97. Ich korrigierte meine falschen Auffassungen über den Glauben an Gott
Als ich sechzehn war, wurde bei mir thrombozytopenische Purpura diagnostiziert, und im folgenden Jahr systemischer Lupus erythematodes. Diese Art von Krankheit ist unheilbar und kann nur medikamentös behandelt werden. Von da an lag ein Schatten über meinem Leben. Ich musste fast jedes Jahr ins Krankenhaus. Später begannen meine Gelenke an Armen und Beinen anzuschwellen und zu schmerzen. Die Schmerzen waren manchmal so stark, dass ich nicht einmal laufen oder mir die Haare zusammenbinden konnte. Mich in so jungen Jahren in diesem Zustand zu sehen, war schmerzhaft, und ich fühlte mich hilflos. Ich fragte mich, warum gerade ich eine solche Krankheit bekommen musste. Manchmal waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich sterben wollte, aber ich brachte es nicht übers Herz, als ich sah, wie hart meine Familie für mich arbeitete und sich meinetwegen abmühte. Ich lebte nur noch von einem Tag auf den anderen.
Im September 2012 predigte mir jemand das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage. Als ich hörte, dass der Glaube an Gott Seine Fürsorge und Seinen Schutz bringen könnte, gab mir das in meiner Verzweiflung einen Hoffnungsschimmer, also nahm ich es freudig an. Ein Jahr später hatte sich mein Gesundheitszustand ziemlich verbessert. Ich war Gott in meinem Herzen sehr dankbar und hoffte, dass meine Krankheit eines Tages vollständig geheilt werden würde, damit ich wie ein normaler Mensch leben könnte. Doch eines Tages im April 2014 begann meine Nase plötzlich unkontrolliert zu bluten. Das Blut strömte einfach nur so heraus und nichts konnte es aufhalten. Ich wischte es immer wieder mit Taschentüchern ab, und bald war der Boden mit blutgetränkten Taschentüchern übersät. Ich war zu der Zeit allein zu Hause. Eine Welle der Angst überkam mich und ich brach in Tränen aus, verängstigt und unsicher, was ich tun sollte. In diesem Augenblick dachte ich an Gott und flehte Ihn in meiner Not an: „Allmächtiger Gott, bitte rette mich …“ Ich flehte Gott immer wieder an, aber das Nasenbluten hörte nicht auf. Verzweifelt starrte ich an die Decke und spürte zum ersten Mal, dass der Tod so nah war. Ich dachte bei mir: „Wenn ich sterben muss, dann sei es so. Ich kann dem Tod sowieso nicht entkommen, und er wäre eine Erlösung …“ Später eilten meine Eltern nach Hause und brachten mich schnell ins Krankenhaus. Während meines Krankenhausaufenthalts dachte ich bei mir: „Geht es beim Glauben an Gott nicht darum, beschützt zu werden? Ich glaube doch jetzt an Gott, wie konnte mir so etwas also noch passieren? Wenn Gott wirklich existiert, hätte Er ein Wunder wirken und mein Nasenbluten stillen sollen, als ich Ihn anflehte. Aber warum hat Gott mich nicht geheilt? Warum ließ Er zu, dass ich einen Rückfall erlitt? Was nützt es mir also, an Gott zu glauben? Ich könnte genauso gut nicht glauben.“ Nachdem ich entlassen worden war und nach Hause zurückkehrte, gab ich die Bücher mit Gottes Worten der Leiterin zurück und beschloss, meinen Glauben an Gott aufzugeben.
Als die Brüder und Schwestern aus der Gemeinde später von meinem Zustand erfuhren, kamen sie, um mir zu helfen und mich zu unterstützen, und lasen mir eine Passage aus Gottes Worten vor: „Als Hiob Prüfungen durchlebte, wetteten Gott und Satan miteinander, und Gott erlaubte Satan, Hiob zu plagen. Obwohl Gott Hiob hierdurch prüfte, war es in Wirklichkeit Satan, der ihn überfiel. Für Satan war es, Hiob zu versuchen, doch Hiob war auf Gottes Seite. Wäre dem nicht so gewesen, wäre Hiob in Versuchung geraten. Sobald die Menschen in Versuchung geraten, geraten sie in Gefahr. Sich Läuterung zu unterziehen kann als eine Prüfung von Gott gelten, doch wenn du in keinem guten Zustand bist, kann es als eine Versuchung Satans gelten. Wenn dir die Vision nicht klar ist, wird Satan dich beschuldigen und dich im Hinblick auf die Vision verwirren. Ehe du es begreifst, wirst du der Versuchung anheimfallen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Eine der Schwestern hielt Gemeinschaft und sagte: „Heute ist Gott gekommen, um das Werk zu tun, uns zu erretten, aber Satan stört uns ständig und sorgt dafür, dass uns schlimme Dinge widerfahren. Satans Ziel ist es, uns dazu zu bringen, uns über Gott zu beklagen oder Ihn sogar zu leugnen und Ihm den Rücken zu kehren, damit er uns am Ende verschlingen kann. Wir müssen Satans Machenschaften durchschauen. Es ist genau wie damals, als Hiob seinen Prüfungen gegenüberstand. Es war Satan, der Hiob im geistlichen Reich anklagte und sagte, dass Hiob Gott nur fürchtete, weil Gott ihm zu viele Segnungen gegeben hatte, und dass Hiob Gott sicher den Rücken kehren würde, wenn alles, was er hatte, zerstört würde. Danach tat Satan alles, was er konnte, um Hiob zu schaden, nahm ihm seine Kinder und sein großes Vermögen und überzog ihn sogar mit schmerzhaften Geschwüren, alles in dem Versuch, Hiob dazu zu bringen, Gott den Rücken zu kehren. Aber Hiob hielt an seinem Glauben an Gott fest, beklagte sich nicht und pries sogar Gottes Namen, womit er in seinem Zeugnis für Gott standhaft blieb. Am Ende zog sich Satan beschämt zurück. Das zeigt, dass Satan es liebt, mit den Menschen zu spielen und ihnen zu schaden, und sein Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, sich von Gott zu distanzieren und Ihn zu verraten. Heute hast du aufgehört, an Gott zu glauben, nur weil du einen Rückfall erlitten hast. Tappst du damit nicht direkt in Satans Falle?“ Nachdem ich den gemeinschaftlichen Austausch der Schwester gehört hatte, wurde mir plötzlich etwas klar. Ich erkannte, dass ich mit dieser Krankheit auf die Probe gestellt wurde, um zu sehen, ob ich auf Gottes Seite oder auf der Satans stehen würde. Wenn ich wirklich aufhören würde zu glauben, dann wäre Satans Machenschaft erfolgreich gewesen. Bei diesem Gedanken beschloss ich, an meinem Glauben an Gott festzuhalten. Also bat ich die Gemeinde um ein Exemplar von „Das Wort erscheint im Fleisch“ und begann, jeden Tag zu Hause ernsthaft Gottes Worte zu lesen. Durch das Lesen von Gottes Worten erkannte ich den Ursprung der Krankheit und des Schmerzes des Menschen. Am Anfang schuf Gott Adam und Eva, und sie lebten glücklich im Garten Eden. Aber durch die Versuchung Satans wurden sie dazu verleitet, die Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Von da an lebten sie in Sünde, und so entstanden Geburt, Altern, Krankheit und Tod. Während die Menschheit immer tiefer von Satan verdorben wurde, entfernten sich die Menschen immer weiter von Gott, ihre Krankheit und ihre Leiden wurden schlimmer und ihr Leben wurde immer elender. Dieses Mal ist Gott persönlich Fleisch geworden, um das Werk des Gerichts und der Züchtigung zu vollbringen, indem Er die Wahrheit zum Ausdruck bringt. Sein Ziel ist es, die Verdorbenheit des Menschen zu reinigen, den Menschen vollständig aus Satans Macht zu erretten, den Menschen in sein ursprüngliches Abbild wiederherzustellen und ihn an einen wunderschönen Bestimmungsort zu bringen. In Zukunft wird es kein Leid und keine Tränen mehr geben. Als ich all das verstand, war ich tief bewegt. Ich spürte, dass Gottes Liebe zum Menschen so groß ist, und ich fasste den Entschluss, ernsthaft nach der Wahrheit zu streben und Gottes Werk zu erfahren.
Eines Tages las ich eine Passage aus Gottes Worten und erlangte ein gewisses Verständnis für die Unreinheiten in meinem Glauben, nämlich meine Absicht, nach Segen zu streben. Der Allmächtige Gott sagt: „So viele glauben an Mich, nur damit Ich sie heile. So viele glauben an Mich, nur damit Ich Meine Kraft gebrauche, um unreine Geister aus ihren Körpern auszutreiben, und so viele glauben an Mich, einfach nur, um Frieden und Freude von Mir zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur um größeren materiellen Reichtum von Mir zu fordern. So viele glauben an Mich, nur um dieses Leben in Frieden zu verbringen und um in der zukünftigen Welt sicher und gesund zu sein. So viele glauben an Mich, um das Leiden der Hölle zu vermeiden und die Segnungen des Himmels zu empfangen. So viele glauben an Mich, nur wegen vorübergehender Bequemlichkeit, streben jedoch nicht danach, etwas in der zukünftigen Welt zu erlangen. Wenn Ich den Menschen Meinen Zorn gewähre und ihnen all die Freude und den Frieden nehme, die sie einst besaßen, beginnen sie zu zweifeln. Wenn Ich den Menschen die Leiden der Hölle gewähre und die Segnungen des Himmels zurückfordere, geraten sie in Wut. Wenn die Menschen Mich bitten, sie zu heilen, beachte Ich sie nicht und empfinde Abscheu für sie; die Menschen verlassen Mich, um stattdessen nach dem Weg der bösen Medizin und Zauberei zu suchen. Wenn Ich alles wegnehme, was die Menschen von Mir gefordert haben, verschwinden sie alle spurlos. Darum sage Ich, dass die Menschen an Mich glauben, weil Meine Gnade zu reichlich ist und weil es zu viele Vorteile dadurch zu gewinnen gibt“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du über den Glauben?). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, spürte ich, dass Gott unser Innerstes wirklich genau prüft. Er hatte meine Absicht, in meinem Glauben nach Segen zu streben, vollständig entlarvt. Bei meinem Glauben an Gott ging es mir einzig und allein darum, Gnade von Ihm zu empfangen und von Ihm geheilt zu werden. Anfangs hatte ich Gottes Werk der letzten Tage nur deshalb freudig angenommen, weil ich geheilt werden wollte. Als Gott mir Frieden und Segen schenkte und sich mein Gesundheitszustand verbesserte, war ich voller Dank und Lob für Ihn. Doch als ich einen Rückfall erlitt und mein Nasenbluten nicht aufhörte, obwohl ich Ihn angefleht hatte, beklagte ich mich, dass Gott mich nicht beschützte, und ich begann, an Ihm zu zweifeln, bis zu dem Punkt, an dem ich meinen Glauben aufgeben wollte. Ich erkannte, dass ich überhaupt nicht wirklich an Gott glaubte; bei meinem Glauben ging es nur darum, Segen zu erlangen. Ich hatte Gott wie einen Arzt behandelt, und auch mein Aufwenden bei meiner Pflicht zielte nur darauf ab, dass Gott mich heilte. Das war nichts anderes als der Versuch, mit Gott zu verhandeln; das war Betrug an Ihm! Der Mensch wurde von Gott geschaffen und sollte an Ihn glauben und Ihn anbeten, ohne zu versuchen, Geschäfte zu machen oder Forderungen zu stellen. Dennoch dachte ich, da ich an Ihn glaubte, müsse Gott mich heilen. Sobald ich also einen Rückfall erlitt, beklagte ich mich über Ihn und verriet Ihn sogar und kehrte Ihm den Rücken. Wie konnten mir nur so sehr Gewissen und Vernunft fehlen! Hätte Gott nicht die Brüder und Schwestern eingesetzt, um mir zu helfen und mich zu unterstützen, hätte Satan mir Schaden zugefügt und ich wäre von ihm verschlungen worden. Dank sei Gott, dass Er mich errettet hat! Als ich das erkannte, tat ich vor Gott Buße und bekannte meine Sünden. Ich beschloss, nicht länger mit der Absicht an Gott zu glauben, Segen zu erlangen, und war bereit, meine Krankheit in Gottes Hände zu legen und mich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen.
Nach meiner Entlassung war meine Thrombozytenzahl fast wieder normal, aber bei meinen wöchentlichen Kontrollen sank sie immer weiter, und kleine blaue Flecken begannen auf meinem Körper zu erscheinen. Der Arzt erhöhte meine Medikation auf die Höchstdosis, aber mein Zustand verbesserte sich immer noch nicht, also musste ich wieder ins Krankenhaus. Ich fühlte mich sehr schwach und besorgt und dachte: „Ich versuche doch jetzt, richtig an Gott zu glauben, warum also lässt Er meine Thrombozytenzahl nicht steigen?“ Ich erkannte, dass ich wieder Forderungen an Gott stellte, also betete ich im Stillen: „O Gott, ich weiß, ich sollte keine Forderungen an Dich stellen, aber meine Größe ist so gering, und ich schaffe es nie, mich Dir ganz zu unterwerfen. Gott, ich bete, dass Du mich führst und mir den Glauben schenkst.“ Dann dachte ich an Gottes Worte: „Sorge dich nicht darum, wie Morgen sein wird oder wie die Zukunft sein wird. Lebe lediglich jeden Tag, indem du auf Mich vertraust, und Ich werde dich gewiss führen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 28). „Der Glaube ist wie eine Brücke, die aus einem einzigen Baumstamm besteht: Diejenigen, die sich an ihr Leben klammern und den Tod fürchten, werden Schwierigkeiten haben, sie zu überqueren, doch diejenigen, die bereit sind, ihr Leben zu geben, können sicheren Fußes und sorglos hinübergehen. Wenn die Menschen zaghafte und ängstliche Gedanken hegen, dann deshalb, weil Satan sie getäuscht hat; Satan fürchtet, dass wir die Brücke des Glaubens überqueren werden, um in Gott einzutreten. Satan versucht auf jede erdenkliche Weise, uns seine Gedanken zu schicken. Wir sollten jeden Augenblick beten, dass Gott uns erleuchtet und erhellt, uns jeden Augenblick darauf verlassen, dass Gott unser Inneres vom Gift Satans reinigt, es jeden Augenblick praktizieren, uns Gott geistlich zu nähern, und Gott die Herrschaft über unser ganzes Sein überlassen und uns ganz von Ihm einnehmen lassen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Gottes Worte halfen mir zu verstehen, dass diese Gedanken der Sorge und Angst alle von Satan kamen und dass ich nur, indem ich mich jederzeit auf Gott verließ und den Willen hatte, mein Leben zu riskieren, meine Feigheit ablegen und Satan überwinden konnte. Gottes Worte gaben mir Glauben. Gott hat die Herrschaft über alle Dinge und lenkt alles. Meine Krankheit liegt in Seinen Händen. Egal was passiert, ich bin bereit, mich auf Gott zu verlassen, um es zu erfahren. Mit Gott an meiner Seite habe ich nichts zu fürchten. Für eine unbedeutende, von Krankheit geplagte Person wie mich ist es bereits Seine Gnade und Erhöhung, heute vor Gott kommen und Seine Worte genießen zu dürfen. Selbst wenn ich eines Tages sterben sollte, wäre mein Leben nicht umsonst gewesen. Als ich das erkannte, war mein Herz nicht mehr so besorgt oder ängstlich. Ich war bereit, mich Gottes Herrschaft zu unterwerfen, und las weiterhin jeden Tag wie gewohnt Gottes Worte. Danach reduzierte der Arzt meine Medikation, und zu meiner Überraschung stieg meine Thrombozytenzahl tatsächlich an. Bald darauf wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. In meinem Herzen dankte ich Gott unendlich. Ich erkannte, dass Gott in allen Dingen das letzte Wort hat, und mein Glaube an Ihn wuchs. Danach stieg meine Thrombozytenzahl Monat für Monat, und einige Monate später war sie wieder völlig normal. Ich konnte nicht anders, als über Gottes Allmacht zu staunen, und erfuhr zutiefst, dass Gott die Herrschaft über alles hat. Mein Herz war erfüllt von unendlicher Dankbarkeit für Ihn.
Später las ich zwei weitere Passagen aus Gottes Worten und erlangte eine neue Erkenntnis über meine Probleme. Der Allmächtige Gott sagt: „In den Auffassungen des Menschen muss Gott immer Zeichen und Wunder zeigen, immer heilen und Dämonen austreiben sowie immer genauso wie Jesus sein. Doch dieses Mal ist Gott überhaupt nicht so. Wenn Gott während der letzten Tage noch immer Zeichen und Wunder zeigen, noch immer Dämonen austreiben und heilen würde – wenn Er genau dasselbe täte wie Jesus – dann würde Gott dieselbe Arbeit wiederholen und die Arbeit Jesu hätte keine Bedeutung oder keinen Wert. … Warum unterscheidet sich Gottes heutige Arbeit von der Arbeit Jesu? Warum zeigt Gott heute keine Zeichen und Wunder, treibt keine Dämonen aus und heilt nicht? Wäre die Arbeit Jesu dieselbe, wie die während des Zeitalters des Gesetzes durchgeführte Arbeit, hätte Er dann Gott im Zeitalter der Gnade repräsentieren können? Hätte Er die Arbeit der Kreuzigung vollenden können? Wenn Jesus, wie im Zeitalter des Gesetzes, in den Tempel eingetreten wäre und den Sabbat eingehalten hätte, dann wäre Er von niemandem verfolgt und von allen in die Arme geschlossen worden. Wenn dem so gewesen wäre, hätte Er dann gekreuzigt werden können? Hätte Er die Arbeit der Erlösung vollenden können? Welchen Sinn hätte es, wenn der menschgewordene Gott der letzten Tage, Zeichen und Wunder zeigen würde, wie Jesus es tat? Nur wenn Gott während der letzten Tage einen anderen Teil Seiner Arbeit durchführt, einen, der einen Teil Seines Führungsplans darstellt, kann der Mensch tiefere Gotteskenntnis gewinnen, und nur dann kann der Führungsplan Gottes vollendet werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kenntnis von Gottes gegenwärtigem Werk). „Heute sollte euch allen Folgendes klar sein: Was Gott in den letzten Tagen hauptsächlich verwirklicht, ist die Tatsache, dass ‚das Wort Fleisch wird‘. Durch Seine praktische Arbeit auf Erden bringt Er den Menschen dazu, Ihn zu kennen, sich auf Ihn einzulassen und Seine praktischen Taten zu sehen. Er bringt den Menschen dazu, deutlich zu erkennen, dass Er Zeichen und Wunder wirken kann, und dass es auch Zeiten gibt, in denen Er das nicht kann; dies hängt vom Zeitalter ab. Daraus kannst du erkennen, dass Gott nicht unfähig ist, Zeichen und Wunder zu wirken, sondern dass Er stattdessen Seine Arbeitsweise der zu erledigenden Arbeit und dem Zeitalter entsprechend ändert. In der gegenwärtigen Arbeitsphase zeigt Er keine Zeichen und Wunder; dass Er einige Zeichen und Wunder im Zeitalter Jesu zeigte, lag daran, dass Seine Arbeit in jenem Zeitalter anders war. Gott tut diese Arbeit heute nicht und manche Menschen glauben, Er sei unfähig, Zeichen und Wunder zu wirken, oder aber sie denken, dass Er nicht Gott ist, wenn Er keine Zeichen und Wunder wirkt. Ist das nicht ein Trugschluss? Gott kann Zeichen und Wunder wirken, aber Er arbeitet in einem anderen Zeitalter, also tut Er eine solche Arbeit nicht. Da dies ein anderes Zeitalter ist und da dies eine andere Phase der Arbeit Gottes ist, sind die von Gott offenbarten Taten ebenfalls anders. Der Glaube des Menschen an Gott ist kein Glaube an Zeichen und Wunder, noch der Glaube an Wundertaten, sondern der Glaube an Seine praktische Arbeit während des neuen Zeitalters. Der Mensch lernt Gott durch die Art und Weise kennen, wie Gott arbeitet, und diese Kenntnis ruft im Menschen den Glauben an Gott hervor, das heißt, den Glauben an die Arbeit und Taten Gottes. … In jedem Zeitalter offenbart Gott andere Taten. In jedem Zeitalter offenbart Er einen Teil Seiner Taten, und die Arbeit jedes Zeitalters stellt einen Teil der Disposition Gottes dar und einen Teil der Taten Gottes. Die Taten, die Er offenbart, verändern sich mit dem Zeitalter, in welchem Er arbeitet, sie alle versehen jedoch den Menschen mit einer Kenntnis von Gott, die tiefer ist, einem Glauben an Gott, der wahrhaftiger und stabiler ist. Der Mensch glaubt wegen all der Taten Gottes an Gott, weil Gott so herrlich ist, so groß, weil Er allmächtig und unergründlich ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kenntnis von Gottes gegenwärtigem Werk). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass die Auffassung, die ich während meiner Krankheit offenbart hatte, genau diese war: der Glaube, dass Er, wenn Er Gott ist, Zeichen und Wunder vollbringen, die Kranken heilen und Dämonen austreiben sollte, und wenn Er es nicht tut, ist Er nicht Gott. Meine Sichtweise war so lächerlich und absurd! Satan und böse Geister können Gott auch nachahmen, indem sie einige Zeichen und Wunder vollbringen, um Menschen zu heilen. Bedeutet das, dass man sie Gott nennen kann? Ist das nicht Gotteslästerung? Gott ist der Schöpfer, der über alle Dinge herrscht und die Souveränität über sie hat und die Menschheit führen und erretten kann. In den letzten Tagen ist Gott Fleisch geworden, um die Wahrheit zum Ausdruck zu bringen und die Menschheit vollständig zu erretten. Dadurch, dass die Menschen das Gericht und die Züchtigung der Worte des Allmächtigen Gottes annehmen, können sie ihre satanische, verdorbene Disposition ablegen, Errettung erlangen und vervollkommnet werden. Diese Art von Werk und diese Art von Worten übertreffen bei Weitem die Autorität und Kraft Gottes, der Zeichen und Wunder vollbringt, um die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben. Es ist etwas, das weder ein geschaffenes Wesen noch Satan oder irgendein böser Geist, erreichen kann. Ich dachte darüber nach, wie viele Menschen heute danach urteilen, ob jemand Gott ist, ob er die Kranken heilen oder Wunder vollbringen kann. Wenn Satan und böse Geister ihnen ein paar Vorteile verschaffen oder einige Wunder wirken, beten sie diese an und behandeln Satan als den wahren Gott, während sie dem wahren Gott, der die Wahrheit zum Ausdruck bringt und die Menschheit erretten kann, die Tür verschließen. Infolgedessen verpassen sie ihre Chance, errettet zu werden. Eine solche Ansicht ist wirklich absurd und verheerend! Aus Gottes Worten verstand ich auch, dass das Heilen der Kranken, das Austreiben von Dämonen und das Vollbringen von Zeichen und Wundern das Werk war, das Gott im Zeitalter der Gnade tat. Wenn Gott es in den letzten Tagen wieder tun würde, wäre es eine Wiederholung. Wenn Gott ständig die Kranken heilen, Dämonen austreiben und Wunder vollbringen würde, dann würde jeder an Gott glauben und Ihm folgen, nur weil seine Krankheiten geheilt wurden oder weil er Zeuge eines Wunders wurde. Dies würde es unmöglich machen, zu offenbaren, wer wirklich glaubt und wer eine falsche Glaubensauffassung hat, geschweige denn, jeden seiner Art entsprechend einzuordnen. Dieses Mal vollbringt Gott kein einziges Zeichen oder Wunder in Seinem Werk. Das kann die verdorbenen Dispositionen der Menschen besser enthüllen und ist förderlicher für ihre Verwandlung und Reinigung. Nehmen wir mich zum Beispiel. Hätte Gott wirklich jede meiner Bitten erhört und meine Krankheit vollständig geheilt, hätte ich nie über meine irrigen Auffassungen über den Glauben oder meine verachtenswerte Absicht, mit Gott zu verhandeln, nachgedacht. Ich hätte Gott weiterhin auf der Grundlage meiner eigenen Auffassungen und Vorstellungen eingeschränkt. Wenn ich auf diese Weise geglaubt hätte, würde ich nie die Wahrheit und das Leben erlangen, meine verdorbene Disposition würde sich nicht ändern, und ich würde letztendlich ausgemustert werden. Obwohl ich während dieser Krankheit einige körperliche Schmerzen erlitt, erleuchtete und führte mich Gott durch Gebet und Vertrauen auf Ihn inmitten meines Leidens mit Seinen Worten und befreite mich von den Einschränkungen durch meine Krankheit und dem Leben in Schmerz und Angst. Mein Glaube an Gott nahm auch etwas zu. Das waren Gewinne, die ich in einer angenehmen Umgebung niemals hätte machen können. Ich spürte wirklich, dass Gottes Wirken, Seine Worte zur Errettung der Menschheit zu nutzen, so praktisch und so weise ist! Als ich das verstand, betete ich im Stillen zu Gott: „O Gott, egal was in Zukunft mit meiner Krankheit geschieht, ich bin bereit, Dir mein ganzes Sein anzuvertrauen, ernsthaft nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht zu erfüllen.“
Dann las ich weitere Worte Gottes und kam zu der Erkenntnis, was wahrer Glaube an Gott ist. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Glaube an Gott‘ bedeutet, zu glauben, dass es einen Gott gibt; das ist das einfachste Konzept des Glaubens an Gott. Und um das noch einen Schritt weiter zu führen: Zu glauben, dass es einen Gott gibt, ist nicht dasselbe, wie wahrhaft an Gott zu glauben; vielmehr ist es eine Art einfacher Glaubensüberzeugung mit starken religiösen Untertönen. Wahrer Glaube an Gott bedeutet Folgendes: Auf Grundlage des Glaubens, dass Gott über alle Dinge herrscht, erlebt man Seine Worte und Sein Wirken, und befreit sich so von seinen verdorbenen Dispositionen, stellt Gottes Absichten zufrieden und erlangt Gotteskenntnis. Nur diese Art von Weg kann man ‚Glauben an Gott‘ nennen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Vorwort). „Du denkst vielleicht, dass es beim Glauben an Gott nur darum geht, zu leiden oder viele Dinge für Ihn zu tun, oder dass dein Fleisch in Frieden ist oder alles glatt für dich läuft und du dich in allen Dingen wohl und behaglich fühlst. Nichts davon sind Ziele, die Menschen in ihrem Glauben an Gott haben sollten. Wenn du dieser Zwecke wegen glaubst, dann ist deine Ansicht falsch und es ist schlichtweg unmöglich, dass du vervollkommnet wirst. Gottes Taten, Gottes gerechte Disposition, Seine Weisheit, Seine Worte und Seine Wunderbarkeit und Unergründlichkeit sind alles Dinge, die die Menschen verstehen sollten. Durch dieses Verständnis solltest du dein Herz von deinen persönlichen Forderungen, Hoffnungen und Auffassungen befreien. Nur indem du diese Dinge beseitigst, kannst du die von Gott geforderten Bedingungen erfüllen. Nur dadurch kannst du über Leben verfügen und Gott zufriedenstellen. Der Zweck, an Gott zu glauben, liegt darin, Ihn zufriedenzustellen und die Disposition auszuleben, die Er verlangt, damit Seine Taten und Seine Herrlichkeit durch diese Gruppe unwürdiger Menschen veräußerlicht werden können. Das ist die richtige Ansicht für den Glauben an Gott und es ist auch das Ziel, nach dem du streben solltest. Deine Ansicht zum Glauben an Gott muss berichtigt werden, und du solltest danach streben, Gottes Worte zu erlangen. Du musst Gottes Worte essen und trinken und du musst die Wahrheit ausleben können, und insbesondere musst du Seine praktischen Taten sehen können, Seine wundervollen Taten im ganzen Universum sowie das praktische Werk, das Er im Fleisch vollbringt. Durch ihre tatsächlichen Erfahrungen können die Menschen schätzen, wie Gott Sein Werk an ihnen vollbringt und was Seine Absichten ihnen gegenüber sind. Der Zweck all dessen ist, dass sie ihre verdorbenen satanischen Dispositionen ablegen können“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). „Versteht ihr jetzt, was der Glaube an Gott ist? Bedeutet Glaube an Gott, Zeichen und Wunder zu erblicken? Bedeutet er, in den Himmel aufzufahren? An Gott zu glauben, ist nicht im Geringsten einfach. Diese religiösen Praktiken sollten bereinigt werden; nach Heilung der Kranken und Austreibung von Dämonen zu streben, sich auf Zeichen und Wunder zu konzentrieren, mehr von Gottes Gnade, Frieden und Freude zu begehren, nach Perspektiven und fleischlicher Bequemlichkeit zu streben – das sind religiöse Praktiken, und solche religiösen Praktiken sind eine vage Art des Glaubens. Was ist wahrer Glaube an Gott heute? Es ist, Gottes Wort als deine Lebensrealität anzunehmen und Gott durch Sein Wort zu kennen, um eine wahre Liebe zu Ihm zu erreichen. Um deutlich zu sein: Der Glaube an Gott existiert, damit du dich Gott unterwerfen kannst, Gott lieben kannst und die Pflicht erfüllen kannst, die von einem geschaffenen Wesen erfüllt werden sollte. Das ist das Ziel des Glaubens an Gott“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Alles wird durch das Wort Gottes vollbracht). Aus Gottes Worten erfuhr ich, dass es beim Glauben an Gott nicht um körperlichen Frieden oder um Segen gehen sollte. Stattdessen sollte es darum gehen, mehr von Gottes Worten zu essen und zu trinken und Sein Werk zu erfahren, um die satanische, verdorbene Disposition abzulegen, nach Gottes Worten zu leben und in der Lage zu sein, Erkenntnis über Gott zu haben, sich Ihm zu unterwerfen und Ihn zu fürchten; nur dann kann man letztendlich von Gott errettet werden. Aber meine Sichtweise zum Glauben war von Anfang an falsch. Ich wollte, dass Gott mich heilt und mir körperlichen Frieden schenkt. Diese Art von Glaube ist ein vager religiöser Glaube, und Gott erkennt ihn überhaupt nicht an. Ich dachte an Hiob. Er suchte in seinem Glauben keinen körperlichen Frieden. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, Gottes Herrschaft zu erfahren und Seine Taten in seinem täglichen Leben zu erkennen, und er strebte danach, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Als er von körperlicher Krankheit heimgesucht wurde, sündigte er nicht mit seinen Lippen. Er ertrug lieber extreme Schmerzen, als sich über Gott zu beklagen oder Ihn zu beschuldigen, und er pries trotz allem Gottes Namen. Sein Glaube erhielt Gottes Billigung. Aber ich strebte in meinem Glauben nicht nach der Wahrheit; ich suchte nur körperlichen Frieden. Als ich einen Rückfall erlitt, war mein Herz voller Klagen gegen Gott, und ich leugnete und verriet Ihn sogar. Ich konnte mich nicht einmal im Ansatz mit Hiob vergleichen. Dieses Leben wurde mir von Gott gegeben. Die Tatsache, dass mein Leben während dieses unaufhaltsamen Nasenblutens nicht in Gefahr war, war bereits Gottes Fürsorge und Schutz. Doch ich dankte Gott nicht; stattdessen beklagte ich mich über Ihn und verriet Ihn. Mir fehlte es wirklich so sehr an Gewissen und Vernunft! Außerdem hatte ich diese Krankheit bekommen, bevor ich überhaupt an Gott glaubte. Selbst wenn ich nicht geglaubt hätte, hätte ich trotzdem noch Schübe gehabt. Mein Rückfall hatte nichts damit zu tun, ob ich an Gott glaubte oder nicht. Ich hätte mich nicht über Ihn beklagen sollen. Ich verstand nun, was wahrer Glaube an Gott ist, und war bereit, ernsthaft nach der Wahrheit gemäß Seinen Anforderungen zu streben und Gottes Werk zu erfahren.
Wann immer ich danach Krankheit erfuhr, konzentrierte ich mich darauf, über die verdorbene Disposition nachzudenken, die ich offenbarte, und die Wahrheit zu suchen, um diese Disposition zu beseitigen. Indem ich auf diese Weise praktizierte, war ich nicht mehr so sehr von meiner Krankheit eingeschränkt. Dank sei Gott, dass Er diese Krankheit benutzt hat, um mir eine gewisse Einsicht in meine irrigen Auffassungen über den Glauben zu vermitteln und mir zu helfen, den richtigen Weg des Glaubens an Gott zu finden. Egal, was in Zukunft mit meinem Körper geschieht oder ob meine Krankheit geheilt werden kann, ich werde Gott folgen und den Weg des Strebens nach der Wahrheit gehen. Dank sei Gott!