vielleicht liegt das an einer schlechten Durchblutung. Ich bin jetzt über sechzig und mein Immunsystem ist auch schwach. Wenn ich bei so einer Gesundheit eines Tages gelähmt werde und meine Pflicht nicht mehr tun kann, wäre ich dann nicht nutzlos und würde meine Chance verlieren, errettet zu werden und in das Himmelreich einzugehen? Wären der Preis, den ich gezahlt, und das Leid, das ich all die Jahre ertragen habe, nicht umsonst gewesen?“ Bei diesem Gedanken wurde ich etwas niedergeschlagen. Bruder Zheng hielt mit mir Gemeinschaft und sagte, wir sollten bei Krankheit nach Gottes Absicht suchen. Ich war etwas verstimmt und dachte, er könne unmöglich verstehen, was ich durchmachte. Aber dann dachte ich darüber nach, wie ich jahrelang wegen meiner Gesundheit ständig in Betrübnis und Sorge gelebt hatte, ohne jemals mein Herz darauf zu verwenden, nach Gottes Absicht zu suchen. Ich wusste, dass mein Zustand nicht richtig war, also betete ich zu Gott: „O Gott, ich weiß, dass hinter dieser Krankheit, die mich befallen hat, Deine Absicht steckt. Bitte leite mich, damit ich die Wahrheit verstehe und meine Lektion lerne.“

Danach las ich einige von Gottes Worten und begann, Seine Absicht ein wenig besser zu verstehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Gott es so einrichtet, dass du erkrankst, sei es schwer oder leicht, liegt Sein Ziel nicht darin, dich alle Einzelheiten des Krankseins, den Schaden, den dir die Krankheit zufügt, die verschiedenen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten, die die Krankheit dir verursacht und die verschiedenen Gefühle, die eine Krankheit dich haben lässt, erfahren zu lassen – Er bezweckt damit nicht, dass du das Kranksein durch den Prozess des Krankseins erfährst. Vielmehr bezweckt Er damit, dass du aus dem Kranksein Lehren ziehst, dass du lernst, Gottes Absichten zu begreifen, dass du die verdorbenen Dispositionen, die du offenbarst, und die falschen Haltungen, die du Gott gegenüber hast, wenn du krank bist, in Erfahrung bringst, dass du lernst, wie man sich Gottes Souveränität und Anordnungen unterwirft, und dass du wahre Unterwerfung gegenüber Gott erreichst und in deinem Zeugnis standhaft bleiben kannst – das ist absolut entscheidend. Gott möchte dich durch Krankheit retten und reinigen. Was an dir möchte Er reinigen? Er möchte dich von allen deinen extravaganten Begierden und Forderungen reinigen, die du Gott auferlegst, und sogar von den verschiedenen Berechnungen, Urteilen und Plänen, die du um jeden Preis anstellst, fällst und machst, um zu überleben und dich am Leben zu erhalten. Gott erlaubt dir nicht, Pläne zu machen, Er erlaubt dir nicht, dass du urteilst, und Er erlaubt dir nicht, dass du dir irgendetwas Extravagantes von Ihm wünschst; Er fordert nur, dass du dich Ihm unterwirfst und bei deiner Praxis und deinem Erfahren der Unterwerfung deine eigene Haltung gegenüber der Krankheit und diesen körperlichen Verfassungen kennenlernst, die Er dir zuteilwerden lässt, sowie deine persönlichen Wünsche. Wenn du diese Dinge in Erfahrung bringst, kannst du verstehen, wie nutzbringend es für dich ist, dass Gott diese Umstände der Krankheit für dich arrangiert hat bzw. dass Er dir diese körperliche Verfassung zuteilwerden ließ; und du kannst verstehen, wie hilfreich sie für die Veränderung deiner Disposition, für deine Errettung und für deinen Lebenseintritt sind. Wenn dich eine Krankheit ereilt, darfst du daher nicht ständig überlegen, wie du sie loswerden oder ihr entkommen oder sie ablehnen kannst(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Krankheiten aus Seinen guten Absichten heraus über uns kommen, um uns umzuwandeln und zu reinigen. Diejenigen, die nach der Wahrheit streben, können durch Krankheit ihre Lektionen lernen und zu wahrer Unterwerfung unter Gott gelangen. Aber als die Krankheit über mich kam, suchte ich weder nach Gottes Absicht noch dachte ich über mich nach, um zur Selbsterkenntnis zu gelangen. Stattdessen drehte sich bei mir alles nur noch um meine Krankheit. Ich sorgte mich, dass meine Hoffnung auf Errettung und den Eintritt in das Himmelreich völlig zerstört würde, wenn ich gelähmt würde, meine Pflicht nicht mehr tun könnte oder sogar sterben würde. Weil ich befürchtete, mein Zustand würde sich verschlimmern, trug ich aus Angst, meinen Körper zu überanstrengen, keine Last bei meiner Pflicht. Als meine Brüder und Schwestern mit mir Gemeinschaft darüber hielten, dass ich aus der Krankheit meine Lektionen lernen sollte, konnte ich es dennoch nicht annehmen. Ich dachte: „Ihr habt leicht reden; ihr seid nicht diejenigen, die krank sind und leiden.“ Ich war immer neidisch auf die gute Gesundheit anderer und beklagte mich, dass Gott mir keinen gesunden Körper gegeben hatte. Nicht im Geringsten suchte ich nach der Wahrheit oder versuchte, meine Lektionen zu lernen. Wie konnte ich da jemals hoffen, die Wahrheit zu erlangen, gereinigt oder umgewandelt zu werden?

Später begann ich, bezüglich meiner Probleme nach der Wahrheit zu suchen. Ich las Gottes Worte: „Welche Krankheit das alte Fleisch eines Menschen auch bekommt, in welchem Ausmaß es leidet oder ob diese Krankheit geheilt werden kann – über nichts davon entscheidet der Mensch, es liegt alles in Gottes Händen. Wenn dich Krankheit befällt, ob du dich Gottes Orchestrierungen unterwerfen kannst oder nicht, ob du bereit bist, diese Tatsache zu akzeptieren oder nicht, die Krankheit ist immer noch in deinem Körper; du kannst sie nicht loswerden. Also vergehen die Tage gleichermaßen, ob du deiner Krankheit positiv oder negativ gegenüberstehst, und du kannst die Tatsache nicht ändern, dass diese Krankheit in deinem Körper ist. Du kannst jedoch wählen, welche Haltung du ihr gegenüber einnimmst(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)). „Wenn normale Menschen krank werden, leiden sie alle und fühlen sich bekümmert, und es gibt eine gewisse Grenze für das, was sie ertragen können. Aber wenn die Menschen sich immer auf ihre eigene Kraft verlassen wollen, um sich von ihrer Krankheit zu befreien und ihr zu entkommen, was wird das Endergebnis sein? Sie werden nicht nur unfähig sein, ihr Leiden zu lindern, sondern sie werden umso mehr leiden und sich umso bekümmerter fühlen. Deshalb solltest du, je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr die Wahrheit suchen und suchen, wie du in Übereinstimmung mit Gottes Absichten praktizieren kannst. Je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr solltest du vor Gott kommen und deine eigene Verdorbenheit und die unvernünftigen Forderungen kennen, die du an Gott stellst. Je mehr du unter Krankheit leidest, desto mehr wirst du auf wahre Unterwerfung geprüft. Wenn du also immer noch fähig bist, dich Gottes Orchestrierungen zu unterwerfen, während du Krankheit erträgst, und du dich davon zurückhalten kannst, dich über Gott zu beschweren, und auch deine unvernünftigen Forderungen an Ihn loslassen kannst, selbst wenn du todkrank bist, zeigt das, dass du jemand bist, der aufrichtig nach der Wahrheit strebt und sich Gott unterwirft, dass du Zeugnis hast und dass deine Treue und Unterwerfung gegenüber Gott echt sind, dass sie keine Parolen oder Glaubenslehren sind, sondern der Prüfung standhalten. Das ist es, was Menschen praktizieren sollten, wenn sie krank werden. Wenn du krank wirst, ist es in einer Hinsicht dazu gedacht, all deine unvernünftigen Forderungen und deine unrealistischen Vorstellungen und Auffassungen über Gott zu offenbaren, und in einer anderen Hinsicht ist es dazu gedacht, deinen Glauben an Gott und deine Unterwerfung unter Ihn zu prüfen. Wenn du die Prüfung in dieser Hinsicht bestehst, dann hast du wahres Zeugnis und einen echten Beweis für deinen Glauben an Gott, deine Treue zu Gott und deine Unterwerfung unter Ihn. Das ist, was Gott will, und es ist, was ein geschaffenes Wesen besitzen und ausleben sollte. Sind diese Dinge nicht alle positiv?(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)). Gottes Worte zeigten die richtige Perspektive und den richtigen Weg des Praktizierens auf, wenn wir mit Krankheit konfrontiert sind: nämlich, wahrhaft an Gottes Herrschaft und Seine Anordnungen zu glauben und sich ihnen zu unterwerfen, anstatt zu versuchen, die Krankheit aus eigener Kraft loszuwerden – das bringt nur noch mehr Leid. Ich selbst hatte einige praktische Erfahrungen mit Gottes Worten gemacht. Als mein Blutdruck auf über 200 mmHg anstieg, hatte ich schreckliche Angst. Ich dachte, wenn ich nicht auf mich aufpasste oder versehentlich stürzte, würde ich gelähmt enden oder sogar sterben. Ich fürchtete, dass zu viel geistige Anstrengung bei meiner Pflicht meinen Zustand verschlimmern und zu schwerwiegenden Folgen führen würde. Deshalb lebte ich ständig inmitten negativer Gefühle wie Betrübnis und Bekümmernis. Das setzte meinen Körper und Geist unter großen Druck, verursachte mir Leid und beeinträchtigte meine Pflicht. Kam das nicht alles daher, dass ich keine Erkenntnis über Gottes Herrschaft hatte? Die Wahrheit ist, ob mein Zustand ernst oder mild ist oder wann ich sterben könnte – nichts davon lässt sich dadurch ändern, dass man sich sorgt oder betrübt ist. All das unterliegt Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen. Zum Beispiel stürzte ich, nachdem ich Bluthochdruck entwickelt hatte, innerhalb einer Woche zweimal vom Fahrrad, und es waren wirklich schlimme Stürze. Damals dachte ich: „Das war’s, ich werde wahrscheinlich gelähmt sein.“ Aber es stellte sich heraus, dass ich nur ein paar kleine Schrammen hatte; es war bei weitem nicht so ernst, wie ich es mir vorgestellt hatte. War das nicht Gottes Schutz? Ich musste meine falsche Perspektive ändern und meine Krankheit richtig angehen. Ich sollte mich bei Bedarf behandeln lassen, aber was die Frage betrifft, ob es mir besser gehen wird oder ob ich leben oder sterben werde, darf ich keine Forderungen an Gott stellen, und ich darf Ihn ganz sicher nicht missverstehen oder mich über Ihn beklagen. Ich muss mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und angesichts der Krankheit mehr nach der Wahrheit suchen, über mich selbst nachdenken und zur Selbsterkenntnis gelangen. Nur so kann man echten Gewinn erzielen.

Danach dachte ich weiter über die eigentliche Ursache nach, warum ich in negativen Emotionen lebte. Ich las Gottes Worte: „Die Menschen glauben alle an Gott, um Segnungen, Belohnungen und Kronen zu erlangen. Hat nicht jeder Mensch diese Absicht im Herzen? In Wirklichkeit hat sie jeder Mensch. Das ist eine Tatsache. Obwohl die Menschen nicht oft darüber sprechen und ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen zu erlangen, sogar vertuschen, kam dieses Verlangen, diese Absicht und dieses Motiv, die tief in den Herzen der Menschen liegen, nie ins Wanken. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie tun können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Absicht, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los, und mühen sich ab und beschäftigen sich immer still in ihrem Dienst. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Absicht, Segnungen zu erlangen, fühlen? Mit welcher Haltung würdet ihr eure Pflicht tun und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese Absicht, Segnungen zu erlangen, die in ihren Herzen verborgen ist, vollständig ausgemerzt würde? Es ist möglich, dass viele Menschen negativ würden und dass einige bei ihren Pflichten demotiviert würden und das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren würden. Sie schienen ihre Seelen verloren zu haben, und es sähe so aus, als ob ihnen ihre Herzen weggenommen worden wären. Deshalb sage Ich, dass die Absicht, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). „Bevor sie sich entscheiden, ihre Pflicht zu tun, sind Antichristen tief in ihrem Herzen voller Erwartungen in Bezug auf ihre Zukunftsaussichten – Segnungen, ein guter Bestimmungsort und sogar eine Krone –, und sie sind äußerst zuversichtlich, diese Dinge zu erhalten. Sie kommen ins Haus Gottes, um ihre Pflichten mit solchen Absichten und Bestrebungen zu tun. Enthält die Ausführung ihrer Pflicht also die Aufrichtigkeit, das echte Vertrauen und die Treue, die Gott verlangt? Zu diesem Zeitpunkt kann man ihre wahre Treue, ihr wahres Vertrauen oder ihre Aufrichtigkeit noch nicht erkennen, denn alle hegen eine absolut transaktionale Geisteshaltung bevor sie ihre Pflichten tun; die Entscheidung aller, ihre Pflicht zu tun, wird von ihren Interessen angetrieben und beruht zudem auf der Voraussetzung ihrer überquellenden Ambitionen und Sehnsüchte. Welche Absicht verfolgen die Antichristen damit, ihre Pflicht zu tun? Sie wollen ein Geschäft, einen Tauschhandel abschließen. Man könnte sagen, das sind die Bedingungen, die sie dafür stellen, ihre Pflicht zu tun: ‚Wenn ich meine Pflicht ausführe, dann muss ich Segnungen und einen guten Bestimmungsort erhalten. Ich muss all die Segnungen und Vorteile erhalten, von denen Gott gesagt hat, dass sie für die Menschheit bereitet sind. Wenn ich sie nicht erlangen kann, dann werde ich diese Pflicht nicht tun.‘ Sie kommen ins Haus Gottes, um ihre Pflichten mit solchen Absichten, Ambitionen und Sehnsüchten zu tun. Sie scheinen eine gewisse Aufrichtigkeit aufzuweisen, was natürlich bei neuen Gläubigen, die gerade erst anfangen, Pflichten auszuführen, auch Begeisterung genannt werden kann. Aber darin findet sich kein wahres Vertrauen und keine Treue; nur dieses Maß an Begeisterung. Das kann nicht als Aufrichtigkeit bezeichnet werden. Nach dieser Haltung zu urteilen, die Antichristen dazu haben, ihre Pflicht zu tun, ist diese völlig transaktional und von ihrem Verlangen nach Vorteilen geprägt, wie Segnungen zu erlangen, in das Himmelreich einzugehen, eine Krone und Belohnungen zu erhalten(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 7)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Antichristen nur um der Segnungen willen in die Kirche kommen, um ihre Pflicht zu tun. Um Segnungen zu erlangen, kann ein Antichrist allem entsagen, sich aufwenden und einen Preis zahlen, aber in dem Moment, in dem er das Gefühl hat, keine Segnungen zu bekommen, ist er fähig, Gott zu verraten. Als ich über mich selbst nachdachte, wurde mir klar, dass meine eigenen Absichten und Ziele im Glauben an Gott genau dieselben waren: Segnungen zu erlangen und in das Himmelreich einzugehen. In all diesen Jahren des Glaubens ließ ich mich weder von der Verfolgung durch die KPCh noch vom Spott und der Verleumdung der Welt einschränken, ich folgte Gott beharrlich und tat meine Pflicht. All das tat ich in dem Glauben, dass der Preis, den ich gezahlt hatte, und mein Aufwand mir Gottes Gnade und Segen einbringen und meinen Eintritt in das Himmelreich sichern würden. Als ich Bluthochdruck und einen Hirninfarkt bekam, machte ich mir Sorgen, dass ich bei einem Ansteigen meines Blutdrucks gelähmt enden würde, selbst wenn ich nicht sterben würde. Und wenn ich meine Pflicht nicht tun könnte, würde ich den Segen verwirken, in das Himmelreich einzugehen. Deshalb war ich ständig in einem niedergeschlagenen Zustand. Als ich sah, dass meine Pflicht keine guten Ergebnisse brachte, beunruhigte mich das nicht; vielmehr sorgte ich mich, dass geistige Überanstrengung meinen Zustand verschlimmern und ich meine Chance, Segnungen zu erlangen, verwirken würde. Ich sah, dass alles, was ich dachte und tat, meinem eigenen fleischlichen Vorteil diente. Alles, was ich glaubte, dem ich entsagte und wofür ich mich aufwendete, diente nur dem einen Zweck, Segen zu erlangen. Ich lebte nach dieser satanischen Überlebensregel: „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel.“ Um Segnungen zu erlangen, konnte ich allem entsagen und mich aufwenden, ohne auf etwas anderes zu achten, aber wenn keine Segnungen für mich zu holen waren, stimmte mich das einfach negativ und ich ließ in meinen Bemühungen nach. Offenbarte ich da nicht die Disposition eines Antichristen? In den letzten Tagen bringt Gott die Wahrheit zum Ausdruck, um das Werk der Errettung der Menschheit zu tun. Gottes Absicht ist es nicht, dass ich Ihm folge und meine Pflicht tue, nur um Segen zu erhalten. Er hofft, dass ich bei der Ausführung meiner Pflicht nach der Wahrheit strebe, um meine verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, meine falschen Ansichten über den Glauben zu ändern, alles, was von Satan ist, abzulegen und jemand zu werden, der mit Gottes Absichten übereinstimmt. Nur dann kann ich Gottes Billigung erlangen. Im Gegensatz dazu hatte ich immer in einer selbstsüchtigen, eigennützigen satanischen Disposition gelebt und nur nach Segen gestrebt. Beschritt ich da nicht genau den Weg des Paulus? Paulus glaubte an Gott, strebte aber nicht nach der Wahrheit und dem Leben. Er betrachtete all seine Arbeit und all sein Schuften für Gott als Verhandlungsmasse, um eine Krone und Segen zu erlangen, und versuchte, mit Gott ein Geschäft zu machen. Nach Jahren des Glaubens hatten sich seine satanischen, verdorbenen Dispositionen kein bisschen geändert. Er begehrte dreist gegen Gott auf und forderte eine Krone. Dadurch verletzte er Gottes Disposition und wurde bestraft. Wenn ich an Gott glaube, aber nicht nach der Wahrheit und dem Leben strebe, sondern immer nur nach Segen und versuche, mit Gott zu feilschen, werde auch ich bestraft, wenn ich keine Buße tue. Als ich die Konsequenzen erkannte, wenn ich diesen Weg weiterginge, betete ich zu Gott: „O Gott, ich weiß, dass Deine guten Absichten hinter dieser Krankheit stecken. Sie dient dazu, mich zu offenbaren und zu erretten. Es ist Deine Liebe, die über mich gekommen ist und mich klar erkennen lässt, dass ich all die Zeit nur nach Segen gestrebt habe und auf dem falschen Weg war. O Gott, ich bin bereit, Buße zu tun. Von nun an werde ich mich darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben.“ Nach dem Gebet fühlte sich mein Herz viel friedlicher und leichter an.

Später dachte ich über eine weitere falsche Ansicht nach, die ich hatte: die Vorstellung, dass ich nicht gerettet werden könnte, wenn meine Krankheit ernst würde und ich meine Pflicht nicht mehr tun könnte. Ich fuhr fort, nach der Wahrheit zu suchen, um dafür eine Lösung zu finden. Ich las Gottes Worte: „Errettung zu erlangen bedeutet in erster Linie, sich von der Sünde und von Satans Einfluss zu befreien und sich aufrichtig Gott zuzuwenden und sich Gott zu unterwerfen. Was müssen die Menschen besitzen, um sich von der Sünde und von Satans Einfluss zu befreien? Die Wahrheit. Um die Wahrheit zu gewinnen, müssen sich die Menschen mit vielen von Gottes Worten ausrüsten, und sie müssen fähig sein, Gottes Worte zu erfahren und sie in die Praxis umzusetzen, sodass sie die Wahrheit verstehen und in die Realität eintreten können – nur dann werden sie errettet werden. Ob jemand errettet werden kann oder nicht, hat nichts damit zu tun, wie lange er an Gott glaubt, wie fortgeschritten sein Wissen ist, ob er Begabungen und Stärken besitzt oder wie viel er leidet. Das Einzige, was in direktem Zusammenhang mit dem Erlangen der Errettung steht, ist, ob eine Person die Wahrheit gewinnt oder nicht(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Gott hat den Maßstab für die Errettung unmissverständlich klargestellt. Er schaut hauptsächlich darauf, ob die Menschen die Wirklichkeit Seiner Worte ausleben können; ob sie in allen Dingen aufhören, nach satanischen Philosophien zu leben, und stattdessen Menschen und Dinge gemäß Seinen Worten und den Wahrheitsgrundsätzen betrachten und sich danach verhalten und handeln; ob sie Ihn fürchten, sich Ihm unterwerfen, Ihm treu sind und Ihn lieben; und ob sie ein wahres Abbild eines Menschen ausleben. Nur diejenigen, die diese Wahrheitsrealitäten besitzen, werden von Gott errettet. Was mich betrifft, so hatte ich nach all meinen Jahren des Glaubens keine meiner verdorbenen Dispositionen wie Arroganz, Eingebildetheit, Selbstsucht oder Verachtenswürdigkeit abgelegt. Ich war zwar in der Lage, bei meiner Pflicht ein wenig zu leiden und einen kleinen Preis zu zahlen, versuchte aber tatsächlich, mit Gott um meine Begierde nach Segen zu feilschen. Mein ganzes Wesen lebte immer noch unter Satans dunklem Einfluss und war weit davon entfernt, gerettet zu werden. Wenn ich diese verdorbenen Dispositionen nicht beseitigte, wenn diese Begierde nach Segen immer noch in meinem Herzen wäre, dann würde ich am Ende nicht errettet werden, selbst wenn ich eine Pflicht tat. Ich musste mich darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben. Das war der einzige Weg, um eine Chance auf Errettung zu haben.

Auch meine ständige Sorge, nicht gerettet werden zu können, wenn ich schwer krank würde und sterben würde – auch das kam daher, dass ich die Wahrheit nicht verstand. Also suchte ich nach relevanten Worten Gottes, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du in dem Moment, in dem dir das Leben genommen werden soll, gelassen bist, bereit, dich klaglos zu unterwerfen, du das Gefühl hast, deine Verantwortung, deine Verpflichtung und Pflichten bis zum Schluss erfüllt zu haben, und dein Herz fröhlich und friedlich ist – wenn du so stirbst –, dann bist du für Gott nicht gestorben. Vielmehr lebst du in einem anderen Reich und in einer anderen Form. Das Einzige, was passiert ist, ist, dass sich deine Lebensweise verändert hat – du bist nicht wirklich gestorben. In den Augen der Menschen heißt es: ‚Er ist in so jungen Jahren gestorben, wie schade!‘ Aber in den Augen Gottes bist du nicht gestorben oder gegangen, um zu leiden; vielmehr bist du gegangen, um Segnungen zu genießen und Gott näher zu kommen. Der Grund ist, dass du als geschaffenes Wesen in Gottes Augen bei der Ausführung deiner Pflicht bereits dem Standard entsprochen hast, du deine Pflicht jetzt zu Ende gebracht hast und Gott dich nicht mehr braucht, um diese Pflicht in den Reihen der geschaffenen Wesen auszuführen. Für Gott heißt dein ‚Gehen‘ nicht ‚gehen‘ – du wirst ‚weggeholt‘, ‚weggebracht‘ oder ‚weggeführt‘, und das ist gut so(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Aus Gottes Worten verstand ich, dass manche Menschen in der Lage sind, solange sie leben an ihrer Pflicht festzuhalten, egal was ihnen widerfährt – sei es Verfolgung, Drangsal, die Qual der Krankheit oder finanzielle Not –, ohne sich über Gott zu beklagen oder Ihn zu verraten. Solche Menschen legen ein echtes Zeugnis ab. Obwohl ihr Fleisch stirbt, werden sie tatsächlich von Gott aufgenommen und in eine andere Sphäre versetzt. Ich hatte mir immer Sorgen gemacht, dass ich mit dem Tod meine Chance auf Errettung verwirken würde, aber in Wirklichkeit wird das Ergebnis eines Menschen nach dem Tod durch seine Haltung gegenüber Gott und der Wahrheit zu seinen Lebzeiten bestimmt. Ich dachte an Hiob. Er glaubte daran, dass Gott der Herrscher über Himmel, Erde und alle Dinge ist. Sein ganzes Leben lang folgte er Gott und ging den Weg, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Als er mit dem Tod konfrontiert war, hatte er keine Sorge oder Angst, denn er glaubte daran, dass Gott über das Leben und den Tod eines Menschen herrscht und sie anordnet. Deshalb konnte er ihm ruhig entgegensehen. Hiob war ein Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied. Er blieb standhaft in seinem Zeugnis während Satans Versuchungen; zwar starb er, doch er wurde von Gott errettet. Weil ich die Wahrheit nicht verstand und die Fragen von Leben, Tod und Errettung nicht durchschauen konnte, machte ich mir immer Sorgen, dass Sterben bedeutete, nicht gerettet werden zu können. Wie töricht ich doch war! In Wirklichkeit macht es in Gottes Augen keinen Unterschied, ob ich lebe oder tot bin, solange ich nicht nach der Wahrheit strebe, nicht den Weg gehe, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, und in meinem Glauben an Gott mich nur entsage und aufwende, um eine Krone und Segen zu erhalten. Es hat nichts mit Errettung zu tun. Das liegt daran, dass ein solcher Aufwand dem Fleisch zugutekommt; er ist selbstsüchtig und erfüllt nicht die Pflicht und Verantwortung eines geschaffenen Wesens. Jetzt gibt Gott mir immer noch die Chance zu leben. Ich darf mich nicht länger von Sorgen über Leben, Tod oder Segen vereinnahmen lassen. Solange ich lebe, muss ich ernsthaft nach der Wahrheit streben und meine Pflicht als geschaffenes Wesen gut tun, um Gott zufriedenzustellen. Darauf sollte ich mich am meisten konzentrieren und darum sollte ich mich kümmern. Nur indem ich die Wahrheit erlange und die Wahrheitsrealität auslebe, wird mein Herz Freude und Frieden finden; nur dann werde ich den Tod nicht mehr fürchten.

Heutzutage bekomme ich immer noch Kopfschmerzen und fühle mich schwindelig, wenn ich meine Pflicht lange ausübe, aber meine Gedanken kreisen nicht mehr so sehr um die Krankheit. Wenn mein Kopf schmerzt, mache ich eine kurze Pause. In meinem täglichen Leben versuche ich auch, mich mehr zu bewegen, und war nicht länger besorgt oder beunruhigt darüber, was mit meinem Körper passieren wird und ob ich leben oder sterben werde. Solange ich lebe, werde ich meine Pflicht jeden Tag nach besten Kräften tun. Dank sei Gott!

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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