10. Der steinige Glaubensweg einer Studentin
Im September 2021 war ich im ersten Studienjahr. Wegen der Pandemie konnten wir nur an Online-Vorlesungen teilnehmen. Aber gerade aufgrund dieser Umstände lernte ich online eine Schwester kennen, die mich zu Online-Versammlungen einlud. Als diese Schwester mir bezeugte, dass der Herr Jesus wiedergekehrt ist und Er der Allmächtige Gott ist, war ich sehr aufgeregt. In der Zeit, in der ich das genauer untersuchte, las ich viele Worte des Allmächtigen Gottes und gewann Gewissheit über Sein Werk der letzten Tage. Ich brannte darauf, noch mehr Menschen das Evangelium zu predigen, und dachte dabei an meine Familie. Ich dachte: „Sie werden sich bestimmt sehr freuen zu hören, dass der Herr zurückgekehrt ist.“ Ich lud meine Eltern und meine Großmutter ein, gemeinsam an einer Versammlung teilzunehmen, aber sie hatten haltlosen Gerüchten im Internet geglaubt, daher war niemand von ihnen bereit, zu suchen und es zu erforschen. Sie sagten sogar: „Geh nicht zu den Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes. Es reicht, in deine bisherige Kirche zu gehen.“ Und sie forderten mich auf, mich auf mein Studium zu konzentrieren. Weil ich darauf bestand, an den Allmächtigen Gott zu glauben, wurden meine Eltern sehr wütend. Sie nahmen mir oft mein Handy weg und erlaubten mir nicht, an den Online-Versammlungen teilzunehmen. Ich habe oft versucht, meine Handy zurückzubekommen, aber mein Vater war sehr aufbrausend, schrie mich häufig an und schlug mich sogar. Einmal zerrte er mich an den Haaren und stieß mich vor die Tür. Meine Mutter sah zu, ohne ihn aufzuhalten. Sie beschimpfte mich sogar und sagte, ich hätte es verdient und sei von einem falschen Christus irregeführt worden. Ich wusste, dass ich nicht irregeführt worden war. Der Herr Jesus sagte: „So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus!, oder: da!, so sollt ihr’s nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, dass in die Irre geführt werden (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten“ (Matthäus 24,23-24). Falsche Christusse können nur Gottes früheres Werk nachahmen und große Zeichen und Wunder wirken, um die Menschen irrezuführen. Aber Gott ist immer neu und niemals alt. Er wiederholt nicht das Werk, das Er bereits getan hat. Gott wirkt entsprechend den Bedürfnissen der Menschheit. In den letzten Tagen tut der Allmächtige Gott die Wahrheit kund, um das Werk des Gerichts zu vollbringen und die Menschheit von ihrer Verdorbenheit zu reinigen. Falsche Christusse aber können keine Wahrheit ausdrücken, geschweige denn die Menschen reinigen oder retten. Das liegt daran, dass falsche Christusse nicht über die Wahrheit verfügen. Zudem verstand ich durch die Lektüre der Worte des Allmächtigen Gottes in dieser Zeit viele Wahrheiten und Geheimnisse, die ich vorher nicht verstanden hatte: Ich erfuhr von den Geheimnissen von Gottes sechstausendjährigem Führungsplan und Seiner Menschwerdung. Ich erfuhr auch, wie Gott wirkt, um die Menschen zu leiten, wie Er sie reinigt, wie Er ihre verdorbenen Dispositionen ändert, wie Er sie ihrer Art nach einstuft und so weiter. Durch die Worte, die der Allmächtige Gott ausgedrückt hat, war ich fest überzeugt: Der Herr Jesus ist zurückgekehrt; Er ist der Allmächtige Gott. Ich sagte zu meinen Eltern: „Ganz gleich, was geschieht, ich werde den Glauben an den Allmächtigen Gott nicht aufgeben.“ Als meine Mutter sah, dass ich darauf bestand, an den Allmächtigen Gott zu glauben, ohrfeigte sie mich. Meine Mutter hatte mich noch nie geschlagen, und ich fühlte mich unendlich elend und fing an zu weinen.
Auch in den nächsten vier Tagen gaben mir meine Eltern mein Handy nicht zurück. Sie sagten, ich solle nicht mehr zur Uni gehen stattdessen zu Hause bleiben, die Hausarbeit machen und auf meine jüngeren Geschwister aufpassen. Sie ermahnten mich auch, vor meinen jüngeren Geschwistern nichts zu erwähnen, was mit dem Glauben an Gott zu tun hatte. Angesichts dieser Situation fühlte ich mich etwas schwach. Ich hatte das Gefühl, dass mich niemand verstand. Ich verstand Gottes Absicht nicht: Warum hatte Gott eine solche Situation für mich arrangiert? Ich wollte sogar aufhören, an Versammlungen teilzunehmen und meine Pflicht zu tun. Da erinnerte ich mich an zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, steht eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; all dies erfordert, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und womit sich Hiob konfrontiert sah, waren die Taten und Störungen von Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf. … Alles, was Menschen tun, erfordert ein gewisses Maß ihres Herzbluts. Ohne tatsächliches Leiden können sie Gott nicht zufriedenstellen, sie kommen noch nicht mal in die Nähe der Zufriedenstellung von Gott, und sie geben nur leere Parolen von sich“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). „Sei nicht entmutigt, sei nicht schwach, und Ich werde die Dinge für dich deutlich machen. Der Weg zum Königreich ist nicht so eben – nichts ist so einfach! Ihr wollt Segnungen auf einfachem Wege erhalten, nicht wahr? Heute wird jeder harten Prüfungen entgegensehen müssen. Ohne solche Prüfungen wird das liebende Herz, das ihr Mir entgegenbringt, nicht stärker werden, und ihr werdet keine wahre Liebe zu Mir haben. Auch wenn es sich bei diesen Prüfungen nur um unbedeutende Umstände handelt, jeder muss sie durchlaufen; es ist nur, dass die Intensität der Prüfungen unterschiedlich sein wird. Prüfungen sind eine Segnung von Mir, und wie viele von euch kommen häufig vor Mich und flehen Mich auf den Knien um Meine Segnungen an? Dumme Kinder! Ihr glaubt stets, dass ein paar Glück verheißende Worte als Mein Segen gelten, doch ihr erkennt nicht, dass Bitterkeit eine Meiner Segnungen ist. Diejenigen, die an Meiner Bitterkeit teilhaben, werden sicherlich an Meiner Süße teilhaben. Das ist Meine Verheißung und Mein Segen für euch“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 41). Die Worte Gottes gaben mir Kraft, und ich verstand: Auch wenn es nach außen hin so aussah, als würden meine Eltern mich schlagen, beschimpfen und mir mein Handy wegnehmen, um mich vom Glauben an Gott abzuhalten, steckten in Wirklichkeit Satans Machenschaften dahinter. Genau wie bei Hiob: Satan führte Hiob auf verschiedene Arten in Versuchung, ließ ihn seine Kinder und seinen Besitz verlieren und auf seinem ganzen Körper schmerzhafte Geschwüre ausbrechen. Satan wollte ihn damit dazu bringen, Gott zu verleugnen, aber Hiob schwor dem Namen Gottes nicht ab; stattdessen pries er weiterhin den Namen Gottes und blieb in seinem Zeugnis für Gott standhaft. Hinter all dem, was mir widerfahren war, steckten Satans böswillige Pläne. Zugleich geschah es auch mit Gottes Erlaubnis. Obwohl ich schwach war, wollte ich in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Egal wie sehr meine Eltern mich schlugen oder welche Mittel sie anwandten, um mich aufzuhalten, ich muss an Gott glauben und meine Pflicht tun. Ich durfte nicht zulassen, dass Satans Pläne Erfolg haben. Ich spürte, dass es zu Hause sehr schwierig war, an Gott zu glauben, und ich konnte mich nicht darauf konzentrieren, meine Pflicht zu tun. Also beschloss ich, von zu Hause wegzugehen.
Doch das stellte sich als schwieriger heraus, als ich gedacht hatte. Nachdem ich von zu Hause weggegangen war, ging meine Familie zur Polizei, meldete mich als vermisst und sagte allen, sie sollten die Polizei anrufen, wenn sie mich sehen. Ich war besorgt, dass es meinen Brüdern und Schwestern und der Kirche Ärger bereiten würde, wenn das so weiterginge, also rief ich sie an und sagte, dass ich irgendwann zurückkommen würde. Sie weigerten sich, aufzuhören. Sie gingen zum Haus einer Schwester und fragten sie, wo ich sei. Sie bedrohten die Schwester sogar. Um meine Schwester nicht in Mitleidenschaft zu ziehen, blieb mir keine andere Wahl, als nach Hause zu gehen. Als ich nach Hause kam, sah ich, wie sich viele Dorfbewohner und Verwandte um mein Haus drängten. Meine Eltern hatten die Medien verständigt. Die Reporter fragten: „Wo waren Sie? Warum haben Sie Ihre Eltern verlassen? Warum sind Sie nicht nach Hause gekommen?“ Sie sagten auch viele unangenehme Dinge, behaupteten, dass ich meine Eltern nicht ehren würde und ein unfolgsames Kind sei und dass mir mein Studium egal sei. Zu der Zeit waren alle Leute in meinem Umfeld Nichtgläubige. Niemand verstand mich. Ich fühlte mich sehr einsam und komplett allein, also betete ich im Stillen zu Gott: „O Gott, was auch immer als Nächstes geschieht, bitte gib mir den Mut, mich all dem zu stellen.“ Ich dachte an eine Passage aus Gottes Worten, die ich einmal gelesen hatte: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen die Würde und Integrität deines ganzen Lebens verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gut ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Aus Gottes Worten verstand ich, dass ich um der Wahrheit willen leiden und Demütigungen ertragen muss. Und ich muss Glauben an Gott haben und darf meinen Glauben an den Allmächtigen Gott unter keinen Umständen aufgeben. Gott hat so viel gelitten, um die Menschheit zu retten: Er wurde von der Regierung der KPCh verurteilt und verfolgt und von einer ganzen Generation verstoßen. Gott hat wirklich viel zu viel für die Menschheit geopfert. Ich habe die Bewässerung und Versorgung durch so viele von Gottes Worten erfahren dürfen; was ist da schon dieses bisschen Leid? Außerdem war Gott an meiner Seite, als ich diesen Schmerz ertragen musste. Er würde mich leiten und führen. Als ich das verstand, war mein Herz von Glauben und Kraft erfüllt, und ich fühlte mich nicht mehr einsam. Es war mir auch nicht mehr wichtig, was diese Leute von mir dachten. Mein Onkel und meine Familie zwangen mich zu einem Interview. Egal, was ich sagte, sie wollten mir einfach nicht glauben. Später fing meine Familie an, mich zu überwachen. Sie schlossen sogar die Tür von außen ab, wenn ich schlief. Das machte mich zutiefst traurig. Ich hatte doch nichts Schlechtes getan. Ich hatte nur an Gott geglaubt und meine Pflicht getan, wurde aber trotzdem so von ihnen behandelt.
In meiner Trauer und meiner Qual kam plötzlich mein jüngerer Bruder in mein Zimmer und sagte, er wolle mir Gesellschaft leisten. Er gab mir ein altes Handy und half mir, online zu gehen. Ich sah mir ein Video einer Lesung von Gottes Worten mit dem Titel „Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen“ an. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie sehr liebst du Gott heute eigentlich? Und wie viel weißt du eigentlich über all das, was Gott an dir vollbracht hat? Dies sind die Lektionen, die du lernen solltest. Wenn Gott auf der Erde ankommt, ist all das, was Er am Menschen vollbracht hat, und alles, was Er dem Menschen gestattet hat zu sehen, dazu da, dass der Mensch Ihn liebt und Ihn wahrlich erkennt. Dass der Mensch in der Lage ist, für Gott zu leiden, und es geschafft hat, so weit zu kommen, ist einerseits Gottes Liebe und andererseits Gottes Errettung zu verdanken; mehr noch ist es auf das Gericht und das Werk der Züchtigung zurückzuführen, die Gott am Menschen vollzogen hat. Wenn ihr ohne das Gericht, die Züchtigung und die Prüfungen Gottes seid, und wenn Gott euch nicht hat leiden lassen, dann werdet ihr, ehrlich gesagt, Gott nicht wahrhaftig lieben. Je größer Gottes Wirken am Menschen ist, und je größer das Leid des Menschen, umso mehr zeigt es, wie bedeutungsvoll Gottes Werk ist, und umso mehr ist das Herz dieses Menschen in der Lage, Gott wirklich zu lieben. Wie erlernt man die Lektion, Gott zu lieben? Würdest du in der Lage sein, Gott wahrhaftig zu lieben, wenn es keine Härten und Läuterungen gäbe, wenn du keine schmerzhaften Prüfungen durchgemacht hättest und wenn alles, was Gott dem Menschen schenkt, Gnade, liebevolle Güte und Barmherzigkeit wäre? Einerseits lernt der Mensch während der Prüfungen Gottes seine Mängel kennen und erkennt, dass er unbedeutend, verachtenswert und gering ist, dass er nichts hat und nichts ist; andererseits errichtet Gott während der Prüfungen einige Situationen für den Menschen, sodass der Mensch darin besser in der Lage ist, die Lieblichkeit Gottes zu erfahren. Obgleich der Schmerz groß und manchmal unüberwindlich ist – und er bisweilen sogar das Niveau von erdrückendem Leid erreicht – sieht der Mensch, nachdem er dies erfahren hat, wie liebenswert Gottes Werk an ihm ist, und nur auf dieser Grundlage wird im Menschen wahre Liebe zu Gott geboren“ („Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes“). Obwohl ich mich in dieser misslichen Lage schwach fühlte, inspirierten mich Gottes Worte. Ich verstand: Wenn alles, was mir widerfuhr, reibungslos verlaufen würde, wenn ich keine Schwierigkeiten hätte und nur Gottes Gnade, Barmherzigkeit und Liebe empfangen würde, dann wäre mein Verständnis von Gottes Werk viel zu begrenzt. Leid und Prüfungen waren dazu da, um meinen Glauben an Gott zu vervollkommnen. Ich hatte das Gefühl, ich könnte es nicht ertragen, von meiner Familie eingeschränkt und drangsaliert und von den Menschen um mich herum herabgesetzt und verachtet zu werden. Es war, als lebte ich in einem Gefängnis ohne Ausweg. Doch dieses Umfeld ließ mich meine Mängel erkennen. Ich sah, dass ich zu schwach war und meine Größe zu gering. Als ich anfing, an den Allmächtigen Gott zu glauben, dachte ich, ich hätte viel Glauben an Gott und könnte mich jeder Situation stellen. Aber als ich mich dann wirklich Leid und Schwierigkeiten gegenübersah, fand ich es sehr schwer und beklagte mich innerlich sogar darüber, warum Gott eine solche Situation für mich zuließ. In diesem Moment verstand ich wirklich meine eigenen Mängel und begriff, dass ich nur durch das Erleben eines leidvollen Umfelds ein echtes Verständnis von mir selbst und eine echte Liebe zu Gott entwickeln konnte.
Später zwangen meine Eltern, mit ihnen zu einem Pastor zu gehen, und baten ihn, für mich zu beten. Sie zwangen mich auch, mit ihnen die Bibel zu studieren, um mich dazu zu bringen, meinen Glauben an den Allmächtigen Gott aufzugeben. Sie sagten: „Du bist irregeführt worden. Du bist wie der verlorene Sohn. Wenn du umkehrst und an die Seite deiner Eltern zurückkehrst, wird der Herr weiterhin über dich wachen. Wenn du aber weiter rebellierst, wird der Herr nicht über dich wachen. Du musst ein braves, folgsames Kind sein und deine Eltern respektieren und lieben. Im Moment bist du auf dem falschen Weg!“ Ich wusste, dass das Satans Versuchung war. Sie sagten, ich sei irregeführt worden und würde an das Falsche glauben, aber ich hatte durch das Lesen der Worte des Allmächtigen Gottes einige Wahrheiten verstanden und glaubte fest daran, dass der Herr Jesus zurückgekehrt ist; Er ist der Allmächtige Gott. Ich hatte Gottes Stimme gehört und war in Gottes Haus zurückgekehrt. Ich war nicht irregeführt worden. Ich wusste, es ist nicht leicht, an den wahren Gott zu glauben. Es ist genau wie bei den Menschen damals im Zeitalter der Gnade, die an den Herrn Jesus glaubten. Damals sagten viele, es sei falsch, an den Herrn Jesus zu glauben, und einige taten es den Pharisäern gleich und lehnten Ihn ab. Letztendlich vollendete der Herr Jesus jedoch das Werk Seiner Kreuzigung und erlöste die ganze Menschheit. Den Jüngern, die Ihm folgten, war es egal, was andere sagten. Sie waren bereit, Leid zu ertragen und ihr Leben zu opfern, um dem Herrn bis ans Ende des Weges zu folgen. Nun hatte ich die Stimme Gottes gehört und viele Wahrheiten und Geheimnisse verstanden, und ich wollte nicht mehr zur Religion zurück. In der Religion gibt es kein neues Licht, und der Heilige Geist wirkt dort nicht. In der Religion wird man niemals die Wahrheit und das Leben erlangen. Sie sagten diese Worte nur, um mich davon abzuhalten, Gott zu folgen, aber ich ließ mich davon nicht im Geringsten beeinflussen.
Eine Woche später ging ich unter dem Druck meiner Eltern wieder zur Uni. Meine Mutter verbreitete oft haltlose Gerüchte, um Gott zu verurteilen, und sagte, ich sei ungehorsam. Auch meine Kommilitonen verstanden mich nicht, dachten schlecht von mir und sahen auf mich herab. Sogar der Rektor sagte: „Sind Sie eine Leiterin in der Kirche? Sie dürfen keine Ihrer Kommilitonen einladen, an Ihren Versammlungen teilzunehmen. Ihre Mutter macht sich solche Sorgen um Sie. Sie sollten sich auf Ihr Studium konzentrieren und Ihren Eltern gehorchen. Andernfalls werden Sie von der Uni verwiesen. Wenn Sie an Gott glauben wollen, können Sie ja in eine normale Kirche gehen und dort zu Jesus beten. Das reicht.“ Meine Eltern und der Rektor erlaubten mir nicht, die Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes zu besuchen. Sie beauftragten jemanden, mich jeden Tag zu beobachten. Meine Lehrer, Kommilitonen, Freunde, Familie und sogar der Sicherheitsdienst auf dem Campus beobachteten mich alle. Meine Eltern brachten mich immer pünktlich zur Uni und holten mich pünktlich wieder ab. Wenn meine Mutter länger arbeiten musste, bat sie den Sicherheitsdienst, auf mich aufzupassen. Dann musste ich in der Nähe des Rektorats auf sie warten. Meine Mutter hatte Angst, dass ich weiterhin an Gott glauben würde, und warnte mich: „Wenn ich herausfinde, dass du wieder an Gott glaubst, gehe ich zur Polizei, und die werden jeden anderen, der an den Allmächtigen Gott glaubt, zusammen mit dir verhaften!“ Als ich das hörte, dachte ich bei mir: „Bist du überhaupt noch meine Mutter? Du kontrollierst jeden Aspekt meines Lebens, und es ist dir völlig egal, wie ich mich fühle.“ Meine Tante sagte außerdem: „Wenn du auch nur daran denkst, abzuhauen, brechen wir dir die Beine, und dann sehen wir mal, ob du noch laufen kannst!“ In dieser Zeit konnte ich weder an Versammlungen teilnehmen noch meine Pflicht tun. Ich litt jeden Tag große Qualen. Manchmal dachte ich sogar: „Es wäre besser zu sterben, als so zu leben.“ Ich erkannte, dass diese Gedanken von Satan kamen, also sagte ich mir: Egal, was passiert, ich muss mich auf Gott verlassen, um mich dem zu stellen.
Später traf ich meine Freundin an der Uni. Sie glaubt auch an den Allmächtigen Gott. Sie gab mir ihr Handy und bat mich, Schwester Chloe zu kontaktieren. Schwester Chloe erzählte mir die Geschichte aus dem Film „Meine Geschichte, unsere Geschichte“, in dem Brüder im Gefängnis die Worte Gottes weitergaben. Sie sagte: „Einige dieser Brüder waren zehn Jahre lang inhaftiert. Sie hatten keine Pflicht zu tun und kein Gemeindeleben, aber sie haben nie den Glauben an Gott verloren. Sie haben im Gefängnis ständig zu Gott gebetet und sich auf Ihn verlassen, und sie haben Gottes Taten gesehen und Seine Liebe und Führung gespürt.“ Ich dachte an die Brüder im Gefängnis, von denen einige schon ein Jahrzehnt dort saßen, während ich doch nur mit Hindernissen und Einschränkungen durch meine Familie konfrontiert war. Mir wurde klar, dass ich nicht so schwach sein durfte. Auch ich musste Glauben an Gott haben. Ich las ein paar Abschnitte aus den Worten des Allmächtigen Gottes: „Während Menschen Prüfungen durchmachen, ist es normal, dass sie schwach sind, im Inneren negativ sind, Gottes Absichten nicht verstehen oder es ihnen an Klarheit in Bezug auf den Weg der Praxis fehlt. Doch in jedem Fall musst du an Gottes Werk glauben und darfst, wie Hiob, Gott nicht verleugnen. Obwohl Hiob schwach war und er den Tag seiner eigenen Geburt verfluchte, bestritt er nicht, dass alle Dinge, die die Menschen nach ihrer Geburt besitzen, ihnen von Jehova gewährt werden, und dass Jehova auch der Eine ist, der sie wegnimmt. Was für Prüfungen er auch durchmachen musste, er behielt diesen Glauben bei. Welcher Art von Läuterung du anhand von Gottes Worten auch unterzogen wirst, in deinen Erfahrungen ist das, was Gott will, alles in allem dein Glaube und dein gottliebendes Herz. Indem Er auf diese Weise wirkt, vervollkommnet Er den Glauben, die Liebe und die Entschlossenheit der Menschen. Gott vollbringt das Werk der Vervollkommnung an den Menschen, und sie können es nicht sehen, können es nicht berühren; unter solchen Umständen ist Glaube erforderlich. Wenn etwas nicht vom bloßen Auge erblickt werden kann, ist Glaube erforderlich. Wenn du deine eigenen Auffassungen nicht loslassen kannst, ist Glaube erforderlich. Wenn dir Gottes Werk nicht klar ist, dann ist erforderlich, dass du Glauben hast, und dass du eine feste Haltung einnimmst und in deinem Zeugnis standhaft bleibst. Als Hiob diesen Punkt erreichte, erschien ihm Gott und sprach zu ihm. Das heißt, nur wenn du Glauben hast, wirst du imstande sein, Gott zu sehen. Wenn du Glauben hast, wird Gott dich vervollkommnen, und wenn du keinen Glauben hast, kann Er das nicht tun. … Worauf bezieht sich der Glaube? Glaube ist die echte Überzeugung und das aufrichtige Herz, die Menschen besitzen sollten, wenn sie etwas nicht sehen oder berühren können, wenn Gottes Werk nicht mit menschlichen Auffassungen übereinstimmt und es jenseits der menschlichen Reichweite ist. Das ist der Glaube, von dem Ich spreche“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). „Wenn du dich im echten Leben Problemen stellst, wie solltest du die Autorität Gottes und Seine Souveränität verstehen und erfassen? Wenn du diesen Problemen gegenüberstehst und nicht weißt, wie du sie verstehen, mit ihnen umgehen und sie erfahren sollst, welche Haltung solltest du dann einnehmen, um zu zeigen, dass du die Absicht und den Wunsch hast, dich Gottes Souveränität und Anordnungen zu unterwerfen, und die Wirklichkeit dieser Unterwerfung besitzt? Zuerst musst du lernen zu warten; dann musst du lernen zu suchen und dann musst du lernen dich zu unterwerfen. ‚Warten‘ bedeutet, auf die Zeit Gottes zu warten, auf die Menschen, Ereignisse und Dinge, die Er für dich arrangiert hat, und darauf, dass Seine Absichten dir nach und nach offenbart werden. ‚Suchen‘ bedeutet, Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten inmitten der Menschen, Ereignisse und Dinge zu untersuchen und zu verstehen, die Er orchestriert hat, die in ihnen enthaltenen Wahrheiten zu verstehen, zu verstehen, was Menschen tun sollten und an welche Wege sie sich halten sollten, und zu verstehen, welche Ergebnisse Gott in den Menschen zu erzielen beabsichtigt und welche Errungenschaften Er in ihnen zu erreichen beabsichtigt. ‚Unterwerfen‘ bezieht sich natürlich darauf, die Menschen, Ereignisse und Dinge zu akzeptieren, die Gott orchestriert hat, Seine Souveränität zu akzeptieren und durch sie zu erfahren, wie der Schöpfer die Souveränität über das Schicksal des Menschen hat, wie Er den Menschen mit Seinem Leben versorgt und wie Er die Wahrheit in die Menschen hineinarbeitet“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich: Wenn ich von meiner Familie und meinen Lehren drangsaliert und behindert werde, darf ich, obwohl ich schwach bin, den Glauben an Gott nicht verlieren, Ihn nicht verleugnen und mich nicht über Ihn beklagen. Ich musste es wie Hiob machen. Obwohl Hiob den Tag seiner Geburt verfluchte, als er die Prüfungen durchstehen musste, hat er Gott niemals verleugnet oder sich über Ihn beklagt. Ich aber beklagte mich angesichts dieser Drangsalierungen ständig über Gott: Warum ließ Er zu, dass mir das alles passiert? Ich war doch bereit, meine Pflicht zu tun, warum also widerfuhren mir diese Leiden und Demütigungen? Ich wollte diese Situationen nicht erleben und wollte ihnen entkommen. In solchen Umständen konnte ich mich Gott nicht unterwerfen. Doch Gottes Worte sagen unmissverständlich, dass wir, wenn wir in eine Situation geraten, zuerst warten und dann suchen und uns unterwerfen müssen. Ich muss lernen zu warten, nach Gottes Absicht zu suchen und schließlich alle von Gott arrangierten Menschen, Ereignisse und Dinge annehmen und mich ihnen unterwerfen. Alles, was Gott arrangiert, ist gut. Ich muss mehr beten und alles in Gottes Hände legen. Im Stillen betete ich zu Gott: „O Gott, auch wenn ich solche Situationen schwer finde und mein Herz schwach ist, haben mir Deine Worte Kraft gegeben und Frieden in mein Herz gebracht. Ich bin bereit, alles in Deine Hände zu legen.“
In den folgenden Tagen widersetzte sich meine Mutter weiterhin dem Allmächtigen Gott und verurteilte Ihn. Jeden Abend brachte sie alle dazu, für mich zu beten, und in ihren Gebeten lästerte sie Gott sogar. Ihre Worte trafen mich wie Dolchstöße ins Herz. Ich konnte diese Worte, die Gott verurteilten und Ihm widerstrebten, nicht ertragen. Und dann war da noch mein Vater. Wenn er betrunken war, hat er mich wegen meinem Glauben an Gott beschimpft und sogar geschlagen. Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Heutzutage sind jene, die streben, und jene, die nicht streben, zwei verschiedene Arten von Menschen, deren Bestimmungsorte verschieden sind. Jene, die danach streben, die Wahrheit zu kennen und die Wahrheit zu praktizieren, sind diejenigen, denen Gott Errettung bringen wird. Diejenigen, die den wahren Weg nicht kennen, sind Dämonen und Feinde; sie sind die Nachfahren des Erzengels und werden Objekte der Vernichtung sein. Sogar jene, die fromme Gläubige an einen vagen Gott sind – sind sie nicht auch Dämonen? … Jeder, der nicht an den fleischgewordenen Gott glaubt, ist ein Dämon und wird erst recht vernichtet werden. Jene, die gläubig sind, aber die Wahrheit nicht praktizieren, jene, die nicht an die Menschwerdung Gottes glauben, und jene, die überhaupt nicht an Gottes Existenz glauben, werden alle zu Objekten der Vernichtung werden. Alle, die das überstehen können, sind Menschen, die dem Leid der Läuterung unterzogen wurden und standgehalten haben; diese sind Menschen, die wahrlich Prüfungen durchlebt haben. Jeder, der Gott nicht anerkennt, ist ein Feind; das heißt, jeder, der den menschgewordenen Gott nicht anerkennt – sei es innerhalb oder außerhalb dieses Stromes – ist ein Antichrist! Wer sind die Satane, wer sind die Dämonen und wer sind die Feinde Gottes? Sind diese Menschen nicht jene Widersacher, die nicht an Gott glauben? Sind sie nicht jene Menschen, die Gott gegenüber aufsässig sind?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Durch Gottes Worte verstand ich, dass meine Eltern und ich völlig getrennte Wege gehen. Meine Eltern akzeptierten den menschgewordenen Gott nicht; sie widersetzten sich Ihm sogar und verurteilten Ihn. Vor allem meine Mutter lästerte und verurteilte Gott ständig. Der Widerstand gegen Gott ist der Kern ihres Wesens; sie sind Gottes Feinde, sie sind Teufel und Satane. Letztendlich werden von Gott vernichtet werden. Ich durfte mich nicht länger von ihnen binden lassen.
Ich las einen weiteren Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes: „Ganz gleich, wie ‚ungeheuer mächtig‘ Satan ist, wie dreist und ehrgeizig er ist, wie groß seine Fähigkeit ist, Schaden zuzufügen, wie weitreichend seine Fähigkeiten sind, den Menschen zu verderben und zu ködern, wie clever die Tricks und Listen sind, mit denen er den Menschen einschüchtert, oder wie vielfältig die Formen seiner Existenz sind, er war nie in der Lage, ein einziges Lebewesen zu erschaffen, Gesetze oder Regeln für die Existenz aller Dinge festzulegen oder irgendein Objekt zu regieren oder die Herrschaft darüber zu haben, sei es belebt oder unbelebt. Innerhalb des Kosmos und des Firmaments gibt es keine einzige Person und keine einzige Sache, die von ihm ins Dasein gerufen wurde oder die seinetwegen existiert; es gibt keine einzige Person oder Sache, die seiner Herrschaft untersteht oder von ihm regiert wird. Im Gegenteil, er muss nicht nur unter der Herrschaft Gottes existieren, sondern auch allen Befehlen und Anordnungen Gottes gehorchen. Ohne Gottes Zustimmung kann Satan nicht einfach einen Tropfen Wasser oder ein Sandkorn auf der Erde berühren; ohne Gottes Zustimmung kann sich Satan noch nicht einmal an den Ameisen auf der Erde zu schaffen machen, geschweige denn an der Menschheit, die von Gott geschaffen wurde. In den Augen Gottes ist Satan niedriger als die Lilien auf dem Berg, als die Vögel, die in der Luft fliegen, und als die Fische im Meer und die Maden auf Erden. Seine Rolle unter allen Dingen ist es, allen Dingen zu dienen, der Menschheit zu dienen und Gottes Werk und Seinem Führungsplan zu dienen. Ganz gleich, wie böswillig seine Natur ist und wie niederträchtig sein Wesen ist, das Einzige, was er tun kann, ist, fügsam seiner Funktion zu dienen: Gott einen Dienst zu erweisen – gut als Kontrastfigur zu dienen. So ist die Substanz und die ursprüngliche Position Satans. Sein Wesen hat nichts mit Leben, Macht oder Autorität zu tun; er ist lediglich ein Spielball in Gottes Händen, nur eine Maschine, die Gott verwendet, damit sie Ihm dient!“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Ich war jetzt von Menschen umgeben, die nicht an Gott glaubten, und meine Eltern dachten sich alles Mögliche aus, um mich vom Glauben an Gott abzuhalten. Ob an der Uni oder zu Hause, sie überwachten mich jeden Tag und wandten unzählige Tricks und Methoden an, um mich davon abzuhalten, Gottes Worte zu lesen oder zu beten. Sie kontrollierten mein ganzes Leben. Aber die Worte Gottes gaben mir Hoffnung. Ich verstand: Egal, wie mächtig sie nach außen hin auch wirkten, alle unterliegt Gottes Herrschaft und Seiner Kontrolle. Alles, was mich betrifft, liegt in Gottes Händen. Ganz gleich, wie Satan meine Familie benutzt, um mich zu stören: Er erweist Gott damit lediglich einen Dienst. Ohne diese Ereignisse hätte ich das gottfeindliche Wesen meiner Familie nicht durchschauen können. Die Drangsalierung durch meine eigene Familie hat meine Entschlossenheit, Gott zu folgen, weiter gestärkt. Egal wie schwer es war, ich musste mich auf Gott verlassen und in meinem Zeugnis standhaft bleiben. Nachdem ich das verstanden hatte, hatte ich keine Angst mehr in meinem Herzen.
Später kauften mir meine Eltern einen Laptop, weil ich zu viele Mitschriften vom Unterricht hatte. Da die Uni voller Überwachungskameras war und meine Freunde und Kommilitonen mich beobachteten, blieb mir nur, den Laptop mit auf die Toilette zu nehmen und mich dort mit dem WLAN des Campus zu verbinden, um mir einige Videos mit Erfahrungszeugnissen und Hymnen zum Lobpreis Gottes anzusehen. Meine Familie hatte meine Freunde gebeten, mich zu beobachten, sodass ich Gottes Worte nicht ungehindert lesen und kein Gemeindeleben führen konnte, geschweige denn in der Lage war, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. So zu leben, hatte für mich keinen Sinn. Also lief ich eines frühen Morgens von zu Hause weg. Jetzt bin ich den Fesseln meiner Familie entkommen und kann mit meinen Brüdern und Schwestern ein Gemeindeleben führen. Ich kann ungehindert die Worte Gottes lesen und meine Pflicht tun, und mein Herz ist erfüllt von tiefem Frieden und Befreiung. Ich bin Gott so dankbar für Seine Errettung!