100. Läuterung durch Krankheit: Weil es für mein Leben notwendig war
1999 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Aus Gottes Worten erfuhr ich: Dies ist die letzte Stufe Seines Rettungswerks für die Menschheit. Nur wer Sein Werk der letzten Tage annimmt, nach der Wahrheit strebt und genügend gute Taten vorbereitet, hat die Chance, die großen Katastrophen zu überleben. Ich fühlte mich wahrhaft gesegnet und wusste, dass ich diese einmalige Chance nutzen musste, um meine Pflicht gut auszuführen und mich für Gott aufzuwenden. Also ging ich von Zuhause weg, predigte aktiv das Evangelium und arbeitete unermüdlich von früh bis spät in der Kirche. Selbst als ich von der Welt verleumdet und von meiner Familie verstoßen wurde, empfand ich das nicht als Leid. Als ich später von der Polizei verhaftet wurde, weil ich das Evangelium predigte, verriet ich Gott nicht, und nach meiner Freilassung tat ich meine Pflicht weiter wie zuvor. Ich hatte das Gefühl, über die Jahre viele gute Taten vorbereitet zu haben, und war überzeugt, dass ich in Zukunft gerettet werden würde – selbst wenn andere es nicht würden.
Ehe ich mich versah, war es Ende 2015. Mein unterer Rücken begann stark zu schmerzen, morgens konnte ich mich kaum ohne Hilfe aufrichten, und ich konnte mich nicht einmal auf den Beinen halten. Anfangs dachte ich mir nichts dabei, doch mit der Zeit wurden die Schmerzen im unteren Rücken immer schlimmer, und ich fing an, zu hinken. Eines Morgens waren die Schmerzen im unteren Rücken so stark, dass ich überhaupt nicht mehr aufstehen konnte. Ich dachte: „Das war’s. Ich kann nicht einmal aufstehen, wie soll ich da meine Pflichten tun? Wenn ich meine Pflichten nicht tun und keine guten Taten vorbereiten kann, kann ich dann noch von Gott gerettet werden?“ Doch dann dachte ich: „Vielleicht prüft Gott mich damit. Solange ich mich nicht über Ihn beschwere und weiter meine Pflichten tue, wird Er mir vielleicht gnädig sein, mich segnen und meine Krankheit heilen.“ Doch es lief nicht wie erhofft. Meine Krankheit verschlimmerte sich jeden Tag, nachts im Schlaf konnte ich mich nicht umdrehen, und manchmal waren die Schmerzen im unteren Rücken so stark, dass ich mich überhaupt nicht bewegen konnte. Selbst Medikamente halfen nicht. Später ging ich zum Röntgen ins Krankenhaus, und zu meiner Überraschung wurde Spondylitis ankylosans diagnostiziert. Der Arzt sagte: „Man nennt diesen Zustand den ‚unsterblichen Krebs‘. Es ist eine chronische, lebenslange Krankheit, und wenn sie schwerwiegend wird, kann sie zu einer dauerhaften Lähmung führen.“ Als ich den Arzt das sagen hörte, verließ mich alle Kraft, und ich dachte bei mir: „Wie konnte ich so eine schwere Krankheit bekommen? Seit ich Gott gefunden habe, habe ich mit Begeisterung Opfer gebracht und mich aufgewendet, warum also hat Gott mich nicht beschützt? Wenn ich gelähmt werde und meine Pflichten nicht tun kann, bin ich dann nicht nutzlos?“ In meinem Herzen wühlte das Elend, und ich konnte einfach nicht verstehen, warum mich eine so schwere Krankheit befallen musste. Bei mir war komplett die Luft raus, und ich war wirklich niedergeschlagen. Danach ging ich nach Hause, um mich zu erholen.
Zuhause angekommen, verschlechterte sich mein Zustand rapide, und ich hatte nicht mehr den Glauben, den ich einst hatte. Ich hatte das Gefühl, es gäbe keine Hoffnung mehr im Leben. Ich dachte bei mir: „Andere Brüder und Schwestern sind gesund und tun aktiv ihre Pflichten, doch ich hinke schrecklich beim Gehen und kann meine Pflichten nicht tun. Vielleicht wird meine Krankheit eines Tages schlimmer und ich sterbe, und dann habe ich nichts von Gottes Errettung.“ Je mehr ich so dachte, desto mehr dachte ich, Gott hatte mir den Rücken gekehrt. Ich wollte nicht mehr nach der Wahrheit streben und konnte mich nicht auf Gottes Worte konzentrieren, wenn ich sie las. Ich verbrachte meine Tage in Verwirrung und fing an, mich dem Fleisch hinzugeben. Ich dachte bei mir: „Wenn ich weiterleben kann, soll mein Sohn mir eine Wohnung kaufen, damit ich dort wohnen und mich um meine Krankheit kümmern kann. Ich werde einfach versuchen, so lange zu leben, wie ich kann.“ Ich sah nichtgläubige Verwandte und Freunde, die gesund waren und Autos und Häuser hatten, während ich an Gott geglaubt, Opfer gebracht und mich so viele Jahre lang aufgewendet hatte, nur um krank zu werden, und so fing ich an, all die Opfer und Mühen zu bereuen. Meine Frau erkannte, dass ich mich in einem falschen Zustand befand, und hielt mit mir Gemeinschaft: „Dieser plötzlichen Krankheit liegt Gottes Absicht zugrunde. Wir sind so tief von Satan verdorben worden, und unsere verdorbenen Dispositionen sind tief in uns verwurzelt. Um diese Dinge komplett zu bewältigen und zu ändern, reicht es nicht, einfach nur Gottes Worte zu lesen. Wir müssen uns verschiedene Prüfungen und Läuterungen durchleben. Wir müssen mehr suchen, um zu verstehen, welchen Aspekt unserer verdorbenen Dispositionen Gott durch den Ausbruch einer so schweren Krankheit beseitigen will. Du musst schnell Buße tun und dich ändern! Du darfst dich nicht über Gott beschweren!“ Nachdem ich die Worte meiner Frau gehört hatte, wurde mein Herz ruhiger, und ich betete zu Gott: „Gott, ich lebe gerade in schrecklichen Schmerzen. Ich verstehe Deine Absicht nicht, bitte erleuchte mich.“
Nach dem Gebet suchte ich nach Gottes Worten über Seine Prüfung und Läuterung des Menschen. Eine Passage aus Gottes Worten hat mich wirklich ermutigt. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du stets sehr treu gewesen bist, Mir viel Liebe entgegengebracht hast, doch du die Qual des Krankseins, finanzielle Not und das Verlassenwerden durch deine Freunde und Verwandten oder irgendein anderes Unglück im Leben erleidest, werden dann deine Treue und Liebe zu Mir immer noch andauern?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ein sehr ernstes Problem: Verrat (2)). Als ich Gottes Worte las, fühlte es sich an, als würde Gott mich von Angesicht zu Angesicht zur Rede stellen. Ich schämte mich zutiefst. Früher, als Gott mich gesegnet hatte und alles reibungslos verlief, ohne Katastrophen oder Unglück, war ich bereit gewesen, meine Pflichten zu erfüllen, um Gott zufriedenzustellen. Ich war bereit gewesen, Gottes Worte zu essen und zu trinken und nach der Wahrheit zu streben, um mich weiterzuentwickeln. Selbst als die KPCh mich gefangen genommen hatte, ließ ich mich nicht einschüchtern und wurde nicht negativ, sondern erfüllte nach meiner Freilassung meine Pflichten weiter. Ich hatte das Gefühl, voll unerschöpflicher Energie zu sein. Doch nun, angesichts dieser Krankheit und der Möglichkeit einer Lähmung, als ich sah, dass meine Hoffnungen auf Segen zerschlagen waren, hatte ich meinen Glauben an Gott verloren, und all meine Beschwerden und Missverständnisse über Ihn brachen hervor. Ich hatte gedacht, da ich so viele Opfer gebracht und mich aufgewendet hatte, sollte Gott mich weder Krankheit noch Unglück erleben lassen, sondern mich segnen und mir gute Gesundheit schenken. Als meine Wünsche nicht erfüllt wurden, fand ich mich tief in einem Zustand des stillen Widerstands gegen Gott wieder. Ich wollte Seine Worte nicht mehr lesen, noch war mir danach, über mich nachzudenken, um daraus Lektionen zu ziehen. Stattdessen wurde ich negativ, beschwerte mich und gab mich völliger Verzweiflung hin. Durch die Enthüllung der Tatsachen sah ich endlich, dass meine frühere Liebe und Treue geheuchelt waren. Gott hatte diese Krankheit nicht zugelassen, um mich auszumustern, sondern um diese Situation zu nutzen, um meine Verdorbenheit zu reinigen. Ich sollte Gott nicht missverstehen. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, fühlte ich mich Ihm gegenüber tief in der Schuld. Ich konnte nicht länger so negativ bleiben. Ob sich meine Krankheit besserte oder nicht, ich musste mich zuerst unterwerfen und aus meinem Leid etwas lernen.
Eines Tages las ich in Gottes Worten: „So viele glauben an Mich, nur damit Ich sie heile. So viele glauben an Mich, nur damit Ich Meine Kraft gebrauche, um unreine Geister aus ihren Körpern auszutreiben, und so viele glauben an Mich, einfach nur, um Frieden und Freude von Mir zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur um größeren materiellen Reichtum von Mir zu fordern. So viele glauben an Mich, nur um dieses Leben in Frieden zu verbringen und im nächsten Leben heil und unversehrt zu sein. So viele glauben an Mich, um das Leiden der Hölle zu vermeiden und die Segnungen des Himmels zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur wegen vorübergehender Bequemlichkeit, streben jedoch nicht danach, etwas im nächsten Leben zu erlangen. Wenn Ich den Menschen Meine Wut gewähre und ihnen all die Freude und den Frieden entreiße, die sie einst besaßen, beginnen sie zu zweifeln. Wenn Ich den Menschen die Leiden der Hölle zuteilwerden lasse und ihnen die Segnungen des Himmels entziehe, geraten sie in Wut. Wenn die Menschen Mich bitten, sie zu heilen, und Ich sie nicht beachte und Abscheu für sie empfinde, verlassen die Menschen Mich, um stattdessen nach dem Weg der bösen Medizin und Hexerei zu suchen. Wenn Ich alles wegnehme, was die Menschen von Mir gefordert haben, verschwinden sie alle spurlos. Darum sage Ich, dass die Menschen an Mich glauben, weil Meine Gnade zu reichlich ist und weil es zu viele Vorteile dadurch zu gewinnen gibt“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). „Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Almosen und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist. Wer kann, jetzt, da dieser Punkt erreicht worden ist, einen solchen Verlauf rückgängig machen? Und wie viele Menschen sind fähig, wirklich zu verstehen, wie prekär diese Beziehung geworden ist? Ich glaube, dass sich keiner vorstellen kann, wie peinlich und unansehnlich eine solche Beziehung zu Gott ist, wenn die Menschen in die freudige Stimmung, gesegnet zu werden, eintauchen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Gottes Enthüllung richtete sich genau an meinen Zustand. Ich glaubte nur an Gott und tat meine Pflichten, um Seine Gnade zu empfangen, den großen Katastrophen zu entgehen und die Segnungen des Himmels zu genießen. Wenn ich daran zurückdachte, wie ich diese Stufe des Werks gerade erst angenommen hatte, hatte ich geglaubt, dass ich einen schönen Bestimmungsort erlangen würde, solange ich meine Pflichten erfüllen, Opfer bringen, mich für Gott aufwenden, leiden und einen Preis zahlen konnte, einen schönen Bestimmungsort erlangen würde. Um Gottes Segnungen zu erhalten, hatte ich dann Opfer gebracht, mich aufgewendet und meine Pflichten getan, und egal wie sehr die Welt mich verleumdete oder meine Familie mich ablehnte, nichts konnte mich davon abbringen. Selbst als ich von der Polizei verhaftet worden war, hatte ich meine Pflichten nicht aufgegeben. Ich hatte gedacht, wenn ich einen solchen Preis zahlte, würde ich sicherlich Gottes Segnungen erhalten und die großen Katastrophen überleben. Doch als ich krank wurde und ich Gefahr lief, gelähmt zu werden und meine Pflichten nicht mehr tun zu können, hatte ich das Gefühl, jede Hoffnung auf Errettung verloren zu haben. In meinem Herzen hatte ich mich ständig beschwert und mit Gott gehadert. Ich fand, da ich doch so viel für Gott gegeben hatte, sollte Er mich beschützen und mich keine Krankheitsqualen erleiden lassen. Als mein Wunsch nach Segen zerschlagen wurde, begann ich, mich gegen die von Gott für mich arrangierte Situation zu sträuben, wurde negativ und widerständig, bis zu dem Punkt, dass ich meine vergangenen Opfer bereute. Erst jetzt sah ich, dass ich meinen Glauben an Gott als ein Geschäft betrachtet und versucht hatte, meine scheinbaren Opfer und Mühen als Kapital zu benutzen, um mit Gott um Seine Segnungen zu feilschen. Ich hatte mich genau wie ein Lohnarbeiter verhalten und dachte, dass ich nach harter Arbeit entsprechende Belohnungen von Gott erhalten sollte. Ich hatte Gott nicht die geringste Aufrichtigkeit entgegengebracht, sondern nur versucht, Ihn zu täuschen und zu benutzen. Ich dachte an diese Worte Gottes: „Wenn deine Treue mit Absichten und Bedingungen einhergeht, dann möchte Ich lieber ohne deine sogenannte Treue sein, denn Ich verabscheue diejenigen, die Mich durch ihre Absichten täuschen und Mich mit Bedingungen erpressen. Ich wünsche nur, dass der Mensch Mir absolut treu ist und alle Dinge um eines Wortes willen tut – und um dieses Wort zu beweisen: Glaube“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bist du wirklich ein Gläubiger Gottes?). Gottes Disposition ist gerecht und heilig. Gott ist den Menschen gegenüber aufrichtig und verlangt keine Gegenleistung. Gott hofft auch, dass die Menschen sich Ihm voll und ganz hingeben können, und will nicht, dass die Menschen den Glauben an ihn vorheucheln oder dieser unrein ist. Ich aber hatte einen Preis gezahlt und mich aufgewendet, in dem Versuch, mit Gott um Gnade und Segen zu feilschen. Ich hatte Gott benutzen wollen, um meine eigenen Ziele zu erreichen, und als ich keine Segnungen erhielt, hatte ich mich über Ihn beschwert. Wie könnte ein selbstsüchtiger Mensch wie ich von Gott nicht verabscheut und gehasst werden? Hätte Gott das nicht enthüllt, hätte ich meine verachtenswerten Absichten hinter meinem Glauben an Gott nicht erkannt, und ich wäre weiter dem falschen Weg gefolgt und schließlich von Gott ausgemustert worden. Als ich das erkannte, fühlte ich mich Gott gegenüber tief in der Schuld und betete zu Ihm: „Gott, ich glaube schon so viele Jahre an Dich, aber ich war nicht aufrichtig. Ich habe versucht, mit Dir zu feilschen und Dich zu täuschen. Mein Glaube ist für Dich widerlich und abscheulich. Gott, ich bin bereit, vor Dir Buße zu tun. Bitte erleuchte und erhelle mich und führe mich aus meinem falschen Zustand heraus.“
Dann dachte ich nach: Ich hatte gedacht, wenn ich an Gott glaube, Opfer bringe und mich für Ihn aufwende, dann sollte ich Seinen Schutz und Seine Segnungen erlangen und weder Krankheit noch Unglück erleben. Was genau war falsch an dieser Sichtweise? Ich dachte an einige Passagen aus Gottes Worten: „Hiob hatte die Verheerungen Satans erlitten, und doch entsagte er dem Namen Jehovas nicht. Seine Frau war die Erste die hervortrat, und während sie die Rolle Satans in einer Form spielte, die für das Menschliche Auge sichtbar ist, griff sie Hiob an. Der Originaltext beschreibt es so: ‚Und sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb!‘ (Hiob 2,9).“ „Angesichts der Ratschläge seiner Frau, gab Hiob nicht nur seine Integrität nicht auf oder entsagte Gott nicht, sondern sagte zudem zu seiner Frau: ‚Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten die Not nicht auch annehmen?‘. Haben diese Worte große Bedeutung? Hier gibt es nur eine Tatsache, die die Bedeutsamkeit dieser Worte beweisen kann. Die Bedeutsamkeit dieser Worte ist, dass sie von Gott in Seinem Herzen bestätigt sind, sie sind das, was von Gott erwünscht war, sie sind das, was Gott hören wollte, und sie sind das Ergebnis, das Gott zu sehen ersehnte; diese Worte sind auch der Kern von Hiobs Zeugnis“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). Nachdem Hiob seine Kinder und seinen Besitz verloren hatte und sein Körper von Geschwüren übersät war, hat er sich nicht über Gott beklagt. Im Gegenteil, er sagte zu seiner Frau, dass sie sowohl Segen als auch Unglück von Gott annehmen sollten. Hiob wusste, dass seine Kinder und sein Besitz von Gott gegeben worden waren und dass es Gottes Recht war, sie ihm wieder zu nehmen. Egal, wie Gott ihn behandelte, er beklagte sich nicht, stellte keine Forderungen und versuchte nicht, mit Gott zu feilschen. Hiobs Erfahrung ließ mich verstehen, dass der Glaube an Gott nicht nur bedeutet, Seine Gnade und Seine Segnungen zu genießen, sondern auch die Prüfungen und Mühsale anzunehmen, die von Ihm kommen. Ob uns Segen oder Unglück zuteilwird, liegt ganz in Gottes Händen, und wir sollten es annehmen und uns unterwerfen, ohne Forderungen an Gott zu stellen. Dass ich mich überhaupt wegen meiner Krankheit beklagte, war nur möglich, weil ich Gottes gerechte Disposition nicht verstand. Ich las dann Folgendes in Gottes Worten: „Gerechtigkeit ist keineswegs Fairness oder Angemessenheit. Sie ist nicht Gleichmacherei oder dass du das bekommst, was du für deine Arbeit verdienst, oder dass du für die geleistete Arbeit bezahlt wirst oder den Anteil bekommst, je nachdem, welche Mühe du aufwendest. Dies ist keine Gerechtigkeit, es bedeutet nur, fair und vernünftig zu sein. Nur wenige Menschen sind fähig, Gottes gerechte Disposition zu erkennen. Angenommen, Gott hätte Hiob vernichtet, nachdem Hiob für Ihn Zeugnis abgelegt hatte: Wäre das gerecht? Tatsächlich wäre es das. Warum nennt man dies Gerechtigkeit? Wie sehen Menschen Gerechtigkeit? Wenn etwas mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt, dann ist es für sie sehr leicht zu sagen, dass Gott gerecht ist. Wenn sie hingegen meinen, etwas stimme nicht mit ihren Auffassungen überein – wenn es etwas ist, das sie nicht verstehen können –, dann wäre es für sie schwierig zu sagen, dass Gott gerecht ist. Wenn Gott Hiob damals vernichtet hätte, würden die Menschen nicht sagen, Er sei gerecht. Aber muss Gott sich eigentlich rechtfertigen, wenn Er Menschen vernichtet, egal, ob sie verdorben sind oder nicht, ob sie zutiefst verdorben sind oder nicht? Muss Er den Menschen erklären, auf welcher Grundlage Er dies tut? Muss Gott den Menschen die Gesetze erklären, die Er verordnet hat? Das ist nicht nötig. In Gottes Augen ist jemand, der verdorben ist und sich Gott widersetzen könnte, wertlos; wie Gott mit ihm umgeht, wird angemessen sein, und es geschieht alles gemäß Gottes Anordnungen. Wenn du in Gottes Augen missfällig wärst und Er sagen würde, dass du, nachdem du Zeugnis abgelegt hättest, nicht mehr zu gebrauchen wärst, und dich deshalb vernichten würde, wäre das Seine Gerechtigkeit? Auch das wäre es. Du kannst das von der Sichtweise auf die Tatsachen jetzt vielleicht nicht gleich verstehen, aber du musst es in der Glaubenslehre verstehen. Was meint ihr – ist die Vernichtung Satans durch Gott ein Ausdruck Seiner Gerechtigkeit? (Ja.) Was wäre, wenn Er Satan bestehen ließe? Das traut ihr euch nicht zu sagen, nicht wahr? Gottes Wesen ist Gerechtigkeit. Auch wenn es nicht einfach ist, zu verstehen, was Er tut, ist alles, was Er tut, gerecht; es ist nur so, dass die Menschen das nicht verstehen. Als Gott Petrus Satan übergab, was sagte Petrus in Antwort darauf? ‚Die Menschen sind außerstande zu ergründen, was Du tust, doch alles, was Du tust, enthält Deine guten Absichten; in all dem liegt Gerechtigkeit. Wie kann ich Deine Weisheit und Taten nicht lobpreisen?‘“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass ich eine verzerrte Sichtweise hatte. In meinem Herzen dachte ich, dass Gerechtigkeit Fairness und Vernunft bedeutet, dass sie Gleichheit bedeutet und dass mein Lohn der Menge an Arbeit entsprechen sollte, die ich geleistet habe. In meinen Jahren des Glaubens hatte ich viel aufgegeben und sowohl meiner Familie als auch meiner Karriere entsagt. Dementsprechend war ich der Meinung, dass Gott mich segnen und mich vor Krankheit und Katastrophen bewahren sollte, dass alles reibungslos verlaufen sollte und dass ich schließlich in der Lage sein sollte, ins Königreich einzugehen. Für mich war das fair und vernünftig, und so wäre Gott gerecht. Als ich sah, wie andere Brüder und Schwestern in Frieden und ohne Probleme lebten, während ich an einer so schweren Krankheit litt, warf ich Gott vor, ungerecht zu sein. Ich benutzte die verdorbenen menschlichen Ansichten und die Logik von Handel und Geschäft, um Gottes Gerechtigkeit zu beurteilen. Das war eine verzerrte Sichtweise, die nicht mit der Wahrheit übereinstimmte. Gott ist der Schöpfer, und alles, was ich habe, kommt von Ihm, also sollte ich keine solchen irrationalen Forderungen an Gott stellen. Mir fehlte wirklich jegliche Vernunft! Egal, wie Gott die Menschen behandelt, und ob Er ihnen Segen oder Unglück zuteilwerden lässt: Hinter allem stehen Seine guten Absichten. Die Menschen sollten es annehmen, sich unterwerfen und keine Forderungen an Gott stellen. Das ist das Maß an Gewissen und Vernunft, das die Menschen haben sollten. Nachdem ich das erkannt hatte, wurde mein Herz viel heller. Danach begann ich, meinen Zustand zu korrigieren, indem ich jeden Tag Gottes Worte aß und trank. Nach einiger Zeit besserte sich meine Krankheit deutlich, und die Kirche sorgte dafür, dass ich wieder meine Pflicht tun konnte. Ich fühlte mich glücklich und dankbar zugleich und dankte Gott unablässig. Ich war bereit, meine Pflicht wirklich zu schätzen und mich nicht mehr wie früher um der Segnungen willen aufzuwenden und meine Pflicht zu tun. Ich wünschte mir nur noch, meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu erfüllen, um Gott zufriedenzustellen.
Sechs Monate später erlitt ich einen Rückfall, und meine Schmerzen im unteren Rücken waren schlimmer als zuvor. Ich musste mich auf einen Gehstock stützen, um zur Toilette zu gehen, und jeder Schritt war eine Qual. Die Behandlung zeigte keine Wirkung. Mein Arzt seufzte verzweifelt und sagte, meine Krankheit sei schwer zu behandeln. Nachdem ich den Arzt das sagen hörte, spürte ich einen tiefen Schmerz in meinem Herzen. Ich dachte bei mir: „Ist meine Krankheit wirklich unheilbar? Werde ich am Ende gelähmt sein? Wenn das so weitergeht, bin ich dann irgendwann zu nichts mehr zu gebrauchen?“ Dann dachte ich: „Ich habe meine Pflichten wegen meiner Krankheit nicht vernachlässigt und habe mein Bestes gegeben. Mein Zustand hätte sich bessern sollen, warum hat er sich stattdessen verschlechtert? Will Gott mich etwa ausmustern?“ Je mehr ich nachdachte, desto negativer wurde ich, und innerlich begann ich, von Gott zu verlangen, mir diese Krankheit zu nehmen. Für drehte sich alles nur noch um die Hoffnung, dass meine Krankheit besser würde, und meine Stimmung schwankte jeden Tag mit dem Verlauf meiner Krankheit. Wenn sich mein Zustand auch nur ein wenig besserte, war ich glücklich, aber wenn er sich verschlechterte, wurde mir das Herz schwer. Eines Tages dachte ich plötzlich an eine Zeile aus Gottes Worten: „Bei allem im Universum gibt es nichts, wobei Ich nicht das letzte Wort habe. Gibt es irgendetwas, das nicht in Meinen Händen liegt?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 1). Gottes Worte machten mir die Dinge klar. Alles im Universum steht unter Gottes Kontrolle, einschließlich des Zustands meiner Krankheit. Ich sollte nicht von Gott verlangen, mir meine Krankheit zu nehmen. Das war unvernünftig. Ich sollte mich unterwerfen.
Später las ich diese Worte Gottes: „Für alle Menschen ist Läuterung qualvoll und sehr schwer anzunehmen – dennoch geschieht es während der Läuterung, dass Gott Seine gerechte Disposition dem Menschen offenbart und ihn Seine Anforderungen an den Menschen wissen lässt und ihm mehr Erleuchtung verschafft und mehr praktische Zurechtstutzung. Durch den Vergleich zwischen den Fakten und der Wahrheit erlangt der Mensch größere Kenntnis von sich und der Wahrheit und ein größeres Verständnis für Gottes Absichten, was es dem Menschen erlaubt, eine wahrhaftigere und reinere Liebe zu Gott zu haben. Das sind die Ziele Gottes bei der Durchführung des Werkes der Läuterung. All das Werk, das Gott am Menschen tut, hat seine eigenen Ziele und seine eigene Bedeutung. Gott vollführt kein bedeutungsloses Werk, noch vollbringt Er ein Werk, das ohne Nutzen für den Menschen ist. Läuterung bedeutet nicht, dass die Menschen vor Gott entfernt werden, noch bedeutet es, dass sie in der Hölle vernichtet werden. Vielmehr ist ihre Bedeutung, die Disposition des Menschen während der Läuterung zu ändern, seine Absichten zu ändern, seine alten Ansichten, seine Liebe zu Gott und die ganze Art, auf die er lebt, zu ändern. Läuterung ist eine praktische Prüfung des Menschen und eine Form praktischer Schulung, und nur während der Läuterung kann seine Liebe ihrer inhärenten Funktion dienen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur indem er Läuterung erfährt, kann der Mensch wahre Liebe besitzen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mein Herz plötzlich hell. Es stellte sich heraus, dass die Krankheit nicht daher kam, dass Gott mich ausmustern wollte, sondern weil mein Wunsch nach Segen zu groß war, und das musste durch eine solche Situation beseitigt werden. Gott zeigte hier Seine Liebe für mich. Obwohl ich ein gewisses Verständnis für meine Absichten und Ansichten bezüglich des Erlangens von Segen hatte, waren diese noch nicht vollständig beseitigt. Als meine Krankheit wieder auftrat, fing ich erneut an, mich über Gott zu beklagen und Ihn falsch zu verstehen. Ich erkannte, dass meine Absicht, Segen zu erlangen, tief verwurzelt war und dass ich mehr Schmerz und Prüfungen durchmachen musste, um gereinigt zu werden. Gottes Disposition ist gerecht und heilig. Wie könnte Gott also zulassen, dass ein schmutziger und verdorbener Mensch, der sich sogar über Ihn beklagte und sich Ihm widersetzte, in Sein Königreich eintritt? Ich hatte meine Jahre des Glaubens damit verbracht, zielstrebig nach Segen zu streben, und mich dabei nur darauf konzentriert, äußerlich Opfer zu erbringen und mich aufzuwenden, aber nicht darauf, nach der Wahrheit zu streben. Meine Disposition hatte sich überhaupt nicht verändert, und doch wollte ich immer noch ins Königreich eingehen und Gottes Segen empfangen. War das nicht reines Wunschdenken? Nicht nur, dass ich nicht von Gott gerettet werden würde, wenn ich weiter so strebte, ich würde auch von Ihm bestraft werden. An diesem Punkt erkannte ich, dass diese Krankheit zwar von außen wie etwas Schlechtes aussah, aber Gott in Wirklichkeit meine Verdorbenheit reinigte und mich rettete. All dem lag Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht zugrunde. Als ich das erkannte, war ich tief bewegt und voller Reue, und ich dachte, dass ich einer solchen Errettung durch Gott überhaupt nicht würdig war. Ich hatte Gottes Herz nicht verstanden und Ihn wiederholt missverstanden und mich über Ihn beklagt. Mir fehlte es wirklich enorm an Gewissen und Vernunft!
Dann las ich weitere Worte Gottes: „Was ist der Maßstab, nach dem die Handlungen und das Verhalten einer Person als gut oder böse beurteilt werden? Der Maßstab ist, ob sie in ihren Gedanken, Offenbarungen und Handlungen das Zeugnis besitzen, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen und die Wahrheitsrealität auszuleben, oder nicht. Wenn du diese Realität nicht hast oder auslebst, dann bist du zweifellos ein Übeltäter. Wie betrachtet Gott Übeltäter? In Gottes Augen legen deine Gedanken und äußeren Handlungen kein Zeugnis für Ihn ab, genauso wenig erniedrigen und besiegen sie Satan. Stattdessen bereiten sie Gott Schande und sind übersät mit den Malen der Schande, die sie Ihm bereiten. Du legst nicht für Gott Zeugnis ab, du wendest dich weder für Gott auf noch erfüllst du deine Verantwortung und Verpflichtungen im Dienste Gottes. Stattdessen handelst du um deiner selbst willen. Was bedeutet ‚um deiner selbst willen‘? Genau genommen, bedeutet es ‚um Satans willen‘. Darum wird Gott am Ende sagen: ‚Weichet alle von Mir, ihr Übeltäter!‘ In Gottes Augen werden deine Handlungen nicht als gute Taten, sondern als böse Taten erachtet werden. Nicht nur werden sie Gottes Billigung nicht erhalten – sie werden verurteilt werden. Was erhofft man sich von einem solchen Glauben an Gott? Würde ein solcher Glaube nicht am Ende im Sande verlaufen?“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Aus Gottes Worten verstand ich, was wahre gute Taten sind. Wenn ein Mensch die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllt, Gott zu lieben und zufriedenzustellen, ohne eigene Absichten und Ziele, und nicht für seine eigenen Interessen oder selbstsüchtigen Wünsche handelt, dann wird eine solche Praxis von Gott gutgeheißen, und es ist eine wahrhaft gute Tat. Früher dachte ich, solange ich Opfer bringen, mich aufwenden, mehr in meiner Pflicht tun und mehr leiden könnte, würde dies als Vorbereitung guter Taten zählen, und ich würde in der Zukunft sicher einen guten Bestimmungsort haben. Jetzt erkannte ich anhand von Gottes Worten, dass meine Ansichten zur Bewertung guter Taten falsch waren. Seine Pflicht zu tun und gute Taten vorzubereiten, steht im Einklang mit Gottes Absichten, aber wenn jemand unlautere Absichten hat und Gott benutzen will, um seine eigenen Ziele zu erreichen, ist das eine böse Tat. Selbst wenn diese Person einen hohen Preis zahlt, wird Gott es nicht gutheißen, und sie stattdessen als Übeltäter betrachten. Wenn sie keine Buße tut und weiter auf diese Weise strebt, wird sie mit Sicherheit von Gott ausgemustert werden, denn Gott hat gesagt: „Du musst wissen, welche Art von Menschen Ich Mir wünsche. Jenen, die unrein sind, ist es nicht gestattet, das Königreich zu betreten; jenen, die unrein sind, ist es nicht gestattet, den heiligen Boden zu verunreinigen. Obwohl du vielleicht viel Arbeit verrichtet hast und viele Jahre gearbeitet hast, bist du am Ende noch immer erbärmlich schmutzig, und es ist untragbar für das Gesetz des Himmels, dass du in Mein Königreich einzutreten wünschst! Seit der Erschaffung der Welt bis heute habe Ich jenen, die sich Mir anbiedern, niemals so einfach Zugang zu Meinem Königreich gewährt. Das ist eine himmlische Vorschrift, und niemand kann sie missachten!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht). Durch die Enthüllung in Gottes Worten korrigierte sich meine falsche Sicht der Dinge etwas. Ich betete zu Gott und sagte, dass ich von nun an meine Pflicht mit den richtigen Absichten tun wollte, dass ich nicht mehr versuchen würde, mit Gott zu feilschen, und dass ich, ob mir nun Segen oder Unglück zuteil werden würde, bereit wäre, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen, um Gottes Liebe zu vergelten.
Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten: „Als geschaffene Wesen sollten die Menschen ihre Pflicht ausführen, und nur dann können sie die Anerkennung des Schöpfers erhalten. Geschaffene Wesen leben unter der Herrschaft des Schöpfers, und sie akzeptieren alles, was von Gott bereitgestellt wird, und alles, was von Gott kommt, also sollten sie ihren Verantwortungen und Verpflichtungen nachkommen. Das ist vollkommen normal und gerechtfertigt und wurde von Gott bestimmt. Daraus ist ersichtlich, dass für Menschen die Ausführung der Pflicht geschaffener Wesen gerechter, schöner und nobler ist, als alles andere, das sie während ihres Lebens in dieser menschlichen Welt tun; nichts inmitten der Menschheit ist bedeutungsvoller oder wertvoller, und nichts verleiht dem Leben einer geschaffenen Person einen größeren Sinn und Wert als die Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens. Auf Erden ist nur die Gruppe von Menschen, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens wahrhaft und aufrichtig erfüllt, diejenige, die sich dem Schöpfer unterwirft. Diese Gruppe folgt nicht den weltlichen Trends; sie unterwirft sich der Führung und Leitung Gottes, hört nur auf die Worte des Schöpfers, nimmt die Wahrheiten an, die vom Schöpfer zum Ausdruck gebracht werden, und lebt nach den Worten des Schöpfers. Dies ist das wahrhaftigste, überwältigendste Zeugnis, und es ist das beste Zeugnis des Glaubens an Gott. Für ein geschaffenes Wesen ist, die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen und den Schöpfer zufriedenstellen zu können, die schönste Sache inmitten der Menschheit, und es ist etwas, das unter ihnen als eine zu preisende Erzählung verbreitet werden sollte. Alles, womit der Schöpfer geschaffene Wesen betraut, sollte bedingungslos von ihnen akzeptiert werden; für die Menschheit bedeutet das sowohl Glückseligkeit als auch eine besondere Ehre, und für alle, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen, gibt es nichts, das schöner ist oder es mehr verdient hat, dass man sich daran erinnert – es ist etwas Positives. Und wie der Schöpfer diejenigen behandelt, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen können, und was Er ihnen verspricht, das ist eine Angelegenheit für den Schöpfer; das geht die geschaffene Menschheit nichts an. Um es klarer und einfacher auszudrücken: Dies liegt bei Gott und die Menschen haben kein Recht, sich einzumischen. Du wirst bekommen, was immer Gott dir gibt, und wenn Er dir nichts gibt, dann gibt es nichts, was du dagegen sagen kannst. Wenn geschaffene Wesen Gottes Auftrag annehmen und mit dem Schöpfer zusammenarbeiten, um ihre Pflicht auszuführen und zu tun, was sie können, ist das keine Transaktion oder ein Handel; die Menschen sollten nicht versuchen, Äußerungen von Einstellungen oder Handlungen und Verhaltensweisen gegen irgendwelche Verheißungen oder Segnungen von Gott einzutauschen“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 7)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich: Da Gott den Menschen geschaffen, ihm den Lebensatem geschenkt und mir nun die Gelegenheit gegeben hatte, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, war das bereits ein Ausdruck von Gottes Gnade mir gegenüber und eine außergewöhnliche Erhöhung, und ich sollte keine Forderungen an Gott stellen. Ich bin ein geschaffenes Wesen, und ich sollte meine Pflicht zu jeder Zeit erfüllen, bedingungslos und ohne den Versuch, zu feilschen oder Forderungen zu stellen. Das ist das Maß an Vernunft, das ich haben sollte. Außerdem ist es nicht Gottes Absicht, dass äußerlich Opfer erbringen und uns aufwenden, um Seine Gnade und Seinen Segen zu erhalten, sondern dass wir durch das Erfüllen unserer Pflichten die Wahrheit erlangen, dass wir unsere Verdorbenheit, Unreinheiten und satanischen Dispositionen bereinigen und dass wir schließlich gereinigt und gerettet werden. Das ist es, was Gott zu sehen hofft, und das ist das Ziel, das ich in meiner Pflicht verfolgen sollte. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, war ich innerlich viel ruhiger, und obwohl sich meine Krankheit nicht gebessert hatte, fühlte ich mich nicht mehr so eingeschränkt. Danach dachte ich über mich selbst nach, während ich behandelt wurde, und beschloss: Egal, ob sich die Krankheit bessert, und egal, wie das endgültige Ergebnis aussieht, ich werde alles in Gottes Hände legen und keine Forderungen mehr stellen. Nach einiger Zeit begann sich mein Zustand zu bessern, und ich konnte normal gehen. Bald darauf konnte ich meine Pflicht in der Kirche wieder tun.
Durch diese Erfahrung wurde mir klar, dass schmerzhafte Läuterung für mein Leben notwendig ist und dass ich ohne solche Läuterung immer noch gefangen in meinen eigenen Auffassungen und Einbildungen leben würde und immer noch mit der Absicht, Segnungen zu erlangen, an Gott glauben und meine Pflichten tun würde. Wenn ich in meinem Streben so weitergemacht hätte, wäre ich letztendlich von Gott offenbart und ausgemustert worden. Ich danke Gott dafür, dass Er reale Situationen arrangiert hat, um mich zu offenbaren, mich zu ändern und mich zu reinigen. Gott hat mich auf diese Weise gerettet!