Der schwierige Glaubensweg eines jungen indischen Mädchens

Mai 24, 2026

Von Lydia, Indien

Ich wurde in eine christliche Familie geboren. Mein Vater ist Pastor, und meine Mutter dient auch in der Kirche. Ich glaubte mit ihnen an den Herrn, seit ich klein war. Meine Eltern waren sehr fromme Christen und auch anderen gegenüber immer freundlich. Unsere Familie war sehr harmonisch. Meine Kindheitsfreunde beneideten mich alle um meine glückliche Familie, und ich schätzte mich auch ziemlich glücklich. Als ich älter wurde, sah ich, dass die Menschen um mich herum oft sündigten. Auch ich lebte in den Fesseln der Sünde. Um meine eigenen Interessen zu schützen, log ich und handelte impulsiv, und ich war auch eifersüchtig auf andere und hasste sie. Das machte mir sehr zu schaffen. Ich mochte mich so ja selbst nicht einmal, wie also konnte Gott mich mögen? Oft weinte ich und bekannte Gott meine Sünden, doch danach sündigte ich unfreiwillig weiter. Ich machte mir große Sorgen: Wenn ich so weitermachte, ohne Buße zu tun und mich zu ändern, würde ich dann am Ende ins Königreich des Himmels eingehen können? Also fragte ich meinen Papa: „Ich sündige so oft. Wird der Herr mir vergeben? Was kann ich tun, um wahre Buße zu erlangen?“ Mein Papa antwortete: „Mach dir keine Sorgen. Solange wir dem Herrn unsere Sünden bekennen und Buße tun, wird Er uns vergeben. Der Herr wird uns nicht den Rücken kehren.“ Die Antwort meines Papas konnte meine Verwirrung überhaupt nicht auflösen.

Im März 2020 wurde die Pandemie immer schlimmer, und alle Einrichtungen mussten schließen. Zu dieser Zeit machte ich gerade meinen Bachelor in Krankenpflege. Da meine Uni geschlossen wurde, fuhr auch ich nach Hause. Im April erhielt ich auf Facebook eine Einladung meiner Freundin Ella, an einer Online-Versammlung der Kirche des Allmächtigen Gottes teilzunehmen. Nach einer Zeit der Untersuchung verstand ich schließlich die Wahrheit von Gottes Menschwerdung. Ich erfuhr, dass Gott drei Phasen des Werks vollbracht hat, um die Menschheit zu erretten, und dass Gottes Werk des Gerichts in den letzten Tagen dazu dient, die satanischen Dispositionen der Menschen zu reinigen und zu verwandeln, sie von den Fesseln der Sünde zu befreien und sie vollends zu erretten. Das war genau der Weg, mich von Sünde zu befreien, nach dem ich gesucht hatte. Die vom Allmächtigen Gott ausgedrückten Worte zerstreuten die Verwirrung, die mein jahrelanger Begleiter gewesen war. Aus tiefstem Herzen war ich mir sicher, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus ist. Danach nahm ich oft an Versammlungen teil. Bei jeder Versammlung konnte ich einige Wahrheiten verstehen, und mein Herz wurde wirklich genährt. Später teilte ich Hymnen von Gottes Worten aus der Kirche des Allmächtigen Gottes auf Facebook, und ein Pastor sah sie. Daraufhin erzählte er meinem Papa von meinem Glauben an den Allmächtigen Gott. Mein Papa stellte mich zur Rede: „Nimmst du an Online-Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teil? Jemand hat mir erzählt, du würdest an eine Irrlehre glauben. Weißt du das? Der von der Kirche des Allmächtigen Gottes gepredigte Weg stimmt nicht mit der Bibel überein. Du darfst nicht mehr daran glauben! Wie kann meine Tochter mir nicht gehorchen und an einen anderen Weg glauben?“ Mein Papa war sehr darauf bedacht, sein Gesicht zu wahren, und sagte sogar: „Meine eigene Tochter will nicht auf meine Lehren hören. Wie soll ich da noch andere lehren?“ Ich sagte: „Papa, du weißt doch auch, dass wir alle in Sünde leben und oft unfreiwillig sündigen. Wir können uns nicht davon befreien, selbst wenn wir es wollen. Das liegt daran, dass die sündige Natur in uns nicht beseitigt wurde. In den letzten Tagen tut der Allmächtige Gott die Wahrheit kund und verrichtet das Werk des Gerichts, um eben genau unsere sündige Natur zu beseitigen, uns zu reinigen und von der Sünde zu erlösen.“ Als er das hörte, sagte mein Papa sehr wütend: „Es ist unmöglich, dass Gott ein neues Werk vollbringt! Obwohl wir noch nicht gereinigt sind, wird der Herr uns vergeben, wenn wir zu Ihm beten und Ihm unsere Sünden bekennen. Es bedarf überhaupt keines Werks des Gerichts und der Reinigung.“ Ich sagte zu meinem Papa: „Viele Prophezeiungen in der Schrift erwähnen, dass der Herr eine weitere Phase des Werks vollbringen wird, wenn Er wiederkehrt. Der Herr Jesus sagte: ‚Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn Er wird nicht von sich selber reden; sondern was Er hören wird, das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er euch verkünden(Johannes 16,12-13). ‚Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit(Johannes 17,17). Das sagt uns, dass Gott in den letzten Tagen kommt, um die Wahrheit kundzutun und die Menschen von ihren Sünden zu reinigen. Das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen erfüllt diese Prophezeiungen voll und ganz. Der Herr ist heilig. ‚Ohne Heiligkeit wird kein Mensch den Herrn sehen(Hebräer 12,14). Wir alle leben jetzt in Sünde: Wir sind selbstsüchtig, gierig, arrogant, selbstgerecht und spielen uns oft auf. Wir lügen, betrügen, wetteifern um Ruhm und Gewinn und so weiter. Wenn wir diese Sünden nicht ablegen, sind wir einfach nicht dafür qualifiziert, in das Himmelreich einzugehen!“ Aber mein Papa wollte meinen Worten überhaupt kein Gehör schenken. Um mich dazu zu bringen, den Allmächtigen Gott zu verleugnen, erzählte er mir all die haltlosen Gerüchte, die die KPCh benutzt, um die Kirche des Allmächtigen Gottes in den Schmutz zu ziehen, und sagte mit trauriger Miene: „Es ist alles meine Schuld. Ich habe nicht gut auf dich aufgepasst, und du wurdest von ihnen in die Irre geführt.“ Diese Worte zu hören, machte mich sehr traurig, und ich ließ mich ein wenig davon beeinflussen. Still betete ich in meinem Herzen zu Gott und flehte Ihn an, mich zu führen. Ich dachte daran, dass ich in den zwei Monaten, seitdem ich an den Allmächtigen Gott glaubte, viele von Gottes Worten gelesen und erkannt hatte, dass die Worte des Allmächtigen Gottes allesamt die Wahrheit sind. Sie leiteten mich an, meine verdorbene Disposition abzulegen und eine normale Menschlichkeit auszuleben. Sie gaben mir auch eine gewisse Erkenntnis über Gottes gerechte Disposition. In meinem Herzen sehnte ich mich wirklich nach Gottes Worten, und jedes Mal, wenn ich Gottes Worte aß und trank, konnte ich die Gegenwart des Heiligen Geistes genießen. Mein Herz wurde genährt und genoss Frieden und Freude. Das war meine persönliche Erfahrung. Ich wusste genau, dass nur die vom Allmächtigen Gott kundgetanen Wahrheiten meine verdorbene Disposition reinigen und mich von den Fesseln der Sünde erretten konnten. Egal, was mein Papa sagte, ich musste an meinem Glauben an den Allmächtigen Gott festhalten. Ich wollte meinem Papa die Worte des Allmächtigen Gottes auf meinem Handy zeigen, aber er ließ es mich nicht einmal herausholen und schrie mich an: „Wenn du etwas wissen willst, lies die Bibel. Wenn du etwas nicht verstehst, komm und frag mich. Hör dir nicht so gedankenlos andere Lehren an!“ Ich war sehr deprimiert, dass mein Papa sich an den Wortlaut der Bibel klammerte und die Wahrheit nicht akzeptierte. Dann nahm mein Papa mir mein Handy weg. Ich wusste nicht, ob er es mir zurückgeben würde, oder ob ich weiterhin an Online-Versammlungen teilnehmen könnte. Ich wusste, es war keine einfache Erfahrung, von der eigenen Familie verfolgt zu werden, und ich befürchtete, dass ich wegen meiner geringen Größe nicht standhaft bleiben könnte. Still betete ich in meinem Herzen zu Gott und flehte Ihn an, mich zu führen und zu beschützen.

Nach einer Weile forderte mich mein Papa erneut auf, die Kirche des Allmächtigen Gottes zu verlassen. Als ich schwieg, wurde er sehr wütend und fragte mich: „Wirst du meinen Lehren gehorchen oder diesen Chinesen folgen, die die Wiederkehr des Herrn Jesus predigen?“ Ich antwortete: „Ich werde Gott folgen.“ Kaum hatte ich das gesagt, schlug mein Vater mir ins Gesicht. Er fragte mich noch zweimal, und beide Male blieb meine Antwort dieselbe. Jedes Mal, wenn ich antwortete, schlug er mich. Mein jüngerer Bruder sagte: „Schwester, warum bist du so stur? Hör doch einfach auf Papa, damit unsere Familie so harmonisch bleibt wie früher.“ Ich sagte nichts, und mein Papa ging vor Wut schäumend in ein anderes Zimmer. Ich erinnerte mich daran, was der Herr Jesus gesagt hat: „Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter(Matthäus 10,34-35). Ich wusste, dass der Herr wiedergekehrt war und dass einige Menschen Seine Stimme erkennen und Ihm folgen konnten, während andere, die Ihn nicht erkannten, sich Ihm widersetzen würden. Obwohl wir eine Familie waren, würden wir deswegen entzweit werden. Dem musste ich mich stellen. Nach zwei oder drei Minuten rief mich mein Papa in ein anderes Zimmer. Er hielt einen langen, dicken Stock in der Hand, verhörte mich und fragte: „Sag schon! Auf wen wirst du hören?“ Ich sagte: „Ich höre auf Gott!“ Mein Vater geriet in helle Wut, stieß mir mit der Stockspitze in die Schulter und verpasste mir eine Prellung. Auch mein Bruder schrie mich von der Seite an und sagte mir, ich solle nicht an den Allmächtigen Gott glauben. Mein Papa sagte: „Jetzt bin ich Satan! Wenn du nicht auf mich hörst, bringe ich dich um!“ In diesem Moment war ich sehr überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass mein Vater, dem ich einst vertraute und den ich respektierte, ein Mann, der in seinem Glauben an den Herrn so freundlich und bescheiden wirkte, so etwas sagen könnte. Er war seit vielen Jahren gläubig und ein großartiger Pastor, der an allen möglichen Orten gepredigt hatte. Im Werk Gottes der letzten Tage wurde er vollständig offenbart. Als er die Nachricht von der Wiederkehr des Herrn Jesus hörte, hatte er überhaupt kein Interesse, sich auf die Suche zu begeben. In seinem Wesen war er ein Ungläubiger! Anfangs dachte ich, mein Papa würde mir zuhören, wenn ich für Gott Zeugnis ablegte. Aber in diesem Moment wusste ich: Er war zwar Pastor, doch er hatte absolut kein gottesfürchtiges Herz. Er war ein falscher Hirte, der Gott diente und sich Ihm doch widersetzte. Er liebte die Wahrheit nicht; ihm ging es nur darum, sein Gesicht zu wahren. Er wirkte nur nach außen hin fromm, aber tief im Innern hasste er die Wahrheit. Ich sagte zu meinem Papa: „Ich werde den wahren Weg nicht aufgeben.“ Mein Papa war sehr wütend und befahl mir, die Kontaktdaten all meiner Brüder und Schwestern von meinem Handy zu löschen. Er drohte mir auch ununterbrochen und fing an, mir ins Gesicht zu schlagen. Meinen Papa so zu sehen, machte mir große Angst, und ich fühlte mich ein wenig schwach. Ich hätte nie gedacht, dass ich für meinen Glauben an Gott eine solche Verfolgung erleiden würde. Ich wusste nicht, was mir noch alles bevorstand. Wenn ich in Zukunft noch mehr Schmerzen erleiden oder dem Tod ins Auge blicken müsste, könnte ich dann noch in meinem Zeugnis standhaft bleiben? In dem Moment dachte ich an die Erfahrungen der Brüder und Schwestern in China, die unter der Verfolgung durch die KPCh litten. Sie konnten inmitten aller Arten von Folter in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Was war dagegen schon das bisschen Verfolgung, das ich erlitt? Gott hat mir Gnade erwiesen, indem Er mich vor Sich brachte und mich mit der Wahrheit nährte. Ich sollte in meinem Zeugnis standhaft bleiben. Ich durfte den wahren Weg nicht einfach aus Feigheit aufgeben. Als mein Papa meine feste Haltung sah, schlug er mir plötzlich mit dem Stock hart auf den Kopf. Mein Bruder hatte Angst, ich könnte einen Schädelbruch erleiden, trat dazwischen, um meinen Papa aufzuhalten, und schrie mich an: „Willst du von Papas Hand sterben? Warum bist du so stur? Warum kannst du nicht einfach zugeben, dass du im Unrecht bist?“ Mein Papa packte mich an den Haaren, stieß mich herum und stieß mir weiter die Stockspitze in die Schulter. Er hörte erst auf, als meine Schulter vor lauter Blutergüssen grün und blau war. Als ich meinen Papa so sah, fühlte ich mich innerlich ein wenig schwach.

Später las ich eine Passage von Gottes Worten, die mir Glauben und Kraft gab. Der Allmächtige Gott sagt: „Du musst einen Punkt erreichen, an dem deine Entschlossenheit, egal unter welchen Umständen, nicht verändert werden kann. Nur dann wirst du jemand sein, der die Wahrheit wirklich liebt und nach ihr strebt. Wenn dir etwas passiert und du ein bisschen in Schwierigkeiten gerätst, und dich dann zurückziehst, negativ und niedergeschlagen wirst und deine Entschlossenheit aufgibst, dann ist das nicht in Ordnung. Du musst die Entschlossenheit haben, dein Leben aufs Spiel zu setzen und zu sagen: ‚Was immer geschieht – selbst wenn es bedeutet, dass ich sterbe, ich werde die Wahrheit und mein Ziel, nach der Wahrheit zu streben, nicht aufgeben.‘ Dann wird dich keine Schwierigkeit aufhalten können. Wenn du wirklich auf Schwierigkeiten stößt und in die Enge getrieben wirst, wird Gott handeln. Darüber hinaus musst du zu dieser Einsicht kommen: ‚Egal was mir begegnet, es sind alles Lektionen, die ich in meinem Streben nach der Wahrheit lernen muss – sie wurden von Gott angeordnet. Auch wenn ich schwach bin, bin ich nicht negativ, und ich bin Gott dankbar, dass Er mir die Möglichkeit gegeben hat, diese Lektionen zu lernen. Ich bin Gott dankbar, dass Er diese Situation für mich eingerichtet hat. Ich kann meinen Entschluss, Gott zu folgen und die Wahrheit zu erlangen, nicht aufgeben. Würde ich ihn aufgeben, wäre es dasselbe, als würde ich Satan nachgeben, mich selbst ruinieren und Gott verraten.‘ Das ist die Art von Entschlossenheit, die du haben musst. Was auch immer an Bagatellen auf dich zukommt, es sind alles kleine Episoden während deines Fortschritts im Leben. Du darfst nicht zulassen, dass sie die Richtung deines Fortschritts blockieren. Wenn du in Schwierigkeiten gerätst, kannst du suchen und warten, aber die Richtung deines Fortschritts darf sich nicht ändern, richtig? (Richtig.) Unabhängig davon, was andere sagen oder wie sie dich behandeln, und unabhängig davon, wie Gott dich behandelt, deine Entschlossenheit darf sich nicht ändern(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn wir oft vor Gott leben, können wir eine normale Beziehung mit Ihm führen). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott hoffte, ich würde Ihm unbeirrt weiter folgen. Selbst wenn mich niemand unterstützte und jeder ablehnte, durfte ich Gott nicht verraten. Ich musste in meinem Zeugnis standhaft bleiben. Früher, wenn ich Brüder und Schwestern darüber Gemeinschaft halten hörte, dass Widrigkeiten und Prüfungen Gottes Segen sind, verstand ich nicht, was das bedeutete. Aber durch diese Erfahrung gewann ich ein gewisses Verständnis dafür. Durch die Verfolgung durch meine Familie sah ich Satans Hässlichkeit und Niederträchtigkeit. Satan wollte meine Familie benutzen, um mich zu zwingen, Gott zu verraten und meine Chance auf Errettung zu verlieren, aber Gott beschützte mich immer, gab mir Glauben und leitete mich an, eine Schwierigkeit nach der anderen zu überwinden. Gott ließ die Verfolgung durch meine Familie über mich kommen, um mich zu vervollkommnen, damit ich die Wahrheit verstehen und Unterscheidungsvermögen erlangen konnte. Ich spürte, dass nur Gott die Menschen am allermeisten liebt. Ich nahm mir fest vor: „Egal, wie schwach mein Fleisch auch sein mag, ich werde das Streben nach der Wahrheit niemals aufgeben.“ Später konnte ich mein Handy wiederbekommen, da ich online eine Pflegeprüfung ablegen musste. Aber meine Eltern machten sich Sorgen, dass ich weiterhin an Online-Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teilnehmen würde, und behielten mich genau im Auge. Ich wurde oft ausgeschimpft, und meine Familie sprach kalt und hart mit mir. Ich fühlte mich sehr gequält und schwach und betete oft zu Gott, Er möge mir Glauben geben und mein Herz stärken.

Eines Tages im November 2020, ich nahm gerade an einer Online-Versammlung teil, platzte meine Mama plötzlich herein und sagte: „Jemand weiß, dass du an den Allmächtigen Gott glaubst, und hat deinen Papa danach gefragt.“ Mein Papa rief mich dann in die Küche und fragte, ob ich immer noch an Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teilnehme. Ich antwortete: „Ja.“ Mein Papa sagte in einem sanften Ton: „Meine liebe Tochter, warum nimmst du immer noch an Versammlungen der Kirche des Allmächtigen Gottes teil? Ich habe dich schon vorher gewarnt, das ist nicht der wahre Weg. Ich habe meinen Mitarbeitern erzählt, du hättest die Kirche des Allmächtigen Gottes bereits verlassen, aber du nimmst immer noch an ihren Versammlungen teil. Ich bin sehr enttäuscht von dir!“ Ich versuchte, es zu erklären, aber mein Papa spuckte mir ins Gesicht und boxte mir ins Auge. Meine Mama ging dazwischen, um ihn aufzuhalten, und mein Papa versuchte, mich an den Haaren zu ziehen. Er sagte, wenn ich ihm nicht gehorchen würde, in seiner Kirche an den Herrn zu glauben, würde er mich umbringen. In diesem Moment hatte ich große Angst und betete in meinem Herzen still zu Gott. Als mein Papa sah, dass ich den Allmächtigen Gott nicht verleugnete, versuchte er eine andere Taktik. Er sagte: „Ich predige schon so viele Jahre, und niemand hat jemals gesagt, dass es ein Problem mit meinen Predigten gäbe, aber jetzt stellt sich mir meine eigene Tochter entgegen. Da du meinen Predigten nicht zuhörst und die Predigten anderer für richtig hältst, werde ich als Pastor zurücktreten. Pack deine Sachen, wir fahren heute Abend zurück in unsere Heimatstadt!“ Meine Mama und meine Brüder weinten alle und flehten mich an, meine Meinung zu ändern. Mein Papa war außer sich vor Wut, er warnte mich nicht nur und versuchte, mich zu schlagen, sondern schlug auch wütend gegen die Wand. Er sagte, er würde noch in dieser Nacht losfahren, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich war entsetzt. Wenn meinem Papa wirklich etwas zustoßen würde, hätte ich das Gefühl, ihn schrecklich im Stich gelassen zu haben. Obwohl mir klar war, dass dieses Umfeld eine Prüfung für mich war, hatte ich dennoch große Angst. Meine Mutter zwang mich, zu meinem Vater zu gehen und mich zu entschuldigen, und sagte, wenn ihm etwas zustoßen würde, läge die ganze Verantwortung bei mir, und dass sie mir nicht verzeihen würde, und meine Geschwister auch nicht. Sie sagte auch, ich sei sehr kompromisslos und nähme keine Rücksicht auf die Gefühle der ganzen restlichen Familie. Als ich sah, wie verletzt und aufgewühlt meine Familie war, fühlte ich mich sehr schwach. Genau in diesem Moment dachte ich an Gottes Worte, die die Methoden beschreiben, mit denen Satan die Menschen verdirbt: „Der erste ist Kontrolle und Nötigung. Sprich, Satan wird alles Mögliche tun, um dein Herz zu kontrollieren. Was bedeutet ‚Nötigung‘? Es bedeutet, Drohungen und Gewalt einzusetzen, um dich zum Gehorsam zu zwingen und dich über die Konsequenzen des Nichtgehorsams nachdenken zu lassen. Du hast Angst und wagst es nicht, ihm zu trotzen, also gibst du nach(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Durch Gottes Worte verstand ich, dass hinter all dem Satans Ränkespiel steckte. Satan benutzt verschiedene Methoden und Mittel, um Menschen zu kontrollieren und zu nötigen, damit sie Gott verraten. In meinem Leben ist mir meine Familie sehr kostbar. Wenn ihnen meinetwegen etwas Schlimmes zustoßen würde, könnte ich mir das nie verzeihen. Als mein Papa sagte, er würde losfahren, um seinem Leben ein Ende zu setzen, und meine Mama sagte, sie würde mir nicht verzeihen, hatte ich das Gefühl: Wenn ich an meinem Glauben an den Allmächtigen Gott festhalte, wird mich meine ganze Familie beschimpfen und aus dem Haus werfen. Das ließ mich schwach fühlen. Aber Gottes Worte ließen mich erkennen, dass Satan die familiäre Zuneigung benutzte, um mich zu bedrohen und so zu versuchen, mich zum Verrat an Gott zu bewegen. Sobald ich meinem Vater gehorchte und Gott verriet, hätte ich kein Zeugnis mehr. Ich entschloss mich fest, dass ich unbedingt dem Allmächtigen Gott folgen musste und dass ich ihnen nicht gehorchen durfte.

In dieser Nacht nahm mein Papa mir wieder mein Handy weg, und meine Mama schlief bei mir, um auf mich aufzupassen. Sie sagten auch, sie würden mich so schnell wie möglich zurück aufs College schicken, denn dort dürfte ich mein Handy nicht benutzen und kaum hinausgehen, sodass es für mich sehr schwierig wäre, an Versammlungen teilzunehmen oder mich mit meinen Brüdern und Schwestern zu treffen. Als ich im Bett lag, konnte ich nicht aufhören zu weinen. Ich betete zu Gott und bat Ihn, mir Kraft und Mut zu geben. Ich wusste, wenn ich weiterhin an Gott glauben und meine Pflicht tun wollte, war meine einzige Wahl, von zu Hause wegzugehen. Andernfalls würden sie mich definitiv zurück zur Schule schicken, um meinen Glauben an Gott einzuschränken. Aber ich war nur ein Mädchen; wohin sollte ich gehen? Ich hatte kein Geld, wovon sollte ich in Zukunft leben? Aber wenn ich zu Hause bliebe, würden sie mir nicht erlauben, Gott zu folgen. Was sollte ich tun? In diesen paar Tagen konnte ich nicht schlafen, und mein Herz war in Aufruhr. Manchmal dachte ich, dass ich als älteste Tochter meinen Eltern bei der Betreuung meiner jüngeren Geschwister hätte helfen sollen. Ich absolvierte ein Studium an der Uni und könnte nach dem Abschluss einen Job finden. Meine Eltern hatten so viel Hoffnung in mich gesetzt. Wie konnte ich mein Studium aufgeben? Aber als geschaffenem Wesen hatte Gott mir die Gnade und die Gelegenheit geschenkt, meine Pflicht in Seinem Haus zu tun. Das war eine Erhöhung durch Gott und erst recht die Verantwortung, die ich erfüllen sollte. Wie sollte ich mich zwischen meinem Studium und meinem Glauben entscheiden? Ich dachte immer wieder darüber nach und fühlte mich sehr hin- und hergerissen und gequält. Zu dieser Zeit dachte ich an eine Passage aus Gottes Worten: „Erwacht, Brüder! Erwacht, Schwestern! Mein Tag wird sich nicht verzögern; Zeit ist Leben, und verlorene Zeit zurückzugewinnen bedeutet, Leben zu retten! Die Zeit ist nicht mehr fern! Wenn ihr die Aufnahmeprüfung für die Hochschule nicht besteht, könnt ihr immer wieder dafür büffeln. Doch Mein Tag lässt nicht weiter auf sich warten. Denkt daran! Denkt daran! Dies sind Meine freundlichen Worte der Ermahnung. Das Ende der Welt hat sich vor euren Augen abgespielt, und die großen Katastrophen werden bald eintreffen. Was ist wichtiger: euer Leben oder euer Schlaf, euer Essen und Trinken und eure Kleidung? Die Zeit ist gekommen, das abzuwägen. Zweifelt nicht länger! Ihr seid zu ängstlich, um diese Dinge ernst zu nehmen, nicht wahr?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 30). Durch Gottes Worte wusste ich, dass die Unglücke bereits begonnen haben. Im Jahr 2016 gab es an dem Ort, wo ich lebte, ein Erdbeben der Stärke 6,7, und im Jahr 2020 brach die globale COVID-19-Pandemie aus. Die Unglücke werden immer größer. Gottes verborgenes Kommen, um das Werk der Errettung der Menschheit zu vollbringen, steht kurz vor dem Abschluss, und die Zeit ist jetzt äußerst begrenzt. Wenn ich mein Studium fortsetzen und abschließen würde, würde das mein Streben nach der Wahrheit und mein Lebenswachstum verzögern, also wollte ich mein Studium nicht fortsetzen. Ich wusste, dass ich in Zukunft mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert sein würde, aber ich glaubte, dass Gott mir einen Weg eröffnen würde.

Während dieser Zeit benutzte ich manchmal das Handy meiner jüngeren Schwester, um mich bei meinem Facebook-Konto anzumelden und Nachrichten zu lesen. Brüder und Schwestern schickten mir oft die Worte des Allmächtigen Gottes, um mir zu helfen. Ich las Gottes Worte: „Diejenigen, die Gott als ‚Überwinder‘ bezeichnet, sind Menschen, die immer noch in ihrem Zeugnis standhaft bleiben können, ihren Glauben und ihre Treue zu Gott bewahren und, ganz gleich was geschieht, ein reines Herz vor Gott behalten und ihre aufrichtige Liebe zu Gott aufrechterhalten können, während sie unter Satans Einfluss stehen und sie von Satan belagert werden – sprich, während sie sich umgeben von den Mächten der Finsternis befinden. Auf diese Weise sind sie in ihrem Zeugnis vor Gott standhaft geblieben. Solche Menschen werden von Gott als ‚Überwinder‘ bezeichnet. Wenn dein Streben herausragend ist, wenn Gott dich segnet, du dich aber ohne Seine Segnungen zurückziehst, ist das Reinheit? Da du dir sicher bist, dass dies der wahre Weg ist, musst du ihm bis zum Ende folgen; du musst deine Treue zu Gott bewahren. Da du gesehen hast, dass Gott auf die Erde gekommen ist, um dich persönlich zu vervollkommnen, solltest du Ihm allein dein Herz hingeben. Wenn du Ihm, ganz gleich, was Gott tut – selbst wenn Er dir ganz am Ende ein unvorteilhaftes Ergebnis beschert –, immer noch folgen kannst, bedeutet das, dass du deine Reinheit vor Gott bewahrt hast. Die Darbringung eines heiligen geistlichen Leibs und einer reinen Jungfrau an Gott, von der gesprochen wurde, bedeutet, ein aufrichtiges Herz vor Gott zu bewahren. Die Aufrichtigkeit des Menschen ist Reinheit, und jene, die Gott gegenüber aufrichtig sein können, haben ihre Reinheit bewahrt. Das ist es, was du in die Praxis umsetzen solltest(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Du solltest deine Treue zu Gott aufrechterhalten). Ich verstand aus Gottes Worten, dass diejenigen, die Gott zu Überwindern machen will, jene sind, die Gott in Prüfungen ihr wahres Herz geben können. Je größer die Prüfungen sind, die diese Menschen erleben, desto stärker wird ihr gottliebendes Herz. Ich sah, dass Gott Prüfungen nutzt, um die Menschen zu vervollkommnen. Wenn ich darüber nachdenke, ist das wirklich wahr. Jedes Mal, wenn ich Verfolgung erlebte, wurde mein Glaube an Gott ein wenig fester. Diese wiederholte Verfolgung war Gottes praktische Art, entsprechend meiner Größe Situationen zu schaffen, um meinen Glauben zu vervollkommnen und meine Größe wachsen zu lassen. Ich dankte Gott aus tiefstem Herzen. Gottes Worte gaben mir den Glauben und den Mut, am wahren Weg festzuhalten. Ich betete zu Gott und bat Ihn, mir zu helfen, mich zu befähigen, mich Ihm zu unterwerfen und in meinem Zeugnis für Ihn standhaft zu bleiben, und mich nicht über Gott zu beklagen, egal welchem Schmerz ich in Zukunft ausgesetzt sein mochte. Eines Abends erinnerte ich mich an die Erfahrungen von Petrus, über die wir zuvor in einer Versammlung Gemeinschaft gehalten hatten. Als er 18 war, entsagte Petrus seinen Eltern, seiner Familie und den weltlichen Aussichten, um den Weg des Glaubens an Gott einzuschlagen. Als er später den Ruf des Herrn hörte, folgte er dem Herrn und missachtete alles andere. Das brachte mich sehr zum Nachdenken. Ich wusste, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist, der Herr Jesus, der wiedergekehrt ist, aber ich hatte noch keinen Preis dafür gezahlt, Gott zu folgen. Ich konnte Gott nicht mit ungeteiltem Herzen folgen. Ich schämte mich wirklich sehr. Als ich daran dachte, wurde mein Herz leichter, und ich spürte, dass Gott mich führte, eine Wahl zu treffen. Ich musste unbedingt weiter Gott folgen und meine Pflicht tun. Also nahm ich das Handy meiner Schwester, um die Brüder und Schwestern zu kontaktieren. Ich sagte ihnen, dass ich mein Studium aufgeben und Gott folgen wollte, und dass ich von zu Hause weglaufen würde, falls meine Eltern mich wieder aufhalten wollten. Eine Schwester hielt mit mir Gemeinschaft und sagte: „Du bist ein Mädchen, und deine Familie wird sich Sorgen machen, wenn du einfach so wegläufst. Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass wir Gott folgen. Du kannst das deinen Eltern eindeutig erklären und ihnen sagen, dass du dich dafür entscheidest, Gott zu folgen. Wenn sie dich dann immer noch aufhalten wollen, musst du den Lebensweg wählen, den du gehen sollst.“ Ich fand, dass die Schwester recht hatte, und überlegte, wie ich meinem Papa meinen Standpunkt klarmachen könnte.

Unerwarteterweise waren meine Eltern in den nächsten Tagen plötzlich sehr nett zu mir. Sie erzählten mir, wie hart sie seit meiner Geburt gearbeitet hatten, um für mich zu sorgen. Mein Papa sagte oft: „Meine liebe Tochter, weißt du eigentlich, wie sehr wir dich lieben? Als Kind hattest du Asthma und bekamst nachts kaum Luft. Deine Mutter und ich hielten dich auf dem Schoß und gaben dir Medizin. Nachts haben wir dich abwechselnd gehalten und dir geholfen, deine Schlafposition zu wechseln. Wie hättest du denn gesund werden sollen, wenn wir uns nicht so um dich gekümmert hätten? Wir haben bei uns selbst gespart, um dir die beste Ausbildung zu ermöglichen, damit du später einmal aus der Menge herausstichst. All unser Geld haben wir für dich ausgegeben. Du darfst unsere Güte nicht vergessen!“ Diese Worte meiner Eltern brachen mir das Herz, und ich fühlte mich ihnen gegenüber schuldig. Später in einer Versammlung öffnete ich mich und hielt Gemeinschaft über meinen Zustand. Eine Schwester las mir eine Passage aus den Worten des Allmächtigen Gottes vor: „Unser Leben und unsere Seelen kommen alle von Gott und wurden von Ihm geschaffen – sie kommen nicht von unseren Eltern und schon gar nicht von der Natur, sondern sie wurden uns von Gott geschenkt; es ist nur so, dass unser Fleisch von unseren Eltern geboren wurde, und unsere Kinder wurden von uns geboren, jedoch liegt ihr Schicksal ganz in Gottes Hand. Dass wir an Gott glauben können, ist eine Gelegenheit, die Er uns geschenkt hat; es ist von Ihm bestimmt worden und Ausdruck Seiner Gnade. Daher besteht keine Notwendigkeit für dich, deine Verpflichtung oder Verantwortung gegenüber irgendjemand anderem zu erfüllen; du solltest nur die Pflicht gegenüber Gott erfüllen, die du als geschaffenes Wesen erfüllen solltest. Das ist es, was die Menschen vor allem anderen tun sollten, und es ist die wichtigste Aufgabe, die die Menschen in ihrem Leben erfüllen sollten. Wenn du deine Pflicht nicht gut ausführst, bist du kein geschaffenes Wesen, das dem Maßstab entspricht. In den Augen anderer magst du eine gute Ehefrau und liebende Mutter, eine fähige Hausfrau, ein dankbares und respektvolles Kind und ein gutes Mitglied der Gesellschaft sein, aber vor Gott bist du jemand, der sich gegen Ihn auflehnt, jemand, der an Gott glaubt, aber nicht die Pflicht und Verpflichtung eines geschaffenen Wesens erfüllt, jemand, der an Gott glaubt, aber nicht nach der Wahrheit strebt, sich Gott nicht wahrhaftig unterwirft und der entlarvt und ausgemustert werden wird. Kann so jemand Gottes Anerkennung gewinnen? Solche Menschen sind wertlos(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). Nach dem Lesen von Gottes Worten wurde mir klar, dass ich mit meiner Annahme falschlag, meine Eltern hätten so viel für mich getan, sie würden mich am meisten lieben, und wenn ich Gott folgen würde, stünde ich in ihrer Schuld. In Wahrheit hat Gott mir all das geschenkt. Mein Leben und alles, was ich zum Aufwachsen brauchte, wurde mir von Gott geschenkt. Dass meine Eltern mich großzogen, geschah ebenfalls durch Gottes Herrschaft und Seine Anordnungen. Ich stehe in Gottes Schuld, nicht in der meiner Eltern. Ich dachte darüber nach, dass meine Eltern sagten, sie hätten mir nur das Beste und eine gute Ausbildung geboten und dass sie mich sehr lieben würden. Doch in Wirklichkeit meinten sie es nur oberflächlich gut mit mir. Als es um die so wichtige Angelegenheit der Wiederkehr des Herrn ging, versuchten sie ständig, mich daran zu hindern, den wahren Weg anzunehmen. Wie war das denn Liebe? Sie sagten solche Dinge, um mich in Versuchung zu führen, Gott zu verraten! Ich dankte der Führung von Gottes Worten, dass sie mich Satans Machenschaften durchschauen ließ. Später schrieb ich eine ganze Nacht lang einen Brief an meinen Papa, in dem ich ihm noch einmal das Werk des Allmächtigen Gottes bezeugte. Ich schrieb auch darüber, wie ich mich fühlte, weil ich die Worte des Allmächtigen Gottes nicht lesen durfte, und drückte meinen festen Entschluss aus, dem Allmächtigen Gott zu folgen. Am Ende des Briefes schrieb ich: „Die Prophezeiungen von der Wiederkunft des Herrn haben sich bereits erfüllt. Der Allmächtige Gott ist der wiedergekehrte Herr Jesus. Ich habe viel mit dir Gemeinschaft gehalten, aber du weigerst dich zuzuhören und verfolgst und behinderst mich sogar. Ich bitte jetzt darum, dass du mir Glaubensfreiheit gewährst und mir erlaubst, an Versammlungen teilzunehmen. Wenn du mich weiterhin behinderst, werde ich eines Tages von zu Hause weggehen. Wir leben in einem demokratischen Land, doch du hast mir mein Recht auf Glaubensfreiheit genommen. Ich bin entschlossen, dem Allmächtigen Gott immer zu folgen; du kannst mich nicht aufhalten.“ Dann zeigte ich den Brief meinem Papa. Nachdem er ihn gelesen hatte, sagte er zu mir: „Ich verbiete dir, weiterhin an den Allmächtigen Gott zu glauben. Ich habe dich jetzt dreimal gewarnt. Warum bestehst du immer noch darauf? Warum fängst du immer wieder damit an? Warum willst du dich immer noch ihrer Kirche anschließen?“ Ich sagte zu meinem Papa: „Ich habe dir bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Egal was passiert, ich werde nicht aufgeben, dem Allmächtigen Gott zu folgen!“ Mein Papa schwieg einen Moment und sagte dann: „Ich habe dich studieren lassen, damit du mir auf verschiedene Weise helfen kannst, aber dein Wissen übertrifft jetzt meines, und du hilfst mir nicht nur nicht, sondern sagst sogar, meine Lehren seien falsch. Wie kann ich da noch zu anderen predigen? Wie kann ich Pastor sein? Wenn du Papa liebst, musst du tun, was ich sage. Die Bibel sagt, Kinder müssen ihren Eltern gehorchen. Nur indem du mir gehorchst, kannst du beweisen, dass der Weg, an den du glaubst, richtig ist.“ Ich wusste, dass mein Vater Angst hatte, dass mein Glaube an den Allmächtigen Gott seinen Status als Pastor beschädigen und seinem Ruf bei den Gläubigen schaden würde. Ich sagte: „Ich habe großes Glück, dass ich in eine christliche Familie hineingeboren wurde und von Kindheit an wusste, dass es einen Gott gibt. Aber nicht alle deine Lehren sind richtig. Den richtigen Dingen, die du sagst, werde ich gehorchen, aber den falschen Dingen, die du sagst, kann ich nicht gehorchen. Ich habe Gottes Werk in den letzten Tagen angenommen und die Wiederkunft des Herrn Jesus willkommen geheißen. Dadurch, dass du mich behinderst, hinderst du mich daran, Gottes Stimme zu hören und mich Gott zu unterwerfen. Wie kann ich auf dich hören?“ Als er sah, dass ich keine Kompromisse eingehen würde, fuhr mein Papa fort: „Ich werde dich nicht zwingen. Du kannst deinen eigenen Weg wählen. Aber du musst wissen: Wenn du auf mich hörst, können wir in Harmonie zusammenleben. Wenn du dich dafür entscheidest, dem Allmächtigen Gott zu folgen, wird unsere Familie zerbrechen, denn wir folgen unterschiedlichen Wegen. Das bedeutet, dass sich unsere Wege von nun an trennen müssen!“ Ich hatte ein wenig Angst und dachte: „Wenn ich von meiner Familie getrennt würde, wohin sollte ich dann gehen? Wie soll ich ganz allein leben?“ Aber ich wusste, selbst wenn ich alles verlieren würde, durfte ich Gott nicht verraten. Also sagte ich meinem Papa noch einmal ganz entschieden: „Ich möchte dem Allmächtigen Gott folgen und den richtigen Weg gehen!“

Danach zog ich zu einer Freundin in einer anderen Gegend. Obwohl meine Freundin nicht an Gott glaubte, konnte sie mich verstehen, als sie von meiner Verfolgung erfuhr. Später suchte ich Hilfe bei einer Menschenrechtsorganisation. Nachdem die Mitarbeiter meine Aussage gehört hatten, sagten sie mir, dass sie, falls meine Familie sich in meine Glaubensfreiheit einmischen würde, Klage einreichen und eine Warnung an meine Eltern aussprechen könnten. Dann brachten sie mich in eine Unterkunft. Hier hatte ich alles, was ich zum Überleben brauchte, aber ich konnte kein Kirchenleben führen oder Gottes Worte lesen, und mein Herz litt immer noch große Qualen. Später nutzte ich das Handy einer anderen Person, um die Brüder und Schwestern zu kontaktieren. Schwester Sylvia erzählte mir, dass meine Eltern sich mit der Polizei zusammengetan hatten, um mich zu finden, und dass die Polizei drei Brüder und Schwestern verhaftet hatte, die mit mir in Kontakt gestanden hatten. Ich war schockiert. Ich hätte nie gedacht, dass die Polizei so etwas tun würde. Also wandte ich mich hilfesuchend an die Menschenrechtsorganisation. Unerwarteterweise kamen meine Eltern noch am selben Nachmittag mit vielen Polizisten zum Sitz der Menschenrechtsorganisation. Meine Mama weinte und flehte mich an, nach Hause zu kommen, und versicherte mir, sie würden sich nicht in meinen Glauben einmischen. Wir trafen dann eine Vereinbarung, und die Menschenrechtsorganisation ließ meine Mama diese Vereinbarung unterschreiben. Die Polizei täuschte mich und sagte, sie hätten die Brüder und Schwestern bereits freigelassen. Aber als ich auf der Polizeiwache ankam, waren die Brüder und Schwestern immer noch im Gewahrsam und waren brutal zusammengeschlagen worden. Eine Schwester war sogar bewusstlos geschlagen worden. Ich erklärte der Polizei, warum ich von zu Hause weggegangen war und wie meine Familie mich verfolgt hatte. Ich erklärte, dass Indien ein demokratisches Land ist, in dem die Glaubensfreiheit gesetzlich geschützt ist, und dass die wiederholten Versuche meiner Eltern, mich zur Aufgabe meines Glaubens zu zwingen, nicht mit dem indischen Gesetz vereinbar seien. Ein Polizist schrie mich wütend an: „Was für ein Glaube? Hör einfach auf damit! Du hast deine Eltern für deinen Glauben verraten. Egal was passiert, du musst deinen Eltern gehorchen!“ Das Geschrei des Polizisten machte mir große Angst. Früher wusste ich nur, dass die Regierung der KPCh sich Gott widersetzte. Jetzt sah ich, dass sich auch hier viele Polizisten Gott widersetzten und Ihn hassten. Schließlich sagte der Polizeichef: „Wir müssen eine Einigung erzielen. Du wirst nach Hause zurückkehren und bei deinen Eltern leben, und deine Eltern dürfen dich nicht mehr verfolgen oder dich daran hindern, an Gott zu glauben. Gemäß den Artikeln 25-28 der indischen Verfassung haben Inder Religionsfreiheit. Daran müsst ihr euch alle halten.“ Meine Mama stimmte zu.

Am dritten Tag nach meiner Rückkehr von der Polizeiwache lockten mich meine Cousins im Einvernehmen mit meinen Eltern unter einem Vorwand zurück in meine Heimatstadt und brachten mich in eine dortige Kirche. Sie ließen den dortigen Pastor für mich beten, um meine angeblichen „Dämonen“ auszutreiben. Ich versuchte mich zu wehren, aber ich war ihnen nicht gewachsen. Also beobachtete ich genau, was sie tun würden. Sie sangen gemeinsam und klangen dabei sehr traurig. Sie schlossen die Augen, hoben die Hände und weinten. Ein Mädchen fiel in Ohnmacht, und sie trugen sie zu einer Bank und sagten, sie sei gestorben, würde aber wieder aufwachen. Sie glaubten, das Mädchen würde Neuigkeiten aus dem Himmel bringen. Dann fingen sie an, Unsinn zu reden, und sagten, ich sei in die Irre geführt worden. Durch ihr Handeln sah ich, wie diese religiösen Menschen andere zum Narren halten, und verstand auch, dass Gott zugelassen hatte, dass ich diese Dinge erlebe, damit mein Unterscheidungsvermögen wachsen konnte, ich Satans Niederträchtigkeit klar erkenne und durchschaue, wie diese religiösen Menschen andere betrügen und in die Irre führen. In nur wenigen Stunden hatten sie viele der Anwesenden getäuscht. Ich sagte still zu mir selbst: „Egal was sie sagen, egal was passiert, ich muss in meiner Haltung standhaft bleiben.“ Selbst als sie sich alle gegen mich verbündeten, ließ ich mich am Ende nicht beirren. Als meine Familie sah, dass mein Glaube an den Allmächtigen Gott immer noch fest war, taten sie etwas noch Unglaublicheres. Am nächsten Morgen brachten mich meine Cousins und Eltern gewaltsam an einen Ort, an dem Hexerei praktiziert wurde. Das war etwas, das ich mir nie hätte vorstellen können – ausgerechnet meine Eltern, die so viele Jahre an den Herrn Jesus geglaubt hatten, taten so etwas! Ich hatte schon einmal gehört, dass jemand verrückt werden könnte, wenn ein Hexer einen Fluch über ihn ausspricht. Innerlich hatte ich ein wenig Angst. Aber dann erinnerte ich mich an einen Film namens „Neues Leben nach Folterqualen“ auf der Website der Kirche des Allmächtigen Gottes. In dem Film verabreichte die Polizei einer Schwester Drogen, um sie zu zwingen, Gott zu verraten, und versuchte, sie in den Wahnsinn zu treiben. Aber die Schwester verließ sich auf Gottes Worte, um die Misshandlungen und die Folter der Polizei zu überstehen, und blieb letztendlich in ihrem Zeugnis standhaft, wodurch sie Satan beschämte. Als ich daran dachte, schöpfte ich wieder Mut. Ich schickte Schwester Sylvia eine SMS und erzählte ihr alles, was passiert war. Sie sagte mir, ich solle mich auf Gott verlassen, und schickte mir auch einige von Gottes Worten. Eine Passage von Gottes Worten gab mir Kraft und schenkte mir mehr Glauben, um mich dem zu stellen, was kommen würde. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Gott jemanden auswählt und ihn aus der Macht Satans in Sein Haus führt, wagt Satan es dann, Gott Bedingungen zu stellen? Er wagt es weder, Ihm Bedingungen zu stellen, noch überhaupt etwas zu sagen. Wenn Gott sagt: ‚Dieser Mensch gehört Mir, du darfst ihn nicht mehr anrühren‘, dann gehorcht Satan und gibt diesen Menschen auf. Dieser Mensch und sein Leben – sein Essen, seine Kleidung, seine Unterkunft und Transportmittel, alles, was er tut, steht unter Gottes Obhut, und Er wacht darüber. Ohne Gottes Erlaubnis wird Satan es nicht wagen, diese Person noch einmal anzurühren. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass dieser Mensch völlig unter Gottes Obhut und Seinem Schutz lebt, ohne dass äußere Kräfte sich einmischen oder übergriffig werden, und dass die Freude, Trauer und der Schmerz in seinem täglichen Leben Gottes prüfendem Blick unterliegen und unter Seiner Fürsorge und Seinem Schutz stehen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Leben liegt nur dann Wert, wenn man die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut erfüllt). Aus Gottes Worten verstand ich, dass auch Satan in Gottes Händen ist, und dass Satan ohne Gottes Erlaubnis nichts zu tun wagt. Ich hatte keine Angst mehr vor den Einschüchterungsversuchen meiner Familie, oder davor, welche Taktiken sie auch anwenden könnten, um mich zu zwingen, Gott zu verraten. Als ich sah, dass sie als Christen böse Geister anbeten konnten, und dass sie nach so vielen Jahren des Glaubens an den Herrn Dinge tun konnten, die Gott verrieten und Ihn beschämten, war ich besonders enttäuscht von ihnen. Nur weil ich den Allmächtigen Gott angenommen hatte, griffen sie zu diesen Methoden, um mich zu stören und zu zwingen, den wahren Weg zu verraten. Sie hassten die Wahrheit so sehr! Ich sagte zu meiner Mama: „Warum tust du das? Weißt du nicht, dass das Hexerei ist, dass es sich um Satan und böse Geister handelt? Ihr seid Gläubige des Herrn, und doch habt ihr euch tatsächlich an Satan und böse Geister gewandt, um mich davon abzuhalten, Gottes neues Werk anzunehmen!“ Meine Mama sagte: „Wir tun das zu deinem eigenen Besten. Unsere Gebete zu Gott konnten dich nicht ändern, aber Satan kann dabei helfen. Wir sind nicht hier, um sie anzubeten.“ Ihr wahres Gesicht zu sehen, machte mich sehr traurig. Sie unterschieden sich nicht von Ungläubigen. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass der Hexer, der wusste, warum meine Familie mich dorthin gebracht hatte, zu mir sagte: „Meine Liebe, bete zu dem Gott, an den du glaubst. Es gibt nur einen Gott, und der Gott, an den du glaubst, ist der Richtige.“ Ich war sehr glücklich und sah wahrlich Gottes Schutz. Gott herrscht über alles. Nach all ihren Versuchen sahen meine Eltern ein, dass sie nichts bei mir ausrichten konnten. Also willigten sie ein, meine Teilnahme an Versammlungen nicht länger einzuschränken, sich nicht mehr in meinen Glauben einzumischen und sich nicht mehr darum zu kümmern, ob ich zur Uni ging oder nicht. Am 12. Januar 2021 konnte ich endlich offen zu Hause an Online-Versammlungen teilnehmen. Obwohl meine Eltern mich manchmal immer noch ausschimpften und versuchten, mich zur Rückkehr an die Uni zu überreden, um mein Studium abzuschließen, wenn sie sahen, dass ich an Versammlungen teilnahm, ließ ich mich nicht mehr davon beeinflussen. Später verließ ich mein Zuhause und begann, meine Pflicht in der Kirche in Vollzeit zu tun.

Nachdem ich diese Erfahrung gemacht hatte, spürte ich wirklich, dass alles in Gottes Händen liegt. Gott nutzte diese schwierigen Umstände, um meinen Glauben zu perfektionieren und mir auch zu ermöglichen, in meinem Urteilsvermögen bezüglich meiner Familie und religiösen Menschen zu wachsen. Meine Familie glaubt seit Generationen an den Herrn, und viele sind Pastoren. Früher dachte ich, sie würden Gott aufrichtig dienen und Ihn lieben, aber Gottes Werk der letzten Tage hat sie alle offenbart. Jetzt erkenne ich klar ihr Wesen, das die Wahrheit hasst. Sie glauben überhaupt nicht aufrichtig an Gott. Sie widersetzen sich Gott. Es sind die Führung und Leitung von Gottes Worten, die mich befähigt haben, inmitten der Angriffe von allen Seiten durch meine Familie standhaft zu bleiben. Gott sei Dank! Ich werde es nie bereuen, dem Allmächtigen Gott zu folgen.

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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