44. Überlegungen nach einer Versammlung
Im November 2024 sichtete ich in der Gemeinde Artikel mit Erfahrungszeugnissen. Eines Tages kam unsere Verantwortliche zu unserer Teamversammlung und sagte, sie habe an den Artikeln, die wir kürzlich eingereicht hatten, gesehen, dass wir einige der Grundsätze noch nicht ganz erfasst hätten. Sie wollte mit uns einige Artikel durchgehen, um uns zu helfen, die Grundsätze gemeinsam zu meistern. Sie wählte ein paar Artikel aus und bat jede von uns, sie zu prüfen und dann auf Grundlage der Grundsätze dazu Stellung zu nehmen. Sobald ich hörte, dass wir reihum unsere Meinung darlegen sollten, wurde ich nervös. Ich dachte: „Einige Artikel, die ich in letzter Zeit gesichtet habe, hatten ein paar eindeutig problematische Stellen. Will sie damit prüfen, ob ich die Grundsätze erfasst habe und für diese Pflicht geeignet bin? Wenn sie herausfindet, dass ich die Grundsätze nicht erfasst habe, wird sie mich ganz sicher entlassen.“ Danach konnte ich nicht zur Ruhe kommen, um die Artikel zu lesen. Ich überlegte die ganze Zeit nur, wie ich eine möglichst umfassende Antwort geben und was ich sagen könnte, um meine eigenen Unzulänglichkeiten nicht offenzulegen. Nachdem wir den ersten Artikel gelesen hatten, teilte Zhang Yan zuerst ihre Sichtweise mit. Sie wies auf ein Problem hin, das mir nicht aufgefallen war. Als ich sah, wie die Verantwortliche zustimmend nickte, dachte ich bei mir: „Es scheint, dass Zhang Yans Sichtweise richtig ist. Wenn ich an der Reihe bin, werde ich diesen Aspekt hinzufügen, damit meine Antwort vollständiger klingt. So wird die Verantwortliche nicht denken, dass ich so unfähig bin.“ Als Nächstes rief die Verantwortliche mich auf. Ich ging auf die Probleme ein, die ich erkannt hatte, und achtete darauf, den Punkt hinzuzufügen, den Zhang Yan erwähnt hatte. Als die Verantwortliche diesen Artikel schließlich anhand der Grundsätze bewertete, sagte sie, dass Zhang Yans Sichtweise angemessen war. Ich war etwas erleichtert, aber gleichzeitig war mir sehr unbehaglich und ich hatte ein wenig ein schlechtes Gewissen. Dann erwähnte die Verantwortliche andere Probleme, die ich nicht erkannt hatte. Sofort begann ich zu denken: „So einfache Probleme habe ich nicht einmal erkannt. Die Verantwortliche muss denken, dass mein Kaliber wirklich schlecht ist, da ich nach all den Jahren der Pflichtausführung in der Textarbeit selbst so Offensichtliches übersehe. Ich muss vorsichtiger sein, wenn ich das nächste Mal meine Meinung äußere.“ Als wir mit dem nächsten Artikel begannen, konnte ich mich lange nicht beruhigen; ich musste ständig an meine schlechte Antwort zum vorigen Artikel denken. Es dauerte nicht lange, da wurde ich schläfrig und bekam den Rest des Artikels nicht mehr richtig mit. Als die Verantwortliche während der Diskussion nach meiner Meinung fragte, sagte ich nur wenig. Als es um die Unzulänglichkeiten in der Erkenntnis des Autors ging, stammelte ich nur und brachte eine gefühlte Ewigkeit kein Wort heraus. Ursprünglich wollte ich einfach sagen, dass ich eingenickt war und es nicht richtig mitbekommen hatte, aber dann machte ich mir Sorgen: Wenn die Verantwortliche sehen würde, dass ich selbst in einer solchen Situation wegdämmerte, könnte sie denken, ich sei in einem schlechten Zustand und hätte nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Wenn das passierte, würde das mit Sicherheit meine Entlassung bedeuten. Also versuchte ich schnell, mich herauszureden und sagte: „Einen Moment, ich suche nur kurz meine Notiz zu dem Problem, das ich gefunden habe.“ Ich scrollte mit der Maus, überflog den Artikel und mein Gehirn ratterte, um so schnell wie möglich irgendein Schlüsselproblem zu finden, das ich der Verantwortlichen als Antwort geben konnte. Schließlich wurde die Verantwortliche ungeduldig und sagte: „Sag einfach, was du gesehen hast. Warum tust du dich so schwer mit der Antwort?“ Da mir nichts anderes übrig blieb, gestand ich schließlich: „Ich bin etwas müde geworden und war mit den Gedanken woanders. Ich habe es nicht richtig mitbekommen.“ Die Verantwortliche bat daraufhin einfach eine andere Schwester, ihre Sichtweise mitzuteilen. In diesem Moment war mir das so peinlich. Ich war innerlich aufgewühlt und machte mir Sorgen, dass die Verantwortliche mich aufgrund meiner jüngsten Leistung entlassen würde. Nach nur wenigen Stunden war ich geistig völlig erschöpft. Ich wollte nicht einmal mehr weitermachen, mit der Verantwortlichen Artikel zu sichten und Fachkenntnisse zu studieren.
Später begann ich, darüber nachzudenken: „Die Verantwortliche sichtet mit uns Artikel und hält Gemeinschaft über die Grundsätze. Ist das nicht eine großartige Gelegenheit, meine Unzulänglichkeiten auszugleichen? Warum bin ich so nervös und so erschöpft?“ Genau um diese Zeit wurden Gottes neueste Worte veröffentlicht. Während meiner Andachten las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Wenn Ich mit den Leuten plaudere und manchmal ein paar Fragen stelle, grübeln manche Leute mit komplizierten Gedankengängen: ‚Deine Frage ist ziemlich direkt. Ich weiß nicht, warum Du sie stellst. Ich muss bei meiner Antwort vorsichtig sein!‘ Ich sage, du liegst falsch. Ganz gleich, mit wem Ich plaudere oder welche Fragen Ich stelle, das endgültige Ziel ist immer, Probleme zu entdecken und zu lösen, dich zu unterstützen und zu führen und dir zu helfen, Probleme zu lösen. Erstens sind meine Fragen nicht dazu da, dich bloßzustellen und dich dumm dastehen zu lassen. Zweitens sind sie nicht dazu da, zu testen, ob du die Wahrheit sagst oder ob du ein argloser Mensch bist. Drittens sind sie nicht dazu da, dich hereinzulegen, damit du deine wahre Situation enthüllst. Viertens geht es noch weniger darum, zu testen, ob du kompetent bist, die Arbeit zu tun, oder ob du echte Arbeit verrichten kannst. Ganz gleich, wie Ich mit dir plaudere, es dient tatsächlich alles dazu, dir zu helfen und dich dabei zu führen, deine Pflicht zu erfüllen, die Arbeit gut zu machen und Probleme zu lösen. Manche Leute überinterpretieren Meine einfachen Erkundigungen, in großer Angst, dass es irgendeine verborgene Bedeutung gibt. Manche verdächtigen Mich sogar, dass Ich gegen sie intrigiere. Ich will dir eindeutig helfen, Probleme zu lösen, doch du denkst fälschlicherweise, dass Ich gegen dich intrigiere. Tut Mir das nicht Unrecht? (Doch.) Was ist dann hier das Problem? Das menschliche Herz ist hinterlistig! Obwohl die Leute laut sagen mögen: ‚Du bist Gott, ich muss Dir die Wahrheit sagen und offen zu Dir sein. Ich folge Dir, ich glaube an Dich!‘, denken sie tief im Inneren nicht so. Ganz gleich, wie gewöhnlich und einfach Meine Fragen sind, sie werden von den Menschen oft auf überempfindliche Weise interpretiert. Durch ihre Mutmaßungen und dann durch genaue Prüfung gehen sie viele verschlungene Wege und scheinen die endgültige Antwort zu finden, aber in Wirklichkeit ist sie weit von der ursprünglichen Absicht Meiner Worte entfernt. Es ist eindeutig eine sehr einfache Frage, doch sie zerdenken sie. Sind solche Menschen nicht überempfindlich? Ganz gleich, welche Frage Ich ihnen stelle, ihre Herzen sind aufgewühlt, nachdem sie sie gehört haben: ‚Warum fragst Du das? Wie kann ich auf eine Weise antworten, die Dich zufriedenstellt und keine Schwachstellen offenbart? Was soll ich zuerst sagen und was später?‘ Innerhalb von drei bis fünf Sekunden kommen die Worte heraus, ohne jede Verzögerung. Ihr Verstand ist schneller als Computer. Warum so schnell? Tatsächlich ist ihnen dieser Prozess bereits in Fleisch und Blut übergegangen; es ist ihr üblicher Trick und Stil im Umgang mit Menschen und bei der Erledigung von Angelegenheiten. Sie intrigieren gegen jeden. Ganz gleich wie einfach Meine Erkundigungen also sind, sie denken zu viel darüber nach und glauben, Ich hätte irgendein Motiv oder Ziel. Sie grübeln in ihren Herzen: ‚Wenn ich wahrheitsgemäß antworte, werde ich dann nicht meine wahre Situation bloßstellen? Das kommt einem Verrat an mir selbst gleich. Ich kann nicht zulassen, dass Du meine wahre Situation erfasst. Wie soll ich dann angemessen antworten? Wie kann ich Dich glücklich und zufrieden machen, damit Du einen guten Eindruck von mir hast und mich weiterhin einsetzt?‘ Seht, wie hinterlistig diese Menschen sind! Die Gedanken dieser Menschen sind zu kompliziert. Ganz gleich, wie Ich mit ihnen rede, sie werden zweifeln und genau prüfen. Können solche Menschen die Wahrheit praktizieren? Können sie für Gottes Verwendung geeignet sein? Absolut nicht. Das liegt daran, dass die Gedanken solcher Menschen zu komplex sind und überhaupt nicht einfach; jeder, der lange Zeit mit ihnen Kontakt hat, kann es sehen“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (26)). Als ich Gottes Worte las, hatte ich das Gefühl, sie würden genau meinen Zustand beschreiben. Obwohl Gott darin die Gedanken und Auffassungen enthüllte, die Menschen im Umgang mit Christus an den Tag legen, wurde mir klar, dass ich oft dieselbe Mentalität offenbarte, wenn ich mit anderen interagierte. Ich dachte darüber nach, wie die Verantwortliche uns von Anfang an gesagt hatte, dass sie mit uns Artikel sichtete, um uns zu helfen, die Grundsätze zu lernen. Sie fragte nach unseren Sichtweisen, um unsere Unzulänglichkeiten und Abweichungen zu verstehen und so gezielt Gemeinschaft und Hilfe bieten zu können. Doch in meinem Inneren war alles so kompliziert. Ich suchte ständig bei ihr nach Hintergedanken und nahm an, sie würde unser Verständnis der Grundsätze testen und versuchen festzustellen, ob wir für diese Pflicht geeignet waren. Ich war überzeugt: Wenn sie zu viele Unzulänglichkeiten bei mir fände, würde sie mich entlassen. Um meine Unzulänglichkeiten nicht bloßzustellen, sagte ich bei meiner Stellungnahme nicht ehrlich, wie viele Probleme ich wirklich erkannt hatte. Stattdessen setzte ich alles daran, die Verantwortliche in dem Glauben zu lassen, ich hätte die Grundsätze gut erfasst und eine umfassende Sicht auf alle Probleme. Ich ging sogar so weit, mir Zhang Yans Punkt einfach zu eigen zu machen. Als wir den zweiten Artikel prüften, war ich eindeutig eingenickt und hatte keine Probleme erkannt, und ich hätte einfach ehrlich dazu stehen sollen. Aber ich hatte Angst, dass die Verantwortliche einen noch schlechteren Eindruck von mir bekommen würde, wenn ich die Wahrheit sagte, also log ich und behauptete, ich hätte vergessen, wo ich mir das Problem notiert hatte. Ich tat sogar so, als würde ich danach suchen, was nur jedermanns Zeit verschwendete. In Wirklichkeit hätte ich nur wahrheitsgemäß antworten müssen, als die Verantwortliche nach meiner Meinung fragte. Wenn ich falsch lag, hätte ich einfach meine Abweichung analysieren und sie korrigieren können. Aber in meinem Inneren war alles einfach viel zu kompliziert: Ich versuchte ständig, die Absichten der Verantwortlichen zu erraten. Ich musste jeden Satz immer und immer wieder im Kopf abwägen, bevor ich sprach. Als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass ich auch früher schon diese Manifestierung gezeigt hatte. Als ich mit dieser Pflicht anfing, wurde ich jedes Mal sehr nervös, wenn die Leiterin mich nach meiner Meinung zu bestimmten Themen fragte. Unbewusst versuchte ich zu erraten, ob sie mein Kaliber und meine Urteilsfähigkeit einschätzte, um meine Eignung für die Pflicht abzuwägen. Ich überlegte immer schnell, wie ich mich ausdrücken konnte, damit die Leiterin mich nicht durchschaute. Ich musste jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen, und es war unheimlich anstrengend, so zu leben. Ich erkannte, dass dies nicht nur eine vorübergehende Offenbarung einer betrügerischen Disposition war, sondern dass ich ständig in einem Zustand der Berechnung lebte. Meine Natur war von Grund auf betrügerisch. Ich dachte an die Worte des Herrn Jesus: „Wahrlich Ich sage euch: Es sei denn, dass ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Matthäus 18,3). Der Allmächtige Gott sagte auch: „Wenn du hinterlistig bist, dann wirst du allen Menschen und Dingen gegenüber zurückhaltend und misstrauisch sein, und so wird dein Glaube an Mich auf einer Grundlage des Argwohns aufbauen. Einen solchen Glauben könnte Ich niemals anerkennen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie man Gott auf Erden tatsächlich erkennt). Gottes Wesen ist treu; Er mag ehrliche Menschen und verabscheut betrügerische Menschen. Ein betrügerischer Mensch kann nicht errettet werden und nicht in das Himmelreich eingehen. Mir wurde klar: Wenn ich nicht umkehrte, mich nicht änderte und kein ehrlicher Mensch werden konnte, dann würde ich, ganz gleich, welchen Dingen ich entsagte oder was ich aufwendete, letztendlich von Gott ausgemustert und verschmäht werden. Bei diesem Gedanken wurde mein Herz schwer, und ich betete zu Gott: „O Gott, ich bin so betrügerisch. Alle meine Worte und Taten sind voller Berechnung. Ich bin kein ehrlicher Mensch. Wenn ich so weitermache, werde ich mit Sicherheit von Dir ausgemustert werden. Ich will meine betrügerische Disposition ablegen und ein ehrlicher Mensch werden. Ich bitte um Deine Führung.“ Danach öffnete ich mich und legte der Verantwortlichen meinen Zustand offen dar. Sie tadelte mich überhaupt nicht, sondern hielt stattdessen Gemeinschaft über die Wahrheit, um mir zu helfen, und ermutigte mich, die Wahrheit zu praktizieren und ein ehrlicher Mensch zu sein.
Später dachte ich darüber nach, warum ich immer so besorgt war, meine Unzulänglichkeiten offenzulegen. Ich erinnerte mich, gehört zu haben, dass einige Brüder und Schwestern kürzlich entlassen worden waren, weil sie bei ihren Pflichten durchweg die Grundsätze nicht erfasst hatten, und dadurch Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit verursacht hatten. Da es bei den Artikeln, die ich kürzlich eingereicht hatte, einige problematische Punkte gab, vermutete ich, die Verantwortliche sei da, um mich zu beobachten und zu beurteilen, und dass sie mich entlassen würde, wenn sie feststellte, dass ich die Grundsätze nicht erfasst hatte. Um mich mit diesem Zustand auseinanderzusetzen, suchte ich Gottes Worte heraus. Der Allmächtige Gott sagt: „Es gibt Grundsätze dafür, welche Art von Menschen das Haus Gottes befördert und einsetzt und welche Art von Menschen es nicht einsetzt, sowie dafür, welche Menschen es fördert und welche nicht; all das basiert darauf, was für die Arbeit des Hauses Gottes benötigt wird. Ganz gleich, wer befördert und eingesetzt wird, das Ziel ist es, ihn zu fördern, damit er seine Pflicht gut tun kann und weiß, wie man Gottes Werk erfährt, und damit er in der Lage ist, Arbeit zu schultern und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln. Ganz gleich, welches Problem gelöst wird, das Ziel ist es, ihn zu befähigen, mehr von der Wahrheit zu verstehen und zu lernen, wie man aus den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen, denen man begegnet, Lehren zieht und Urteilsvermögen gewinnt. Auf diese Weise ist es für ihn leichter, in allen Aspekten in die Wahrheitsrealität einzutreten. Es geht nicht darum, dich auszunutzen, damit du einen Dienst erweist, und noch viel weniger darum, dich auszunutzen, um eine Lücke zu füllen, weil keine geeignete Person gefunden werden kann, nur um dich dann hinauszuschmeißen, wenn jemand Geeignetes daherkommt. So verhält es sich nicht. Tatsächlich gibt dir das eine Gelegenheit, dich zu üben. Wenn du nach der Wahrheit strebst, wirst du standhaft bleiben; wenn du nicht nach der Wahrheit strebst, wirst du nicht standhaft bleiben können. Es ist absolut nicht der Fall, dass das Haus Gottes eine Handhabe gegen dich sucht, weil du ihm missfällst, und nach einer Gelegenheit Ausschau hält, dich auszumustern. Wenn das Haus Gottes sagt, dass es dich fördern und befördern wird, dann wird es dich wirklich fördern. Es kommt darauf an, wie du dich um die Wahrheit bemühst. Wenn du die Wahrheit nicht im Geringsten annimmst, dann wird das Haus Gottes dich aufgeben und dich nicht länger fördern. Manche Menschen werden nach einer Zeit der Förderung entlassen, weil ihr Kaliber schlecht ist und sie keine tatsächliche Arbeit verrichten können. Manche nehmen während der Zeit ihrer Förderung die Wahrheit nicht im Geringsten an, handeln willkürlich, unterbrechen und stören die Arbeit des Hauses Gottes und werden entlassen. Wieder andere streben überhaupt nicht nach der Wahrheit, gehen den Weg der Antichristen, arbeiten immer für Ruhm, Gewinn und Status und werden entlassen und ausgemustert. All diese Situationen werden gemäß den Grundsätzen des Hauses Gottes für den Einsatz von Menschen gehandhabt. Das Haus Gottes wird diejenigen, die die Wahrheit annehmen und sich um die Wahrheit bemühen können, dennoch fördern, selbst wenn sie Verfehlungen begehen, indem sie einige Fehler machen. Wenn es jemand ist, der die Wahrheit nicht annehmen kann, und er die Wahrheit nicht annimmt, wenn er zurechtgestutzt wird, dann sollte er direkt entlassen und ausgemustert werden. … Ganz gleich, wie die Situation ist: Wenn das Haus Gottes diese Menschen befördert, geschieht das immer, um sie zu fördern und sie in die Wahrheitsrealität zu führen, in der Hoffnung, dass sie die Arbeit der Kirche gut verrichten und die Pflichten erfüllen können, die sie erfüllen sollten. Selbst wenn du nicht weißt, wie man eine bestimmte Arbeit verrichtet, weil du töricht bist und es dir an Einsicht mangelt oder weil dein Kaliber schlecht ist: Solange du nach den Wahrheitsgrundsätzen strebst, dieses Verantwortungsbewusstsein hast, bereit bist, diese Arbeit gut zu machen, und die Arbeit der Kirche wahren kannst, wird das Haus Gottes dich dennoch fördern, selbst wenn du in der Vergangenheit einige törichte Dinge getan hast. … Ganz gleich, zu wie viel Arbeit du fähig bist oder wie dein Kaliber ist, dich zu befördern und einzusetzen bedeutet nicht, dich auszunutzen. Vielmehr ist die Absicht, diese Gelegenheit zu nutzen, um dich in der Arbeit üben zu lassen und dich durch dein Streben nach der Wahrheit und durch harte Arbeit und das Schultern schwerer Bürden zu vervollkommnen. Einerseits vervollkommnet dich das persönlich; andererseits erfüllt es auch die Arbeit des Hauses Gottes. Du hast sowohl gute Taten vorbereitet als auch Gewinne in deinem persönlichen Lebenseintritt erzielt. Wie gut das ist! Das sind zwei gute Ergebnisse auf einen Schlag“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (26)). Die Worte Gottes zeigten mir, dass Gottes Haus jemanden, den es befördert, auch aufrichtig fördert. Leiter und Verantwortliche werden ihnen bei ihren Unzulänglichkeiten Anleitung und Hilfe anbieten. Wer die Wahrheit annehmen kann, wird nicht nur in seinem eigenen Leben Fortschritte machen, sondern auch die Ergebnisse seiner Arbeit werden immer besser werden. Darüber hinaus hat Gottes Haus auch Grundsätze für die Entlassung von Menschen; es entlässt nicht einfach jemanden wegen einiger Unzulänglichkeiten oder Schwächen. Einige der Leute, die kürzlich entlassen oder ausgemustert worden waren, wurden nur deswegen entlassen, weil ihr schlechtes Kaliber die Arbeit aufhielt, und die Kirche wies ihnen dann eine passendere Pflicht entsprechend ihrem Kaliber zu; andere wurden entlassen, weil sie besonders eigensinnig waren, sich weigerten, jegliche Gemeinschaft über die Grundsätze anzunehmen, und Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit verursachten. Als ich an die Zeit meiner Pflicht in der Textarbeit zurückdachte, hielten Leiter und Verantwortliche immer, wenn sie sahen, dass ich in einem schlechten Zustand war oder die Ergebnisse meiner Pflicht schlecht waren, Gemeinschaft, um mir zu helfen. Wenn sie sahen, dass ich nach einer gewissen Zeit Fortschritte gemacht hatte, erlaubten sie mir, mich in dieser Pflicht weiter zu üben. Als die Leiterin sah, dass wir ständig Probleme bei unserer Pflicht hatten, beauftragte sie dieses Mal die Verantwortliche, uns beim Studium der Grundsätze zu helfen. Dies geschah in der Hoffnung, dass wir die Grundsätze so schnell wie möglich erfassen und unsere Pflichten erfüllen könnten. Es ist genau so, wie es in Gottes Worten heißt: „Wenn das Haus Gottes sagt, dass es dich fördern und befördern wird, dann wird es dich wirklich fördern. Es kommt darauf an, wie du dich um die Wahrheit bemühst.“ Ich dachte über mein durchschnittliches Kaliber und mein begrenztes Verständnis einiger Grundsätze nach. Wenn die Verantwortliche bei Problemen auf Dinge hinweist, mir hilft und mit mir die Grundsätze studiert, kann mir das helfen, meine Pflicht besser zu tun. Was für eine wunderbare Sache! Es war Gott selbst, der mich mithilfe von Menschen, Ereignissen und Dingen aufrichtig förderte. Ich sollte Gott danken, aber stattdessen ging ich an alles mit Berechnung und einem Herzen voller Feindseligkeit heran. Ich war wirklich so gewissenlos und unvernünftig!
Danach erstellte die Verantwortliche basierend auf unseren jeweiligen Unzulänglichkeiten einen Lernplan, und suchte relevante Worte Gottes heraus, um Gemeinschaft zu halten und mir zu helfen. Ich dankte Gott von ganzem Herzen. Danach begann ich, mit meinen Schwestern ernsthaft über die relevanten Grundsätze nachzudenken. Durch eine Phase des Studiums erfasste ich die Grundsätze klarer, und die Anzahl der problematischen Punkte in den Artikeln, die ich einreichte, nahm deutlich ab. Durch diese praktische Erfahrung spürte ich noch tiefer: Wenn Gottes Haus Menschen befördert und fördert, tut es dies, um uns zu helfen, die Grundsätze zu erfassen und unsere Pflichten gut zu tun, und gleichzeitig, um uns zu helfen, die Wahrheit zu verstehen und im Leben Fortschritte zu machen. Eines Tages, als ich Artikel mit Erfahrungszeugnissen sichtete, las ich eine Passage aus Gottes Worten und erlangte ein wenig neue Erkenntnis zu meinem Problem. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen glauben seit mehreren Jahren an Gott, verstehen jedoch nicht das geringste Quäntchen der Wahrheit. Ihre Sicht der Dinge bleibt die gleiche wie die der Nichtgläubigen. Wenn sie sehen, dass ein falscher Leiter oder ein Antichrist enthüllt und ausgemustert wird, denken sie: ‚An Gott zu glauben, Gott zu folgen, vor Gott zu leben, ist wie auf dünnem Eis zu wandeln! Es ist wie ein Leben auf Messers Schneide!‘ Und andere sagen: ‚Ein Leiter und Gemeindearbeiter zu sein und Gott zu dienen ist riskant. Es ist so, wie die Leute sagen: „Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu schlafen.“ Ein falsches Wort, eine falsche Handlung, und man beleidigt die Disposition Gottes, und man wird ausgemustert und bestraft!‘ Sind diese Bemerkungen richtig? ‚Auf dünnem Eis wandeln‘ und ‚ein Leben auf Messers Schneide‘ – was bedeuten diese Worte? Diese Worte bedeuten, dass eine große Gefahr besteht, dass in jedem Augenblick eine große Gefahr besteht und dass die kleinste Unachtsamkeit dazu führen wird, dass man den Boden unter den Füßen verliert. ‚Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu schlafen‘ ist ein gängiges Sprichwort unter Nichtgläubigen. Es bedeutet, dass es gefährlich ist, einem Teufelskönig nahezukommen. Worin liegt der Fehler, wenn man dieses Sprichwort auf den Dienst an Gott anwendet? Einen Teufelskönig mit Gott, mit dem Schöpfer zu vergleichen, ist das nicht Blasphemie gegen Gott? Das ist ein ernstes Problem. Gott ist ein gerechter und heiliger Gott; dass der Mensch dafür bestraft werden soll, sich Gott zu widersetzen oder Ihm feindlich gesinnt zu sein, ist vollkommen normal und gerechtfertigt. Satan und die Teufel verfügen nicht über den geringsten Funken der Wahrheit; sie sind schmutzig und niederträchtig, schlachten die Unschuldigen ab und verschlingen gute Menschen. Wie können sie mit Gott verglichen werden? Warum verdrehen die Menschen die Tatsachen und verleumden Gott? Das ist eine gewaltige Blasphemie gegen Gott!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Mein Zustand entsprach genau dem, was Gottes Worte offenlegten. Obwohl ich seit vielen Jahren an Gott glaubte, war ich unfähig, die Dinge aus der Perspektive der Wahrheit zu sehen. Stattdessen hielt ich an den Perspektiven von Nichtgläubigen fest und lebte nach der satanischen Philosophie: „Man sollte nie die Absicht hegen, anderen Schaden zuzufügen, aber man sollte immer auf der Hut davor sein, dass andere einem Schaden zufügen könnten.“ Ich war im Umgang mit Menschen immer auf der Hut, ständig besorgt, dass man mir übel mitspielen würde, wenn ich auch nur für einen Moment unachtsam wäre. Genau wie dieses Mal: Als die Verantwortliche sah, dass Probleme und Abweichungen in unserer Pflicht auftraten, wollte sie mit uns Artikel sichten, um uns zu helfen, die Grundsätze zu erfassen. Ich nahm jedoch an, dass sie meine wahre Situation herausfinden wollte, um sie als Beweis für meine Entlassung zu verwenden. Infolgedessen war mein Herz voller Feindseligkeit ihr gegenüber. Ich war ständig auf der Hut, als stünde ich einem furchterregenden Feind gegenüber, und war besorgt, dass ich etwas Falsches antworten und sie meine Unzulänglichkeit ausnutzen und mich entlassen würde, wenn ich auch nur eine Sekunde unachtsam wäre. An den Orten, an denen Satan Macht ausübt, sind zwischenmenschliche Beziehungen von Streit und Berechnung erfüllt. Die geringste Unachtsamkeit könnte dazu führen, dass man hintergangen wird und sein offizielles Amt verliert, und könnte sogar das Leben in Gefahr bringen. Ich tat ja tatsächlich meine Pflicht in Gottes Haus, war aber dennoch auf der Hut, als müsste ich mich gegen die Mächte, die in der Welt herrschen, schützen. Ich glaubte überhaupt nicht, dass die Wahrheit in Gottes Haus herrscht oder dass Gott aufrichtig und ehrlich zu jedem von uns ist. Das war eine Verleumdung und eine Lästerung Gottes! Die Natur dieser Sache war erschreckend! Ich betete zu Gott: „O Gott, all die Jahre, in denen ich meine Pflicht in Deinem Haus tue, habe ich Deine Bewässerung und Versorgung genossen, ich habe viele Wahrheiten verstanden und einige Grundsätze gelernt, wie ich mich verhalten soll. Das ist alles Deine Liebe und Errettung. Aber ich bin immer noch auf der Hut vor Dir, und die Kluft zwischen Dir und mir ist so tief. Das betrübt Dich wirklich. Gott, ich bin bereit, Buße zu tun. Ich möchte danach streben, ein ehrlicher Mensch zu sein, um Dein Herz zu trösten. Bitte führe mich.“
Bei einer anderen Gelegenheit studierte eine andere Verantwortliche mit uns Fachkenntnisse und bat uns, reihum unsere Perspektiven zu teilen. Zuerst war ich noch etwas nervös, besorgt, dass ich nicht gut antworten oder meine Antwort gewisse Abweichungen enthalten würde und die Verantwortliche mich durchschauen würde. In diesem Moment dachte ich an Gottes Worte: „Um einen Austausch mit anderen zu erreichen, ohne zu intrigieren, musst du lernen, dich im Rahmen des Gewissens und der Rationalität der normalen Menschlichkeit auszutauschen. Der Zweck des Austauschs besteht darin, anderen zu helfen und auch Hilfe und Nutzen von ihnen zu empfangen. Das ist normaler Austausch, und auf diese Weise kannst du einen Austausch erreichen, ohne zu intrigieren“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (26)). „Um aufrichtig zu sein, musst du zunächst deine persönlichen Wünsche zurückstellen. Anstatt dich darauf zu konzentrieren, wie Gott dich behandelt, solltest du dein Inneres vor Gott offenlegen und sagen, was immer auch in deinem Herzen ist. Denke nicht darüber nach oder erwäge, welche Folgen deine Worte haben werden. Sag, was immer du denkst, lass deine Beweggründe beiseite und sag nichts, nur um irgendein Ziel zu erreichen. Du weist zu viele persönliche Absichten und Verunreinigungen auf; du bist immer berechnend in der Art, wie du sprichst, und du denkst: ‚Ich sollte dies und nicht das sagen, ich muss aufpassen, was ich sage. Ich werde es so formulieren, dass es mir nützt, meine Unzulänglichkeiten überdeckt und bei Gott einen guten Eindruck hinterlässt.‘ Heißt das nicht, dass du Beweggründe hast? Bevor du den Mund aufmachst, ist dein Geist voller verschlagener Gedanken und du berichtigst das, was du sagen willst, mehrmals. Wenn die Worte dann aus deinem Mund kommen, sind sie nicht mehr so rein und nicht im Geringsten echt, sondern sie enthalten deine eigenen Beweggründe und die Machenschaften Satans. Das bedeutet nicht, aufrichtig zu sein; das sind finstere Beweggründe und schlechte Absichten“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 10 (Teil 2)). Gottes Worte zeigten mir: Um nicht mehr berechnend zu sein, muss man üben, mit anderen aus dem Gewissen und der Rationalität einer normalen Menschlichkeit heraus Gemeinschaft zu halten, ohne eigene Motive und Ziele und ohne seine Worte zu analysieren oder zu bearbeiten. Man braucht einfach nur zu sagen, was man denkt. Das Ziel ist, sich gegenseitig zu helfen, sodass alle davon profitieren. Mir wurde klar, dass die Verantwortliche, die heute mit uns Fachkenntnisse studierte, uns eine Chance gab, von den jeweiligen Stärken der anderen zu lernen und unsere Unzulänglichkeiten auszugleichen, indem wir über die Grundsätze diskutierten, damit wir sie besser erfassen konnten. Ich sollte mit einer offenen Haltung herangehen, so viel sagen, wie ich verstand, und wenn ich etwas Falsches sagte, sollte ich einfach die Führung und Hilfe meiner Brüder und Schwestern annehmen. Es war eine großartige Gelegenheit zum Lernen und Austausch; ich musste mir nicht so viele Sorgen machen. Also betete ich in meinem Herzen: „O Gott, bitte lass mein Herz vor Dir zur Ruhe kommen, und möge ich Deinen prüfenden Blick annehmen, während ich meine Ansichten teile.“ Nach dem Gebet konnte ich zur Ruhe finden und über die Grundsätze nachdenken. Ich erlangte sogar einige neue Einsichten in einige von ihnen und hatte das Gefühl, sie klarer als zuvor zu erfassen. Durch die Gemeinschaft der Verantwortlichen entdeckte ich auch einige meiner Unzulänglichkeiten. Ich fühlte mich während dieser Lerneinheit ziemlich befreit und machte einige Fortschritte. Wann immer sich danach die Verantwortliche uns anschloss, um Artikel zu prüfen oder mir Fragen zu stellen, übte ich bewusst, gemäß Gottes Worten ein ehrlicher Mensch zu sein. Mein Herz fühlte sich immer befreiter an, und ich bekam einen Vorgeschmack auf die Freude, ein ehrlicher Mensch zu sein. Dank sei Gott!