41. Seelengröße statt Eifersucht und Neid
Vor ein paar Jahren wurde Schwester Xiaojie in unsere Kirche versetzt, um mir bei Leitungsaufgaben zu helfen. Mit der Zeit stellte ich fest, dass sie trotz ihrer Jugend von gutem Kaliber und wirklich fähig war. Sie praktizierte die Wahrheit, wenn Probleme auftauchten, und konzentrierte sich auf das Streben nach den Prinzipien der Wahrheit. Ich konnte ihr nicht das Wasser reichen, weder vom Kaliber noch von den Fähigkeiten her. Ich bewunderte sie und sah, dass sie großes Talent hatte. Bei einem Mitarbeitertreffen fragte mich die Leiterin, ob es in der Kirche Leute gäbe, die nach der Wahrheit strebten und hohes Kaliber hätten. Ohne zu zögern, berichtete ich ihr von Schwester Xiaojies Stärken. Bald darauf lud die Leiterin sie ein, am Mitarbeitertreffen teilzunehmen, und bat sie, auch bei den darauf folgenden Treffen dabei zu sein. Ich fing an, mich unwohl zu fühlen, und dachte: „Ich war immer diejenige, die an den Versammlungen teilnahm, und die Leiterin besprach die Kirchenarbeit mit mir. Jetzt bittet sie Xiaojie, daran zu teilzunehmen. Es sieht so aus, als würde sie sich voll auf Xiaojies Schulung konzentrieren Hätte ich das gewusst, hätte ich ihre Stärken nicht erwähnt.“ Ich fühlte mich vergessen und zurückgelassen, nur wegen ihr. Ich ärgerte mich immer mehr, und im Stillen kam mir der Gedanke, dass es toll wäre, wenn die Leiterin sie anderswohin versetzen würde. Solange wir nicht zusammen waren, würde ich nicht schlechter dastehen als sie, und dann würde die Leiterin sich wieder mit mir besprechen. Aber ich wusste, dass Xiaojie nicht so schnell wieder versetzt werden würde. Eine schwere Last bedrückte mein Herz. Nicht nur das, ich war auch nicht gewillt, Zugeständnisse zu machen. Insgeheim stürzte ich mich auf die Worte Gottes, las, lernte sie auswendig und dachte darüber nach. damit ich sie in dem gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit übertrumpfen konnte, um mich zu beweisen. Doch meine Beweggründe waren falsch. Alles, was ich tat, war, mit ihr um Status zu konkurrieren, und das hieß, ich besaß nicht das Werk des Heiligen Geistes bei der Ausübung meiner Pflicht. Ich war nicht fähig, Probleme zu verstehen oder zu lösen.
Einmal wurden ein paar Schwestern zu Kirchendiakoninnen gewählt. Sie befürchteten, nicht genug von der Wahrheit verstanden zu haben, um die praktischen Probleme anderer beim Lebenseintritt zu lösen. Sie wollten die Position nicht übernehmen. Als ich das hörte, dachte ich: „Über welche Worte Gottes könnte ich mit ihnen Gemeinschaft führen, damit sie aus diesem Zustand herauskommen, sodass jeder sehen kann, dass Schwester Xiaojie nicht besser ist als ich?“ Sobald die Schwestern geendet hatten, beeilte ich mich, einig Abschnitte aus Gottes Worten zu lesen und dann darüber Gemeinschaft zu halten. Aber ich wollte mich nur aufspielen und bewundert werden. Ich tat es nicht, um mich vor Gott zur Ruhe zu bringen und nach der Wahrheit zu streben, um die Ursache des Problems zu finden. Mein gemeinschaftlicher Austausch kam nicht gut an. Zu sehen, wie sie dasaßen, ohne zu antworten, war ganz schön peinlich. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Dann sprang Schwester Xiaojie ein und hielt Gemeinschaft darüber, was es bedeutete, unsere Pflicht zu erfüllen, und sprach über ihre eigene Erfahrung und ihr Verständnis und über den Willen Gottes. Die Schwestern waren zu Tränen gerührt und entschlossen, die ihnen übertragene Pflicht anzunehmen. Zu sehen, wie sie Xiaojie bewundernde Blicke zuwarfen, hinterließ bei mir einen faden Geschmack im Mund. Bevor sie kam, waren alle von mir begeistert gewesen, aber sie hatte sofort nach ihrem Eintritt in die Kirche in allen Dingen die Oberhand gewonnen. Die Leiterin schätzte sie, und die Brüder und Schwestern schauten zu ihr auf, und ich konnte nicht mithalten, obwohl ich schon länger Leiterin war. Ich fragte mich, was die anderen von mir dachten. Würden sie sagen, mir fehle die Realität der Wahrheit, dass sie nur im Vergleich mit mir gut dastand? Diese Frage beherrschte mein Denken während dieser ganzen Zeit. Schwester Xiaojie hatte mir den Wind aus den Segeln genommen, und ich war eifersüchtig und neidisch auf sie. Manchmal wünschte ich, ich könnte sie auf eine für beide Seiten vorteilhafte Weise aus unserer Kirche hinauskomplimentieren. Ich grübelte und grübelte, aber nichts fiel mir ein. Ich spürte auch, dass ich mich immer mehr von Gott entfernte und mein Gemüt sich verdüsterte. Wenn ich Gemeinschaft hielt über Gottes Worte, lag kein Licht darin, und ich konnte anderen nicht bei ihren Problemen helfen. Ich tat immer noch jeden Tag meine Pflicht, aber innerlich war ich zerrissen und litt Qualen. Ich brachte meinen Zustand im Gebet vor Gott und bat Ihn, mich zu leiten, damit ich Seinen Willen verstehe und meine eigene Verdorbenheit erkenne.
Später las ich diese Worte Gottes: „Als Kirchenleiter muss man nicht nur lernen, die Wahrheit anzuwenden, um Probleme zu lösen, man muss auch lernen, talentierte Menschen zu entdecken und zu fördern, die man keinesfalls beneiden oder unterdrücken darf. Auf diese Weise zu praktizieren, nützt der Arbeit der Kirche. Wenn du ein paar nach der Wahrheit Strebende fördern kannst, damit sie mit dir zusammenarbeiten und jede Arbeitsaufgabe gut verrichten, und sie alle letztendlich Erfahrungszeugnisse haben, dann bist du ein Leiter oder Mitarbeiter, der den Anforderungen entspricht. Wenn du in der Lage bist, in allen Dingen den Grundsätzen entsprechend zu handeln, dann bist du hingebungsvoll. Manche Menschen haben immer Angst davor, dass andere besser sind als sie oder über ihnen stehen, dass andere Anerkennung bekommen, während sie selbst unbeachtet bleiben. Das führt dazu, dass sie andere angreifen und ausgrenzen. Sind sie damit nicht neidisch auf talentierte Menschen? Ist das nicht egoistisch und verachtenswert? Was für eine Art von Disposition ist das? Das ist eine bösartige Disposition! Wer nur an seine eigenen Interessen denkt und nur seine eigenen egoistischen Begierden zufriedenstellt, ohne an andere zu denken oder Rücksicht auf die Interessen von Gottes Haus zu nehmen, hat eine schlechte Disposition, und Gott mag einen solchen Menschen nicht“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Die Worte Gottes trafen mich bis ins Mark. Sie deckten ganz genau meinen Zustand auf. Als ich sah, dass meine Schwester ein hohes Kaliber hatte und praktische Ergebnisse erzielte, wenn sie Gemeinschaft hielt, dass die Leiterin sie schätzte und andere zu ihr aufschauten, war ich eifersüchtig und ächtete sie. Ich konnte es nicht abwarten, dass sie die Kirche endgültig verlässt. Wie sich das auf die Arbeit der Kirche oder die Interessen des Hauses Gottes auswirken würde, daran verschwendete ich keinen Gedanken. Ich ließ nichts als Bösartigkeit erkennen und war egoistisch und verachtenswert. Mir fehlte völlig die normale Menschlichkeit! Wie konnte ich meine Pflicht auf diese Weise tun, ohne dass Gott mich verabscheute? Ich verlor die Führung des Heiligen Geistes bei der Ausübung meiner Pflicht und versank in Dunkelheit. Das war Gottes gerechte Disposition. Also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu leiten, damit ich nicht mehr nur an Status dachte, normale Menschlichkeit auslebte und gut mit meiner Schwester zusammenarbeitete.
Dann las ich diese Worte Gottes: „Wenn du wahrhaft Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst, wirst du andere Menschen gerecht behandeln können. Wenn du einen guten Menschen empfiehlst und ihm ermöglichst, sich in einer Pflicht zu üben und sie auszuführen, und damit Gottes Haus eine talentierte Person hinzufügst, wird das deine Arbeit nicht erleichtern? Wirst du dann bei deiner Pflicht nicht hingebungsvoll sein? Das ist eine gute Tat vor Gott; es ist das Minimum an Gewissen und Vernunft, das jene, die als Leiter dienen, besitzen sollten“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Ich fühlte mich noch reumütiger und schuldiger. Gott möchte, dass mehr Menschen, die nach der Wahrheit streben, sich erheben und mit Gott zusammenarbeiten. Ich war Kirchenleiterin, aber im Innersten hatte ich nicht das, was Gott verlangte. Als ich sah, dass so jemand wie Schwester Xiaojie in der Kirche arbeitete, war ich nicht nur nicht glücklich darüber – ich war eifersüchtig und besorgt um meinen Status. Ich hatte nicht das elementarste Gewissen und die Vernunft eines Menschen. Ich sah, dass ich völlig ungeeignet war, Leiterin zu sein, und ich hasste meinen Egoismus. Dass Schwester Xiaojie ein gutes Kaliber hatte und Probleme im gemeinschaftlichen Austausch löste, war gut für die Arbeit der Kirche und für das Leben der Brüder und Schwestern. Ich hätte sie unterstützen und von ihren Stärken lernen sollen. Eine gute Zusammenarbeit mit ihr bei der Ausübung meiner Pflicht war der einzige Weg, auf Gottes Willen Rücksicht zu nehmen. Sobald ich Gottes Willen verstanden hatte, war ich immer noch ein wenig eifersüchtig, als ich bemerkte, dass andere Schwester Xiaojie zustimmten, dann aber betete ich zu Gott und nahm mich selbst zurück. Ich konzentrierte mich darauf, vor Gott zu leben und meine Pflicht gut zu erfüllen, und hörte auf, so viel darüber nachzudenken, wer wen bewunderte, und ich war viel weniger eifersüchtig. Ich wurde fähig, bei einem Problem das Gespräch mit ihr zu suchen und auf ihre Stärken zurückgreifen, um meine Schwächen auszugleichen, und gemeinsam mit ihr nach den Prinzipien der Wahrheit zu streben. Ich fühlte mich viel freier und wohler. Nachdem ich einige Veränderungen durchgemacht hatte, glaubte ich, meine eifersüchtige Natur hätte sich verbessert, und war, als ich in eine andere Situation geriet, überrascht, wie tief eingewurzelt meine satanische Natur war. Ich musste mehr von Gottes Gericht und Züchtigung erfahren, um gereinigt zu werden.
Einmal gingen Xiaojie und ich zu einer Mitarbeiterversammlung, wo die Leiterin mir einen knappen Gruß schenkte und dann begann, mit Xiaojie über die Arbeit der Kirche zu sprechen. Ich saß am Rande und fühlte mich wie das fünfte Rad am Wagen, und meine Laune war sehr schnell im Keller. Ich warf Xiaojie einen missmutigen Blick zu und konnte nicht anders, als misstrauisch zu werden und zu denken: „Die Leiterin schätzt dich also doch mehr als mich. Du bist das Hätschelkind in der Kirche und in den Augen der Leiterin, und weil sie dich mit mir vergleichen, machst du so einen guten Eindruck.“ Später hörte ich, die Leiterin habe veranlasst, dass Xiaojie an Predigten in einer anderen Region und an Schulungen teilnehmen sollte. Das zu hören machte mich nicht froh. „Warum will sie, dass Xiaojie geht und nicht ich?“ dachte ich. „Bin ich wirklich so schlecht? Bin ich nicht einmal ein bisschen Schulung wert?“ Ich war beschämt und fühlte mich, als hätte man mich mit kaltem Wasser übergossen. Ich war völlig unfähig, es zu akzeptieren, weil ich dachte, ich würde genauso viel in meine Pflicht investieren wie sie. Aber ich wurde zurückgelassen, während sie ging, um sich Predigten anzuhören. Man hatte mich völlig übersehen, und egal was ich tat, ich würde niemals mit ihr mithalten könnte. Ich fühlte mich umso schlechter, je mehr ich mich mit ihr verglich, und ich begann wieder in einem Zustand des Neids und der Missgunst zu leben. Ich wollte unbedingt, dass die Leiterin uns getrennt arbeiten ließ, damit ich Gelegenheit hätte, mich zu profilieren.
Bald darauf wurde Xiaojies Mann schwer krank. Das war ein schwerer Schlag für sie. Ich tröstete sie und ermutigte sie, zu beten und Gottes Willen durch diese Prüfung zu erkennen, aber ich konnte nicht anders, als zu denken: „Sie war wirklich auf dem Höhepunkt. Jetzt wird sie geläutert, und sie ist in einem schlechten Zustand, und ich bekomme endlich eine Chance, mich zu beweisen. Wenn ihr Zustand sich verbessert, werde ich diese Chance nie bekommen. Ich hoffe, diese Läuterung bei ihr dauert noch eine Weile an. Dann wird jeder sehen, dass sie gute Gemeinschaft hält, wenn alles normal ist, aber dass sie die Realität von Gottes Worten nicht ausleben kann. Dann wird sie wohl nicht mehr so bewundert werden. Vielleicht wird die Leiterin jetzt sehen, dass es ihr an der Realität der Wahrheit mangelt, und wird sie nicht weiter schulen, und dann werden die anderen natürlich mich bewundern.“ Ich dachte nicht viel über nach über meinen Geisteszustand, ich ließ diese Gedanken einfach vorbeistreichen. Eines Tages erkundigten sich ein paar Schwestern nach Xiaojie, weil sie sich Sorgen machten, und ich sagte, sie befände sich in einem schrecklichen Zustand und obwohl sie normalerweise großartig sei im gemeinschaftlichen Austausch, sei sie durch die Prüfung negativ geworden und es fehle ihr an wahrer Statur. Nachdem ich das gesagt hatte, fühlte ich mich unbehaglich. Ich hatte übertrieben, um sie zu beurteilen und herabzusetzen. Aber als ich sah, dass die Schwestern mich beim Wort nahmen, war ich insgeheim erfreut. Jetzt, dachte ich, würden sie Xiaojie nicht mehr so bewundern. Aber als ich sie später sah, wurde mir klar, dass sie sich nicht von ihrer Pflicht abhalten ließ, obwohl sie wirklich litt und jedes Mal weinte, wenn sie betete. Ich fühlte mich schuldig. Angesichts dieser Prüfung wäre es schwer, nicht zu leiden und Schwäche zu zeigen. Hätte ich wirklich Menschlichkeit besessen, hätte ich für sie gebetet und alles getan, was ich konnte, um ihr zu helfen und sie zu unterstützen. Und was hatte ich getan? Ich fühlte mich schrecklich. Ich kam im Gebet vor Gott und sagte: „O Gott! Ich bin viel zu eifersüchtig. Ich habe Schwester Xiaojie beurteilt und erniedrigt, um sie zu übertreffen. Ich freute mich sogar über ihr Leid und konnte es nicht erwarten, dass sie negativ wird und stolpert. Mir fehlt es völlig an Menschlichkeit. Gott, bitte führe mich und erleuchte mich, damit ich meine Verdorbenheit erkenne und von meiner satanischen Veranlagung befreit werde.“
Nach dem Gebet las ich Folgendes in Gottes Worten: „Wenn sie jemanden sehen, der besser ist als sie, versuchen sie, ihn zu Fall zu bringen, sie erfinden Gerüchte über ihn oder greifen zu verachtenswerten Mitteln, um ihn zu verunglimpfen und seine Autorität zu untergraben, und sie zerdrücken ihn sogar unter ihren Füßen, alles, um ihren eigenen Status in den Herzen der Menschen zu schützen. Was ist das für eine Disposition? Das ist nicht nur eine arrogante und eingebildete Disposition – solche Menschen haben eine satanische Wesensnatur; es ist eine bösartige Disposition. Sie greifen Menschen an, die besser als sie und ihnen überlegen sind, und grenzen sie aus – sie sind heimtückisch und niederträchtig. Und dass sie vor nichts zurückschrecken, um Menschen zu Fall zu bringen, zeigt, dass in ihnen eine beträchtliche dämonische Natur steckt! Sie leben nach satanischen Dispositionen, setzen Menschen herab, versuchen, ihnen etwas anzuhängen, und quälen sie. Sind das keine Übeltaten? Und obwohl sie so leben, denken sie noch immer, dass sie in Ordnung sind, dass sie gute Menschen sind. Aber wenn sie jemanden sehen, der ihnen überlegen ist, sind sie in der Lage, ihn zu quälen und unter ihren Füßen zu zerdrücken. Um was für ein Problem handelt es sich hier? Sind Menschen, die solch böse Taten begehen, nicht hemmungslos und tun sie nicht, was ihnen beliebt? Solche Menschen berücksichtigen nur ihre eigenen Interessen und ihre eigenen Gefühle, und ihnen geht es nur darum, ihre eigenen Begierden und Ambitionen zufriedenzustellen und ihre Ziele zu erreichen. Ihnen ist es egal, wie viel Schaden der Kirchenarbeit zugefügt wird, und sie würden lieber die Interessen des Hauses Gottes opfern, als ihren Status in den Herzen der Menschen und ihren eigenen Ruf zu verlieren. Sind solche Menschen nicht arrogant und selbstgerecht, egoistisch und verachtenswert? Solche Menschen sind nicht nur arrogant und selbstgerecht, sie sind auch äußerst egoistisch und verachtenswert. Sie nehmen keinerlei Rücksicht auf die Absichten Gottes. Haben solche Menschen gottesfürchtige Herzen? Sie haben nicht im Geringsten gottesfürchtige Herzen. Darum handeln sie zügellos und tun, was immer sie wollen, ohne jegliches Schuldgefühl, ohne jegliche Furcht, ohne jegliche Befürchtung oder Sorge und ohne die Konsequenzen zu bedenken. Das tun sie oft und so haben sie sich immer verhalten. Was ist die Natur eines solchen Verhaltens? Gelinde gesagt sind solche Menschen viel zu eifersüchtig und haben ein zu starkes Verlangen nach persönlichem Ansehen und Status; sie sind zu hinterlistig und heimtückisch. Um es etwas schärfer auszudrücken, das Wesen des Problems ist, dass solche Menschen überhaupt keine gottesfürchtigen Herzen haben. Sie fürchten Gott nicht, sie glauben, dass sie selbst von größter Bedeutung sind, und sie betrachten alles an sich selbst als höher als Gott und höher als die Wahrheit. In ihren Herzen ist Gott unbedeutend und nicht erwähnenswert, und Gott hat überhaupt keinen Platz in ihren Herzen. … Findet ihr, dass eine solche Person furchterregend ist, oder nicht? Was sind das für Menschen, die seit vielen Jahren an Gott glauben, aber kein gottesfürchtiges Herz haben? Sind sie nicht extrem arrogant? Sind sie nicht Satane? Und welchen Dingen fehlt es am meisten an einem gottesfürchtigen Herzen? Abgesehen von den wilden Tieren sind es die Bösen und die Antichristen, die Teufel und jene, die von Satans Art sind. Sie akzeptieren die Wahrheit überhaupt nicht; sie sind völlig ohne gottesfürchtiges Herz und zu jedem Übel imstande“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die fünf Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um den rechten Weg des Gottesglaubens einzuschlagen). Die Worte trafen mich mitten ins Herz. Ich war genau diese Art von Mensch. Ich wusste, dass Schwester Xiaojie gutes Kaliber hatte, nach der Wahrheit strebte und es verdiente, geschult zu werden, aber als ich sah, dass die Leiterin sie schätzte und sie zu Versammlungen an anderen Orten senden wollte, warf mich das aus dem Gleichgewicht. Ich hatte das Gefühl, dass mir Unrecht getan wurde, und konnte es nicht akzeptieren. Ich war eifersüchtig und ärgerte mich über sie und wollte unbedingt, dass die Leiterin sie versetzte. Als sie durch ihre Prüfung schwach war und Schmerzen litt, tat ich so, als würde ich ihr helfen, aber ich freute mich über ihrem Leiden. Ich wollte, dass sie negativ wird, damit ich im Rampenlicht stehen konnte. Ich habe sie sogar vor anderen beurteilt und erniedrigt, um mich selbst zu erhöhen, nur damit ich mich hervortun konnte. Ich hatte seit Jahren an Gott geglaubt, aber ich hatte keine Ehrfurcht vor Ihm. Ich war eifersüchtig und tat skrupellose Dinge, nur um meinen eigenen Status zu schützen. Ich war so verachtenswert und bösartig. Ich war engstirnig, eitel, bösartig, verachtenswert und kleinlich! Was unterschied mich da noch von Satan? Nur Satan kann es nicht ertragen, wenn die Dinge gut laufen, und will, dass die Menschen negativ sind, sich von Gott entfernen und Gott verraten. Ich habe eindeutig als Satans Lakai gehandelt und die Arbeit der Kirche gestört. Ich untergrub das Haus Gottes und tat Böses, indem ich mich mit Satan gegen Gott stellte! Trotzdem hielt ich sehr viel von mir selbst. Mir fehlte eindeutig die Realität der Wahrheit, und mein Kaliber konnte sich mit dem von Schwester Xiaojie nicht messen. Ich wetteiferte immer um Status und wollte sie übertrumpfen. Ich war so arrogant, und mir fehlte jegliche Selbstkritik! An diesem Punkt hasste ich mich wirklich und wollte unbedingt von meiner satanischen Disposition befreit werden.
Danach las ich Folgendes in Gottes Worten: „Die Grundursache für den Widerstand und die Aufsässigkeit des Menschen gegenüber Gott ist seine Verdorbenheit durch Satan. Aufgrund der Verderbtheit durch Satan ist das Gewissen des Menschen nun abgestumpft, er ist moralisch verdorben, seine Gedanken sind degeneriert und er hat eine rückständige geistige Einstellung. Bevor der Mensch von Satan verdorben wurde, unterwarf er sich ursprünglich Gott und unterwarf sich Seinen Worten, nachdem er sie gehört hatte. Er war ursprünglich von gesunder Vernunft und gesundem Gewissen und von normaler Menschlichkeit. Nachdem der Mensch von Satan verdorben worden war, stumpften seine ursprüngliche Vernunft, sein ursprüngliches Gewissen und seine ursprüngliche Menschlichkeit allesamt ab und wurden von Satan zerrüttet. Somit hat er seine Unterwerfung unter Gott und seine Liebe zu Ihm verloren. Die Vernunft des Menschen ist abnormal geworden, seine Disposition ist die eines Tieres geworden, und seine Auflehnung gegen Gott nimmt immer mehr zu und wird immer schwerwiegender. Doch der Mensch weiß und versteht dies noch immer nicht, sondern er widersetzt sich bloß hartnäckig und lehnt sich beharrlich auf. Die Offenbarungen der Disposition des Menschen sind der Ausdruck seiner Vernunft, seiner Einsicht und seines Gewissens. Da seine Vernunft und seine Einsicht krank sind und sein Gewissen extrem abgestumpft ist, ist seine Disposition rebellisch gegen Gott. Wenn die Vernunft und die Einsicht des Menschen sich nicht ändern können, dann kommen Veränderungen an seiner Disposition nicht in Frage, auch nicht, mit Gottes Absichten im Einklang zu stehen. Wenn die Vernunft des Menschen krank ist, kann er Gott nicht dienen und ist für Gottes Verwendung nicht geeignet“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Seine Disposition nicht zu ändern, bedeutet, in Feindschaft mit Gott zu sein). Diese Worte halfen mir zu verstehen, dass ich immer gegen Gott rebellierte und ihm widerstand und in Verdorbenheit lebte, weil ich von Satan verdorben worden war. Ich war durchdrungen von satanischen Prinzipien und satanischer Logik, zum Beispiel „Jeder ist sich selbst der Nächste, und den Letzten holt der Teufel“, „Ich bin mein eigener Herr, im Himmel und auf Erden“, „Es kann nur einen Leitwolf geben“, „Ein Mensch muss ein starkes Vermächtnis hinterlassen“ und so weiter. Ich hatte diese Sprüche von Satan angenommen, und meine Perspektiven, Überlebensregeln und meine Vernunft waren völlig verdreht, was mich noch arroganter und bösartiger machte und mir die Menschlichkeit nahm. Kontrolliert von diesen Giften Satans, wollte ich nur einen Namen und Status haben und bewundert werden. Ich wollte mich von der Menge abheben und wollte nicht, dass mich jemand übertrifft, und wann immer jemand mich übertraf, sah ich sie als Rivalen. Wenn ich andere nicht übertreffen konnte, wurde ich eifersüchtig und missgünstig oder tat sogar hinterhältige Dinge, um mein Ziel zu erreichen. Ich zeigte nichts als die satanischen Dispositionen der Arroganz, des Betrugs und der Bösartigkeit. Ich behauptete, meine Pflicht zu tun, aber in Wirklichkeit arbeitete ich für mich selbst, tat Böses und widersetzte mich Gott. Ich dachte an die Antichristen, die ausgestoßen worden waren. Sie waren eifersüchtig und verbittert gegenüber allen, die nach der Wahrheit strebten oder sich aus Gottes Willen etwas machten, und behandelte jeden, der ihren eigenen Status bedrohte, wie einen Feind. Sie waren unterdrückerisch und tückisch und wollten sogar, dass andere aus der Kirche hinausgeworfen werden, damit sie die Oberhand behielten. Letztendlich wurden sie alle aus der Kirche geworfen, so viel Böses haben sie getan. Ich war nicht so gehässig oder tat so viel Böses wie die Antichristen, aber ich war eifersüchtig und wurde von meiner arroganten, bösartigen Natur kontrolliert. Ich schloss sogar andere aus und beurteilte sie, um meinen eigenen Status zu erhalten. Ich war auf dem Weg eines Antichristen, der gegen Gott ist. Gottes gerechte Disposition duldet kein Verletzen. Ich wusste, wenn ich nicht Buße tat, würde ich am Ende von Gott verworfen und eliminiert werden. Das war entsetzlich für mich. Ich wusste, dass Gott mich mit Seinem strengen Gericht beschützt hat. Sonst würde ich nicht über mich nachdenken, dann käme das Bedauern zu spät, wenn ich etwas wirklich Böses getan hätte. Ich war bewegt, als ich über den Willen Gottes nachdachte. Ich betete zu Gott, bereit, Buße zu tun und mich zu ändern.
Ich las diese Worte Gottes in meinen Andachtsbüchern: „Für alle, die eine Pflicht ausführen, unabhängig davon, wie tiefgründig oder oberflächlich ihr Verständnis von der Wahrheit ist, besteht die einfachste Art der Praxis, um in die Wahrheitsrealität einzutreten, darin, bei jeder Gelegenheit an die Interessen von Gottes Haus zu denken, ihre selbstsüchtigen Begierden, persönlichen Absichten und Motive sowie ihren Stolz und ihren Status loszulassen und die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle zu stellen – das ist das Mindeste, was sie tun sollten. Wenn ein Mensch, der eine Pflicht ausführt, nicht einmal so viel tun kann, wie kann man dann von ihm behaupten, dass er seine Pflicht ausführt? Das kann man nicht als Ausführen der eigenen Pflicht bezeichnen. Du solltest zuerst an die Interessen von Gottes Haus denken, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen und die Arbeit der Kirche mit in Betracht ziehen. Setze diese Dinge an allererste Stelle; erst danach kannst du darüber nachdenken, wie solide dein Status ist oder wie andere dich betrachten. … Außerdem, wenn du deine Verantwortlichkeiten erfüllen kannst, deine Verpflichtungen und deine Pflicht erfüllen kannst, deine selbstsüchtigen Begierden, Absichten und Motive beiseitelegen kannst, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst, und die Interessen des Hauses Gottes, die Arbeit der Kirche und die Pflicht, die du ausführen sollst, an die erste Stelle setzen kannst, dann wirst du, nachdem du eine Weile auf diese Weise Erfahrungen gemacht hast, spüren, dass es gut ist, sich auf diese Weise zu verhalten, dass die Menschen auf ehrliche und aufrichtige Weise leben sollten und dass sie kein rückgratloses, schmutziges, verachtenswertes Dasein führen sollten, sondern vielmehr aufrecht und gerecht sein sollten. Du wirst spüren, dass dies das Ebenbild ist, das ein Mensch ausleben sollte. Dein Verlangen, deine eigenen Interessen zu befriedigen, wird allmählich schwinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). „Die Funktionen sind verschieden, aber es gibt nur einen Körper. Jeder von euch sollte seine eigene Funktion ausführen, an seinem eigenen Platz bleiben und sein Äußerstes tun, entsprechend der Wärme, die er hat, Licht ausstrahlen und Reife im Leben anstreben. So werde Ich zufrieden sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 21). Ich verstand aus den Worten Gottes, dass Gott das Kaliber eines jeden Menschen vorherbestimmt und welche Rolle er ausfüllen kann. Um diese Dinge kann man nicht wetteifern oder kämpfen. Wenn ein anderer ein besseres Kaliber hat, wenn Gott vorherbestimmt hat, dass ich das Gras sein soll und nicht der Baum, dann muss ich einfach dieser Grashalm sein und diese Rolle mit Freude ausfüllen. Ich wollte nicht mehr mit anderen um Status rivalisieren, sondern meine egoistischen Begierden loslassen und nicht nach meiner satanischen Disposition leben und die Interessen des Hauses Gottes an die erste Stelle setzen und meine Pflicht wirklich gut erfüllen, mit beiden Beinen auf der Erde. Das ist der einzige Weg, im Licht zu leben. Ich öffnete mich den Schwestern gegenüber und sprach von meiner Korruption und entschuldigte mich bei Schwester Xiaojie. Als sie von meinen bösen Absichten und Taten erfuhr, machte sie mir keinerlei Vorwürfe, sondern hielt Gemeinschaft über die Wahrheit, um mir zu helfen. Ich war wirklich gerührt. Ich hasste auch, dass ich es an Menschlichkeit fehlen hatte lassen und sie verletzt hatte. Später betete ich zu Gott, dass ich aufhören möge, nach Status zu streben, und einfach meine Pflicht gut erfüllen möge.
Etwas mehr als einen Monat später kehrte Xiaojie von ihrer Reise zurück und erzählte, was sie in den Versammlungen gelernt hatte. Ihre Gemeinschaft war wirklich erbaulich und wohltuend, aber als ich die anderen sah, die aufmerksam zuhörten, hatte ich wieder dieses unbehagliche Gefühl. Ich merkte, dass ich wieder um Status rang und wieder eifersüchtig war, also betete ich schnell zu Gott, damit ich mich zurücknahm. Ich erinnerte mich an etwas, das ich in einer Predigt gehört hatte, nämlich dass ein vernünftiger Mensch, der Gott dient, nicht eifersüchtig ist, sondern hofft, dass andere besser sind als er selbst, sodass mehr Menschen helfen können, Gottes Last zu teilen. So jemand kann sich freuen, wenn Gott jemanden gewinnt. Ich erkannte, dass sie gewachsen war und Dinge gelernt hatte auf ihrer Reise zu den Predigten, und sie konnte andere bewässern und ihnen helfen. Das war gut für das Verständnis aller für die Wahrheit und würde Gott Trost bringen. Ich musste von ihr lernen und ihre Stärken in meine Pflicht einbeziehen. Das war entscheidend. Als ich auf diese Weise betete und mich selbst zurücknahm, fühlte ich mich viel wohler. Was auch immer die Brüder und Schwestern dachten und was auch immer meine Position in der Kirche war, all das war jetzt nicht mehr wichtig. Ich kam zur Ruhe und hörte zu, wenn sie Gemeinschaft hielt, und nahm die Erleuchtung auf. Ich arbeitete mit ihr zusammen, um nach den Prinzipien der Wahrheit in unserer Arbeit zu streben. Wenn ich danach während unserer gemeinsamen Arbeit sah, wie die Leiterin etwas mit ihr diskutierte, war das okay für mich, und ich war nicht länger eifersüchtig. Das war eine große Erleichterung für mich. Ich habe persönlich erlebt, wie viel wohler und aufrechter ich mich fühlte, sobald ich meine Eifersucht losgelassen hatte, und mit der Zeit war ich in der Lage, das Abbild eines Menschen auszuleben. Ich habe mich ein wenig verändert aufgrund des Gerichts und der Züchtigung durch Gottes Worte. Ich danke Gott für meine Errettung!