Wie man nach der Wahrheit strebt (33)
Lasst uns heute zuerst über eine Frage nachdenken. Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau – ist das eine Tatsache? (Ja.) Da Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft, warum stellt Er den Menschen dann noch auf die Probe? Habt ihr über diese Frage nachgedacht? (Nein.) Ihr habt nicht darüber nachgedacht. Was denkt ihr also angesichts dieser Frage jetzt? Welche Erkenntnis habt ihr darüber? (Obwohl Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft, müssen wir vor Satan dennoch für Gott Zeugnis ablegen, damit Satan unser wahres Herz Gott gegenüber und unsere Treue zu Ihm sehen kann. Diese Probe gibt uns somit auch eine Gelegenheit, vor Satan Zeugnis abzulegen.) Das ist ein Aspekt dessen, worüber wir letztes Mal Gemeinschaft gehalten haben. Was fällt euch darüber hinaus noch ein? (Mir ist auch noch ein Punkt eingefallen: Obwohl Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft, richtet Gott auch Umgebungen ein, um den Menschen auf die Probe zu stellen, wodurch Er ihm ermöglicht, Dinge tatsächlich zu erfahren, und ihm ermöglicht, in diesen Umgebungen ständig gegen seine eigenen verdorbenen Dispositionen anzukämpfen und sich ständig gegen sein Fleisch aufzulehnen, damit er die Wahrheit praktizieren und Gottes Worte praktizieren kann. Das ist ein praktischer Prozess, durch den ein geschaffenes Wesen die Wahrheit gewinnt.) Wer hat sonst noch Erkenntnis darüber? Seid ihr sonst nicht immer so gut im Reden? Warum habt ihr dann keine Erkenntnis, wenn ihr mit einer praktischen Frage konfrontiert werdet? Wisst ihr, um was es bei der Frage, die Ich gerade gestellt habe, geht? Es geht dabei um Gottes Art zu wirken, und es geht auch darum, Gottes Absichten zu erkennen. Welche Erkenntnis könnt ihr daraus also gewinnen? Wenn ihr eine so wichtige Angelegenheit nicht versteht, beweist das, dass ihr über diese praktischen Fragen nicht nachdenkt, geschweige denn die Wahrheit versteht und in die Realität eintretet. Daher habt ihr, wenn ihr mit solchen Fragen konfrontiert werdet, keine eigenen Erfahrungen damit und könnt folglich auch von keiner Erkenntnis sprechen. Wer möchte sonst noch über seine Erkenntnis zu dieser Frage sprechen? Da Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft und weiß, dass die Menschen bereit sind, die Wahrheit zu praktizieren, bereit sind, ihre Pflichten hingebungsvoll zu tun, und bereit sind, sich Gott zu unterwerfen – reicht das nicht aus? Warum stellt Gott den Menschen dann noch auf die Probe? Welche Wirkung will Gott dadurch letztendlich erzielen? (Ich denke, dass Gott Umgebungen einrichtet, um den Menschen Prüfungen und Läuterung durchlaufen zu lassen, damit Er die Wahrheit in ihn hineinarbeitet und die Wahrheit zu seinem Leben macht; es ist ein relativ praktischer Prozess.) Ist das richtig? (Ja. Ich würde noch einen Punkt hinzufügen: Ich denke, dass Gott das Tun des Menschen auf die Probe stellt und das einerseits dazu dient, die Wahrheit in den Menschen hineinzuarbeiten, indem Er ihn Prüfungen und Läuterung erfahren lässt, und andererseits dazu, Gottes Willen im Menschen zu erfüllen.) Ihr sagt, dass Gott den Menschen auf die Probe stellt, um es ihm zu ermöglichen, Gottes Willen zu erfüllen, aber kann der Mensch Gottes Willen erfüllen? (Nein, das kann er nicht.) Ihr hört euch seit so vielen Jahren Predigten an, und doch fehlt euch das Verständnis für die meisten Dinge, besonders wenn es um praktische Fragen in eurem täglichen Leben geht. Egal, was passiert, die meisten Menschen wissen nur, wie man hochtrabende Reden schwingt und über gehaltlose Glaubenslehren und Theorien spricht. Manche Leute sagen sogar Dinge, die völlig am Thema vorbeigehen und weder mit der Wahrheit noch mit der Realität auch nur das Geringste zu tun haben – nicht einmal im Entferntesten. Obwohl manche Menschen über diese Fragen ebenfalls nicht nachgedacht haben, haben sie dennoch ein gewisses Verständnis von bestimmten praktischen Fragen, nicht wahr? Euren Antworten nach zu urteilen, seid ihr in eurem Alltag in die meisten Wahrheiten, die das Praktizieren betreffen, nicht eingetreten, und deshalb habt ihr damit keine Erfahrung. Mit welcher praktischen Frage ihr auch konfrontiert werdet, ihr habt keine nennenswerte Erkenntnis darüber und wisst nur, wie man über Glaubenslehren spricht; wenn etwas passiert, reagiert ihr stets mit Glaubenslehren. Daher ist alles, was ihr bei jeder Arbeit oder in jedem Bereich eurer Pflicht tun könnt, sehr begrenzt, und selbst die begrenzten Dinge, die ihr tun könnt, stehen nicht im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen. Die meisten Menschen können die Wahrheitsgrundsätze nicht erfassen; die meisten Menschen können sie auch nicht verstehen, und sie sind erst recht nicht in der Lage, ihre Pflichten gemäß den Grundsätzen zu tun. Was die eben gestellte Frage betrifft – „Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau – warum stellt Er den Menschen also noch auf die Probe?“ –, so hatten die meisten von euch keine Erkenntnis darüber, aber als einige von euch eine gewisse Erkenntnis geäußert hatten, konnten die meisten von euch dennoch in euren Herzen Bestätigung erhalten und feststellen, wessen Worte zutreffender waren und wessen Worte im Vergleich mehr im Einklang mit den Tatsachen standen. Wie genau sollte diese Frage also verstanden werden? Darüber müssen wir Gemeinschaft halten.
Gott Selbst verfügt über die Fähigkeit, das innerste Herz des Menschen genau zu prüfen. Gott besitzt ein durchdringendes Verständnis der Menschheit, der geschaffenen Wesen; das ist absolut korrekt; diese Tatsache kann nicht geleugnet werden. Ob du das nun erlebt hast oder nicht, ob du überhaupt etwas davon erfasst hast oder nicht und ob du es jemals wahrgenommen hast oder nicht – es ist auf jeden Fall eine Tatsache, dass Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft. Da Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft, hat Er natürlich ein besonders tiefgehendes Verständnis des Menschen. Wie das Kaliber und die Instinkte jedes Menschen beschaffen sind, wie es um seine Größe bestellt ist, was er tun kann und was nicht und welche verdorbenen Dispositionen er hat – Gott weiß über all diese Dinge komplett Bescheid; Gott ist sich über diese Dinge völlig im Klaren! Warum stellt Gott den Menschen dann noch ständig auf die Probe? Was ist der Zweck dieser Probe? Gott benötigt vom Menschen eine Antwort, die der Mensch Ihm durch sein eigenes Verhalten und seine eigenen Äußerungsformen gibt. Gott möchte sehen, dass die Entschlossenheit des Menschen, seine Wünsche, seine Gebete oder die Eide, die er vor Gott schwört, bestätigt werden. In Gottes Augen ist dies ein notwendiger Prozess; es geht hierbei darum, wie Gott den Menschen errettet und wie Er Seine Worte und die Wahrheit in den Menschen hineinarbeitet. Letztes Mal haben wir auch teilweise darüber Gemeinschaft gehalten, warum Gott den Menschen auf die Probe stellt, und dabei erwähnt, dass Er den Menschen auf die Probe stellt, weil Er das Zeugnis braucht, das der Mensch für Ihn ablegt. Doch das ist nur ein sehr geringer Teil des Grundes. Der Hauptgrund ist Folgendes: Gott stellt den Menschen auf die Probe mit der Absicht, dass der Mensch Gottes Worte und die Wahrheit in die Praxis umsetzt und zu seiner eigenen Realität macht. Das Ziel ist nicht, dass der Mensch Gottes Worte einfach nur ganz durchliest und ihm davon nichts weiter bleibt als ein Eindruck oder einige Ideen, Absichten oder etwas Entschlossenheit. Vielmehr geht es darum, dass der Mensch, nachdem er Gottes Worte gelesen hat, über sie nachdenkt und über sie Gemeinschaft hält, dadurch die Wahrheit versteht und in der Lage ist, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, sodass sie zu seiner Lebensrealität wird. Warum möchte Gott also, dass der Mensch die Wahrheit praktiziert? Das Praktizieren der Wahrheit ist entscheidend dafür, dass der Mensch Errettung erlangt. Dies ist ein notwendiger Prozess, durch den Gott die Wahrheit in den Menschen hineinarbeitet. Durch das Praktizieren der Wahrheit kann der Mensch einerseits seine verdorbenen Dispositionen ablegen, und andererseits erfährt er wahrhaftig, wovon Gottes Worte sprechen, erfährt wahrhaftig, wie die von Gott geforderten Standards beschaffen sind und worin Seine Absichten bestehen, und erfährt auch wahrhaftig den Prozess, durch den er seine verdorbenen Dispositionen ablegt und sich Gott unterwirft. Durch diesen Prozess werden Gottes Worte und die Wahrheit in den Menschen hineingearbeitet. Natürlich lässt sich dieses Ergebnis nicht dadurch erzielen, dass man die Wahrheit ein- oder zweimal praktiziert; vielmehr muss der Mensch über lange Zeit hinweg jeden Aspekt der Wahrheit praktizieren und in ihn eintreten. In diesem langfristigen Prozess, während der Mensch fortwährend Erfahrungen macht und fortwährend Dinge durchlebt, werden seine verdorbenen Dispositionen nach und nach in unterschiedlichem Maße beseitigt. Dass die verdorbenen Dispositionen des Menschen beseitigt werden, ist jedoch noch nicht das endgültige Ergebnis, das Gott damit erzielen will, dass Er ihn auf die Probe stellt. Was ist das endgültige Ergebnis? Was Gott im Menschen vollbringen will, ist Folgendes: Dadurch, dass die Wahrheit in ihm Wirkung entfaltet, will Er ihn von seinen verdorbenen Dispositionen befreien und dann die Wahrheit zu seinem Leben machen; das ist das endgültige Ergebnis. Wenn die Wahrheit zum Leben des Menschen wird, werden seine verdorbenen Dispositionen von Grund auf beseitigt. Die Beseitigung der verdorbenen Dispositionen des Menschen von Grund auf ist das endgültige Ergebnis, das der Mensch erreicht, indem er den Weg der Errettung geht. Das ist der Hauptgrund dafür, dass Gott den Menschen auf die Probe stellt. Im Vergleich zu Gottes Führungsplan und Seinem Ziel, den Menschen vollkommen zu machen und ihm zu ermöglichen, die Errettung zu erlangen, sind die beiden Punkte, die manche Menschen anführen, wenn sie sagen: „Gott stellt den Menschen einerseits auf die Probe, weil Er dessen Zeugnis braucht, und andererseits, damit der Mensch Gottes Willen befolgt“, daher eigentlich nicht besonders wichtig. Wichtig ist, dass Gott beabsichtigt, im Laufe des Prozesses, in dem Er den Menschen auf die Probe stellt, Seine Worte und die Wahrheit in den Menschen hineinzuarbeiten. Das endgültige Ergebnis besteht darin, dass Gott es möglich macht, dass Seine Worte und die Wahrheit zum Leben des Menschen werden und das alte Leben des Menschen – seine verdorbenen Dispositionen – ersetzen. Würde der Mensch dann nicht von Gott gewonnen werden? (Ja, das würde er.) Gott stellt den Menschen auf die Probe, um eben dieses Ergebnis zu erreichen: dass der Mensch letztendlich von Gott gewonnen wird. Diese Probe nimmt vielerlei Formen an. Manchmal lässt dich Gott mithilfe einer Umgebung Prüfungen und Läuterung durchlaufen; manchmal nutzt Er eine Umgebung, um dich zu züchtigen und zu richten; und manchmal nutzt Er eine Umgebung, um dir einen Anstoß zu geben und dich zu warnen. Manchmal benutzt Er andere Menschen, um dich zu ermahnen, dich zu warnen und dich zurechtzustutzen; und manchmal nutzt Er Seine Worte, um dich direkt zurechtzuweisen, dich zu maßregeln und dich zu disziplinieren, oder Er nutzt Seine Worte sogar, um dich direkt zu richten und deine Auflehnung aufzudecken. Das sind alles Methoden, mit denen Gott den Menschen auf die Probe stellt; Gottes Methoden, den Menschen auf die Probe zu stellen, sind zahlreich und vielfältig. Unter welchen Voraussetzungen stellt Gott den Menschen also auf die Probe? Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, damit Gott dich auf die Probe stellt? Du musst Lebenseintritt haben. Gott prüft dich genau; Er weiß, was du in deinem Herzen denkst, und Er kennt deine Wesensnatur. Wenn du jedoch keinen Lebenseintritt hast – mit anderen Worten, wenn du normalerweise nicht nach der Wahrheit strebst und in keiner Angelegenheit nach den Wahrheitsgrundsätzen suchst –, dann bleibst du gleichgültig, selbst wenn Gott dich erleuchtet und führt, um dir zu helfen, einen Aspekt der Wahrheit zu verstehen. Es wird dich innerlich nicht berühren, und du hegst weder in deinem Herzen noch in deinem subjektiven Bewusstsein die Absicht, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren. In diesem Fall wirst du die verschiedenen Arten, auf die Gott den Menschen auf die Probe stellt, nur selten selbst erfahren. Worauf deutet das hin? Es deutet darauf hin, dass du dich noch in der Phase des Schuftens befindest und den Weg der Errettung noch nicht eingeschlagen hast. Wofür ist das ein Zeichen? Dafür, dass du immer noch schuftest! Was ist hier mit „schuften“ gemeint? Dass du, wenn du nur ein bisschen von deiner Pflicht tust und diese Aufgaben erledigst, dich lediglich anstrengst – und das hat nichts mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun. Da du dich lediglich anstrengst, kann hier weder von Grundsätzen der Praxis die Rede sein noch davon, nach den Wahrheitsgrundsätzen zu suchen. Es reicht aus, wenn du dich anstrengst, keine Unterbrechungen verursachst, keine Störungen verursachst, den geordneten Ablauf nicht absichtlich unterbrichst, nichts absichtlich sabotierst und keine Ausrüstung absichtlich beschädigst. Die an dich gestellten Anforderungen sind nicht hoch; es reicht aus, wenn du dich anstrengen kannst, keine Störungen verursachst und nach außen hin einigermaßen anständig wirkst. Das ist der Standard, der von dir gefordert wird. Warum wird ein solcher Standard von dir gefordert? Weil du nicht nach der Wahrheit strebst, normalerweise keinen Lebenseintritt hast und in keiner Angelegenheit nach der Wahrheit suchst. Manche Leute sagen: „Auch wenn wir, wenn etwas geschieht, nicht nach der Wahrheit suchen, haben wir gegen keine Grundsätze verstoßen. Wir tun alles, was Gottes Haus von uns verlangt, wir sind gehorsam gewesen und haben unsere Aufgaben erledigt. Wir haben auch nicht absichtlich Unterbrechungen oder Störungen verursacht. Wie kannst Du also sagen, dass wir schuften?“ Tut man diesen Leuten Unrecht, wenn man sagt, dass sie schuften? (Nein.) Der Glaubenslehre nach wissen die Menschen, dass ihnen damit kein Unrecht getan wird, aber manche sind innerlich dennoch nicht überzeugt. Warum sagt man, dass diese Menschen schuften? (Der Hauptzweck, zu dem Gott in den letzten Tagen Fleisch wird und die Wahrheit ausdrückt, besteht darin, uns zu ermöglichen, die Wahrheit anzunehmen, die Wahrheit zu praktizieren und die Wahrheit als unser Leben zu gewinnen. Wenn wir unsere Pflichten ohne Grundsätze tun, dann hat das nichts mit der Wahrheit zu tun und kann nur als Schuften bezeichnet werden.) Es gibt Menschen, die diese Worte hören, sie aber nicht annehmen können und sagen: „Wir glauben seit so vielen Jahren an Gott und haben beim Tun unserer Pflichten einen so hohen Preis gezahlt. Wie können wir dann immer noch schuften? Davon sind wir nicht überzeugt! Prüft Gott nicht das innerste Herz des Menschen genau? Und trotzdem weiß Gott nicht, wie unsere Herzen zu Ihm stehen, und Er versteht uns nicht! Wenn Gott uns nicht versteht, wie kann dann gesagt werden, dass Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft? Wenn Gott den Menschen nicht versteht, kann Er ihm leicht Unrecht tun.“ Ein solcher Mensch glaubt, dass Gott ihm Unrecht getan hat; ist es richtig, so zu denken? (Nein.) Ein solcher Mensch erkennt an, dass Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft, sagt aber zugleich, dass Gott ihm Unrecht getan hat. Erkennt er wirklich an, dass Gott das innerste Herz des Menschen genau prüft? (Nein. Wenn er glaubt, dass Gott ihm Unrecht getan hat, dann ist das keine echte Erkenntnis, selbst wenn er sagt: „Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau“.) Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau – versteht Er also die verschiedenen Zustände der Menschen und ihr jeweiliges Wesen? (Ja.) Da Gott diese Dinge versteht, ist es dann zutreffend, wenn Er viele Menschen, die seit Jahren an Gott glauben, als Menschen charakterisiert, die immer noch schuften – die also nicht nach der Wahrheit streben und den Weg der Errettung nicht beschritten haben? (Ja.) Worauf beruht das? (Auf unseren tatsächlichen Zuständen. In den Umgebungen, die Gott einrichtet, suchen wir nicht nach der Wahrheit, um unsere verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, und wir tun unsere Pflichten ohne Wahrheitsgrundsätze. Daher denke ich, dass Gottes Charakterisierung von uns korrekt ist.) Ihr könnt diese Angelegenheit immer noch nicht durchschauen.
Im Laufe der Jahre habe Ich so viele Wahrheiten geäußert und über so viele Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten – seid ihr bereit, sie zu praktizieren? (Ja.) Ihr seid bereit, die Wahrheit zu praktizieren. Habt ihr also jemals diesbezüglich zu Gott gebetet und Entschlüsse gefasst oder Gott Eide geschworen? (Manchmal schwöre ich Eide und fasse Entschlüsse.) Die meisten Menschen sind in ihren Herzen bereit, die Wahrheit zu praktizieren. Sie beten oft und fassen oft Entschlüsse, und sie schwören Gott auch Eide; manche bitten Gott sogar, sie zu disziplinieren. Aber kann diese Bereitschaft bedeuten, dass die Menschen die Wahrheitsrealität besitzen? Kann sie ihre Praxis der Wahrheit ersetzen? (Nein.) Sie kann ihre Praxis der Wahrheit nicht ersetzen. Befinden sich denn nicht die meisten Menschen in diesem Zustand? Wenn es darum geht, die Wahrheit zu praktizieren oder über einen bestimmten Aspekt der Wahrheit Gemeinschaft zu halten, möchte sich, was die subjektiven Absichten der Menschen betrifft, niemand dagegen sträuben; sie alle sind bereit, die Wahrheit zu praktizieren. Zum Beispiel ein ehrlicher Mensch zu sein, seine Pflicht hingebungsvoll zu tun, nicht nachlässig zu sein, harmonisch mit anderen zusammenzuarbeiten, bei dem, was man tut, keine Unterbrechungen oder Störungen zu verursachen und in der Lage zu sein, die Interessen von Gottes Haus zu wahren und Gottes Zeugnis zu schützen und so weiter – die Menschen sind alle bereit, diese Wahrheiten zu praktizieren und in sie einzutreten. Wenn du fragen würdest: „Wer ist nicht bereit, die Wahrheit zu praktizieren?“, würde niemand die Hand heben; jeder ist bereit, sie zu praktizieren. Wenn du dann fragen würdest: „Wann hast du vor, mit dem Praktizieren anzufangen?“, würden sie sagen: „Ich werde ab jetzt damit beginnen, sie zu praktizieren.“ Doch sie lassen dem keine tatsächlichen Taten folgen; sie denken weiterhin in ihren Herzen: „Gott, ich bin bereit, die Wahrheit zu praktizieren.“ Sie beten nicht nur vor Gott auf diese Weise, sondern bekunden auch vor allen anderen ihre Entschlossenheit und ihre Wünsche, und manchmal sind sie selbst davon so ergriffen, dass ihnen die Tränen über das Gesicht laufen und sie vor Schluchzen kaum noch sprechen können. Ergriffen zu sein, ist eine Sache, aber ob sie die Wahrheit tatsächlich in die Praxis umsetzen können, ist schwer zu sagen. Manche Menschen bleiben immer in dem Stadium, lediglich bereit zu sein, die Wahrheit zu praktizieren; immer, wenn man sie fragt, sagen sie, dass sie bereit sind, sie zu praktizieren, genau wie ein Kind, das die Worte eines Erwachsenen von sich gibt. Zum Beispiel fragen manche Eltern ihr Kind, ob es bereit sein wird, Geld zu verdienen, um Mama und Papa zu unterstützen, wenn es erwachsen ist, und das Kind sagt: „Ja!“ Aber ob es seine Eltern tatsächlich unterstützen wird, wenn es erwachsen ist, ist eine ganz andere Sache. Manche Eltern hören, wie ihr Kind sagt, dass es bereit ist, seine Eltern zu unterstützen, und nehmen diese Worte dann ernst und setzen all ihre Hoffnungen auf das Kind – sie sind sogar bereit, sich für das Kind bis auf die Knochen abzuarbeiten. Eigentlich spuckt das Kind nur große Töne; es versteht gar nicht, was diese „Bereitschaft“ bedeutet. Es denkt einfach, solange seine Eltern glücklich und zufrieden sind, wenn sie das hören, sei seine „Bereitschaft“ bereits erfüllt. Es weiß nicht, welche Mühsal es ertragen, welchen Preis es zahlen oder welche Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen es für diese „Bereitschaft“ erfüllen muss, wenn es erwachsen ist. Es weiß nicht, wie diese „Bereitschaft“ in die Praxis umgesetzt werden sollte, wie sie erfüllt werden sollte oder wie sie in die Realität umgesetzt werden sollte. Das Kind spuckt einfach große Töne, mehr nicht; wenn es erwachsen ist, sind die Worte, die es in seiner Kindheit gesagt hat, völlig vergessen und es schlägt sie in den Wind. Im realen Leben Geld zu verdienen, ist nicht einfach; die Realität ist wirklich hart, und ganz gleich, welche Arbeit man macht, läuft es nie reibungslos. Können also die Worte, die es in seiner Kindheit gesagt hat – „Ich bin bereit, meine Eltern zu unterstützen“ –, verwirklicht werden? (Es ist nicht einfach, das zu erreichen.) Die meisten von euch befinden sich ebenfalls in diesem Zustand; ihr seid nicht bereit, einfach nur für Gott zu schuften, und seid bereit, euch hingebungsvoll für Gott aufzuwenden, bereit, euch Gott zu unterwerfen, bereit, in die Wahrheitsrealität einzutreten, und bereit, alles gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu tun. Wenn du es jedoch lediglich bei der Bereitschaft belässt, spiegelt das weder deine Realität wider noch ist es deine Realität; in diesen Bereichen besitzt du keine Realität. Die Menschen belassen es lediglich dabei, bereit zu sein, und denken dann: „Ich bin bereit, also gelte ich als treu; ich bin bereit, also gelte ich als jemand, der die Wahrheit praktiziert hat. Da ich diesen Entschluss gefasst habe, kann ich meine verdorbenen Dispositionen ablegen und Gottes Absichten zufriedenstellen.“ Sie glauben, bereit zu sein, würde bedeuten, dass die Wahrheit bereits ihr Leben ist und sie bereits die Wahrheitsrealität besitzen. Sie wissen nicht, dass ihre „Bereitschaft“ nicht mehr darstellt als ihre Wünsche und Gedanken; sie hat nichts mit der Realität zu tun, und zwischen dieser Bereitschaft und dem Praktizieren der Wahrheit sowie dem Eintreten in die Wahrheitsrealität besteht immer noch eine gehörige Distanz. Obwohl du bereit bist, die Wahrheit zu praktizieren, hast du sie nicht in die Praxis umgesetzt und weist keine tatsächlichen Äußerungsformen auf, sodass du immer noch in den Vorstellungen deiner subjektiven Absichten bleibst und weiterhin in dem Stadium lebst, in dem deine verdorbenen Dispositionen deine Gedanken und dein Verhalten diktieren. Kann deine Bereitschaft deine verdorbenen Dispositionen überwinden, solange du in diesem Stadium bleibst? (Nein.) Egal, was dir geschieht, du lebst dein Leben immer noch nach deinen verdorbenen Dispositionen. Wenn du zum Beispiel beim Tun deiner Pflicht mit jemandem zusammenarbeitest, denkst du, dass du ihm unterlegen erscheinen wirst, wenn du mit ihm zusammenarbeitest und Dinge mit ihm besprichst, und dass du dadurch deinen Status und dein Ansehen verlierst. Also arbeitest du nicht mit ihm zusammen und triffst alle Entscheidungen selbst. Und wenn du siehst, dass jemand seine Pflicht nachlässig tut, entlarvst du ihn nicht und stutzt ihn nicht zurecht, sondern denkst dir: „Ich habe normalerweise eine gute Beziehung zu dieser Person. Wenn sie ihre Pflicht nachlässig tut, dann ist es eben so; meine persönlichen Interessen haben jedenfalls keinen Schaden erlitten. Ich mache einfach ein paar Andeutungen und gebe ihr einen kleinen Rat – das reicht; wenn sie nicht Buße tut, werde ich sie noch ein bisschen länger beobachten und ihr etwas Spielraum lassen.“ Was dir auch geschieht, du praktizierst die Wahrheit nicht. Diese „Bereitschaft“ deinerseits ist nur ein relativ positiver Gedanke; sie ist nicht im Geringsten deine Realität. Du hast die Wahrheit überhaupt nicht praktiziert und bist auch nicht in die Wahrheitsrealität eingetreten. Immer, wenn dir etwas geschieht, bei dem du die Wahrheit praktizieren musst, gehst du damit immer so um, wie es deinen verdorbenen Dispositionen entspricht; du suchst weder nach den Wahrheitsgrundsätzen noch trittst du in die Wahrheitsrealität ein. Und in deinem Herzen denkst du ständig: „Ich bin bereit, die Wahrheit zu praktizieren, ich bin bereit, Gott zu lieben, und ich bin bereit, mich Gott zu unterwerfen“, und gehst deshalb davon aus, du hättest die Wahrheit bereits praktiziert, du hättest Gott bereits geliebt und du hättest dich Gott bereits unterworfen. Du legst sogar selbst fest, was für ein Mensch du bist, und verleihst dir den schön klingenden Titel „ein Mensch, der die Wahrheit praktiziert und nach der Wahrheit strebt“. Du machst dir selbst etwas vor, und du täuschst auch Gott. Ganz gleich, was dir geschieht, du trittst nicht in die Wahrheitsrealität ein und nutzt nicht die Wahrheit, um Angelegenheiten zu bewältigen, und dennoch fasst du vor Gott weiterhin Entschlüsse: „Gott, ich bin bereit, Dir treu zu sein, ich bin bereit, mich Dir zu unterwerfen, ich bin bereit, Dich zu lieben, und ich bin bereit, alles, was ich habe, für Dich aufzugeben.“ Wenn Gott nach deinem Gebet eine Umgebung für dich einrichtet, handelst du nicht gemäß den Wahrheitsgrundsätzen und praktizierst nicht die Wahrheit; deine Bereitschaft hast du längst beiseitegelegt. Sobald die Sache vorbei ist, beginnst du sofort wieder, deine Entschlossenheit zu bekunden: „Ich bin bereit, die Wahrheit zu praktizieren, ich bin bereit, mich Gott zu unterwerfen, ich bin bereit, Gott zu lieben.“ In deinem Herzen sagt dir ständig eine Stimme: „Weil ich bereit bin, all diese Dinge zu tun, bin ich keine Arbeitskraft; ich bin ein Mensch, der Gott liebt, jemand, der die Wahrheit praktiziert.“ Du machst dir selbst ganz schön etwas vor. Aber lässt Gott zu, dass du Ihn auf diese Weise täuschst? (Nein.) Du kannst dich selbst täuschen, aber Gott wird nicht zulassen, dass du Ihn auf diese Weise täuschst. Du kannst dich selbst und die Menschen um dich herum täuschen, aber Gott kannst du nicht täuschen. Du fasst wiederholt Entschlüsse vor Gott: „Gott, ich bin bereit, mich Dir zu unterwerfen, ich bin bereit, Dich zufriedenzustellen!“ und „Gott, ich bin bereit, mich für Dich aufzuwenden, ich bin bereit, mich Dir ganz darzubringen!“ Welche der Gelübde, die du vor Gott abgelegt hast, hast du in die Praxis umgesetzt? Welche hast du erfüllt? Kein einziges ist erfüllt worden; letztendlich bleibst du immer noch im Stadium der Bereitschaft. Daher hast du, ganz gleich, wie sehr du dich angestrengt hast, keinen Lebenseintritt, solange du immer noch im Stadium der Bereitschaft bist, nicht angefangen hast, nach den Wahrheitsgrundsätzen zu suchen, und nicht angefangen hast, die Wahrheit zu praktizieren. Hat ein Mensch ohne Lebenseintritt Leben? (Nein.) Was ist jemand ohne Leben eigentlich für ein Wesen? Ist er eine Arbeitskraft oder ein Mitglied von Gottes auserwähltem Volk? Gehört er zu denen, die Gott errettet? Ist er jemand, den Gott zu erretten beabsichtigt? Ist er jemand, der sich Gottes Herrschaft unterwirft? (Nein.) Du hast keinen Lebenseintritt, und doch behauptest du, du seist jemand, der die Wahrheit praktiziert, und behauptest, du seist keine Arbeitskraft. Wenn du keine Arbeitskraft bist, was bist du dann? Bist du ein Mitglied von Gottes Volk oder ein Mensch, der von Gott errettet und vervollkommnet worden ist? (Weder noch.) Meiner Ansicht nach ist es schon mehr Anerkennung, als du verdient hast, dich als Arbeitskraft zu bezeichnen; manche Menschen sind nicht einmal Arbeitskräfte – sie sind nicht einmal bereit, sich beim Tun ihrer Pflichten ein wenig anzustrengen, und sträuben sich sogar dagegen. Denkt nicht, dass ihr, nur weil ihr euch ein wenig anstrengt und bereit seid, die Wahrheit zu praktizieren, dafür qualifiziert seid, Segnungen und Belohnungen zu erlangen, und das Kapital habt, zu versuchen, mit Gott zu feilschen. Ihr seid noch weit davon entfernt, Errettung zu erlangen. So gut wie niemand unter euch hat bisher einen erkennbaren Lebenseintritt. Ihr denkt, dass ihr die Wahrheitsrealität besitzt, wenn ihr zum Glauben an Gott gekommen seid, eure Familie und eure Karriere zurückgelassen habt, um eure Pflichten zu tun, und bereit seid, alles zu tun, was Gottes Haus für euch anordnet. Aber was steckt tatsächlich hinter dieser Bereitschaft eurerseits? Eure Bereitschaft ist stark verfälscht und hält keiner Probe stand; wenn ihr also als Arbeitskräfte charakterisiert werdet, tut euch das nicht im Geringsten Unrecht. Du hast keinen Lebenseintritt – bist du dann nicht eine Arbeitskraft? Du kannst dich glücklich schätzen, dass Ich dich nicht als Teufel bezeichnet habe. Ein Mensch ohne Lebenseintritt ist ein Mensch ohne Leben. Manche Menschen glauben seit zehn Jahren an Gott, haben aber kein Leben; manche glauben seit zwanzig Jahren, haben aber kein Leben; manche glauben sogar seit über dreißig Jahren an Gott und haben dennoch kein Leben. Sie können keine tatsächliche Arbeit verrichten und selbst die einfachsten und oberflächlichsten Wahrheiten weder klar erklären noch verständlich ausdrücken – bedeutet das nicht, dass sie kein Leben haben? Während all der Jahre, in denen sie an Gott geglaubt haben, haben sie immer gedacht, dass sie in ihrem Glauben ziemlich gut dastanden, und sie haben oft gesagt: „Ich bin bereit, für Gott geschäftig unterwegs zu sein und mich für Gott aufzuwenden, ich bin bereit, einen Preis für Gott zu zahlen, und ich bin bereit, Gott treu zu sein. Seht euch an, wie viel ich dargebracht und wie sehr ich mich für Gott aufgewendet habe. Ich habe meine Zeit und Energie eingesetzt und auf meine Familie, mein Studium, meine Arbeit und mein Geld verzichtet. Ich bin bereit, alles zu tun, worum man mich bittet. Ich bin bereit, mich Gott zu unterwerfen, ich bin bereit, Gott zufriedenzustellen, ich bin bereit, Zurechtstutzen anzunehmen, und ich bin bereit, Züchtigung und Gericht anzunehmen.“ Kann diese „Bereitschaft“ bedeuten, dass du in die Wahrheitsrealität eingetreten bist? Wie kannst du so leicht von deiner „Bereitschaft“ sprechen? Du bist „bereit“, so viel zu tun, aber wie viel Wahrheit hast du in die Praxis umgesetzt? Wo ist deine Wahrheitsrealität? Du bist „bereit“, so viel zu tun, aber hast du ein Erfahrungszeugnis? Warum liegt die Wahrscheinlichkeit, dass du Gott verrätst, selbst jetzt noch bei einhundert Prozent? Warum hat sie nicht einmal ein kleines bisschen abgenommen? Selbst wenn sie allmählich um zwanzig oder dreißig Prozent abnehmen würde, würde das immer noch als eine geringe Praxis der Wahrheit und ein geringes Eintreten in die Wahrheit gelten. Aber du schaffst nicht mal das. Diese „Bereitschaft“ deinerseits ist nur Täuschung; sie ist die größte aller Täuschungen Gott gegenüber. Das ist weder Treue zu Gott noch ein wahres Herz Gott gegenüber. Denkst du, dass eine Lüge tatsächlich zur Wahrheit, zu einer Tatsache wird, wenn man sie tausend- oder zehntausendmal erzählt? Bei Gott trifft diese Behauptung nicht zu; das ist verquere Logik und Häresie. Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau. Ganz gleich, wie oft du sagst, dass du bereit bist, dich für Gott aufzuwenden, und ganz gleich, wie gut deine Worte auch klingen – Gott sieht absolut klar und deutlich, was du bist. Du behauptest ständig, du seist bereit, die Wahrheit zu praktizieren, und sagst, dass du die Realität des Strebens nach der Wahrheit besitzt und Belege dafür hast, dass du sie praktizierst. Welche Antwort gibst du Gott also, wenn Er dich auf die Probe stellt? Du siehst dabei zu, wie böse Menschen in Gottes Haus Unterbrechungen und Störungen verursachen, schenkst dem aber keine Beachtung und mischst dich nicht ein. Selbst wenn jemand ein Problem meldet, löst du es nicht und kümmerst dich auch nicht darum, sondern lässt böse Menschen einfach Böses tun und ihr Unwesen treiben. Sieht so deine Unterwerfung unter Gott aus? Sieht so deine Treue zu Gott aus? Da du glaubst, dass du Gott treu bist, wie oft hast du die Interessen von Gottes Haus geschützt, als du Leiter oder Mitarbeiter warst? Bei welchen Angelegenheiten hast du selbst die Initiative ergriffen, um Probleme zu erkennen und zu lösen und so den normalen Ablauf der Kirchenarbeit sicherzustellen? Als böse Menschen die Kirchenarbeit unterbrachen und störten, wie oft bist du eingeschritten, um sie zu entlarven und die von ihnen verursachten Störungen zu beseitigen? Wann hast du bei der Verwendung und Ausgabe von Opfergaben jemals die Grundsätze gewahrt und Gottes Opfergaben ordnungsgemäß vor Verlusten geschützt? In diesen Angelegenheiten warst du weder auf Gottes Absichten bedacht noch hast du strenge Kontrollen durchgeführt, um böse Menschen in ihrem bösen Tun einzuschränken. Stattdessen hast du völlig verantwortungslos dabei zugesehen, wie die Kirchenarbeit und die Interessen von Gottes Haus Schaden erlitten, und es hat dich komplett kalt gelassen. Insbesondere führst du beim Ausgeben von Opfergaben überhaupt keine Kontrollen durch, sondern stimmst einfach beiläufig zu und gibst die Ausgaben frei. Mit einem beiläufigen Wort aus deinem Mund und einem Federstrich wurden Opfergaben im Wert von Zehntausenden oder Hunderttausenden verschwendet, und du hast nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Später, als Gottes Haus dich zur Rechenschaft zog, hattest du Angst, für die Verluste aufkommen zu müssen, also warst du sogar imstande, Beweise zu fingieren und dir jemanden zu suchen, der die Beweise manipulieren und Unterschriften verändern sollte. So sieht deine „Treue“ zu Gott aus. Als böse Menschen ungezügelt schlechte Dinge taten und Unterbrechungen und Störungen an der Kirchenarbeit verursachten und als du sahst, wie Menschen bei ihren Pflichten nachlässig waren und sich von Gottes Haus aushalten ließen, hast du dich taub gestellt und geschwiegen, so getan, als würdest du nichts sehen, und vorgegeben, von nichts zu wissen, während du dir in deinem Herzen dachtest: „Ich bin bereit, Gott treu zu sein, ich bin bereit, für Gottes Haus auf meinem Posten Wache zu halten, sein Tor gut zu bewachen und gut über die Herde zu wachen.“ Du bist bereit dazu, aber hast du es auch getan? Du sagst, du seist bereit, auf deinem Posten Wache zu halten, für Gottes Haus strenge Kontrollen durchzuführen und sein Tor gut zu bewachen, aber bist du Gott treu? Bist du qualifiziert, solche Worte zu sagen? Hast du irgendeine Selbsterkenntnis? Du hast eine viel zu hohe Meinung von dir selbst! Wenn du das nicht tun kannst, dann sei nicht so leichtfertig mit dem, was du sagst. Du sagst, du seist bereit, und fasst Entschlüsse und schwörst Eide vor Gott. Nachdem du Eide geschworen hast, wartet Gott; Er wird dich beobachten und genau darauf achten, was du als Nächstes tust, ob du die Wahrheit praktizierst und ob du das, was du gesagt hast, auch eingehalten hast. Wenn du deine Worte nicht einhältst, bist du in Gottes Augen ein Betrüger, und die Entschlüsse, die du gefasst hast, und die Eide, die du vor Gott geschworen hast, sind ein Haufen Lügen. Du täuschst Gott ganz unverhohlen und versuchst ganz offen, Ihn zum Narren zu halten; was bist du? Glaubst du, dass es schon als Praktizieren der Wahrheit gilt, wenn du Gott nur deinen Entschluss bekundest, dich ein wenig anstrengst und die Dinge bloß der Form halber erledigst? Du hast die Interessen von Gottes Haus verraten, und doch willst du immer noch, dass Gott dich annimmt und dass Gottes auserwähltes Volk dich gutheißt; du willst sogar mit Gott feilschen und eine Belohnung erhalten – kann das alles wirklich so gut für dich ausgehen? Du täuschst Gott, bist Ihm gegenüber oberflächlich und treibst Spielchen mit Ihm, und doch willst du immer noch, dass Gott dir eine Belohnung gibt; was bist du? Wenn du zu so etwas fähig bist, hast du dann Leben? Wenn die verdorbene Menschheit menschliches Gewissen und Vernunft hätte, würde sie Gott nach so vielen Jahren, in denen sie Predigten gehört hat, nicht auf diese Weise behandeln. Und doch glaubst du schon seit vielen Jahren an Gott und hast dir so viele Jahre lang Predigten angehört und kannst Gott immer noch so behandeln: Du ersetzt das Praktizieren der Wahrheit durch deine eigene Bereitschaft, versuchst, Gott zum Narren zu halten und Ihm gegenüber oberflächlich zu sein, und du täuschst Ihn und treibst Spielchen mit Ihm. Sag Mir: Was bist du? Du bist ein Satan, ein Teufel – kein Mensch. In Gottes Augen bist du nicht einmal ein geschaffenes Wesen; du bist einfach nur ein Teufel, ein Schuft, der den Tod verdient! Sagt Mir: Hat ein solcher Mensch nicht den Tod verdient? (Ja, das hat er.)
Manche Menschen denken, dass sie sich beim Tun ihrer Pflichten in Gottes Haus sehr angestrengt haben und dass sie bereit sind, sich für Gott aufzuwenden, bereit sind, Gottes Worte zu beherzigen, und bereit sind, die Wahrheit zu praktizieren. Wenn sie ihre Bereitschaft bekunden, sind sie davon etwas ergriffen und dabei auch in geringem Maße aufrichtig. Deshalb stellen sie sich selbst auf eine Stufe mit Menschen wie Petrus, die nach der Wahrheit streben und die Wahrheit praktizieren, und setzen sich selbst auf einen Thron. Ist das etwas, was ein geschaffenes Wesen tun sollte? Sollte ein geschaffenes Wesen solche Äußerungsformen zeigen? (Nein.) Ein Mensch mit Lebenseintritt ist nicht nur bereit; vielmehr praktiziert er auch auf der Grundlage dieser Bereitschaft tatsächlich die Wahrheit und hat Lebenseintritt. Welche Äußerungsformen zeigt ein solcher Mensch also? Lebenseintritt bedeutet, dass ein Mensch seine verdorbenen Dispositionen nach und nach ablegt und Gottes Worte nach und nach zu seinem Leben werden. Was offenbaren Menschen, die Gottes Worte als ihr Leben haben, gewöhnlich, und was leben sie aus? Welche Haltung haben sie Gott gegenüber? Welche Äußerungsformen zeigen sie beim Tun ihrer Pflichten? (Ein Mensch mit Lebenseintritt zeigt mehrere wesentliche Äußerungsformen. Zum einen hat er wahre Erkenntnis über sich selbst. Er erkennt, dass er Gottes Anforderungen noch lange nicht gerecht wird und dass seine Größe noch immer zu gering ist. Einige seiner Verfehlungen und einige Fälle, in denen er Verdorbenheit offenbart hat, bereiten ihm Schmerz und Kummer. Außerdem hofft er, mehr von Gott eingerichtete Umgebungen zu erleben und mehr Bürden auf sich zu nehmen, um sich dabei im Praktizieren der Wahrheit zu üben, denn nur so kann er die Wahrheit erlangen. Zum anderen kann er auf jeden Fall zumindest vermeiden, seine Pflicht nachlässig zu tun, und häufig über sich selbst nachdenken. Wenn er feststellt, dass er gegen die Grundsätze verstoßen hat oder in irgendeiner Hinsicht den Anforderungen nicht genügt hat, kann er umgehend den Kurs korrigieren. Außerdem hat er bei Angelegenheiten, die Gottes Verwaltungsverordnungen oder Gottes Opfergaben betreffen, ein gottesfürchtiges Herz und wagt es nicht, Gottes Disposition zu verletzen.) (Ich möchte noch einen Punkt hinzufügen. Ein Mensch mit Lebenseintritt geht beim Tun seiner Pflicht vorsichtig und sorgfältig vor, befasst sich intensiv mit Gottes Worten, sucht nach den Wahrheitsgrundsätzen und vermeidet es, leichtfertig nach seinem eigenen Willen zu handeln. Zudem bespricht er Angelegenheiten mit Menschen, die die Wahrheit verstehen, tauscht sich mit ihnen aus und praktiziert gemäß den Wahrheitsgrundsätzen.) Bei Menschen mit Lebenseintritt zeigt sich dieser auch im realen Leben in dem, was sie ausleben und offenbaren. Sie bleiben nicht auf der Ebene ihrer Absichten stecken; sie sind nicht nur bereit, treu zu sein und sich zu unterwerfen. Vielmehr leben sie das tatsächlich aus und offenbaren es. Das lässt sich schon an etwas ganz Einfachem erkennen: Ganz gleich, was in ihrem Alltag geschieht, können sie von sich aus und bewusst nach den Wahrheitsgrundsätzen suchen. Bevor sie handeln, ermitteln sie zunächst die Grundsätze für ihr Vorgehen und verschaffen sich Klarheit darüber; sie begehen nicht leichtfertig Missetaten. Wenn sie die Grundsätze nicht verstehen, suchen sie in Gottes Worten danach. Wenn sie die Grundsätze gefunden haben, sie ihnen aber immer noch nicht ganz klar sind, wenden sie sich an jemanden, der die Wahrheit versteht, um mit ihm weiter über die Grundsätze Gemeinschaft zu halten und sie zu besprechen. Sobald sie die Grundsätze verstehen, können sie sie in die Praxis umsetzen. Was die positive Seite betrifft, so gehen sie das Praktizieren der Wahrheit besonders aktiv und besonders gewissenhaft an. Ganz gleich, was ihnen geschieht, ob es sich um eine große oder eine kleine Angelegenheit handelt – und besonders bei großen Angelegenheiten, die die Arbeit von Gottes Haus betreffen –, sind sie besonders vorsichtig. Sie treffen nicht einfach allein Entscheidungen, sondern beraten sich häufiger mit anderen, erkundigen sich häufiger und suchen mehr nach der Wahrheit. Was die negative Seite betrifft, so können sie, wenn sie etwas falsch machen, über ihre verdorbenen Dispositionen nachdenken und sie erkennen. Ebenso können sie ihre Unzulänglichkeiten und Mängel erkennen, die Bereiche, die ihnen bisher nicht bewusst waren, und die Bereiche, in denen sie dazu neigen, negativ und schwach zu werden und hinter den Anforderungen zurückzubleiben. Sie denken häufig über sich selbst nach. Während dieses Prozesses beten sie zum einen zu Gott und suchen die Wahrheit. Dabei denken sie anhand von Gottes Worten des Gerichts und der Entlarvung über sich selbst nach und erkennen sich selbst; zum anderen bitten sie ihre Brüder und Schwestern um Feedback. Nachdem sie eine Aufgabe abgeschlossen haben, überlegen sie immer wieder, ob sie in irgendeiner Hinsicht gegen die Grundsätze verstoßen haben, ob sie etwas übersehen haben, ob es Verzerrungen gab oder ob es Abweichungen von den Arbeitsanordnungen des Oberen gab. Sie denken ständig über sich selbst nach. Sowohl auf der positiven als auch auf der negativen Seite bestehen das Ziel und die Ausrichtung ihrer Praxis darin, sich zu bemühen, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln und mit diesen im Einklang zu stehen, anstatt nach ihrem eigenen Willen zu handeln. Wenn sie die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehen oder sie ihnen nicht klar sind, behalten sie das nicht für sich. Stattdessen wenden sie sich an Menschen, die die Wahrheit verstehen, und halten mit ihnen Gemeinschaft, bis die Grundsätze klar sind; erst dann setzen sie die Grundsätze in die Praxis um und wenden sie an. Kurz gesagt: Beim Praktizieren lassen sie sich nicht von ihren Vorlieben oder von ihrer Laune leiten und begehen erst recht nicht nach ihrem eigenen Willen leichtfertig Missetaten. Stattdessen können sie die Wahrheit suchen und ihre Pflichten gemäß den Grundsätzen tun. Das ist ihre Äußerungsform beim Praktizieren. Darüber hinaus können sie in ihrer Haltung Gott gegenüber, im Umgang mit Gottes Anforderungen und mit allen Aspekten der Angelegenheiten, die Gott betreffen, ein gottesfürchtiges Herz haben und ein Herz haben, das Furcht und Schrecken vor Gott empfindet, und ein Herz, das vor Angst bebt. Sie haben große Angst davor, Gottes Herz dadurch zu verletzen, dass sie den falschen Weg einschlagen oder etwas Falsches tun. Ebenso haben sie große Angst davor, sich gegen Gott zu vergehen, gegen Gottes Verwaltungsverordnungen zu verstoßen oder Gottes Disposition zu verletzen. Das ist die Haltung, die sie Gott gegenüber haben. Auch im Umgang mit der Wahrheit und im Umgang mit den Wahrheitsgrundsätzen zeigen sie diese konkreten Handlungen und Offenbarungen. Erst das kann als Lebenseintritt gelten, nicht wahr? (Ja.) Weist ihr diese Äußerungsformen auf? Alle, die diese Äußerungsformen aufweisen, haben Lebenseintritt; alle, die diese Äußerungsformen nicht aufweisen, schuften. Wenn dich jemand fragt, womit du jeden Tag beschäftigt bist, während du geschäftig unterwegs bist und dich aufwendest, und du antwortest, dass du deine Pflicht tust und Gott Hingabe darbringst, beruhen deine Worte und Handlungen dann auf Grundsätzen? Liegen ihnen Gottes Worte zugrunde? Wenn jedes Wort, das du sagst, alles, was du tust, und jede Ansicht, die du vertrittst, nicht auf Gottes Worten und der Wahrheit beruhen, wenn du, sobald dir etwas geschieht, nicht nach der Wahrheit suchst und keinen Lebenseintritt hast, schuftest du dann nicht bloß? Nett ausgedrückt schuftest du; unverblümt ausgedrückt strengst du dich lediglich an; und noch unverblümter gesagt verkaufst du einfach nur deine Arbeitsleistung! Deine Arbeitsleistung zu verkaufen, ist nichts anderes als Schuften. Was kannst du durch den Verkauf deiner Arbeitsleistung gewinnen? Du bekommst nur ein wenig Gnade: Du isst etwas Gutes, trägst schöne Kleidung, genießt einige Annehmlichkeiten im Leben, hast recht viel Platz zum Wohnen und im Winter ist es bei dir relativ warm und im Sommer relativ kühl. Das ist schon ziemlich gut. Du strengst dich bloß an: Was erwartest du dann sonst noch dafür zu bekommen? Du bist lediglich bereit, deine Pflicht zu tun, praktizierst aber nicht die Wahrheit. Das bedeutet nicht, dass man dem Weg Gottes folgt. Alles, was du tust, ist in diesem Fall bloßes Schuften. Menschen, die schuften, praktizieren nicht die Wahrheit, und weisen bei nichts, was sie tun, Grundsätze auf. Auf diese Weise zu schuften, können sie das Leben nicht erlangen; ein wenig Gnade genießen zu können, ist schon ziemlich gut. Du bist bereit, dich anzustrengen, und in Anbetracht deiner Anstrengungen stellt dir Gottes Haus einige Dinge des täglichen Bedarfs zur Verfügung, damit du ein wenig besser leben kannst, das ganze Jahr über frisches Gemüse hast und auch einige Bio-Lebensmittel essen kannst. Schon das ist eine Gnade Gottes – was erwartest du denn sonst noch genießen zu können? Wenn du in der Welt arbeiten und dich anstrengen würdest, um Geld zu verdienen, was könntest du dann essen oder zum Anziehen haben? Du würdest weder Essen noch Kleidung einfach so bekommen; du müsstest selbst Geld verdienen, um sie zu kaufen, und außerdem hinnehmen, dass man dich schlecht behandelt und andere dich schikanieren. Wenn du dich in Gottes Haus anstrengst, kannst du Gottes Gnade genießen und wirst zumindest auf jeden Fall nicht schikaniert; du kannst gut essen, dich gut kleiden, an einem schönen Ort wohnen und ein angenehmes Leben führen. Niemand schikaniert dich, niemand greift dich an und niemand wird sich an dir rächen. Wenn du krank wirst, kümmern sich die Brüder und Schwestern um dich und pflegen dich. Ist das nicht Gottes Gnade? Sind das nicht die Dinge, nach denen ihr strebt? Wenn das alles ist, wonach ihr strebt, dann habt ihr es bereits erreicht; ihr habt bereits bekommen, wonach ihr gesucht habt. Sind das nicht die Dinge, nach denen die Menschen ohne Leben streben? Haben sich bei ihrem Streben nach diesen Dingen nicht all ihre Wünsche erfüllt? Deine „Bereitschaft“ kannst du lediglich gegen diese Gnade und diesen Genuss eintauschen, die Gott dir gewährt. Das ist schon ziemlich gut; Gott hat dich nicht zu kurz kommen lassen. In Wirklichkeit ist diese „Bereitschaft“ von dir nichts wert. Ohne Lebenseintritt kannst du sie nicht gegen Leben eintauschen; du kannst sie nur gegen ein wenig Gnade eintauschen. Übersteigt die Gnade, gegen die ihr eure „Bereitschaft“ eingetauscht habt, nicht schon das, worum ihr gebeten oder was ihr euch vorgestellt habt? (Ja.) Ist das also, was ihr wollt? Ist das, wonach ihr strebt? Als ihr zum Glauben an Gott gekommen seid, habt ihr da nur gehofft, diese Gnade zu erhalten und es dabei zu belassen? (Nein.) Habt ihr also noch andere Bestrebungen? (Ja. Wir wollen auch danach streben, Errettung zu erlangen.) Wenn du nur die Absicht hast, die Wahrheit zu praktizieren, sie aber niemals praktizierst, kann sich dann dein Bestreben, Errettung zu erlangen, überhaupt noch verwirklichen? (Nein.) Warum kann es sich nicht verwirklichen? Weil du auf der Ebene der Bereitschaft stecken bleibst und die Wahrheit nicht in die Praxis umgesetzt hast. Du lebst in einer Umgebung, in der du es körperlich bequem und angenehm hast, du genießt Gottes Gnade und du bist in deinem Herzen sehr zufrieden. Ist es gut, weiterhin auf diese Weise zu leben? (Nein.) Was ist daran falsch? Sind das nicht genau die Dinge, nach denen ihr strebt? (Auf der Ebene bloßer Absichten stecken zu bleiben, ohne die Wahrheit zu praktizieren und ohne das Abbild eines Menschen auszuleben – ich denke, dass ein solches Leben weder Sinn noch Wert hat.) Meint ihr nicht, dass gutes Essen und gute Kleidung den Wert des Lebens ausmachen? Gut essen, sich gut kleiden, schön wohnen und ein gutes Leben genießen; ein Leben lang keine Sorgen um Essen und Kleidung haben und Reichtum, Ansehen und Frieden genießen – waren das nicht die Dinge, nach denen die Kaiser von früher strebten? Selbst Kaiser strebten nach diesen Dingen – wonach wollt ihr unbedeutenden Menschen denn sonst noch streben? Schaut euch an, jeden Einzelnen von euch: Ihr strebt nicht nach dem Leben und auch nicht danach, Errettung zu erlangen; ihr strebt nur danach, gut zu essen, euch gut zu kleiden und ein gutes Leben zu genießen. Ist das nicht alles, worauf sich euer Streben beschränkt? Eine so geringe Bestrebung lässt sich viel zu leicht erreichen. Es ist nicht nötig, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten; selbst ein einziges weiteres Wort darüber wäre unangebracht. Ihr braucht die Wahrheit nicht. Was braucht ihr? Ihr seid alle darauf aus, von dem Brot zu essen und satt zu werden. Solange euer Fleisch Frieden und Freude genießt, ihr etwas zu essen und anzuziehen habt und dieses ganze Leben hindurch glücklich seid, genügt euch das, und ihr strebt nicht danach, Errettung zu erlangen. Deshalb haben die meisten Menschen nur wenig Bewusstsein dafür, nach der Wahrheit zu streben, und auch nur wenig Entschlossenheit dazu. Ich wiederhole eine Aussage über die Wahrheitsgrundsätze hundertmal, und wie viele von euch können das, was Ich sage, aufnehmen? Wie viele von euch können es sich zu Herzen nehmen? Meiner Meinung nach nur sehr wenige. Ich habe schon seit so vielen Jahren mit euch zu tun. Ganz gleich, welche Angelegenheit es zu regeln gilt – ob es um eine allgemeine Angelegenheit, um Kirchenarbeit oder um das Tun von Pflichten geht –, wenn Ich einfach ruhig spreche, ohne das, was Ich sage, besonders zu betonen und ohne einen energischen Ton anzuschlagen, stelle Ich fest, dass danach nur sehr wenige Leute sich an die Wahrheitsgrundsätze halten können und die Dinge konsequent nach den Wahrheitsgrundsätzen in die Praxis umsetzen und ausführen können. Ich habe so viele Jahre lang über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten, und doch könnt ihr sie noch immer nicht verstehen und habt in euren Herzen kein Bewusstsein dafür. Ihr müsst erst von jemandem zurechtgestutzt und diszipliniert werden, bevor ihr euch an sie erinnern und euch an sie halten könnt. Wenn Ich einfach ruhig zu euch spreche, bleibt ihr unwissend und nehmt das Praktizieren der Wahrheit überhaupt nicht ernst. Wenn Menschen mit etwas Kaliber auch nur ein wenig Glaubenslehre verstehen, denken sie auf einmal, sie seien in die Wahrheitsrealität eingetreten, und kommen sich dabei sogar ziemlich gut vor. Manche überreizen es sogar und stellen sich selbst zur Schau. Ist das nicht schamlos?
In letzter Zeit habe Ich daran gearbeitet, Probleme in einer bestimmten Kirche zu lösen, und mit den Leuten dort über einige Grundsätze Gemeinschaft gehalten. Ich habe in den vergangenen Jahren schon mehrmals über diese Grundsätze Gemeinschaft gehalten, und doch begreifen die Verantwortlichen sie bis heute nicht. Ich spreche einfach ganz ruhig, aber manche Menschen verstehen es einfach nicht, wenn man normal mit ihnen redet. Sie wissen nicht, was sie tun sollen, und sie wissen nicht, wie sie etwas umsetzen sollen. Ich habe ihnen das schon viele Male gesagt, aber das geht bei ihnen zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus; vom vielen Zuhören haben sie praktisch schon Schwielen an den Ohren, und trotzdem verstehen sie es noch immer nicht. Sagt Mir: Was sind das für Kreaturen? Sind das Menschen? Ich drücke Mich ganz klar aus und sage ihnen, nach welchen Grundsätzen eine Angelegenheit geregelt werden soll und wie man dabei vorgehen soll. Ich halte auch regelmäßig über die Wahrheit Gemeinschaft, und wenn spezielle Umstände auftreten, halte Ich über einige spezielle Grundsätze Gemeinschaft. Doch selbst jetzt wissen sie immer noch nicht, was die Grundsätze sind. Sagt Mir: Können sie sich an die Grundsätze halten? Können sie gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren? Sie können sich weder an die Grundsätze halten noch gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren; deshalb kann das, was sie tun, nicht als Ausführung ihrer Pflicht gelten. Was tun sie also? Strengen sie sich nicht einfach nur an? Wenn du dich nicht an die Wahrheitsgrundsätze halten kannst, die Ich dir genannt habe, ist das bisschen Anstrengung dann etwa schon das Praktizieren der Wahrheit? Hast du Lebenseintritt? Das ist kein Lebenseintritt; das ist Schuften. Wenn du durch dein Schuften die Kosten für dein Essen decken kannst, ist das schon ziemlich gut; Leben kannst du nicht erlangen. Du kannst die Wahrheitsgrundsätze, von denen Ich spreche, nicht verstehen. Wie werde Ich dich also charakterisieren? Wenn du die Wahrheitsgrundsätze verstehen kannst, besitzt du Menschlichkeit – dann bist du ein Mensch. Wenn du die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehen kannst, hast du keine Menschlichkeit – dann bist du eine Bestie. Wenn du der Wahrheit abgeneigt bist, die Wahrheit hasst und dich absichtlich gegen Gottes Haus stellst, dann bist du ein Satan und ein Teufel. Wenn du verstehst, was Ich sage, und entsprechend handelst – also, wenn du es verstehst, ohne dass Ich es noch einmal ausdrücklich betonen oder dich erneut daran erinnern muss, und wenn du gemäß Meinen Worten praktizieren kannst und dich weiterhin an sie hältst –, dann kann Ich erkennen, dass du Gewissen und Vernunft besitzt. In Meinem Herzen achte und schätze Ich dich, und Ich behandle dich wie einen Menschen. Wenn Ich etwas tausend- oder zehntausendmal gesagt habe und du es immer noch nicht verstanden hast, dann behandle Ich dich nicht wie einen Menschen; in Meinem Herzen bist du kein Mensch – du bist eine Bestie. Warum? Wenn du nicht einmal Worte verstehen kannst, die Ich so einfach, so klar und so ausdrücklich gesagt habe, was könntest du dann anderes sein als eine Bestie? Du bist schlimmer als eine Bestie. Mein Hund versteht Dinge, die die Menschen normalerweise sagen. Er weiß vielleicht nicht, was genau Ich von ihm will, aber nach so vielen Jahren mit Mir weiß er, was Mir missfällt. Normalerweise unterlässt er alles, wovon er weiß, dass es Mir missfällt. Woran kann man das erkennen? Wenn Ich zum Beispiel seine Welpen diszipliniere, macht er so gut er kann mit, weil er große Angst hat, dass die beiden kleinen Hunde es nicht verstehen und ihren Herrn verärgern könnten. Er weiß, dass er nicht in die Sachen oder die Kleidung beißen darf, die im Hof zum Trocknen aufgehängt sind, und dass sein Herr wütend wird, wenn er das tut. Jedes Mal, wenn er in den Hof kommt, hält er zunächst die beiden Welpen im Zaum und hindert sie daran, in die zum Trocknen aufgehängten Sachen zu beißen. Wenn er etwas tut, das Mich wütend macht, versucht er immer wieder, Mich zu besänftigen und Mich glücklich zu machen. Erst wenn Ich bereit bin, ihn zu streicheln und wieder mit ihm zu sprechen, wird er glücklich. Ein Hund hat eine sehr simple Denkweise, aber ein Hund besitzt etwas äußerst Kostbares, das die verdorbene Menschheit nicht besitzt: Die Aufrichtigkeit eines Hundes ist etwas, das der Menschheit fehlt. Wenn es der Menschheit an Aufrichtigkeit fehlt, wie kann man sie dann Menschheit nennen? Obwohl die Angehörigen der Menschheit in menschliche Haut gekleidet sind und nach außen hin eine menschliche Gestalt besitzen, sind sie ihrem Wesen nach keine Menschen. Ihnen fehlt sogar das grundlegendste Maß an Gewissen und Vernunft. Wie können sie da Aufrichtigkeit aufweisen? Manche Menschen können die Grundsätze verstehen und sie in die Praxis umsetzen; solche Menschen kann man als Menschen bezeichnen. Warum ist das so? (Zum einen zeigt die Tatsache, dass sie die Grundsätze verstehen können, dass sie geistliches Verständnis besitzen und wissen, was Gottes Worte bedeuten und was Gottes Absichten sind. Zum anderen besitzen solche Menschen Gewissen und Vernunft, kennen bei ihrer Lebensführung Grenzen und können sich an die Grundsätze halten; man kann dementsprechend nur solche Leute als Menschen bezeichnen.) Das ist richtig. Zum einen haben sie Auffassungsvermögen. Sie verstehen, was man ihnen sagt, wenn man normal mit ihnen spricht, und können wie andere Menschen denken und Dinge begreifen. Zum anderen besitzen sie Gewissen und Vernunft, und ihr Gewissen setzt ihnen Grenzen. Sie sind bereit, die Wahrheit zu praktizieren, und sind zudem auch in der Lage, sie zu praktizieren. Eine solche Person kann man als Menschen bezeichnen; wer diese beiden Dinge nicht besitzt, ist kein Mensch. Wenn jemand kein Mensch ist, wie kann er dann Gewissen und Vernunft besitzen? Wie soll er ohne Gewissen und Vernunft überhaupt verstehen, was man ihm sagt, wenn man normal mit ihm redet? Ein Mensch ohne Gewissen und Vernunft schafft es nicht einmal, sich an Vorschriften zu halten, obwohl er ein wenig Glaubenslehre versteht und sich an die Vorschriften halten möchte. Trotzdem meint so jemand, dass seine Bereitschaft, die Wahrheit zu praktizieren, bedeutet, dass er ein Mensch ist, der Gott treu ist, und ein Mensch, den Gott annimmt und liebt. Ist das nicht die Denkweise eines Schuftes? (Ja.) Menschen, die wie ein Schuft denken, können letztlich die Wahrheit nicht erlangen. Was für Menschen denken wie ein Schuft? Wirrköpfige Menschen. Wirrköpfige Menschen bringen ständig solche schuftigen Gedankengänge hervor. Was bezwecke Ich damit, euch das zu sagen? Will Ich euch dazu anspornen, die Wahrheit zu praktizieren, oder decke Ich das Wesen eurer Probleme auf? (Du machst uns klar, dass wir den Weg des Strebens nach der Wahrheit noch nicht eingeschlagen haben, und bringst uns dazu, diesen Weg einzuschlagen.) Manche Leute sagen: „Sagst Du das nicht einfach nur, um uns zu ermahnen, die Wahrheit zu praktizieren?“ Das meine Ich tatsächlich nicht so. Ob du die Wahrheit praktizieren kannst, ist deine Sache und hat nichts mit Mir zu tun. Sobald Ich über die Wahrheiten, über die Ich Gemeinschaft halten sollte, klar und deutlich Gemeinschaft gehalten habe, habe Ich Meine Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen erfüllt. Welchen Weg du wählst und welchen Weg du einschlägst, da mische Ich Mich nicht ein. Ob du letztendlich Errettung erlangen kannst, hängt ganz von deinen eigenen Entscheidungen ab und allein davon, welchen Weg du gehst; hier endet Meine Verantwortung euch gegenüber. Das heißt, Ich teile euch alle Wahrheiten mit, die ihr verstehen solltet. Natürlich ist es besser, wenn ihr bereit seid, sie zu praktizieren; wenn ihr aber nicht dazu bereit seid, mische Ich Mich da nicht ein. Ich werde euch ganz sicher nicht jeden Tag hinterherlaufen und euch beaufsichtigen, geschweige denn euch dazu zwingen, die Wahrheit zu praktizieren. So etwas tue Ich nicht; das ist nicht Mein Werk und fällt auch nicht in den Bereich Meines Werks. Wenn ihr verlangt, dass Ich euch wie Sklaven behandle und euch jeden Tag zurechtstutze und diszipliniere, bevor ihr ein paar Vorschriften befolgen, ein wenig Gehorsam zeigen und ein wenig von der Wahrheit praktizieren könnt – solche Menschen sind in Meinen Augen nicht zu retten. Wenn Ich tausend- oder zehntausendmal über die Wahrheitsgrundsätze gesprochen habe und ihr sie immer noch nicht verstanden habt und auch nicht nach der Wahrheit sucht, was soll Ich dann noch sagen? Was ist Meine Haltung dazu? Ihr könnt machen, was ihr wollt. Wenn ihr nicht zuhören wollt, dann hört eben nicht zu. Glaubt, wie ihr wollt; Ich werde Mich nicht einmischen und will Mir diese Mühe auch nicht machen. Die Wahrheit wurde euch einfach so geschenkt, aber ihr wisst sie nicht zu schätzen. Ob ihr letztendlich Errettung erlangen könnt, hängt von euch ab und hat nichts mit Mir zu tun. Wenn du ständig darauf angewiesen bist, dass andere dich beaufsichtigen, zurechtstutzen und disziplinieren, bevor du es gerade so schaffst, ein wenig von der Wahrheit zu praktizieren oder etwas zu tun, das für die Arbeit von Gottes Haus und für deine Pflicht von Nutzen ist – das ist nicht, was Ich will. Wenn ihr alle so seid, dann ergibt es keinen Sinn, dass Ich über die Wahrheit Gemeinschaft halte; es wäre überflüssig und völlig unnötig, über jeglichen Aspekt der Wahrheit Gemeinschaft zu halten. Wenn ihr nicht einmal das Gewissen und die Vernunft habt, die ein Mensch mit normaler Menschlichkeit haben sollte, und nachdem ihr im gemeinschaftlichen Austausch schon so viel Wahrheit gehört habt, noch immer weder von euch aus die Absicht habt, die Wahrheit zu praktizieren und in die Wahrheitsrealität einzutreten, noch einen Plan, wie ihr das tun sollt, dann besteht für euch keine Hoffnung, Errettung zu erlangen. Ist das richtig? (Ja.)
Manche Menschen versuchen ständig, mit Mir Spielchen zu treiben und Mich auf hinterlistige Weise zu täuschen. Bevor sie etwas tun, warten sie jedes Mal darauf, dass Ich einen Befehl erteile. Ganz egal, wie oft Ich über die Grundsätze Gemeinschaft gehalten habe, bei ihnen hat es nichts bewirkt; sie praktizieren einfach nicht gemäß den Grundsätzen. Sie denken ständig: „Ich muss von Dir einen Befehl für diese Sache bekommen. Wenn Du sagst, dass wir es tun können, tun wir es; wenn Du sagst, dass wir es nicht können, lassen wir es. Was, wenn ich nach den Grundsätzen handle, die Du erklärt hast, und Du unzufrieden bist, wenn ich fertig bin? Was, wenn Du mir das Leben schwer machst? Was, wenn Du von mir verlangst, für die Verluste aufzukommen?“ Sie treiben Spielchen mit Mir, halten sich nicht an die Grundsätze und übernehmen auch nicht die Verantwortung, die ein Mensch zu tragen hat. Mit anderen zusammenarbeiten, Angelegenheiten mit anderen besprechen und darüber Gemeinschaft halten oder Referenzmaterialien zu Rate ziehen – sie tun nichts von dem, was in ihren Verantwortungsbereich fällt. Stattdessen laufen sie Mir ständig hinterher und belästigen Mich, fragen dies und das und sagen immer wieder: „Findest Du es in Ordnung, wenn ich es so mache?“ Dabei habe Ich ihnen die Grundsätze schon klar und deutlich erklärt, aber diese Menschen nehmen sie einfach nicht ernst. Sie denken: „Die Grundsätze, über die Du Gemeinschaft gehalten hast, sind doch nur grobe Richtlinien – das sind doch nur Worte, die die Menschen täuschen sollen. Du musst mir sagen, wie ich diese Angelegenheit handhaben soll, und mir jedes einzelne Detail erklären.“ Du kannst die Grundsätze, die Ich erklärt habe, nicht aufnehmen und nimmst sie nicht ernst und du verlangst von Mir, dass Ich dir direkt sage, wie du alles machen sollst. Dann bist du doch zu nichts zu gebrauchen, oder? Hast du kein Gehirn? Kannst du nicht denken? Was ist deine Pflicht? Du willst keine der Pflichten erfüllen, die ein Mensch erfüllen sollte, und keine der Verantwortlichkeiten übernehmen, die ein Mensch übernehmen sollte. Du willst einfach nur, dass Ich dir direkt sage, was du tun sollst. Was nutzen dir dann dein Herz und dein Gehirn? Du willst nicht mit dem Herzen bei der Sache sein, willst dein Gehirn nicht benutzen, dich auch nicht anstrengen und hast außerdem Angst davor, Verantwortung zu übernehmen. Was bist du für ein Mensch? Bist du nicht ein aalglatter Typ? Dein Kaliber ist ziemlich schlecht, und trotzdem hast du jede Menge Tricks auf Lager! Mit diesem Trick kommst du bei Mir nicht durch. Es ist schon widerlich genug, dass du die Grundsätze nicht verstehst, aber dann versuchst du auch noch, Mich mit deinen Spielchen auszutricksen, und scheust dich davor, Verantwortung zu übernehmen. Wie könntest du da die Wahrheit in die Praxis umsetzen? Was ist die Natur dieser Angst, beim Tun seiner Pflicht Verantwortung zu übernehmen? Besitzt jemand, der auf diese Weise seine Pflicht tut, überhaupt ein aufrichtiges Herz? Findet sich darin irgendein Maß an Hingabe? (Nein.) Wenn weder ein aufrichtiges Herz noch Hingabe vorhanden sind, gibt es dann irgendeinen Lebenseintritt? Kann man das als Ausführung einer Pflicht bezeichnen? (Nein.) Was ist das also seiner Natur nach, wenn man auf diese Weise seine Pflicht tut? Es ist Schuften; das ist die Natur einer derartigen Pflichtausführung. Jeder, der mit Mir Spielchen treibt, widert Mich an. Wenn du ernsthaft und bodenständig arbeitest, umgehend nach einer Erklärung suchst, wenn du etwas nicht verstehst, und du, wenn du nach den Grundsätzen gefragt hast und sie dir klar sind, gemäß den Grundsätzen praktizierst, dann wird Mich dein geringes Kaliber nicht stören, selbst wenn du unter besonderen Umständen manchmal noch einmal nachfragst. Aber wenn jemand innerlich ständig auf Konfrontationskurs mit Mir geht, mit Mir Spielchen treibt und versucht, Mich zu überlisten, wenn er sich weigert, irgendeine Verantwortung zu übernehmen, Mich bei jeder auftretenden Angelegenheit um Rat fragt und erst handelt, wenn Ich ihm eine Anweisung gegeben habe – was ist das für ein Problem? Nach außen hin scheint er sich Gott in allem zu unterwerfen, aber in Wirklichkeit ist er hinterlistig. Er denkt, wenn er so handelt und etwas schiefgeht, muss er keine Verantwortung dafür übernehmen; gleichzeitig kann er anderen zeigen, dass er sich Gott in allem unterwirft. Deshalb will er, was immer er tut, stets Anweisungen bekommen, die Gott persönlich erteilt hat, als hätte er eine besonders enge Beziehung zu Gott. Er merkt nicht, dass er damit Gottes Gedankengänge stört, Sein Werk stört und bewirkt, dass Gott ihm gegenüber Abneigung und Ekel empfindet. Er denkt sogar, dass er seine Pflichten tut und sich für Gott aufwendet, dass Gott ihn auf diese Weise anleiten sollte, dass Gottes Haus ihm erlauben muss, so zu handeln, und dass Gottes Haus ihn wie ein kleines Baby verhätscheln sollte. Erst dann ist er innerlich zufrieden und hat das Gefühl, dass er es gut hat. Was ist das für eine Denkweise? Ist das jemand, der nach der Wahrheit strebt? Hat so jemand Vernunft? (Nein.) Menschen, die die Wahrheit verstehen, handeln vernünftig. Auf jeden Fall lösen sie zumindest eigenständig all die Probleme, die sie selbst lösen können, und belästigen Gott nicht mit einer Frage nach der anderen. Selbst wenn sie ein Problem nicht selbst lösen können, sollten sie gemeinsam mit den Brüdern und Schwestern, mit denen sie zusammenarbeiten, oder mit Menschen, die die Wahrheit verstehen, nach der Wahrheit suchen und Gemeinschaft halten. Auf diese Weise können sie das Problem lösen und einen Weg der Praxis finden. Ein Mensch mit Vernunft kann das; Menschen ohne Vernunft dagegen laufen Gefahr, leichtfertig Missetaten zu begehen. Wenn jemand Lebenseintritt hat, die Wahrheit versteht, sie praktizieren kann und in die Wahrheitsrealität eintreten kann und Gottes Worte sein Leben sind, würde er dann Gott gegenüber eine solche Haltung haben oder sich so verhalten? Würde er auf diese Weise mit Gott interagieren? (Nein.) Das würde er nicht, das steht fest. Was ist also mit Menschen los, die so handeln? Offensichtlich haben sie noch nie Lebenseintritt gehabt. Sie richten sich bei allem, was sie tun, ausschließlich nach ihren Interessen und Absichten, dennoch behaupten sie ständig: „Ich bin bereit, Gott treu zu sein, ich bin bereit, für Gott Dienst zu leisten, und ich bin bereit, für Gott zu sterben! Solange ich zu diesen Dingen bereit bin, bin ich jemand, der Gott liebt, und jemand, der Gott treu ist und sich Ihm unterwirft!“ Mit diesen Beteuerungen als Aushängeschild meinen sie, sie hätten Leben. Sie wissen wirklich nicht, wo ihr Platz im Universum ist! Ist das nicht eine Äußerungsform mangelnder Vernunft? (Ja.) Wenn jemand Vernunft besitzt, würde er dann diese „Bereitschaft“ als Leben betrachten? (Nein.) Warum nicht? (Weil er erkennt, dass er noch viele verdorbene Dispositionen hat, die nicht beseitigt sind, und dass er viele Wahrheiten noch nicht in die Praxis umsetzen kann. Er spürt, dass er Gottes Anforderungen nicht gerecht wird, und glaubt nicht, dass er Leben hat.) Das markanteste Merkmal eines Menschen mit Vernunft ist, dass er häufig über sich selbst nachdenken kann. Wenn er bei sich Probleme entdeckt, geht er mit diesen auf vernünftige Weise um, lernt, sie zu verstehen, und sucht die Wahrheit, um sie zu beseitigen. Nur ein solcher Mensch besitzt wahren Lebenseintritt. Menschen, die die Wahrheit verstehen, haben alle ein gewisses Maß an wahrer Selbsterkenntnis; sie alle können sich selbst zutreffend bewerten und einschätzen. Sie wissen genau, welches Kaliber sie haben, wie es um ihre Menschlichkeit steht, wie viel von Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen sie bereits in die Praxis umgesetzt haben und wie viel sie noch nicht in die Praxis umgesetzt haben. Sie stellen diese Überlegungen an und denken dann eingehend darüber nach. So gelangen sie zu diesen Erkenntnissen. Wenn sie zu diesen Erkenntnissen gelangt sind, denken sie: „Dass ein Mensch innerlich bereit ist, bedeutet noch nicht, dass er Leben hat. Es bringt nichts, einfach nur bereit zu sein; ich habe die Wahrheit noch nicht in die Praxis umgesetzt. Es gibt immer noch Verdorbenheit und Auflehnung in mir, und meine Menschlichkeit ist nicht besonders gut. Ich will mich immer mit anderen messen und bei allem, was ich tue, immer eigenmächtig und willkürlich handeln. Ich will nie Angelegenheiten mit anderen besprechen oder mit irgendjemandem zusammenarbeiten; ich will einfach selbst das letzte Wort haben. Ich sehe auf alle herab und respektiere niemanden. Das sind keine Äußerungsformen, die von Menschlichkeit zeugen, und auch keine Äußerungsformen, die zeigen, dass man die Wahrheit praktiziert!“ Sie nehmen Gottes Worte und die Erfahrungszeugnisse ihrer Brüder und Schwestern zum Maßstab, denken über sich selbst nach und lernen sich selbst kennen. So können sie zu diesen Ergebnissen gelangen und diese Erkenntnisse gewinnen. Wenn sie zu diesen Erkenntnissen gelangt sind, ziehen sie dann eine Schlussfolgerung über ihr Streben und ihre verschiedenen Äußerungsformen? (Ja.) Zu welcher Schlussfolgerung gelangen sie? (Dass sie noch keine Menschen sind, die nach der Wahrheit streben.) Sie erkennen, dass sie noch nicht zu den Menschen gehören, die nach der Wahrheit streben, dass sie die Wahrheit nicht verstehen und dass sie Gottes Anforderungen noch lange nicht gerecht werden. Sie erkennen, dass sie sich beim Tun ihrer Pflicht nur ein wenig angestrengt haben und die Wahrheit noch nicht in die Praxis umgesetzt haben. Zu diesem Schluss gelangen sie. Wird ihre Absicht, die Wahrheit zu praktizieren, dann nicht stärker? (Ja.) Wenn Menschen mit Gewissen und Vernunft durch Nachdenken zu diesen Ergebnissen gelangen, wird ihre Absicht, die Wahrheit zu praktizieren, stärker. Wenn ihnen etwas geschieht, denken sie darüber nach, welche aufsässigen Gedanken sie haben, welche irrigen und absurden Gedanken und Ansichten sie haben, welche verdorbenen Zustände sie haben und welche verdorbenen Dispositionen sie offenbaren, und wie sie sich gegen all das auflehnen und es beseitigen sollen. Nachdem sie über diese Dinge nachgedacht haben, suchen sie in Gottes Worten danach, was diese dazu sagen und wie der Mensch nach Gottes Anforderungen praktizieren soll, und sie suchen nach den Wahrheitsgrundsätzen. Wenn sie die Wahrheitsgrundsätze gefunden haben, wird ihre Absicht, die Wahrheit zu praktizieren, noch stärker. Sie kennen die von Gott geforderten Maßstäbe und wissen, wie sie konkret praktizieren sollen. Der Weg ist ihnen klar, und ihr nächster Schritt ist, die Wahrheit zu praktizieren.
Sagt Mir: Können Menschen ohne Rationalität über sich selbst nachdenken? (Nein.) Sie werden nie über sich selbst nachdenken. Sie glauben immer, dass sie, obwohl sie verdorbene Dispositionen besitzen, diese nie offenbart haben, dass sie immer recht haben und in jeder Hinsicht besser sind als alle anderen und dass sie sich noch nie geirrt und noch nie etwas falsch getan haben. Warum können sie so etwas glauben? Genau das bedeutet es, keine Rationalität zu besitzen. Menschen ohne Rationalität denken nicht über sich selbst nach und vergleichen sich auch nicht mit Gottes Worten. Sie vergleichen sich nicht mit Gottes Worten und können sich selbst nicht einmal einigermaßen zutreffend beurteilen oder einschätzen; auch fehlt ihnen eine entsprechende Selbsterkenntnis. Haben sie also die Absicht, die Wahrheit zu praktizieren? Diese Absicht kann bei ihnen gar nicht erst aufkommen. Werden sie dann die Wahrheit lieben? Werden sie vor Gott treten, um die Wahrheit zu suchen? Nein. Sie glauben, dass sie bereits alles getan haben, was sie tun sollten, genau wie Paulus sagte: „Ich habe den Glauben gehalten, ich habe den guten Kampf gekämpft.“ Sie haben sich gerade einmal ein wenig angestrengt und ziehen danach diesen Schluss über sich selbst – und suchen deshalb nicht nach der Wahrheit. Auf diese Weise charakterisieren sich Menschen ohne Rationalität selbst, und sie suchen nicht nach der Wahrheit. Können sie da die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Selbst wenn sie gelegentlich ein paar Vorschriften befolgen, alles nur der Form halber tun und es nach außen hin so aussieht, als würden sie die Wahrheit praktizieren, halten sie sich in Wirklichkeit lediglich an Vorschriften. Trotzdem glauben sie, dass sie die Wahrheit praktizieren. Ist das nicht Selbsttäuschung? Warum neigen die Menschen so sehr dazu, Vorschriften zu befolgen? Weil sie nicht gut darin sind, nach der Wahrheit zu suchen. Wenn sie nicht nach der Wahrheit suchen, können sie unmöglich die Wahrheitsgrundsätze verstehen und ebenso wenig den Weg der Praxis der Wahrheit verstehen. Deshalb halten sie sich bei allem, was sie tun, bloß an einige Vorschriften und machen alles nur der Form halber. Sie halten sich ganz offensichtlich nur an Vorschriften und behaupten trotzdem, die Wahrheit zu praktizieren. Das ist nur eine Fassade, nur Täuschung, und sie treiben Spielchen. Du hältst dich bloß an eine Vorschrift. Das ist wie bei Paulus: Er hat bei seiner Arbeit und beim Predigen sehr gelitten und einen hohen Preis gezahlt. Trotzdem tat er alles nur der Form halber und folgte nie Gottes Weg. Das heißt, er suchte niemals Gottes Absichten, wenn er etwas tat, nahm sich Gottes Worte nie zu Herzen, praktizierte nie nach ihnen und handelte einfach nach seinem eigenen Willen. Dann nutzte er sein Leiden und das, was er aufgewendet hatte, als Kapital, um von Gott eine Belohnung zu fordern: „Ich habe den Lauf vollendet, den ich laufen sollte. Gib mir die Krone; gib mir die Belohnung!“ Jemand fragte ihn: „Weißt du, wer der Herr Jesus ist?“ Er sagte: „Er ist Christus.“ Sie fragten ihn noch einmal: „Wer bist du dann?“ Er sagte: „Ich bin auch Christus.“ Kam damit nicht sein wahres Gesicht zum Vorschein? Zeigte er irgendwelche tatsächlichen Äußerungsformen des Praktizierens der Wahrheit? (Nein.) Menschen, die nie über sich selbst nachdenken, werden auch nie darauf kommen, die Wahrheit zu praktizieren. Sie haben kein Bewusstsein für das Praktizieren der Wahrheit und werden nie nach der Wahrheit suchen. Sie können den Weg der Praxis der Wahrheit nicht finden, geschweige denn verstehen, wie man die Wahrheit im Einzelnen praktiziert. Wenn solche Menschen also versuchen, einen Zeugnisartikel über ihre Lebenserfahrung zu schreiben, bringen sie selbst dann kein Wort zu Papier, wenn sie sich mit aller Kraft anstrengen. Sie wollen unbedingt angeben und unbedingt zeigen, was sie können, aber es gelingt ihnen nicht. Sie werden so nervös, dass sie in Schweiß ausbrechen, und trotzdem können sie nichts schreiben. Warum ist das so? Sie haben die Wahrheit nie praktiziert und nie den Prozess durchlaufen, die Wahrheit zu suchen und sie zu praktizieren. Sind das Menschen mit Lebenseintritt? (Nein.) Haben Menschen ohne Lebenseintritt Leben? Sie haben kein Leben. Worauf verlassen sie sich dann beim Tun ihrer Pflichten? (Sie verlassen sich auf ihren eigenen Willen und auf ihre eigenen Vorlieben.) Es stimmt, dass sie sich auf ihren eigenen Willen und auf ihre eigenen Vorlieben verlassen, aber sie fühlen sich trotzdem ungerecht behandelt und wollen diese Einschätzung nicht akzeptieren. Dann können wir es so ausdrücken: Worauf verlassen sie sich beim Tun ihrer Pflichten? Sie verlassen sich einfach auf Folgendes: „Ich bin bereit, die Wahrheit zu praktizieren und Gott zufriedenzustellen; ich bin bereit, Gott treu zu sein; ich bin bereit, mich der Wahrheit zu unterwerfen; ich bin bereit, den Weg zu gehen, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden; ich bin bereit, Buße zu tun und meine Fehler zuzugeben; ich bin bereit, nach der Wahrheit zu streben und den Weg der Errettung zu gehen.“ Solche Wünsche sind alles, worauf sie sich beim Tun ihrer Pflichten stützen, dieses „Ich bin bereit“. Das ist die Grundlage dafür, dass sie ihre Pflicht nach ihrem eigenen Willen tun. Sie glauben, mit ihrer „Bereitschaft“ alles ersetzen und alles erreichen zu können, doch für Gott ist ihre Bereitschaft keinen Pfennig wert. Warum? Gott sieht in dein Herz und weiß, dass du bereit bist, die Wahrheit zu praktizieren, und dass du bereit bist, nach der Wahrheit zu streben. Gott wartet darauf, dass du die Wahrheit praktizierst und Lebenseintritt hast. Doch Er sieht bei dir nie eine einzige konkrete Tat und auch keinen Lebenseintritt. Deshalb haben solche Menschen kein Leben; das steht fest. Menschen ohne Leben haben ein sehr auffälliges Merkmal: Sie haben Gott gegenüber immer dieselbe Haltung wie gegenüber einem Menschen. Sie überlegen ständig, wie sie gegen Gott ankämpfen und gegen Ihn intrigieren können, mutmaßen ständig, wie Gott sie sieht, und gehen mit Gott immer so um, als würden sie mit einem anderen Menschen oder einem Vorgesetzten interagieren. Sie haben kein gottesfürchtiges Herz, und sie haben keine Haltung der Unterwerfung unter Gott. Das ist das auffälligste Merkmal eines Menschen ohne Leben. In ihrem Herzen stellen sie ständig Mutmaßungen über Gott an: „Was denkst Du? Was bedeutet Dein Blick? Was bedeuten Dein Tonfall und der Klang Deiner Stimme? Sagst Du mir, dass ich es auf diese oder auf jene Weise machen soll?“ Sie suchen nicht nach den Wahrheitsgrundsätzen; sie haben keine Gottesfurcht, sondern begegnen Gott nur mit Argwohn und einer Abwehrhaltung und kämpfen gegen Ihn an. Ein Mensch ohne Leben kann niemals Gottesfurcht entwickeln. Deshalb hat er nicht einmal das grundlegendste Maß an Respekt vor dem menschgewordenen Gott. Wenn du betest, sagst du vielleicht jedes Mal „Gott, Gott“, und das mag sehr angenehm klingen. Nach außen hin mag es so erscheinen, als hättest du großen Respekt vor dem menschgewordenen Gott. In Wirklichkeit hast du aber keinen Lebenseintritt, und Gottes Worte sind nicht dein Leben. Wenn du also „Gott“ rufst, äußerst du lediglich ein Wort. Das bedeutet nicht, dass du Gottes Wesen und Seine Identität kennst oder Ihn wirklich als Gott behandelst. Es ist lediglich eine Anrede, wie die Bezeichnungen, mit denen du deine Eltern, Großeltern oder irgendeinen älteren Menschen ansprichst. Für dich ist „Gott“ nur eine respektvolle Anrede, denn in deinen Augen ist Gott nicht derjenige, den du anbetest, und du hast kein gottesfürchtiges Herz. Versteht ihr das? (Ja.) Erst wenn Gottes Worte zum Leben eines Menschen geworden sind, entsteht in ihm allmählich ein gottesfürchtiges Herz. Was zeigt euch diese Aussage? Ein gottesfürchtiges Herz entsteht, weil Gottes Worte in einem Menschen zu seinem Leben geworden sind; es entsteht nicht aus seinem Gewissen und seiner Vernunft. Gewissen und Vernunft zu besitzen, kann kein gottesfürchtiges Herz hervorbringen. Selbst wenn du ein guter Mensch bist, ein Mensch, der sich an Regeln hält, und ein Mensch, der arglos ist und sich an seinen Platz hält – wenn du keinerlei Erkenntnis über Gott hast oder nie Lebenseintritt hattest, dann bringst du Gott höchstens ein wenig Respekt, Zuvorkommenheit und Höflichkeit entgegen; das kann man nicht Gottesfurcht nennen. Die Gottesfurcht eines Menschen entsteht, weil Gottes Worte zu seinem Leben geworden sind. Denk deshalb nicht, dass eine bloße „Bereitschaft“ alles abdecken oder alles ersetzen kann. Für Gott ist deine Bereitschaft wertlos und hat kaum einen Wert. Manche Leute sagen: „Hast Du nicht darüber Gemeinschaft gehalten, dass der Mensch eine Haltung der Unterwerfung unter Gott haben sollte?“ Deine Haltung Gott gegenüber und deine subjektive Absicht – also das, wozu du bereit bist – sind zwei verschiedene Dinge. Eine Haltung der Unterwerfung unter Gott zu haben, ist die Rationalität, die du besitzen solltest; deine subjektive Absicht und deine Bereitschaft sind hingegen lediglich ein Wunsch oder ein Entschluss deinerseits. Entscheidend ist, dass du eines klar erkennst: Deine Bereitschaft kann dich möglicherweise auf den Weg der Errettung führen, und natürlich ist sie auch eine Voraussetzung dafür, dass du diesen Weg einschlagen kannst. Aber dass du bereit bist, die Wahrheit zu praktizieren, heißt nicht, dass du sie bereits praktiziert hast; es heißt auch nicht, dass du bereits in die Wahrheitsrealität eingetreten bist, und erst recht nicht, dass du die Wahrheitsrealität besitzt oder Lebenseintritt hast. Das heißt: Wenn du auf der Stufe der bloßen Bereitschaft, die Wahrheit zu praktizieren, stecken bleibst, kann man nicht sagen, dass du schon Leben hast. Wann also hast du wirklich Lebenseintritt? Wenn du die Wahrheit praktizieren kannst, dich selbst kennst und gemäß Gottes Anforderungen praktizieren kannst – nur das bedeutet es, wirklich Lebenseintritt zu haben. Du hast Lebenseintritt, weil sich durch dein Verständnis der Wahrheit deine Gedanken und Ansichten, deine Haltung Gott gegenüber und deine verdorbenen Dispositionen alle in unterschiedlichem Maße verändert haben. Deine Haltung Gott gegenüber und deine Haltung beim Tun deiner Pflicht sind korrigiert worden, und du lebst nicht mehr nach deinen verdorbenen Dispositionen oder nach irrigen und absurden Gedanken und Ansichten. Bei deiner Sicht auf Menschen und Dinge, deiner Lebensführung und deinem Handeln kannst du Gottes Worte als deine Grundlage und die Wahrheit als deinen Maßstab nehmen – nur das bedeutet, Leben zu haben. Habt ihr das Leben? Nur wenn du diese Realitäten besitzt, hast du Leben; ohne diese Realitäten hast du kein Leben. Was bist du für ein Mensch, wenn du kein Leben hast? Du bist eine Bestie, du bist ein Teufel, und du bist jemand, der des Satans ist. Worauf verlassen sich Menschen, die des Satans sind, beim Tun ihrer Pflichten? Sie verlassen sich auf ihre verdorbenen Dispositionen und verlassen sich auf ihr Verlangen nach Segnungen. Was ist das letztendliche Ergebnis? Sie handeln völlig hemmungslos und tun Unrecht; sie sind absolut unfähig, die Wahrheit zu praktizieren, können Gottes Weg nicht folgen und erst recht keine Errettung erlangen. Das ist das Ergebnis.
Wir haben gerade über einige Äußerungsformen von Menschen ohne Lebenseintritt Gemeinschaft gehalten. Manche Menschen hören das und sagen dann: „Wir haben also selbst nach all den Jahren, in denen wir an Gott glauben, immer noch keinen Lebenseintritt und weder die Wahrheit noch das Leben erlangt. Magst Du uns also in Deinem Herzen nicht und hast Du uns gründlich satt?“ Solche Menschen machen sich ständig Gedanken darüber, wie Ich sie beurteile. Ist dieses Verhalten richtig? (Nein.) Warum ist es nicht richtig? (Gott hält heute so viel Gemeinschaft mit uns, damit wir unseren wahren Zustand klar erkennen und deutlich sehen können, dass wir bis heute nicht den Weg des Strebens nach der Wahrheit eingeschlagen haben und beim Tun unserer Pflichten immer noch auf der Stufe des Schuftens sind. Dadurch können wir rechtzeitig zur Besinnung kommen und Buße tun. Außerdem können wir so den richtigen Weg finden, die Wahrheit zu praktizieren. Wenn wir nur darüber mutmaßen, wie Gott uns beurteilt und betrachtet, ohne zu versuchen, Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten zu verstehen, dann ist das eine Äußerungsform dafür, dass wir nicht nach der Wahrheit streben, und am Ende werden wir die Wahrheit noch immer nicht erlangen.) Du solltest dich nicht darum kümmern, wie Ich dich beurteile und welchen Eindruck Ich von dir habe, und deine Gedanken sollten sich auch nicht um diese Frage drehen. Das stimmt doch, oder? (Ja.) Du willst sogar, dass Ich dich mag und einen guten Eindruck von dir habe? Angesichts eures Verhaltens könnt ihr euch schon glücklich schätzen, wenn ihr es schafft, Mich nicht anzuwidern. Ob Ich euch mag, von wem Ich einen guten Eindruck habe und wen Ich schätze – dafür habe Ich Meine Grundsätze. Darum solltet ihr euch keine Gedanken machen, und das solltet ihr auch nicht wissen. Außerdem: Ganz gleich, welche Haltung Ich euch gegenüber im Gespräch zeige oder was Ich von einem einzelnen Menschen halte, Ich werde mich weder von Hitzköpfigkeit noch von Gefühlen leiten lassen, geschweige denn von Emotionen. Ich werde euch gerecht behandeln. Selbst wenn ihr euch sehr schlecht verhaltet, solltet ihr nicht negativ werden und euch nicht einschränken lassen. Konzentriert euch einfach darauf, die Pflicht, die ihr tun sollt, gemäß den Grundsätzen zu erfüllen, die Gottes Haus verlangt. Welchen Weg jeder von euch einschlagen kann, hängt davon ab, wonach ihr strebt und wofür ihr euch entscheidet. Natürlich hoffe Ich für Meinen Teil, dass jeder von euch nach der Wahrheit streben, die Wahrheit annehmen und den Weg der Errettung einschlagen kann. Insbesondere hoffe Ich, dass diejenigen unter euch, die sich abmühen, schwere Bürden schultern und wichtige Pflichten tun, diejenigen, die geistliches Verständnis besitzen und ein relativ gutes Kaliber haben, und diejenigen mit guter Menschlichkeit alle zu Menschen werden, die nach der Wahrheit streben, so bald wie möglich den Weg der Errettung einschlagen können und in allen Dingen die Wahrheit praktizieren und Lebenseintritt erlangen können. Wenn ihr aber nicht bereit seid, nach der Wahrheit zu streben und den Weg der Errettung zu gehen, werde Ich euch nicht zwingen; Ich werde euch nicht dazu nötigen. Das ist Meine Haltung. Ich weiß bei jedem von euch, welches Kaliber er hat und wonach er strebt, und Ich verstehe beides. Dazu habe Ich Meine eigene Meinung. Aber Ich werde jetzt keine Schlüsse über euch ziehen. Welchen Weg ihr geht und wie weit ihr kommen könnt, hängt von euren eigenen Entscheidungen ab. Gottes Haus hat Grundsätze für den Umgang mit Menschen. Wenn du gegen die Verwaltungsverordnungen verstößt, wird die Kirche gemäß den Grundsätzen mit dir verfahren, wie es sich gehört. Ich werde dich nicht in Schutz nehmen; selbst wenn Ich dich schätze, werde Ich dich nicht in Schutz nehmen. Auch wenn du dich früher sehr angestrengt hast, geschuftet, schwere Bürden geschultert und zuvor für einen bestimmten Bereich der Arbeit von Gottes Haus einen Beitrag geleistet hast: Wenn du gegen die Verwaltungsverordnungen verstößt, wird die Kirche mit dir verfahren, wie es sich gehört. Die Blasen an deinen Füßen hast du dir selbst erlaufen; den Weg, auf dem du gehst, hast du selbst gewählt. Das sind die Folgen davon, dass du den falschen Weg eingeschlagen hast. Für Mich ist es einfach, solche Angelegenheiten zu regeln. Ich habe beim Erledigen von allgemeinen Angelegenheiten mit einigen Menschen zu tun. Ihre Art, Dinge zu tun, ist ziemlich abstoßend und ziemlich widerwärtig, aber Ich kann trotzdem korrekt mit ihnen umgehen. Hör auf, ständig zu versuchen, Meine Gedanken zu erraten. Menschen, die ständig zwischen den Zeilen lesen und Meinen Gesichtsausdruck beobachten, ständig nachfragen, was Ich denke, und ständig darüber mutmaßen, ob Ich sie mag oder welchen Eindruck Ich von ihnen habe, rufen bei Mir die größte Abneigung hervor. Nichts widert Mich mehr an als solche Dinge. Stelle niemals Mutmaßungen darüber an, was Ich denke, sinne niemals darüber nach, wie Ich dich sehe und wie Ich dich beurteile, oder was Ich mit dir vorhabe und wie Ich mit dir verfahren werde. Mach dir darüber keine Gedanken und versuche auch nicht, darüber nachzusinnen. Je mehr du darüber nachsinnst, desto mehr widerst du Mich an. Ganz gleich, auf welches deiner Probleme Ich bei der Gemeinschaft über die Wahrheit hinweise: Ich tue das nicht, um dich völlig abzuschreiben, tue es nicht, um dich anzugreifen, und Ich tue es auch nicht, um dich zu verurteilen. Vielmehr will Ich dir helfen, deine Probleme zu lösen, damit du die Wahrheit verstehen kannst, einen Weg der Praxis findest und schließlich den Weg der Errettung einschlagen kannst. Deshalb solltest du dich nicht auf die Worte, die Ich verwende, oder auf Meinen Tonfall konzentrieren. Richte deine Aufmerksamkeit vielmehr auf den Inhalt dessen, was Ich sage, vergleiche dich selbst damit und prüfe, ob das, was Ich sage, dein Problem anspricht und ob es dein Problem lösen kann. Wenn Ich ein paar Worte mehr zu dir sage, dich schätze oder dir eine wichtige Position zuteile, dann werde nicht hochmütig. Manchmal sind die Worte, die Ich zu dir sage, sehr streng und sehr scharf. Selbst wenn du das Gefühl hast, dass Ich sehr zornig bin, darfst du nicht negativ werden. Ich tue das nicht, um dich anzugreifen; Ich gehe lediglich unparteiisch mit der Angelegenheit um und beurteile sie sachlich. Ich tue es, um klar und gründlich über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, nicht, um dir persönlich das Leben schwer zu machen. Ich halte über dein Problem Gemeinschaft, weil es einen Aspekt der Wahrheit oder einen Aspekt des Zustands der Menschheit betrifft. Wir müssen darüber Gemeinschaft halten, damit alle durch diese Angelegenheit Einsicht gewinnen und eine Lehre daraus ziehen können. Versuche nicht, Meine Gedanken zu erraten; wenn du das tust, setzt du deine Anstrengungen an der falschen Stelle ein. Versteht ihr das? (Ja.) Wenn du jeden Tag darüber nachsinnst, was Ich denke, wie Ich dich sehe und beurteile, welche Pläne Ich für dich habe und ob Ich gegen dich vorgehen oder dich leiden lassen werde – wenn du ständig über diese Dinge nachdenkst, ist das falsch und du setzt deine Anstrengungen an der falschen Stelle ein. Würde Ich gegen dich vorgehen wollen, müsste Ich das nicht persönlich tun; die Leiter und Mitarbeiter würden gemäß den Grundsätzen direkt mit dir verfahren. Gottes Haus hat Verwaltungsvorschriften, und die Kirche wird die vorgesehenen Verfahren gemäß den Grundsätzen einhalten und die Angelegenheit unparteiisch behandeln. Würde Ich gegen dich vorgehen wollen, würde Ich den Leitern und Mitarbeitern der Kirche sagen, sie sollen anhand deiner Äußerungsformen über die Wahrheit Gemeinschaft halten und das Problem lösen. Anschließend würde Ich sie gemäß den Grundsätzen mit dir verfahren lassen; das wäre sehr einfach. Deshalb musst du weder zwischen den Zeilen lesen noch Meinen Gesichtsausdruck beobachten. Du brauchst auch nicht auf Andeutungen in Meinen Worten zu achten und erst recht nicht auf Meinen Tonfall. Wenn du wirklich an Gott glaubst, wenn du glaubst, dass Gott das Innerste des Menschen genau prüft, und wenn du glaubst, dass Gott die Quelle der Wahrheit, des Weges und des Lebens ist, dann solltest du nicht solche Mutmaßungen über Mich anstellen oder so mit Mir umgehen. Versteht ihr das? (Ja.) Ich mag es nicht, wenn du auf diese Weise und mit dieser Einstellung mit Mir umgehst. Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass Ich dein Wesen, deine Menschlichkeit und deine verdorbenen Dispositionen verstehe. Aber wenn du verstehen willst, was Ich in Meinem Herzen denke, wie Ich dich betrachte und was Ich mit dir vorhabe, dann ist das falsch. Wisst ihr, worin euer Fehler liegt? (Wir haben die falsche Position eingenommen.) Das nennt man „die falsche Position einnehmen“. Wenn du mit Mir interagierst und dabei die falsche Position einnimmst, schwebst du in großer Gefahr. Du darfst diesen Weg auf keinen Fall einschlagen; wenn du es doch tust, bist du in Gefahr.
Wenn man an Gott glaubt, braucht man weder zwischen den Zeilen zu lesen und Gottes Gesichtsausdruck zu beobachten, noch sollte man Ihm gegenüber eine Abwehrhaltung einnehmen oder Argwohn hegen. Ist euch in euren Herzen klar, was ihr tun solltet und wie ihr handeln solltet? (Jetzt ist es uns etwas klarer. Wir sollten Gott gegenüber offen und ehrlich sein und uns eingehend mit den Worten befassen, die Gott kundtut, und mit den Wahrheiten, über die Er Gemeinschaft hält.) Das ist leicht gesagt, aber lässt es sich auch so leicht in die Praxis umsetzen? (Nein.) Wenn Ich die Zustände und Probleme einiger Menschen aufdecke und im Detail analysiere und dabei sanft spreche, geht das bei manchen Leuten zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus. Spreche Ich dagegen eindringlicher oder strenger, sind manche Menschen betrübt und werden negativ. Sie sagen: „Gott ist so zornig, wenn Er mit mir spricht. Er mag mich bestimmt nicht mehr und ist unzufrieden mit mir. Habe ich da nicht alle Hoffnung auf Errettung verloren? Gott will mich gar nicht mehr. Was hat es da noch für einen Sinn, zu leben? Da kann ich genauso gut sterben!“ Ist es richtig, das auf diese Weise zu verstehen? (Nein.) Würdet ihr so denken? (Nein.) Manche Menschen haben eine wirklich dicke Haut. Wie sehr sie auch entlarvt oder zurechtgestutzt werden, es ist ihnen egal. Egal, was du ihnen sagst, es macht ihnen innerlich nichts aus. Sie denken: „Du kannst sagen, was Du willst. Wenn ich es in meinem Herzen nicht annehme, kannst Du nichts dagegen tun. Du kannst mich zurechtstutzen, aber solange Du mich weder entfernst noch ausschließt, werde ich weder negativ noch schwach werden. Ich werde alles weiter so machen wie bisher. Ich werde die Wahrheit schlichtweg nicht praktizieren. Solange ich nichts Böses tue, was kannst Du mir schon anhaben?“ Das ist ein Problem. Wenn solche Leute die Wahrheit weder annehmen noch praktizieren, können sie dann noch Errettung erlangen? (Nein.) Wie du siehst, ist es wirklich schwer, mit Menschen umzugehen. Warum ist der Umgang mit Menschen so schwierig? Zum einen haben sie allerlei irrige und absurde Gedanken und Ansichten; zum anderen haben sie etwas, das ihnen zum Verhängnis wird: ihre verdorbenen Dispositionen. Irrige und absurde Gedanken und Ansichten führen dazu, dass du bestimmte Dinge auf eine irrige und absurde Weise verstehst und erfasst und ihnen gegenüber eine ebenso irrige und absurde Haltung einnimmst. Auf dieser Grundlage bringst du deine irrigen und absurden Gedanken und Ansichten auch noch durch deine verdorbenen Dispositionen zum Ausdruck, und so kommt ein Fehler zum anderen. Ist es nicht schwer, das in den Griff zu bekommen? (Ja.) Deine Ansichten und Haltungen sind an sich schon irrig und absurd, und trotzdem hältst du an ihnen fest, versuchst immer noch, dich zu erklären und zu rechtfertigen, und weigerst dich, die Wahrheit anzunehmen. Du wendest sogar gewisse Taktiken an und bringst alle möglichen Gründe und Ausreden vor, um dich reinzuwaschen und dich der Verantwortung zu entziehen. Wenn du zugleich noch an deinen irrigen und absurden Ansichten festhältst, offenbarst du damit nicht verdorbene Dispositionen? (Ja.) Verdorbene Dispositionen zu haben, ist schon sehr problematisch, und dennoch hältst du an irrigen und absurden Gedanken und Ansichten fest. Wird das Problem dadurch nicht noch schwerwiegender? Das zeigt, dass du in deinem Herzen verstockt und der Wahrheit abgeneigt sowie arrogant und verlogen bist und dass du dir bei allem, was du sagst, keine Blöße gibst. Ist so jemand nicht ein leibhaftiger Satan? (Ja.) Wenn du dich so verhältst, wirst du niemals die Wahrheit und das Leben erlangen. Wenn du, nachdem du das erkannt hast, deine irrigen und absurden Gedanken und Ansichten loslassen kannst und deine Vorgehensweise nicht mehr von ihnen leiten lässt, wenn du deine falsche Haltung änderst und die Probleme, auf die du stößt, gemäß Gottes Worten und auf die Art und Weise, die Gott den Menschen lehrt, ehrlich und aufrichtig mit einem gottesfürchtigen Herzen löst, dann hast du Lebenseintritt. Sobald du Lebenseintritt hast, sobald du dich gegen deine irrigen und absurden Gedanken und Ansichten aufgelehnt, sie überwunden und sie losgelassen hast und sobald du dich, während du die Wahrheit praktizierst und Lebenseintritt erlangst, gegen deine satanischen Dispositionen aufgelehnt, sie überwunden und sie losgelassen hast – was lebst du dann aus und was offenbarst du? Dinge, die mit den Wahrheitsgrundsätzen und mit Gottes Anforderungen im Einklang stehen. Was du auslebst, ist also das Leben der Wahrheit, das Gott verlangt. Ist das nicht so? (Ja, das ist es.) Was ist der Schlüssel, um Lebenseintritt zu erlangen? (Es reicht nicht aus, nur den Wunsch und die subjektive Absicht zu haben, die Wahrheit zu praktizieren; man muss tatsächliche Äußerungsformen des Praktizierens der Wahrheit aufweisen.) Auf der Ebene einer Glaubenslehre wissen und verstehen das alle, doch es in die Praxis umzusetzen, ist nicht so leicht; es ist schwierig. Das hängt bis zu einem gewissen Grad damit zusammen, ob die Menschlichkeit eines Menschen gut oder schlecht ist. Menschen mit Gewissen und Vernunft können die Wahrheit annehmen, deshalb fällt es ihnen weniger schwer, sie zu praktizieren; wenn sie sich anstrengen, können sie sie in die Praxis umsetzen. Menschen ohne Gewissen und Vernunft lieben die Wahrheit nicht, deshalb fällt es ihnen sehr schwer, sie zu praktizieren; sie sind dazu schlichtweg nicht in der Lage. Nur Menschen, die die Wahrheit praktizieren können, haben Lebenseintritt. Wenn sie die Wahrheit regelmäßig praktizieren, erlangen sie nach und nach Leben. Menschen, die die Wahrheit nicht praktizieren können, entfernen sich immer weiter vom Lebenseintritt und können kein Leben erlangen, korrekt? (Ja.) Dieser Aspekt der Wahrheit ist ganz einfach; das ist etwas, über das die Menschen in ihrem Alltag oft sprechen. Manche Menschen haben davon vielleicht schon ein wenig anschauliches Verständnis im Kopf, aber es fehlt ihnen noch an eigener Erfahrung und an Einsicht diesbezüglich. Wenn man sie bittet, über ihre Erkenntnis zu sprechen, können sie diese nicht deutlich erklären und auch nicht verständlich darlegen. Ist euch die Angelegenheit jetzt klar, nachdem wir auf diese Weise Gemeinschaft gehalten haben? (Ja.) Dann fasst sie zusammen: Gott prüft das innerste Herz des Menschen genau. Warum stellt Er den Menschen dann trotzdem auf die Probe? (Weil der Mensch Gottes Werk praktisch erfahren, seine eigenen verdorbenen Dispositionen kennenlernen und durch die von Gott bereiteten Umstände die Wahrheit als sein Leben erlangen muss. Im Rahmen dieses Prozesses arbeitet Gott auch die Wahrheit und Seine Worte in den Menschen ein. Im Laufe dieses Prozesses kämpft der Mensch immer wieder gegen seine verdorbenen Dispositionen an, verwirft immer wieder seine falschen Gedanken und Ansichten und wird allmählich fähig, sich gegen das Fleisch aufzulehnen und Gottes Worte zu praktizieren; letztendlich kann er die Wahrheit praktizieren und sie erlangen.) Dieser Prozess ist klar erklärt worden. Habt ihr das alle verstanden? (Ja.) Wenn man es so ausdrückt, scheint die Frage recht einfach. In Worten mag die Erklärung einfach erscheinen, aber bei der praktischen Umsetzung spielen viele Einzelheiten eine Rolle. So sieht die in Worte gefasste Theorie aus. Im Grunde haben wir über diese Frage nun klar und deutlich Gemeinschaft gehalten: Dass Gott den Menschen auf die Probe stellt, ist ein Prozess, in dem Gott Seine Worte in den Menschen hineinarbeitet, damit diese Worte zu seinem Leben werden; es ist eine Wirkungsweise Gottes und zugleich ein Prozess, den der Mensch erleben muss, um Errettung zu erlangen. Damit schließen wir unseren gemeinschaftlichen Austausch über dieses Thema ab.
Lasst Mich euch vom Verhalten einer Person erzählen, und ihr könnt zuhören und schauen, worin das Problem lag. In jenem Winter schneite es, und Ich sagte den Leuten, sie sollten den Schnee schippen. Jemand fragte, ob man den Schnee von Hand schippen oder mit einer Maschine räumen sollte. Ich sagte: „Wenn der Schnee zu hoch liegt, benutzt eine Maschine; wenn die Leute ihn selbst schippen können, dann benutzt keine Maschine.“ Obwohl Ich ihm nicht sagte, ab welcher Schneehöhe eine Maschine eingesetzt werden sollte oder unter welchen Voraussetzungen die Leute den Schnee schippen sollten, so hatte Ich ihm doch den Grundsatz erklärt. Aber er verstand den Grundsatz einfach nicht und wusste schlichtweg nicht, wie er den Schnee schippen sollte. Sagt Mir: Waren Meine Worte nicht leicht zu verstehen? Wenn man euch bitten würde, das umzusetzen, wie würdet ihr das tun? (Zuerst würde ich prüfen, wie hoch der Schnee liegt, und dann je nach der tatsächlichen Situation entscheiden.) An manchen Stellen lag der Schnee einen Meter hoch, an anderen nur rund 15 Zentimeter. Was würdest du tun? (Wenn der Schnee an den meisten Stellen weniger als 15 Zentimeter hoch liegt, sollten die Leute ihn schippen; an den paar einzelnen Stellen kann man eine Maschine einsetzen, um den Schnee zu räumen.) Was haltet ihr von diesem Grundsatz? (Er ist angemessen.) Manche Leute wissen nicht einmal, wie sie so eine einfache Sache umsetzen sollen. Was bedeutet es, nicht zu wissen, wie man so etwas umsetzt? Es bedeutet, nicht einmal zu wissen, wie man mit gewöhnlichen Situationen umgeht. Als der Schnee rund drei Zentimeter hoch lag, fragte er: „Sollen wir rausgehen und den Schnee schippen? Sollen die Leute ihn schippen, oder sollen wir eine Maschine benutzen?“ Ich sagte: „Ihr könnt den Schnee erst schippen, wenn es aufgehört hat zu schneien. Wenn der Schnee so hoch liegt, dass die Leute ihn nicht mehr schippen können, benutzt eine Maschine, um ihn wegzuräumen. Das ist der Grundsatz.“ Er sagte, er habe es verstanden. Als der Schnee fünf Zentimeter hoch lag, kam er wieder und fragte, ob er geschippt werden sollte, und Ich wiederholte den Grundsatz noch einmal. Als der Schnee rund 20 Zentimeter hoch lag, kam er erneut, um zu fragen. Sagt Mir: Hat dieser Mensch irgendein Maß an Kaliber? (Nein.) Ich habe den Grundsatz mehrmals erklärt, aber er verstand ihn nicht und fragte immer wieder, was zu tun sei. Er verstand einfach nicht, wann der Schnee geschippt werden sollte, unter welchen Voraussetzungen die Leute ihn schippen sollten oder unter welchen Voraussetzungen eine Maschine eingesetzt werden sollte. Wie schlecht muss sein Kaliber denn sein? Wie viel mehr müsste man einem solchen Menschen denn noch erklären, wenn man ihm Arbeit zuteilt, bis er es versteht? Ein solcher Mensch kann nichts klar erkennen. Was war also das Problem mit seinem Verhalten? Hat er verstanden, was Ich sagte? (Er hat es nicht verstanden; er hielt sich an Vorschriften.) Wenn er sich an Vorschriften gehalten hätte, hätte er schleunigst den Schnee schippen müssen. Egal, ob er Leute zum Schneeschippen eingeteilt oder eine Maschine eingesetzt hätte, er hätte zumindest eine der beiden Vorgehensweisen befolgen müssen. Aber hat er sich an eine davon gehalten? Er ging nicht den Schnee schippen, sondern fragte immer wieder, ob der Schnee geschippt werden sollte und ob die Leute ihn schippen sollten oder eine Maschine eingesetzt werden sollte. Warum fragte er immer wieder, statt etwas zu tun? (Eigentlich wollte er eine Maschine zum Schneeschippen benutzen, aber er wollte die Entscheidung nicht selbst treffen; er wartete nur darauf, dass Gott die Anweisung gab.) Er wartete darauf, dass Ich die Anweisung gab. Ließ diese Haltung irgendeine Absicht erkennen, sich zu unterwerfen? (Nein.) Sehen wir uns zuerst an, ob er den Grundsatz, den Ich erklärt hatte, verstehen konnte. Hat er verstanden, was Ich sagte? (Nein.) Er hat es nicht verstanden. Er wollte einzig und allein, dass Ich ihm direkt sage, was er tun und was er nicht tun soll und wie er es tun soll. Nur solche Aussagen konnte er verstehen; Grundsätze konnte er einfach nicht verstehen. Nachdem er den Grundsatz gehört hatte, war er völlig verwirrt, als würde er ein Buch aus dem Himmel lesen, das kein einziges Wort enthält, und alles war ihm ein Rätsel. Er konnte den Grundsatz nicht verstehen und wusste nicht, was er tun sollte. Wenn es also darum ging, den angehäuften Schnee wegzuräumen, fiel ihm nichts anderes ein, als immer wieder zu fragen, ob die Leute ihn schippen oder eine Maschine eingesetzt werden sollte. Sagt Mir: Fühlt ihr euch nicht unwohl und verärgert, wenn ihr mit einem solchen Menschen zu tun habt? (Ja, das ärgert mich und ist sehr ermüdend.) Wie ist es, mit einem solchen Menschen zu tun zu haben? Beschreibt es. (Es ist ein bisschen so, als würde man gegen eine Wand reden; egal, was man sagt, er versteht es nicht.) Wenn man mit einem solchen Menschen redet, ist das dann nicht so, als hätte man es mit einem drei- bis fünfjährigen Kind zu tun? Ist das nicht so, als würde man mit einem Tier reden? (Ja.) Also, sagt Mir: Ist es anstrengend, wenn man mit einem solchen Menschen zu tun hat? Macht euch das zornig? (Ja, das macht mich zornig.) Es ist frustrierend und erschöpfend, mit solchen Menschen zu tun zu haben. Wie sollte man also mit einem solchen Menschen umgehen? Schickt ihn einfach sofort weg, dann hat sich die Sache erledigt. Setzt jemanden ein, der diesen Grundsatz verstehen und, nachdem er ihn gehört hat, in die Praxis umsetzen, die Aufgabe gemäß diesem Grundsatz ausführen und die Angelegenheit bewältigen kann. Es ist sinnlos, einem Menschen, der diesen Grundsatz nicht verstehen kann, etwas zu sagen. Wie du es ihm auch erklärst, er wird es trotzdem nicht verstehen und dich wie ein Dummkopf unablässig mit Fragen löchern. So jemand hält diese Art zu fragen sogar für sehr vernünftig und denkt: „Schau her, gehe ich bei dieser Arbeit nicht wirklich exakt und sehr gewissenhaft vor? Als der Schnee rund drei Zentimeter hoch lag, habe ich umgehend gefragt, ob er geschippt werden sollte, und als er fünf Zentimeter hoch lag, habe ich keinen Augenblick gezögert und sofort noch einmal nachgefragt. Schau her, ich handle nicht unüberlegt. Lege ich nicht Unterwerfung und Treue an den Tag? Handle ich nicht verantwortungsbewusst? Ich frage umgehend nach und gebe rechtzeitig Rückmeldung, ohne auch nur die geringste Verzögerung zu verursachen!“ Hält er nicht ziemlich viel von sich? (Ja.) Was wird er denken, wenn du ihn wegschickst? Er wird sich allen Ernstes ungerecht behandelt fühlen und denken: „Ich habe mir wegen dieser Sache so viele Sorgen gemacht und so viel Mühe auf mich genommen! War das etwa leicht für mich? Wie kann es sein, dass ich am Ende weggeschickt wurde?“ Würde er es innerlich annehmen? (Nein.) Das Kaliber eines solchen Menschen ist zu schlecht. Davon, dass er die Wahrheitsgrundsätze nicht begreifen kann, mal ganz zu schweigen: Selbst die Grundsätze für die Erledigung einer gewöhnlichen Aufgabe sind für ihn unverständlich und übersteigen seine Fähigkeiten. Er hat nicht den IQ eines normalen Menschen; wie sollte er dann die Wahrheit begreifen können? Ihn wegzuschicken, entspricht eigentlich den Grundsätzen, aber das versteht er nicht und er fühlt sich sogar ungerecht behandelt und gekränkt. Ein solcher Mensch kann nicht einmal bei kleinen Angelegenheiten die Grundsätze erfassen. Ist er dann größeren Angelegenheiten, Angelegenheiten, die die Wahrheit betreffen, gewachsen? (Nein.) Erst recht nicht. Manche Menschen, die die Wahrheit nicht verstehen können, können also auch die Wahrheitsgrundsätze nicht begreifen. Können solche Menschen die Wahrheit in die Praxis umsetzen? (Nein.) Manche Leute sagen: „Nach dem, was Du da sagst, zu urteilen, bedeutet das dann nicht, dass ein solcher Mensch keine Errettung erlangen kann, weil er die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzen kann?“ Ist das so? Was solltest du tun, wenn du die Wahrheitsgrundsätze nicht begreifen kannst? Es gibt einen einfachen Weg, der es dir ermöglicht, deine Pflicht ganz bis zum Schluss auszuführen. Wenn du die Wahrheitsgrundsätze nicht begreifen kannst, dann halte dich an eine Vorschrift: Bei der Ausführung deiner Pflicht musst du ein ehrliches und aufrichtiges Herz haben, musst dich auf dein Gewissen und deine Vernunft verlassen, um das, was du tun kannst, so gut wie möglich zu erledigen, und darfst auf keinen Fall Spielchen spielen. Da dein Kaliber ohnehin schon sehr schlecht ist und dir die Fähigkeit fehlt, die Wahrheit zu verstehen, ist es dann nicht von teuflischer Natur, wenn du bei der Ausführung deiner Pflicht nach wie vor überhaupt kein aufrichtiges Herz hast und weiterhin Spielchen spielst? Ein solcher Mensch ist erledigt. Was bedeutet es also, bei der Ausführung seiner Pflicht ein aufrichtiges Herz zu haben? Es bedeutet, dass du so viel tust, wie du tun kannst. Nehmen wir das Schneeschippen als Beispiel. Nach dem vorgegebenen Grundsatz sollen die Leute den Schnee schippen, wenn sie es selber tun können, und eine Maschine benutzen, wenn nicht. Wenn du siehst, dass rund drei Zentimeter Schnee gefallen sind, und nicht weißt, ob er von Hand geschippt oder mit einer Maschine geräumt werden soll, kannst du erst einmal anfangen, ihn selbst zu schippen, und erst dann eine Maschine einsetzen, wenn du es von Hand wirklich nicht schaffst. Auch wenn du nicht weißt, ob das richtig ist, tust du es mit all deiner Kraft, ohne zu tricksen oder nachlässig zu werden. Selbst wenn sich deine Mühe als nutzlos erweist, ist dein Herz vor Gott zumindest aufrichtig. Wenn Gott sieht, dass du ein aufrichtiges Herz hast und du bei der Arbeit nicht getrickst hast, nicht nachlässig warst und keine Spielchen mit Ihm gespielt hast, wird Gott dein gutes Verhalten annehmen. Wenn du aber trickst, bei der Arbeit nachlässig bist und Spielchen mit Gott spielst, wird Gott dich verabscheuen, und wenn du nicht Buße tust, wird Gott dich verurteilen und ausmustern. Welche Äußerungsformen gibt es beispielsweise, wenn jemand Spielchen mit Gott spielt? Du denkst bei dir: „Ich verstehe den Grundsatz nicht, der gerade erklärt wurde. Es sind rund drei Zentimeter Schnee gefallen. Soll er nun von Hand geschippt oder mit einer Maschine geräumt werden? Wenn er nicht von Hand geschippt werden sollte und ich es trotzdem tue, bedeutet das nicht, dass ich zusätzliche Mühe aufwenden muss? Wenn ich eine Maschine einsetze, der Schnee aber womöglich gar nicht so hoch liegt und von Hand geschippt werden sollte – würde man mir dann nicht vorwerfen, dass ich die Maschine unbedacht benutzt und Treibstoff verschwendet habe? Ich darf auf keinen Fall unbedacht handeln. Wenn ich das tue, wäre vielleicht nicht nur all meine Mühe umsonst, sondern ich würde auch noch getadelt. Vielleicht würde ich sogar zurechtgestutzt und müsste für die Verluste aufkommen. Ich muss eine klare Antwort bekommen, bevor ich handle.“ Solche Berechnungen gehen dir durch den Kopf. Wie nennt man das? (Hinterlist.) Das sind Spielchen mit Gott. Als dieser Mensch solche Spielchen trieb, wirkte er nach außen hin vielleicht so, als würde er sich unterwerfen, und gab vor, nach Antworten zu suchen und nicht unbedacht zu handeln. In Wirklichkeit aber hatte er Hintergedanken. Die Menschen konnten das nicht erkennen, aber Gott hatte schon längst gesehen, dass dieser Mensch nicht arglos war. Er wollte nicht arbeiten, also suchte er ständig nach Vorwänden, um Fragen zu stellen. Er verbarg seine Absicht unter dem Deckmantel einer Form guten Verhaltens. Wenn jemand auf diese Weise Spielchen spielt und hinterlistig handelt, ist das in Gottes Augen eine Verfehlung. Versteht ihr das? (Ja.) Ist euch jetzt also klar, wie ihr praktizieren solltet? Auch wenn du die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehst, solltest du keine Spielchen mit Gott spielen. Du solltest sagen: „Ich denke verworren, mein Kaliber ist schlecht und ich kann die Wahrheitsgrundsätze nicht begreifen. Also werde ich etwas Praktisches tun: Ich werde mich ein bisschen mehr anstrengen und selbst ein bisschen mehr tun. Wenn ich müde bin, ruhe ich mich eine Weile aus und arbeite dann weiter.“ Selbst wenn sich am Ende jemand darüber beschwert, dass die Mühe, die du dir gemacht hast, unnötig und vergeblich war, wird Gott sehen, dass du ein aufrichtiges und ehrliches Herz hast. Gott wird dich anerkennen, und du wirst keine Verfehlung begangen haben. Ist es leicht, das zu erreichen? (Ja, das ist es.) Das ist der einfachste Grundsatz der Praxis. Obwohl er einfach ist, ist zu befürchten, dass du es vielleicht nicht schaffst, ihn in die Praxis umzusetzen. Menschen, die die Wahrheit verstehen, haben Methoden, um alles zu bewältigen, womit sie konfrontiert werden, und sie haben Grundsätze dafür, wie sie mit Menschen jeder Art umgehen: Für den Umgang mit törichten Menschen haben sie Grundsätze dafür, wie sie mit ihnen umgehen sollen, und für den Umgang mit bösen Menschen haben sie Grundsätze dafür, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Wenn du die Wahrheit verstehst, sie aber nicht praktizierst und stattdessen Spielchen spielst, stellt das eine Verfehlung dar. Wenn du ein aufrichtiges Herz hast und einen Grundsatz, sobald du diesen verstanden hast, entsprechend in die Praxis umsetzen kannst, ohne vor Gott eine Verfehlung zu begehen, dann wird das, was du tust, von Gott angenommen werden. Was ist hier der entscheidende Punkt? (Keine Spielchen zu spielen und zunächst gemäß dem zu praktizieren, was wir verstehen können.) Spiele keine Spielchen; habe Gott gegenüber ein aufrichtiges Herz. Und gehe zudem mit aufrichtigem Herzen an die Arbeit, die Aufgaben und die Mission heran, die Gott dir gibt. Praktiziere all das, was du verstehst. Selbst wenn du etwas nicht verstehst, kannst du dich immer noch an den grundlegenden Sinn von Gottes Worten halten; selbst wenn du Vorschriften befolgst, musst du dennoch an diesem grundlegenden Sinn von Gottes Worten festhalten. Korrekt? (Ja.) Worin besteht hier der Grundsatz? Was ist der von Gott geforderte Maßstab für den Menschen? Gottes Anforderungen an den Menschen sind nicht hoch: Du musst ein aufrichtiges Herz haben. Obwohl Gott Menschen abstoßend findet, die die Grundsätze nicht verstehen und ein schlechtes Kaliber haben, und sie nicht mag, wird Er dich, wenn du ein aufrichtiges Herz hast, dennoch annehmen und fair mit dir umgehen. Wenn du kein aufrichtiges Herz hast und ständig Spielchen mit Gott spielst, wird Gott dich, ganz gleich, wie gut dein Kaliber oder wie hoch dein Auffassungsvermögen ist, dennoch verabscheuen, und Er wird die Verfehlungen, die du begehst, aufzeichnen. Versteht ihr das? (Ja.) All das sind Dinge, denen man im täglichen Leben häufig begegnet. Ihr solltet jetzt einen Weg haben, solche Dinge zu betrachten, nicht wahr? (Ja.) Damit schließen wir unseren gemeinschaftlichen Austausch über diesen Aspekt hier ab.
Wir haben bereits ziemlich viel zum Thema „Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott“ Gemeinschaft gehalten. Wir haben auch ausführlich darüber Gemeinschaft gehalten, wie man Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott loslässt und wie man sie ausräumt. Mit diesen Punkten und Themen als Grundlage wollen wir zum Abschluss darüber Gemeinschaft halten, wie man ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht. Natürlich bezieht sich das in der gegenwärtigen Phase auf ein stilles Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott. Ist es leicht, ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen? (Nein, das ist es nicht.) Was braucht man, soweit ihr das verstehen könnt, mindestens, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen? Welche Voraussetzungen muss man in Bezug auf Kaliber, Menschlichkeit, Streben, den Weg, den man geht, und so weiter erfüllen, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen? (Was das Kaliber betrifft, muss man Auffassungsvermögen besitzen; was die Menschlichkeit betrifft, muss man zumindest Gewissen und Vernunft haben; und man muss auch einige Wahrheiten verstehen können. Nur dann kann man ein stilles Einvernehmen mit Gott erreichen.) (Um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen, muss man erstens ein aufrichtiges Herz haben und Gott gegenüber aufrichtig sein. Außerdem muss man Kaliber besitzen und Gottes Absichten und Seine Anforderungen an den Menschen verstehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass die eigenen Ansichten und die Sichtweisen hinter dem eigenen Streben mit denen Gottes vereinbar sein müssen. Nur dann wird es einem leichtfallen, ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen.) Sonst noch etwas? (Mir fällt noch ein Aspekt ein: Weil Gott sehr aufrichtig ist, wenn Er zu den Menschen spricht, müssen die Menschen ebenfalls eine aufrichtige Haltung haben, wenn sie ein stilles Einvernehmen mit Gott erreichen wollen.) Das ist ein weiterer Aspekt – oder zumindest eine Sichtweise. Wie man ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht, ist ein sehr weitreichendes Thema. Es ist auch ein sehr tiefgehendes Thema. Mit euch über dieses Thema Gemeinschaft zu halten, ist so, als würde man mit Kindergartenkindern Universitätskurse durchnehmen. Nach dem zu urteilen, was ihr gerade an Erkenntnis gezeigt habt, haben viele von euch in dieser Hinsicht überhaupt keine Ahnung. Das bestätigt einmal mehr, wie viel euch noch fehlt: Ihr versteht diesen Aspekt der Wahrheit nicht, ihr habt noch nie über dieses Thema nachgedacht und ihr könnt es nicht begreifen. Wie man ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht, ist das letzte Thema in Bezug auf das Loslassen von Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott. Es ist ein sehr wichtiges Thema. Stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen, ist ein Ziel, das man letztendlich beim Folgen des menschgewordenen Gottes erreichen kann, und es ist zudem ein Ausdruck der Lebensessenz, die man ausleben kann, wenn man an Gott glaubt und die Wahrheit als sein Leben erlangt. Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott loszulassen, bedeutet nicht einfach nur, keine Auffassungen über Gott zu haben. Dieser Aspekt der Wahrheit umfasst viele Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott, und er umfasst auch die verschiedenen Haltungen der Menschen Ihm gegenüber, die unterschiedlichen Arten, wie sie Ihn verstehen, und die verschiedenen Arten und Weisen, wie sie im Umgang mit Ihm praktizieren. Das beste Ergebnis, das sich letztlich erzielen lässt, wenn man diesen Aspekt – das Loslassen von Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott – in die Praxis umsetzt, besteht darin, dass die Menschen ein stilles Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott haben. Die Formulierung „ein stilles Einvernehmen haben“ ist ein menschlicher Ausdruck. In unserer üblichen Ausdrucksweise bedeutet das, mit Gott im Einklang zu sein und mit Gott vereinbar zu sein. Doch wenn man die Größe des Menschen, seine Eigenschaften und sein Wesen bedenkt und alle Aspekte seines Hintergrunds und seiner Voraussetzungen betrachtet, ist es für den Menschen tatsächlich völlig unmöglich, den Punkt zu erreichen, an dem er mit Gott im Einklang ist, oder den Punkt zu erreichen, an dem er mit Gott vereinbar ist. Den Ausdruck „mit Gott vereinbar sein“ zu verwenden, wäre daher etwas unrealistisch und auch etwas gehaltlos und nicht objektiv. Deshalb habe Ich gründlich darüber nachgedacht und festgestellt, dass der Begriff „stilles Einvernehmen“ objektiver und angemessener ist und als relativ zutreffend gelten kann. Korrekt? (Ja.) Beim Loslassen von Auffassungen und Vorstellungen über den menschgewordenen Gott wird letztlich nicht verlangt, dass man mit Gott vereinbar wird. Weil sich das Leben des Menschen und das Leben Gottes ihrem Wesen nach unterscheiden und weil der Mensch in jeder Hinsicht Probleme hat, kann der Mensch unmöglich mit Gott vereinbar sein. Es wird nur eines verlangt: Man muss ein stilles Einvernehmen mit Gott erreichen. Was ist mit diesem stillen Einvernehmen gemeint? Dass du, was auch immer geschieht, auf derselben Seite wie Gott stehen, dieselbe Perspektive annehmen, dieselben Gedanken und Ansichten wie Er haben und dieselben Maßstäbe wie Er anwenden kannst, um jeden Menschen, jedes Ereignis und jede Sache zu betrachten, zu verstehen und damit umzugehen. Diese Maßstäbe stehen mit den Wahrheitsgrundsätzen im Einklang. Das bezeichnet man als „stilles Einvernehmen“. Einfach ausgedrückt bedeutet ein stilles Einvernehmen, dass man weiß, was der andere denkt, ohne dass einer von beiden etwas sagt, und dass man in Bezug auf dieselbe Sache dieselbe Ansicht vertritt, ohne dass man sich mit Worten verständigen muss. Wie kann man ein stilles Einvernehmen noch beschreiben? (Auf derselben Wellenlänge sein.) Richtig, auf derselben Wellenlänge sein. Auch wenn die beiden Parteien nicht in derselben Region oder im selben Raum leben, haben sie dieselben Gedanken und Ansichten, denselben Standpunkt und dieselbe Perspektive sowie dieselbe Haltung gegenüber allen Dingen. Deshalb können sie, ohne miteinander kommunizieren oder auch nur ein Wort austauschen zu müssen, bei jedem Problem zu denselben Methoden und Vorgehensweisen gelangen und bei dessen Bewältigung auch dieselben Ziele und Zwecke verfolgen. Das bezeichnet man als „stilles Einvernehmen“. Es ist so, als wären die beiden auf derselben Wellenlänge, wie man so schön sagt. Wenn man mit Gott auf derselben Wellenlänge sein kann, nennt man das „stilles Einvernehmen“. Was braucht man, um ein stilles Einvernehmen mit Gott – oder zumindest mit dem menschgewordenen Gott – zu erreichen? Ihr habt gerade einiges dazu gesagt. Einige von euch haben es treffender ausgedrückt, andere haben nicht ganz ins Schwarze getroffen. Diejenigen, die es treffend ausgedrückt haben, können darauf hoffen, ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen.
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen? Erstens muss man wahren Glauben besitzen. Ist das wichtig? (Ja.) Genauer gesagt bedeutet wahrer Glaube, dass man echten Glauben an Gott hat. Das heißt, du erkennst an, dass Er der Schöpfer ist, glaubst, dass Er über alle Dinge herrschen kann, und verstehst, welche Haltung Er gegenüber der Menschheit und welche Er gegenüber allen Ereignissen und allen Dingen hat. Du hast in deinem Herzen ein gewisses Gespür für das, was Er sagt und tut, für Sein Wesen, Seine Identität, Seine Allmächtigkeit, Seine Macht und Seine Autorität und so weiter, und du hast darüber auch eine gewisse Erkenntnis. Das ist wahrer Glaube. Das betrifft den Glauben an sich. Doch dieser Glaube besteht nicht nur darin, mit Worten anzuerkennen, dass der menschgewordene Gott der Schöpfer ist und dass Er Gott ist; es reicht auch nicht, lediglich Seine Identität, Seinen Status und Sein Wesen anzuerkennen und zu erkennen. Vielmehr geht es darum, Seine Identität, Seinen Status und Sein Wesen grundlegend oder tiefgehend zu verstehen und zu kennen. Das ist wahrer Glaube. Erst wenn dein Verständnis, deine Erkenntnis und deine Erfahrung echt und grundlegend sind, kannst du echten Glauben an den Schöpfer haben. Das ist eine der Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen. Eine weitere Voraussetzung ist ein aufrichtiges Herz. Ein aufrichtiges Herz zu haben, bedeutet, dass du Gott gegenüber von Herzen aufrichtig bist. Du glaubst nicht wirrköpfig an Gott und folgst Ihm auch nicht auf wirrköpfige Weise, und du machst das Ganze nicht bloß zum Spaß. Dein Glaube an Gott und die Art, wie du Ihm folgst, sind nicht damit vergleichbar, wie du mit einem gewöhnlichen Menschen umgehen würdest. Es handelt sich auch nicht um religiösen Glauben, nicht um ein Ritual, nicht um eine Huldigung, geschweige denn um Verehrung. Du hast vielmehr ein aufrichtiges Herz. Ein aufrichtiges Herz zu haben, bedeutet, dass du zumindest in der Lage sein musst, Gott ausnahmslos alles darzubringen; das ist das Allermindeste, wozu du bereit sein musst. Wenn Gott dir sagt, du sollst sterben, machst du dir Gedanken wie diese: „Gott hat mir gesagt, dass ich sterben soll, also werde ich sterben. Auch wenn ich es innerlich nicht will, muss ich mich Gott dennoch darbringen.“ Das ist die Art von aufrichtigem Herzen, die du haben musst. Außerdem kannst du dich Ihm unterwerfen, ohne mit Ihm zu feilschen, und zwar unabhängig davon, was Gott von dir verlangt, was Er von dir dargebracht haben möchte oder was Er dir aufträgt; deine Haltung Gott gegenüber ist ernsthaft und aufrichtig. Auch wenn du verdorbene Dispositionen hast und noch viele Auffassungen und Vorstellungen über Gott hegst, ist zumindest dein Herz aufrichtig, und du bist Gott gegenüber aufrichtig. Gott gegenüber ein aufrichtiges Herz zu haben, ist die zweite Voraussetzung, die man erfüllen muss, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen.
Wenn man ein stilles Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott erreichen will, muss man neben diesen beiden Voraussetzungen – wahrem Glauben und einem aufrichtigen Herzen – noch eine dritte erfüllen: Man muss auf Gott bedacht sein. Der Ausdruck „auf Gott bedacht sein“ ist etwas abstrakt. Was bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein? Es bedeutet, dass das, was Gott sagen möchte, das, was Gott tun möchte, das, was Gott beunruhigt und worüber Er sich Sorgen macht, und das, worüber Gott sich freut, dir alles zu Herzen gehen und deine Stimmung und deine Gefühle beeinflussen kann. Du kannst über das nachdenken, worüber Gott nachdenkt, und dich um das sorgen, worüber Gott sich Sorgen macht. Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Wenn du den Sinn dessen erkennst, was Gott sagt, und jede Seiner Handlungen wahrnimmst, kannst du Gottes Herz verstehen, bereitwillig und aus eigenem Antrieb mit Gott zusammenarbeiten, alles tun, was in deiner Macht steht, und die Pflicht erfüllen, die du erfüllen solltest. So kannst du Gottes Herz zufriedenstellen und Ihm Trost spenden. Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Zudem kannst du auch Gottes Anforderungen annehmen und dich ihnen unterwerfen und damit Gott zufriedenstellen. Du hast den Wunsch, Gottes Willen zu befolgen, und kannst von dir aus mitwirken. Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Wenn du zum Beispiel Gottes Worte liest: „Wer kann Meine Schafe weiden? Wer ist Mein Petrus? Wer ist derjenige, der Meinen Willen befolgt?“, dann berühren dich diese Worte Gottes. Nachdem du diese Worte Gottes gehört hast, kannst du Seine Besorgnis und Seinen Kummer spüren. Es bewegt dein Herz, und du wirst dir Gottes Worte zu Herzen nehmen und über sie nachsinnen. Wann immer du diese Worte Gottes siehst, wirst du davon gerührt sein. Diese Worte Gottes werden einen Platz in deinem Herzen einnehmen, und du wirst den Wunsch haben, Gott zufriedenzustellen, Seine Absichten zufriedenzustellen und Ihm Trost zu spenden. Bedeutet das, auf Gott bedacht zu sein? (Ja.) Ein weiteres Beispiel: Gott sagt: „Ich möchte auf der Erde eine Gruppe von Menschen gewinnen, die Meinen Absichten entsprechen.“ Du sinnst in deinem Herzen darüber nach: „Gott möchte auf der Erde eine Gruppe von Menschen gewinnen, die Seinen Absichten entsprechen. Wie tut Gott das? Mit welchen Mitteln wird das erreicht? Wie sollte ich mitwirken, um Gott zufriedenzustellen?“ Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Du musst dir darüber im Klaren sein, wie du Gottes Werk erfahren solltest, um ein Mensch zu werden, der Gottes Absichten entspricht, und wie du nach der Wahrheit streben und wie du die Wahrheit praktizieren solltest, um von Gott perfektioniert zu werden und schließlich Seinen Absichten zu entsprechen. Wenn du solche Gedanken hast, wirst du bereit sein, von dir aus mit Gott zusammenzuarbeiten. Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Das ist nicht nur eine Einstellung, sondern auch eine Entscheidung über die eigene Lebensführung. Das bedeutet es, auf Gott bedacht zu sein. Es ist wie bei Menschen, die ihre Eltern ehren: Wenn ihre Eltern Schwierigkeiten haben, sind sie bereit, ihnen zu helfen. Wenn sie merken, dass es ihren Eltern gesundheitlich schlecht geht, machen sie sich Sorgen und versuchen auf jede erdenkliche Weise, ihnen ärztliche Behandlung und gesundheitliche Versorgung zu ermöglichen, damit sie möglichst schnell wieder gesund werden, sich ihre Krankheit bessert und ihre Schmerzen nachlassen. Das ist eine Äußerungsform der Ehrerbietung gegenüber den eigenen Eltern. Das heißt: Wenn du nichts von den Schwierigkeiten, der Krankheit und den Schmerzen deiner Eltern weißt, ist das eine Sache. Aber sobald du davon erfährst, wirst du dir große Sorgen um sie machen, ihnen besonders viel Aufmerksamkeit schenken und alles daransetzen, das Leiden deiner Eltern zu lindern. Das bedeutet es, auf sie bedacht zu sein. Und wie gehst du mit Gott um? Gottes Anforderungen an den Menschen sind nicht hoch. Kinder können auf ihre Eltern bedacht sein, also kann auch der Mensch auf Gott bedacht sein. Habt ihr jetzt diesen Aspekt – auf Gott bedacht zu sein – verstanden? (Ja.)
Die vierte Voraussetzung, die man erfüllen muss, wenn man ein stilles Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott erreichen will, ist: Man muss Gottes Absichten verstehen. Wenn du auf Gottes Herz bedacht sein möchtest, Ihn zufriedenstellen möchtest und willst, dass Seine Wünsche in Erfüllung gehen und Er Trost findet, dann musst du über Folgendes nachsinnen: „Was sind Gottes Absichten? Was möchte Gott tun? Was will Gott? Was beunruhigt Gott? Worüber macht Er sich Sorgen? Worüber ist Er traurig? Worunter leidet Er? Wofür zahlt Gott einen Preis? Was ist der von Gott geforderte Maßstab? Was sind Gottes Anforderungen? Was hat Gott zum Ausdruck gebracht? Was hat Gott zur Menschheit gesagt?“ Wenn du auf Gottes Absichten bedacht sein möchtest, musst du verstehen, was Seine Absichten sind. Um Gottes Absichten zu verstehen, musst du bei den unterschiedlichsten Dingen, die dir begegnen, immer wieder nach ihnen suchen und über sie nachsinnen. Ganz gleich, ob du ein Leiter oder ein Mitarbeiter bist, für einen Arbeitsbereich verantwortlich bist oder ein gewöhnlicher Gläubiger bist: Du musst bei den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen, denen du begegnest, nach Gottes Absichten und dem von Ihm geforderten Maßstab suchen. Du musst unermüdlich über beides nachdenken, nach beidem suchen und über beides nachsinnen, ohne dich dabei von einer bestimmten Vorgehensweise einschränken zu lassen. Wenn du schließlich Gottes Absichten und den von Ihm geforderten Maßstab verstanden hast, wirst du die grundlegenden Voraussetzungen erfüllen, und es wird dir leichtfallen, ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen. Sagt Mir also: Welche grundlegenden Voraussetzungen muss man erfüllen, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen? (Man muss vier Voraussetzungen erfüllen: erstens, wahren Glauben an Gott besitzen; zweitens, Gott gegenüber ein aufrichtiges Herz haben; drittens, auf Gott bedacht sein; und viertens, Gottes Absichten verstehen.) Erinnert ihr euch noch an diese vier Voraussetzungen? Sind das die vier? (Ja.) Keine dieser vier Voraussetzungen darf fehlen. Wenn du alle vier erfüllst, kannst du in stillem Einvernehmen mit Gott stehen. Jede dieser Voraussetzungen erscheint ganz einfach, aber sie tatsächlich zu erfüllen, ist nicht leicht. Und welche dieser vier Voraussetzungen erfüllt ihr? (Streng genommen haben wir noch keine davon erfüllt.) Streng genommen erfüllt ihr keine einzige. Wenn wir es nicht ganz so streng sehen, haben die meisten Menschen Gott gegenüber zumindest ein ansatzweise aufrichtiges Herz. Kann man das so sagen? (Ja, das kann man.) Die anderen drei Voraussetzungen aber – echter Glaube, auf Gott bedacht zu sein und Gottes Absichten zu verstehen – erfüllen die Menschen nicht einmal ansatzweise, nicht wahr? (Ja.) Unabhängig davon, ob du diese Voraussetzungen erfüllst oder nicht, musst du dich bemühen, in diesen Bereichen so große Fortschritte wie möglich zu machen. Wenn du dein Äußerstes getan hast, wirst du, ganz gleich, wie groß die Fortschritte sind, die du letztendlich machen kannst, zumindest ein reines Gewissen haben und dir selbst gegenüber nichts schuldig geblieben sein. Wenn du dich aber nicht bemühst, in diesen Bereichen Fortschritte zu machen, und am Ende nur Bedauern empfindest, kannst du dir nur noch an die Brust schlagen und dir selbst die Schuld geben. Unabhängig davon, ob du diese vier Voraussetzungen erfüllen kannst und in welchem Maße dir das gelingen kann, musst du zumindest danach streben, in diesen Bereichen Fortschritte zu machen. Denn der Maßstab wurde inzwischen gesenkt, und die Anforderungen wurden bereits ein Stück zurückgenommen. Es wird nicht von dir verlangt, mit Gott vereinbar zu sein. Der Maßstab, mit Gott vereinbar zu sein, ist sehr hoch, und du kannst ihm nicht gerecht werden. Jetzt wird nur noch verlangt, dass du ein stilles Einvernehmen mit Gott erreichst. Du solltest alles daransetzen, auf dieses Ziel hinzuarbeiten und ihm näherzukommen – gib nicht auf –, um schließlich echten Glauben an Gott zu haben, Gott gegenüber ein aufrichtiges Herz zu haben, auf Gott bedacht zu sein und Gottes Absichten verstehen zu können. Der Prozess, in dem man diese vier Voraussetzungen erfüllt, ist zugleich der Prozess, in dem man ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht. Sobald du diese vier Voraussetzungen vollständig erfüllst, wirst du natürlich ein vollkommenes stilles Einvernehmen mit Gott haben.
Wir haben nun den gemeinschaftlichen Austausch über diese vier Voraussetzungen abgeschlossen, die man erfüllen muss, um ein stilles Einvernehmen mit Gott zu erreichen. Sollten wir nicht wie üblich einige Beispiele nennen? Beispiele hört ihr am liebsten, und sie sind auch ein Weg und eine Methode, die notwendig sind, damit ihr die verschiedenen Wahrheiten verstehen lernt. Anhand einiger positiver und negativer Beispiele könnt ihr die Wahrheit über das stille Einvernehmen mit Gott und die entsprechenden Grundsätze der Praxis verstehen. Gibt es eurer Ansicht nach unter den Menschen in eurem Umfeld oder unter denen, die euch sonst bekannt sind, jemanden, der diese vier Voraussetzungen bereits erfüllt hat – das heißt, der bereits ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht hat? Zumindest in euren Augen steht dieser Mensch in stillem Einvernehmen mit Gott, kann eine schwere Bürde auf sich nehmen und die von Gott gegebene Mission erfüllen. Nennt einige Beispiele. Wer ist so ein Mensch? (Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann.) Könnt ihr neben dem vom Heiligen Geist gebrauchten Mann noch ein paar weitere Beispiele für Menschen nennen, die mit Gott in stillem Einvernehmen stehen? Sehen wir uns an, was solche Menschen gemeinsam haben. Lasst uns anhand einiger Beispiele aus ihrem Leben allen zeigen, welche Merkmale Menschen dieser Art haben: ihre Worte, Taten und ihre Lebensführung, ihre Gedanken und Ansichten darüber, wie sie ihr Leben führen und Angelegenheiten handhaben, ihre Haltung gegenüber Gott und gegenüber der Wahrheit, ihre Haltung gegenüber ihren eigenen Missionen und Pflichten – welche Äußerungsformen sie in diesen Bereichen zeigen und welche gemeinsamen Merkmale sie dabei aufweisen. Gibt es neben dem vom Heiligen Geist gebrauchten Mann noch andere solche Menschen? (Nein.) Dann lasst uns darüber Gemeinschaft halten, wie der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann ein stilles Einvernehmen mit Gott erreicht hat, oder, anders ausgedrückt, welche Dinge der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann getan hat, die Äußerungsformen eines stillen Einvernehmens mit Gott sind. Manche Menschen wissen vielleicht über diese Dinge Bescheid, andere vielleicht nicht. Ob ihr nun über sie Bescheid wisst oder nicht, ihr solltet auf jeden Fall versuchen, auf Grundlage des Themas, über das wir heute Gemeinschaft gehalten haben, Erkenntnis zu gewinnen und Vergleiche anzustellen.
Um über die Äußerungsformen des stillen Einvernehmens des vom Heiligen Geist gebrauchten Mannes mit Gott Gemeinschaft zu halten, sollten wir mit den Kundgebungen und Worten des Heiligen Geistes an die Kirchen beginnen. Mit der ersten Kundgebung des Heiligen Geistes an die Kirchen begann Gott offiziell, in der Identität Gottes Selbst Worte zur Menschheit zu sprechen und Kundgebungen an die Menschheit zu richten, und begann damit, die dritte Phase Seines Werks zu entfalten – das Werk des Zeitalters des Königreichs, sprich, das Werk, zur gesamten Menschheit zu sprechen, um sie zu züchtigen und über sie zu richten. Von der ersten Kundgebung des Heiligen Geistes an las der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann diese Kundgebungen, doch er beschränkte sich nicht darauf, sie selbst zu lesen und dann in der Kirche zu verbreiten. Er dachte bei sich: „Diese Worte sind weder gewöhnlich noch alltäglich; sie scheinen vom Heiligen Geist zu kommen. Da sie vom Heiligen Geist kommen, haben alle Brüder und Schwestern in der Kirche das Recht, sie zu sehen. Es handelt sich hier um eine Kundgebung Gottes, und diese großartige Neuigkeit sollte allen bekannt gemacht werden.“ Was musste also getan werden, damit jeder in der Kirche davon erfuhr und die Worte und Kundgebungen des Heiligen Geistes sehen konnte? Gewöhnliche Menschen trugen diese Bürde tatsächlich nicht und wussten auch nicht, wie sie das bewerkstelligen sollten. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann machte sich daraufhin daran, das zu tun; das heißt, er nahm die Worte des Heiligen Geistes und verbreitete sie in der Kirche, damit mehr Menschen aus Gottes auserwähltem Volk Gottes Worte lesen konnten. Damals gab es eine Einschränkung: Auf dem chinesischen Festland, wo der Glaube verfolgt wurde, konnte man Bücher über den Glauben an Gott nicht offen drucken. Deshalb organisierte der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann junge Menschen in der Kirche, die eine ordentliche Handschrift hatten und in ihrer Arbeit gewissenhaft waren, damit sie die Worte des Heiligen Geistes abschrieben und Durchschläge davon anfertigten. Anschließend wurden die Abschriften an die einzelnen Regionen und Bezirke geschickt; von den Bezirken gingen sie weiter an die Kirchen verschiedener Orte, und die Kirchen schickten sie an einzelne Personen. Jede Kirche musste zumindest eine oder mehrere handgeschriebene Kopien der Worte des Heiligen Geistes an die Kirchen besitzen. Jedes Mal, wenn eine neue Kundgebung Gottes zum Ausdruck gebracht wurde, ließ der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann Durchschläge davon anfertigen. Als sich eine gewisse Menge an kundgetanen Worten angesammelt hatte, organisierte er Leute, die sie in Buchform druckten. In einem Land wie China, das sich Gott so fanatisch widersetzt, war schon der Glaube an Gott mit Risiken verbunden, ganz zu schweigen vom Druck von Büchern über den Glauben an Gott. Wer verhaftet wurde, wurde zum Tode verurteilt. Deshalb war es damals auch riskant, Druckmaschinen und andere Ausrüstung zu kaufen. Doch der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann organisierte selbst unter diesen Umständen weiterhin Leute, um diese Arbeit gut zu erledigen: Er ließ einige Maschinen und Ausrüstung kaufen, organisierte Leute, die Texte abtippten und das Setzen von Büchern erlernten, und teilte Brüder und Schwestern ein, die für das Drucken verantwortlich waren und die Gottes Worte zu Büchern banden. Vom Abtippen über den Satz, vom Korrekturlesen und Drucken bis hin zum Binden und der anschließenden Verteilung der Bücher an die Kirchen verschiedener Orte – der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann organisierte Leute, die all diese Arbeiten ausführten. Sagt Mir: Wenn der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann das nicht organisiert hätte, wer hätte dann bei dieser Arbeit die Führung übernommen? (Niemand hätte das getan.) Bei dieser Arbeit musste einerseits die Sicherheit gewährleistet werden; andererseits mussten für jeden Arbeitsschritt geeignete Leute ausgewählt werden. Durch diesen Prozess gelangten die Bücher schließlich nach und nach zu den Kirchen verschiedener Orte. Obwohl die Druckqualität der Bücher damals weitaus schlechter war als heute, war es angesichts der damaligen Verhältnisse, der finanziellen Möglichkeiten der Kirche und der Situation der Menschen in jeder Hinsicht schon sehr gut, dass jeder ein Exemplar von „Die Worte des Heiligen Geistes an die Kirchen“ und „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“ erhielt – und das zu erreichen, war sehr schwierig. Hätte niemand die Arbeit organisiert und hätte es niemanden vom richtigen Schlag gegeben, um sie auszuführen, dann hätten die Worte des Heiligen Geistes an die Kirchen – ganz gleich, wie viele es auch gewesen wären – nicht rechtzeitig an die Kirchen geschickt werden können, und vielleicht hätten sie die Brüder und Schwestern gar nicht erreicht, geschweige denn, dass jeder ein Exemplar hätte erhalten können. Seit Gott begann, Seine erste Kundgebung zum Ausdruck zu bringen, hat der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann diese Arbeit bis heute beharrlich fortgeführt. Diese Druckarbeit wird schon seit langer Zeit durchgeführt, und nachdem jeder ein Exemplar erhalten hatte, konnte man sagen, dass die Druckarbeit Ergebnisse erzielt hatte.
Neben der Organisation von Leuten, die „Die Worte des Heiligen Geistes an die Kirchen“ druckten und dieses Buch rechtzeitig verteilten, bestand eine weitere Aufgabe des vom Heiligen Geist gebrauchten Mannes darin, Kirchen an verschiedenen Orten zu gründen. Damals bestanden die Kirchen an verschiedenen Orten alle aus Menschen, die diese Phase des Werks gerade erst angenommen hatten. Viele Kirchen hatten keine geeigneten Leiter und Mitarbeiter. Innerhalb der Kirchen herrschte Chaos, die Verwaltungsstrukturen waren chaotisch und auch die Personalangelegenheiten waren chaotisch – sprich, es herrschte in jeder Hinsicht Chaos. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann begann daraufhin, die bestehenden Missstände zu beheben, Verwaltungsstrukturen aufzubauen und Leiter und Mitarbeiter zu fördern. Dann fand er Schritt für Schritt alle Leute, die einen gewissen Eifer hatten, sich aufwenden konnten, gefördert werden konnten und die auch ihren Familien entsagen konnten, und ließ sie Kirchenarbeit verrichten. Damals heirateten die Menschen an manchen Orten früh. Die Leute dachten mit sechzehn oder siebzehn beziehungsweise achtzehn oder neunzehn Jahren ans Heiraten und ans Kinderkriegen und daran, Nachwuchs zu zeugen. Die Brüder und Schwestern in der Kirche bildeten da keine Ausnahme und wurden ebenfalls von diesen örtlichen Sitten beeinflusst. Viele Brüder und Schwestern, die mit Eifer an Gott glaubten, hatten ebenfalls dieses Alter erreicht. Hätte die Kirche sie nicht befördert und gefördert, sie nicht häufig bewässert, ihnen keine Bürden auferlegt und sie nicht an verschiedenen Orten arbeiten lassen, dann hätten diese Menschen vielleicht geheiratet und wären jetzt vielleicht schon Großmütter oder Großväter. Zu dieser Zeit konnte man sagen, dass einigen dieser jungen Leute besondere Gunst zuteilwurde. Einige Kirchen konnten unter den älteren Leuten keine Menschen von gutem Kaliber für den Dienst als Leiter und Mitarbeiter finden. Einige Menschen mit besserem Kaliber konnten ihren Familien immer noch nicht entsagen, während andere ein schlechtes Kaliber hatten und schlichtweg nicht in der Lage waren, tatsächliche Arbeit zu leisten, sondern nur einen gewissen Eifer hatten und bereit waren, umherzureisen und sich aufzuwenden. Was war also zu tun? Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann förderte einige junge Menschen von gutem Kaliber und beförderte sie, damit sie zwischen den Kirchen an verschiedenen Orten hin- und herreisten und dort Arbeit verrichteten, da sie ihren Familien entsagen konnten und relativ ungebunden waren. Nachdem diese Leute gefördert worden waren, konnte zumindest das Kirchenleben in den Kirchen an verschiedenen Orten gewährleistet werden. Zusammen mit den Worten des Heiligen Geistes an die Kirchen wurden das Kirchenleben und die Kirchenarbeit in den Kirchen an verschiedenen Orten etwas normaler. Einige dieser jungen Leute sind jetzt um die fünfzig Jahre alt. Da sie Gott bis heute gefolgt sind, kann man sagen, dass sie eine Menge erlebt haben. Worüber sie vielleicht am glücklichsten sind, ist, dass sie damals nicht die Gelegenheit verpasst haben, vom Haus Gottes befördert und gefördert zu werden, und dass sie nicht wie Nichtgläubige in diesem Alter übers Heiraten zu sprechen begannen und vor den Traualtar traten. Auch wenn sie heute noch ledig sind, haben sie eine Menge gewonnen und zahlreiche Wahrheiten verstanden. Das Gründen von Kirchen an verschiedenen Orten und das Fördern von Leitern und Mitarbeitern war ein Aspekt der Arbeit. Ein weiterer Aspekt war, dass das Kirchenleben nicht nur darin bestand, Gottes Worte lesen zu können und über das Werk des Heiligen Geistes zu verfügen. Das Kirchenleben erforderte viele verschiedene Dinge. Wenn Menschen an Gott glaubten, mussten sie neben dem Lesen von Gottes Worten auch über die Wahrheit Gemeinschaft halten und über ihre Erfahrungen sprechen. Sie hatten auch ein gewisses Bedürfnis nach Unterhaltung, etwa danach, Hymnen zu singen und zu tanzen. Deshalb gründete der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann eine Hymnengruppe, teilte einige Leute dafür ein, Erfahrungshymnen zu schreiben, und schrieb auch selbst Hymnen. Das Ziel war es, den Brüdern und Schwestern Lieder zu geben, die sie singen konnten, und damit das Kirchenleben zu bereichern. Wie konnten die Hymnen, nachdem sie geschrieben worden waren, einheitlich an die Kirchen verteilt werden, sodass alle Brüder und Schwestern lernen konnten, sie zu singen? Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann teilte Leute dafür ein, die Hymnen zu singen, und fand Leute, die Aufnahmen davon machten. Damals waren die Sänger und Musiker allesamt Amateure. Sie hatten keine professionelle Ausbildung genossen und begannen ohne große musikalische Vorkenntnisse zu proben. Für die Tonaufnahme der Lieder gab es weder gute Aufnahmegeräte noch hochwertige Instrumente für die musikalische Begleitung. Eine Erhu galt als relativ praktisches Instrument, und wenn man eine hatte, konnte man das bereits als musikalische Begleitung betrachten. Einige wenige konnten auch ein wenig Akkordeon oder Keyboard spielen. Kurz gesagt, sie waren alle Amateure, doch selbst dieses Niveau zu erreichen, war damals keine leichte Aufgabe. Natürlich musste jemand das alles organisieren, ganz gleich, ob das, was am Ende dabei herauskam, gut war oder nicht. Was auch immer die Kirchen brauchten, was auch immer die Brüder und Schwestern brauchten und welche Mitwirkung des Menschen Gottes Werk auch immer erforderte – der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann war in der Lage, an all diese Dinge zu denken, und kümmerte sich fortlaufend um diese Angelegenheiten. Das heißt, im Rahmen seiner Fähigkeiten setzte er alle Ideen, die ein Mensch sich ausdenken konnte, in die Tat um und tat zudem sein Äußerstes, um alles zu tun, was ein Mensch tun konnte. Auf diese Weise organisierte der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann diese Arbeit und kümmerte sich fortlaufend um sie. Er schickte die gedruckten Bücher mit Gottes Worten, die Hymnenbücher sowie die bespielten Kassetten und CDs an alle Kirchen, damit alle Brüder und Schwestern Gottes Worte lesen und Hymnen lernen konnten und ein gutes Kirchenleben führten. Obwohl das Kirchenleben damals im Vergleich zu heute relativ schlicht war und die Bedingungen relativ schwierig waren und obwohl es weder moderne Ausrüstung noch hochwertige Maschinen gab und weder geeignete Leiter und Mitarbeiter noch geeignetes technisches Personal zur Verfügung standen, konnten die Menschen unter den damaligen Umständen dennoch ein gutes Kirchenleben genießen, weil der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann diese Arbeit organisierte, sich fortlaufend um sie kümmerte und in jedem Arbeitsbereich ständig für Verbesserungen sorgte. Dieses gute Kirchenleben bedeutete, dass die Menschen Gottes neueste Worte lesen, Freude empfinden und Befreiung erlangen konnten. Jeder konnte Gottes neueste Kundgebungen an die Menschheit lesen und erfahren, welche Absichten Gott genau zu diesem Zeitpunkt hatte, was Er über den Menschen dachte und welche Anforderungen Er an den Menschen stellte. Und was noch besser war: Einige Menschen konnten die Wahrheit in Gottes Worten verstehen und einen gewissen Eintritt erlangen. Dadurch, dass der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann die Dinge auf diese Weise organisierte und regelte, wurden zum einen Kirchen gegründet und zum anderen begannen alle, ein normales und geordnetes Kirchenleben zu führen. Gottes Haus ist keine religiöse Gruppe. Im Kirchenleben werden keine religiösen Rituale praktiziert, geschweige denn Predigten gehalten, bei denen nur einer spricht. Zum Kirchenleben in Gottes Haus muss gehören, Gottes Worte zu essen und zu trinken, und das Werk des Heiligen Geistes muss darin gegenwärtig sein; dazu muss gehören, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten und über Erfahrungszeugnisse zu sprechen, und dazu muss auch gehören, Hymnen zum Lobpreis Gottes zu singen. Ein solches Kirchenleben steht unter Gottes Führung und Leitung, Seiner Bewässerung und Versorgung sowie Seiner Anleitung und Hilfe; es ist wahres Kirchenleben. Auch wenn es im Vergleich zum heutigen Kirchenleben sehr oberflächlich, sehr einseitig und sehr einfach war, war es doch das, was die Menschen damals benötigten, und es diente auch dazu, dass die Menschen die Erleuchtung und Erhellung durch den Heiligen Geist genießen konnten – das heißt, dass Gottes ganzes auserwähltes Volk im Kirchenleben Gottes Worte genießen und Gottes Stimme mit eigenen Ohren hören konnte. Das war ein guter Anfang für das Kirchenleben. Ohne ein solches Kirchenleben hättet ihr es unmöglich bis heute geschafft. Gerade weil es dieses regelmäßige, stabile Kirchenleben mit praktischen Ergebnissen gab, konnten die Menschen Schritt für Schritt dorthin gelangen, wo sie heute sind, dorthin gebracht werden, wo sie heute sind, und die Größe haben, die sie heute besitzen, sowie das, was sie heute in jeder Hinsicht gewonnen haben. Das ist die Arbeit, die der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann in Bezug auf die Kirchenverwaltung, das Personal und die konkrete Arbeit der Kirche leistete. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann leistete auch auf einem anderen Gebiet wichtige Arbeit, nämlich indem er Predigten hielt, die unmittelbar auf die Worte des Heiligen Geistes an die Kirchen folgten. Er rief in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen Leiter und Mitarbeiter zu Versammlungen zusammen und hielt über Gottes Absichten Gemeinschaft, hielt Gemeinschaft über die Wahrheitsgrundsätze, an die sich die Menschen in ihrem täglichen Leben und beim Ausführen ihrer Pflichten halten sollten. Zudem hielt er auch Gemeinschaft darüber, wie man Kirchen gründet und Kirchen bewässert, und er hielt Gemeinschaft darüber, wie man Gott dient. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann tat sein Äußerstes, um diese Arbeit gut zu erledigen, und er hielt Gemeinschaft über Themen des Lebenseintritts und auch über Wahrheiten, die den Dienst an Gott betreffen. Das hat bei Mir den tiefsten Eindruck hinterlassen.
Die Arbeit, die der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann leistete, stand in engem Zusammenhang mit Gottes Absichten und mit Gottes Zweck, Kirchen auf der Erde zu gründen, und sie war untrennbar mit dem Werk verbunden, das Gott an Seinem auserwählten Volk tun wollte. Genau genommen stand alles, was der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann in jeder Phase in der Kirche sagte, worauf er sich konzentrierte, worum er sich fortlaufend kümmerte, was er beaufsichtigte und was er tat, in enger Zusammenarbeit mit dem Werk des Heiligen Geistes; er bemühte sich, so weit wie möglich mitzuwirken und jegliche Führung des Heiligen Geistes umzusetzen sowie alles, was Gott offenbarte und was Gottes Worte an Bedeutungen und Anforderungen enthielten, damit Gottes Worte nicht vergeblich waren, Gottes Absichten nicht vergeblich waren und die damaligen Menschen alle Gottes Absichten und Gottes Worte kennen und verstehen konnten. Auch wenn dies nicht in jedem Haushalt bekannt war, konnten die damaligen Menschen unter der Leitung des vom Heiligen Geist gebrauchten Mannes zumindest alle diesem Strom dichtauf folgen und spüren, dass dieser Strom über das Werk des Heiligen Geistes, Gottes Werk, Gottes Worte und Gottes Absichten verfügte. Sie waren sich sicher, dass dieser Strom von Gott kam, sicher, dass dieser Strom richtig war, und definitiv sicher, dass der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann ein Mensch vom richtigen Schlag war. Wie groß die Unterschiede zwischen dem, was er damals tat, und dem, was heute getan wird, auch sein mögen, kurz gesagt, diente alles, was er tat, dazu, das Werk des Heiligen Geistes zu wahren und daran mitzuwirken. Wenn man berücksichtigt, auf welchem Niveau die Menschen in der Kirche damals die Wahrheit verstanden, und dass der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann diese Dinge tun und die Kirche auf das damalige Niveau bringen konnte: Welche der vier Äußerungsformen eines stillen Einvernehmens mit Gott besaß er eurer Meinung nach? (Ich denke, er besaß alle vier.) Zu sagen, dass er auch die vierte Voraussetzung, „Gottes Absichten verstehen“, erfüllte, wäre nicht ganz objektiv. Aber Meiner Ansicht nach erfüllte er zumindest die anderen drei: Er hatte echten Glauben und ein aufrichtiges Herz, und er war auf Gott bedacht. Gerade Letzteres war bei ihm am deutlichsten zu erkennen. Er war jemand, der auf Gottes Bürde bedacht war, und bei all der Arbeit, die er tat, schmiedete er nie Pläne, um selbst an Geld zu kommen oder persönliche Vorteile zu erlangen. Ihr versteht vielleicht nicht, was Ich damit meine. Deswegen werde Ich euch ein Beispiel geben. Seit der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann begonnen hat, das Drucken von Büchern zu organisieren, ist den Brüdern und Schwestern für keines der Bücher, die unsere Kirche verteilt hat, auch nur ein einziger Cent berechnet worden. Wir haben nicht etwa erst später, als die Kirche es sich leisten konnte, aufgehört, Geld dafür zu verlangen; selbst ganz zu Beginn, als das Geld besonders knapp war, verlangten wir keinen einzigen Cent. Warum war das so? Obwohl es der Kirche damals finanziell nicht besonders gut ging, konnte sie mit den begrenzten, ihr damals verfügbaren Mitteln ihre Ausgaben, etwa die Kosten für den Druck von Büchern, im Wesentlichen decken, sodass den Brüdern und Schwestern für die an sie verteilten Bücher kein Geld berechnet wurde und sie sie kostenlos lesen konnten. Je mehr Bücher gedruckt wurden, desto weiter schrumpften die finanziellen Mittel der Kirche. Damals hatten die meisten der Brüder und Schwestern, die seit vielen Jahren an Gott geglaubt hatten, keine Einnahmequelle, weil sie die ganze Zeit ihre Pflichten ausgeführt hatten, und sie hatten nicht viel Geld zur Verfügung. Deshalb reichten die Opfergaben manchmal nicht aus, um die Ausgaben und verschiedenen Kosten der Kirche zu decken. Ich erinnere Mich sehr genau daran, dass einmal eine Auflage von Büchern gedruckt werden musste, die Kirche aber nur noch ein paar tausend Yuan übrig hatte. Wenn die Druckkosten bezahlt worden wären, wäre für die Arbeit der Kirche kein Geld mehr übrig geblieben. Wenn Leiter und Mitarbeiter Reisekosten hatten, die gedeckt werden mussten, wenn sie irgendwohin fahren mussten, oder wenn bei der Unterbringung von Brüdern und Schwestern für eine große Versammlung Kosten für den Lebensunterhalt anfielen, wäre dafür vielleicht kein Geld vorhanden gewesen. Was war also zu tun? Sollten die Bücher unter diesen Umständen trotzdem noch gedruckt werden? (Ja.) Die Bücher mussten trotzdem gedruckt und das Geld musste trotzdem bezahlt werden. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann dachte sich eine Lösung aus. Er sagte, man solle für jedes Buch dieser Auflage zunächst einige Yuan im Voraus einsammeln – gerade genug, um die Kosten für das Drucken dieser Auflage zu decken. In diesem Zusammenhang wurde dieses eine Mal Geld im Voraus eingesammelt. Doch nach einiger Zeit brachten die Brüder und Schwestern in der Kirche erneut Opfergaben dar, und es gab genug Geld, um die Druckkosten für die nächste Auflage von Büchern zu decken. Von da an erholte sich die finanzielle Lage der Kirche, und wir verlangten nie wieder Geld für den Druck von Büchern. Diese Begebenheit war nur ein kurzes Zwischenspiel. Wozu erwähne Ich das? Es geht darum, dass wir selbst dann, als das Geld knapper denn je war, nicht aufgehört haben, unsere Bücher zu drucken. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann setzte alle Hebel in Bewegung und zerbrach sich wie ein Familienoberhaupt den Kopf wegen dieser Angelegenheit, sann darüber nach und machte Pläne dafür. Die meisten Menschen wissen von diesen Dingen nichts. Als diese Bücher von Gottes Worten an die Kirchen verteilt wurden, sagten die Leute beim Erhalt des Buches höchstens: „Dieses Buch ist so gut! Wir haben es selbst drucken lassen – das muss so schwierig gewesen sein!“ Manche Leute würdigten dieses Buch nicht einmal oder lasen es nicht richtig. Doch die Menschen wussten nicht, wie viele Schwierigkeiten der Obere hinter den Kulissen bewältigen musste, während er diese Arbeit erledigte und dieses Buch druckte. Nicht wenige Menschen in unserer Kirche kamen aus der Lokalkirche oder anderen Konfessionen. Früher kümmerten sich die Leiter und Festlandapostel jener Konfessionen nicht um die Arbeit des Bücherdruckens. Sie nahmen den Großteil des Geldes, das von den Brüdern und Schwestern in den verschiedenen Kirchen dargebracht wurde, für sich, aber sie druckten weder Bücher noch machten sie Hymnen weithin zugänglich. Auch die aufgenommenen Predigten von höheren Ebenen wurden nie an die unteren weitergegeben. Von diesen Arbeiten haben sie keine einzige erledigt. Gottes auserwähltes Volk hatte nichts anderes als eine Bibel. Wenn du eine Sammlung von Predigten oder Erfahrungszeugnissen lesen wolltest, konntest du keine auftreiben; wenn du dir ein paar gute Hymnen anhören wolltest, war das sogar noch schwieriger. Niemand tat diese Arbeit. Wenn du geistliche Bücher lesen wolltest, musstest du jemanden persönlich kennen, der dir eines zum Lesen lieh. Gottes auserwähltes Volk konnte schlichtweg keine Versorgung für ihr Leben erhalten, und es gab keine guten Menschen, um das Kirchenleben zu leiten und zu verwalten. Jene Apostel und Leiter leisteten überhaupt keine tatsächliche Arbeit. Eine Sache, die sie aber regelmäßig taten, war, von Zeit zu Zeit eine Mitarbeiterversammlung abzuhalten, bei der sie ausgiebig aßen und tranken. Vielleicht war das die „Arbeit“, die sie leisteten. Ich war damals jung, gerade siebzehn oder achtzehn, und als Ich von diesen Dingen hörte, dachte Ich: „Was für ein Chaos! Sind das Menschen, die an Gott glauben? Was hat das mit dem Verhalten von Menschen zu tun, die an Gott glauben?“ Ich war wirklich empört, als Ich davon hörte. Uns geht es nicht darum, was sie aßen oder was sie genossen. Kurz gesagt: Auf jeden Fall organisierten sie das Kirchenleben nicht richtig, verteilten die geistliche Nahrung – sprich Bücher und Hymnen –, die die Menschen brauchten, nicht und förderten keine Leiter und Mitarbeiter. Sie haben keine einzige dieser Arbeiten erledigt. Die Kirche erhielt eine beträchtliche Menge an Opfergaben, aber wenn sie die Kirchen an verschiedenen Orten besuchten, ging es ihnen nur darum, zu essen, zu trinken und sich zu vergnügen. Sie leisteten keine tatsächliche Arbeit und verwendeten die Opfergaben nie für die Kirchenarbeit. Bei Versammlungen sprachen sie nur über ein paar Glaubenslehren und riefen ein paar Parolen, und damit hatte es sich; sie lösten nie tatsächliche Probleme. Als der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann seine Arbeit aufnahm, setzte er diesen Erscheinungen ein Ende. Er machte sich daran, jedes dieser Probleme zu lösen, und begann, Stück für Stück konkrete Arbeit zu leisten, sodass sich das Kirchenleben und die Personalarbeit der Kirche allmählich veränderten und in die richtigen Bahnen kamen. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort. Die Opfergaben für Gott sind das, was die Menschen Gott darbringen. Wenn man sich die Verwaltung und Verwendung der Opfergaben ansieht, machen die Lebenshaltungskosten des menschgewordenen Gottes nur einen sehr kleinen Teil aus. Der weitaus größere Teil der Opfergaben wird für die Arbeit des Predigens des Evangeliums verwendet, für die Lebenshaltungskosten der Leiter und Mitarbeiter sowie derjenigen, die ihre Pflichten in Vollzeit ausführen, und für den Kauf von Maschinen und Ausrüstung, die für die Kirchenarbeit benötigt werden, und so weiter. Kurz gesagt, all diese Ausgaben sind angemessen und werden für die Arbeit von Haus Gottes verwendet, und nicht dafür, nutzlose Menschen finanziell zu unterhalten, die ihre Pflichten nicht ausführen können. Die Arbeit von Haus Gottes umfasst viele Bereiche. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann verwendete die Opfergaben auf vernünftige Weise, baute Stück für Stück das Kirchenleben auf und brachte Schritt für Schritt die Verwaltungsarbeit in Ordnung. Auch die verschiedenen Arten von Menschen in der Kirche wurden eingeteilt: Diejenigen, die ihre Pflichten taten, wurden von denen unterschieden, die das nicht taten, und diejenigen, die die Wahrheit liebten, wurden von denen unterschieden, die der Wahrheit abgeneigt waren. Die Kirche wurde von denen gesäubert, die gesäubert werden mussten, und zu verschiedenen Zeiten wurden auch geeignete Menschen, die gefördert werden sollten, befördert. Das sind Dinge, die ihr alle gesehen und alle erlebt habt. Auf diesem Weg lernte der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann im Zuge dieser Erfahrungen natürlich allmählich, die Wahrheit zu verstehen und die Grundsätze für die Arbeit zu erfassen. Zum einen empfing er bei seiner Arbeit die Erleuchtung des Heiligen Geistes. Zum anderen verstand er durch Gottes Werk und Seine Worte Gottes Absichten nach und nach immer besser. Sein Verständnis blieb nicht bloß auf der Ebene von Glaubenslehren stecken, noch beschränkte es sich bloß auf Vorschriften und Praktiken. Vielmehr wurde sein Verständnis zunehmend praktischer, und er war zunehmend in der Lage, die Kirchenarbeit gemäß Gottes Anforderungen gut zu erledigen, wodurch das Kirchenleben stabiler und normaler wurde und dem Lebenseintritt der Menschen mehr zugutekam. So lernte der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann durch ständiges Suchen und Erforschen, Gottes Absichten zu verstehen, eng mit Gott zusammenzuarbeiten, auf Gottes Absichten bedacht zu sein und sein Äußerstes zu tun, um die Kirchenarbeit gut zu erledigen. Dabei bemühte er sich, mit zunehmender Genauigkeit sicherzustellen, dass Gottes Absichten nicht ins Leere liefen und Gottes Wille ausgeführt werden konnte. Bei allem, was er tut, ob es um Personal oder den Lebenseintritt, um äußere Angelegenheiten oder interne Belange geht, bemüht er sich, sowohl den Grundsätzen als auch Gottes Absichten zu entsprechen, ohne nach links oder rechts abzuweichen. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann tut seine Arbeit mit diesen vier Voraussetzungen: Er hat echten Glauben und ein aufrichtiges Herz, ist auf Gott bedacht und versteht Gottes Absichten. Für euch ist das nicht nur äußerst nützlich und äußerst hilfreich; es ist für euch ein Segen! Wenn diese Person kein Mensch vom richtigen Schlag wäre, sondern ein Mensch, der nach Ruhm und Gewinn strebte und die Vorteile von Status begehrte, ein betrügerischer Mensch, ein Mensch, der nur auf Gewinn aus war und dessen Augen beim Anblick von Geld aufleuchteten, oder ein Ungläubiger – sagt Mir: Könnte er dann diese Arbeit tun? Könnte er auf all diese Arten mitwirken? Könnte er ein solches stilles Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott erreichen? (Nein.) Diese Person ist also äußerst wichtig! Eben weil der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann die vier Voraussetzungen erfüllt, über die wir gerade gesprochen haben, kann er diese Kirchenarbeit gut erledigen. Die Menschen haben in derselben Angelegenheit sowohl das Recht als auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden. Sie können sich entscheiden, falsch damit umzugehen, und natürlich können sie sich auch entscheiden, richtig damit umzugehen. Wenn sie richtig damit umgehen, werden unzählige Menschen davon profitieren, und die Worte, die Gott spricht, und das Werk, das Gott tut, werden nach und nach bei den Menschen Ergebnisse erzielen. Aber wenn ein Mensch nicht den rechten Weg einschlägt und stattdessen rücksichtslos Missetaten begeht, was wird er dann für Dinge tun? Er wird alle Opfergaben Gottes für seinen persönlichen Genuss verwenden, Luxusautos und Luxushäuser kaufen und sogar Privatflugzeuge und Kreuzfahrtschiffe, um in Länder auf der ganzen Welt zu reisen und um zu essen, zu trinken und sich zu vergnügen. Er wird höchstens ab und zu ein paar Predigten halten, und damit hat es sich. Er wird überhaupt keine Kirchenarbeit leisten und sich nicht um die Kirche kümmern, selbst wenn dort völliges Chaos herrscht. Ihm geht es nur um sein eigenes Vergnügen. Wenn eine solche Person die Kirche leiten würde, wäre es dann leicht für euch, ein gutes Kirchenleben zu führen und ein gutes Umfeld für die Ausführung eurer Pflichten zu haben? (Nein.) Es ist also tatsächlich eine Notwendigkeit, einen guten Menschen wie den vom Heiligen Geist gebrauchten Mann zu haben, der euch leitet. Manche Menschen sehen die Arbeit, die der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann leistet, und halten dennoch nicht viel davon. Sie denken: „Das ist doch leicht. Wer könnte das nicht tun? Solange man Gottes Absichten versteht und die von Gott gebrauchte Person ist, die von Gott bestimmte Person, ist diese Arbeit leicht zu erledigen.“ Sagt Mir: Ist es leicht? (Nein.) Es ist nicht leicht, diese Arbeit gut zu erledigen, geschweige denn, das unter Bedingungen religiöser Verfolgung wie auf dem chinesischen Festland zu tun. Die Behörden haben nach dem vom Heiligen Geist gebrauchten Mann gefahndet. Ganz gleich, wo er an Versammlungen teilnahm oder welche Arbeit er tat, er riskierte dabei sein Leben. Würde er verhaftet werden, würde das für ihn die Todesstrafe bedeuten. Hat er angesichts dieser Umstände seine Pflicht aufgegeben? Hat er sich zurückgezogen? Hat er versucht, sich seiner Verantwortung zu entziehen und seine Arbeit schleifen zu lassen? (Nein.) Egal wie ängstlich oder wie schwach er in seinem Herzen war, er gab seine Pflicht nie auf. Manche Menschen nehmen keine wichtige Arbeit auf sich und sind nirgends, wo sie hingehen, einer großen Gefahr ausgesetzt. Wenn sie sagen: „Ich habe nie aufgehört, meine Pflicht auszuführen“, ist das leicht gesagt und leicht getan. Aber denkt an die Umstände, in denen sich der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann befand: Er gab selbst in einer so gefährlichen Umgebung seine Pflicht nicht auf und kümmerte sich zudem um jeden Aspekt der Kirchenarbeit. Er musste an jeden Arbeitsbereich und jede Angelegenheit denken, und das, bevor irgendjemand sonst daran dachte. Würdet ihr sagen, dass das leicht war? (Nein.) Der Mensch hat sowohl in Bezug auf seine Energie als auch auf das, was er von Natur aus verkraften kann, Grenzen. Wenn du siehst, wie der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann es tut, sieht es leicht aus, aber wenn du es selbst tun müsstest, würdest du merken, wie schwierig es ist und dass es tatsächlich überhaupt nicht leicht ist. Ihr hört euch seit so vielen Jahren Predigten an, und doch habe Ich unter euch keine zweite Person wie diese gefunden, noch habe Ich jemand anderen gefunden, der diese Arbeit schultern kann. Eine ganze Menge Leute begannen damit, Gott zu folgen, als der Heilige Geist anfing, zu den Kirchen zu sprechen, und sie sind bis heute dabei geblieben. Sie sollten wissen und verstehen, was die Kirche im Laufe ihrer Entwicklung bis zu ihrem heutigen Stand durchgemacht hat und wie sie Schritt für Schritt diesen Punkt erreicht hat. Wenn der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann nicht auf Gottes Bürde bedacht gewesen wäre und sie nicht verstanden hätte, hätte sich die Kirche, aus menschlicher Perspektive gesprochen, unmöglich bis zu ihrem heutigen Stand entwickeln können. Natürlich werden manche Menschen sagen: „Hat er diese Ergebnisse bei seiner Arbeit nicht durch das Werk und die Führung des Heiligen Geistes erzielt?“ Der Heilige Geist will auch an dir wirken, aber hast du ein derart aufrichtiges Herz und bist du auf Gott bedacht? Kannst du diese Arbeit tun? Ich glaube nicht, dass du das zwangsläufig schaffen würdest. Damit will Ich dich nicht herabsetzen; vielmehr bist du einfach von Grund auf nicht dazu in der Lage. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann und du, ihr seid beide Menschen, und doch kann er diese Arbeit tun und du nicht. Das beweist, dass es Unterschiede zwischen den Menschen gibt. Gott hat ihn auserwählt, um diese Arbeit zu tun, und Gott hat Sich bei der Person, die Er dafür auserwählt hat, nicht geirrt. Im Gegensatz zu dir erfüllt diese Person auf jeden Fall zumindest diese Voraussetzung und besitzt diese Eignung. Du erfüllst die Voraussetzungen nicht, die Gott verlangt, also hat Gott ihn auserwählt und nicht dich. Dir bleibt nichts anderes übrig, als dich davon überzeugen zu lassen. Das ist eine Tatsache, und niemand kann es leugnen, korrekt? (Ja.)
Nachdem wir nun über das Kirchenleben, das Drucken von Büchern und alle Aspekte der Kirche gesprochen haben, wollen wir als Nächstes über das Predigen des Evangeliums ab 1995 sprechen. Damals fragte Mich der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann: „Ist es in Ordnung, jetzt das Evangelium zu predigen? Manche Leute sagen, sie wollen losziehen und das Evangelium predigen.“ Ich stimmte zu. Danach begann der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann, Vorkehrungen für diese Arbeit zu treffen. Er organisierte nicht bloß die Evangeliumsteams und schickte bestimmte Leute an bestimmte Orte, um dort das Evangelium zu predigen – er beließ es nicht bei dieser einen einfachen Anordnung und hielt damit die Sache für erledigt. Während er die Evangeliumsteams organisierte, sann er darüber nach, wie man den Angehörigen der verschiedenen Religionen und Konfessionen das Evangelium predigen sollte, welche Evangeliumswahrheiten die Menschen in den verschiedenen Religionen und Konfessionen benötigten und welche Passagen und Inhalte aus Gottes Worten er für Evangeliumsbücher auswählen sollte. Anschließend wählte er einige wesentliche Worte Gottes über die verschiedenen Aspekte der Wahrheiten des Evangeliums aus, stellte sie zusammen und ließ sie speziell für das Predigen des Evangeliums als Bücher drucken. Nachdem die Bücher gedruckt waren, organisierte der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann auch die Schulung der Evangeliumsarbeiter und erarbeitete persönlich die Grundsätze für das Predigen des Evangeliums. Diese konkrete Arbeit wurde von ihm verrichtet. Das heißt: Wenn Ich ihm von einer Angelegenheit erzähle, macht er sich an die Arbeit und setzt sie ohne weitere Worte und ohne Abstriche um. Er macht Mir keine Umstände und bedrängt Mich nicht mit Fragen darüber, wie er es machen soll; Ich brauche Mir darum keine Sorgen zu machen. Wenn euch eine Angelegenheit anvertraut wird, muss Ich Mir immer noch Sorgen darum machen und nachsehen, wie es läuft. Aber bei dem vom Heiligen Geist gebrauchten Mann genügt ein einziger Satz von Mir, der ihm sagt, was er tun soll, und er macht sich an die Arbeit, tut es und setzt es um. Den tiefsten Eindruck hinterließ bei Mir, dass der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann viele Grundsätze für das Predigen des Evangeliums erarbeitete: wie man das Evangelium predigen sollte, wem man es predigen konnte und wem man es nicht predigen konnte, welche Methoden man beim Predigen anwenden sollte und welche Methoden man beim Predigen nicht anwenden sollte. Er arbeitete die konkreten Wege und Methoden aus, und zwar Punkt für Punkt bis ins Detail. Dann hielt er häufig Versammlungen mit den Evangeliumsteams ab, ließ sie Fragen stellen und hielt mit ihnen Gemeinschaft, um ihre Fragen zu beantworten. Er arbeitete auch heraus, welche Auffassungen und Fragen religiöse Menschen über Gottes Werk der letzten Tage hatten, wie man diesen begegnen sollte, über welche Wahrheiten man Gemeinschaft halten sollte und welche Methoden man anwenden sollte, um ihre Fragen zu klären. Er kümmerte sich um jede Angelegenheit, ob groß oder klein, und ging sie Stück für Stück an, wie Ameisen, die an einem Knochen nagen. Schau mal, Ich sagte einen einzigen Satz, und er machte sich an die Arbeit und setzte es um, und Ich konnte ihm die Arbeit überlassen, ohne selbst eingreifen zu müssen. Warum sage Ich das? Da der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann dort die Arbeit verrichtete, musste Ich Mir keine Sorgen machen, denn er war voll und ganz in der Lage, diese Arbeit auf sich zu nehmen. Er war auf Gott bedacht und suchte auch nach der Wahrheit; natürlich war er auch gehorsam und zahlte wirklich einen Preis. Das heißt: Er konnte die Worte, die Ich sprach, und Meine Anforderungen aufnehmen und umsetzen. So wurde Stück für Stück das Evangelium verbreitet. Ganz gleich, wie viele Menschen das Evangelium predigten: Es war der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann, der diese Arbeit in Gang brachte und dafür sorgte, dass sie Fortschritte machte. Er war es, der sie organisierte, ihren Fortschritt verfolgte, sie umsetzte und beaufsichtigte und die Arbeit so Schritt für Schritt bis zu ihrem heutigen Stand voranbrachte. Man kann sagen, dass die gegenwärtigen Erfolge dieser Arbeit auf der Grundlage jener anfänglichen Arbeitsanordnungen, der Festlegungen zu den Einzelheiten der Arbeit und der allgemeinen organisatorischen Vorkehrungen erzielt wurden. All das war Arbeit, die der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann verrichtete. Er hat ein aufrichtiges Herz und hat wirklich einen Preis gezahlt. Das sind doch Tatsachen, nicht wahr? (Ja.)
Als sich das Evangelium des Königreichs immer weiter verbreitete und immer mehr Menschen diese Phase des Werks annahmen, welche Frage stellte sich da? Es stellte sich die Frage, wie Kirchen gegründet werden sollten. Könntet ihr die Arbeit der Kirchengründung gut verrichten? Ihr wärt immer noch nicht in der Lage, sie gut zu verrichten. Der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann musste weiterhin persönlich Arbeitsanordnungen treffen, diese Arbeit organisieren und ausführen und sie persönlich beaufsichtigen, ihren Fortschritt verfolgen und sie vorantreiben. Deshalb berief er häufig Versammlungen mit Leitern und Mitarbeitern und den für die Evangeliumsarbeit Verantwortlichen ein und erklärte ihnen, wie man Kirchen gründet, wie viele Menschen eine Kirche bilden sollten, wie viele Kirchen einen Bezirk bilden sollten, wie viele Bezirke eine Region bilden sollten und wie viele Kirchenleiter und wie viele Diakone in jeder Kirche eingesetzt werden sollten und so weiter. Er legte für alle Einzelheiten der Kirchenarbeit konkrete Bestimmungen fest, einschließlich konkreter Anordnungen für die Verwaltung und Verwendung der Opfergaben. Diese ganze Arbeit wurde von dem vom Heiligen Geist gebrauchten Mann verrichtet. Sagt Mir: Steht er in stillem Einvernehmen mit dem menschgewordenen Gott? (Ja.) Wenn er in seinem Herzen überhaupt nicht auf Gottes Absichten bedacht gewesen wäre oder nur ein winziges bisschen, oder wenn er in seinem Bedachtsein auf Gott Abstriche gemacht hätte, hätte diese Arbeit dann umgesetzt werden können? (Nein.) Welche Situation wäre in der Kirche entstanden, wenn diese Arbeit nicht umgesetzt worden wäre? (Das Kirchenleben wäre im Chaos versunken.) Nicht nur das Kirchenleben wäre im Chaos versunken, sondern auch alle Aspekte der Kirchenarbeit. Böse Menschen hätten zudem Unterbrechungen und Störungen verursachen und in der Kirche sogar Macht innehaben und das letzte Wort haben können. Die Gründung von Kirchen in sämtlichen Gebieten wäre chaotisch verlaufen, und die verschiedenen Bereiche der Arbeit, wie die Personalplanung und die Verwaltung der Opfergaben, wären ebenfalls im Chaos versunken. Wenn derjenige, der als Leiter diente, kein Herz gehabt hätte, das wirklich auf Gott bedacht war, und angesichts der guten Entwicklung der Kirche, ihrer zunehmenden Größe und ihrer steigenden Mitgliederzahl begonnen hätte, die Vorteile seines Status zu genießen, sich auf seinen früheren Erfolgen auszuruhen und seine verbleibenden Jahre in Bequemlichkeit zu verbringen – wenn ein solcher Mensch der Leiter gewesen wäre, dann wäre die Kirchenarbeit nicht gut verrichtet worden. Doch der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann hat bis heute bei der Kirchenarbeit stets sein Äußerstes getan. Entschlossene Menschen sagen oft: „Solange man lebt, geht der Kampf weiter.“ Für den vom Heiligen Geist gebrauchten Mann gilt: Solange er lebt, geht die Arbeit weiter. Er hat die ganze Zeit über weitergearbeitet. Selbst wenn du ihn bittest, sich auszuruhen, tut er das nicht; er arbeitet jeden Tag auf diese Weise und lässt nicht von seiner Arbeit ab, ganz gleich, wie müde er ist. Um das zu schaffen, reicht es da, einfach nur Gottes Absichten zu verstehen? Hat er nur gearbeitet, weil jemand ihn beaufsichtigte und antrieb? Nein. Die Herzen der Menschen sind nicht gleich. Dieser Mensch hat ein gottesfürchtiges Herz und ist auf Gottes Herz bedacht. Das ist äußerst wichtig! Ganz gleich, wie müde er wird, er wird nicht negativ, und ganz gleich, auf welche Schwierigkeiten er stößt, er schreckt nicht davor zurück; er arbeitet unablässig weiter. Deshalb sind nun alle Bereiche der Kirchenarbeit Schritt für Schritt auf dem richtigen Weg, und die Arbeit verläuft immer reibungsloser und erzielt immer bessere Ergebnisse. Wie fühlt es sich an, wenn ein solcher Mensch euch bei der Durchführung aller konkreten Arbeiten leitet? Was würde aus euch werden, wenn ihr diesen Menschen nicht als Leiter hättet? Würde euch dann nicht sehr viel fehlen? (Ja.) Dieser Mensch ist für euch von entscheidender Bedeutung. Er hat alle Bereiche der Kirchenarbeit auf den richtigen Weg gebracht. Bei jedem Schritt der Arbeit sind immer weniger Probleme aufgetreten, es müssen immer weniger Probleme gelöst werden, und die Wahrheitsgrundsätze, die die Menschen verstehen, sind ihnen immer klarer geworden. Diese Ergebnisse wurden nicht nur deshalb erzielt, weil dieser Mensch da ist, sondern – und das ist noch wichtiger –, weil er in stillem Einvernehmen mit Gott steht. Was wäre, wenn er einen anderen Weg einschlagen würde? Was wäre, wenn er sein eigenes Vorhaben durchführen und für seinen eigenen Status arbeiten würde? Dann wären die Ergebnisse nicht so, wie sie sind. Gerade weil die ganze Arbeit, die er verrichtet, von ihrer Natur her darin besteht, eng mit Gottes Werk zusammenzuarbeiten, auf Gottes Absichten bedacht zu sein und in stillem Einvernehmen mit Gott zu stehen, seid letztlich ihr diejenigen, die davon profitieren. Wie viel Nutzen habt ihr daraus gezogen? Ohne jetzt zu weit auszuholen: Ihr habt auf jeden Fall zumindest in den verschiedenen Fachgebieten einiges dazugelernt, habt in eurem jeweiligen Fachgebiet Fortschritte gemacht und seid nach und nach von Laien zu Fachleuten geworden. Außerdem: Je ausführlicher und konkreter er über die Wahrheitsgrundsätze spricht, je strenger seine Anforderungen an euch sind und insbesondere je schärfer die Worte sind, mit denen er euch zurechtstutzt, desto besser könnt ihr sie euch in eurem Herzen einprägen und sicher im Gedächtnis behalten sowie ein klares Verständnis der Wahrheitsgrundsätze erlangen und Gottes Absichten verstehen. Um euch steht es tatsächlich so schlimm. Ganz gleich, wie oft mit euch über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten wird, ihr könnt sie euch nicht merken. Erst wenn der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann euch häufig sehr streng entlarvt und zurechtstutzt und euch sogar ausschimpft, beginnt ihr, einige Wahrheitsgrundsätze zu verstehen, euch in eurer Lebensführung und eurem Handeln viel besser an Regeln zu halten, euch anständiger zu benehmen und eure Haltung zu korrigieren. Während ihr zurechtgestutzt werdet, zittert ihr selbstverständlich auch vor Angst und fürchtet ständig, dass der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann euch durchschauen und entfernen wird. Ich halte das für etwas Gutes und nicht für etwas Schlechtes. Zumindest haben manche Menschen jetzt jedenfalls eine viel bessere Haltung zur Ausführung ihrer Pflichten und benehmen sich viel besser als früher. Das hat sich positiv ausgewirkt. Obwohl es falsch erscheinen mag, Menschen auszuschimpfen, dies bei äußerlicher Betrachtung nicht besonders kultiviert wirkt und die Worte nicht sehr angenehm zu hören sind, sind die erzielten Ergebnisse gut. Wie hoch war der Preis, den der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann zahlen musste, um dieses Ergebnis zu erzielen? Wie oft muss er sich über euch ärgern? Sagt Mir: Wird er nicht wütend, wenn er euch zurechtstutzt? Wird er nicht zornig? Schadet das nicht auch seiner Gesundheit? Er will euch nicht zurechtstutzen. Manchmal wird er so wütend, dass er euch ausschimpft, und was er sagt, klingt vielleicht nicht besonders kultiviert. Aber wenn Ich nach den Äußerungsformen urteile, die ihr im Umgang mit Mir zeigt, ist das, was er sagt, richtig und entspricht eurer tatsächlichen Situation; es ist nicht im Geringsten übertrieben. Was habt ihr getan, dass dieser Mensch so wütend geworden ist? Der Grund für seine Wut ist, dass die Dinge, die ihr tut, enorm empörend sind. Es wird seit so vielen Jahren mit euch über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten, und trotzdem versteht ihr sie noch immer nicht und begeht weiterhin nach eigenem Willen leichtfertig Missetaten. Deshalb sieht er sich schließlich gezwungen, derartig mit euch zu sprechen. Nachdem er so etwas gesagt hat, bereut er es sogar selbst und sagt: „Wir sind doch alle Brüder und Schwestern; warum werde ich so wütend?“ Ich tröste und ermutige ihn: „Man muss sie genau so zurechtstutzen. Daran ist nichts falsch. Wenn du das nächste Mal in eine solche Situation gerätst, musst du sie wieder zurechtstutzen.“ Sagt Mir: Ist es richtig, ihn auf diese Weise zu ermutigen? (Ja.) Gerade weil die Menschen viel zu stark verdorben und viel zu abgestumpft sind und eine erbärmlich geringe Größe haben, muss man sie selbst bei einer ganz einfachen Angelegenheit ausschimpfen und anbrüllen, um Ergebnisse zu erzielen. Sonst kann die Arbeit nicht erledigt werden. Jeder Mensch hält sich für kompetent, und jeder will eigensinnig und leichtfertig nach seinem eigenen Willen handeln. Sagt Mir: Wäre es denn in Ordnung, wenn niemand da wäre, der alles so streng im Griff hat? (Nein.) Alle Menschen sagen, dass sie an Gott glauben, aber keiner von ihnen hat ein gottesfürchtiges Herz; sie alle sind voller verdorbener Dispositionen. Gäbe es niemanden, der alles so streng im Griff hat, würde jeder allein bestimmen wollen und wie ein König Macht ausüben wollen, während sich gleichzeitig alle weigern würden, die Wahrheit herrschen zu lassen, und sich ebenso weigern würden, Gott herrschen zu lassen. Wenn die Wahrheit herrschen und die Macht innehaben soll, muss es jemanden geben, der über euch wacht, und dieser Mensch muss eingesetzt werden, um euch zu zügeln. Ist es leicht, diese Wirkung zu erzielen? (Nein.) Je mehr der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann arbeitet, desto wütender wird er; je mehr er arbeitet, desto besorgter wird er; je mehr er arbeitet, desto schärfer werden seine Worte; je mehr er arbeitet, desto häufiger stutzt er euch zurecht; und je mehr er arbeitet, desto schlechter wird seine Haltung euch gegenüber. Schon das allein zeigt, wie schlecht euer Kaliber ist, wie verstockt ihr seid, wie abgestumpft ihr seid und wie gering eure Größe ist. Sagt Mir: Hat der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann angesichts dieser schwierigen Arbeit aufgegeben? Er hat nicht aufgegeben. Ganz gleich, wie oft ihr dieselben grundlegenden Fehler macht, hat er euch aufgegeben? (Nein.) Immer, wenn ein Team wegen eines Problems nach Antworten sucht, hält der Bruder ohne weitere Worte und ohne Abstriche sofort darüber Gemeinschaft und löst das Problem. Manchmal isst er gerade oder will sich ausruhen, aber er stellt seine Schüssel ab oder verschiebt seine Ruhepause und antwortet sofort. Er sagt: „Sobald ich geantwortet habe, können sie sich schnell an die Arbeit machen. Die Arbeit darf nicht aufgehalten werden; sie ist dringend. Sobald ich geantwortet habe, bin ich beruhigt und kann mich auch in Ruhe ausruhen.“ Seht her: Ist seine Einstellung zur Lösung von Problemen richtig? (Ja.) Er beaufsichtigt euch ständig und treibt euch an, und er stutzt euch auch häufig zurecht. Außerdem überprüft er ständig eure Arbeit, sorgt dafür, dass ihr voll ausgelastet seid und nicht untätig bleibt, und hat euch jeden Tag im Blick. Sagt Mir: Ist es gut, von einem solchen Menschen geleitet zu werden? (Ja, das ist es.) Ich finde es ziemlich gut, dass es diesen Menschen gibt. Er hilft euch sehr dabei, nach der Wahrheit zu streben und eure Pflichten gut zu erfüllen. Habt keine Abneigung gegen ihn und beschwert euch nicht. Ich bin dafür verantwortlich, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, und Ich habe wirklich nicht die körperliche Kraft oder Energie, diese allgemeinen organisatorischen und administrativen Arbeiten zu erledigen. Außerdem brauche Ich sie überhaupt nicht zu erledigen, weil der Bruder das bereits tut. Würde Ich an euch wirken, wäre Ich erheblich milder. Das würde euch Gelegenheit geben, es auszunutzen, und ihr würdet euch unmöglich so anständig benehmen wie jetzt. Ich kenne diese Situation. Dass Ich so nachsichtig mit euch bin, ist nicht in jeder Hinsicht gut für euch. Wenn Ich mit manchen Menschen nicht streng umgehe, werden sie zügellos und hemmungslos, werden sogar immer dreister und erledigen ihre Arbeit nachlässig und oberflächlich. Müssen solche Menschen nicht zurechtgestutzt werden? (Ja.) Was ihr am meisten braucht, ist die strenge Arbeitsweise des Bruders – je strenger, desto besser. Wenn der Tag kommt, an dem ihr die Wahrheit versteht und wisst, wie ihr auf Gottes Absichten bedacht sein könnt, die Wahrheit genau nach den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren könnt, eure Pflichten immer besser und auf immer angemessenere Weise ausführt, dabei immer wirksamer werdet, wisst, wie ihr vor Gott treten, die Wahrheit praktizieren und nach Gottes Absichten handeln sollt, sagt Mir: Wird das nicht etwas Gutes sein? (Ja.) Das ist etwas Gutes. Einen solchen Menschen zu haben, ist für euch von so großem Nutzen. Er tut all das genau deshalb, weil er in stillem Einvernehmen mit Gott steht. Dieses stille Einvernehmen bedeutet, auf Gott bedacht zu sein und Gottes Worte ohne Abstriche umsetzen und praktizieren zu können und euch dann Stück für Stück auf den richtigen Weg des Glaubens an Gott zu bringen, sodass ihr bei der Ausführung eurer Pflichten allmählich dem Standard entspricht und auf den richtigen Weg gelangt und damit ihr die Mission, die Gott euch gegeben hat, erfolgreich erfüllen und Gott Rechenschaft ablegen könnt. Das ist etwas Gutes. Sagt Mir also: Welche Rolle spielt der vom Heiligen Geist gebrauchte Mann in diesem Prozess? Welche Rolle spielt er eurer Meinung nach? (Die eines Familienoberhaupts.) Wie das Oberhaupt dieser Familie, nicht wahr? Er führt euch die ganze Zeit vorwärts. Ganz gleich, welche Schwierigkeiten bei der Arbeit auftreten, er klagt nie darüber, wie schwierig oder mühsam es ist; wenn jemand zurückfällt, zieht er ihn mit und treibt ihn mit aller Macht an.
Zum Thema des stillen Einvernehmens mit Gott gibt es noch eine ganze Menge mehr zu sagen, und einige Einzelheiten haben wir noch nicht besprochen. Wenn ihr mehr darüber hören wollt, werden wir bei unserer nächsten Versammlung über diese konkreten Einzelheiten Gemeinschaft halten, damit ihr ein gewisses Verständnis dafür erlangen könnt, was es bedeutet, in stillem Einvernehmen mit Gott zu stehen, und wie Gott Menschen betrachtet, die ein solches stilles Einvernehmen mit Gott erreichen können, und wie Er sie charakterisiert und definiert. Über all das werden wir Gemeinschaft halten. Aber lasst uns unseren heutigen gemeinschaftlichen Austausch hier beenden. Auf Wiedersehen!
21. Dezember 2024