67. Beim Ausführen der Pflicht kommt es entscheidend auf die richtigen Absichten an
Im September 2023 beauftragte mich die Kirche, zusammen mit Li Yang die Verantwortung für die Bewässerungsarbeit zu übernehmen. Da wir beide diese Pflicht gerade erst übernommen hatten und mit der Arbeit nicht vertraut waren, baten die Leiter Chen Lu, uns zu helfen. Chen Lu erklärte uns die Arbeit: Wir mussten die Situation der Bewässerer in jeder Kirche verstehen, regelmäßig den Fortschritt der Bewässerungsarbeit nachverfolgen, die Schwierigkeiten und Probleme der Bewässerer und Neulinge lösen, Neulinge mit gutem Kaliber gezielt bewässern und fördern und Neulingen, die nicht regelmäßig an den Versammlungen teilnahmen, umgehend beistehen und Unterstützung zukommen lassen. Nicht nur das, wir sollten uns auch mit Wahrheiten im Hinblick auf die Visionen ausrüsten, um die Ergebnisse der Bewässerungsarbeit zu verbessern. Als ich das hörte, dachte ich: „Das sind so viele Aufgaben, die man beherrschen muss, und alles muss man im Detail nachverfolgen. Das wird definitiv zeit- und arbeitsintensiv.“ Ich fühlte mich unter Druck. Doch dann dachte ich daran, dass die Kirche mir eine so wichtige Pflicht übertragen hatte. Das war Gottes Gnade und Erhöhung, und ich war sehr dankbar. Ich durfte Ihn nicht enttäuschen. Ich musste mich bei der Arbeit auf Gott verlassen.
Da ich mit der Arbeit nicht vertraut war und jeden ihrer Aspekte im Detail verstehen musste, blieb ich manchmal bis spät in die Nacht wach und gab wirklich mein Bestes. Später wurde mir klar, dass es viel Zeit und Mühe erforderte, wenn man diese Pflicht gut tun wollte. Wenn Neulinge Probleme oder Schwierigkeiten hatten, mussten diese umgehend gelöst werden. Auch Dinge wie, ob Neulinge, die nicht regelmäßig zu den Versammlungen kamen, zeitnah unterstützt wurden, wie das Kaliber und das Begriffsvermögen der Neulinge waren und wie ihre Förderung vorankam – all das musste detailliert nachverfolgt und verstanden werden. Um diese Aufgaben gut zu erledigen, arbeiteten Li Yang und ich tagelang von morgens bis abends. Mein Kopf fühlte sich benommen und schwer an und ich hatte leichte Kopfschmerzen, weshalb ich innerlich einen gewissen Widerstand spürte. „Diese Pflicht ist nicht nur geistig, sondern auch körperlich anstrengend. Es ist wirklich nicht einfach, diese Pflicht gut zu tun! Früher habe ich nur die Leute in der Kirche bewässert und war nicht dafür verantwortlich, die Arbeit zu beaufsichtigen. Ich habe mir nicht so viele Sorgen gemacht und hatte noch meine Freizeit; es war relativ entspannt. Jetzt bin ich jedoch für die Bewässerungsarbeit in so vielen Kirchen verantwortlich, und es ist viel belastender und anstrengender als zuvor.“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto beklommener fühlte ich mich. Ich wollte diese Pflicht nicht mehr tun und stattdessen wieder nur ein normaler Bewässerer sein. Ich fing an, darüber nachzudenken, wie ich mich vor meiner Pflicht drücken konnte. Im Stillen überlegte ich mir: „Ich sage einfach, mein Kaliber ist schlecht und ich schaffe die Arbeit nicht. Ich tue diese Pflicht noch nicht lange und habe noch nicht viel Arbeit übernommen, also wird es einfacher sein, alles abzugeben, wenn ich eine andere Pflicht bekomme. Wenn ich jetzt die ganze Arbeit übernehme, wird es für mich schwerer sein, einen Wechsel der Pflicht vorzuschlagen.“ Von da an war ich bei meiner Pflicht nicht mehr so gewissenhaft wie zuvor. Ich war langsam bei der Nachverfolgung des Fortschritts der Bewässerung der Neulinge, schob absichtlich Dinge auf und zog sie in die Länge, damit die Leiter denken würden, ich sei bei der Arbeit ineffizient und der Pflicht nicht gewachsen. So würden sie meinem Rücktritt zustimmen, wenn ich ihn einreichte. Zu der Zeit verfolgte Chen Lu auch die Arbeit in einigen anderen Kirchen nach, also mussten Li Yang und ich uns schnell mit der Situation vertraut machen, um die Aufgaben zu übernehmen, die Chen Lu noch erledigte. Als Chen Lu uns von der Situation in diesen Kirchen erzählte, bekam ich Angst: Wenn ich die Lage erst einmal verstünde und mir die Verantwortung übertragen würde, dann würde es für mich schwieriger, wieder auszusteigen. Also schob ich meine Geschäftigkeit als Ausrede vor, um mich nicht mit der Arbeit vertraut zu machen. Manchmal hatte ich Gewissensbisse und dachte: „Ich sollte diese Aufgaben so schnell wie möglich übernehmen, aber weil ich mich vor Leid und Erschöpfung bewahren wollte, hatte ich es nicht eilig, mich dieser Arbeit zu widmen. So schütze ich doch nicht die Arbeit der Kirche! Aber wenn ich mich mit diesen Aufgaben vertraut mache, kann ich nicht mehr weg und mein Fleisch wird leiden. Wenn ich sie nicht übernehme, wird Li Yang es ja tun. Außerdem arbeitet Chen Lu ja noch in Teilzeit daran mit, also werden diese Aufgaben nicht unerledigt bleiben.“ Bei diesen Gedanken verschwanden meine Gewissensbisse. Später wollte ich mich nicht mehr einbringen, wenn Li Yang und Chen Lu die Arbeit besprachen. Ich verhielt mich einfach wie eine Außenstehende. Obwohl ich wusste, dass in der Bewässerungsarbeit Probleme aufgetreten waren, dachte ich nicht darüber nach, wie ich sie lösen könnte; ich dachte nur daran, wie ich so schnell wie möglich gehen konnte. Da ich mich mit der Situation in diesen Kirchen noch immer nicht auskannte, fiel die ganze Arbeit auf Li Yang. Er konnte sich nicht allein um alles kümmern und stöhnte den ganzen Tag unter dem enormen Druck. Erst als ich sah, in was für einem schlechten Zustand Li Yang war, spürte ich ein Unbehagen. Ich dachte: „Li Yangs schlechter Zustand hat mit mir zu tun. Hätte ich eine Last auf mich nehmen und ein wenig Verantwortungsgefühl zeigen können, wäre er nicht ganz allein so überlastet gewesen, und die Arbeitsergebnisse hätten sich verbessert. Jetzt sind die Ergebnisse der Bewässerungsarbeit nicht gut, und es gibt immer mehr Neulinge, die nicht regelmäßig an Versammlungen teilnehmen. Neulinge mit gutem Kaliber werden nicht zeitnah bewässert und gefördert, und ihr Lebenseintritt erleidet dadurch einen Verlust. All dies ist das Böse, das ich begangen habe!“
Danach begann ich, über mich selbst nachzudenken: Warum sträubte ich mich so gegen diese Pflicht? Mir fielen die Worte Gottes ein, die offenbaren, wie Menschen bei ihrer Pflicht ständig leichte Arbeit wählen und vor Schwierigkeiten zurückschrecken, und ich schlug sie nach, um sie zu lesen. Gott sagt: „Beim Ausführen einer Pflicht wählen die Menschen immer leichte Aufgaben aus, Aufgaben, die nicht anstrengend sind, und bei denen sie nicht im Freien den Elementen trotzen müssen. Das nennt man ‚Sich leichte Aufgaben auszusuchen und sich vor schweren zu drücken‘, und es ist eine Äußerungsform des Begehrens nach den Annehmlichkeiten des Fleisches. Was noch? (Sich immer zu beklagen, wenn die Aufgabe ein bisschen schwer und ein bisschen ermüdend ist und wenn man dabei einen Preis zahlen muss.) (Sich ganz mit Essen und Kleidung zu beschäftigen sowie mit den fleischlichen Genüssen.) Das sind alles Äußerungsformen des Begehrens nach den Annehmlichkeiten des Fleisches. Wenn ein solcher Mensch sieht, dass eine Aufgabe zu mühsam oder zu riskant ist, wälzt er sie auf jemand anderen ab; er selbst verrichtet nur gemächliche Arbeiten und bringt Ausreden vor und sagt, er sei von schlechtem Kaliber, es fehle ihm an Arbeitsvermögen und er könne diese Aufgabe nicht schultern, während es in Wirklichkeit daran liegt, dass er die Annehmlichkeiten des Fleisches begehrt. … Egal wie viel Arbeit in der Kirche ansteht oder wie sehr ihre Pflichten sie in Anspruch nehmen, die Routine und der übliche Zustand ihres Lebens werden niemals gestört. Wenn es um jedes kleine Detail ihres fleischlichen Lebens geht, sind sie niemals nachlässig, sie arrangieren diese Dinge perfekt und sind in dieser Hinsicht sehr streng und ernsthaft. Wenn es aber um die Arbeit des Hauses Gottes geht, gehen sie achtlos an die Sache heran, ganz gleich, wie groß die Angelegenheit ist, und selbst wenn es dabei um die Sicherheit der Brüder und Schwestern geht. Sie kümmern sich nicht einmal um die Dinge, die den Auftrag Gottes betreffen oder die Pflicht, die sie ausführen sollten. Sie übernehmen überhaupt keine Verantwortung. Das ist doch das Begehren nach den Annehmlichkeiten des Fleisches, nicht wahr? Sind Menschen, die sich den Annehmlichkeiten des Fleisches hingeben, geeignet, eine Pflicht auszuführen? Sobald jemand das Thema ihrer Pflichtausführung anschneidet oder davon spricht, einen Preis zu zahlen und Mühsal zu erleiden, schütteln sie nur fortwährend ihre Köpfe. Sie haben zu viele Schwierigkeiten, sie sind voller Beschwerden, und sie sind von Negativität erfüllt. Solche Menschen sind nutzlos, sie sind nicht qualifiziert, ihre Pflichten auszuführen, und sollten ausgemustert werden“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (2)). Als ich diesen Abschnitt aus Gottes Worten las, war ich voller Selbstvorwürfe. Bei meiner Pflicht wählte ich stets leichte Arbeit, und sobald die Arbeit anstrengend wurde, wollte ich sie anderen zuschieben, während ich die einfachen Aufgaben erledigte. Ich fand sogar Ausreden und behauptete, mein Kaliber sei schlecht, obwohl ich in Wirklichkeit nur der Bequemlichkeit frönen wollte. Gott sagt, solche Menschen haben weder Unterwerfung noch Furcht vor Gott und könnten ihre Pflicht jederzeit aufgeben, um sich der Bequemlichkeit hinzugeben. Sie verdienen es nicht, Pflichten zu tun, und sollten ausgemustert werden. Ich dachte an alles zurück, was ich bei meinen Pflichten getan hatte: Nachdem die Leiter mich zur Verantwortlichen ernannt hatten und mir klar wurde, dass ich für viele Kirchen zuständig war, viel zu tun hatte, jeden Tag beschäftigt war, bis in die Nacht arbeiten musste und die Pflicht geistig und körperlich sehr anstrengend war, dachte ich, es sei zu mühsam und ermüdend, diese Pflicht jeden Tag zu tun. Aus reiner Bequemlichkeit für mein Fleisch dachte ich über meinen Rücktritt nach. Ich war mir sehr bewusst, dass diese Pflicht extrem wichtig war und ich die Arbeit so schnell wie möglich übernehmen sollte, aber ich hatte Angst, dass ich, wenn ich zu viel Arbeit übernähme, nicht mehr gehen könnte. Deshalb schob ich absichtlich Dinge auf und war oberflächlich, um den Leitern zu zeigen, dass mein Kaliber schlecht war und ich der Aufgabe nicht gewachsen war, damit sie meinem Rücktritt zustimmten. Als Chen Lu uns half, uns mit der Arbeit vertraut zu machen, tat ich absichtlich so, als sei ich sehr beschäftigt, und nahm nicht teil. Daraufhin fiel die ganze Arbeit auf Li Yang, was ihn unter großen Druck setzte und in einen schlechten Zustand versetzte. Es gab immer mehr Probleme bei der Arbeit, und auch die Ergebnisse der Bewässerung der Neulinge waren nicht gut. All dieser Schaden an der Arbeit der Kirche wurde dadurch verursacht, dass ich der Bequemlichkeit frönte und mir die einfachen Aufgaben aussuchte, während ich mich vor den schweren drückte. Die beiden vorherigen Verantwortlichen hatten die Bewässerungsarbeit bereits verzögert und waren entlassen worden, und in diesem entscheidenden Moment hatte die Kirche mich für diese Pflicht vorgesehen, was eine Erhöhung durch Gott war. Ich hätte auf Seine Absichten Rücksicht nehmen und die Arbeit der Kirche schützen sollen. Ich hatte aber überhaupt kein Gewissen. Sobald es viel Arbeit gab und mein Fleisch keine Bequemlichkeit fand, spürte ich Widerstand und versuchte mit allen Mitteln, meinem Auftrag zugunsten einer leichteren Pflicht den Rücken zu kehren. Ich sah, wie die Arbeit sich verzögerte, aber ich schützte sie nicht. Ich war so betrügerisch, niederträchtig und verachtenswert! Eigentlich war es nicht so, dass ich die Arbeit nicht tun konnte. Das Problem war vielmehr, dass meine Natur zu egoistisch war und ich die Dinge, zu denen ich fähig war, nicht tat; ich zeigte Gott keinerlei Treue und war im entscheidenden Moment nutzlos. Ich war wirklich zu nichts zu gebrauchen und unwürdig, Pflichten zu tun! Als ich das verstand, war mein Herz voller Selbstvorwürfe und Kummer, und ich betete zu Gott, Er möge mich dazu führen, gegen das Fleisch aufzubegehren und mich zu unterwerfen und nicht mehr wählerisch bei meiner Pflicht zu sein.
Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte ein gewisses Verständnis meines Problems. Gott sagt: „Was sind dann die Lebensansichten verdorbener Menschen? Man kann es so sagen: ‚Jeder ist sich selbst der Nächste, und den Letzten holt der Teufel.‘ Die Menschen leben alle für sich selbst; um es offen zu sagen, sie leben nur für das Fleisch. Sie leben nur, um sich Essen in den Mund zu schieben. Wie unterscheidet sich diese Existenz von der der Tiere? So zu leben ist ohne jeglichen Wert, ganz zu schweigen von irgendeiner Bedeutung. Jemandes Lebensansichten sind das, worauf du dich verlässt, um auf der Welt zu leben, wofür du lebst und wie du lebst; und dies sind alles Dinge, die mit der Wesenheit der menschlichen Natur zu tun haben. Durch das Auseinandernehmen der Natur der Menschen, wirst du erkennen, dass sich alle Menschen Gott widersetzen. Sie sind alle Teufel und es gibt keinen wirklich guten Menschen. Nur wenn du die Naturen der Menschen sezierst, kannst du wirklich die Verdorbenheit und das Wesen des Menschen kennen und verstehen, wozu die Menschen eigentlich gehören, was den Menschen wirklich fehlt, womit sie ausgestattet sein sollten und wie sie ein menschliches Ebenbild ausleben sollten. Es ist nicht einfach, die Natur eines Menschen wirklich auseinanderzunehmen und es kann nicht getan werden, ohne Gottes Worte zu erfahren oder echte Erfahrungen zu haben“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Was man über den Wandel der Disposition wissen sollte). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass satanische Regeln wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst“ und „Wein trinken und Musik genießen – wie viel Zeit bietet das Leben wirklich?“ in mir Wurzeln geschlagen hatten und zu meiner Natur geworden waren. Beherrscht von diesen Gedanken und Ideen, machte ich bei allem, was ich tat, Eigennutz zu meinem Grundsatz und das Einzige, was ich berücksichtigte, war, ob mein Fleisch Bequemlichkeit genießen konnte oder nicht. Ich glaubte, wenn mein Fleisch nicht litt, war das ein Segen. Ich tat immer alles, was meinem Fleisch nützte, und nichts, was ihm nicht nützte; ich tat nie etwas, das zu meinem Nachteil gewesen wäre. Als die Verantwortung für die Bewässerungsarbeit erforderte, dass mein Fleisch hätte leiden müssen, missfielen mir die Strapazen und Sorgen, und ich wollte eine leichtere Pflicht tun. Mir war sehr bewusst, dass die Bewässerungsarbeit beeinträchtigt worden war und ich mich so schnell wie möglich mit der Arbeit hätte vertraut machen und die Pflichten hätte schultern sollen, aber ich war besorgt, dass es schwer sein würde zurückzutreten, wenn ich die Pflichten erst einmal übernommen hatte, und so sah ich tatenlos zu, wie die Bewässerungsarbeit sich verzögerte, wie eine Außenstehende, der es gleichgültig war. Dass die Kirche mich für diese Pflicht einteilte, war für mich eine Erhöhung durch Gott, aber ich dachte ständig daran, mich davor zu drücken. Das führte zu schlechten Ergebnissen in der Bewässerungsarbeit und verzögerte das Lebenswachstum der Neulinge. Das war eine böse Tat, ein Widerstand gegen Gott, und widerte Ihn an!
Später las ich einige von Gottes Worten und erkannte, dass es ernste Konsequenzen haben würde, sich immer fleischlichen Annehmlichkeiten hinzugeben. Der Allmächtige Gott sagt: „Das, dem du heute frönst, ist genau das, was deine Zukunft ruiniert, während der Schmerz, den du heute erträgst, genau das ist, was dich beschützt. Du musst dir dieser Dinge deutlich bewusst sein, um nicht Versuchungen zu erliegen, bei denen es dir schwerfallen wird, dich aus ihnen zu befreien, und um zu vermeiden, in den dichten Nebel hineinzugeraten und die Sonne niemals wiederfinden zu können. Wenn der dichte Nebel aufklart, wirst du dich im Gericht des großen Tages wiederfinden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Werk der Verbreitung des Evangeliums ist ebenso das Werk der Rettung des Menschen). „Das Fleisch des Menschen ist wie die Schlange: Es ist seine Substanz, dem Leben des Menschen zu schaden – und wenn es sich komplett durchsetzt, wird dein Leben verwirkt sein. Das Fleisch ist des Satans. Es hegt immer extravagante Verlangen; es denkt immer an sich selbst, sehnt sich immer nach einem leichten Leben und möchte der Bequemlichkeit frönen, ohne jegliche Sorge oder ein Gefühl der Dringlichkeit, und es suhlt sich in Faulheit, und wenn du es bis zu einem gewissen Punkt zufriedenstellst, wird es dich letztendlich verschlingen. Das heißt, wenn du es diesmal zufriedenstellst, wird es beim nächsten Mal auch Befriedigung verlangen. Es hat immer extravagante Verlangen und neue Forderungen und nutzt es aus, dass du dem Fleisch nachgibst, damit du es umso mehr hegst und pflegst und in seinen Annehmlichkeiten lebst – und wenn du es nie überwinden kannst, wirst du dich letztendlich selbst zugrunde richten. Ob du vor Gott Leben erlangen kannst und was dein endgültiges Ergebnis sein wird, hängt davon ab, wie du deine Rebellion gegen das Fleisch praktizierst. Gott hat dich gerettet und dich ausgewählt und prädestiniert, doch wenn du heute nicht bereit bist, Ihn zufriedenzustellen, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen und dich mit einem wahrlich gottliebenden Herzen gegen dein eigenes Fleisch aufzulehnen, wirst du dich letztendlich selbst ruinieren und dadurch enormen Schmerz ertragen. Wenn du dem Fleisch immer nachgibst, wird Satan dich nach und nach verschlingen und dich ohne Leben oder die Berührung des Geistes zurücklassen, bis der Tag kommt, an dem dein Inneres von Finsternis erfüllt ist. Wenn du in Finsternis lebst, wirst du zum Gefangenen Satans geworden sein, du wirst Gott nicht mehr in deinem Herzen haben, und zu diesem Zeitpunkt wirst du Gottes Existenz verleugnen und dich von Ihm abwenden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Durch Gottes Worte sah ich: Wenn man ständig auf sein Fleisch Rücksicht nimmt und sich fleischlichen Annehmlichkeiten hingibt, wird man allmählich von Satan verschlungen. Am Ende werden all diese Menschen von Gott verurteilt und ausgemustert. Mir wurde klar, dass ich in großer Gefahr schwebte. Ich dachte zurück an die Zeit, als ich gerade erst mit dieser Pflicht begonnen hatte. Damals hatte ich noch den Willen, auf Gottes Absichten Rücksicht zu nehmen, und wenn ich negativ gestimmt und oberflächlich war, empfand ich Selbstvorwürfe. Später, als ich im Fleisch gefangen war, dachte ich nur daran, wie ich Leid und Erschöpfung des Fleisches vermeiden und so schnell wie möglich meine Pflicht wechseln und zurücktreten konnte. Ich arbeitete absichtlich langsam und tat so, als sei ich unfähig, aus Angst, ich könnte meine Pflicht nicht aufgeben, wenn ich meine Arbeit gut machte. Letztendlich führte das zu verschiedenen Problemen in der Bewässerungsarbeit, und der Lebenseintritt der Neulinge wurde ernsthaft beeinträchtigt. Obwohl mein Fleisch zufriedengestellt war, zeigte ich in dem entscheidenden Moment, als dringend Leute für die Arbeit der Kirche gebraucht wurden, keine Rücksicht auf Gottes Absicht und tat nicht die Pflichten, die ich hätte tun sollen. Stattdessen dachte ich nur daran, davonzulaufen, und hinterließ eine Spur von Verfehlungen. Indem ich meine Pflicht so behandelte, verriet ich Gott! Mir fielen die Worte Gottes ein: „Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass die Menschen die ihnen von Gott anvertrauten Aufträge erfüllen. Das ist die oberste Verantwortung der Menschen, und sie ist genauso wichtig wie ihr eigenes Leben. Wenn du Gottes Aufträge auf die leichte Schulter nimmst, dann ist das ein schwerster Verrat an Gott. Wenn du das tust, bist du erbärmlicher als Judas und solltest verflucht werden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Mir wurde klar, dass die Arbeit der Kirche durch eine oberflächliche und nachlässige Behandlung der Pflicht zu Schaden kam. Das ist ein schwerer Verrat an Gott und das, was Gott am meisten hasst. Letztendlich wird man mit Sicherheit verurteilt und ausgemustert. Ich empfand Furcht in meinem Herzen und erkannte schließlich deutlich, dass das Streben nach der Bequemlichkeit des Fleisches Unheil und keinen Segen bringt und dass Rücksichtnahme auf das Fleisch mich wahrhaftig mein Leben kosten könnte. Wenn ich nicht Buße tat und weiterhin nach fleischlichen Annehmlichkeiten strebte, dann würde ich, wie Satan, von Gott vernichtet werden! Ich konnte nicht länger nach den Giften Satans leben und musste gegen das Fleisch aufbegehren und gemäß Gottes Anforderungen praktizieren, um meine Pflicht gut zu tun.
Ich dachte an Noahs Haltung gegenüber dem Auftrag, den Gott ihm gab, also schlug ich Gottes Worte nach, um sie zu lesen. Gott sagt: „Der gesamte Bauprozess der Arche war mit Schwierigkeiten verbunden. Lassen wir einmal beiseite, wie Noah Jahr für Jahr die peitschenden Winde, die sengende Sonne und den strömenden Regen, die glühende Hitze und die bittere Kälte sowie die vier wechselnden Jahreszeiten überstanden hat. Lasst uns zunächst darüber sprechen, was für ein kolossales Unterfangen der Bau der Arche war, und über Noahs Vorbereitung der verschiedenen Materialien und die unzähligen Schwierigkeiten, denen er beim Bau der Arche begegnete. … Als Noah mit allen möglichen Schwierigkeiten, schwierigen Situationen und Herausforderungen konfrontiert war, zog er sich nicht zurück. Obwohl einige seiner schwierigeren Ingenieursaufgaben wiederholt fehlschlugen und Dinge Schaden erlitten, obwohl Noah sich in seinem Herzen betrübt und besorgt fühlte, fühlte er sich oft äußerst motiviert, wenn er über Gottes Worte nachdachte, wenn er über jedes Wort nachdachte, das Gott ihm befohlen hatte, und darüber, wie Gott ihn erhöht hatte: ‚Ich darf nicht aufgeben, ich darf das, was Gott mir befohlen und anvertraut hat, nicht verwerfen; das ist Gottes Auftrag, und da ich ihn angenommen habe, da ich die Worte, die Gott gesprochen hat, und die Stimme Gottes gehört habe, und da ich diese Sache von Gott angenommen habe, sollte ich mich vollkommen unterwerfen – das ist es, was ein Mensch erreichen sollte.‘ Ganz gleich also, welchen Schwierigkeiten er gegenüberstand, ganz gleich, welchem Spott oder welcher Verleumdung er begegnete, ganz gleich, wie erschöpft und müde sein Körper wurde, er gab das, was Gott ihm anvertraut hatte, nicht auf und hielt sich ständig jedes einzelne Wort, das Gott gesprochen und befohlen hatte, vor Augen. Ganz gleich, wie sich seine Umgebungen veränderten, ganz gleich, wie groß die Schwierigkeiten waren, denen er gegenüberstand, er vertraute darauf, dass nichts von alledem ewig andauern würde, dass allein Gottes Worte niemals vergehen würden und dass allein das, was Gott befohlen hatte, mit Sicherheit vollbracht werden würde. Noah trug sowohl wahren Glauben an Gott in sich als auch die Unterwerfung, die er haben sollte, und er setzte seine Arbeit fort, die Arche zu bauen, die Gott ihm aufgetragen hatte zu bauen. Tag für Tag, Jahr für Jahr wurde Noah älter, doch sein Glaube ließ nicht nach, und seine Haltung und seine Entschlossenheit, Gottes Auftrag zu erfüllen, veränderten sich nicht. Auch wenn es Zeiten gab, in denen sein Körper müde und erschöpft war, er krank wurde und im Herzen schwach war, ließen seine Entschlossenheit und seine Beharrlichkeit, Gottes Auftrag zu vollenden und sich Gottes Worten zu unterwerfen, nicht nach. Während der Jahre, in denen Noah die Arche baute, praktizierte er, auf Gottes Worte zu hören und sich ihnen zu unterwerfen, und er praktizierte auch die wichtige Wahrheit, dass ein geschaffenes Wesen und ein gewöhnlicher Mensch Gottes Auftrag erfüllen sollte“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 3: Wie Noah und Abraham Gottes Worten gehorchten und sich Ihm unterwarfen (Teil 2)). Nachdem ich diesen Abschnitt gelesen hatte, schämte ich mich zutiefst. Als Gott Noah befahl, die Arche zu bauen, wusste Noah, wie schwierig es sein würde, und wusste auch, dass der Bau der Arche viel harte Arbeit und einen hohen Preis erfordern würde. Doch egal, wie groß die Schwierigkeiten waren, Noah nahm Gottes Auftrag dennoch ohne Wenn und Aber an. Er dachte nicht an seine eigenen Interessen und unterwarf sich Gott mit ungeteiltem Herzen, nahm Gottes Auftrag an und tat sein Äußerstes, um die Arche nach Gottes Anforderungen zu bauen. Nachdem er einhundertzwanzig Jahre durchgehalten hatte, vollendete er schließlich die Arche. Noah nahm Gottes Auftrag ohne Kompromisse an und war treu und unterwürfig. Seine Menschlichkeit war ausgezeichnet! Verglichen mit Noah fehlte es mir zu sehr an Menschlichkeit. Wenn ich diese kleinen Mühsale jetzt nicht ertragen konnte und eine leichtere Pflicht wollte, dann war ich wirklich nicht einmal würdig, ein Mensch genannt zu werden.
Später las ich weitere Worte Gottes und gewann ein gewisses Verständnis für Gottes Absicht. Gott sagt: „Gottes Worte essen und trinken, die Praxis des Gebets, Gottes Bürde akzeptieren und die Aufgaben annehmen, die Er dir anvertraut hat – all dies dient dem Zweck, einen Weg vor dir zu haben. Je mehr Bürde du für Gottes Auftrag trägst, desto leichter wird es für dich sein, von Ihm vervollkommnet zu werden. Manche sind nicht bereit, im Dienst an Gott mit anderen zusammenzuarbeiten, selbst wenn sie dazu aufgefordert worden sind; das sind faule Leute, die Bequemlichkeit begehren. Je mehr von dir verlangt wird, mit anderen zusammenzuarbeiten, um zu dienen, desto mehr Erfahrung wirst du gewinnen. Da du mehr Bürden und mehr Erfahrungen hast, wirst du mehr Gelegenheiten bekommen, um vervollkommnet zu werden. Wenn du Gott mit Aufrichtigkeit dienen kannst, wirst du daher auf Gottes Bürde Rücksicht nehmen; somit wirst du mehr Gelegenheiten haben, von Gott vervollkommnet zu werden. Genau eine solche Gruppe von Menschen wird zum jetzigen Zeitpunkt vervollkommnet“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nimm auf Gottes Absichten Rücksicht, um Vollkommenheit zu erlangen). Gott erwies mir die Gnade und gab mir die Gelegenheit, mich darin zu üben, meine Pflicht zu tun, damit ich die Wahrheit erlangen und vervollkommnet werden konnte. Ich musste das schätzen! Obwohl es anstrengend und ermüdend ist, die Verantwortung bei der Bewässerungsarbeit zu tragen, bietet dies viele Gelegenheiten, die Wahrheit zu erlangen und von Gott vervollkommnet zu werden. Obwohl die Pflichten, die ich zuvor getan hatte, entspannter und bequemer waren, kamen dabei weniger Probleme auf mich zu, was bedeutete, dass es weniger Gelegenheiten gab, die Wahrheit zu suchen, und mein Lebenswachstum war langsam. Jetzt erlebte ich endlich, warum Gott will, dass die Menschen gegen ihr Fleisch aufbegehren und eine größere Bürde tragen; darin liegt so viel von Gottes Liebe. Als ich meine Denkweise umkehrte, fühlte ich mich nicht mehr so, als würde ich leiden, obwohl meine Pflicht etwas arbeitsintensiver war, und ich war bereit, mich dieser Pflicht von ganzem Herzen zu unterwerfen und sie anzunehmen. Ich begann, aktiv die Initiative zu ergreifen, um mich mit der Arbeit vertraut zu machen, und ergriff auch die Initiative, Chen Lu bei allem um Rat zu fragen, was ich nicht allein bewältigen konnte. Ich wagte es nicht länger, die Arbeit hinauszuzögern, aus Angst, dass es die Arbeit verzögern würde, wenn Chen Lu andere Pflichten übernähme, bevor ich die Situation in den Kirchen verstanden hatte. Später arbeiteten Li Yang und ich zusammen, um die Arbeit zeitnah nachzuverfolgen, und die Ergebnisse der Bewässerungsarbeit verbesserten sich. Die Neulinge nahmen aktiv an den Versammlungen teil und waren auch bereit, Pflichten zu tun und das Evangelium zu predigen.
Nach einer Weile hatten wir uns mit der Arbeit vertraut gemacht, und die Leiter baten mich und Li Yang, unsere Arbeit aufzuteilen, wobei jeder von uns für einige Kirchen verantwortlich war. Dadurch würden wir die Arbeit detaillierter nachverfolgen können. Nachdem wir unsere Arbeit aufgeteilt hatten, bemerkte ich, dass die Ergebnisse der Bewässerungsarbeit in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, nicht gut waren. Es gab viele Neulinge, die nicht regelmäßig an den Versammlungen teilnahmen, und es herrschte ein Mangel an Bewässerern. Die Kirchen, für die Li Yang verantwortlich war, waren besser aufgestellt und hatten viele Bewässerer, sodass seine Pflicht etwas einfacher war. Als ich den Zustand der Kirchen nach der Aufteilung unserer Arbeit sah, wollte ich diese Kirchen nicht übernehmen, da ich das Gefühl hatte, dass ich dann noch mehr Arbeit haben und noch müder sein würde als zuvor. Als ich jedoch darüber nachdachte, dass Li Yang mit seinen Kirchen vertrauter war und wie diese Aufteilung der Aufgaben die Nachverfolgung der Arbeit erleichterte, unterwarf ich mich. Später kamen immer mehr Neulinge hinzu, nachdem sie das Evangelium gehört hatten, und sie mussten dringend bewässert werden, aber in den Kirchen, für die ich verantwortlich war, fehlten Bewässerer. Ich musste viel mehr Zeit und Energie für meine Arbeit aufwenden als gewöhnlich, und als ich sah, dass Li Yang weniger beschäftigt war, bereute ich es, die Arbeit mit ihm geteilt zu haben. In diesem Moment erkannte ich, dass ich wieder auf das Fleisch Rücksicht nehmen wollte. Ich dachte daran, wie ich bereits vorher eine Spur an Verfehlungen hinterlassen hatte, weil ich mein Fleisch geschont und die Arbeit der Kirche behindert hatte. Ich konnte Gottes Herz nicht wieder so betrüben wie in der Vergangenheit. Egal, wie hart oder anstrengend es war, ich musste durchhalten. Sobald meine Absichten richtig waren, hatte ich den Glauben, mich meiner Arbeit zu widmen. Danach verbesserten sich die Ergebnisse der Bewässerungsarbeit etwas. Ich erlebte wahrhaftig, dass man Gottes Führung und Segen hat und das Herz sich ruhig und friedlich anfühlt, wenn man bei der Ausführung seiner Pflicht die richtige Absicht hat und fleißig mitwirkt, ohne auf das Fleisch Rücksicht zu nehmen. Dank sei Gott!