Gottes Worte sind die einzige Linse, durch die wir andere betrachten sollten

Okt 8, 2023

Von Shunjie, Die Vereinigten Staaten

Sind Sheila und ich alte Freunde und ich kannte sie gut. Immer, wenn wir uns trafen, plauderte sie mit mir über ihren momentanen Zustand. Sie sagte, sie sei anderen gegenüber immer misstrauisch und mache sich viele Gedanken darüber, was andere von ihr dachten. Zudem gab sie zu, sie könne sehr kleinlich sein und hinterfrage immer, was Leute meinten. Sie konnte sich über jeden noch so kleinen Gesichtsausdruck, den Tonfall oder sogar eine beiläufige Bemerkung aufregen. Sie wolle nicht so sein, könne es aber nicht ändern. Oft sagte sie, dass sie tief verdorben und betrügerisch sei und es ihr an Menschlichkeit fehle. Sie hasse es, wie sehr sie Ruf und Status schätzte, und sie weinte, wenn sie darüber sprach. Als ich sah, wie remütig sie war und wie angewidert von sich selbst, glaubte ich, sie wollte sich wirklich ändern. Vielleicht war diese verdorbene Disposition eine wirklich ernste Angelegenheit, ihre Achillesferse, und es wäre nicht leicht, das zu ändern, es würde Zeit erfordern. Also dachte ich, ich sollte einfühlsam sein. Egal, wie beschäftigt ich mit meiner Pflicht war, legte ich meine Arbeit beiseite und hörte ihr zu, wie sie mir ihr Herz ausschüttete, und ich habe sie oft ermutigt, getröstet und mit ihr Gemeinschaft gehalten. Doch ich konnte nie verstehen, warum Sheila, obwohl sie in ihrem gemeinschaftlichen Austausch vernünftig schien und sich selbst gut kannte, wenn andere sie auf ihre Probleme hinwiesen, immer dachte, sie würden sie verachten, und dann negativ wurde. Das passierte immer wieder und änderte sich nie. Hinzu kam, dass sie mit vielen Leuten über dieses Problem gesprochen, sich viele Male geöffnet hatte, und viele Leute mit ihr Gemeinschaft gehalten hatten. Doch selbst Jahre später hat sie immer noch kein Anzeichen von Besserung gezeigt.

Ich erinnere mich, wie einer der Betreuer einmal mit uns ein Problem, das wir bei der Bewässerung von Neulingen hatten, besprach und sagte, wir seien nicht fürsorglich und geduldig genug mit den Neulingen gewesen und hätten uns unverantwortlich verhalten, weil wir ihnen nicht umgehend gemeinschaftlichen Austausch und Unterstützung anboten, wenn sie nicht zu Versammlungen kamen. Der Betreuer sagte das zu allen Bewässerern, er prangerte niemanden von uns besonders an. Doch Sheila meinte, der Betreuer habe sie bloßgestellt und ihrem Ansehen geschadet, deshalb wollte sie während der Versammlung nichts sagen. Ein anderes Mal hielt ein Bruder über seinen aktuellen Zustand Gemeinschaft und sagte, dass er manchmal, wenn er mit Menschen von schlechtem Kaliber zu tun hatte, sie nicht fair behandelte. Er hielt dann weiter über seine Erfahrung Gemeinschaft und darüber, wie er sich verbesserte und Eintritt erlangte. Doch als Sheila das hörte, dachte sie, er würde über sie reden, dass der Bruder ihr Kaliber schlechtmachte und auf sie herabschaute. Sie war danach eine lange Zeit negativ, wurde gegenüber dem Bruder voreingenommen und mied und ignorierte ihn. Ein anderes Mal wies der Betreuer in einer Arbeitsbesprechung auf einen kleinen Fehler in Sheilas Art, Neulinge zu bewässern, hin, und sie fing plötzlich an zu weinen, lief aus dem Raum und kam erst eine ganze Weile später zurück. Sie saß still abseits der Gruppe, und die Tränen liefen ihr übers Gesicht, als wäre ihr ein großes Unrecht widerfahren. Als ich den Ausdruck auf ihrem Gesicht sah, konnte ich mein Herz nicht zur Ruhe bringen, und die Situation störte die Versammlung. Schließlich blieb dem Betreuer keine andere Wahl, als sie zu trösten und zu ermutigen, woraufhin sie sich endlich beruhigte. Etwas später hielt der Leiter mit ihr Gemeinschaft und wies sie darauf hin, dass sie zu großen Wert auf Ruf und Status lege, und immer im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen müsse, um ihre Pflicht zu erfüllen. Das konnte sie noch weniger akzeptieren: Einerseits bezeichnete sie die Kritik des Betreuers als voreingenommen und unfair, andererseits sagte sie, sie habe eine schwierige Natur und wolle sich ändern, könne es aber nicht. Außerdem sagte sie: „Ich bin nicht mehr zu retten. Wie kann ich nur so eine Natur haben? Warum sind alle anderen besser als ich und mit einfacheren Gedanken gesegnet? Warum schenkte mir Gott keine gute Natur?“ Als ich sie all das sagen hörte, dachte ich bei mir: „Wie unausstehlich und unvernünftig von ihr. Wie kann sie Gott die Schuld geben?“ Doch dann dachte ich, vielleicht hatte sie sich in letzter Zeit in einem schlechten Zustand befunden und diese Dinge nur gesagt, weil ihr Ansehen und Status bedroht waren. Vielleicht würde sie ihr Verhalten ändern, wenn sich ihr Zustand verbesserte.

Später wurde mir jedoch klar, dass sie sich immer von den Äußerungen anderer einschränken ließ, ganz gleich in wessen Gesellschaft sie war – wenn sie den Eindruck hatte, jemand sei kühl zu ihr, oder ihr den Tonfall nicht gefiel, schloss sie daraus, dass diese Leute es auf sie abgesehen hatten. Wenn ich mit ihr zu tun hatte, war ich immer extrem vorsichtig und immer besorgt, ich könnte sie irgendwie kränken, sie negativ stimmen und ihre Pflichten verzögern. Mit Sheila zu tun zu haben war erstickend, ich wollte ihr oft aus dem Weg gehen. Doch dann kam mir meine eigene Verdorbenheit in den Sinn. Ich sollte nicht immer kritisch auf andere blicken, sondern einfühlsam und rücksichtsvoll sein, wenn es um die Probleme anderer ging, tolerant sein und Mitgefühl zeigen. Also zwang ich mich, normal mit ihr umzugehen, und gab mir Mühe, sie nicht zu kränken.

Weil Sheila sich weigerte, die Wahrheit zu akzeptieren, sich unvernünftig verhielt und die Kirche störte, wurde sie etwas später vom Leiter entlassen und aufgefordert, sich zur Selbstreflexion in Isolation zu begeben. Ich war ziemlich überrascht, als ich das erfuhr, denn obwohl Sheila sich zu sehr um Ansehen und Status sorgte und anderen oft misstraute, war sie dennoch durchaus willens, sich zu öffnen und Gemeinschaft zu halten, und schien die Wahrheit zu suchen. Warum also wurde sie in die Isolation geschickt? Ich konnte sie erst richtig einschätzen, als die Leiter einige Zeit später auf einer Versammlung Sheilas Bewertungen vorlasen und mit Hilfe von Gottes Wort ihr Verhalten analysierten. Der Allmächtige Gott sagt: „Unvernünftige, gnadenlos böswillige Menschen denken bei ihrem Handeln nur an ihre eigenen Interessen. Sie tun, was immer sie wollen und ihr Gerede ist voller absurder Irrlehren. Sie sind unempfänglich für Vernunft und ihre Gesinnung ist durch und durch bösartig. Niemand wagt es, mit ihnen zu verkehren, und niemand ist bereit, mit ihnen Gemeinschaft über die Wahrheit zu halten, aus Angst, Unheil auf sich selbst zu ziehen. Man fühlt sich unwohl dabei, ihnen die Meinung zu sagen, weil man befürchtet, dass sie ein Wort, das ihnen nicht gefällt oder nicht ihren Wünschen entspricht, aufgreifen und ungeheuerliche Anschuldigungen erheben werden. Sind solche Menschen nicht böse? Sind sie nicht lebende Dämonen? All jene mit bösartigen Gesinnungen und ungesundem Verstand sind lebende Dämonen. Und wenn jemand mit einem lebenden Dämonen Umgang pflegt, kann er schon mit einem Augenblick der Unachtsamkeit Unheil auf sich selbst ziehen. Würde es nicht Ärger bedeuten, wenn solche lebenden Dämonen in der Kirche vertreten wären? (Ja, das würde es.) Nachdem diese lebenden Dämonen ihre Wutanfälle gehabt und ihrem Ärger Luft gemacht haben, sprechen sie vielleicht eine Weile wie ein Mensch und entschuldigen sich, aber sie werden sich danach nicht ändern. Wer weiß schon, wann ihre Stimmung kippen wird und sie wieder einen Wutanfall bekommen und ihre absurden Irrlehren verbreiten werden. Das Ziel ihres Wütens und ihrer Anfälle ist jedes Mal ein anderes, ebenso wie die Ursache und der Hintergrund ihrer Ausbrüche. Alles kann sie aus der Fassung bringen. Alles kann dazu führen, dass sie sich unzufrieden fühlen, und alles kann sie dazu bringen, unhöflich und unvernünftig zu reagieren. Wie beängstigend und wie beschwerlich! Diese bösen Menschen agieren, als wären sie geisteskrank. Sie können jederzeit ihren Verstand verlieren und niemand weiß, wozu sie fähig sind. Ich empfinde den größten Hass auf solche Menschen. Jeder einzelne von ihnen sollte weggesäubert werden – sie müssen alle vertrieben werden. Ich möchte Mich nicht mit ihnen einlassen. Sie denken verworren und haben ein brutales Temperament, sie stecken voller absurder Irrlehren und absurdem Geschwätz und wenn ihnen etwas zustößt, lassen sie sich ungestüm darüber aus. … Sie werden nicht zugeben, dass sie ein Problem haben, sondern schieben die Verantwortung auf andere. Sie geben sogar anderen Menschen die Schuld an ihrem Verhalten und behaupten, sie seien schlecht behandelt worden, als hätte jemand anders all ihre Wutanfälle und ihr sinnloses Unruhestiften verursacht und sie hätten keine andere Wahl gehabt, als sich so zu verhalten. Sie tun so, als würden sie in Notwehr handeln, als seien nur die anderen schuld. Sobald sie sich unzufrieden fühlen, machen sie ihrem Ärger Luft, geben Unsinn von sich und verbreiten ihre absurden Irrlehren. Sie tun so, als ob jemand anders schuld wäre, als ob nur sie allein gut und alle anderen schlecht sind. Und ganz gleich, wie viele Wutanfälle sie haben und welche absurden Irrlehren sie verbreiten, sie wollen immer noch, dass andere gut über sie sprechen. Wenn sie etwas Schlechtes getan haben, lassen sie nicht zu, dass jemand es aufdeckt oder ihnen die Schuld gibt. Wenn du etwas Schlechtes über sie sagst, werden sie dich unaufhörlich damit belästigen und die Angelegenheit nie ruhen lassen. Wer sind diese Menschen? Sie sind unvernünftige, gnadenlos böswillige Menschen, und sie sind allesamt böse(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Arbeitern). Sobald jemand etwas sagt, das ihre Interessen bedroht, verhalten sich solche Leute unvernünftig und machen eine Szene. Ihre Dispositionen sind so bösartig, dass andere sich fürchten, sie zu kränken und ihnen entgegenzutreten. Sie stellen eine ernsthafte Störung der Brüder und Schwestern und des Gemeindelebens dar. Sheila war die ganze Zeit über so. Wenn andere sie auf ihre Probleme hinwiesen, erwog sie nicht, ob sie damit vielleicht Recht hatten, und dachte nicht über sich selbst nach, sondern legte ihr Augenmerk auf den Tonfall und die Haltung ihres Gegenübers. Wenn ihr diese nicht gefielen, rastete sie aus, und weil sie dachte, sie würden auf sie herabschauen oder hätten es auf sie abgesehen, war sie entweder auf sie wütend, machte sich ein schlechtes Bild von ihnen oder fing an zu weinen, um ihrer Unzufriedenheit Luft zu machen. Andere fühlte sich dadurch eingeschränkt, weil sie ihr entweder stets aus dem Weg gehen oder ihr entgegenkommen mussten. Unser Betreuer sprach mit uns über unsere Probleme bei der Bewässerungsarbeit, damit wir besser werden und unsere Pflichten besser erfüllen konnten, doch Sheila glaubte, der Betreuer würde sie anprangern und ihre früheren Fehler ansprechen, also bildete sie sich eine schlechte Meinung von dem Betreuer und weinte ohne Pause, als ob man ihr Unrecht getan hätte. Dadurch wurde die ganze Versammlung gestört, und alle waren darüber aufgebracht. Als ein Bruder über seinen Zustand Gemeinschaft hielt und sagte, er schaffe es nicht, die Menschen fair zu behandeln, dachte sie, er würde sie schlechtmachen und auf sie herabschauen, also ignorierte sie ihn und fing sogar an zu heulen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Dementsprechend trauten sich die Leute nicht, ihr entgegenzutreten oder sie zu kränken, und konnten nur mit ihr reden, wenn sie sie wie ein rohes Ei behandelten, sie beschwichtigten und ihr zustimmten. Nur dann erfüllte sie ihre Pflicht. Sheila verhielt sich schon seit Jahren so. Sie hatte von jedem, der ihrem Ruf und ihrem Status schadete oder ihre Interessen bedrohte, eine schlechte Meinung. Sie behauptete sogar, die Art und Weise, wie sich andere ihr gegenüber verhielten, sei der Grund für ihre negative Einstellung – eine komplett unvernünftige Verdrehung der Tatsachen. War sie nicht auch eine von diesen unvernünftigen Menschen, die Gott entlarvte? Erst als mir das klar wurde, erkannte ich, dass ihr Misstrauen gegen andere und ihre übertriebene Sorge um ihren Ruf nicht Sheilas einzige Probleme waren; sie weigerte sich, die Wahrheit zu akzeptieren, und war eine unausstehliche und unvernünftige Person. Ich dachte darüber nach, warum ich glaubte, Sheila müsse ein wirklich gutes Verständnis ihrer selbst haben und nach der Wahrheit suchen, weil sie oft offen über ihren Zustand und ihre Verdorbenheit sprach, sich in Versammlungen selbst analysierte und sogar voller Reue in Tränen ausbrach, wenn sie sich über ihre Verderbtheit äußerte. Was war falsch an meinem Verständnis?

Erst als ich etwas später mit meinen Brüdern und Schwestern über Gottes Worte Gemeinschaft gehalten hatte, konnte ich ihre sogenannte „Selbsterkenntnis“ endlich richtig einschätzen. „Wenn manche mit anderen Menschen Gemeinschaft über ihre Selbsterkenntnis halten, ist das erste, was aus ihrem Mund kommt: ‚Ich bin ein Teufel, ein lebendiger Satan, jemand, der Gott Widerstand leistet. Ich gehorche Ihm nicht und verrate Ihn; ich bin eine Schlange, ein böser Mensch, der verflucht werden sollte‘. Ist das wahre Selbsterkenntnis? Sie äußern sich nur allgemein. Warum nennen sie keine Beispiele? Warum können sie die schändlichen Dinge, die sie getan haben, nicht ans Tageslicht bringen, damit sie analysiert werden? Einige Unbedarfte hören sie und denken: ‚Das ist doch wahre Selbsterkenntnis! Sich selbst als Teufel, als Satan zu erkennen und sich sogar selbst zu verfluchen – welche Höhen haben sie erreicht!‘ Viele Menschen, vor allem solche, die neu im Glauben sind, sind anfällig dafür, sich von diesem Gerede täuschen zu lassen. Sie denken, dass der Redner rein ist und geistliche Dinge versteht, dass es sich um jemanden handelt, der die Wahrheit liebt und für die Leitung qualifiziert ist. Sobald sie jedoch eine Weile mit der Person zu tun haben, stellen sie fest, dass dem nicht so ist, dass sie nicht die ist, die sie sich vorgestellt haben, sondern dass sie außerordentlich falsch und trügerisch ist, geschickt beim Verstellen und Nachahmen, was eine große Enttäuschung ist. Auf welcher Grundlage kann man davon ausgehen, dass die Menschen sich selbst wirklich kennen? Man darf nicht beachten, was sie sagen – der Schlüssel ist, festzustellen, ob sie in der Lage sind, die Wahrheit zu praktizieren und anzunehmen. Denn diejenigen, die die Wahrheit wirklich verstehen, besitzen nicht nur wahres Wissen über sich selbst, sondern sind vor allem auch in der Lage, die Wahrheit zu praktizieren. Sie sprechen nicht nur über ihr wahres Verständnis, sondern sind auch in der Lage, das, was sie sagen, wirklich zu tun. Das heißt, ihre Worte und Taten sind vollständig aufeinander abgestimmt. Wenn das, was sie sagen, schlüssig und angenehm klingt, sie es aber nicht tun, nicht ausleben, dann sind sie zu Pharisäern geworden, sie sind Heuchler und absolut keine Menschen, die sich selbst wirklich kennen. Viele Menschen klingen sehr schlüssig, wenn sie Gemeinschaft über die Wahrheit halten, aber sie merken nicht, wenn sie Ausbrüche einer verdorbenen Gesinnung haben. Sind das Menschen, die sich selbst kennen? Wenn Menschen sich selbst nicht kennen, sind sie dann Menschen, die die Wahrheit verstehen? Alle, die sich selbst nicht kennen, sind Menschen, die die Wahrheit nicht verstehen, und alle, die leere Worte der Selbsterkenntnis sprechen, haben eine falsche Spiritualität, sie sind Lügner. Manche Menschen klingen sehr schlüssig, wenn sie Worte der Glaubenslehre sprechen, aber der Zustand ihres Geistes ist gefühllos und beschränkt, sie sind empfindungslos und unempfänglich für jegliche Belange. Man kann sagen, dass sie gefühllos sind, aber manchmal, wenn man sie reden hört, scheint ihr Geist ziemlich scharf zu sein. Zum Beispiel sind sie sofort nach einem Vorfall in der Lage, sich zu erkennen: ‚Gerade eben wurde mir etwas klar. Ich habe darüber nachgedacht und erkannt, dass es hinterlistig war, dass ich Gott getäuscht habe.‘ Manche unbedarften Menschen sind neidisch, wenn sie das hören, und sagen: ‚Diese Person merkt sofort, wenn sie einen Ausbruch von Verdorbenheit hat, und ist in der Lage, sich zu öffnen und auch darüber Gemeinschaft zu halten. Sie reagiert so schnell, ihr Geist ist scharf, sie ist viel besser als wir. Das ist wirklich jemand, der nach der Wahrheit strebt‘. Kann man Menschen auf diese Weise richtig einschätzen? (Nein.) Auf welcher Grundlage sollte man also beurteilen, ob Menschen sich selbst wirklich kennen? Man darf nicht nur nach dem gehen, was aus ihrem Mund kommt. Du musst auch das sehen, was sich wirklich in ihnen zeigt. Die einfachste Methode dafür ist, zu prüfen, ob sie in der Lage sind, die Wahrheit zu praktizieren – das ist das Entscheidendste. Ihre Fähigkeit, die Wahrheit zu praktizieren, beweist, dass sie sich selbst wirklich kennen, denn diejenigen, die sich selbst wirklich kennen, zeigen Reue, und nur wenn Menschen Reue zeigen, haben sie wirkliche Selbsterkenntnis(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur Selbsterkenntnis ist beim Streben nach der Wahrheit hilfreich). Gottes Worte zu lesen ließ mich verstehen, dass jene, die sich selbst wirklich kennen, die Wahrheit annehmen können, sich schämen, wenn sie Verdorbenheit an den Tag legen, und danach aufrichtig Buße tun und sich ändern. Andere hingegen sagen all die richtigen Worte, bezeichnen sich selbst als Dämonen oder Satan, als ob sie über tiefe Selbsterkenntnis verfügten, doch wenn sie zurechtgestutzt werden, weigern sie sich, es zu akzeptieren, denken nicht über sich selbst nach, und versuchen sogar, sich wiederholt mit fadenscheinigen Argumenten zu verteidigen. Ganz gleich wie viel Selbsterkenntnis solche Leute zu haben scheinen, das ist alles nur eine List. Ich dachte daran, wie Sheila immer mit Leuten über ihren Zustand plauderte und sagte, sie sei zu sehr auf ihr Ansehen bedacht und lasse sich von den Einstellungen anderer einschränken. Sie sagte auch, sie verhalte sich betrügerisch und sei anderen gegenüber misstrauisch. Nach außen hin schien sie ziemlich direkt und offen zu sein, in der Lage, ihre eigene Verdorbenheit zu erkennen und über sich selbst nachzudenken, und sie weinte sogar manchmal, wenn sie darüber sprach. Es sah so aus, als empfinde sie wirklich Reue und würde sich selbst verachten. Deshalb dachte ich, sie würde die Wahrheit suchen. Doch sie sprach schon seit Jahren über diese Verhaltenmuster, aber nie schien sie sich zu ändern. Erst durch die Offenbarung in Gottes Worten erkannte ich, dass Sheilas sogenannte Selbsterkenntnis nur aufgesetzt war; sie akzeptierte weder die Wahrheit, noch dachte sie über ihre eigene Verdorbenheit nach. Oft bezog sie verschiedene tiefgründig klingende, aber nichtssagende Aussagen auf sich selbst und sagte, sie hätte schlechte Menschlichkeit, sei betrügerisch, bösartig und ein Antichrist und sollte in die Hölle geschickt werden. Es schien, als würde sie über ein tiefes Verständnis ihrer selbst verfügen, doch wenn andere sie auf ihre Fehler hinwiesen oder sich mit ihr befassten und sie zurechtstutzten, war sie nicht im Geringsten bereit, es anzunehmen, und wurde sogar widerständig und nachtragend, und ihr unvernünftiges Verhalten wurde zu einem Ärgernis. Sie brach in Tränen aus und diskutierte über Recht und Unrecht und störte die anderen so sehr, dass diese sich nicht mehr richtig versammeln oder ihre Pflichten erfüllen konnten. Sie wurde zu einer ernsthaften Störung des Gemeindelebends und der Kirchenarbeit. Früher verstand ich die Wahrheit nicht, und es mangelte mir an Urteilsvermögen, und so wurde ich von ihrem äußerlichen Verhalten getäuscht, und glaubte sogar, sie würde die Wahrheit suchen. Wie töricht und verwirrt ich doch war. Erst später verstand ich, dass Sheila nicht deshalb mit anderen über ihren Zustand sprach, weil sie die Wahrheit suchte, um ihre Probleme zu beseitigen und ihren Zustand zu berichtigen, sondern einfach nur, weil sie jemanden brauchte, dem sie ihre Beschwerden vortragen konnte, jemanden, der sie tröstete und ihr half, ihr Leid zu lindern. Ganz gleich wie vielen Menschen sie sich öffnete, sie war und blieb einfach eine Störung. Wäre sie nicht entlassen und ihr Zustand nicht analysiert worden, hätte ich nie gelernt, sie richtig einzuschätzen. Ich hätte sie weiterhin wie eine Schwester behandelt, mit Geduld und Toleranz, und wäre womöglich sogar unwissentlich von ihr getäuscht worden. Da verstand ich, wie wichtig es ist, die Menschen anhand von Gottes Worten zu betrachten!

Etwas später las ich einen Abschnitt von Gottes Worten, die mir eine gewisse Einsicht in Sheilas Beweggründe und ihre Täuschungsmethoden gab. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie kann man erkennen, ob ein Mensch die Wahrheit liebt? Zum einen muss man darauf achten, ob diese Person sich selbst auf der Grundlage von Gottes Wort erkennen kann, ob sie über sich selbst nachdenken und wahre Reue empfinden kann; zum anderen muss man darauf achten, ob sie die Wahrheit annehmen und praktizieren kann. Wenn sie die Wahrheit annehmen und praktizieren kann, ist sie jemand, der die Wahrheit liebt und Gottes Werk gehorchen kann. Wenn sie die Wahrheit nur erkennt, aber niemals annimmt oder praktiziert, wie manche Leute sagen: ‚Ich verstehe die ganze Wahrheit, aber ich kann sie nicht praktizieren‘, beweist das, dass sie die Wahrheit nicht liebt. Manche Menschen geben zu, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und dass sie verdorbene Gesinnungen haben und sagen auch, dass sie bereit sind, Buße zu tun und sich zu erneuern, aber danach gibt es überhaupt keine Veränderung. Ihre Worte und Taten sind immer noch dieselben wie vorher. Wenn sie davon sprechen, sich selbst zu erkennen, ist das so, als ob sie einen Witz erzählen oder einen Slogan rufen würden. Sie denken nicht nach und lernen sich selbst nicht in der Tiefe ihres Herzens kennen, und vor allem haben sie keine Haltung der Reue. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich öffnen und auf einfache Art und Weise über ihre Verdorbenheit sprechen, um wirklich über sich selbst nachzudenken. Vielmehr geben sie vor, sich selbst zu kennen, indem sie so tun, als würden sie über sich nachdenken. Sie sind keine Menschen, die sich selbst wirklich kennen oder die Wahrheit annehmen. Wenn solche Menschen davon sprechen, sich selbst zu kennen, dann tun sie nur so, als ob; sie verstellen sich, betrügen und haben eine falsche Spiritualität. Manche Menschen sind hinterlistig, und wenn sie sehen, dass andere Gemeinschaft über ihre Selbsterkenntnis halten, denken sie: ‚Alle anderen öffnen sich und analysieren ihre eigene Täuschung. Wenn ich nichts sage, werden alle denken, dass ich mich nicht kenne. Dann muss ich eben so tun, als ob!‘ Danach beschreiben sie ihre eigene Täuschung als sehr ernst, stellen sie auf dramatische Weise dar, und ihre Selbsterkenntnis scheint besonders tiefgehend zu sein. Jeder, der das hört, hat das Gefühl, dass sie sich selbst wirklich kennen, und blickt daraufhin neidisch auf sie, was denen wiederum das Gefühl gibt, glorreich zu sein, als hätten sie sich gerade mit einem Heiligenschein geschmückt. Diese Art der Selbsterkenntnis, die sie erlangen, indem sie so tun, als ob, gepaart mit ihrer Verstellung und ihrem Betrug, führt andere völlig in die Irre. Kann ihr Gewissen beruhigt sein, wenn sie das tun? Ist das nicht einfach nur eine offensichtliche Täuschung? Wenn Menschen nur leere Worte über ihre Selbsterkenntnis sprechen, dann werden sie, egal, wie erhaben oder gut diese Erkenntnis zu sein scheint, weiterhin eine verdorbene Gesinnung offenbaren, so wie sie es zuvor getan haben, ohne sich wirklich zu ändern. Das ist keine echte Selbsterkenntnis. Wenn Menschen sich absichtlich verstellen und auf diese Weise täuschen können, beweist das, dass sie die Wahrheit überhaupt nicht annehmen und genau wie die Ungläubigen sind. Indem sie auf diese Weise über ihre Selbsterkenntnis sprechen, folgen sie nur dem Trend und sagen das, was dem Geschmack aller entspricht. Sind ihr Wissen und ihre Selbstanalyse nicht trügerisch? Ist das echte Selbsterkenntnis? Ganz und gar nicht. Das liegt daran, dass sie sich nicht von Herzen öffnen und selbst analysieren, sondern nur ein bisschen über Selbsterkenntnis in einer falschen, trügerischen Art und Weise reden, um so zu tun als ob. Noch schwerwiegender ist, dass sie, um von anderen bewundert und beneidet zu werden, absichtlich übertreiben, um ihre Probleme ernster erscheinen zu lassen, wenn sie über Selbsterkenntnis sprechen, was bedeutet, dass ihr Öffnen von persönlichen Absichten und Zielen verfälscht wird. Wenn sie dies tun, fühlen sie sich nicht schuldig, ihr Gewissen ist nicht beunruhigt, nachdem sie sich verstellt und betrogen haben, sie fühlen nichts, nachdem sie gegen Gott aufbegehrt und Ihn betrogen haben, und sie beten nicht zu Gott, um ihren Fehler zuzugeben. Sind solche Menschen nicht uneinsichtig? Wenn sie sich nicht schuldig fühlen, können sie dann jemals Reue empfinden? Kann jemand, der keine echte Reue empfindet, dem Fleisch entsagen und die Wahrheit praktizieren? Kann jemand, der keine echte Reue empfindet, wirklich Buße tun? Sicherlich nicht. Wenn sie nicht einmal Reue empfinden, ist es dann nicht absurd, von Selbsterkenntnis zu sprechen? Ist das nicht nur Verstellung und Betrug?(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur Selbsterkenntnis ist beim Streben nach der Wahrheit hilfreich). Sie sprach oft und gerne mit andern über ihren Zustand und dachte mit Hilfe von Gottes Worten bei Versammlungen über sich selbst nach. Sie beschrieb sich selbst in den schlimmsten Tönen. Nach außen hin schien sie über große Selbstkenntnis zu verfügen, enorm remütig zu sein und sich selbst zu hassen, doch was war alles nur Fassade. Sie spielte anderen etwas vor, um sie zu täuschen und sie glauben zu lassen, sie würde die Wahrheit akzeptieren und sich selbst kennen. Diese sogenannte Selbsterkenntnis war ihre Methode, um andere zu täuschen und hinters Licht zu führen, indem sie ihnen vorgaukelte, sie würde sich mutig vor ihnen bloßstellen, Sie wollte nicht nur, dass die Leute sie nicht durchschauten, sondern auch, dass sie großen Respekt vor ihr hatten. Jedes Mal, wenn Sheila ihre Verdorbenheit zeigte, berief sie sich auf Gottes Offenbarungen über die Antichristen, um sich selbst zu beschreiben, und sagte, sie strebe nach Ruf und Status und würde den Pfad eines Antichristen beschreiten, ihr Wunsch nach Status würde ihr Leben kontrollieren. Wenn sie sich nicht änderte, wäre dieser Wunsch irgendwann ihr Tod. Doch sobald die Umstände ihren Ruf und Status bedrohten, fiel sie wieder zurück in ihre alten Verhaltensmuster, und so hatte sie sich selbst nach jahrelangem gemeinschaftlichem Austausch über ihren Zustand nicht geändert. Die Leiter hatten viele Male auf ihre Probleme hingewiesen und mit ihr Gemeinschaft gehalten, doch sie wollte nicht zuhören und änderte sich nicht. Sie widersetzte sich sogar, diskutierte unaufhörlich und brachte fadenscheinige Argumente vor. Wenn sie sah, wie andere ihrem Ego entsagen und die Wahrheit suchen konnten, lernte sie nichts aus deren Stärken, sondern dachte, sie wären einfach mit einer guten Natur geboren worden und dass sie selbst die Wahrheit nicht praktizieren konnte und immer misstrauisch gegen andere war, weil Gott ihr keine gute Natur geschenkt hatte. Anstatt ihre satanische Disposition zu verachten, gab sie Gott die Schuld, machte Ihm Vorwürfe und behauptete, Er sei nicht gerecht. Das bewies, dass Sheilas Wesen das eines Dämons war und zudem extrem absurd und unvernünftig. Ohne die Offenbarungen in Gottes Worten hätte ich sie weiterhin wie jemanden behandelt, der die Wahrheit sucht.

Bei einer Versammlung stieß ich dann etwas später auf diese Passage auf Gottes Worten: „Nur diejenigen, die die Wahrheit lieben, gehören zum Haus Gottes. Nur sie sind echte Brüder und Schwestern. Glaubst du, dass alle, die oft zu Versammlungen gehen, Brüder und Schwestern sind? Nicht unbedingt. Welche Menschen sind keine Brüder und Schwestern? (Diejenigen, die die Wahrheit satt haben und sie nicht annehmen.) Diejenigen, die die Wahrheit nicht annehmen und sie satt haben, sind allesamt böse Menschen. Sie sind alle Menschen ohne Gewissen und Verstand. Keiner von ihnen gehört zu denjenigen, die Gott rettet. Diese Menschen sind frei von Menschlichkeit, sie sind nachlässig bei ihrer Arbeit und zügellos in ihrem Verhalten. Sie leben nach satanischen Philosophien, wenden gerissene Manöver an und benutzen, beschwatzen und betrügen andere. Sie nehmen nicht das kleinste bisschen der Wahrheit an und sie haben das Haus Gottes einzig und allein deshalb unterwandert, um Segnungen zu erhalten. Warum nennen wir sie Ungläubige? Weil sie die Wahrheit satt haben und sie nicht annehmen. Sobald über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten wird, verlieren sie das Interesse. Sie haben sie satt, können es nicht ertragen, etwas darüber zu hören, sie finden es langweilig und können nicht sitzenbleiben. Sie sind eindeutig Nichtglaubende und Ungläubige. Und egal, was du tust, du darfst sie nicht als Brüder und Schwestern betrachten. … Wenn sie nicht an der Wahrheit interessiert sind, wie können sie dann die Wahrheit praktizieren? Wonach leben sie also? Keine Frage, sie leben nach den Philosophien Satans; sie sind immer gerissen und durchtrieben, sie haben kein Leben mit normaler Menschlichkeit. Sie beten nie zu Gott oder suchen die Wahrheit, sondern handhaben alles mithilfe menschlicher Tricks, Taktiken und Lebensphilosophien – was zu einer anstrengenden und schmerzhaften Existenz führt. … Diejenigen, die die Wahrheit nicht lieben, glauben nicht wirklich an Gott. Diejenigen, die die Wahrheit überhaupt nicht annehmen können, dürfen nicht Brüder und Schwestern genannt werden. Nur diejenigen, die die Wahrheit lieben und in der Lage sind, sie anzunehmen, sind Brüder und Schwestern. Also, wer sind diejenigen, die die Wahrheit nicht lieben? Sie sind allesamt Ungläubige. Diejenigen, die die Wahrheit absolut nicht annehmen, haben die Wahrheit satt und sie aufgegeben. Genauer gesagt, sie sind alle Ungläubige, die die Kirche unterwandert haben. Wenn sie in der Lage sind, allerlei Böses zu tun und die kirchliche Arbeit zu stören und zu unterbrechen, dann sind sie die Lakaien Satans. Sie sollten entfernt und ausgestoßen werden. Sie dürfen nicht als Brüder und Schwestern behandelt werden. Alle, die ihnen Liebe entgegenbringen, sind äußerst töricht und unwissend(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Dank Gottes Worten erkannte ich, dass meine wahren Brüder und Schwestern jene sind, die die Wahrheit lieben und sie annehmen können. Sie wenden sich wirklich für Gott auf und verfügen über Zeugnisse, wie sie die Wahrheit praktizieren. Vielleicht können sie nicht über irgendeine tiefsinnige Selbsterkenntnis sprechen, doch sie lieben die Wahrheit und praktizieren so viel von Gottes Wort, wie sie verstehen. Auch wenn sie vielleicht Verfehlungen begehen, Verdorbenheit offenbaren und manchmal negativ werden, da sie nach der Wahrheit streben, können sie es akzeptieren, wenn man sich mit ihnen befasst und sie zurechtstutzt, sie können es von Gott annehmen, die Wahrheit suchen und über sich selbst nachdenken. Wenn sie ihre Probleme erkennen, können sie diese nach und nach berichtigen und sich verbessern. Nur solche Menschen sind wahre Brüder und Schwestern. Was jene betrifft, die sich nicht nur weigern, die Wahrheit anzunehmen, sondern sie sogar verabscheuen, sie kann man nicht als Brüder und Schwestern bezeichnen. Wenn sie über schlechte Menschlichkeit verfügen und alles mögliche Böse begehen und die Arbeit der Kirche behindern, dann sind sie Frevler und Antichristen und haben es noch weniger verdient, ein Bruder oder eine Schwester genannt zu werden. Selbst wenn sie in der Kirche bleiben, sind sie nicht mehr als falsche Gläubige, die das Haus Gottes unterwandert haben. Es ist egal, wie lange sie glauben, letztendlich wird Gott sie entlarven und verstoßen. Nach außen hin schien es, als hätte Sheila nicht viel Böses getan, doch jede ihrer Handlungen störte die Gedanken der anderen und behinderte sie in ihren Pflichten, und Sheila tat das schon die ganze Zeit. Es machte keinen Unterschied, wie die anderen mit ihr Gemeinschaft hielten oder sie unterstützten, sie änderte sich nicht im Geringsten, diskutierte sogar mit ihnen, stritt sich herum und verhielt sich unvernünftig. Das bewies, dass Sheila sich weigerte, die Wahrheit zu akzeptieren, und von Natur aus der Wahrheit überdrüssig war. Sie ist von der Art Satans und keine Schwester. Früher verstand ich diesen Aspekt der Wahrheit nicht, und es mangelte mir an Urteilsvermögen. Ich dachte, solange Menschen an Gott glaubten und Seinen Namen anerkannten, sollte man sie wie einen Bruder oder eine Schwester behandeln. Ich brachte ihnen blindlings Verständnis entgegen und tolerierte sie, ließ ihnen törichterweise Freundlichkeit und Unterstützung zukommen, ohne sie richtig einzuschätzen. Dadurch waren viele meiner Bemühungen umsonst. Wie töricht und verwirrt ich doch war.

Jetzt, wo Sheila in Isolation ist, habe ich erkannt, wie gerecht Gott ist. Jene, die nicht die Wahrheit suchen und sich unvernünftig verhalten, können in der Kirche nicht Fuß fassen und werden schließlich von Gott entlarvt. Außerdem verstand ich auch Gottes gute Absichten: Gott hat Situationen angeordnet, damit ich aus ihnen Lehren ziehen kann. Ich muss anfangen, diese Chancen zu ergreifen. In Zukunft muss ich mehr Zeit und Mühe in die Wahrheit investieren und die Dinge durch die Linse von Gottes Worten betrachten und sie im Einklang mit ihnen erledigen.

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