84. Als ich wegen meines Glaubens an Gott zur Fahndung ausgeschrieben wurde
Im Juli 2023 übernahm ich die Pflicht einer Leiterin in der Kirche. Im August verabredete ich mich mit einem Bruder zu einer Versammlung, doch in der Nacht davor wurde er verhaftet. Als ich diese Nachricht hörte, wurde mein Herz etwas beklommen: „Wäre der Bruder zur Versammlung gekommen und die Polizei hätte ihn verfolgt, wäre ich auch verhaftet worden. Das war knapp!“ Ich dachte bei mir: „Heutzutage verhaftet die Polizei wie wild Gläubige an Gott. Wenn ich mich weiterhin mit Leuten verabrede, um über die Arbeit Gemeinschaft zu halten, könnte ich jederzeit verhaftet werden. Von nun an werde ich mich von zu Hause aus per Brief um die Kirchenarbeit kümmern. So ist das Risiko einer Verhaftung geringer.“ Deshalb sagte ich meine geplanten Treffen mit meinen Brüdern und Schwestern ab. Später wurde ich von einem Judas verraten, sodass die Polizei meine persönlichen Daten bekam und herausfand, dass ich eine Leiterin war. Unmittelbar danach erhielt ich einen Brief von zu Hause, in dem stand, dass mehrere Polizisten mit meinem Foto in der Hand zu meinem Elternhaus gekommen waren, um mich zu verhaften. Mein Vater sagte, ich sei nicht zu Hause, woraufhin die Polizei antwortete: „Bitten Sie Ihre Tochter, zurückzukommen und sich auf dem Polizeirevier zu stellen. Wenn sie nicht zurückkommt, werden wir sie zur Fahndung ausschreiben!“ Nachdem ich den Brief von zu Hause gelesen hatte, wurde mir extrem schwer ums Herz: „Die Polizei weiß, dass ich eine Leiterin bin, und ist mit meinem Foto zu meinem Elternhaus gekommen, um nach mir zu suchen. Sie werden mich sogar zur Fahndung ausschreiben! Wenn ich von der Polizei verhaftet werde, werden sie mich sicher foltern, um ein Geständnis zu erzwingen, und mich zwingen, Kirchengelder und meine Brüder und Schwestern zu verraten. Wenn ich nichts sage, dann schlagen sie mich zum Krüppel, wenn sie mich nicht gleich totschlagen! Um meine Gesundheit steht es sehr schlecht. Wie soll ich die Folter der KPCh ertragen? Wenn ich in meinem Zeugnis nicht standhaft bleiben kann und zum Judas werde, dann werde ich kein gutes Ergebnis haben, und obwohl ich an Gott glaube, werde ich nicht gerettet werden.“ Dann stellte ich mir vor, wie meine Brüder und Schwestern nach ihrer Verhaftung gefoltert werden würden, und bekam große Angst. „Es ist zu gefährlich, die Pflicht einer Leiterin zu tun. Wäre ich eine gewöhnliche Gläubige, wäre ich kein vorrangiges Ziel im Visier der die KPCh geworden und müsste um mein Leben fürchten.“ In dieser Zeit war ich wegen dieser Angelegenheit oft von Sorge und Angst erfüllt. Ich hatte große Angst, eines Tages in die Hände der Polizei zu fallen, und konnte mein Herz nicht beruhigen, um meine Pflicht zu tun.
An einem Morgen im September erhielt ich einen Brief von einer Schwester, die mich in der Vergangenheit bei sich aufgenommen hatte. Sie schrieb, dass, nachdem ich bei ihr ausgezogen war, eines Nachts nach 23 Uhr über zehn Polizisten ihr Haus umstellt hatten. Sie traute sich nicht, die Tür zu öffnen, also benutzte die Polizei eine Scherenhebebühne, um zum Fenster im zweiten Stock zu gelangen, und kam direkt durch das Fenster herein, um das Haus zu durchsuchen. Sie suchten mehrere Stunden lang, zogen dann aber mit leeren Händen wieder ab. Als ich diese Nachricht las, war ich fassungslos. Ich hatte noch vor einem Monat in diesem Haus gewohnt. Wäre ich von dort nicht weg, wäre ich verhaftet worden. Bei der Vorstellung, dass mich eine ganze Schar von Polizisten verhaften wollte, bekam ich sofort Angst und dachte, dass es zu riskant war, eine Leiterin zu sein. Ich konnte nicht anders, als mich zu beklagen: „Es wäre besser, wenn ich keine Leiterin wäre. Dann würde die Polizei nicht nach mir suchen. Wenn sie mich verhaften, fürchte ich, dass ich das nicht überleben werde. Ich bin noch so jung und habe in meinem Glauben an Gott noch nicht die Wahrheit erlangt. Wenn ich von der Polizei zu Tode geprügelt werde, verliere ich dann nicht meine Chance auf Errettung? Wären dann nicht all die Male, dich ich mich in all den Jahren meines Glaubens an Gott aufgewendet habe, umsonst gewesen?“ In diesen Tagen lebte ich in Sorge und Angst und wollte, dass jemand meine Pflicht übernahm. Ich dachte, auf diese Weise könnte ich der Verfolgung und Verhaftung durch die KPCh entgehen. Jedoch wurden mehr und mehr Mitglieder der Kirche verhaftet, auch viele Leiter und Mitarbeiter. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt zurücktreten würde, würde nicht nur die Arbeit der Kirche beeinträchtigt, sondern ich würde auch eine Verfehlung begehen. Mein Gewissen hielt mich davon ab, zurückzutreten, aber ich konnte in meinem Herzen keine Kraft aufbringen. Zu dieser Zeit mangelte es der Kirche an Leitern und Mitarbeitern, und einige Brüder und Schwestern lebten aus Angst vor einer Verhaftung in Negativität und Schwäche. Die verschiedenen Arbeitsbereiche waren im Grunde zum Stillstand gekommen. Obwohl ich all diese Probleme in der Kirche sah, hatte ich nicht den Kopf dafür, sie zu lösen. Stattdessen lebte ich den ganzen Tag in Sorge, aus Angst, eines Tages in die Hände der Polizei zu fallen und unendliche Qualen zu erleiden. Ich fühlte mich zaghaft und hilflos, doch dann betete ich zu Gott: „O Gott, als die Polizei mich auf die Fahndungsliste setzte und versuchte, mich zu verhaften, wollte ich meine Pflicht als Leiterin niederlegen. Ich weiß, dass es Dir gegenüber nicht treu ist, wenn ich meine Pflicht so tue, aber ich habe auch Angst, verhaftet zu werden. O Gott, mögest Du mich erleuchten und führen, damit ich mich unterwerfen kann.“
Danach eröffnete ich einer Schwester meinen Zustand. Die Schwester suchte zwei Abschnitte aus Gottes Worten für mich heraus. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn die Menschen unfähig sind, die von Gott orchestrierten Umgebungen und Seine Herrschaft zu durchschauen, zu verstehen, zu akzeptieren oder sich diesen zu unterwerfen, und wenn die Menschen in ihrem täglichen Leben verschiedenen Schwierigkeiten gegenüberstehen oder wenn diese Schwierigkeiten über das hinausgehen, was normale Menschen ertragen können, fühlen sie unterbewusst Sorgen und Beklemmungen aller Art und sogar Betrübnis. Sie wissen nicht, wie es morgen oder übermorgen sein wird, oder wie ihre Zukunft sein wird, und so fühlen sie sich wegen aller möglichen Dinge betrübt, beklemmt und besorgt. Vor welchem Hintergrund entstehen diese negativen Emotionen? Vor dem Hintergrund, dass sie nicht an die Herrschaft Gottes glauben – sprich, sie sind unfähig, an die Herrschaft Gottes zu glauben und sie zu durchschauen, und haben in ihrem Herzen keinen wahren Glauben an Gott. Selbst wenn sie die Tatsachen der Herrschaft Gottes mit eigenen Augen sehen, können sie Seine Herrschaft nicht verstehen und glauben nicht daran. Sie glauben nicht, dass Gott die Herrschaft über ihr Schicksal hat, sie glauben nicht, dass ihr ganzes Leben in Gottes Hand liegt, und so entsteht in ihrem Herzen Misstrauen gegenüber Gottes Herrschaft und Anordnungen, woraufhin Beschwerden aufkommen, und sie nicht in der Lage sind, sich zu unterwerfen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). „Wenn Menschen nach der Wahrheit streben, dann verfangen sie sich nicht in Schwierigkeiten und versinken nicht in den negativen Emotionen von Betrübnis, Beklemmung und Besorgnis. Wenn sie im umgekehrten Fall nicht nach der Wahrheit streben, werden diese Schwierigkeiten sie umschlingen, sodass sie nicht entkommen können, und wenn sie sie nicht beseitigen können, werden sie schließlich zu negativen Emotionen werden, die sich in ihrem innersten Herzen verknoten, ihr normales Leben und die normale Ausführung der Pflicht beeinflussen, alles Dinge, wodurch sie sich unterdrückt fühlen werden, ohne sich befreien zu können – das ist die Auswirkung, die sie auf die Menschen haben werden“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich, dass ich in Angst und Sorge lebte, weil ich Gottes Herrschaft nicht verstand und mich ihr nicht unterwerfen konnte. Als ich von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben wurde, lebte ich in Furcht und Angst, weil ich fürchtete, meine Chance auf Errettung zu verlieren, falls ich von der Polizei verhaftet und zu Tode geprügelt würde. Um mich selbst zu schützen, dachte ich darüber nach, die Pflicht als Leiterin aufzugeben. Ich war nicht bereit, mich Gottes Herrschaft zu unterwerfen, suchte nicht nach Gottes Absicht und ich weigerte mich, über mich nachzudenken und mein Wesen zu erkennen, um daraus eine Lektion zu lernen. Mir wurde klar: Wenn mein Zustand so bleibt, wird es für mich sehr gefährlich. Nachdem ich diese beiden Abschnitte von Gottes Worten gelesen hatte, verstand ich Gottes Absicht. Ich musste die Wahrheit suchen, um meinen Zustand in Ordnung zu bringen, und durfte nicht weiter gefangen in negativen Gefühlen leben; das würde meinen Lebenseintritt und meine Pflicht beeinträchtigen. Danach brachte ich meinen Zustand im Gebet vor Gott und flehte Ihn an, mich zu führen, während ich diese Situation durchlebte.
Nach dem Gebet stillte ich mein Herz und dachte zurück an meinen Zustand während dieser Zeit. Ich las die Worte Gottes: „Abgesehen davon, dass sie an ihre eigene Sicherheit denken, worüber machen sich manche Antichristen noch Gedanken? Sie sagen: ‚Im Moment ist die Lage schlecht, also sollten wir uns weniger blicken lassen und seltener das Evangelium predigen. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass wir geschnappt werden, und die Arbeit der Kirche wird nicht ruiniert. Wenn wir es vermeiden, geschnappt zu werden, werden wir nicht zu einem Judas, und dann können wir künftig bleiben, oder nicht?‘ Gibt es nicht Antichristen, die solche Ausreden nutzen, um ihre Brüder und Schwestern in die Irre zu führen? Manche Antichristen haben große Angst vor dem Tod und fristen ein schändliches Dasein; zudem mögen sie Ruhm und Status und sind bereit, Führungsrollen zu übernehmen. Obwohl sie Folgendes wissen: ‚Die Arbeit eines Leiters ist nicht leicht zu schultern – wenn der große rote Drache herausfindet, dass ich zum Leiter ernannt wurde, werde ich berühmt, und ich könnte auf eine Fahndungsliste gesetzt werden, und sobald ich gefasst werde, schwebt mein Leben in Gefahr‘, ignorieren sie diese Gefahren, um den Vorteilen dieses Status zu frönen. Wenn sie als Leiter dienen, tun sie nichts anderes, als ihrem fleischlichen Genuss zu frönen, und sie leisten keine tatsächliche Arbeit. Abgesehen von ein wenig Korrespondenz, die sie mit verschiedenen Kirchen führen, tun sie nichts. Sie verstecken sich irgendwo und treffen sich mit niemandem, bleiben völlig abgeschottet, und die Brüder und Schwestern wissen nicht einmal, wer ihr Leiter ist – so groß ist ihre Angst. Ist es also nicht richtig zu sagen, dass sie nur dem Namen nach Leiter sind? (Ja.) Sie leisten als Leiter keine tatsächliche Arbeit; ihnen geht es nur darum, sich selbst zu verstecken. Wenn andere sie fragen: ‚Wie ist es, ein Leiter zu sein?‘, sagen sie: ‚Ich bin unglaublich beschäftigt, und um meiner Sicherheit willen muss ich ständig umziehen. Dieses Umfeld ist so beunruhigend, dass ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann.‘ Sie haben ständig das Gefühl, dass sie von vielen Augen beobachtet werden, und wissen nicht, wo sie sich sicher verstecken können. Außer sich zu verkleiden, sich an verschiedenen Orten zu verstecken und nirgendwo länger zu bleiben, leisten sie den ganzen Tag keine tatsächliche Arbeit. Gibt es solche Leiter? (Ja.) Nach welchen Grundsätzen richten sie sich? Diese Menschen sagen: ‚Ein schlauer Hase hat drei Bauten. Um sich vor einem Raubtier zu schützen, muss ein Hase drei Bauten vorbereiten, in denen er sich verstecken kann. Wenn eine Person in Gefahr gerät und fliehen muss, aber keinen Ort hat, an dem sie sich verstecken kann, ist das akzeptabel? Wir müssen von den Hasen lernen! Gottgeschaffene Tiere haben diese Überlebensfähigkeit, und die Menschen sollten von ihnen lernen.‘ Seit sie eine Führungsrolle übernommen haben, haben sie diese Glaubenslehre erkannt und glauben sogar, sie hätten die Wahrheit verstanden. In Wirklichkeit haben sie wahnsinnige Angst. Sobald sie hören, dass ein Leiter der Polizei gemeldet wurde, weil seine Unterkunft nicht sicher war, oder dass ein Leiter von Spionen des großen roten Drachen ins Visier genommen wurde, weil er zu oft seine Unterkunft verließ, um seine Pflicht auszuführen, und mit zu vielen Menschen Kontakt hatte, und dass diese Person schließlich verhaftet und verurteilt wurde, bekommen sie sofort Angst. Sie denken: ‚Oh nein, werde ich als Nächstes verhaftet? Ich muss daraus lernen. Ich sollte nicht zu aktiv sein. Wenn die Möglichkeit besteht, einige Arbeiten der Kirche zu vermeiden, werde ich sie nicht tun. Wenn die Möglichkeit besteht, zu vermeiden, mich blicken zu lassen, werde ich es nicht tun. Ich werde meine Arbeit auf das geringstmögliche Maß beschränken, nicht vor die Tür gehen, den Kontakt zu anderen meiden und sicherstellen, dass niemand weiß, dass ich ein Leiter bin. Wer kann es sich heutzutage leisten, sich um andere zu kümmern? Es ist schwer genug, einfach nur zu überleben!‘ Außer eine Tasche herumzutragen und sich zu verstecken, leisten sie, seit sie die Rolle eines Leiters übernommen haben, keine Arbeit. Sie sind immer auf der Hut, leben in ständiger Angst, verhaftet und verurteilt zu werden. Angenommen, sie hören jemanden sagen: ‚Wenn du geschnappt wirst, wirst du getötet! Wenn du kein Leiter wärst, wenn du nur ein gewöhnlicher Gläubiger wärst, könntest du vielleicht mit einer kleinen Geldstrafe davonkommen, aber da du ein Leiter bist, ist das schwer zu sagen. Es ist zu gefährlich! Einige Leiter oder Mitarbeiter, die gefasst wurden, starben lieber als Informationen preiszugeben und wurden von der Polizei zu Tode geprügelt.‘ Sobald sie hören, dass jemand zu Tode geprügelt wurde, wächst ihre Angst, und sie fürchten sich noch mehr davor, zu arbeiten. Jeden Tag denken sie nur darüber nach, wie sie es vermeiden können, geschnappt zu werden, wie sie es vermeiden können, sich blicken zu lassen, wie sie es vermeiden können, überwacht zu werden, und wie sie den Kontakt zu ihren Brüdern und Schwestern meiden können. Sie zerbrechen sich den Kopf über diese Dinge und vergessen völlig ihre Pflichten. Sind solche Menschen treu? Können solche Menschen irgendeine Arbeit erledigen? (Nein, das können sie nicht.) Solche Menschen sind einfach nur ängstlich. Allein anhand dieser Erscheinungsform können wir sie nicht definitiv als Antichristen charakterisieren, aber was ist die Natur dieser Erscheinungsform? Das Wesen dieser Erscheinungsform ist das eines Ungläubigen. Solche Menschen glauben nicht, dass Gott die Menschen beschützen kann, und sie glauben erst recht nicht, dass die Aufwendung für Gott eine Hingabe an die Wahrheit ist und dass dies etwas ist, das Gott billigt. Sie fürchten Gott nicht in ihrem Herzen; sie haben nur Angst vor Satan und vor niederträchtigen politischen Parteien. Sie glauben nicht an die Existenz Gottes, sie glauben nicht, dass alles in Gottes Händen liegt, und sie glauben erst recht nicht, dass Gott Menschen billigen wird, die alles um Seinetwillen, um Seinem Weg zu folgen und um Seinen Auftrag auszuführen, aufwenden. All das können sie nicht erkennen. Woran glauben sie? Sie glauben, dass sie ein schlimmes Ende ereilen wird, wenn sie dem großen roten Drachen in die Hände fallen, und dass sie verurteilt werden oder sogar ihr Leben verlieren könnten. In ihrem Herzen denken sie nur an ihre eigene Sicherheit und nicht an das Werk der Kirche. Sind das keine Ungläubigen? (Doch, das sind sie.) Was sagt die Bibel? ‚Wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird’s finden‘ (Matthäus 10,39). Glauben sie an diese Worte? (Nein, das tun sie nicht.) Wenn von ihnen verlangt wird, bei der Ausführung ihrer Pflicht ein Risiko einzugehen, dann wollen sie sich verstecken und wollen nicht, dass sie irgendjemand sieht – sie möchten unsichtbar sein. So groß ist ihre Angst. Sie glauben nicht, dass Gott die Stütze der Menschen ist, dass alles in Gottes Händen liegt, dass Gott, wenn wirklich etwas schiefläuft oder sie tatsächlich geschnappt werden, das zugelassen hat und dass Menschen ein unterwürfiges Herz haben sollten. Diese Menschen besitzen weder ein solches Herz noch ein solches Verständnis noch diese Art von Vorbereitung. Glauben sie wirklich an Gott? (Nein, das tun sie nicht.) Ist das Wesen dieser Erscheinungsform nicht das eines Ungläubigen? (Ja, das ist es.) So sieht es aus. Solche Menschen sind außerordentlich feige, haben wahnsinnige Angst und fürchten sich vor körperlichem Leid und davor, dass ihnen etwas Schlimmes passiert. Sie werden so schreckhaft wie aufgescheuchte Vögel und sind nicht mehr in der Lage, ihre Arbeit auszuführen“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Gott deckt auf, dass Antichristen nur an ihre eigene Sicherheit denken, sobald sie bei ihren Pflichten mit einer gefährlichen Situation konfrontiert werden. Sie sind ihrer Pflicht nicht treu und berücksichtigen nicht die Interessen des Hauses Gottes. Solche Menschen haben keinen Platz für Gott in ihrem Herzen und glauben nicht an Gottes Herrschaft. Sie sind Ungläubige. Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, schämte ich mich und war traurig. Mir war nicht klar gewesen, dass ich genauso egoistisch und verachtenswert war wie ein Antichrist. Ich hatte mich mit einem Bruder zu einer Versammlung verabredet, und er war am Tag davor verhaftet worden. Dass ich der Verhaftung entkommen konnte, war Gottes Schutz zu verdanken. Doch ich habe weder Gott gedanke noch meine Pflicht ordnungsgemäß getan, sondern nur daran gedacht, wie ich mich in Sicherheit bringen konnte, und dabei die Arbeit der Kirche beiseitegeschoben. Und als ich dann noch hörte, dass die Polizei bei mir zu Hause gewesen war, um mich zu verhaften, und mich zur Fahndung ausschreiben wollte, und dass sie mich auch bei der Gastfamilie, bei der ich zuvor gewohnt hatte, gesucht hatten, und ich sah, dass die KPCh einen solch große Anstrenungen unternahm, um mich zu verhaften, bekam ich Angst. Um mich selbst zu schützen, traute ich mich nicht einmal mehr, die Pflicht einer Leiterin zu tun. Als die Kirche unter der Verfolgung und den Verhaftungen durch die KPCh litt, hätte ich als Leiterin die Interessen der Kirche schützen und mich umgehend und gut um die Folgen kümmern müssen. Zudem ließen die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsbereiche in der Kirche nach, und meine Brüder und Schwestern lebten in Negativität und Zaghaftigkeit und brauchten Hilfe und Unterstützung durch gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit. All diese Arbeit musste getan werden, aber um nicht verhaftet zu werden, legte ich mir stets Pläne für meine eigene Sicherheit und einen Ausweg zurecht; ich hatte nicht den Kopf dafür, meine Pflicht zu tun, und die Probleme in der Kirche wurden nicht umgehend gelöst. Wie das Sprichwort sagt: „In der Not zeigt sich der wahre Charakter.“ Wenn alles normal war und meine persönlichen Interessen nicht betroffen waren, konnte ich an meiner Pflicht festhalten, aber jetzt, wo ich in eine gefährliche Situation geraten war, hatte ich mich wie eine feige Schildkröte in meinen Panzer zurückgezogen, um mich zu schützen. Das war meine wirkliche Größe. Ich hatte an Gott geglaubt und so viele von Gottes Worten gelesen, doch im entscheidenden Augenblick legte ich keinerlei Zeugnis für das Praktizieren der Wahrheit ab und hatte keinerlei Verlangen, die Interessen der Kirche zu schützen. Ich war genauso egoistisch und verachtenswert wie ein Antichrist. Ich war traurig, machte mir Selbstvorwürfe und hasste mich dafür, so egoistisch zu sein. Ich war einer solch wichtigen Pflicht wirklich unwürdig! Ich betete still zu Gott: „O Gott, ich bin zu egoistisch! Im entscheidenden Augenblick habe ich keinerlei Treue gezeigt. O Gott, mögest Du mich erleuchten und führen, damit ich mich selbst erkenne und in dieser Situation an meiner Pflicht festhalten kann.“
Ich erinnerte mich an die Worte Gottes: „Alle verdorbenen Menschen leben für sich selbst. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das fasst die menschliche Natur zusammen. Die Menschen glauben alle für sich selbst an Gott; sie entsagen Dingen und wenden sich auf, um gesegnet zu werden, und das Leid, das sie ertragen, und der Preis, den sie beim Tun ihrer Pflicht zahlen, dienen ebenfalls dazu, belohnt zu werden. Kurz gesagt: Sie tun all das, um gesegnet zu werden, belohnt zu werden und ins Himmelreich einzugehen. In der Welt arbeiten die Menschen zu ihrem eigenen Nutzen, und im Haus Gottes tun sie eine Pflicht, um Segnungen zu erlangen. Um Segnungen zu erlangen, entsagen die Menschen allem und können viel Leid ertragen. All dies ist der klarste Beweis von allen, dass die Menschen eine satanische Natur besitzen. Die Menschen, deren Dispositionen sich geändert haben, sind anders, sie sind der Meinung, dass der Sinn darin besteht, nach der Wahrheit zu leben, dass die Grundlage des Menschseins darin besteht, sich Gott zu unterwerfen, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, dass die Annahme von Gottes Auftrag eine Verantwortung ist, die vollkommen normal und gerechtfertigt ist, dass nur Menschen, die die Pflichten eines Geschöpfes erfüllen, geeignet sind, als Menschen bezeichnet zu werden – und wenn sie nicht in der Lage sind, Gott zu lieben und Seine Liebe zu erwidern, sind sie ungeeignet, als Menschen bezeichnet zu werden. Sie spüren, dass es leer und sinnlos ist, nur für sich selbst zu leben, dass die Menschen leben sollten, um Gott zufriedenzustellen, um ihre Pflichten gut auszuführen und ein sinnvolles Leben führen sollten, so dass sie, selbst wenn ihre Zeit zu sterben gekommen ist, zufrieden sein und nicht das geringste Bedauern empfinden werden, und dass sie nicht vergeblich gelebt haben“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). „Die Menschen glauben alle an Gott, um Segnungen, Belohnungen und Kronen zu erlangen. Hat nicht jeder Mensch diese Absicht im Herzen? In Wirklichkeit hat sie jeder Mensch. Das ist eine Tatsache. Obwohl die Menschen nicht oft darüber sprechen und ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen zu erlangen, sogar vertuschen, sind dieses Verlangen, diese Absicht und dieses Motiv, die tief in den Herzen der Menschen liegen, nie ins Wanken gekommen. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie tun können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Absicht, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los und mühen sich dafür immer still ab und beschäftigen sich. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Absicht, Segnungen zu erlangen, fühlen? Mit welcher Haltung würdet ihr eure Pflicht tun und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese Absicht, Segnungen zu erlangen, die in ihren Herzen verborgen ist, vollständig ausgemerzt würde? Es ist möglich, dass viele Menschen negativ würden und dass einige bei ihren Pflichten demotiviert würden und das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren würden. Sie schienen ihre Seelen verloren zu haben, und es sähe so aus, als ob ihnen ihre Herzen weggenommen worden wären. Deshalb sage Ich, dass die Absicht, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Menschen, wenn sie nur im Sinne ihrer eigenen Interessen handeln, nach satanischen Giften leben und den Spruch „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ als eine Überlebensregel betrachten – sie tun nur Dinge, die ihnen selbst nützen. Ich war genau so eine Person. Als ich die Pflicht einer Leiterin übernahm, befand ich mich noch nicht in einer gefährlichen Situation. Ich wusste, dass ich durch die Ausführung dieser Pflicht mehr Wahrheiten verstehen und viele gute Taten vorbereiten konnte, und so nahm ich sie ohne Zögern an. Als ich jedoch sah, wie meine Brüder und Schwestern verhaftet wurden und die Polizei mich verfolgte und zur Fahndung ausschrieb, hatte ich Angst, dass ich meine Chance auf Errettung verlieren würde, wenn die Polizei mich verhaftet und zu Tode prügelt. Also fing ich an, an mich selbst zu denken und mir Pläne zu meinem Vorteil zurechtzulegen. Zudem kam mir das Risiko, das ich als Leiterin trug, langsam sehr hoch vor. Ich beklagte mich sogar darüber, dass die Kirche mir eine so wichtige Pflicht zugeteilt hatte, und wollte sie aufgeben. Ich dachte bei jeder Gelegenheit an meinen eigenen Bestimmungsort und zeigte Gott absolut keine Treue oder Unterwerfung. Ich war zu egoistisch! Ohne diese Offenbarung hätte ich weiterhin geglaubt, dass es ein Zeichen der Treue zu Gott sei, wenn man seiner der Pflicht Dingen entsagen und sich aufwenden konnte. Jetzt wurde mir endlich klar, dass jedes Mal, wenn ich mich früher aufwendete, es von Unreinheiten und meinen eigenen Absichten befleckt war: Ich tat es nur, um Segnungen zu erlangen; es war ein Versuch, mit Gott zu feilschen. Das brachte mir Gottes Abscheu und Hass ein. In diesem Augenblick verstand ich Gottes Absicht. Diese Situation zu erleben, in der die Polizei versuchte, uns zu verhaften, half mir nicht nur, die Niederträchtigkeit des großen roten Drachen klar zu erkennen, sondern auch, die seit vielen Jahren in meinem Glauben an Gott verborgene Absicht, Segnungen zu erlangen. Ich dankte Gott aus tiefstem Herzen dafür, dass Er diese Situation arrangiert hatte, und verstand tief in mir, dass es sich dabei um Gottes Rettung für mich handelte.
Eines Abends sprach ich mit einer Schwester über meinen Zustand in dieser Zeit. Als ich erwähnte, dass ich Angst davor hatte, verhaftet zu werden und zu sterben, hielt meine Schwester mit mir Gemeinschaft über die Bedeutung des Todes. Ich erinnerte mich an einen Abschnitt von Gottes Worten und suchte ihn heraus, um ihn zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie kamen jene Jünger des Herrn Jesus ums Leben? Unter den Jüngern gab es jene, die gesteinigt, hinter einem Pferd hergeschleift, kopfüber gekreuzigt, von fünf Pferden gevierteilt wurden – verschiedene Todesarten ereilten sie. Was war der Grund für ihren Tod? Liegt es daran, dass sie etwas Falsches getan hatten und dann nach geltendem Recht hingerichtet wurden? Nein. Sie verkündeten das Evangelium des Herrn, doch die weltlichen Menschen nahmen es nicht an und haben sie stattdessen verurteilt, geschlagen, beschimpft und sogar zu Tode gebracht – so starben sie den Märtyrertod. … Tatsächlich starben ihre Körper so und schieden dahin; auf diese Weise verließen sie die Menschenwelt, aber das bedeutet nicht, dass ihr Ende auch so war. Unabhängig davon, auf welche Art ihr Tod und ihr Ableben erfolgten oder wie dies geschah, das war nicht, wie Gott das Endergebnis dieser Leben, dieser geschaffenen Wesen, festgelegt hatte. Das musst du klar erkennen. Im Gegenteil, das war genau die Art, auf die sie diese Welt verdammten und Gottes Taten bezeugten. Diese geschaffenen Wesen setzten ihr höchst kostbares Leben ein – sie nutzten den letzten Moment ihres Lebens –, um Gottes Taten zu bezeugen, um Gottes große Macht zu bezeugen und Satan und der Welt zu verkünden, dass Gottes Taten richtig sind, dass der Herr Jesus Gott ist, dass Er der Herr und Gottes menschgewordenes Fleisch ist. Bis hin zum letzten Augenblick ihres Lebens leugneten sie niemals den Namen des Herrn Jesus. War das nicht eine Form von Gericht über diese Welt? Sie setzten ihr Leben ein, um der Welt zu verkünden, um Menschen gegenüber zu beweisen, dass der Herr Jesus der Herr ist, dass der Herr Jesus Christus ist, dass Er Gottes menschgewordenes Fleisch ist, dass das Werk der Erlösung der gesamten Menschheit, das Er verrichtet hat, diese Menschheit fortbestehen lässt – diese Tatsache ist auf ewig unveränderbar. In welchem Ausmaß führten jene, die den Märtyrertod starben, weil sie das Evangelium des Herrn Jesus verkündeten, ihre Pflicht aus? Gingen sie bis zum Äußersten? Wie zeigte sich, dass sie bis zum Äußersten gingen? (Sie opferten ihr Leben.) Das stimmt, sie bezahlten den Preis mit ihrem Leben. Familie, Reichtum und die materiellen Dinge dieses Lebens, das sind alles äußerliche Dinge; das Einzige, das zu einem selbst gehört, ist das Leben. Für jeden lebenden Menschen ist das Leben das, was es am allermeisten wert ist, geschätzt zu werden, das Kostbarste, und tatsächlich konnten diese Menschen ihren wertvollsten Besitz als Bestätigung und Zeugnis für Gottes Liebe zur Menschheit opfern. Bis hin zu ihrem Tod leugneten sie weder Gottes Namen noch leugneten sie Gottes Werk, und sie nutzten die letzten Augenblicke des Lebens, um die Existenz dieser Tatsache zu bezeugen – ist das nicht die höchste Form des Zeugnisses? Das ist die beste Art und Weise, seine Pflicht auszuführen; das heißt, seiner Verantwortung nachzukommen. Als Satan sie bedrohte und terrorisierte und sie am Ende sogar mit ihrem Leben bezahlen ließ, kündigten sie ihre Verantwortung nicht auf. Das heißt, seine Pflicht bis zum Äußersten zu erfüllen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich: Wenn ein Mensch sein Leben hingibt, um in seinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben, lebt seine Seele weiter, auch wenn sein Körper untergeht. Wenn jemand wegen seines Zeugnisses für Gott zu Tode verfolgt wird, ist das wertvoll und bedeutungsvoll und wird von Gott gebilligt. Ich jedoch glaubte, dass ich keine Errettung erlangen könnte, wenn die KPCh mich zu Tode verfolgt, und lebte daher in Zaghaftigkeit und Angst und wagte nicht, mein Leben hinzugeben, um meine Pflicht gut auszuführen. Tatsächlich habe ich mich Gott nicht wirklich unterworfen und legte kein Zeugnis für das Praktizieren der Wahrheit ab, und Gott hatte mein wahres Herz nicht eingenommen. Selbst wenn mein Körper weiterleben würde, würde ich niemals Gottes Billigung erlangen. In Gottes Augen wäre ich bereits tot, und letztendlich würden mein Geist, meine Seele und mein Körper allesamt vernichtet werden. Zudem hatte ich Angst, dass Gott mich, wenn ich sterben sollte, nicht retten würde: Das lag daran, dass ich Gottes gerechte Disposition nicht verstand. Ich dachte an die Jünger, die dem Herrn Jesus folgten und die beim Predigen des Evangeliums von satanischen Regimen verfolgt wurden. Einige wurden von Pferden gevierteilt, andere zu Tode gesteinigt, und Petrus wurde letztendlich für Gott kopfüber gekreuzigt. Sie bezahlten mit ihrem Leben, um ein durchschlagendes Zeugnis für Gott abzulegen. Obwohl ihre Körper dem äußeren Anschein nach starben, kehrten ihre Seelen zu Gott zurück, und sie gewannen Gottes Billigung. Nichts ist wertvoller oder von größerer Bedeutung. Nachdem ich die Bedeutung des Todes durchschaut hatte, war mein Herz befreiter. Mein Leben war von Gott gegeben, und ich musste an meiner Pflicht festhalten. Ich konnte nicht weiterhin so egoistisch leben.
Eines Tages während meiner Andacht las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Satan hat nie gewagt, die Autorität Gottes zu übertreten und hat den Befehlen und spezifischen Anordnungen Gottes genau zugehört und sie befolgt. Er wagte nie sie anzufechten und natürlich wagte er nicht einen von Gottes Befehlen frei zu ändern. Das sind die Grenzen, die Gott für Satan gesetzt hat und so hat Satan es niemals gewagt diese Grenzen zu überschreiten. Ist dies nicht die Stärke der Autorität Gottes? Ist dies nicht ein Zeugnis für die Autorität Gottes? Satan hat ein weitaus klareres Verständnis als die Menschheit davon, wie man sich Gott gegenüber verhält und wie Gott zu betrachten ist. Somit sieht Satan im geistlichen Reich Gottes Status und Autorität sehr klar und hat eine tiefe Wertschätzung für die Macht von Gottes Autorität und die Prinzipien hinter der Ausübung Seiner Autorität. Er wagt keinesfalls sie zu missachten, noch wagt er sie in irgendeiner Weise zu verletzen oder irgendetwas zu tun, das Gottes Autorität übertritt, und er wagt es nicht, Gottes Zorn in irgendeiner Form herauszufordern. Obwohl seine Natur böse und arrogant ist, hat Satan nie gewagt, die Grenzen und Beschränkungen zu übertreten, die Gott ihm gesetzt hat. Über Millionen von Jahren hinweg hat er sich strikt an diese Beschränkungen gehalten, hat sich an jede Anordnung und jeden Befehl gehalten, die ihm von Gott erteilt wurden und hat niemals gewagt die Grenze zu überschreiten. Obwohl er bösartig ist, ist Satan viel weiser als die verderbte Menschheit; er kennt die Identität des Schöpfers und kennt seine eigenen Grenzen. Aus Satans ‚unterwürfigen‘ Handlungen kann man erkennen, dass Gottes Autorität und Kraft himmlische Erlasse sind, die von Satan nicht übertreten werden können, und dass es eben an der Einzigartigkeit von Gottes Autorität liegt, dass alle Dinge sich ordnungsgemäß verändern und vermehren, dass die Menschheit in dem von Gott festgesetzten Ablauf leben und sich vermehren kann, ohne, dass ein Mensch oder Objekt diese Ordnung umstürzen kann und ohne, dass ein Mensch oder Objekt, dieses Gesetz ändern kann – denn sie alle kommen aus den Händen des Schöpfers und aus der Anordnung und der Autorität des Schöpfers“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass Satan, wie niederträchtig er auch sein mag, immer in Gottes Hand ist. Ohne Gottes Erlaubnis oder Gottes Befehl wagt er es nicht, zu tun, was er will. Zum Beispiel verhaftet und verfolgt die KPCh ununterbrochen diejenigen, die an Gott glauben, und versucht, Gottes Kirchen auszurotten, aber tatsächlich unterliegt auch die KPCh Gottes Kontrolle. Egal wie groß ihre Ambitionen und Begierden sind oder wie ausgeklügelt ihre Methoden, Menschen zu schaden, die KPCh kann uns ohne Gottes Erlaubnis nichts anhaben. Ich dachte daran, dass die KPCh in dieser Zeit beschlossen hatte, mich zu verhaften, ich ihnen aber jedes Mal um Haaresbreite entkommen war. Dank Gottes wundersamer Vorkehrungen entging ich immer wieder der Verhaftung. Dank Gottes Autorität und Gottes Herrschaft kann ich meine Pflicht nun sicher und gefahrlos ausführen. Ohne Gottes Erlaubnis werde ich, egal wie sehr die KPCh versucht, mich zu verhaften, niemals in ihre Hände fallen. Es war von Gott bestimmt, dass ich nicht verhaftet wurde, und ich wurde für die Arbeit der Kirche gebraucht, also musste ich mich mit ganzem Herzen meiner Pflicht widmen. Nachdem ich diese Erkenntnisse gewonnen hatte, ließen meine Sorgen und Ängste stark nach. Ich war bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen und mich auf Gott zu verlassen, um die Arbeit der Kirche gut zu tun. Ich erstellte einen neuen Plan für die Arbeit, die vor mir lag. Ich dachte darüber nach, dass viele Leiter und Mitarbeiter nun verhaftet worden waren und es eine Menge zu tun gab, um die Folgen und Auswirkungen zu bewältigen. Viele Brüder und Schwestern lebten in Negativität und Schwäche und wussten nicht, wie sie diese Situation erfahren sollten: Sie brauchten Leiter und Mitarbeiter, die mit ihnen Gemeinschaft hielten und sie unterstützten. Ich musste meiner Verantwortung gerecht werden. Danach widmete ich mich mit ganzem Herzen meiner Pflicht. Ich arbeitete mit meinen Brüdern und Schwestern zusammen, und nach einer Zeit harter Arbeit wählte die Kirche neue Leiter und Mitarbeiter, und die Umsetzung der verschiedenen Arbeitsprojekte konnte weitergehen. Der Zustand meiner Brüder und Schwestern verbesserte sich ebenfalls etwas, und die Arbeit der Kirche kam langsam wieder voran.
Nachdem ich durch diese Situation enthüllt worden war, erkannte ich, dass ich eine falsche Einstellung zum Glauben an Gott hatte: Mir ging es darum, Segnungen zu erlangen, ich wollte mit Gott feilschen, und ich war auf dem falschen Weg. Gleichzeitig erkannte ich auch klar die niederträchtige Natur des großen roten Drachen und begann, den großen roten Drachen aus tiefstem Herzen zu hassen. Außerdem sah ich, dass ich keinen echten Glauben an Gott hatte: Als ich fürchte musste, vehaftet zu werden, hatte ich Angst. Meine Größe war zu gering. Von nun an bin ich bereit, mich auf Gott zu verlassen, um meine Pflicht gut auszuführen. Diese Erkenntnisse hätte ich in einer angenehmen Umgebung nicht gewinnen können. Mir wurde klar, dass diese Situation, die Gott für mich arrangiert hatte, Seine wahre Errettung für mich war, und ich danke Gott aus tiefstem Herzen!