21. Ein falscher Bericht

Von Jeffrey, Australien

Seit über einem Jahr hält Gott Gemeinschaft über die Wahrheiten zur Unterscheidung falscher Leiter. Bei Versammlungen tauschte ich mich oft über mein eigenes Verständnis und meine Erkenntnisse darüber aus, doch im wahren Leben konnte ich falsche Leiter nicht erkennen. Sobald ich auch nur das geringste Anzeichen dafür sah, dass ein Leiter keine echte Arbeit leistete, stufte ich ihn blindlings als falschen Leiter ein. Infolgedessen versäumte ich es nicht nur, die Kirchenarbeit zu schützen, sondern verursachte sogar fast eine Unterbrechung der Arbeit. Dieses Versagen war mir eine Lehre, und ich erlangte dadurch ein gewisses Unterscheidungsvermögen bei falschen Leitern.

Ich kümmerte mich in der Kirche um allgemeine Angelegenheiten. Ich war dafür verantwortlich, bestimmte Gegenstände und Werkzeuge in der Kirche zu verwalten. Im Laufe meiner Pflicht stellte ich fest, dass Brüder und Schwestern unsachgemäß mit den Gegenständen umgingen. Das erschwerte mir die Verwaltung. Ich wandte mich an die Leiterin, Schwester Megan, und meldete ihr diese Probleme. Ich wies sie auch darauf hin, dass sie diese Angelegenheiten vor den anderen ansprechen und bei Versammlungen darüber Gemeinschaft halten könnte. Als sie das verstand, erklärte sie sich dazu bereit. Danach wartete ich darauf, dass Megan zu einer Versammlung kam, doch obwohl ich lange wartete, sah ich sie nie bei einer Versammlung und sie kümmerte sich auch nicht um die Nachverfolgung, also fixierte ich mich völlig auf diese Leiterin. Ich dachte mir: „Das ist schon so lange her. Warum hat sie diese Aufgabe nicht nachverfolgt? Ich habe sie schon mehr als einmal auf dieses Problem hingewiesen, aber es wurde nie gelöst. Gott hat Gemeinschaft über Aspekte der Wahrheit gehalten, die sich auf die Unterscheidung falscher Leiter beziehen. Wenn man Probleme nicht nachverfolgt und sie nicht löst, ist man ein falscher Leiter. Ich muss dieses Problem deinen Vorgesetzten melden. Auf diese Weise werden die oberen Leiter spüren, dass ich einen Gerechtigkeitssinn habe. Vielleicht halten sie dann sogar große Stücke auf mich!“ Aber zu der Zeit blieb es nur bei dem Gedanken und ich unternahm nichts. Später lief der Mietvertrag für die Räumlichkeiten, in denen wir unsere Bücher von Gottes Worten lagerten, in gut einem Monat ab, also mussten die Bücher so schnell wie möglich an einen anderen Ort gebracht werden. Da es so viele Bücher waren und jede Kiste schwer war, wäre es für mich allein mühsam gewesen, sie zu transportieren, und es hätte lange gedauert. Ich wurde etwas nervös und fragte die Leiterin, ob sie ein paar Leute organisieren könnte, die mir halfen. Die Leiterin sagte immer wieder, sie würde nach Leuten suchen, aber die längste Zeit tauchte niemand auf. Schließlich kamen zwei Brüder und halfen mir bei einer Fuhre, verschwanden dann aber eilig wieder. Diese Situation frustrierte mich enorm. Ich dachte: „Warum konnte die Leiterin nicht mehr Helfer auftreiben? Warum verfolgt sie diese Arbeit nicht nach? Warum kommt sie nicht her und sieht sich an, wie viel Arbeit ich hier habe?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich, und ich wollte der Leiterin keine Probleme mehr melden, weil es sinnlos erschien. In dieser Zeit wollte ich die Leiterin gar nicht sehen, und wenn wir uns doch über den Weg liefen, wollte ich nicht mit ihr reden. Ich dachte mir: „Gut, wenn du niemanden suchen willst. Ich mache es alleine fertig. Ich werde mir dieses Verhalten von dir auf jeden Fall merken und es zu gegebener Zeit deinen Vorgesetzten melden.“ Dann kam mir eine Passage aus Gottes Worten über die Unterscheidung falscher Leiter in den Sinn: „Auch den Problemen und Schwierigkeiten, die in der Kirchenarbeit auftreten, schenken falsche Leiter einfach keine Beachtung oder weisen sie mit ein paar Glaubenslehren und Parolen ab. Bei keiner Arbeit wird man je sehen, dass sie vor Ort sind, um die Arbeit zu verstehen und nachzuverfolgen. Man wird nicht sehen, wie sie vor Ort über die Wahrheit Gemeinschaft halten, um Probleme zu lösen, und noch viel weniger, wie sie die Arbeit persönlich anleiten und beaufsichtigen, um zu verhindern, dass Fehler und Abweichungen auftreten. Das ist die offensichtlichste Äußerungsform der oberflächlichen Arbeitsweise falscher Leiter(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (4)). Ich dachte: „Das Verhalten meiner Leiterin ist genau so, wie es Gottes Worte beschreiben. Wenn sie den Problemen bei meiner Arbeit nicht auf den Grund geht oder sie löst, ist sie dann nicht eine falsche Leiterin?“ Aber ich dachte auch daran, dass ich weder mit der Leiterin über die von mir beobachteten Probleme gesprochen noch ein paar Leute, die die Wahrheit verstanden, gebeten hatte, das zu überprüfen, also sollte ich sie vielleicht nicht so voreilig als falsche Leiterin einstufen. Ich überlegte: „Sollte ich nicht vielleicht erst mehr nach den Wahrheitsgrundsätzen in diesem Bereich suchen und mich dann mit einigen Brüdern und Schwestern, die die Wahrheit verstehen, besprechen, bevor ich eine Entscheidung treffe?“ Aber ihr Verhalten entsprach doch genau dem, was Gottes Worte beschrieben, was gab es da also noch zu suchen? Ich war mir nicht sicher, ob meine Sichtweise richtig war, und wollte sie nicht zu Unrecht beschuldigen, also war ich hin- und hergerissen, was ich tun sollte. Mein Kopf war voll von Bildern, wie die Leiterin mein Problem nicht gelöst hatte. Und so suchte ich einfach nicht mehr nach der Wahrheit. Ich zog den Hintergrund von Gottes gemeinschaftlichem Austausch nicht in Betracht und verstand Gottes Worte falsch. Ich nutzte eine einzige Phrase, ein einziges Verhaltensbeispiel als Beweis, um Megan zu beschuldigen und davon überzeugt zu sein, sie sei eine falsche Leiterin. Kurze Zeit später hörte ich von einigen anderen Schwestern, die allgemeine Angelegenheiten erledigten, dass Megan auch deren Arbeit sehr oft nicht nachverfolgte und sich deren Arbeit manchmal verzögerte. Als ich das hörte, fühlte ich mich noch sicherer: „Megan leistet keine echte Arbeit und verfolgt die Arbeit nicht nach. Entlarvt sie das nicht als falsche Leiterin?“ In letzter Zeit haben wir bei Versammlungen Gemeinschaft über Wahrheitsaspekte zur Unterscheidung falscher Leiter gehalten. „Ich kann nicht fassen, dass ich an eine geraten bin“, dachte ich mir. „Ich muss Gerechtigkeitssinn haben, die Kirchenarbeit aufrechterhalten und diese falsche Leiterin entlarven.“ Als ich diese Probleme dann aber Megans Vorgesetzten melden wollte, war mir doch etwas unwohl. Schließlich hatte ich die Sache weder mit ihr besprochen noch die Wahrheit gesucht oder mich mit Leuten ausgetauscht, die die Wahrheit verstehen. War ich da nicht zu blind und willkürlich? Aber genau in diesem Moment hörte ich, dass Megans Vorgesetzte das Gespräch mit ihr gesucht und alle Teamleiter nach ihrer Pflichterfüllung gefragt hatten. Das ließ mir keine Ruhe: „Wer hätte gedacht, dass ihre Vorgesetzten bereits gemerkt haben, dass es ein Problem mit ihr gibt? Jetzt ist es so gut wie sicher, dass sie eine falsche Leiterin ist.“ Ich dachte mir: „Ich muss Megans Probleme sofort ihren Vorgesetzten melden. Da brauche ich gar nicht weiter zu suchen. Wenn ihre Vorgesetzten sonst die Untersuchung abschließen und sie entlassen, und wenn sie dann fragen, wer bei ihr Unterscheidungsvermögen bewiesen, wer ihre Probleme aufgedeckt und wer den Gerechtigkeitssinn gehabt hat, sie zu melden, dann wird mein Name gar nicht fallen. Wie soll ich dann beweisen, dass ich Unterscheidungsvermögen besitze? Ich darf keine Zeit mehr verlieren!“ Eilig vereinbarte ich ein Treffen mit Megans Vorgesetztem, Bruder Sean, und berichtete ihm von ihren Problemen. Ich sagte: „Als Leiterin kümmert sich Megan nicht um die Nachverfolgung meiner Arbeit und fragt auch nie nach Problemen, die ich bei der Arbeit habe. Immer, wenn ich ihr von einem Problem erzähle, löst sie es nicht.“ Ich zeigte ihm auch eine Passage aus Gottes Worten zur Unterscheidung falscher Leiter. Ich sagte, das in Gottes Worten offenbarte Verhalten falscher Leiter sei genau wie ihres, weshalb ich sie für eine falsche Leiterin hielt. Als ich fertig war, sagte er: „Wir sind der Sache bereits nachgegangen, und Megan hat in der Tat einige Probleme. Es gibt Arbeiten, die sie nicht richtig nachverfolgt hat, und sie wurstelt sich durch ihre Pflicht. Sie muss zurechtgestutzt werden, und wir müssen ihr helfen, über sich selbst nachzudenken und daraus zu lernen. Wir haben aber auch festgestellt, dass sich Megan in den letzten Monaten hauptsächlich die Bewässerungsarbeit nachverfolgt hat, weil sich der Kirche in letzter Zeit viele Neulinge angeschlossen haben. Einige religiöse Pastoren haben massive Störungen verursacht, und diese Neulinge müssen dringend bewässert werden, damit sie auf dem wahren Weg Wurzeln schlagen. Das ist momentan die wichtigste und entscheidendste Arbeit. Megan hat all ihre Energie in diese Arbeit gesteckt. Allgemeine Angelegenheiten sind nicht ganz so dringend. Solange es den Ablauf nicht behindert, ist es kein großes Problem, wenn sie sich im Moment etwas langsamer um die Nachverfolgung kümmert. Da all diese Aufgaben gleichzeitig anfallen und wir zu wenig Personal haben, muss sie Prioritäten setzen, also müssen allgemeine Angelegenheiten im Moment hintangestellt werden. Das ist der Grund, warum Megan deine Arbeit nicht rechtzeitig nachverfolgt hat, aber sie hat erst nach Rücksprache mit ihren Arbeitspartnern beschlossen, auf diese Weise zu praktizieren. Außerdem war Megan früher nur für einen einzigen Aufgabenbereich zuständig. Sie ist eine neue Leiterin, da fällt es ihr schwer, für so viele Aufgaben verantwortlich zu sein. Es gibt einige Dinge, die sie nicht nachverfolgen kann, weshalb sie unsere Hilfe und unseren gemeinschaftlichen Austausch braucht.“ Sean erklärte mir dazu sogar die entsprechenden Grundsätze. Erst nachdem ich die Grundsätze gelesen hatte, wurde mir klar, dass wichtigere Arbeiten Vorrang haben müssen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bewässerungsarbeit Priorität. Sie konnten andere Arbeiten nur tun, solange die Bewässerungsarbeit nicht darunter litt. Wenn sich die Bewässerungsarbeit verzögert hätte, wäre das dann nicht so, als würde man das Wichtige für das Unwichtige opfern? Wenn Megan manche Aufgaben nicht richtig nachverfolgte, lag das daran, dass sie wichtigere Arbeiten priorisierte, und nicht daran, dass sie keine echte Arbeit leistete. Ich hingegen hatte nie versucht zu verstehen, warum sie Aufgaben nicht nachverfolgte oder warum sie die Probleme, die ich ansprach, nicht löste. Stattdessen hatte ich Vorurteile gegen sie entwickelt, mich auf sie fixiert, dachte, sie leistete keine echte Arbeit, und stufte sie sofort als falsche Leiterin ein. War ich da nicht viel zu willkürlich vorgegangen? An diesem Punkt fragte mich Sean: „Wenn wir Megan jetzt sofort entlassen würden, könnte die Kirche dann auf der Stelle Ersatz für sie finden? Könnte die Arbeit weitergehen?“ Ich dachte darüber nach und fand, dass Megan nach wie vor als Leiterin geeignet war. Nach dem Gespräch mit Sean war ich sehr traurig. Ursprünglich dachte ich, ich hätte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, und ich hatte sogar Worte Gottes gefunden, die auf die Situation zutrafen, und Megan erst gemeldet, nachdem ich die Wahrheit gesucht hatte. Doch es stellte sich heraus, dass ich die Wahrheit nicht verstand und mit meinem Unterscheidungsvermögen falschlag. Worin lag mein Fehler?

In meiner Suche las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Die Charakterisierung von jemandem als falscher Leiter oder falscher Mitarbeiter muss auf ausreichenden Fakten beruhen. Sie darf nicht auf ein oder zwei Vorfällen oder Verfehlungen beruhen, und noch viel weniger kann die vorübergehende Offenbarung von Verdorbenheit als Grundlage dafür dienen. Die einzig genauen Maßstäbe, nach denen man jemanden charakterisieren kann, sind, ob er echte Arbeit leisten und die Wahrheit nutzen kann, um Probleme zu lösen, sowie ob er eine Person vom richtigen Schlag ist, ob er jemand ist, der die Wahrheit liebt und sich Gott unterwerfen kann, und ob er das Wirken und die Erleuchtung des Heiligen Geistes besitzt. Jemand kann nur auf der Grundlage dieser Faktoren korrekt als falscher Leiter oder falscher Mitarbeiter charakterisiert werden. Diese Faktoren sind die Maßstäbe und Grundsätze zur Beurteilung und Bestimmung, ob jemand ein falscher Leiter oder ein falscher Mitarbeiter ist(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (20)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass wir, um einen falschen Leiter zu erkennen, hauptsächlich darauf schauen müssen, ob er echte Arbeit leistet und ob er die Wahrheit annimmt. Es war überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte – dass Leiter verpflichtet seien, jedes einzelne Problem bei meiner Pflicht zu lösen, und wenn sie das tun, seien sie wahre Leiter, aber wenn nicht, seien sie falsche Leiter, die keine echte Arbeit leisten. Diese Sichtweise ist falsch und stimmt nicht mit der Wahrheit überein. Um festzustellen, ob ein Leiter ein falscher Leiter ist, kommt es vor allem darauf an, ob er sich bei jeder Aufgabe in seinem Verantwortungsbereich prompt um die Nachverfolgung kümmern kann und den Fortschritt und Stand jeder Aufgabe verstehen und erfassen kann; ob er die Probleme, Schwierigkeiten und Abweichungen, auf die Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten stoßen, umgehend herausfinden und untersuchen kann; und ob er gemeinsam mit ihnen nach den Wahrheitsgrundsätzen sucht, um diese Probleme zu lösen. Daran können wir beurteilen, ob ein Leiter echte Arbeit leistet. Außerdem hängt es davon ab, ob er die Wahrheit annehmen kann und ein aufrichtiger Mensch ist. Wenn Leiter Fragen haben, die sie nicht verstehen, können sie sich an die oberen Leiter wenden, um zu suchen. Wenn andere Vorschläge machen oder Unzulänglichkeiten aufzeigen, sollten Leiter in der Lage sein, sich zu unterwerfen, die Wahrheit zu suchen und über sich selbst nachzudenken. Wenn sie zurechtgestutzt werden, Rückschläge und Misserfolge erleiden, sollten sie in der Lage sein, daraus zu lernen und sich danach zu ändern. Das bedeutet, dass sie Menschen sind, die die Wahrheit annehmen. Wenn ein Leiter für mehrere Aufgaben verantwortlich ist, muss er zudem nicht alles selbst machen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, jede Aufgabe zu überprüfen, damit die Kirchenarbeit normal voranschreitet. Jemand, der das tut, ist ein qualifizierter Leiter. Falsche Leiter tun nach außen hin immer so, als wären sie beschäftigt, leisten aber nur oberflächliche oder unwichtige Arbeit. Sie erledigen die wichtigste Arbeit nie pünktlich; sie rennen blindlings herum und machen sich geschäftig, sind aber ineffizient. Da sie die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehen, können sie die Probleme in ihrer Arbeit nicht erkennen oder klar sehen, und sie wissen nicht, wie sie Dinge planen oder anordnen sollen. Sie können nur Glaubenslehren und leeres Geschwätz herunterleiern, was aber keine Wege der Praxis aufzeigt oder echte Probleme löst, auf die Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten stoßen. Darüber hinaus suchen falsche Leiter nicht nach der Wahrheit, wenn ihnen Dinge begegnen, sie nehmen die Führung und Hilfe anderer nicht an und verhindern letztendlich, dass viele Aufgaben reibungslos ablaufen, und bringen sie sogar zum Erliegen. Das ist eine grobe Pflichtverletzung; genau das macht einen falschen Leiter aus. Durch Gottes Worte verstand ich, dass es, um zu erkennen, ob jemand ein falscher Leiter ist, erforderlich ist, mehrere Aspekte zu betrachten und eine gründliche Untersuchung anzustellen. Wenn wir nur auf das vorübergehende Verhalten einer Person und ihre offenbarte Verdorbenheit schauen, den Hintergrund und die Gründe sowie die Frage, ob sie Buße getan und sich geändert hat, außer Acht lassen und sie willkürlich einstufen, ist es nur allzu leicht, Menschen zu Unrecht zu beschuldigen. Jeder hat Verdorbenheit und Unzulänglichkeiten, aber solange er sich selbst erkennen, Buße tun und sich ändern kann, gibt ihm die Kirche die Gelegenheit, weiter zu praktizieren. Als ich die Wahrheitsgrundsätze auf Megans Verhalten anwandte, sah ich, dass sie die wichtigsten Aufgaben nachverfolgt hatte, und wenn sie ein Problem hatte, besprach sie es mit anderen und fand eine Lösung. Insgesamt leistete sie echte Arbeit und erzielte Ergebnisse bei ihrer Pflicht. Es war nur so, dass all diese Arbeiten gleichzeitig anfielen, sie also noch kein Gleichgewicht gefunden hatte und einige Dinge durchs Raster gefallen waren. Das war eine Unzulänglichkeit bei ihrer Pflicht, und sie brauchte Erinnerungen und Hilfe. Als mir diese Dinge bewusst wurden, erkannte ich endlich, dass ich die Wahrheitsgrundsätze nicht verstanden hatte und Menschen nicht fair behandeln konnte. Ich sah, dass meine Leiterin Probleme hatte, sprach aber nicht mit ihr darüber; ich versäumte es, alle Aspekte zu berücksichtigen, und stufte sie blindlings als falsche Leiterin ein. Ich hatte überhaupt kein gottesfürchtiges Herz.

Danach las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn die Brüder und Schwestern jemanden zum Leiter wählen oder Gottes Haus jemanden befördert, um eine bestimmte Arbeit zu erledigen oder eine bestimmte Pflicht auszuführen, bedeutet das nicht, dass diese Person einen besonderen Status oder eine besondere Stellung hat oder dass die Wahrheiten, die sie versteht, tiefer und zahlreicher sind als die anderer Menschen – geschweige denn, dass diese Person in der Lage ist, sich Gott zu unterwerfen und Ihn nicht verraten wird. Mit Sicherheit bedeutet es auch nicht, dass sie Gott kennt und jemand ist, der Gott fürchtet. Sie hat tatsächlich nichts davon erreicht. Die Beförderung und Förderung sind nur eine Beförderung und Förderung im direkten Sinn, und nicht gleichbedeutend damit, dass sie von Gott vorherbestimmt und für würdig erachtet worden ist. Dass sie gefördert und befördert wurde, bedeutet einfach, dass sie befördert worden ist und auf die Förderung wartet. Und das Endergebnis dieser Förderung hängt davon ab, ob diese Person nach der Wahrheit strebt, und davon, ob sie in der Lage ist, den Weg des Strebens nach der Wahrheit zu wählen. Wenn also jemand in der Kirche befördert und gefördert wird, um Leiter zu werden, wird er nur im direkten Sinne befördert und gefördert; es bedeutet nicht, dass solche Personen bereits als Leiter dem Maßstab entsprechen oder kompetent sind, dass sie bereits fähig sind, die Arbeit der Leitung zu übernehmen und echte Arbeit zu tun – das ist nicht der Fall. Die meisten Menschen können diese Dinge nicht durchschauen, und aufgrund ihrer eigenen Einbildungen schätzen sie die Menschen, die befördert wurden. Das ist ein Fehler. Egal, wie viele Jahre sie schon an Gott glauben, besitzen diejenigen, die befördert worden sind, tatsächlich die Wahrheitsrealität? Nicht unbedingt. Können sie die Arbeitsanordnungen des Hauses Gottes umsetzen? Nicht zwangsläufig. Haben sie Verantwortungsbewusstsein? Sind sie treu? Können sie sich unterwerfen? Wenn sie auf ein Problem stoßen, sind sie dann in der Lage, die Wahrheit zu suchen? All dies ist nicht bekannt. Haben diese Menschen ein gottesfürchtiges Herz? Und wie groß sind denn ihre gottesfürchtigen Herzen genau? Können sie es vermeiden, ihrem eigenen Willen zu folgen, wenn sie Dinge tun? Können sie Gott suchen? Während sie die Arbeit der Leitung ausführen, können sie da häufig vor Gott kommen, um Gottes Absichten zu suchen? Sind sie in der Lage, Menschen in die Wahrheitsrealität zu führen? Zu solchen Dingen sind sie mit Sicherheit nicht fähig. Sie sind nicht geschult worden und haben nicht genug Erfahrung, somit sind sie zu diesen Dingen nicht fähig. Deshalb bedeutet es, jemanden zu befördern und zu fördern, nicht, dass er die Wahrheit bereits versteht, und es heißt auch nicht, dass er bereits fähig ist, seine Pflicht auf eine maßstabsgerechte Art und Weise auszuführen. Was sind also Ziel und Bedeutung, wenn jemand befördert und gefördert wird? Es bedeutet, dass eine solche Person, als Individuum, befördert wird, um zu praktizieren und damit sie speziell bewässert und geschult wird, sodass diese Schulung es ihr ermöglicht, die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen sowie die Grundsätze, Mittel und Methoden, um verschiedene Dinge zu erledigen und diverse Probleme zu lösen, zu verstehen und zu verstehen, wie sie mit den verschiedenen Umgebungen und Menschen, die ihr begegnen, in Übereinstimmung mit Gottes Absichten und in einer Weise, die die Interessen von Gottes Haus schützt, umgehen und diese bewältigen kann. Ausgehend von diesen Punkten – weisen die talentierten Menschen, die vom Hause Gottes befördert und gefördert werden, in der Zeit der Beförderung und Förderung oder davor die angemessene Kompetenz auf, um ihre Arbeit zu erledigen und ihre Pflicht gut auszuführen? Nein, natürlich nicht. Daher ist es unvermeidlich, dass diese Menschen in der Zeit der Förderung Zurechtstutzen, Gericht und Züchtigung, Bloßstellung und sogar Entlassung erfahren werden; das ist normal, das bedeutet es, geschult und gefördert zu werden(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (5)). Durch Gottes Worte verstand ich: Wenn jemand als Leiter oder Mitarbeiter gewählt wird, bedeutet das nicht, dass er die Wahrheit versteht und völlig kompetent darin sein wird, seine Arbeit zu erledigen. Es bedeutet auch nicht, dass er alles versteht und jede Aufgabe perfekt erledigen kann. Er hat lediglich ein gewisses Kaliber und Arbeitsvermögen und kann die Wahrheit annehmen und nach ihr streben, weshalb ihm die Kirche die Chance gibt, gefördert und geschult zu werden. Indem er bei seiner Arbeit ständig Probleme entdeckt und löst, wird er letztendlich etwas Wahrheit verstehen und lernen, nach den Grundsätzen zu handeln. Aber in dieser Zeit befinden sich Leiter und Mitarbeiter noch in der Übungsphase, weshalb Abweichungen, Unzulänglichkeiten und Defizite in ihrer Arbeit unvermeidlich sind, und wir sollten richtig mit der Angelegenheit umgehen. Wenn wir Probleme oder Schwierigkeiten haben, sollten wir die Dinge gemeinsam mit unseren Leitern suchen, Gemeinschaft darüber halten und die Dinge lösen. Nur so kann die Arbeit effektiv sein. Wenn wir zu viel von Leitern und Mitarbeitern verlangen, wenn wir alle Probleme, die wir finden, auf sie abwälzen, damit sie sie lösen, und sie dann als falsche Leiter einstufen, wenn sie nur langsam Lösungen finden, ist das prinzipienlos und nicht im Einklang mit Gottes Absichten. Durch das Lesen von Gottes Worten erkannte ich, dass mein Umgang mit Leitern und Mitarbeitern nicht auf Wahrheitsgrundsätzen beruhte, sondern auf meinen eigenen Auffassungen und Einbildungen. Meine Anforderungen an Leiter waren zu hoch und anspruchsvoll. Als ich sah, dass meine Leiterin meine Arbeit nicht richtig nachverfolgte und meine Probleme und Schwierigkeiten nicht schnell löste, stufte ich sie als falsche Leiterin ein. Ich berücksichtigte weder den Hintergrund des Problems noch ihre Arbeit als Ganzes, noch, ob sie die Wahrheit annehmen und das Ruder herumreißen konnte. Aufgrund der unvollständigen Informationen, die ich sah, stufte ich sie blindlings als falsche Leiterin ein. Das zeugte nicht von Gerechtigkeitssinn, sondern war eine Störung und verstieß gegen die Wahrheitsgrundsätze. Ich verstand die Wahrheit nicht und war in meinem Umgang mit Leitern und Mitarbeitern prinzipienlos. Noch schlimmer war, dass ich überhaupt kein gottesfürchtiges Herz hatte. Als ich auch nur das geringste Problem bei meiner Leiterin sah, machte ich eine große Sache daraus, verurteilte sie leichtfertig und ließ nicht locker. Ich behandelte sie nicht aufgrund ihrer Wesensnatur oder des tatsächlichen Hintergrunds der Situation, stattdessen hatte ich sie verletzt. Bei diesem Gedanken packte mich plötzlich die Angst. Mir wurde klar, dass die Natur dieses Problems ernst war. Wenn Sean die Situation nicht gekannt und nur auf mich gehört und Megan entlassen hätte, wäre die Arbeit der Kirche in Mitleidenschaft gezogen worden. Hätte ich dann nicht Böses getan? Das wäre eine große Verfehlung gewesen! Wenn mir so etwas noch einmal passieren würde, durfte ich mich bei der Beurteilung anderer nicht auf meine Einbildungen verlassen. Ich musste mehr nach den Wahrheitsgrundsätzen suchen, musste die Menschen gemäß Gottes Anforderungen fair behandeln und die Dinge im Einklang mit den Grundsätzen erledigen.

Danach kam Megan zu mir und sprach über ihren jüngsten Zustand und ihre Arbeitsprobleme. Sie sagte, sie wolle sich ändern, informierte sich über die Probleme und Schwierigkeiten bei meiner Arbeit, und hielten gemeinsam mit den Brüdern und Schwestern in jedem Team Gemeinschaft. Mir wurde klar, dass sie niemand war, der die Wahrheit nicht annahm. Obwohl es bei ihrer Arbeit Versäumnisse und Bereiche gab, die sie nicht nachverfolgt hatte, konnte sie, sobald sie wusste, dass es ein Problem gab, schnell Änderungen vornehmen. Ich sah, dass sie tatsächlich keine falsche Leiterin war, die keine echte Arbeit leistete.

Zuerst dachte ich, ich hätte ein gewisses Verständnis für diese Angelegenheit gehabt, doch in Wahrheit verstand ich die Wahrheit nicht und konnte falsche Leiter nicht erkennen, was dazu führte, dass ich einen Fehler machte. Aber einmal hörte ich bei einer Versammlung meine Brüder und Schwestern sagen, dass Fehler manchmal nicht einfach auf einen Mangel an Unterscheidungsvermögen oder mangelndes Verständnis der Wahrheit zurückzuführen sind. Wir müssen auch prüfen, ob unsere Handlungen durch Absichten oder verdorbene Dispositionen verfälscht waren. Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Betrachte deine Verfehlungen nicht als die bloßen Fehler eines unreifen oder törichten Menschen; benutze nicht die Ausrede, dass du die Wahrheit nicht praktiziert hast, weil dein schlechtes Kaliber es unmöglich machte. Und vor allem: Betrachte die Verfehlungen, die du begangen hast, nicht einfach als Handlungen von jemandem, der es nicht besser wusste. Wenn du gut darin bist, dir selbst zu vergeben und dich selbst großzügig behandeln, dann sage Ich, du bist ein Feigling, der niemals die Wahrheit erlangen wird, und deine Verfehlungen werden niemals aufhören, dich zu verfolgen; sie werden dich davon abhalten, jemals die Anforderungen der Wahrheit zu erfüllen und dich dazu bringen, für immer ein treuer Begleiter Satans zu sein(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Verfehlungen werden den Menschen in die Hölle führen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass wir, wenn eine Situation auftritt, sie nicht einfach als simple Angelegenheit abtun und es dabei belassen können. Wir müssen die Wahrheit suchen und unsere eigene verdorbene Disposition kennenlernen. Nur dann kann es echte Veränderung und echtes Wachstum in unserem Leben geben. Wenn wir unsere Verfehlungen immer als flüchtige Fehler betrachten, das Gefühl haben, dass sie keine Rolle spielen, sagen, dass wir beim nächsten Mal besser aufpassen werden, und uns unsere eigenen Verfehlungen immer verzeihen, dann werden wir unsere eigenen Probleme nie verstehen, nie die Wahrheit erlangen. Und letztendlich, wenn sich unsere Verfehlungen häufen und wir uns überhaupt nicht ändern, wird Gott uns verschmähen und ausmustern. Durch das, was Gottes Worte offenbarten, begann ich darüber nachzudenken, was genau meine Gedanken waren, als diese Situation über mich kam, welche Absichten mich verfälschten oder welche verdorbene Disposition ich offenbarte. Durch mein Nachdenken fand ich heraus, dass ich mir, als ich die Probleme der Leiterin sah, eigentlich nicht sicher war, ob ich die Dinge richtig sah, und mehr von Gottes Worten lesen wollte. Aber als ich hörte, dass Megan die Arbeit anderer Leute nicht nachverfolgte, die allgemeine Angelegenheiten erledigten, und dass ihre Vorgesetzten ihre Leistung überprüften, glaubte ich, dass eine große Wahrscheinlichkeit bestand, dass sie eine falsche Leiterin war, und hatte das Gefühl, ich müsste dies Megans Vorgesetzten schnell melden, damit meine Brüder und Schwestern sehen würden, dass ich einen Gerechtigkeitssinn hatte und über Unterscheidungsvermögen verfügte. Da ich also die Wahrheitsgrundsätze nicht verstand, nicht weiter suchte, und die Hintergründe oder Ursachen nicht kannte, stufte ich Megan blindlings aufgrund einer einzigen Information, die ich aufgeschnappt hatte, als falsche Leiterin ein. Ich war der Meinung, die Dinge richtig beurteilt zu haben und dass es keine Probleme geben dürfte. Doch jetzt wurde mir klar, dass ich leichtsinnig gewesen war und die falschen Absichten verfolgt hatte. Ich dachte über mich selbst nach: „Warum habe ich meine Leiterin gemeldet, ohne die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen? Wo liegt der Ursprung dieses Problems?“ Ich las dazu in Gottes Worten: „Es gibt viele Menschen, die die Wahrheitsgrundsätze nicht suchen, egal, was sie tun, und stattdessen immer nach ihren eigenen Ideen handeln. Sie betrachten die Dinge auf sehr einfache Weise und ziehen niemals in Betracht, wie sie in Übereinstimmung mit Gottes Anforderungen handeln sollen oder wie sie so handeln sollen, dass sie Gott zufriedenstellen können. Sie wissen nur, wie sie beim Handeln auf hartnäckige Weise ihrem eigenen Willen folgen können. Solche Menschen haben in ihren Herzen überhaupt keinen Platz für Gott oder auch nur das kleinste bisschen eines gottesfürchtigen Herzens. Manche Leute sagen: ‚Ich bete nur zu Gott, wenn ich auf Schwierigkeiten stoße, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das irgendetwas bringt. Wenn mir alltägliche Dinge begegnen, bete ich also nicht zu Gott, weil es nutzlos ist.‘ Gott ist in den Herzen solcher Menschen völlig abwesend. Sie suchen unter normalen Umständen nicht die Wahrheit, egal, was sie tun. Sie folgen nur ihren eigenen Ideen. Gibt es dann Grundsätze für ihre Handlungen? Definitiv nicht. Sie betrachten alles auf einfache Weise. Selbst wenn andere über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft halten, werden diese Menschen sie nicht annehmen. Weil es für ihre Handlungen noch nie Grundsätze gab und es in ihren Herzen keinen Platz für Gott gibt, sondern nur für sich selbst. Sie haben das Gefühl, dass ihre Ideen gut sind, dass sie mit ihnen nichts Böses tun oder sich gegen die Wahrheit stellen. Sie denken, dass das Handeln nach ihren eigenen Ideen das Praktizieren der Wahrheit ist und dass sie sich Gott unterwerfen, wenn sie das tun. In Wirklichkeit beten sie in den Angelegenheiten, denen sie begegnen, nicht wahrhaftig zu Gott und suchen nicht die Wahrheit, sondern handeln stattdessen nach ihrem eigenen Willen und ihren eigenen Ideen. Sie tun ihre Pflicht nicht gemäß Gottes Anforderungen, sie haben kein Gott unterwürfiges Herz, und noch weniger haben sie den Wunsch, Gott zufriedenzustellen. Das ist der größte Fehler, den die Menschen in ihrer Praxis machen. Wenn du an Gott glaubst, Er aber nicht in deinem Herzen ist, täuschst du Gott dann nicht? Und welche Ergebnisse kann ein solcher Glaube hervorbringen? Was genau kannst du daraus gewinnen? Was ist die Bedeutung eines solchen Glaubens?(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Durch die Enthüllung von Gottes Worten sah ich, dass ich, wenn etwas passierte, selten nach der Wahrheit suchte oder im Einklang mit den Grundsätzen praktizierte. Stattdessen folgte ich meinen eigenen Ideen. In meinem Herzen war weder Platz für Gott noch Gottesfurcht. Wenn etwas passiert, suchen diejenigen, die Gott fürchten, zuerst nach den Wahrheitsgrundsätzen und danach, was Gottes Worte zu der Angelegenheit sagen, und betrachten dann Menschen und Dinge gemäß Gottes Worten und der Wahrheit. Da ich nicht in der Lage war, falsche Leiter zu erkennen, hätte ich die Wahrheit suchen und klar verstehen müssen, was falsche Leiter sind, wie sie sich äußern und wie man feststellt, wer ein falscher Leiter ist. Stattdessen habe ich einfach aufgrund meiner eigenen Einbildungen willkürliche Urteile gefällt. Ich dachte, wenn eine Leiterin meine Arbeit nicht nachverfolgte und meine Probleme nicht löste, machte sie das zu einer falschen Leiterin. Obwohl ich in dieser Zeit Gottes Worte las und über sie nachdachte, verstand ich sie nicht. Als ich eine Zeile in Gottes Worten über falsche Leiter las, die wörtlich auf Megans Verhalten passte, kam ich zu dem Schluss, dass sie eine falsche Leiterin war, und dachte, ich hätte die Situation sehr genau erfasst. In Wirklichkeit riss ich Dinge aus dem Zusammenhang und wandte Regeln blindlings an. Und während dieses gesamten Prozesses fühlte ich mich unwohl. Ich wollte mehr suchen und mit Megan sprechen, bevor ich sie meldete, aber ich hatte das Gefühl, ihr Verhalten sei bereits so offensichtlich, dass ich mir nicht die Mühe machte, weiter zu suchen, und handelte einfach nach meinen eigenen Ideen. Ich war unglaublich arrogant und selbstgerecht! Ich sah auch, dass meine Menschlichkeit schlecht war. Ich nahm weder wirklich Rücksicht auf Gottes Absichten, noch schützte ich die Arbeit der Kirche. Als ich Probleme in der Arbeit meiner Leiterin sah, wies ich sie nicht darauf hin; stattdessen suchte ich nach einer Gelegenheit, sie ihren Vorgesetzten zu melden, damit ich mit meinem Unterscheidungsvermögen angeben konnte. Mir wurde klar, wie verachtenswert ich war, und diese Erkenntnis erschütterte mein Herz. Ich hätte nie gedacht, dass ich so ein Mensch bin. Offensichtlich verstand ich die Wahrheitsgrundsätze nicht, war aber dennoch enorm arrogant und unvernünftig. Nachdem ich meine Leiterin gemeldet hatte, war ich sehr zufrieden mit mir, weil ich das Gefühl hatte, Dinge gesehen zu haben, die sonst niemand erkannt hatte, und die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen. Aber in Wirklichkeit verstand ich nichts; alles, was ich verstand, waren Worte und Glaubenslehren, und ich wandte die Regeln blindlings an. Ich habe willkürlich und prinzipienlos jemanden gemeldet. War das nicht eine Störung der Kirchenarbeit? Ich bereitete keine guten Taten vor, ich tat Böses!

Später las ich Gottes Worte und lernte die Grundsätze kennen, nach denen man Leiter und Mitarbeiter behandeln sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Menschen dürfen absolut keine hohen Erwartungen oder unrealistischen Ansprüche an diejenigen stellen, die befördert und kultiviert werden; das wäre unvernünftig und unfair ihnen gegenüber. Ihr könnt ihre Arbeit beaufsichtigen. Wenn ihr bei ihrer Arbeit Probleme oder Dinge entdeckt, die gegen die Grundsätze verstoßen, könnt ihr das ansprechen und die Wahrheit suchen, um diese Angelegenheiten zu beseitigen. Was ihr nicht tun solltet, ist, sie zu richten, zu verurteilen, anzugreifen oder auszugrenzen, denn sie befinden sich gerade erst in der Förderungsphase und sollten nicht als Menschen betrachtet werden, die bereits vervollkommnet wurden, geschweige denn als Menschen, die fehlerlos sind oder über die Wahrheitsrealität verfügen. Genau wie ihr befinden sie sich lediglich in einer Schulungsphase. Der Unterschied ist, dass sie mehr Arbeit und Verantwortung übernehmen als gewöhnliche Menschen. Sie haben eine Verantwortung und Verpflichtung, mehr Arbeit zu leisten; sie müssen einen höheren Preis zahlen, mehr Mühsal erleiden, mehr geistige Anstrengungen auf sich nehmen, mehr Probleme beseitigen, mehr Kritik von Menschen ertragen und natürlich müssen sie sich mehr anstrengen, und – im Vergleich zu gewöhnlichen Menschen, die ihre Pflichten tun – müssen sie mit etwas weniger Schlaf auskommen, müssen mit weniger guten Dingen auskommen und dürfen nicht so viel Zeit mit Klatsch und Tratsch verbringen. Das ist das Besondere an ihnen; abgesehen davon sind sie wie alle anderen auch. … Was ist also die vernünftigste Art, mit ihnen umzugehen? Sie als normale Menschen zu betrachten und, wenn du dich wegen eines Problems an jemanden wenden musst, mit ihnen Gemeinschaft zu halten und von den Stärken des anderen zu lernen und sich gegenseitig zu ergänzen. Außerdem ist es die Verantwortung aller, Leiter und Mitarbeiter zu überwachen, um zu sehen, ob sie echte Arbeit leisten und ob sie in der Lage sind, mit Hilfe der Wahrheit Probleme zu lösen; das sind die Maßstäbe und Grundsätze, um zu beurteilen, ob ein Leiter oder Mitarbeiter dem Maßstab entspricht. Wenn ein Leiter oder Mitarbeiter in der Lage ist, allgemeine Probleme zu bewältigen und zu lösen, dann ist er kompetent. Wenn er jedoch nicht einmal gewöhnliche Probleme bewältigen und lösen kann, ist er nicht geeignet, ein Leiter oder Mitarbeiter zu sein, und muss umgehend aus seiner Position entfernt werden. Es muss jemand anderes ausgewählt werden, und die Arbeit von Gottes Haus darf nicht verzögert werden. Die Arbeit von Gottes Haus zu verzögern, bedeutet, sich selbst und anderen Schaden zuzufügen – und das nützt niemandem(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (5)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, wie man mit Leitern und Mitarbeitern umgehen sollte. Die Leiter, die die Kirche wählt, verstehen die Wahrheit nicht vollständig, sind nicht perfekt qualifiziert, verstehen nicht jeden Aspekt der Arbeit und wissen nicht, wie man sie gut macht. Auch sie befinden sich in einer Übungsphase und können Verdorbenheit oder Abweichungen an den Tag legen oder Fehler machen. Wir sollten Menschen fair behandeln und nicht zu viel von ihnen verlangen; wir sollten nicht unvernünftig sein, indem wir von ihnen verlangen, alles perfekt und ohne jegliche Abweichungen oder Versäumnisse zu tun. Stattdessen müssen wir verständnisvoll und tolerant sein und harmonisch mit ihnen zusammenarbeiten, um die Arbeit der Kirche gut zu machen. Das bedeutet es, auf Gottes Absichten Rücksicht zu nehmen, und dieser Umgang mit Leitern und Mitarbeitern steht im Einklang mit den Grundsätzen. Außerdem haben wir die Verantwortung, die Arbeit der Leiter zu beaufsichtigen. Wir sollten es annehmen und gehorchen, wenn die Handlungen unserer Leiter mit der Wahrheit übereinstimmen, aber wenn ihre Handlungen nicht mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmen, sollten wir Probleme ansprechen, darüber Gemeinschaft halten und ihnen rechtzeitig helfen, damit sie die Abweichungen in ihren Pflichten erkennen und sie schnell korrigieren können. Das ist förderlich für ihren Lebenseintritt und für die Kirchenarbeit. Wenn die Grundsätze bestätigen, dass jemand ein falscher Leiter ist, der keine echte Arbeit leistet, dann sollte er entlarvt und gemeldet werden. Als mir das klar wurde, hellte sich mein Herz auf und ich wusste, wie ich in Zukunft mit Leitern und Mitarbeitern umgehen sollte.

Obwohl ich dieses Mal meine Leiterin fälschlicherweise beurteilt und gemeldet hatte, lernte ich einige Wahrheitsgrundsätze darüber, wie man falsche Leiter erkennt. Ich lernte auch, wie ich Leiter und Mitarbeiter behandeln sollte, erlangte ein gewisses Verständnis meiner eigenen verdorbenen Disposition und zog einige Lehren daraus. Dank sei Gott!

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