10. Wie man die Natur und das Wesen von Paulus erkennt
Worte des Allmächtigen Gottes der letzten Tage
Bei der Erwähnung von Paulus werdet ihr an seine Vergangenheit denken und an einige Geschichten über ihn, die nicht korrekt sind und nicht der Realität entsprechen. Er wurde von seinen Eltern von früher Kindheit an unterrichtet und er empfing Mein Leben, und als Resultat Meiner Vorherbestimmung besaß er das Kaliber, das Ich verlange. Im Alter von 19 Jahren las er verschiedene Bücher über das Leben; daher brauche Ich nicht in Einzelheiten gehen, wie er wegen seines Kalibers und wegen Meiner Erleuchtung und Erhellung nicht nur mit etwas Einblick über geistliche Angelegenheiten sprechen konnte, sondern auch imstande war, Meine Absichten zu begreifen. Dies schließt natürlich die Kombination von inneren und äußeren Faktoren nicht aus. Nichtsdestoweniger war sein einziger Fehler, dass er wegen seiner Talente oft unbedacht und prahlerisch war. Infolge seines Ungehorsams, von dem ein Teil direkt den Erzengel repräsentierte, unternahm er, als Ich zum ersten Mal Fleisch wurde, jede Anstrengung, Mir zu trotzen. Er war einer derjenigen, die Meine Worte nicht kennen, und Mein Platz in seinem Herzen war bereits verschwunden. Solche Menschen widersetzen sich direkt Meiner Göttlichkeit und werden von Mir niedergestreckt, und sie beugen sich und beichten ihre Sünden erst ganz am Schluss. Nachdem Ich also seine Stärken genutzt hatte – das heißt, nachdem er eine Weile für Mich gearbeitet hatte – fiel er noch einmal in seine alten Weisen zurück. Obwohl er Meinen Worten nicht direkt ungehorsam war, gehorchte er nicht Meiner inneren Führung und Erleuchtung, und somit war alles, was er in der Vergangenheit getan hatte, vergeblich. Mit anderen Worten, die Krone der Herrlichkeit, von der er sprach, war zu leeren Worten geworden, zu einem Produkt seiner eigenen Fantasie, denn selbst heute unterliegt er Meinem Gericht in der Gefangenschaft Meiner Fesseln.
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 4
Unter jenen, die nach Leben streben, war Paulus jemand, der seine eigene Essenz nicht kannte. Er war keineswegs demütig oder unterwürfig, noch kannte er sein eigenes Wesen, das sich Gott widersetzte. Und somit war er jemand, der keinen detaillierten Erfahrungen unterzogen wurde, und er war jemand, der die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzte. … Paulus kannte sein eigenes Wesen und seine Verdorbenheit nicht; noch weniger wusste er von seinem eigenen Aufbegehren. Er erwähnte niemals seine verabscheuenswürdige Trotzhaltung gegenüber Christus, noch war er übermäßig reuig. Er bot nur eine kurze Erklärung, und, tief in seinem Herzen, beugte er sich Gott nicht vollständig. Obwohl er auf der Straße nach Damaskus hinfiel, blickte er nicht tief in sich selbst hinein. Er war zufrieden damit, lediglich weiterzuarbeiten und zog nicht in Betracht, dass die Selbsterkenntnis oder die Veränderung seiner alten Disposition die wesentlichste Angelegenheit überhaupt ist. Er begnügte sich damit, lediglich die Wahrheit zu sprechen, andere zu versorgen, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, und die Jünger Jesu nicht mehr zu verfolgen, um sich selbst zu trösten und sich seine vergangenen Sünden zu vergeben. Das von ihm verfolgte Ziel war nichts anderes, als eine zukünftige Krone und eine vergängliche Arbeit; das Ziel, das er verfolgte, war die opulente Gnade. Er strebte nicht nach der ausreichenden Wahrheit, noch strebte er danach, tiefer in die Wahrheit, die er vorher nicht verstanden hatte, einzudringen. Deshalb kann man sagen, dass sein Wissen über sich selbst gefälscht war und er Züchtigung oder Gericht nicht akzeptierte. Dass er zu arbeiten fähig war, bedeutet nicht, dass er von seiner eigenen Natur und seinem eigenen Wesen gewusst hätte. Er fokussierte sich nur auf äußerliche Ausübungen. Wonach er strebte, war zudem nicht die Veränderung, sondern das Wissen. Seine Arbeit war ganz und gar das Resultat der Erscheinung Jesu auf der Straße nach Damaskus. Es war nicht etwas, das er ursprünglich zu tun beschlossen hatte; noch war es eine Arbeit, die sich ereignete, nachdem er die Zurückschneidung seiner alten Disposition akzeptiert hatte. Egal wie er arbeitete, seine alte Disposition änderte sich nicht, und so war seine Arbeit keine Wiedergutmachung für seine vergangenen Sünden, sondern vielmehr spielte sie nur eine bestimmte Rolle bei den Kirchen der damaligen Zeit. Für so jemanden, dessen alte Disposition sich nicht veränderte – damit ist gemeint, der keine Errettung erlangte und sogar noch weniger an Wahrheit besaß – war er absolut unfähig, einer von jenen zu werden, die vom Herrn Jesus akzeptiert werden. Er war nicht jemand, der mit Liebe und Ehrfurcht für Jesus Christus gefüllt war; noch war er jemand, der darin versiert war, nach der Wahrheit zu suchen; noch weniger war er jemand, der das Geheimnis der Menschwerdung suchte. Er war lediglich jemand, der eine Begabung in der Sophistik hatte und der sich niemandem beugen würde, der höher als er selbst war oder die Wahrheit besaß. Er beneidete Menschen oder Wahrheiten, die im Widerspruch zu ihm oder in Feindschaft mit ihm standen. Er bevorzugte diese begnadeten Menschen, die ein großes Profil verkörperten und profundes Wissen besaßen. Er liebte es nicht, mit armen Menschen zu interagieren, die den wahren Weg suchten und sich um nichts anderes kümmerten, als um die Wahrheit. Stattdessen beschäftigte er sich mit hochrangigen Persönlichkeiten religiöser Organisationen, die nur von Glaubenslehren sprachen und die reichliches Wissen besaßen. Er hatte keine Liebe für die neue Arbeit des Heiligen Geistes und kümmerte sich nicht um die Bewegung der neuen Arbeit des Heiligen Geistes. Stattdessen favorisierte er diese Regeln und Glaubenslehren, die höher waren als die allgemeinen Wahrheiten. In seiner angeborenen Substanz und der Gesamtheit dessen, was er strebte, verdient er es nicht, ein Christ genannt zu werden, der nach der Wahrheit strebte, noch weniger ein treuer Diener im Hause Gottes, denn zu groß war seine Heuchelei und zu groß seine Aufsässigkeit. Obwohl er als Diener des Herrn Jesus bekannt ist, war er überhaupt nicht dafür geeignet, in das Tor des Himmelreichs einzutreten, denn seine Handlungen können von Anfang bis Ende nicht als gerecht bezeichnet werden. Er kann lediglich als jemand gesehen werden, der ein Heuchler war und Ungerechtigkeit tat, der aber dennoch auch für Christus arbeitete. Trotzdem kann er nicht als böse bezeichnet werden; er kann passenderweise als Mensch bezeichnet werden, der Ungerechtigkeit tat. Er arbeitete viel, doch darf er nicht nach der Menge seiner Arbeit beurteilt werden, sondern nur nach ihrer Qualität und ihrem Wesen. Nur auf diese Weise ist es möglich, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Er glaubte immer: „Ich bin fähig zu arbeiten, ich bin besser als die meisten Menschen. Wie kein anderer nehme ich auf die Last des Herrn Rücksicht, und niemand bereut so tiefgehend wie ich, denn das große Licht schien auf mich, und ich habe das große Licht gesehen, und daher ist meine Reue tiefer als die von jedem anderen.“ Das dachte er damals in seinem Herzen. Am Ende seiner Arbeit sagte Paulus: „Ich habe den Kampf gekämpft, ich habe meinen Lauf vollendet; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit.“ Sein Kampf, seine Arbeit und sein Lauf waren nur wegen der Krone der Gerechtigkeit und er ging nicht aktiv nach vorne. Obwohl er bei seiner Arbeit nicht nachlässig war, kann gesagt werden, dass seine Arbeit lediglich zur Wiedergutmachung seiner Fehler erfolgte, um die Vorwürfe seines Gewissens zu beschwichtigen. Er hoffte nur, so bald wie möglich seine Arbeit zu vollenden, seinen Lauf zu beenden und seinen Kampf zu kämpfen, damit er seine so ersehnte Krone der Gerechtigkeit umso früher erhalten konnte. Das, wonach er sich sehnte, war nicht, mit seinen Erfahrungen und dem wahren Wissen dem Herrn Jesus zu begegnen, sondern seine Arbeit so schnell wie möglich zu beenden, damit er seine Belohnung, die ihm seine Arbeit eingebracht hatte, empfangen würde, wenn er dem Herrn Jesus begegnete. Er benutzte seine Arbeit, um sich selbst zu trösten und um ein Geschäft im Austausch für eine zukünftige Krone zu machen. Das, wonach er strebte, war nicht die Wahrheit oder Gott, sondern nur die Krone. Wie kann ein solches Bestreben dem Standard entsprechen? Seine Motivation, seine Arbeit, der Preis, den er bezahlte, und all seine Mühen – sie alle wurden von seinen wundervollen Fantasien durchdrungen, und er arbeitete völlig für seine eigenen Begierden. In der Gesamtheit seiner Arbeit gab es in dem Preis, den er zahlte, nicht die geringste Bereitschaft. Er war nur damit beschäftigt, ein Geschäft abzuschließen. Seine Mühen wurden nicht bereitwillig erbracht, um seine Pflicht auszuführen, sondern wurden bereitwillig erbracht, um das Ziel des Geschäfts zu erreichen. Haben solche Mühen irgendeinen Wert? Wer sollte seine unreinen Mühen loben? Wer hat irgendwelches Interesse an solchen Anstrengungen? Seine Arbeit war voller Träume für die Zukunft, voller wundervoller Pläne und beinhaltete keinen Weg für die Veränderung der menschlichen Disposition. Ein großer Teil seines Wohlwollens war nur gespielt, seine Arbeit spendete kein Leben, sondern war vorgetäuschter Anstand. Es war der Abschluss eines Geschäfts. Wie kann eine solche Arbeit den Menschen auf den Weg der Wiedererlangung seiner ursprünglichen Pflicht führen?
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht
Wenn ihr euch anseht, auf wie viele Arten Paulus sich präsentierte, dann solltet ihr seine Wesensnatur sehen und in vollem Umfang schlussfolgern können, dass die Richtung, die Ziele, der Ursprung und die Motivation für sein Streben falsch waren und dass diese Dinge aufsässig und im Widerstand gegen Gott waren, Ihm missfielen und von Gott verabscheut wurden. Wie hat sich Paulus als erstes hauptsächlich präsentiert? (Er mühte sich ab und arbeitete im Austausch gegen eine Krone.) Woran seht ihr, dass er sich auf diese Weise präsentierte oder sich in diesem Zustand befand? (An seinen Worten.) An seinen „berühmten Sprüchen“. Normalerweise sind berühmte Sprüche etwas Positives, sie helfen und nützen denen, die Entschlossenheit, Hoffnung und ein hohes Ziel haben; sie können solche Menschen ermutigen und motivieren, aber wozu dienten Paulus’ berühmte Sprüche? Er gab viele von sich. Könnt ihr einen seiner berühmteren Sprüche aufsagen? („Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8).) Welchen Aspekt seiner Wesensnatur verkörpern diese Worte? Wie sollten wir sie gemäß der Wahrheit charakterisieren? (Arrogant, selbstgerecht und mit Gott Handel betreibend.) Es war seine arrogante Natur, die ihn veranlasste, diese Worte zu sagen – er hätte den Lauf nicht gemacht, nicht gearbeitet und auch nicht an Gott geglaubt, wenn es am Ende nicht eine Krone gegeben hätte. Nachdem die Menschen sich so viele Predigten angehört haben, sollten sie jetzt in der Lage sein, diese Manifestation und den Zustand, die Paulus offenbarte, zu erkennen; aber könnt ihr sie charakterisieren? Wenn wir „zusammenfassen“ sagen, dann meinen wir, dass wir etwas charakterisieren; die Worte, mit denen ihr etwas charakterisiert, sind wahre Erkenntnis. Wenn du etwas präzise charakterisieren kannst, dann beweist das, dass du die Sache klar erkennst; wenn du etwas nicht charakterisieren kannst und nur die Charakterisierungen anderer Leute kopierst, dann beweist das, dass du es nicht wirklich verstehst. Welche Denkweise bzw. welcher Zustand veranlasste Paulus, diese Worte in diesem Moment zu sagen? Welche Absicht brachte ihn dazu? Was ist der Kern seines Strebens, den diese Worte euch zeigen? (Er wollte Segnungen erlangen.) Er strengte sich beim Laufen an, wendete sich auf und gab so viel von sich selbst, weil seine Absicht war, Segnungen zu erlangen. Das war seine Wesensnatur und das, was sich im Innersten seines Herzens abspielte. … Paulus sah den guten Kampf, den Lauf, die Arbeit, die Aufwendung und sogar das Bewässern der Gemeinde als Jetons an, die er im Austausch für die Krone der Gerechtigkeit verwenden konnte, und als Wege zu dieser Krone. Ganz gleich also, ob er litt, sich aufwendete oder den Lauf lief, ganz gleich wie viel er litt, das einzige Ziel, was er im Kopf hatte, war die Krone der Gerechtigkeit. Er sah das Streben nach der Krone der Gerechtigkeit und das Streben nach Segnungen als das richtige Ziel des Gottesglaubens an und das Leiden, die Aufwendung, die Arbeit und den Lauf als den Weg dorthin. All sein äußerlich gutes Verhalten war nur Show; er tat es, um im Austausch dafür ganz am Ende Segnungen zu bekommen. Das ist die erste von Paulus großen Sünden.
Alles, was Paulus sagte und tat, was er offenbarte, die Absicht und das Ziel sowohl seiner Arbeit als auch seines Laufes sowie seine Einstellung zu beidem – gibt es irgendetwas daran, das mit der Wahrheit übereinstimmt? (Nein.) Nichts an ihm stimmt mit der Wahrheit überein, und nichts, was er tat, war im Einklang mit dem, was der Herr Jesus die Menschen zu tun unterwies, aber dachte er darüber nach? (Nein, das tat er nicht.) Er dachte weder darüber nach, noch suchte er danach. Auf welcher Grundlage nahm er also an, dass sein Denken richtig war? (Aufgrund seiner Auffassungen und Vorstellungen.) Darin liegt ein Problem; wie konnte er etwas, das er sich vorstellte, zu dem Ziel machen, nach dem er sein ganzes Leben lang strebte? Dachte er je darüber nach oder stellte sich die Frage: „Ist das, was ich denke, richtig? Andere Menschen denken nicht so, nur ich. Ist das ein Problem?“ Er hatte nicht nur keine Zweifel, sondern schrieb seine Gedanken in Briefen auf und schickte sie an alle Gemeinden, sodass jeder sie lesen konnte. Was ist die Natur dieses Verhaltens? Darin liegt ein Problem. Warum hinterfragte er nie, ob sein Denken mit der Wahrheit im Einklang stand? Warum suchte er nie nach der Wahrheit oder verglich sie mit dem, was der Herr Jesus sagte? Stattdessen sah er das, was er sich vorstellte, und das, was er seinen Auffassungen nach für richtig hielt, als die Ziele an, die er verfolgen sollte. Worin liegt hier das Problem? Er sah das, was er sich vorstellte, und das, was er für richtig hielt, als die Wahrheit an und als ein Ziel, nach dem man streben sollte. Ist das nicht überaus arrogant und selbstgerecht? Hatte Gott noch einen Platz in seinem Herzen? War er noch in der Lage, Gottes Worte als die Wahrheit anzusehen? Wenn er nicht in der Lage war, Gottes Worte als die Wahrheit anzusehen, was wäre dann seine Einstellung zu Gott? Wollte er auch Gott sein? Wenn nicht, dann würde er das, was er sich in seinen Gedanken und Auffassungen vorstellte, nicht als Ziele ansehen, die man verfolgen sollte, noch würde er seinen Auffassungen nachjagen oder dem, was er sich vorstellte, als wäre das die Wahrheit. Er glaubte, dass das, was er dachte, die Wahrheit wäre und im Einklang mit der Wahrheit und mit Gottes Absichten stünde. Er erzählte auch den Brüdern und Schwestern in den Gemeinden, was er für richtig hielt, und flößte es ihnen ein, sodass sich alle an die lächerlichen Dinge hielten, die er sagte. Er ersetzte die Worte des Herrn Jesus durch seine eigenen und bezeugte mit seinen lächerlichen Worten, dass für ihn zu leben Christus sei. Ist das nicht Paulus zweite große Sünde? Dieses Problem ist höchst schwerwiegend!
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
Paulus beging eine weitere ernste Sünde, nämlich, dass er seine Arbeit völlig auf der Grundlage seines mentalen Kalibers, seines akademischen Wissens, seiner theologischen Erkenntnis und Theorie tat. Das ist etwas, was seine Wesensnatur betrifft. Ihr solltet das zusammenfassen und dann überprüfen, was seine Einstellung zu diesen Dingen war. Das ist eine ganz entscheidende und bedeutende Sünde und eine, die die Menschen verstehen müssen. … Was besaß Paulus von Geburt an? (Seine angeborenen Fähigkeiten.) Paulus war von Natur aus klug, konnte gut reden, sich gut ausdrücken und bekam kein Lampenfieber. Wir wollen uns nun darauf konzentrieren, über seine angeborenen Fähigkeiten, Gaben, Intelligenz, Möglichkeiten als auch über das Wissen zu reden, das er sich im Laufe seines Lebens angeeignet hatte. Was bedeutet die Tatsache, dass er ein guter Redner war? Auf welche Art und Weise offenbarte und präsentierte er sich? Er sprach gerne über hochtrabende Theorien; ständig redete er über tiefsinnige geistliche Glaubenslehren, Theorien und Wissen, und sagte seine berühmten Texte und Sprüche, die von den Menschen oft genannt werden. Mit welchem Wort könnte man Paulus Worte zusammenfassen? (Leer.) Sind leere Worte aufbauend für die Menschen? Wenn sie diese Worte hören, fühlen sie sich ermutigt, aber nach einer Weile klingt ihr Enthusiasmus ab. Die Dinge, von denen Paulus sprach, waren vage und illusorisch; Dinge, die du nicht wirklich in konkreten Begriffen darlegen kannst. In den Theorien, über die er redete, findest du keinen Weg der Praxis oder eine Richtung, in die du praktizieren kannst; du kannst darin nichts finden, was du genau auf das wirkliche Leben anwenden kannst – ob Theorien oder Grundlagen, nichts ist auf das wirkliche Leben anwendbar. Deshalb sage Ich, dass die religiösen Theorien und geistliche Glaubenslehre, über die er redete, leer und unpraktische Worte waren. Was war Paulus Ziel, wenn er über diese Dinge redete? Manche Menschen sagen: „Er redete immer über diese Dinge, weil er mehr Menschen für sich gewinnen und sie dazu bringen wollte, zu ihm aufzuschauen und ihn zu vergöttern. Er wollte den Platz des Herrn Jesus einnehmen und mehr Menschen gewinnen. Wenn er viele gewann, würde er dann nicht gesegnet werden?“ Ist das das Thema, über das wir heute reden wollen? (Nein.) Es ist überaus normal, dass ein Mensch, der nicht zurechtgestutzt, nicht gerichtet oder gezüchtigt wurde, der keine Prüfungen oder Läuterung durchgemacht hat, der solche Gaben und die Wesensnatur eines Antichristen hat, sich so hervortut und ein Verhalten zur Schau stellt, wie er es tat. Wir wollen uns daher nicht eingehend mit dieser Sache befassen. Womit werden wir uns eingehend befassen? Mit dem Kern seines Problems, der eigentlichen Ursache und Motivation, die hinter seinem Vorgehen steckten, und was ihn dazu antrieb, so zu handeln. Ganz gleich ob die Menschen heute alles, worüber er redete, als Glaubenslehre, Theorien, theologische Erkenntnis, angeborene Gaben oder seine eigene Auslegung der Dinge ansehen würden, allgemein betrachtet, war Paulus größtes Problem, dass er das, was dem menschlichen Willen entsprang, als die Wahrheit ansah. Deshalb hatte er den Mut, diese theologischen Theorien entschlossen, kühn und offen einzusetzen, um die Menschen für sich zu gewinnen und sie zu lehren. Das ist der Kern des Problems. Ist das ein ernstes Problem? (Ja, das ist es.) Was sah er als die Wahrheit an? Die Gaben, mit denen er geboren wurde, sowie das Wissen und theologische Theorien, die er im Laufe seines Lebens erlernt hatte. Seine theologischen Theorien lernte er von Lehrern und aus der Lektüre der Heiligen Schrift, aber auch aus dem, was er verstand und sich vorstellte. Er sah die Auffassungen und Vorstellungen seines menschlichen Verständnisses als die Wahrheit an, aber das war nicht das gravierendste Problem, es gab ein noch größeres. Er betrachtete diese Dinge als die Wahrheit, aber dachte er damals, dass diese Dinge die Wahrheit waren? Hatte er eine Vorstellung davon, was die Wahrheit war? (Nein, das hatte er nicht.) Als was betrachtete er das alles? (Als das Leben.) Er betrachtete all diese Dinge als Leben. Er dachte, dass sein Leben umso großartiger sein würde, je mehr oder je hochtrabendere Predigten er halten konnte. Er betrachtete diese Dinge als Leben. Ist das ein ernstes Problem? (Ja, das ist es.) Welchen Einfluss hatte das? (Es hatte einen Einfluss auf den Weg, dem er folgte.) Das ist die eine Seite. Was noch? (Er dachte, dass die Erlangung dieser Dinge ihm die Errettung bringen und ihm den Eintritt in das Himmelreich ermöglichen würde.) Es hat immer noch etwas mit dem Erlangen von Segnungen zu tun; er dachte, dass je größer sein Leben sei, desto größer seien seine Chancen, in das Himmelreich zu kommen und in den Himmel aufzusteigen. Wie könnte man „in den Himmel aufsteigen“ noch sagen? (An Gottes Seite zu herrschen und Macht auszuüben.) Seine Absicht, in das Himmelreich einzutreten, war es, an Gottes Seite zu herrschen und Macht auszuüben, aber das war nicht sein Endziel, denn er hatte noch ein anderes. Er hat davon gesprochen. Wie formulierte er es? („Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Philipper 1,21).) Er sagte, für ihn zu leben, sei Christus, und Sterben sein Gewinn. Was bedeutet das? Dass er sich nach seinem Tod in Gott verwandelt? Sein Ehrgeiz kennt keine Grenzen! Sein Problem ist so gravierend! Ist es also falsch, dass wir Paulus Fall im Detail analysieren? Überhaupt nicht. Er hätte seine Gaben und das Wissen, das er sich aneignete, nie als Leben ansehen sollen. Das ist seine dritte große Sünde.
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
„Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes“. Diese Formulierung verwendete Paulus häufig, und es ist eine informationsgeladene Formulierung. Erst einmal erfahren wir, dass Paulus ein Apostel des Herrn Jesus Christus ist. Wer also ist, aus Paulus Sicht, der Herr Jesus Christus? Er ist der Menschensohn, der an zweiter Stelle nach Gott im Himmel kommt. Ganz gleich, ob er den Herrn Jesus Christus Meister oder Herrn nannte, aus Paulus Sicht war der Christus auf Erden nicht Gott, sondern vielmehr ein Mensch, der die Menschen etwas lehren und sie dazu bringen konnte, Ihm nachzufolgen. Was war Paulus Funktion als Apostel eines Menschen wie diesem? Das Evangelium zu predigen, Gemeinden zu besuchen, Predigten zu halten und Briefe zu schreiben. Er glaubte, dass er dies im Namen des Herrn Jesus Christus tat. Im Herzen dachte er: „Ich werde dir helfen, indem ich dorthin gehe, wohin du nicht gehen kannst, und werde mir in deinem Namen die Orte ansehen, zu denen du nicht gehen willst.“ Das war Paulus Vorstellung von einem Apostel. Die Rangfolge in seinem Kopf lautete, dass er und der Herr Jesus normale Menschen waren. Er sah sich und den Herrn Jesus Christus als gleichgestellt an, als Menschen. In seinem Denken gab es im Wesentlichen keinen Unterschied zwischen ihren Rängen, noch ihren Identitäten, geschweige denn zwischen ihren Ämtern. Nur ihre Namen, ihr Alter, ihre Familienverhältnisse und ihr familiärer Hintergrund waren unterschiedlich, und sie besaßen verschiedene äußerliche Gaben und unterschiedliches Wissen. In Paulus Denken war er in jeder anderen Hinsicht genauso wie der Herr Jesus Christus und konnte auch Menschensohn genannt werden. Der einzige Grund, weshalb er nach dem Herrn Jesus Christus kam, lag darin, dass er der Apostel des Herrn Jesus war; er übte die Macht des Herrn Jesus Christus aus und wurde vom Herrn Jesus Christus ausgesandt, um die Gemeinden zu besuchen und in den Gemeinden zu arbeiten. Das hielt Paulus für seine Stellung und Identität als Apostel – das war seine Interpretation. Außerdem lautet das zweite Wort am Anfang des Satzes, „Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi“, „berufen“. An diesem Wort können wir Paulus Denkweise sehen. Warum verwendete er diese fünf Wörter „berufen … durch den Willen Gottes“? Er dachte nicht, dass er vom Herrn Jesus als Sein Apostel berufen wurde; er dachte: „Der Herr Jesus Christus hat nicht die Macht, mich mit irgendetwas zu befehlen. Ich handle nicht so, wie er es mir befohlen hat; ich tue nichts für ihn. Vielmehr tue ich das durch den Willen Gottes im Himmel. Ich bin genauso wie der Herr Jesus Christus.“ Das weist auf etwas anderes hin: Paulus dachte, der Herr Jesus Christus sei ein Menschensohn, genau wie er. Die fünf Wörter „berufen … durch den Willen Gottes“ offenbaren, wie Paulus tief in seinem Herzen die Identität des Herrn Jesus Christus leugnete und anzweifelte. Paulus sagte, er sei ein Apostel des Herrn Jesus Christus durch den Willen Gottes, dass Gott ihm gesagt habe, er sei von Gott vorherbestimmt und eingesetzt und dass er ein Apostel des Herrn Jesus Christus wurde, weil Gott ihn berufen hatte und es so wollte. So war, in Paulus Denken, die Beziehung zwischen ihm und dem Herrn Jesus Christus. Das ist allerdings nicht einmal der schlimmste Teil. Was ist der schlimmste Teil? Dass Paulus dachte, er sei ein Apostel des Herrn Jesus Christus durch Gottes Willen, nicht durch den des Herrn Jesus Christus, dass es nicht der Herr Jesus war, der ihn berufen hatte, sondern Gott im Himmel, der ihn dazu gebracht hatte. Er dachte, niemand hätte die Macht oder Befähigungen, ihn zum Apostel des Herrn Jesus Christus zu machen, dass nur Gott im Himmel diese Macht hatte und dass er direkt von Gott im Himmel geführt wurde. Worauf deutet das also hin? Dass Paulus tief im Herzen glaubte, dass Gott im Himmel die Nummer Eins war und er selbst die Nummer Zwei. Wo platzierte er also den Herrn Jesus? (An gleicher Stelle wie er sich selbst.) Das ist das Problem. Mit seinen Lippen verkündete er, dass der Herr Jesus der Christus war, aber er erkannte nicht an, dass das Wesen Christi das Wesen Gottes war; er verstand die Beziehung zwischen Christus und Gott nicht. Es war dieses fehlende Verständnis, das so ein schwerwiegendes Problem verursachte. Inwiefern war es schwerwiegend? (Er gestand nicht ein, dass der Herr Jesus der menschgewordene Gott war. Er verleugnete den Herrn Jesus.) Ja, das ist wirklich schwerwiegend. Er verleugnete, dass der Herr Jesus Christus der fleischgewordene Gott war, dass der Herr Jesus Christus das Fleisch Gottes war, als Er vom Himmel auf die Erde herabkam, und dass der Herr Jesus Gottes menschgewordenes Fleisch war. Deutet das nicht an, dass Paulus die Existenz Gottes auf Erden leugnete? (Ja, das tut es.) Wenn er die Existenz Gottes auf Erden leugnete, konnte er dann die Worte des Herrn Jesus anerkennen? (Nein, das konnte er nicht.) Wenn er Seine Worte nicht anerkannte, konnte er sie dann akzeptieren? (Nein, das konnte er nicht.) Er akzeptierte die Worte des Herrn Jesus Christus, Seine Lehren oder Seine Identität nicht, konnte er also das Wirken des Herrn Jesus Christus akzeptieren? (Nein, das konnte er nicht.) Er akzeptierte das Werk, das der Herr Jesus Christus vollbrachte, nicht und auch nicht die Tatsache, dass der Herr Jesus Christus Gott war, doch das war nicht der schlimmste Teil. Was war der schlimmste Teil? Vor zweitausend Jahren kam der Herr Jesus auf Erden, um das größte Werk von allen zu vollbringen – das Werk der Erlösung im Zeitalter der Gnade, wo Er Mensch wurde und zum Abbild sündigen Fleisches und als Sündopfer für die ganze Menschheit ans Kreuz geschlagen wurde. War das ein großes Werk? (Ja, das war es.) Es war das Werk, das der Erlösung der ganzen Menschheit galt, und Gott Selbst verrichtete es, doch Paulus leugnete es hartnäckig. Er leugnete, dass das Werk der Erlösung, welches der Herr Jesus verrichtete, von Gott Selbst verrichtet wurde, womit er die Tatsache leugnete, dass Gott das Werk der Erlösung bereits vollbracht hatte. Ist das ein ernstes Problem? Es ist äußerst ernst! Nicht nur bemühte sich Paulus nicht, die Tatsache zu verstehen, dass der Herr Jesus Christus gekreuzigt wurde, sondern er gestand es nicht ein, und es nicht einzugestehen, heißt, es zu leugnen. Er gestand nicht ein, dass es Gott war, der gekreuzigt worden war und die ganze Menschheit erlöste, noch gestand er ein, dass Gott als Sündopfer für die ganze Menschheit diente. Das deutet darauf hin, dass er nicht zugab, dass die ganze Menschheit erlöst war bzw. ihre Sünden vergeben waren, nachdem Gott Sein Werk getan hatte. Gleichzeitig dachte er, dass seine Sünden nicht vergeben worden waren. Er gab die Tatsache nicht zu, dass der Herr Jesus die Menschheit erlöste. Von seinem Standpunkt aus gesehen, war das alles gelöscht worden. Das ist das schwerwiegendste Problem. Ich habe soeben erwähnt, dass Paulus der größte Antichrist in den vergangenen zweitausend Jahren gewesen ist; diese Tatsache ist bereits aufgedeckt worden. Wären diese Tatsachen nicht in der Bibel dokumentiert worden und würde Gott sagen, dass Paulus sich Gott widersetzte und ein Antichrist war, würden es die Leute dann glauben? Das würden sie auf keinen Fall tun. Glücklicherweise sind Paulus Briefe in der Bibel aufgezeichnet, und hier in diesen Briefen sind die tatsächlichen Beweise; ansonsten gäbe es nichts, was das, was Ich sage, stützen würde, und ihr akzeptiert es vielleicht nicht. Wenn wir Paulus Worte hervorholen und lesen, wie sah Paulus alles, was der Herr Jesus sagte? Er dachte, dass das, was der Herr Jesus sagte, nicht einmal einer von Paulus eigenen religiösen Glaubenslehren ebenbürtig war. Nachdem also der Herr Jesus diese Welt verlassen hatte, predigte Paulus nie die Worte des Herrn Jesus, geschweige denn praktizierte oder erlebte er sie, obwohl er missionierte, in den Gemeinden am Wirken war, dort predigte und sie umsorgte. Stattdessen predigte er sein eigenes Verständnis des Alten Testaments, welches überholt war und aus leeren Worten bestand. Diejenigen, die an den Herrn glauben, tun das seit zweitausend Jahren im Einklang mit der Bibel, und alles, was sie akzeptieren, sind Paulus leere Theorien. Infolgedessen wurden die Menschen von ihm seit zweitausend Jahren verblendet. Wenn du heute zu einer Gruppe religiöser Menschen sagst, dass Paulus unrecht hatte, dann werden sie protestieren und es nicht akzeptieren, weil sie alle zu Paulus aufsehen. Paulus ist ihr Idol und Gründervater, und sie sind Paulus Kinder und Nachkommen, die ihm kindliche Pietät entgegenbringen. In welchem Umfang sind sie in die Irre geführt worden? Sie stehen bereits auf derselben Seite wie Paulus und stehen im Widerspruch zu Gott; sie haben die gleichen Ansichten wie Paulus, die gleiche Wesensnatur, und sie streben anhand der gleichen Methoden wie er. Sie sind durch und durch von Paulus in Anspruch genommen worden. Das ist Paulus vierte große Sünde. Paulus leugnete die Identität des Herrn Jesus Christus, und er leugnete das Werk, welches Gott im Zeitalter der Gnade nach dem Zeitalter des Gesetzes verrichtete. Das ist das Schwerwiegendste. Eine andere schwerwiegende Sache ist, dass er glaubte, er spiele in der gleichen Liga wie der Herr Jesus Christus. In dem Zeitalter, in dem Paulus lebte, begegnete er dem Herrn Jesus Christus, sah Ihn aber nicht als Gott an; stattdessen behandelte er den Herrn Jesus Christus wie einen gewöhnlichen Menschen, als wäre Er nur ein weiterer Angehöriger des Menschengeschlechts; ein Mensch, der dieselbe Wesensnatur hatte wie die verdorbenen Menschen. In keiner Weise betrachtete Paulus den Herrn Jesus als den Christus, geschweige denn betrachtete er Ihn als Gott. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit. Warum würde Paulus das also tun? (Er erkannte nicht an, dass der menschgewordene Gott das Wesen Gottes besaß, also betrachtete er den Herrn Jesus Christus nicht als Gott.) (Er sah die Worte des Herrn Jesus nicht als die Wahrheit an, noch sah er, dass der Herr Jesus Christus die Verkörperung der Wahrheit war.) (Oberflächlich betrachtet, behauptete Paulus, er glaube an den Herrn Jesus, tatsächlich aber glaubte er an den vagen Gott im Himmel.) (Er suchte nicht nach der Wahrheit, also war er unfähig, zu begreifen, dass Christus die Wahrheit und das Leben war.) Macht weiter. (Paulus sagte, dass für ihn, zu leben, Christus sei. Er wollte Gott werden und den Herrn Jesus verdrängen.) Alles, was ihr gesagt habt, stimmt mit den Tatsachen überein. Jede Art, in der Paulus sich zeigte, und jede seiner Sünden waren schlimmer als alles Vorangegangene.
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
Wir wollen folgenden Satz, den Paulus gesagt hat, analysieren: „Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit.“ Das sind eindrucksvolle Worte. Seht euch an, welche Worte er verwendete: „die Krone der Gerechtigkeit“. Es ist normalerweise ziemlich kühn, das Wort „Krone“ an sich zu verwenden, aber wer würde es wagen, zur genauen Beschreibung einer Krone „Gerechtigkeit“ als attributiven Ausdruck zu verwenden? Nur Paulus würde es wagen, dieses Wort zu verwenden. Warum verwendete er es? Dieses Wort hat einen Ursprung, und es war sorgfältig ausgewählt; hinter seinen Worten stecken tiefe Bedeutungen! Welche Bedeutungen? (Er wollte Gott mit diesem Wort zum Handeln zwingen.) Gott zum Handeln zwingen zu wollen, ist ein Aspekt. Es war definitiv seine Absicht, ein Tauschgeschäft abzuschließen, und es ist in gewisser Weise auch der Versuch, Gott Bedingungen zu stellen. Abgesehen davon, verbarg sich ein Zweck dahinter, weshalb er immer über diese Krone der Gerechtigkeit predigte? (Er wollte Menschen in die Irre führen und sie glauben lassen, dass Gott nicht gerecht wäre, wenn er keine Krone bekäme.) Wenn er darüber predigt, hat das etwas von Aufhetzung und Irreführung, und das hängt mit Paulus Begierden und Ambitionen zusammen. Um letztlich sein Verlangen nach einer Krone der Gerechtigkeit zu materialisieren und zu erfüllen, wendete er die Taktik an, überall darüber zu predigen. Wenn er diese Worte predigte, war es zum Teil sein Ziel, Menschen anzustacheln und in die Irre zu führen; er wollte den Zuhörern damit einen bestimmten Gedanken einflößen, nämlich: „Jemand wie ich, der sich so viel von sich selbst aufwendet, der so viel herumreist und nach dem Weg strebt, wie ich es tue, wird die Krone der Gerechtigkeit bekommen können.“ Nachdem die Menschen ihm zugehört hatten, glaubten sie ganz natürlich, dass Gott nur gerecht wäre, wenn ein Mensch wie Paulus eine Krone bekäme. Sie glaubten, dass sie so wie Paulus streben, umherreisen und sich aufwenden müssten, dass sie nicht auf den Herrn Jesus hören konnten und dass Paulus die Messlatte war, er der Herr war, und er die Richtung und das Ziel war, auf welche die Menschen zugehen sollten. Sie dachten auch, dass die Menschen, wenn sie so wie Paulus handelten, dieselbe Krone, dasselbe Ende und denselben Bestimmungsort erhielten wie er. In einer Hinsicht stachelte Paulus die Leute an und führte sie in die Irre. In anderer Hinsicht hatte er ein überaus böswilliges Ziel. Tief im Herzen dachte er: „Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich keine Krone bekomme, wenn sich herausstellt, dass es sich dabei nur meine eigene Vorstellung handelte und um mein eigenes Wunschdenken, würde das bedeuten, dass jeder, der an Christus glaubt, mich eingeschlossen, in seinem Glauben irregeleitet wurde. Es würde bedeuten, dass es auf Erden keinen Gott gibt, und ich werde auch deine Existenz im Himmel leugnen, Gott, und du wirst nichts dagegen tun können!“ Was er damit andeutete, war Folgendes: „Wenn ich diese Krone nicht bekomme, dann werden dich nicht nur die Brüder und Schwestern verleugnen, sondern ich werde dich daran hindern, all die Menschen zu gewinnen, die ich angestachelt habe und die diese Worte kennen. Ich werde sie auch daran hindern, dich zu erlangen, und gleichzeitig werde ich deine Existenz als Gott im Himmel leugnen. Du bist nicht gerecht. Wenn ich, Paulus, keine Krone bekommen kann, dann sollte niemand sie bekommen!“ Das war Paulus böswillige Seite. Ist das nicht das Verhalten eines Antichristen? Das ist das Verhalten eines Antichristen, eines bösen Dämons: die Menschen anzustacheln, irrezuführen und zu locken als auch offen gegen Gott zu protestieren und sich Ihm zu widersetzen. Tief im Herzen dachte Paulus: „Wenn ich keine Krone bekomme, dann ist Gott nicht gerecht. Wenn ich eine Krone bekomme, dann ist es nur dann eine Krone der Gerechtigkeit, und nur dann ist Gottes Gerechtigkeit wahrhaft gerecht.“ Das ist der Ursprung seiner „Krone der Gerechtigkeit“. Was tat er damit? Er stachelte diejenigen, die Gott folgten, öffentlich an und führte sie in die Irre. Gleichzeitig wendete er diese Methoden an, um offen gegen Gott zu protestieren und sich Ihm offen zu widersetzen. Mit anderen Worten, mit seinem Verhalten revoltierte er. Welche Natur hatte das? Oberflächlich betrachtet, erscheinen die Worte, die Paulus verwendete, elegant und angemessen, und es scheint nichts falsch an ihnen zu sein – wer würde nicht an Gott glauben, um die Krone der Gerechtigkeit zu bekommen und gesegnet zu werden? Selbst Menschen ohne Kaliber glauben zumindest an Gott, um in den Himmel zu kommen. Sie würden sich freuen, selbst wenn man von ihnen verlangen würde, dort die Straßen zu fegen oder ein Tor zu bewachen. Man kann diese Absicht und dieses Ziel, wenn man an Gott glaubt, für angemessen und verständlich erachten. Das allerdings war nicht Paulus einziges Ziel. Wenn es um seine Predigten über die Krone der Gerechtigkeit ging, gab er sich viel Mühe, wendete viel Energie auf und machte viel Aufhebens darum. Was Paulus sagte, deckte seine bösartige Natur auf und auch das Verborgene, Finstere tief in seinem Inneren. Zu diesem Zeitpunkt machte Paulus sich einen großen Namen, und es gab viele Menschen, die ihn vergötzten. Er zog umher und predigte überall diese Theorien und hochtrabenden Ideen, seine Auffassungen und Vorstellungen als auch das, was er in seinen Studien gelernt hatte, und das, was er im Kopf gefolgert hatte. Wenn Paulus überall darüber predigte, wie groß muss dann der Einfluss gewesen sein, den das auf die Menschen damals hatte, und wie sehr muss es ihnen tief im Herzen geschadet und sie vergiftet haben? Wie groß war außerdem der Einfluss, den das auf spätere Generationen hatte, die durch seine Briefe von diesen Dingen erfuhren? Menschen, die seine Worte gelesen haben, können sich dieser Dinge nicht entledigen, ganz gleich, wie lange sie es versuchen – sie sind zu stark vergiftet worden! Wie stark? Es ist ein Phänomen aufgetreten, das als der „Paulus-Effekt“ bezeichnet wird. Was ist der Paulus-Effekt? Da gibt es ein Phänomen in der Religion, nach dem Menschen von Paulus Gedanken, Ansichten, Argumenten und den verdorbenen Dispositionen, die er offenbarte, beeinflusst werden. Es betrifft insbesondere Menschen, deren Familien seit mehreren Generationen an Gott glauben – Familien, die Christus seit vielen Jahrzehnten folgen. Sie sagen: „Unsere Familie glaubt seit Generationen an den Herrn und folgt keinen weltlichen Trends. Wir haben uns von der säkularen Welt distanziert und unsere Familien und Karrieren aufgegeben, um uns für Gott aufzuwenden. Alles, was wir tun, ist dasselbe, was Paulus getan hat. Wenn wir keine Krone erhalten oder nicht in den Himmel kommen, werden wir mit Gott ein Hühnchen zu rupfen haben, wenn er kommt.“ Bringen die Menschen nicht dieses Argument vor? (Ja, das tun sie.) Und dieser Trend ist ziemlich bedeutsam. Woher kommt dieser Trend? (Von dem, was Paulus predigte.) Es ist die heimtückische Folge des Tumors, den Paulus eingeschleust hat. Hätte Paulus die Menschen nicht so angestachelt und nicht immer gesagt, „Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ und „Christus ist mein Leben“, dann wüssten die Menschen ohne den Hintergrund dieser Epoche der Geschichte heute nichts darüber. Selbst wenn sie so denken würden, dann besäßen sie nicht Paulus Unverfrorenheit. All das ist auf Paulus Ermunterung und Anstiftung zurückzuführen. Wenn diese Menschen eines kommenden Tages nicht gesegnet werden, dann werden sie die Frechheit besitzen, den Herrn Jesus offen herauszufordern und sogar hinauf in den dritten Himmel marschieren und mit dem Herrn über diese Sache streiten wollen. Lehnt sich da nicht die religiöse Welt gegen den Herrn Jesus auf? Die religiöse Welt ist eindeutig stark von Paulus beeinflusst worden! Jetzt, da Ich bis hierhin gesprochen habe, könnt ihr schlussfolgern, was Paulus fünfte Sünde war, nicht wahr? Wenn es darum geht, den Ursprung der „Krone der Gerechtigkeit“ zusammenzufassen, von der Paulus sprach, dann liegt der Fokus auf dem Wort „Gerechtigkeit“. Warum erwähnte er „Gerechtigkeit“? Auf Erden wollte er damit Gottes Auserwählte anstacheln und irreführen, damit sie so dachten wie er. Im Himmel wollte er Gott mit diesem Wort zum Handeln zwingen und lautstark gegen Ihn protestieren. Das war Paulus Ziel. Obwohl er das nie so aussprach, verriet das Wort „Gerechtigkeit“ sein Ziel und seine Tendenz, lautstark gegen Gott zu protestieren, bereits zur Gänze. Es war bereits öffentlich bekannt; das sind alles Tatsachen. Kann man anhand dieser Tatsachen Paulus Wesensnatur nur als arrogant, selbstgerecht, hinterlistig und ohne Liebe zur Wahrheit bezeichnen? (Nein.) Diese Begriffe reichen als Zusammenfassung nicht aus. Indem Ich diese Tatsachen anspreche und seziere, sie analysiere und charakterisiere, solltet ihr in der Lage sein, Paulus Wesensnatur klarer und gründlicher zu erkennen. Diesen Effekt erzielt man, indem man ein Wesen anhand von Tatsachen analysiert. Als Paulus gegen Gott protestierte, war es nicht so, dass er insgeheim einen unbedeutenden emotionalen Moment hatte, ein wenig von einer aufsässigen Disposition oder unfähig war, sich zu unterwerfen. Das war kein normales Problem, bei dem sich eine verdorbene Disposition offenbart; vielmehr war es dahingehend eskaliert, dass er sich offen aller möglichen Methoden bediente, um Menschen durch Briefe und in der Öffentlichkeit aufzustacheln und irrezuführen, sodass sich alle zusammen wütend erhoben, um sich Gott zu widersetzen und gegen Ihn zu protestieren. Paulus protestierte nicht nur gegen Gott, sondern er stachelte auch alle anderen dazu auf, auch gegen Gott zu protestieren – er war nicht nur arrogant, er war ein böser Teufel!
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
Bei Paulus gibt es noch einen berühmten Satz – wie lautet er? („Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Philipper 1,21).) Er erkannte die Identität des Herrn Jesus Christus nicht an, dass der Herr Jesus Christus der menschgewordene Gott war, der auf Erden lebte, oder die Tatsache, dass der Herr Jesus Christus die Verkörperung Gottes war. Im Gegensatz dazu sah Paulus sich selbst als Christus. Ist das abstoßend? (Das ist es.) Es ist abstoßend, und das Wesen dieses Problems ist sehr gravierend. Wer genau war in Paulus Vorstellung Christus? Was war Seine Identität? Wie konnte Paulus so besessen davon sein, Christus zu sein? Wenn Christus in Paulus Vorstellung ein gewöhnlicher Mensch mit verdorbenen Dispositionen war oder ein unbedeutender Mensch, der eine nicht weiter beachtenswerte Rolle spielte, der keine Macht hatte, keine noble Identität und keine Fähigkeiten oder Fertigkeiten, die die von gewöhnlichen Menschen übertrafen, würde Paulus dann trotzdem Christus sein wollen? (Nein, das würde er nicht.) Das würde er sicherlich nicht. Er hielt sich für gebildet und wollte kein gewöhnlicher Mensch sein, er wollte ein Übermensch sein, ein berühmter Mann, und andere übertreffen – wie könnte er Christus sein wollen, den andere für bescheiden und unbedeutend hielten? Welchen Status bzw. welche Rolle nahm Christus angesichts dessen in Paulus Herz ein? Welche Identität und welchen Status muss jemand haben und welche Autorität, Macht und Einfluss muss er nach außen hin zeigen, um Christus zu sein? Das enthüllt, wie Paulus sich Christus vorstellte und was er über Christus wusste, das heißt, wie er Christus definierte. Deshalb hatte Paulus den Ehrgeiz und den Wunsch, Christus zu sein. Es gibt einen bestimmten Grund, weshalb Paulus Christus sein wollte, und der wird zum Teil in seinen Briefen enthüllt. Wir wollen mehrere Dinge analysieren. Als der Herr Jesus am Wirken war, tat Er einige Dinge, die Seine Identität als Christus ausmachten. Diese Dinge sind Symbole und Konzepte der Identität Christi, die Paulus sah. Welche Dinge waren das? (Dass Er Zeichen und Wunder wirkte.) Genau. Dazu gehörte, dass Christus Menschen von ihren Krankheiten heilte, Dämonen austrieb und Zeichen und Wunder vollbrachte. Obwohl Paulus zugab, dass der Herr Jesus der Christus war, tat er das nur wegen der Zeichen und Wunder, die Er vollbrachte. Deshalb sprach Paulus, wenn er das Evangelium des Herrn Jesus predigte, nie über die Worte, die der Herr Jesus sprach, oder darüber, was Er predigte. Aus Paulus Sicht, der ein Ungläubiger war, verlieh die Tatsache, dass Christus so vieles sagen, so vieles predigen, so viel wirken und so viele Menschen dazu bringen konnte, Ihm zu folgen, der Identität und dem Status des Herrn Jesus eine gewisse Ehre; Er besaß unendliche Herrlichkeit und Edelmütigkeit, was dem Herrn Jesus unter den Menschen einen besonders großen und erhabenen Status verlieh. Das sah Paulus. Was Paulus an dem, was der Herr Jesus Christus bei Seinem Wirken manifestierte und offenbarte, als auch an Seiner Identität und Seinem Wesen sah, war nicht Gottes Wesen, Wahrheit, Weg oder Leben und auch nicht Gottes Lieblichkeit oder Weisheit. Was sah Paulus? Um einen modernen Ausdruck zu verwenden, was er sah, war der Glanz von Ruhm, und er wollte ein Fan des Herrn Jesus sein. Wenn der Herr Jesus sprach oder wirkte, dann hörten so viele Menschen zu – wie ruhmvoll musste das gewesen sein! Auf so etwas hatte Paulus lange gewartet, er hatte diesen Moment herbeigesehnt. Er sehnte sich nach dem Tag, an dem er ohne Ende predigen konnte wie der Herr Jesus, auf den so viele Menschen mit gespannter Aufmerksamkeit blickten, mit Bewunderung und Sehnsucht in den Augen, Ihm wollten sie folgen. Das beeindruckende Auftreten des Herrn Jesus hatte Paulus umgehauen. Tatsächlich hatte ihn das nicht wirklich umgehauen, vielmehr beneidete er Ihn um eine Identität und ein Auftreten, zu denen Menschen aufsahen, die Menschen beachteten, die sie vergötterten und von denen sie eine hohe Meinung hatten. Darauf war er neidisch. Wie also konnte er das bewerkstelligen? Er glaubte nicht, dass der Herr Jesus diese Dinge durch Sein Wesen und Seine Identität erreichte, sondern er glaubte, dass es an Seinem Titel lag. Deshalb sehnte Paulus sich danach, eine Persönlichkeit zu sein und eine Rolle zu haben, in der er den Namen Christus tragen konnte. Paulus gab sich viel Mühe, in diese Rolle zu schlüpfen, nicht wahr? (Ja.) Welche Bemühungen unternahm er? Er predigte überall und vollbrachte sogar Wunder. Schließlich charakterisierte er sich selbst mit einem Satz, der sein inneres Verlangen und seinen Ehrgeiz befriedigte. Mit welchem Satz charakterisierte er sich selbst? („Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“) Zu leben, ist Christus. Das ist die Hauptsache, das, was er schaffen wollte; sein größter Wunsch war, Christus zu sein. In welchem Zusammenhang steht dieser Wunsch mit seinen persönlichen Bestrebungen und dem Weg, den er ging? (Er verehrte Macht und wollte, dass die Menschen zu ihm aufsehen.) Das ist eine Theorie; ihr solltet über einige Tatsachen sprechen. Paulus zeigte sein Verlangen danach, Christus zu sein, auf praktische Weise; wie Ich ihn charakterisiere, das basiert nicht bloß auf einem einzigen Satz, den er gesagt hat. Anhand des Stils, der Methoden und Grundsätze seines Handelns können wir sehen, dass sich alles, was er tat, um sein Ziel drehte, Christus zu werden. Das sind die Ursache und das Wesen dessen, weshalb Paulus so vieles sagte und tat. Paulus wollte Christus sein, und das beeinflusste sein Streben, seinen Lebensweg und seinen Glauben. Auf welche Art und Weise zeigte sich dieser Einfluss? (Paulus prahlte und legte mit all seinen Taten und Predigten, Zeugnis für sich selbst ab.) Das ist eine Art; Paulus prahlte bei jeder Gelegenheit. Er machte den Leuten klar, wie er gelitten hatte, wie er vorging und was seine Absichten waren, sodass die Menschen, wenn sie das hörten, dachten, er wäre haargenau wie Christus, und ihn wirklich Christus nennen wollten. Das war sein Ziel. Wenn die Menschen ihn wirklich Christus genannt hätten, hätte er das dann abgestritten? Hätte er es abgelehnt? (Nein, das hätte er nicht.) Das hätte er definitiv nicht getan – er wäre sicherlich begeistert gewesen. Das ist die eine Art und Weise, wie sich der Einfluss zeigte, den das auf seine Bestrebungen hatte. Was gab es da noch? (Er schrieb Briefe.) Ja, er schrieb einige Briefe, damit diese durch alle Zeiten weitergegeben würden. In seinen Briefen, bei seiner Arbeit und während er die Gemeinden behütete, erwähnte er nie den Namen des Herrn Jesus Christus oder tat Dinge im Namen des Herrn Jesus Christus oder erhöhte den Namen des Herrn Jesus Christus. Welchen negativen Effekt hatte es, dass er immer so arbeitete und redete? Wie beeinflusste das diejenigen, die dem Herrn Jesus folgten? Es brachte die Menschen dazu, den Herrn Jesus Christus zu leugnen, und Paulus nahm Seinen Platz ein. Er sehnte sich danach, dass die Menschen fragten: „Wer ist der Herr Jesus Christus? Ich habe noch nie von Ihm gehört. Wir glauben an Paulus, den Christus.“ Das hätte ihn glücklich gemacht. Das war sein Ziel, und eins der Dinge, nach denen er strebte. Eine Art, wie sich dieser Einfluss zeigte, war seine Arbeitsweise; er ließ sich über inhaltslose Ideen aus und redete endlos über leere Theorien, damit die Menschen sahen, wie fähig und überzeugend er bei seiner Arbeit war, wie sehr er Menschen half und dass er ein gewisses Auftreten hatte, als wäre der Herr Jesus Christus wieder erschienen. Dieser Einfluss zeigte sich auch auf andere Art und Weise, nämlich darin, dass er den Herrn Jesus Christus nie erhöhte und mit Sicherheit nie Seinen Namen erhöhte, noch bezeugte er Worte und Wirken des Herrn Jesus Christus oder wie die Menschen davon profitierten. Hielt Paulus Predigten darüber, wie die Menschen Buße tun sollten? Das tat er mit Sicherheit nicht. Paulus predigte nie über das Werk, das der Herr Jesus Christus vollbrachte, über die Worte, die Er sprach oder all die Wahrheiten, die Er die Menschen lehrte – diese Dinge lehnte Paulus in seinem Herzen ab. Paulus leugnete nicht nur die Worte, die der Herr Jesus Christus sagte, und die Wahrheiten, die Er die Menschen lehrte, sondern er sah seine eigenen Worte, sein Tun und seine Lehren als die Wahrheit an. Mit diesen Dingen ersetzte er die Worte des Herrn Jesus und brachte die Menschen dazu, seine Worte zu praktizieren und sich an sie zu halten, als wären sie die Wahrheit. Wodurch wurde das ausgelöst, was sich hier zeigte und offenbarte? (Sein Wunsch, Christus zu sein.) Auslöser waren sein Vorhaben, sein Verlangen und sein Ehrgeiz, Christus zu sein. Das hing eng mit seinem Praktizieren und Seinen Bestrebungen zusammen. Das ist Paulus sechste Sünde. Ist es eine schwerwiegende? (Ja, das ist es.) Tatsächlich sind all seine Sünden schwerwiegend. Sie alle bedeuten den Tod.
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
Seit Paulus niedergestreckt worden war, glaubte er, dass der Herr Jesus Christus existierte und dass der Herr Jesus Christus Gott war. Der Gott, an den er glaubte, hatte sich in einem Augenblick vom Gott im Himmel in den Herrn Jesus Christus verwandelt – in den Gott auf Erden. Von diesem Moment an konnte er den Auftrag des Herrn Jesus nicht ablehnen, und er fing an, unnachgiebig für den menschgewordenen Gott – den Herrn Christus – zu schuften. Natürlich war das Ziel seines Schuftens zum Teil, sich von seinen Sünden freizusprechen, aber zum Teil diente es dazu, seinen Wunsch nach Segen zu befriedigen und den Bestimmungsort zu bekommen, den er wollte. Als Paulus „durch den Willen Gottes“ sagte, bezog er sich mit „Gott“ auf Jehova oder auf Jesus? Er war ein wenig verwirrt und dachte: „Ich glaube an Jehova, weshalb wurde ich also von Jesus niedergestreckt? Warum hat Jehova Jesus nicht aufgehalten, als er mich niederstreckte? Welcher von ihnen ist denn nun eigentlich Gott?“ Er kam nicht dahinter. So oder so, er würde den Herrn Jesus nie als seinen Gott ansehen. Selbst wenn er Ihn mit Worten bekannte, so gab es doch trotzdem Zweifel in seinem Herzen. Mit der Zeit glaubte er allmählich wieder, dass „nur Jehova Gott ist“; in allen darauffolgenden Paulusbriefen meinte er mit „Gott“ wahrscheinlich hauptsächlich den Gott Jehova, wenn er „durch den Willen Gottes“ schrieb. Weil Paulus nie klar aussprach, dass der Herr Jesus Jehova ist, den Herrn Jesus immer als Gottes Sohn sah, Ihn als den Sohn bezeichnete und nie irgendetwas wie „der Sohn und der Vater sind eins“ sagte, ist damit bewiesen, dass Paulus den Herrn Jesus nie als den einen wahren Gott anerkannte; er hatte Zweifel und glaubte nur halb daran. Wenn wir uns diese Meinung ansehen, die Paulus über Gott hatte, und welche die Methode seines Strebens war, so war Paulus nicht jemand, der nach der Wahrheit strebte. Das Geheimnis der Menschwerdung verstand er nie, und er erkannte den Herrn Jesus nie als den einen wahren Gott an. Daran kann man leicht erkennen, dass Paulus jemand war, der Macht verehrte und gerissen und listig war. Was sagt uns die Tatsache, dass Paulus Niederträchtigkeit, Macht und Status verehrte, über das, woran er glaubte? Besaß er wahren Glauben? (Nein.) Er besaß keinen wahren Glauben, existierte also der Gott, den er in seinem Herzen definiert hatte? (Nein.) Warum also reiste er trotzdem umher, wendete sich für den Herrn Jesus Christus auf und arbeitete für Ihn? (Er wurde von seinem Vorhaben, gesegnet zu werden, beherrscht.) (Er hatte Angst davor, bestraft zu werden.) Wir sind wieder auf diesen Punkt zurückgekommen. Es lag daran, dass er Angst vor Bestrafung und einen Pfahl im Fleisch hatte, den er nicht entfernen konnte, deshalb musste er immer umherreisen und arbeiten, damit der Pfahl im Fleisch nicht mehr wehtat, als er ertragen konnte. Anhand dessen, was bei Paulus zu Tage trat, an seinen Worten, an seiner Reaktion auf das, was auf der Straße nach Damaskus passiert war, und anhand dessen, welche Wirkung es im Nachhinein auf ihn hatte, dass er auf der Straße nach Damaskus niedergestreckt worden war, können wir sehen, dass in seinem Herzen kein Glaube vorhanden war; man kann sich mehr oder weniger sicher sein, dass er ein Ungläubiger und ein Atheist war. Seine Sicht lautete: „Wer auch immer die Macht hat, an den werde ich glauben. Wer auch immer die Macht hat und mich unterwerfen kann, für den werde ich Botengänge machen und mein Möglichstes tun. Wer auch immer mir einen Bestimmungsort geben kann, eine Krone, und meinen Wunsch nach Segnungen befriedigen kann, dem werde ich folgen. Ich werde ihm bis ans Ende folgen.“ Wer war der Gott in seinem Herzen? Jeder konnte sein Gott sein, solange er mächtiger als er war und ihn unterwerfen konnte. War das nicht Paulus Wesensnatur? (Ja.) Wer also war das Wesen, an das er letztlich glaubte, das fähig war, ihn auf der Straße nach Damaskus niederzustrecken? (Der Herr Jesus Christus.) „Der Herr Jesus Christus“ war der Name, den er benutzte, aber das Wesen, an das er wirklich glaubte, war der Gott in seinem Herzen. Wo ist sein Gott? Würdest du ihn fragen, „Wo ist dein Gott? Ist Er im Himmel? Befindet Er sich inmitten aller Dinge? Ist Er der Eine, der über die ganze Menschheit herrscht?“, würde er sagen: „Nein, mein Gott ist auf der Straße nach Damaskus.“ Das war in Wirklichkeit sein Gott. War der Grund, weshalb Paulus für den Herrn Jesus Christus, den er verfolgt hatte, jetzt arbeiten, sich aufwenden und sogar sein Leben hingeben konnte – der Grund, weshalb er so eine enorme Kehrtwende vollziehen konnte – dass sich sein Glauben geändert hatte? Lag es daran, dass sein Gewissen erwacht war? (Nein.) Wodurch wurde das herbeigeführt? Was hatte sich geändert? Seine psychologische Krücke hatte sich geändert. Vorher befand sich seine psychologische Krücke im Himmel; sie war etwas Leeres, Vages. Würde das durch Jesus Christus ersetzt, würde Paulus denken, Er sei zu unbedeutend – Jesus war nur ein gewöhnlicher Mensch, Er konnte keine psychologische Krücke sein – und für berühmte religiöse Persönlichkeiten hatte Paulus noch weniger übrig. Paulus wollte einfach jemanden finden, auf den er sich verlassen konnte, der ihn unterwerfen und segnen konnte. Er dachte, dass das Wesen, dem er auf der Straße nach Damaskus begegnet war, das mächtigste war, und dass dieses das war, woran er glauben sollte. Seine psychologische Krücke änderte sich zur gleichen Zeit wie sein Glaube. Kann man aufgrund dessen sagen, dass Paulus wahrhaft an Gott glaubte oder nicht? (Nein.) Wir wollen nun in einem Satz zusammenfassen, wodurch Paulus Bestrebungen und der Weg, auf dem er sich befand, beeinflusst wurden. (Von seiner psychologischen Krücke.) Wie also sollten wir Paulus siebte Sünde charakterisieren? In jeder Hinsicht war Paulus Glaube eine psychologische Krücke; er war leer und vage. Er war durch und durch ein Ungläubiger und ein Atheist. Warum hat ein Atheist und Ungläubiger wie er die religiöse Welt nicht hinter sich gelassen? Einerseits gab es da in seiner vagen Vorstellung die Frage des Bestimmungsorts, andererseits gab es die Frage seines Essenscoupons im Leben. Ruhm, Gewinn, Status und ein Essenscoupon waren das, wonach er in diesem Leben strebte, und die Vorstellung, in der bevorstehenden Welt einen Bestimmungsort zu haben, war für ihn ein Trost. Diese Dinge machen jede Ursache und Krücke hinter dem aus, wonach solche Menschen streben, was sie offenbaren und welchen Weg sie gehen. Was war, so gesehen, Paulus? (Ein Ungläubiger. Er glaubte an den vagen Gott.) (Ein Atheist.) Die Aussage, dass er ein Atheist war und dass er ein Ungläubiger und ein Opportunist war, der sich im Christentum versteckt hielt, stimmt genau. Wenn du ihn bloß als Pharisäer bezeichnest, ist das dann nicht eine Untertreibung? Wenn du dir die Briefe ansiehst, die Paulus schrieb, und siehst, dass es, oberflächlich betrachtet, darin heißt „durch den Willen Gottes“, dann nimmst du vielleicht an, dass Paulus den Gott im Himmel als den Höchsten betrachtete und dass die Menschen Gott nur ihrer Auffassungen wegen oder weil sie unwissend waren und Gott nicht verstanden, in drei Ebenen unterteilten – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist – und dass es nur an der Torheit der Menschen liegt und kein sehr großes Problem darstellt, weil die ganze religiöse Welt auch so denkt. Ist das aber, jetzt, nachdem ihr es analysiert habt, der Fall? (Nein, das ist es nicht.) Paulus erkannte die Existenz Gottes nicht einmal an. Das ist ein Atheist und ein Ungläubiger, und er sollte mit den Atheisten und Nichtgläubigen in einen Topf geworfen werden.
– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Paulus Wesensnatur erkennt
Was war die Wesensnatur von Paulus? Zumindest wies seine Wesensnatur den Wesenszug der Niederträchtigkeit auf. Er strebte wie wild nach Wissen und Status, er strebte nach Belohnungen und einer Krone, und er lief umher, arbeitete und zahlte den Preis für diese Krone, ohne im Geringsten nach der Wahrheit zu streben. Darüber hinaus legte er im Laufe seiner Arbeit niemals Zeugnis für die Worte des Herrn Jesus ab, noch bezeugte er, dass der Herr Jesus der Christus ist, Gott ist oder der menschgewordene Gott ist, dass der Herr Jesus Gott repräsentiert und alle Worte, die Er spricht, die von Gott gesprochenen Worte sind. Paulus konnte diese Dinge nicht verstehen. Welchen Weg schlug Paulus also ein? Er verfolgte halsstarrig Wissen und Theologie, sträubte sich gegen die Wahrheit, weigerte sich, die Wahrheit anzunehmen, und nutzte seine Begabung und sein Wissen, um durch seine Arbeit seinen Status zu pflegen, zu wahren und zu festigen. Was war sein endgültiges Ergebnis? Vielleicht kannst du von außen nicht sehen, welche Bestrafung er vor seinem Tod erhielt oder ob er eine anormale Äußerungsform an den Tag legte, aber sein endgültiges Ergebnis unterschied sich von dem des Petrus. Wovon hing dieser „Unterschied“ ab? Das eine ist die Wesensnatur eines Menschen, und das andere ist der Weg, den er einschlägt. Worin unterschied sich in Bezug auf Paulus’ Haltung und Sichtweise gegenüber dem Herrn Jesus sein Widerstand von dem gewöhnlicher Menschen? Und was ist der Unterschied zwischen der Verleugnung und Ablehnung des Herrn durch Paulus und der dreimaligen Verleugnung des Namens Gottes und des Nicht-Anerkennens des Herrn durch Petrus aus Schwäche und Angst? Paulus nutzte Wissen, Gelehrtheit und seine Begabung, um seine Arbeit zu verrichten. Er praktizierte die Wahrheit überhaupt nicht, noch folgte er dem Weg Gottes. Konnte man daher in der Zeit, in der er umherlief und arbeitete, oder in seinen Briefen seine Schwäche erkennen? Wohl kaum, oder? Immer wieder lehrte er die Menschen, was sie tun sollten, und ermutigte sie, nach Belohnungen, Kronen und einem guten Bestimmungsort zu streben. Ihm fehlten jegliche erfahrungsbasierten Erkenntnisse und jegliche Erfahrung mit dem Praktizieren der Wahrheit. Petrus hingegen war in seinem Handeln sehr unauffällig. Er hatte keine tiefgründigen Theorien oder allzu berühmte Briefe. Er besaß einiges an echtem Verständnis und praktischer Umsetzung der Wahrheit. Obwohl er in seinem Leben Schwäche und Verdorbenheit erlebte, war die Beziehung, die er nach vielen Prüfungen zu Gott aufbaute, die Beziehung zwischen Mensch und Gott, was sich völlig von Paulus’ Fall unterschied. Obwohl Paulus arbeitete, hatte nichts, was er tat, etwas mit Gott zu tun. Er legte kein Zeugnis für Gottes Worte, Sein Werk, Seine Liebe oder Seine Rettung der Menschheit ab, und noch weniger für Gottes Absichten gegenüber den Menschen oder Seine Forderungen. Er sagte den Menschen sogar oft, der Herr Jesus sei der Sohn Gottes, was letztendlich dazu führte, dass die Menschen Gott als eine Dreieinigkeit betrachteten. Der Begriff „Dreieinigkeit“ hat seinen Ursprung bei Paulus. Wenn es so etwas wie „Vater und Sohn“ nicht gibt, kann es dann eine „Dreieinigkeit“ geben? Das kann es nicht. Die Vorstellungen der Menschen sind einfach zu „blühend“. Wenn du die Menschwerdung Gottes nicht verstehen kannst, solltest du keine blinden Urteile fällen oder blind urteilen. Höre einfach auf die Worte des Herrn Jesus und behandle Ihn als Gott, als Gott, der im Fleisch erscheint und ein Mensch wird. Es ist objektiver, es auf diese Weise zu behandeln.
– Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 7: Sie sind niederträchtig, heimtückisch und hinterlistig (Teil 3)
Die Veränderungen in Paulus waren, nachdem er das Wirken des Heiligen Geistes jahrelang erfahren hatte, so gut wie nicht vorhanden. Er verblieb dennoch nahezu in seinem natürlichen Zustand und er war immer noch der Paulus von früher. Es war nur so, dass er, nachdem er die Härte vieler Arbeitsjahre ertragen hatte, gelernt hatte, wie man „arbeitet“, und sich Ausdauer angeeignet hatte, doch seine alte Natur – seine äußerst ehrgeizige und geldgierige Natur – noch immer vorhanden war. Nachdem er so viele Jahre gearbeitet hatte, kannte er seine verdorbene Disposition nicht, noch hatte er sich von seiner alten Disposition befreit, und in seiner Arbeit war sie nach wie vor klar erkennbar. In ihm gab es lediglich mehr Arbeitserfahrung, allerdings konnte ihn so wenig Erfahrung allein nicht verändern und konnte seine Ansichten über das Dasein oder die Bedeutung seines Strebens nicht ändern. Obwohl er viele Jahre lang für Christus arbeitete und den Herrn Jesus nie wieder verfolgte, geschah in seinem Herzen keine Veränderung seiner Gotteserkenntnis. Das bedeutet, dass er nicht arbeitete, um sich Gott hinzugeben, sondern er war vielmehr wegen seines zukünftigen Bestimmungsortes zum Arbeiten gezwungen. Denn am Anfang verfolgte er Christus und unterwarf sich Christus nicht; er war von Natur aus ein Rebell, der sich Christus bewusst widersetzte, und er war jemand, der keine Kenntnis vom Wirken des Heiligen Geistes hatte. Als seine Arbeit fast abgeschlossen war, kannte er das Wirken des Heiligen Geistes immer noch nicht und handelte nur selbstständig seiner eigenen Natur entsprechend, ohne dem Willen des Heiligen Geistes die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb stand seine Natur in Feindschaft mit Christus und hielt sich nicht an die Wahrheit. Eine solche Person, die vom Wirken des Heiligen Geistes verlassen wurde, die das Werk des Heiligen Geistes nicht kannte und die sich zudem Christus widersetzte – wie könnte so jemand gerettet werden? Ob der Mensch gerettet werden kann oder nicht, hängt nicht davon ab, wie viel er arbeitet oder davon, wie sehr er sich hingibt, sondern wird stattdessen dadurch bestimmt, ob er das Werk des Heiligen Geistes kennt oder nicht, ob er die Wahrheit in die Praxis umsetzen kann oder nicht und ob seine Ansichten über das Streben mit der Wahrheit übereinstimmen oder nicht.
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht
Filmausschnitte zu diesem Thema
Verstehst du Paulus wirklich?