21. Ist es wahrer Glaube an Gott, nur darauf aus zu sein, Seine Gnade zu genießen?
Bevor ich zum Herrn Jesus fand, musste ich viel Leid und viele Prüfungen, Misserfolge und Rückschläge ertragen. Zuerst brachte ich Zwillingssöhne zur Welt, die als Frühgeburten nicht überlebten. Dann erlitt ich eine Reihe geschäftlicher Misserfolge, und andere schmiedeten Intrigen gegen mich, sodass ich mein Geschäft aufgeben musste. Doch am schwersten zu ertragen war der Verrat meines Mannes. Diese Schicksalsschläge, einer nach dem anderen, quälten mich so sehr, dass ich fast den Lebensmut verlor. Erst als ich 2001 zum Herrn Jesus fand, sah ich wieder Hoffnung. Nachdem ich den Herrn gefunden hatte, begann ich, in der Bibel zu lesen, an Versammlungen teilzunehmen und jeden Tag zum Herrn zu beten. Ich vertraute Ihm meine Last und meinen Schmerz an, und ehe ich mich versah, verschwanden mein Leid und meine Sorgen. Mein Herz war von einem Frieden und einer Leichtigkeit erfüllt, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Ich wurde auch viel glücklicher und entspannter. Später bekam ich noch einen Sohn, und mein Leben verlief allmählich wieder in ruhigeren Bahnen. Durch diese Veränderungen spürte ich, dass der Herr Jesus wirklich treu und wunderbar ist. Ich war so froh, den Herrn gefunden zu haben, und dem Herrn Jesus für meine Errettung zutiefst dankbar.
Im Mai 2003 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an und hieß die Rückkehr des Herrn willkommen. Ich erfuhr, dass dies die letzte Stufe von Gottes Werk der Rettung der Menschheit ist, die darauf abzielt, die Wurzel der Sünde des Menschen und seine verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, und die Geretteten schließlich in Gottes Königreich zu bringen. Ich fühlte mich wahrlich gesegnet, war unglaublich aufgeregt und glücklich, und nahm mir vor, fleißig nach der Wahrheit zu streben. Danach betete ich jeden Tag und las auch täglich die Worte des Allmächtigen Gottes. Ich nahm bei Wind und Wetter an Versammlungen teil. Obwohl mein Mann gegen meinen Glauben war, fühlte ich mich nicht eingeschränkt. Ich übernahm zu Hause die Gastgeberpflicht und predigte das Evangelium, wann immer ich Zeit hatte. Ich dachte, bei so viel Begeisterung würde Gott mich sicher gutheißen, mich mit noch mehr Gnade und Segen bedenken und mir ein friedliches und sicheres Leben schenken.
Später bekam mein einjähriger Sohn immer wieder Fieber, manchmal bis zu 39 Grad, begleitet von schwerem Asthma. Manchmal musste er sich übergeben, und die Medikamente wirkten nicht. Er musste ins Krankenhaus und tagelang oder sogar einen halben Monat lang am Tropf hängen, bis es ihm besser ging. Zu sehen, wie mein Kind jeden Tag Spritzen bekam oder Medikamente einnehmen musste, wie sein pausbäckiges Gesicht immer dünner wurde und seine frühere rosige Farbe und sein Strahlen verlor, brach mir das Herz und ließ mich weinen. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als diese Krankheit an seiner Stelle zu haben. Der Arzt diagnostizierte angeborenes allergisches Asthma. Er meinte, die Krankheit sei tückisch, da es keine spezielle Behandlung gebe, sondern nur herkömmliche Methoden, um den Zustand unter Kontrolle zu halten, aber er sagte auch, dass es besser werden könnte, wenn er älter wird und sein Immunsystem stärker wird. Die vagen Worte des Arztes ließen mich voller Schmerz und Hilflosigkeit zurück. Ich betete oft zu Gott und bat Ihn, die Krankheit meines Kindes zu heilen. Doch der Zustand meines Kindes besserte sich nicht, und ich begann, Auffassungen zu entwickeln. Ich dachte: „Ich habe immer voller Eifer gestrebt, jeden Tag gebetet und Gottes Worte gelesen. Ich habe nie Versammlungen versäumt und meine Pflichten aktiv ausgeführt. Gott sollte mich doch segnen, oder? Als ich an den Herrn Jesus glaubte, hatte ich Gnade, Segen, Frieden und Freude. Warum hat der Allmächtige Gott die Krankheit meines Kindes nicht geheilt, wo ich doch jetzt an Ihn glaube? Gott ist allmächtig, könnte Er die Krankheit meines Sohnes nicht mit einem einzigen Wort heilen? Warum erhört Gott meine Gebete nicht?“ Besonders musste ich an das Kind eines Verwandten denken, das einen Hirnschaden davongetragen hatte, weil ein hohes Fieber zu spät behandelt worden war. Mein Sohn war noch so klein. Ich fragte mich, ob das häufige hohe Fieber seinem Gehirn schaden und seine Intelligenz beeinträchtigen würde. Allein der Gedanke daran zerriss mir das Herz. Meine Zwillinge hatte ich schon verloren, und der Arzt sagte, ich könne nur schwer schwanger werden. Wenn meinem Sohn nun etwas zustieße, wie sollte ich da weiterleben? Bei diesen Gedanken musste ich bitterlich weinen. Unter Tränen betete ich verzweifelt zu Gott und bat Ihn, Erbarmen zu haben, meinen Sohn zu schützen und ihn schnell zu heilen. Doch egal, wie sehr ich betete, es schien, als würde Gott mich nicht erhören. Nach einer Weile hatte sich der Zustand meines Kindes nicht gebessert – im Gegenteil, er bekam sogar noch häufiger Fieber. Jedes Mal, wenn er fieberte, bekam er schlecht Luft, konnte nichts essen und musste sich übergeben, wenn er etwas gegessen hatte. Mein Kind in so jungen Jahren so leiden zu sehen, brach mir fast das Herz. Ich begann, an Gott zu zweifeln, und dachte: „Als ich an den Herrn Jesus glaubte, schenkte Er immer Heilung, wenn ich wegen einer Krankheit betete. Warum wirken denn jetzt, wo ich an den Allmächtigen Gott glaube, meine Gebete nicht? Glaube ich an das Falsche? Ist der Allmächtige Gott wirklich der wiedergekehrte Herr Jesus?“ Da mein Kind so oft krank war, galt meine ganze Aufmerksamkeit seiner Pflege. Ich besuchte die Versammlungen nicht mehr regelmäßig, konnte mich nicht darauf konzentrieren, Gottes Worte zu essen und zu trinken, und fand in meinen Gebeten keine Worte mehr. Mein Herz entfernte sich von Gott.
Später kamen einige Schwestern, um mir zu helfen und mich zu unterstützen. Sie suchten einige Passagen aus Gottes Worten für mich heraus. Ich las diese Worte des Allmächtigen Gottes: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, ist eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; sie erfordern, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und die Dinge, die Hiob widerfuhren, waren die Taten und die Störungen der Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf. … Alles, was Menschen tun, erfordert ein gewisses Maß ihres Herzbluts. Ohne tatsächliches Leiden können sie Gott nicht zufriedenstellen, sie kommen noch nicht mal in die Nähe der Zufriedenstellung von Gott, und sie geben nur leere Parolen von sich. Können diese leeren Parolen Gott zufriedenstellen? Wie solltest du, wenn sich Gott und Satan in der geistlichen Welt ein Gefecht liefern, Gott zufriedenstellen und in deinem Zeugnis für Ihn standhaft bleiben? Du solltest wissen, dass alles, was dir widerfährt, eine große Prüfung für dich darstellt sowie den Zeitpunkt, an dem Gott dein Zeugnis braucht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Eine meiner Schwestern sagte: „In unserem Leben werden viele enttäuschende Dinge geschehen, und hinter jedem steckt ein geistlicher Kampf. Aus Gottes Sicht sind dies Prüfungen, die er uns auferlegt, um zu sehen, ob wir Glauben an Ihn haben und in unserem Zeugnis standhaft bleiben können. Vonseiten Satans sind es Angriffe und Versuchungen. Sein Ziel ist es, uns dazu zu bringen, an Gottes Werk zu zweifeln und Gott dann zu leugnen und zu verraten. Genauso war es bei Hiob. Oberflächlich betrachtet schien es nur, als hätten Räuber seinen Besitz gestohlen und als sei er mit schmerzhaften Geschwüren übersät, aber in Wirklichkeit wettete Satan mit Gott, nur um zu sehen, auf welcher Seite Hiob stehen würde. Heute ist der Allmächtige Gott gekommen, um die Wahrheit auszudrücken und uns zu erretten. Satan kann das nicht ertragen, also nutzt er die Krankheiten unserer Kinder, um uns anzugreifen und zu stören. Er versucht, uns dazu zu bringen, an Gott zu zweifeln oder Ihn sogar zu leugnen und zu verlassen. Wir müssen mehr beten und uns auf Gott verlassen, um Satans Machenschaften zu durchschauen.“ Nach dem gemeinschaftlichen Austausch der Schwester dachte ich über mein Verhalten und das, was ich offenbarte, nach. Ich sah, dass ich keinen wirklichen Glauben an Gott und keine wirkliche Unterwerfung Ihm gegenüber hatte und dass es mir an Unterscheidungsvermögen für Satans Machenschaften fehlte. Ich hatte mich in meinem Glauben nur auf meinen Enthusiasmus gestützt. In meinen Auffassungen und Vorstellungen dachte ich, dass der Herr Jesus Kranke heilte, Dämonen austrieb sowie Gnade und Segen schenkte. Da der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus ist, kann Er sicherlich Zeichen und Wunder vollbringen, um Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben. Also betete ich immer wieder zu Gott und bat Ihn, mein Kind zu heilen. Ich dachte, Gott würde mein leidenschaftliches Streben sicher berücksichtigen und mein Kind schnell heilen. Aber als die Realität das genaue Gegenteil von dem war, was ich dachte, und der Zustand meines Kindes sich nicht nur nicht besserte, sondern schlimmer wurde, begann ich, an Gott zu zweifeln, und verlor meine Motivation zu beten, Versammlungen zu besuchen und meine Pflichten zu tun. Ich offenbarte so viel Verdorbenheit, ohne es überhaupt zu merken. Ich hatte sogar gedacht, meine Ideen seien vollkommen richtig, aber mir wurde klar, dass ich in meinem Glauben an Gott völlig verwirrt gehandelt hatte! Da ich dann meine Unzulänglichkeiten erkannte, aß und trank ich bewusst mehr von Gottes Worten und besuchte mehr Versammlungen. Ich betete auch zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich aus der Krankheit meines Kindes meine Lektionen lernen konnte.
Eines Tages las ich während meiner Andachten einige Passagen aus Gottes Worten und erlangte eine gewisse Erkenntnis über Gottes Werk. Der Allmächtige Gott sagt: „In den Auffassungen des Menschen muss Gott immer Zeichen und Wunder zeigen, immer heilen und Dämonen austreiben sowie immer genauso wie Jesus sein. Doch dieses Mal ist Gott überhaupt nicht so. Wenn Gott während der letzten Tage noch immer Zeichen und Wunder zeigen, noch immer Dämonen austreiben und heilen würde – wenn Er genau dasselbe täte wie Jesus – dann würde Gott dieselbe Arbeit wiederholen und die Arbeit Jesu hätte keine Bedeutung oder keinen Wert. Deshalb führt Gott eine Arbeitsphase in jedem Zeitalter durch. Sobald jede Phase Seiner Arbeit vollendet worden ist, wird sie bald darauf von bösen Geistern nachgeahmt, und sobald Satan damit anfängt, Gott auf den Fersen zu sein, wechselt Gott zu einer anderen Methode über. Sobald Gott eine Phase Seiner Arbeit vollendet hat, wird sie von bösen Geistern nachgeahmt. Ihr müsst euch darüber im Klaren sein. Warum unterscheidet sich Gottes heutige Arbeit von der Arbeit Jesu? Warum zeigt Gott heute keine Zeichen und Wunder, treibt keine Dämonen aus und heilt nicht? Wäre die Arbeit Jesu dieselbe, wie die während des Zeitalters des Gesetzes durchgeführte Arbeit, hätte Er dann Gott im Zeitalter der Gnade repräsentieren können? Hätte Er die Arbeit der Kreuzigung vollenden können? Wenn Jesus, wie im Zeitalter des Gesetzes, in den Tempel eingetreten wäre und den Sabbat eingehalten hätte, dann wäre Er von niemandem verfolgt und von allen in die Arme geschlossen worden. Wenn dem so gewesen wäre, hätte Er dann gekreuzigt werden können? Hätte Er die Arbeit der Erlösung vollenden können? Welchen Sinn hätte es, wenn der menschgewordene Gott der letzten Tage, Zeichen und Wunder zeigen würde, wie Jesus es tat? Nur wenn Gott während der letzten Tage einen anderen Teil Seiner Arbeit durchführt, einen, der einen Teil Seines Führungsplans darstellt, kann der Mensch tiefere Gotteskenntnis gewinnen, und nur dann kann der Führungsplan Gottes vollendet werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kenntnis von Gottes gegenwärtigem Werk). „Die von Gott getane Arbeit dieses Zeitalters ist vorwiegend die Bereitstellung der Worte des Lebens für den Menschen; die Bloßstellung der Wesensnatur und der verdorbenen Disposition des Menschen; und die Beseitigung von religiösen Auffassungen, feudalem Denken überholtem Denken, und das Wissen und die Kultur des Menschen. All diese Dinge müssen gereinigt werden, indem sie durch Gottes Worte bloßgelegt werden. In den letzten Tagen wendet Gott Worte, keine Zeichen und Wunder, um den Menschen perfekt zu machen. Er benutzt Seine Worte, um den Menschen zu enthüllen, den Menschen zu richten, den Menschen zu züchtigen und um den Menschen zu perfektionieren, damit der Mensch in den Worten Gottes die Weisheit und Lieblichkeit Gottes erkennen und Gottes Disposition verstehen kann, und der Mensch somit durch die Worte Gottes die Taten Gottes erblicken kann“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kenntnis von Gottes gegenwärtigem Werk). „Heute sollte euch allen Folgendes klar sein: Was Gott in den letzten Tagen hauptsächlich verwirklicht, ist die Tatsache, dass ‚das Wort Fleisch wird‘. Durch Seine praktische Arbeit auf Erden bringt Er den Menschen dazu, Ihn zu kennen, sich auf Ihn einzulassen und Seine praktischen Taten zu sehen. Er bringt den Menschen dazu, deutlich zu erkennen, dass Er Zeichen und Wunder wirken kann, und dass es auch Zeiten gibt, in denen Er das nicht kann; dies hängt vom Zeitalter ab. Daraus kannst du erkennen, dass Gott nicht unfähig ist, Zeichen und Wunder zu wirken, sondern dass Er stattdessen Seine Arbeitsweise der zu erledigenden Arbeit und dem Zeitalter entsprechend ändert. In der gegenwärtigen Arbeitsphase zeigt Er keine Zeichen und Wunder; dass Er einige Zeichen und Wunder im Zeitalter Jesu zeigte, lag daran, dass Seine Arbeit in jenem Zeitalter anders war. Gott tut diese Arbeit heute nicht und manche Menschen glauben, Er sei unfähig, Zeichen und Wunder zu wirken, oder aber sie denken, dass Er nicht Gott ist, wenn Er keine Zeichen und Wunder wirkt. Ist das nicht ein Trugschluss? Gott kann Zeichen und Wunder wirken, aber Er arbeitet in einem anderen Zeitalter, also tut Er eine solche Arbeit nicht. Da dies ein anderes Zeitalter ist und da dies eine andere Phase der Arbeit Gottes ist, sind die von Gott offenbarten Taten ebenfalls anders. Der Glaube des Menschen an Gott ist kein Glaube an Zeichen und Wunder, noch der Glaube an Wundertaten, sondern der Glaube an Seine praktische Arbeit während des neuen Zeitalters. Der Mensch lernt Gott durch die Art und Weise kennen, wie Gott arbeitet, und diese Kenntnis ruft im Menschen den Glauben an Gott hervor, das heißt, den Glauben an die Arbeit und Taten Gottes. In dieser Arbeitsphase spricht Gott hauptsächlich. Warte nicht darauf, Zeichen und Wunder zu sehen; du wirst keine sehen! Das liegt daran, dass du nicht während des Zeitalters der Gnade geboren wurdest. Wenn dem so wäre, hättest du Zeichen und Wunder sehen können, aber du wurdest während der letzten Tage geboren, also kannst du nur die Praktikabilität und die Normalität Gottes sehen. Erwarte nicht, den übernatürlichen Jesus in den letzten Tagen zu sehen! Du kannst nur den praktischen menschgewordenen Gott sehen, der sich nicht von einem normalen Menschen unterscheidet. In jedem Zeitalter offenbart Gott andere Taten. In jedem Zeitalter offenbart Er einen Teil Seiner Taten, und die Arbeit jedes Zeitalters stellt einen Teil der Disposition Gottes dar und einen Teil der Taten Gottes. Die Taten, die Er offenbart, verändern sich mit dem Zeitalter, in welchem Er arbeitet, sie alle versehen jedoch den Menschen mit einer Kenntnis von Gott, die tiefer ist, einem Glauben an Gott, der wahrhaftiger und stabiler ist. Der Mensch glaubt wegen all der Taten Gottes an Gott, weil Gott so herrlich ist, so groß, weil Er allmächtig und unergründlich ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kenntnis von Gottes gegenwärtigem Werk).
Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde es in meinem Herzen viel heller. Wenn Gott das Werk der letzten Tage tut, dann ist es nicht so, dass Er keine Zeichen und Wunder vollbringen könnte, sondern Gott wirkt in diesem letzten Zeitalter nicht mehr auf diese Weise. In seinem jetzigen Werk benutzt Gott Worte, um die Menschen zu perfektionieren und zu reinigen. Durch Seine Worte deckt Er Dinge wie die satanischen verdorbenen Dispositionen der Menschen, ihre alten Gedanken und ihre verschiedenen religiösen Auffassungen über Gott auf und befähigt die Menschen so, ihre satanischen verdorbenen Dispositionen abzulegen. Wenn es bei Gottes Werk in den letzten Tagen immer noch darum ginge, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und Zeichen und Wunder zu vollbringen, sodass die Menschen Gott als besonders übernatürlich sehen, würden die verdorbenen Dispositionen der Menschen und ihre Auflehnung und ihr Widerstand gegen Gott nicht so leicht offenbart werden, und wir würden unsere verdorbenen Dispositionen niemals erkennen, geschweige denn gereinigt und umgewandelt werden. Genau wie bei mir: Wäre die Krankheit meines Kindes gleich nach meinem Gebet geheilt worden, hätte ich keine Auffassungen über Gott gehabt und auch keine Zweifel an Ihm. Ich hätte gedacht, ich hätte großen Glauben an Gott und würde wahrhaftig streben. Aber als die Krankheit meines Kindes nicht geheilt wurde, entwickelte ich Missverständnisse und Auffassungen über Gott. Ich beschwerte mich, dass Gott meine Gebete nicht erhörte, und zweifelte sogar an Gott. Ich wollte nicht mehr beten oder Versammlungen besuchen, und meine anfängliche Begeisterung verflog. Angesichts der Tatsachen wurden meine Verdorbenheit, meine Auflehnung und meine Auffassungen über Gott vollständig offenbart. Erst da erkannte ich, wie abwegig und absurd meine Sichtweise war, das Werk Gottes danach zu beurteilen, ob Er Zeichen und Wunder vollbringt oder Krankheiten heilt und Dämonen austreibt. Gott vollbringt in jedem Zeitalter eine Stufe des Werks, und ein neues Zeitalter erfordert neues Werk. Im Zeitalter der Gnade führte der Herr Jesus das Werk der Erlösung aus. Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus und wirkte einige Zeichen und Wunder. Aber jetzt ist das Zeitalter des Königreichs, das letzte Zeitalter, und Gott führt das Werk des Gerichts und der Reinigung der Menschen durch Seine Worte aus, wodurch Er alle Menschen ihrer Art entsprechend einteilt, dann die Guten belohnt und die Bösen bestraft und dieses alte Zeitalter beendet. Wenn der Allmächtige Gott immer noch wie der Herr Jesus wirken würde, indem Er Zeichen und Wunder vollbringt, Kranke heilt und Dämonen austreibt, würde Er dann nicht Sein Werk wiederholen? Wie könnte das Zeitalter dann beendet werden? Außerdem können böse Geister das Werk, das Gott getan hat, auch nachahmen. Wenn ich also danach beurteilen würde, ob das Werk von Gott stammt, indem ich nur darauf achte, ob Zeichen und Wunder geschehen oder ob die Krankheiten von Menschen geheilt werden, würde ich am Ende das Werk von Satan und böser Geister für das Werk Gottes halten und Gotteslästerung begehen! Zwar hatte ich dem Namen nach das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage angenommen, aber ich hatte keine wahre Erkenntnis von Gott. Ich betrachtete Gottes neuestes Werk immer noch aus der Perspektive des Zeitalters der Gnade, wo ich nur darauf aus war, von dem Brot zu essen und satt zu werden. Ich versuchte im Grunde nur, die alten Wege in einem neuen Gewand zu gehen. Ein solcher Glaube findet vor Gott keine Billigung. Gottes Werk in den letzten Tagen zielt nicht darauf ab, Menschen durch Zeichen und Wunder zu perfektionieren, sondern vielmehr durch Seine Worte. Darin zeigt sich wahrhaft Gottes Allmacht und Weisheit! Wenn Zeichen und Wunder vollbracht würden, würden beim Anblick dieser Taten alle glauben, und es gäbe keinen Widerstand. Aber wie könnte man dann zwischen Böcken und Schafen unterscheiden, zwischen Unkraut und Weizen, zwischen wahren Gläubigen und falschen und zwischen guten und bösen Dienern? Wie könnte Gott so das Werk des Perfektionierens, Offenbarens und Ausmusterns der Menschen tun? Jetzt wirkt der Allmächtige Gott, indem Er die Wahrheit ausdrückt, um Menschen zu erobern und zu erretten, und Er vollbringt keine Zeichen und Wunder. Er achtet nur darauf, ob die Menschen die Wahrheit annehmen können. Auf diese Weise können nur diejenigen, die wirklich an Gott glauben, errettet werden, und diejenigen, die Satan, dem Teufel, angehören, werden offenbart und ausgemustert. Ich sehe, je normaler und praktischer Gottes Werk ist, desto mehr von Seiner Weisheit steckt darin. Gottes Art, so zu wirken, ist wirklich wunderbar! Wären da nicht die Offenbarung der Tatsachen und die Enthüllung durch Gottes Worte gewesen, hätte ich nie erkannt, dass mein Glaube an Gott vage war und ich Auffassungen hegte. Ich hätte auch nicht erkannt, dass ich mich Gott immer noch widersetzte und gegen Ihn aufbegehrte, geschweige denn hätte ich irgendeine Erkenntnis zu Gottes praktischem Werk erlangt. In jenem Moment spürte ich eine große Erleichterung und Befreiung in meinem Herzen, und ich hoffte nicht mehr verzweifelt darauf, dass Gott Zeichen und Wunder vollbringen würde, um die Krankheit meines Kindes zu beseitigen.
Durch die Krankheit meines Kindes wurde mir klar, dass meine Sichtweise über den Glauben an Gott abwegig und absurd war. Danach begann ich nachzudenken: Was ist die richtige Sichtweise über den Glauben an Gott? Ich las Gottes Worte: „Versteht ihr jetzt, was der Glaube an Gott ist? Bedeutet Glaube an Gott, Zeichen und Wunder zu erblicken? Bedeutet er, in den Himmel aufzufahren? An Gott zu glauben, ist nicht im Geringsten einfach. Diese religiösen Praktiken sollten bereinigt werden; nach Heilung der Kranken und Austreibung von Dämonen zu streben, sich auf Zeichen und Wunder zu konzentrieren, mehr von Gottes Gnade, Frieden und Freude zu begehren, nach Perspektiven und fleischlicher Bequemlichkeit zu streben – das sind religiöse Praktiken, und solche religiösen Praktiken sind eine vage Art des Glaubens. Was ist wahrer Glaube an Gott heute? Es ist, Gottes Wort als deine Lebensrealität anzunehmen und Gott durch Sein Wort zu kennen, um eine wahre Liebe zu Ihm zu erreichen. Um deutlich zu sein: Der Glaube an Gott existiert, damit du dich Gott unterwerfen kannst, Gott lieben kannst und die Pflicht erfüllen kannst, die von einem geschaffenen Wesen erfüllt werden sollte. Das ist das Ziel des Glaubens an Gott. Du musst Kenntnis von der Lieblichkeit Gottes erlangen, davon, wie würdig Gott der Ehrfurcht ist, davon, wie Gott in Seinen geschaffenen Wesen das Werk der Errettung vollbringt und sie perfekt macht – das ist das Wesentliche deines Glaubens an Gott. Der Glaube an Gott ist vorwiegend der Wechsel von einem Leben des Fleisches zu einem Leben der Gottesliebe; vom Leben in Verderbtheit zum Leben im Leben von Gottes Worten; es bedeutet, aus der Macht Satans hervorzukommen und unter der Fürsorge und dem Schutz Gottes zu leben; er ist, fähig zu sein, Gott gegenüber Unterwerfung zu erreichen und nicht Unterwerfung unter dem Fleisch; er ist, Gott zu erlauben, dein ganzes Herz zu gewinnen, Gott zu erlauben, dich zu perfektionieren und dich von der verdorbenen satanischen Veranlagung zu befreien. Beim Glauben an Gott geht es vor allem darum, dass die große Kraft und Herrlichkeit Gottes in dir zum Ausdruck gebracht werden kann, damit du Gottes Willen befolgen und Gottes Plan erfüllen kannst und in der Lage sein kannst, vor Satan Zeugnis für Gott abzulegen. Zeichen und Wunder zu erblicken, sollte im Glauben an Gott nicht das Ziel sein, noch sollte dieser um deines persönlichen Fleisches willen sein. Sein Ziel sollte das Streben nach Gotteskenntnis sein und damit man imstande ist, sich Gott zu unterwerfen, und damit man sich Ihm, wie Petrus, bis hin zum Tod unterwirft. Das sind die Hauptziele des Glaubens an Gott. … Wenn du dir in deinem Glauben an Gott immer wünschst, Zeichen und Wunder zu sehen, dann ist diese Sichtweise des Glaubens an Gott falsch. Glauben an Gott ist in erster Linie das Annehmen von Gottes Wort als die Lebensrealität. Wenn Menschen alle Worte, die aus Gottes Mund kommen, in die Praxis umsetzen und sie an sich selbst verwirklichen, ist Gottes Ziel erreicht. Beim Glauben an Gott sollte der Mensch danach streben, von Gott vervollkommnet zu werden, fähig zu sein, sich Gott zu unterwerfen, und völlige Unterwerfung unter Gott zu erreichen. Wenn du dich Gott ohne Klage unterwerfen kannst, auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen kannst, die Größe von Petrus erreichen kannst und den Stil von Petrus besitzt, von dem Gott sprach, dann wirst du Erfolg im Glauben an Gott erlangt haben, und es wird bedeuten, dass du von Gott gewonnen wurdest“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Alles wird durch das Wort Gottes vollbracht). Aus Gottes Worten verstand ich die richtige Sichtweise auf den Glauben an Gott. Man glaubt weder um der Gnade und des Segens willen an Gott, noch um ein friedliches und reibungsloses Leben für das Fleisch zu erlangen. Das ist kein wahrer Glaube an Gott. Gott hofft, dass wir nach der Wahrheit streben können, nach Seinen Worten leben, wenn uns etwas widerfährt, und unser tatsächliches Ausleben nutzen, um für Gott Zeugnis abzulegen und Ihn zu verherrlichen. Das ist wahrer Glaube an Gott. Ich war einzig und allein darauf fixiert, auf die Heilung der Krankheit meines Kindes zu hoffen, doch ich wusste nicht, was Gottes Absicht war oder wie ich in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben sollte. Ich suhlte mich völlig in meiner verdorbenen Disposition, richtete und beschränkte Gott auf der Grundlage meiner eigenen Auffassungen, und zweifelte sogar an Gott und leugnete Gottes Werk. Inwiefern war ich Gott gegenüber aufrichtig oder Ihm unterwürfig? Ich legte wirklich überhaupt kein Zeugnis ab! Als mein Kind krank war, prüfte Gott auch meine Haltung genau, um zu sehen, ob ich wahren Glauben an Ihn hatte und mich Ihm wirklich unterwarf. Ich musste meine Auffassungen beiseitelegen, und egal, was mit der Krankheit meines Kindes geschah, ich durfte nicht weiter so negativ eingestellt und schwach sein oder mich von Gott entfernen.
Aber Vorsätze sind leicht gefasst. Es ist viel schwieriger, die Wahrheit wirklich zu praktizieren. Eines Nachmittags, als wir uns gerade versammeln wollten, hatte mein Kind wieder Fieber. Mir wurde klar, dass Satan versuchte, mich in Versuchung zu führen, und mich dazu bringen wollte, die Versammlung aufzugeben. Ich dachte an Gottes Worte: „Wenn du vor Satan nicht Zeugnis ablegen kannst, wird Satan dich auslachen, wird dich wie einen Scherz, wie ein Spielzeug behandeln, und er wird dich oftmals zum Narren halten und deinen Verstand komplett durcheinanderbringen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Satan wusste, dass ich mich am meisten um mein Kind sorgte, also nutzte er immer wieder die Krankheit meines Kindes, um zu versuchen, mich zu stören und mich daran zu hindern, an Versammlungen teilzunehmen. Früher verstand ich die Wahrheit nicht und konnte Satans Machenschaften nicht durchschauen. Jedes Mal, wenn die Krankheit meines Kindes mit einer Versammlung kollidierte, geriet ich in Panik und kehrte der Versammlung schnell den Rücken, um mein Kind zum Arzt zu bringen, und ließ mich so von Satan an der Nase herumführen. Wenn ich keine Versammlung hatte, war mein Kind fieberfrei, aber sobald ich eine hatte, bekam es Fieber. Je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass dies einzig und allein Satans Machenschaft war, und ich wusste, dass ich mich nicht länger von Satan binden und kontrollieren lassen durfte. Ich betete in meinem Herzen zu Gott: „Gott, ich möchte nicht mehr von Satan getäuscht oder gequält werden. Ich möchte mich mit meinen Brüdern und Schwestern versammeln. Bitte hilf mir.“ Nach dem Gebet wurde mein Herz etwas ruhiger. Ich schaute nach meinem Sohn. Sein Fieber war nur leicht, und er schien guter Dinge zu sein. Also ließ ich ihn bei meiner Schwiegermutter, bat sie, ihm etwas Fiebermittel zu geben, und ging zur Versammlung. Zu meiner Überraschung sah ich nach meiner Rückkehr von der Versammlung, wie mein Kind fröhlich mit Spielzeug spielte. Meine Schwiegermutter sagte, das Fieber sei ohne Medikamente gesunken. Ich war so glücklich und bewegt, dass ich in Tränen ausbrach. Ich dachte daran, wie das Fieber meines Sohnes früher nie enden wollte und wie wir ins Krankenhaus mussten, damit er Infusionen bekam und es ihm besser ging, aber dieses Mal ging das Fieber ganz ohne Medikamente zurück. Ich konnte es kaum glauben, und dankte und pries Gott in meinem Herzen immer wieder. Durch diese Erfahrung verstand ich auch, dass Gott mein Kind zwar zuerst nicht heilte, als es krank war, obwohl ich zu Ihm betete, dass darin aber Seine Weisheit lag. Damals war mein Herz voll von Auffassungen, Vorstellungen und Beschränkungen bezüglich Gott, und ich besaß keine Erkenntnis über Gottes Werk in den letzten Tagen, das Menschen durch Seine Worte erobert und perfektioniert. Ich hatte auch kein Unterscheidungsvermögen bezüglich Satans Versuchungen und Störungen. Also ließ Gott zu, dass Satans Störungen und Versuchungen immer wieder kamen, um mich zu läutern, damit ich die Wahrheit verstehen und Gott erkennen konnte. In diesem Prozess offenbarte ich Auffassungen, Missverständnisse, Beschwerden und Zweifel gegenüber Gott, und Gott nutzte dann Seine Worte, um mich zu erleuchten und zu führen, wobei Er meine Auffassungen und Verdorbenheit aufdeckte und richtete. Dies ermöglichte mir, die normale und praktische Natur von Gottes Werk in den letzten Tagen zu verstehen, und mein eigenes Aufbegehren und meinen Widerstand zu erkennen, und half mir auch, Satans Machenschaften unterscheiden zu lernen. Letztendlich war ich in der Lage, meine Auffassungen beiseitezulegen, gegen mein Fleisch aufzubegehren und die Wahrheit zu praktizieren. Ich sah, dass Gott, der auf diese Weise wirkt, wahrhaftig allmächtig, praktisch, und äußerst weise ist. Durch diese Erfahrung begann ich wirklich, die Autorität und Kraft von Gottes Worten zu erkennen, und ich sah, dass Gott praktische Worte und ein praktisches Wirken nutzt, um Menschen zu erobern und zu perfektionieren und ihre Herzen zu gewinnen. Dass Gott in den letzten Tagen auf diese Weise wirkt, ist viel bedeutungsvoller als das Vollbringen von Zeichen und Wundern. Das erinnerte mich an eine Passage aus Gottes Worten: „Beim Werk der letzten Tage ist die Macht des Wortes größer als die der Manifestierungen von Zeichen und Wundern, und die Autorität des Wortes übersteigt die der Zeichen und Wunder“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Geheimnis der Menschwerdung (4)). Diese Worte sind so wahr!
Später las ich noch zwei weitere Passagen aus Gottes Worten, und ich erlangte eine gewisse Erkenntnis über meine verdorbene Disposition. Der Allmächtige Gott sagt: „So viele glauben an Mich, nur damit Ich sie heile. So viele glauben an Mich, nur damit Ich Meine Kraft gebrauche, um unreine Geister aus ihren Körpern auszutreiben, und so viele glauben an Mich, einfach nur, um Frieden und Freude von Mir zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur um größeren materiellen Reichtum von Mir zu fordern. So viele glauben an Mich, nur um dieses Leben in Frieden zu verbringen und in der kommenden Welt heil und unversehrt zu sein. So viele glauben an Mich, um das Leiden der Hölle zu vermeiden und die Segnungen des Himmels zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur wegen vorübergehender Bequemlichkeit, streben jedoch nicht danach, etwas in der kommenden Welt zu erlangen. Wenn Ich den Menschen Meinen Zorn gewähre und ihnen all die Freude und den Frieden nehme, die sie einst besaßen, beginnen sie zu zweifeln. Wenn Ich den Menschen die Leiden der Hölle zuteilwerden lasse und ihnen die Segnungen des Himmels entziehe, geraten sie in Wut. Wenn die Menschen Mich bitten, sie zu heilen, und Ich sie nicht beachte und Abscheu für sie empfinde, verlassen die Menschen Mich, um stattdessen nach dem Weg der bösen Medizin und Zauberei zu suchen. Wenn Ich alles wegnehme, was die Menschen von Mir gefordert haben, verschwinden sie alle spurlos. Darum sage Ich, dass die Menschen an Mich glauben, weil Meine Gnade zu reichlich ist und weil es zu viele Vorteile dadurch zu gewinnen gibt“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). „Ihr solltet verstehen, warum ihr an Mich glaubt; wenn ihr nur Mein Schüler oder Mein Patient sein wollt oder einer Meiner Heiligen im Himmel werden wollt, dann wird es sinnlos sein, dass ihr Mir folgt. Mir auf diese Art zu folgen, wäre einfach Kraftverschwendung; einen Glauben dieser Art an Mich zu haben, wäre nur Zeitverschwendung und Vergeudung eurer Jugend. Und am Ende würdet ihr nichts erhalten. Wäre das nicht vergebliche Mühe? Ich bin vor langer Zeit von den Juden fortgegangen und bin nicht länger Arzt des Menschen, noch die Medizin für den Menschen. Ich bin nicht länger ein Lasttier für den Menschen, das man nach Belieben antreibt oder schlachtet; vielmehr bin Ich unter die Menschen gekommen, um den Menschen zu richten und zu züchtigen, damit der Mensch Mich kennen kann. Du solltest wissen, dass Ich einst das Werk der Erlösung vollbrachte; einst war Ich Jesus, aber Ich konnte nicht für immer Jesus bleiben, genauso wie Ich einst Jehova war, aber später Jesus wurde. Ich bin der Gott der Menschheit, der Schöpfer, aber Ich kann nicht für immer Jesus oder Jehova bleiben. Ich bin das gewesen, was der Mensch als Arzt betrachtet, aber man kann nicht sagen, dass Gott lediglich ein Arzt für die Menschheit ist. Wenn du also die alten Ansichten in deinem Glauben an Mich hast, wirst du nichts erreichen. Ganz gleich wie du Mich heute preist: ‚Wie sehr liebt Gott den Menschen; Er heilt mich und schenkt mir Segen, Frieden und Freude. Wie gut ist Gott zum Menschen; wenn wir nur an Ihn glauben, dann brauchen wir uns um Geld und Reichtum keine Gedanken zu machen …‘, kann Ich Mein ursprüngliches Werk trotzdem nicht unterbrechen. Wenn du heute an Mich glaubst, wirst du nur Meine Herrlichkeit empfangen und würdig sein, Mich zu bezeugen, und alles andere wird zweitrangig sein. Dies musst du ganz klar wissen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). Als ich über Gottes Worte nachdachte, sah ich die verachtenswerten Absichten in meinem Glauben. Als ich früher an den Herrn Jesus glaubte, genoss ich die Gnade, den Frieden und die Freude, die der Herr mir schenkte, und deshalb dachte ich, dass ich in meinem Glauben an den Herrn wahrhaftig gesegnet war. Aber nachdem ich zum Allmächtigen Gott gefunden hatte, sah ich, wie Gott die Wahrheit ausdrückt, um Menschen zu erretten, und sie schließlich ins Himmelreich bringt, und so wurde ich noch aktiver in meinem Streben. Jeden Tag aß und trank ich Gottes Worte und betete zu Gott. Ich kam nie zu spät zu Versammlungen, und ich predigte das Evangelium und übernahm die Gastgeberpflicht. Ich tat all diese Dinge, um Gott zu gefallen, und dachte, dass Gott mich dadurch mit noch mehr Gnade und Segen bedenken würde. Ich sah, dass ich nur an Gott glaubte, um Ihn zu benutzen, um mein Verlangen nach Segnungen zu stillen. Es war mir völlig egal, welches Werk Gott tat, noch kümmerte ich mich darum, was Gott von den Menschen verlangte, wie Menschen an Gott glauben sollten, um mit Seinen Absichten im Einklang zu stehen und Ihn zufriedenzustellen, welche Art von Menschen in das Königreich eingehen kann, ob meine Art zu glauben Gottes Billigung fand, oder was die richtige Sichtweise auf den Glauben an Gott ist. Ich wusste nichts von diesen Dingen, noch hatte ich jemals darüber nachgedacht. Ich verließ mich nur auf meinen Enthusiasmus, um mich mit anderen zu versammeln und das Evangelium zu predigen, und dachte, dass ich dadurch Gott zufriedenstellte und Seine Segnungen erhalten sollte. Als mein Kind hohes Fieber hatte, das nicht sinken wollte, waren die Gnade und die Segnungen, um die ich gebetet hatte, nirgends zu sehen, aber ich suchte nicht nach der Wahrheit und dachte nicht über mich selbst nach. Stattdessen zweifelte ich in meinem Herzen an Gott und leugnete Sein Werk. Ich sah, dass mein Verlangen nach Segnungen zu stark war. Gott ist der Schöpfer, und ich bin ein geschaffenes Wesen, es ist also vollkommen normal und gerechtfertigt, dass ein geschaffenes Wesen an Gott glaubt und seine Pflicht tut. Ich sollte nicht versuchen, Geschäfte mit Gott zu machen, geschweige denn unangemessene Forderungen an Ihn stellen. Jetzt verstand ich wirklich, dass Gottes gute Absichten hinter der Krankheit meines Kindes steckten. Dies ermöglichte es mir, nachzudenken und meine satanische Disposition und meine abwegigen und absurden Ansichten über den Glauben zu verstehen. Ich erkannte auch, dass man bei der Beurteilung, ob etwas wirklich Gottes Werk ist, dies nicht darauf basieren sollte, ob Zeichen und Wunder vollbracht werden, ob Krankenheilungen und Dämonenaustreibungen geschehen, oder ob Gnade und Segen gewährt werden. Vielmehr sollte man es darauf basieren, ob dadurch die Wahrheit ausgedrückt werden kann, ob dieses Werk Menschen dazu führen kann, ein immer größeres Verständnis von Gott zu erlangen, ob dieses Werk die satanischen verdorbenen Dispositionen der Menschen reinigen und umwandeln kann, und ob dieses Werk Menschen erretten und perfektionieren kann. Wenn es diese Wirkungen erzielen kann, dann ist es gewiss das Werk Gottes.
Durch die Krankheit meines Kindes erlangte ich eine gewisse Erkenntnis über Sein Werk, und ich gewann richtige Ansichten und ein richtiges Streben in meinem Glauben. Dies ist Gottes wahre Errettung für mich und Seine große Liebe zu mir. Diese Liebe ist unzählige Male größer als die Gnade und die Segnungen, um die ich jemals zuvor gebeten hatte. Ich dankte Gott aus tiefstem Herzen! Als mir das klar wurde, schämte ich mich und fühlte mich schuldig, weil ich in meinem Glauben nur nach Gnade und Segen gesucht und nicht nach der Wahrheit gestrebt hatte, und weil ich wirklich töricht, unwissend und blind gewesen war! Ich muss meine Absicht, Segen zu erlangen, aufgeben und den richtigen Weg in meinem Glauben gehen.