98. Was ich daraus lernte, als ich andere auf Rache unterdrückte

Von Owen, Spanien

Im Jahr 2021 waren Schwester Sofia und ich für die Videoarbeit der Kirche zuständig. Sie hatte mehr technische Fähigkeiten und Erfahrung als ich, weshalb ich mich bei Problemen oder Schwierigkeiten immer an sie wandte, um mit ihr Gemeinschaft zu halten. Einmal machte ich bei der Arbeit an einem Video einen ziemlich grundlegenden Fehler. Als sie davon erfuhr, kam sie mir zu Hilfe, um ihn zu beheben. Dabei fragte sie mich: „Du tust diese Pflicht jetzt schon eine Weile. Wie konntest du nur einen so simplen Fehler machen?“ Da sträubte sich etwas in mir: Sie hat mich einfach so direkt zur Rede gestellt, als wäre ich komplett unfähig. Schaute sie auf mich herab und hatte es absichtlich auf mich abgesehen? Ich behob das Problem zwar später, tat es aber voller Trotz. Ein paar Tage danach hatten einige Brüder und Schwestern ähnliche Probleme. Als Sofia bei einer Versammlung die Arbeitsprobleme zusammenfasste, nutzte sie meinen Fehler als Beispiel für ihre Analyse. Da wuchs mein Widerstand gegen sie noch mehr, und ich dachte: „Moment mal, ich bin hier einer der Verantwortlichen. Was werden denn alle von mir denken, wenn du vor allen über meinen Fehler sprichst? Werden sie mich noch respektieren? Es scheint, als wolltest du mich absichtlich bloßstellen.“ Danach wollte ich nicht mehr mit ihr reden und sie auch nicht mehr bei Problemen, mit denen ich mir schwer tat, fragen. Bei unseren Arbeitsbesprechungen ging ich, sobald wir fertig waren, und wollte kein Wort mehr mit ihr wechseln. Wenn sie mich aufsuchte, um über unseren jeweiligen Zustand zu sprechen, zwang ich mir einfach ein paar Worte ab, um sie abzuwimmeln, und sehnte es herbei, dass sie schnell zum Ende kam.

Später wurde ich von meiner Position entlassen, weil ich nach Ruhm und Status strebte, anstatt echte Arbeit zu leisten. Nach einer Weile fragte Sofia nach meinem Zustand, und bei einem gemeinschaftlichen Austausch sprach ich offen darüber, worüber ich nach meiner Entlassung nachgedacht und was ich verstanden hatte. Ich dachte, sie würde mich trösten und ermutigen, doch überraschenderweise sagte sie: „Du warst in letzter Zeit bei deiner Pflicht engagierter, aber dein Verständnis ist oberflächlich. Du hast nicht wirklich über die Wurzel deines Versagens nachgedacht und sie verstanden. Ich habe mit einer anderen Schwester darüber gesprochen, und sie stimmte zu.“ Es war mir peinlich, wie direkt sie meine Probleme aufdeckte. Ich dachte: „Du nimmst überhaupt keine Rücksicht auf meine Gefühle. Wenn du das vor den Brüdern und Schwestern sagst, versuchst du dann nicht absichtlich, meinem Ansehen zu schaden?“ Ich war voller Widerstand und hörte ihr von da an überhaupt nicht mehr zu. Ich gab ihr eine kurze Antwort, war aber innerlich voller Groll. Ich dachte, da sie mich so behandelte, würde ich es ihr bei nächster Gelegenheit mit gleicher Münze heimzahlen. Von da an gab ich mir, abgesehen von Dingen, die wir für die Arbeit besprechen mussten, größte Mühe, nicht mit ihr zu reden. Ich wollte nicht einmal mehr ihre Stimme hören.

Eines Nachmittags schrieb eine Schwester in unseren Gruppenchat, dass sie dringend mit mir sprechen musste. Ich arbeitete gerade an einem Video und sah die Nachricht nicht rechtzeitig, was die Arbeit aufhielt. Sofia erfuhr davon, rief mich an und fragte, warum ich nicht sofort geantwortet hatte. Dann sagte sie: „Wie ich sehe, hast du immer noch dasselbe alte Problem. Du antwortest nicht schnell auf Nachrichten, und manchmal können wir dich nicht finden. Dieses Projekt, für das du verantwortlich bist, ist wirklich wichtig – verursache nicht noch mehr Verzögerungen …“ Aber ich spürte großen Widerstand und dachte: „Früher war ich bei meiner Pflicht unverantwortlich und habe mich nur auf meine eigene Arbeit konzentriert, aber nach meiner Entlassung habe ich darauf geachtet, die Dinge zum Guten zu wenden. Negierst du mit dieser Aussage nicht meine ganze harte Arbeit in letzter Zeit? Schaust du auf mich herab und denkst, ich würde nicht nach der Wahrheit streben?“ Meine Voreingenommenheit gegen sie wuchs. Manchmal, wenn ich sah, dass sie mir wegen der Arbeit geschrieben hatte, wollte ich nicht einmal antworten. Es dauerte nicht lange, da bat uns der Leiter, eine Beurteilung über Sofia zu schreiben. Ich dachte, dass meine Chance gekommen war. Sie hatte mich immer bloßgestellt, aber diesmal konnte ich ihre Probleme bloßstellen, damit sie mal erfährt, wie es sich anfühlt, das Gesicht zu verlieren. Also listete ich ihre Probleme detailliert auf und legte besonderen Fokus darauf, wie sie mit ihren Worten und Taten keine Rücksicht auf meine Gefühle nahm und auch darauf, dass sie keine echte Arbeit leistete. Nachdem der Leiter unsere Beurteilungen gelesen hatte, wies er Sofia auf ihre Probleme hin, und Sofia bemühte sich bewusst, sich zu ändern. Aber ich konnte meine Voreingenommenheit ihr gegenüber immer noch nicht loslassen. So nutzte ich einmal bei einer Versammlung die Gelegenheit, über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten, um meinen Vorurteilen und Meinungen ihr gegenüber freien Lauf zu lassen. Während dieser Versammlung hatten wir über Verhaltensweisen Gemeinschaft gehalten, die andere einschränken, und ich dachte darüber nach, wie Sofia bei allem, was sie sagte, nie Rücksicht auf meine Gefühle nahm. Also wollte ich sie bloßstellen, damit alle sahen, dass auch sie viele Probleme hatte und nicht besser war als ich. Ich entlarvte sie auf subtile Weise, indem ich sagte: „Selbst wenn jemand ein Leiter ist und technische Fähigkeiten hat, kann er dennoch in der Art, wie er spricht und Probleme anderer hinzuweisen respektlos sein. Manchmal kann er sogar einen sehr verurteilenden Ton annehmen und sagen, das bei jemanden dieses und jenes nicht stimmt, was dazu führen kann, dass sich diese Person in ihrer Pflicht eingeschränkt fühlt. Das schränkt Menschen ebenfalls ein und stört indirekt das Gemeindeleben. Wir müssen auch solche Menschen erkennen.“ Ich hatte das Gefühl, meinem Ärger Luft gemacht zu haben, aber es herrschte einige Minuten lang Stille – niemand hielt mehr Gemeinschaft. Ich fühlte mich etwas unwohl – ich machte mir Sorgen, dass mein gemeinschaftlicher Austausch vielleicht nicht angemessen gewesen war. Doch dann dachte ich, alles, was ich gesagt hatte, war die Wahrheit, also konnte nichts daran falsch gewesen sein. Ich dachte nicht mehr darüber nach.

Überraschenderweise rief mich ein paar Tage später der Leiter an und wies mich im gemeinschaftlichen Austausch darauf hin, dass ich in dieser Versammlung durch die Blume über Sofia geurteilt hatte und sie somit verurteilt und angegriffen hatte. Das könnte für sie verletzend sein und hätte einige Brüder und Schwestern dazu bringen können, sich auf meine Seite zu schlagen, voreingenommen gegenüber Sofia zu werden und bei ihren Aufgaben nicht mehr mit zusammenarbeiten zu können. Ich hatte sie untergraben und eine Störung verursacht. Als ich die Analyse des Leiters hörte, wurde ich sehr nervös und ängstlich. Ich wusste, dass Gottes Worte besagen, dass es, wenn man jemanden in einer Versammlung beiläufig verurteilt und analysiert, das Gemeindeleben unterbricht und stört und eine böse Tat ist. Ich wusste, dass die Natur dieser Angelegenheit ernst war. Als unser Gespräch beendet war, suchte ich mir sofort relevante Worte Gottes heraus. Gottes Worte sagen: „Das Phänomen, dass jemand willkürlich verurteilt, abgestempelt und gequält wird, tritt oft in jeder Kirche auf. Zum Beispiel hegen manche Leute ein Vorurteil gegen einen bestimmten Leiter oder Mitarbeiter und machen, um sich zu rächen, hinter dessen Rücken Bemerkungen über ihn und entlarven und sezieren ihn unter dem Deckmantel, Gemeinschaft über die Wahrheit zu halten. Die Absicht und die Zwecke hinter solchen Handlungen sind falsch. Wenn man wirklich über die Wahrheit Gemeinschaft hält, um für Gott Zeugnis abzulegen und anderen zu nützen, sollte man über seine eigenen wahren Erfahrungen Gemeinschaft halten und anderen Nutzen bringen, indem man sich selbst seziert und erkennt. Eine solche Praxis führt zu besseren Ergebnissen, und Gottes auserwähltes Volk wird sie gutheißen. Wenn jemand Gemeinschaft hält und dabei eine andere Person entlarvt, attackiert und herabsetzt, in dem Versuch, sie anzugreifen oder sich an ihr zu rächen, dann ist die Absicht des gemeinschaftlichen Austauschs falsch, sie ist ungerechtfertigt, wird von Gott verabscheut und ist für die Brüder und Schwestern nicht erbaulich. Wenn jemandes Absicht darin besteht, andere zu verurteilen oder zu quälen, dann ist er ein böser Mensch und tut Böses. Gottes ganzes auserwähltes Volk sollte Urteilsvermögen in Bezug auf böse Menschen haben. Wenn jemand vorsätzlich Menschen angreift, entlarvt oder herabsetzt, dann sollte man ihm liebevoll helfen, mit ihm Gemeinschaft halten und ihn im Detail analysieren, oder er sollte zurechtgestutzt werden. Wenn er unfähig ist, die Wahrheit anzunehmen, und sich hartnäckig weigert, sich zu bessern, dann ist das eine ganz andere Sache. Was böse Menschen betrifft, die oft willkürlich andere verurteilen, abstempeln und quälen, so sollten diese gründlich entlarvt werden, damit jeder lernen kann, sie zu erkennen, und dann sollten sie eingeschränkt oder aus der Kirche ausgeschlossen werden. Das ist unerlässlich, da solche Leute das Kirchenleben und die Kirchenarbeit stören, und sie wahrscheinlich Menschen irreführen und Chaos über die Kirche bringen(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (15)). „Angriff und Vergeltung sind eine Art von Handlung und Offenbarung, die von einer böswilligen satanischen Natur herrühren. Sie stellen auch Äußerungsformen einer bösartigen Disposition dar. Die Menschen denken wie folgt: ‚Wenn du gemein zu mir bist, dann füge ich dir Unrecht zu! Wenn du mir nicht erlaubst, mein Ansehen zu wahren, warum sollte ich dir das erlauben?‘ Was ist das für eine Denkweise? Ist das nicht eine rachsüchtige Denkweise? Ist das in den Augen eines gewöhnlichen Menschen nicht eine berechtigte Denk- und Sichtweise? Ist sie nicht stichhaltig? ‚Ich werde nicht angreifen, solange mich niemand angreift; wenn ich angegriffen werde, werde ich mit Sicherheit zurückschlagen‘, und ‚Zahle anderen alles mit gleicher Münze heim‘ – Nichtgläubige sagen oft solche Dinge; unter Nichtgläubigen sind das alles stichhaltige Philosophien, und sie entsprechen voll und ganz den menschlichen Auffassungen. Doch wie sollten diejenigen, die an Gott glauben und nach der Wahrheit streben, diese Worte betrachten? Sind diese Denk- und Sichtweisen richtig? (Nein.) Warum sind sie nicht richtig? Wie sollte man sie unterscheiden? Woher stammen diese Denk- und Sichtweisen? (Von Satan.) Sie rühren von Satan, daran besteht kein Zweifel. Aus welcher Disposition Satans stammen sie? Sie stammen aus der böswilligen Natur Satans; sie enthalten das böswillige und hässliche Wesen Satans und sein böswilliges und hässliches wahres Gesicht. Was ist die Natur der Denkweisen, Sichtweisen, Aussagen und sogar der Handlungen, die Satans Wesensnatur enthalten? Ohne jeden Zweifel ist es die verdorbene Disposition des Menschen – es ist die Disposition Satans. Stehen diese satanischen Dinge im Einklang mit Gottes Worten? Stehen sie im Einklang mit der Wahrheit? Liegen ihnen Gottes Worte zugrunde? (Nein.) Sind das die Denk- und Sichtweisen, die Anhänger Gottes haben sollten, und die Handlungen, die sie tun sollten? Stehen diese Denkweisen und Handlungen im Einklang mit der Wahrheit? (Nein.) Da diese Dinge nicht im Einklang mit der Wahrheit stehen, stehen sie dann im Einklang mit dem Gewissen und der Vernunft normaler Menschlichkeit? (Nein.)“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur das Beseitigen der eigenen verdorbenen Dispositionen kann eine wahre Verwandlung herbeiführen). Als ich mein Verhalten mit dem verglich, was Gottes Worte offenbarten, bekam ich große Angst. In meinem Umgang mit Sofia, als sie meinen Arbeitsfehler als Beispiel nahm und ihn vor allen analysierte, fühlte ich mich gedemütigt, hasste sie und wollte nicht mit ihr sprechen. In Arbeitsbesprechungen habe ich sie einfach abgewimmelt. Als sie meine Probleme sah und meine Mängel so unverblümt aufzeigte und sogar mit einem anderen Verantwortlichen über meine Probleme sprach, wurde ich wirklich wütend. Ich hatte das Gefühl, sie hätte im Nu das Ansehen zerstört, das ich mir so hart erarbeitet hatte, und ich verspürte einen solchen Widerstand, dass ich nicht einmal mehr ihre Stimme hören wollte. Als sie erwähnte, ich hätte nicht rechtzeitig auf Nachrichten geantwortet, und mich ermahnte, die Arbeit nicht noch einmal aufzuhalten, hatte ich das Gefühl, sie würde mich beschränken, verleugnen, dass ich mich geändert hatte, und mir absichtlich das Leben schwer machen. Also ließ ich meinen Frust bei meiner Pflicht freien Lauf und habe ihr absichtlich nicht geantwortet. Meine Voreingenommenheit gegenüber Sofia wurde immer stärker; ich war voller Groll gegen sie. Als der Leiter uns bat, eine Beurteilung über sie zu schreiben, hatte ich die Gelegenheit missbraucht, um meinem persönlichen Groll Luft zu machen. Ich hatte ihre Fehler hervorgehoben, damit der Leiter sie zurechtstutzen oder sogar entlassen würde, und meinen Frust freien Lauf gelassen. Weil ich mich an ihr rächen wollte, hatte ich die Gelegenheit während des gemeinschaftlichen Austauschs über Gottes Worte genutzt, um sie als jemanden mit schlechter Menschlichkeit zu verurteilen und die anderen anzustacheln, sie zu durchschauen und auszugrenzen, damit ich meinem Zorn freien Lauf lassen konnte. Ich erkannte, dass ich eine bösartige Disposition offenbart hatte. Ich wusste, dass Sofia, als sie auf meine Probleme hinwies, Verantwortung für die Arbeit der Kirche übernahm und mir half, mich selbst zu erkennen, aber ich hatte dies nicht im Geringsten akzeptiert oder mich dem unterworfen. Ich hatte einen Wutanfall bekommen und meine Pflicht benutzt, um meinem Frust freien Lauf zu lassen, und sogar meinen gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte genutzt, um sie anzugreifen und zu unterdrücken. Ich versuchte auf diese Weise eine Clique zu bilden und das Gemeindeleben zu unterbrechen und zu stören. Nur weil ein paar Worte von Sofia meinen Stolz verletzt hatten, hatte ich sie aus Rache angegriffen und versucht, sie zu quälen. Ich war wirklich schrecklich! Gottes Worte sagen: „Wenn Gläubige in ihrer Rede und ihrem Verhalten genauso achtlos und unbeherrscht sind wie Nichtgläubige, dann sind sie sogar noch niederträchtiger als Nichtgläubige; sie sind archetypische böse Dämonen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht praktizieren). Ich hatte so viel von Gottes Wort gegessen und getrunken, aber ich konnte nicht einmal ein paar richtige Vorschläge annehmen. War ich wirklich ein Gläubiger? Ich hatte immer diese satanischen Philosophien befolgt: „Wenn du unfreundlich bist, werde ich nicht fair sein“ und „Ich werde nicht angreifen, solange mich niemand angreift; wenn ich angegriffen werde, werde ich mit Sicherheit zurückschlagen.“ Ich ließ einfach meiner Unzufriedenheit freien Lauf, ohne in irgendeiner Weise ein gottesfürchtiges Herz zu haben. Ich lebte eine satanische verdorbene Disposition aus, ohne irgendeinen Funken an Menschlichkeit. Ich fühlte mich wirklich schuldig und sehr betrübt, also betete ich zu Gott und wollte Buße tun und meine Voreingenommenheit gegenüber Sofia loslassen. Ein paar Tage lang, wenn ich Zeit hatte, dachte ich darüber nach, warum wir am Anfang gut miteinander ausgekommen waren, ich aber jetzt so gereizt ihr gegenüber geworden war. Ich wusste, dass es stimmte, was sie sagte, als sie mich zurechtstutzte – vielleicht war ihr Tonfall harsch gewesen, aber das war keine große Sache. Warum konnte ich es nicht akzeptieren, und warum konnte ich sie sogar aus Rache angreifen?

Bei meiner Suche nach Antworten sah ich eine Passage aus Gottes Worten: „Wenn Antichristen droht, dass sie zurechtgestutzt werden, zeigen sie oft großen Widerstand, und dann fangen sie an, sich mit aller Kraft zu rechtfertigen und verwenden Spitzfindigkeiten und ihre Wortgewandtheit, um Menschen in die Irre zu führen. Das kommt ziemlich häufig vor. Die Äußerungsform von Antichristen, die die Wahrheit nicht akzeptieren, entlarvt vollständig ihre satanische Natur, die Wahrheit zu hassen und ihr abgeneigt zu sein. Sie sind voll und ganz von Satans Art. Ganz gleich, was Antichristen tun, ihre Disposition und ihr Wesen werden offengelegt. Besonders im Haus Gottes verstößt alles, was sie tun, gegen die Wahrheit, wird von Gott verurteilt und ist eine böse Tat, die sich Gott widersetzt, und all diese Dinge, die sie tun, bestätigen in vollem Maße, dass die Antichristen Satane und böse Dämonen sind. Wenn sie zurechtgestutzt werden sollen, akzeptieren sie das dementsprechend absolut nicht auf eine bereitwillige und freudig folgsame Art und Weise, sondern, zusätzlich zu ihrem Widerstand und ihrer Opposition, hassen sie es, zurechtgestutzt zu werden, sie hassen diejenigen, die sie zurechtstutzen, und hassen diejenigen, die ihre Wesensnatur und ihre bösen Taten bloßstellen. Antichristen denken, dass jeder, der sie entlarvt, ihnen einfach nur das Leben schwermacht, also konkurrieren und bekriegen sie sich mit jedem, der sie entlarvt. Aufgrund dieser Natur der Antichristen werden sie niemals freundlich zu jemandem sein, der sie zurechtstutzt, noch werden sie jemanden dulden oder tolerieren, der dies tut, geschweige denn werden sie jemandem, der dies tut, dankbar sein oder ihn loben. Im Gegenteil, wenn jemand sie zurechtstutzt und bewirkt, dass sie ihre Würde und ihr Gesicht verlieren, werden sie für diese Person Hass in ihrem Herzen hegen und werden versuchen, eine Möglichkeit zu finden, sich an ihr zu rächen. Welchen Hass sie anderen gegenüber hegen! Das ist, was sie denken, und sie werden es offen vor anderen sagen: ‚Heute hast du mich zurechtgestutzt, nun gut, jetzt ist unsere Fehde in Stein gemeißelt. Du wirst deinen Weg gehen und ich meinen, aber ich schwöre, dass ich meine Rache bekommen werde! Wenn du deine Schuld vor mir bekennst, deinen Kopf vor mir senkst und vor mir niederkniest und mich anflehst, werde ich dir vergeben, andernfalls werde ich niemals davon ablassen!‘ Egal, was Antichristen sagen oder tun, wenn jemand sie wohlwollend zurechtstutzt oder ihnen aufrichtig hilft, werden sie das nie als das Eintreffen der Liebe und der Errettung Gottes betrachten. Stattdessen halten sie dies für ein Zeichen von Demütigung, für den Augenblick ihrer größten Beschämung. Dies zeigt, dass Antichristen die Wahrheit ganz und gar nicht akzeptieren und dass sie eine Disposition der Abneigung und des Hasses gegenüber der Wahrheit haben(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 8)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass die Haltung von Antichristen gegenüber dem Zurechtstutzen darin besteht, es rundheraus abzulehnen, sich herauszureden, trotzig zu sein und die Person, die sie zurechtstutzt, sogar als Feind zu betrachten, weshalb sie nach Gelegenheiten suchen, zum Angriff überzugehen und sich zu rächen. Sie haben von Natur aus eine Abneigung gegen die Wahrheit und hassen sie; sie werden sie niemals akzeptieren. Was Sofia über meine Probleme und die Abweichungen in meiner Arbeit sagte, war alles wahr. Egal welchen Ton sie anschlug oder welche Methode sie anwandte, das Ziel war, mir zu helfen, mich selbst zu erkennen, und nicht, mich absichtlich ins Visier zu nehmen. Ich war bei meiner Pflicht eindeutig weder gewissenhaft noch praktisch noch übernahm ich Verantwortung bei der Nachverfolgung der Arbeit, was zu einigen Problemen in unseren Videos geführt hatte. Sofia analysierte und sezierte diese Probleme, damit wir nicht wieder dieselben Fehler machen und den Fortschritt der gesamten Arbeit aufhalten würden. Sie bemerkte auch, dass meine Selbsterkenntnis nach meiner Entlassung ziemlich oberflächlich war, und hatte mich aus reiner Güte darauf hingewiesen. Dies sollte mir helfen, mich selbst besser zu erkennen und wirklich Buße zu tun. Aber obwohl sie immer wieder meine Probleme ansprach und mir half, war ich nicht nur undankbar, sondern dachte auch, sie würde mich absichtlich bloßstellen und meine Würde verletzen. Ich hegte wirklich Groll gegen sie und begann, sie wie einen Feind zu behandeln, indem ich gezielt nach Gelegenheiten suchte, mich zu rächen. Ich stiftete sogar andere an, sie auszugrenzen und abzulehnen. Meine Taten waren die eines Antichristen. Antichristen nehmen jede Schmeichelei gierig an, und jeden, der sie lobpreist, finden sie absolut spitze. Aber je ehrlicher jemand ist, desto mehr unterdrücken und quälen sie ihn. Wer sie kränkt oder ihre Interessen verletzt, wird die volle Härte zu spüren bekommen, und sie werden nicht aufhören, bis diese Person um Vergebung fleht. Das verursacht Störungen und Schaden für die Arbeit der Kirche und den Lebenseintritt anderer. Letztendlich werden sie von Gott endgültig ausgemustert, weil sie so viel Böses tun und Gottes Disposition verletzen. Was Sofia gesagt hatte, hatte mein Ehrgefühl und mein Statusbewusstsein verletzt, also wollte ich mich rächen. Anscheinen würde ich erst dann beschwichtigt sein, wenn ich sie so lange quälte, bis sie ihren Fehler einsah und aufhörte, mich zu „provozieren“. Ich war wirklich bösartig! Ich war der Wahrheit abgeneigt und befand mich auf dem Weg eines Antichristen. Wenn ich meine antichristliche Disposition nicht ändern würde, dann würde ich, sobald ich ein Amt bekäme, noch mehr Böses tun, noch mehr Menschen quälen und unterdrücken und am Ende von Gott verflucht und bestraft werden würde – das wusste ich. Ich konnte sehen, dass die Konsequenzen wirklich beängstigend waren. Also betete ich zu Gott und suchte nach einem Weg der Praxis und des Eintritts.

Später las ich Folgendes in Gottes Worten: „Wenn du jemand bist, der Gott fürchtet und das Böse meidet, dann wirst du spüren, dass du die Beaufsichtigung durch Gottes auserwähltes Volk brauchst und mehr noch seine Unterstützung. Wenn du ein böser Mensch bist und ein schuldbeladenes Gewissen hast, dann wirst du Angst vor einer Beaufsichtigung haben und versuchen, ihr aus dem Weg zu gehen; das ist unvermeidlich. Es besteht daher kein Zweifel daran, dass alle, die sich gegen die Beaufsichtigung durch Gottes auserwähltes Volk sträuben und eine Abneigung dagegen verspüren, etwas zu verbergen haben und definitiv keine ehrlichen Menschen sind; niemand fürchtet sich mehr davor, beaufsichtigt zu werden, als hinterlistige Menschen. Welche Haltung sollten Leiter und Mitarbeiter also in Bezug auf die Beaufsichtigung durch Gottes auserwähltes Volk einnehmen? Sollten sie darin bestehen, dass sie negativ und reserviert sind, sich dagegen sträuben und sich deswegen ärgern oder darin, dass sie dem gehorchen, was Gott orchestriert und arrangiert, und dass sie es demütig akzeptieren? (Es demütig zu akzeptieren.) Was ist damit gemeint, es demütig zu akzeptieren? Es bedeutet, alles von Gott anzunehmen, die Wahrheit zu suchen, die richtige Haltung einzunehmen und nicht ungestüm zu sein. Wenn jemand tatsächlich feststellt, dass es ein Problem mit dir gibt, und dich darauf hinweist, dir dadurch hilft, es zu erkennen und zu verstehen, dich somit bei der Lösung dieses Problems unterstützt, dann verhält er sich dir gegenüber verantwortungsvoll und ist im Hinblick auf die Arbeit von Gottes Haus und den Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk verantwortungsvoll; das ist das richtige Vorgehen und es ist vollkommen normal und gerechtfertigt. Wenn es Personen gibt, die meinen, die Beaufsichtigung der Kirche würde von Satan und böswilligen Absichten herrühren, dann sind sie Teufel und Satane. Mit so einer teuflischen Natur würden sie Gottes genaue Prüfung mit Sicherheit nicht akzeptieren. Wenn jemand die Wahrheit wirklich liebt, dann wird er die Beaufsichtigung durch Gottes auserwähltes Volk richtig verstehen können, er wird es so sehen können, dass es aus Liebe geschieht, von Gott kommt, und er wird es von Gott annehmen können. Er wird definitiv nicht ungestüm sein oder impulsiv handeln, geschweige denn werden in seinem Herzen Widerstand, Argwohn oder Misstrauen aufkommen. Die korrekteste Haltung, mit der man an die Beaufsichtigung durch Gottes auserwähltes Volk herangeht, ist folgende: Alle Worte, alle Handlungen, jede Beaufsichtigung, Beobachtung oder Korrektur – sogar das Zurechtstutzen – die dir hilfreich sind, solltest du von Gott annehmen; sei nicht ungestüm. Ungestümes Verhalten kommt von dem Bösen, von Satan, es kommt nicht von Gott und entspricht nicht der Haltung, die die Menschen zur Wahrheit haben sollten(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (7)). Aus Gottes Worten lernte ich, dass keine Bosheit dahintersteckt, wenn Brüder und Schwestern auf meine Probleme und Abweichungen hinweisen. Sie machen sich nicht über mich lustig, sondern übernehmen Verantwortung für die Arbeit der Kirche und meinen Lebenseintritt. Egal, wie viel oder wie wenig ich von den Problemen verstehe, die sie aufdecken, ich sollte es von Gott annehmen, es zuallererst akzeptieren und mich unterwerfen, Dingen nicht nachhängen und auch nicht temperamentvoll und rachsüchtig sein. Selbst wenn ich nicht komplett verstehen kann, was sie sagen, sollte ich zu Gott beten und weiter nachdenken oder erfahrene Brüder und Schwestern zum gemeinschaftlichen Austausch aufsuchen. Das ist die Haltung, die Wahrheit zu akzeptieren. Ich erinnerte mich daran, wie ich Sofia in einer Versammlung indirekt bloßgestellt hatte – einige Brüder und Schwestern, die die wahren Umstände nicht kannten, könnten daraufhin Vorurteile ihr gegenüber entwickelt haben, was ihre Zusammenarbeit bei ihren Pflichten beeinträchtigt hätte. Also legte ich mich in einer Versammlung offen und sezierte mein Handeln auf der Grundlage von Gottes Worten, damit andere mein Verhalten durchschauen konnten. Sofia suchte mich später auf, um über die Arbeit zu sprechen, und ich sprach offen mit ihr über meine Voreingenommenheit, meine der Wahrheit abgeneigte Disposition sowie meine bösartigen Motive. Ich sah, dass sie mir anscheinend überhaupt keine Vorwürfe machte und mich auch nicht hasste. Ich schämte mich so sehr. Sofia und ich kamen danach wieder viel besser miteinander aus. Wenn sie meine Probleme ansprach, war mir ihr Tonfall nicht mehr so wichtig – ich wusste, wenn es gut für meine Pflicht war, musste ich es zuallererst akzeptieren. Manchmal fehlte mir im Moment die Einsicht, aber ich betete zu Gott, verleugnete mich selbst, kümmerte mich nicht um mein Ansehen und verteidigte mich auch nicht, und nach und nach verstand ich es dann. Als ich auf diese Weise mit ihr arbeitete, fühlte ich mich mit der Zeit viel entspannter.

Einige Zeit später arbeitete ich unter Zeitdruck an einem Video, um die Frist einzuhalten. Ich suchte nicht nach den Grundsätzen, was zu Problemen führte, die eine Nacharbeit erforderten. Eine der Verantwortlichen, Schwester Nora, schickte mir eine private Nachricht und bat mich, das zu korrigieren, woraufhin ich dachte, die Sache wäre damit erledigt. Aber ich war überrascht zu sehen, dass bei einer Zusammenfassung der Arbeit meine Fehler erneut zur Analyse herangezogen wurden. Ich hielt es für beschämend, dass sie vor allen über meine Fehler sprach! Ich begann, Nora gegenüber voreingenommen zu sein, als ob sie aus einer Mücke einen Elefanten machte und keine Rücksicht auf meine Würde nahm. Ich wollte einen Grund finden, um mich zu verteidigen und vor allen mein Gesicht zu wahren. Doch dann erkannte ich, dass meine Haltung falsch war, und betete sofort zu Gott, um mich gegen mich selbst aufzulehnen. Nach dem Gebet beruhigte ich mich etwas. Ich dachte: Die Arbeit musste neu gemacht werden, weil ich geschludert hatte. Nora hielt darüber Gemeinschaft, um mich daran zu erinnern, damit ich über meine eigene Haltung zu meiner Pflicht nachdenken konnte. Gleichzeitig konnten Brüder und Schwestern es auch als Warnung nehmen, damit sie nicht denselben Fehler machen würden. Sie schützte die Interessen der Kirche. Wenn ich Ausreden erfand und mich rechtfertigte, um mein Gesicht zu wahren, und Nora gegenüber voreingenommen war, wäre ich dann nicht der Wahrheit abgeneigt und würde mich weigern, sie zu akzeptieren? Ich wusste, ich konnte nicht weiter auf der Grundlage einer verdorbenen Disposition handeln. Also sprach ich im gemeinschaftlichen Austausch mit allen offen über die Einzelheiten der Fehler, die ich gemacht hatte. Als ich fertig war, teilten sie einige hilfreiche Lösungsansätze für solche Probleme, und bei meiner späteren Videoproduktion befolgte ich ihre Vorschläge und vermied es, dieselben Fehler zu machen. Ich erlebte wahrhaftig, dass das Annehmen der Vorschläge von Brüdern und Schwestern einige unnötige Fehltritte verhindern und die Arbeitseffizienz verbessern kann. Außerdem kann es mir helfen, mich selbst zu erkennen, und ist meinem eigenen Lebenseintritt dienlich.

Dadurch habe ich wahrhaftig erfahren, dass es wichtig ist, eine Haltung der Unterwerfung zu haben, wenn man zurechtgestutzt wird. Wenn das, was die anderen sagen, richtig und im Einklang mit der Wahrheit ist, sollte ich meinen Stolz beiseitelegen, es akzeptieren und mich bedingungslos unterwerfen. Aber wenn ich nur stur jedes Zurechtstutzen zurückweise und mich ihm widersetze, ich voreingenommen werde oder sogar andere aus Rache angreife, ist das das Verhalten einer bösen Person und eines Antichristen, und wenn ich keine Buße tue, werde ich von Gott verurteilt und ausgemustert. Früher hatte kaum jemand meine Probleme so direkt angesprochen, und mir fehlte jegliche Selbsterkenntnis. Ich dachte, ich hätte eine gute Menschlichkeit und könnte die Wahrheit akzeptieren. Jetzt sehe ich, dass ich der Wahrheit abgeneigt bin und keine gute Menschlichkeit habe. Was ich heute gewonnen und gelernt habe, verdanke ich alles dem Gericht und der Enthüllung durch Gottes Worte. Dank sei Gott!

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