52. Ich bin kein Jasager mehr

Von Zheng Jin, China

Im Dezember 2023 wurde ich von den Leitern beauftragt, die Verantwortung für die Bewässerungsarbeit in einigen Kirchen zu übernehmen. Bruder Lin Hai war der Verantwortliche. Er beaufsichtigte nicht nur unsere Arbeit und verfolgte sie nach, sondern war auch für die Bewässerungsarbeit in mehreren anderen Kirchen verantwortlich. Als ich anfing, mit Lin Hai zusammenzuarbeiten, sah ich, dass er bei seiner Pflicht eine gewisse Last trug; er ging die Probleme der Neulinge umgehend an und löste sie. Ende Februar 2024 verschickten wir ein Mitteilungsschreiben an die Kirchen, das sich mit den allgemeinen Problemen unter den Neulingen befasste, und wir verfolgten dies nach, damit die Kirchen ungeeignetes Bewässerungspersonal umgehend neu einteilten. Später stellte ich jedoch fest, dass Lin Hai nicht nur die Umsetzung unserer Arbeit nicht nachverfolgt hatte, sondern sich auch nicht um die Kirchen gekümmert hatte, für die er verantwortlich war, und die Bewässerer nicht rechtzeitig neu eingeteilt worden waren. Ich dachte bei mir: „Vielleicht geht es ihm in letzter Zeit nicht gut? Ist sein Blutdruck wieder gestiegen? Kämpft er vielleicht mit seiner Krankheit und trägt deshalb keine Last bei seiner Pflicht? Vielleicht sollte ich ihn daran erinnern. Aber wenn ich es einfach geradeheraus sage, wird er dann nicht behaupten, ich sei ihm gegenüber nicht rücksichtsvoll? Außerdem bin ich nur ein Teammitglied. Wenn ich ihn direkt auf seine Probleme anspreche, ist ihm das dann nicht peinlich und hegt er dann nicht einen Groll gegen mich? Was, wenn dadurch Spannungen zwischen uns entstehen? Wie unangenehm wäre die Zusammenarbeit danach!“ Doch dann erinnerte ich mich daran, dass Gott darüber Gemeinschaft gehalten hat, dass Arbeitspartner sich gegenseitig beaufsichtigen und erinnern sollen. Es fühlte sich nicht richtig an, seine Probleme zu sehen und kein Wort zu sagen. Also gab ich ihm eine Liste mit den Aufgaben, die er nachverfolgen musste, und den Kirchen, denen es an Bewässerern fehlte, und erinnerte ihn daran, diese Dinge nachzuverfolgen. Ursprünglich wollte ich mit ihm über die Natur und die Konsequenzen von oberflächlichem und unverantwortlichem Verhalten bei der Pflichtausführung sprechen, aber ich befürchtete, das würde ihn kränken und unser zukünftiges Miteinander erschweren. Also fragte ich ihn nur nach seinem Befinden und suchte ein paar Passagen aus Gottes Worten über gegenseitige Beaufsichtigung und Erinnerung unter Arbeitspartnern heraus, um sie ihm zu zeigen. So würde er wissen, dass ich nur versuchte, gemäß Gottes Worten zu praktizieren, und nicht absichtlich auf ihm herumhackte, damit er keine Vorurteile gegen mich entwickelte. Zu meiner Überraschung antwortete Lin Hai nur mit zwei Worten: „Na gut.“ Er erwähnte mit keinem Wort, dass er seine eigenen Probleme erkannte. Danach verfolgte er die Neueinteilung der Bewässerer in den Kirchen und unsere Arbeit immer noch nicht nach und beaufsichtigte diese auch weiterhin nicht. Ich überlegte, es noch einmal anzusprechen, aber dann erinnerte ich mich an seine abweisende Antwort. Er war wahrscheinlich verärgert. Wenn ich wieder etwas sagte, wäre er sicher noch verärgerter. Da niemand sonst etwas sagte, hätte es so ausgesehen, als würde ich immer auf ihm herumhacken, wenn ich als Einzige auf seine Probleme hingewiesen hätte. Ich wollte nicht diejenige sein, die ihn kränkte, also ließ ich es einfach bleiben.

Später mussten sich einige der Bewässerer in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, aufgrund der Verhaftungen von Christen durch die KPCh aus Sicherheitsgründen verstecken, und andere, die ungeeignet waren, mussten neu eingeteilt werden. Wir konnten aber keine geeigneten Leute für die Nachfolge finden, was die Arbeit beeinträchtigte. Durch Nachdenken und Zusammenfassen wurde mir klar, dass wir uns generell nicht auf die Förderung von Menschen konzentriert hatten. Also verfasste ich ein Mitteilungsschreiben an die Kirchen über dieses Problem und bat die Leiter und Mitarbeiter, sich auf die Förderung von Menschen zu konzentrieren, damit sie diese Abweichung rechtzeitig korrigieren konnten. Dann leitete ich es an Lin Hai und unsere Arbeitspartnerin, Schwester Wang Dan, weiter, damit sie es auf eventuelle Probleme oder Mängel überprüfen und vor dem Versand an die Kirchen Ergänzungen und Verbesserungen vornehmen konnten. Ich erinnerte sie auch daran, umgehend zu antworten, um die Arbeit nicht zu verzögern. Doch auch nach ein paar Tagen hatte Lin Hai immer noch nicht geantwortet. Ich dachte bei mir: „Was ist los mit ihm? Er kümmert sich nicht um die Arbeit der Förderung von Menschen, und jetzt ist das Schreiben fertig, aber er äußert sich nicht einmal dazu. Sollen wir dieses Schreiben nun verschicken oder nicht? Wenn wir es nicht tun, wird sich die Arbeit verzögern. Aber was, wenn etwas darin unangemessen ist und eine Unterbrechung verursacht?“ Ich wollte ihm schreiben und ihn fragen, was er sich dabei dachte und warum er immer noch nicht geantwortet hatte, aber ich erinnerte mich daran, dass er für meine Vorschläge letztes Mal nicht sehr empfänglich gewesen war. Ich machte mir Sorgen, dass es ihn nur noch mehr verärgern würde, wenn ich ihn wieder auf seine Probleme hinwies, und unser Verhältnis zukünftig schwierig werden würde, also fragte ich nicht nach. Später antwortete Wang Dan, das Schreiben sei in Ordnung, also verschickten wir es, um die Arbeit nicht zu verzögern.

Kurz darauf intensivierte die KPCh ihre Verhaftungen. Sie nutzten verschiedene Methoden, um Gläubige aufzuspüren und zu verhaften, und verbreiteten sogar wieder die alten, erfundenen Gerüchte, um die Menschen irrezuführen. Wir hielten mit den Neulingen gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit bezüglich des Unterscheidungsvermögens und die Wahrheit in Bezug auf Visionen. Daraufhin erlangten die meisten von ihnen die Fähigkeit, einige der haltlosen Gerüchte zu durchschauen. Ich dachte bei mir: „Ich frage mich, ob die Bewässerer in den anderen Kirchen mit den Neulingen über die Wahrheit bezüglich des Urteilsvermögens im Umgang mit diesen haltlosen Gerüchten gemeinschaftlichen Austausch gehalten haben. Haben die Neulinge überhaupt ein Unterscheidungsvermögen darüber?“ Also schrieb ich an Lin Hai und schlug vor, dass er die Bewässerer in seinem Zuständigkeitsbereich anweisen solle, das Unterscheidungsvermögen der Neulinge bezüglich der haltlosen Gerüchte zu überprüfen. Falls einige von ihnen es nicht verstanden, müssten sie umgehend über die Wahrheit in Bezug auf Visionen gemeinschaftlichen Austausch halten, um zu verhindern, dass sie von den haltlosen Gerüchten irregeführt würden und ihr Leben Schaden nähme. Zehn Tage vergingen, nachdem ich das Schreiben abgeschickt hatte, und es kam immer noch keine Antwort von Lin Hai. Ich wurde allmählich etwas wütend und dachte: „Diese Arbeit ist so wichtig. Wie kann er sie nicht ernst nehmen?“ Ich wollte ihn wirklich darauf hinweisen, dass er bei seiner Pflicht keine Last trug, aber wieder hatte ich Angst, ihn zu verärgern, also sagte ich es nicht direkt. Stattdessen fragte ich vorsichtig, ob er mein Schreiben erhalten habe, und hielt gemeinschaftlichen Austausch über die Wichtigkeit, diese Arbeit nachzuverfolgen. Zu meiner Überraschung antwortete Lin Hai: „Wir haben die Bewässerer schon früher dazu gemeinschaftlichen Austausch halten lassen. Die Neulinge haben es wahrscheinlich alle begriffen. Es ist nicht nötig, das noch einmal nachzuverfolgen.“ Als ich sah, dass er nur aufgrund seiner eigenen Vorstellungen urteilte, ohne wirklich zu versuchen, die Situation der Neulinge zu verstehen, empfand ich sein Verhalten als äußerst unverantwortlich. Ich wollte mit ihm über dieses Problem gemeinschaftlichen Austausch halten, machte mir dann aber Sorgen, dass er eine schlechte Meinung von mir bekommen würde, wenn ich ihn ständig auf seine Probleme hinwies. Was, wenn unsere Beziehung dadurch verkrampft würde? Aber mein Gewissen plagte mich, weil ich seine Probleme sah, aber nichts sagte. Eine Weile später dachte ich: „Du bist der Verantwortliche, also liegt es in deiner Verantwortung, wenn etwas schiefgeht. Ich habe dich erinnert, und du bist derjenige, der nicht zuhören wollte.“ Doch dann spürte ich, dass es unverantwortlich von mir war, so zu denken … Ich war so aufgewühlt und unruhig und konnte mein Herz nicht zur Ruhe bringen, um meine Pflicht zu tun.

In meinem Schmerz betete ich zu Gott und bat um Seine Führung. Ich erinnerte mich an Gottes Worte: „Egal, welche Pflicht du ausführst, ob es sich um eine wichtige oder eine gewöhnliche handelt, wenn du nicht mit ganzem Herzen die Arbeit erledigst, die Gott dir anvertraut hat, oder deiner Verantwortung nicht gerecht wirst, und wenn du die Pflicht nicht als Gottes Auftrag siehst oder sie als deine eigene Pflicht und Verpflichtung betrachtest und die Dinge immer nur oberflächlich erledigst, dann wird das ein Problem sein(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man Gottes Worte regelmäßig liest und über die Wahrheit nachsinnt, gibt es einen Weg, dem man folgen kann). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich, dass ich bei meiner Pflicht Verantwortungsbewusstsein haben musste. Unabhängig davon, ob ich die Verantwortliche bin oder nicht, muss ich meine Verantwortung wahrnehmen und die Arbeit der Kirche schützen, sobald ich ein Problem in der Kirchenarbeit entdecke. Wenn ich ein Problem sehe und es ignoriere und dabei oberflächlich und unverantwortlich bin, ist das eine Pflichtverletzung. Da der große rote Drache wie wild Christen verhaftete und haltlose Gerüchte verbreitete, war die Gefahr groß, dass die Neulinge irregeführt würden und die Kirche verließen. Lin Hai daran zu erinnern, mehr gemeinschaftlichen Austausch mit ihnen über die Wahrheit bezüglich des Unterscheidungsvermögens zu halten, war meine Verantwortung. Als ich sah, dass er es überhaupt nicht ernst nahm, hätte ich ihn darauf hinweisen und ihm rechtzeitig helfen sollen. Aber ich hatte Angst, er würde einen schlechten Eindruck von mir bekommen, und fürchtete mich davor, ihn zu kränken und unsere Beziehung zu belasten, also verhielt ich mich einfach wie ein Jasager. Ich sah seine Probleme, traute mich aber nicht, sie direkt anzusprechen. Mir fehlte jegliches Verantwortungsbewusstsein und ich schützte die Interessen der Kirche nicht. Ich war wahrlich unwürdig, eine so wichtige Pflicht zu tun! In meinem Herzen machte ich mir tiefe Selbstvorwürfe, also verfasste ich ein Schreiben an Lin Hai, um meinen Standpunkt mit ihm zu besprechen. Dann dachte ich mir, da unsere Ansichten unterschiedlich waren, sollte ich es auch mit den anderen Brüdern und Schwestern besprechen, mit denen wir zusammenarbeiteten. Aber ich zögerte wieder und machte mir Sorgen: „Wenn Lin Hai das herausfindet, wird er dann nicht behaupten, dass ich versuche, ihn zu blamieren? Wird er dann nicht einen schlechten Eindruck von mir bekommen?“ Ich erinnerte mich an Gottes Worte: „‚Ich werde absolut keine Angst haben, ich werde absolut nicht zurückweichen, und ich werde absolut nicht den Mut verlieren!‘ Habt ihr diese Entschlossenheit?(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (13)). Wenn es um Angelegenheiten geht, die die Interessen der Kirche und den Lebenseintritt unserer Brüder und Schwestern betreffen, darf ich keine Kompromisse eingehen oder einen Rückzieher machen, nur weil ich Angst davor habe, was andere von mir denken könnten. Ob Lin Hai es akzeptierte oder nicht, ich musste Stellung beziehen und die Interessen der Kirche schützen. Deshalb leitete ich das Schreiben weiter. Daraufhin antworteten sowohl meine anderen Partner als auch Lin Hai und stimmten meinem Standpunkt zu. Innerlich atmete ich erleichtert auf.

Aber danach hielt ich immer noch keinen gemeinschaftlichen Austausch mit Lin Hai über seine oberflächliche Haltung bei seiner Pflicht. Ich begann, über mich selbst nachzudenken: Ich hatte Lin Hais Probleme klar gesehen, traute mich aber nicht, sie direkt anzusprechen. Welche verdorbenen Dispositionen verbargen sich dahinter? Ich betete darum, dass Gott mich dabei führe, meine Probleme zu verstehen. Dann las ich eine Passage aus Gottes Worten, die genau meinen Zustand ansprach. Der Allmächtige Gott sagt: „Die meisten Menschen sind bereit, nach der Wahrheit zu streben, und wollen die Wahrheit praktizieren, aber oft haben sie lediglich die Entschlossenheit und ein Verlangen, das zu tun; innerlich ist die Wahrheit jedoch nicht zu ihrem Leben geworden. Wenn du also auf böse Mächte stößt, die die Arbeit der Kirche stören und sabotieren – zum Beispiel, wenn du mit falschen Leitern konfrontiert bist, die Angelegenheiten unter Verletzung der Grundsätze handhaben und keine echte Arbeit leisten, oder mit bösen Menschen und Antichristen, die Böses tun und die Arbeit der Kirche stören und dadurch Gottes auserwähltem Volk schaden –, hast du nicht den Mut, Stellung zu beziehen und dich zu Wort zu melden. Warum fehlt dir dieser Mut? Liegt es daran, dass du ängstlich bist oder dich nicht gut ausdrücken kannst, oder traust du dich nicht, dich zu Wort zu melden, weil du keine klare Sicht der Dinge hast? Es liegt an keinem dieser Dinge. In erster Linie ist es die Konsequenz daraus, dass du durch deine verdorbenen Dispositionen eingeschränkt wirst. Eine der verdorbenen Dispositionen, die du offenbarst, ist eine betrügerische Disposition: Wenn etwas passiert, ist das Erste, woran du denkst, deine eigenen Interessen, die Konsequenzen deiner Handlungen und ob sie für dich von Vorteil sein werden. Das ist eine betrügerische Disposition, nicht wahr? Eine andere ist eine selbstsüchtige und gemeine Disposition. Du denkst: ‚Was hat es mit mir zu tun, dass sie den Interessen von Gottes Haus schaden? Ich bin kein Leiter, warum sollte ich mich also einmischen? Das hat nichts mit mir zu tun und ist nicht meine Verantwortung.‘ Solche Gedanken und Worte sind nichts, was du dir absichtlich ausdenkst, sondern werden von dir unbewusst hervorgebracht – das sind die verdorbenen Dispositionen, die Menschen offenbaren, wenn sie mit einem Problem konfrontiert werden. Diese verdorbenen Dispositionen beherrschen deine Gedanken, sie binden dir Hände und Füße und kontrollieren, was du sagst. In deinem Herzen willst du Stellung beziehen und dich zu Wort melden, aber du hast Bedenken, und selbst wenn du dich zu Wort meldest, redest du um den heißen Brei herum und lässt dir ein Hintertürchen offen, oder du bist ausweichend und sagst schlichtweg nicht die Wahrheit. Menschen mit Urteilsvermögen können das sehen, und eigentlich weißt du auch in deinem Herzen, dass du nicht alles gesagt hast, was du sagen solltest, dass du keine Ergebnisse erzielt hast, dass du nur so getan hast, als ob, und dass das Problem nicht gelöst wurde. Du hast deine Verantwortung nicht erfüllt, behauptest aber dreist das Gegenteil, oder du behauptest, dass du zu dem Zeitpunkt kein klares Verständnis der Situation hattest. Stimmen diese Behauptungen mit den Tatsachen überein? Denkst du das wirklich? Bist du nicht vollständig unter der Kontrolle deiner satanischen Dispositionen?(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gott legt offen, dass Menschen gemäß ihrer selbstsüchtigen und betrügerischen verdorbenen Dispositionen leben. Wenn sie jemanden sehen, der etwas tut, das gegen die Grundsätze verstößt, trauen sie sich nicht, darauf hinzuweisen, da sie nur ihre eigenen Interessen berücksichtigen und die Arbeit der Kirche nicht im Geringsten schützen. Manche Leute reden um den heißen Brei herum und spielen es herunter, um keinen Anstoß zu erregen – selbst wenn sie das Problem der anderen Person ansprechen. Sie kommen nicht zum Kern der Sache, sodass es selbst dann, wenn sie etwas sagen, keine Wirkung hat. Was Gottes Worte offenbarten, war genau mein Zustand. Während dieser Zeit hatte ich deutlich gesehen, dass Lin Hai die Arbeit weder nachverfolgte noch beaufsichtigte und dass er unverantwortlich war und bei seiner Pflicht keine Last trug. Dies hatte die Bewässerungsarbeit und den Lebenseintritt der Neulinge bereits verzögert. Ich hätte ihn darauf hinweisen sollen, um ihm zu helfen, die Dinge so schnell wie möglich umzukehren, aber ich hatte Angst, seinen Stolz zu verletzen und unsere Beziehung zu ruinieren, was den Umgang miteinander danach schwierig gemacht hätte. Also listete ich nur die Aufgaben auf, die er nachverfolgen musste, aber ich hielt nie gemeinschaftlichen Austausch über die Natur und die Konsequenzen von Oberflächlichkeit bei der Pflicht und sezierte sie auch nie. Später entdeckte ich, dass Lin Hai sich weder auf die Förderung von Menschen konzentrierte, noch wirklich prüfte, ob die Neulinge die vom großen roten Drachen verbreiteten haltlosen Gerüchte durchschauen konnten. Er handelte nur nach seinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen und leistete überhaupt keine echte Arbeit. Ich wollte ihn dafür bloßstellen, dass er unverantwortlich war und bei seiner Pflicht keine Last trug, aber wieder machte ich mir Sorgen, dass es seinen Stolz verletzen und ihn blamieren würde, wenn ich wiederholt auf seine Probleme hinwies. Wenn er Vorurteile gegen mich entwickelte, wie verkrampft würde es dann zwischen uns werden! Um ihn nicht zu kränken, entschied ich mich wieder für das Schweigen und beruhigte mich sogar mit dem Gedanken: „Ich habe bereits gesagt, was gesagt werden musste. Es ist seine Schuld, dass er meine Vorschläge nicht angenommen hat. Wenn ein Problem auftritt, liegt die Verantwortung bei ihm, nicht bei mir.“ Aber in Wirklichkeit hatte ich zwar einige Probleme bei der Arbeit mit ihm angesprochen, aber ich hatte nie auf die Natur und die Konsequenzen hingewiesen, die es hat, seine Pflicht auf diese Weise zu tun. Infolgedessen hatte Lin Hai kein Verständnis für seine eigenen Probleme, nahm keine Änderungen vor, und die Probleme bei der Bewässerungsarbeit blieben ungelöst. Ich erledigte die Sache nur pro forma und erzielte überhaupt keine echte Wirkung. Als ich sah, dass die Bewässerungsarbeit ineffizient war, dachte ich nicht darüber nach, wie ich die Probleme lösen und die Arbeit der Kirche schützen könnte, sondern ging wiederholt Kompromisse ein und gab nach, um meine Beziehung zu Lin Hai aufrechtzuerhalten. Ich sprach die Probleme nicht klar aus, selbst wenn das bedeutete, die Arbeit der Kirche immer wieder zu verzögern. Ich wahrte meine Beziehung zu ihm auf Kosten der Interessen der Kirche. Ich stand im Wesentlichen auf der Seite Satans und unterbrach die Arbeit der Kirche. Ich war so selbstsüchtig, verachtenswert, aalglatt und betrügerisch!

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und gewann weitere Erkenntnisse über meine eigenen Probleme. Der Allmächtige Gott sagt: „In den Philosophien für weltliche Belange findet sich ein Lehrsatz, der besagt, ‚Sich über die Fehler guter Freunde in Stillschweigen zu hüllen sorgt für eine lange und gute Freundschaft.‘ Das bedeutet, dass man, um diese gute Freundschaft zu bewahren, über die Probleme des Freundes schweigen muss, auch wenn man sie deutlich sieht. Sie halten die Grundsätze ein, anderen nicht ins Gesicht zu schlagen oder ihre Unzulänglichkeiten bloßzustellen. Sie täuschen sich gegenseitig, verstecken Dinge voreinander, und intrigieren gegeneinander. Obwohl sie ganz genau wissen, was für ein Mensch der andere ist, sagen sie es nicht freiheraus, sondern wenden listige Methoden an, um ihre Beziehung zu bewahren. Warum sollte man eine solche Beziehung aufrechterhalten wollen? Es geht darum, sich in dieser Gesellschaft, innerhalb seiner Gruppe, keine Feinde machen zu wollen, was bedeuten würde, dass man sich oft in gefährliche Situationen begibt. Da du weißt, dass jemand zu deinem Feind werden und dir schaden wird, nachdem du seine Unzulänglichkeiten bloßgestellt oder ihn verletzt hast, und da du dich nicht in eine solche Lage bringen möchtest, wendest du folgenden Lehrsatz der Philosophien für weltliche Belange an: ‚Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß‘. Wenn zwei Menschen in einer solchen Beziehung stehen, gelten sie angesichts dessen dann als wahre Freunde? (Nein.) Sie sind keine wahren Freunde und schon gar keine Vertrauten. Um was für eine Art von Beziehung handelt es sich also genau? Handelt es sich nicht um eine grundlegende soziale Beziehung? (Doch, das tut es.) In solch einer sozialen Beziehung können die Menschen keine offenen Gespräche führen, keine tiefen Verbindungen aufbauen und nicht über alles sprechen, worüber sie sprechen wollen. Sie können nicht laut aussprechen, was sie auf dem Herzen haben, oder die Probleme laut aussprechen, die sie in anderen Menschen sehen, oder Worte, von denen andere profitieren würden. Stattdessen suchen sie sich nette Dinge aus, die sie sagen, um sich bei anderen einzuschmeicheln. Sie wagen es nicht, die Wahrheit zu sagen oder die Grundsätze aufrechtzuerhalten, um zu verhindern, dass andere ihnen gegenüber feindselige Gedanken entwickeln. Wenn niemand eine Bedrohung für jemanden darstellt, lebt diese Person dann nicht relativ in Ruhe und Frieden? Ist dies nicht das Ziel der Menschen, wenn sie den Spruch ‚Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß‘ propagieren? (Das ist es.) Es handelt sich eindeutig um eine verschlagene und betrügerische Art zu überleben, die ein Element der Reserviertheit enthält und deren Ziel die Selbsterhaltung ist. Wenn sie so leben, haben Menschen keine Vertrauten, keine engen Freunde, bei denen sie sagen können, was immer sie wollen. Zwischen den Menschen herrscht nur gegenseitige Reserviertheit, gegenseitige Indienstnahme und gegenseitige Intrigen, wobei jede Person das aus der Beziehung mitnimmt, was sie braucht. Ist das nicht so? Im Grunde genommen ist das Ziel des Satzes ‚Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß‘, andere nicht zu kränken, sich keine Feinde zu machen und sich selbst zu schützen, indem man niemandem Schaden zufügt. Es ist eine Taktik und eine Methode, die man übernimmt, um nicht zu Schaden zu kommen. Wenn man diese verschiedenen Facetten des Wesens des moralischen Verhaltens der Menschen betrachtet, ist dessen Forderung ‚Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß‘, dann etwas Nobles? Ist sie positiv? (Nein.) Was lehrt sie die Menschen dann? Dass du niemanden verärgern oder verletzen darfst, sonst wirst du derjenige sein, der am Ende zu Schaden kommt; und auch, dass du niemandem vertrauen solltest. Wenn du einem deiner guten Freunde weh tust, wird sich die Freundschaft still und leise verändern: Er wird nicht mehr dein guter, vertrauter Freund sein, sondern zu einem Fremden oder einem Feind werden. Welche Probleme können durch diese Art von Lehre denn tatsächlich gelöst werden? Selbst wenn du dir mit dieser Verhaltensweise keine Feinde machst und sogar einige verlierst, wird dies dazu führen, dass die Menschen dich bewundern und gutheißen und dich immer als Freund behalten werden? Entspricht man damit vollständig dem Standard von moralischem Verhalten? Im besten Fall ist das nicht mehr als eine Philosophie für weltliche Belange(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (8)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich satanische Philosophien für weltliche Angelegenheiten wie „Sich über die Fehler guter Freunde in Stillschweigen zu hüllen sorgt für eine lange und gute Freundschaft“ und „Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß“ zu meinen Verhaltensgrundsätzen gemacht hatte. Ich glaubte, dass ich lernen musste, mich selbst zu schützen, um mit anderen auszukommen. Ich dachte, dass es jemanden leicht kränken könnte, wenn ich auf seine Probleme hinweise, und ich mir dadurch Feinde machen würde; selbst wenn ich also ein Problem sah, sprach ich es nicht klar aus. So würde ich unsere Beziehung nicht gefährden oder mir Ärger einhandeln. Es stellte sich heraus, dass ich den aalglatten und betrügerischen Überlebensstrategien und Philosophien für weltliche Angelegenheiten folgte, die Satan den Menschen einflößt. Wenn Menschen nach diesen Philosophien für weltliche Angelegenheiten leben, können sie sich einander nicht öffnen; sie sind immer auf der Hut und werden immer unechter, aalglatter und betrügerischer. Ich wusste ganz genau, dass Lin Hai die Arbeit der Kirche bereits verzögert hatte, indem er oberflächlich war und keine echte Arbeit leistete, und dass ich seine Probleme klar hätte ansprechen müssen, um ihm zu helfen, sich selbst zu erkennen. Aber ich hatte Angst, seinen Stolz zu verletzen, ihn zu blamieren, ihn zu kränken und unsere Beziehung zu ruinieren, also entschied ich mich für Kompromisse und gab lieber nach. Oberflächlich betrachtet schien es, als würde ich ihm helfen, sein Gesicht zu wahren, und als würde ich damit den Frieden bewahren, aber ich half ihm nicht aufrichtig und von Herzen. Das war nicht nur für seinen Lebenseintritt nutzlos, sondern verzögerte die Bewässerungsarbeit, was noch schlimmer war. Gott verlangt von uns, dass wir im Umgang mit unseren Brüdern und Schwestern offen und ehrlich sind. Wenn wir bei jemandem ein Problem entdecken, sollten wir es ansprechen und mit einem liebenden Herzen gemeinschaftlichen Austausch halten, um ihm zu helfen. Selbst wenn sie es in dem Moment nicht akzeptieren können, werden sie – solange sie Menschen sind, die die Wahrheit akzeptieren – später danach suchen und über sich selbst nachdenken. Wenn sie es nach einem Hinweis weiterhin ablehnen, müssen wir es so schnell wie möglich den Leitern melden, um Schaden von der Arbeit der Kirche abzuwenden. Das ist es, was ein Mensch mit Gewissen und Vernunft tun sollte, und das ist der Gerechtigkeitssinn, den ein Mensch besitzen sollte. Gott mag ehrliche und aufrichtige Menschen und verabscheut betrügerische. Wenn ich weiterhin ein Jasager wäre und immer den Weg des geringsten Widerstands ginge, würde ich von Gott verabscheut und ausgemustert werden. Als mir das klar wurde, überkam mich eine tiefe Furcht. Ich betete auch zu Gott, bereit, Buße zu tun und nicht länger nach meiner verdorbenen Disposition zu leben.

Später fand ich einen Weg der Praxis in Gottes Worten, und mein Herz wurde klar. Der Allmächtige Gott sagt: „Manchmal bedeutet Harmonie, Nachsicht und Toleranz zu zeigen, aber es bedeutet auch, seinen Standpunkt zu vertreten und sich für Grundsätze einzusetzen. Harmonie bedeutet nicht, in Bezug auf Grundsätze Kompromisse einzugehen, um die Wogen zu glätten, oder zu versuchen, Jasager zu sein oder stets einen Weg der Mäßigung einzuschlagen – und schon gar nicht, sich bei jemandem einzuschmeicheln. Dies sind Grundsätze. Wenn du diese Grundsätze begriffen hast, werden deine Worte und Taten, ohne dass du dir dessen bewusst bist, in Übereinstimmung mit Gottes Absichten stehen, und du wirst die Wirklichkeit der Wahrheit ausleben. Auf diese Weise ist es leicht, Eintracht zu erreichen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Über harmonische Zusammenarbeit). „Wenn du die Absicht und Sichtweise eines Jasagers hast, dann wirst du in allen Angelegenheiten nicht die Wahrheit praktizieren oder die Grundsätze wahren, und so wirst du immer scheitern und stürzen. Wenn du nicht aufwachst und nie nach der Wahrheit strebst, dann bist du ein Ungläubiger und wirst nie die Wahrheit und das Leben erlangen. Was solltest du dann tun? Wenn du mit Angelegenheiten konfrontiert wirst, die die Interessen von Gottes Haus betreffen, musst du zu Gott beten und Ihn anrufen und Ihn bitten, dir Glauben und Kraft zu schenken, damit du in der Lage bist, die Grundsätze zu wahren, zu tun, was du tun solltest, die Dinge entsprechend den Grundsätzen zu handhaben, an dem Standpunkt festzuhalten, den du haben solltest, die Interessen von Gottes Haus zu schützen, und zu verhindern, dass die Arbeit von Gottes Haus irgendwelche Verluste erleidet. Wenn du fähig bist, dich gegen deine Eigeninteressen, deinen Stolz und deinen Standpunkt eines Jasagers aufzulehnen, und wenn du das, was du tun solltest, mit ehrlichem, ganzem Herzen tust, dann hast du Satan besiegt und diesen Aspekt der Wahrheit gewonnen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Ich verstand, dass es bei harmonischer Zusammenarbeit nicht darum geht, ein Jasager zu sein oder den Weg des geringsten Widerstands einzuschlagen, und auch nicht darum, eine oberflächliche Harmonie aufrechtzuerhalten und niemanden zu kränken. Stattdessen geht es darum, bei Angelegenheiten, die die Arbeit der Kirche und den Lebenseintritt unserer Brüder und Schwestern betreffen, die Grundsätze zu wahren und die Interessen der Kirche zu schützen. Da ich sah, dass Lin Hais Versäumnis, echte Arbeit zu leisten, die Arbeit der Kirche bereits verzögerte, musste ich mit ihm aus Liebe gemeinschaftlichen Austausch halten und ihm helfen. Falls nötig, konnte er auch zurechtgestutzt werden, und wenn er es immer noch nicht akzeptierte, musste ich ihn den Leitern melden, damit seine Pflicht rechtzeitig angepasst oder er entlassen wird. Das ist das Praktizieren der Wahrheit; das ist wahre Liebe. Aber ich hielt an dem verzerrten Glauben fest, dass das Ansprechen der Probleme des Verantwortlichen bedeutete, seine Unzulänglichkeiten anzuprangern und ihn damit zu blamieren. Mein Verständnis war so absurd! Aus Gottes Worten verstand ich auch: Wenn mir etwas widerfährt und ich bereit bin, gegen mein Fleisch aufzubegehren, es aber nicht überwinden kann, muss ich zu Gott beten und Ihn anflehen, mir Kraft zu geben. Ich musste darauf hinweisen und bloßstellen, dass Lin Hai keine echte Arbeit leistete. Ich konnte kein Jasager mehr sein oder den Weg des geringsten Widerstands einschlagen. Selbst wenn das Ansprechen seiner Probleme ihn kränken würde, musste ich die Wahrheit praktizieren. Also schrieb ich an Lin Hai und lud ihn zu einer Versammlung ein. Bevor ich zu ihm ging, betete ich darum, dass Gott mich dabei führe, die Wahrheit zu praktizieren.

Während der Versammlung wies ich auf Lin Hais Probleme hin. Zuerst wollte er es nicht akzeptieren und versuchte, sich zu rechtfertigen und zu verteidigen, und ein anderer Bruder schaltete sich ebenfalls ein, um ihm den Rücken zu stärken. Mir wurde klar, dass dieser Bruder Lin Hai abschirmte, also unterbrach ich ihn und entlarvte ihn unverblümt dafür, dass er versuchte, die Situation zu beschönigen. Die Atmosphäre wurde etwas verkrampft und Lin Hais Gesichtsausdruck verfinsterte sich. Ich hatte Angst, dass unsere Beziehung schwierig werden würde, wenn ich mehr sagte, also wollte ich einen Kompromiss eingehen und die Sache fallen lassen. Aber dann dachte ich daran, dass Lin Hai der Arbeit bereits geschadet hatte, indem er oberflächlich war und keine echte Arbeit leistete. Er wollte es nicht einmal akzeptieren, wenn man ihn auf seine Probleme hinwies. Wenn das so weiterginge, würde es der Arbeit der Kirche noch größeren Schaden zufügen. Ich erinnerte mich an ein paar Zeilen aus einer Hymne: „Seid in der Kirche in eurem Zeugnis für Mich standhaft, erhaltet die Wahrheit aufrecht – richtig ist richtig und falsch ist falsch. Verwechselt nicht schwarz und weiß. Ihr werdet mit Satan Krieg führen und müsst ihn vollständig besiegen, sodass er sich nicht mehr erhebt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 41). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Ich konnte kein Jasager mehr sein; ich musste die Grundsätze wahren. Also sprach ich, gestützt auf Gottes Worte, Lin Hais Probleme an und hielt gemeinschaftlichen Austausch über die Konsequenzen, die es hat, wenn man die Arbeit nicht beaufsichtigt oder nachverfolgt und sich nicht auf die Förderung von Menschen konzentriert. Nachdem er das gehört hatte, änderte sich Lin Hais Haltung ein wenig und er brachte seine Bereitschaft zum Ausdruck, es zu akzeptieren. Nur indem ich auf diese Weise praktizierte, fühlte ich mich in meinem Herzen im Reinen.

Später sah ich, dass Lin Hai sich immer noch nicht viel geändert hatte, also listete ich seine Probleme einzeln auf und meldete sie den Leitern. Nachdem sie Bewertungen über Lin Hai eingeholt hatten, stellten die Leiter fest, dass er ein schlechtes Kaliber sowie mangelndes Arbeitsvermögen hatte und bei seiner Pflicht keine Last trug. Er war ein falscher Mitarbeiter, der keine echte Arbeit leistete und entlassen werden sollte. Die Leiter ernannten mich dann zur Verantwortlichen und baten mich, mit Lin Hai gemeinschaftlichen Austausch zu halten und ihn zu entlassen. Ich zögerte ein wenig. „Wenn ich ihm seine Probleme direkt ins Gesicht sage, wird er es mir dann nicht übel nehmen und ein Vorurteil gegen mich hegen?“ Mir wurde klar, dass meine Jasager-Mentalität wieder zum Vorschein kam, und ich erinnerte mich an Gottes Worte: „… dann ist es, selbst wenn du dadurch Menschen kränkst oder deswegen hinter deinem Rücken beschimpft wirst, von geringer Bedeutung.“ Ich suchte schnell diese Passage heraus, um sie zu lesen. Gott sagt: „Wenn es sich um eine Handlung handelt, die mit den Grundsätzen übereinstimmt, dann ist es, selbst wenn du dadurch Menschen kränkst oder deswegen hinter deinem Rücken beschimpft wirst, von geringer Bedeutung; wenn es sich jedoch um eine Handlung handelt, die nicht mit den Grundsätzen übereinstimmt, dann hast du damit, selbst wenn du dadurch die Zustimmung und Unterstützung aller gewinnst und mit allen gut auskommst – du es aber nicht vor Gott verantworten kannst –, einen Verlust erlitten. Wenn du Beziehungen zur Mehrheit pflegst, dafür sorgst, dass sie glücklich und zufrieden ist, und dir ihr Lob verdienst, aber Gott, den Schöpfer, kränkst, dann bist du ein Narr sondergleichen. Deshalb musst du, was auch immer du tust, klar und deutlich verstehen, ob es mit den Grundsätzen übereinstimmt, ob es Gott gefällt, was Gottes Einstellung dazu ist, welche Haltung die Menschen einnehmen sollten, welche Grundsätze die Menschen wahren sollten, welche Anweisungen Gott gegeben hat und wie du es tun solltest – darüber solltest du dir zuerst im Klaren sein(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (24)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde es in meinem Herzen plötzlich hell. Bei der Ausführung meiner Pflicht muss ich ein gottesfürchtiges Herz haben und Gottes Absichten und die Grundsätze für mein Handeln suchen. Solange etwas mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt, muss ich daran festhalten. Solange ich Gott zufriedenstellen kann, spielt es keine Rolle, ob ich Menschen kränke oder ob über mich schlechtgeredet wird. Wenn ich die Wahrheit kenne, sie aber nicht praktiziere, nur um meine Beziehungen zu den Menschen zu wahren, werde ich – selbst wenn ich niemanden kränke – von Gott verurteilt werden, weil ich eine Verfehlung begangen habe, indem ich die Arbeit der Kirche nicht geschützt habe. Das wäre so dumm! Also hielt ich mit Lin Hai gemeinschaftlichen Austausch, deckte die Äußerungsformen auf, die zeigten, dass er keine echte Arbeit leistete, und entließ ihn. Lin Hai sagte, dass er gründlich über sich selbst nachdenken würde. Durch diese Erfahrung bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass man nur dann ein menschliches Abbild ausleben kann, wenn man die Wahrheit praktiziert und mit anderen gemäß den Wahrheitsgrundsätzen umgeht. Von nun an darf ich kein Jasager mehr sein, der anderen und sich selbst schadet.

Zurück: 51. Als ich nicht an der Seite meines Vaters sein konnte um ihm die Ehre zu erweisen

Weiter: 56. Aus dem Traum erwacht, Segen zu erlangen

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

Verwandte Inhalte

66. Wie ich meine Arroganz ablegte

Von Jingwei, Vereinigte StaatenDer Allmächtige Gott sagt: „Jeder Schritt von Gottes Werk – seien es harte Worte, Urteil oder Züchtigung –...

Einstellungen

  • Text
  • Themen

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Zeilenabstand

Seitenbreite

Inhaltsverzeichnis

Suchen

  • Diesen Text durchsuchen
  • Dieses Buch durchsuchen

Kontaktiere uns über Messenger