3. Du richtest dich selbst zugrunde, wenn du in deinem Glauben weder kalt noch warm bist
Anfang Februar 2024 tat ich in der Kirche meine Pflicht in der Textarbeit. Anfangs war ich sehr motiviert. Ich hatte das Gefühl, mein Lebenseintritt sei eher oberflächlich und mir fehle es an allen Ecken und Enden. Ich dachte, wenn ich mich in der Textarbeit üben und die Wahrheiten und Grundsätze besser verstehen würde, würde ich geistlich schneller im Leben wachsen. Später teilte mich die Verantwortliche mit Schwester Qin Lan ein, um gemeinsam die Predigtprüfung eines Teams zu verwalten. Qin Lan machte die Textarbeit schon länger als ich und war mit den Grundsätzen und fachlichen Fähigkeiten einigermaßen vertraut. Ich freute mich sehr und dachte, mit ihr als Arbeitspartnerin könnte ich viel lernen und in meiner Pflicht schneller wachsen. Da Qin Lan wusste, dass ich neu in der Pflicht war, leitete sie mich sehr genau an. Beim Durchsehen der Predigten fragte sie erst nach meiner Ansicht, und wenn ich etwas nicht verstand, hielt sie Punkt für Punkt Gemeinschaft mit mir. Ich lernte fleißig, machte mir Notizen und fühlte mich auf diese Weise bei meiner Pflicht recht entspannt. Später merkte ich beim Überprüfen der Arbeit, dass es wirklich viel zu tun gab. Neben der Auswahl der Predigten mussten wir über die Situation und den Arbeitsfortschritt der Teammitglieder auf dem Laufenden bleiben, und wenn die Ergebnisse nachließen, mussten wir alle Abweichungen und Probleme überprüfen. Wir mussten auch fachliche Fortbildungen organisieren, Leute fördern und so weiter. Ich dachte bei mir: „All diese unterschiedlichen Projekte zu verwalten ist zu kompliziert. Wie viel geistige Anstrengung und Energie muss ich da reinstecken und welchen Preis muss ich zahlen, um das alles gut zu machen?“ Bei diesen Gedanken hatte ich das Gefühl, es würde mir zu viel Kopfzerbrechen bereiten und es wäre für mein Fleisch zu anstrengend. Wenn die Schwestern und ich Abweichungen in der Arbeit besprachen, wollte ich mich eigentlich einbringen. Aber dann dachte ich daran, dass ich neu war und die Dinge nicht verstand, während Qin Lan sich mit allen Aspekten der Arbeit auskannte. Es schien besser, mich mehr auf sie zu verlassen, also begnügte ich mich mit der Rolle der Zuhörerin. Beim Schreiben von Briefen zur Korrektur von Abweichungen stellte ich nur die Hauptpunkte zusammen, die Qin Lan und die anderen besprochen hatten, was mir viel Mühe ersparte. Wenn die Arbeitsergebnisse litten, waren die Schwestern sehr besorgt, dachten über sich nach und fassten die Abweichungen zusammen, aber ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich dachte, die Ergebnisse hätten nichts mit mir zu tun. Ich dachte mir, ich sei neu, verstünde nichts oder könne nichts tun, betrachtete Probleme nur oberflächlich und richtete mich in der Rolle einer passiven Mitläuferin ein. Jeden Tag prüfte ich die Arbeit nur routinemäßig und wollte mir nicht zu viele Gedanken machen. Manchmal wurde ich sogar schon vor 21 Uhr müde und wollte nur noch schlafen.
Anfang März hatte ich mehrere Tage hintereinander starke Schmerzen in den Knien und in der Brust. Eine Schwester ermahnte mich und sagte: „Du hast bei deiner Pflicht in letzter Zeit wenig Last gezeigt. Jetzt, wo du krank bist, kannst du dich einmal selbst prüfen.“ Sie hielt auch anhand der Erfahrung einer anderen Schwester Gemeinschaft mit mir und erzählte, dass diese Schwester sich bei ihrer Pflicht immer nur nach anderen gerichtet und auf sie verlassen und keine eigene Meinung gehabt hatte. Später wurde sie entlassen, weil sie in ihrer Pflicht nicht effektiv war. Erst nach ihrer Entlassung bereute sie es und erkannte die Wichtigkeit ihrer Pflicht. Nach der Gemeinschaft dieser Schwester fühlte ich mich schrecklich. Ich dachte: „War das nicht auch mein Zustand in letzter Zeit? Ich wollte mich um nichts kümmern und habe mich nur wie ein Handlanger verhalten.“ Ich dachte an eine Passage aus Gottes Worten, die ich ein paar Tage zuvor gelesen hatte und die ziemlich genau auf meinen Zustand passte, also suchte ich sie heraus, um sie nochmals zu lesen. Gott sagt: „Manche Menschen scheinen sich bei der Ausführung ihrer Pflicht zu unterwerfen und tun alles, was der Obere anordnet. Doch wenn man sie fragt: ‚Bist du bei deiner Pflicht nachlässig? Tust du sie im Einklang mit den Grundsätzen?‘ können sie keine definitive Antwort geben, sondern sagen nur: ‚Ich tue, was der Obere anordnet, und wage es nicht, zügellos Missetaten zu begehen.‘ Wenn man sie fragt, ob sie ihrer Verantwortung gerecht geworden sind, sagen sie: ‚Nun, ich tue das, was ich tun soll.‘ Sie zeigen immer diese Art von Haltung, wenn sie ihre Pflicht tun, behäbig und gleichgültig. Obwohl keine offensichtlichen Probleme aufgetreten sind, ist die Ausführung ihrer Pflicht, wenn sie nach den Wahrheitsgrundsätzen bemessen wird, ineffizient und entspricht nicht den Anforderungen. Aber das kümmert sie nicht. Sie handeln immer noch auf dieselbe nachlässige Weise wie vorher, und sie sind immer noch genauso passiv, wenn es um Dinge geht, die sie von sich aus tun sollten – sie haben sich überhaupt nicht verändert. Sind sie nicht stur und schamlos? Sie bewahren immer folgende Einstellung: ‚Du magst tausend brillante Pläne haben, aber ich habe meine eigenen festen Regeln. So bin ich eben. Wollen wir mal sehen, was du gegen mich ausrichten kannst. So ist meine Haltung!‘ Sie haben nichts besonders Verräterisches oder Böses getan, doch sie haben auch nur wenige gute Taten vollbracht. Welchem Weg folgen sie deiner Meinung nach? Ist eine solche Haltung gegenüber dem Glauben an Gott und der eigenen Pflicht gut? (Nein.) In der Offenbarung sagt Gott: ‚Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde Ich dich ausspeien aus Meinem Munde‘ (Offenbarung 3,16). Lau und weder heiß noch kalt zu sein – ist das eine gute Haltung? (Nein.) Menschen dieser Art stellen auch ihre eigenen Berechnungen in ihrem Kopf an: ‚Solange ich bei der Ausführung meiner Pflicht nichts Böses tue und die Kirchenarbeit nicht unterbreche, werde ich nicht verurteilt. Wenn das gute Ausführen meiner Pflicht zu anstrengend ist und zu viel Leiden erfordert, werde ich es nicht tun. Ich werde mich nicht abmühen, aber ich werde auch keine großen Fehler machen. Auf diese Weise werde ich nicht entfernt oder ausgemustert, und ich bin immer noch viel besser als diejenigen, die ihre Pflicht nicht tun. Also bleibe ich lau, weder kalt noch warm. Ganz gleich, was du mir aufträgst, ich werde es tun. Aber wenn du mir nicht sagst, dass ich etwas tun soll, werde ich mich nicht einmischen. Auf diese Weise wird es mich nicht erschöpfen, und zudem kann niemand etwas an mir aussetzen. Diese Herangehensweise ist großartig!‘ Ist es gut, sich so zu verhalten? (Nein.)“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Gottes Worte berührten mich tief. Er hatte genau meinen Zustand bei meiner Pflicht enthüllt. Nach außen hin tat ich genau das, was die Verantwortliche mir sagte; ich überprüfte die Arbeit, wählte Predigten aus und erledigte all diese Dinge, und ich tat nichts Böses und verursachte keine Störungen. Aber meine Haltung bei meiner Pflicht war passiv. Ich machte die Textarbeit seit über einem Monat, doch ich brachte jeden Tag verworren und vernebelt und ohne jedes Dringlichkeitsgefühl hinter mich. Bei meiner Pflicht verhielt ich mich nur wie ein Handlanger, schloss mich in meinen Antworten auf Briefe einfach Qin Lans Ansichten an und beteiligte mich nicht an der Überprüfung der Arbeit. Wenn die Arbeit nicht voranging, wurde ich weder unruhig noch besorgt, sondern benutzte einfach Ausreden wie „Ich bin neu in dieser Arbeit“, „Ich kann das nicht“ oder „Ich verstehe das nicht“. Ich hatte eine nachlässige Einstellung zu allem und verspürte bei meiner Pflicht nicht die geringste Last. Wer bei seiner Pflicht eine Last trägt, kann Gottes Absichten berücksichtigen und überlegen, wie er sich der Arbeit schnell annehmen kann. Er ist in der Lage, die Wahrheit zu suchen, um Probleme bei der Arbeit zu lösen, besinnt sich auf das Richtige und hat eine proaktive Haltung. Ich hingegen dachte nur daran, wie ich meinem Fleisch Leiden ersparen konnte. Bei der ganzen Arbeit verließ ich mich auf meine Arbeitspartnerin und erfüllte keine einzige Verantwortung. Da wurde mir klar, dass in der Ermahnung dieser Schwester Gottes Absicht steckte. Wenn ich diese Einstellung zu meiner Pflicht beibehielt, wäre das sehr gefährlich, und ich würde mich selbst zugrunde richten. Als ich das verstand, fühlte ich mich zutiefst alarmiert und betete zu Gott: „O Gott, ich verlasse mich zu sehr auf andere und will nur ein Handlanger sein. Ich bin nie bereit, mir Gedanken zu machen oder Unannehmlichkeiten auf mich zu nehmen, und ich verspüre bei meiner Pflicht nicht die geringste Last. O Gott, ich will nicht in diesem ‚weder kalten noch warmen‘ Zustand bleiben und von Dir verabscheut werden. Ich will mich ändern – bitte führe mich.“ Danach kehrte ich bewusst meine Haltung zu meiner Pflicht um, behielt die wesentlichen Dinge im Blick und döste abends nicht mehr einfach weg.
Weil ich mich zuvor nicht um die eigentliche Arbeit gekümmert und bei meiner Pflicht keine Last getragen hatte, bekam ich bald die Folgen zu spüren. Die Arbeit, die ich beaufsichtigte, brachte keinerlei Ergebnisse, und einige Brüder und Schwestern hatten bei ihren Pflichten eine negative Haltung bekommen und waren passiv geworden. Wie man so schön sagt: „Eine Truppe ist nur so gut wie ihr Anführer.“ Da ich ein paar Tage später bei der Organisation des Lernens der Grundsätze für mein Team keine Fortschritte gemacht hatte, übertrug die Verantwortliche diese Aufgabe an Qin Lan. Ich fühlte mich schrecklich, als ich das hörte, und mir wurde klar, dass ich keine festen Zeiten zum Lernen festgelegt und jedes Mal nur passiv darauf gewartet hatte, dass Qin Lan alles regelte. Wäre ich nur etwas aufmerksamer gewesen, hätte etwas mehr Last getragen und das Lernen der Grundsätze rechtzeitig organisiert und beaufsichtigt, hätte man mich nicht neu eingeteilt. Durch diese Sache enthüllte Gott mich, und ich war bestürzt und machte mir Vorwürfe. Ich dachte: „Wie konnte ich meine Pflicht nur auf diese Art und Weise tun? Bin ich nicht vertrauensunwürdig? Wo sind meine Integrität und meine Würde geblieben?“ Später las ich diese beiden Passagen aus Gottes Worten: „Auf welche Art und Weise sollten Menschen gerechte Taten vollbringen, und in welchem Zustand und unter welchen Bedingungen müssen sie das tun, damit es als das Vorbereiten guter Taten gilt? Das absolut Mindeste ist, dass sie eine positive und proaktive Haltung haben und bei der Ausführung ihrer Pflicht treu sein, nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln und die Interessen von Gottes Haus schützen können. Entscheidend ist, dass man positiv ist und Eigeninitiative zeigt. Wenn du immer passiv bist, ist das problematisch. Das ist, als wärst du kein Mitglied von Gottes Haus. Du tust nicht deine Pflicht, sondern du tust die Arbeit nur zwangsläufig auf Geheiß eines Arbeitgebers, um einen Lohn zu erhalten – du tust es nicht freiwillig. Selbst wenn du ein wenig deiner Pflicht tust, tust du das, weil du musst, und bist dabei passiv. Wenn es dabei nicht um deine Interessen ginge, würdest du sie einfach gar nicht tun, und wenn niemand dich beaufsichtigen würde, würdest du sie definitiv nicht tun. Solche negativen und passiven Handlungen sind keine guten Taten. Deshalb sind Menschen dieser Art sehr töricht. Wenn es darum geht, positive Dinge zu tun und das zu tun, was sie tun sollten, sind sie sehr passiv. Selbst die Dinge, die ihnen selbst einfallen, tun sie nicht, noch tun sie die Dinge, zu denen sie fähig sind, die aber Zeit und Energie erfordern würden. Sie warten einfach ab und schauen von der Seitenlinie zu, in dem Glauben, dass es besser ist, wenn andere diese Dinge tun. Das ist problematisch, und es ist sehr schwierig für sie, ihre Pflicht gut auszuführen. … Gott hat dir ausreichend Kaliber und überlegene Voraussetzungen gegeben, was dir erlaubt, gewisse Dinge klar zu erkennen und kompetent genug für diese Arbeit zu sein. Du hast jedoch nicht die richtige Einstellung zu deiner Pflicht, du hast keine Aufrichtigkeit, geschweige denn Hingabe, und du willst nicht dein Bestes geben, um deine Pflicht gut auszuführen. Das ist sehr enttäuschend für Gott. Wenn du also faul bist und immer das Gefühl hast, dass die dir zugewiesene Arbeit mühsam ist, und du sie nicht tun willst und du innerlich murrst: ‚Warum soll ich das tun und nicht jemand anderes?‘, dann ist das ein törichter Gedanke. Wenn dir eine Pflicht übertragen wird, ist das kein unglückliches Ereignis, sondern eine Ehre und eine Erhöhung durch Gott. Du solltest sie freudig annehmen und die Pflicht tun, die du tun solltest; es wird dich nicht erschöpfen. Im Gegenteil, wenn du deine Pflicht gut ausführst, die Wahrheit verstehst und Probleme löst, wirst du in deinem Herzen inneren Frieden spüren und dich geerdet fühlen, und du wirst Gott nicht enttäuscht haben. In Gottes Gegenwart wirst du voller Glauben sein und in der Lage, mit erhobenem Haupte durchs Leben zu schreiten. Wenn du deine Pflicht nicht erfüllt hast und immer nachlässig bist, stellt das eine Verfehlung dar, und selbst wenn du keine Verluste verursacht hast, wird diese Verfehlung ein lebenslanges Bedauern in deinem Herzen sein, wie ein bodenloses schwarzes Loch; wann immer du daran denkst, wirst du Schmerz und Unbehagen verspüren, eine Qual, wie ein Dolch durchs Herz. Du wirst nicht nur weder Frieden noch Freude haben, sondern der Schmerz von Reue und Qual wird dich dein ganzes Leben lang begleiten und kann nie ausgelöscht werden. Stellt das nicht ein ewiges Bedauern dar? Und wie sieht es aus Gottes Perspektive aus? Gott charakterisiert diese Angelegenheit anhand der Wahrheitsgrundsätze, also ist ihre Natur weit schwerwiegender als das, was du empfindest. Verstehst du das? (Ja.) Gott wird sich also ein umfassendes Bild deiner üblichen Leistungen und deiner Haltung gegenüber der Wahrheit und deiner Pflicht machen, um zu erkennen, welchem Weg du folgst. Angenommen, deine Haltung gegenüber der Wahrheit und deiner Pflicht ist stets nachlässig, und du machst oberflächliche Versprechungen, setzt sie aber hinter den Kulissen nicht in die Praxis um, und du bummelst und trödelst und hast nicht die positive Haltung, Gottes Absichten zu berücksichtigen, eingenommen. Auch wenn du nach außen hin keine Störungen oder Unterbrechungen verursachst, nichts Böses tust, nicht willkürlich oder leichtfertig handelst oder zügellos Missetaten begehst und du scheinbar jemand bist, der sich an die Regel hält und sich gut benimmt, tust du das, was Gott von dir verlangt, nicht von dir aus und auf positive Weise, sondern bist stattdessen gerissen und faul und drückst dich davor, echte Arbeit zu verrichten. Welchem Weg folgst du dann eigentlich in diesem Fall? Selbst wenn es nicht der Weg eines Antichristen ist, so ist es zumindest der Weg eines falschen Leiters“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). „Niemand möchte vernichtet und in die Hölle geschickt werden, aber unwillkürlich tun viele Menschen immer wieder Böses und rasen mit hoher Geschwindigkeit die Straße zur Hölle hinunter. Manche Menschen ignorieren immer wieder die Gelegenheiten, ihre Pflicht zu tun, die ihnen vom Haus Gottes gegeben werden, ignorieren es, wenn der Heilige Geist sie bewegt und tadelt, und ignorieren die Hilfe und die Erwartungen des Hauses Gottes. Sie bestehen darauf, nachlässig zu sein, zügellos ihr Unwesen zu treiben, auf eine willkürliche und rücksichtlose Weise zu handeln und die Kirchenarbeit zu unterbrechen und zu stören, ohne auch nur im Geringsten über sich selbst nachzudenken. Sind sie nicht einfach unverbesserliche, schamlose Leute? Du tust ständig auf diese Weise Böses. Es ist nicht so, dass andere dich dazu zwingen – es ist offensichtlich deine persönliche Entscheidung, das zu tun, und du magst es und tust es gerne. Wenn jemand sagt, dass der Weg, den du gehst, ein Weg des Widerstands gegen Gott ist und ein Weg, der in die Hölle führt, bist du bekümmert und negativ. Welchen Grund hast du bitte, dich negativ zu fühlen? Hast du dir das nicht selbst eingebrockt und geerntet, was du gesät hast? Geschieht dir das nicht recht? Manche Leute sagen nun vielleicht: ‚Ich tue unwillkürlich Böses. Immer, wenn ich etwas tue, möchte ich es gut machen, aber wenn ich fertig bin, stelle ich fest, dass die Folgen meiner Handlungen nicht besonders gut sind.‘ Du hast etwas Böses getan, Unterbrechungen und Störungen sowie der Kirchenarbeit Verluste verursacht. Selbst wenn du nicht für deine Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen wirst, haben sie versteckte Risiken hinterlassen, und du könntest solche Verfehlungen in Zukunft erneut begehen. Das ist enorm riskant. Man kann das mit dem Weg vergleichen, den eine Person gegangen ist – wo immer sie gegangen ist, hinterlässt sie zwangsläufig Spuren. Erkennst du die Verfehlungen, die du begangen hast? Bereust du sie? Fühlst du dich schuldig und traurig? Weinst du ihretwegen bitterlich? Hast du eine Kehrtwende gemacht? Empfindest du wahrhaftigen Hass gegenüber deinen bösen Taten? Hast du von dem Frevel deiner Hände abgelassen und wahrhaftig vor Gott Buße getan? … Wenn du also nicht aufrichtig Buße tun kannst und stattdessen Gott mit deinen Gelübden täuschst, dann wandelst du auf einem Weg, der zu deiner Vernichtung führen wird. Mit jeder deiner bösen Taten schlägst du gegen die Tore der Hölle; vielleicht wird einer dieser Schläge sie schließlich aufbrechen, und dann ist die Zeit deines Untergangs gekommen. Man kann sagen: Für manche Menschen, von dem Moment an, als sie begannen, an Gott zu glauben, bis heute, bestand all ihr Handeln und Verhalten darin, ständig böse Taten anzuhäufen und gegen die Tore der Hölle zu schlagen, und gleichzeitig darin, Gottes Zorn mehr und mehr anzuhäufen; sie warten darauf, dass Gottes Bestrafung über sie kommt“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich sehr beunruhigt. Gott sagte, dass diejenigen, die bei ihrer Pflicht passiv sind, nicht das leisten, wozu sie eigentlich imstande wären, und bei ihrer Pflicht oberflächlich und unverantwortlich handeln; dass sie Menschen sind, die keine echte Arbeit leisten, den Weg falscher Leiter gehen und von Gott verurteilt werden. Ich dachte über mich nach: Ich tat zwar eine Pflicht, betrachtete ich mich aber nicht als Mitglied von Gottes Haus. Ich war bei meiner Pflicht nicht nur nicht treu, ich erfüllte nicht einmal die grundlegendsten Verantwortlichkeiten. Meine Arbeitspartnerinnen fassten die Arbeit zusammen, um Abweichungen zu korrigieren und damit wir unsere Pflichten besser tun konnten, ich hingegen beteiligte mich nicht und fragte nicht nach. Wenn ich Briefe schrieb, um Abweichungen zu korrigieren, war ich nicht mit dem Herzen dabei und schrieb einfach wie ein geistloser Roboter nach, was die Schwester sagte. Ich nahm auch das gemeinsame Lernen der fachlichen Fähigkeiten nicht ernst und verzögerte den Fortschritt aller Beteiligten. Das lag alles daran, dass ich nicht bereit war, mir Gedanken um meine Pflicht zu machen, und keine Last trug. Meine Pflicht auf diese Weise zu tun war etwas, das Gott verabscheute und was die Menschen abstieß, und ich war ihres Vertrauens sicherlich nicht würdig. Bei allem, was ich tat, nahm ich nur Rücksicht auf mein eigenes Fleisch, wollte mir keine Gedanken über meine Pflicht machen und keinen Preis zahlen, verhielt mich nur wie ein Handlanger und wartete darauf, dass alles für mich geregelt wurde, ohne im Geringsten an die Arbeit der Kirche zu denken oder Gottes Absichten zu berücksichtigen. Diese Haltung, die ich meiner Pflicht gegenüber hatte, enttäuschte Gott sehr. Ich verließ mich in allen Dingen auf meine Arbeitspartnerin. Ich mochte es meinem Fleisch zwar bequem gemacht haben, aber ich verlor die Chance, die Gott mir gab, gute Taten vorzubereiten, und wie verschüttetes Wasser würde ich sie nie zurückbekommen. Ich fühlte mich schuldig und voller Reue! Die Zeile aus Gottes Worten, die besagte: „Mit jeder deiner bösen Taten schlägst du gegen die Tore der Hölle;“ rüttelte mich förmlich wach. Früher dachte ich immer, nur Judas und andere, die Böses taten, könnten das Tor zur Hölle aufbrechen. Aber es stellte sich heraus, dass Gott jedes Mal Notiz davon genommen hatte, wenn ich mich den Annehmlichkeiten hingab, bei meiner Pflicht keine Last trug und mich weigerte, Buße zu tun, und jede Notiz, die Gott sich machte, stieß das Tor zur Hölle ein Stück weiter auf. Das Tor zur Hölle wird dadurch aufgebrochen, dass man wiederholt versäumt, die Wahrheit zu praktizieren. Diese Konsequenz ist wirklich erschreckend! Als ich darüber nachdachte, wurde mir endlich klar, dass ich wirklich in Gefahr war, und ich empfand etwas Reue. Ich dachte: „Gott hat mir noch eine Chance gegeben, Buße zu tun. Ich muss die Gelegenheit schätzen, meine Pflicht zu tun und meine Verfehlungen wiedergutzumachen.“ Ich betete zu Gott: „O Gott, ich habe nicht das geringste bisschen Menschlichkeit oder Vernunft. Mir geht es nur darum, mich den Annehmlichkeiten meines Fleisches hinzugeben, und ich habe nicht eine einzige der Pflichten, die ich hätte tun sollen, gut getan. Ich habe Dich sehr betrübt! O Gott, ich weiß, dass es mich zugrunde richten und der Arbeit der Kirche schaden wird, wenn ich meine Pflicht auf diese Weise tue. Ich bin bereit, Buße zu tun und Deine genaue Prüfung anzunehmen. Bitte diszipliniere mich und erlaube mir, mich selbst zu verstehen und meine verdorbene Disposition abzulegen.“
Später dachte ich: „Warum bin ich nie bereit, mir Gedanken zu machen und meinen Verstand anzustrengen? Was ist die Wurzel des Problems?“ Ich las zwei Passagen aus Gottes Worten: „Faule Menschen können gar nichts tun. Um es in zwei Worten zusammenzufassen: Sie sind nutzlose Menschen. Sie haben eine Behinderung zweiter Klasse. Es spielt keine Rolle, wie gut das Kaliber fauler Menschen ist, es ist nichts weiter als Augenwischerei; auch wenn sie über ein gutes Kaliber verfügen, nützt das nichts. Sie sind zu faul – sie wissen, was sie tun sollten, aber sie tun es nicht, und obwohl sie wissen, dass etwas ein Problem darstellt, suchen sie nicht nach der Wahrheit, um es zu lösen, und obwohl sie wissen, welche Mühsal sie erleiden sollten, um bei ihrer Arbeit effektiv zu sein, sind sie nicht bereit, diese lohnende Mühsal zu ertragen – so können sie weder irgendwelche Wahrheiten gewinnen noch wirkliche Arbeit leisten. Sie wollen die Mühsal nicht ertragen, die Menschen ertragen sollten. Sie wissen nur, wie man sich der Bequemlichkeit hingibt und Zeiten der Freude und Muße und ein freies und entspanntes Leben genießt. Sind sie nicht nutzlos? Menschen, die keine Mühsal ertragen können, verdienen es nicht, zu leben. Diejenigen, die immer das Leben eines Parasiten führen möchten, sind Menschen ohne Gewissen oder Vernunft. Sie sind Bestien, und solche Menschen sind nicht einmal dazu geeignet, zu schuften. Weil sie keine Mühsal ertragen können, sind sie nicht in der Lage, es gut zu tun, selbst wenn sie schuften. Und wenn sie die Wahrheit erlangen möchten, besteht noch weniger Hoffnung darauf. Wer nicht leiden kann und die Wahrheit nicht liebt, ist ein nutzloser Mensch; er ist nicht einmal qualifiziert, zu schuften. Er ist eine Bestie, ohne jeden Funken Menschlichkeit. Solche Menschen müssen ausgemustert werden; nur das entspricht Gottes Absicht“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). „Was für Menschen sind nutzlos? Wirrköpfige Menschen, Menschen, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen. Menschen von dieser Sorte sind bei nichts von dem, was sie tun, verantwortungsvoll, noch nehmen sie es ernst; sie bringen alles durcheinander. Sie achten nicht auf deine Worte, egal wie du über die Wahrheit Gemeinschaft hältst. Sie denken: ‚Ich werde so vor mich hin wurschteln, wenn ich will. Du kannst sagen, was du willst! Jedenfalls tue ich gerade meine Pflicht und habe etwas zu essen, das ist gut genug. Zumindest muss ich nicht betteln. Wenn ich eines Tages nichts zu essen habe, dann werde ich darüber nachdenken. Der Himmel wird dem Menschen immer einen Ausweg lassen. Du sagst, dass ich weder Gewissen noch Vernunft habe und dass ich wirrköpfig bin – nun, was soll’s? Ich habe kein Gesetz gebrochen. Allerhöchstens ist mein Charakter ein wenig schlecht, aber das ist für mich kein Verlust. Solange ich etwas zu essen habe, ist alles gut.‘ Was hältst du von dieser Perspektive? Ich sage dir, solche wirrköpfigen Menschen, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen, sind alle dazu bestimmt, ausgemustert zu werden, und können unmöglich Errettung erlangen“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Gottes strenge Worte rüttelten mein betäubtes Herz auf und enthüllten das Wesen fauler Menschen. Faule Menschen sind nicht bereit, Leid auf sich zu nehmen und einen Preis zu zahlen, und wollen immer nur einem sorgenfreien Lebensstil nachgehen. Diese Menschen sind nicht fähig, irgendetwas zu erreichen, also wäre es für sie noch unmöglicher, die Wahrheit und Errettung zu erlangen. Gott sagt, faule Menschen seien nutzlos, seien Tiere und sollten ausgemustert werden, und ich verhielt mich genau wie so eine nutzlose Person. Ich wollte mir keine Gedanken über meine Pflicht machen, keinen Preis zahlen und lebte wie ein Parasit, indem ich mich in allem auf andere verließ und mich einfach treiben ließ. Als ich mit meiner Textarbeit anfing, hatte ich niemanden, auf den ich mich verlassen konnte, und war in der Lage, mich auf Gott zu verlassen, fleißig zu lernen und ein wenig Fortschritte zu machen. Nachdem ich dann meine Arbeitspartnerin hatte, war ich nicht mehr so fleißig, wurde lau bei meiner Pflicht und wollte mir keine Gedanken mehr über die Arbeit machen und keinen Preis zahlen, sondern versuchte nur, mich entspannt und gemächlich durch meine Tage zu wursteln. Da ich bei meiner Pflicht keine Last trug, schulterte ich nichts von der Arbeit, die mir zugewiesen war. Die anderen Schwestern machten sich Sorgen um mich und mussten meine Arbeit übernehmen. Selbst da hatte ich kein Gewissen. Ich verließ mich wie selbstverständlich auf meine Schwestern. Selbst nachdem ich die Textarbeit über einen Monat lang gemacht hatte, benutzte ich immer noch Ausreden wie „Ich bin neu in dieser Arbeit“, „Ich kann das nicht“ oder „Ich verstehe das nicht“ und hakte bei der Arbeit nicht nach. Wie schamlos von mir! Ich lebte nach der satanischen Philosophie „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst“ und „Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen“. Es waren diese verfallenen und verdorbenen Ansichten und Ideen, die mich zu einem moralisch verkommenen Menschen machten. Ich dachte nur daran, wie ich mein Fleisch schonen konnte, ohne mir über irgendetwas den Kopf zu zerbrechen, und verschwendete nicht den geringsten Gedanken daran, wie ich meine Pflicht gut tun konnte. Ich verursachte Verzögerungen bei einer extrem wichtigen Arbeit. Im Grunde störte ich die Arbeit der Kirche und handelte als Dienerin Satans! Gott sagt: „Wenn du Gottes Aufträge auf die leichte Schulter nimmst, dann ist das ein schwerster Verrat an Gott. Wenn du das tust, bist du erbärmlicher als Judas und solltest verflucht werden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Ich bekam große Angst, als ich an die Folgen von all dem dachte. Jemand wie ich war nicht vertrauenswürdig, und wenn ich weiter so vor mich hin wurstelte, würde ich wirklich ausgemustert werden. Ich dachte daran, wie Schweine jeden Tag in ihrem Koben darauf warten, von ihrem Besitzer gefüttert zu werden, und nach dem Fressen tief schlafen, ohne die geringste Sorge. Wenn ich so weiterlebte und weiter die Annehmlichkeiten meines Fleisches genoss, würde ich mich nicht von einem Schwein unterscheiden, und meine Ausmusterung durch Gott wäre nur eine Frage der Zeit. Ich wollte nicht weiter faul und nutzlos sein, also betete ich zu Gott: „O Gott, ich will mich nicht weiter durchwursteln. Das ist eine verdorbene Lebensweise und hat keinen Wert. Bitte führe mich, damit ich fleißiger werde und meine Pflicht ordnungsgemäß tue.“
Später fand ich durch eine Passage aus Gottes Worten einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Deine Pflicht auszuführen, ohne Böses zu tun, ist etwas, zu dem du als normaler Mensch in der Lage sein solltest. Aber gute Taten vorzubereiten, bedeutet, dass du auf proaktive und positive Weise gemäß Gottes Anforderungen und den Wahrheitsgrundsätzen die Wahrheit praktizieren und deine Pflicht gut erfüllen musst. Du musst Treue zeigen, bereit sein, Mühsal zu ertragen und einen Preis zu zahlen, bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, und in der Lage sein, auf positive und proaktive Weise zu handeln. Handlungen, die nach diesen Grundsätzen ausgeführt werden, sind im Grunde genommen allesamt gute Taten. Unabhängig davon, ob es große oder kleine Angelegenheiten sind, ob sie es wert sind, dass man sich an sie erinnert, oder nicht, ob sie von Menschen geschätzt oder als unbedeutend betrachtet werden, oder ob die Menschen denken, sie seien bemerkenswert: In Gottes Augen sind sie alle gute Taten. Wenn du gute Taten vorbereitet hast, wird es dir letztendlich Segnungen bringen, kein Unheil. Manche Leute bereiten überhaupt keine guten Taten vor und geben sich einfach mit Folgendem zufrieden: ‚Ich tue, was mir gesagt wird, und gehe, wohin man mir sagt, dass ich gehen soll. Ich bin nie willkürlich in dem, was ich sage oder tue, und ich stifte nie mutwillig Ärger oder verursache Unterbrechungen und Störungen. Ich bin wirklich gehorsam und benehme mich gut.‘ Solche Leute nehmen immer eine solche Haltung ein. Sie suchen bei der Ausführung ihrer Pflicht weder aktiv nach der Wahrheit noch halten sie sich an die Grundsätze. Wenn sie ihre eigenen Abweichungen und Fehler entdecken, korrigieren oder ändern sie diese nicht umgehend. Wenn sie entdecken, dass sie rebellisch waren und verdorbene Dispositionen offenbart haben, denken sie nie über sich selbst nach, noch suchen sie aktiv nach der Wahrheit, um das Problem zu lösen; stattdessen tun sie einfach, was sie wollen. Obwohl sie keine enorm bösen Taten begangen haben, die dazu führen würden, dass die Interessen des Hauses Gottes Verluste erleiden, haben sie dennoch den Fortschritt der Kirchenarbeit beeinträchtigt. Bestenfalls ist ihre Pflichtausführung nur ein Schuften, und Schuften reicht seinem Wesen nach nicht an eine gute Tat heran. Wie werden gute Taten also letztendlich definiert? Eine gute Tat ist, wenn das, was du tust, zumindest für deinen eigenen Lebenseintritt und den der Brüder und Schwestern nützlich ist und der Arbeit von Gottes Haus zugutekommt. Wenn es für dich selbst, für andere und für Gottes Haus von Nutzen ist, dann sind deine Leistungen vor Gott effektiv und werden von Gott gebilligt. Gott wird dich bewerten. Also beurteilt diese Dinge: Wie viele gute Taten habt ihr im Laufe der Jahre vorbereitet? Können diese guten Taten deine Verfehlungen aufwiegen? Und nachdem sie deine Verfehlungen aufgewogen haben, wie viele gute Taten bleiben noch übrig? Du musst dich selbst bewerten und dir darüber im Klaren sein; du darfst in dieser Angelegenheit nicht verworren sein“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Gottes Worte verdeutlichen uns, was Seine Absicht ist und was Er von uns fordert, und Er zeigt uns auch den Weg der Praxis. Die Erfüllung der eigenen Pflicht als geschaffenes Wesen ist entscheidend. Seine Pflicht den Grundsätzen entsprechend zu tun, fleißig zu sein, einen Preis zu zahlen und eine Last zu tragen – nur indem man seine Pflicht proaktiv auf diese Weise tut, kann man gute Taten vorbereiten und mit Gottes Absicht übereinstimmen. Wenn man bei seiner Pflicht nur Dienst nach Vorschrift macht und nur tut, was verlangt wird, mag das nicht wie eine Störung oder Unterbrechung wirken, aber man versäumt es, sein Herz in seine Pflicht zu legen, weswegen einen Gott dann nicht gutheißt. Ich dachte darüber nach, wie ich bei meiner Pflicht weder kalt noch warm gewesen war, die mir zugewiesene Arbeit nicht erledigt und meine Pflicht unterbrochen und gestört hatte. Ich hatte nicht nur keine guten Taten vorbereitet, sondern Verfehlungen begangen. Meine Pflicht war es, gute Evangeliumspredigten auszuwählen, beim Predigen des Evangeliums zu helfen, Zeugnis für Gott abzulegen und noch mehr Menschen vor Gott zu bringen, damit sie Errettung erlangen konnten. Das war eine sehr wichtige Verantwortung, und selbst die geringste Nachlässigkeit war inakzeptabel. Ich hatte gerade erst damit begonnen, mich darin zu üben, und hatte noch viele Mängel. Ich musste Zeit und Mühe in das Lernen und Nachdenken investieren und meine Pflicht gemäß Gottes Forderungen und den Grundsätzen tun. Ich musste auch lernen, mich um die Arbeit zu kümmern und mich nach ihr zu erkundigen, meine Pflicht verantwortungsbewusst und fleißig anzugehen und die Last meiner Arbeit auf mich zu nehmen. Nur das würde mit Gottes Absicht übereinstimmen.
Danach betete ich häufig zu Gott, lehnte mich gegen mein Fleisch auf, hörte auf, weder kalt noch warm und gedankenlos zu sein, und war in der Lage, meine Verantwortung proaktiv zu übernehmen. Mir wurde auch klar, dass die Kirche mir nicht die Arbeitspartnerin gegeben hatte, damit ich die Annehmlichkeiten des Fleisches genießen konnte, sondern damit wir die Schwächen der anderen ausgleichen und unsere nützlichen Ideen bündeln konnten. Unsere Pflicht auf diese Weise zu tun würde unsere Abweichungen verringern, unserer Pflicht zugutekommen und auch hilfreich für unseren Lebenseintritt sein. Ich begann, mich bewusst an der Arbeit unseres Teams zu beteiligen, machte mir Gedanken über die Überprüfung unserer Arbeit und äußerte bestimmte Ideen, und meine Schwestern glichen meine Unzulänglichkeiten aus. Durch diese Zusammenarbeit wurde unser gemeinschaftlicher Austausch verfeinerter und zielgerichteter, und auch ich gewann dabei etwas. Dann hörte ich auf, so gedankenlos zu sein, und war in der Lage, mir Gedanken über meine Pflicht zu machen und das, was ich wusste, in die Tat umzusetzen. Indem ich so praktizierte, fühlte ich mich friedlicher. Nach einer gewissen Zeit fühlte ich mich nicht mehr so verworren und benebelt wie zuvor, machte Fortschritte in der Wahrheit und den fachlichen Fähigkeiten und konnte Gottes Erleuchtung und Führung spüren. Dank sei Gott!