45. Was ich aus den Erfahrungen mit Verfolgung und Drangsal gewonnen habe

Von Lu Ning, China

Im Juni 2022 war unsere Kirche mit massiven Verhaftungen durch die KPCh konfrontiert. Es stimmte mich tieftraurig, als ich erfuhr, dass Brüder und Schwestern in meinem Umfeld nacheinander verhaftet wurden. Gleichzeitig sorgte ich mich auch um meine eigene Sicherheit und dachte: „Ich hatte Kontakt zu einigen der verhafteten Brüder und Schwestern. Ich habe sogar gemeinsam mit ihnen Pflichten ausgeführt und saß mit einigen im selben Auto. Wenn die Polizei die Aufnahmen der Überwachungskameras prüft, werde ich zwangsläufig mit hineingezogen. Ich habe Lupus und geschwollene Füße. Wenn ich verhaftet und von der Polizei gefoltert würde, würde mein Körper das auf keinen Fall aushalten. Außerdem könnte ich im Gefängnis weder gut essen noch schlafen. Meine Gesundheit ist ohnehin so schlecht, dass ich selbst dann im Gefängnis an einer Krankheit sterben würde, wenn die Polizei mich nicht zu Tode prügeln würde. Wenn ich sterbe, verliere ich meine Chance auf Errettung.“ Als ich daran dachte, hatte ich ziemliche Angst. Eines Tages ging ich los, um einer Leiterin, Schwester Zhao Yan, einen Brief zu bringen. Sie sagte, ihr sei aufgefallen, dass ihr draußen scheinbar jemand gefolgt war. Daraufhin lief sie kreuz und quer zu verschiedenen Orten und kehrte erst nach Hause zurück, als sie sicher war, die Person abgehängt zu haben. Als ich das hörte, wurde ich etwas nervös. Ich dachte bei mir: „Ich muss ihr zwei- oder dreimal am Tag Briefe bringen. Wenn sie verfolgt wird, werde ich dann auch mit hineingezogen?“ Ich wollte mich am liebsten verkriechen und keine Briefe mehr ausliefern. Doch dann dachte ich daran, dass die Leiter aufgrund der widrigen Umstände ihre Arbeit nicht persönlich erledigen konnten. Viele Aufgaben mussten per Brief abgewickelt werden. Wenn die Briefe nicht rechtzeitig an die Leiter zugestellt werden könnten, würde sich die Arbeit verzögern. Ich überlegte hin und her und entschied, dass ich einfach meinen Mut zusammennehmen und diese Pflicht weiterhin tun musste. Neben dem Senden und Empfangen von Briefen bewässerte ich auch Neulinge. Ein Versammlungsort für Neulinge war einmal von einer Schwester besucht worden, die verhaftet wurde. Da wir keine geeignete Gastfamilie finden konnten und die Versammlungen für Neulinge nicht ausfallen durften, entschieden wir, nachdem wir die Gesamtsituation abgewogen hatten, dass dieser Versammlungsort weiterhin genutzt werden könnte, wenn wir die Lage im Auge behielten. Wir versammelten uns dort also weiter. Ich machte mir jedoch Sorgen: Wenn die Polizei von diesem Versammlungsort erführe, könnte sie jederzeit kommen und uns verhaften. Während der Versammlungen konnte ich mein Herz nicht beruhigen. Damals waren einige Neulinge beruflich eingespannt, und einige wurden von ihren Familien verfolgt. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ich durch den gemeinschaftlichen Austausch den Zustand der Neuankömmlinge verbessern könnte. Wenn ich zu den Versammlungen ging, ging ich einfach nach Schema F vor. Nach und nach kamen sie nicht mehr regelmäßig zu den Versammlungen. Später erkannte ich, dass mein eigener Zustand nicht in Ordnung war, und suchte die Wahrheit, um meine eigenen Probleme zu lösen.

Während meiner Andachten las ich diese Worte Gottes: „Wenn Ich Mein Werk offiziell beginne, bewegen sich alle Menschen so, wie Ich Mich bewege, sodass sich alle Menschen im ganzen Universum gemeinsam mit Mir beschäftigen, das ganze Universum sich in einem Zustand des ‚Jubels‘ befindet, und der Mensch wird von Mir vorangetrieben. Infolgedessen gerät selbst der große rote Drache durch Mich in einen Zustand der Unordnung und verwirrten Unsicherheit, und er dient Meinem Werk, und, obwohl er unwillig ist, ist er unfähig, seinen eigenen Wünschen zu folgen, aber er hat keine andere Wahl, als sich ‚nach Meinen Wünschen orchestrieren zu lassen‘. In allen Meinen Plänen ist der große rote Drache Meine Kontrastfigur, Mein Feind, aber auch Mein ‚Diener‘; daher habe Ich Meine ‚Anforderungen‘ an ihn niemals gelockert. Daher wird die letzte Stufe Meines Werkes, des Werkes Meiner Menschwerdung, in seinem Zuhause beendet – auf diese Weise kann der große rote Drache Mir einen besseren Dienst erweisen, durch den Ich ihn erobern und Meinen Plan vollenden werde. Während Ich wirke, begeben sich alle Engel in die entscheidende Schlacht an Meiner Seite und beschließen, Meine Absichten in der Endphase zufriedenzustellen, damit die Menschen auf Erden sich wie die Engel vor Mir ergeben und kein Verlangen verspüren, sich Mir zu widersetzen, und nichts tun, was Mich verrät. Das sind die Dynamiken Meines Wirkens im ganzen Universum(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 29). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich, dass der große rote Drache ein dienendes Objekt für Gottes Werk ist. Gott nutzt die Verfolgung durch den großen roten Drachen, um alle Arten von Menschen zu offenbaren. Es wird offenbart, wer Spreu und wer Weizen ist. Menschen, die wirklich an Gott glauben und wahren Glauben an Gott haben, können beharrlich ihre Pflicht tun, egal welcher Umgebung sie gegenüberstehen oder wie gefährlich ihr Umfeld ist. Menschen, die nicht wirklich an Gott glauben, sind furchtsam und ziehen sich zurück, wenn sie mit Verhaftung und Verfolgung konfrontiert sind. Ich sah, dass ich angesichts einer gefährlichen Umgebung aus Furchtsamkeit und Angst nicht einmal meine Pflicht tun wollte und mich ständig verkriechen wollte. Das Einzige, woran ich dachte, war meine persönliche Sicherheit. Die Arbeit der Kirche habe ich überhaupt nicht berücksichtigt. Ich war sogar oberflächlich, als ich Neulinge bewässerte. War mein Verhalten kein Verrat an Gott? Wenn ich so weitermachte, wäre ich dann nicht Spreu, die ausgesiebt wird?

Ich las weitere Worte Gottes: „Ganz gleich, wie ‚ungeheuer mächtig‘ Satan ist, wie dreist und ehrgeizig er ist, wie groß seine Fähigkeit ist, Schaden zuzufügen, wie weitreichend seine Fähigkeiten sind, den Menschen zu verderben und zu ködern, wie clever die Tricks und Listen sind, mit denen er den Menschen einschüchtert, oder wie vielfältig die Formen seiner Existenz sind, er war nie in der Lage, ein einziges Lebewesen zu erschaffen, Gesetze oder Regeln für die Existenz aller Dinge festzulegen oder irgendein Objekt zu regieren oder die Herrschaft darüber zu haben, sei es belebt oder unbelebt. Innerhalb des Kosmos und des Firmaments gibt es keine einzige Person und keine einzige Sache, die von ihm ins Dasein gerufen wurde oder die seinetwegen existiert; es gibt keine einzige Person oder Sache, die seiner Herrschaft untersteht oder von ihm regiert wird. Im Gegenteil, er muss nicht nur unter der Herrschaft Gottes existieren, sondern auch allen Befehlen und Anordnungen Gottes gehorchen. Ohne Gottes Zustimmung kann Satan nicht leicht einen Tropfen Wasser oder ein Sandkorn auf der Erde berühren; ohne Gottes Zustimmung kann sich Satan noch nicht einmal an den Ameisen auf der Erde zu schaffen machen, geschweige denn an der Menschheit, die von Gott geschaffen wurde(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich, dass alle Dinge und Ereignisse in Gottes Händen liegen. So zügellos Satan auch ist, er wagt es nicht, ohne Gottes Erlaubnis eigenmächtig zu handeln. Ich dachte an Hiobs Erfahrung. Als Satan eine Wette mit Gott einging, erlaubte Gott Satan nicht, Hiob das Leben zu nehmen, also wagte Satan nicht, so zu handeln. Er handelt innerhalb des von Gott erlaubten Rahmens und wagt nicht, diesen auch nur um eine Haaresbreite zu überschreiten. Ich sah, dass ich Gottes Herrschaft nicht verstanden hatte. Ich hatte ständig das Gefühl, dass ich nicht verhaftet würde, wenn ich mich zu Hause versteckte, während ich Gefahr lief, verhaftet zu werden, wenn ich draußen arbeitete. Wenn ich an einem Tag mehrere Briefe ausliefern oder losgehen musste, um Neulinge zu bewässern, spürte ich Widerstand in meinem Herzen. Ich hatte das Gefühl, dass ich dadurch ständig in Gefahr war, von der Polizei beobachtet und dann verhaftet zu werden. Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich: Auch wenn ich jeden Tag von unzähligen Überwachungskameras erfasst wurde, könnte die Polizei mich ohne Gottes Erlaubnis nicht verhaften. Ich dachte an die Erfahrung einer Schwester. Die Polizei hatte sie an einem Kontrollpunkt angehalten und wollte sie gerade verhaften. Es sah so aus, als gäbe es für sie kein Entkommen, aber sie entwischte den Beamten direkt vor ihren Augen. Ich glaubte schon seit vielen Jahren an Gott, aber ich hatte kein wirkliches Verständnis von Gottes Allmacht, Seiner Herrschaft und Autorität. Wenn ich mit einer gefährlichen Umgebung konfrontiert war, wollte ich mich am liebsten verkriechen und verstecken, um mich zu schützen, wie eine Schildkröte, die sich in ihren Panzer zurückzieht. Ich hatte zu wenig Glauben! Als ich über Gottes Worte nachdachte, besserte sich mein Zustand etwas. Als ich später wieder Briefe auslieferte, hatte ich nicht mehr so große Angst. Ich wollte die Briefe nur so schnell wie möglich zustellen, damit sich die Arbeit der Kirche nicht verzögerte. Wenn ich auf dem Weg zum Bewässern von Neulingen Gefühle der Scheu verspürte, betete ich bewusst zu Gott, und bat Ihn, mein Herz zu beschützen, damit es zur Ruhe kommen konnte. In meinem Herzen konzentrierte ich mich darauf, über die Worte Gottes nachzudenken und sie in meinem gemeinschaftlichen Austausch mit den Problemen der Neulinge in Verbindung zu bringen. Die Neulinge sagten alle, dass sie aus den Versammlungen etwas mitgenommen hätten; sie konnten sich wieder regelmäßig versammeln.

Später dachte ich über mich selbst nach. Warum dachte ich immer nur an meine eigene Sicherheit, sobald ich mit einer gefährlichen Umgebung konfrontiert war? Ich las diese Worte Gottes: „Ist es im Umfeld des chinesischen Festlandes möglich, jegliche Risiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass nichts Schlimmes passiert, während man seine Pflicht ausführt? Selbst die vorsichtigste Person kann das nicht garantieren. Doch Vorsicht ist notwendig. Eine gute Vorbereitung im Voraus kann die Situation etwas verbessern und kann helfen, Verluste zu minimieren, wenn etwas schiefgeht. Völlig ohne Vorbereitungen werden die Verluste erheblich sein. Könnt ihr den Unterschied zwischen diesen beiden Situationen klar erkennen? Deshalb sollte man am besten immer vorsichtig sein, egal ob es um Versammlungen oder die Ausführung irgendeiner Pflicht geht, und es ist notwendig, einige vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Eine treue Person, die ihre Pflicht ausführt, kann über diese umfassender und gründlicher nachdenken. Sie will für diese Dinge so gut wie möglich Vorkehrungen treffen, damit, falls etwas schiefläuft, die Verluste minimiert werden. Sie ist davon überzeugt, dass sie dieses Ergebnis erreichen muss. Wenn jemand keine Treue hat, berücksichtigt er diese Dinge nicht. Er denkt, dass sie keine Rolle spielen, und er hält sie nicht für seine Verantwortung oder seine Pflicht. Wenn etwas schiefläuft, fühlt er keinerlei Schuld. Das ist eine Erscheinungsform von fehlender Treue. Antichristen zeigen keine Treue gegenüber Gott. Wenn ihnen Arbeit zugewiesen wird, nehmen sie diese recht bereitwillig an und machen einige schönklingende Erklärungen, aber wenn Gefahr im Anzug ist, laufen sie am schnellsten weg; sie sind die Ersten, die fliehen, die Ersten, die sich aus dem Staub machen. Das zeigt, dass ihr Egoismus und ihre Verächtlichkeit besonders schwerwiegend sind. Sie haben überhaupt kein Verantwortungsbewusstsein und keine Treue. Wenn sie mit einem Problem konfrontiert werden, wissen sie nur, wie sie fliehen und sich verstecken können, und denken nur daran, sich selbst zu schützen, ohne jemals Rücksicht auf ihre Verantwortung oder ihre Pflichten zu nehmen. Um ihrer eigenen Sicherheit willen zeigen Antichristen konsequent ihre egoistische und verachtenswerte Natur. Sie stellen weder das Werk des Hauses Gottes noch ihre eigenen Pflichten an erste Stelle, geschweige denn die Interessen des Hauses Gottes. Stattdessen ist ihre Priorität ihre eigene Sicherheit(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Gottes Worte entlarven, dass Antichristen besonders egoistisch und verachtenswert sind. Egal womit sie konfrontiert sind, sie denken nur an ihren persönlichen Vorteil. Insbesondere wenn sie in einer gefährlichen Umgebung sind, ist das Erste, woran sie bei dem geringsten Anzeichen von Gefahr denken, ihre persönliche Sicherheit. Sie berücksichtigen überhaupt nicht, ob die Arbeit der Kirche Schaden nimmt. Ich sah, dass die Disposition, die ich offenbart hatte, dieselbe war wie die eines Antichristen. Diesmal waren viele Brüder und Schwestern verhaftet worden. Das Erste, woran ich dachte, war, dass ich Kontakt zu den verhafteten Personen gehabt hatte und somit eine potenzielle Gefahr für meine eigene Sicherheit bestand. Als die Leiter es so einrichteten, dass ich Briefe auslieferte, hatte ich Angst, verhaftet und von der Polizei zu Tode geprügelt zu werden. Dann hätte ich in Zukunft kein gutes Ende und keinen guten Bestimmungsort. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich durch das Ausführen dieser Pflicht in Lebensgefahr brachte: Sie war mit einem zu großen Risiko verbunden. Also wollte ich diese Pflicht ablehnen. Später zwang ich mich dazu, es zu tun, obwohl ich mich äußerlich scheinbar fügte. Sobald es das geringste Anzeichen von Gefahr gab, wurde ich furchtsam und ängstlich und wollte mich immer verstecken. Ich war mir völlig bewusst, dass das Bewässern von Neulingen Teil meiner Pflicht war. Aber weil ich furchtsam und ängstlich war, konnte ich mein Herz nicht zur Ruhe bringen und mich nicht mit den Neulingen versammeln. Das bedeutete, dass die Probleme der Neulinge nicht gelöst werden konnten, und dass sie in Negativität lebten und nicht mehr bereit waren, an Versammlungen teilzunehmen. Auf Schritt und Tritt dachte ich an meine eigene Sicherheit und wie ich mich schützen konnte. Die Arbeit der Kirche und den Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern schob ich beiseite. Mir fehlte wirklich jede Menschlichkeit! Ich war so egoistisch und verachtenswert! Aus tiefstem Herzen bereute ich es. Ich war bereit, meinen persönlichen Vorteil loszulassen und meine Pflicht zu erfüllen, ob ich nun verhaftet würde oder nicht. Als ich daran dachte, fühlte sich mein Herz viel ruhiger an.

Später hörte ich ständig neue Nachrichten über verhaftete Brüder und Schwestern, und mein Herz verkrampfte sich wieder. Einer der verhafteten Brüder kannte mehrere Versammlungsorte. Ich hatte ihn sogar ein paar Tage zuvor zu einem Versammlungsort gebracht und war mir nicht sicher, ob ich dabei gesehen und verfolgt worden war. Ich hatte das Gefühl, ich könnte jederzeit verhaftet werden. Wenn ich verhaftet würde, dann würde ich im Gefängnis an einer Krankheit sterben, selbst wenn man mich nicht zu Tode prügeln würde. Je mehr ich darüber nachdachte, desto größer wurde meine Angst, und ich wollte mich wieder verkriechen. Doch dann kam mir ein anderer Gedanke: „Wenn ich gehe, was wird dann aus der Arbeit hier? Ich darf nicht so egoistisch und verachtenswert leben wie ein Antichrist. Ich darf die Arbeit der Kirche nicht ignorieren, nur um mich selbst zu schützen.“ Obwohl ich nach außen hin meine Pflicht ausführte, war ich im Herzen immer noch furchtsam und ängstlich. Einmal las ich während meiner geistlichen Andacht diese Worte Gottes: „In Festlandchina hat das gesamte auserwählte Volk Gottes die Unterdrückung und Verhaftungen durch den großen roten Drachen sowie einige Versuchungen erfahren. Ganz gleich, wie oft sie schwach waren und versagt haben, so sind doch all jene, die fähig sind, nach der Wahrheit zu streben, allmählich in ihrer Größe gewachsen und haben Lebenseintritt erlangt. Wenn sie erneut auf die Umgebungen und Versuchungen stoßen, die sie in der Vergangenheit erlebt haben, werden sie einen gewissen Glauben haben. Wenn ihre Erfahrung sie eines Tages an den Punkt bringt, an dem sie keine Angst vor dem Tod haben und klar erkennen können, dass das Leben und der Tod der Menschen tatsächlich in Gottes Händen liegen und von Gott orchestriert und angeordnet werden, bedeutet das nicht, dass ihr Glaube größer geworden ist? Genau wie im Zeitalter des Alten Testaments: Warum haben die Löwen Daniel nicht gebissen, als er in die Löwengrube geworfen wurde? Weil er Glauben hatte, erlaubte Gott den Löwen nicht, ihn zu beißen. Was also dachte Daniel in seinem Herzen? Er hat sich nicht über Gott beklagt. In seinem Herzen sagte er: ‚Gott hat mich in die Löwengrube geworfen. Ich und die Löwen sind beide Geschöpfe. Wenn Gott ihnen erlaubt, mich zu fressen, dann ist meine Zeit gekommen. Wenn Gott es nicht erlaubt, werden die Löwen mich nicht fressen. Das beweist, dass ich weiterhin in Gottes Händen leben soll, dass meine Lebensspanne noch nicht abgelaufen ist und ich nicht sterben soll. Das wird vom Schöpfer bestimmt.‘ Als Daniel mit dieser Angelegenheit konfrontiert wurde, hat er erstens Gottes Namen nicht verleugnet; zweitens hatte er keinen Argwohn gegenüber dem, was Gott tat, urteilte nicht darüber oder verurteilte es nicht, noch rebellierte er gegen Gott, und er war fähig, sich Gottes Anordnungen zu unterwerfen. Und so wurde Satan besiegt und beschämt. Nun: Was waren Daniels Handlungen und Äußerungsformen? Sie waren ein Zeugnis. Nur wenn du eine solche Größe hast, wirst du auf solche Prüfungen stoßen. Selbst wenn Gott dich in die Löwengrube bringt, hast du keine Angst, und die Löwen wagen es nicht, dich zu fressen, was beweist, dass du wahren Glauben hast und dass du den Weg eingeschlagen hast, vervollkommnet zu werden. Genau so geschieht Lebenswachstum. In die Löwengrube geworfen zu werden, ist auch eine Prüfung, genau wie als Hiob sein immenser Reichtum weggenommen wurde. Was war Hiobs Äußerungsform? (Unterwerfung.) Warum war er fähig, sich zu unterwerfen? Weil Hiob keine Zweifel an dem hatte, was Gott tat. Ob Gott Belohnungen gewährte oder Dinge wegnahm, Hiob war es recht. Selbst wenn Gott an einem Tag geben und am nächsten Tag wegnehmen würde, würde sich Hiob dennoch unterwerfen. Wie Gott auch handelte, Hiob war es recht; er war in der Lage, Gott nach Gottes Willen orchestrieren zu lassen und sich Gott zu unterwerfen. Er war mit Gott vereinbar. Das heißt, egal wie Gott handelte, selbst wenn Gott mit ihm spielte, konnte er sich dennoch unterwerfen. … Wahrer Glaube beinhaltet wahre Unterwerfung, und wahre Unterwerfung bringt wahren Glauben hervor. Wenn du wahren Glauben hast und wahre Unterwerfung erreichen kannst, welche Prüfung kann dich besiegen? Welche Umgebung kann dich besiegen? Keine kann dich besiegen. Selbst wenn du in die Löwengrube geworfen wirst, werden die Löwen es nicht wagen, dich zu fressen. Ist das nicht eine gute Sache? (Ja.)“ (Gottes Gemeinschaft). Durch Gottes Worte verstand ich: Wer in China, einem atheistischen Land, an Gott glaubt, kommt um Verhaftung und Verfolgung nicht herum. Doch ganz gleich, wie gefährlich die Umgebung auch ist: Wenn man sein Leben aufs Spiel setzen kann und den Tod nicht fürchtet, dann ist das wahrer Glaube an Gott. Es ist genau wie bei Daniel. Er glaubte an Gottes Herrschaft und hatte Glauben an Gott. Als man ihn in die Löwengrube warf, beschwerte er sich nicht bei Gott. Ob er nun lebte oder starb, er lieferte sich Gottes Orchestrierungen aus. Gott ließ uns diese Verfolgung und Drangsal erleben, damit dadurch unser wahrer Glaube an Gott vervollkommnet werden konnte. Ich sollte wie Daniel sein und mein Leben oder meinen Tod in Gottes Hände legen. Wenn Gott zuließ, dass ich von der Polizei verhaftet wurde, dann würde ich mich Gottes Anordnungen unterwerfen. Wenn Gott meine Verhaftung nicht zuließ, war ich bereit, meine Pflicht gut auszuführen.

Später hörte ich eine Kirchenhymne, die mich sehr bewegte.

Ich werde Christus bis zum Tode folgen, ohne jemals umzukehren

Der Menschensohn der letzten Tage tut die Wahrheit kund und erweckt zahllose Herzen. Ich erkenne, Gottes Worte sind alle die Wahrheit, und so folge ich Ihm. Satan, der große rote Drache, unterdrückt und verhaftet tobend Gottes auserwähltes Volk. Die Christus folgen und ihre Pflicht tun, riskieren dabei ihr Leben. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und verfolgt, weil ich Gott bezeuge. In meinem Herzen verstehe ich klar, dass dies Verfolgung um der Gerechtigkeit willen ist. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und eingesperrt, weil ich das Evangelium predige. Dies ist das Leid, das Gott für diejenigen bestimmt hat, die Ihm folgen. Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Weg des Predigens des Evangeliums noch gehen kann, doch solange ich lebe, werde ich Gottes Wort verkünden und Christus bezeugen. Ich wende mich auf, nur um nach der Wahrheit zu streben und Gottes Auftrag zu vollenden. In diesem Leben Christus zu folgen und zu bezeugen, erfüllt mein Herz mit Stolz. Auch wenn ich den Tag nicht sehen kann, an dem das Königreich verwirklicht wird, reicht es, heute Zeugnis ablegen und Satan beschämen zu können. In Verfolgung und Drangsal ist Gott mit mir; Er ist mein Halt. Vielleicht wird mein Leben vergehen wie ein flüchtiges Feuerwerk, doch für Gott als Märtyrer zu sterben, ist das Ablegen eines schallenden Zeugnisses. Ich habe meine geringe Kraft der Verbreitung des Evangeliums des Königreichs gewidmet. Ich habe keine Klagen und kein Bedauern. Für Gott Zeugnis ablegen zu können, heißt, mein Leben war nicht umsonst. Dies ist Gottes Bestimmung, und Ihm bringe ich Lob und Dank dar.

– Folge dem Lamm und singe neue Lieder

Ich hörte mir dieses Lied immer und immer wieder an. Ich war inspiriert, schämte mich aber auch. Meine Brüder und Schwestern waren bereit, ihr Leben zu opfern, um das Evangelium zu predigen und für Gott Zeugnis abzulegen. Selbst wenn sie am Ende den Märtyrertod erleiden würden, würden sie in ihrem Zeugnis standhaft bleiben. Ich hingegen war nur mit potenziellen Gefahren für meine Sicherheit konfrontiert – es ging nicht darum, mein Leben zu opfern. Aber trotzdem hatte ich solche Angst, dass ich meine Pflichten nicht mehr ausführen wollte. Verglichen mit diesen Brüdern und Schwestern war ich gar nichts. Mir war meine eigene Haut zu wichtig! Ich dachte an die Jünger im Zeitalter der Gnade, die so viel Verfolgung erlitten, um das Werk des Herrn Jesus zu bezeugen. Doch sie hörten nie auf, das Evangelium zu predigen oder für Gott Zeugnis abzulegen, nur weil sie den Tod fürchteten. Am Ende starben sie den Märtyrertod für Gott. Obwohl ihr Fleisch starb, starben ihre Seelen nicht; sie lebten auf eine andere Weise weiter. Ihr Zeugnis fand Gottes Anerkennung, und ihr Tod war wertvoll und bedeutsam. Im Gegensatz dazu wurden die Menschen, die furchtsam und ängstlich waren und denen es nur um die eigene Haut ging, zu Judassen und verrieten Gott, um ihr eigenes Leben zu retten. Obwohl sie eine Zeit lang weiterlebten, wurden ihr Geist, ihre Seele und ihr Körper letztendlich für alle Ewigkeit vernichtet. Als ich das verstanden hatte, war ich nicht mehr furchtsam und ließ mich nicht länger vom Tod einschränken. Sollte ich eines Tages tatsächlich verhaftet werden, wäre das ein Zeugnis, das ich tragen müsste. Lieber würde ich sterben, als zum Judas zu werden und Gott zu verraten. Mir fiel eine Passage aus Gottes Worten ein: „Was immer Gott von dir verlangt, du musst nur deine ganze Kraft dafür aufwenden, und Ich hoffe, dass du vor Gott in diesen letzten Tagen deine Hingabe zeigen wirst. Solange du Gott auf Seinem Thron zufrieden lächeln sehen kannst, selbst wenn es sich bei diesem Moment um den festgesetzten Zeitpunkt deines Todes handelt, solltest du lachen und lächeln, während du deine Augen schließt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Offenbarungen der Mysterien von „Worte Gottes an das gesamte Universum“, Kapitel 41). Egal, welcher Umgebung ich gegenüberstehe, ich bin ein geschaffenes Wesen und sollte meine Pflicht gut ausführen. Ich muss Gott folgen und meine Pflicht gut ausführen, selbst wenn ich mein Leben dafür gebe. Später führte ich meine Pflicht ganz normal aus. Ich benachrichtigte eilig die Gastfamilien, bei denen der verhaftete Bruder gewesen war, damit sie umziehen konnten. Keine anderen Brüder und Schwestern wurden deswegen mit hineingezogen. Als einige Brüder und Schwestern in einem schlechten Zustand waren, weil sie Angst vor einer Verhaftung hatten, suchte ich sie auf und hielt mit ihnen Gemeinschaft. Da immer mehr Menschen Gottes Werk der letzten Tage annahmen, baten mich die Leiter, diese Neulinge zu bewässern. Ich kooperierte aktiv.

Durch diese Erfahrung erlangte ich ein gewisses Verständnis von Gottes Autorität und meiner eigenen egoistischen und verachtenswerten satanischen Natur. Ich danke dem Allmächtigen Gott aus tiefstem Herzen!

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