41. Wie man mit den Interessen und Hobbys seines Kindes umgeht

Von Wen Nuan, China

Mein Sohn war von klein auf ziemlich schwach und wuchs nur langsam. Unser Zuhause lag in der Nähe der Schule, also ging ich oft mit ihm auf den Sportplatz, damit er dort laufen und seine Kräfte stärken konnte. Damals wurde ein Trainer auf ihn aufmerksam. Im Jahr 2020 kam mein Sohn in die dritte Klasse der Grundschule und wurde vom Trainer in die Schul-Fußballmannschaft aufgenommen. Jeden Nachmittag nach der Schule ging mein Sohn zum Training auf den Platz, und als ich sah, wie sein Teint rosiger und sein Körper kräftiger wurde, erfüllte es mich mit tiefer Freude. Jeden Abend hörte ich ihm zu, wenn er mir seine Fußballgeschichten erzählte. Während ich meinem Sohn beim Training auf dem Spielfeld zusah, bemerkte ich, dass ihm mehrere Trainer besondere Aufmerksamkeit schenkten und ihm zusätzliche Techniken beibrachten. Die Trainer sprachen sehr höflich mit mir, lobten meinen Sohn für seine schnelle Auffassungsgabe, seinen Gehorsam und seine Ausdauer und ließen ihn oft mit älteren Schülern zusammenspielen. Sie sagten, sie wollten ihn zu einem Schlüsselspieler fördern. Das erfreute mich sehr und ich dachte: „Er macht mich wirklich stolz. Sollte er wirklich so ein vielversprechender Fußballspieler sein?“ Von da an begann ich, die Fußballkarriere meines Sohnes sehr genau zu verfolgen, und solange meine Pflichten mich nicht zu sehr in Anspruch nahmen, besuchte ich alle seine Spiele, wichtige und weniger wichtige. Der Trainer informierte mich im Voraus über alle Mannschaftsplanungen, was mich sehr stolz machte. Ich konnte nicht anders, als in Tagträume zu verfallen: „Es scheint, dass er wirklich eine Begabung dafür hat. In der heutigen, von starkem Wettbewerb geprägten Gesellschaft ist es schwer, ohne eine besondere Fähigkeit Fuß zu fassen. Ich muss ihn richtig fördern und zu einem Fußballstar machen. Wenn er dann Ruhm und Erfolg erlangt, wird er mich nicht nur stolz machen, sondern ich werde auch an seinem Reichtum und Glanz teilhaben.“ Am Neujahrstag 2021 gewann die Mannschaft meines Sohnes die Bezirksmeisterschaft. Als er den glänzenden goldenen Pokal betrachtete, umarmte er mich und lachte glücklich. In meiner Freude plante ich insgeheim die Zukunft meines Sohnes als Fußballer und dachte bei mir: „Von nun an bereite dich auf Mühsal vor. Wirf mir nicht vor, hart zu sein – es ist alles zu deinem Besten. Wenn du in Zukunft erfolgreich bist, wirst du meine mühevollen und gewissenhaften Absichten verstehen. Das ist bereits ein Hobby von dir, und wenn wir dich nicht richtig fördern, würden wir als Eltern unserer Verantwortung nicht gerecht werden.“

Danach ließ ich meinen Sohn oft die Glanzmomente von Fußballstars aus der ganzen Welt ansehen und sagte zu ihm: „Siehst du, wie beeindruckend dieser Fußballstar ist? Was meinst du, wie es sich anfühlen würde, so zu werden wie er?“ Mein Sohn schaute sich ohnehin schon gerne Spiele an, und durch meine Führung wurde er noch begeisterter. Nach den Hausaufgaben schaute er sich Spiele und Interviews von Fußballstars an. Es dauerte nicht lange, und er kannte sich mit den wichtigsten Fußballereignissen und den Stars aus verschiedenen Ländern bestens aus und erklärte mir diese Dinge oft. Als ich sah, dass mein Sohn nun auf dem richtigen Weg war, begann ich, ihn weiter anzuleiten: „Niemand kann einfach so erfolgreich sein. Du musst Härten ertragen, um deine Träume wahr werden zu lassen.“ Mein Sohn stimmte mir vollkommen zu und beklagte sich selten über das langweilige Grundlagentraining. Den ganzen Sommer 2021 über ging mein Sohn jeden Morgen um 5 Uhr zum Trainieren auf den Platz und hörte erst nach 9 Uhr wieder auf, und er verpasste keine einzige Trainingseinheit. Einmal hatte mein Sohn Fieber, und es brach mir ein wenig das Herz, ihn so schwach zu sehen. Aber um ihm zu helfen, auf seine Ziele hinzuarbeiten, brachte ich ihn trotzdem zum Spielfeld. An den Wochenenden, wenn er zum Training in den Verein ging, war er manchmal so müde und wollte einen Tag frei nehmen, aber ich lehnte das immer ab. Manchmal wurde er ziemlich widerwillig, und ich redete immer wieder auf ihn ein, um seine Einstellung zu ändern: „Du musst dranbleiben, damit der Trainer deinen Fleiß sieht. Deine Fähigkeiten müssen sich verbessern, damit der Trainer dich zu mehr Spielen mitnimmt. Wenn du berühmt wirst, wird ein besserer Trainer auf dich aufmerksam werden und dich in eine noch bessere Mannschaft holen. Wärst du dann dem Ziel nicht einen Schritt näher, ein Fußballstar zu werden?“ Mein Sohn konnte mir nicht widersprechen, also zwang er sich einfach, zum Training zu gehen.

Später wurden aufgrund der schweren Pandemie zwei Jahre in Folge die großen Turniere abgesagt. Mein Sohn gewann keine Auszeichnungen, und wir beide bedauerten dies sehr, aber mein Sohn hörte nie mit dem Training auf. Selbst bei beißender Kälte gehörte er immer noch zu den wenigen Spielern, die man auf dem Platz ausmachen konnte. Ich weiß jedoch nicht, wann genau sich meine Beziehung zu meinem Sohn zu verändern begann. Weil ich so ungeduldig auf die Erfolge meines Sohnes wartete, unterbrach ich ihn jedes Mal ungeduldig, wenn er nach seiner Rückkehr nach Hause interessante Momente aus dem Training erzählen wollte: „Das interessiert mich nicht. Ich will nur wissen: Habt ihr gewonnen? Wie viele Tore hast du geschossen? Hat der Trainer dich gelobt? Bist du der stärkste Spieler in deiner Mannschaft?“ Mein Sohn wusste auf meine Fragen nichts zu sagen und fühlte sich mir nicht mehr so nah wie früher. Wenn seine Mannschaft gewann, prahlte er vor mir, aber wenn sie verlor, ließ er den Kopf hängen, als hätte er etwas falsch gemacht.

Im Jahr 2023 wurden die Pandemie-Beschränkungen aufgehoben und verschiedene Turniere wie geplant abgehalten. An den Wochenenden fuhr der Trainer oft mit den Kindern zu Spielen in andere Städte, und in den Ferien fuhren sie für große Turniere in weiter entfernte Städte und trainierten sogar mit gleichaltrigen Mannschaften aus anderen Ländern. Egal, wie viel es kostete, ich meldete meinen Sohn immer aktiv an und hielt mich für eine vorausschauende und verantwortungsbewusste Mutter. Je mehr Auszeichnungen mein Sohn gewann, desto stolzer war ich, und meine Eitelkeit wurde vor all den Trainern, anderen Eltern sowie unseren Freunden und Verwandten sehr befriedigt. In diesem Jahr nahmen mich meine Pflichten sehr in Anspruch, aber um meinen Sohn beim Training zu begleiten, parkte ich oft mein Auto neben dem Spielfeld und erledigte meine Arbeit am Computer im Auto, während ich auf ihn wartete. Da ich häufig aus dem Auto aussteigen musste, um nach dem Training meines Sohnes zu sehen, war die Effizienz meiner Pflicht sehr gering. Einmal nahm mein Sohn an einem städtischen Turnier teil, und dieses fiel zufällig mit einer Versammlung mit einem Neuling zusammen. Obwohl ich wirklich bei dem Spiel meines Sohnes dabei sein wollte, konnte ich meine Pflichten nicht vernachlässigen, also musste ich zur Versammlung gehen. Aber auf dem ganzen Weg dorthin waren meine Gedanken nur bei dem Spiel. Ich fragte mich, ob mein Sohn das ganze Spiel durchspielen könnte und ob seine Mannschaft gewinnen würde. Als ich im Haus des Gastgebers ankam, sah ich, dass der Neuling noch nicht da war. Normalerweise wäre ich besorgt gewesen und hätte versucht, den Neuling zu kontaktieren, aber an diesem Tag dachte ich, es sei perfekt, dass der Neuling nicht aufgetaucht war – dann könnte ich ja zum Spiel gehen und meinem Sohn zusehen! Ich wartete eine Weile, und da der Neuling immer noch nicht gekommen war, eilte ich voller Unruhe zum Spiel. Ich kam gerade rechtzeitig zur zweiten Halbzeit an, und ich war so aufgeregt, die Mannschaft meines Sohnes beim Spiel gewinnen zu sehen, dass ich völlig vergaß, den Neuling zu kontaktieren.

Im Oktober 2023 nahm die Mannschaft meines Sohnes an einem stadtweiten Turnier teil, gewann aber keinen Pokal. Ich war außer mir vor Wut. Besonders als ich sah, wie die Mannschaft, die ein Jahr jünger war als mein Sohn, einen Pokal holte, und wie die Eltern und Kinder in der WhatsApp-Gruppe feierten, stand ich kurz vor dem Zusammenbruch. Früher hatten sie uns immer nur beneidet, aber jetzt gewannen sie tatsächlich, während mein Sohn mit leeren Händen nach Hause kam. Ich wusste nicht, wohin mit all der Scham, die ich empfand. Als ich nach Hause kam, aß ich nicht einmal zu Abend. Ich ließ meinen ganzen Frust an meinem Sohn aus: „Zwei Jahre lang gab es keine Turniere wegen der Pandemie, und jetzt kommst du wieder ohne Ergebnis nach Hause! Kein Wunder, euer Trainer hat euch ja auch nicht richtig auf das Turnier vorbereitet! Und dann dieser eine Mitspieler, der im entscheidenden Moment den Ball verloren und euch den Sieg gekostet hat! Und du? Du warst auch nicht so besonders stark! Wärst du wirklich stark gewesen, hättest du das Team ganz sicher zum Sieg geführt!“ Er war schon sehr traurig, weil er das Spiel verloren hatte, aber als er sah, wie ich ausrastete, versuchte er mich zu trösten: „Mama, reg dich nicht auf. Bei jedem Turnier gibt es Gewinner und Verlierer. Wir waren einfach nicht so stark wie sie.“ Als ich das unschuldige Gesicht meines Sohnes betrachtete, war ich ein wenig berührt: „Es ist nur ein Spiel; warum bin ich so wütend?“ Ich zwang mich, ein paar aufmunternde Worte zu meinem Sohn zu sagen. Aber tief im Inneren war ich immer noch ein einziges Durcheinander, und um 1 Uhr nachts konnte ich immer noch nicht schlafen. Ich spürte, dass mein Zustand falsch war, also betete ich in meinem Herzen: „Gott, ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren. Du verlangst von uns, Menschen und Dinge völlig nach Deinen Worten zu betrachten und uns völlig dementsprechend zu verhalten und zu handeln, wobei die Wahrheit der Maßstab ist. In welchen Aspekt der Wahrheit sollte ich eintreten, wenn es um die Förderung meines Kindes geht? Bitte erleuchte und führe mich.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich daran, wie Gott uns gesagt hatte, welche Verantwortung Eltern für ihre Kinder tragen sollten, und mir kam eine Passage aus Gottes Worten in den Sinn: „Seinen Verantwortungen nachzukommen bedeutet einerseits, sich um das Leben seiner Kinder zu kümmern, und andererseits, die Denkweise seiner Kinder zu lenken und zu korrigieren, und ihnen im Hinblick auf ihre Denkweisen und Ansichten die richtige Anleitung zu geben(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Gott verlangt von uns Eltern, dass wir unsere minderjährigen Kinder umgehend diesbezüglich anleiten, wenn sie extreme Gedanken oder Ansichten haben. Diese Verantwortung hat man als Eltern. Mein Sohn hatte an diesem Tag das Turnier verloren, und als er nach Hause kam, hätte das der Zeitpunkt sein sollen, an dem er seinen Gefühlen Luft macht und seine Gedanken zum Ausdruck bringt. Ich hätte mir seine Gedanken anhören, ihm beistehen und ihm helfen sollen, seine falschen Ansichten zu korrigieren. Ich habe ihm nicht nur keinerlei Beistand geleistet, sondern die Dinge für ihn noch schlimmer gemacht. Mir mangelte es so an Vernunft! Ich wurde nicht einmal den Anforderungen an eine Mutter gerecht. Ich war so schrecklich! Als ich darüber nachdachte, beruhigte ich mich langsam und hörte auf, mich auf das Ergebnis des Turniers zu fixieren.

Später dachte ich darüber nach, warum ich so viele Anforderungen an mein Kind stellte. Ich las Gottes Worte: „Im Rahmen ihres subjektiven Bewusstseins malen Eltern sich verschiedene Dinge über die Zukunft ihrer Kinder aus, planen sie und bestimmen diese und erzeugen dadurch diese Erwartungen. Unter dem Anstoß dieser Erwartungen verlangen Eltern, dass ihre Kinder verschiedene Fähigkeiten erlernen, wie zum Beispiel Schauspiel, Tanz oder Kunst usw. Sie verlangen, dass ihre Kinder talentierte Individuen und dann Vorgesetzte werden, und keine Untergebenen. Sie verlangen, dass ihre Kinder hohe Beamte werden und keine Fußsoldaten; sie verlangen, dass ihre Kinder Manager, Führungskräfte und Firmenchefs werden, die für die 500 weltweit führenden Unternehmen arbeiten, usw. Das alles sind subjektive Ideen der Eltern. … Worauf basieren diese elterlichen Erwartungen? Woher kommen sie? Sie kommen von der Gesellschaft und der Welt. Der Zweck all dieser elterlichen Erwartungen besteht darin, den Kindern zu ermöglichen, sich an diese Welt und an diese Gesellschaft anzupassen, um nicht aus der Welt oder der Gesellschaft ausgemustert zu werden, und um sich in der Gesellschaft zu etablieren, um einen sicheren Arbeitsplatz, eine stabile Familie und eine stabile Zukunft zu haben; daher haben Eltern verschiedene subjektive Erwartungen an ihre Kinder. Zum Beispiel ist es momentan sehr in Mode, Informatik-Ingenieur zu sein. Manche Leute sagen: ‚Mein Sohn wird später einmal Informatik-Ingenieur sein. Er kann in diesem Bereich viel Geld verdienen, und das lässt uns Eltern auch in einem guten Licht dastehen!‘ Unter diesen Umständen, in denen Kinder überhaupt keine Vorstellung von irgendetwas haben, legen ihre Eltern ihre Zukunft fest. Ist das nicht falsch? (Das ist es.) Die Eltern setzen alle Hoffnung in ihre Kinder, und das ausschließlich basierend auf der Betrachtungsweise eines Erwachsenen und auf den Ansichten, Perspektiven und Vorlieben eines Erwachsenen zu weltlichen Angelegenheiten. Ist das nicht subjektiv? (Doch.) Wenn man es nett ausdrücken wollte, könnte man sagen, dass es subjektiv ist, aber was ist es wirklich? Was ist eine andere Interpretation dieser Subjektivität? Ist es nicht Selbstsucht? Ist es nicht Nötigung? (Das ist es.) Dir gefällt ein bestimmter Beruf, du möchtest ein Beamter sein, reich werden, in der Gesellschaft glänzen und erfolgreich sein, also bringst du deine Kinder dazu, auch danach zu streben, solch ein Mensch zu werden und einem solchen Weg zu folgen. Aber wird es deinen Kindern gefallen, in Zukunft in solch einem Umfeld zu leben und eine solche Arbeit zu verrichten? Sind sie dafür geeignet? Was ist ihr Schicksal? Was sehen Gottes Herrschaft und Seine Anordnungen für sie vor? Sind dir diese Dinge bekannt? Manche sagen: ‚Mir sind diese Dinge egal, was zählt, sind die Dinge, die ich als ihr Elternteil mag. Ich werde Hoffnungen auf sie setzen, die auf meinen eigenen Vorlieben beruhen.‘ Ist das nicht unglaublich selbstsüchtig? (Das ist es.) Es ist unglaublich selbstsüchtig!(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Eltern aufgrund ihrer eigenen Vorlieben und ihres Verständnisses der Gesellschaft verschiedene Forderungen an ihre Kinder stellen und sie dann auffordern, nach diesen Forderungen zu streben, um sie letztendlich zu erreichen. Ich betrachtete mich selbst im Lichte dessen und sah, dass ich es mochte, hoch angesehen zu sein, und kein Niemand sein wollte, also erwartete ich von meinem Sohn, dass er ebenso danach strebte. Ich sah den immensen Konkurrenzdruck in der Gesellschaft. Da mein Sohn zufällig sportlich begabt war, hatte ich die Hoffnung, er könnte sich durch den Fußball von seinen Altersgenossen abheben, eines Tages berühmt werden, viel Geld verdienen und ein gehobenes Leben führen. Auf diese Weise würde auch ich von seinem Erfolg profitieren. Um dieses Ziel zu erreichen, beraubte ich meinen Sohn der Freude am Fußballspielen und zwang ihn, meinem Wunsch entsprechend nach dem Ziel zu streben, ein Fußballstar zu werden. Unabhängig von extremer Hitze oder Kälte und ungeachtet dessen, ob er es körperlich ertragen konnte, zwang ich ihn, weiter zu trainieren. Allmählich konzentrierte sich mein Sohn zu sehr auf Sieg oder Niederlage und auf Ehre, und er wurde aufgrund seiner Erfolge sogar stolz und selbstzufrieden. Oberflächlich betrachtet schien es, als täte ich dies zum Wohle meines Sohnes, aber in Wirklichkeit wollte ich seinen Erfolg im Fußball nutzen, um meine egoistischen Wünsche zu erfüllen und meinen eigenen Wunsch zu verwirklichen, bewundert zu werden und Reichtum und Ruhm zu genießen. Noch wichtiger war, dass meine Erwartungen und Forderungen an meinen Sohn ausschließlich von meinen persönlichen, subjektiven Wünschen getrieben waren. Mein Sohn war noch jung und verstand nicht einmal, was es bedeutete, berühmt zu werden oder viel Geld zu verdienen, aber ich zwang ihm diese Dinge auf und nötigte ihn, meinen Plan auszuführen. Ich war so egoistisch! Welchen Beruf mein Sohn ausübt und was für ein Mensch er in Zukunft wird, steht alles unter Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen. Versuchte ich nicht, mich von Gottes Herrschaft zu befreien, indem ich das Leben meines Sohnes nach meinen eigenen Wünschen plante?

Später suchte ich nach der Wahrheit: „Warum erwarte ich immer, dass mein Sohn meine Forderungen erfüllt?“ Als ich Gottes Worte las, wurde mein Herz ein wenig heller. Der Allmächtige Gott sagt: „Unabhängig davon, wie groß die Bestrebungen des Menschen sind, unabhängig davon, wie realistisch die Wünsche des Menschen sind oder wie angemessen sie sein mögen, all das, was der Mensch erreichen möchte, all das, wonach der Mensch strebt, ist in Wirklichkeit mit zwei Worten untrennbar verbunden. Diese zwei Worte sind für jeden Menschen sein Leben lang von großer Bedeutung und sie sind Dinge, die Satan in den Menschen einträufeln will. Welche zwei Worte sind das? Sie lauten ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Satan verwendet eine sehr sanfte Methode, eine Methode, die sehr mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt, und die nicht sehr aggressiv ist, um die Menschen dazu zu bringen, unwissentlich seine Mittel und Gesetze zum Überleben anzunehmen, Lebensziele und -richtungen zu entwickeln und in den Besitz von Lebensbestrebungen zu gelangen. Ganz gleich, wie hochtrabend die Menschen ihre Lebensbestrebungen beschreiben, diese Bestrebungen drehen sich immer um ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Alles, das jede großartige oder berühmte Persönlichkeit – oder eigentlich jeder Mensch – ihr Leben lang anstrebt, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie hohen Status und großen Reichtum sowie das Leben genießen können. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie Vergnügungen suchen und sich dem zügellosen Genuss des Fleisches hingeben könnten. Um dieses Ruhms und Gewinns willen, nach denen sie streben, übergeben die Menschen Satan mit Freuden und unwissentlich, ihren Körper, ihr Herz und sogar alles, was sie besitzen, einschließlich ihrer Aussichten und ihres Schicksals. Sie tun dies ohne Vorbehalt, ohne auch nur einen Moment zu zweifeln und ohne sich jemals bewusst zu sein, dass sie alles, was sie einmal hatten, zurückgewinnen sollten. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie sich einmal Satan verschrieben haben und ihm auf diese Weise treu geworden sind? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in diesem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen. Wer einmal im Schlamm von Ruhm und Gewinn festgesteckt hat, sucht nicht mehr nach dem Hellen, nach der Gerechtigkeit oder nach den Dingen, die schön und gut sind. Der Grund dafür ist, dass die Verlockung von Ruhm und Gewinn für die Menschen zu groß ist und dass es sich hierbei um Dinge handelt, nach denen sie pausenlos ihr ganzes Leben lang, ja sogar bis in alle Ewigkeit, streben können. Ist das nicht die tatsächliche Situation?(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Als ich Gottes Worte las, verstand ich, dass der Grund, warum ich solche Erwartungen an mein Kind hatte, darin lag, dass ich das Streben nach Ruhm und Gewinn zu meinem Lebensziel gemacht hatte. Seit meiner Jugend hatte ich die satanischen Sprüche wie „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts“, „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“ und „Man muss die größten Nöte durchleiden, um unter allen Menschen der größte zu werden“ als Lebensmaximen angesehen. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf das Lernen und das Bestehen von Prüfungen. Jedes Mal, wenn ich ein Ziel erreichte und von anderen gelobt wurde, wurden auch meine Eltern zunehmend wegen meiner Leistungen von Verwandten, Freunden und Nachbarn beneidet, und ich hatte das Gefühl, dass es sich lohnte, egal wie viel Leid ich ertrug. Nachdem ich zu arbeiten begann, musste ich mich bei meinen Vorgesetzten anbiedern, um befördert zu werden, eine Gehaltserhöhung zu bekommen und mich hervorzutun. Im Umgang mit meinen Kollegen trug ich eine Maske und sagte Dinge, die meinen eigentlichen Gefühlen widersprachen. Meine Familie war sehr glücklich zu sehen, dass ich in der großen Stadt arbeitete und jeden Monat Geld nach Hause schickte, und auch ich fühlte mich sehr stolz. Aber in Wirklichkeit hatte ich schon lange genug von dieser Art von Leben. In der Welt des Ruhms und Gewinns verlor ich meine Integrität und Würde, fühlte mich innerlich einsam und leer und hatte niemanden, mit dem ich meine wahren Gefühle teilen konnte. Nachdem ich gekündigt hatte, wollte ich viele Jahre lang nicht an diese Zeit zurückdenken. Nachdem ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen angenommen hatte, begann ich, meine Pflicht in der Kirche zu tun, was mir Frieden und Leichtigkeit in meinem Herzen schenkte und mich von der streitsüchtigen und verräterischen Welt des stetigen Kampfes um Ruhm und Gewinn fernhielt. Ich dachte, ich hätte das Streben nach Ruhm und Gewinn bereits losgelassen, doch als es um das Fußballspielen meines Kindes ging, fing ich unerwarteterweise wieder damit an. Ich wollte mein Kind zu einem Fußballstar fördern, damit auch ich den Ruhm genießen konnte. Im Kern wollte ich, dass mein Kind genau wie ich nach Ruhm, Gewinn und Status strebte. Auf dem Spielfeld konkurrierte mein Kind mit seinen Gegnern; abseits des Feldes konkurrierte ich mit anderen Eltern. Wir wetteiferten darum, wer sein Kind besser fördern konnte und wessen Kind ihnen mehr Ruhm einbrachte. Ich fantasierte sogar davon, dass ich Reichtum, Status und Ruhm an seiner Seite genießen könnte, nachdem mein Sohn berühmt geworden war. Ich sah, dass ich immer noch nach demselben Ziel strebte. In den Jahren, in denen ich mit meinem Sohn zu Spielen gegangen war, sah ich, dass es im Leistungssport nur um Ruhm und Gewinn geht. Selbst wenn begabte Spieler durch harte Arbeit gute Ergebnisse erzielen – die seelischen und körperlichen Qualen, die sie dabei durchmachen, könnte ein normaler Mensch kaum ertragen. Außerdem verblassen diese flüchtigen Erfolge schnell und haben keine Bedeutung. Selbst jene Fußballstars, die sowohl Ruhm als auch Gewinn haben, können dem Altern, der Krankheit und dem Tod nicht entkommen und müssen sich trotzdem den Härten des Lebens stellen. Ruhm und Gewinn können das Altern oder Krankheiten nicht aufhalten, noch können sie das Leben eines Menschen verlängern. Selbst wenn ich meinen Sohn zu einem Fußballstar gefördert hätte, was wäre der Sinn gewesen? Würde er nicht immer noch genauso wie ich unter der Bedrängnis Satans leiden? Erst da sah ich: Mein Kind den Weg des Strebens nach Ruhm und Gewinn gehen zu lassen, war, als würde ich es in eine Feuergrube stoßen. Mein Sohn war eindeutig nur ein gewöhnliches Kind, das gerne Fußball spielte, und ich war diejenige, die von Ruhm und Gewinn geblendet war. Ich persönlich hatte meinem Sohn die Fesseln des Ruhms und Gewinns angelegt.

Später begann ich, durch das Essen und Trinken von Gottes Worten dieses Problem klarer zu sehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Eltern sollten, wenn sie ihren Verantwortungen nachkommen wollen, versuchen, die Persönlichkeiten, Dispositionen, Interessen, das Kaliber und die Bedürfnisse der Menschlichkeit ihrer Kinder zu verstehen, anstatt ihre eigenen Bestrebungen nach Ruhm, Gewinn und Geld zu den Erwartungen an ihre Kinder zu machen und ihren Kindern diese Dinge, die mit Ruhm, Gewinn und der Welt zu tun haben, aufzuzwingen. Eltern verwenden für diese Dinge die angenehm klingende Bezeichnung ‚Erwartungen an ihre Kinder‘, aber in Wirklichkeit sind sie das nicht. Es ist klar, dass sie versuchen, ihre Kinder in die Feuergrube zu stoßen und sie den Teufeln in die Arme zu werfen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). „Was die Wege betrifft, die ihre Kinder in Zukunft einschlagen werden, oder die Berufe, die sie ergreifen werden, sollten Eltern ihren Kindern keine Dinge einflößen wie: ‚Sieh dir diesen Pianisten an, den Soundso. Er hat im Alter von vier oder fünf Jahren angefangen, Klavier zu spielen. Er hat sich nie dem Spiel hingegeben, keine Freunde gehabt und nur jeden Tag Klavier geübt und Klavierunterricht genommen. Er hat auch verschiedene Lehrer konsultiert und an verschiedenen Klavierwettbewerben teilgenommen. Sieh dir an, was für eine berühmte Persönlichkeit er jetzt ist: gut genährt, gut gekleidet, von einer Aura des Lichts umgeben und überall, wo er hinkommt, respektiert.‘ Ist das die Art von Erziehung, die die gesunde geistige Entwicklung eines Kindes fördert? (Nein.) Was für eine Erziehung ist es dann? Es ist die Erziehung des Teufels. Diese Art von Erziehung schadet jedem jungen Geist. Sie ermutigt Kinder, nach Ruhm zu streben, verschiedene Arten von Aura, Auszeichnungen, Stellungen und Vergnügungen zu begehren. Eine solche Erziehung bewirkt, dass sie sich von klein auf nach diesen Dingen sehnen und sie anstreben, sie treibt sie in Unruhe, intensive Ängste und Sorgen. Sie ist der Grund, dass sie dafür jede Art von Preis zahlen, dass sie früh aufstehen und bis spät arbeiten, um ihre Hausaufgaben zu überprüfen und verschiedene Fähigkeiten zu erlernen, und so ihre Kindheitsjahre versäumen und diese kostbaren Jahre für diese Dinge eintauschen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Eltern ihr Streben nach Ruhm und Gewinn auf ihre Kinder übertragen und dass sich dies durch den gesamten Prozess des Aufziehens und Erziehens von Kindern zieht. Dies schädigt Körper und Seele der Kinder und stößt sie im Wesentlichen in die Arme des Teufels. Ich dachte darüber nach, dass mein Sohn eine unbeschwerte Kindheit hatte, aber ich trieb ihn ab dem Alter von etwa sechs oder sieben Jahren dazu an, ein Fußballstar zu werden und Ruhm und Reichtum nachzujagen. Das überstieg das Maß dessen, was er in seinem Alter mental ertragen konnte. Aber ich impfte ihm diese Ideen trotzdem gewaltsam ein und verlangte von ihm, weiter zu trainieren, selbst wenn er erschöpft oder krank war. Fußball war für meinen Sohn mehr als nur ein Interesse oder ein Hobby geworden, und ich hatte ihn viel zu sehr unter Druck gesetzt. Ich zwang meinen Sohn, sich auf Sieg und Niederlage und Erfolg und Misserfolg zu fixieren, zwang ihn, mit seinen Altersgenossen zu konkurrieren, und hart zu trainieren, damit mehr Trainer auf ihn aufmerksam wurden. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte mein Sohn jedes Mal ein Überlegenheitsgefühl, wenn er ein Spiel gewann oder eine Auszeichnung erhielt, und er wurde entmutigt und neidisch, wenn andere besser abschnitten und Aufmerksamkeit bekamen. Mein Sohn hatte die Unschuld verloren, die er in diesem Alter eigentlich hätte haben sollen, und all dies war eine Folge davon, dass ich ihm meine eigenen Wünsche aufzwang. Nachdem ich viele Jahre an Gott geglaubt hatte, konnte ich den Schaden, den Ruhm und Gewinn den Menschen zufügten, nicht erkennen. Ich lehrte mein Kind sogar, nach Ruhm und Gewinn zu streben, und verzögerte dabei meine eigenen Pflichten. Ich hatte meine eigentliche Pflicht wirklich vernachlässigt! Ich empfand große Reue und betete zu Gott: „Gott, ich verstehe die Wahrheit nicht. Ich werde auch den Anforderungen als Mutter nicht gerecht. Wie soll ich mein Kind erziehen, und wie soll ich mit seinen Interessen und Hobbys umgehen? Bitte erleuchte und führe mich.“

Später fand ich in Gottes Worten einen Weg zur Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Eltern ihren Kindern allerlei Erwartungen und Anforderungen auferlegen, üben sie einen großen zusätzlichen Druck auf sie aus – das hat nichts mit der Erfüllung ihrer Verantwortlichkeiten zu tun. Was sind also die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten? Zumindest sollten sie ihren Kindern beibringen, ehrliche Menschen zu sein, die die Wahrheit sagen und Dinge auf ehrliche Weise tun, und sie lehren, gutherzig zu sein und keine schlechten Dinge zu tun, und sie in eine positive Richtung zu lenken. Das sind ihre grundlegendsten Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus sollten sie ihre Kinder anleiten, sich praktisches Wissen und Fähigkeiten anzueignen, und so weiter, basierend auf ihrem Kaliber und ihren Umständen. Wenn Eltern an Gott glauben und die Wahrheit verstehen, sollten sie ihre Kinder dazu bringen, Gottes Worte zu lesen und die Wahrheit zu akzeptieren, damit sie den Schöpfer erkennen und verstehen, dass die Menschen von Gott geschaffen wurden und dass Gott in diesem Universum existiert; sie sollten ihre Kinder anleiten, zu Gott zu beten und die Worte Gottes zu essen und zu trinken, damit sie einige Wahrheiten verstehen können, sodass sie, wenn sie erwachsen sind, in der Lage sind, an Gott zu glauben, Gott zu folgen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, anstatt weltlichen Trends nachzujagen, sich in verschiedenen komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen zu verstricken und von den verschiedenen bösen Trends dieser Welt verführt, verdorben und verwüstet zu werden. Dies sind tatsächlich die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Die Verantwortungen, die sie erfüllen sollten, bestehen darin, in ihrer Rolle als Eltern ihren Kindern vor dem Erwachsenwerden eine positive Führung und angemessene Unterstützung zu bieten sowie sich in ihrem fleischlichen Leben in Bezug auf die täglichen Notwendigkeiten unverzüglich um sie zu kümmern. Wenn ihre Kinder krank werden, sollten Eltern sie behandeln lassen, wann immer es nötig ist; sie sollten sie nicht aus Angst, die Schularbeiten ihrer Kinder zu verzögern, dazu zwingen, weiter zur Schule zu gehen und auf eine Behandlung zu verzichten. Wenn ihre Kinder sich erholen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich zu erholen, und wenn sie sich ausruhen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich auszuruhen. Die Gesundheit ihrer Kinder zu gewährleisten ist ein Muss; wenn die Kinder in ihren Schularbeiten zurückfallen, können die Eltern einen Weg finden, dies nachträglich auszugleichen. Dies sind die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Einerseits müssen sie ihren Kindern helfen, sich solides Wissen anzueignen; andererseits müssen sie ihre Kinder anleiten und erziehen, damit sie den richtigen Weg gehen, und ihre psychische Gesundheit sicherstellen, damit sie nicht von den ungesunden Trends und bösen Praktiken der Gesellschaft beeinflusst werden. Gleichzeitig müssen sie ihre Kinder auch dazu bringen, sich angemessen körperlich zu betätigen, um ihre physische Gesundheit zu gewährleisten. Dies sind die Dinge, die Eltern tun sollten, anstatt ihren Kindern eindringlich unrealistische Erwartungen oder Anforderungen aufzuzwingen. Eltern müssen ihren Verantwortungen sowohl in Bezug auf die Dinge nachkommen, die ihre Kinder für den Geist brauchen, als auch in Bezug auf die Dinge, die sie für ihr körperliches Leben brauchen. Sie sollten ihnen einige allgemeine Kenntnisse vermitteln, zum Beispiel, dass sie warme Speisen und keine kalten Speisen essen sollten, dass sie sich bei kaltem Wetter warm anziehen sollten, um sich nicht zu unterkühlen oder eine Erkältung zu bekommen, damit sie lernen, auf ihre eigene Gesundheit zu achten. Außerdem müssen Eltern, wenn einige kindische, unreife Vorstellungen über ihre Zukunft oder einige extreme Gedanken in dem jungen Verstand ihrer Kinder aufkommen, sie richtig anleiten, sobald sie dies feststellen, solche kindlichen Fantasien und extremen Dinge korrigieren, damit ihre Kinder den richtigen Lebensweg einschlagen können. Damit kommen sie ihren Verantwortungen nach. Seinen Verantwortungen nachzukommen bedeutet einerseits, sich um das Leben seiner Kinder zu kümmern, und andererseits, die Denkweise seiner Kinder zu lenken und zu korrigieren, und ihnen im Hinblick auf ihre Denkweisen und Ansichten die richtige Anleitung zu geben(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass die Verantwortung, die Eltern für ihre minderjährigen Kinder haben, einerseits darin besteht, sich um ihre körperlichen Bedürfnisse zu kümmern und sicherzustellen, dass sie gesund aufwachsen, und andererseits darin, mehr mit den Kindern zu reden, ihnen rechtzeitig beizustehen und bei seelischen Problemen zu helfen. Noch besser ist es, ihre Kinder vor Gott zu bringen. Gottes Worte sind das, was die Menschen wirklich brauchen. Er lehrt uns auf praktische Weise, wie wir uns verhalten und wie wir unsere Kinder behandeln sollen. Ich war so viele Jahre lang Mutter und hatte keine Ahnung, was es wirklich bedeutete, das Beste für mein Kind zu tun. An diesem Punkt erkannte ich, dass ich nur durch das Befolgen von Gottes Worten meine Verantwortung als Elternteil wirklich erfüllen kann und dass dies es meinem Kind auch ermöglicht, gesund aufzuwachsen. Als ich diese Dinge erkannte, zwang ich meinen Sohn nicht mehr, an Trainings und verschiedenen Turnieren teilzunehmen, sondern respektierte stattdessen seine Wünsche. Gleichzeitig sprach ich mit ihm und sagte: „Wir werden nicht mehr versuchen, aus dir einen Fußballstar zu machen. Du spielst gerne Fußball, also hab einfach Spaß dabei.“ Er war sowohl überrascht als auch glücklich, als er mich das sagen hörte. Auch ich fühlte mich viel entspannter. Danach überließ ich es ganz meinem Sohn, wie er sein Training und seine Turniere anging. Ich fand zur Ruhe, konzentrierte mich auf meine eigenen Pflichten und hörte auf, mir über diese Dinge Sorgen zu machen. Im Mai 2024, als der Grundschulabschluss nahte, hatte mein Sohn ein Spiel. Als ich sah, dass die konkurrierenden Mannschaften stark waren, machte ich mir Sorgen wegen des harten Wettbewerbs, also schlug ich ihm vor, nicht teilzunehmen. Aber mein Sohn bestand darauf, hinzugehen. Infolgedessen führten die Fehler seiner Mannschaftskameraden dazu, dass sie zwei Gegentore kassierten, und im abschließenden Elfmeterschießen verschoss auch mein Sohn aus Nervosität seinen Elfmeter. Er war ein wenig verärgert und empfand Bedauern, aber ich tröstete ihn geduldig und ermutigte ihn, die Sache gelassen zu nehmen. Nachdem er das gehört hatte, fühlte sich mein Sohn sehr erleichtert. Normalerweise bezeugte ich meinem Sohn auch Gottes Werk. Ich sprach mit ihm darüber, wie der Mensch von Gott geschaffen wurde und wie Satan die Menschen verdirbt. Mein Sohn war sehr interessiert und konnte es verstehen. Ich lehrte mein Kind auch oft, sich bei Schwierigkeiten auf Gott zu verlassen, in seinen Worten und Taten ehrlich zu sein und nicht zu lügen, zu betrügen oder schlechte Dinge zu tun.

Der Wunsch nach Ruhm und Gewinn regte sich gelegentlich noch in meinem Herzen, und besonders wenn ich sah, wie die Kinder anderer bei bestimmten Interessen oder Hobbys Erfolge erzielten, wurde ich wieder verunsichert. Jedoch zwang ich meine Wünsche nicht mehr meinem Kind auf. Eines Abends stieß ich auf eine Passage aus Gottes Worten. Es war etwas, das sowohl mein Sohn als auch ich brauchten, also rief ich ihn herbei, um diese Passage mit mir zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Tatsache, dass Gott dir ein bestimmtes Interesse und Hobby oder eine bestimmte Stärke gibt, bedeutet nicht, dass Gott dich zwangsläufig eine Pflicht oder Arbeit ausführen lassen muss, die mit deinem Interesse und Hobby oder deiner Stärke zu tun hat. Manche Leute sagen: ‚Da nicht von mir verlangt wird, eine Pflicht in diesem Bereich auszuführen oder eine Arbeit zu verrichten, die damit zu tun hat, warum wurde mir dann ein solches Interesse und Hobby oder eine solche Stärke gegeben?‘ Gott hat der großen Mehrheit der Menschen basierend auf den verschiedenen Umständen jeder Person bestimmte Interessen und Hobbys gegeben. Dabei werden natürlich mehrere Dinge berücksichtigt: Zum einen dient es dem Lebensunterhalt und dem Überleben der Menschen; zum anderen dient es der Bereicherung ihres Lebens. Manchmal braucht es im Leben eines Menschen bestimmte Interessen und Hobbys, sei es zur Unterhaltung und zum Vergnügen oder damit er einige angemessene Aufgaben verrichten kann und dadurch sein menschliches Leben erfüllend wird. Natürlich gibt es, egal aus welchem Blickwinkel man es betrachtet, einen Grund dafür, dass Gott einem Menschen etwas gibt, und Gott hat auch Seine Gründe und Begründungen dafür, etwas nicht zu geben. Es mag sein, dass dein menschliches Leben oder dein Überleben es nicht erfordert, dass Gott dir Interessen, Hobbys und Stärken gibt, und du kannst durch andere Mittel deinen Lebensunterhalt aufrechterhalten oder dein menschliches Leben bereichern und erfüllend gestalten. Kurz gesagt: Unabhängig davon, ob Gott den Menschen Interessen, Hobbys und Stärken gegeben hat oder nicht, ist das kein Problem mit den Menschen an sich. Selbst wenn jemand keine Stärken hat, ist das kein Mangel an seiner Menschlichkeit. Die Menschen sollten diese Frage richtig erfassen und richtig damit umgehen. Wenn man bestimmte Interessen, Hobbys und Stärken besitzt, dann sollte man sie schätzen und richtig anwenden; wenn man sie nicht hat, sollte man sich nicht beklagen(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (12)). Ich erkannte aus Gottes Worten, dass Gott den Menschen Interessen und Hobbys gibt, damit sie einerseits das menschliche Leben bereichern und andererseits den Menschen ermöglichen, damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber ob man schließlich in einem Bereich arbeiten kann, der mit seinen Interessen oder Hobbys zusammenhängt, hängt von Gottes Vorherbestimmungen ab. Ich hielt mit meinem Sohn Gemeinschaft über mein Verständnis, wie man mit Interessen und Hobbys umgehen sollte. Mein Sohn sagte: „Dank sei Gott, dass Er mir erlaubt hat, Fußball zu lieben. Er hat mir viel Freude bereitet, aber ob ich in einem Beruf arbeiten kann, der mit Fußball zu tun hat, oder wie ich in Zukunft meinen Lebensunterhalt verdienen werde, hängt trotzdem von Gottes Bestimmungen ab.“ Ich sagte: „Das ist richtig. Nur Gottes Worte sind die Wahrheit, und so sollten wir diese Angelegenheit verstehen.“ Ich finde es einfach wunderbar, an Gott zu glauben. Gottes Worte sind die Wahrheit, und sie geben uns in allen Dingen Grundsätze der Praxis, gewähren uns einen Weg, dem wir folgen können, und schenken auch unseren Herzen Freiheit und Befreiung.

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