89. Reflexionen über das Nicht-Akzeptieren der Wahrheit

Ein Brief an Ai Xi

Von Shi Jing, China

Liebe Ai Xi,

Lange nicht gesehen! Wie geht es dir? Wir haben uns über ein Jahr nicht gesehen, aber es fühlt sich an, als wären die Dinge, die geschahen, als wir gemeinsam unsere Pflicht ausführten, noch frisch in meiner Erinnerung. Weil ich die Wahrheit nicht akzeptierte, verletzte ich dich, und wir entfremdeten uns. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, mache ich mir Vorwürfe. Ich möchte dir wirklich sagen: „Es tut mir leid.“ Ich schreibe diesen Brief, um dir von meinen Reflexionen und meinem Verständnis zu erzählen.

Damals waren wir für die Bewässerungsarbeit verantwortlich. Da ich gerade erst angefangen hatte, wusste ich nicht viel über diese Pflicht, und du hast mir oft geholfen. Wenn du sahst, was ich nicht gut gemacht hatte, gabst du mir Hinweise und Erinnerungen. Ich wusste, dass du mir damit geholfen hast. Aber als du mich auf weitere Dinge hingewiesen hast, fühlte ich mich unwohl. Einmal arbeiteten die Geschwister, die die Bewässerungsarbeit verrichteten, nicht gut zusammen, also musste ich einen Brief schreiben, um die Situation zu klären. Ich empfand eine gewisse Verachtung für sie und tadelte sie in einem vernehmlichen Frageton. Als du das sahst, fragtest du mich, was meine Haltung war, als ich den Brief schrieb, und zeigtest offen meine Probleme auf. Du sagtest, es sei nicht richtig, einen Brief auf diese Weise zu schreiben, dass ich eine überhebliche Haltung einnehmen würde und dass dies leicht dazu führen würde, dass sich Menschen eingeschränkt fühlten. Du sagtest mir, ich solle über mich selbst nachdenken und meinen Brief ändern. Obwohl auch ich erkannte, dass ich eine arrogante Disposition offenbarte, argumentierte ich in meinem Herzen immer wieder dagegen, und dachte: „Wieso hast du jedes Mal ein Problem damit, wenn ich einen Brief schreibe? Du lässt mich schlecht dastehen, wenn du so sprichst, als ob ich nicht einmal ein so einfaches Problem lösen könnte. Was werden andere von mir denken, wenn sie das herausfinden?“ Ich konnte es in meinem Herzen nicht akzeptieren und entwickelte Vorurteile gegen dich. Ich dachte auch, wenn ich in Zukunft ein Problem bei dir feststellte, würde ich es ebenfalls ansprechen, damit du nicht denkst, man könnte mich herumschubsen. Einmal war jemand, der für die Aufbewahrung der Bücher mit Gottes Worten verantwortlich war, unverantwortlich und zeigte eine nachlässige Haltung. Du schriebst ihm einen Brief, in dem du Gemeinschaft hieltest und die Natur und die Konsequenzen solchen Handelns analysiertest, wobei du eine recht strenge Sprache verwendetest. Ich griff dieses Thema auf und sagte, die Art, wie du geschrieben hattest, sei nicht richtig, dass du überheblich wärst und die Leute tadeln würdest, und ein gemeinschaftlicher Austausch auf diese Weise mache es den Leuten schwer, es zu akzeptieren. Du hieltest mit mir Gemeinschaft darüber, unter welchen Umständen wir andere zurechtstutzen könnten, unter welchen Umständen wir Gemeinschaft halten und anderen helfen könnten, und sagtest, dass diese Person alles verstand, sie war nur unverantwortlich, und unter solchen Umständen könnten wir sie zurechtstutzen. Ich wusste, dass das, was du sagtest, richtig und für die Arbeit nützlich war, aber mein Herz wollte es nicht akzeptieren. Es fühlte sich an, als sei alles, was du sagtest, richtig und alles, was ich tat, falsch, und dass du immer Fehler bei mir finden würdest. Es schien, als müsste ich in Zukunft achtsamer sein, um zu vermeiden, irgendeine Verdorbenheit zu offenbaren oder etwas Falsches zu sagen, damit du mich nicht aufdeckst und blamierst. Von da an wurde ich in meiner Pflicht zögerlich und gehemmt und fühlte nicht die geringste Befreiung. Ich fühlte mich innerlich sehr müde. Normalerweise, wenn du sahst, dass ich meine Pflicht oberflächlich tat, wiesest du mich darauf hin. Und wenn ich einen Arbeitsrückstand hatte, den ich nicht rechtzeitig erledigt hatte, sagtest du, ich sei faul und würde mich nach Bequemlichkeit sehnen und die Last meiner Pflicht nicht tragen. Ich wusste, dass du über meine Probleme sprachst, aber jedes Mal kochte mein Herz und ich hatte das Gefühl, dass du immer meine Probleme aufgedeckt hast und so direkt gesprochen hast, ohne taktvoll zu sein und Rücksicht auf meinen Stolz und meine Gefühle zu nehmen, und mich bloßstelltest. Ich konnte es in meinem Herzen nicht akzeptieren. Alles, was ich tun konnte, war, widerwillig und gezwungen rasch meine Pflicht zu tun, um zu vermeiden, dass du meine Probleme wieder ansprachst. Weil ich die Wahrheit nicht gesucht oder über mich selbst nachgedacht hatte, wurden die Probleme in meiner Pflicht nie gelöst.

Später gab es eine Zeit, in der ich einen Brief schrieb, um den Bewässerern einige Abweichungen mitzuteilen, die in der Arbeit korrigiert werden mussten. Während ich schrieb, bemerkte ich, dass ich die Dinge nicht klar ausdrückte, aber ich konnte mich nicht dazu überwinden, es zu ändern. Als du meinen Brief sahst, zeigtest du wieder meine Probleme auf und sagtest, ich hätte die Dinge nicht klar erklärt, sodass du nicht erkennen konntest, welches Problem ich lösen wollte. Du batest mich, dies sorgfältig zu überdenken und nicht oberflächlich zu sein, und hieltest mit mir detailliert Gemeinschaft darüber, wie dieser Brief zu schreiben sei. Ich spürte wieder Widerstand in meinem Herzen und dachte: „Warum suchst du immer meine Fehler und machst mir das Leben schwer? Ich hatte nie so viele Probleme, wenn ich früher Briefe schrieb, also wieso findest du so viele Fehler? Wenn die Leiterin oder die Brüder und Schwestern das herausfinden, was werden sie von mir denken? Werden sie denken, dass ich nicht einmal solch kleine Probleme lösen kann und dass es ein Fehler war, mich als Verantwortlichen für die Bewässerungsarbeit auszuwählen? Ich weiß nicht mehr, wie ich bei dieser Arbeit kooperieren soll. Du deckst immer meine Schwächen auf und hältst nicht viel von mir. Also mach es doch einfach selbst und du kannst diesen Brief auch selbst schreiben. Ich fühle mich so eingeschränkt, wenn ich mit dir arbeite!“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto verärgerter fühlte ich mich, und ich dachte sogar daran, es dir heimzuzahlen: „Wenn es nicht anders geht, schreibe ich der Leiterin einen Brief und berichte über deine Probleme und schlage vor, dass ich zurücktrete. Auf diese Weise wird die Leiterin wissen, dass nicht ich es bin, die die Arbeit nicht macht, sondern dass du zu arrogant bist, und ich deshalb nicht kooperieren will, und die Leiterin wird dich sicher zurechtstutzen. Wenn ich gehe und die Arbeit beeinträchtigt wird, dann wird es deine Verfehlung sein, und du wirst Schuld und Vorwürfe empfinden. Das hast du davon, dass du immer meine Probleme ansprichst!“ Ich wusste, ich sollte das nicht tun, denn einem solchen Verhalten fehlte Menschlichkeit, aber ich konnte nicht anders, als voreingenommen gegen dich zu sein. In Versammlungen sprach ich darüber, was ich in letzter Zeit offenbart hatte, aber da ich keine Selbsterkenntnis besaß, standen hinter allem, was ich sagte, Klagen und Schuldzuweisungen, sodass du dich eingeschränkt fühltest. Ich konnte spüren, dass du danach sehr vorsichtig warst, wenn du mit mir sprachst, besorgt, meine Probleme anzusprechen, falls ich es nicht akzeptieren würde, also tatest du dein Bestes, taktvoll mit mir Gemeinschaft zu halten. Da ich jedoch keine Selbsterkenntnis besaß, verstummte ich sofort, als du meine Probleme wieder erwähntest, und ignorierte dich. Einmal sprach ich über einen Tag lang nicht mit dir, was zu Verzögerungen bei der Arbeit führte, über die wir uns austauschen mussten. Ich fühlte mich sehr beklommen und litt Schmerzen und ging ins Badezimmer, um zu weinen. Ich sah, wie du mit einem Computer in ein anderes Zimmer gingst, um zu arbeiten, und wusste, dass du auch in einem schlechten Zustand warst. Die Worte „emotionale Misshandlung“ kamen mir da in den Sinn, und ich spürte, dass ich mich so verhielt und dir Schmerz zufügte. Aber ich konnte mich einfach nicht aus diesem Zustand befreien, in dem ich mich befand, und ich weinte, als ich zu Gott betete und diesen Zustand korrigieren wollte.

Ich las zu dieser Zeit einige von Gottes Worten, und darin war ein Abschnitt, der mich bewegte. Gott sagt: „Manche Leute sagen: ‚Bevor ich zurechtgestutzt wurde, hatte ich das Gefühl, einen Weg zu haben, dem ich folgen konnte, aber nachdem ich zurechtgestutzt wurde, weiß ich nicht mehr, was ich tun soll.‘ Warum wissen sie nach der Zurechtstutzung nicht mehr, was sie tun sollen? Was ist der Grund dafür? (Wenn sie mit Zurechtstutzung konfrontiert werden, akzeptieren sie die Wahrheit nicht oder versuchen nicht, sich selbst zu erkennen. Sie hegen einige Auffassungen und suchen nicht die Wahrheit, um sie zu lösen. Das lässt sie ohne einen Weg zurück. Anstatt die Ursache bei sich selbst zu finden, behaupten sie das Gegenteil, nämlich dass die Zurechtstutzung sie vom Weg abgebracht habe.) Ist das nicht eine Gegenbeschuldigung? Es ist, als würde man sagen: ‚Was ich getan habe, entsprach den Grundsätzen, aber deine Zurechtstutzung macht deutlich, dass du mich nicht nach den Grundsätzen handeln lässt. Wie soll ich also in Zukunft praktizieren?‘ Das meinen Leute, die so etwas sagen. Akzeptieren sie die Zurechtstutzung? Akzeptieren sie die Tatsache, dass sie Fehler gemacht haben? (Nein.) Bedeutet diese Aussage nicht eigentlich, dass sie wissen, wie man rücksichtslos Missetaten begeht, aber wenn sie zurechtgestutzt und aufgefordert werden, nach den Grundsätzen zu handeln, wissen sie nicht, was sie tun sollen, und sind verwirrt? (Ja.) Wie haben sie also vorher gehandelt? Wenn jemand mit Zurechtstutzung konfrontiert wird, liegt das nicht daran, dass er nicht nach den Grundsätzen gehandelt hat? (Ja.) Sie begehen rücksichtslos Missetaten, suchen nicht die Wahrheit und handeln nicht nach den Grundsätzen oder Regeln von Gottes Haus, also werden sie zurechtgestutzt. Der Zweck der Zurechtstutzung ist es, die Menschen in die Lage zu versetzen, die Wahrheit zu suchen und nach den Grundsätzen zu handeln, um sie daran zu hindern, erneut rücksichtslos Missetaten zu begehen. Wenn diese Leute jedoch mit Zurechtstutzung konfrontiert werden, sagen sie, sie wüssten nicht mehr, wie sie handeln oder praktizieren sollen – enthalten diese Worte irgendein Element der Selbsterkenntnis? (Nein.) Sie haben nicht die Absicht, sich selbst zu erkennen oder die Wahrheit zu suchen. Stattdessen implizieren sie Folgendes: ‚Früher habe ich meine Pflichten sehr gut erfüllt, aber seit du mich zurechtgestutzt hast, hast du meine Gedanken durcheinandergebracht und meine Herangehensweise an meine Pflichten verwirrt. Jetzt ist mein Denken nicht mehr normal, und ich bin nicht mehr so entschlossen oder kühn wie früher, ich bin nicht mehr so mutig, und das alles ist auf die Zurechtstutzung zurückzuführen. Seit ich zurechtgestutzt wurde, ist mein Herz tief verwundet. Deshalb muss ich anderen sagen, dass sie bei der Ausführung ihrer Pflichten sehr vorsichtig sein sollen. Sie dürfen ihre Makel nicht offenbaren oder Fehler machen; wenn sie Fehler machen, werden sie zurechtgestutzt, und dann werden sie furchtsam und verlieren den Antrieb, den sie einst hatten. Ihr kühner Geist wird erheblich abgestumpft sein, und ihr jugendlicher Mut und ihr Verlangen, alles zu geben, werden verschwinden und sie kleinlaut, memmenhaft und furchtsam vor ihrem eigenen Schatten zurücklassen, mit dem Gefühl, dass nichts, was sie tun, richtig ist. Sie werden Gottes Gegenwart in ihren Herzen nicht mehr spüren und sich Ihm gegenüber zunehmend distanziert fühlen. Selbst das Beten und Rufen zu Gott wird unbeantwortet scheinen. Sie werden das Gefühl haben, nicht mehr dieselbe Vitalität, denselben Überschwang und dieselbe Liebenswürdigkeit zu besitzen, und werden sogar anfangen, auf sich selbst herabzusehen.‘ Sind das die von Herzen kommenden Worte, über die jemand mit Erfahrung Gemeinschaft hält? Sind sie aufrichtig? Erbauen sie die Menschen oder nützen sie ihnen? Ist das nicht einfach eine Verdrehung der Tatsachen? (Ja, diese Worte sind ziemlich absurd.)“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (17)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, dachte ich plötzlich über mein eigenes Verhalten und meine Offenbarungen nach. Ich hatte immer gedacht, ich sei diejenige, die eingeschränkt wurde. Ich dachte, dass ich früher nie so viele Probleme beim Schreiben von Briefen gehabt hatte, aber jetzt, mit dir, schien es so viele Probleme zu geben, und ich wusste nicht mehr, wie ich bei dieser Arbeit kooperieren sollte – tatsächlich waren all diese Gedanken verdreht. Wenn ich Briefe schrieb, offenbarte ich eine arrogante Disposition und schränkte die Leute ein. Ich war oberflächlich bei der Lösung von Problemen, gewöhnlich faul und trug keine Last für meine Pflicht. Indem du mich auf diese Probleme hingewiesen hast, übernahmst du Verantwortung für die Arbeit und halfst mir, was mir ermöglichte, rechtzeitig über meine eigenen Probleme nachzudenken und sie zu erkennen, meine Pflicht im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun und bei der Lösung von Problemen Ergebnisse zu erzielen. Aber ich akzeptierte es nicht und dachte stattdessen, dass deine Hinweise auf meine Probleme, die mich dazu bringen sollten, meine falschen Vorgehensweisen aufzugeben, dazu führten, dass ich mich eingeschränkt fühlte, und ich wurde zögerlich in meiner Pflicht. Ich konnte nicht mehr so gut Briefe schreiben wie zuvor und wusste nicht, wie ich in meiner Pflicht zusammenarbeiten sollte. Die Schlussfolgerung war, dass meine Vorgehensweise mit der Wahrheit übereinstimmte und deine Anleitung falsch war, und dass ich meine Pflicht gut tun würde, wenn du mich sie so tun lassen würdest, wie ich es wollte. Ich betrachtete deine richtige Anleitung als negativ und meine falschen Vorgehensweisen als in Ordnung. Ich akzeptierte die Wahrheit wirklich nicht, konnte Positives nicht von Negativem unterscheiden und war taub für jede Vernunft!

Ich hatte zu dieser Zeit nur dieses oberflächliche Verständnis. Erinnerst du dich? Später öffneten wir uns einander und sprachen über unsere Zustände. Du sagtest, du hättest nicht auf mich herabgesehen und es sei nicht so gewesen, dass du mir das Leben schwer gemacht hättest, und du sagtest, du hättest nicht gewusst, wie du mit mir kommunizieren solltest, als ich dich ignorierte, dass du es als wirklich hart empfandest, die Pflicht auf diese Weise zu tun, und dass du sogar deine Pflicht hier aufgeben wolltest. Lass mich dir sagen, als ich dich das sagen hörte, hatte ich das Gefühl, dass es mich innerlich zerreißt. Ich hatte nie bemerkt, dass ich dafür sorgte, dass du dich so einschränkt und verletzt fühltest. Ich dachte immer, meine Menschlichkeit sei in Ordnung, und dass ich, selbst wenn ich etwas Verdorbenheit offenbarte, niemanden einschränken oder verletzen würde. Aber so war es, und ich musste mich dem stellen und über mich selbst nachdenken. Ich wurde in diesen beiden Tagen einer anderen Pflicht zugewiesen und ging mit Schuldgefühlen und Bedauern.

Später suchte und reflektierte ich, um meine eigenen Probleme zu verstehen. Ich las diese Worte Gottes: „Wenn es um das Thema geht, zurechtgestutzt zu werden, ist es bei Antichristen so, dass sie es nicht akzeptieren können. Und es gibt Gründe dafür, dass sie es nicht akzeptieren können. Der Hauptgrund ist, dass sie, wenn man sie zurechtstutzt, das Gefühl haben, dass sie an Ansehen verloren haben, dass sie ihren Ruf, ihren Status und ihre Würde eingebüßt haben, dass sie nicht mehr in der Lage sind, mit erhobenem Haupt vor allen anderen zu stehen. Diese Dinge hinterlassen Wirkung in ihrem Herzen, und so ist es für sie sehr schwer, zu akzeptieren, wenn man sie zurechtstutzt, und sie haben das Gefühl, dass jeder, der sie zurechtstutzt, wer auch immer das sein mag, es auf sie abgesehen hat und ihr Feind ist. Das ist die Denkweise von Antichristen, wenn sie zurechtgestutzt werden. Dessen kannst du dir sicher sein. Tatsächlich wird durch Zurechtstutzen am deutlichsten enthüllt, ob jemand die Wahrheit annehmen kann und ob er sich wirklich unterwerfen kann. Dass Antichristen sich dem Zurechtstutzen derart widersetzen, reicht als Beweis dafür, dass sie der Wahrheit abgeneigt sind und sie nicht im Geringsten akzeptieren. Dies ist also der Kern des Problems. Ihr Stolz ist nicht der springende Punkt; das Wesen des Problems ist, dass sie die Wahrheit nicht akzeptieren. Wenn man sie zurechtstutzt, verlangen Antichristen, dass dies in einem netten Ton und mit einer netten Einstellung geschieht. Wenn der Ton des Handelnden ernst und seine Haltung streng ist, wird sich ein Antichrist wehren, trotzig sein und aus Scham wütend werden. Sie kümmern sich nicht darum, ob das, was in ihnen aufgedeckt wird, richtig ist oder ob es eine Tatsache ist, und sie denken nicht darüber nach, wo sie sich geirrt haben oder ob sie die Wahrheit annehmen sollten. Sie denken nur daran, ob ihrer Eitelkeit und ihrem Stolz ein Schlag versetzt worden ist. Antichristen sind völlig unfähig zu erkennen, dass das Zurechtstutzen den Menschen hilft, liebevoll und rettend ist, dass es den Menschen nützt. Noch nicht einmal das können sie erkennen. Ist das nicht ein wenig urteilslos und unvernünftig von ihnen? Welche Disposition offenbart ein Antichrist also, wenn er mit Zurechtstutzen konfrontiert wird? Zweifelsohne handelt es sich um eine Disposition, der Wahrheit gegenüber abgeneigt zu sein, sowie um eine der Arroganz und Unnachgiebigkeit. Daraus wird ersichtlich, dass die Wesensnatur von Antichristen darin besteht, der Wahrheit gegenüber abgeneigt zu sein und sie zu hassen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 8)). Durch das, was Gottes Worte entlarvten, sah ich, dass Antichristen, wenn sie durch die Anleitung, Hilfe und Zurechtstutzung eines anderen das Gesicht verlieren, selbst wenn sie wissen, dass das, was die andere Person aufdeckt, die Wahrheit ist, niemals über ihre eigenen Probleme nachdenken. Sie glauben, dass es die andere Person ist, die ihnen das Leben schwer macht, und so empfinden sie Hass, Abneigung und wollen sich sogar an dieser Person rächen. Ich sah, dass die Natur eines Antichristen der Wahrheit abgeneigt ist und sie hasst. Als ich Gottes Worte las, gelangte ich zu einem gewissen Verständnis der verdorbenen Disposition, die ich offenbarte. Ich dachte darüber nach, wie oberflächlich ich war und dass ich keine Last für meine Pflicht trug, wie unaufmerksam ich beim Schreiben von Briefen war und dass ich die Dinge nicht klar ausdrückte. Deine Hinweise auf Probleme haben mir geholfen, diese schnell zu korrigieren, was für die Arbeit nützlich gewesen wäre, aber ich dachte einfach, du würdest mir das Leben schwer machen, und weigerte mich, es zu akzeptieren, um mein Gesicht zu wahren. Ich schob dir die Schuld zu, wollte dich bei der Leiterin schlechtmachen und ignorierte dich sogar, was dich verletzte und den Arbeitsfortschritt verzögerte. Deine Hilfe für mich war immer etwas Positives und im Einklang mit der Wahrheit, und ich hätte sie akzeptieren und schnelle Korrekturen vornehmen sollen. Stattdessen betrachtete ich deine freundliche Hilfe als Herabsetzung, und das weckte in mir sogar Abneigung, Hass und den Wunsch, es dir heimzuzahlen. Oberflächlich betrachtet schien ich deine Anleitung nicht zu akzeptieren, aber im Wesentlichen akzeptierte ich keine positiven Dinge oder die Wahrheit, ich stand im Widerspruch zur Wahrheit, und das zeigte, dass ich grundlegend niemand war, der sich der Wahrheit unterwarf. Es gefiel mir nicht, dass du meine wahre Situation aufdecktest. Ich liebte es, geschätzt und gelobt zu werden. Ich sah, dass ich meiner Natur nach eitel und niederträchtig war und die Wahrheit nicht liebte, und dass ich den Weg des Antichristen ging. Ich litt solche Schmerzen, als ich in meiner verdorbenen Disposition lebte, und das war nichts anderes als das, was ich verdiente! Ich dachte an Gottes Worte: „Wenn ein Mensch der Wahrheit abgeneigt ist, ist das zweifellos fatal für seine Rettung. Das ist nicht etwas, das man vergeben kann oder nicht, es ist keine Verhaltensform oder etwas, das sich flüchtig in ihm offenbart. Es ist die Wesensnatur eines Menschen, und Gott ist von solchen Menschen äußerst angewidert(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht gut zu erfüllen, ist es überaus wichtig, die Wahrheit zu verstehen). Ich spürte, dass Gott diejenigen verabscheute und hasste, die der Wahrheit abgeneigt waren. Ich wusste genau, dass deine Hinweise auf meine Probleme mit den Tatsachen und den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmten, aber ich wollte sie nicht akzeptieren und zerlegte sie stattdessen übermäßig, genau wie eine Ungläubige. Dadurch konnte meine Verdorbenheit nicht gelöst werden, und ich hatte keine Möglichkeit, meine Pflicht gemäß den Grundsätzen zu tun. Alles, was ich tat, war, Verlust zu verursachen, der Kirchenarbeit Hindernisse in den Weg zu legen und Gott dazu zu bringen, mich zu verabscheuen.

Ich las einen weiteren Abschnitt von Gottes Worten und gelangte zu einem gewissen Verständnis der satanischen Gifte, die dahinterstecken, wenn man es nicht akzeptiert, zurechtgestutzt zu werden. Gott sagt: „Was solltest du tun, wenn jemand andauernd deine Unzulänglichkeiten bloßstellt? Du könntest sagen: ‚Wenn du mich bloßstellst, dann stelle ich dich auch bloß!‘ Ist es richtig, sich gegenseitig so anzugreifen? Ist das die Art und Weise, wie die Menschen sich verhalten, handeln und miteinander umgehen sollten? (Nein.) Die Menschen wissen zwar, dass sie das der Glaubenslehre halber nicht tun sollten, und doch können viele von ihnen solche Versuchungen und Fallstricke nicht überwinden. Vielleicht hast du nicht gehört, dass irgendwer deine Unzulänglichkeiten bloßgestellt, dich angegriffen oder hinter deinem Rücken über dich geurteilt hat – aber wenn du jemanden solche Dinge sagen hörst, wirst du es nicht ertragen können. Dein Herz wird schneller schlagen, und deine Hitzköpfigkeit wird sich zeigen; du wirst sagen: ‚Wie kannst du es wagen, mich bloßzustellen? Wenn du gemein zu mir bist, werde ich es dir heimzahlen! Wenn du meine Unzulänglichkeiten bloßstellst, denk nicht, dass ich deine Schwächen nicht bloßstellen werde!‘ Andere sagen: ‚Es gibt einen Spruch, der besagt: „Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß.“ Also werde ich deine Unzulänglichkeiten nicht bloßstellen, aber ich werde andere Wege finden, mich um dich zu kümmern und dir einen Dämpfer zu verpassen. Wir werden ja sehen, wer der Härtere ist!‘ Sind diese Methoden gut oder nicht? (Nein.) Bei fast jedem ist es so, dass er zuerst einmal wütend reagieren wird, wenn er herausfindet, dass jemand ihn bloßgestellt, ihn verurteilt oder hinter seinem Rücken etwas Schlechtes über ihn gesagt hat. Er wird vor Wut schnauben, nicht essen oder schlafen können – und selbst wenn er es schafft zu schlafen, wird er sogar in seinen Träumen fluchen! Seine Impulsivität kennt keine Grenzen! Es ist so eine belanglose Sache, aber er kann nicht darüber hinwegkommen. Das ist die Wirkung, die Impulsivität auf Menschen hat, das sind die schädlichen Folgen von verdorbenen Dispositionen. Wenn eine verdorbene Disposition zum Leben eines Menschen wird, wie zeigt sich das dann hauptsächlich? Wenn diesem Menschen etwas widerfährt, das er unangenehm findet, wirkt sich das zunächst auf seine Gefühle aus und dann tritt seine Impulsivität an den Tag – so zeigt sich das. Und wenn das passiert, wird er in seiner Impulsivität leben und die Angelegenheit durch die Linse seiner verdorbenen Disposition betrachten. In seinem Herzen werden die philosophischen Ansichten Satans aufkommen, und er wird sich darüber Gedanken machen, welche Mittel und Wege er einsetzen wird, um sich zu rächen, und dadurch seine verdorbene Disposition offenlegen. Die Ideen und Standpunkte der Menschen zum Umgang mit Problemen wie diesem, die Mittel und Wege, die sie sich dafür einfallen lassen, und sogar ihre Gefühle und Impulsivität, das alles rührt von verdorbenen Dispositionen her. Welche verdorbenen Dispositionen treten also in diesem Fall auf? Die erste ist mit Sicherheit Bosheit, gefolgt von Arroganz, Verlogenheit, Frevelhaftigkeit, Unnachgiebigkeit, Abneigung gegen die Wahrheit und Hass auf die Wahrheit. Von diesen verdorbenen Dispositionen hat Arroganz vielleicht den geringsten Einfluss. Was also sind die verdorbenen Dispositionen, die die Gefühle und Gedanken eines Menschen am meisten beherrschen können, und die bestimmen, wie er letztlich mit dieser Sache umgeht? Es sind Bosheit, Unnachgiebigkeit, Abneigung gegen die Wahrheit und Hass auf die Wahrheit. Diese verdorbenen Dispositionen halten den Menschen in einem Würgegriff und binden ihn, und es ist offensichtlich, dass sein Leben im Netz Satans gefangen ist. Wie entsteht dieses Netz Satans? Sind es nicht die verdorbenen Dispositionen, die es entstehen lassen? Deine verdorbenen Dispositionen haben alle möglichen satanischen Netze für dich gesponnen. Wenn du beispielsweise hörst, dass jemand etwas macht, wie etwa über dich zu urteilen, dich zu verfluchen oder hinter deinem Rücken deine Unzulänglichkeiten bloßzustellen, dann lässt du satanische Philosophien und verdorbene Dispositionen dein Leben sein und deine Gedanken, deine Ansichten und deine Gefühle beherrschen, was zu einer bestimmten Abfolge von Handlungen führt. Diese verdorbenen Handlungen sind hauptsächlich die Folge davon, dass du eine satanische Natur und Disposition hast. Unabhängig von deinen Umständen gehört alles, was du auslebst, was du offenbarst und was du ausdrückst – bzw. deine Gefühle, deine Gedanken und Ansichten und deine Art und deine Methoden, Dinge zu tun –, zu Satan, solange du von Satans verdorbener Disposition gefesselt, kontrolliert und beherrscht wirst. All diese Dinge verstoßen gegen die Wahrheit und stehen den Worten Gottes und der Wahrheit feindlich gegenüber. Je weiter du vom Wort Gottes und der Wahrheit entfernt bist, desto mehr gerätst du unter die Kontrolle von Satans Netz und verstrickst dich darin. Wenn du dich stattdessen von den Fesseln und der Kontrolle durch deine verdorbenen Dispositionen befreien und dich gegen sie auflehnen kannst, wenn du vor Gott treten und Probleme mit den Methoden und Grundsätzen, die dir Gottes Worte mitteilen, lösen und dich in deinem Handeln nach diesen richten kannst, dann wirst du dich allmählich aus Satans Netz befreien. Was du dann, nachdem du dich befreit hast, auslebst, ist nicht mehr dasselbe alte Abbild eines satanischen Menschen, der von seinen verdorbenen Dispositionen beherrscht wird, sondern das eines neuen Menschen, der Gottes Worte als sein Leben ansieht. Deine ganze Lebensweise verändert sich. Wenn du aber den Gefühlen, Gedanken, Ansichten und Praktiken nachgibst, die satanische Dispositionen hervorbringen, dann wirst du dich an eine Litanei von satanischen Philosophien und diverse Methoden halten, wie etwa ‚Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß‘, ‚Für einen Ehrenmann ist es nie zu spät, Rache zu nehmen‘, ‚Besser ein wahrer Schurke sein als ein falscher Gentleman‘ und ‚Wer nicht auf Rache sinnt, ist kein Mann.‘ Sie werden in deinem Herzen sein und dein Handeln bestimmen. Wenn du diese satanischen Philosophien als Grundlage für dein Handeln nimmst, wird sich der Charakter deines Handelns ändern, und du wirst Böses tun und dich Gott widersetzen. Wenn du diese negativen Gedanken und Standpunkte als Grundlage für dein Handeln nimmst, ist es offensichtlich, dass du von Gottes Lehren und Worten abgewichen und Satan ins Netz gegangen bist und dich nicht selbst befreien kannst(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (8)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass Satan die Menschen mit seinen satanischen Philosophien indoktriniert, wie „Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß“, „Wenn du unfreundlich bist, werde ich nicht fair sein“ und „Zahl’ es ihm mit gleicher Münze heim“. Sie stacheln die Menschen dazu an, ungestüm zu handeln, indem sie sagen, dass es jedem, der Ruf und Interessen eines anderen schädigt, mit gleicher Münze heimgezahlt werden muss. Dies veranlasst die Menschen, sich gegenseitig zu bekämpfen, anzugreifen und zu verletzen. Die Menschen werden deshalb immer bösartiger und finsterer und verlieren ihre normale Menschlichkeit. Ich sah, dass ich ständig nach diesen satanischen Giften lebte. Wenn ich hörte, dass jemand meine Verdorbenheit und meine Probleme aufdeckte, akzeptierte ich es nicht demütig, sondern offenbarte Hitzköpfigkeit und behandelte denjenigen kalt und feindselig. Genau wie damals betrachtete ich deine Anleitung und Hilfe als etwas Negatives, im Glauben, du würdest meine Schwächen aufdecken und meinem Ruf und meinen Interessen schaden, also drehte ich den Spieß um und versteifte mich auf deine Probleme, und sagte, deine Zurechtstutzung, die den Grundsätzen entsprach, sei Ausdruck deiner Überheblichkeit, und ich wollte sogar, dass die Leiterin dich zurechtstutzt, und ich wollte durch meinen Rücktritt erreichen, dass du dir Vorwürfe machst und Schuldgefühle bekommst. Ich gab vor, ein Opfer zu sein, und ignorierte und ächtete dich absichtlich. Mein Ziel war es, dich davon abzuhalten, über meine Probleme zu sprechen, um dadurch meinen Ruf und meine Interessen zu schützen. Ich war wirklich wie ein wütender Bär, den niemand zu reizen wagt, ohne einen Funken Menschlichkeit oder Vernunft! Wenn du meine Probleme ansprachst, musstest du sogar auf meinen Gesichtsausdruck achten und fühltest dich durch mich eingeschränkt, wolltest dieser Situation entfliehen und deine Pflicht nicht mehr tun, und schließlich verzögerte sich die Arbeit. Inwiefern war mein Handeln etwas, das ein Mensch tun würde? Damit tat ich Böses und widersetzte mich Gott! Ich war angewidert von meinem eigenen Verhalten, und mein Herz war erfüllt von Selbsthass. Ich lebte nach satanischen Giften und war arrogant, bösartig und selbstsüchtig geworden. Nicht nur verletzte ich dich, sondern ich beging auch Verfehlungen und verursachte mir selbst Bedauern – ich schadete wirklich sowohl mir selbst als auch anderen! Ich dachte darüber nach, wie manche Antichristen reagieren, wenn Brüder und Schwestern, die mit Gerechtigkeitssinn nach der Wahrheit streben, ihnen Vorschläge machen und die Dinge aufdecken, die sie tun und die den Wahrheitsgrundsätzen widersprechen, was ihren Ruf und ihren Status beeinträchtigt. Sie empfinden Abneigung und Widerstand und werden vor Scham wütend. Sie verdrehen Tatsachen und schieben die Schuld auf die Brüder und Schwestern, unterdrücken und quälen diejenigen mit Gerechtigkeitssinn, um ihre eigene Position zu festigen. Ihre Handlungen schaden Brüdern und Schwestern, stören, unterbrechen und zerstören die Gemeindearbeit und verletzen Gottes Disposition, was zu ihrem Ausschluss aus der Kirche führt. War die Natur meines Verhaltens nicht so? Ich sah, wie mein Verhalten und Handeln gemäß meiner satanischen Disposition Gott wirklich dazu brachte, mich zu verabscheuen, und dass ich, wenn ich nicht Buße täte, früher oder später böse Dinge tun würde, die die Gemeindearbeit zerstören und stören, genau wie Antichristen und böse Menschen, und somit Gottes Disposition verletzen und von Gott ausgemustert werden würde – ich war wirklich in solcher Gefahr! Als ich das dachte, fühlte ich Angst und war erfüllt von Reue, und war bereit, vor Gott zu treten, um Buße zu tun und zu bekennen.

Ich begann dann, den Weg der Praxis zu suchen, und sah einen Abschnitt von Gottes Worten: „Was solltest du tun, wenn du einen großen Bogen um den Weg eines Antichristen machen willst? Du solltest die Initiative ergreifen und dich wahrheitsliebenden Menschen nähern, Menschen, die rechtschaffen sind, dich Menschen nähern, die deine Probleme aufzeigen können, die wahrheitsgetreu reden können und dich rügen, wenn sie deine Probleme entdecken, und insbesondere Menschen, die dich zurechtstutzen können, wenn sie deine Probleme entdecken – das sind die Menschen, die dir am meisten nützen, und du solltest sie schätzen. Wenn du solche guten Menschen ausgrenzt und sie abwimmelst, dann wirst du Gottes Schutz verlieren, und nach und nach wird Unheil über dich kommen. Indem du dich guten Menschen näherst und Menschen, die die Wahrheit verstehen, wirst du Frieden und Freude haben, und du wirst dir Unheil vom Leib halten können; indem du dich abscheulichen Menschen, schändlichen Menschen und Menschen, die dir schmeicheln, näherst, wirst du in Gefahr sein. Nicht nur wirst du leicht überlistet und ausgetrickst werden, sondern dich kann jederzeit Unheil treffen. Du musst wissen, welcher Typ Mensch dir am meisten nützen kann – es sind diejenigen, die dich warnen können, wenn du etwas Falsches tust oder wenn du dich selbst erhöhst und bezeugst und andere in die Irre führst; von ihnen kannst du am meisten profitieren. Dich solchen Menschen zu nähern, ist der richtige Weg, den es einzuschlagen gilt(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 4. Sie erhöhen und bezeugen sich selbst). Durch das Lesen der Worte Gottes habe ich den Weg zur Praxis gefunden. Ich muss mich den Menschen nähern, die mich führen und mir helfen, und darf ihnen nicht aus dem Weg gehen. Ich habe keine bösen Absichten von dir gesehen, als du mich auf meine Probleme hingewiesen hast. Auch wenn du manchmal offen geredet hast, war es immer sachlich und im Einklang mit den Grundsätzen. Ich hätte also nicht so ungestüm reagieren sollen. Auch wenn ich es damals nicht akzeptieren oder verstehen konnte, hätte mein Herz die Wahrheit suchen sollen. Ich hätte darüber nachdenken sollen, was für die Arbeit im Haus Gottes gut wäre, und es dann in die Tat umsetzen sollen, um die Probleme und Abweichungen auf ein Minimum zu verringern. Ich dachte darüber nach, dass ich meine Pflicht nicht als Bürde empfand, dass ich beim Briefeschreiben dazu neigte, mich überlegen zu geben, dass ich die wirklichen Probleme und Gefühle der anderen Person nicht berücksichtigte und dass ich oberflächlich und unaufmerksam war. Indem du mich auf meine Probleme aufmerksam gemacht und mir meine verdorbenen Dispositionen offengelegt hast, hast du mir geholfen, über mich selbst nachzudenken. Es wäre hilfreich für mich, meine Pflicht mit Ernsthaftigkeit und Aufmerksamkeit auszuführen und Ergebnisse zu erzielen. Ich hätte dir mehr danken und deine Aufsicht und Hilfe mehr annehmen sollen. Es war gut, dass du mich auf meine Probleme aufmerksam gemacht hast. Das hat mich zurückgehalten, sonst wäre ich in meiner verdorbenen Disposition geblieben, ohne es zu merken. Ich hätte meine Pflicht weiterhin oberflächlich und ohne Sinn für die Bürde getan, was Nachteile für die Arbeit mit sich gebracht hätte, und ich wäre ein Mensch geworden, der des Vertrauens nicht würdig ist und von Gott verabscheut wird. Als ich das merkte, machte ich eine bewusste Kehrtwende und begann, meine Pflicht mehr als Bürde zu empfinden als zuvor. Wenn Probleme auftauchten, konzentrierte ich mich darauf, sie anzugehen, ohne mich auf meine Hitzköpfigkeit oder meine arrogante Disposition zu verlassen, und ich dachte darüber nach, wie ich so gemeinschaftlichen Austausch halten könnte, dass es Ergebnisse bringen würde. Ich fühlte mich im Herzen viel gefestigter, als ich so praktizierte. Mir wurde auch klar: Wer seinen Ruf aufgibt und die Wahrheit akzeptiert und sich ihr unterwirft, kann wahre Integrität, Würde, Menschlichkeit und Vernunft besitzen. Wenn jemand der Wahrheit abgeneigt ist, versteht sie nicht nur nicht, sondern kann auch seine Pflicht nicht gut ausführen und wird von Gott verabscheut. Es macht einen so niedrig und wertlos, wenn man sich so verhält.

Später, als ich mit anderen Brüdern und Schwestern zusammenarbeitete, offenbarte ich immer noch diese verdorbenen Dispositionen, und dann betete ich bewusst zu Gott, ergab mich völlig, nahm die Führung und Hilfe anderer an und praktizierte den Eintritt. Allmählich waren diese Dispositionen nicht mehr so schlimm wie früher. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr hilfreich war, die Vorschläge der anderen zu akzeptieren, und dass es sich positiv auf die Arbeit auswirkte. Ich fühlte mich ruhig und frei in meinem Herzen und dass dies eine großartige Art zu praktizieren war. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich Gott so dankbar. Wenn Gott mich nicht auf diese Weise enthüllt hätte, ohne das Gericht und die Enthüllung Seiner Worte, hätte ich einfach überhaupt keine Selbsterkenntnis und könnte nicht sehen, dass ich von Satan so verdorben war, dass meine Disposition bösartig und der Wahrheit abgeneigt war. Wenn es um meine Interessen ging, ließ ich meinem Ärger in der Pflicht freien Lauf, zeigte keinen Gehorsam gegenüber Gott und lebte ohne jedes Abbild eines Menschen. Ich war so schmutzig und verdorben und von schlechter Menschlichkeit. Aber Gott hat mich deswegen nicht ausgemustert, sondern mir eine Chance gegeben, nachzudenken und Buße zu tun, damit ich weiß, wie ich mich verhalten soll. Er hat mich nach und nach dazu gebracht, die Wahrheit zu verstehen und anzunehmen, und dafür danke ich Gott von ganzem Herzen. Obwohl ich noch sehr verdorben bin und viele Fehler habe, bin ich bereit, die Wahrheit zu suchen und meine Verdorbenheit zu überwinden. Ich danke Gott für Seine Führung und Rettung!

Mehr will ich im Moment nicht sagen. Wenn du denkst, dass ich etwas nicht verstanden habe, lass es mich bitte wissen. Es würde mir sehr helfen.

Shi Jing

19. September 2023

Zurück: 88. Grundsätze für die Interaktion mit anderen

Weiter: 90. Meine Pflicht ohne Furcht annehmen

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

Verwandte Inhalte

73. Gottes Rettung

Von Yichen, ChinaDer Allmächtige Gott sagt: „Jeder Schritt von Gottes Werk – seien es harte Worte, Urteil oder Züchtigung – macht den...

Einstellungen

  • Text
  • Themen

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Zeilenabstand

Seitenbreite

Inhaltsverzeichnis

Suchen

  • Diesen Text durchsuchen
  • Dieses Buch durchsuchen

Kontaktiere uns über Messenger